Dienstag den 19. Juni. M 70. berhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Nachverzeichnete Gesetze de. Nr. 23. Gesetz, betreffend die Controle des Reichshausbaltes für die Rechnungsp Lothringen für das Jahr 1876. Seite 499.— Gesetz, betreffend die Erwerbung von zwei in Ber — Nr. 24. Bekanntmachung, betreffend die Ausgabe von Schatzanweisungen. Saarbahn dei Beuß ꝛc. mit Tonga. Seite 517. Seite 513.— Gesetz, betreffend Aintlicher Theil. sind im Bundesgesetzblatt des Deuts Seite 511.— Nr. 25. chen Reiches publicirt worden: eriode vom 1. Januar 1876 bis Ende 1877 und des Landes haushalts von Elsaß ⸗ lin gelegenen Grundstücken für das Reich. Seite 500.— Patentgesetz. Stite 501. Gesetz, betressend den Bau einer Eisenbahn von Teterchen dis zur die Feststellung eines Nachtrags zum Haus halts⸗Etat für das Etaljahr 1877/78. Seite 514.— Freundschaftsvertrag Betreffend: Die Wahl der Mitglieder des Gemeinderaths. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Groß Es sind noch viele von Ihnen mit Erledigung unserer Verfügung vom 29. vorigen hieran erinnern. Friedberg am 16. Juni 1877. herzoglichen Bürgermeistereien. Monats, Kreisblatt Nr. 62, im Rückstand, weshalb wir Dr. Braden. Deutsches Reich. Friedberg. Die auf 12 Wochen erstreckte Landes Trauer kreuzt natürlich, namentlich in der gegenwärtigen Jahreszeit, eine große Reihe wirth · schaftlich immerhin sehr beachtenswerther Interessen. Die Landes⸗Trauer für den Großherzog Ludwig II. (T 16. Juni 1848) war auf sechs Wochen be schränkt. Gutem Vernehmen nach können wir mittheilen, daß das damals beobachtete Reglement auch in dem gegenwärtigen Falle im geeigneten Zeitpunkt wieder zur Anwendung kommen und die strenge Trauerzeit abgekürzt werden wird. Etwas Bestimmtes ist an hiesiger maßgebender Stelle bis zur Stunde noch nicht bekannt. Darmstadt, 16. Juni. Der Großherzog hat, nachdem er das Commando der Division an Generalmajor v. Wichmann einstweilen interimistisch abgetreten hat, heute Vormittag die Generale und Regimentscommandeure der Garnison empfangen; auch die Großherzogin hatte die Gnade, dieselben zu empfangen. — 18. Juni. Die Beisetzung der Leiche des höchstseeligen Großherzogs findet heute auf der Rosenhöhe statt. Dem Leichenbegängniß werden von fürstlichen Personen beiwohnen: der Kronprinz des deutschen Reichs, der Großherzog und der Erbgroßherzog von Baden, der Großherzog von Mecklenburg, der Landgraf von Hessen ꝛt.. Sämmtliche nicht in Person erschienenen deutschen Fürsten werden durch Abgesandte vertreten sein. — Militärdienstnachrichten. Rittmeister Wernher vom 2. Dragoner⸗Regiment Nr. 24 als Adjutant zur 16. Division commandirt; Rittmeister Lange in das Rhein. Ulanenreg. Nr. 7 versetzt; Prem. Lt. Scholl zum Rittmeister und Sec.⸗Lt. v. Esch⸗ wege zum Prem. Et. befördert. Rittmeister von Müller vom Rhein. Ulanenregiment Nr. 7 in das 2. Dragoner Regiment Nr. 24 versetzt; Prem. Lt. Zimmermann, d la suite des 1. Dragoner Regiments Nr. 23 und Lehrer an der Kriegsschule zu Hannover, zum Rittmeister befördert. Dem Prem.⸗Et. Sartorius vom 2. Inf.⸗Regt. Nr. 116 der Abschied bewilligt. Der Unteroffizier von Hergert vom 2. Dragoner-Regiment Nr. 24 zum Portepee⸗Fähnrich befördert. Berlin. Der„Reichs⸗Anzeiger“ enthält eine Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 12. d., betreffend die Ausgabe von 20 Millionen Mark unverzinslicher Schatz Anweisungen wovon 1 Millionen eine dreimonatliche Umlaufszeit vom 12. Juni bis 12. Sept., 10 Millionen eine vier · monatliche Umlaufs zeit vom 9. Mai bis 9. Oct. haben. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ erwähnt mehr⸗ sach der in den Zeitungen umlaufenden Nach⸗ richten, welche ihrer Einkleidung nach aus diplo⸗ matischen Kreisen zu stammen oder Beziehungen zum auswärtigen Amte zu verrathen scheinen, in Wahrheit aber einfach als absurd zu bezeichnen sind. Zu diesen gehöre die Nachricht, daß Hr. v. Keudell, der Botschafter in Rom, unter dem Vorwand einer ärztlichen Consultation nach Wien geschickt worden sei, um mit Oesterreich und Rußland über eine gemeinsame Stellung gegen den Vatican zu verhandeln. Auch die Nachricht, daß bei dem auswärtigen Amte Nachfragen wegen des von den Russen oder Rumänen standrechtlich erschossenen angeblichen deutschen Offiziers einge- gangen seien, sei rein aus der Luft gegriffen. — Anknüpfend an die Erwähnung der von der deutschen Regierung im letzten Winter zum Schutze der deutschen Colonisten in Palästina er⸗ griffenen Maßregeln, welche zeitweilig einen günstigen Einfluß auf das Verhalten der dortigen moha⸗ medanischen Bevölkerung ausgeübt hätten, theilt jetzt die„Post“ mit, daß seit dem Ausbruche des Krieges wieder eine besondere fremdenfeindliche Stimmung der mohamedanischen Bevölkerung sich bemerkbar mache. Die Reichs Regierung habe daraus Veranlassung genommen, ihre frühere An- regung wegen Sicherstellung der christlichen Be⸗ völkerung bei der Pforte und den Großmächten zu erneuern. — Der Kaiser hat das Abschiedsgesuch des Präsidenten des Consistoriums der Provinz Branden- burg, Hegel, nicht genehmigt. Ein an denselben gerichtetes Schreiben des Kaisers gibt dem Gefühle der Achtung gegenüber Hegel und zugleich der kirchlichen Richtung des Monarchen Ausdruck. Außerdem erließ der Kaiser ein Schreiben an den Präsidenten des evangelischen Oberkirchenrathes, Herrmann, wonach das Verbleiben des Letzteren im Amte trotz der Nichtgenehmigung des Abschieds⸗ gesuches Hegel's als zur Zeit nothwendig hin- gestellt wird. — 16. Juni. Der Kaiser hat gestern Nach⸗ mittag die activen Staatsminister zur Verab- schiedung vor seiner Abreise empfangen und ist kurz vor 10 Uhr Abends mit dem bekannten Gefolge nach Ems abgereist, woselbst er heute früh 9 Uhr, enthustastisch begrüßt, anlangte. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Die in auswärtigen Blättern verbreitete Nachricht von diplomatischen Schritten Oesterreichs, zu dem 0 Zwecke, Aufklärung über die Reise des Fürsten von Serbien nach Plojesti zu erhalten ist bester Information zufolge absolut unwahr. — Bei einem anläßlich der Untersuchung gegen Mitglieder der Internationale verhafteten Beamten der Universitäts-Bibllothek sind Schrift- slücke in russischer und polnischer Sprache vorge. funden worden, welche für sämmttliche Inhastirte sehr gravirend sind; durch dieselben wird das Bestebhen einer internationalen Propaganda zur Herbeiführung von Staats- Umwälzungen in Ruß- land und Oesterteich constatirt. Fünf Verhastete find dem Landesgericht eingeliefert. Pest, 14. Juni. Abgeordnetenhaus. Helfy interpellirte die Regierung über die Richtung ihrer Orient-Politik; ferner ob es wahr sei, daß der Dichter Petöfi in Rußland in Gefangenschaft ge⸗ halten werde. Der Minister⸗Präsident erklart, daß wegen Petösi bereits Nachforschungen ein⸗ geleitet worden seien. — 15. Juni. Im Unterhause gab Minister⸗ Präsident v. Tisza in Beantwortung der Inter- pellation Iranpi's betreffs der orientalischen Frage folgende Erklärung ab: Der Zweck des Berliner Memorandums der Conferenz-Beschlüsse zu Kon⸗ stantinopel und des Londoner Protokolls war: wenn möglich, Erhaltung des Friedens, eventuell Localiscrung des Krieges, Verbesserung des Looses der Christen in der Türkei, und daß keine den Interessen Oesterreich Ungarns wiedersprechenden Gestaltungen zu Stande kämen. Die Mehrzahl der genannten Actenstücke entstand unter Mit- wirkung sämmtlicher Pariser Tractatmächte. Die Actenstücke stehen nicht im Widerspruch mit den Interessen Oesterreich-Ungarns. Auf eine Replik Iranyi's erwiederte Tisza ferner: die Regierung lasse sich vorläufig lieber tadeln, als daß sie eine gegen die Interessen der Monarchie gerichtete Politik besolge. Die entgegengesetzte Politik hätte einen uns näher berührenden Krieg zur Folge gehabt. Die Mächte baben niemals größeres Vertrauen, Freundschaft und Herzlichkeit gegen Oesterreich-Ungarn an den Tag gelegt, als jetzt. Die Antwort des Ministers wurde vom Hause mit großer Majorität zur Kenntniß genommen. Kaas interpellirte den Ministerpräsidenten, ob ihm entgangen sei, daß der gegenwärtige Krieg pan⸗ slavistischen Zwecken diene, welche Haltung die Regierung gegenüber der russo- rumänischen Allianz, der Unabhängigkeits-Erklärung Rumäniens, der eventuellen Einmengung Serbiens in den Krieg, der Errichtung eines autonomen Bulgariens oder einer neuen Staatenbildung auf der Balkan- Halb- insel, einnehmen werde, ferner, was zur Sicherung der ⸗Donauschisffahrt und des Orienthandels gethan worden sei und ob die Regierung die Erwerbung der Donau- Mündungen seitens Rußlands ver- hindern wolle. Schweiz. Bern. Betresse der von der Gotthard-Eisenbahn-Conferenz beschlossenen sinan⸗ ziellen Vorschläge steht die Aeußerung der einzelnen betheiligten Regierungen über die Genehmigung oder Nichtgenehmigung derselben noch aus. Frankreich. Versailles, 16. Juni. Im Senate wurde eine Botschaft des Marschalls Mac Mahon durch den Minister-Präsidenten Broglie verlesen. Derselbe erinnert daran, daß der Präst⸗ dent das Recht besitze, die Kammer aufzulösen. Er sei genöthigt, diese Maßnahme wegen des Meinungs- Zwiespaltes zwischen ihm und der Kammer zu ergreifen. Kein Ministerium habe sich bisher behaupten können, ohne den Radicalen Concessionen zu machen und sich ihren Bedingungen zu fügen. Um sich hierfür nicht länger herzu⸗ geben, babe er beschlossen, die Auflösung der Kammer zu verlangen. — 16. Juni. In der Deputirtenkammer ver- las der Minister des Innern eine der im Senat verlesenen Botschaft analoge Erklärung. Hierauf begründete Bethmont die von der Linken gestellte Interpellation und griff dabei das Ministerium an, welches er als aus einer ohnmächtigen Coali- tion hervorgegangen hinstellte. Fourtou erklärte: Das Land wird seine Entscheidung aussprechen zwischen der Kammer und dem Marschall Mat Mahon. Der Opportunismus ist ein geduldiger Radikalismus. Der Act vom 16. Juni hat die Gesellschaft gerettet und bedroht durchaus nicht den äußeren Frieden. Sodann erhob Gambetta gegen das Ministerium die Anklage, daß es ultra- montan und dem Auslande verdächtig sei; derselbe rechtfertigte ferner die Majorität der Kammer und prophezeite als Resultat der Auflösung, daß die Majorität, jetzt aus 363 Mitgliedern bestehend, in der Stärke von 400 wiederkehren würde. Der Minister des Auswärtigen protestirte gegen die Ausführungen Gambettas, in dem er hervorhob, daß die Beziehungen zum Auslande nicht aufge— hört hätten, freundschaftliche zu sein. Gambetta hatte sich in eine solche Aufregung hineingeredet, daß er nach der Rede von einer Ohnmacht be— fallen wurde, jedoch hatte sein Unwohlsein keine ernstere Bedeutung. Holland. Amsterdam. Das Ergebniß der Ergänzungs⸗Wahlen zur zweiten Kammer stellt sich dahin, daß 27 Liberale und 14 Antiliberale die absolute Majorität auf sich vereinigten, während zwei Wahlen unentschieden blieben; die betreffenden Stichwahlen sollen in 14 Tagen stattfinden. Die Liberalen haben fünf neue Sitze gewonnen und sind jetzt bei im Ganzen 80 Mandaten im Besitze von 48. Dänemark. Kopenhagen, 13. Juni. Der Reichsgerichtshof hat die ehemaligen Minister Graf Holstein⸗Holsteinborg, Fonnesbech und Krieger von der Seitens des Folkethings gegen sie er- hobenen Anklage wegen der angeblich unbefugten Veräußerung der Ruinen der Marmorkirche frei— gesprochen. Großbritannien. London. Das aus⸗ wärtige Amt hat verfügt, daß jeder britische Offizier, der einer Macht dient, die Krieg führt mit einer andern Macht, mit welcher England freundschaftliche Beziehungen unterhält, entweder den Dienst im Auslande oder den britischen Dienst quittiren muß. — 16. Juni. Im Unterhause forderte der Herzog von Argyll die Regierung auf, über die Beziehungen des englisch⸗ostindischen Reiches zu Afghanistan Aufklärung zu geben. Minister Lord Salisbury erklärte, es bestätige sich, daß der Emir von Afghanistan sich geweigert habe, einen eng- lischen Vertreter an seinem Hofe zuzulassen. Es sei übrigens unrichtig, daß die Beziehungen zu dem Emir sich wesentlich geändert hätten. Italien Rom. Zbwischen dem päpstlichen Stuhle und der belgischen Regierung schweben Unterhandlungen über eine anderweitige Besetzung der Nuntiatur in Brüssel.— Der Nuntius Meglia in Paris verlangte Instructionen für den Fall neuer Ereignisse in der inneren Politik Frankreichs. Der Cardinal-Staatssecretär Simeoni wies den⸗ selben an, jede Einmischung zu unterlassen und den Fortgang der Dinge abzuwarten. Türkei. Constantinopel, 15. Juni. Gestern wurde auf dem Kriegs-Ministerium unter dem Vorsitz des Sultans Kriegerath gehalten. Die Russen haben bisher die Donau noch nicht überschritten. Kars bietet fortdauernd Widerstand. Anderweitige erbeblichere Nachrichten vom Kriegs- Schauplatze liegen nicht vor. Der bulgarische Exarch wurde gestern vom Sultan empfangen. — 15. Juni. Suleiman Pascha ließ Bjelin a durch drei Tabore besetzen. Die Lage der Mon- tenegriner wird als sehr mißlich geschildert. Die Ausständischen haben die zwischen Jajtze und Travnik liegenden Ortschaften verbrannt. Ismail Pascha rückt in Eilmärschen mit mehreren Bataillonen aus Serajewo heran. — 16. Juni. Das ägyptische Truppen⸗Con⸗ tingent ist hier eingetroffen. Der Sultan begibt sich demnächst nach Adrianopel, um die dortigen Befestigungs⸗Arbeiten zu besichtigen. — Das Parlament verlangt, daß der ehe— malige Großvezir Mahmud Nedim Pascha wegen angeblicher Defraudation von 6 Millionen in Anklagestand versetzt werde. Rustschuk, 15. Juni. Die Türken errichten Getschek gegenüber Batterien. Die Donau steht bei Braila nach dem Pegel der Dampfschifffahrts⸗ Gesellschaft 16 Fuß über dem normalen Stande. Erzerum, 14. Juni. Die Türken sind, nach Wiederbesetzung Olti's, in der Richtung nach Ardahan weiter marschirt. Eine türkische Abtheilung verließ Delibaba, um die zum russischen linken Flügel gehörige Abtheilung anzugreifen. Die Lage der Türken bei Toprakkaleh habe sich gebessert. Am Freitag griffen die Russen Tamoz, einen für die Vertheidigung von Kars besonders wichtigen Punkt, an und richteten auch sehr heftige Angriffe auf andere Punkte. Diese Angriffe wurden am Sonnabend wiederholt, jedoch ist über deren Er— gebniß noch nichts bekannt. Mukhtar Pascha steht in sehr stark befestigter Stellung zwei Meilen westlich von Zewin. Der rechte Flügel der Türken steht in der Ebene des Districts Alaschkert dem linken Flügel der Russen gegenüber. Eine Schlacht wird als unmittelbar bevorstehend betrachtet. Serbien Belgrad. Serbien bleibt unter allen Umständen neutral. Bei Eröffnung der Skupschtina wird in der Thronrede des Fürsten das neutrale Verhalten Serbiens ausdrücklich con— statirt werden. — Auf die Anfrage mehrerer Pferdehändler erwiederte der Kriegsminister: die serbische Re⸗ gierung mache keine Rüstungen, beabsichtige daher auch keine Mittel für Pferde- Ankäufe zu veraus⸗ gaben. Da die Pforte alle ihre Truppen aus Serbien herausgezogen hat, so beließ auch die genannte Regierung nur die gewöhnlichen Grenz- posten am Javor. Die diesjährigen Milizübungen sind abgesagt. Rumänien. Bukarest. In rumänischen Regierungskreisen scheinen bedeutende Veränderungen bevorzustehen. Es ist wahrscheinlich, daß zunächst Cogalniceanu, bald aber auch Joan Bratiano zurücktreten werden. Es dürfte die Bildung eines neuen Cabinets mit Demeter Ghika, Boerescu und General Florescu erfolgen und wird damit voraussichtlich ein Systemwechsel, der auch auf die rumänischen Verfassungs⸗Verhältnisse zurück⸗ wirken muß, eintreten. — 14. Juni. Das russische Hauptquartier ist heute theilweise nach Alexandria übergesiedelt. Das Armee Commando folgt ihm morgen dorthin nach. — 14. Juni. Die Russen haben auf der Donau- Insel bei Rustschuk eine Batterie erichtet. — 16. Juni. Drei russische Kanonenboote recognoscirten den Canal von Matschin und gingen bis unter die Kanonen der Festung Matschin, ohne beschossen zu werden. Der Wasserstand der Donau ist 15 Fuß 9 Zoll über dem Normale. — 16. Juni. Der Fürst von Serbien, von Ristic und dem russischen General-Consul Stuart begleitet, reiste heute um 10 Uhr Vormittags nach Plojesti. Die Rückfahrt findet um 2 Uhr Nach- mittags statt. — Der Transport von Eilgut und Fracht- gut ist auf allen rumänischen Eisenbahn Linien wieder auf unbestimmte Zeit eingestellt. Die Heerstraße vom Pruih nach Galatz ist wegen des Austrittes des Bratisch⸗Sees unpassirbar. Jassy. Der der Anstiftung der letzten Juden⸗ Verfolgungen in Darabana bezichtigte Gutsbesitzer Ciumara und dessen Frau wurden verhaftet. Andere Schuldige sind gleichfalls verhaftet. Die Gerichte untersuchen die Angelegenheit eifrigst. Rußland. Petersburg. Officiell. Tele⸗ gramm des Generalstabs Chefs der Kaukasus⸗ Armee: Vom 7. Juni an recognoscirten unsere Truppen mehrfach bei Kars unter dem Feuer der Festungswerke. Am 9. Juni wurden die feindlichen Stellungen vom Großfürsten Michael persönlich besichtigt. Unser Verlust in diesen Tagen besteht bloß in 15 Verwundeten. Mukhtar Pascha hat aus Trapezunt 20 Bataillone Verstärkung erhalten. General Tergukassoff besetzte am 9. Juni Alaschkert und zog mit der Avantgarde in Seidekan ein — Ein Telegramm des Ober⸗Commandirenden der Kaukasus Armee vom 13. Juni meldet: Gestern beschossen uns die Türken von den vor- deren Befestigungen der Festung Kars und von ihren Batterien auf den dortigen Höhen aus, wurden aber durch unser Geschützfeuer zum Schweigen gebracht. Am 9. d. hat General Tergukassoff Alaschkert, am 10. Sejdekan besetzt, wobei sich die Türken eilig, mit Zurücklassung von Proviant⸗ und anderen Vorräthen, nach Kenrikew zurückzogen. Amerika. Washington. Der ameri- kanische Gesandte in Madrid, General Cuhshig, ist zum Gesandien in Wien, James Russel Lowell an seiner Stelle zum Gesandten in Madrid ernannt worden. Aus Stadt und Land. Rodheim v. d. H., 16. Juni. Unser Gemeinderath hat heute in Berücksichtigung der äußerst großen Güter⸗ zerspliterung der Gemarkung und der dadurch hervor⸗ gerufenen Schwierigkeit einer rationellen Bewirthschaftung unserer Felder, bei den hierdurch erwachsenden unberechen⸗ baren pecuniären Nachtheilen und den sonstigen Unannehm⸗ lichkeiien und Vexationen, durch Mehrheitsbeschluß von 7 gegen 3 Stimmen den Antrag auf Güterzusammen⸗ legung unserer Gemarkung gefaßt. Für den Antrag waren die Herren Kreisrath Klietsch, Bürgermeister Jacobi und Beigeordneter Wehrheim eingetreten. Gemeinderaths⸗ miiglied und Kreistagsabgeordneter Balih. Jacobi V. vertrat die Minorität und wollte aus Sparsamkeits⸗ rücksichten unsere seitherigen Gülerzustände beibehalten wissen. Die Ausführung der Güterzusammenlegung wird aber, wie den anderen Gemeinden, in denen sie bereits eingeführt ist, so auch der unsrigen zu reichem Segen gereichen. —6.—. Griedel, 15. Juni. Gestern Nachmittag stürzte die hiesige sehe baufällige Pfarrscheuer plötzlich zu⸗ sammen und bereitete dadurch der Schuer des Nachbars ein gleiches Schicksal. Wären nicht verschiedene, in der Nähe beschäftigt gewesene Arbeiter zufällig abseits gegangen, so hätte leicht ein oder mehrere Menschenleben zum Opfer fallen können. Der Fiscus wird die Pfarrscheuer wieder aufzubauen haben. Allerlei. Godesberg. Unter unserer Damenwelt herrscht leider noch vielsach die üble Gewohnheit, bei Näharbeiten Sleck⸗ oder Knopfnadeln, wenn auch nur für Augenblicke, im Munde zu bergen. Ein hier am verflossenen Montag vorgekommenes Ereigniß zeigt wieder einmal, wie überaus gesähtlich ein solches Verfahren ist. Die 20 jährige Tochter einer hiesigen angesehenen Bürgerfamilie halte eine der bekannten schwarzen Knopfnadeln zwischen die Lippen genommen, als sie plötzlich ein Schluchzen überkam und sie die Nadel verschluckte. Unvorsichtiger Weise sagte sie es den Eltern erst am andern Morgen, als ihr das Essen unmöglich wurde und sich heftige Schmerzen im Kehlkopf einstellten. Hier in Godesberg vermochte man nicht, die Nadel bervorzuholen; die geängstigten Verwandten begaben sich deßhalb mit der Patientin nach Bonn zu einem in Kehltopftrankheiten eines besonderen Rufes sich erfreuenden Professor. Diesem gelang es auch, die Nadel zu sassen; sie halte jedoch eine salsche Lage angenommen, daß er es nicht wagte, sie mit Gewalt zu entfernen. Nun ist das junge Mädchen noch einmal nach Bonn gefahren, wo der Versuch, die Nadel zu beseitigen, erneuert werden soll. Man bofft, daß die Lage der Nadel im Kehlkopf in den nächsten Stunden eine günstigere werde, wodurch eine Operation vermieden werden kann. Handel und Verkehr. Friedberg, 16. Juni. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.20. Eier 1 Stück 6 Pf., 2 Stück 11 Pf. Gießen, 16. Juni. Wochenmarkt. Butter per Pfund 90 Pf. dis M 1.10. Eier per Stück 5 und 6 Pf. Käse per S:ück 4 9 Pf. Tauben das Paar 70 Pf. Hühner per Stück M. 1.—. Kartoffeln, 100 Kilo, M. 9.40. Frankfurt, 16. Juni. Der heutige Heu⸗ und Stroh⸗ Markt war gur befahren. Heu kostete je nach Qualinät per Ceniner M. 4.— 5.25. Stroh per Ceniner M. 4—5. Butter im Großhandel das Pfund 1. Qual. M. 1.10., 2. Qual. M. 1.—.; im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.30., 2. Qual. M. 1.15—20. Eier, das Hundert gewöhnliche M. 4.50., italienische M. 5.60. Kartoffeln M. 8—9. Main:, 16. Juni. Producten⸗Markt. Waizen per Juli 23.50. per Nov. 21.80. Korn per Juli 16.20. per Nov. 15.70. Hafer per Juli 15.40. Rüböl per Juli—.—. per Oct. 33.70. 2 * 181³ anfang dahler Volke Wiesen melsbiet Orundb. können! eingeseh! Di⸗ lezte N jedoch n Die bis 188 an, zu Br! 1916 herrlit Eichen manditenden 1 meldet; Der ameri⸗ 4 Cubsbig, ach Lowell n Madrid ——z——— d von zuammen- t den Antag mtiftt Jacobi Marburg, 16. Juni. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.—1.30 Eier 2 Stück 10 Pf. Käse per. Stück 10—12 Pf. Tauben das Paar 70—75 Pf. Hübner per Stück M. 1.30. Kopfsalat per Kopf 3—4 Pf. Kirschen per Pfd. 60 Pf. Verloosung. Oesterreichische fl. 100⸗Loose vom Jabre 1864. Serien- und Gewinn-Ziebung vom 1. Juni 1877. Heimzablung am 1. Sevember 1877. Serien. Nr. 216 403 424 882 914 1385 1837 2283 2527 2604 2650 2918 3821 3933. Gewinne. S. 2918 Nr. 37 fl. 200,000, zuverlässigen Lieferanten kauft, stebt nicht an, das Salz 20 000. S. 2918 Nr. 40 fl. 15 000. irgend woher aus der nächsten Nachbarschaft holen zu S. 3933 Nr. 26 fl. à fl. 500. S. 216 Nr. 6 16 48 51 73, S. 403 Nr. 14 58 81 84, S. 424 Nr. 30 52 82, S. 914 Nr. 12 S. 1837 Nr. 32, S. 2283 Nr. 10, S. 2527 Nr. 23 S. 2604 Nr. 31. S. 2918 Nr. 15 20, S. 3821 Nr. 94 à fl. 400. Auf alle übrigen in vorstehenden Serien enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern enlsällt der geringste Gewinn von fl. 200. Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Vorsicht bei Salz⸗Kauf. Auch die sorgsamste Hausfrau, welche alle ihre Wirihschaftsbedürfnisse nur bei beim Kosten sofort schmeckt. Ein gutes Kochsalz hingegen enthält von Beidem nur sehr geringfügige Mengen, z. B. nur 0,44 pCt. Cblormagnesium und 0,56 pCt. Gipe. Gutes Salz muß ferner doppelt geböcrt und daher absolut trocken sein. Deßhalb ratben wir unseren Haus⸗ frauen, auch ihr Salz nur aus guten Quellen zu beziehen. Und ist einmal schleuniger Ersatz nöthig, dann möge keine Hausfrau es verwenden, ohne das Salz vorher durch den Geschmack zu prüseu. Geld Cours. Frankfurt am 16. Juni 1877. S. 914 Nr. 82 fl. 10000. S. 424 Nr. 77. S. 2918 lassen und es ohne Prüfung zu verwenden. Und doch ist 20 ⸗Frankenstücke 5 Mk. 16 24 28 Nr. 70 à fl. 5000. S. 403 Nr. 51, S. 1837 Nr. 17 diese Verwendung des ersten besten Salzes die Ursache von] Englische Sovereigns 3„ 20 37—42 29 à fl. 2000. S. 216 Nr. 89. S. 1837 Nr. 41 78, vielem Verdruß. Es kommt nämlich jetzt vielfach ein] Nussische Imperiales[„ 16 72—77 S. 2604 Nr. 17 S. 3933 Nr. 59 88 à fl. 1000. bitter schmeckendes Salz einer neuen Saline in den Handel, Holländische fl. 10⸗ Stücke.„16 65 S. 403 Nr. 62 8 S. 424 Nr. 61 76, S. 1385 Nr. 7 welches die Händler durch seine Billigkeit besticht. Dieses[ Ducate n.. 1 9 59 64 43 96 99. S. 1837 Nr. 100, S. 2283 Mr. 37 78, Salz enthält einen ungewöhnlich hoben Procentsatz von Ducaten al mare„ 459 64 S. 2604 Nr. 33. S. 2650 Nr. 75 95, S. 3821 Nr. 11 Gips und von Chlormagnesium(Bittersalz), den man Dileeg 5 1 Bekanntmachung. 1813 Montag den 2. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in der Wirthschaft des Isaak Stern dahler die sämmtlichen Immobilien der Christian Völkers Eheleute zu Bruchenbrücken, bestehend in Aeckern, Wiesen und Gärten, zum ersten Mal einer öffentlichen meistbietenden freiwilligen Versteigerung ausgesetzt werden. Grundbuchs- Auszug, sowie Versteigerungs-Bedingungen können auf Großherzoglichem Orisgerichts-Bureau dahier eingesehen werden. Die Grundstücke werden nur zwei Mal und zwar das letzte Mal mit Zusicherung des unbedingten Zuschlags, jedoch nur parzellenweise versteigert. Die Steigschillinge sind in sechs Martinizielen, 1877 bis 1882 mit fünf Prozent Zinsen von Martini 1877 an, zu bezahlen. Bruchenbrücken am 6. Juni 1877. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Bruchenbrücken. Wagner. ** 9 Heugras-Versteigerung. 1869 Donnerstag den 21. Juni d. J. wird in Bauern⸗ beim in der Wirthschaft von Höres von Morgens halb 10 Uhr an das diesjährige Heugras auf der in den Gemarkungen Bauernheim und Ossenbeim gelegenen fiscalischen Markwiese,„60,69 Hectare umfassend“, öffen⸗ tlich versteigert. Ober⸗Rosbach den 12. Juni 1877. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. Strg ck. * 1**— Gras- Versteigerung. 1894 Am Freitag den 22. Juni, Vormittags 10 Uhr, wird im Deweil'schen Gasthaus zu Rendel der dies— jährige Heu⸗ und Grummetertrag von 84 Morgen Wiesen im Lehenholz in den seitberigen Abtheilungen versteigert. Heusenstamm den 14. Juni 1877. Gräflich v. Schönborn'sches Rentamt. Holzversteigerung. 1916 Montag den 25. Juni J. J. werden in den Frei⸗ herrlich v. Franckenstein'schen Waldungen nachstehende Eichenschälholzsortimente versteigert: 1) District Köhlerschlag, Dietzenberg ꝛc. ꝛc. 4 Raummeter Eichen Schälprügelholz, 11000 Stück Eichen⸗Schälwellen. 2) District Eichelgarten. 80 Raummeter Eichen Schälprügelholz, 1650 Stück Eichen⸗Schälwellen, 48 Stück Eichen Schälderbstangen. Mit der Versteigerung wird Vormittags präcis 8 ½ Uhr im Distrikt Köhlerschlag, woselbst auch 764 Stück im Straßheimer Hübnerschlag aufgearbeitete Eichen-Schäl— wellen zum Ausgebot kommen, der Anfang gemacht und Vormittags 11½ Uhr im Distrikt Eichelgarten, zunächst den ehemaligen Schleßmauern fortgefahren. Das in den oben genannten Distrikten noch lagernde Raumholz kann an den festgesetzten Fahrtagen vom 28. Juni an abgefahren werden. Bis zum 17. Juli I. J. ist das in den Freiherrlich v. Franckenstein'schen Waldungen pro 1877 ersteigerte Holz aus den Schlägen wegzubringen. Ockstadt den 16. Juni 1877. 0 Der Freiherrlich v. Franckensteinsch'e Oberförster Rump f. Vergebung von Weißbinderarbeiten. 1917 Die zur Herstellung des äußeren Verputzes am deutschen Haus zu Friedberg erforderliche Weißbinder—⸗ soll das Gemeinde-Heugras oͤffentlich versteigert werden. Einladung zum Abonnement auf den „„ 80* 2 5 Darmstädter Täglichen Anzeiger. Der„Darmstädter Aale Anzeiger“ erscheint an allen Wochentag-Abenden und kostet vierteljährlich durch 16. Jahrgang. die Post bezogen(einschließlich Bestellgeld; nur 1 Mark 35 Pfg., monatlich 45 Pfg. 8 Den Inhalt bilden: Politische Rundschau, interessante Erzählungen und Novellen, kurze Berichte über die Verhandlungen der Landstände, ferner Hofnachrichten, Civil- und Militärdienst Nachrichten, Berichte über die Ver⸗ handlungen des Schwurgerichts der Provinz Starkenburg, des Kreis- und Provinzialausschusses, der Sitzungen der Stadtverordneten Versammlung und des Loealgewerbvereins zu Darmstadt, ferner statistische Mittheilungen, standesamtliche Nachrichten, Regierungsblatt, insbesondere auch Lokal⸗ und sonstige Mittheilungen, Fruchtpreise, Räthsel, Theaterzettel, Verloosungen u. s. w. in reichhaltiger Abwechslung. Inserate(die vierspaltige Garmondzeile 10 Pfg.) finden in dem Blatte selbst, und da sie zugleich als Straßen⸗Anzeiger erscheinen, die erfolgreichste Verbreitung. Abonnements⸗ Einladung auf den Neuen Mainzer Anzeiger, reichhaltigstes, interessantes und billigstes Lokalblatt in Mainz und Umgegend. Mit dem 1. Juli 1877 beginnt der„Neue Mainzer Anzeiger“ sein neues Quartal mit der Aenderung, daß wir von jetzt ab auch die Telegramme auf dem Gebiete der Politik und des Handels bringen, und es so unseren Lesern ermöglichen, immer die neuesten Nachrichten zu haben. Außer Lokal⸗ und provinzialen Nachrichten bringt der„Neue Mainzer Anzeiger“ täglich orientirende faßlich Leitartikel und eine Uebersicht der polilischen Exeignisse; ferner Handelsberichte ꝛc. ꝛc. Der seit Neujahr. ( zueimal wöchentlieh 2 erscheinenden belletristischen Beilage„Mogunzia“, die sich einer so großen Beliebtheit erfreut, ist die humoristische „Mainzer Laterne“ beigegeben; auch sonst wird das Feuilleton besonders gepflegt. Ein Blick auf den„Neuen Mainzer Anzeiger“ genügt, um die Uederzeugung zu gewinnen, daß derselbe Annoncen aller Art bringt, die bei der großen Anzahl unserer Abonnenten die weiteste Verbreiiung finden: Be⸗ kanntmachungen der Behörden wechseln mit geschäftlichen Anzeigen ab; das Blatt kann somit zur Inserirung auf's Beste empfohlen werden. Abonnements auf den täglich mit Ausnahme des Sonntags erscheinenden„Neuen Mainzer Anzeiger“ nehmen alle Postanstalten des deutschen Reichs an, und es beträgt der Preis per Vierteljahr(ohne Bestellgebühr) M. 1. 60 Probenummern auf Wunsch gratis und franco. N Die Expedition des Neuen Mainzer Anzeiger. Große Emmeransgasse 26 in Mainz. Oeffentliche Aufforderung. 1910 Conrad Libbach von Nieder-Erlenbach hat mit S f 52 seinen gerichtsbekannten Gläubigern einen Stundungs⸗ Sf 2. vertrag abgeschlossen. Unter Gestattung der Acteneinsicht S8 50 28 wird den nicht besonders zur Verhandlung geladenen—— 2 Gläubigern aufgegeben, so gewiß binnen 14 Tagen ihre Ses 8 35 Forderungen anzumelden und Einwendungen gegen den S 0 2 genannten Vertrag vorzubringen, als sonst derselbe be⸗ S EE stätigt würde. 8 28 Vilbel am 13. Juni 1877. S8 92 Großherzogliches Landgericht Vilbel. Jäger, Dr. Schäfer, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Gras-Versteigerung. 1912 Mittwoch den 20. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, Die soeben erschienene Nr. Zs enthält: Das Glück. Roman von Vietor von Strauß.(Fort⸗ setzung.)— Briefe aus Brafla. I. Von M. M.— Im Münster zu Straßburg. Von Georg Hiltl. Mit zwei Originalzeichnungen von Max Volkhart und H. Knackfuß: Bischof Egon von Fürstenberg empfängt Ludwig XIV. am Portal des Straßburger Münster 1681 und Bischof Audreas Räß empfängt Kaiser Wilhelm am Portal des Straßburger Münster 1877.— Der Eroberer von Ardahan. Mit Porträt des General Loris Melikow.— Cyprische Reisefrüchte. Von Franz v. Loher. V. Altpaphos.— Am Familientische: Aus den Afrikanischen Diamant- feldern.— Ein christl. Negerkönig am Gabon.— Eine mysteriöse Erfindung.— Mit einer Beilage: Zur Chronik des Krieges. II. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg. Schwalheim am 18. Juni 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Schwalheim. Seen. Apotheken- Bitter, Schutzmarke Nr. 99. ½% Flasche& Mark 0.70, 1 7„ in 1d. Bittere Magenkräuter, per Packet mit Ge- arbeit, veranschlagt zu 1278 Mark 35 Pf., soll im Sub⸗ missionsweg vergeben werden. Die Offerten sind längstens bis zum 25. Juni d. J., Vormiltegs 11 Uhr, mit dem Abgebot in Prozenten bei unterzeichneter Stelle einzu— reichen, woselbst Voranschlag und Bedingungen off en liegen. Friedberg den 12. Jun 1877. brauchsanweisung 50 Pfennig. Maiwein- Syrup aus frischem Gebirgswald- meister. Eine Flasche mit 10 Flaschen Wein geben Pro 11 Flaschen Maiwein von feinstem Gesehmack. Flasche Mark 2.50. Maiweln-Essenz, per Flacon 50 Pfennig zu haben bei Frau Hoflief. Windecker in Friedberg. Formular Gemeinderathswahl bei Carl Bindernagel. 1909 Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u En. J Weiss in Nauheim. Strohhüte, Sonnen- 831 zu sehr billigen Preisen bei K. Friedrich, neben der Post. ö Putzarbeiten werden möglichst rasch und geschmackvol ausgeführt. Gießener Anzeiger. Auflage 3000 Exemplare. Einziges öffentliches Organ der Provinzialhauptstadt Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme Montags. Inserate finden in demselben die weiteste Verbreitung. 5 Abonnements auf den„Gießener Anzeiger“ werden von allen Postanstalten und Landpostboten zu 2 Mark pro Quartal excl. Postgebühr, angenommen. Ueue Frankfurter Presse. Tendenz: Verbreitung der nationalen Interessen im Reiche, Förderung der liberalen Bestrebungen in Staat, Kirche und Gemeinde. Inhalt: Rasche Berichterstattung und orientirende Leitartikel über alle Tagesfragen. Ausfühn liche Mitthenung der Reichstags Verhandlungen, wie der der Landtage Preußens und sämmilicher süddeuischen Staalen. Regelmäßige Original⸗Correspondenzen aus allen Theilen der Welt. Ueber die Ereignisse auf dem Kriegs schauplatz neben den neuesten Depeschen ein täglicher orientirender Bericht aus sachkundiger Feder, dem sich ausführliche Schilderungen von unserem eigenen Berich terstatter anschließen werden. Täglich prompte Börsen⸗ und Handelsberichte aus allen Haupiplätzen, vollsländiges Cours⸗ blatt der hiesigen Börse, nebst zuverlässigen Mittheilungen über den Verlauf derselben, sämmtliche Ver⸗ loosungslisten, welche für mittel⸗ und süddeuische Leser Interesse haben. Wissenschaftliche Abhandlungen aus der Feder dewährter Schriststeller, reichhaltiges Feuilleton, literarische Besprechungen und Kleine Chronik. Theater und Kunst finden darin besondere Beachtung. Tägliches literarisch⸗belletristisches Unterhaltungsblatt„Museum“, Romane und Novellen von den besten Autoren, interessante Reiseberichte, Schilderungen aus der Natur und dem Leben. Im Anfang des nächsten Quartals beainnen wir mit dem Abdruck von Der Heiduck. Roman aus dem russisch⸗türkischen Kriege. Von Hans Wachenhusen. Inserate: Die„Neue Franksurter Presse“ ist das verbreitetste nationalliberale Organ in ganz Mittel⸗ und Südwestdeuischland und deßhalb vorzugsweise geeignet zur Verbreitung von amtlichen wie Privat⸗Anzeigen aller Art. f Abonnement für das Vierteljahr: Im Deutschen Reich, Oesterreich und Luxemburg M. 6.25 Pf. Damit die Zusendung der Nummern vollständig geschehen kann, beliebe man die Bestellung dem nächsten K. Postamt baldigst zu übergeben, da sonst bei der stets wachsenden Auflage wir nicht im Stande sein würden, sämmtliche Exemplare zu liefern. Neu hinzutreienden auswärtigen Abonnenten senden wir die bis Ende Juni erscheinenden Nummern nach gefälliger Aufgabe ihrer Adresse unter Kreuzband franco und gratis. Frankfurt a. M. im Juni 1877. Die Expedition der Neuen Frankfurter Presse. Bei hartnäckigen Halsübeln das einzige Mittel. Herrn Fenchelhonigfabrikanten L. W. Egers in Breslau. Bevern bei Holzminden, 27. Februar 1877. Schon lange bin ich Verehrer Ihres Fenchelhonigs“) und habe ihn als einziges Mittel erkannt, welches mir bei hartnäckigen Halsübeln sehr gute Dienste gethan hat. Ich möchte denselben nun auch als Handelsartikel einführen und ersuche Sie...(folgt Auftrag). A. Schumacher. *) Alleinverkauf in Friedberg bei Jos. Hoffmann. 1911 500 Stück 6 breites schweres Leinen für Hemden und Betttücher, der Meter 62 Pf. Zweischläfrige Leinen⸗Betttücher ohne Naht abgepaßt, das Stück M. 3. Zweischlüfrige schwere Victoria⸗Bettdecken mit Fransen, das Stück M. 35 Schwere graue Kolter und Pferdedecken, das Stück M. 2., M. 2. 40 bis 5 M. Rothe und weiße Kolter, das Stück M. 7., M. 8., M. 9, bis 15 M. 10% breite gute Fußteppichstoffe, der Meter M. 1. 70,/ é breit 80 Pf. 10/ breit reich ramagirter Vorhangsmull mit Bogen, der Meter 75 Pf. Schwerer guter Barchent für Betten, der Meter 60 Pf., 70 Pf. und höher. Schwere üchtfarbige Bettzeuge,/ breit, der Meter 45 Pf., 50 Pf. und höher. Tifchtücher, das Stück M. 1. 20, Handtücher, der Meter 29 Pf. 2000 Stück Kleiderstoffe für Frühfahr, Sommer, Herbst und Winter, der Meter von 50 Pf. an. 1000 Stück Brillantines für Kleider und Ueberzüge, der Meter 55 Pf. 2000 Stück ¾ breite Cattune, ächtfarbig, für Kleiber und Ueberzüge, der Meter 40 Pf. Weiße und graue Shirtings, der Meter von 25 Pf. an Guter Buxkin für Rock, Hosen, Weste, der Meter 4 und 5 M. M. Fuhrlander Nachfolger, 535 Fahrgasse 85, Frankfurt a. M. Sonntags ist mein Laden offen. Schulschreibhefte von gutem Papier, starken Decken, jedweder Liniatur, à 8 Blatt per Dutzend 50 Pfennig, die mit 12 Blatt 69 Pfennig. Louis Weis, 743 neben Herrn Ph. Windecker. Wein ⸗Etiquettes find in größter Auswahl wieder vorräthig bei Carl Bindernagel. Jochen und Strümpfe, sowie Strumpflängen für Erwachsene und Kinder billigst bei e K. Friedrich. 1 1 2 Ein angehender Commis für ein Manufacturwaaren-Geschäft gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 1883 Ein ordentliches Dienstmädchen wird in eine kleine Familie gegen hohen Lohn sofort gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 1921 1919 Lagerbier und Regenschirme„Lagerbier. den 19. Juni an. V. Binzel. Gasthaus f „Zum weißen Thurm 5 Bei Gelegenheit des Stiftungsfestes der hiesigen Schützengesellschaft am Sonntag eden 24. d. Mis. findet in meinem Garten gut besetzte Tanzmusik statt. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Friedrichsdorf den 16. Juni 1877. 1914 Alb. Foucar Wittwe. 0 Verloren wurde von einer armen Botenfrau die Summe von etwa 25 bis 30 Mark in ein Tuch eingewickelt. Der redliche Finder wird gebeten obiges Geld bei der Expedition d. Anz. abzugeben. 1918 OGeschaͤfts-Exüffnun und Empfehlung. 1887 Einem verehrlichen hiesigen Publikum und der Umgegend mache die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen eine Ochsenmetzgerei auf hiesigem Platze errichtet habe. Indem ich bestrebt sein werde, nur beste Waare zu führen, hoffe ich bei aufmerksamer Bedienung einem ge⸗ neigten zahlreichen Zuspruch entgegen sehen zu dürfen. ö Hochachtungsvoll Wilhelm Hanstein, Metzger. Bad⸗Nauheim, 15. Juni 1877. Geschäftslokal im Hause des Herrn E. F. Gebringer. Schweinesleisch 60 Pf. 1920 bei Wittwe Heß, Theodor Sprengel. Ein Mädchen will das Gelernte auffrischen und erweitern(in Sprachen, Klavierspiel ꝛc. ꝛc.), um als Erzieherin und Lehrerin es verwerthen zu können und sucht Theilnehmerinnen 0 Stühle, alle Sorten, von den feinsten bis zu den ordinärsten, stets vorräthig zu den billigsten Preisen. ie * 70 1* Cin möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen und vom 1. Juli an beziehbar bei 1851 Gischasts-Eupfehlung 1761 Unterzeichnete empfiehlt fich im Anfertigen von Damenkleidern in und außer dem Hause unter Zu⸗ sicherung geschmackvoller Arbeit und prompter Bedienung. Friedberg im Juni 1877. Elisabeth Klinkerfuß, wohnhaft im Hause des Herrn Georg Magnus ö Reallehrer Lang. in der Vorstadt. 1829 Speeialität für Häuser⸗ Anstrich und Trockenlegung feuchter Räume. Wirksamstes Schutzmittel gegen Schwamm, Eisenrost und Steinfraß. Preis 50 Kilo M. 48. Proben von 3 Kilo franeo gegen Nachnahme von M. 4. Prospekte und Musterkarten auf Verlangen franeo. Den verehrlichen Behörden stehen Proben gratis zur Verfügung. Hofapotheke zum Engel. 1727 Eisenleberthran und Nestle's Kindermehl zu be⸗ deutend herabgesetzten Preisen. C. Görtz. Bei Carl Bindernagel in Friedberg und Nauheim ist vorräthig: Des alten Schäfer Thomas Prophezeihung über den Türkenkrieg. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. betteffe und N 133 Belte Großh Nr. 9, gescheh Bette dieses geeher mittag daß f liche im L 1 9 U günst florber der fe. anschw mehrer