1877. Dienstag den 18. September. M 109. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile 5 55 N J Erscheint jed wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, Senderpu ul Samstag. 5 Amtlicher Theil. Betreffend: Bezirksconferenzen der Lebrer des Kreises Friedberg. Zu der dritten betr. Conferenz, welche 1) Für den Bezirk Vilbel Freitag den 21. dieses Monate, 9%„ Friedberg Montag den 1. Oktober, * derszunlung Civilanstellungsscheinen ihre Bewerbung um Civildienststellen im Großherzogthum Hessen, welche ausschließlich mit Militär- Anwärtern zu besetzen sind, nunmehr durch Vermittelung der Landwehrbezirkscommandos einzureichen haben, indem die seitherige Vorschrift, wonach derartige Gesuche, auf Stempel⸗ — g a.„ Butzbach an einem demnächst mündlich zu bestimmenden Tage 3 be in denselben Räumen und um dieselbe Stunde wie die vorigen abgehalten werden soll, lade ich hiermit die Herren Lehrer ein. 1 eim. Auf der Tagesordnung steht die Besprechung über: a. Aufsatzübungen; b. Naturkundlicher Unterricht(Vilbel und Friedberg); c. Schreib⸗ 4 def, und Leseunterricht; d. Schülerbibliotheken(Friedberg); e. Lebensversicherung und besondere Angelegenheiten(in allen drei Conferenzen). 1 3 Friedberg den 17. September 1877. 7 0 Schmidt, Kreis⸗Schulinspector. 1 zübnstedt. 75 9 1. Bekannt machung. ö 0 Zur Kenntniß der Betheiligten wird hiermit gebracht, daß die nicht mehr im Militärverband stehenden Inhaber von Civilversorgungs- resp. F ö * papier geschrieben, an Seine Königliche Hoheit den Großherzog oder an die besetzende Behörde einzureichen waren, für die Militäranwärter außer 5 Wirksamkeit getreten ist. 0. Friedberg den 24. August 1877. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Br a dn. Sommer⸗ 285 Deutsches Reich. mäßige Art des Vollzuges der Gefängniß- und wurden 13 Gebäude in Brand geschossen und 6 ö 3 Darmstadt. Ernannt wurden: der Gymnastal. Zuchthaus Strafe zu betrachten; demnach muß Personen verwundet.— Das Bombardement von 7 est lehrer Professor Dr. Keller zu Mainz zum Director gesetzlich sichergestellt werden, daß die Gefängnisse Rahowo dauert ebenfalls fort. des Gymnastums zu Bensheim; der Oberrechnungs- in bestimmter Frist nach diesem System einzu-— Auf ganz Bosnien ist jetzt der Belagerungs⸗ ö probator I. Classe Eger zum Oberrechnungsrevisor richten sind. Ueber die Frage des einem jeden Zustand mit Standrecht ausgedehnt worden. 8 und der Revistonsgehülfe Schmitt aus Salzhausen Gefangenen zustehenden Raumes wurde im Sinne— Eine Depesche Hafiz Pascha's meldet aus „In, zum Oberrechnungsprobator II. Classe; ferner: der die Staatekasse weniger belastenden Anträge Novibazar vom 9. d.: 5000 Montenegriner haben J der Friedensgerichtsaktur Ott in Pfeddersheim Illing's(Berlin) Beschluß gefaßt, unter Ver- türkische Verschanzungen am Fuße des Gebirges daumtl auf zum Friedensgerichtsaktuar in Worms und der werfung der Ausschuß-Anträge, welche die zu nor- angegriffen und ließen nach 15 Stunden dauern— Gerichts vollzieher Zorn in Ober-Ingelheim zu mirenden Dimensionen höher gegriffen wissen wollten. dem Kampfe 300 Todte zurück.— Von Osman 8 1 5 * 2 3 1 7 1 8 f 11 ö . Bingel, dessen Dienstnachfolger in Pfeddersheim. 5 und Suleiman Pascha liegen keine amtlichen Nach- 8 2— Die Nachricht der„Pol. Corr.“ von der 1 8 Ausland. richten vor. Gefangennahme des Prinzen Alexander v. Batten- Oesterreich⸗Ungarn. Pest. Im Abge.—. 13. Sept. Ein Telegramm Suleiman berg entbehrt— hier eingetroffenen sicheren Nach- ordnetenhause wurden folgende Interpellationen ein- Pascha's meldet Folgendes: Während einer Recog- richten zufolge— aller Begründung. Der Prinz gebracht: von Helsy über den Anschluß Oesterreich- noscirung auf dem linken Flügel bemächtigten sich befindet sich zur Zeit im Hauptquartier seines Ungarns an die Remonstrationen gegen die tür- die Türken der feindlichen Befestigungen auf der tener Obeims, des Kaisers von Rußland. kischen Grausamkeiten, von Apponyi über den Anhöhe von Buzludscha an der nach Travna * n 0 Berlin. Der„Prov.⸗Corr.“ zufolge ersolgt Eintritt b Serbiens in die Action, von Ernst führenden Straße und bewerkstelligten dadurch die in, 1 die Rückkehr des Kaisers nach Berlin nicht vor Simonhi über die Politik der Regierung hinsicht- Verbindung mit dem rechten Flügel. Die aus 2 Mitte October. lich des russisch⸗türkischen Krieges, von Iranyi, ob den Befestigungen vertriebene russische Infanterie f— Unter Deutschlands Führung ist ein neuer- zwischen Oesterreich-Ungarn, Deutschland und Ruß- und Cavalerie nahm unter dem Schutze eines auf licher, diesmal collectiver Schritt der Großmächte land ein Bündniß bestehe, von Ludwig Simonyi, ihrer Linken gelegenen Gehölzes Aufstellung. Die 1 bei der Pforte wegen der türkischen Grausamkeiten ob ein Drei-Kaiser-Bündniß existire oder ob über⸗ cirkassische Reiterei, unterstützt von Infanterie, lockt beabsichtigt. Wie verlautet, ist eine weitere Unter-(haupt bestimmte Abmachungen getroffen worden seien. warf jedoch die Russen nach einem drei Stunden jut, gelbe Fourier. —. stützung Rußlands durch Deutschland zu erwarten. Krakau. Nach Berichten aus Russisch-Polen dauernden Kampfe mit bedeutendem Verlust zurück, Oesterreich ist formell mit der russisch- serbischen haben alle im Radomer, Lubliner und Plozker[wobei viele Pferde und Waffen in die Hände der 3 Cooperation einverstanden. Militär⸗Bezirke garnisonirenden Truppen Befehl Türken fielen. Nachdem sie die eroberten Höhen —— Gegenüber den Meldungen ausländischer erhalten, sich zum Abmarsche nach dem Kriegs- von Buzludscha befestigt hatten, kehrten die sieg— Blätter über angebliche Einflüsse der deutschen] Schauplatze in Bereitschaft zu setzen. reichen türkischen Truppen in ihre Quartiere zurück. ub Regierung bei dem Eintritte Rumäniens und Frankreich. Paris. Die„République Die Straße nach Travna ist in türkischem Besitze. 5 Serbiens in die Action wird die„National-Ztg.“ fran gaise“ resumirt das Programm der Republi—— 14. September. Das Bombardement von I choscl in die Lage versetzt, mitzutheilen, daß alle der- kaner für die Wahlen folgendermaßen: Wir meli duch hat wieder begonnen.— Bei Bjela drich. artigen Unterstellungen durchaus und in jeder Be⸗ die Republik, welche in definitivem und lopalem wird eine Schlacht erwartet.— Die Kämpfe um — ziehung unrichtig seien. Die deutsche Regierung Sinne als solche constituirt ist. Alle Acte des Plewna dauern fort und behauptet Osman Pascha abe sich zu keinerlei Beeinflussung, weder in 16. Mai müssen ausgelöscht werden. Frankreich sseine Positionen trotz der numerischen Ueberlegen— Rumänien noch in Serbien, im Sinne der neuesten will Garantien und wird solche erhalten, heit der russischen Streitkräfte. Entschlüsse dieser Staaten herbeigelassen und stehe— 16. Sept. Nach einer den Journalen— 14. Sept. Suleiman Pascha meldet vom f den Schritten dieser Staaten wie allen Verhand- zugegangenen offietösen Mittheilung sind die Wahlen Schipka-Passe: Der Artillerie-Kampf war gestern it lungen, die etwa darüber gepflogen worden, absolut zur Deputirten- Kammer definitiv auf den 14. Oct. sehr heftig; mehrere russische Geschütze wurden „ den unbetheiligt gegenüber. anberaumt. Mae Mahon wird morgen Abend demontirt und zahlreiche russische Artilleristen ge— 2 Dresden, 13. Sept. Die verwittwete nach Paris zurückkehren. tödtet. Gegenwärtig schweigen die russischen Königin Maria ist heute Nachmittag 5 Uhr ge— Großbritannien. London.„Morning Batterien. Suleiman schätzt den täglichen Verlust cher storben. Post“ meldet: Die Admiralität hat den Bau von der Türken auf 5 Verwundete; gestern jedoch be— 10% Kate“ Stuttgart, 13, Sept. Heute trat hier 30 Torpedo-Schiffen angeordnet. trug derselbe 3 Todte und 10 Verwundete. unter dem Vorsitz des General- Staatsanwalts Türkei. Constantinopel. Der Gou—— 14. Sept. Die Action bei Plewna ist Schwarze(Dresden) der Verein der deutschen verneur von Widdin meldet unterm 10. d.: Das zum Stillstande gekommen. Die Russen begnügen Strafanstalts Beamten zusammen. Ueber die Bombardement von Kalafat aus hat gestern dreissich mit den bisher gewonnenen Posttionen und Regelung des Strafvollzugs entwickelte sich eine Stunden lang gedauert und wurde von türkischer warten die Angriffe Osman's und ihre eigenen 25 lübbafte Debatte, welche zu nachsehenden Be. Seite erwiedert; die Mehrzahl der Redouten und Verstärkungen ab, die in dem erwarteten Maße — schlüssen führte: Die Einzelhaft ist als die regel-] Gebäude des Feindes wurden zerstört. In Widdin erst in 14 Tagen eintreffen dürften. Privatnach- 1 1. * 1 richten wollen sogar wissen, die Russen seien aus allen eroberten Positionen wieder vertrieben. — 15. Septbr. Der ehemalige Großvezir Ruschdi ist ernstlich erkrankt. Nach Meldungen der Journale ließen die am Dienstag bei Plewna im Kampfe zurückgewiesenen Rumänen mehrere Kanonen zurück. Die Straße nach Arhanie soll noch im Besitze Osman Pascha's sein. Erzerum. Eine Depesche Mukhtar Pascha's vom 13. Sept. meldet: Eine kurdische Reiter⸗ Abtheilung, welche den Araxes überschritten hatte und unweit Adjenas bei Eriwan erschien, ver⸗ nichtete einen russischen Proviant- Transport, welcher von einer Compagnie Infanterie begleitet war; letztere verlor 60 Mann Todte. Nachdem die Kurden noch bei Sahakaserai eine russische Post aufgehoben hatten, zogen ste sich Angesichts von Igdyr heranziehender überlegener Streitkräfte der Russen mit vieler Beute nach ihrem Lager zurück. Eine Recognoscirungs-Abtheilung ist in der Richtung auf Ardahan vorgerückt. Die Russen sollen in der Besorgniß, daß sie durch bedeutende Streitkräfte angegriffen würden, Ardahan geräumt und sich in die Festung Emiroghi zurückgezogen haben. Die Russen, in der Stärke von 16 Ba- taillonen, 16 Regimentern Cavalerie und 7 Bat-⸗ terien, griffen die Vorposten des rechten türkischen Flügels bei dem Dorfe Tschad an. Nach mehr— stündigem Kampf wurden die Russen zurückgeschlagen. Serbien. Belgrad. Aus Alexinatz wird gemeldet, daß zwischen Nisch und Sofia ein aus 25,000 Mann Infanterie und 5000 Reitern be— stehendes türkisches Corps concentrirt sei. Der serbische Heerführer Leschjanin verfügt über 22,000 Mann nebst 120 Geschützen. — 12. Sept. Das Wiener„Tagblatt“ will wissen, daß die russisch⸗serbische Convention für gemeldet: Gestern machten die Russen keine neuen Dasselbe bezieht monat- Angriffe, sondern beschossen aus naher Entfernung lich 4 Mill. Frs., und außerdem werde Rußland bei dem Friedensschluß dafür sorgen, daß Serbien Von russischer Seite werde ihm der größte Theil Alt Serbiens festigungen zwei Explostonen wahrgenommen. Serbien vortheilhaft sei. einen Gebiets Zuwachs erfahre. über Prischtina hinaus, sowie der Kreis von Nisch bis Sofia zugesichert, jedoch dürfe Serbien keiner— lei Hoffnungen auf nur den geringsten Theil von Bosnien hegen. Die Action Serbiens solle am 20. Sept. beginnen. Fürst Milan werde am 18. Sept. nach Alexinatz abreisen; in seinem Gefolge werde sich ein Flügel ⸗ Adjutant des Zaren befinden. — 13. Sept. Die serbischen Truppen sind heute nach der Grenze abmarschirt. — Das Kriegs ⸗Manifest des Fürsten wird am 18. d. erscheinen. Montenegro hat den vor⸗ jährigen Allianz ⸗ Vertrag mit Serbien erneuert und sich zum Vormarsch gegen Sjenitza verpflichtet. Das„Amtsblatt“ veröffentlicht einen Aufruf zur Beischaffung von Verbandzeug. Fremde Aerzte treffen hier ein. — 16. Sept. Nach ossicieller Versicherung erhielt der serbische Agent in Constantinopel bis jetzt keinen Auftrag, die diplomatischen Beziehungen abzubrechen. Derselbe bleibt bis auf Weiteres in Constantinopel. Auf eine Reclamation von serbischer Seite in Constantinopel räumten die Türken das von ihnen besetzte Bujuklijaga. Sämmt⸗ liche Truppen aus dem Lager von Topschider sind nach der Grenze abmarschirt. Numänien. Bukarest, 13. Sept. Die Kämpfe um Plewna sind beispiellos blutig. Die Rumänen verloren bereits an 7000 Mann; sie sind gezwungen, im Vordertreffen zu kämpfen, hinter ihnen stehende russische Colonnen verhindern jede Bewegung nach rückwärts, während das Feuer der Türken ihre Reihen decimirt. Die Volks⸗Stimmung ist dahier furchtbar erregt. — 14. Sept. Ueber die Lage der Russen am Schipka⸗-Passe circuliren ungünstige Gerüchte. Die neue Brücke bei Nikopolis war in Folge Mangels an Schiffen vorgestern noch nicht beendigt. Das vollständige Eintreffen der russischen Garde auf dem Kriegs Schauplatz ist kaum vor dem 1. October zu erwarten. Die Armee des Groß⸗ fürsten⸗Thronfolgers hat sich nach einer Reihe von mörderischen Gefechten vollständig hinter die Jantra⸗ Linie zurückgezogen. — 15. Sept. Nach dem letzten Kampfe bei Plewna hißten die Rumänen die Parlamentär⸗ Flagge auf und entsandten Abtheilungen auf das Schlachtfeld um ihre Gefallenen aufzulesen. Die Türken schossen jedoch auf die Sanitäts Offiziere und tödteten zwei derselben. Griechenland. Athen. Die Gerüchte be⸗ treffs Unterhandlungen über eine Allianz Griechen⸗ lands mit Rußland, nach welcher ersteres der Türkei den Krieg erklären sollte, sind unbegründet. Dagegen verweigerte anderseits die griechische Re— gierung, das von ihr Seitens der englischen Re- gierung in Folge Ansuchens der Pforte geforderte Versprechen abzugeben, auch künftighin auf Krieg führung gegen die Pforte zu verzichten, indem sie erklärte, ein solches Versprechen würde dem Auf— geben ihrer Unabhängigkeit gleichkommen. Rußland. Petersburg. Bei Erstürm⸗ ung der Redoute von Grivitza bei Plewna thaten sich die Rumänen glänzend hervor. Unter den Augen des Kalsers von Rußland wurden zuerst zwei Angriffe auf die Redoute abgeschlagen; beim dritten wurden die türkischen Verschanzungen vermittelst Sturmleitern erstiegen. In der dritten und vierten rumänischen Diviston kämpften zumeist Freiwillige; diese Truppen-Abtheilungen verloren 269 Todte und 1031 Verwundete. Am 12. Sept. versuchten die Türken die Grivitza⸗ Redoute wiederzunehmen, wurden jedoch mit großem Verlust zurückgeworfen. Seit dem 12. Sept. werden die übrigen Werke bei Plewna von Grivitza aus beschossen. Die empfindlichen Verluste der Russen werden dem allzu ungestümen Angriffe des Generals Skobeleff zuge— schrieben. Die größte Masse der Verwundeten wurde nach Turnu Magurelli gebracht, wohin die hervorragendsten Aerzte von Bukarest sich begeben haben.— Aus Poradim, 13. d., wird amtlich sämmtliche türkische Befestigungen und die Stadt Plewna, welche gegen 4 Uhr Mittags zu brennen begann: außerdem wurden in den türkischen Be— Die Türken erwiederten das Feuer nur schwach, indem sie alle ihte Anstrengungen gegen den russischen linken Flügel richteten, welcher sie vom Rücken bedrohte. General Skobeleff wies fünf heftige Angriffe zurück, mußte aber am Abend nach dem sechsten Angriff die am 11. d. genommenen Be- festiguugen wieder verlassen. In der Nacht ver— schanzten sich die Russen rund um Plewna und besetzten geeignete Positionen. Vom Anfang des Kampfes bis zum 12. d. 1 Uhr Nachmittags waren 6000 Verwundete auf die Verbandplätze gebracht: 3500 von diesen sind bereits evacuirt. General Skobeleff verlor, als er die Redoute auf- drei Geschütze. verweigert wurde. Eine endlich doch abgesandte Verstärkung kam zu spät. Die Haupt-Redoute von Grivitza befindet sich noch in russischen Händen. Die Rumänier, welche sich darin befestigten, haben die Beschießung Plewna's fortgesetzt. Aegypten Alexandria. Der Kbedive hat eine neue Division ägyptischer Truppen nach Europa gesendet.— Es werden Vorbereitungen zu einer inneren Zwangs-⸗Anleihe getroffen. Amerika. New⸗Nork, 13. Sept. Die Demokraten von Massachusetts haben William Gaston zum Candidaten für den Gouverneur— Posten ernannt und Resolutionen angenommen, wonach sie die Ueberzeugung aussprechen, daß Tilden als rechtmäßziger Präsident der Vereinigten Staaten gewählt sei, zugleich aber im Interesse der öffentlichen Ruhe sich der constituirten Autorität zu unterwerfen versprechen, obwohl das verübte Verbrechen gegen das Volk Tadel verdiene. Ferner wird die ehrliche Zahlung der Zinsen der Staats— Schuld und Geldeirculation auf der Basis der Goldwährung befürwortet. Aus Stadt und Land. Friedberg. Die Vorarbeiten und Verhandlungen bezüglich der Friedberg⸗Danauer Bahn sind endlich so weit vorgeschritten, dag mit dem Gelände-Erwerb auf der Strecke Hanau⸗ Windecken und mit der Abpflöckung der Breiten auf hessischem Gebiet begonnen werden konnte. Außer Friedberg erhalten Assenheim und Windecken⸗Helden⸗ bergen Bahnhöfe, Kaichen-Erbstadt eine Haltestelle mit Güterschuppen. Wegen des letzteren Haltepunktes schweben zwar noch Verhandlungen, doch dürfen die betreffenden Gemeinden hoffen, daß dieselben zu ihren Gunsten ent⸗ schieden werden. Die Lnge dieser Haltestelle, genau in der Mitte zwischen den Bahnhöfen von Windecken-Helden⸗ bergen und Assenheim, tangirt von zwei Staatsstraßen mit lebhaftem Verkehr, in nächster Nähe zahlreicher Orte mit großen Pachthöfen und bedeutendem Ackerbau, ist eine so günstige, daß derselben ohne Zweisel eine tüchtige Frequenz gesichert ist. Münzenberg. Zur Steuer der Wahrheit bitten wir Sie, in Ihrem Anzeiger zu berichtigen, daß die von den Socialdemokraten ausgeschriebene Versammlung am 9. Septbr. sehr zahlreich von hier und auswärts be⸗ sucht war und wissen wir nicht, was Ihren Berichterstatter veranlaßte, dieselbe als schwach besucht binzustellen. Aller⸗ dings geben wir aber zu, daß der starke Besuch noch lange nicht bezeugt, daß die Besucher mit den socialdemokratischen Ideen einverstanden waren. Darmstadt. Aus den Mittheilungen der Großherzog⸗ lichen Centralstelle für die Landesstatistik entnehmen wir über das Zeitungswesen folgende interessante Daten: Im abgelaufenen Jahre wurden an Zeitungen und sonstigen periodisch erscheinenden Werken per Post im Großherzog⸗ ihum befördert 6,719,467 Nummern. Davon entfallen auf Darmstadt 2,620,777, auf Mainz 1 417,781, auf Worms 968,034, auf Gießen 211,278 und auf Offenbach 81,007 Nummern. Für Mainz ist es sehr bezeichnend, daß bei einer höheren Bevölkerung als Darmstadt über 1,200,000 weniger Zeitungen aufgegeben wurden, als in letzterer Stadt. Darmstadt. Für das Nieberwald-Denkmal gingen im Großherzogthum Hessen im Ganzen 37,702 M. ein, im Regierunasbezirk Wiesbaden 34,610 M., nach Potsdam Berlin mit 71,619 M. die höchsten Beträge. Elsaß⸗Lolh⸗ ringen steuerte 841 M.; die ganze Rheinpfalz 657 M. Allerlei. Furth a. W., 12. Sept. Die weit bekannte Wirthin Meidinger auf dem Hohen-Bogen, eine hübsche, lebens frohe, etwa 28 Jahre alte Frau, wurde gestern Vormittags er— mordet aufgefunden. Wahrscheinlich ist die Thal durch zwei Studirende geschehen. Raubmord ist ausgeschlossen, da das Geld unberührt im Schranke vorgefunden wurde. Vermuthlich wurde die Frau vorerst vergewaltigt und dann durch zwei Revolverschüsse in den Hinterkopf getödtet. Der kleinere der im Verdacht der Thäterschaft stehenden Bursche trug graue Kleidung und einen dunklen Hut, der größere dunkle Kleidung und eine rothe Studentenmütze. Königsberg, 11. Sept. Dr. Strousberg ist nun endlich von seiner russischen Gefangenschaft erlöst. Gestern Mittag wurde derselbe durch einen russischen Gendarmerie⸗ offizier bei Eydtkuhnen über die preußische Grenze gebracht und dem preußischen Grenzeommissar überliefert. Dieser setzte Stroußberg sofort in Freiheit, wonach derselbe mit dem Courierzuge nach Königsberg fuhr. Dort wurde er gestern Abend von seiner Gattin, die Mittags in Königs⸗ berg angesanat war, empfangen. Handel und Verkehr. Friedberg, 15. Sept. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.20—40. Eier per Stück 6—7 Pf. Gießen, 15. Sept. Wochenmarkt. Bufter per Pfund M. 1.10 40. Eier per Stück 6 Pf. Tauben das Paar 50 Pf. Hüyner per Stück 90 Pf. Hahnen per Stück 60 Pf. 5 Enien per Stück M. 1.50. ti geben mußte, die Hälfte seiner Mannschaft und Enien per tück M. 1.50. Kartoffeln, 100 Kilo, M. 5.50. Frankfurt, 14. Sept. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 Von den Türken bedrängt, ver- d. 42., Ne. 2 M. 38. Nr. 3 M. 34., Nr. 4 M. 30., langte er wiederholt Hülfe, welche ihm aber von Nr. 5 M. 24. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 25. dem Souschef des Generalstabs, General Levitzky, do. II.(Berliner Marke) M. 21. Weizen ab Bahnvof hier M. 23—24., ab unserer Umgegend M. 22—23., fremder je nach Qual. M. 23— 25.50. Korn M. 1718.50. Gerste M. 18—24. Hafer M. 13 17.75. Kobisamen MN. 36-37. Erpsen M. 21—24., Wicken M. 17.—., Linsen M. 21—30. Rüdböl M. 83.—. Die Preise ver⸗ ehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht= 100 Kilo. ö Frankfurt, 15. Sept. Der heutige Heu- und Stroh⸗ Markl war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität per Ceniner M. 2.50 3. Stroh per Centner M. 2.50. Zuter im Großbandel das Pfund 1. Qual. M. 1.20., 2. Quai. M. 1.10.; im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.60., 2. Qual. M. 1.40 50. Eier das Hundert M. 5— 5.20. Ochsenfleisch per Pfund 75 Pf.. Kuh- und Rindfleisch 55—64 Pf., Kalbfleisch 60—75 Pf., Schweinefleisch 75 bis 80 Pf., Hammeifleisch 50—63 Pf. Kartoffeln M. 5.50. Erbsen, geschälte(per 100 Klogr.), M. 26—28., ganze Erbsen M. 22— 26. weiße Bohnen M. 23—26., Linsen M. 34 38. Brod⸗Preise. 3 Kilo gemischies Brod 90 Pf., 1⁰ Kilo gemischtes 45 Pf., 2 Kilo Kornbrod erste Sorte 52 Pf., 2 Kilo Kornbrod zweiter Sorte 46 Pf. Marnz, 15 Sept. Producten⸗Martt. Waizen per Nov. M. 22.90. Korn per Nov. M. 15.60. Hafer per Nov. M. 15 25. Rüböl per Oct. M. 39.40. Marbura, 15. Sept. Wochenmarkt. Butter koste te per Pfund M. 1.35 45. Eier per Stück 6—7 Pf. Tauben das Paar 4550 Pf. Hähnchen per Stück 5075 Pf. Hühner per Stück 70 90 Pf. Postsache. Mit dem 1. October tritt in Ober⸗ Mörlen eine Postagentur in Wirksamkeit. Als Land- bestellbeziik werden der Agentur die Orte: Langenhain, Ziegenberg, Nieder- Mörlen, die Kaisergrube und Hof Hasselbeck, sowie die nächstgelegenen Mühlen und Bahn⸗ wäulerpäuser zufetveilt. Die Bureaustunden sind Vor⸗ mittags von 9—12 Uhr, Nachmittags von 4—7 Uhr. 5 Ifentlie 12 befinde versteig Of 2879 das g gebeng bis zur — 1 9 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die Grundstücke der 2 Uhr, sollen in der Freiherrlich v. Löw'schen Allee bei , Mobiliar-Versteigerung. 2855 Mittwoch den 19. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf freiwilligen Antrag in der Behausung des Johannes Walz III. Erben am Bahnhof verschiedene Gegenstände, als: 1 zweispänniger Wagen, mehrere Fässer, Kraut-, Bobnen- und Fleischständer, 1 kupferner Trichter, 1 Faß mit ungedroschenem Kleesamen, 1 Rangen⸗ mühle, 1 Rollseil, Heuseile, eine Parthie Besen, Krüge und Töpfe, 1 Futterkorb, 1 Bettstelle u. s. w. öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 11. September 1877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fe ue a r. Güter- Versteigerung. 2854 Donnerstag den 20. September l. J. Vormittags OSS οοοο Johannes Walz III. Erben einer nochmaligen freiwilligen Versteigerung ausgesetzt werden. Friedberg den 12. September 1877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. F nr er Obst⸗Versteigerung. 2863 Nächsten Mittwoch den 19. September, Nachmittags Wisselsheim die Aepfel von etlichen und 50 Bäumen und die Birnen von 1 Baum an Ort und Stelle versteigert werden. Ober⸗Florstadt am 12. September 1877. Der Freiherrlich v. Löw'sche Rechnungsführer ener. Aepfel⸗Versteigerung. 2846 Freitag den 21. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen die der hiesigen Gemeinde zustehenden Aepfel, worunter sich die edelsten Obsorten, welche sich zu Kellerobst eignen, 2 befinden, in Abtheilungen an Ort und Stelle meistbietend 7 versteigert werden. E Ossenheim den 13. September 1877. Großherzogliche Bürgermeißerei Ossenheim. Maul. Bekanntmachung. 2879 Die Anfertigung von 4 neuen Strohmatratzen in das Hospital dahier soll auf dem Submissionswege ver— gebenß werden und sind die Angebote hierfür längstens bis zum Mittwoch den 19. d. M. Vormittags um 11 Uhr, auf Großherzoglicher Bürgermeisterei dahier einzureichen. E Gatzert Die Bedingungen können bei Verwalter eingesehen werden. Friedberg den 15. September 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Nyon e aer Faselochs⸗Versteigerung. 2881 Donnerstag den 20. d. M., Nachmittags 1 Uhr, sollsim hiesigen Gemeindehause ein gemeinheitlicher sehr fetter Faselochse versteigert werden. E Södel am 16. September 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Södel. R s i. Obst⸗Versteigerung. 5 2880 Mittwoch den 19. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, soll das der hiesigen Gemeinde gehörige Obst an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden. Bönstadt den 14. September 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Bönstadt. Geibel. Jaselochs-Versteigerung. Dienstag den 18. d. Mts., Nachmittags um 1 Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinde zustehender Faselochs im Rathhaus dahier meistbietend versteigert werden. Reichelsheim den 14. September 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Reichelsheim. Schmid. 858 3 Aepfel-Versteigerung. Donnerstag den 20. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen die der Gemeinde gehörigen Aepfel an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden. Ober⸗Wöllstadt den 15. September 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Wöllstadt. Feuerbach. Güter Versteigerung. 2887 Freitag den 21. d. Mts., Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen in hiesigem Nathhause die sämmtlichen Guüterstücke des Balthasar Sang II. dahier, eirea 20 Morgen, einer freiwilligen Verstelgerung ausgesetzt werden. Fauerbach b. Fr. den 12. September 1877. Großherzogliches Ortsgericht Fauerbach b. Fr. elf ssch⸗ Schneider inden lohnende Arbeit bei 2877 4 sogar schädlichen Nachpfuschungen des von mir erfundenen mit meinem Namenszug versehen sein 2835 C. F. Schwarz Söhne in Echzell. liebenden Quartalwechsel um rechtzeiti sinnungsverwandten Kreisen. Frankfurt a. M. mit derselben vorgegangen. Aenderung vorzunehmen. Das Preis des Blattes wird von bei allen Postanstalten des deutschen Reichs 4 Mark, die künftige Einrichtung desselben so getroffen werd interessirten Publikums vollständig entspricht. Das Fenilleton, das mit dem 1. October durch Wegfall des Beiblattes in keiner Weise beeinträ Die centrale Lage Frankfurts ermöglicht es d Bei der Verbreitung des Blattes über sehr Petitzeile beträgt 25 Pf., bei mehrmaliger Einrückun die vierspaltige Zeile 80 Pf. Frankfurt a. M. im September 1877 2 SSS SSS 162⁵ Hals⸗ und Brust⸗ Kranke muß ich vor den vielen unreellen, oft! IL. W. Egers'schen Fenchelhonigs nachdrücklich warnen. 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Derselbe beträgt mithin vierteljährlich owohl für Frankfurt bei der Expedigon, Meisengasse 12, wie auswärts Durch diese Aenderung, mit welcher wir, sowe Abonnenten entgegenkommen, wird selbstverständlich der Handelstheil wesenilich verkürzt werden, doch soll für eine gedeibliche Wirksamkeit der Presse so wichtigen Gebiete unseren Lesern neue und gediegene Beiträge hervorragender deutscher und ausländischer Schriftsteller in Aussicht stellen. Nachrichten steis aus erster Hand zukommen zu lassen. Deulschlands wird Inseraten durch dasselbe ein großer Ecfolg gesichert. Familien⸗Nachrichten werden mit nur 10 Pf. pio Zeile berechnet. Redaction und Expedition der„Deutschen Reichspost“. SSS Friedberg den 6. September 1877. 2 ausschließlich Bestellgebüß, beziebungsweise Trägerlohn. it sich von bier übersehen läßt, den Wünschen unserer en, daß sie dem Bedürfniß des bei Kapitalanlagen wieder seinen Platz an alter Stelle erhält, wird chtigt werden, im Gegentheil können wir auf diesem er„Deutschen Reichspost“ ihren Lesern die neuesten zahlreiche Orte des ganzen mittleren und südlichen Der Preis für die sechsspaltige g wird entsprechender Rabatt gewährt, im Texte kostet SOS Anzeige& Empfehlung. Einem hiesigen und auswärtigen Publikum hiermit die Mittheilung, daß ich außer meinem seitherigen Geschäft in Fauerbach auch ein solches an hiesigem Platz in dem von mir angekauften Hause der Frau Wittwe Ritzel neben dem Landgericht betreibe. Bestellungen können sowohl hier als in Fauerbach entgegen genommen werden. Mich dem geschätzten Wohlwollen bestens empfehlend zeichne Achtungsvoll K. Häuser, Fabrik landw. Maschinen und Geräthe. 2784 5 42 8 3 f Für Oeconomen offerire Träber in Waggonladungen billigst. Gefl. Aufträge u. D. T. 710 bef. die Central-Annoncen⸗ Expedition von G. L. Daube& Co., Frank- furt a. M. 2842 Formular a zur [Gemeinderathswahl bei Carl Bindernagel. 88 8 8 8 1 2 2* 2 BS 2 1 E 28 ö* 22 . 5 8 8 — 5 + 2 — 22 8 2 8 Sas 3 5 7 8 Die soeben erschienene Nr. 81 enthält: Die beiden Marien. Roman von Alexander Römer— (Fortsetzung.)— Unter den australischen Schwarzen. Von Dr., Koeniger, Arzt an Bord Sr. M. Corvette „Hertha“. Mit Illustration: Blaujacken von der„Hertha“ und westaustralische Tänzer.— Cyprische Reisefrüchte. Von Franz von Löher. IX. Des Orients Zukunft.— Künstliche Beleuchtung und Gesundheitslehre. Von Dr— Paul Niemeyer. Deutsche Städte und Bauten. XV. Eine kleine Hansestadt. Mit Originalzeichnung von B. Mannfeld: Das Rathhaus in Lemgo.— Am Familien— tische: Wie die Pflanzen klettern.— Eine Geschichte von dummen-klugen Thieren. Warum das Volk den Sedantag feiert. Mit einer Beilage. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg Geld ⸗ Cours. Frankfurt am 15 September 1877. 20 Frankenstücke Mt. 16 25 29 englische Sovereign.„ 20 3540 Russische Imperlales. 5„ 16 78—78 Holländische fl. 10 Stücken 17 9 16 65 G. Ducaten..„ e Ducaten al marco 1 8 57 Dollars in Gold 3 Höhere Töchterschule zu Friedberg. 2888 Freitag den 21. September, Vormittags von 8— 12 und Nachmittags von 3— 6 Uhr findet im Schullocal eine öffentliche Prüfung der Schülerinnen statt, zu welcher die Eltern und Angehörigen derselben, sowie alle Freunde der Jugendbildung freundlichst eingeladen werden. Großherzogliche Uealschule zu Friedberg. 2812 Die diesjährige öffentliche Prüfung wird Donnerstag und Freitag, den 20. und 21. September, Vormittags 8 Uhr, im Realschulgebäude stattfinden, wozu wir die Eltern und— Freunde der Schule hiermit ergebenst einladen. Ankündigung des Anmeldungstermins wird demnächst erfolgen. Großherzogliche Direction der Realschule. Dr. Möller. Bad⸗Nauheim, Park, vis-a-vis dem Alicenplatz. Photographisches Atelier von(. 5 Ack fe u, gof- Photograph zu Darmstadt. 2866 Mittwoch den 19. September findet zum letzten Male Aufnahme in dieser Saison statt, es wird das Ersuchen gestellt, besonders für größere Portraits, vorherige Anmeldungen bei Herrn Carl Bindernagel in Friedberg und Bad- Nauheim oder bei Herrn C. Groeben in Bad— Nauheim ergehen zu lassen. womit ein Mann bis 50.000 Kilo Druck ausüben kann, in neuester und bester Construetion, liefern in ver— Wein⸗ und Obstpressen 5 len: def 2888(Keltern), e ee e eee 3 8& Co, Frankfurt a. M., Baumweg Nr. 5 u. 7. See SSS 8 Einladung zum Abonnement a auf die Ueuen Hessischen Volksblätter. Mit dem 1. October 1877 eröffnen bie„Neuen Hessischen Volksblätter“ ein neues Abonnement Dieselben sind kein exctusioes Partei-Organ, sondern werden, geireu ihrer Devise„Gleiches Recht für Alle!“ unabhängig nach Oben wie nach Unten, wahrbaft und entschieden freisinnig, dabei ferne von jedem Zelolismus nach der einen oder andern Seite hin und auf politischem wie religissem Gebiete jede ehrliche Ueberzeugung achlend, ihrer Aufgabe der Förderung des Volkes und Gemeindewohls, ganz wie bishet, gerechmzu werden suchen. Der Abonnementepreis beträgt pro Quartal für Darmstadt und Bessungen 2 M. 10 Pf., auswärts durch den Postausschlag 2 M. 60 Pf. Tendenz und Haltung unseres Blattes bleiben selbstredend unverändert, so daß wir uns der zuver— sichtlichen Hoffnung hingeben dürfen, den„Neuen Hessischen Volksblättern“ nicht nur die alten Leser sort— zuerhalten, sondern auch immer mebr neue zu gewinnen. Die Mittbeilungen vom Kriegsschauplatz bringen wir möglichst rasch und umfassend. Dem Feuilleton werden win ganz beo dete Aufmerksamken zuwenden und veröffentlichen in nächstem Quartal den äußerst interessant und spannend geichriebenen Original⸗-Roman „Der Roman eines Mutterherzens“ von Ernst Pasqué. Wir werden dafür Sorge ragen, daß für die langen Winterabende den Lesern guter Roman-Literatur das ganze Originalwerk in größeren Abschnitten raschestens zukommt. Juserate finden bei der großen Auflage der„Neuen Hessischen Volksblätter“ die weiteste und wirk⸗ samste Verbreitung und wird die Petitzeile nur mit 12 Pf. berechnet. Damit wir vollssändige Exemplare liefern können und keine Unterbrechung in der Zusendung eintritt, ersuchen wir die geehrten Inleressenten, das Abonnement bei der Post alsbald erneuern zu wollen. Bei Bestellungen sowie überhaupt dei allen Zusendungen an uns bitten wir jedoch dringend, das Wort „Neue“ in der Adresse unseres Blattes nich, übersehen 5 wollen, indem sonst beispielsweise keine Postsendung uns zugestellt wird. Darmstadt im Sepiember 1877. Die Expedition der„Neuen Hessischen Volksblätter.“ SSS Eagliche Original-Oampf-Dlesch⸗ Nair liefern unter Garantie und Probezeit franeo jeder Bahnstation.— Preiscdurante gratis. 0 1 FTC r e Kette. Durch die Güte des Herrn Karl Trapp dahier wurde dem hiefigen Bürger⸗ Hospital ein Fischer'scher Douche-Apparat zum Geschenk gemacht. Derselbe ist im Spitale aufgestellt und kann auch von Erwachsenen und Kindern aus der Stadt, bei Letzteren doch nur unter der Aufsicht von Erwachsenen, gegen Entrichtung einer Ge— bühr von 10 Pfennig an die Schwester Katharina Horn von Morgens bis Abends zu jeder Stunde in den Wochentagen benutzt werden. Friedberg den 14. September 1877. Für die Armen⸗Commission: 2871 Meyer. Am Thorafreudenfest der Israeliten, Samstag den 29. September, findet in meinem Saale gut besetzte Tanzmusik statt, wozu ich höflichst einlade. Nieder⸗Florstadt den 12. September 1877. 2877 Chr. Ernst Dauernheim. Ball für Israeliten. 2886 Samstag den 29. d. Mts. findet in meinem ganz neu erbauten sehr geräumigen Saale Ball für Israeliten statt, wozu freundlichst einkadet Nieder⸗Weisel im September 1877. Peter Häuser XI., Löwenwirth. Handels- Unterricht. 2870 Am 8. Oetober beginnt derselbe für Herren und e Anmeldungen müssen bis zum 1. Oetober gemacht ö N Friedberg den 15. September 1877. Er. Ermus. Ant russ. Sardinen 2872 bei Wilh. Bernbeck. 9 Jum Einkaufspreise Herrenhemden, Unterhosen und Foulards bei K. Friedrich. Gefunden wurde auf dem Burgwall ein Medaillon mit goldener Abzuholen gegen Erstattung der Inseratgebühren bei Gärtner Lott in der Burg. 2822 Zwetschen werden mesten- sowie centnerweise abgegeben bei 2882 Karl Hermes in Ockstadt. Stellegesuch. 2878 Ein Kutscher, der mit Allem betraut ist, sucht anderswo Stelle. Offerten unter M. S. sind einzureichen bei der Exped. d. Anz. Blauer Vitriol, Prima⸗Qualität, bei Wilh. Bernbeck 2873 Hosenträger 3 21 und Strumpfbänder billigst bei K Gestern Abend um 9 Uhr verschied La nach 5 Napfarth A Gu 1 a. R. Todes- Anzeige. Entfernten Verwandten und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß unsere liebe Glisabetha Junker, geb. Jäger, beute Morgen nach kurz vollendetem 37. Lebensjahre sanft verschie den it. Arnsburg und Münzenberg den 15. September 1877 Die trauernden Hinterbliebenen. 2636 2885 F Von heute an Schwelneffeisch 68 Pf., Leber- und Blutwurst 80 Pf., Schwartenmagen 92 Pf. bei Wilhelm Wind. Ernst Engel. Wilhelm g Kreuter. Christoph Blum. Wilhelm Reuß. Dachshunde, reinster Race, jeden Alters, sind stets zu beziehen zum Preise von 30 bis 100 Mark. Nähere Auskunft ertheilt 2869 Braunfels a, d. Lahn, Kreis Wetzlar. Göbel, Fürstlicher Förster. längerem Leiden unsere theure Mutter, Schwieger⸗ mutter, Groß- und Urgroßmutter Katharina Stoll, geb. Walther, Wittwe des Georg Stoll I., was tiefbetrübt mit der Bitte um stille Theil⸗ nahme hiermit anzeigen Nieder⸗ Wöllstadt den 15. Sept. 1877. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksag gung. 2884 Für die große Theilnahme bei der Beerdigung unseres geliebten Vaters, Großvaters und Schwiegervaters Christian Salzmann, sagen hiermit herzlichen Dank Bad⸗Nauheim am 16. September 1877. Die trauernden Hinterbliebenen. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Durck und Verlag von Carl Bindernagel. gette 14. hien Ausga Rubril