1877. Oberhessischer Anzeiger. 15 0. Die Petitzeile ö 33 ö 5 Erscheint jeden wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, Donnerstag und Samstag. Samstag den 16. Juni. N 69. — Verkündigung, das Ableben Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs Ludwig III. von Hessen und bei Rhein dc. ꝛc. betreffend. Lu dW JG IV. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein ꝛc ꝛc. Nachdem es dem Allmächtigen gefallen hat, Unseres vielgeliebten und hochverehrten Herrn Oheims, des Großherzogs Ludwig(II. von Hessen und bei Rhein ꝛc Königliche Hoheit zum größten Schmerze Seines Hauses wie Seiner gesammten Unter- hanen am Heutigen aus dieser Zeitlichkeit abzurufen, haben Wir die Regierung des Großherzogthums, welche Uns vermöge der in Unserem Großherzoglichen Hause geltenden Erbfolgeordnung als nächstem Stammfolger nach dem Rechte der Erstgeburt und Linealfolge angefallen ist, angetreten. Wir versehen Uns daher zu Unseren getreuen Ständen, den Großherzoglichen sowie den sonst in öffentlichen Diensten angestellten geistlichen und weltlichen Beamten und Dienern, sowie überhaupt zu allen Unterthanen und Angehörigen Unseres Aegrus Großherzogthums, daß sie Uns, als dem rechtmäßigen Landesherrn, Treue und Gehorsam so willig als pflichtmäßig leisten werden. —— Dagegen versichern Wir sie Unserer auf Handhabung von Recht und Gerechtigkeit und Beförderung der Wohlfahrt und des en Besten des Landes unausgesetzt gerichteten landesväterlichen Fürsorge, werden auch die Verfassung des Landes in allen ibren Be⸗ 106 be stimmungen während Unserer Regierung beobachten, aufrecht halten und beschützen. 1 Damit der Gang der Staatsgeschäfte nicht unterbrochen werde, ist Unser Wille, daß sämmtliche Behörden ihre Verrichtungen istühle bis auf Unsere weitere Bestimmung pflichtmäßig fortsetzen. g Gegeben zu Seeheim, am 13. Juni 1877. umich 8) 5 LU D WIG. * v. Starck. Kempff. Schleiermacher. 0 Pf.— er II. ee, Bekanntmachung, fisch die Landestrauer wegen des Ablebens Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs Ludwig III. von Hessen und bei Rhein ꝛc. ꝛc. betreffend. 8 Seine Königliche Hoheit der Großberzog haben zu befehlen geruht, daß die Landestrauer wegen des betrübenden Ablebens des Großherzogs a. Eudwig III. Königlicher Hoheit auf zwölf Wochen zu bestimmen sei. Dieset allerhöchste Befebl wird zur Nachachtung hiermit bekannt gemacht. Darmstadt am 13. Juni 1877. Großherzogliches Gesammt⸗Ministerium. erk. Rothe. 1 Amtlicher Theil. 2 Betreffend: da e e e hier die Einsendung der Hand- und Tagebuchsauszüge Friedberg am 13. Juni 1877. ler Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Unter Hinweisung auf unsere Verfügung vom 26. Juli 1860(Intelligenzblatt Nr. 3⁴ und unter Wiederholung der dort angegebenen 1 Vorschriften tragen wir Ihnen auf, längstens bis zum 25. kommenden Monats die vorschristsmäßigen Hand- und Tagebuchsauszüge für das Rechnungs⸗ 2 jaht 1877 nebst dem Rechnungsabschluß für 1876 und dem vorgeschriebenen Kassensturzprotokoll anher einzusenden. Bei den Handbuchsauszügen a sst die Vorschrift des§ 39 der Rechner-Instruction, namentlich aber die unter a pünktlich zu beachten. Die nach§ 35 gedachter Instruction vor zeschriebenen Ouartalsabschlüsse unterbleiben durch die Einsendung* n nicht, sind vielmehr vor wie nach vorschriftsmäßig zu fertigen. 4e Bierhandee p. 3 Belceffenb: Die Ausstellung der Gemeinde voranschläge für 1878. 5 Frtedbürs am 15 Juni 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Unter Hinweisung auf§ 3—10 der Instruction über die Aufstellung der Gemeinde-Voranschläge vom 20. October 1874 und die sonstigen 1 b inschlägigen Vorschriften bringen wir die Aufstellung der Gemeindevoranschläge für 1878 schon jetzt in Erinnerung, damit Sie sich zeitig mit derselben wie 1 7 Noise de 15 Juli dem Gemelnderalß§ 4 vorlegen und bis zum 15. August dieses Jahres§ 10 gedachter Instruction an uns ein⸗ 2 enden, Wir erwarten pünktliche Einhaltung des Termins. Die gegebenen Bestimmungen in der Instruction werden Sie genau beachten, namentlich 4 10 euch dem Schlusse des§ 38 derselben entsprechen und die zu den vorderen Voranschlägen gemachten Ausstellungen zu vermeiden suchen. Die Höchst. nettich. hesteuerten, welche ein Grundsteuercapital von wenigstens 1500 fl. in der Gemeinde baben oder deren Vertreter, Gesetz vom 3. Mai 1858, fowie tie Vertreter der Forensen, Gesetz vom 22. November 1872, werden Sie vorschrifstsmäßig zur Berathung einladen, und daß es gescheben im Be. tathungsprotokoll beurkunden.§ 5 und 6 der gedachten Instruetion. Bezüglich der evangelischen Kirchensteuer verweisen wir zur Beachtung auf unser Amteblatt Nr. 10 von diesem Jahre. Dr. Bear a d e n. betreffend: Die Aufsstellung der Gemeindevoranschläge für 1878. 0 5 Friedberg am 13. Juni 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Kirchen- und Schulvorstände. Wir empfehlen Ihnen die sofortige vorschriftsmäßige Benachrichtigung über die Bedürfnisse der Kirchen- und Schulen, welche in den Ge— heinde⸗Voranschlägen für 1878 zu wahren sind, den Großherzoglichen Bürgermeistereien mitzuteilen, damit Vorsehung stattfinden kann. f Dr. Bra den. f 5 Friedberg am 13. Juni 1877. bettessend: Statisiik ber Genossenschaften und genossenschaftlichen Werinigunpen. f e 3 1. f Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien und den Großh. Polizeicommissär zu Wickstadt. N 90. 5 5 5 sele von J im Rückstand, in Erinnerung.. 1 Wir bringen unsere Verfügung vom 28. vorigen Wii e e 11 Ihnen im Rückstand, in Erinnerung Betreffend: Die Vertilgung der Kleeseide. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien und den Großh. Polizeicommissär zu Wickstadt. . Friedberg den 14. Juni 1877. Wir tragen Ihnen auf, nach Vorschrift des Reglements vom 6. August vorigen Jahres zum Schutze der Felder und Wiesen gegen die Verbreitung der Kleeseide für den Kreis Friedberg betreffend, das hiernach Erforderliche anzuordnen und zu überwachen und sehen demnächst und längstens bis Ende kommenden Monats Ihren deßfallsigen Berichten hierüber entgegen. Betreffend: Das Verfabren bei Schulversäumnissen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Es ist uns zur Anzeige gekommen, daß die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen insbesondere in Art. 24 des neuen Volksschulgesetzes vom 16. Juni 1874 und in§. 17 Ihrer Instruetion vom 21. September 1874 nicht überall gewissenhaft genau beobachtet, daß insbesondere die ent ⸗ sprechenden Strafen in den von den Lehrern regelmäßig geführten Ver⸗ säumnißlisten der Volksschule und der Fortbildungsschule nicht zum Ansatz Um einer nur verderb⸗ lichen Mißachtung der erwähnten gesetzlichen Vorschriften vorzubeugen, haben wir nicht blos unserm Kreisschulinspector anempfohlen, bei seinen Inspectionen der ihm in§. 5 pos. 6d der Instruction für die Kreis- Schulcommissionen überwiesenen Function entsprechend, nachzufragen, ob oder doch nicht zur Erhebung gebracht würden. Betreffend: Statißtik des Volksschulwesens. Dr. Braden. Friedberg den 12. Juni 1877. an sämmtliche Schulvorstände des Kreises. die Versäumnißlisten sowohl hinsichtlich der Volksschule, als auch des Fortbildungsschul- und des weiblichen Handarbeitsunter⸗ richts an die Großherzoglichen Bürgermeistereien eingesendet, von diesen für vollziehbar erklärt und dem Gemeindeeinnehmer zur Erhebung zugestellt werden; wir tragen hiermit auch Ihnen auf, binnen 8 Tagen an uns zu berichten, ob und aus welchen Quartalen im letzten Schuljahre, also vom 1. Mai vorigen Jahres bis 7. Mai dieses Jahres die betreffenden Listen der Volksschule und der Fortbildungsschule an die Großherzoglichen Bürgermeistereien zur Vollziehbarerklärung abgegeben worden sind. Dr. Bra de n. Friedberg den 12. Juni 1877. Die Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg an die Schulvorstände des Kreises. Es stehen noch Viele mit Einsendung der betreffenden ausgefüllten Formularien zurück. Wir erwarten dieselben umgehend. Dr. Bra den. Betreffend: Die Aufnahme der Kinder in die Volksschule. Die Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises. Da uns einige Fälle zur Anzeige gekommen sind, daß im neuen Volksschulgesetze, insbesondere Art. 20, enthaltenen Bestimmungen nicht sorg⸗ f hiermit veranlaßt, deren genaue Beobachtung nochmals ernstlich einzuschärfen. Es darf darnach insbesondere fältig beobachtet wurden, so sehen wir uns kein Kind in die Schule aufgenommen werden, welches erst nach dem 30. September laufenden Jahres sechs geistig und körperlich noch so gut entwickelt wäre. nahme berechtigten Kinder, unter genauer Bezeichnung von deren Eltern und des Geburtstages der Kinder einzuhäudigen. Friedberg den 12. Juni 1877. Jabre alt wird, auch wenn es sonst Damit Irrungen verhütet werden, haben Sie den Lehrern eine vollständige Liste aller zur Auf⸗ Es würde uns unangenehm sein, wenn wir gegen einen Schulvorstand oder Lehrer wegen Nichtbeachtung der betreffenden Vorschriften strafend einschreiten müßten. Dr., B aden. Betreffend: Die Einschränkung der Schulzeit in der heißen Sommerzeil. Die Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises. Durch ein von Großherzoglichem Kreisgesundheitsamte Friedberg an uns gerichtetes Gutachten finden wir uns aufgefordert, hiermit anzuordnen, daß während der dermaligen heißen Witterung der Schulunterricht, welcher mit den größeren Kindern überall wohl schon um 6 Uhr früh beginnen kann, Morgens keinesfalls länger als 11 Uhr andauern und Nachmittags ganz ausfallen soll. Es kann durch Berathung des Gesammtschulvorstandes jeder Unterrichtsgegenstand eine kleine Verkürzung erfahren, deren Festsetzung wir Ihnen überlassen. Auch für den weiteren Sommer gestatten wir diese Einschränkung des Unterrichts, sobald Morgens um 10 Uhr im Schulsaale an einer von der Sonne nicht direct getroffenen Wand die Temperatur höher als 220 R. ansteigt. Friedberg den 12. Juni 1877. Dr. Bra de n. Deutsches Reich. Darmstadt. Der verstorbene Großherzog, Ludwig III., war am 9. Juni 1806 als der Sohn des Prinzen und nachmaligen Großherzogs Ludwig II. und dessen Gemahlin Prinzessin Wil⸗ helmine von Baden zu Darmstadt geboren. Am 26. December 1833 vermählte er sich mit der Prinzessin Mathilde von Bayern Erbprinz Ludwig konnte sich in dieser Lebens⸗Epoche wenig um die politischen Angelegenheiten kümmern, bis ihn im Sturmjahre 1848 der Großherzog Ludwig II. zum Mitregenten ernannte. Das betreffende Edict vom 5. März 1848 laufete:„Wir haben, um Uns bei Unserem vorgerückten Alter eine Er⸗ leichterung in den Regierungs⸗Geschäften zu ge⸗ währen, beschlossen, Unseren vielgeliebten Sohn, des Erbgroßherzogs Königliche Hoheit und Liebden zum Mitregenten des Großherzogthums, und zwar in der Weise anzunehmen, daß von jetzt an alle, die Staatsregierung betreffenden landesherrlichen Entschließungen von Demselben ausgehen, auch deren Ausfertigungen von Ihm allein unterzeichnet werden sollen.“— Der nunmehrige Großherzog, Ludwig IV., ist geboren am 12. Sept. 1837 als der Sohn des neulich verstorbenen Prinzen Karl(Bruder des Großherzogs Ludwig III.) und der Prinzessin Elisabeth von Preußen. Ludwig IV. war bis jetzt Commandeur der 25.(hess.) Division. Er hat sich am 1. Juli 1862 mit der Prinzessin Alice von England vermählt. — 15. Juni. Zur Abholung der sterblichen Ueberreste S. K. H. des Großherzogs war der Leichenwagen der Großherzoglichen Familie vor⸗ gestern Abend nach Seeheim entsandt worden. Nachdem derselbe dort eingetroffen, wurde in Gegenwart der Hofcavaliere die Einsegnung der Leiche durch Pfarrer Fischer von Seeheim voll⸗ den sechsspännigen Leichenwagen gehoben. Das Cortége bildete eine Escadron des Garde⸗Dragoner⸗ Regiments, von welcher die Hälfte vor, die andere Hälfte hinter dem Leichenwagen ritt. Denselben begleiteten außerdem der Großh. Hosstallmeister zu Pferde, sowie zu Wagen die Großherzoglichen Adjutanten und die beiden Aerzte. Der Orts- vorstand sowie der Kriegerverein von Seeheim gaben der Leiche das Geleite bis zur Gemarkungs⸗ grenze, wo der Letztere eine dreimalige Salve ab⸗ gab. Daselbst hatten sich der Geistliche und Ortsvorstand von Eberstadt eingefunden. Als sich der Trauerzug durch Eberstadt bewegte, wurde mit allen Glocken geläutet, ebenso in Bessungen und Darmstadt, woselbst er um halb 5 Uhr ein— traf. Auf dem ganzen Wege, welchen der Trauer⸗ zug zurücklegte, standen Tausende von Menschen. Der Leichenwagen fuhr in das Schloß, woselbst sich bereits S. K. H., Großherzog Ludwig IV., mit seinen Brüdern, den Prinzen Heinrich und Wilhelm, eingefunden hatten und wurde nun der Sarg in den sogenannten weißen Saal verbracht. Da der Zudrang des Publikums zum Schloß außerordentlich war, mußten die Thore für einige Zeit geschlossen werden. Die Leiche wurde gestern im weißen Saale aufgebahrt und ist heute auf dem Paradebette öffentlich ausgestellt. Die Stunde und das Programm der Beisetzung sind bis jetzt noch nicht festgesetzt. Die Beisetzung wird auf der Mathildenhöhe stattfinden. Darmstadt. Den Ständen ist eine Vorlage unterbreitet worden, worin für verschiedene mit der erhöhten Frequenz der Schullehrer⸗Seminarien zu Bensheim und Friedberg zusammenhängende Bedürfnisse ein Gesammt⸗Credit von 17,900 Mk, angefordert wird. Nach den Motiven hat man die Errichtung eines dritten Seminars in feste zogen und der Sarg sodann um halb 3 Uhr auf Aussicht genommen und ist ein solcher Zudrang constatirt, daß voraussichtlich„in einigen Jahren wieder tüchtig geschulte Volksschullehrer in genügen ⸗ der Zahl zur Verfügung stehen, um alle vorhan- denen Schulstellen zu besetzen und damit einem Zustande ein Ende machen zu können, der für die sittliche wie für die materielle Wohlfahrt des Volkes gleich verderblich ist.“ Berlin, 13. Juni. Der Gerichtshof für kirchliche Angelegenheiten hat heute auf Amtsent⸗ setzung des Bischofs von Limburg, Blum, erkannt. — 14. Juni. Der Kaiser hat dringender Regier⸗ ungs⸗Geschäfte wegen die Abreise nach Ems auf morgen Abend verschoben.— Der Aufenthalt des Kaisers in Ems wird, der„Prov.⸗Corr.“ zufolge, sich bis Ende der ersten Juli- Woche erstrecken. Der Kaiser wird dann vermuthlich zum Besuch nach der Insel Mainau und Mitte Juli nach Gastein sich begeben, von wo derselbe etwa am 10. August nach Berlin zurückzukehren gedenkt. Cöln. Dem noch in Rom weilenden Baron Felix v. Los wurde dieser Tage ein Urtheil des preußischen Ministeriums zugestellt, welches seine definitive Absetzung als preuß. Landrath ausspricht. Coburg. officiböser Weise auf das Nachdrücklichste das Ge⸗ rücht als unbegründet, wonach der Herzog von Edinburg gegen die Bewilligung einer Jahres- rente neuerdings seinen Erbansprüchen auf das Herzogihum Coburg⸗Gotha zu Gunsten des Erb⸗ prinzen von Meiningen entsagt hätte. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Gerücht⸗ weise verlautet hier, Prinz Alexander von Hessen sei zum Bulgaren-Fürsten ausersehen. Ein inspi⸗ rirter Artikel des„Pester Lloyd“ bemerkt, daß mit dem Uebergang der Russen über die Donau der Moment zur Wahrung der Interessen Oester⸗ Die„Cob. Ztg.“ bezeichnet in 1 mit 130 6 5 Man und Mull Nach Ener. pborgsel Gren; ö mit b pecche Mont Verlu mehre bruch Sien grine Das bei! 7. dieadt den die 1 . ad 5 auch des unter. den ditsen 9 zugestellt * an ung nt, als dentftnden derogicen uad. — * 1 nicht sorg ⸗ ins besondere ts sonst 2 t zur Auf; tuangenehn 2 2 — — ——— anuorbnen, beginnen lweistandts talen wit 0 Teuptratut — * * —— igen Jahten i genüͤgen⸗ ale vorhan-“ dam ting en, der fut ohlfabtt des 22 ——— nichtshof fit f Antsent⸗ 1, erkannl, dt Regler. 5 Ini auf —— ——— Sorten Pagonsteine und Platten zu billigen Preisen. reichs nahe gerückt sei. Aus Pest wird gemeldet, daß in slavischen Truppentheilen russische Agitatoren bemerkt worden seten. — 13. Juni. Die„Politische Correspondenz“ schreibt: Die seitens verschiedener Blätter ver- breiteten Behauptungen über ein eigenmächtiges Vorgehen des österreichischen Botschafters in London, Grafen Beust, beruhen nach autoritativer Infor— mation auf einfacher Erfindung. Großbritannien. London, 12. Juni. Im Unterhause beantragte Wilmot die Revision des Gesetzes über die Todesstrafe. Pense schlug die Aufhebung der Todesstrafe vor, welcher Vor- schlag von Bright unterstützt wurde. Die Regier⸗ ung erklärte sich gegen denselben, worauf letzterer mit 155 gegen 50, und der Antrag Wilmot mit 130 gegen 61 Stimmen abgelehnt wurde. Türkei. Constantinopel, 12. Juni. Man meldet den Rückzug der Russen hinter Olti und Penek nach einem unglücklichen Gefechte gegen Mukhtar Pascha. Das„B. T.“ bestätigt die Nachricht und fügt hinzu, daß die Türken von Erzerum, Zewin und Bardez aus concentrisch vorgehen, sowie daß sie bei Achaltsiche die russische Grenze überschritten baben. — 12. Juni. Nach heftigem, größtentheils mit blanker Waffe geführtem Kampfe bei Krstac, welcher an 55 Stunden dauerte, haben sich die Montenegriner nach Banjani zurückgezogen. Verluste belaufen sich von beiden Seiten auf mehrere Tausend Mann. In Folge des Ein— bruches einer starken kürkischen Abtheilung von Sienitza in Bassojevic zieben sich die Montene griner wegen ihrer numerischen Schwäche zufück. Das Hauptquartier des Fürsten ist von Planimca bei Niksic nach Ostrog zurückverlegt. — 13. Juni. Der Kampf Suleiman Pascha's gegen die Montenegriner dauert noch fort. Die Türken haben den Duga- Paß noch nicht über— schritten.— In der nächsten Woche nach Votirung des Budgets sollen die Kammern geschlossen wer- den.— Die Pfocte hat die Forderungen der Kretenser abgelehnt und Letztere aufgefordert, je 5 christliche und mohamedanische Deputirte behufs Ertheilung von Aufklärungen nach Constantinopel zu senden. — Der türkische Botschafter in Wien, Aleko 4000 Tscherkessen Mussa Pascha's bei dem Ueber⸗ fall von Begli Achmet stellt sich erst heute als eine grobe Erfindung heraus. Die offtciellen Petersburger Berichte über jenes Gefecht, die in den jüngsten russischen Zeitungen vorliegen, wissen blos von 83 aufgefundenen türkischen Leichen zu erzählen. Serbien. Belgrad, 12. Juni. Der Zar hat die Anfrage Milan's, ob er empfange werden würde, bejahend beantwortet. Fürst Milan reist deßhalb übermorgen früh in Begleitung von Ristic, Protic, Ljeschanin und Horvatovic zur Begrüßung des Kaisers von Rußland nach Plojesti. Die Pforte ist hiervon offieiell verständigt worden. — 13. Juni. Bei Belgrad sind 10,000, bei Kragujewatz 5000 Mann der activen Armee concentrirt. Fremde Offiziere sind in die serbische Armee aufgenommen. Der permanente Ausschuß der Skupschtina hat vorgeschlagen, die Beamten— Gehalte um 30 Procent zu reduciren, um die dadurch ersparten Geldmittel für Kriegszwecke zu verwenden. — 13. Juni. Der gestern gehaltene Minister⸗ rath hat über ein dem Fürften Gortschakoff durch Minister Ristics vorzulegendes Memorandum be— schlossen, welches besagt, Serbien könne nur gegen bestimmt zuzusagende Entschädigung für seine Opfer die Einhaltung der Neutcalität zusichern, der Unabbäugigkeit des Landes nebst der Einver— leibung der Sandschakate von Nisch und Novibazar sowie von Klein-Zwornik verstanden. Protics hat ein dem Großfürsten Nikolaus vorzulegendes Exposé über die serbische Wehrkraft ausgearbeitet. Rumänien. Bukarest. 12. Juni. Der Zar empfing in Plojeschti eine Deputation sieben- bürgischer Rumänen. Die Fiumer Torpedo Fabrik hat von Seite Englands große Aufträge erhalten und theilweise schon ausgeführt. Der Deutsche Friedrich Kraus ist gestern in Plojeschti wegen angeblicher Spionage erschossen worden. — 14. Juni. Die Russen errichteten gestern bei Getschet(auf der Donau-Insel gegenüber Braila) eine Batterie und placirten daselbst die ersten Geschütze. Griechenland. Athen. Ein hier ganz offen wirkendes Comite sendet täglich Waffen nach 307½ Millionen deutsche Reichsmark aufzunehmen. Die Stücke sollen au porteur im Betrage von 410 Mark angefertigt werden. Für die mit jährlich 1 pCt. des Nominal-Capitals vorzunehmende Amortisation wird ein besonderer Fonds errichtet. — Aus Mazra vom 13. d. M. wird ge⸗ meldet: Die Türken versuchen Contre-Approchen zu errichten und machen Ausfälle aus Kars. Unsere Batterien vereiteln dies mit Erfolg. Ein gestriger Ausfall wurde mit großem Verluste für die Türken zurückgeschlagen. Wir hatten nur sieben Leichtverwundete. Aus Stadt und Land. Friedberg. In unserer Stadt circulirt soeben eine Aufforderung des Turnvereinsvorstandes an die Ein— wohnerschaft Friedbergs, sich als Mitglieder an genanntem Verein zu belheiligen. Wir wünschen dieser Aufforderung umsomehr einen guten Erfolg, als die Anstrengungen unserer Turner im Verein mit unseren übrigen Feuerwehr- männern schen manche drohende Gefahr von uns abge⸗ wendet haben und es Friedberg nur zur Ehre gereichen kann, wenn der wieder aufblühende Turnverein einer sicheren Zukunft entgegengeht. Friedberg. Seit einem Jahre wurde auf den städüschen Bleichen dahier beinahe wöchentlich ein Dieb⸗ stahl an Wäsche begangen und konnten trotz aller An⸗ strengung die Diebstähle niemals ermittelt werden. Diese Woche nun wurde endlich die Diebin, eine Waschfrau, durch Polizeidienet Fouriet ermittelt, die gestohlenen Sachen, welche noch beinahe alle vorhanden waren, confiscirt und von demselben dem Gericht übergeben. Die Bestohlenen, 20 Die Unter dieser Entschädigung wird die Herstellung vis 30 an der Zahl, werden Hemden, Beittücher dc. zc. zum größten Theil wieder erhalten. Die Diebin wurde sofort dingsest gemacht und kann nun hinter Schloß und Riegel über ihre Sünden nachdenken. Darmstadt, 13. Juni. Die plötzliche Flucht des Kriegsraths Wiegand hält die Gemüther unserer Residenz in sortwährender Spannung. Wie man hört, war bei dem unbedingten Vertrauen, welches der Genannte genoß, mehr pro forma, als daß man irgend welche Befürchtung hegte, seit langen Jahren endlich einmal eine Rechnungs- und Kassenuntersuchung angeordnet worden, bei der sich alsbald unaufgeklärte Posten ergaben. Wiegand soll im Ganzen ca. fl. 25000.— unterschlagen haben. f Darmstadt, 13. Juni. Ein in Kreuznach wohnen⸗ des Brautpaar sollie heute bier bürgerlich getraut werden. Der Bräutigam wurde indessen kurze Zeit vor der zur Trauung anberaumten Stunde von einem giftigen Insect gestochen, so daß derselbe an Blutvergiftung lebensgefährlich darnieder liegt. Darmstadt, 13. Juni. Gestern Nachmittag verschied in hohem Alter der frühere Prälat Dr. Zimmermann. Geld- Cours. Frankfurt am 14. Juni 1877. Pascha, hat um seine Entlassung gebeten; das Kandia und Thessalien; am 10. Juni sind 20 Frankenffücke Mt. 16 24 28 Gesuch ist noch nicht angenommen.— Derwisch 4800 Gewehre und 12 Kisten mit Munition Englische Sovereigns 1037 42 Pascha soll an Stelle Mukhtar Pascha's zum Ober- nach Kaudia abgesendet worden, Russische Imperiales„16 72—+77 befeblshaber in Asien ernannt sein. Rußland. Petersburg. Ducch kaiserlichen. fl. 10⸗ Stücke. 3 3 65 G. — Die von London aus in die Welt gesetzte Ukas wird der Finanzminister ermächtigt, eine mit Ducaten al mare.„ 9 8 Nachricht von der„vollständigen Vernichtung“ der 5 pCt. zu verzinsende auswärtige Anleihe von Dollars in Gold e 11 ech g. 1908 Das Heugras von der gemeinbeitlichen Riedwiese dabier, circa 124 Morgen, wird f Dienstag den 19. Juni 1877, Nachmittags 4 Uhr, in Abtheilungen an Ort und Stelle versteigert. Vilbel den 14. Juni 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Vilbel. rel. 1119 Mein großes Lager in Sommerpantoffeln, Morgenschuhen in Lasting mit und ohne Zug empfehle 80 swat und zu äußerst billigen Preisen. in großer blau i Heinrich Diehl, usagasse 354. Frauenhemden, jeder Qualität, sind wieder vorräthig bei 1776 L. Wetterhahn. Zu vermiethen. 1860 Der zweite Stock meines Hauses ist ganz oder auch getrennt zu vermiethen. H. Sang, Bahnhofstraße. 1876 Das seither das selbe sogleich bezogen werden. g Wilh. Wind. Die Fabrik feuerfester Producte 1885 Bad Nauheim in verschledenen ihre feuerfesten Steine Gab retorten und Qualttäten, Chamottemörtel, von Herrn Bahnmeister Rauch bewohnte Logis ist anderweitig zu vermiethen und kann 1806 Meine verschiedenen Sorten Gemüsepflanzen sind auch dieses Jahr wieder vei mir zu haben. Ein Zapffunge Ein Hausknecht, größeres auswärtiges Etablissement gesucht. Näheres bei der Expedition d. 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Auszugtische, ovale und runde Tische, Spiegel, Kleider- 5 Die t end interbli und Küchenschränke, gewöhnliche Bettladen und Tische, n alle Sorten Stühle, von den feinsten bis zu den gewöhnlichsten, Fenstergalerien in den verschiedensten Breiten, sowie die so sehr beliebten Rohrsessel und 7 Blumentische verschiedenster Art. Dauksagung. Ganze Salon⸗Einrichtungen können in kürzester 1878 Für die vielen Beweise der Theilnahme, welch Zeit e ee bestens ausgeführt werden. uns bei dem Ableben unseres guten Vaters, des pe N Billigste Preise, reellste Bedienung.— sionirten Lehrers Ph. Ch. Heßler, von vielen Seiten, anz besonders von den Bewohnern Assenheims zu Theil Luzerner Klee⸗Saamen n e den A heim d 3. Juni 1903 ist wieder frisch angekommen beit en 1917760 bli 0 2 Kü 5 le Hinterbliebenen. Ph. Dan. Kümmich 5 8 — 21. ahr. n e eee, 1 1 * Turnverein. 1901 Montag den 18. Juni, Abends 8½ Uhr, General⸗ versammlung im Gartensaal des Herrn Binzel. Der Vorstand. (Senmtag den 17. Juni werde ich(bei günstiger Witterung) auf der„Marienlaube“(Franckenstein⸗ sches Tempelchen) bei Ockstadt Wirthschaft betreiben und erlaube mir hiermit freundlichst einzuladen. 1898 Wilh. Dienst in Ockstadt. Strohhüte& Sonnenschirme 1888 billigst bei Geschwister Schloß Glaser⸗Diamanten 1599 hat zu verkaufen Johs. Bieler, Hof-Glaser. Seidenmützen-Ausverkauf, 1897 pr. Stück 1 Mark 50 Pf. bei Carl Schmidt, Hutschachtel. Patentitte Kinderwagen mit allen Verbesserungen von 17¹ Mark an in allen Größen und Arten bei 1609 Jos. Hoffmann. 1 Strohhüte in großer Auswahl, neuester Fagon und zu den billigsten Preisen bei Heinrich Diehl, 1471 Usagasse. Geschäfts-Exöffnung und Empfehlung. 1887 Einem verehrlichen hiesigen Publikum und der Umgegend mache die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen eine Ochsenmetzgerei auf hiesigem Platze errichtet habe. Indem ich bestrebt sein werde, nur beste Waare zu führen, hoffe ich bei aufmerksamer Bedienung einem ge⸗ neigten zahlreichen Zuspruch entgegen sehen zu dürfen. Hochachtungs voll Wilhelm Hanstein, Metzger. Bad⸗ Nauheim, 15. Juni 1877. Geschäftslokal im Hause des Herrn E. F. Gebringer. 1884 Eine neue Sendung von allen Sorten Kinderwagen Adam Söllner II. ist angekommen. . 5 1 Todes⸗Anzeige. Freunden und Bekannten widmen wir hiermit die traurige Anzeige, daß unsere liebe Gattin, Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Marie Christine Braun, 50 geb. Dreser, in Folge einer heftigen Lungenentzündung heute Abend halb 8 Uhr nach nur fünftägigem Kranksein im Alter von 51 Jahren sanft entschlafen ist. 75 Es bitten um stille Theilnahme Die trauernden Hinterbliebenen: P. Braun, Lehrer. Anna Link, geb. Braun. Friedrich Link. Rudolph Link. Bisses den 13. Juni 1877. 1906 Kirchliche Anzeigen für Friedberg Evangelische Gemeinde. 3. Sonntag nach Trinitatis. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Stadtkirche Vormittags 10½ Uhr: Herr Candidat Bert. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Kleberger. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Schwabe. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Pfarrer Köhler: Kate⸗ chismuslehre Am 4. Sonntage nach Trinitatis Abendmahl in der Burgkirche. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 24 und eine Beilage.) Lande gegent schaftl Die“ 91 schrä mitt auch Zeit die Ew N Stel hal, Ger abg Reg auch zue