75 pof. A1. len Dienstag den 16. Januar. 1877. M 6. berhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Aus dem Großberzoglichen Regierungsblatt ist zu publiciren: er. 1. Nichts.— Nr. 2. Gesetz die Sterbquartale der Volksschullebrer betreffend.— Nr. 3. sub 2. Ausführungs⸗Verorbnung zu dem Reichsgesetzblatt vom W. Februar 1876, Reichsgeseßblatt Seite 163, betteffend die Beseitigung von Ansieckungsstoffen bei Viehbesörderungen auf Eisendabnen. Friedberg am 13. Januar 1877. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. E. d. K.⸗Si.: Klleisch, Kreis ⸗Assessor. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publicirt worden: Nr. 27. Gesetz, betreffend die Abänderung des§ 44 des Gesetzes wegen Etbebung der Brausseuer. Seite 237.— Nr. 28. Gesetz, betreffend die Fesistellung des Reichsbaushalis-Etats für das Vierteljahr vom 1. Januat bis 31. Mätz 1877. Seite 239.— Nr. 29. Gesetz, betreffend die Adänderung mehrerer Reichstags ⸗Wahlkreise. Seite 275. Betteffend: Die den Gemeinden zukommenden Forsistrosen von der III. Periode 1876. Friedberg den 12. Januar 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Nachstehend theilen wir Ihnen das Verzeichniß der Ihren Gemeinden von der 3. Periode dem Auftrage mit, Einnahmederretur zu ertheilen und für ordnungsmäßige Controlirung zu sorgen. J. E. d. K.⸗St.: Assenbeim 42 Pf. Bad⸗Nauheim 88 Pf. Bönstadt 98 Pf. Büdesbeim 70 Pf. Gambach 5 M. 20 Pf. Mark Griedel 22 Pf. Groß⸗Karbden 5 M. 11 P. Hausen 2 M. 58 Pf. 11 Pf. Ilbenstadt 1 M. 44 Pf. Kaichen 1 M. 64 Pf. Kirch⸗Göns 4 M. 40 Pf. Klein⸗Karben 2 M. 7 Pf. 7 M. 3 Pf. Niedet⸗Rosbach 7 Pf. Nleder-Ursel 2 M. 29 Pf. Ober- Flotstadt 3 M. 96 Pf. Pobl⸗Göns 34 Pf. Sddel 11 Pf. Stammheim 1 M. 45 Pf. Mark Trais⸗ Münzenberg 7 Pf. Wölfersheim 14 Pf. Bettessend: Lehrbücher für die Volksschulen. Klietsch, Kreis- Assessor. Burg⸗Gräsenrod 2 M. 74 Pf. Heldendergen 44 Pf. Ober⸗Mörlen 1 M. 59 Pf. Vilbel 11 M. 25 Pf. von diesem Jahre zukommenden Forststrafen unter * Butzbach 1 M. 77 Pf. Fauerbach v. d. H. 61 Pf. Hoch⸗Weisel 4 M. 66 Pf. Holzbaufen 2 M. Langenhain 17 Pfl. Maibach 60 Pi. Nieder Florfladt Ober⸗Rosbach 6 M. 25 Pi. Ostheim 34 Pf. Weckesheim 1 M 40 Pf. Wohndach 2 M. 4 Pf. Friedberg den 10. Januar 1877. Die Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises. Das in betreffender Sache von Großberzoglichem Ministerium des Innern, Abtheilung für Schulangelegenheiten, erlassene Ausschreiben, Nr. 16 vom 29. Dezember vorigen Jahres zu Nr. 17,317, bringen wir in nachstehendem Abdruck zu Ihrer Kenntniß und beauftragen Sie, es den Lehrern zur Einsicht zukommen zu lassen. J. E. d. K.⸗St.: Klietsch, Kreis- Assessor. Das Großherzogliche Ministerium des Innern, Abtheilung für Schulangelegenheiten, an die Großherzoglichen Kreis-Schulcommissionen. Nach unserem Ausschreiben vom 9. April 1875, zu Nr. M. d. J. S. 4775, betreffend„Lehrbücher für die Volksschulen“, haben wir in das Verzeichniß der in der Volksschule zur Auswahl zuzulassenden Lehrbücher die Ausgabe B. des Lesebuchs von Engelien und Fechner, sowie mehrere Ausgaben des Lesebuchs von R. und W. Dietlein aufgenommen. Wir benachrichtigen Sie, daß wir nunmehr auch die Ausgaben C. der genannten Lesebücher für den Gebrauch in der Volksschule zugelassen haben, wonach Sie die Schuölvorstände Ihrer Kreise bedeuten wollen. . Bekanntmachung. Fuhr. Die letzte Generalversammlung der Mathildenstifstung für die Provinz Oberhessen hat beschlossen, daß auch für dieses Jahr aus den Mitteln des Vereins Unterstützungen an in der Provinz bestehende Kleinkinderschulen, insbesondere zum Besten der hieran thätigen Lehrerinnen verabfolgt werden sollen. Es werden hiernach die Vorstände solcher Schulen, für welche eine Subvention beansprucht wird, aufgefordert, ihre Gesuche mit möͤglichst ausführlicher Mittheilung über die Frequenz, die Mittel und Bedürfaisse der betreffenden Anstalt, bis zum 1. Februar l. J. gelangen zu lassen. 1 Gießen den 11. Januar 1877. v. Bekanntmachung. Die Amtstage des unterzeichneten Landgerichts werden Dienstag uud Mittwoch in den 2—5 Uhr Nachmittags abgehalten. Altenstadt am 11. Januar 1877. an den Unterzeichneten Namens des Vorstandes der Mathilden-⸗Stistung der Provinz Oberhessen. Röder. Stunden von 8—12 Uhr Vormittags und von Großberzogliches Landgericht Altenstadt. Ma p. Deutsches Reich. Periode eine sichere Stütze bei ihrem Bestreben Berlin, 12. Jan. Die Session des Land- für die segensreiche Entwicklung der Gesetzgebung tages wurde heute von dem Kaiser mit folgender und für die Erfüllung der Bedürfnisse des Landes Thronxede eröffnet: Erlauchte, edle und geehrte finden werde. Die nunmehr gesicherte regelmäßige Herren von beiden Häusern des Landtages! Die Folge der parlamentarischen Sessionen im deutschen Session, zu welcher Sie zunächst berufen sind, wird des deutschen Reichstages auf die Erledigung der seng geknüpften Gebieten zu Statten kommen. Die dringensten Aufgaben beschränken. Dennoch war Staats-Elnnahwen für das nächste Etats-Jahr es mir Bedürfniß, nachdem das Haus der Abge- baben im Ganzen ebenso hoch veranschlagt werden ordneten durch Wahl erneuert ist, Sie bei dem Be- können, wie für das Jahr 1876, und bieten bei ginne eines neuen Abschnlttes der parlamentarischen einer angemessenen Einschränkung der einmaligen Thätigkeit persönlich zu begrüßen und zugleich die und gußtrordentlichen Ausgaben die Mittel dar, Hoffnung aus zusprechen, daß meine Regierung in um nicht nur in allen Zweigen der Staatsver⸗ dem Vertrauen und Entgegenkommen beider Häuser waltung die bisherigen Leistungen aufrecht zu er- des Landtags auch während der neuen Legielatur- halten, sondern auch neuen Ansprüchen gerecht zu Reiche und in Preußen wird, wie ich hoffe, dem⸗ sich im Hinblick auf den bevorstehenden i e einer ruhigen und thätigen Arbeit auf beiden werden, welche bei fortschreitender Entwickelung des Staatswesens hervorgetreten sind. Der Ent— wurf des Staatshaushalts Etats wird Ihnen un— verzüglich zugeben. Unter den Gesetz-Entwürfen, welche Ihnen vorgelegt werden sollen, sind einige der erheblicheren bereits früher Gegenstand der Beratbungen gewesen, namentlich auch derjenige wegen anderweitiger Einrichtung des Zeugbauses zu Berlin, welcher in Verfolg der mit den Reichs- bebörden geflogenen Verhandlungen eine Umarbeit— ung erfahren hat. Ich rechne auf Ihre Mitwirk— ung, um in der Sammlung der Trophäen unseres Kriegsruhms und aller die Entwicklung des dater— laͤndischen Kriegswesens bezeichnenden Erinnerungen den kommenden Geschlechtern ein würdiges Denk mal der Thaten ihrer Vorfahren zu dinterlassen. wurde vom bisherigen — ine Herren! Die Feier, welche zu begehen mir — 2— Tage dieses Jahres durch Gottes Gnade beschieden war, hat meinem Volke wiederum Ge⸗ legenheit gegeben, mir zahlreiche und rührende Beweise der Treue und Anbänglichkeit darzubringen, welche das werthvolle Erbiheil der preußischen Könige sind. Indem ich meinen innigen Dank dafür an dieser Stelle ausspreche, darf ich in der Bewährung der mein Volk erfüllenden Ge- sinnung die sichere Bürgschaft dafür erblicken, daß Preußen in der treuen Pflege wahrbaft monarchischer und zugleich freisinniger Institutionen seinen staat⸗ lichen Beruf in und mit dem deutschen Reiche fort und fort erfüllen werde. Zum weiteren Aus- bau unseres Staatswesens in dieser doppelten Richtung zähle ich auf Ihre freudige Mitwirkung. — Bei der Eröffnung waren circa 250 Landtags Mitglieder anwesend, außerdem die Generalität und in der Diplomaten Loge der französische Botschafter Gontaut⸗Biron und der russische Ge- neral v. Reutern. Die Minister erschienen unter der Führung Camphausen's; Bismarck und Leon hardt waren abwesend. Um 12 Uhr erschien der König, gefolgt von dem Kronprinzen und den Prinzen Karl, Friedrich Karl Alexander, Georg und August von Württemberg. Der Vice Präsi⸗ dent des Herrenhauses von Bernuth brachte ein Hoch auf den König beim Erscheinen desselben aus. Die Thronrede wurde, namentlich beim Schluß passus, mit lebhaftem Beifall begleitet. Nachdem Minister Camphausen den Landtag für eröffnet erklärt hatte, schloß die Eröffnungsfeierlichkeit mit einen von dem Alters⸗Präsidenten des Abgeordnetenhauses, von Bonin, ausgebrachten Hoch auf den Kaiser. — 12. Jan. Die Sitzung des Herrenhauses ersten Vice Präsidenten v. Bernuth eröffnet, welcher zunächst zur Berufung des provisorischen Bureau's schritt. Zum Präsidenten ward mit 53 Stimmen der Herzog v. Ratibor gewählt. Bei der Wahl des ersten Vicepräfidenten kam es zur engeren Wahl zwischen den Grafen Brühl, Udo Stolberg, Arnim⸗Boytzenburg, Lippe und von Bernuth, aus welcher der Letztgenannte mit 51 Stimmen als Sieger hervorging. Zum zweiten Vicepräsidenten ward mit 66 Stimmen Hasselbach gewählt.— 13. Jan. Der Herzog v. Ratibor zeigt telegraphisch die Annahme der auf ihn gefallenen Wahl als Präsident und sein demnächstiges Eintreffen an. Es folgte die Vereidigung neuer Mitglieder und die Entgegennahme mehrerer un— erhehlicher Vorlagen und deren Verweisung an Commissionen. Die nächste Sitzung ist unbestimmt. — Der„Nordd. Allg. Ztg.“ zufolge hat die deutsche Kriegs- Corvette„Vineta“ telegraphischen Befehl erhalten, von Nokohama nach der Insel Manilla zu segeln und die Kriegsflagge zu zeigen, um die deuischen Handels ⸗Interessen in den dortigen Gewässern zu schützen, — Der„Reichs ⸗ Anzeiger“ erklärt die Mel- dung des in Constantinopel erscheinenden„Levant Herald“, daß der deutsche Botschaster in der Con— ferenzsitzung vom 11. seinen Austritt angekündigt, wenn sich die Pforte nicht kategorisch über die Annahme oder die Ablehnung der Conferenz⸗Vor⸗ schläge erkläre, für vollständig erfunden. Im Anschluß an vorstehende Meldung des„Reichs Anzeigers“ werden alle anderen Nachrichten der auswärtigen Presse über eine angeblich der Her— stellung eines friedlichen Abkommens mit der Pforte weniger günstige Haltung der deutschen Regierung von bester Seite als falsch bezeichnet. 19 Der Gesetzentwurf über die Gerichtskosten wird den nächsten Reichstag nicht beschäftigen, die Vorarbeiten haben noch nicht begonnen. Stuttgart. Der„Staats- Anz. für Württem⸗ berg“ enthält gegentheiligen Zeitungsbehauptungen gegenüber eine Ausführung, worin gesagt wird: Die Regierung von Württemberg sörderte das Zustandekommen der Justiz- Gesetze so viel wie möglich. Der Vertreter derselben im Bundesrath nahm persönlich ein lebhaftes Interesse an der Einigung. Die Insinuation, Minister v. Mittnacht wäre bei dem Abschluß des Compromisses zurück— gesetzt worden, sei unwahr und grundlos, sämmt⸗ Ausland. Frankreich. Paris. Der wiederherge⸗ stellte Justizminister Martel hat die Leitung seines Mintisteriums übernommen. Versailles, 11. Jan. Der Senat genehmigte den Auslieserungs-Vertrag mit England und ver- tagte sich sodann auf unbestimmte Zeit. Der Finanz Minister legte der Kammer das Budget für 1878 vor. Dänemark. Kopenbagen. Das Crimi⸗ nalgericht verurtheilte den Führer der Socialisten, Brix, wegen Preßvergehen und Majestätsbeleidigung zu vier Jahren Zuchthaus. Türkei. Constantinopel, 11. Januar. Dem„Tel. Corr. Bür.“ wird gemeldet: In der heutigen Conferenz fanden längere Auseinandersetz— ungen zwischen den europäischen und ottomanischen Delegirten statt. Man constatirte abermals das Vorhandensein von Divergenzen zwischen den Mächten und der Pforte. Die Türken beharren namentlich darauf, die Intervention der Mächte bei der Ernennung der General-Gouverneure, so- wie die Einsetzung einer internationalen Commisston zurückzuweisen. Die Vertreter der sechs Groß mächte blieben während der ganzen Debatte einig und mußte die Sitzung als resultatlos aufgehoben werden. — 12. Januar. Heute hat in dem russischen Botschastshötel eine Versammlung der Bevoll— mächtigten der Großmächte stattgefunden. Wie verlautet, motivirt die Pforte ihre Weigerung, die acht wesentlichsten Punke der von der Vorconferenz aufgestellten Vorschläge anzunehmen, folgender- maßen: die Concession hinsichtlich der Gebiets- Abtretungen an Serbien und Montenegro sei mit dem Artikel 1 der Verfassung nicht vereinbar; die geforderte Abgrenzung der slavischen Provinzen sei unannehmbar, weil sie den Widerstand der mohamedanischen und griechischer Bevölkerung her- vorrufen und dem Principe der Regierung, keine Racen⸗Theilung zuzulassen, zuwiderlaufen würde. Ferner müsse die Pforte die Verpflichtung, die Bildung einer Gendarmerie für die aufständischen Provinzen zu übernehmen, ablehnen; eine aus den Landesbewohnern gebildete Miliz sei gefährlich für die allgemeine Sicherheit wegen der eventuellen Streitigkeiten zwischen Christen und Mohamedanern. Die Punkte betreffs Ernennung der Gouverneure der slavischen Provinzen unter Mitwirkung der Botschafter und betreffs der internationalen Ueber— wachungscommission verweigere die Pforte überhaupt nur zu discutiren. Die Beschränkung hinsichtlich der Einkünfte aus den genannten Provinzen widerspreche den Souveränetätsrechten der Pforte, und die Ein— führung eines besonderen Gerichtssystems daselbst sei dem Geiste der Verfassung zuwiderlaufend. — 13. Jan. Die„Agence Havas“ meldet: Die Vertreter der Großmächte werden in der Con- ferenzsitzung am Montag von der Pforte formell verlangen, daß letztere in der zum Donnerstag anzuberaumenden Sitzung auf die Vorschläge der Mächte ihre definitive Antwort abgebe. Sollte diese nicht erfolgen, so würden die Bevollmächtig⸗ ten Constantinopel verlassen. Von dieser Eventua- lität wird man die Pforte ebenfalls am Montag verständigen. — Die Türkei kauft in Ungarn große Mehl- Vorräthe, welche nach Bulgarien geschafft werden. — Die Londoner amtliche Zeitung meldet, der britische Botschafter in Constantinopel Elliot habe angezeigt, daß die Ausfuhr von Getreide und Vieh aus der Donauprovinz, sowie die Aus- fuhr von Getreide aus den Häfen von Trapezunt, Samsun und Kerasun in der aslatischen Türkei verboten worden sei. Serbien. Belgrad. Der serbische Abge- sandte Marinovits hat dem Grafen Andrassy mit— getheilt, der Zar verzichte auf Serbiens Mitwirk- ung bei einem allenfallsigen Krieg. Rumänien. Bukarest, 13. Januar. Rumänien erklärt die Antwort der Pforte auf seine Reclamationen für ungenügend. Aus Jassy werden Maßregeln in Betreff des Einmarsches der Russen gemeldet. liche Bevollmächtigte erhielten vor Abschluß Kennt- niß über den Jahalt des Compromisses. ö— Fürst Ghika stellte Savpfet Pascha eine Note zu, welche verlangt, die Türkei solle aner- kennen, daß Rumänien keinen integrirenden Theil des Ottomanenreiches bilde. Rußland. Petersburg. Das Budget für 1877 weist an Ausgaben 568,770,000, an Einnahmen 570,778,000 Rubel auf; bei letzteren sind höher veranschlagt als im Vorjahre: die Erträge der Zucker-Steuer um 1 Mill., der Post und Telegraphie um 2 Mill.; niedriger die Zoll- Erträge um 3 Millionen. Die ordentlichen Ausgaben sind um 3½ Mill. höher angesetzt. — Der„Golos“ schreibt über die gegenwär— tige Sachlage: Die Pforte erlaubt sich, mit der Conferenz Spott zu treiben; die Geduld Ruß- lands dürfte erschöpft sein, weitere Concessionen könnten bloß den Hochmuth der Pforte verstärken. Das Selbstgefühl Rußlands fordere, die Ver— handlungen nicht noch mehr in die Länge zu ziehen, sondern energische Maßregeln zu ergreifen und Ignatieff von Constantinopel abzuberufen. Je entschiedener Rußland auftrete, desto eher werde der Friede gestchert. Aus Stadt und Land. Friedberg. Weitere Wahlresultate: Backe Curtman Schröder. Hitzkirchen—— 53 Nieder-Rosbach— 43 44 Obermörlen(v. Rabenau 121) 23— 1 Wölfersbeim—— 156 Wenings— 14 106 Wolf—— 60 Dudenrolh—— 22 Rohrbach—— 51 Diebach—— 40 Bindsachsen—— 106 Münster—— 57 Hausen—— 26 Stammheim—— 60 Rödgen—— 10 Klein Karben— 1 122 Gießen. Der Schwurgetichtshof der Provinz Ober- hessen vom 1. Quartal l. J. hat in den nachverzeichneten Anklagesachen erkannt: Am 8. Jan. gegen Conrad Eichel⸗ mann von Münzenberg wegen Urkundenfälschung auf Gefängniß von 8 Tagen. Denselben, gegen Nicol. Nagel⸗ schmidt von Wenings, wegen dreier einfachen Diebstähle und einer Unterschlagung auf Zuchthaus von 1 Jahr und 9 Monaten, sowie Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren. Spamer von Dortelweil, wegen Körperverletzung mit tödt⸗ lichem Erfolg auf Freisprechung. Den 11. Jan., gegen Theodor Wild aus Brettach im Königreich Württemberg, wegen Diebstahl's, auf Zuchthaus von 1 Jahr 3 Monaten. Denselben, gegen Louis Pelermann von Nidda, wegen Versuchs der Notbzucht, auf vorläufige Vertagung der Verhandlung. Sodann werden in der nächsten Woche noch weiter folgende Anklagesachen zur Verhandlung kom— men: Den 15. Jan., Vorm. 9 Uhr, gegen Heinrich Bien von Freiensteinau, wegen Diebstahles; Verth.: Adv. Dr. Rosenberg. Den 16. Jan., Vorm. 9 Uhr, gegen Conrad Kappes Witiwe und Cons. von Lehrbach, wegen Verleitung zum Meineid; Verth.: die Adv. Baist und Hirschhorn. Den 17. Jan., Vorm. 9 Uhr, gegen Wilh. Amend von Battenfeld, wegen Diebstahls; Verth.: Adv. Dr. Schwarz. Den 18. Jan., Vorm. 9 Uhr, gegen Wilhelm Bücking von Homberg a. d. Ohm, wegen Ver— suchs der Tödtung; Verty.: Adv. Weidig. Den 19. Jan., Vorm. 9 Uhr, gegen Feldschütz Conrad Heyer von Mel⸗ bach, wegen Erpressung und Verbrechen im Amte;(Vrth. noch nicht bestimmt.) Lindenfels, 10 Jan. Heute Abend 8¾ Uhr war ein Erdbeben mit donnerähnlichem Getöse, das in östlicher Richtung etwa zwei Minuten anhielt, zu bemerken. Allerlei. Bremen. In seemännischen Kreisen ist man der Ansicht, daß die Strandung des Dampfers„Saxonia“ durch eine in Helgoland zu Gunsten der Schifffahrt vor Kurzem getroffene Einrichtung veranlaßt sei. Es ist an⸗ geordnet, daß von der Insel bei Nebelwetter von Viertel⸗ stunde zu Viertelstunde Kanonenschüsse zur Warnung der Schiffe abgegeben werden. Der Capitän der„Saxonia“, mit dieser Anordnung noch nicht bekannt, wird geglaubt haben, daß die Schüsse vom Elb-Feuer⸗Schiffe abgefeuert wurden, und ist dadurch im Nebel aus dem Curs ge— kommen. Die„Saxonia“ sitzt ganz in der Nähe des im vorigen Jahre im Nordwesten von Helgoland gestrandeten Dampfers„Halifax“. Neapel, 7. Jan. Professor Palmiert schreibt von dem Observatorium des Versurs, daß der Seismograph seit den letzten zwei Tagen in beständiger Unruhe sei, und daß dichte Rauch-Massen mit großer Kraft ausgestoßen würden. In dem jüngsten Krater, der sich am 18. Decem⸗ ber 1865 öffnete, sei kein Feuer mehr wahrzunehmen, da eine Wand des Kraters von 1872 durch Einsturz den Schlund verstopft habe. Es sei anzunehmen, daß die unterirdischen Gewalten sich demnächst durch diese unge— heuren Massen von Sand und Schlacken durch einen neuen Ausbruch Luft machen würden. Am 9. Jan. gegen Con. ung 0 47 * 1 2 1 4 et 16 · 1 it K 0 1 1 7 0 2˙¹ Wie man heizt. Wir entnehmen der sehr empfehleuswerthen Zeitschrift„Gesundheit“ folgenden beherzigens- weriben Artikel ibres Redaktrurs Professor Dr. C. Reclam:„Die Nächte werden kühl; wir wollen morgen früh ein kleines Feuer machen lassen,“ sprach der Hausberr am Frühstückstisch, indem er sich behaglich in jenes Kleidungsstück wickelte, welches ein Hemmschub der Thatktraft genannt wer den muß: in den Schlafrock. Dieses weibische Kleid sollte nur für Kranke gestattet werden, als ein Uebergang zwischen Bett und wirklichem Anzug. Seit die deutschen Gelehrten sich nicht mehr im Schlafrock abconterfeien lassen, steht deutsche Wissen— schaft erst auf eigenen Füßen und hat Großes ge— leistet. Ein Schlafrocks- Weichling friert immer. Bei dem in Aussicht gestellten ersten Einheizen seufzte die Gattin. Nicht etwa aus bypgienischen Bedenken. 1 1 Aber sie wußte, daß der zum ersten ung“ Jetzt konnte doch nicht mehr die„Ausstrablung“ der Wärme für die Empfindung des Frierens ver— antwortlich gemacht werden? Die Freunde schoben es auf Gewöhnung. Diese Erklärung ist jedoch nicht die richtige. Die gesteigerte Empfindlichkeit hat vielmehr darin ihren Grund, daß beim an— dauernden starken Heizen der Raum des Zimmers, sowie die in ihm befindlichen Gegenstände und die Wände austrocknen. Je mehr sie ihre Feuchtig— keit verlieren, um so mehr saugt die trockene Luft (welche in Folge der Erwarmung geeignet und geneigt ist, auch umsomehr Wasserdunst in sich auf- zunehmen) die Feuchtigkeit da auf, wo sie dieselbe fast allein noch findet: bei den Menschen. Die unmerkliche Ausdünstung der Haut und Lunge wird gesteigert. Da nun diese„Verdunstung“ von Feuchtigkeit uns noch viel mehr Wärme ent- zieht, als der vorerwähnte Verlust durch„Ableit⸗ an die Luft und die„Strahlung“ an kalte Male wieder erwärmte Ofen bäßlichen Geruch dem Umgebung, so wird durch die gesteigerte Ofenwärme Gemache mittheilt. über Nacht die Fenster offen blieben, Sie gab also Befehl, daß Zimmer gut auslüfte und so ihrer Meinung nach, Freund; damit das und der Ofen erscheint als bester Freund. allmälig auch das Wärmebedürfniß gesteigert— Kein — ein Feind! denn in der erhöhten der üble Osengeruch weniger wahrnehmbar sei. Zimmerwärme dünsten auch alle anderen Gegen- — Allein sie täuschte sich. Am anderen Morgen stände mehr aus, und die Luft wird verschlechtert. 1 roch der angeheizte Ofen wie alljährlich,— zu- gleich aber fröstelten die Genossen am Frühstücks⸗ tisch. Am Thermometer zeigten sich T 15“ R. — die Luft war warm— und doch hatten Alle das Gefühl der Kälte.„Mehr heizen,“ befahl der Hausberr. Die Temperatur der Luft stieg auf + 170 und trotzdem blieb das Frostgefühl Es wird den meisten Menschen so schwer, einfache, wissenschastliche Wahrheiten, die sie seit Langem genau kennen, auf das tägliche Leben anzuwenden. — Daß wir nicht nur an die uns umgebende Luft Wärme abgeben(weshalb wir in kalter Luft „frieren“), sondern daß jeder warme Körper gegen lältere Gegenstände Wärme ausstrablt, das wissen In der warmen Luft athmen wir weniger Sauer- stoff ein(unser nothwendigstes Lebensbedürfniß!) und der Stoffwechsel wird langsamer und geringer wir Alle. Wir lassen deshalb die Oefen„schwarz“ anstreichen, weil Mangel an Farbe die Ausstrahl- ung begünstigt— und fühlen die Heizung„weißer“ Klinkeröfen desbalb behaglich, weil ihnen jene Ausstrahlung in geringem Grade eigen ist— während wir am offenen Kamin an der den Flammen zugewendeten Seite die fast stechende — der Appetit mindert sich— es tritt mürrische Stimmung ein— der Schlaf ist kurz und un- rubig— alle Verrichtungen des Körpers lassen zu wünschen übrig. Da haben wir das treue und betrübende Bild der Bureaukraten— der älteren Kaufleute— der viel im Zimmer lebenden Frauen und alten Mädchen kurz, der meisten Stuben- menschen im Winter. Nur Diejenigen, welche ibrem Ofen niemals gestatten, die Luft über + 150 R.(= 200 C.) zu erwärmen, sind Leiden nicht unterworfen. Willst D Hüte Dich Liegen au Macht vorzeitig alt u diesem wahren Kraft und Witz, Ofenhitz! *— Verloosungen. Braunschweigische 20 schweig, 31. December 1876 Braun Nr. 65 Thlr. Gezogene Serien oose. 22 490 597 624 634 713 721 1002 1072 1138 1184 1233 1371 1438 1555 1755 1807 1920 2209 2533 3329 3425 3492 3651 3718 3854 3902. Gewinne: S. 597 Nr. 25 105,000 M.— S. 713 Nr. 18 30,000 M. S. 404 Nr. 18, S. 1184 Nr. 15. S. 1555 Nr. 3, S. 1920 Nr. 12, S. 3329 Nr. 7 à 3000 M. [S. 624 Nr. 0, S. 634 Nr. 4, S. 1002 Nr. 17, S. 1072 Nr. 7, S. 1184 Nr. 25, S. 1233 Nr 15, S. 1371 Nr. 9, S. 1371 Nr. 24. S. 3329 Nr. 10, [S. 3718 Nr. 4 1500 M S. 58 Nr 10, S. 404 Nr 14, 22, S. 490 Nr. 13, 14, S. 597 Nr. 2, 19, 22, S. 624 Nr. 11, S. 713 Nr. 6, 7, 16, 17, S. 721 [Nr. 16, S. 1002 Nr. 6, S. 1138 Nr. 11. 14, S. 1371 Nr. 6, 13, S. 1555 Nr. 5, S. 1755 Nr. 23, S E Nr. 3, S. 2833 Nr. 3 S. 4 r. 9, 7, S. 3492 Nr. 6, S. 3651 Nr. 12, S. 3718 9 5. [S. 3854 Nr. 7, 17, 22 3 600 M, Alle übrigen in den obigen Serien enthaltenen Nummern à 300 M. Zahlbar 1. Februar Oesterr. Credit fl. 100⸗Loose vom Jahre 1858. Serien⸗ und Gewinn⸗Ziehung vom 2. J ar 177. Heimzahlung am 1. Juli 1877. Serien Nr. 2 390 75 1951 2263 2322 2631. 2725 3049 357 3395 32 3467. Gewinne S. 2 N. 40 fl. 200,000 S. 1321 5 fl. 40,000 S. 2 Nr. 52 fl. 20,000. S. 26 7 à fl. 5000. S. 2725 3000. S. 2 Nr. 9 65, S. 390 Nr. 3. S. 751 3288 Nr. 79 à fl. 1000 0 8 S. 3900 N. 11, 1951 Nr. 10 39 51 89 2322 Nr. 17, S. 2631 2 71 79 89 100, S. 3049 3, S. 3093 Nr. S. 3467 N Handel und Verkehr. Frankfurt, 11. Jan. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 f M. 41., Nr. 2 M. 37., Nr. J M. 33., Nr. 4 M. 29., Nr. 5 M. 23. Roggenmehl%(Berliner Marke) M.., o. II.(Berliner Marke) M. 22., Weizen M. 25.—. Torn M. 18½—19½., Gersie M. 17½— 19, Hafer N. 15½—18. Kobhlsamen M.—., Erdsen M. 21—24., Wicken M. 19., Linsen M. 21—30., Rüböl M. 85. de Preise versteben sich sämmtlich per 200 Pfund Zoll⸗ gewicht 100 Kilo. Frankfurt, 13. Jan. Der heutige Heu- und Strob⸗ markt war sehr gut desahren. Oeu kostete je nach Qualität . Cenin. M. 4—5.50. 4.20—4.50. * Stroh per Cenin. M. [Buttet 1. Oual. im Großhandel das Pfund M. 1.35., 2. Qual. M. 1., im Kleinbandel 1. Qual. M. 1.40—45, 2. Qual. M. 1.30. Eier das Hundert M. 6.—. Kartoffeln pet 200 Zollpfund M. 5—6. Hitze der Strahlung empfinden. Daß aber unser 20 637* 919 1088 2 408 687 795 898 884 5 Main; 13. Jan. 8 Waizen der 5 0 58 7 397 818 812 203 274 766 881 4139 Matz rn ver M 7 N 8 5 eigener Körper denselben Naturgesetzen unterworfen 105 r r N 0 8 3 ö 3 N 1 11 17.40. Hafer pet März 5 2 5 24 0 500 5027 2 217 38 1 429 71 2 4 5 Rübs der N 9. 1 ist und gegen kalte Zimmerwände Wärme aus- 879 882 6001 247 591 84 840 7038 148 281 3160 Marburg 5 Januar. Wochenmarkt. B N N 79 882 7 591 840 7 281 Marbur. Januar. Wochenmarkt. strahlt,— daß wir bierbei Wärme verlieren,— 390 423 512 566 612 695 8040 504 537 597 784 kostete pr Pfund M 140-20 Gier pr. Stück 18 1 daß wir diesen Verlust fühlen und frösteln—— 709 989 9039 369 2 601 628 870 886 966 Gewinn; Käse pr. Stück 10—12 Pf. Hasen pr. Stüc M. 3 50—00. 5* 12 3881 Nr. 9 M. 48,000.— S. 9870 Nr. 36 or. Stück 3 N f das überrascht. Hätte jene Frau zwei Stunden 2 un— 32*. 0 1 Gaͤnse pr. Stück M. 5—6. ——* 1*— 12 N 166—— 0*—— 0 12 0* 1 vor der Frübstückszeit einheizen lassen und erst bei Nr. 37 M. 3000.— S. 65 Nr. 27, S. 4511 Nr. 38, offenen Fenstern geheizt(um die Luft zu erneuern, S. 5217 Nu. 8, S. 5330 Nr. 10 40, S. 6840 Nr, 32. Auszug 2 f 1 4 8537 Nr. 27 S 999 N 5 g S 9 9 ne 1 28— 8 den Ofengeruch abziehen zu lassen) und dann das 5. 2378 9629 Nr. 18 M. 300. 1 2, S 4 aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Gemach gleichmäßig erwärmt, so würde die Luft= S 3274 Nr. 47, S. 3881 Nr. 37, S. 5417 Nr. 14. n temperatur von + 140 R. schon sehr behaglich S. 5765 Nr. 27, S. 7315 Nr. 44, S. 7423 Nr. 18, 6. Jan. Dem Bahnwärter Andreas Eichenauer eine und reichlich genügend gewesen sein. Was aber S. 7605 Nr. 2, S. 8999 Nr. 35, S. 9309 Nr. 27.„ Tochter 3 war die Folge des unrichtigen Verfahrens?—[ M. 72. Alle übrigen Nummern der gezogenen Serien], Jan: Ein unehelicher Sohn. 2 —. 5 g à M. 66. Zahlbar 31. Marz 5 Jan. Dem Eisenbahn-Portier Johann Stieler ein Der Schlafrocksmann, welcher Wärme liebt und g 1 1 1 Sohn. 1 792 1 1 4 0 1 L 0 0 86 1— sich mit seiner Familie schon oft im Widerspruche e. 8 3 1 Nr 81—4 8. Jan. Dem Invaliden Konrad Engel ein Sobn. wegen seiner Vorliebe für überheizte Zimmer ge- 185 210 56 631 727 767 962 1048 054 1178 1320 F Johannes Jost II. ein N 86 1353 1562 15 94 162*.* 46 1810 Sohn i funden hatte, ergriff Gelegenheit, eb Gegner 1 5 1710 1 7 1320 32 1225 Nr 15 4 12. Jan. Dem Pedellen Konrad Herold eine Tochter. gründlich zu schlagen.„Da habt Ihr Euch nun 2408 2433 2534 2590 26417 2640 2701 2709 2720 Gestorben: 5 60 1 50 2* 2 1 2045 299 10 8 1 40 202 15 85. selber überzeugt, daß 15 Grad nicht genügen, 2907 2971 3003 3083 3118 3142 3178 3202 3259] 6. Jan. Schreiner Franz Albrecht Ruppel I., 74 Jahre sondern daß man wenigstens 17 oder 18 Grad am Thermometer haben muß, um nicht zu frieren.“ — Dieser Sieg wurde ausgenutzt. Nun hatte der Thermometer die Herrschaft gewonnen und niemals kam die Quccksilbersäule zu niederen Gra- den herab. Aber das Wärmebedürfniß steigerte sich. Bald genügten 18 Grad nicht mehr, son⸗ dern 20 Grade wurden Norm.— Trotz alledem Jetzt waren doch wohl die Wände durchwärmt? 15 4 964. fand sich das Gefühl des Fröstelns wieder ein. 3311 3415 371 3520 3654 3940. Hessische Ludwigs⸗Eisenbabn. Mainz, 14. December 1876. 4½ proe. Frankfurt Hanauer Prloritäten von 1858: Lit. D. Nr. 31 39 107 118 136 144 146 268. Lit. E. Nr. 186 198 203 210 361 422 432 469 496 502 511 570 578 640.— Lit. F. Nr. 61 104 185 197 255 342 359 416 454 498 Lit. G. Nr. 58 114 146 136 180 204 337 411 431 458 471 536 630 648 742 789 867 887 954 Zahlbar 1. Juli. Meininger 4proe. Meiningen, 2. Januar. Gezogene Serien: gen,* 9 Prämienpfandbriefe. Nr. 58 91 1 alt Geld Cours. Frankfurt am 13. Januar 1877 20 Frankenstücke Mk. 16 20—24 Englische Sovereigns 20 33-38 Nussische Imperiales e Holländische fl. 10-Stücke 18 Ducaten. 9 9 60-65 Ducaten al mared Dollars in Gold 5 9 64-69 * 41619 31 1 5 Hofraithe-Verkauf. 114 Samstag den 20. Januar d. J., Mittags 12 Uhr, soll auf dem Berna'schen Hofe zu Büdeczheim der öͤstliche Theil detz alten Schlosses, die fetzige Pachterwohnung, auf den Abbruch öffentlich versteigert werden. Dat Haus kann vom 10. d. M. an eingesehen werden und wollen sich Kaufliebhaber dieserhalb an Herrn Pachter Draubt wenden, auch wegen der näheren Bedingungen. Müdes beim am 6. Januar 1877. Dr, Verna'sche Verwaltung. 124 Ein einspänniges Kuhwägelchen, noch fast wie neu, blauem Anstrich, steht zu ver— kaufen bet Philipp Kaufmann, in Rodheim v. d. H. Ein Steinhauer, welcher techulsche und praktische Kenntnisse besitzt, zu einem großen Brückenbau bei Fronhausen gesucht. BVad⸗Nauhelm. E. Aletter. mit 186 47 Ein 2spänniger Elegante Glas-Kaleschen B offene Jagdwagen, Breaks Vonnv⸗ Wigelchen sind fertig zu haben dei Fauerbach b. Fr. K. Häuser, landwirtbschaftliche Maschinen und Geräthe Werkstätte Oeconomiewagen, 180 noch in sehr gutem Zustande, steht zu verkaufen del Fauerbach b. Fr. Karl Holler, Schmiedmeister. Im Verlag von W. Kitzinger in Stuttgart ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen in Friedberg durch Carl Bindernagel: Alles mit Gott! i Joche in vier Abwechslung, für die Fest⸗ und i betbuch für alle Morgen und Abende der Woche in vierfacher Falertge uur Geichte n sowie für e n 55 1 l Wen Scri i Spener, Ueumann, Arnold, Kranke, molk, Stark, Cerstecgen, Storr, Moo 8 e f vielen andern Gottesmännern. Nennundzwanzigste Auflage. 416 Seiten. Oktav. Mit einem Stahlsiche. Eleg. geb. ohne Ooldschit Preis M. 2. 60. Eleg. geb. mit Goldschnitt und Goldverzierung 5 Preis M. 2. 80. Pracht Ausgabe auf Velin in feinstem Kalbslederband M. 5. 50. f Wenige Jahre sind seit dem ersten Erscheinen dieses vortrefflichen Buches verflossen. In dieser Zeit hat es sich in mehr als S hunderttausend Exemplaren er Zunge verbreitet und ist Vielen ein reicher, unerschöpflicher Quell wahren Trostes geworden. ene Auswahl ächt evangelischer Kerngebete für jede Zeit und jedes 8 7 solche in keinem andern Gebetbuche vereinigt sind, so daß in demselben jeder Gläubige Erbauung* eru 2— in allen Wechselfällen des Lebens finden wird.— Die Verlagshandlung war bemüht, auch das W e Buches— dem gediegenen Inhalte desselben entsprechend 2 herzustellen, und ist es ihr gelungen, der neuen 2 e eine solch elegante Ausstattung zu geben, daß sie sich hauptsächlich auch zu„Fest- und Communiongeschenke für jedes Alter und für alle Stände eignet.— Permanente Bau⸗Ausstellung Frankfurt a. M., Neue Mainzerstraße 3ua., empfiehlt aus den ersten Fabriken zu Originalpreisen: Gas- und Wasserleitunss gegenstände, Kanalrähren von Thon und Cement, sehmiedbaren Eisenguss, elegante Thür- und Fensterdrüeker, Geländerstübe ete vermittelt Pläne und Korten- voranschläge. Freier Eintritt. Sonntags Vormittags geöffnet.(112/1.) Zmmobiliar-Versteigerung. Holzversteigerung 117 Freitag den 19. Januar(nicht 14. Januar) d. J.“] in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die 192 Im Distrikt Hard soll nachverzeichnetes Holz ver' nachbeschriebenen Immobilien des Adolph Engel dahier 3 8. d uc apftelger werden. 1) Montag den 22. Januar. Gemarkung Friedberg. Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Flur. Nr. Klftr. Raummeter. Wellen. . 209. 271j Hofraithe in der Stadt, Buchen 114 67 38 740 1. 208. 688/10 Hofraum u. Schlachthaus daselbst, Eichen 23 90 83 1520 1. 207. 106¾90 Grabgarten daselbst, Nadelholz 14 43 e 14. 150. 219 Acker in der Töpfenkaute. Erlen, Linden— 14 5. Fried berg den 6. Januar 1877. g Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. nta 2. Dienstag den 23. Januar. Eichenstämme, 17—71 Centimeter stark und 4—15 Meter lang mit 83 Kubikmeter Inhalt, Edictalladun 97 schöne, mels schwere Fichtenstämme, 18.52 Gen- g. meter stark und 9—24 Meter lang mit 110 Kubik⸗ Die Blinden⸗Anstalt in Friedberg betreffend. meter Inhalt, 0 i Johann Peter Schäfer dahier hat im Jahre 1850 71 3 Nadelholzstämme mit 35 Kubikm. Inhalt ier eine Blindenanstalt gegründet und in dem irrigen— 5 N 1 daß dieser Anstalt Corporationsrechte ertheilt 23 Nadelstangen mit 2 9 38. würden, bei den abgeschlossenen Verträgen an seiner Stelle Zusammenkunft jedesmal Morgens 10 Uhr die Blindenanstalt als Käuferin und Erwerberin be- Hardanlage. 85 zeichnet und dadurch veranlaßt, daß die durch diese Ver-“ Lich den 14. Januar 1877. 9 träge erworbenen, in den Gemarkungen Friedberg und Wimmenauer, Forstrath. Fauerbach b. Fr. gelegenen Immobilien der Blinden— 3 5 als Eigethum zugeschrieben wurden. In der 5 5 icht, das ganze Vermögen an den Staat abzutreten 1 Frkflé und um bei dieser Disposition ungehindert zu 85 hat Oeffentliche Erklarung. derselbe nunmehr mit Rücksicht darauf, daß er nach Auf⸗ 191 lösung des Curatoriums, das er sich im Jahre 1858 freiwillig zur Seite stellte, beantragt, diese Immobilien berichtigt auf ihn und seine Ehefrau überschreiben zu lassen. Da sich nun bei der stattgehabten Sachunter⸗ suchung ergeben hat, daß die Mitglieder des gedachten Curatoriums sämmtlich bis auf 2 derselben bereits die selbstständige Dispositionsbefugniß des Antragstellers un⸗ bedingt anerkannt haben, so daß also der Erwerb der fraglichen Immobilien durch J. P. Schäfers Eheleute an Stelle der Blindenanstalt bescheinigt ist, so werden die noch dissentirenden Mitglieder des Curatorlums, sowie etwaige sonstige unbekannte Betheiligte hiermit aufgefor⸗ dert, sich binnen 4 Wochen, von heute an, hierorts über Anerkennung der Erwerbtitel der J. P. Schäfers Eheleute zu erklären unter dem Rechts nachtheil, daß sonst die Anerkennung angenommen und die zum Eintrage in das Mutationsverzeichniß erforderlichen Urkunden aus⸗ gestellt werden. Friedberg den 10. Januar 1877). Großherzogliches Landgericht Friedberg. Pei st o r. 141 in der Unterzeichnete nehmen die Verläumdung gegen den Gefreiten Karl Burkhardt aus Gießen zurück, indem dieselbe gänzlich auf Unwahrheit beruht, und bitten denselben um Verzeihung. Bad⸗Nauheim im Januar 1877. Christina Mörler. Peter Aletter. 199 Bei Carl Bindernagel in Friedberg ist zu haben: (Beste Anweisung Briefe in fließendem Styl zu schreiben.) Vollständiger Briessteller. Enthält die gründlichsten Anweisungen, Familien⸗ und kaufmännische Briefe nach 180 Musterbriefen in bestem Styl schreiben und einrichten zu lernen. Ferner 100 Formulare zu Eingaben, Gesuche, Ein— lagen von Buchschulden, Vollmachten und Con— trakten aller Art. Von W. G. Campe. 20. Auflage. Preis Mark J. 50 Pf. Von diesem allgemein beliebten Briefsteller jetzt die zwanzigste Auflage veranstaltet werden. 99(Friedberg) Ein gebrauchtes Tafel⸗Elavier ist zu verkaufen Kalserstraße Nr. 555. Brodpreise vom 16. bis 31. Januar. Nach eigener Angabe der Bäcker. 184 Versteigerung. 112 Mittwoch den 17. d. M. will Christian Gunder— loch von Rendel folgende Gegenstände an den Meist⸗ bietenden erbvertheilungshalber öffentlich versteigern lassen: 1 Clavier(Flügel), 2 Zugpferde, 3 Kühe, 1 einjähriges Rind, I trächtiges Mutterschwein, mußte 4 We Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach 2 Eggen und unverändert. sonstige landwirthschaftliche Geräthschaften. Anfang: Vormittags 9 Uhr. Rendel den 7. Januar 1877. Großherzogliches Ortsgericht Rendel. Herling. öleisch- ꝛc. Preise v. 16 381. Januar. 5 Nach eigener Angabe der Meßger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. Buchbindern und Papier⸗ handlungen ur Nachricht, daß ich von heute an Linlaturen nach ae Schema zur Ausführung entgegennehme. Dorn⸗Assenheim b. Fr Ludwig Rack. Fiche Schelsssche 197 bei Wilh. Fertsch. “ Alle Sorten Liqueure und gebratene Nüsse bei Frau Butzbach, Wittwe. 169 Ein gebrauchtes, noch gut erhaltenes Chaischen (leichter Einspänner mit Halbverdeck) steht zu verkaufen bei Pfarrer Palmer in Trais⸗Horloff bei Hungen. Stelle-Gesuch. 193 Ein junger Mann sucht Stelle als Gutsverwalter. Näheres bei Nieder⸗Wöllstadt. Gastwirth A. Arnold. Frische Schellfische 193 sind heute eingetroffen.. Ph. Dan. Kümmich. Universal Reinigungs- Salz. 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Januar, von Vormittags 10 Uhr ab, sollen in dem Pfarrhause zu Oberau Möbel, Haus- und Küchengeräthe, darunter 1 Seeretär, 1 Tafel-⸗Clavier von Herrn Glück, 1 Sopha und 6 ge⸗ polsterte Stühle; ferner eine Parthie Buchen⸗ Scheitholz und noch sonstige Gegenstände öffentlich versteigert werden. Eine schöne Wohnung 189 ist zu vermiethen. Zu erfragen bei der Expedition des Anzeigers. 190 Auf Petritag wird ein tüchtiger Bursche, der mit Pferden umgehen kann, und ein braves Mädchen für die Hausarbeit gesucht. Wo? sagt die Exp. d. Anz. Soeben erschien in meinem Verlage: Ein Wort zur Aufklärung der Katholiken Deutschlands. Von R. Trümpert, evang. Pfarrer zu Roͤdelheim. Preis: 20 Pf. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Buch— bindereien. Das Schriftchen wird namentlich in allen confesstionell gemischten Gemeinden von großem Segen sein und verdient eine große Verbreitung. Friedberg. Carl Bindernagel. Friedberger Wasser, (bekannt durch die Wetterauer Industrie-Ausstellung), 200 aus der Fabrik von Fr. Roßbach, pr. Glas 1 Mark und pr. ½ Glas 60 Pf. bei K. Friedrich. 196 Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 9 5 — 12. U Frie als