— in, lestauration Bissig II, dem bis dahin Wahlbercchligten nicht mehr. zusuiffl. 1877. Dienstag den 14. August. M 94. Oberhessischer Anzeiger. ö Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deuts Nr. 33. Gesetz, betreffend die Untersuchung von Seeunfällen. Seite 549. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. chen Reiches publicirt worden: Betreffend: Die Wahl der Kreistagsabgeordneten für den Kreis Friedberg, insbes Höchstbesteuerten. 1 Nach Ari. 14 und 15 des Gesetzes vom 12. Juni 1874, wird ein Dritttheil der Mitglieder des Kreistags von den drei Mitglieder Neuwahl vorzunehmen ist. 50 Höchstbesteuerten laden wir Sie ein, Namen und unterscheidenden Bezeichnungen anzugeben, zwar unter Beifügung dieser Normalsteuercapitalien. besteuert sind, so wollen Sie vor Einsendung des Verzeichnisses durch Betrag dieser weiteren Communalsteuercapitalien mittheilen lassen und in den Verzeich solche bestehen, beisetzen. Wir müssen pünktliche Befolgung erwarten. Artikel 16 und 17 des Gesetzes vom 12. Art. 16: Zur persönlichen Theilnahme an der den fünfzig, beziebungs weise hundert Höcfibesicuerten zustehenden Wahlen sind, vorbekälflich der nachfolgenden be⸗ sonderen Beslimmungen dieses Gesetzes, nur soche männliche Personen berechtigt, welche 3. in dem Kreise einen Wohnsitz haben, oder Grundeigenthum, oder eine Gewerks⸗ aulage in demselben besitzen, b. Angebörige des Deutschen Reichs und selbsiständig sind, e. sich im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte befinden. Als selbsistänsig(b.) wird derjenige angesehen, welcher das 25. Lebens jahr vollendet hat, sofern ihm das Recht, über sein Vermögen zu verfügen und do sselbe zu verwalten, nicht durch gerichtliche Anordnung entzogen ist. Das Wahlrecht geht verloren, sobald eines der vorslehenden Erfordernisse bei Es ruht während der Dauer eines Concurses, ferner während der Dauer einer gerichllichen Untersuchung, wenn dieselbe wegen Verbrechen oder wegen solcher Vergeben, welche den Verlust der bürger⸗ lichen Ehrenrechte nach sich ziehen müssen oder können, eingeleitet oder wenn die gerichtliche Haft verfügt ist. Art. 17: Außer den nach Artikel 16 zur persönlichen Theilnahme an den ondere Seitens der 50 Höchstbesteuerten gewählt. und 17 des allegirten Gesetzes und den Art. 26 des gedachten Gesetzes bemerken wir Ihnen, daß für Zur Ermittelung der biernach zur uns längstens binnen 8 Tagen diejenigen ze welchen in Ihrer resp. Gemeinde die höchsten Communa Befinden sich unter denselben solche, Anfrage bei den Juni 1874 über die vorzunehmende durch die Höchstbesteuerten. Friedberg am 10. August 1877. as Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. die innere Verwaltung und die Vertretung der Kreise und Provinzen betreffend, Unter Hinweisung auf die nachstehend abgedruckten Art. 16 die durch das Loos zum Austritt bestimmten satzwahl im Kreise Friedberg stimmberechtigten mit genauer und vollständiger Angabe der lsteuertapitalien zugeschrieben sind, und Kreises Friedberg noch weiter Gemeinden sich den für welche Vornahme gedachter Er hn Steuerpflichtigen die in andern Gemeinden des Bürgermeistern der betreffenden andern nissen ebenfalls unter Namhaftmachung der Gemeinden, Dr. Braden. Wahl von Mitgliedern des Kreistags sofern die im vorhergehenden Artikel unter a.—0. bezeichneten Erfordernisse bei ihnen zutreffen, durch Stellvertreter sich betheiligen: 1) unter Curatel stehende Personen duich ihren Vormund oder Curator; 2) unver⸗ heirathete Frauen durch von ihnen bevollmächtigte Vertreter; 3) der Staat durch einen bevollmächtigten Vertreter; 4) Acliengesellschaften, Commanditgesellschaften auf Actien, juristische Personen, jedoch mit Ausnayme der politischen Gemeinden, Stiftungen durch den nach ihren Statuten oder Verfassungen befugten Vertreter oder mit ihrer Vollmacht dulch einen sonstigen Verlreterz 5) die gemeinschaftlichen Besitzer eines Grundeigentbums durch einen der Mitbesitzer, die Theilnehmer eines gewerblichen Unternehmens durch einen derselben. Außerdem sieht die Theilnahme an der Wahl durch bevollmächtigte Vertreter stei den Mügliedern regierender oder standes herrlicher Familien und solchen Wahl⸗ berechtigten, welche außerhalb des Kreises wohnen. Die Siellvertreler müssen im Kreise wohnen und im Uebrigen, abgesehen von der Steuerzahlung, den Erfordernissen entsprechen, welche Art. 16 für die Wahl⸗ berechtigung vorschreibt. Wahlen befähigten Personen können, an n Betreffend: Die Wahlen zu den Kreistagen, insbesondere durch Unter Hinweisung auf die Veröffentlichung im Kreisblatte Nr. unterm 25. Oktober 1874 erfolgte Eintheilung die innere Verwaltung und die Vertretung der austretenden Kreistagsmitglieder Art. Verzeichniß derjenigen Wahlbezirke, richtigung dieses Verzeichnisses sind binnen einer Kreises Friedberg anzubringen; gegen dessen Entscheidung die Friedberg den 10. August 1877. Bevollmächtigte der Gemeindevorstände, hier d 85 von diesem Jahre des Kreises in zwölf Wahlbezirke auf weitere zwölf Jahre, Kreise und Provinzen betreffend, 26 des angezogenen Gesetzes stattgefunden hat, in welchen Ergänzungswahl stattzufinden hat, unerstrecklichen Frist von vier Wochen na Berufung an den Provinzialausschuß innerhalb 10 machung. es Kreises Friedberg. und nach dem der Kreistag bestimmt hat, daß die Art. 19 des Gesetzes vom 12. Juni 1874, Gültigkeit haben solle und nachdem die Ausloosung der zum erstenmal so wird auf Grund des Art. 21 des erwähnten Gesetzes das nachstehend zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Anträge auf Be⸗ ch Ausgabe des Kreisblattes bei dem Kreisausschuß des Tagen offen steht. Der Kreisausschuß des Kreises Friedberg. Dr. Braden, Vorsitzender. Verzeichniß der Wahlbezirke, welche Bevollmächtigte zur Ergänzungswabl des Kreistags zu wählen haben. 8 1 5„ 5 2 5 S . 88 8 22 1 2 2— Wahlbezirk S 9 Wahlbezirk 8 8.3 8 Wahlbezirk 5 8 und zugehörige Gemeinden.—— 8 5 und zugehörige Gemeinden. 2 2 8 8 und zugehörige Gemeinden.— 3 0 2 Y„ G 28 S 2 2 8 2 i 0 der Vierter Wahlbezirk. 0 Erster Wahlbezirk. gesammte F 3211 14 Eilfter Wahlbezirk. Ness 4387 Vorstand. Dortelweil 510 1 Nieder-Wöllstadt 976 4 Fauerbach b. Fr. e 3 r- n 3 Dkber Rrebach 8 1265 5 5 5 een„ 5 Nieder⸗Rosbach 5²² 2 89 0 1 r⸗ Rosbach 2 AI 7 1 Summa 5093 20 Assenheim 870 3 g ö Fünfter Wahlbezirk. Ossenheim 287 1 Zueiter Wahlbezirk. en, 906 4 Bruchenbrücken 568 2 Bad Nauheim e 9 Nieder-Erlenbach. 735 3[Ober Wöͤllstadt 712 3 Nieder- Mörlen.. 700 l Nieder Eschbach 626 3 7 Dorheim.„ 692 8 Ober⸗Eschbach. 586 2 1480 Summa 5200 20 Ockstadt, eee e 2 Rodheim. 1542 6 Summa 5017 21 Petterweil 625 3 Zwülfter Wahlbezirk. 1 g Summa 5020 21 Heldenbergen 1479 6 Dritter Wahlbezirk. Neunter Wahlbezirk. A 2 Butzbacooͤ hh 2570 10 Steinfurth„ 926 1 Baniadt Ir ine 609 2 Kirch-Göns. 616 2 Rockenberg 1231 5 Büdesheim 867 3 Pohl⸗Göns. 1 563 2 Oppershofen 588 2 Rendel 738 3 e 107 1 Rödgen. 5 199 1 Stammheim 769 3 Des e 16 1 Schwalheim.. 559 1 Stad enn e 387 2 1 70 7 1 8 202 „ 792 9 Nen e e 5 8 8 5805 7 Summa 4664 18 elbach* 1 10 5 Summa HF 7 Betreffend: Feuerwebren. Friedberg am 10. August 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Viele von Ihnen stehen noch mit der Verfügung obigen Betreffs vom 30. vorigen Monats zurück, weshalb wir hieran erinnern. Dr. Braden. Betreffend: Den Ankauf von Zuchtvieh in der Schweiz. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Nach einer Benachrichtigung des Präsidenten des landwirthschaftlichen Vereins der Provinz Oberhessen ist der Ankauf von Zuchtvieh in der Schweiz wegen geringer Theilnahme nicht zu Stande gekommen. Friedberg am 13. August 1877. In der letzten Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins des Kreises Friedberg und auch vielfach von anderer Seite ist die Frage angeregt worden, ob nicht für den Kreis Friedberg von Seiten des landwirth⸗ schaftlichen Bezirks vereins, wenn eine genügende Theilnahme erfolge, ein Ankauf von Zuchtvieh bewirkt werden solle. Zur Besprechung hierüber werden sämmtliche Oeconomen, welche sich dabei betheiligen wollen, eingeladen, Samstag den 18. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, sich in dem Hötel Trapp dahier einzufinden. Sie wollen die Mitglieder des Vereins und sonstige Landwirthe, welche sich hierfür interessiren, hierzu einladen. Zugleich wollen Sie mit dem Gemeinderath in Benehmen treten, ob nicht die Gemeinden beim Ankauf von Zuchtvieh sich zu betheiligen beabsichtigen, in welchem Falle Sie sich gleichfalls einfinden wollen. Betreffend: Die Lehrbücher für die Volksschulen. Dr. Braden. Friedberg am 6. August 1877. Die Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg an sämmtliche Schuloorstände des Kreises. Entsprechend der Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, Atheilung für Schulangelegenheiten, vom 1. dieses Monats, zu Nr. 11004, setzen wir Sie hiermit in Kenntniß, daß die im Verlage von Wagner und Deb es in Leipzig erschienene Schulwandkarte des Großherzogthums Hessen nachträglich in das Verzeichniß der in der Volksschule zur Auswahl zulässigen Lehrbücher aufgenommen worden ist. Dr Bra d e ne Bekanntmachung. Nachdem in Cleeberg, wo vor etwa 6 Wochen ein fremder Hund verschiedene Hunde gebissen haben soll, ein der Tollwuth dringend ver— dächtiger Hund getödtet ist, wird Hundesperre auf die Dauer von 6 Wochen, bis zum 15. September, für folgende Ortschaften angeordnet: Cleeberg, Brandoberndorf, Espa, Leiperfelden, Hasselborn, Mönstadt, Grävenwiesbach, Nannstadt, Hundstadt, Michelbach und Laubach. Usingen den 6. August 1877. Königliches Amt. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Prof. Dr. Kiepert an der Universität Freiburg wurde zum ordentlichen Prof. an der polytechnischen Schule ernannt. Worms, 6. Aug. Eine recht lebhaft be- suchte Delegirten Versammlung der altkatholischen Gemeinden des Großherzogthums Hessen, sowie der Provinz Hessen-Nassau fand gestern in Worms statt. Vertreten waren in der Versammlung durch Delegirte die Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt, Hanau, Heidelberg, Mainz ꝛc. Zuerst fand eine geschlossene Versammlung der Delegirten statt, in welcher innere Vereins Angelegenheiten besprochen wurden. Nach derselben traten in einer öffentlichen Versammlung Pfarrer Riecks von Heidelberg und Professor Dr. Baur von Mannheim als Redner auf. Ersterer erging sich über die Hindernisse, die man von gewisser Seite der katholischen Reform- Bewegung entgegensetze, während Professor Dr. Baur sich über Gewaltthätigkeiten der römischen Hierarchie verbreitete. Nach allen Andeutungen dürfte der im September in Mainz tagende Altkatholiken⸗ Congreß stark besucht werden. Berlin. Der„Reichs Anz.“ veröffentlicht die Ernennung des Ministerial⸗Directors Homeyer zum Unterstaats- Secretär im Staatsministerium. — Der Entwurf einer Militär⸗Straf-Proceß⸗ Ordnung, welcher durch eine Commission aufgestellt worden, ist jetzt dem General⸗Auditoriat zur Be⸗ gutachtung zugegangen. Es sei die ausgesprochene Absicht, dem Bundesrathe im Herbst die Vorlage zu unterbreiten und sie wo möglich frühzeitig an den Reichetag zu überweisen, da man gewillt ist, das Gesetz mit dem 1. October 1879 spätestens in Kraft treten zu lassen und so eine gleichzeitige Wirksamkeit der gesammten Justiz⸗Gesetze für das Reich herbeizuführen. — Ein Gesetz über Reformen des Genossen— schafts⸗Wesens, wie es vom Abg. Schulze⸗Delitzsch im Reichstage mehrfach beantragt worden, wird gemäß der Zusage der Reichs⸗Regierung im Reichs kanzler⸗Amte ausgearbeitet, und diese wichtige Vorlage soll an den nächsten Reichstag gelangen. — Die„N. A. Ztg.“ schreibt bezüglich der angeblich bevorstehenden Reise des Fürsten Bismarck nach Gastein: Neueren verläßlichen Informationen zufolge sind weder über Zeit noch über Ziel der Reise Bismarck's bestimmte Disposttionen getroffen. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Kaiser Wilhelm hat dem Kronprinzen Rudolph vor der Abreise ein preußisches Ulanen⸗Regiment verliehen. — Nach dem jetzt bekannt gemachten Steuer- Ausweis für das erste Semester 1877 gingen während dieses Zeitraums in Oesterreich an directen Steuern ein: 407,300,050 fl., um 560,000 fl. mehr als 1876, an indirecten Steuern 75,590,000 fl., um 983,000 weniger als 1876. Lemberg, 8. August. Die Eröffnung des Landtags hat heute stattgefunden. In der Er— öffnungsrede betonte der Landtags⸗Marschall, der Landtag werde sich vor den Einflüssen, welche ihn fremden Zielen dienstbar machen wollten, zu be— wahren wissen. Es stehe dem Landtag nicht zu, über die ocientalischen Wirren seine Stimme zu erheben. Wie die Situation sich auch gestalten möge, werde sich die Nation um den Monarchen mit hingebender Treue schaaren. — 10. August. Wie verlautet, entdeckte die Polizei geheime Büreaus, welche Mannschaften zum Kampfe gegen Rußland anwerben. Es fanden deßwegen gestern viele Haussuchungen statt. Frankreich. Paris. Die Gerüchte von einem Minister⸗Wechsel und der Ernennung eines Ministeriums Dufaure werden öfficibs für nube— gründet erklärt; trotzdem ist es sicher, daß zwischen Broglie, Decazes und Fourtou über die Wahl— Termine neue Differenzen entstanden sind. — Die Zeitungs⸗Meldung, daß der Minister⸗ rath beschlossen babe, kurz vor Einberufung der Wähhler den Belagerungszustand für ganz Frank reich zu erklären, ist der„Agence Havas“ zufolge unbegründet. Großbritannien. London, 9. August. Oberhaus. Lord Beaconssield erklärte, England habe bei Beginn des Krieges stricte, aber be— dingungsweise Neutralität angekündigt. Die Be⸗ dingungen Englands seien in der Note Lord Derby's vom 6. Mai niedergelegt. Die russische Antwort habe versöhnlich und freundschaftlich gelautet, und es sei kein Grund, zu zweifeln, daß Rußland diese Bedingungen auch beobachte. Die Aufrecht- erhaltung jener Bedingungen sei die Politik Englands.— 11. August. Lord Derby erklärte auf eine Anfrage Colchester's, daß die von aus- wärtigen Zeitungen verbreiteten Gerüchte, nach welchen die englische Politik in der Orient Frage darauf gerichtet sei, auf eine Theilung der Türkei zu warten und an derselben Theil zu nehmen, jeglicher Begründung entbehren. — 9, August. Unterhaus. Northceote er- suchte Bentinck, seinen Antrag in Betreff der Orientfrage nicht einzubringen. Die Regierung erkenne wohl an, daß eine Debatte über die Orientfrage wünschenswerth sei, glaube indeß, daß eine solche Debatte für den öffentlichen Dienst nur unvortheilhaft sein könne. Bentinck zog hierauf seinen Antrag zurück. Faweett erklärte, er habe erfahren, daß das Oberhaus die Orient welche die russischen Streit⸗Kräfte auskundschaften frage discutiren werde, und frage an, weshalb das Unterhaus die Orientfrage nicht ebenfalls debattiren könne. Northeote erwiederte hierauf, im Oberhause habe Eversham seinen Antrag gleichfalls auf Wunsch der Regierung zurück gezogen, wodurch es nicht mehr wahrscheinlich sei, daß Lord Beaconsfield über die Orientfrage Erklärungen abgeben werde.— 10. Aug. Monk wiederholte eine heute gemachte Anfrage bezüglich der zeitweiligen Besetzung Constantinopels durch die russischen Truppen. Forster erklärte, die Führer der Opposition hätten in Berücksichtigung der ernsten Bedeutung der Frage beschlossen, auf einer Dis- cussion über dieselbe nicht zu bestehen. Sie hätten iudessen einen solchen Beschluß nicht fassen können, wenn sie nicht Angesichts der letzten Depeschen und im Hinblick auf die Erklärung der Regierung, daß sie ihre strikte Neutralität nicht aufgebe, die Ueberzeugung gewonnen, daß die Regierung nichts thun werde, was das Land in einen Krieg ver⸗ wickeln könne. Die Regierung könne die Anfrage Monk's nicht beantworten. Es würde thatsächlich tinopels warnen würde, indem geltend gemacht würde, daß England einen solchen Schritt, der nur ein nothwendiges Ergebniß des Krieges sei, als feindseligen Act betrachten müsse, obschon andererseits die Regierung natürlich einen solchen Schritt nicht billigen könne. Northcote gab die Erklärung ab, es sei unmöglich, die Frage, was die Regierung eventuell thun werde, zu beantworten. Spanien. Madrid. Die Regierung be⸗ Vertrag mit Frankreich und England auf der cessionen für die Ermäßigung der Zolltarife abzu⸗ schließen.— Einer officiellen Meldung aus Cuba zufolge wurden die Insurgenten in sechs aufein⸗ anderfolgenden Kämpfen in der Nähe von Riosan⸗ pedro im Departement Oriental geschlagen. Mehrer Führer der Insurgenten sind gefallen. Türkei. Constantinopel. hat den englischen Botschafter Layard benachrichtigt, ständigen und die Garnison verstärken, um den Platz selbst vertheidigen zu können. — 10. August. 70,000 Russen haben gestern des Kampfes ist noch unbekannt. — 11. Aug. des Defilees entsendete Recognoscirungs- Abtheilung, ein Bruch der Neutralität sein, wenn die englische Regierung Rußland vor einer Besetzung Constan⸗ absichtigt einen neuen Handels- und Schifffahrt Grundlage vollständiger Gegenseitigkeit unter Con⸗ Mitglieder der revolutionäten Junta und zwei Die Pforte sie werde die Befestigungen Gallipoli's vervoll⸗ aufs Neue Plewna angegriffen. Der Ausgang. Suleiman Pascha telegraphirte gestern: Eine von Hainboghaz bis zum Eingange Richtu türkise dtitten 0 Forli geiste der wird beru Kret bei in türk. Abl Ret rum Ma Oer eitel. bei! auf tam! Oer wled mit bese man 1c über ** 0 sollte, stieß unterwegs auf nur etwa 50 Kosaken Zara und Kundschaeha kamen, verdrängten die und Bulgaren, welche die Flucht ergriffen. Sechs sich den ganzen Tag vertheidigenden russischen * 5 8 5 Bulgaren wurden getödtet, vier gefangen. Letztere Pikets, und, indem sie Mikotschak besetzten, ver⸗ behaupten, die Russen hätten sich nach Tirnowa suchten sie das Dorf Khafalu einzunehmen, wurden ier. zurückgezogen. aber durch Dragoner zurückgewiesen. Der Ver“ Serbien. Belgrad, 11. Aug. Minister lust der Russen betrug: 4 Offiziere todt, 12 Off Ristics versicherte einet ihm nahe stehenden Pere ziere verwundet; 13 Soldaten verwundet. Die sönlichkeit, daß die Miliz- Armee keine Marsch- Türken hinterließen 20 Leichen auf dem Kampf- Ordre und daß die tbeilweise Mobilmachung nur blatze. Das türkische Corps concentrirt sich gegen den Zweck des Grenzschutzes habe. Serbien ver- Ankotschak. Die Truppen des Generals Tergukasoff, bleibe neutral; die Fortdauer seiner reservirten welchen eine Colonne von der Haupt Armee zu⸗ Haltung sei jedoch abhängig vom Verlaufe der gesendet wurde, concentriren sich gegen Igdyr. Kriegs⸗Ereignisse und von den politischen Con- Indien. Bombay, 9. August. Berichten stellationen Europas. Einer Meldung aus Agram aus Persien zufolge hätte Schir Ali, der Emir zufolge wäre seitens der bosnischen Cbristen Nie- von Afghanistan, dem Drucke der Volksstimmung mand ermächtigt, bei dem Kaiser von Rußland nachgebend, den heiligen Krieg gegen England acwieh in D irlsvere er 5 derting des landdirth. 8 dierüber * la Hotel n. Suglti absichngen, 8 den. 1877. die Bitte um Vereinigung Bosniens mit Serbien proclamirt. Der bei dem Emir von Afghanistan ceises vorzubringen. Unter den Bosniaken herrsche keine beglaubigte türkische Gesandte ist hier eingetroffen. Geneigtheit zu derartigen Schritten, und hätten Eine Anzahl mohamedanischer Häuptlinge hatte 1 Nonatg, f ndkarte des urn worden ist. ö dringend ver⸗ duet: Hleeberg, Ant. tan, weshalb nicht ebenfalls tderte hierauf, inen ne ung jurüc⸗ wahrscheinlich dit Orienisrag „ Aug. Non tragt bezüglich tinopels durch , bie Füͤhrtt ung ber ernsten uf tintt Dis- 1. Sit dätte u faseen können, Iten Dtpescht ber Regierung, dt aufgebe, dit lenitrung nicht an Kritg vel it die Anftag rde thatsächlit 25 dit englisch⸗ ung Constai gell gema, 1 Schritt, bl 1 4 Kritget ah nüse, obschot. einen seha, acett gab l t Stage, at 1 1 beantwelel, 1 Ia rung be. „Sci!“ „ Schissan 10¹ auf del, C05⁵ 4 sonach diejenigen Persönlichkeiten aus Bosnien, ihm einen enthusiastischen Empfang bereitet. welche etwa dem Kaiser derartige Wünsche vor⸗ trugen, auf eigene Faust gehandelt. — Das„Amtsblatt“ publicirt das Finanz Gesetz für das Jahr 1877. Die Einnahmen be⸗ tragen 7,088,921 fl., die Ausgaben 6,981,580 fl. Für den Tribut an die Pforte wurden n eingestellt. f Rumänien. Bukarest, 9. August. Ge⸗ rüchtweise verlautet, daß die Russen bei Oltenitza eine neue Brücke erbauen, um die Donau in der Richtung gegen Turtukai zu überscheiten; die türkische Stellung bei Rasgrad ist durch diesen dritten Donau- Uebergang höchst gefährdet. Griechenland. Athen. 11. August. Fortwährend rücken von hier Truppen unter be⸗ geisterten Zurufen, Gesängen und Blumenspenden der Bevölkerung nach der Grenze. Der König wird bei Lanna Truppen inspiciten. Die Ein- berufung der zweiten Reserve steht bevor. In Kreta hat sich eine große Anzahl von Insurgenten Euch, was mir bei dieser Eisenbahnzersiörung in Kajodsik Markt war aut befahren. bei Retimo angesammelt. Die Türken zogen sich in ihre Befestigungen zurück. Kreta ist von einer türkischen Escadre aufs Strengste blokirt. Rußland. Petersburg, 9. Aug. Eine Abtheilung vom Heere Osman Pascha's hat eine Recognoscirung gegen Nicopolis unternommen und rumänische Gefangene gemacht. Ein Umgehungs⸗ Mannöver der Russen gegen den südlichen Flügel 4 75 11 55 f f ie e Osman Pascha's wurde durch die Türken ver- lich für die Leute gesorgt, sie sind bier sehr gut unler. 50—63 Pf. eitelt; es kam hierbei zu Zusammenstößen. — Der Kaiser von Rußland bat seinen Besuch bei der Armee des Großfürsten Thronfolgers bis auf Weiteres verschoben. General Zimmermann campirt auf den wohlverschanzten Höhen Pei Czernawoda. Die Eisenbahn bis Küstendsche ist wieder im Betrieb. Einige russische Regimenter mit Artillerie halten Meoschidje und Küstendsche besetzt. Nur ein Theil des Corps von Zimmer ⸗ mann ist zur Hauptarmee gestoßen. Das rumä⸗ nische Hülfscorps wird voraussichtlich 30,000 Mann übersteigen. 5 — Officiell. Alexandropol 9. Aug. Türkische Abtheilungen, die gegen die Colonne des Generals Tergukasoff concentrirt waren, ergriffen am 5. d. die Offensive auf der ganzen Linie vom Tschirgil- Uebergang bis Aus Stadt und Land. Darmstadt. Ein Darmstädter als— Türke. Die nachstehende Episode zus dem tütkischen Kriege findet sich in einem Briese des Prinzen Alexander v. Battenberg aus Kasanlik den 26. Juli, zu deren Veröffentlichung die„Darmst. Zeitung die Ermächtigung erhalten bat:„Seit meinem letzten Briefe schloß ich mich einer merkwürdigen Expedition an, welche das 9. Dragoner-Regiment ausführte— es handelte sich um die Zerstörung der Eisenbahnverbindung zwischen Adrianopel und Philippopel. Wir ritten am 23. Juli Abends von Eski Sagra ab, stießen überall auf Baschu-Bozuks, welche uns aber auswichen, schwammen über die Maritza und stürzen uns auf das Städtchen Kajodsik, 40 Kilometer südlich von Eski Sagra. Das Allerlei. Tübingen. Die Feier des 400 jährigen Beslehens der Universilät wurde am 8. Nachmittags durch ein all⸗ gemeines Banket in der Platanen-Allee eröffnet. Ein Delegirter aus der Schweiz überreichte einen Pokal für die Stadt Tübingen. Am Abend fanden Festlichkeiten der einzelnen Verbindungen statlt. Im Museum ging die Begrüßung der Ehrengäste vor sich. Der Zuzug ehemaliger Tübinger Studenten ist ganz ungemein groß. Das Jubi⸗ läum schloß am 10. August mit einem von dem Könige zu Bebenhausen gegebenen Feste ab. Es waren 1000 Gäste, darunter 600 Studenten, anwesend. Die Majestäten und die Ehrengäste speisten im Refectorium, die Studenten im Hof und in den Kreuzgängen. Der König brachte in Begrüßung der Gäste einen Trinkspruch aus, welcher von einem der Ehrengäste erwiedert wurde. Es herrschte die heiterste Ungezwungenheit. Der König hielt einen Rund⸗ gang von anderthalb Stunden und unterhielt sich mit vielen der Eingeladenen. Neustad ta/ A. Hier brannten am 5. ds. Nachmittags 42 Gebäude, Wohnhäuser und Nebengebäude ꝛc., ab. Brandstiftung ist unzweifelhaft. Dresden, 9. Aug. Das„Dresdener Journ.“ meldet: Auf einem Kartoffelfelde bei Schildau im Kreise Torgau nahe der sächsischen Grenze ist gestern das Auftreten des Colorado-Käfers amtlich constalirt worden. Diesseits wurden sofort alle Vorsichtsmaßregeln getroffen. Posen, 10. Aug. Der Courierzug der Ostbahn ist heute Nacht zwischen Netzthal und Weißenhöhe entgleist; mehrere Wagen wurden zertrümmert; der Locomotivführer und ein Bremser blieben todt, viele Passagiere wurden verletzt. Die Strecke ist noch unterbrochen. Brüssel, 10. Aug. Die Anklage-Kammer hat heute die Complicen Langrand-Dumonceau, Graf Liedekerke, Alphons Nothomb, Dedecker, Prosper, Crabbe, de Beaulieu und Coumont vor das Schwurgericht von Brabant verwiesen. Moskau, 9. Aug. Das hiesige Bezirksgericht hat heute die Entscheidung getroffen, daß das Ustheil gegen Strousberg sowohl in Bezug auf dessen Person, als auch in vermögensrechtlicher Hinsicht sofort zu vollstrecken ist. feindliche Gesindel entfloh bei unseren Erscheinen; der Bahnhof wurde besetzt, eine Brücke und das Stations⸗ gebäude mit Dynamit gesprengs und der Telegrapb zerstört. Der gefangene Stations-Chef wurde auf einen Ochsenwagen gesetzt und, auf seine Bitten, seine zwei Frauen gleichfalls mitgenommen. Hierauf zogen wir wieder ab, von den Baschi⸗Bozuks verfolgt, kamen wir todtmüde am 24. früh 2 Uhr in Eski Sagra an, nachdem wir beinahe 24 Stunden geritten und circa 80 Kilometer zurückgelegt hatten. Denkt für ein merkwürdiges Wiedersehen passirt ist: Als ich mir den gefangenen Stations Chef in seiner türkischen Uniform und seine unglücklichen Weiber(wovon die eine sehr schön) näher ansehen wollte, kriegt der Mensch eine unsinnige Freude und redet mich im schönsten Darmstädter Deutsch bei meinem Namen an— und es stellt sich schließlich heraus, daß der vermeintliche Türke mit seinen beiden Frauen ein Darmstädter ist, der Telegraphist in Oarmstadt noch bis vor 2 Jahren war, und die eine seine Frau, die andere seine Schwester ist; er heißt Klier. Ich habe nafür⸗ gebracht; ich habe sie beute besucht, es sind sehr anständige Leute, möchten gern nach Hause zurück, haben aber natürlich kein Geld. Ich werde mein Möglichstes für sie thun.“ (Der Prinz ist der Avantgarde unter General-Lieuienant Gurko seit dem Donauübergang zugetheilt und erhielt für sein tapferes Benehmen bei der Einnahme von Tirnowa, dem Balkanübergang und der Eroberung von Kasanlik von dem Kaiser von Rußland das St. Georgekreuz 4. Klasse.) Darmstadt, 10. Aug. Ein in einem Hause au dem Marktplatz dienendes Mädchen erlitt heute Morgen bedeunnde Brandwunden, indem es im Begriff war, Petroleum in das Heerdseuer zu schütten, um dasselbe an⸗ Handel und Verkehr. Friedberg, 11. Aug. Wochenmarkt. Butler kostete per Pfund M. 1.30—50. Eier 1 Stück 6 Pf., 2 Stück 11 Pf. Gießen, 11. Aug. Wochenmarkt. Butter per Pfund M. 1.20—30. Eier per Stück 6 Pf. Tauben das Paar 60 Pf. Hühner per Stück 80 Pf. Hahnen per Slück 65 Pf. Enten per Stück M. 1.50. Kartoffeln, 100 Kilo,. M. 7.—. Frankfurt, 11. Aug. Der heutige Heu- und Stroh⸗ Heu kostcte je nach Qualität per Ceniner M. 2.50— 3.30. Stroh per Ceniner M. 2— 2.10. Die Butter ist heute trotz Futter ꝛe., wie man zu sagen pflegt,„Sünde theuer“, was durch den großen durch Zwischenhändler gescheheuen Aufkauf erfolgt ist. Während dieselben im Großen süc 1. Qual. das Pfund M. 1.— bis M. 1 10., für 2. Qual. 90—95 Pf. bezahlten, muß beute für 1. Qual. im Kleinhandel M. 1.60., für 2. Qual. M. 1.45—50 bezahlt werden. Eier das Hundert ge— wöhnliche M. 4.20., italienische M. 5. Ochsenfleisch per Pfund 67—70 Pf. Riofleisch 58—62 Pf., Kalbfleisch 65—75 Pf., Schweinefleisch 75—80 Pf., Hammesfleisch Kartoffeln M. 7.—. Mainz 10 Aug. Producten-Markt. Nov. M. 21.30. Nov. M. 15 50. Rüböl per Oct. M. 37.80. Marburg, 11. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 11.10. Eier 2 Stück 11—12 Pf. Tauben das Paar 50—60 Pf. Hähnchen per Stück 6075 Pf. Hahnen per Stück 85 Pf. bis M. 1.—. Hühner per Waizen per ˖ Stück M. 1—1.20 Enten per Stück M. 1.4080. Geld ⸗ Cours. Frankfurt am 11. August 1877. 20⸗Frankenstücke Mk. 16 24 28 zufachen. Das Mädchen soll keine Hoffnung auf Rettung] Englische Sovereigns 4 8 E20 338 haben. Russische Imperiales„ 16 65—70 Bensheim, 9. Aug. Der Director des hiesigen] Holländische fl. 10⸗Stücke. i neee Gymnastums, Dr. Geyer, ist nach kurzem Krankenlager Ducaten. E„ 9 im Alter von 54 Jahren gestern Morgen gestorben. Eine Dueaten al mare 9 59 64 Blutvergiftung in Folge eines Carbunkels machte seinem Dollars in Gold.„ 4 16—19 Leben ein Ende. N Mainz. Man geht bier mit der Absicht um, dem Briefkasten. zum Karavanserai- Uebergang. verslorbenen Bischof v. Ketteler ein Denkmal zu errichten. Schaaren von Baschi-Bozuks und Kurden, welche, Es soll zu diesem Zwecke schon eine beträchtliche Geldsumme von 6 Bataillonen unterstützt, aus den Dörfern gezeichnet sein. Ein Ausschuß bat sich bereits gebildet. Langj ähriger Abonnent. Ueber die Organisation der Gerichte, resp. über die Orte, an welchen solche bestehen bleiben ꝛc. ꝛc. ist unseres Wissens noch gar Nichts bestimmt. Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berg⸗Gesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Banquier Carl Kalb in Wiesbaden unterm heutigen Tage m dem Elsen⸗ und Bleierzbergwerke Hoheburg in der Ge⸗ markung Ober⸗ und Nieder Rosbach, Kresses Friedberg, mit einem Felde von 1,912,738 Quadratmetern, beliehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Ver⸗ leihung müssen bei Vermeidung des Verlustes des Vor⸗ zugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage egen den Bergwerkseigenthümer geltend gemacht werden. ährend dieser Frist ist die Einsicht des Situationsrisses bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt den 28. Juli 1877. Großherzogliche Ober⸗Forst⸗ und Domänen-Direktlon, Berg⸗Abtheilung. Bo se. ydt. Tecklenburg. Versteigerung. 2469 Mittwoch den 15. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhause eine Bierpumpe(Pression) öffentlich an den Meistbietenden gegen Barzahlung ver— steigert werden. Friedberg den 10. August 1877. ö Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. ö Fo ue ar. N * 1 5 Oeffentliche Aufforderung. ea 2476 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nachlaß in Assenheim binnen 14 Tagen bei dem unterzeichneten Landgericht dahier speeifteirt einzureichen, als sie sonst bei Regulirung dieses Nachlasses nicht berücksichtigt werden.. der verstorbenen Karl Treut Eheleute sind sogewiß Friedberg den 28. Juli 1877. ö Großherzoliches Landgericht Friedberg. Pistor, Follensus, 9 Landrichter. Landgerichts-Assessor. Versteigerung. 2485 Mittwoch den 22. d. M., Vormittags um 10 Uhr werden dahier 39 Fuder Roggenstroh unter den vor Anfang der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen zur Lieferung öffentlich versteigert. Marienschloß den 11. August 1877. Großherzogliche Landeszuchthaus⸗Direetion. 9 n S(Baßgeige) ist preis⸗ Contrebaß würdig zu verkaufen durch 2396 5 Beck, Mitglied der Kurkapelle in Bad Nauheim. gefunden. Von wem? sagt Portemonnaie die Exped. d. Anz. 2416 2413 Dieses Jahr werde ich meinen langjährigen Kunden wieder die Preißelbeeren bringen. Frau Plett aus Erndtebrück. Korn per Nov. M. 15 40. Hafer per: Versteigerungs-Anzeige. Donnerstag den 16. und Freitag den 17. August Ifd. J., jedesmal Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen auf freiwilligen Antrag der Erben des verstorbenen Gast⸗ wirths Johannes Walz III. nächst dem hiesigen Bahn⸗ hofe eine große Parthie Moͤbel, Oeconomie-, Metzgerei und Wirthschaftsgeräthschaften öffentlich meistbietend ver⸗ u steigert werden. Mufikverein i nter gef. Mitwirkung der Herren W.. Becker aus n Friedberg. Sonntag den 19. August, Nachmittags 4 Uhr Concert in der Stadtkirche Programm in nüchster Nummer. Frankfurt und Seminarlehrer F. Link von bier. 2482 Zur Versteigerung kommen: Donuerstag den 16. August: mit Zubehör, 1 Viehwagen, 2 Pflüge, 1 Egge, 1 Fruchtfegemühle, 1 Häckselmaschine, 1 leichtes Chaischen, verschiedene Pferdegeschirre und Ketten, 1 Aepfelmühle, 1 Kelter, 1 Handwägelchen ꝛc. ꝛc., 16 Meter Buchenscheitholz, sämmtliche Metzgeveis, Küchen- und Wirthschaftsgeräthe. 1 zweispänniger Wagen 2496 Nächsten Sonntag den 19. d. Mts. Erndtefest statt. Ossenheimer find Freundlichst ladet ein Wäldchen. et bei Harmonie-⸗ und Tanzmusik das G. F. Korndörfer. Freitag den 17. August: Tische, Bänke, Stühle, Kleider⸗ schränke, 1 Kuͤchenschrank, Commoden, Nacht⸗ und Waschtische, 1 Brandkiste, 1 Mehlkasten, eine größere Parthie Fässer und Bütten, verschiedenes Bettwerk, sowie sonstige Haus. de. Geräthschaften. Friedberg den 31. Juli 1877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fou c a r. Bekanntmachung. 2 2495 wir zu berabgesetzten Preisen. frisch geflößte Waare zu Hanauer Preisen. (Beeinflussungen der Käufer durch mit 5% Zuweiser sind bei uns nicht eingeführt.) Bauholz J. Qualität, — Die Reste der vorfährigen Flößerei verkaufen des Umsatzes besoldete Zimmerleute und sonstige Bells ꝙ Freun dlieb. 2480 Den Brüdern Julius Renner, Emil Renner und Albert Renner aus Gettenau, jetzt sämmtlich in Amerika, wird eröffnet, daß ihre verlebten Großeltern, Georg Jakobi J. Eheleute zu Rodheim, durch Testamente vom 28. Oktober 1871 resp. 3. September 1875 über ihren Nachlaß verfügt, dabei auch sie, die Brüder Renner, zu Erben berufen, jedoch, was namentlich die Größe ihrer Erbtheile betrifft, verschiedene Beschränkungen angeordnet und zudem bestimmt haben, daß diese Erbtheile so lange curatorisch verwaltet werden sollen, bis sie, die Brüder Renner, das 50. bezw. 60. Lebensjahr erreicht haben 2486 Donnerstag den 16. d. M., Vormittags 8½ Uhr, sollen im Rathhaus zu Rodheim v. d. H. einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Arbeits-Versteigerung. Pflasterarbeit, veranschlagt zu 130 M. Steinfahren N Kiesliefern 5 Bad⸗Nauheim den 12. August 1877. Brückel, Bezirksbauaufseher. würden. Dieselben werden zugleich unter Gestattung der Ein⸗ sicht jener Testamente aufgefordert, sich so gewiß inner⸗ halb 90 Tagen über letztere zu erklären, als sonst unter- stellt werde, sie erkennten sie als gültig an. Vilbel am 9. August 1877. Großherzogliches Landgericht Vilbel. Jäger, Pückel, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Bekanntmachung. 2479 Die gerichtsbekannten Gläubiger des Heinrich Emmel J. in Wohnbach haben am 21. September 1876 und am 20. Juli d. J. mit demselben zur Abwendung des förmlichen Conecurs-Prozesses ein Arrangement ab⸗ geschlossen. Dessen zum 19. September d. treten, als sonst es bestätigt und werden würde. Hungen am unbekannte Gläubiger haben demselben bis J., Vormittags 10 Uhr, beizu⸗ in Vollzug gesetzt 7. August 1877. Großherzogliches Landgericht Hungen. Ge bl ain ens. Landrichter. Marktverlegung. 2 2481 Da der auf den Bartholomäustag d. J. abzu⸗ haltende Krämermankt auf einen Freitag fallen würde, so ist derselbe auf Montag den 27. und Dienstag den 28. August d. J. verlegt worden. Homburg v. d. H. den 10. August 1877. Bürgermeister-Amt. A. Schleußner. Vergebung von Bauarbeiten. 2488 Die Herstellung innerer Verschlußläden im kath. Pfarrhaus zu Friedberg soll durch öffentliche Submisston in Accord gegeben werden: Schreinerarbeit, veranschlagt zu 54 Mark, Schlosserarbeit Wee e Weißbinderarbeit 1 228 Mark. Die Offerten sind längstens mit dem Angebot in Prozenten bis zum 21. August d. J., Vormittags 11 Uhr, beim kath. Pfarramt dahier versiegelt einzureichen. Voranschlag, Zeichnung und Bedingungen liegen bei 1 70 Hofmaurermeister Morschel dahier zur Einsicht offen. Friedberg den 12. August 1877. Für den kath. Kirchenvorstand: Wilh. Bauer. Aha Haarbalsam. 1989 Dieser Balsam reinigt die Kopfhaut, gilt als das beste Mittel, das Wachsthum der Haare zu be- fördern und das Ausfallen derselben zu verhindern. Er enthält so viele Fettstoffe, dass der Gebrauch von Haaröl, Pomade ete, dadurch überflüssig wird. / Flacon à Mark 0.60, 1„7¹ F, zu haben bei Frau Hoflieferant Windeeker in Friedberg, 2502 Samstag den 18. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen im Rathhaus zu Melbach einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Arbeits-Versteigerung. 2500 Mittwoch den 15. d. Mts., Abends 8 Uhr Ausrücken. Nach stattgehabter Uebung Versammlung. Tages⸗Ordnung: Feuerwehrtag in Bessungen. 2497 bei Eine Amme ed bes a. 40 Freiwillige Hürger- Feuerwehr. Der Commandeur. Neue Prima holl. Vollhäringe Wilh. Bernbeck. Weißbinderarbeit, veranschlagt zu 250 M. Schreinerarbeit 38„ Dachdeckerarbeit 70„ Verloren eine Schürze. Abzugeben b. d. Erh, d. Anz. Gute Belohnung 2487 Bad-Nauheim den 12. August 1877. 8 9 B rück e, Bezirksbauaufseher. Arbeits-Versteigerung. 2503 Samstag den 18. d. M., Mittags 1 Uhr, sollen im Rathhaus zu Södel Weiß binderarbeit, veranschlagt zu 150 M. Spenglerarbeit 80% Tapezlerarbeit mit Lieferung 100% einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Bad⸗Nauheim den 12. August 1877. Brückel, Bezirksbauaufseher. Local-Veränderung. Die Leder⸗Handlung von Ferdinand Koerber befindet sich jetzt ese. Domplatz Nr. 7 Fraukfurt a. M. im August 1877. Frisch gebrannter Kalk (bester Wasserkalk) zu haben auf der Kalkbrennerei am Bahnhof Groß⸗Karben: Gebr. Ufert. NB. Bestellungen können durch Bahnversandt effectuirt werden. Auch liefern wir den Kalk bis zur Baustelle. 2271 2475 Ich wohne jetzt neben meiner früheren Wohnung Parkstraße Nr. 371. Bad⸗Nauheim den 10. August 1877. Dr. med. E. Abe. 2392 2474 Ein ansländiges Frauenzimmer, in Maschenenstrickerei durchaus geübt, findet in Darmstadt dauernde und angenehme Stellung. Franco⸗Offerten unter Chiffre S. 3941 befördert Rudolf Mosse im Frankfurt a. M.(ept. 33/ VIII.) Säcke! 2473 Den Herren Oeconomen empfehle ich extra schwere Hausmacherzwilch⸗Getreidesücke, à Mark 1. 50 Pf. per Stück(130 Centimeter lang, eignes Fabrikat). Anton Knorz, P h. J. Weiss in Bad- Nauheim. Ein ordentlicher Junge 2489 kann in die Lehre treten bei Friedberg. Bäcker Rosenschon. Nur 3 Mark. Große 2493 sehr scharf, mit 4 Gläsern, lang, fein ausgestattet, versende gegen Einsendung von nur 3 Mark B. Pfeifer, Berlin, Puttkammer⸗Str. 1 Nächsten Mittwoch Haustuch⸗Säcke wieder nach Friedberg kommen und in der Wirthschaft von A. Vogt's Erben dorten an⸗ wesend sein Steinfurth den 14. August 1877. Georg Eichelmann. bei Georg Groß. — 0* 1 Schreiner-Geselle, 2494 ein tüchtiger, findet dauernde Beschäftigung bei Carl 3 Schreinermeister, Feinsten Tafel⸗Essig 2498 zum Einmachen empfiehlt Wilh. Bernbeck. Messer und Gabeln 2492 empfiehlt in großer Auswahl zu 1 Preisen Ph. Dan. Kümmich. Schmiedeiserne Gartenstühle zeit zu M. 54 2499 Uingsstelle offen. Eintritt 1. November a. e. Butzbach. 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