0 Speicher, 1 F. Oppen⸗ 0 2104 erei bel Auztigtrs 3 ulalds . Iricosi⸗ 1 erg* 1 4 4 14 a 1 2 das von nun an auch in politischen Dingen mit- verständigen Gesinnungen. 1877. M107. Oberhes Donnerstag den 13. September. sischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Erscheint jeden Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, Donnerstag und Samstag. Betreffend: Die Einsendung der Gemeindevoranschläge für 1878. Amtlicher Theil. Friedberg den 12. September 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Unter Bezugnahme auf unsere Verfügung vom 15. vorigen Monats, Kreisblatt Nr. 96, setzen wir als längste Frist zur Einsendung der Voranschläge für 1878 den 25. dieses Monate fest und werden Diejenigen, die bis dahin nicht einkommen, abholen lassen. Dr. Bra e n. Bek a n un t Nach ung. In Gemäßheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittepreise der nachbemerkten Artikel für den Monat August 1877 sich folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm Friedberg den 9. September 1877. berechnen: Hafer M. 19.—, Heu M. 9.—, Stroh M. 9.—. Großberzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier- ungsblatt Nr. 41 enthält: 1. Bekanntmachung, Abänderungen und Ergänzungen der Telegrapben⸗Ordnung für das Deutsche Reich betreffend. II. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. ö III. Bekanntmachung, die Prüfung der Heilgehülfen betreffend. IV. Bekanntmachung, die Anlage von 2 Rollgeleisen in der Gemarkung Flonheim betreffend. V., VI. und VII. Betanntmachung, die Erhebung der Umlagen in der Gemeinde Winnerod, in den iskcael.“ Religionsgemeinden des Kreises Bensheim, sowie in den Gemeinden Kirch⸗Brombach und Wallbach pro 1877 betr. VIII. Abwesenbeitserklärung. IX. Ordensverleitzungen. X. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: dem Schullehrer Schenkelberg zu Pfaffen-Schwabenheim die 2. Schulstelle zu Laubenheim, dem Schullehrer Sauet zu Rumpenheim die 1. Schulstelle daselbst, dem Schulamisaspiranten Heck aus Dorn Dürkheim die 2. Schulstelle zu Zwingenberg dem Lehrer Schneider zu Büttelborn die erleoigte Lehret— stelle an der höheren Bürgerschule zu Groß-Gerau zu übertragen. XI. Charakterertheilung. XII. Concuttenz-Eröffnungen. Erledigt sind: die Schulstelle zu Ulsa, Gehalt 771 M. 43 Pf.; die Schulstelle zu Guntersblum, Gehalt 788 M. 57 Pf.; 1. Schulstelle zu Götzenhain, Gehalt 857 M. 14 Pf. 15 2. die Dem Fürsten zu Jsenburg⸗-Birstein steht das Präsentautons⸗ recht zu; die Schulstelle zu Bechenheim, Gehalt 685 M. 71 Pf.; eine Lehcerstelle an der kath. Schule zu Lampert⸗ heim, Anfangsgebhalt 942 M. 86 Pf., welcher sich auf 1371 M. 43 Pf. steigert. XIII. Seerbejälle. Gestorben sind: der Hosmusikus Leydbecker zu Darmstadt; der Landgerichtsaktuar Rudolphy zu Schlitz. Berlin. Graf Harry Arnim führt in Wien ein vollständig zurückgezogenes Leben. Er hat weder eine politische Persönlichkeit besucht, noch ist eine solche bei ihm erschienen. Selbst im all- gemeinen Verkehr mit anderen Menschen ist der Ex-Botschafter sichtlich bemüht, die äußerste Reserve zu beobachten. — Die„N. A. Z.“ reproducirt eine Erklärung, welche der General-Superintendent Büchsel in der „Kreuz⸗Zig.“ veröffentlicht hat, und bemerkt dazu ihterseits: Von anderer Seite werde gutem Ver— nehmen nach in Erwägung gezogen, ob gegen einzelne Redner der August-Conferenz nicht dis⸗ esplinarisch eingeschritten werden solle. Die Ent— scheidung hierüber dürfte nach der bevorstehenden Rückkehr des Prästdenten des Oberkirchen Raths ersolgen. Straßburg. Die Landes-Verwaltung hat zwei neuen politischen Blättern, dem in deutscher und französischer Sprache in Mühlhausen er— scheinenden„Expreß“ und dem in Saarburg er- scheinenden Wochenblatt„Journal de la Sartre“, reden darf, die Genehmigung ertheilt. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. [Stadt ausgesprochen haben. Seien Sie versichert, Wier. Anläßlich der Friede, welcher das nothwendiaste Bedürfniß der Affaire mit den Üchatius- Kanonen erfährt für Sie ist, wird nicht gestött. Wenn das Land daß General Uchatius schon vor geraumer auf meine Berufung geantwortet hat, wird die Zeit den Antrag gestellt, jedem Verrath dadurch Verfaffung, an der Sie festhalten, über welche vorzubeugen, daß Oesterreich selber nach Vollendung ich als treuer Hüter wachen werde, ohne Hinderniß seiner Ausrüstung mit den neuen Geschützen den functioniren, um die vollständige Entwicklung der fremden Staaten auf Verlangen die Uchatius- natienalen Wohlfahrt zu sichern. f 55 Kanonen liefern solle, etwa wie das Gleiche der Italien. Ro m. Die„Agenzia Stefani“ Krupp'schen Fabrik in Essen gestattet worden ist. schreibt: Die Nachricht der„Times“ aus Belgrad, Der Antrag des Erfinders wurde jedoch nicht an- daß Italien die Betheiligung Serbiens am Kriege genommen, aber im Augenblicke hat man neuer- billige, wird in hiesigen politischen Kreisen als dings die Frage angeregt, ob die Befolgung des absolut grundlos betrachtet. Die italienische Re⸗ Uchatius'schen Vorschlages nicht doch noch das gierung hat nie aufgehört, Serbien zur Besonnen⸗ Beste wäre, was man in der Sache thun könne. beit zu rathen, und niemals ihre versöhnende — Der österreichische Industriellen- Tag wird Haltung aufgegeben. i am 16, d. in Wien abgebalten werden. Er solls Türkei. Constantinopel. Der deutsche eine große schutzzölluerische Kundgebung bilden und der französische Botschafter haben aus Anlaß und namentlich gegen die Bewilligung derjenigen der erfolgten Freilassung der drei wegen des Mordes Forderungen, welche die deutschen Bevollmächtigten der Consuln in Salonichi zu Sjähriger Zwangs ⸗ bei den Zoll- Verhandlungen in Wien erhoben Arbeit verurtheilten und früher nach Widdin ab- haben, in energischer Weise protestiren. An der gefübrten, jetzt aber frei in Salonichi verkehrenden Spitze der Veranstalter des Industriellen-Tages Personen besondere(nicht identische) Noten an steht der bekannte Schutzzoll-Agitator Alfred Skene die Pforte gerichtet. In der französischen Note mit einigen Gesinnungs-Genossen. wird die Wiedereinkerkerung der drei Verurtheilten Frankreich. Paris, 9. Septbr. Der 3. Note spricht eine ähnliche Marschall-Präsident hat heute Vormittag seine Forderung aus. 5 Nai nach 1 0 1 der Gironde ange— 10. September. Nach Berichten, die aus treten und wird heute auf dem Schloß de Lagravef beachtenswerther, wenngleich nicht officieller Quelle stammen, soll die Schlacht bei Plewna noch sort⸗ bei dem Herzog Decazes Nachtquartier nehmen. — 10. Septbr. Die Mitglieder der Linken dauern, und Osman Pascha, Dank der Ueber- des Senats haben an Thiers' Wittwe eine Adresse legenheit der türkischen Artillerie. sich gegen die gerichtet, um derselben für ihren Muth und Pa- an Zahl stärkeren russischen Truppen halten.— triotiemus zu danken; Paris babe dem Verewigten Suleimar Pascha setzt seinen Angriff auf den einen ihm würdigen Triumph bereitet; sein Leben Schipka-Paß sort und ist demüht, sich noch iet lehre Mäßigung, Beharrlichkeit, bürgerliche Pflicht. Redouten zu bemäck lan.— Die Lage des Corps erfüllung und berechtige zu dem Vertrauen, daß von Mehemed Ali Pascha ist gut. Es wird be · die Sache der Freiheit und des Gesetzes siegen werde. stätigt, daß sich die Russen gegen Bjela zurückge⸗ — 11. Sept. In der heutigen Sitzung des zogen haben. esc een 2 Zuch polizei. Gerichts in welcher die Anklage gegen— 10. Sept. Die tünkischer A an Gambetta zur Verhandlung kommen sollte, ist der Grenze von, Serbien baben Befehl, sich bereit Letzterer, unter der Erklärung, daß sein Verthei- zu halten, um im Falle der Theilnahme Serbiens diger krank sei, nicht erschienen. Der Gerichts. am Kriege sofort in dieses Land einzurücken. hof verurtheilte hierauf Gambetta wegen ungehor z T, 10. Sept. Die neuesten Nad ichren von samen Ausbleibens zu drei Monaten Gesängnisz beute lauten: Die türkischen Offen Bewegungen und 2000 Frs. Gelostrafe. sind vorläufig sistirt. Das rechte Lom Ufer ist Bordeaux, 10. Sept. Auf die Begrüßungs- jedoch von den Russen volstündie geràumt wor- Ansprache des Maires erwiederte der Marschall- den. Am linken Ufer des Lom sind Ostriga, Ablawa Präsident: Als ich vor zwei Jahren die Nachbar- und Opaka in türkischem Besitz. Bei Pollomarka gegend ihrer Stadt besuchte, war ich erstaunt über sinden täglicß Kanonaden statt. Aus Plewna sehlen den Geist der Ordnung und Arbeit, welche die Nachrichten, weßhalb im tür kischen Hauptquartier Bevölkerung bescelte. Jitzt finde ich in dieser große Beunrubigung herrscht. 1 a schönen großen Stadt dieselbe Thätigkeit, dieselben Serbien. Belgrad, 10. Sept. Fürst Zeretleff ist am Sonntag von hier in das russische Ich stimme den Ge. a it 1 f fühlen bei, welche Sie mir soeben im Namen der Hauptquartier abgereist; derselbe ist Ueberbringer man, der Abmachungen mit der serbischen Regierung. Gleichzeitig hat sich auch Fadejeff nach Moskau zurückbegeben. Montenegro. Cettinje, 8. September. Die Türken hatten in Constantinopel ausgesprengt, die Montenegriner hätten unter großen Verlusten die Belagerung von Niksic aufgegeben, heute Nachmittag verkündeten jedoch Freudenschüsse und Glockengeläute die Capitulation von Niksie, welches sich den Montenegrinern auf Gnade und Ungnade ergeben hat; letzteren fielen 19 Geschütze in die Hände; Garnison und Einwohner von Nikfie er— hielten von den Montenegrinern die Erlaubniß, sich nach Gacko zurückzuziehen. Die Bewohner von Niksic haben ihre Waffen in das Lager des Fürsten Nikita abgeliefert. 3000 Montenegriner marschirten gegen Trebinje. — 9. Sept. Heute Nachmittag griffen 5000 Türken von Podgoritza aus die Südgrenze Mon- tenegro's an, wurden jedoch mit großen Verlusten bis Podgoritza zurückgeworfen. Gestern Nachmittag sind die Montenegriner in Niksie eingezogen. Die Fürstin Milena und der Thronfolger sind bereits dahin abgereist. Rumänien. Bukarest, 9. September. Die ganze unter dem Commando des Großfürsten⸗ Thronfolgers stehende Armee bei Rustschuk hat neue concentrirte Stellungen bezogen. Ein türki— zwangen. sches Corps von 20,000, welches aufgebrochen war, um Osman Pascha zu Hülfe zu eilen, soll durch russische Truppen unter dem Commando des Fürsten Mirski abgeschnitten worden sein. Bei Slobosta ist von den Russen ein neues Monstre⸗ Geschütz in Position gebracht, welches drei türkische Batterien vor Rustschuk zum Schweigen brachte. Griechenland. Athen, 10. September. Der Ministerrath hat in den letzten Tagen über die Vorschläge des russischen Cabinets berathen, welche sich auf ein gemeinsames Vorgehen in der Angelegenheit der Sicherstellung der unter der türkischen Herrschaft lebenden Christen beziehen. Es gilt heute für gewiß, daß zwischen Griechen— land und Rußland auf Grundlage bestimmter Ansprüche der griechischen Regierung eine Ver⸗ ständigung erzielt wurde. Eine vor Kurzem der griechischen Regierung überreichte Note der britischen Regierung beantwortete Minister Trikupis mit einer desgleichen, welche die Politik Griechenlands darlegt. Rußland. Petersburg, 9. September. Privat⸗ Nachrichten aus Sistowa melden: Heute Morgen begann von allen Seiten der Angriff der Russen auf Plewna und dauerte den ganzen Tag hindurch. Um 6 Uhr Abends war Plewna in russischem Besitze. Die Türken zogen sich in großer Unordnung zurück. Die Verlüste sind bedeutend. Bereits am 6. bei Eintritt der Dunkelheit näherten sich russische Truppen von der West-Colonne der Stadt Plewna und errichteten während der Nacht auf den die türkischen Befestigungen umgebenden Anhöhen, unbemerkt von den Türken, Batterien, an welchen ohne Behinderung die ganze Nacht gearbeitet wurde. Anlauf gegen Mukhtar Pascha's Cavalerie-Lager, metzelten nahezu 60 Mann nieder und erbeuteten mehrere Pferde und Gewehre. Auf dem Rückzug verlockten unsere Freiwilligen die verfolgenden Türken gegen das in einen Hinterhalt gestellte Daghestanische Cavalerie Regiment, wobei der Feind neue große Verluste erlitt. Auf unserer Seite wurden 11 Milizen und Soldaten ver— wundet. Bei der Kabulet-Colonne begannen die Türken am 3. d. ein Artillerie- Geplänkel, wobei auf unserer Seite der Commandant des zweiten faukasischen Schützen Bataillons verwundet wurde. Ferner wird aus Karajal vom 9. d. gemeldet: Wie General Tergukassoff telegraphisch meldet, erschien in der Nacht vom 6. auf den 7. Sept. zwischen den Dörfern Kügüluk und Gulüdscha eine 200 Mann starke Bande türkischer Räuber, welche den Fluß überschritt und das Dorf Sar— dassaban überfiel. Hier wurden 27 unbewaffnete Armenier von ihnen getödtet, darunter 2 nach qualvollen Martern, sowie 2 Knaben von 7 und 12 Jahren verwundet. Indeß nahten 50 Tamanier heran, welche jene Bande überfielen und zur Flucht Bei ihrem Rückzug wurde dieselbe von zwei Sotnien Kosaken angegriffen und verfolgt, dabei ein türkischer Offizier und 3 Baschi-Bozuks getödtet und 10 als Verwundete gefangen ge— nommen. Alles von ihnen Erbeutete wurde den Räubern wieder abgenommen. Auf russischer Seite blieben 2 Kosaken todt, 2 trugen Wunden davon. Indien. Bombay. Der Emir von Kaschgar wurde vor Kurzem ermordet und erfährt man jetzt folgende Einzelheiten darüber: Der Emir Nacub Khan wurde von Hakim Khan Torah ermordet. Der Mörder ist der Sohn des früheren Herrschers von Narkand, den Nacub absetzte und der kurz darauf starb. Nacubs ältester Sohn fiel ebenfalls durch Mörderhand und sein zweiter Sohn ist jetzt in Kaschgar. Es heißt auch, daß Hakim Torah von den Truppen und der Bevölkerung als Emir anerkannt wurde, aber es ist kaum wahrscheinlich, daß Nacubs überlebender Sohn sich ruhig in die neue Lage der Dinge fügen werde. Wahrschein— lich wird ein wüthender Bürgerkrieg ausbrechen, welcher der chinesischen Armee, die gegen Kaschgar Krieg führt, sehr gelegen kommen dürfte. Aus Stadt und Land. Friedberg. Zu der Montag den 17. September hier am Schullehrer-Seminar statisindenden Prüfung der Schul- amts⸗Aspirantinnen haben sich 20 junge Damen gemeldet, von denen 16 der katholischen Religion angehören. Steinfurth. Am 9. d. M. fand hier das Jahresfest des Gustav-Adolfs-Vereins für die Wetterau statt. Nach einer eindringlichen Predigt des Professors Köhler und der Becichterstattung durch Pfarrer Meyer von Friedberg folgte eine freie Vereinigung in der Wirthschaft der Frau Rosenbecker, wobei Director Schwabe, Professor Röhler und Advocat Curtman den Landbewohnern die Bedeutung des Vereins, die Noth der evangelischen Brüder in der Diaspora und die Dringlichkeit thalkcästiger Hülfe warm darlegten. Mögen Alle, die noch ein Herz für die evangelische Kirche haben, eifrigst beflissen sein, das Werk des Vereins, der unter dem Banner des protestantischen Helden kämpft, zu fördern. Münzenberg. Die am letzten Sonntag hier abge— —t—. Am 7. Morgens eröffneten diese Belagerungs Batterien mit Abgabe einer haltene Versammlung der Socialdemoktaten war sehr schwach Salve ihr Feuer, welches den ganzen Tag fort- besucht.„Dieselbe wurde, 1 einige verletzende Aeußer esetzt Wurde Auf russischer Site war der 9 5 über die Ehe, den Staat ꝛc. ꝛc. gefallen waren, 9 wurde. l e N er- polizeilich geschlossen. Unsere Einwohnerschaft ist über die lust bei dieser Action nicht bedeutend; ein Batterie- Veranstaliung der Versammlung sowohl, als auch üder die Commandeur der 16. Artillerie Brigade wurde gefallenen Aeußerungen seyr verstimmt und haben die getödtet und zwei Artillerie ier 5 Socialdemokrasen hier durchaus keinen Anhang erworben. 5 5 Offiziere verwundet Alsfeld, 7. Sept. Gestern langte beim hiesigen In der folgenden Nacht wurden nur einige Schüsse Gericht die Anzeige ein, die Ehefrau des Conrad Hamel mit den Türken gewechselt. Gestern bei Tages- in Hopfgarten habe sich erhängt. Blutspuren und Ver⸗ Anbruch näherten sich unsere Batterien Plewna letzungen an der Leiche deranlaßten die Lokalpolizeibebörde, noch mehr und dauerte die Kanonade den ganzen den des Morbs seiner Frau verdächtigen Ehemann noch S 8 am nämlichen Tage arretiren und in's Bezirksgesängniß 1 1 40 gestern Abend besetzte unser linker nach Alsfeld abführen zu lassen. Nachdem die mitiler⸗ Flügel die Anhöhen südlich von Plewna mit einem weile eingeleitete Untersuchung dringende Indicien dafür Veclust von 500 Mann. Das Centrum und der ergeben batte, daß Hamel des Mords seiner Ehefrau rechte Flügel hatten sich den türkischen Befestig⸗ schuldig sei, hat sich berselbe heute im Gesängniß erhängt. 5 2 Mainz, 8. Sept. Bauernfänger lockten gestern ungen auf 500 bis 700 Faden genähert. Abend zwei auf einer Ferienreise befindliche Studenten — Aus Poradim vom 8. d. wird amtlich von Heidelberg in ein Wirthslokal. Allein schon auf den gemeldet: Heute erfolgte kein Angriff auf Kadikibi. ersten Blick erkannten die Studenten die Situation und Nach Besetzung Caceljewo's durch die Türken aßen 1 e Mane gesaßt. 1 5 gewöhnlich a 8 5 ließ man die vermeintlichen gefangenen impel“ ge⸗ wies die e Colonne der russischen Armee winnen,— so etwa 80 Mark lagen auf der Seite der einen Angriff auf Ablowo zurück, trat jedoch so⸗ Musensöhne— als sie ihren Gewinn einstrichen und dann den Rückzug in neue Positionen an. ae Lachen das Wixrthslokal verließen. — Vom asiatischen Kriegsschauplatz wird aus Mainz. Dem Director der Rheinischen Actienbrauerei, Karajal gemeldet: Bom 6.. 8 machten Melchers, ist gekündigt worden, weil Melchers sich gewissen Freiwilli 5 4a 5 Projecten zur Verwendung von sauerem Bier, die von Freiwillige unserer irregulären Cavalerie einen anderer Seite besürworlet wurden, widersetzte. friedliche, Bingen, 10. Sept. An der Station Bingerbrück sließen gestern zwei Güterzüge zusammen, mehrere Wagen entgleisten und wurden tbeilweise stark beschädigt. Friede ernährt, Unfriede verzehrt! Dieser alte deutsche Kernspruch sollte mit goldenen Lettern über allen Werkstätten und Fabriken ange⸗ bracht und dadurch dem Arbeiter mit dem Beginn eines jeden Tagewerks in Erinnerung gebracht werden. Wer socialdemokratische Blätter ohne Kritik liest, könnte auf den Gedanken kommen, daß nur Unfriede Nahrung gebe und die sociale Wohlfahrt erhöhe. In Wahrheit ernährt der sociale Krieg aber nur die socialistischen Agitations- kassen. Tausende von Hörern und Lesern müssen jährlich zur Unterhaltung von agitatorischen Rednern und Schriftstellern beisteuern. Dieser modernste Erwerbszweig kann allerdings nur bei der Fort⸗ dauer des socialen Unfriedens gedeihen, aber die Massen als solche können sich mit dieser Steuer für die socialistische Agitation und mit der Un⸗ zufriedenheit über alles Bestehende noch kein Brod und keine bessere Zukunft schaffen. Der Aber⸗ glaube an das Heilmittel eines socialen Krieges und an eine neue Gesellschaftsorganisation kann einen Theil der Volksmassen wohl kurze Zeit hin⸗ durch bethören und zur Bildung von Secten in socialistischem Sinne verleiten, weil an die Stelle einer religiösen und politischen Begeisterung zeit⸗ weise auch eine socialistische treten kann; aber schließlich wird der gesunde Menschenverstand doch zurückkehren und der Wahlspruch„Friede ernährt, Unfriede verzehrt“, der als eine Erfahrung von Jahrtausenden im Volksmunde fortlebt, auch in den Herzen des Volkes wieder Wurzel fassen. Die Arbeiterbewegung hat jedenfalls das Gute, daß sie die Erörterung aller auf das Wohl der Arbeiter bezüglichen Fragen mächtig anregt und ein besseres Verständniß der Rechte und Pflichten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern anbahnt. Die Arbeiter müssen jedoch in dem berechtigten Streben nach Verbesserung ihrer Lage wie andere Klassen auch Lehrgeld zahlen und auf dem Wege von dem Irrthum zur Wahrheit, von der Un⸗ bildung zur Bildung durch die Stufe der Halb- wahrheiten und der Halbbildung hindurchgehen, bis sie zum Selbstdenken und Selbsthandeln kommen und sich daran gewöhnen, auch andere als social⸗ demokratische Zeitungen und Schriften zu lesen. Das Verlangen nach wirklicher Belehrung wird ihnen schon kommen. Wenn nur wirkliche Volks- freunde nicht versäumen, durch Wort und Schrift ihre Pflicht zu thun und insbesondere sich auch in der Localpresse an der Prüfung der Arbeiter- interessen unparteiisch zu betheiligen. Dabei werden allerdings Thatsachen immer schlagender wirken, als Gründe. In einer sehr nachahmenswerthen Weise beleuchtet in dem uns soeben zugegangenen „Schweidnitzer Stadtblatt vom 2. Septbr.“ ein Volksfreund den unheilvollen Einfluß des socialen Unfriedens auf die Entwicklung der Gewerbe mit folgenden Bemerkungen:„Wir erinnern nur an das Eingehen der blühenden Pflug'schen Waggon⸗ Fabrik in Berlin nach einem monatelangen Strike. Die Fabrik hat durchschnittlich 2000 Arbeiter beschästigt und jährlich 2 bis 2½ Millionen Mark Löhne ausgezahlt. Als ihr aber durch die maßlosen Forderungen ihrer Arbeiter die Con- currenzfähigkeit benommen wurde, zog sie es vor, die Fabrik zu schließen, die Arbeiter zu entlassen und Grundstücke, Maschinen mit Allem was drum und dran hängt unter den Hammer zu bringen. Es sind dadurch 2000 Arbeiter brodlos geworden oder mußten sich minder lohnenden Betrieben zu- wenden, und ich zweifle sehr, ob auch Einer von ihnen bei den socialistischen Agitatoren neues Brod gefunden hat. Ein zweiter Fall hat sich vor nur wenigen Monaten in unserem Nachbarkreise er⸗ eignet, wo ein bedeutender Fabrikant sich in Folge socialistischer Drohbriefe veranlaßt sah, sein Ge— schäft aufzulösen und dadurch in einer ohnehin arbeitelosen Zeit Hunderte von Arbeitern beschäf- tigungslos zu machen. Als drittes ganz beson⸗ ders lehrreiches Beispiel der Folgen socialistischer Hetzereien führe ich die Schließung der Deter'schen Cigarrenfabrik in Ohlau an. Auch dieses bislang Herren Autsa bei k komm einsac brodl nach wird Comf erka gewerbfleißige Städtchen hatten die e sociale dünn der Azuatiengz. en nisan den Ronen nodernste der Fort. „ aber die ter Steuer der Un⸗ kein Brod Der Aber⸗ len Krieges aten kann Zeit gin ⸗ Sccten in die Stelle terung elt · n; aber and doch trnährt, ahtung von „auch in el sassen. das Gute, Wohl der anregt und d pflichten andahnt. berechtigten pit andere den Wege der Un ⸗ det hald · durchgehen, un koramen als sotial⸗ 1 u leseu. rung wird icht Volls 1b Schrist t sich auch 7 Arbeiter⸗ bei werden er wirken, ens wetthen N U Rilionen l dal dit „ es 4 g vol/ 4 fallassen Herren Socialisten Aussaat ihrer Unfriedenslebre erkoren, sind aber Gesttialt Kinderkleider, als neues Versuchsfeld zur bei Herrn Deter an den unrechten Mann ge— kommen, da er sich nicht einschüchtern ließ, sondern einfach die Fabrik schloß. Nun wird für 200 brodlos gewordene Arbeiter in socialistischen Blättern nach Almosen gebettelt, das andere beschäftigte Ar— beiter ihrem Verdienste abdarben sollen. Das also sind die ersten Etappen auf dem Wege zum glückselig machenden socialdemokratischen Zukunftsstaat! 2“ Handel und Verkehr Friedberg, 12. Sept. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.30—50. Eier per Stück 6 Pf. Nrredbderg, 12. Sept. Waizen M. 22 50. Korn M. 17.—. Gerste M. 17.50. Hafer M. 15.—, prima alter M. 19.—. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo 200 Zollpfund. Gießen, 11. Sept. Wochenmarkt. Butter per Pfund M. 1.35 40. Eier per Stück 6 Pf. Tauben das Paar 50 Pf. Hübner per Stück 80 Pf. Hahnen per Stück 55 Pf. Enten per Stück M. 1.40. Kartoffeln, 100 Kilo, M. 6.40. Frankfurt, 10. September. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Angetrieben waren: 400 Ochsen, 120 Kühe und Rinder, 200 Kälder und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich per Ceniner Fleischgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 70—73., 2. Qual. M. 65—68. übe und Rinder 1. Qual. M. 60—62., 2. Qual. M. 50—52 Kälber 1. Qual. M. 68—70., 2. Qual. M. 62—64. Hämmel 1. Qual. M. 54—56., 2. Qual. M. 48 50. Frankfurt, 10. Sept. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 N. 42., Nr. 2 M. 38., Nr. 3 M. 34., Nr. 4 M. 30., Nr. 5 M. 24. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26., do. II.(Berliner Marke) M. 21. Weizen ab Babnbof hier M. 23—24., ab unserer Umgegend M. 22—22 75. fremder je nach Qual. M. 23— 25.50. Korn M. 1618.50. Gerste M. 19—24. Hafer M. 13 17.75. Kohlsamen M. 37—38. Erbsen M. 21—24., Wicken M. 17.50., Linsen M. 21-30. Nüböl M. 81.—. Die Preise ver⸗ stehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht— 100 Kilo. Marnz, 10. Nov. M. 22.60. Nov. M. 15 30. Sept. Producten⸗Morft. Wazzen per Korn per Nov. M. 15.55. Hafer per Rsiböl per Oct. M. 39.—. Auszug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Geboren: 24. Aug. Dem Metzger August Walther eine Tochter. 59 Dem Gastwirth Friedrich Weihl eine Tochter. 2. Sept. Dem Metzger Karl Wilhelm Theodor Sprengel eine Tochter. 3 Dem Großh. Beigeordneten und Gerber Adam Steinhäußer ein Sohn. — Dem Holzhändler Jean Betz ein Sohn. ö 4. Sept. Dem Mäller Heinrich Peter Dietz eine Tochter. 5%% Dem Fruchthändler Isidor Kaufmann eine Tochter. 6.5 Dem Handschuhmacher Friedrich Wilhelm Gylden eine Tochter. Gestorben: 16. Aug. Elisabetha Dambmann, geb. Friedrich, Wittwe des Christoph Dambmann 70 Jahre alt. 30. Maria Franziska Völlinger, Töchterchen der ledigen Dienstmagd Franziska Völlinger, 4 Monate alt. 5. Sept. Ein todtgeborenes Söhnchen des Polizei— dieners Franz Fourier. 6. c, Johann Heinrich Gerth, Metzger, 57 Jahre alt. 10. Adam Steg, Handarbeiter, 61 Jahre alt. 10. Frieder ke Bechstein, 42 Jahre alt. Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1.50, „ a 2 Dutzend* 1 8 50, „Dutzend 116,75 Die Exped. d. Anz. Güter⸗Versteigerung. 2759 Freitag den 14. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag der Frau Pfarrer Uhrig, geb. Groß, in Gießen und Carl Daniel Groß Erben dahier die nachverzeichneten Grundstücke an den Meistbieten den versteigert werden: Gemarkung Friedberg. Flur. Klafter. 11 304. Grabgarten am Schützenrain, 1 358. Acker an der Warte, 7. 343.„ im kleinen Wartfeld, 11. 166.„ am Kreuz, 12. 670.„ Kleingalgenfeld. Gemarkung Fauerbach b. Fr. Flur. Meter. 3. 1844. Acker obig dem Städterweg am Hain— graben, 4. 1969. Acker auf der Leimenkaut, 5. 1075.„ unter dem Dienheimer Pfad, 119.„ auf dem Ringgraben, 4 2975. auf der Leimenkaut. Friedberg den 3. September 1877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 5 u k a r Urtheil! In Untersuchungs-Sachen gegen Karl Leichner von Nieder-Wöllstadt wegen Beleidigung wird in Erwägung zc. ꝛc. auf Grund des Artikel 2 des Competenzgesetzes vom 5. April 1877 hiermit zu Recht erkannt: daß Isaak Grünebaum, 31 Jahre alt, Handels— mann von Groß-Karben, wegen öffentlicher Be— leidigung des inzwischen verstorbenen Karl Leichner von Nieder-Wöllstadt in eine Gelbuße von 20 Mark, sowie in die Hälfte der Untersuchungskossen zu verurtheilen, die andere Hälfte aber niederzu— schlagen sei und daß es dem Vater des Karl Leichner freistehe, die Verurtheilung des Beschuldigten ꝛc. ꝛc. Grüne— baum auf dessen Kosten einmal in dem Oberh. Anzeiger bekannt zu machen. V. R. W. Friedberg den 31. August 1877. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Langermann, 2810 Landgerichts-Assessor. Immobiliar⸗Versteigerung. 2823 Dienstag den 18. September l. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag des Gärtners Carl Schortmann die demselben ge— hörende Hofraithe mit Stallungen und großem Haus— arten, in der Burgvorstabt gelegen, unter sehr vortheil— laften Bedingungen öffentlich an den Meistbietenden ver— steigert werden. Friedberg den 11. September 1877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Dan Obst⸗Versteigerung. 2811 Freitag den 14. l. M., Nachmittags 1 Uhr, werden bie der Gemeinde Nieber-Rosbach zustehenden Aepfel und rea 20 Malter Zwetschen in Abtheilungen an Ort und Stelle öffentlich meistbletend versteigert. Nleber⸗-Rosbach am 10. September 1877. Großherzogliche Bürgermeisterel Nieder-Ros bach. g Groh. Jäckchen, Röcke, gestrickte Kinder⸗ 121 schuhe und Gamaschen billigst bei K. Friedrich. binnen 14 Tagen a die ins. Großherzogliche Nealschule zu Friedberg. 2812 21. September, Vormittags 8 Uhr, im Realschul Freunde der Schule hiermit ergebenst einladen. Die diesjährige öffentliche Prüfung wird Donnerstag und Freitag, den 20. und gebäude stattfinden, wozu wir die Eltern und die Ankündigung des Anmeldungstermins wird demnächst erfolgen. Großherzogliche Direction der Realschule. Dr. Möller Abonnements-Einladung auf den Neuen Mainzer Anzeiger, reichhaltigstes, interessantestes und billigstes Lokalblatt in Mainz und Umgegend. Mit dem 1. Oktober e. beginnt der„Neue Mainzer Anzeiger“ sein neues Quartal mit der Aenderung, daß wir von jetzt ab auch die Telegramme auf dem Gebiete der Poliük und des Handels bringen und es so unseren Lesern ermöglichen, immer die neuesten Nachrichten zu haben. i Außer Lokal- und provinzialen Nachrichten bringt der„Neue Mainzer Anzeiger“ täglich orientirende faßliche Leitartikel und eine Uebersicht der politischen Ereignisse; ferner Handelsberichte ꝛc. ꝛc. Der seit Neujahr erscheinenden belletristischen Beilage„Moguntia“, — zweimal wöchentlich die sich einer so großen Beliebtbeit erfreut, ist die humoristische „Mainzer Laterne“ beigegeben; auch sonst wird das Feuilleton besonders gepflegt. Ein Blick auf den„Neuen Mainzer Anzeiger“ genügt, um die Ueberzeugung zu gewinnen, daß derselbe Annoncen aller Art bringt, die bei der großen Anzabl unserer Abonnenten die weiteste Verbreitung finden: Bekannte machungen der Behörden wechseln mit geschäftlichen Anzeigen ab; das Blatt kann somit zur Inserirung auf's Beste empfohlen werden. Abonnements auf den täglich mit Ausnahme des Sonntags erscheinenden„Neuen Mainzer Anzeiger“ nehmen alle Postanstalten des deutschen Reichs an, und es beträgt der Preis per Vierteljahr(ohne Bestellgebühr) M. 1.60. Probenummern auf Wunsch gratis und franco! Die Expedition des„Neuen Mainzer Anzeiger.“ Große Emmeransgesse 26 in Mainz. Jost& Baumgärtner's Comptoir⸗Feder stets vorräthig bei Earl Bindernagel. Neue Linsen 2738 Wilhelm Fertsch. Bulterpulver verkürzt die Zeit des Butterns, macht die Butter fester und schmackhafter und verhindert das Ranzig- werden derselben. Ein Paquet, ausreichend für 500 Liter Milch, à 50 Pf. Käse- und Butter farbe, per Flacon à 60 Pf., zu haben bei ö Frau Hofl. Windecker in Friedberg, 1950 Ph. J. Weiss in Bad-Nauheim. 2690 Ein stilles gesittetes Mädchen vom Lande von ehrbarer Familie kann Ende September in Dienst treten bei Kreisassessor Küchler. 3 Gesucht eine Haushälterin gesetzten Alters für eine kleine Oeconomie, womit während des Sommers Gastwirthschaft verbunden ist. Das Nähere sub E. 250 durch die Exped. d. Anz. Herrenhemden, 614 feine Einsätze, Vorhemden, Taschentücher, weiße Unterröcke, Kragen, Mauschetten sowie Socken und Strümpfe äußerst billig bei K. Friedrich. Kalender pro 1878. Spinnstube M. 1 0 Familienkalender 5 350 Deutscher Reichsbote„— 40„ Zu haben bei Carl Bindernagel. Zur gef. Deachtung! 2725 Die als gefährlich erkannte Bedachung von weißem Ledertuch bei Kinderwagen ist bei einem neu eingetroffenen Transport gunmehr mit Segeltuch vortheilhaft ersetzt, welche bestens zu Fabrikpreisen von 14 Mark an empfehle. Jos Hoffmann. Dielen, Latten und Stollen 1333 zu Friedberger Preisen bei Bad⸗Nauheim. Ph. Kappes, Schreinermeister. * 2821 Nächsten Sonntag den Kirchweihfest statt. en ladet ein Ossenheimer Mäld d. Mts. findet bei Harmonie; und Tanzmusfik das en. G. F. Korndörfer. Probepflügen in Auf vielfachen Wunsch läßt die Gesellschaft mittags 2 Uhr, nachstehende Pflüge auf dem Gute des Herrn Otto Hill vorführen: Neue drei- und vierschaarig.— Untergrundpflüge, eine und zwei⸗ schaarig ꝛc. c.— Die Herren Oeconomen der Wetterau werden hierzu höflich eingeladen. Frankfurt a. M. den 10. September 1877. eiserne Selbstgänger, ein-, zweien, 2809 Fauerbach b. Fr. „Ekert“ am Samstag den 15. September, Nach- Für die Actien⸗Gesellschaft H. F. Ekert: Moritz Weil Jun. Gießener (Auflage 3000 Exemplare.) Einziges öffntliches Organ der Provinzial-Hauptstadt Gießen. Inserate finden in demselben die weiteste Verbreitung. Abonnements auf den„Gießener Anzeiger“ 2 Mark pro Quartal, excl. Postgebühr, angenommen. Anzeiger. Erscheint täglich mit Ausnahme Montags. werden von allen Postanstalten und Landpostboten zu Aufruf. Der blutige Kampf, welcher zwischen Rußland und der Türkei entbrannt ist und täglich einen gewaltigeren Umfang annimmt, hat den Vereinen unter dem rothen Kreuz in den beiden kriegführenden Ländern eine schwere Aufgabe der Hilfsthätigkeit für die Verwundetenpflege gebracht. Nach den auf Gegenseitigkeit beruhenden Ver— einbarungen ist damit auch an die Hilfsvereine der neu— tralen Länder und somit auch Deutschlands, die Pflicht herangetreten, zur Erfüllung jener Aufgabe thatkräftig mitzuwirken. Aus beiden kriegführenden Ländern ist Seitens der Vereine der dringende Ruf um solche Unter— stützung an uns und unser deutsches Central-Comité er⸗ gangen. Bereits sind namhafte Mittel aus den Material- vorräthen und Kassen der deutschen Landesvereine zu— sammengebracht und unter oberster Leitung unseres deutschen Central⸗Comité's durch Vermittelung der Ver⸗ einscentren beider Streittheile den Lazarethen auf dem Kriegsschauplatz zugeführt worden. Auch der Hessische Hilfsverein unter dem rothen Kreuz hat in Gemäßheit des Beschlusses seiner letzten Generalversammlung bereits eine namhafte Sendung von Lazarethmaterialien hierzu beigetragen. Mit dem wachsenden Bedürfniß und der steigenden Noth erscheint aber nunmehr der Zeitpunkt gekommen, auch an unsere Vereinsmitglieder und an alle unsere Mitbürger im ganzen Land hiermit die dringende 2737 Wöchentlich zweimal ohne Zusatz frisch ge⸗ brannt Delicater Java⸗Kaffee à M. 1. 50, Feinstgelber,„ à„ 1. 80 bei Wilhelm Fertsch. Anzeige& Eupfehlung. Einem hiesigen und auswärtigen Publikum hiermit die Mittheilung, daß ich außer meinem seitherigen Geschäft in Fauerbach auch ein solches an hiesigem Platz in dem von mir angekauften Hause der Frau Wittwe Kitzel neben dem Landgericht betreibe. Bestellungen können sowohl hier als in Fauerbach entgegen genommen werden. Mich dem geschätzten Wohlwollen bestens empfehlend zeichne Achtungsvoll K. Hänser, 4 Fabrik landw. Maschinen und Geräthe. Friedberg den 6. September 1877. 2784 2792 Wegen Geschäfts-Aufgabe verkauft die Unter- zeichnete folgende sehr gut gehaltene Fässer: 3 Zulast, cirea 15 Stück 2 und 1 Ohm, sowie viele / und ½ Ohm haltende, ferner 3 Aicher, 3 Zieher, Lagerholz und eine Parthie Daubholz. Bitte zu richten, uns bei der ferneren Erfüllung der großen Humanitätspflicht durch Beiträge an Lazareth⸗ und Pflegematerialien, sowie an Geld zu unterstützen. Wir können dabei die Versicherung geben, daß die richtige Uebermittelung und die zweckmäßige Verwendung der Gaben für die Verwundeten durch die geeigneten Maß— regeln und die Verbindungen des deutschen Central⸗ Comité's sichergestellt ist. Die Fürsorge für die im Krieg Verwundeten und Erkrankten hat bei Kämpfen zwischen ausländischen Völkern, getreu dem Vorbilde des barm⸗ herzigen Samariters, einen internationalen, neutralen Charakter und soll ihn auch in dem gegenwärtigen Kriege bewahren; es soll darum soweit thunlich für die Opfer des Krieges gesorgt werden, sie mögen russischer oder türkischer Nationalität sein, sich in russischen oder türkischen Lazarethen befinden. Gleichwohl darf nicht unterlassen werden, auch darauf hinzuweisen, daß Deutschland gegen⸗ wärtig auch noch den Dank abzustatten hat für die Unterstützungen, welche während des Krieges von 1870/71 unseren verwundeten und kranken Soldaten von den Hilfsvereinen neutraler Staaten, und insbesondere auch Rußlands, reichlich zu Theil geworden sind. Wir fügen noch an, daß Fin unsern Zweigvereinen eine gedruckte Anleitung zur Anfertigung zweckmäßiger und möglehn gleichförmiger Verbreitung und zur Belehrung Derer, die solche wünschen, zusenden, und bitten, Gaben an Geld und Materialien möglichst dem nächsten Zweig⸗ vereinsvorstand, hierher aber Gaben an Geld an unseren Schatzmeister, Herrn Hauptstaatskassebuchhalter Michell, Materialien aber zu Händen des Herrn Inspeetor Velten im Saalbau, wo sich unser Dépot befindet, zu übersenden. Ueber Eingang und. aller Gaben wird öffent— lich Rechenschaft abgelegt werden. Darmstadt, 21. August 1877. Der Vorstand des Hilfsvereins im Großherzogthum Hessen für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde. A, Weber, A. Buchner, Ministerialrath, als Vorsitzender. Hofg.⸗Adv., als Schriftf. Mit Bezugnahme auf Obiges erklärt sich der unter— Fichnete den angegebenen Zweck bereit und bittet solche an Kauf⸗ mann Jean Wörner jun. und Kaufmann Theodor Andreas zu richten. Bad Nauheim. Der Vorstand: 2820 W. Ortwein. Ch. Grünewald 11. 0 zur Empfangnahme von Gaben für Kaufliebhaber können zu jeder Gate die Gegenstände in der Behausung der Verkäuferin einsehen. Rendel den 7. September 1877. Heinrich Kitz Wittwe. Eine Wohnung, bestehend 3 Zimmern, Küche, Keller und Speicher, wozu auch eine geräumige Werkstelle gegeben werden kann, ist zu vermiethen. Anerbieten nimmt Herr E. Oppen⸗ heimer, Cigarrenhandlung, entgegen. 2795 Aepfel und Zwetschen zum Brechen, sowie frischgefallene Aepfel kauft zu jeder Zeit Heinrich Wörner. 2805 Obsthändler nächst dem Bahnhofe. NB. Auch suche ich 10—15 tüchtige Leute zum Obstbrechen. Eein kleines Pianino ist für 120 Mark zu verkaufen. Näheres bei der Expe— 5 des Anzeigers. 2764 2732 Ein noch neuer großer NMegulator ist billig zu verkaufen.. bei der Exped. d. Anz. sind zu haben in der Expedition des Oberh. Anzeigers und der Nauheimer Kurliste. Zur Notiz für die Herren Bürgermeister des Kreises. l n 2 Gesindebücher Carl Bindernagel. sind vorräthig bei Zwei Schüler höherer Lehranstalten können Pension, sowie Nachhülfe bei einer gebildeten Familie in Darmstadt erhalten. Pferdemarkt⸗Loose Näheres bei der Exped. d. Anz. 2668 Israeliten⸗Ball. 80 Samstag den 29. d. Mts. findet in meinem neu erbauten Saale„Zum Adler“ in Nieder-Weisel Ball für Israeliten statt, wozu ich hiermit freundlichst einlade. Nieder⸗Weisel den 11. September 1877. Peter Häuser VI. Wittwe. 2817 Anfangs Oetober beginnen meine Winter⸗Curse im Erlernen des„Kleidermachens, als: Maßnehmen, Zuschneiden ze. ꝛc. innerhalb 4 Wochen. Frau Lehrer Heß. Ausverkauf! Hillig! Wollene Kinderjäckchen von 1 M. bis 2. 10 Pf., Baumwollene Radeln weiß, von 60 bis 70 Pf., Kinderstrümpfe, weiß u. farbig, v. 50 Pf. an, Wollene Kinderstrümpfe von 60 Pf. bis 2 M., 6 Schlaber in Wachstuch und Piqué von 50 Pf. an, Kinderhäubchen zu 30 Pf. Kinderkrägelchen zu 25 Pf., Wollene Umstecktücher in Filet und gestrickt von 75 Pf., 1 Kopftücher in Filet und gestrickt von 75 Pf., Corsetten von 1 M. 20 Pf. bis 3 M. 50 Pf., Seidene Umknöpftücher(Fichus) zu 80 Pf. bis 2 M., Herrenhalstücher von 1 M. 60 Pf. bis 2 M. 10 Pf., Palatine von 50 Pf. an, Kaputzen von 1 M. an, Baschliks von 1 M. 20 Pf. bis 7 M., Herrenhemden, weiße mil hochfeinen Einsätzen, schon von % M. an Herrenkragen, leinen, per Dutzend 4 M. Herrentaschentücher, farbig, zu 40 und 50 Pf., Regenschirme von 2 M. 80 Pf. an und fonstige Artikel zu herabgesetzten Preisen. Besonders mache ich auf weiße, sowie Farben von guter Strickwolle aufmerksam. „Eigner, vorm Schwarz, vis-a-vis dem Rathhause. NB. Eine große Parthie farbiger und schwarzer Taffet⸗ und Grosgrains bänder verschiedener Größen zu besonders billigen Preisen. 2816 Clacée- Handschuhe, rauhlederne Handschuhe, sowie Militär- und Fil d'Ecosse-Handschuhe 42¹ billigst bei K. Friedrich neben der Post. Geschäfts-Empfehlung. 1761 Unterzeichnete empfiehlt fich im Anfertigen von Damenkleidern in und außer dem Hause unter Zu⸗ sicherung geschmackvoller Arbeit und prompter Bedienung⸗ e Klinkerfuß, wohnhaft im Hause des Herrn Georg Magnus in der Vorstadt in Friedberg. ub ee een e 6186 uus c one ehe diuuslsct dg ond anne -n Mog gun Gefunden wurde auf dem Burgwall ein Medaillon mit goldener Kette. Abzuholen gegen Erstattung der Inseratgebühren bei Gärtner Lott in der Burg. 2822 auf alle Aufforderung. 2815 Alle Diejenigen, welche an Edmund Neumann Wittwe in Bad Nauheim Forderungen haben, er suche ich Sonntag Nachmittag 3 Uhr in meiner Wohnung zu Bad⸗ Nauheim mit specifieirter Rechnung sich einzufinden, damlt gemeinschaftlich wegen der verkauften Mobilien gerichtliche B. 2 Schritte geschehen. Todes⸗ 0 90 Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir die schmerzliche Mittheilung von dem heute erfolgten Hinscheiden unserer geliebten Schwester und Schwägerin ö Friederike Bechstein nach langem in Geduld ertragenen schwerem Leiden und bitten um stille Theilnahme. 170 Friedberg am 10. September 1877. 2814 Die Hinterbliebenen. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Durck und Verlag von Carl Bindernagel. nn N H iner ite und auf d sich wur! hier heiß 1 Heu Leo samn fussis