zu miner ker irma entgegen tem Zeit⸗ ut welchem tattichtlich Mertboff. — 8 cel 1877. Dienstag den 13. Februar. 1 18 Oberhessischer Anzeiger. f. 8 Erscheint let Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Wee e Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Amtlicher Theil. Viren Die—— der Bolksschullebrer. Friedberg am 9. Februar 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Nachträglich zu unserem Ausschreiben vom 30. Januar dieses Jahres, Kreisblatt Ne. 14, benachrichtigen wir Sie, daß in Folge Entschließung Großberzoglichen Ministeriums des Innern, zu Nr. 1715, vom 24. vorigen Monats die für 1876 zu leistende Nachzahlung mit den 1877er Beiträgen erhoben werden sollen. Sie wollen den Gemeinde-Einnehmern auch für diese Nachzahlung Decretur ertheilen. Dr. Braden. Deutsches Reich. machte. Der Kaiser entwickelte darin ein Bild] seine Demission gegeben und ersuche das Haus, Darmstadt. Am 1. Februar wurde dem der Wirksamkeit des preußischen und des deutschen seine Sitzungen zu suspendiren, bis der Kaiser Substituten des Oberstaatsanwalts beim Hofgerichte Heeres vom Großen Kurfürsten an bis in die bezüglich einer neuen Regierung verfügt habe. in Darmstadt, Baur, der Charakter als„Staals- nenesle Zeit, dabei die Grundsätze andeutend, Die Entscheidung werde nicht lange ausbleiben, anwalt“ verliehen. welche dem nunmehr in die Armee tretenden nachdem der Monarch schon heute mit mehreren Berlin, 8. Februar. Abgeordneten-Haus. Enkel für diesen Theil seiner Lebensaufgabe vor- in allgemeiner Achtung stebenden Persönlichkeiten Schluß. In hierauf fortgesetzter zweiter Etats-anleuchten sollen. In der richtigen Würdigung conferirt habe. Hierauf werden die Sigungen vertagt. Berathung des Etats des Ministere des Innern] des scheinbar Kleinen liege die Bürgschaft für das Frankreich. Versailles, 9. Febr. In wird derselbe bis einschließlich des Titels für die Große, das sei die Richtschnur für die Armee] der heutigen Sitzung der Deputirtenkammer erklärte Ober Verwaltungs Gerichte genehmigt. Die gewesen und solle es auch bleiben. der Minister des Auswärtigen Herzog Decazes Position für den Unter⸗Staats⸗Secretär geht nach— Wie die„Post“ vernimmt, wurde in Folge auf eine Anfcage Gambetta's, die diplomatische längerer Debatte nochmals an die Bugdet- Com- der ungünstigen Kohlen-Conjunctur mehrfach zu Correspondenz befinde sich im Druck und werde mission, ebendahin der Antrag Gneist's wegen Arbeiter-Entlassungen geschritten, doch sei Vor sorge demnächst zur Vertheilung kommen. Anläßlich Errichtung zweier neuer Richter- Stellen am obersten getroffen, die Arbeiter bei Staats-Eisenbahn-Bauten mehrfacher Angriffe gegen Decazes erklärte der Verwaltungs- Gerichtshofe.— Die ferneren Ver- zu beschäftigen. Ministerpräsident Simon, im Cabinet bestehe voll— handlungen, sowie die des Herrenhausts, berührten Wiesbaden, 10. Febr. Ein Oberpräsidial- ständige Harmonie. nur rein interne Angelegenheiten, die ein weiteres Erlaß empfiehlt die strengste Gesetzeshandbabung, Belgien. Brüssel, 8. Febr. Minister Interesse für unseren Leserkreis nicht haben. nachdem die Rinderpest auch in Köln, Nippes, Malou hat dem Haupt; Ausschuß der Kammer — 9. Febr. In der heutigen Sitzung des Enden, Gelsenkirchen amtlich constatirt ist. Abänderungen zum Wablreform-Gesetz unterbreitet, Abgeordnetenhauses wurde zunächst die von der Stuttgart. Der„Staats-Anzeiger“ enthält welche befriedigend scheinen. Die Kammer und Oberrechnungskammer geprüften Rechnungen für eine Erklärung, wonach die Be bauptung, die der Ausschuß haben sich bis zum 20. Febr. vertagt. das Jahr 1875 an die Rechnungs- Commission württembergische Regierung begünstige die Gründ ⸗ Großbritannien. London, 8. Febr. vetwiesen und sodann die zweite Lesung des Etats ung einer„bundesstaatlichen“ Fraction im Reichs⸗ Unterhaus. Hartington fragt nach der zukünftigen des Ministeriums des Innern fortgesetzt. Die tage, der Begründung entbehrt. Politik Englands und protestirt gegen die Befolg— Debatte über die einzelnen Positionen unterhielten ung einer Politik, welche Rußland und die Türkei vornehmlich die Mitglieder des Centrums, indem Ausland. die Sache allein abmachen lasse. Northcote stellt sie vielfache Beschwerden vorbrachten; wohingegen Oesterreich⸗llngarn. Wien, 9. Febr. in Abrede, daß England einen Krieg zu Gunsten Lasker erklärte, er und seine Freunde nähmen Baron Sennpey und der Index curiae Majlath] der Türkei führen würde, und betont die durch an der Debatte über angebliche Mißbräuche der sind heute Morgen hier eingetroffen, um wegen die Conferenz berbeigeführte Verständigung der Verwaltung nicht Theil, weil die Verhandlungen der Bildung eines neuen ungarischen Cabinets zu Mächte. Betreffs der Zukunft erwägt die Regier⸗ absichtlich in die Länge gezogen würden. verhandeln. Der seitherige ungarische Finanz- ung noch ihr Verhalten; zwei Orundlagen seien — 10. Febr. Sitzung des Abgeordnetenhauses. minister Szell ist ebenfalls bier eingetroffen, um ffestgesetzt; die Regierung sei nicht bereit, Zwang Es ist ein Gesetz- Entwurf, betreffend die Erweiterung trotz der Ministerkrists noch den Abschluß der nicht auszuüben, sondern wünsche gemeinsame Handlung der Verwendungs⸗Zwecke der Provinzial-Dotations- länger aufschlebbaren Vorschuß Operation herbei- mit den Mächten. Eine Separat Action von Fonds, eingegangen. Bei der heute fortgesetzten zuführen. Seiten Rußlands oder Oesterreichs wäre verdächtig. zweiten Berathung über den Etat des Ministers des— Der Kaiser hat die Demission Tisza's Northcote hegt kein Vertrauen zu der garantielosen Innern wird der Rest desselben unverändert ge- angenommen; Sennpty bat heute die Cabinets- türkischen Verfassung, glaubt aber, alle Interessen nehmigt. Es folgt der Etat des Handels-Ministers. Bildung abgelehnt. Der Rücktritt Gortschakoff's erheischen die Erhaltung des Friedens. Die Abg. Hammacher begründet den Antrag, daß die ist neuerdings gerüchtweise in hiesigen diplomatt-] Adresse an die Königin wird angenommen.— Regierung die auf Grund des Beschlusses des schen Kreisen verbreitet— Dem Parlamente sind die die Orientfrage be— Bundesraths 1874 eingeführte Erhöhung des, Pest, 10. Febr. Im Unterhause wurde eine] treffenden Actenstücke vorgelegt worden. Güter⸗Tarifss dem ganzen Umfange nach wieder Zuschrist Tisza's verlesen, welche mittheilt, daß— 9. Febr. In der Sitzung des Unterhauses aufhebe und die den Privat-Bahnen ertheilte dies- das Ministerium seine Demission gegeben und die- kündigte Campbell für Montag die Anfrage an, bezügliche Ermächtigung zurücknehme. Der Handels- selbe vom Kaiser am 8. Februar angenommen sei. ob der seitherige Botschafter zu Constantinopel, Minister tritt dem Abg. Hammacher entgegen, er Tisza motivirt in längerer Rede den Grund der Elliot, noch im Dienste der Krone stehe; Muir könne die Annahme des Antrags nicht befürworten, Demission, indem er den Gang der Ausgleichs- will sich erkundigen, ob die türkische Regierung weil die Zurückziehung der Tarif-Erhöhung Folgen Verhandlungen recapklulirt und constatirt, daß die Zahlung der Coupons der Anleide von 1855 von bedenklicher Tragweite haben könne. Ueber- dieselben bei der Frage wegen der Constituirung wirklich suspendirt habe, obschon die Fonds dazu dies beabsichtige man, das ganze Tariswesen zu eines Central-Orgaus der Nationalbank gescheiterts in der englischen Bank deponirt seien. Auf An— vereinfachen oder zu vereinheitlichen, vielleicht falle eien. Hiebei sei die Regierung einem Verlangen frage Creillp's theilte demnächst der Schatzkanzler damit der Tarif-Zuschlag. Der Antrag Hammacher begegnet, welches sie nach ihrer Ansicht ohne] Northeote mit, daß kein einziger activer englischer wird an die Bud et-Commision verwiesen. Die Schädigung des staatlichen Ansehens nicht accep- Officier die Erlaubniß erdalten habe, in türkische Einnahmeposten des Eisenbahn-Etats bis einschließ-(tiren konnte. Die Regierung müßte demnach. Dienste zu treten. lich Capitel 20 wurden genehmigt. versuchen, ob sie nicht die Errichtung einer— 9. Febr. Lord Russell hat für die Mon- 9, Febr. Fürst Bie marck soll bei dem gestrigen selbstständigen Bank in Angriff nehmen könnte. tags Sitzung des Oberhausee den Antrag ange— 1 varlamentarischen Diner betont haben, daß Ruß-[Niemand habe das Recht des Landes dierzu kündigt, das Haus möge durch einen Beschluß land von einigen europälschen Mächten Subsidien angezweifelt, und wenn dies geschehen wäre, hätte aussprechen, daß es unverträglich mit den Pflichten 1. zur Führung des Krieges mit der Türkei verlange. der König von Ungarn vereint mit der ganzensder Regierung sei, mit einem so barbarischen, — 10. Febr. Der Kalser hielt bet der gestern Nation dieses Recht vertheidigt. Allein die sgrausamen Staate, wie die Türkei sei, freund— stattgefundenen Einführung des Prinzen Wilhelm Bedenken des um das Wohl der Gesammtmonarchte schaftliche Beziehungen aufrecht zu erhalten und die in den activen Militärdienst eine längere, hoch-[wie um das Landeswohl besorgten Fürsten waren einn mögliche Beziehung sei die der Feindseligkeit, bedeutsame Unsprache, welche auf alle an demsso groß, daß das Cabinet dieselben nicht zu ver⸗ Spanien. Madrid, 10. Febr. Dem selerlichen Acte Bethelligten den tlessten Eindruck scheuchen vermochte. Das Ministerium habe daher] Journal„Tiempo“ zufolge unterzeichnete der König — 2—— Ä FFTTTTTTTTCCTCTTTTTTT ———————— —— —— r ein Decret, welches die Auflösung des Senates und Neuwablen für denselben anordnet. Türkei. Constantinopel, 8. Februar. Der Fürst von Montenegro erklärte, die Depesche des Großvezirs beantwortend, sich geneigt, sofort um Frieden mit der Pforte auf der Basis des status quo mit Grenzberichtigung zu verhandeln, hält es jedoch für unnütz, einen Delegirten nach Constantinopel zu entsenden, wünscht vielmehr, daß die Unterhandlungen in Wien mit dem türkischen Botschafter stattfinden möchten. Die Yacht „Ilzedin“ ging heute mit Midhat Pascha von Syra nach Brindisi ab. — Die von verschiedenen Seiten einlaufenden Mittheilungen über den Sturz Midhat Pascha's stimmen darin überein, daß derselbe das Ergebniß einer Palast-Intrigue ist, hinter der aller Wahr- scheinlichkeit nach Ignatieff steht. Dieselbe war nach dem„Journ. des Debats“ eingeleitet, aus rein persönlichen Gründen. Der Schwager des Sultans, Mahmud Damat Pascha, sei der Mittel- punkt derselben; er strebe nach der Gewalt. Als Haupt- Werkzeug habe Ali Tuari, Erzieher und Bibliothekar im großherrlichen Palast gedient. Die Intrigue war schon lange im Gange und stellte Midbat bei seinen Versuchen, die Verfassung in Thätigkeit zu setzen und geeignete Leute für die Ausführung seiner Reformen heranzuziehen, einen wachsenden Widerstand entgegen, und daher sei es auch z. B. gekommen, daß Sadßyk Pascha's Ernennung zum Finanz ⸗Minister nie zur Thatsache wurde. Ruschdi Pascha, der frühere Großvezir, hat sich, wie es scheint, nicht activ an den gegen Midhat gesponnenen Plänen betheiligt, diese aber schweigend geschehen lassen. Ali Tuari steht in alten Beziehungen zum Khedive von Aegypten, und dieser entgeht dem Verdacht nicht, daß er Wohl— gefallen an den Mack inationen gegen Midhat ge— habt habe, welcher Letztere eine straffere Anziehung der Zügel Aegypten gegenüber erwarten ließ. Unterrichtete leiten Midhat's Sturz von Rußland her wegen der Abneigung des letzteren gegen die constitutionelle Entwicklung der Türkei. In Bos— nien und der Herzegowina sind Aufstände aus- gebrochen. — 10. Febr. Savpfet Pascha erließ ein neues Rundschreiben an die Vertreter der Pforte im Auslande, welches mittheilt, daß auf Befehl des Sultans die Wahlen zum Parlament und der Zusammentritt des letzteren beschleunigt werden soll, Serbien. Belgrad, 10. Febr. Die „Pol. Corr.“ meldet: In den bisherigen zwei Conferenzen zwischen Ristitsch und Pertew in Wien wurde über folgende Punkte der türkischen Grund— lagen zu den Friedens-Verhandlungen: Salutirung der türkischen Flagge, Conservirung der serbischen Festungen gemäß dem Firman von 1867 und Verpflichtung der serbischen Regierung betreffs Verhinderung der Bildung und des Uebertritts bewaffneter Banden, volle Einigung erzielt. Be⸗ züglich der weiteren Punkte holte Pertew In— structionen ein, welche voraussichtlich heute oder morgen eintreffen. Nach Feststellung der Präli⸗ minarien dürfte Philipp Christits mit zwei Secre— tären zu definitiven Friedens-Verhandlungen nach Constantinopel abgehen. Rumänien. Bukarest, 9. Febr. Wie versichert wird, ist Demeter Sturdza in das Cabinet zu dem Zwecke wieder eingetreten, um das folgende Programm durchzuführen: Bedeutende Reduction der Ausgaben für das Militär, Er— höhung der Grundsteuer, fortschreitender Verkauf unbelasteter Staatsgüter, Herstellung des Gleich- gewichts des Budgets für das Jahr 1877. Griechenland. Athen, 10. Febr. Die Deputirtenkammer begann gestern die Berathung des Ordinariums des Kriegs Budgets. Komun⸗ duros erklärte, die getroffenen militärischen Vor⸗ bereitungen seien nothwendig und wärt eine Ver— längerung der Arbeiten der Kammern nach Er— ledigung des Budgets erforderlich. Endlich betonte der Minister, die Interessen des Landes, sowie die Politik des Ministeriums, welche auf Aufrecht⸗ haltung der Neutralität Griechenlands gerichtet sei, bürgten für die Ruhe der angrenzenden Provinzen. Rufiland. Petersburg, 8. Febr. Nach hier eingetroffenen Nachrichten stoßen die Friedens Verhandlungen zwischen der Pforte und Serbien und Montenegro noch auf unbedeutende Schwierig keiten; dieselben werden als perfect betrachtet. Die Situation zwischen Rußland und der Pforte bleibt ungeändert. Ignatieff trifft heute hier ein und wird sofort vom Kaiser empfangen werden. — Der„Golos“ schreibt, an den Sturz Midhat's anknüpfend, das Ende des türkischen Reiches in Europa sei gekommen, es sei nur Ge— duld notbwendig und wird das Warten nicht schwer werden, da ein Krieg unmöglich mit einem Staate geführt werden könne, der schneller durch die innere Krisis, als durch ein fremdes Heer untergehen wird. Rußland werde Zeit genug haben, die Christen vor Unglück zu retten, welches sie durch den Untergang der Türkei treffen könnte. Für Rußland wie für die Christen sei es vor— theilhafter, abzuwarten, welche Richtung der Proceß der Staats- Verwesung annimmt, als denselben durch Einmischung zu verlängern. Kischeneff, 10. Febr. Die Friedens-Ver⸗ handlungen mit Belgrad sind im besten Gang. In Kischeneff sind vier preußische Stabsofficiere zu bleibendem Aufenthalt eingetroffen. Amerika. Washiogton. Das Reuter'sche Büreau meldet: Der Senat hat dem mit Spanien geschlossenen Auslieferungs Vertrage seine Zu— stimmung ertheilt. — 9. Febr. Die Commission für die Ent— scheidung der streitigen Punkte bei der Präsidenten— Wahl hat in ihrer heutigen Abendsitzung mit 8 gegen 7 Stimmen beschlossen, daß die Stimmen von Florida als für Hayes abgegeben anzusehen seien. Morgen soll diese Entscheidung dem Senate mitgetheilt werden. Letzterer hat eine Bill ange— nommen, betreffend die Bildung einer Gesellschaft zur Legung eines Kabels von Baltimore nach Europa. — 10. Febr. Der Bericht der Majorität der Commission der Repräsentanten- Kammer zur Untersuchung der Wahlen in Louistana constatirt, daß die demokratischen Wahlmänner als legal gewählt und die Entscheidung des Controlcomites als nicht vorhanden zu betrachten seien. Der Bericht der Minorität behauptet, daß die Republi- kaner als gewählt anzusehen seien, und beschulvigt die Demokraten der Gewaltthätigkeit und der Wahl- Fälschung. Aus Stadt und Land. Friedberg. Unser Gesangverein„Liederkranz“ hat am verflossenen Sonnlag sein zweites Concert in diesem Winter gegeben; er hat unter der Führung seines geschickten Dirigenten und der Mitwükung einiger musikalischen Kräfle wieder die drei Principienfragen über's Singen: Was soll man singen; wie soll man es und warum soll man singen? trefflich praktisch gelöst. Ersteres zeigt ein Blick auf's Programm und das Andere haben die Besucher des Concertes gehört und empfunden. Die Musik ist die Sprache des Gefühls; wie sich im Worte der Gedanke verkörpert, so im Tone die Empfindung. Wie aber die Musik Ausdruck des Gefühls ist, so erweckt und erzeugt sie auch in der Seele Anderer die entsprechen— den Gefühle. Die echte Musik dient dem Schönen und führt zum Guten. Drum möge der„Liederkranz“ auch fortan das Banner der Musik hochhalten. Der wackere Dirigent, Seminarlehrer Schmidt, wird dazu, daß es ge— schehe, das Seinige beitragen und die Mitwirkenden, Fräulein M. Rühl, Seminarlehrer Link und Pistonist Heng werden stets gerne bereit sein, durch ihre Leistungen für das Ideale zu wirken, um dadurch den größten und innigsten Einfluß auf die dankbaren Hörer auszuüben. Friedberg. Am 27. Februar findet eine gänzliche Mondfinsterniß statt, die bei günstiger Witterung deßbalb besonders bequem durch ihren ganzen Verlauf zu beobachten ist, weil der Mond beim Beginn der Erscheinung bereits hoch über dem Horizont fleht und das ganze Schauspiel in den Abendstunden vor sich geht. Die Berliner Volks— Zig. bemerkt darüber: Schon bei Sonnen⸗Untergang, der an diesem Tage um 5 Uhr 34 Minuten vor sich geht, wird im Osten bereits der Vollmond bei klarem Horizont sichtbar sein, der um 5 Uhr 21 Minuten aufgeht. Der interessante Anblick, den die beiden Himmelsgestirne stets darbieten, wenn sie gleichzeitig im Osten und im Westen den Horizont berühren, ist diesmal recht geeignet, auch dem Laien deutlich zu machen, daß der Schatten der Erd— kugel, welche zwischen Sonne und Mond steht, den Mond treffen und ihm das Sonnenlicht nehmen müsse. Der Mond befindet sich bereits um die Zeit im Halbschatten der Erkkugel, wenngleich dies für unser Auge wenig be— merkbar ist. Die wirkliche Verfiusterung beginnt erst, wenn der Mond in seiner Bewegung um die Erde in den Kernschatten berselben eintritt, was um 6 Uhr 23 Min. der Fall ist. Hiernach bemerkt man sehr bald auch mit bloßem Auge, wie der untere Rand des Vollmondes sich zu verfinstern beginnt, als ob eine schwarze Scheibe sich vor die helle Mondkugel schiebe. Der finflere Ausschnitt wächst nun mehr und mehr und schreitet wachsend fort, so daß die helle Mondscheibe nach und nach zu einer schmalen Sichel mit trübem Lichte wird. Endlich um 7 Uhr 20 Minuten verschwindet auch der letzte helle Streifen und es beginnt die totale Verfinsterung, welche über 1½ Stunde anhält. finsterte Mond ganz unsichtbar, zuweilen jedoch erscheint er bei totaler Verfinsterung in einem auffallend rothen Lichte, als ob sein sonstiger Silberstrahl sich in glühendes Kupfer verwandelt hätte. Die Wissenschaft lehrt uns, daß dieses rothe Licht von Sonnenstrahlen herrührt, welche durch die Atmosphäre der Erde von ihrer Babn abgelenkt worden und in den Schattenkegel hineinfallen, durch welchen der Mond wandert. Daß dieses Licht nicht immer sichtbar wird, das rührt wahrscheinlich von Trübungen in der Erdatmosphäre her, welche die Sonnenstrahlen nicht durchlassen. Um 8 Uhr 57 Minuten wird wiederum der zuerst verftusserte Theil der Mondkugel helles Licht em— pfangen und zu leuchten anfangen. Nunmehr wächst die Mondscheibe wieder nach und nach an, und um 9 Uhr 54 Minuten verschwindet der letzte Hauch der Verfinster⸗ ung, und der Vollmond strahlt in ungelrübtem Glanze (wenn Jupiter Pluvius nichts dagegen hat). Groß⸗Karben, 9. Febr. Gestern Abend brannte das Maschinenbaus auf dem neuen Selzerbrunnen ab. Mainz, 9. Febr. Ein biesiger Bürger und Friseur aing gestern Abend etwas vor 12 Uhr in der Grebenstraße, als er plötzlich von zwei Strolchen angepackt wurde. Während der Eine ihn fest am Halse hielt und das Schreien verhinderte, zog der Cumpan ihm das Portemonnaie aus der Tasche, entleerte dasselbe(es ent⸗ hielt glücklicherweise nur 4 Mark) und warf es weg. Der Ueberfallene war in einem derartigen Zustande der Er— schöpfung, daß er sich eine Viertelstunde auf einen Prell— stein setzen mußte, um sich zu erholen. Allerlei. Usingen. Sicherem Vernehmen nach soll mit dem Seminar-Neubau bis spätestens Juni d. J. begonnen werden. Der Kreisbaumeister von Homburg ist bereits beauftragt, sosort mit den Vorarbeiten des Baues zu beginnen.— Die hiesige s Pridat⸗Präparandenschule wird augenblicklich von 50 Zöhlingen besucht. Ems. Die Nachricht wegen einer Schließung des Bergwerks, sowie der Anschlagung der Viktoriaquelle ist grundlos.. Cleve, 6. Febr. Gestern Nachmittag wurde Haupt⸗ mann v. Diemar bei dem hier stehenden Füsilierbataillon des 56. Regiments, von dem Ingenieur v. Schütz im Duell erschossen. Letzterer hatte vom 1. October 1875 bis 76 seiner Militärpflicht als Einjähriger in der Compagnie Diemar's genügt. Schütz stellte sich sofort dem Staats— procurator. Brüssel. So romanhaft im Allgemeinen die Mit⸗ theilung von Fällen des lebendig Begrabenwerdens klingt, o kommen solche schrecklichen Ereignisse doch bisweilen in Wirklichkeit vor, und eben hat sich ein derartiger Fall in dem Orte Leu-Sant-Remy zugetragen. Ein junger Mensch von 18 Jahren war gestorben, der Tod wenigstens von dem Arzle constaurt, und das Begräbniß fand unter den üblichen Feierlichkeiten statt. Nachdem das Trauergesolge sich entfernt hatte und der Todtengräber sich daran machte, die Gruft zuzuschaufeln, hörte er auf einmal aus dem Sarge ein dumpfes Pochen hervorschallen. Erschreckt warf er seinen Spaten hin und lief zum Pfarrer, ihm das Er— lebniß mitzutheilen. Der Letztere glaubte, daß der Todten⸗ gräber das Opfer einer Sinnes zäuschung geworden sei, benachrichtigte jedoch den Bürgermeister von dem Vorfall. Dieser ließ nun in aller Eile den Deckel des Sarges er— brechen und man sah, daß der Unglückliche die verzweifeltsten Anstrengungen gemacht hatte, sich aus seinem Gefängnisse zu befreien. Im Zustande der Lethargie begraben, war er erwacht, als die Erdschollen auf den Sargdeckel nieder— polterten. Hätte man denselben sogleich erbrochen, so würde der Unglückliche wobl gerettet worden sein, so aber mußte er bis Hülfe kam erfticken. Handel und Verkehr. Frankfurt, 10. Febr. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1, M. 41., Nr. 2 M. 37., Nr. 3 M. 33., Nr. 4 M. 29., Nr. 5 M. 23. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 27., do. II.(Berliner Marke) M. 22. Weizen M. 25.25. Korn M. 18.50— 19.25., Gerste M. 19—21., Hafer M. 15.50— 17.75, Kohlsamen Erbsen M. 21—24., Wicken M. 19., Linsen M. 21—30., Rüböl M. 83 Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zoll⸗ gewicht= 100 Kilo. Frankfurt, 10. Febr. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war ziemlich befahren. Heu kostete je nach Qualität per Ceniner M. 4.50—6.50. Stroh per Centner M. 5. Butter 1. Qual. im Großhandel das Pfund M. 1. 15—., 2. Qual. M. 1., im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.25—30., 2. Qual. M. 1.15—20. Eier das Hundert alte M. 5.—. italienische(frische) M. 75. Kartoffeln per 200 Zoll⸗ Pfund M. 5. Ochseufleisch per Pfund 70 Pf. Rindfleisch 50 Pf., Kalbfleisch 50—60 Pf., Hammelfleisch 50—60 Pf. Schweinefleisch 79 Pf. Bei den allenthalben niedrigen Markipeisen dürfte ein Abschlag des Fleisches an der Tages- ordnung sein. Mainz, 10. Febr. Producten⸗Markt. März 22.20. Korn per März 16.50. 16,70. Ruböl per Mai 37.15. Waizen per Hafer per März Zuweilen wird der völlig ver⸗ — beittd Naliel wurd Gesel sind Gee Well erte b l Apita bäh in tin Geld loben Pfli Leben leicht Mil um Ret. auch in glied litter haber 5. Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Aus dem Rückblick der Deuischen Gesellschaft zur Rettung Schiffvrüchiger auf das Jahr 1875/76 möge dier Folgendes Platz finden Die Mitgliederzahl der Gesellschaft, welche aus 21 Küsten⸗ und 25 binnenländischen Bezuks⸗ vereinen und 76 Vertteterschasten besteht, hat sich von 26,319 im Jahre 1874/75 auf 28,066 im letzten Rech⸗ nungsjahre geboben, die Summe der Gesammteinnahmen von M. 123,839.75 auf M. 177 167.14. In der letzten Zahl flecken allerdings M. 67 473.69 außerorden liche Beilräge, nämlich M. 33 446 90 ein chemaliger Flotten⸗ fonds aus Berlin und M. 12,000. Gabe des Herrn C. A. von Hoffmann, derzeit in England, die in England be⸗ stebende Sitte, bei Slistung von Vermächinsssen und dei größeren Schenkungen siets der Schiffbrüchigen zu ge⸗ denken, wird sich“ hoffentlich auch bei uns einbürgern. Die Ausgaben der Gesellschaft betrugen insgesammt M. 110,137.15 und überstiegen die regelmäßigen Jihres⸗ beiträge um ca. M. 10,000. Die Leistungen der Reltungs⸗ stationen waren befriedigend; von 18 verunglückten Schiffen wurden 104 Menschen gerettet, 94 mitielst der Böte der Gesellschaft, 10 mit Hülse des Raketenapparats. Damit sind bis Ansang 1876 im Ganzen seit dem Beslehen det Gesellschaft(1865) 870 Personen dem Untergang in den Wellen enttissen worden. Leider hat die Gesellschaft den ersten Verlust eines Mitglieds ihrer Rettungsmannschaft bei Ausübung seiner Pflichten zu beklagen; der Loolsen-⸗ aspirant H. Minck in Cuxbaven ertrank am 11. April während der gestrandeten dänischen Schaluppe ⸗Mestor“ in einem furchtbaren Weiter Hülse gebracht wurde. Nicht Geld noch Gewinn lockte diesen„braven Mann“ in die tobende See; die Menschenliede gebot ihm, seine Pflicht zu ibun und indem er andern Menschen, 195 Leben bedroht war, Reuung bringen wollte, ja diese viel— leicht rettete, ertrank er selbst. Das that der brave Minckz was hun wir bier in der Wetterau, um das menschenfreundliche Streben der Gesellschaft zut Retlung Schiffbrüchiger zu fördern? Hierin bat sich, wie auch in d. Bl. s. Z. mitgetheilt wurde, Manches gebessert; in Friedberg, Assenbeim, Beuchenbrücken sind neue Mil⸗ glieder zugetreten, in Naubeim, Butzbach baben sich Ver⸗ treterschasten gebildet, welche einen guten Ausang genommen haben. Allein gar viele Leute in Stadt und Land, welche, 1 liebe. ohne sich eine Enibehrung damit aufzuetlegen, den Minimal ⸗ Jahres beitrag von M. 1.50 recht aut zahlen könnten, haben noch kein Interesse für die Dank unserer Gesellschaft getroffenen Anstalten zur Rettung von Menschenleben aus Stegefahr. Ostsee und Norosee liegen ihrem Begriffe ebenso sern, wie etwa die Türkei und wenn„die Stürme mit Macht durch das Land brausen,“ so denken sie nicht, daß Sturm und Meer verbündet mit Leichtigkeit Hunderten von Menschen im Anblick des Festlande, welches sie bei rechizeiig von ihm ausgehender Hülfe retten könnte, den Untergang zu bereiten vermögen. Der brave Minck opferte sein Leben im Dienste der Gesellschaft; mögen die welchen es nicht sauer wird, wenigstens M. 1.50 Jahresbeitrag für die Zwecke der Gesellschaft opfern. Sie unterstützen damit ein Werkwahrer Menschen⸗ Der Vertreter für Friedberg und Umgegend. Carl Trapp. Eine Liste zur Einzeichnung für Diejenigen, welche der Gesellschaft als Mitglieder beitreten wollen, wird in diesen Tagen in der Stadt in Umlauf gesetzt werden; außerdem liegt eine Aumeldungs-Liste im Lesezimmer des Volks⸗ bildungsvereins(Wittwe Sieck, Kaiserstraße) offen. Verloosungen. Solms⸗Lich'sches 3½ proc. Anlehen v. 1836. Franksurt a. M. 2. Januar. Lit A. Nr. 51 79. Lit. B. Nr. 23 75. Lit. C. Nr. 190 191 206 281 per 1. April 1877.— Lit. A. Nr. 5 76 112. Lit. B. Nr. 45 58. Lit. C. Nr. 73 240 333 399 per 1. Apeu 1878.— Lit. A. Nr. 44 45 106. Lit. B. Nr. 12 116. Lu. C. Nr. 145 282 334 350 per 1. April 1879 18 Mainzer Actten⸗ Bierbrauerei. Mainz, 5. Febr. 194 206 238 Prioritätsanleibe: Nr. 2 32 130 173 181 293 310 344 37 401 419 458 464 474 486 489 555 564 567 5852 505 603 615 623 635 644 645 609 674 708 763 764 779 780 965 991 1000. Oesterreichische Bodencredit⸗Anstalt. Wien, 2. Januar. Iproc. Communalobligat onen: Nr. 234 à 100 fl.— Nr. 210 248 555 639 863 894 1131 1385 à 1000 fl. Zablbar 1. April. Oester reich isch Staatseisenbahn. Wien 1. Februar. Serie A. Ergänzungenetz: 1. Emission. Nr. 54201—54300 129301—120400 133156— 133200 146601146700.— 2. Emisston. Nr. 165801— 165900 174111174155 194301— 194400 213701213800.— 3. Emission. Nr. 3397013390800 35574 1—355789.— 4. Emission. Nr. 381301381400 410031— 410068. Zablbar I. März. Geld Cours. Frankfurt am 10. Februar 1877. 20 Frankenstücke Mk. 16 24—28 Englische Sovereigns„ 20 35—40 Lussische Imperiales 047„ 16 75-80 Holländische fl. 10⸗-Stücke. 5„ 16 65 G. rr 6 9 60—65 Duecaten al mare[„ 9 64—09 Dollars in Gold I 416—19 Auszug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Geboren: 4. Febr. Dem Küfer Peter Roth eine Tochter. 4. Febr. Dem Schuhmacher Johannes Geil ein Sohn. Gestorben: 4. Febr. Bertha Ehrhardt, Tochter des Todtengräbers Michael Joseph Ehrhardt, 3 Monate alt. 4. Febr. Konrad Büttner, Schuhmacher, 22 Jahre alt. Juliana Eleonore Anna Klees, Tochter des Schuhmachers Philipp Klees, 10 Monate alt. 6. Febr. Otto Wilhelm Waas, Söhnchen des Metzgers Johann Wilhelm Waas, 1 Jahr alt. 6. Febr. Elise Sattler, geb. Amendt, Ehegattin des Pfandmtisters Johannes Sattler, 72 Jahre alt. 6. Febr. Friedrich Karl Hofmann, Söhnchen des Kappen⸗ machers Johann Heinrich Hofmann, 11 Monate alt. Oblaten lin Schachteln à 6, 9 und 12 Pfg. empfiehlt Carl Bindernagel. 395 Es soll die Ausführung der sämmtlichen Bauarbeiten zur Herstellung eings gemauerten Wasser-Reservoirs auf Statson Gießen mit kheilweiser Material Lieferung im Wege öffentlicher Submission vergeben werden. Die Offerten sind portofrei und versiegelt mit der Aufschrift: „Submission auf Bauarbeiten zur Herstellung eines gemauerten Wasser⸗Reservoirs auf Station Gießen“ g bis zum Submissionstermin am 19. Februar d. J, Vor⸗ mittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Betriebs Inspection zu Frankfurt a. M. einzureschen, woselbst auch die Zeich⸗ nung, der Kostenanschlag und die Bedingungen einge sehen, sowie auch Offerten⸗Formulare in Empfang ge— nommen werden konnen. Frankfurt a. M. den 29. Januar 1877. Königliche Betriebs-⸗Inspeetlon II. der Main⸗Weser⸗Bahn. Heyl. Bekanntmachung. 416 Freitag den 16. Februar d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Gräflich Leiningen-Westerburgischen Wald⸗ distrikte„Jungfernwald“ nachfolgende Holzsortimente öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden: 1 Raummeter Buchen-Astprügelholz, Main- Weser- Bahn. 4 7 Fichten⸗Stammprügelholz, 1 2 Kiefern⸗ 5 100 Stück Buchenwellen, 700„ Eichenwellen, 100„ Birkenwellen, 3900„ gemischte Laubholzwellen, 300 Nadelholzwellen. * Zusammenkunft am Jägergarten. Schloß Ilbenstadt den 4. Februar 1877. Gräflich Leiningen⸗Westerburgische Rentkammer. VBilera u. Guͤter⸗Versteigerung. 467 Freitag den 16. Februar l. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die Grundstücke des ver⸗— storbenen Unteradsutanten Otto nechmals öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Friebberg den 10. Februar 1877. Großherzogliche Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. Bekanntmachung. 480 Laut heute in das Handelsregister vollzogenem Eintrage betreibt Moses Mayer zu Heldenbergen an diesem Ort einen Handel mit Leder und Schuhmacher— wagten unter der Firma Samuel Mayer. Vilbel am 8. Februar 1877. Großherzogliches Landgericht Vilbel. Jäger, Pückel, Landrschter. Landgerichts Assessor. * 9 243 Versteigerung von Eichenrinde im Kreise Wetzlar. 471 Am Samstag den 3. 10 Ubr, soll im Schützengarten zu diesjährigen Lohschlägen und zwar: Vormittags Weßlar aus den Marz 1877, aus der Gemeinde Oberfoͤrsterei Wetzlar I. ca. 1571 Ctr., „„„„. II.„ 220* 1 5„ r Summa ca. 3213 Ctr. Spiegelrinde öffentlich meistbtietend verkauft werden. Die Angebote pro Centner ungeschälter Spiegelrinde aus der Königlichen Oberforsterei Krofdorf, abgeschätzt auf 760 Centner, sind für die genau zu bezeichnenden Schläge, Distrikt 94, Schlag XVI. und Distrikt 94, Schlag XVII. im Schutzvezirk Stoppelberg bei Wetzlar, sowie für Distrikt 8 Schlag J. im Schußbezirk Salz boͤden(letzterer Schlag liegt ca./ Stunden von Station Fronhausen an der Main⸗Weser-Bahn entfernt) vor dem Termin schriftlich frankirt und auf der Adresse mit der Aufschrift:„Submission auf Lohrinde“ versehen dem unterzeichneten Königlichen Oberförster zu Krofdorf bei Gießen einzureichen. Hierauf wird die Eröffnung der Offerten im Termine erfolgen. Das Koͤnigliche Landraths-Amt zu Wetzlar, sowie die betreffenden Herren Oberföoͤrster sind bereit Kauflustigen über die Lohquantitäten der einzelnen Schläge die er— forderliche Auskunft zu geben. Wetzlar Krofdorf den 5. Februar 1877. Der Koͤnigl. Landrath Der Königl. Oberförster gez. v. Tieschowitz. gez. v. Meiborn. Submission. 474 Nachstehende Anlieferungen sollen im Submissions⸗ wege vergeben werden: f a. Für das Hospital dahier: Leinwand zu 12 Betttücher, desgl. zu 24 Handtücher, blau- und weißgestreiftes Zeug zu 6 Frauenfacken und 6 gewebte weiße Männerjacken. d. Für das Versorgungshaus dahier: 1 Stück Leinwand zu Hemden, 1 Stück blau und weißgestreiftes Zeug zu Kittel für Männer, 1 Stück blaues Druckzeug zu Frauenkleider, Zeug zu 40 Stück Kopfkissenüberzügen und Leinwand zu 36 Handtücher. Die Submissionen müssen versiegelt mit Beifügung von Mustern längstens bis zum Donnerstag den 15. d. M., Vormittags 10 Uhr, auf Großherzoglicher Bürgermeisterei dahier eingereicht werden. Die Bedingungen und nähere Auskunft können bei Verwalter Gatzert im Versorgungshaus entgegen ge⸗ nommen werden. Friedberg den 10. Februar 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Test Bekanntmachung. 483 Die Ehefrau des H. C. Wiegand dahier hat die ihr gehoͤrigen Liegenschaften verkauft und sind daher etwaige Forderungen an die gedachte Ehefrau Freitag den 16. Februar l. J., Vormittags 11 Uhr, unter Uebergabe speeifieirter Rechnungen dahler anzu⸗ melden, ansonst der Kaufbrief nach Maßgabe der Kauf— notel ausgefertigt und bestätigt wird. Bad- Nauheim den 8. Februar 1877. Großherzogliches Landgericht Bad⸗Nauheim. Hempel. Immobiliar-Versteigerung. 485 Dienstag den 20. Februar J. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die nachgenannten Immobilien des Gastwirth Adolph Engel dahier, in Folge eingelegten Nachgebots, einer nochmaligen, aber letzten Versteigerung ausgesetzt werden. Hierbei wird ausdrücklich bemerkt, daß Nachgebote unter keiner Bedingung mehr angenommen werden. Gemarkung Friedberg Flur. Nr. Klftr. 1 209. 270. Hofraithe in der Stadt, 1. 208. 688/40. Hofraum u Schlachthaus daselbst, 1. 207. 106¾0. Grabgarten daselbst 14. 160. 219. Acker hinter der Toͤpfenkaute. Frledberg den 10. Februar 1877. Großherzogliches Ortsgericht Frledberg. Foue ar. Contobüchelchen zu 20 Pf., 30 Pf., 40 Pf., 60 Pf. vorräthig bei Carl Bindernagel. Faselochs-Versteigerung. 466 Donnerstag den 15. Februar I. J., Vormittags 10 Ubr, soll ein der hiesigen Gemeinde gehoͤriger Fasel⸗ ochse oͤffentlich meistbietend auf dem Bürgermeistereibüreau dahier versteigert werden. Bruchenbrücken am 9. Feberuar 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Bruchenbrücken. Wagner. Holz- Versteigerung. 468 Donnerstag den 15. Februar d. J. kommen in dem Ostheimer Gemeindewald von Morgens 9 Uhr an zur Versteigerung: 36,2 Raummeter Buchen-Scheltholz, 109,5 5 Prügelholz 7 1 Elchen⸗ 5 4080 Wellen Buchen⸗Reisholz, 200* Eichen 1 103,1 Raummeter Buchen⸗Stockholz, 47 Stück Eichenstämme, 4,50 Festmeter haltend, 3 Eichen-Derbstangen. Die Zusammenkunft ist am Vieinalweg nach Boden⸗ rod an der Münstergrenze. Osthe im am 8. Februar 1877 Großherzogliche Bürgermeisteret Ostheim. Schimpf. ö—————— 2——— 2— 2*—* — 5———— Ä—é—é . 2 e eee ——n— 0 5 392 Soeben erschien und ist direkt von der unterzeichneten Expedition oder auf buchhändlerischem Wege durch J. Bensheimer in Strassburg zu beziehen: Allgemeines Deutsches Reichs- Adressbuch pro 1877 (Zweiter Jahrgang— Preis 10 Marh, 8 in fü del und Verkehr unentbehrliches Handbuch, welches außer der genaue en Aufzeichnung 8 Civil- und Militärbehörden des deutschen Reiches, beinahe 300 der bedeutendsten Branchen des Fabrik- und Handelsstandes, über 42,000 revidirter Adressen enthält. 5 b 1877. 1 R we die Expedition des Allgemeinen Deutschen Reichs⸗Adreßbuches. Für Friedberg und Umgegend nimmt Carl Bindernagel Bestellungen an. 19 Neue Kräme 19. 394 Mein wohlassortirtes Lager l 9 5 b del⸗-Lei en C 0* se tt e n Ko e ibch für Damen, von den gewöͤhnlichsten in guter Fagon bis zu den feinsten. Leibbinden und Rückenhalter nach ärztlicher Vorschrift. Mädchen ⸗Corseten Tournuren für jedes Alter mit und ohne Mechanik. ö nach neuester Mode. Corsetten Anfertigung nach Maaß. Emil Beck, 19 Neue Kräme 19, Frankfurt a. M. Mühlen ⸗Verkauf. 477 Montag den 12. März l. J., Vormittags 10 Uhr, soll die Riedmühle — bei Griedel und 9 Morgen Ackerland, eine halbe Stunde von der Eisenbahnstation Butzbach entfernt, einer freiwilligen Versteigerung ausgesetzt werden. f Die Mühle besteht aus dem Wohnhaus und Mühlbau mit 3 Mahlgängen und sehr starkem Gefälle, aus einer Scheuer und sonst noch großen Oeconomiegeräumlichkeiten. — Griedel den 9. Februar 1877. Friedrich Wetz I. Kinder. S Grab⸗Denkmäler in Marmor, Syenit und Sandstein in großer Auswahl vorräthig bei Ferd. Hofmeister, Marmor- und Steinmetzen-Geschäft, Frankfurt a. M., Eckenheimer Landstraße 165, dem Friedhofe gegenüber. 478 177 — F Faselochs-Versteigerung. 481 Mittwoch den 14. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll bei Wirth Ulrich dahier ein der hiesigen Gemeinde gehöriger gut gehaltener Faselochs öffentlich meislbietend versteigert werden. Kloppenheim den 9. Februar 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Kloppenheim. en Verpachtung. 470 Freitag den 16. d. M., Morgens 11 Uhr, soll das Gemeindebackhaus zu Weckesheim anderweit auf 6 Jahre verpachtet werden. Weckesheim am 9. Februar 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Weckesheim. N 77 1 Immobiliar⸗Versteigerung. 465 Samstag den 17. d. M., Nachmittags 1 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus auf Antrag des Curator Johannes Kleber ger die sämmtlichen Güterstücke der verstorbenen Ernst Windecker Eheleute dahier einer freiwilligen öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Melbach den 9. Februar 1877. Großherzogliches Ortsgericht Melbach. Ha hen. Holzversteigerung im Gemeindewald Langsdorf J. Brennholz. Donnerstag den 15. Februar: 706 Raummeter Nadel Prügelholz, il ge x. 1 50⁰„„ Stockholz, 814„„ Reisholz. Vorzügliche Chocoladen aus der Kais. Kgl. Hof- Chocoladen-Fabrik Gebrüder Stollwerck, Cöln, Lieferanten fast aller europäiscen Souveraine, 7 55 empfehlen ganz besonders für Kinder und Recon- valescenten als stärkende Nahrung zu Fabrikpreisen 5 und zwar Gesundheits- und Gewürz-Chocoladen das vollwichtige Pfd. von M. 4,20, Vanille-Choco- lade von M. 1,50 an die Fabrikdepots iu Fried- berg: die Herren Wilh. Bernbeck und Wilu. Fertsch; in Butzbach: Conditor Küchel; in Nau- heim: Apotheker H Kranz; in Reichelsheim: Chr. Langheinz; in Rockenberg: Apotheker F. Sames 143 17 Herrenkragen 2. Bau⸗ und Werkholz. 1805 Freitag den 16. Februar: 5 ichtenstämme, 15— 38 Centi 5 Eh ind Centimeter Durchmesser, 400 Kiefernstämme, 15— 35 6—18 Meter Länge, 192 Kief ern⸗ und Fichtenstangen, 7— 14 Centimeter Durchmesser, 5—11 Meter Länge. ee N Bemerkt wiro, daß das Holz sehr schön liegt, nicht weit vom Ort entfernt ist und deßhalb gut abfahren ist. Die Versteigerung beginnt jedesmal Morgens 9½ Uhr. Langsdorf den 8. Februar 1877. 8 Großherzogliche Bürgermeisterel Langdorf. 469 Köhler. 440 Bleichenbacher gut gebrannter 0 Kalk ist jeden Montag zu hoben. Neder-Mocktstadt. Centimeter Durchmesser, und Manschetten de. bei K. Friedrich. Heiur. Tobias Ulrich J. Frischer Cabliau 180 bei Wilh. Fertsch. i Wohnung zu vermiethen. 484 Das von Herrn Ru d. Hill bewohnte Logis ist zu vermlethen und kann dasselbe bis zum 1. April d. J. bezogen werden. Joh. Hanstein, Metzgermeister. Schreib-& Copir-Cinte, blau und violett, in vorzüglicher Qualität empfiehlt 482 Wilh. Bernbeck. Ein Mädchen aus guter Familie wird für ein Ladengeschäft und als Stütze der Hausfrau gesucht. Franko-Offerten A. 10 poste restante Offenbach a. M. 479 472 Realschüler Gleim fand auf der Kalserstraße ein ö Etut mit ein Paar goldenen Ohrringen. Gegen Er⸗ stattung der Inseratgebühren kann dasselbe bei der Exped. d. Anz. in Empfang genommen werden. 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