Vonnerstag den 12. Juli. M 80. sischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden 7 Dienstag, Donnerstag und Samstag. 7 Amtlicher Nachver zeichnete Gesetze ꝛc. sind 1 Nr. 31. Verordnung, betreffend die Taggelder und F betteffend das Verbot der Aussuhr von Pferden. Vom 7. Juli 1877. Seite 547. rkosten von Beamten der Reschs-Post⸗ und Telegraphen⸗Verwaltung. Tbeil. Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publicirt worden: Seite 445.— Nr. 32. Verordnung, hause dahier statt. Nin Fieisen Friedberg am 11. Juli 1877. Aunmich. dapierkragen Fübenng find 1) Wabl der Mitglieder der Einschätzungscommission I. Abtheilung und 8054 deren Ersatzmänner für 1878. e 2) Die Wahl von Sachverständigen bei Abschätzung von Flurschaden, mann§. 14 der Verordnung vom 15. Februar 1875 und der Instruction vom 2. September 1875. 3) Prüfung und Begutachtung der Rechnung für 1876. 4) Bericht des Kreisausschusses über die Verwaltung und den Stand der Kreisverbands angelegenheiten in 1876. 5) Feststellung des von dem Kreisausschusse entworfenen Voranschlags für 1878. 6) Neuwahl für die aus dem Provinzialtag ausgeloosten Mitglieder: Be kan n b che unn g. Eine öffentliche Sitzung des Kreistags des Kreises Friedberg findet Donnerstag den 19. dieses Monats, Vormittags 9 Uhr, auf dem Rath⸗ Der Kreisrath: Dr. Bree Tagesordnung: Apotheker Eisenhuth zu Vilbel; Fabrikant Karl Trapp zu Fried berg; Wilhelm Kleeberger zu Sbdel. 7) Ausloosung der nach Art. 26 des Gesetzes vom 12. Juni 1874 aus dem Kreistag ausscheidenden Hälfte der Mitglieder der von den Höchstbesteuerten und die Hälste der von den Bevollmächtigten der Gemeindevorstände gewählten Kreistagsabgeordneten. 8) Ausloosung der, nach Art. 46 des Gesetzes vom 12. Juni 1874 zum erstenmal austretenden drei Ausschußmitglieder. 9) Vorlage wegen Bildung der Wahlbezirke Art. 19 des Gesetzes vom 12. Juni 1874. Ministeriums des Innern vom 11 Juni 1877 zu Nr. M. d. 4 85 Polizei⸗ Reglement, das Mitnehmen von Hunden in die Kur⸗Aulitgen zu Bad⸗Nauheim betreffend. Nach Anhörung des Gemeinde-Vorstandes sowie der Ortspolizeibehörde zu Bad Nauheim und mit Genehmigung des Großherzoglichen wird hiermit das für die Stadt Naubeim unter dem 22. März 1869 er- vor dem Kurhaus gar nicht,— in den Park und die Anlagen aber nur Zuwiderhandlungen unterliegen einer Geldstrafe von 1 Mark bis 5 Mark. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dire den Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach§ 12 des Regulativs vom 26. Februar 1875 der Provinzialausschuß während Verhandlung gelangen, dagegen wird der Lauf der gesetzlichen Der Provinzialausschuß der Provinz Oberhessen. d Röder. jedem Dienstag und Donnerstag Vormittags von 8-12 und Nachmittags ttt M. 19, lassene Local Reglement dahin abgeändert: Hunde dürfen auf die Terrasse dann mitgenommen werden, wenn sie an einer Leine oder dergl. geführt werden. Friedberg den 29. Juni 1877. legten Preisen j Löbue Bekanntmachung. then A. der Zeit vom 21. Juli bis 1. September Ferien hält an Jobs. Während dieser Ferien können in öffentlicher Sitzung nur schleunige Sachen zur r Dermmmit, Fristen dadurch nicht unterbrochen. en Mae Gießen den 6. Juli 1877. — Bekanntmachung. 1.— Die Amtstage des unterzeichneten Gerichts werden wie seither an von 2—5 Uhr abgehalten. Actuariat, nur in besonders dringenden Angelegenheiten gestattet. Friedberg den 8. Juli 1877. Außer dieser Zeit ist freiwilliges persönliches Erscheinen bei Gericht, d. Gerade im Interesse der wie diese seither vielfach durch unzeitige mündliche Anfragen und dergleichen hervorgerufen wurden, i. bei den Richtern und dem Rechtsuchenden liegt es, Störungen dieser Gerichtsordnung, thunlichst zu vermeiden. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Zeis, beter Pi st or. 1% 1% Deutsches Reich.— 10. Juli. Das soeben zusammengetretene Ems, 8. Juli. Der Kaiser, welcher sich . dt. Am 21. Juni wurde der Reichs Patent-Amt hat in einer an die gleich- des besten Wohlseins erfreut, ist beute Nachmittag 4 1 e Heinrichs 15 Osthofen zum artigen Behörden des Auslandes gerichteten Zu- unter enthusiastischen Kundgebungen des Publikums ö art Real Lehrer in Mainz ernannt. Zum Direktor schrist 100 Grundlätze seines Versabrens ausein- nach Koblenz abgereist een, der polgtechnischen Schule wurde Prof. Dr. Schäffer andergesetzt und zugleich den Wunsch ausgesprochen, ine, für die Zeit vom 1. Sept. 1877 bis 31. August mit den Patent-Behörden des Auslandes in Ver Ausland. peustedt 1878 ernannt. bindung zu treten, um die Beschlüsse und Ente Hesterreich⸗Ungarn. Wien, 10. Juli. — Otto, Hauptmann à la suite des 8.8 Regiments, Nr. 117 und Platzmajor in Darmstadt, wurde der Charakter als Major verliehen. 11 1 Berlin. Der„Reichs- Anzeiger“ publicirt 8 eine kaiserliche Verordnung, welche die Pferde- Ausfuhr an sämmtlichen Grenzen gegen das Aus⸗ land bis auf Weiteres verbietet. Das Reichs- kanzleramt ist ermächtigt, Ausnahmen vom Verbote zu gestatten und etwaige Control- Maßregeln zu treffen. Die Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündigung in Kraft. gegenseitig auszutauschen. türkische Botschafter der nf.- scheidungen auf dem Gebiete des Patent- Wesens, sowie die Veröffentlichungen patentirter Erfindungen Seitens der Aemter soll ein„Patentblatt“ veröffentlicht werden. — Der„Weser⸗Zeitung“ wird von hier ge— schrieben:„Es ist nicht unbemerkt geblieben, daß Saadullah Bey Ueberreichung seiner Creditive nicht zur kaiserlichen Tafel gezogen wurde, wie es sonst bei dem Em- pfange neuer Botschafter zu geschehen pflegt. war die Zeitdauer der Audienz eine auffallend kurze.“ Oesterreich bewilligte der Pforte die Benutzung des Hafens von Klek zum Transport der Ver- uuf un von Sanitäts-Zeug und Proviant. Lemberg, 10. Juli. Zwei in Sokal ver- haftete russische Offiziere wurden hier eingebracht. Großbritannien London, 9. Juli. Unterhaus. Northeote antwortete auf eine An⸗ frage Mack's, daß die Nachricht, der Bolschafter Layard habe dem Sultan die Mittheilung ge— macht, die britischen Interessen dürften die Be⸗ setzung Constantinopels und der Dardanellen Patent- nach Auch erheischen, unwahr sei.— Der Kriegs- Minister Hardy erklärte in Beantwortung einer Anfrage Anderson'e, die morgen in Windsor stattfindende Truppen Revue habe nicht die Bedeutung, daß Truppen in das Ausland abgesendet werden sollen, wovon keine Rede sei. Türkei. Constantinopel, 9. Juli. Der Scherif Hussein Pascha, Mitglied des Staatsraths, wurde zum Emir von Mekka ernannt.— Ein Telegramm Redif Pascha's signalisirt Ausschreit ungen der Russen bei Sistowa.— Hier ist die Nachricht verbreitet, daß die von Sistowa auf Rustschuk vorrückenden Russen zurückgeworfen seien. — 9. Juli. Der Commandant der englischen Flotte, Admiral Hornby, ist gestern hier einge— troffen. Derselbe wird demnächst vom Sultan empfangen werden.— Tscherkessen sind in großer Zahl nach dem Kriegsschauplatze abgegangen. — 9. Juli. Ein Telegramm Derwisch Pascha's aus Batum von gestern meldet, daß eine türkische Fregatte St. Nikolaus(Schefketie) bombardirt bat. Die Türken landeten und vertrieben die Garnison, worauf die Expedition nach Batum zurückkehrte. Der Marineminister, Reuf Pascha, ist zur Inspicirung der Balkanbefestigungen abge- reist. Das Corps Suleiman Pascha's wird nach der Donau abgeben. Erzerum, 9. Juli. Nördlich von Bajazid ist ein Kampf entbrannt, welcher noch fortdauert. In Erzerum ist die Ansicht verbreitet, Mukhiar Pascha würde gezwungen sein, den Russen, welche im Thale von Olti vorrücken, eine Schlacht an⸗ zubieten, bevor er seinen Vormarsch gegen Kars fortsetzen könnte.— Eine russische Colonne, welche den Versuch machte, in Ardanutsch einzudringen, wurde geschlagen und zog sich nach Ardahan zu- rück.— Mustapha Pascha ist von der Armee Mukhtar Pascha's mit 4000 Mann abmarschirt, um sich nach Kars hineinzuwerfen. Serbien. Belgrad, 10. Juli. Die Re⸗ gierung hat in Paris eine Anleihe im Betrage von 2 Millionen Ducaten abgeschlossen.— Fürst Milan inspicirte die in Nigotin unter General Horvatovie stehenden Truppen.— Serbien schloß am 4. d. einen Allianzvertrag mit Rumänien ab. Der Zeitpunkt der Cooperation ist auf Mitte August festgesetzt. Kragujevatz, 8. Juli. überreichte dem Fürsten in Beantwortung der Thron— rede eine Adresse. Dieselbe sagt, daß der Fürst, indem er im vorigen Jahre das Volk zu den Waffen gerufen, den Wünschen und der Aufgabe Serbiens würdig ent— sprochen habe. Die Skupschtina dankt dem Fürsten lebhaft, daß er die Gefühle der Erkenntlichkeit des serbischen Volkes dem Kaiser Alexander unter- breitet habe. Sie läßt den Rathschlägen des Fürsten über die Nothwendigkeit der Eintracht und Umsicht in den gegenwärtigen Verhältnissen Gerechtigkeit widerfahren, verläßt sich im Uebrigen auf die patriotische Sorgfalt des Fürsten, spricht mit dem Aus drucke der freudigsten Theilnahme der Nation an der Geburt eines Thronfolgers. Die Adresse wird dahin ausgelegt, daß eine Actions Politik Serbiens jetzt nicht zu erwarten sei. Rumänien. Bukarest, 8. Juli. Tscherkessen ermordeten bei Küstendsche 60 Christen. Der russische Kaiser besuchte Simnitza in Be⸗ gleitung des Obersten Wellesley. Der Prinz von Hessen ist wieder abgereist. Er und Fürst Gort- schakoff dinirten am Samstag in Cotroceni bei dem Prinzen Karl von Rumänien, welcher Sonn— tag in's Hauptquartier abreist. — 9. Juli. Morgen geht der Fürst von Rumänien nach dem Hauptquartier Pojana bei Kalafat ab. Gegen den vom Fürsten mit der rumänischen Armee beabsichtigten Donauübergang herrscht im ganzen Lande, welches eine Offensive der Armee offen perhorrescirt, die größte Agitation. Rußland. Petersburg. Nach einem Telegramm des„Golos“ ist Tirnowa am 6. d. von den Russen eingenommen worden. An dem Kampfe waren auf russischer Seite zwei Cavalerie— und zwei Infanterie⸗Divisionen, sowie eine Schützen- Brigade betheiligt. Von drei Seiten eiugeschlossen, räumten die türkischen Truppen Tirnowa, von der Die Skupschtina russischen Cavalerie verfolgt. Die Stadt wurde von den Russen besetzt. — Mittheilungen vom 7. Juli zufolge sind die Rückwärts Bewegungen der drei russischen Truppen»Abtheilungen in Armenien keineswegs die Folge des im Wesentlichen niedergeworfenen Aufstandes im Kaukasus-Gebirge, vielmehr der militärischen Erkenntniß zuzuschreiben, daß die be⸗ treffenden drei Colonnen der Widerstandskraft des Feindes gegenüber, welche man unterschätzt hatte, zu schwach sind. Die Generale Tergakussoff und Oklobschio operirten mit acht bis zehn, General Loris Melikoff mit etwa zwölf Bataillonen. Amerika. Wasbington. Dem Ver- nehmen nach hätte Präsident Hayes sich damit einverstanden erklärt, daß die Indianer an der mexikanischen Grenze durch Truppen der Union auch auf mexikanisches Gebiet verfolgt werden. Demnach ist es nicht wahrscheinlich, daß die vom General Ord ertheilten Befehle abgeändert wer- den. Die mit Venezuela entstandenen Differenzen sind nunmehr ausgeglichen. Aus Stadt und Land. Darmstadt. Man erzählt von einem sonderbaren, vor einigen Tagen hier abgeschlossenen Handel. Ein erst vor Kurzem verheiratbeter Diener, der aber seine junge Frau nichts weniger als gut behandelte, erbot sich einem Arbeiter sein ganzes Mobiliar und seine Frau dazu sür 100 M. zu verkaufen. Der Arbeiter ging darauf ein, zahlte den verlangten Betrag und empfing schriftliche Quittung über den vollzogenen Handel und die schriftliche Erlaubniß sich mit der Frau des Verkäufers zu verehelichen. Letzterer verschwand nach Empfang des Geldes aus hie⸗ siger Stadt. Das Pärchen dürfte aber wohl noch mit dem Strafgesetzbuche Bekanntschaft machen. Mainz, 8. Juli. Oder Bürgermeister Wallau ist heute Nacht gestorben.— Die heute von Burghausen über den Zustand des Bischofs Ketteler eingetroffenen Nach— richten lauten ebenfalls boffnungslos. ö Kostheim. Hier wurde ein Falschmünzer entdeckt und zur Haft gebracht. Der Mann hatte schon wiederholt in Kostaeim wie in Castel falsches Geld verausgabt, in Folge boessen man Haussuchung bei ihm hielt und dabei den ganzen Falschmünzerappatcar, Formen u. s. w. sand. Auch auf der Eisendahn gestohlene Gegenstände sollen da⸗ bei gefunden worden sein. Allerlei. Köln, 9. Juli. 1 1 Verloosungen. Kurbhessische 40 Thlr.⸗Loose vom Jabr 1845. Ziehung am 2. Juli. Auszabluna am 2. Januar 1878. Haupt Preife: Nr. 72850 108 000 M., Nr. 153124 24 000 M. Nr. 84132 12000 M., Nr. 66337 6000 M., Nr. 104185 125110 je 4500 M. Nr. 73422 je 3000 M., Nr. 58326 86059 92251 98907 155920 je 1200 M., Nr. 9873 10183 154 7741618 81683 91168 104197 117989 121477 164086 1 600 N., N.. 4899 6865 7166 20994 23532 46167 58350 81678 84139 94413 98923 113968 113973 119020 120029 56079 136312 90140 13261 86061 122123 46159 47719 93186 153282 101271 93072 101273 166577 155485 92450 58296 154576 160388 168040 137561 79223 93410 72837 1748 14011 6858 90138 120031 111431 f 5 icht 10642 119012 115039 42631 64577 90128 3875 20982 ihr Vertrauen zur Regierung aus und schließt 85187 41615 155145 106847 112370 36725 3872 154583 23073 166901 139255 23055 5168 90144 9871 70946 7884 18150 10180 98908 20989 112498 18139 154579 45906 22494 125038 10184 91754 30121 3861 13279 121483 45905 153297 94404 137575 12898 92252 40 91760 97590 129261 73419 20983 31179 73416 70412 0 119006 84899 9577 104291 13261 90140 136312 56079 16484 46156 74627 28683 166580 74649 101263 93401 je 300 Me. Mailänder 45 Fr.⸗Loose vom Jabr 1861. Ziehung vom 2. Jun 1877. Auszablung am 2. Janur. 3225 3890 4532 6056 1009 7643 3553 4191 5188 6579 7221 7887 3574 4200 5430 3127 3151 3745 3756 4325 4529 5882 5965 6714 6911 7506 7571 3234 3242 3244 3918 4017 4109 4663 4903 5039 6304 6327 6463 7023 7064 7071 7651 7687 7751 7893 7983 7985. wauptsewenne: S. 6579 Nr. 15. S. 7985 e e e Nr. 38, S. 5188 Ne. 21, S. 7751 Nr. 46 S. 3890 Nr. 8, S. 3022 Ni. 11, S. 5188 Nr. 14 S 7221 Nr. 7, S. 7064 Nr. 19, S. 18 Nr. 35, S. 7221 Nr. 38, S. 4109 Nr. 42, S. 3918 Nr. 17, S. 2163 Nr. 21, e e e je 1000 Fes. S. 3020 Nr. 17, S. 1655 Nr. 32 je 500 Frs., S. 4325 Nr. 33, S. 7751 Nr. 24, S. 3244 Nr. 45 je 300 Frs., S. 2442 Nr. 39 S General Grant ist bier eingetroffen. 10189 15480 155917 162866 165077 166600 je 405 M., N.. 119007 46173 106842 166580 9873 28683 74627 46156 16484 160398 85189 155481 104287 153118 23235 115035 1878. Gezogene Serien: 18 37 73 88 93 131 189 288 549 560 674 866 953 1168 1283 1384 1422 1444 1501 1606 1655 1850 1909 1994 2163 2201 2334 2442 2451 2492 2592 2612 2728 2976 3002 3006 3020 3022 3682 4284 5622 6665 7473 7937 S. 3745 Nr. 35, S. 4109 Nr. 47, S. 7687 Nr. 34 je 200 Fr., S. 189 Nr. 15, S. 7651 Nr. 16, S. 3022 (Nr. 50, S. 7643 Nr. 4, S. 7023 Nr. 29, S. 4200 Nr. 11. S. 6327 Nr. 2 je 150 Frs. Stadt Venedig Frs. 30⸗Loose vom Jahre 1869. Serien⸗ und Gewinn ⸗Ziehung vom 30. Juni 1877. Heimzablunga am 1. November 1877. Serien. Nr. 931 2228 2573 2765 4397 5055 5366 8464 8501 9237 10983 11026 12014 13173 13381 13412 13683 13813 14477 14545 14607 15142. Gewinne. S. 13381 Nr. 5 Frs. 100 000. S. 15142 Nr. 22 Fits. 2000. S. 2573 Nr. 15, S. 9237 Nr. 11, S. 13412 Nr. 12 à Frs. 400. S. 2228 Nr. 1 23, S. 2765 Nr. 13, 8. 8501 Nr. 5, S. 11026 Nr. 6, S. 12014 Nr. 14, S. 14545 Nr. 13, S. 15142 Nr. 10 15 18 à Frs. 100. S. 2573 Nr. 4 7 16 S. 5366 Nr. 1 12 22, S. 8501 Ne. 21. S. 12014 Nr. 10 S. 13173 Nr. 10 S. 13412 Nr. 21, S. 13683 Nr. 10 23 25, S. 14545 Nr. 2 19 23, S. 14607 Nr. 19 22, S. 15142 Nr. 4 13 16 19 21 23 24 à Frs. 50. Auf alle übrigen in vorstehenden Serien enthaltenen und bier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von Frs. 30. Die Stellung der Kirche zum Socialismus. Am 12. Juni hat in Meißen eine stark be⸗ suchte Conferenz von Geistlichen und Laien aus allen Landestheilen Sachsens über die Mitarbeit der Kirche an den socialen Fragen berathen. Aus dem Referat und der lebhaften Debatte ist Fol- gendes hervorzuheben. Alle Diejenigen, welche über die socialen Uebel klagen und sie zu lindern suchen, mögen es Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Ge— lehrte, Beamte oder Privatleute aller Klassen sein, sollten die Uesachen des socialen Mißbehagens eher in sich als außer sich suchen und mit der Besser⸗ ung stets bei sich selbst anfangen. Es gilt dies auch von der Kirche, welche sich selbst innerlich erneuern, im eigenen Hause Frieden halten, sich nicht an die Formulirung, sondern an den Inhalt der Lehre binden und Aergerniß und subjectives Belieben nach rechts und nach links vermeiden soll, um das Band der Einheit und des Friedens in die der Duldung und Versöhnung so allseitig bedürftige Menschheil hinaustragen zu können. Die Kirche und ihre Organe sollten sich mehr als bisher um die Arbeiter und ihre Vereinigungen bekümmern, sie sollten in ihren Predigten directe Rücksicht auf die Verhältnisse der arbeitenden Klassen nehmen und auch durch die Presse eine Verstän⸗ digung anzubahnen suchen. Sie sollten ferner auch für das leibliche Wohl ihrer Gemeindeglie- der sorgen und überhaupt den wirthschaftlichen Dingen näher treten, damit sie die wirthschastliche Entwickelung aus eigener Erfahrung kennen und beurtheilen lernen und das so Erlernte auch weiter zu tragen vermögen. Die Geistlichen können namentlich auf dem Lande, wo sie oft die einzigen Männer von akademischer Bildung sind, mit ihrem weitern Blicke über die Begebenheiten, auch die Einflüsse der Weltwirthschaft auf jede Einzelthätig⸗ keit leichter beurtheilen und vielen Familien in Betreff der Berufswahl der Kinder und in an- deren wirthschaftlichen Angelegenheiten treffliche Berather sein, indem sie zugleich zum Sparen, zur Selbstversicherung, zum vernünftigen Produ⸗ ciren und Consumiren ermuntern, indem sie ferner die Unternehmer zu guten Einrichtungen für das Arbeiterwohl anspornen und zweckmäßige Lohn- zahlungsmethoden, gelungene Fälle von Betheilig— ung der Arbeiter am Ertrag oder genossenschaft- liche Versuche, Fortschritte im Haushalt, im Wohnungs- und Bildungswesen u. s. w. zur öffentlichen Kunde zu bringen suchen. Während die Kirche in allen eben erwähnten Richtungen eine berufene Mithelferin am socialen Fortschritt werden kann, bleibt es ihre selbstständige Haupt— aufgabe, von Innen aus zu wirken uud zu einer höheren Auffassung des Lebens und Arbeitens überhaupt beizutragen. Die Kirche soll das Ideale im Volke vertreten. Die sogenannten Gebildeten mögen sich hier und da auch ohne Religion durch Wissenschaft und Kunst vor Verflachung retten und„über Wasser halten“; aber der gewöhnliche Mann, der bei schwerer Tagesarbeit den harten Kampf des Lebens zu bestehen bat, verfällt, wenn man ihm seinen Gott und das Jenseits und die Religion der Liebe nimmt, nur zu oft ganz in ein rein thierisches Genießen des Augenblicks und in vollständigen Lebens- und Arbeitsüberdruß, während 1994 Ni. 38, man bei allen kirchlichgesinnten und gläubig frohen * 15 genf I guch angel! dit in freisen Paflof Amt sei, w. daß d in den ler nisen donn schen ihm e 1 Soti berid lische Reic gewä sleiß. maß friedl geber und und Har einn die! söhn Kam Con Noth mit digu 9555 gabe bei scha zur aud dt — 19 deruchenden Nummern — iulismus. et fark be⸗ Laten aus Mitarbeit lden. Aus it Fol · cdagtus ehet det Besser⸗ den Juhalt subiictives dermtiden t Frieden 9 allseitz fang. Di als gungen eb ten dtrecie den Klassen t Berstän Uien tine N tatindtglie⸗ 1 Betheilig“ 7 4 Fnschaft⸗ 1 20 1 1 f 5 —— 1 Menschen auch in den bescheidensten Verhältnissen 0 noch täglich beobachten kann, daß Gottseligkeit auch schon die Verheißung dieses Lebens hat. Die angeregte Debatte der Meißner Conferenz förderte die interessantesten Mittheilungen aus vielen Lebens- kreisen zu Tage und das Geständniß verschiedener Pastoren, namentlich vom Lande, daß das geistliche Amt noch keineswegs so in Mißeredit gekommen sei, wie man es in den Städten wohl oft meine, daß der arme Mann noch recht wohl fühle, daß in dem Geistlichen eine höhere Welt ihren Ver treter zu ihm sendet. Die Diener der Kirche müssen nur auch ein Herz für den Arbeiter zeigen, dann nimmt derselbe gern den Besuch des Geist— lichen im Haus oder Feld entgegen und stattet ihm am Sonntag in der Kirche seinen Gegenbe— such ab. Man darf auch nicht glauben, daß alle Socialdemokraten unkirchlich sind. Ein Geistlicher berichtete, daß seine Gemeinde als socialdemokta- tisches Nest verschrieen sei und daß bei der letzten Reichstagswahl ¼ aller Stimmen einen Socialisten gewählt hätten; aber alle diese Wähler seien fleißige Kirchgänger und kommen auch zum Abend- mabse. Man möge daher das Vertrauen auf eine friedliche sociale Entwicklung des Volkes nicht auf⸗ 73 Quart gaben, lieferten sie bei dem gedämpften nur 71, bei der zweiten 23 Quart Milch für 1 Pfund Butter durch Auswaschen der Lösungsrückstände und Formen der schlammartigen Masse zu viereckigen Blöcken erhalten. Er kommt, weil Ueberproduction vorhanden ist, zu sehr niebriegem Preis in den Hendel. Die Auflösung erfolgt auch m.ttelst warmen Wassers und ganz allmählig, weil der Kieserit, um in Bittersalz überzugeben, 6 Theile Wasser aufnehmen muß. Die gesättigte Lösung wird in der angegebenen Weise verwenbet. Dämpfen der Runkelrüben zum Milchfutter ist nicht empfehlenswerth. Nach Versuchen, welche C. Struckmann mit 8 Holländer Kühen angestellt hal, empfiehlt sich das Dämpfen der Runkelrüben zum Futter für Milchkühe nicht. Die Zusammensetzung des Futters war pro Tag und Kuh 63 Pfund Runkelrüben, 3,73 Pfund Rapskuchen 7 Pfund Weizenspreu, 7 Pfund langes Waizen— stroh und 3,5 Pfund Weizenstrohhäcksel. Bei der Fütterung der Rüben in gedämpftem Zustande war der Milchertrag in Quantität wie Qualität geringer, als bei der Verab⸗ reichung roher Rüben. Während nämlich bei den un⸗ gedämpften Rüben die 8 Kühe im Durchschnitt täglich während ferner bei ersterer Fütterung 22½ Quart Milch 1 Pfun verkäufliche Butter lieferten, oder aus 100 Pfund Milch 1 Pfund reines Felt gewonnen wurden, waren nöthig, oder aus 100 Pfund Milch wurden nicht ganz 1 Pfund reines Fett gewonnen. Verbesserung schlechten Trinkwassers durch Kochen. Bekanntlich ist es noch immer am besten um schlechtes oder verdächtiges Brunnenwasser für den Genuß verwendbar zu machen, dasselbe abzukochen, ehe man es genießt. E. Bücke schlägt nun vor, das betreffende Wasser geben und vielmehr hoffen, daß auch diese Sturm- und Drangperiode zu einer Klärung der Geister und Läuterung der Gemüther führen wird. Hauptsätze, zu denen sich die Meißner Conferenz einmüthig bekannte, lauten: 1. Die Kirche, als die Gemeinde aller heilsbedürftigen und nach Ver- söhnung ringenden Gemüther, hat in dem socialen Kampfe der Gegenwart unter allen Formen und Confessionen die Aufgabe, der äußeren und inneren Noth und den Predigten des Hasses und Neides mit Gedanken des Friedens, Worten der Verstän⸗ digung und Werken der Liebe entgegenzutreten. 2. Die Kirche hat bei Erfüllung ihrer Hauptauf⸗ gabe ein besonderes Augenmerk darauf zu richten, bei ihren Gliedern auch die Erkenntniß der wirth⸗ schaftlichen Entwickelung zu pflegen und sowohl zur Verbreitung wirthschaftlicher Wahrheiten, als auch zur Förderung gemeinnütziger Bestrebungen für das Volkswobl nach Kräften beizutragen. 3. Insbesondere soll die Kirche die Sonntags ruhe und Sonntags heiligung dem Volke zu sichern suchen. Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Vertilgung von Gras bei Pflasterungen ꝛc. Das Wirksamste und aleichzeilig Billigste soll nach der „Deulschen Industrie⸗ Zeitung“ die sog. Erdlauge der Leopoldshall⸗ Staßfurter Kali⸗Industrie sein, welche als Mutterlauge des künstlichen Carnaliis, eine gesättigte Chlormagnesiumlösung mit geringem Gehalt von Chlor- kalium, schwefselsaurer Magnesia und Kochsalz bildet.— Diese Erdlauge wird in Staßfurt als lästiges Nebenproduct in enormen Quantitäsen dem Boden zugeführt; ihr Preis ist daher an Ort und Stelle gleich Null und es würden kaum mehr als die Transportkosten in Menu nung zu ziehen sein. Chlormaguesium wirkt in hohem Grade giftig auf die Pflanzenwurzeln ein; es hat jedoch in Folge seiner leichten Löslichkeit die Eigenschaft, rasch in liesere Erd⸗ schichten einzudringen, weshalb man bei vorsichtiger An⸗ wendung eine Zerstörung seitlich stehender Pflanzen— etwa Beeleinsassung— nicht zu befürchten hal. Man kann ohne Schaden Blechgießkannen anwenden; nach Wiederholung der Operation werden die Graswurzeln bald absterben.— Nahezu von gleicher Wirksamkeit ist eine conzentrirte Kieserit⸗Lösung. Dieser Kieserit, unreine schwefelsaure Magnesia mit 1 Th. Wasser. wird in Staß⸗ furt ebenfalls als Nebenproduct der Chlorkaliumfabrikation Die mit Weinsäure, Citronensäure oder Salzsäure anzufäuern, dann aufzukochen und nach dem Abkühlen die Säure mit Natriumbicarbonat zu neuttalisiren. Durch den Säure⸗ zusatz sollen angeblich die aus den etwa vorhandenen organi⸗ schen Stoffen beim Kochen gebildeten Zersetzungsproduete entfernt und unschädlich gemacht werden. Heu- und Knochenbrüchigkeit. Gelegentlich des landwirthschaftlichen Kränzchens zu Ottersheim in der Pfalz wurde die Wahrnehmung mitgetheilt, daß junge Thiere sich viel langsamer entwickeln, wenn man sie mu einem Heu aus nassen Wiesen mit eisenhaltigem Wasser ernährt, als wenn das Heu auf trocken gelegten Wiesen derselben Bodenarten gewonnen wurde. Mit dieser Wahr— nehmung bält auch das Auftreten der Knochenbrüchigkeit bei älteren Thieren gleichen Schritt. Zwar ist es allge— mein bekannt, daß das auf nassen Wiesen gewonnene Heu an und für sich einen geringecen Nahrungswerib hat, als das Heu von trockenen Wiesen; allein woran es dem Heu der nassen eisenhaltigen Wiesen vorzugsweise sehlt, das ist der phosphorsaure Kalk, der knochenbildende Stoff, ohne den das junge Thier in seiner Entwicklung zurückbleiben uud das ältere Thier knochenkraunk werden muß. Der Eisengehalt des Wassers solcher nassen Wiesen ist nämlich Veranlassung, daß ebensowobl der phosphorsaure Kalk, den der Boden von Natur aus enthält, wie auch der- jenige, den man durch Düngung mit Knochenmehl der Wiese zuführt, in einen schwerlöslichen Zustand gelangt. Hier ist die Entwässecung das einzige Mittel, durch das geholsen werden kann. Friedberg, 10. Juli. Waizen M. 27.50. Korn M. 23.—. Gerste M. 19.—. Hafer M. 14.50—19. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpsund. Frankfurt, 9. Juli. Der beutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren: 480 Ochsen, 170 Kühe und Rinder, 200 Kälber und 230 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 68—70., 2. Qual. M. 60—65. Kübe und Rinder 1. Qual. M. 60.—62, 2. Qual. M. 48 50. Kälber 1. Qual. M. 60.—. 2. Qual. M. 48—50. Hämmel 1. Qual. M. 54—56., 2. Qual. M. 50.—52. Schweine das Pfund 60 Pf. Frankfurt, 9. Juli. Fruchtbericht. Mebl Nr. 1 M. 42., Nr. 2 M. 38, Ni. 3 M. 34., Ne. 4 M. 30. Nr. 5 M. 24. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26—27., Ho. II.(Rerliner Marke) M. 22., Weizen ab Bahnhof hier N. 28.50., ab unserer Umgegend M. 28.—. fremder je nach Qual. M. 22— 27.50. Korn M. 1621.50. Gerste N. 19 21. Haf- M. 1417.50. Koblsamen M. 32—34. Erbsen M. 21—24., Wicken Ut. 17.50., Linsen M. 21—30. Küböl M. 74 Die Preise verstehen sich sämmtuch per 200 Pfund Zollgewicht— 100 Kilo. Frankfurt, 9. Juli. Heule beginnt der hiesige Wollmarkt. Die Zufuhr war nicht so bedeutend, wie man anfänglich votraussetzte, wozu jedoch die allgemeine Ge⸗ schäftslage wesenilich beitrug. Wesentlich unierschied sich jedoch die zu Markt gebrachte Waare dadurch, daß sie viel feiner in Wäsche ist als sonst. Die Preise stellten sich in einzelnen Fällen um fünf Mank höher als auf dem vorigen Markte. Als bezahlte Preise noten wic für gute hessische Land⸗Wolle 117—130 Mk., für minelfeine Schur⸗Wolle 150—160 Mk., geringe östetreichische Wolle, sowie Colonial⸗ Wolle fehlte diesmal gänzlich. Main! 9. Juli. Srooucten-Markt. Waizen per Juli M. 24 50., per Nov. M. 23.05. Korn per Juli M. 16.70. per Nov. M. 1615. Hafer per Juli M. 15.70, per Nov. M. 15.40. Rüböl per Juli WW... 9 D. Frankfurt a. M., 10. Juli. Die Meldung des Wiener„Tagblatts“ von einem Allianzvertrag zwischen Serbien und Rumänien, welcher gemeinschaftliche militärische Operationen„dis Mitte August“ bezwecken soll, ließ heute eine maite Börse erwarten. Man eröffnete in der That auch in etwas schwächerer Haltung auf niedrigere Wiener Course, erholte sich jedoch bald wieder, als Berlin eine jeste Tendenz documentirte und zeigte es sich im Allge⸗ meinen, daß die Speculation gegen diesen neuen politischen Zwischenfall ziemlich unempfindlich war. In Betreff des Geschäfts ist heute eine etwas lebhaftere Thätigkeit zu constatiren. Von den Haupispeculationspwieren waren Staalsbabnactien bevorzugt und wurden 4 190/X4—191/ö und 191½ gehandelt. Creditactien gingen 1117-11702 und 117 ½ um. Lombarden geschäftsos. Von aus⸗ wärtigen Staalssonds stellten sich Oesterr. Renten, Ungar. Schatzdens und Russen niedriger. Von Anlehensloosen blieben 1860 ˙ r fest. Oesterr. Bahnen waren still und un⸗ verändert. Prioritäten preishaliend. 30% Lombardische matter. Banken sind gut behauptet. Brüsseler Bank gaben 1% nach. Von Wechseln London und Paris schwächer. Geld ⸗ Cours. Ueber neue Desinfectionsmittel. Nach einer Untersuchung von Kletzinsky besteht die Desinsections— Chlormagucsium, die offenbar durch Vermischen äquiva⸗ lenter Mengen von Chlorkalk und Bittersalz und Trennen der Lösung von dem ausgeschiedenen Gypse hergestellt wurde. Der Verf. empfiehlt ein Gemisch von bafisch— schwefelsaurem Eisenoxyd, Magnesitmehl und Phenol als sehr gutes Desinsectionsmiitel.— Das schwedische Des⸗ infectionsmittel Amyko's bestand aus 75% Wasser, 18% Borsäure, 2% ꝓ Ammoniak und 5% Gewürznelkenextrakt. — Ein zweiles schwedisches Desinsectionsmittel, Afeptin genannt, bestand aus 43% schweselsaurer Thon erde, 330% Natronsalpeter und 24% Borsäure.— Der Desinfections— werth dieser neuen Mittel ist, mit Ausnahme der phenol— valtigen, sehr zweiselbaft. Handel und Verkehr. Friedberg, 10. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1 20. Eier 1 Stück 6 Pf. flüssigkeit von Valmagint im Wesentlichen aus einer ver⸗ dünnten Lösung von unterchlorigsaurem Magnesium und Frankfurt am 10. Juli 1877. 20 ⸗Frankenstücke Mk. 16 24 28 Englische Sovereigns„ 20 35 40 Russische Imperiales C Holländische fl. 10⸗ Stücke„ 16 65 G. Dachen e* 9 59- 64 Duenten r ade?s 9 5964 Dollars in Gold 4 17-20 Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein üchten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe per Glas zu M. 1 50, ½ Dutzend 0 „ Dutzend 18,75 Die Exped. d. Anz. Holz-Verstergerung. 2132 Freitag den 13. d. M., Vormittags 9 Uhr, soll im hiesigen Gemeindewalde, Distrikt Reserveschlag, nach— benanntes Gehölze versteigert werden: 57 Raummeter geschältes Eichen-Scheitholz, 91„„„ Prügelholz, 7 5 Eichen⸗Stockholz, 3 17 Nadel- 5 22047 Stück Eichen⸗Schälholzwellen, 158„ geschaͤlte Eichen-Baumstützen. Zahlungstermin: 1. Dezember 1877. Ober-Mörlen am 7. Juli 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen. Halsbin! 504 Shlips und Shawls für Herren und Damen in inde schöner Auswahl, Foulards, buntfarbige seidene Um— inbyftücher, sowle weiße und schwarze seidene Hals, tücher billigst bei K. Friedrich. Oeffeutliche Aufforderung. Da die Erben der Philipp Stork Eheleute von Ober Rosbach auf Loschung der von Letzteren der Apo- theker Tra pp Wittwe in Friedberg und Pfarrer Braun in Köppern unterm 4. Dezember 1840 und 16. Sep⸗ tember 1841 über 300 fl. und 200 fl. bestellten Hypothek im Hypothekenbuch der Gemarkung Ober und Nieder⸗ Rosbach angetragen haben, jedoch die angeblich verlorene liegenden Prozeßacken abgetragenen Hypothekforderungen nicht vorlegen können so werden die unbekannten Besitzer der genannten Obligation hiermit aufgefordert, binnen 6 Wochen von heute an Einsprache gegen den Loͤschungs— antrag bierorts zu erheben, widrigenfalls demselben stattgegeben wird. Friedberg den 9. Juli 1877. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Pi st o r. 2152 2133 Die so beliebten Clod Collar Papierkragen mit umgebogenem Rand und leinenem Stoffüberzug sind angekommen und zu haben bei W. Eigner, vorm. Schwarz. Schuld- und Pfandverschreibung über die inhaltlich vor- Holz-⸗Versteigerung. 2145 Freitag den 13. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll in hiesigem Gemeindewald, Schlag Nr. 4, unterhalb der Kaisergrube, an der Usinger Straße, nachverzeichnetes Holz versteigert werden 11,3 Raummeter Eichen⸗Schälholzknüppel, 9 1 Stockholz resp. Späne, 5271 Eichen Schälholzwellen. [Neder⸗Mörlen den 10. Juli 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Mörlen. Mö b S. 7* 57—* Nähmaschinen in allen Systemen, wie Grover Backer Nr. 19, Singer(Familienmaschine), Elastic⸗Cylinder(Schuhmachermaschine), Diverse Handnähmaschinen ꝛc. unter Garantie offertren zu bedeutend herabgesetzten Preisen bei günstigen Zahlungsbedingungen. C. F. Schwarz Söhne in Echzell. ö 2120 Mobiliar⸗ und Vieh⸗ Versteigerung. 2095 Nächsten Freitag als den 13. d. M., von Morgens 8 Uhr an, werden in der Behausung der verstorbenen Sattler Karl Schaubach Eheleute dahier nachbenannte Gegenstände gegen gleich baare Zahlung öffentlich meist⸗ bietend versteigert: 2 Kühe, 3 Schweine, 1 Ziege, 4 bis 5 Fuder ver⸗ schiedene Sorten Stroh, ein Quantum Mist, 1 voll⸗ ständiger Wagen, 1 Egge, 2 Pflüge, ein großes ein großes Quantum Schnallen und Ringe, 1 Sopha, 1 Commod, 4 Bettstellen mit vollständigem Bettzeug, 5 ver⸗ schiedene Tische und sonstige Haus« und Küchen⸗ Quantum des verschiedensten Leders, geräthschaften. Melbach am 5. Juli 1877. Großherzogliches Ortsgericht Melbach. Hahn. Bekanntmachung. 2147 Unter Bezugnahme auf die Artikel 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Se. Exlaucht der Herr Graf Botho zu Stollberg Roßla-Ortenberg zu Roßla unterm heutigen Tage mit dem Eisensteinbergwerk „Oberwald“ in der Gemarkung Münzenberg, Kreises Friedberg, mit einem Felde von 7425 Quadratmetern beliehen worden ist. Erwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müssen bei Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerkseigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situationsrisses bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt den 28. Juni 1877. Großherzogliche Ober-Forst; und Domänen-Direktion, Berg⸗Abtheilung. Bo se. ydt. Tecklenburg. Proelam. 2155 Der Wirth Peter Faulstich dahier hat seine Insolvenz angezeigt. Termin zur summarischen Anmeldung der Forder⸗ ungen und zum Güteversuch wird auf den 9. August c., Vormittags 9 bis 10 Uhr Contumgeirzett, anberaumt. In diesem Termin haben sämmtliche Gläubiger zu erscheinen, ihre Forderungen nöthigenfalls unter Vorlegung der erforderlichen Beweis— mittel anzumelden. Den nicht erscheinenden Gläubigern wird als Rechts⸗ nachtheil angedroht, daß sie als dem Beschluß der Mehr⸗ heit der Erschienenen beitretend werden angesehen werden. Zum Curator ist vorläufig Taxator August Berg be⸗ stellt. Wird etwa ein Nachlaßvertrag geschlossen, so wird derselbe nur durch Anschlag am Gerichtsbrette be— kannt gemacht werden. Hanau den 4. Juli 1877. Königliches Amtsgericht II. Kulenkemp. vdt. Winkler. statt, wozu freundlichst einladet Schwalheimer Mineralbrunnen. 2153 Sonntag den 15. Juli findet bei Harmonie- und Tanzmusik das Kirschenfest 7 Georg Bailly. 2137 Eine Familie, die für ein Unternehmen an hiesigem Platze engagirt wurde, das aber scheiterte, ist in traurige Verhältnisse gerathen, sie leidet wörtlich— Hunger. Mildthättge Menschen werden etsucht, ihr Scherflein bei Herrn E. F. Walz niederzulegen. Geschüsts-Empfehlung. 1761 Unterzeichnete empfiehlt fich im Anfertigen von Damenkleidern in und außer dem Hause unter Zu⸗ sicherung geschmackvoller Arbeit und prompter Bedienung. Friedberg im Juni 1877. Elisabeth Klinkerfuß, wohnhaft im Hause des Herrn Georg Magnus in der Vorstadt. Für Restaurant und Familie! über diütetische Gesundheitspflege bereitete, vielfach preisgekroͤnte und durch seinen enormen Absatz berühmte von Dr. med. Schrömbgens, prakt. Arzt Professoren der Medicin und Chemie der größten deutschen Universttäten als ange- nehmer und gesunder Liqueur empfohlen. Zu haben in Friedberg bei Herrn W. Bernbeck, in Nauheim bei Philipp 0 J. Weiß. 119 Der nach den neuesten medicinischen Lehren ärztliche Magenbitter gen. Lestomac in Kaldenkirchen, wird von den bedeutendsten 2078 Zur Jahresfeier des Rodheimer Zweigvereins der Gustav⸗ Adolf ⸗ Stiftung werden alle Mitglieder und Freunde des Vereins nach Burg⸗Gräfenrode auf den 22. Juli d. J., Nachmittags 2 Uhr, freundlichst hiermit eingeladen. Pfarrer Dr. Steinmetz von Mainz wird die Festpredigt halten. Kaichen am 1. Juli 1877. Für den Vorstand: Fertsch. Friedberger Casino. Donnerstag den 12. Juli Nachmittags bei günstiger Witterung Sommerpathie auf den Selzerbrunnen bei Groß⸗Karben mit Musik. Abfahrt 2 Uhr 49 M. 5 Der Vorstand. Gohan„Jur Post“ in Reichelsheim. 2143 Sonntag den 15. d. Mts. Harmonie und Tanzmusik. Bei günstiger Witterung Abends großes Feuerwerk von H. Teute aus Nidda, wozu freundlichst einladet Conrad. Pferde, abgängige, ineurable werden gekauft und bezahlt. ** 8 Ein junger Mann, welcher seiner Lehrzeit Genüge geleistet hat, bereits 3 Jahre in einem Colonialwaaren⸗Geschäft, sowie Produkten— handlung thätig war, der französischen Sprache mächtig und mit der einfachen und doppelten Buchführung betraut ist, sucht unter bescheidenen Ansprüchen anderweitiges Placement. Offerten beliebe man unter Chiffre K. 540 an die Exped. d. Anz. zu richten. 2012 Für die Großherzoglichen Bürgermeistereien: Formular zu Gesinderegister, 1„Aufforderungen (Formular Nr. 1 und 2 der Gesindeordnung) ist vor⸗ Vergebung von Weißbinder⸗ Arbeiten. 2144 Die zur Erneuerung des äußeren Verputzes und Anstrichs des Landgerichtsgebäudes zu Bad⸗ Nauheim f vorgesehenen Weißbinderarbeiten sollen auf dem Sub— misstonswege vergeben werden. Dieselben find veranschlagt zu 544 Mark 70 Pf. N Accord, Voranschlag und Submussionsbedingungen liegen auf dem unterzeichneten Kreisbauamt zur Einsicht offen. Die Offerten, welche die Gebote nach Prozenten der Voranschlagssumme enthalten müssen, sind spätestens bis Mittwoch den 18. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, daselbst verschlossen und mit der Aufschrift„Submission zur Uebernahme der Weißbinderarbeiten an dem Land— gerichtsgebäude zu Bad⸗Nauheim“ abzugeben. Friedberg am 9. Juli 1877. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u ß5f. Beginn des neuen Quartals! 8 8 8 —— 5 2 8 Beste Zeit zum Abonnement. 2 88 88 = re, 0 5 3 — 3 8 uheim. 88 5 Die soeben erschienene Nr. 41 enthält: Die beiden Marien. Roman von Alexander Römer. (Fortsetzung.)— Der jungen Mutter höchstes Glück. Nach dem Bilde von Kiesel.— Das Glück. Roman von Victor von Strauß.(Fortsetzung.)— Ein neuer Roman von Turgenjew.— Das Hohenzollern-Museum im Schlosse Monbijou zu Berlin. Von Georg Hiltl. Mit 10 Illustrationen von C. L. Backer. räthig bei Carl Bindernagel. Die Emser Victoriaquelle ist die kohlensäurereichste und daher für den Ver- sandt— zum curmässigen Gebrauch zu Hause— geeignetste aller Emser Ouellen und wird mit grossem Erfolge gegen catarrhalische Leiden aller Art getrunken. Emser Pastillen (n plombirten Schachteln) Hofzahnarzt Dr. Petermann aus Frankfurt a. M. wird Samstag den 14. d. Mts. in Friedberg an⸗ wesend sein und daselbst im Hötel Trapp, Zimmer Nr. 23, von Nachmittags 4 bis 7 Uhr Sprechstunde halten. 2138 Ein neuer Landauer 2093 steht zu verkaufen bei Friedberg. Gebrüder Rothschild. * Hlaarbalsam. 1989 Dieser Balsam reinigt die Kopfhaut, gilt als das beste Mittel, das Wachsthum der Haare zu be- fördern und das Ausfallen derselben zu verhindern. Er enthält so viele Fettstoffe, dass der Gebrauch von Haaröl, Pomade ete, dadurch überflüssig wird. . Wasenmeisterei Frankfurt a. M., 2148 Compt. Brönnerstr. Nr. 5. Circa 100 Fuder Strohseile sind zu verkaufen. Bierbrauerei„Zum steinernen Haus“. 2149 H. Philippi. 2141 Die gegen die Herren Oberförster Strack und Forstwart Marx ausgestoßenen Beleidigungen nehme ich, als grundlos und in der Uebereilung geschehen, zurück. Ober⸗Rosbach den 9. Juli 1877. Ludwig Datz. Herrenhemden, 614 feine Einsätze, Vorhemden, Taschentücher, weiße Unterröcke, Kragen, Manschetten sowie Socken und Strümpfe äußerst billig bei K. Friedrich. 4—5 Wirthstische zu kaufen gesucht. 2154 E. Schramm, Usagasse. 3 große Gährböttig, für Gerber geeignet, zu verkaufen. H. Philippi, 8 gegen Hals- und Brustleiden ausserordentlich wirksam. 2150 Bierbrauerel„Zum steinernen Haus“ Vorräthig: in Friedberg bei Dr. Uloth, Hof- Ei 5 Apotheker, und C. Görtz, Hof- Apotheker. inen Lehrling 2146 König Wilhelms- Felsenquellen, Ems. 2151 sucht Johs. Dönges II., Ockstadt. Wagnermeister. NB. Bei demselben ist auch eine Parthie trockene Zimmerspähne zu haben. Bei Carl Bindernagel in Friedberg und Bad⸗ Nauheim ist vorräthig: Neuster CTuschen-Fahrplan — e Jommer- für die Mittel⸗Rheingegend, Hessen, Nassau, Frankfurt, Rhein⸗Preußen. Preis 20 Pf. ½ Flacon à Mark 0.60, e zu haben bei u sehr billigen Preisen bei Corsetten„ ledrich. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg. Frau Hoflieferant Windecker in Friedberg, P h. J. Weiss in Bad Nauheim. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. der vors Bet und dur