* at J. Nnd Un w. Nag e erg, Lerstzenden: Uloth U Atet Ir „hate 4 tdensten Dieustag den 11. Dezember. M 145. erhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Beef nn aun g Dem dahier inhaftirten Paul Keldenich aus Kerpern wurden bei seiner Atretirung drei Frauenjacken von dunklem Tuch, sowie fünf Paar baumwollene Frauenstrümpfe abgenommen. (sogenannte Schmelzperlen) verziert. aber angeblich nicht mehr bezeichnen. Friedberg den 6. December 1877. Die Eine dieser Jacken ist noch wenig getragen und mit schwarzseidenem Band und schwarzen Perlen Keldenich hat zugestanden, diese Sachen aus einem Hause in hiesiger Stadt gestohlen zu haben, kann dasselbe Die Eigenthümerin wolle sich baldigst bei uns melden. Großberzogliches Landgericht Friedberg. Pistor, Landrichter. Langermann, Landgerichts ⸗Assessor. Deutsches Reich. Darmstadt. Militärdienstnachrichten. Ver setzt wurden Saltzgeber, Zeuglitutenant vom Art.“ Depot in Saarlouis, zum Art.-Depot in Mainz, Schulz, Zeuglicutenant vom Art.⸗Depot in Mainz, zum Art.⸗Depot in Küstrin, Schlosser, Zahlmeister vom 1. Bat., zum Füsilier⸗Bat. und Meier, Zahl- meister vom Füs.⸗Bat., zum 1. Bat. des 3. Inf. Regts. Nr. 117. — Vor etwa Jahres- Frist hat bekanntlich unsere Stadt, veranlaßt durch ein gewissermaßen indirectes Auffordern der Ministerial- Abtheilung für Schul- Angelegenheiten, im innigsten Anschluß an unsere den Gymnasten oder Realschulen erster Ordnung gleichgestellte höhere Töchterschule ein Seminar für Lehrerinnen, das erste in unserem Lande, errichtet, welches in erfreulicher Weise ge— deiht. Da dieses indeß erhebliche Opfer erheischt, st die Regierung darum angegangen worden, in das nächste Budget einen Zuschuß einstellen zu wollen. Berlin, 7. Dec. Im Abgeordnetenhause begründete heute v. Schorlemer⸗Alst zunächst seine Interpellation, betr. die handelspolitischen Ver- handlungen zwischen Deutschland und Oesterreich— Ungarn. Handels Minister Achenbach erklärte darauf:„Die Staatsregierung begreift das Ver— langen, über die in der Interpellation erwähnten Punkte Auskunft zu erhalten, und würde unter anderen Umständen selbst den Wunsch hegen, eine solche Mittheilung dem Hause zu machen, damit die vielen irrthümlichen und falschen Gerüchte, welche verbreitet worden sind, auf wirkliche That— sachen zurückgeführt werden, damit ferner so un⸗ tichtige Ansichten, wie sie theilweise heute auch von dem Interpellanten kundgegeben sind, ihre Widerlegung finden können. Gleichwohl ist die Staatsregierung nicht in der Lage, solche Aus- lunft fetzt ertheilen zu können. Die Verhandlungen nit Oesterreich-Ungarn, welche abgebrochen waren, ind neuerdings wieder aufgenommen worden.“ Hierauf trat das Haus in die Fortsetzung der zweiten Berathung des Etats ein. Bei dem Etat der directen Steuern fand eine längere Debatte über die Frage der Ueberlassung eines Theils der Gebäude⸗Steuer an die Communen statt. Minister Camphausen befürwortete dabei den vorgelegten Communalsteuer-Gesetz Entwurf. Lucius, Röckerath und von Gustedt brachten Beschweden vor über Unbilligkeiten und Härten bei Veranlagung und Erhebung der Classensteuer. Darauf wurde der Etat der directen Steuern genehmigt.— 7. Dee. In der heutigen Abend Sitzung erledigte das Ubgeordnetenhaus in zweiter Lesung die Einnahme Etats der directen Steuern. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ widerspricht den Angaben über die Rückkehr des Fürsten Bismarck im Laufe dieses Monats; der Gesundheitszustand des Fürsten sei ein derartiger, daß die Beendigung ines unbestimmten Urlaubes jedenfalls in der Fbaäͤchsten Zeit, vielleicht sogar vor Frühjahr nicht fublia sei. — Oegenüber anderweitigen Gerüchten, daß der österreichische Vorschlag auf eine sechs monatliche Verlängerung des bestehenden Handels- Vertrages diesseits bereits abgelehnt sei, ist zu constatiren, daß die Verhandlungen derzeit noch schweben. Sondershausen. Der Landtag genehmigte einstimmig den Staatsvertrag mit Preußen wegen des Anschlusses von Schwarzburg Sondershausen an das Landgericht Erfurt und das Oberlandes- gericht Naumburg und verneinte die Nothwendig⸗ keit einer Aenderung der Verfassung. Dresden. Die zweite Kammer beschloß die von der Regierung geforderten Mittel zur Errichtung eines Gebäudes in Berlin für den dortigen sächsischen Gesandten und die Bundesraths Bevollmächtigten zur Zeit abzulehnen. Minister v. Nostiz⸗ Wallwitz hatte vorher erklärt, die Regierung wünsche die Bewilligung nur, wenn im Lande die freie Ueber⸗ zeugung von deren Nothwendigkeit herrsche. Straßburg, 8. Dec. Der Landesausschuß wurde heute eröffnet. Der Oberpräsident sagte nach Erwähnung der Berathungs-Gegenstände in seiner Rede: Die neue Formel, unter welcher Ihnen diese Vorlagen zur Beschlußfassung über— reicht werden, bezeichnet eine neue Phase in der politischen Gestaltung dieses Landes. Ihre Be— schlüsse über eine Gesetz Vorlage haben fortan eine andere Bedeutung als in den früheren Sesstonen. Das Gesetz, betreffend die Landes Gesetzgebung von Elsaß Lothringen vom 2. Mai d. J. erhebt den Landes Ausschuß von der Stufe einer begut⸗ achtenden Versammlung zu einem wirklichen Factor der Gesetzgebung. Die hauptsächlichsten Berath—- ungs-Gegenstände sind Vorlagen über den Beitrag zu den Kosten der Hochschule und Verlegung des Etatsjahres. Die Antwort des Alterspräsidenten gedachte des Kaiserbesuches mit den wärmsten Worten und hob hervor, daß die huldvolle Auf— nahme des Landes-Ausschusses die Hoffnung ge— währe, daß die von ihm vorgetragenen Wünsche Erfüllung finden würden. Der Landes Ausschuß werde seinen bisherigen Grundsätzen der Ruhe nnd Mäßigung nicht untreu werden, und damit sei die Hoffnung begründet, daß Elsaß⸗Lothringen in nicht ferner Zeit gleichberechtigt in die Reihe der Staaten eintrete, welche das deutsche Reich bilden. Ausland. Oesterreich⸗-Ungarn. Wien, 6. Dec. In der Sitzung der ungarischen Delegation theilte Graf Andrassy mit, die gemeinsame Regierung habe die Absicht, von den Delegationen für kurze Zeit(drei Monate) provisorische Indemnität zu verlangen. Der Minister-Prästdent Tisza ersucht die Delegation, sie möge hierüber möglichst bald Beschluß fassen, damit auch der Reichstag bezüg⸗ lich des Provisoriums entscheide. Graf Andrassy theilte ferner mit, er beabsichtige ein Rothbuch vorzulegen zur Beurtheilung der in den letzten Jahren besolgten äußeren Politik; doch werde die Vorlegung erst in etwa drei Wochen erfolgen, da er für manche zu veröffentlichenden Schriftstücke die Zustimmung der betreffenden Mächte einholen müsse. — 7. Dee. Im Abgeordnetenhaus brachte die Regierung einen Gesetz-Entwurf ein, betreffend die Verlängerung der Geltung des mit Ungarn im Jahr 1867 abgeschlossenen Ausgleiches um 2 Monat, ferner eine Vorlage über die Ver⸗ längerung der Gültigkeitsdauer der Handels⸗Ver⸗ träge mit Deutschland, Frankreich und Italien. Die Regierungs-Vorlage über eine theilweise Ab⸗ änderung des Vertrags mit der Südbahn wurde in dritter Lesung angenommen. — 7. Dez. In der ungarischen Delegation brachte heute Graf Andrassy den Beschluß Antrag ein, wonach das gemeinsame Ministerium ermächtigt wird, die gemeinsamen Ausgaben vom 1. Januar bis 31. März 1878 im Verhältniß zu dem für 1877 votirten Erforderniß flüssig zu machen. Der auf Ungarn entfallende Betrag wird nach dem Verhältniß der gesetzlich festzustellenden Quote zu berechnen sein. Frankreich. Paris, 7. Dec. In den Reihen der Minorität der Deputirten- Kammer, namentlich unter den Bonapartisten, herrscht große Unzufriedenheit über den Versuch der Bildung eines parlamentarischen Cabinets Seitens des Marschall⸗Prästdenten. Dieselben erklären bereits, daß sie keinen Anstand nehmen werden, mit der äußersten Linken gegen ein gemäßigtes Cabinet gemeinschaftlich zu operiren. — 8. Dez. Die Cabinetsbildung Dufaure's ist gescheitert, die Journale bringen darüber folgende Einzelheiten: Schon von der ersten Unterredung mit Dufaure an erklärte der Marschall, daß er die Portefeuilles des Aeußeren, des Krieges und der Marine außerhalb der parlamentarischen Ström- ungen erhalten wolle. Dufaure erhob dagegen keine Einwendungen. Die Diskussion wandte sich dann auf andere Punkte, namentlich die Frage der Ministerial⸗Beamten. Der Marschall gab in allen diesen Punkten nach. Man hielt den Erfolg für sicher, als die Forderungen der Linken bezüg- lich der drei Portefeuilles den Abbruch der Unter— handlungen herbeiführten. Dufaure theilte dem Marschall gestern Abend den Nichterfolg derselben mit. Heute erklärt eine Note des leitenden Comite's der Linken, daß es mit Dufaure anläßlich seiner Aufgabe, ein Cabinet zu bilden, keinerlei Unter— handlung und keinerlei direkte oder indirekte Be— ziehung gepflogen habe. Batbie wurde in den ElyséePalast berufen und beauftragt, das neue Cabinet zu bilden. Versailles, 8. Dez. Die Sitzungen beider Kammern sind geschlossen, ohne daß irgend ein Zwischenfall vorgekommen wäre, geeignet die Situation aufzuklären. In einer Rede, die Batbie in einer Versammlung der constitutionellen Gruppe hielt, sagte er, der Marschall habe alle mit der Ehre verträglichen Zugeständnisse gemacht. Die Constitutionellen müßten ihm künftig folgen, selbst bis zu einer zweiten Auflösung. Italien. Rom, 6. Dee. des Papstes war heute besser. — 8. Dez. Die Nachricht des„Standard“, es sei ein hoher italienischer Offizier mit einer Mission für den Fürsten Nikita in Spizza einge- troffen, entbehrt der„Agencia Stefani“ zufolge der Begründung.— Im Zustande des Papstes Das Befinden ist wieder eine Verschlimmerung durch leichte An- schwellung der Füße eingetreten. g Portugal. Lissabon. Der seitherige portugiesische Gesandte beim päpstlichen Stuhl Graf Thomar ist zum Range eines Botschafters erboben. Portugal beansprucht das Recht des Veto beim nächsten Conelave. Türkei. Constantinopel. Die„Times“ veröffentlicht einen Brief von hier von einer Per⸗ sönlichkeit, welche einen Vertrauensposten bei einem hoben Würdenträger des ottomanischen Reiches bekleidet. In diesem vom 29. November datirten Schreiben heißt es; die Pforte, am Erfolg ver⸗ zweifelnd, wolle, sobald Erzerum gefallen und die Straße nach Adrianopel bedroht sei, mit Rußland einen Separat Frieden schließen und lieber den Russen die freie Passage durch den Bosporus ge- währen, als denselben gestatten, nach Constantinopel zu marschiren. — 6. Dec. Saleh Pascha's Diviston rückte gestern aus Osman Bazar gegen Kesrowa vor und eröffnete die Kanonade gegen den Feind. Dieser räumte in der Nacht Kesrowa und ging auf Tirnowa zurück. Kesrowa wurde darauf von Saleh besetzt. — Der Besitz von Elena entspricht einer Vor⸗ rückung der türkischen Front um drei Meilen und gerade an einer Stelle, wo die russische Operations- Linie am Empfindlichsten ist. Von Elena führt eine gute Straße in nordwestlicher Richtung nach Tirnowa und ein Landweg in südlicher Richtung über den Balkan nach Hainkiöbi. Auf der einen Seite könnten also Tirnowa mit der nach Schipka führenden Straße und auf der anderen Seite die im Hainkibipasse stehenden russischen Truppen be⸗ droht werden. Besonders die Letzteren werden Eile haben, sich vor ziemlich sicherer Gefangen nahme zu retten. Ob Suleiman Pascha in der Lage sein wird, den Sieg bei Elena gehörig aus; zunützen, hängt von den näheren Umständen dieses Gefechts ab, jedenfalls dürfte aber der Zustand der Straßen und die Witterung eine verlang; samende Wirkung auf die weiteren türkischen Operationen ausüben. — 7. Dez. Edhem Pascha bleibt Großvezir. Der ehemalige Großvezir Mehemed Ruschdi ist seit gestern mehrmals in das Palais berufen worden. Der frühere Botschafter zu Paris, Sadyk Pascha, ist nunmehr zum Minister des Innern an Stelle von Hamdi Pascha ernannt worden. Aus Batum sollen der Regierung ungünstige Nach- richten zugegangen sein. — Der Gouverneur von Kossowa meldet unterm 5. d.: Serbische Truppen ⸗Abtheilungen sind am Javor erschienen. Gleichzeitig kamen vier serbische Beamte über die Grenze, gingen nach Senidje, verlangten daselbst Aufklärung über die Gegen- wart der türkischen Truppen an der Grenze und forderten, daß dieselben bis zum Mittag des folgenden Tages abziehen sollten. Am selben Tage fanden Schlägereien zwischen Serben und der türkischen Bevölkerung statt. Dem Kriegsministerium wurde aus Nisch gemeldet: An der dortigen Grenze herrscht vollkommene Ruhe. Die daselbst concentrirt gewesenen serbischen Truppen sind zurückgezogen und theilweise beurlaubt worden.— Die Nach— richt von dem Erlaß eines Ultimatums von Seiten der serbischen Regierung ist unbegründet. Die Pforte erhielt neuerdings überhaupt keine serbische Note. Serbien. Belgrad. Von einer Sistirung der Kriegs Vorbereitungen ist nichts bekannt, wie von einer Seite behauptet wurde, im Gegentheil wurde die Mobilisirung der zweiten Milizaufgebote des serbischen Timok-, des Morawa⸗, und des Javer- Corps angeordnet. Ferner erfolgte die Ankündigung der bevorstehenden Einreihung von 8 russichen Generalstabsoffizieren, sowie von 32 anderen russischen Offizieren. Rußland. Petersburg. Osjfficiell aus Bogot. Der Kampf am 4. Dezember bei Maren und Elena fiel bedeutend schlimmer aus, als es nach den ersten Nachrichten erschien. 50 Offiziere, 1800 Soldaten blieben todt oder wurden ver- wundet. Elf Geschütze gingen verloren, vier der⸗ selben waren beschädigt. Die übrigen sieben wegen Mangel an Pferden unmöglich war, sie zu transportiren. Weitere Einzelheiten dieser unglück⸗ lichen Affaire sind noch unkekannt. Am 6. Dez. beschränkte sich unsere Operation darauf, daß die rechte türkische Colonne aus Slatarizza vertrieben und gegen Bebrowa zurückgeworfen wurde. Die linke türkische Colonne versuchte bloß einen Angriff, hielt aber um 3 Uhr Nachmittags inne. Die Kräfte der Türken gegenüber Slatarizia wurden auf 10,000, gegenüber Jakowzi bis auf 30,000 Mann geschätzt. Am 7. gegen Nachmittag erneuerte sich der Kampf bei Jakowzi, jedoch hörte die Kanonade gegen 4 Uhr wieder auf. — Officiell aus Bogot;: Gleichzeitig mit dem Angriff auf Elena demonstrirten die Türken gegen die ganze russische Fronte. Am 4. Dee, rückten 6 Tabors mit Artillerie auf der Straße von Osman Bazar gegen die russische Position bei Kesrowa vor, zogen sich indeß, obwohl ste keinem größeren Widerstand begegneten, sogleich wieder zurück. Am 5, Dec. rückten kleinere Detachements aller Waffengattungen concentrisch von Opaka und Karahassankibi gegen Polomartscha und Kowat⸗ schitza vor, beschränkten sich aber auf eine Kanonade gegen unsere auf der Straße von Polomartscha nach Jenitschesst befindliche Vorderposition. Nach einem von 2 bis 4 Uhr Nachmittags dauernden Schußwechsel, zog sich der Feind zurück und unsere Vorposten besetzten ihre früheren Stellungen. Am 6. Dec. rückten wieder 5 türkische Tabors mit Artillerie und Cavalerie gegen Polamartscha und Kowatschitza vor, unterhielten vom Morgen bis zur Dämmerung ein Geplänkel mit unserer Vorhut und zogen sich am Abend abermals zurück. An demselben Tage unterhielt der Feind von Morgens bis 3 Uhr Nachmittags ein lebhaftes Geplänkel mit unserem bei Kesrowa stehenden Detachement auf der Straße nach Osman Bazar. Außerdem begegnete am 5. Dec, unser von Pyrgos zur Re— cognoseirung abgesandtes Detachement einer recog · Nach kurzem noscirenden türkischen Abtheilung. Geplänkel kehrte unser Detachement nach Pyrgos, das türkische nach Basabrowa zurück. Aus Stadt und Land. Steinfurth. Bei der am 3. d. Mts. dahier statt⸗ gehabien Wabl eines Kreistags- Abgeordneten für den IX. Wahlbezük wurde der seitherige Abgeordnete Friedrich Keil von Melbach einstimmig wieder gewählt. Diese Wiederwahl erregt allseitig Freude, da der Gewählte ein tüchtiger Nann, und seiner Stellung vollständig gewachsen ist. Gießen. Vergangenen Samstag fand vor dem Be— ziiksstrafgericht die Verhandlung gegen den Wilderer Joh. Zofer von Bornheim stalt, der, wie bekannt, mit seinem Collegen Nuß nach einem Gendarmen schoß. Zofer wurde wegen Widersetzlichkeit und Körperverletzung zu 1 Jahr 6 Monat Gefängniß und Tragung der Kosten verurtheilt. Nuß, welchen wohl eine härtere Strafe ge— troffen hätte, hat sich, wie schon früher gemeldet, durch die Flucht nach Amerika der Untersuchung entzogen, Ober⸗Ingelheim, 6. Dec. Wie mitgetheilt wird, fand heute in der Nähe unseres Ortes ein Raub statt. Ein Mann von Niedersaulheim, welcher verreisen wollte und sich zu diesem Bebufe nach der hiesigen Station be— gab, wurde von Landstreichern überfallen und erheblich verwundet. Die Räuber nahmen dem Unglücklichen eine große Geldsumme ab. Unterseeische Landschaften. Das Meer hat seine Berge und Thäler, Hoch- und Tiefländer, die sich mit Geröll, Schiffstrümmern und Menschengebein bedecken. Halb von Kalk und Schlamm überzogen, ruht drunten die grün⸗ lich schillernde Kanone neben der Kiste mit peru anischem Golde und leeren Schalen verwester Muschelgeschlechter. Da modert der kahle Schädel des Seekapitäns neben dem zerbrochenen Panzer der Schildkröte, die verkalkte Harpune neben dem Walroßzahne, hausen in den Ballen indischer Seidenzeuge fröhliche Fischfamilien, während dar- über hin die stillen Meeresströmungen ziehen und mit Billionen winziger Gallertthierchen, riesige Wale und gierige Haie, vor denen scheu die dicht⸗ gedrängten Heerden angstgetriebener Häringe flüchten. Hier wirbelt das Meer um seltsam gestaltete Klippen, dort schleift es mürrisch über weite Sahara's; hier kreist es um Tangwaldungen des Montblanc's der Tiefe, dort schleicht es leisen Schrittes über die Spalten meilentiefer Abgründe, als scheue es sich, in diese ewige Nacht hinabzusinken, wo es Geschütze wurden vom Feind ergriffen, weil es unheimlich brodelt, gurgelt und stöhnt. Das Meer ist das nie auszufüllende Grab des Lebens, wo unzählbare Thierleichen modern und ihre Gebeine zu meilenlangen Bänken an⸗ häufen. Das Meer ist der Schauplatz unauf⸗ hörlichen Mordens, eines steten Jagens und Ent⸗ fliehens, Verschlingens und Verschlungen werdens. Alles jagd und mordet; doch hört man kein Kampfgeschrei, keinen Siegesjubel. Die Schlachten werden in unheimlicher Stille geführt, welche nur das Plätschern der gepeitschten Wellen und das zuckende Aufspringen der zum Tode Verwundeten unterbricht. Doch unerschöpflich quillt auch der Strom des Lebens in den Meeresgründen. Wo an den Fels- klippen Spitzbergens, an dem Viktorialand des Südpolarmeeres keine Flechte mehr klebt, wohin kein Rennthier sich verirrt, kein Eisbär jagen geht, da gedeiht der riesenhafte Beerentang, wimmelt es von Infusorien in meilenweiter Ausdehnung und steigt das Leben 12,000 Fuß tief hinab. Bei Grönland färben Thierchen 1½ Quadrat- meilen das Meer 1400 Fuß tief grün. In anderen Meeresbuchten findet man gar Breiten⸗ grade weit ungeheure Massen brauner Medusen, von denen erst 110,592 einen Kubikfuß füllen. An dem 14,000 Fuß bohen Vulkan Erebus im Südpolarmeere leben 38 Infusorien- Arten; andere Arten färben bei Ulloa das Meer chocoladebraun, noch andere die Buchten rosenroth, grün, weiß u. s. w, Das Meer hat aber auch seine Urwälder, Prairien und Blumengärten von einer phoephorisch leuchtenden Farbenpracht, wie sie die Erdoberfläche nicht besitzt. Tangpflanzen sind mannichsach ge. staltet, prachtvoll gefärbt, sehr zahlreich und oft riesengroß(700 bis 1500 Fuß lang) und reichen von moosartiger Kleinheit bis zu bergehoher Länge. Das goldrothe Korallenmoos und die braune spannlange Schotendrahle(ectocarpus) geben das Miniaturbild eines unendlich verzweigten Baumes, wogegen das purpurrothe Stengelmoos Islands sich zu einem zollbreiten, handsörmigen Lappenblatt erweitert, andere Tange wieder Palmen mit wallen⸗ den Blaitwedeln gleichen. Es wiegen und schaukeln sich die klafterlangen Tangblätter auf den Wogen, ringen mit den Sturmwellen, und werden von diesen oft an Küsten getrieben, wo sie meilenlange Streifen von einigen Hundert Fuß Breite bilden und strandende Schiffe gegen harten Anprall schützen, wie die Ballen der Eisenbahnwagen den Stoß abschwächen. Diese Gewächse bilden die unterseeischen Waldungen, indem sie wie ein Urwald in buntem Gemisch durcheinander wachsen, ihre Zweige ver⸗ flechten, hier Lauben und Gänge, dort unentwirr⸗ bares Dickicht bilden, oder freies Wiesenfeld offen lassen, wo kleinere Meerpflanzen die rosenrothe Rasendecke bilden. Unstät schillern und glitzern die grellfarbigen Blätter durcheinander, die bei jedem Wellenschlag, bei jedem helleren Sonnen⸗ blick in anderen Farben spielen. Ueppig in Tausend mannigfachen Gestalten, theils dem Boden sich anschmiegend, theils mit grausen Laub⸗ büscheln emporragend, stehen die Tange in hellem und dunklem Grün, im prachtvollsten Roth und Gelb, im glänzendsten Widerschein des Lichtes. Durch dieses traumhaft wechselnde Farbenspiel rudern buntfarbige Muscheln und metallisch schillernde Fischchen. An den Stengeln kriechen langsam weidende Schnecken entlang, an den Bäumen nagen die 20 Fuß langen grauhaarigen Wallrosse, an ihnen nährt sich der riesige Dugong, die Sirene der Fabel, der plumpe Manati, das gewaltige Borkenthier, dessen runzelige Haut wie Eichenborke aussieht. Hier wandern der 30 Fuß laage Hai⸗ fisch, der dichtbehaarte Seehund und die schwer⸗ fällige Schildkröte. Es weiden ganze Heerden in behaglicher Ruhe in der dämmerigen Kühle des Meeresgrundes. Auf dem Meeresboden wachsen aber auch die wunderbaren Korallen. Aus dem steinernen Baumstamm sprießt der empfindende Fangarm des Polypen, eines Gallertklümpchens, welches sich ernährt, foripflanzt und versteinert, indem es sein Steinhaus zum Steingrabe macht, über welchem nachwachsende Geschlechter neue Steingehäuse aufführen. Der ästige, vielgestaltige Korallenbaum trägt Blätter und Blüthen, aus dem Sb Plun 6 l sutbe Gebi wach Tlau f der 1 glanz und Ind Gätt auf der blum Zaub möge sich abu gewa auf schla Als gegen behar 2 die! Riffe Thie Dar arme habe ein einer (ls Qus Wi 306% lebe A und das derdundettz Sten des i den Fels. * and des tdi, vohin geht, , imm! duttehnung lief hinab. 1 Quadrat- lagen 1 Metusen, kuß füllen. Crebus in nen; ander dladtbtaus, piß u. s. 5. 1 Umilter, bot phorisch Frtodaflächt michsach ge⸗ tich und ost und rtiche do her Lang tie braun geben das un Bauntl, t Jlande Lapptablatt nit pallti- 77 schauftlu 6 Wogen, den don Atiltnlangt ttilt bilden un Aerial nagen de Stein keimt ein empfindendes Thier in bunter Blumengestalt und phosphorischem Glanze. Ist es doch, als ob das alte Meer, träumend von dem farbenprangenden Blumenleben der Oberwelt, jene Gebilde nachahmen wollte. Wie ein Traum er- wacht der thierische Polyp im Stein und wie ein Traum erstarrt er wieder zu Stein. Die Korallenbäume sind die Blumengewächse der Meeresgärten voll bunten, leuchtenden Farben- glanzes. Wenn die Lichter der Oberwelt erblassen und einförmiges Dunkel sie einhüllt, da leuchtet und funkelt es in geisterhaftem Glanze in den Gärten der Meerestiefe, wimmelt und blitzt es auf von zahllosen Flämmchen und Funken unter der Glasdecke der Gewässer. Ja, diese Thier blumen wandern einfüßig auf und ab auf den Zauberbeeten des Feengarten; denn manche ver— mögen sich von dem Kalkboten loszumachen und sich weiter zu bewegen, um sich dann wieder fest anzusaugen. Die erbsenkleinen Polypen bauen gewaltige Mauerringe, Burgschlösser und Inseln, auf denen der Mensch ein Heim findet und die schlanke Kokospalme ihre Krone hoch emporträgt. Als Riffe schützen sie die menschenbewohnte Jasel gegen den Anprall des Meeres, gegen welchen sie beharrlich den Jahrtausende langen Kampf führen. Wer sind denn nun die kühnen Inselbauer, die Mitten im Meer Tausende von Inseln und Riffen aufzurichten wußten? Es sind gallertartige Thierchen von Stecknadelgröße mit einem Munde, Darmkanal und zahlreichen beutehaschenden Fang armen. Jeder Arm ist mit einer Menge von Er habenheiten bedeckt, und aus jeder derselben hängt ein langer, spiralförmig aufgewundener Faden mit einem Widerhaken am Ende herab. Die Seerinde (flustra) hat so kleine Zellen, daß 1800 auf einen Quadratzoll gehen, Jeder Polyp hat 20 Fühlfäden mit hundert Wimpern; also kommen auf jeden Ouadratzoll 36,000 Fäden und 180,000 Wimpern. Einzelne lebende Polypen haften mit einem leder oder hornartigen Fuße am Boden fest; andere schwimmen frei umher(Medusen, Quallen) mit lang herab- hängenden Fangarmen, werden faustgroß und haben die Gestalt eines Pilzhutes. Da die Berührung mit ihren Fangarmen heftiges Brennen verursacht, so nennt man sie Meernesseln. Sie schwimmen oft in Millionen nebeneinander und leuchten in phoephorischem Glanze.. An Siktas Küste wuchert ein Tangurwald, pflanze drängt sich an Pflanze, Zweigbüschel moose mit ihren feingabeligen, zollhohen Faden⸗ sträuchern wie ein feingewirkter Teppich, auf welchem der sammetschillernde Meerlattich seine gekräuselten Salatblätter behaglich ausbreitet, eine Weide für friedfertige Schnecken und unbeholfene Schildkröten. Dazwischen die mächtigen Blätter der mandelförmig gestalteten Irideen in Rosenroth oder Scharlach, während auf den Klippen die dunkel-olivenfarbenen Tanggebüsche sich hinziehen, Tribut. das Haschen und Fliehen um sich her, blickt nach den weidenden Meerkühen und Wallrossen hin- über, bis sie der menschliche Jäger erschleicht. Denn der begehrliche Mensch fordert überall seinen Er fischt Korallen, um sich zu schmücken, schleppt schiffsladungsweise Tang heim, um Soda und Jod daraus zu gewinnen, der Normant düngt mit verwesendem Tang seine Felder; Js⸗ länder nähren mit Zuckertang ihre Rinder und zwischen denen die prachtvolle Meerrose leuchtet Schafe; die Grönländerin schminkt sich mit dem in zartem Farbenspiel. In großen Büschen erheben sich über diese bunten Sträucher die Meerlilien und Thalassio⸗ phyllen, die gelb, grün und roth schillernd sich bald als Riesenfächer ausbreiten, bald als mehrere Fuß lange Blätter im Strome schwanken und netzförmig durchbrochen sind. Als Bäume ragen noch weiter in die Fluth hinein die 30 Fuß langen Laminarien, die gleich breiten Bändern dahinwallen, und welche mit den buschig ver- zweigten Makrocystis Arten, die birnengroße Blasen statt Früchte tragen, im Gedränge der Wiloniß wechseln. Neben ihnen breiten sich langstielige Alarien aus, deren Stamm, von einem manschettähnlichen Blattbüschel umfaßt, nach oben zu in ein riesig großes, 50 Fuß langes Blatt sich ausbreitet. Noch höher treibt der Meerurwald seine Bäume, denn die Renkocysten steigen 70 Fuß hoch empor, indem sie mit einer krallenähnlichen Wurzel be— ginnen, aus welcher der fadendünne Stiel wächst, der sich immer mebr und mehr verdickt, bis seine keulensörmige Gestalt zu einer mächtigen Blase anschwillt, auf welcher wie ein Helmbusch ein dichter Büschel dünner, 50 Fuß langer Blätter hin- und herschwankt. Ein solcher Wald wächst oft, den Boden überwuchernd, in mehreren Mo- naten empor, welkt, schwindet und entsteht von Neuem. Während die hellrothen und goldgelben Stab- und Moospflänzchen am Boden haften, wie hängen gebliebene Sonnenstrahlen, während die Kiefern und Palmen des Meeres grünlichgolden schimmern, als wären sie umstrahlt von brennendem Abend- roth, irren durch die Waldwiesen zackigte See— sterne, haften wie versteinerte Blumenblätter an den Stämmen buntgestreifter Muscheln, rudern unsörmliche Pottsische in stummer Verwunderung durch die Zauberwelt, und jagen gierige Haie nach spielenden Makrelen oder am Tange nagenden Seebarben, wobei ihnen selbst der flinke Pilot 1 [Markt war sehr reichlich befahren. rothen Mehl des Purpurtanges, und der Itländer fischt unter Lebensgefahr Carragheen, um ste dem Apotheker zu verkaufen. Handel und Verkehr. Friedberg, 8. Dee. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.15—25, Eier per Stück 8 Pf. Gießen, 8. Dee. Wochenmarkt. Butter per Pfund M. 1 18— 25, Eier per Stück 7— 8 Pf., Tauben das Paar 60 Pf., Hühner per Stück 75 Pf., Hahnen per Stück 70 Pf., Enten M. 2., Gänse per Pfund 50 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 6 50 Frankfurt, 8. Dec. Der heutige Heu⸗ und Stroh⸗ Heu kostete je nach Qual. per Cent. M. 2.40— 3.20, Stroh per Cent. M. 2.40— 2.20. Butter im Großen kostete 1. Qual. M. 1 20—25, 2. Qual. M. 1 10, im Detail 1. Qual. M. 1 40— 50, 2. Qual. M. 1 30—35 Eier per 100 M 6— 7. Weißkraut per Cent. M 2 35- 50. Kar⸗ toffeln M. 6. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfund 70 75 Pf. Kuhfleisch 54- 60 Pf., Kalbfleisch 60 65 Pf., Hammelfleisch 54—63 Pf., Schweinefleisch 70 Pf. Mainz, 8. Dee. Producten-Markt. Walzen per März M. 21.50. Korn per März M. 15 30. Hafer per März M. 15.15. Rüböl per Mai M. 37.70. Marburg, 8. Dee. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1 10—1 20, Eier per Stück 8 Pf., Hasen er Stück M. 3.— 3.50, Gänse per Stück M. 3.— 5. Hühner per Stück 70—90 Pf, junge Hahnen per Stück 7080 Pf, Aepfel 5-6 Stück 10 Pf Geld- Cours. Frankfurt am 8. December 1877. 20 Frankenstücke Mk. 16 21—25 Englische Sovereigns„„ 20 338 Russische Imperiales„ 16 67—72 Holländische fl. 10- Stücke.„ 16 65 G. Duden 9 5560 Ducaten al marco 2 9 60-65 Dollars in Gold 5 417—20 Literarisches. Notiz⸗Kalender des landwirtbschaftlichen Courier, herausgegeben von der Expedition des land— wirthschaftlichen Courier, Berlin, Johannis⸗Straße 14. Ladenpreis M. 1.50. Dieser Kalender zeichnet sich sowohl durch reichhaltigen gediegenen Inhalt, Vorkehrung zur Er— gänzung des Nolizpapiers, dauerhafte, elegante Ausstattung 1a1trsctischtt 465 7 0 a und billigen Preis aus, und können wir denselben allen — anten ragt neben Zweigbüschel aufwärts. Den Waben alt Rand Eckart voraueschwimm. Wöbie Landwirthen nur bestens empfehlen. Gleichzeitig machen ** decken winzige Wassersäden, rothe Stabrflänzchen beobachtet die auf den sanst sich wiegenden Meere wir darauf aufmerksam, daß sich dieser Kalender für In⸗ Zotigt r.(Converven) und die braunen oder rothen Wurzel⸗ palmen glänzende Meerotter, wenn sie sich sonnt,(spectoren, Wirihschaftsbeamte ꝛc. besonders eignen dürfte. t unenwil gerseld of 47 L uu Versteigerung. C 4 1 e one ub gli 37 Freitag den 14. d. Mts., Vormittags 1 91 t bel ngend will Frau Pfarrer Kißner in der hiesigen 2 5 5 a l i 2 Bfarrbofzalthe meistbletend versteigern lassen: für Schulen, physikalische Cabinete, sowie auch zum Privatgebrauch liefert das 2 10 1 e Zweispännigfahren, Paar zu Mark 12., Leitungsdrabt per Meter zu 8 Pfennig ne 5 N bade den e, Die Buchhandlung von Earl Bindernagel. r Laub 1 Dickwurzmühle, 5 8 0 40 d 1 Ferne Mühle⸗ Verpachtung. 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V 85 „ichn 7 eräthe und sonstige Haus haltungsgegenstände. 3695 1 e soeben erschienene Nr. enthält: ah be velkers ein 5 b. ene 10 15 Korbweidensteckholz, Der Bismarck von Hinterhausen. Novellette von Zos 5 1 schwll⸗ Großherzogliches Ortsgericht Bellersheim. der 6 besten Sorten à Mille 3 Mark, verkauft von Reuß.— Persönliche Erinnerungen aus den Jahren ben l ee. Nassanger bei Hochstädt, 1848— 1850. Ik.— Henry Stanleys Erpeditton durch 1 bende 70 g(H. 35655.) Oberfranken. Centralafrika. 1874 1877. Von Richard Andree. II.— „ al 8 ase lo ch s Verstei gerung.— 5 5 Das Telephon(Fernsprecher). Von Gustav Schubert, palin 782 Donnerstag den 13. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, 3776 Durch die neue Organisation des Feuerlöschwesens] Mit Abbildung und dem Bild: Generalpostmeister Skephan 27 11 f ll ein der hlest 10 Gemeinde zustehender zum Schlachten zu Frankfurt a. M. sind einige noch brauchbare und am Telephon in der Bellage.— Am Famillentische: Der 1* 10 so.* J 1 auf dem Rathhause meistbietend ver- im guten Zustande befindliche fahrbare Feuerspritzen Vestatempel in Rom. Mit Originalzeichnung von Dona⸗ 25— 2 5 0 entbehrlich geworden und e ee aud Fubs dinl.— Eine gefährliche Kraftübung. Mit Original⸗ „ l. i ber 1877. Näheres auf frankirte Anfrage bei dem seuer⸗ und e uhr⸗ zeichnung von Jury: Der Kampf im Wirthshaus.— ane Mea he Bargermesserel Nieder, Zleradt. amt zu Frankfurt a. M., Paradlesgasse 2.(5028) ute 10 10. N von Werkmeister. * Alles. 2 7 t einer farbigen Beilage. 7 2 1 Ein ter Werner scher Kochofen Zu Bestellungen empflehlt sich · zu sehr billigen Preisen bei N 10e art Sindernggel in Fried — 5 Corsetten K. Friedrich. list zu verkausen. Zu erfragen bei der Exp. d. 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