en dir inen b u Ente une, Trap). l. agen den Zeitung. lultes ration ach Witwe. 50 Pf. all teuerbach. — llen S Zoöhne, W 9 * 1877. N 119. Oberhessischer Anzeiger. Donnerstag den 11. October. Die Petitzeile Erscheint jeden wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Olenstag, Donnerstag und Samstag. doch nicht am Platze sind. Für Fasel, welche als tauglich befunden, aber lnberusene zweite Kammer wird zunächst in die gerichts gegen Kaplan Schaider von Kastel wegen 0 Herathung über die geschäftliche Behandlung der nicht erlaubter Vornahme geistlicher Funktionenf nehmen nach das Staatsministerium bezüglich der Betreffend: Das Gesetz über den Unterstützungswohnsitz. Friedberg den 8. Oktober 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wenn die noch in obigem Betreffe im Rückstand befindlichen Vorlagen nicht bis zum 20. dieses Monats einlangen, müßten wir Wartboten an die Säumigen absenden. 0 Dr. Braden. Bekanntmachung. Betreffend: Die Ergänzungswahl zum Kreistag durch die 50 Höchftbesteuerten des Kreises. Behufs der Vornahme der Ergänzungswahl zum Kreistag durch die 30 Höchstbesteuerten des Kreises haben wir die Ermittelung dieser Höchstbesteuerten, wobei nur die Communalsteuer⸗Kapitalien innerhalb des Kreises im Ansatz sind, eintreten lassen, welche ergeben, daß die in dem gachstehend abgedruckten Verzeichnisse namentlich aufgeführten 50 Höchstbesteuerten das Recht haben für die nach Vorschrift zum erstenmal ausgeloosten Mitglieder: Herrn Kammerdirector Geyger von Assenheim, Herrn Müller A. Ströbel von Klein-Karben und Herrn Beigeordntten Buff von Nieder- Wöllstadt Neuwahl vorzunehmen. Es wird dies mit dem Aufügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Anträge auf Berichtigung des nachstehend abgedruckten Verzeichnisses binnen einer unerstrecklichen Frist von 4 Wochen, gerechnet vom Tage nach Ausgabe des Blattes, in welchem diese Veröffentlichung stattfindet, bei Meidung des Ausschlusses bei dem Kreis ausschusse des Kreises anzubringen sind. Friedberg den 8. October 1877. Der Kreisausschuß des Kreises Friedberg: 4 Dr. Braden, Vorsigender. Verzeichniß der 30 Höchstbesteuerten des Kreises Friedberg. 1) Graf Solms. Rödelheim zu Assenheim, 2) Fürst Solms- Braunfels, 3) Großherzoglicher Fiskus, 4) Freiherr von Franckenstein, 5) Freiherr von Leonhardi zu Groß-Karben, 6) Freiherr August von Löw, Kammerherr, 7) Freiherr Maximilian von Löw(für denselben Freiherr von Preuschen), 8) Dr. Berna Wittwe zu Büdesheim, 9) Postmeister Daniel Bender zu Butzbach, 10) Freiherr von Wetzel zu Ober⸗Mörlen, 11) Fürst Solms⸗Lich, 12) Freiherr von Stein zu Staden, 13) Graf Rantzau, 14) Graf Waldersdorf, 15) Hospital Friedberg modo vereinigte Armenfonds, 16) Graf don Schönborn, 17) Freiherr von Ritter, 18) Freiherr von Nordeck zur Rabenau, 19) Freiherr Wilhelm von Lersner, Rittmeister zu Nieder⸗Erlen⸗ dach, 20) Friedrich Wetz zu Münzenberg, 21) Konrad Heinrich Bausch zu Nieder-Wöllstadt, 22) Heinrich Weith VI. daselbst, 23) Georg Carl, Prinz von Hessen zu Rumpenheim, 24) Furst Asenburg zu Wächtersbach, 25) Heinrich Bausch I. zu Nieder Wöllstadt, 26) Johannes Mai II. zu Staden, 27) Philipp Heinrich Windecker zu Friedberg, 28) Frau von Helmolt daselbst, 29) Friedrich Carl Weith zu Nieder- Wöllstadt, 30) Graf Solms-Laubach, 31) M. Wittich zu Rendel, 32) J. Diehl II. zu Ober⸗Wöllstadt, 33) Almosenkasten zu Franksurt a. M., 34) Katholische Pfarrei Heldenbergen, 35) Sondershaus'sche Stift zu Frankfurt a. M., 36) Conrad Ruppel zu Dortelweil, 37) Carl Friedrich Wilhelm Keller zu Ossen⸗ deim, 38) Wilhelm Geyger zu Assenheim, 39) Pfarrer Buff zu Nieder⸗Wöllstadt, 40) Ludwig Conrad Theobald Witiwe zu Friedberg, 41) Heinrich a zu Nieder Wöllstadt, 42) Graf Leiningen Westerburg, 43) Ernst Windecker zu Friedberg, 44) Hospital Frankfurt a. M., 45) Georg Caspar Leopard zu Melbach, 46) Andreas Ströbel zu Klein-Karben, 47) Heinrich Salzmann IV. zu Friedberg, 48) Tobias Harth J. zu Kloppen⸗ eim, 49) Georg Philippi zu Friedberg, 50) Johannes Jacobi III. zu Rodheim v. d. H. Der in vorstehendem Verzeichniß mit dem niedrigsten Steuerbetrag aufgenommene Johannes Jacobi VI. besitzt ein Communalsteuer-Kapital von 1037 fl. Friedberg am 8. October 1877. Der Kreisausschuß des Kreises Friedberg: Dr. Braden, Vorsitzender. Beka n nia chung. In Gemäßheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittepreise der nachbemerkten Artikel für den Monat September 1877 sich folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 19.—, Heu M. 9.—, Stroh M. 9.—. Friedberg den 8. October 1877. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Bra dien. „ Der diesjährige Herbst⸗Faselmarkt des laudwirthschaftlichen Bezirks⸗Vereins Friedberg soll Dienstag den 23. Oetober dieses Jahres zu Friedberg abgehalten werden. Die aufgetriebenen Fasel werden durch eine hierzu bestellte Commisston nicht prämtirt werden, wird auf Verlangen eine Weg⸗Vergütung ausgezahlt. gemustert und wird dem Eigenthümer der als preiswürdig erkannten Thiere[Nicht genügend gefesselte Thiere werden vom Platze weggewiesen werden. eine Geldprämie bewilligt. Der landwirthschaftliche Bezirksverein und die n Die zum Abschlusse kommenden Verkäufe wollen dem Großherzog⸗ Kreisstadt Friedberg haben hierzu entsprechende Beträge zur Disposition lichen Bürgermeister, Herrn Foucar dahier, zur Anzeige gebracht werden. gestellt. Die eigene Züchtung der Thiere durch deren Eigenthümer erscheint Zu recht zahlreichem Besuche des Marktes wird hiermit eingeladen. ncht als eine Bedingung der Prämiirung. Von der Preisbewerbung sind Friedberg am 20. September 1877. Gemeinde-Fasel ausgeschlossen, desgleichen Fasel, die um 9 Uhr Vormittags Der Director des pee Bezirks Vereins Friedberg. . een Beka nen t. me g cu u.. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß für die Orte Wohnbach und Wölfersheim Mittwoch und zwar von Morgens 3812 Uhr und Mittags 2—5 Uhr als Amts. und Anrufetag bestimmt ist. i i. Donnerstag zu denselben Stunden ist Geschäftstag der freiwilligen Gerichtsbarkeit und zwar für sämmtliche Orte unseres Bezirks. Außer den benannten Geschäftstagen wird Niemand, es sei denn in dringenden und absolut nothwendigen Fällen, vorgenommen werden. Hungen den 6. October 1877. Großbersagliche⸗ enden Hungen. E a r us. Deutsches Reich.— 8. Oct. Heute wurde vor dem Cassations- Berlin, 8. Oct. Fürst Bismarck ist beute Darmstadt. Die auf den 13. October hof das freisprechende Urtheil des Mainzer Ober- wieder nach Varzin abgereist. — Die„Nat.⸗Ztg.“ schreibt, daß ihrem Ver- Vorlage wegen der groß herzoglichen Civilliste ein- vernichtet, und der Angeklagte vor das Bezirks- Landtags Vorlagen Folgendes beschlossen habe: ten. gericht Mainz zurückverwiesen. die Städte-Ordnung scheide aus dem Programm 1 aus; es würde ein kürzerer Entwurf eingebracht werden, wodurch die Städte derjenigen Provinzen, in welchem die Verwaltungs⸗-Reform eingeführt ist, auch in communaler Beziehung in dieselbe eingefügt werden. Ferner solle das Communalsteuer⸗Gesetz eingebracht werden. Weiter sei ins Auge gefaßt die Vorlegung der Justiz⸗Organisations-Gesetze, der Wege- Ordnung und des Gesetzes über den höheren Verwaltungs ⸗Dienst. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt anderen Meldungen gegenüber, daß ein Allianz Vertrag zwischen Italien und Deutschland nicht abgeschlossen sei. Eben so gewiß sei es, daß Verhandlungen, welche etwa zwischen Italien und Deutschland schweben, in keiner Weise friedenstörende Tendenzen haben würden, wohl aber die Tendenz, ein gegen⸗ seitiges Zusammenhalten zu sichern, wenn die beiden Nationen nach den Wahlen sich einem klerikalen, also aggresstven Frankreich gegenüber finden sollten, aggressiv schon deshalb, weil ein klerikales Frankreich eine permanente Drohung gegen Italien sei. — 8. Oct. Die gegenwärtig hier tagende Generalversammlung des Vereins für Socialpolitik hat nach langer Debatte folgende Resolutionen angenommen: 1) Es ist durch Staatsgesetz, und zwar mit Rücksicht auf die gleichzeitig nothwen⸗ digen Reformen der Staatssteuern, zu bestimmen, welche Arten von Abgaben in den verschiedenen Gemeinden zu erheben sind. 2) In den Städten und Landgemeinden sollen hauptsächlich erhoben werden: besondere Beiträge von den nachweislichen Interessenten, Realsteuern, namentlich von Grund und Boden und von Gebäuden, Personalsteuern von allen in der Commune lebenden ökonomisch selbständigen physischen Personen. 3) Staats; gesetzlich soll das Verhältniß festgestellt werden, in welchem die verschiedenen Haupt⸗Abgabearten benutzt werden dürfen mit Rücksicht auf die Hauptzweige der communalen Verwaltung und die betreffenden Communal-Ausgabeposten, so daß der Ertrag der Realsteuern die Ausgaben der Commune für wirthschaftliche Verwaltung ungefähr deckt. Die Beiträge der Interessenten und die Real- steuern sollen unabhängig von ähnlichen Staats— steuern, hingegen die Communal-Personal-, insbe- sondere die Einkommensteuern im Anschluß an die entsprechenden Staatssteuern eingeschätzt werden. Grabow, 8. Oct. Die Corvette„Stosch“ lief heute glücklich vom Stapel. Den Taufact vollzog Admiral Werner. Dortmund. Die„Westfäl. Ztg.“ meldet aus Münster: Der westfälische Städtetag beschloß wiederholt, bei der Regierung und dem Landtage um Ausdehnung der Verwaltungs- Reform auf Westfalen und um eine Städte Ordnung mit Drei- Classen-Wahl zu petitioniren. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 8. Oct. Andrasso wird morgen einen mehrwöchigen Urlaub nach Ungarn antreten. Ein Beweis, daß vor⸗ läufig keinerlei diplomatische Action zu erwarten ist. Pest, 8. Oct. Im Unterhause theilte die Regierung in der Angelegenheit der polizeilichen Ueberwachung des Abgeordneten Helfy mit, daß solche von keiner Behörde veranlaßt wurde. Die nach der Kissfaludygasse beorderten Polizeibeamten seien nur in Folge eines Mißverständnisses in Helsy's Wohnung gekommen. Das Haus beschließt nach längerer lebhafter Debatte mit großer Ma⸗ jorität den von der Regierung beantragten Ueber gang zur Tagesordnung. Frankreich. Paris. Gambetta's polit⸗ isches Glaubens ⸗Bekenntniß, mit welchem er sich um die Erneuerung seines Deputirten⸗Mandats bewirbt, enthält folgende Erklärung: Frankreich soll jetzt das Wort haben und verkünden, welches seine Ansicht ist bezüglich des heutigen Cabinets, dessen Acte der persönlichen Politik des Staats⸗ Chefs und der nicht zu rechtfertigenden Auflösung der letzten Kammer. Frankreich wird aussprechen, daß es die Republik als nothwendige Regierungs- Form will, daß es nicht die„moralische Ordnung“, sondern die republikanische Ordnung begründen will es wird ferner aussprechen, daß es sich der klerikalen Herrschaft entziehen will. Es wird die Politik der Dictatur verurtheilen und dem in einen Plebiscit-Candidaten verwandelten Chef der executiven Gewalt keine andere Alternative stellen, als diese: sich zu fügen oder sich zurück⸗ zuziehen. In einem von Grévy an die Wähler des neunten Arrondissements von Paris gerichteten Schreiben vertheidigt derselbe die Haltung der aufgelösten Deputirtenkammer, widerlegt die gegen sie erhobenen Vorwürfe und vergleicht die gegen wärtige Verbindung der drei dynastischen Parteien mit deren Verbindung im Jahr 1849, indem er ausführt, daß diese Parteien, wie damals, jetzt wiederum die Revision der Versassung vornehmen wollten; das lasse sich jedoch mit der republikanischen Partei nicht ermöglichen. — Die gerichtliche Verfolgung gegen Gambetta ist eingeleitet, weil sein Wahlmanifest durch öffent- lichen Anschlag verbreitet wurde, nicht wegen dessen Abdruck in den Journalen. — Die„Agence Havas“ meldet, daß das Budget für 1878 den Kammern bald nach deren Zusammentreten vorgelegt werden solle; der in demselben veranschlagte Ueberschuß der Einnahmen über die Ausgaben betrage 21½ Millionen Fres. Der Finanzminister habe die Absicht, eine Ver— minderung der Patentsteuer sowie eine Ermäßigung der Stempelsteuer auf Handelseffecten und des Steuerzuschlages auf den Frachtenverkehr vorzu— schlagen, ferner auch Gesetzvorlagen, betreffend die Herabsetzung der Post- und Telegraphen-Gebühren und die Reduction der Abgaben für Getränke, einzubringen. Großbritannien. London, 8 October. Der Schatzkanzler Northeote that in einer heute zu Exeter don ihm gehaltenen Rede in Bezug auf den orientalischen Krieg den Ausspruch: Theile können die Gelegenheit zu friedlichen Arrange— ments ergreifen, ohne dabei ihrem mllitärischen Rufe zu schaden. Spanien. Madrid. Ein in der amtlichen Zeitung veröffentlichter Erlaß des Finanzministers ordnet an, daß auf die am 1. Juli d. J. ver⸗ fallenen, mit zwei Procent amortisirbaren Coupons eine Zahlung ersolgt, ebenso auf die consolidirten Titel, die am 3. April 1876 durch öffentliches Aufgebot zurückgekauft sind. — 7. Oct. Gestern Abend wurden 9 Per— sonen, welche im Besitze von Waffen und Munition waren, verhaftet. Bei dem Widerstand, welchen dieselben leisteten, wurde eine Person getödtet und eine verwundet. Die Untersuchung ist eingeleitet. Türkei. Constantinopel, 6. October. Mehemed Ali Pascha wird das Commando der gegen Montenegro operirenden Armee übernehmen. Die letzten Reserven sind einberufen worden. — 6. Oct. Reuf Pascha meldet aus Schipka: Ein Infanterie ⸗Batalllon mit einer Abtheilung Cavalerie recognoscirte gegen den Engpaß Hain und schlug ein russisch⸗ bulgarisches Detachement zurück.— Suleiman Pascha meldet vom 4. d.: Ein Angriff russischer Cavalerie auf türkische Vor posten bei Turadere unweit Karlowik wurde zu- rückgewiesen. — 8. Oct. Die Absendung türkischer Truppen gegen Mostar und an die serbische Grenze dauert fort. Die Insurgenten wurden neuerdings geschlagen. — 8. Oct. Mehemed Ali erhält das Ober— Commando der gegen Serbien bestimmten türkischen Armee. Die bosnischen Begs haben zahlreich freiwillig angeboten, eine starke Zahl von Truppen aufzustellen. Auf dem Kriegs⸗Theater sind die Operationen durch Unwetter gehindert. — Die Pforte eitirte den Miriditen- Chef Prenk Bib Doda unter Androhung der Confis- cation des Vermögens nach Constantinopel. — 8. Oct. Einem Telegramm eines Civil⸗ Beamten in Orhanie zufolge hätten 24 türkische Bataillone, welche einen nach Plewna bestimmten Proviantzug geleiteten, ein russisches Detachement geschlagen und seien in Kiretch Keupru angekommen, um von da am Tage darauf ihren Marsch nach Plewna weiter fortzusetzen.— Mehemed Ali ist beide vom 5. Oct. haben stärkere russische Streilkräfte die Höhen von Kabak verlassen; dieselben sind an den Fuß des Karatmol gezogen und haben, nach Abbruch der gegenüber den türkischen Linien auf geschlagenen Zelte, bei den Verschanzungen von Kabak 6 Bataillone als Arriere-Garde zurückge- lassen. Bei Baldirvan, Kisilvan und Oghongli ist keine Spur von den Russen mehr bemerkbar; das Lager derselben ist abgebrochen. Serbien. Belgrad, 7. October. Das Amtsblatt theilt mit: Der neu ernannte russische Agent Persiani hat dem Fürsten seine Creditive überreicht und dabei von Neuem dem Gefühle hohen Wohlwollens Ausdruck gegeben, von welchem der Kaiser von Rußland gegenüber Serbien er— füllt ist. Der Fürst sprach darauf den Wunsch nach Aufrechterhaltung der stets bestandenen freund⸗ schaftlichen Beziehungen zwischen Rußland und Serbien aus. — 8. Oct. Die Verhandlungen zwischen der serbischen Regierung und den russtschen Agenten sind im Sinne der erzielten serbisch-russischen Uebereinkunft abgeschlossen. Gestern haben sich sieben Brigaden nach der Grenze in Marsch ge— setzt. In den nächsten Tagen trifft hier ein Oberst vom russischen Generalstabe aus Gorni⸗ Studen ein. Montenegro. Cettinje, 8. Oct. Aus Ragusa wird gemeldet, daß die Montenegriner in der Herzegowina sich in der Defensive halten. Die Türken werden fortwährend verstarkt und bereiten sich vor, die verlorenen Positionen wieder zu gewinnen. i Griechenland. Athen, 6. Oct. Gestern marschirte eine Abtheilung Freiwilliger nach Lamia ab. Die Regierung beabsichtigt, eine National- Anleihe von 30 Mill. Drachmen auszuschreiben. — 8. Oct. Der König beschloß im Einver⸗ nehmen mit dem Ministerium, die Kammer auf den 22. Oct. einzuberufen. Der König wünscht, das Ministerium solle in der genwärtigen Zu⸗ sammensetzung unverändert die Geschäfte fortführen. Rußland. Petersburg. Amtlich wird aus Gorni- Studen vom 6. October gemeldet: Gestern ist Großfürst Nikolaus aus der Umgegend von Plewna wieder hier eingetroffen. Auf allen Punkten herrscht Ruhe. Es ist kaltes Regenwetter eingetreten.— Gorni-Studen 7. Oct.: Bei Plewna nehmen die Sappeur Arbeiten der Russen ihren Fortgang ungeachtet des kalten und regnerischen Wetters. Die Rumänen haben ihre Laufgräben bedeutend erweitert. Kein Schuß ist in der letzten Zeit gewechselt; auch an den übrigen Stellen ist es still. General Gurko ist zum Commandeur der gesammten bei Plewna concentrirten Cavalerie, Skobeleff zum Commandeur der 16. Division, Dondukoff Korsakoff zum Commandeur des 13. Corps, Fürst Imeretinsky zum Stabs⸗ Chef der russisch rumänischen Armee ernannt worden. Zotoff hat das Commando über das bisher von Imere⸗ tinsky geführte Corps übernommen. Wie verlautet, leiden die Türken Mangel an Lebensmitteln. — Die Nachricht von dem angeblich in Aus- sicht genommenen Winter Aufenthalt des Kaisers in Cotroceni entbehrt der Begründung. Von einer Abänderung resp. Verminderung der Soldaten- Rationen ist selbstverständlich keine Rede. Gegen den Fürsten Andronikoff in Daghestan wurde ein Attentat begangen, bei welchem derselbe leicht ver⸗ wundet wurde; doch befindet er sich außer jeder Gefahr. Ueber die Ergreifung des Thäters liegt noch keine Meldung vor. — Die Meldung eines Wiener Blattes von der Redueirung des Metall- Capitals der Eisen⸗ bahnen beruht auf absichtlicher Entstellung. Die fragliche Maßregel betrifft ausschließlich die Actien einiger Compagnien und wurde seiner Zeit durch Ministerialschreiben an Berliner Bankhäuser mit⸗ getheilt, dieses Schreiben auch veröffentlicht. Die garantirten Obligationen bleiben von dieser Maß- regel unberührt. — 8. Oct. Die russisch-rumänischen Approchen bei Plewna werden unter der Leitung Totleben's thätigst fortgesetzt. Die Detaschirungen von der gestern in Varna angekommen.— Das Bombar- Plewna⸗Armee zur Jaytra⸗Armee sind durch aus dement von Rustschuk dauert fort. f — Nach weiteren Meldungen Mukhtar Pascha's Rumänien und Rußland nachgerückte Truppen reichlich ersetzt. In Folge des furchtbaren Sturm- S e 2242 — Frem betei heft n russisch l Ertditite n Sible vischen der en Agent 9 tussischn daben sic Nursch t. din Oberi Aden ein. Aut dotrnegrintt at halten, etfaͤrkt und batn wieder 99 5 . Gestern nach Lamia r Nafional⸗ tiaschrtiben. u Cinder · Nanntt auf gig wünschl, gen Zu- fortführen. atlich wird gemeldet: Umgegend Auf allen Nigtupttttt Bei Plewne 2 lusn ihm nanttischtt anständig gekleibeter Herr bei verschiedenen Metzgern dahier 6 1 Laufgtäben 2, 2 ber lezten Stellen if nandtut del Capalertt, Dipisten, at det 1 4. Chef del den. Zolof 7% Jul * verlaulll, unels. 0 in Aus- * Kaisten Bon tial Soltas . 0%. N 7 nt „ lacht 3 ů ˙· 5 Wetters ist die Donau so bewegt, daß die Brücken bei Sistowa und Nikopolis für Fuhrwerk seit zwei Tagen unpassirbar sind. — Offieielle Meldung aus Gorni- Studen vom 8. d.: Von unserer auf der Straße nach Osman Bazar stehenden Abtheilung wurde am 5. d. eine fliegende Colonne südlich von Kesrowo gegen das Dorf Koslubeg entsandt, um die Baschi— Bozuks für ihre Räubereien und Mordthaten zu bestrafen. Die Türken wurden unvermuthet über- fallen, erlitten bedeutende Verluste an Todten und —u— Staben. Am 25, Septbr. wurde ein junger Mensch von hier in Gewahrsam nach Gießen gebracht, der eine sehr ftürmische Vergangenheit hinier sich hat. Im Jahre 1870 hatte er in Frankfurt einen Andern gestochen, der an der Wunde verstarb; hierfür erhielt er bis 1876 Quartier in Ziegenhain, wo man ihm dann wegen guten Betragens den Rest seiner Strafzeit mit 14 Monaten er: ließ. In Friedberg fing er aber auf der Heimreise schon wieder Spektakel an, drobte einen Polizeidiener zu er— stechen und erbielt hierfür 2 Tage Arrest. Zu Hause an— gekommen, mißhandelte er seinen alten Vater und warf mit einem Beile seiner Schwester ein Bein entzwei. Für diese Missethaten stickte man ihn wieder in Ziegenhain ein, wo er seine 14 Monate nachsitzen mußte. a 5 Nachdem Gefangenen und ergriffen die Flucht. Das Dorf die Zeit um war, entließ man ihn wieder in seine Heimatb, wurde niedergebrannt. Sonst herrscht überall wo er der Schrecken der Gemeinde und der Umgegend war, Ruhe. Das Wetter ist plecht. denn bei dem geringsten Anlaß zog er das Messer. Vor 5 Russen 15 5 130 Positionen aud Wochen enolich stach er auf der Kegelbahn seinen zu⸗ . 1 künftigen Schwager zusammen, so daß dessen Tod in kurzer Lom und am Schipka Paß verstärkt und Vorbe- Zeit erfolgte. Nunmehr kommt er vor das Schwurgericht reitung zur Ueberwinterung der Vortruppen ge. in Gießen und harct seines jedenfalls sehr strengen Urtheils. troffen. In der allernächsten Zeit wird die Er-. Offenbach. Bei der Wahl zum evangelischen Kirchen⸗ N g g 5 Vorstand wurden in Neu⸗Menburg, der„N. Offenb. Zig.“ weiterung der Befestigungen von Sistowa und zufolge, sämmtliche Peiat⸗de Ga hae 1 Nikopolis zu Brückenköpfen begonnen. Drei Viertel aller abgegebenen Stimmen fielen auf Jene. — 8 Oct. Die„Presse“ meldet aus Tiflis: Gonsenheim, 6. Oct. Gestern Abend entgleiste Privatnachrichten geben Kunde von dem Rückzu in der Nähe unserer Station in Folge falscher Weichen⸗ Mukhtar Pascha's nach Kars. Die Zahl der in henung ein Güterzug. Ein Mann wurde schwer verletzt. 1 0 Auch mehrere Fässer Wein litten Schaden und war man Gefangenschaft gerathenen Türken beläuft sich natürlich rasch bereit, daß edle Naß zu„rellen.“ auf 1500. Kastel, 6. Oct. In der Nähe des Bahnhofes wurde gestern Abend ein junger Mann von einem unbekannten Kerl angepackt und seiner Uhr beraubt. Vor einigen Tagen erschien ein“ Allerlei und gab vor, Colpocteur für eine Frankfurter Buchhand— Magdeburg Die social⸗demokratische Partei hat in lung zu sein, erhob als solcher den halbjährigen Betrag der Provinz 12.000 M. gesammelt und mit dem Gel de für die„Berliner Fleischerzeiiung“ und verschwand dann eine Buchhandlung begründet, welche den Vertrieb der Aus Stadt und Land. Friedberg. — 0— 9 1 1 Frankfurt, 8. Oct. Die Preise für gute Waare bielten sich auf dem heutigen Viehmarkte auf früherer Höhe. Das Geschäft in Schweinen war sehr lebhaft und wurde zu 68 Pf. das Pfund total ausverkauft. An⸗ getrieben waren: 380 Ochsen, 150 Kühe und Rinder, 160 Kälber und 500 Hämmel. Die Preise stellten sich per Centner Fleischgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 73— 75., 2. Qual. M. 68—70. Kübe und Rinder 1. Qual. M. 60., 2. Qual. M. 50— 52. Kälber 1. Qual. M. 70., 2. Qual. M. 6065. Hämmel 1., Dual⸗ M. 54—56., 2. Qual. M. 48—51. Frankfurt, 8. Oct. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 42., Nr. 2 M. 38., Ne. 3 M. 34., N 4 M. 30., Nr. 5 M. 24. Roggenmehl%(Berliner Mast) M. 25., do. II.(Berliner Marke) M. 21. Weizen ab Bahnbof hier M. 23—24., ab unserer Umgegend M. 2223. fremder je nach Qual. M. 23— 25. Korn M. 1718.50. Gerste M. 18—24. Hafer M. 13—17. Kohlsamen M. 36—37. Erbsen M. 21—24. Wicken M. 17.—. Linsen M. 21—30. Rüböl M. 83.—. Die Preise ver⸗ stehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht= 100 Kilo. Maurnz, 8 Oct. Sroducten-Markt. Waizen per Nov. M. 22.70. Korn per Nov. M. 15.60. Hafer per Nov. M. 15.20. Rüböl per Oct. M. 34 40. Auszug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Getraut: 4. Oct. Wilhelm Mathäus Georg Friedrich Schmidt, Lehrer zu Frankfurt a. M., und Johanna Minna Anna Wahl aus Friedberg. Geboren: 24. Sept. Dem Großh. Distrikts-Einnehmer Ernst Nieß eine Tochter. 30. Sept. Dem Landwirth Johannes Kempel zu Wennings eine Tochter. 3. Oet. Dem Fellhändler Leopold Aron eine Tochter auf Nimmerwiedersehen. In Homburg erlaubte sich der socialistischen Schriften leitet. Als Colporteure fungiren Fremde dieselben Schwindeleien, wird von dort aus aber unter Anderen zwei der Führer. In den Provinzial— bereits steckbrieflich verfolgt. Stäoten geschiebt dies durch Vertrauens-Männer. Langenhain, 3. Oct. Heute feierte der Teplitz, Det. Gestern wurden im nahen Erz hiesige Pfarrer Götz das Fest seiner silbernen Hochzeit. gebirge zwei starke Erdstöße verspürt, der erste Stoß um Dies Familienfest sollte in aller Stille gefeiert werden, 12 Uhr Nachts, der zweite um 7²5 Uhr früh. Fenster wie es dem schlichten Sinne des Jubilars entsprach. Es karrten und Thüren zitterten. In sächsischen Grenzsiädtchen drang aber doch die Kunde davon in die Gemeinde und Greising stürzten die Bewohner vor Schrecken aus ihren diese beschloß, ihrem allverehrten Pfarrer eine Ueber- Häusern. i N raschung zu bereiten. Am Vorabend des Festes begaben Petersburg. Ueber das bereits gemeldete Unglück sich die Vorsteher der Gemeinde zu dem Jubilar und] auf der russichen Eisenbahn bört man jetzt folgendes Bürgermeister Rumpf von Ziegenberg übergab Namens Nähere: Zwischen Woronesch und Rostow am Don hat —t.— der Gemeinde dem Jubilar mit einer herzlichen Ansprache schreck! ba t. Sieben Wagen mit fast 400 abchasischen Gefangenen, die auf dem Wege nach Sibirien waren, wurden vollständig vernichtet. Nicht ein einziger Mann der Abchasier ward gerettet; sie waren, wie gebräuchlich ist, an einander gesesselt. Eine Untersuchung ist verheißen worden. Handel und Verkehr. Friedberg, 10. Oct. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund 95 Pf. bis M. 1.10. Eier per Stück 9 Pf. Friedberg, 9. Oet. Waizen M. 22.70. Korn M. 17.—. Gerste M. 18.—. Hafer M. 14.5018. Alle Preise versteben sich auf 100 Kilo 200 Zollpfund. Gießen, 9. Oct. Wochenmarkt. Butter per Pfund M. 11.10. Eier per Stück 7 Pf. Tauben das Paar 55 Pf. Hübner per Stück 60 Pf. Hahnen per Stück 55 Pf. Enten per Stück M. 150. Kartoffeln, 100 Kilo, M. 5—. einen prachtvollen Sessel. Dieser Act ebrt die Geber ebenso wie den Empfänger. Ueberbaupt herrscht in unserer Ge— meinde ein Sinn für Gemeinwesen und eine Herzlichkeit zwischen allen Einwohnern, die sich bei jeder Gelegenheit documentirt und die für das innere und äußere Leben der Gemeinde nur von Segen sein kann. Marienschloß. Zu dem neulich von Ihnen ge- brachten Arlikel von bier ist berichtigend zu bemerken, daß sich in der Menageküche des Landeszuchthauses zu Marien schloß nicht ein einziges kupfernes Gefäß befindet; die Zubereitung der Speisen geschieht durchweg— und ohne Ausnahme— in gußeisernen Kesseln und Kroppen. Ferner deuten die Sy nptome der Krankheit durchaus nicht auf eine Grünspan⸗Vergiftung hin und endlich ist noch nicht der geringste Anhaltspunkt ermittelt worden, welcher für eine Vergiftung der Erkrankten überbaupt sprechen könnte. sich ein schrecklicher Eisenbahn-Unfall ereignet. Gestorben: Kerl Emil Fellner, Söhnchen des Schneiders Ambrosius Stephan Fellner, 4 Monate alt. Gelß⸗Cours. Frankfurt am 9. October 1877. 25. Sept. 20 Frankenstücke Mk. 16 2327 Englische Sovereigns„ 238 8 Russische Imperiales. 3„ 16 70 75 Holländische fl. 10⸗Stücke. 16 65 G. Ducaten. 5 1 9 62-67 Ducaten al marco 9 62—67 Dollars in Gold 1 4 17—20 Briefkasten. a Wilhelm Lenz in?(Ort war auf der Karte nicht angegeben). Dem„Anzeiger“ lag überhaupt kein Fahrplan der Main-Weser Bahn bei. Der betreffende andere Abonnent muß ihn mit irgend einer andern Zeitung erhalten haben. Die Red. G. in L. In anderer Form haben wir Ihre Mit⸗ theilung, für deren Zusendung wir dankbar sind, benutzt. Die Red. Reclamationen wegen Ausbleibens einer Nummer oder Fehlens einzelner Tbeile des„Anzeigers“ wolle man bei durch die Post bezogenen Exemplaren stets nur an die zuständige Postbebörde richten. Die Red. Bekanntmachung. Am 22. Oetober d. J., Vormittags 11 Uhr, wird Hier ein ausrangirter Ssitziger Personenpostwagen(Omni— bus), zum Privatverkehr noch sehr gut verwendbar, in öffentlicher Auetion zum Verkauf gestellt. Die Verkaufsbedingungen werden bei der Versteiger— ung bekannt gegeben. Friedberg den 3. Oetober 1877. Kaiserliches Postamt. 3089 Brentano. Oeffentliche Aufforderung. 3129 Sämmtliche Gläubiger des am 14. August v. J. verstorbenen Konrad Ewald von Bad-Nauheim und der Wittwe desselben werden auf Insolvenzanzeige der Letzteren zur Anmeldung ihrer Forderungen und zum Güteversuch auf Montag den 5. November d. J., Morgens 8 Uhr, mit dem Anfügen hierher vorgeladen, daß die weder in Selbstperson erscheinenden noch durch gehörig Bevoll— nächtigte vertretenen Gläubiger als den Beschlüssen der Mehrheit der Erscheinenden beitretend erachtet werden. Bad⸗Nauheim den 3. October 1877. Großherzogliches Landgericht Bad-Nauheim. Hempel, Schnittspahn Landrichter— Landgerichts-Assessor Garten⸗ Verpachtung. 133 Montag den 15. d. M., Vormittags um 11 Uhr, sell der Garten bei dem Schulhause der israel. Religions— gemeinde unter den bei der Verpachtung bekannt gemacht nerbenden Bedingungen öffentlich meistbietend in dem Eshungslocale des Vorstandes verpachtet werden. Der Vorstand der israel. Religionsgemeinde: S. Hüirschhorn. — Aufforderung. 3128 Der seit Frühjahr l. J. dahier ein Putz- und Modewaarengeschäft betrieben habende Jean Müller von Wackernheim, früher in Offenbach, hat seine Ueber— schuldung angezeigt und werden darum dessen sämmtliche Gläubiger zur Anmeldung ihrer Forderungen und Geltend— machung etwaiger Vorzugsrechte, sowie zum Versuche eines Arrangements auf Dienstag den 30. October l. J., Vormittags 10 Uhr, anher unter dem Rechtsnachtheil geladen, daß von den schriftlich liquidirenden oder durch nicht genügend Bevoll— mächtigte vertretenen Gläubigern der Beitritt zu den von der Mehrheit der Erschienenen gefaßt werdenden Beschlüssen unterstellt werden wird. Dem dermalen unbekannt wo sich aufhaltenden Jean Müller aber wird durch diese Bekanntmachung von dem Termin mit dem Anfügen Kenntniß gegeben, daß er im Termin seine Rechtszuständigkeiten zu wahren habe, ansonst lediglich nach den gefaßt werdenden Beschlüssen verfahren werden würde. Bad-Nauheim den 6. Oetober 1877. Großherzogliches Landgericht Bad-Nauheim. H r Arbeits ⸗Versteigerung. 3125 Mittwoch den 17. October lfd. J., Vormittags 10 Uhr, wird auf dem Gemeindehause zu Friedberg die Herstellung des Gossenpflasters an der Staatsstraße nächst der Taubstummen-Anstalt daselbst, veranschlagt zu 169 M. 65 Pf., an den Weniastnehmenden vergeben. Friedberg am 8. Oktober 1877. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u ß. 10,000 Mark werden auf erste Hypothek ohne Vermittelung gesucht. Arbeits-Versteigerung. 3126 Donnerstag den 18. Oktober l. J., Vormittags 11 Uhr, wird auf dem Gemeindehause zu Vilbel die zur Verlängerung des Gossenpflasters in der Ortsdurch⸗ fahrt daselbst erforderliche M. Pf. Pflastererarbeit, veranschlagt zu 758 25 Die Lieferung von 179 Kubikm. gerichteten Pflastersteinen 2506— Das Aufsetzen dieser Steine 89 50 Die Lieferung von 252 Kubikm. Pflastersand 1033 20 öffentlich an den Wenigstnehmenden vergeben. Friedberg am 8. October 1877. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Reu ß Holzoersteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 3127 Dienstag den 16. October sollen im Moͤnch⸗ wald bei Burkhardsfelden, eirea 1 Stunde von den Eisenbahnstationen Lich und Reiskirchen, versteigert werden: 46 Raummeter Nadel-⸗Scheitholz, 152 Prügelholz, 41 1„ Stockholz, 478 Fichtenstümme von 15— 33 Centim. Durchmesser und 6—21 Meter Länge mit 211 Kubikmeter In⸗ halt und 516 Fichtenstangen mit 81 Kubikmeter Inhalt. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr auf dem Vieinal— weg von Albach nach Hattenrod an der Blindelochs— wiese. Lich den 6. October 1877. Wimmenauer, Forstrath. 700 bis S00 Mark liegen in der Armenkasse zu Nieder Erlenbach zum * I Anerbieten nimmt die Exped. d. Anz. entgegen. 3147 Ausleihen bereit. 3137 Großherzogliche Realschule zu Friedberg. 3015 Anmeldungen neu aufzunchmender Schüler(vom 8. Lebensjahre an) wollen Samstag den 13. October, Vormittags von 9— 12. Uhr im Realschulgebäude(Conferenzzimmer) unter Beibringen von Zeugnissen der bisherigen Lehrer, Geburts- und Impfscheinen(für 12jährige über die Wiederimpfung) bei der unterzeichneten Behörde gemacht werden, worauf Montag den 15. October die Aufnahmsprüfung stattfindet. Der Unterricht beginnt Dienstag den 16. October. l Das Reifezeugniß der Realschule berechtigt Militärdienst. 5 b 5 Großherzogliche Direction der Realschule. Dr. Möller. Bekanntmachung. Da das von der Stadt Gießen am 24. Februar 1876 beschlossene und von der Aufsichts⸗ 2981 8 so können behörde genehmigte Anlehen von 600,000 Mark successive aufgenommen werden soll, weitere Einzahlungen auf daeselbe gegen Empfangnahme der Obligationen à 100, 300 und 500 Mark bei der Stadtkasse dahier jederzeit noch stattfinden. ö zum einjährig⸗freiwillgen Gießen den 19. September 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. H. 62996. Bramm. 00 5 28 0 Grabdenkmäler 8 in Marmor, Syenit und Sandstein, von den einfachsten bis zu den reichsten, in großer Auswahl stets vorräthig. Transport der Denkmäler nach jeder Gegend und Versetzen(Aufstellen) derselben auf den Friedhöfen mird mit übernommen. Ferdinand Hofmeister, Marmor- und Steinmetzen⸗Geschäft Frankfurt a. M., 165 Eckenheimer Landstraße dem Friedhofe gegenüber. DAMEN- MAENT ETL HAGAZIN⸗ Größtes Lager Frankfurts. Frankfurt a. M., 26 ͤ Neue Kräme 26, in den neu erbauten Localitäten, Wintermäntel. Feste Preise. N Paletots in Double von Mark 12. an. 0 Paletots in Kammgarn und Matlassé von Mark 16. an. Palesots in Seide von Mark 50. an. 5 20 Obligations H. 62915. 3123 Regenmäntel. Rad⸗ Form von Mark 7. an. Paletots von Mark 9. an. Haveloks von Mark 12. an. .* * Versteigerung. 3132 Montag den 15. Oktober d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, lassen die Erben der verstorbenen Frau Kauf⸗ mann Eysen, Wittwe, in deren Behausung gegen Baar zahlung versteigern: 1) eine wohlerhaltene Laden- Einrichtung, die sich zu jedem Geschäft eignet; 2) die vorhandenen Waaren und eine Deeimalwage; 3) Kupfer, Messing und Zinn; 4) verschiedene Hausgeräthe, darunter 4 große und 2 kleine Bettstellen, 4 Commoden, mehrere große und kleine Tische, Nachttische, 1 Nähtisch, Spiegel, Bänke, mehrere kleine Schränke, 1 Weißzeugpresse mit Schrank, Spinnräder, Haspel, Waschbütten, Fässer und Kisten, Gartengeräthe u. dgl. m. Usingen den 7. Oktober 1877. Verloosung. 3136 Bei der heute stattgehabten Verloosung der Partial⸗ Obligationen der Gemeinde Spies heim wurde die Nummer 111 zu 100 fl. zur Rückzahlung gezogen. Der Inhaber dieser Obligation wird hiermit auf⸗ gefordert, gegen Rückgabe derselben und der noch nicht fälligen Zinscoupons den Betrag am 31. Dezember l. J. bei dem Gemeinde-Einnehmer dahier in Empfang zu nehmen, indem mit diesem Tage der Zinsenlauf auf⸗ hört. Spiesheim den 28. September 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Spies heim. Kie bel es w. Apotheken- Bitter. Schutzmarke Nr. 99. Der Bürgermeister 1½ Flasche à Mark 0.70, 171„ Geer 42— 5 Bittere Magenkräuter, per Packet mit Ge- Mobiliar— Versteigetung brauchsanweisung 50 Pfennig. 2 5 Mai wein- Syrup aus frischem Gebirgswald- 3138 Montag den 15. und Dienstag den 16. d. Mts., meister. Eine Flasche mit 10 Flaschen Wein geben jedesmal von Vormittags 9 Uhr ab, werden die nach⸗ 11 Flaschen Maiwein von feinstem Geschmack. verzeichneten dem Restaurateur J. A. Schenk dahier Flasche Mark 2.50. zustehenden Mobilien und Wirthschaftsgeräthschaften und Maiwein-Essenz, per Flacon zwar: haben bei 4 französische und 4 gewöhnliche Betten, 1 Causeuse, Frau Hoflief. Windecker in Friedberg. 1 Sessel und 6 Stühle in schwarzem Damast, 2 große Pla. J. Weiss in Nauheim. Pfeilerspiegel mit Consolen, diverse Commoden, 7. Kleiderschränke, Wasch- und Nachttische, sodann 7 Dutzend Wiener Rohrstühle, 5 Dutzend eiserne N Gartenstühle, 30 Wirthstische, 2 Buffet, 1 Bier⸗ pumpe, 1 großer und 1 kleiner Restaurationsherd⸗ 3 Oefen, Kupfer, Porzellan, Glas und Weißgeräthe, darunter mehrere Hundert Servietten, eine große Parthie Weinflaschen und Fässer und verschiedenes Hausgeräthe in dessen Wohnung, Reinhardstraße Nr. 372, abzugs⸗ halber öffentlich an den Meistbietenden gegen Baar— zahlung versteigert. Bad⸗Nauheim am 6. Oetober 1877. Großherzogliches Ortsgericht Bad-Nauheim. Sn 50 Pfennig zu . 1909 Zu Krautfässern Wilhelm Fertsch. Ein Realschüler 3049 findet Kost und Logis bei Reallehrer Lang. Ein jüngeres Dienstmüdchen 3144 für leichte häusliche Arbeiten gesucht. sagt die Expedition des Anzeigers. 3087 Pro empfehle eine Parthie Mohnöl⸗, Olivenöl⸗ und Gelsefässer. Von wem? ö Neuer Labberdan (per Pfund 36 Pfennig) bei 5 3142 Wilhelm Fertsch. Winterhandschuhe 3146 und Stauchen billigst bei K. Friedrich. 3131 Wegen Aufgeben meiner Baumschule werden Kern⸗ und Stein⸗Obftstämmchen billig aus derselben abgegeben. Thurn. Hammelfleisch 50 Pf., f Hammelskeil u. Carre 50 Pf. 3140 verkauft W. Kreuter II. Ochsenfleischa Pfd. 72 Pf. 3145 verkaufen Joh. Haustein III. Hrch. Schäfer. Joh. Engel. Georg Schmidt. Wilhelm Waas. Marinirte Vollhäringe 3143 bei Wilhelm Fertsch. 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Jau verpachten sind auf die Dauer von 6 Jahren, von Martini d. J. an, verschiedene Grundstücke in der Friedberger und Fauer⸗ bacher Gemarkung durch Major Bichmann. 3112 1 Jeiust Schweineschmalz, 8 ud 64 Pfennig, bei Wilhelm Fertsch. Ein Mädchen wird zu mlethen gesucht. 3124 Eva Grödel, Wittwe. Einen großen tiefen Keller 3139 hat zu vermiethen Elise Trapp, Wittwe. Friedberg. 23141 Allen Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir hierdurch tiefbetrübt die schmerzliche Anzeige, daß unsere innig geltebte einzige Tochter Johanna, welche kurze Zeit zu Elsheim zu HBesuch war, nach kurzem Kranksein daselbst am 6. d. Mts. sanft dem Herrn entschlafen ist und bitten um stilles Beileid an unserem unersetzlichen Verlust. 5 Friedberg den 9. Oktober 1877. Ludwig und Friederike Ulrich. 1 Ssraclitischer Gottesdienst in Friedberg. Beginn: 2 Freitag Abends 5½ Uhr. ö Samstag Morgens 8¼ Uhr. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. N 4 5 N