Nuppel. — ch Engel. . 1877 Dienstag den 10. Juli. M 79. Oberhessischer Anzeiger. 1 7 5 Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Herbstübungen der 21. Division im Jahre 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die betreffenden Großherzoglichen Bürgermeistereien. Durch die Herbstübungen der 21. Division erhält ein Theil des Kreises im August und September dieses Jahres Einquartirung. Friedberg am 6. Juli 1877. Wir lassen nachstehend das Dislocations-Tableaus nachfolgen, aus welchem Sie entnehmen wollen, an welchen Tagen diese Einquartirung stattfindet. Wegen der Fouragelieferung erfolgt noch weitere Mittheilung durch die Intendantur. gegen Baarzahlung nach Vorschrift. Ebenso bezüglich der Fuhren. Auszug aus dem Dislocations-Tableau. Kreis Friedberg. Die Verpflegung der Mannschaft erfolgt Dr., BTA d en. In der ungefähren N In der ungefähren ˖ . a g 1 5 Da tum Namen des Orts. Wird belegt mit 8 Slürke don 57 Dalum. Namen des Orts. Wird belegt mit Sl den 575 115 Mann.] Pferde. e 7555 Mann. Pferde. Annen 1.—2. Sept Büdesheim. Pionier und Train. 8 124 48 21. Sept.] Nieder⸗Mörlen. 2 Batterien. 10 138 80 1 Petterweil. Stab des Regmte. 88 2 Ober⸗Rosbach. Abtheilungs⸗Stab und und Stab des 2. Bat. 1 Batterie. 100 1 und 2 Comp. 14 2783 3 Ober⸗Rosbach. Stab des II. Bataillons 3 Bauernheim. 1 Banierie. 5 69 40 Regmis 87 u. 2 Comp.] 10 211 5 8.—9. Dorbeim. 2 Batterien. 10 138 80— 3 Okarben. Füss.⸗Bat. Regmis 87— . Dornassenheim. Abtheilungs⸗ Stab und 24 1½ Comp. 4 150 2 28 1 Batterie. 10 78 46 2 3.„ Ober ⸗Eschbach. Stab des J. Bat. Regmts. 2 18. u. 25., Friedberg. Train⸗Detachement. 1 26 44— f 88 und 1½ Comp. 9 148 4 5 3.„ Isolzbausen v. d. H.][I. Bat. Regmt. 87 1½. 3.„ Ober⸗Erlenbach. II. Bat. Regmts. 88. Comp. e 2 Comp.„ * Wölfersheim. 8 der Unteroff.⸗Schule 5 27. Aug.] Ober⸗Wöllstadt. Traindetachement. 4 26 44 2 und Pion.⸗Comp. 19 8 3. Sept Rodheim. Stab der 41. Inf.. 3 Melbach. ½ ber Unteroff. Schule. 3 133 1 5 Brigade. Stab des 87. 23 384 59— 3.„ Nieder⸗Wöllstadt. Füs. Bat. Regmis 87— Inf., Regmts. u. I. Bat. 1 1 und 2½ Comp. 12 264 68— 2½ Cmp. u. 1 Batterie. 2 3.„Nieder ⸗Rosbach. 11. Bat. Regmts. 87 2„ Schwalheim. Adiheilungs-Stab und— 1 Comp. 3 100 1 2 1 Batterie. 10 N— 7.„ Nieder ⸗Rosbach. 1 Batterie. 5 69 40 2 1 Sdͤdel. Artillerie⸗Regmts⸗ Stab,* 3.„ Nieder⸗Eschbach. I. Bat. 88. Regmis. 2 ö 1 Batterie und ½ der Comp. 6 206 2 Unteroff.⸗Schule. 11 178 46 A Bad⸗Nauheim. Artillerie⸗Regmts⸗Stat 8 Wohnbach. Füs.⸗Bat. Regmis 88 und 1 Escadron. i 1 Comp. u. 1½ Escadr.] 5 161 67 2 Nieder ⸗Weisel. 12 Batterien. 10 138 80 2 Wisselsheim. 1 Batterie. 5 69 40 Betreffend: Die von den Gemeinden für die 1877er Holzsamensendungen zu leistenden Ersatzzahlungen. Friedberg am 8. Juli 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Wald besitzenden Gemeinden und die Markvorstände. Ueber den aus dem Großherzoglichen Holzsamen-Magazin für 1877 für Ihre Waldungen bezogenen Holzsamen gehen Ihnen die Auszüge gleichzeitig unter Couvert mit der Weisung zu, sofort für die Auszahlung der Beträge zu sorgen. Bekanntmachung. Dire Brig d n In Gemäßheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm Friedberg den 6. Juli 1877. berechnen: daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel fürn den Monat Juni 1877 sich Hafer M. 19.—, Heu M. 12.—, Stroh M. 12.—. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. De Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier— ungsblatt Nr. 35 enthält: die Rechnungsablage über die Verwendung der für das Jahr 1874 in dem Großherzogthum ausgeschriebenen Brandent— schädigungs beiträge. i Darmstadt. Versetzt wurden und zwar in gleicher Diensteigenschaft die Distriets Einnehmer Fuchs von Heppenheim nach Nierstein, Losekann von Bingen nach Alzey I., Breitwieser von Alzey II. nach Langen. Zu Districts-Einnehmern ernannt wurde der Finanz- Aspirant Hofmann für Alzey II., sowie Finanz- Accessist Schmidt für Lauterbach. „Juli. Prinz Alexander ist gestern Nachmittag von Wien zurückgekehrt und auf Schloß Heiligenberg eingetroffen. Berlin, 7. Juli. Fürst Bismarck ist vor gestern Abend von Friedrichsruh hierher zurück gekehrt und heute Morgen nach Varzin abgereist. Gestern empfing derselbe den englischen Botschafter. — Der„Post“ zufolge beruht die Nachricht von einer Begegnung des deutschen Kaisers und des Kaisers von Oesterreich in Salzburg zur Zeit wohl nur auf Vermuthungen, die sich auf frühere Vorgänge stützen. Jedenfalls könne die Begegnung nicht am 12. Juli stattfinden, da Kaiser Wilhelm die Mainau erst Mitte Juli ver— lasse. Die„Post“ meldet ferner: Auf Einladung der russischen Regierung und mit kaiserlicher Ge— nehmigung werde der Capitän-Lieutenant Oldekop von der Artillerie Prüfungs⸗Commission sich in das russische Kriegslager begeben. Ems, 4. Juli. Der Kaiser empfing heute den türkischen Botschafter Sadullah-Bey in Privat- Audienz. Derselbe überreichte das die Abberufung und sein Beglaubigungsschreiben. Als Vertreter des auswärtigen Amts war der Geheime Legations— Rath v. Bülow bei der Audienz zugegen. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 6. Juli. Die ungarische Quoten Deputation constatirte in ihrer Abendsitzung die Resultatlosigkeit der Ver— Edhem Pascha's notisicirende Schreiben des Sultans 1 handlungen beider Subeomites, nachdem auch sie ihren Standpunkt in Betreff der Zollrestitutionen festzuhalten beschlossen hatte. In diesem Sinne wird moegen, ohne daß ein Bruch proclamirt würde, das Nuntium an die österreichische Depu- tation abgehen. Bezüglich des Vorbehaltes der österreichischen Deputation wegen Erhöhung der bestehenden und Einführung neuer Zölle hofft man ein Expediens zu finden. Beide Deputationen werden nunmehr an ihre beiderseitigen Legislativen berichten, denen die Entscheidung zusteht. Salzburg. Im Schloß Hellbrunn werden Vorbereitungen zu der in der zweiten Hälfte des Juli erwarteten Zusammenkunft der Kaiser von Oesterreich und Deutschland getroffen. Belgien. Brüssel, 6. Juli. Kammer- sitzung. In Betreff der kürzlich auf Veranlassung des katholischen Pfarrers zu Anthee erfolgten Ver— haftung eines protestantischen Geistlichen durch einen Gendarmen erklärte der Justizminister, der Gendarm sei suspendirt worden. Nach einer weiteren Interpellation Janson's über die Aus- weisung Jourde's, des früheren Finanzministers der Pariser Commune, nahm die Kammer eine das Verfahren des Ministers billigende Tages- ordnung mit 74 gegen 14 Stimmen an. 17 Deputirte enthielten sich der Abstimmung.— General Grant mit Familie ist heute hier angekommen. — 7. Juli. Die Deputirten- Kammer nahm mit 73 gegen 22 Stimmen den Gesetzentwurf, betreffend die Abstellung der Mißstände bei den Wahlen, welche ihr vom Senate nochmals zuge— gangen war, und vertagte sich sodann auf unbe ⸗ stimmte Zeit. Fünf Deputirte hatten sich der Abstimmung enthalten. Großbritannien London, 6. Juli. Unterhaus. Northeote antwortet auf eine An⸗ frage Lawson's und Gourlep's: Die Flotte sei nach der Besika⸗Bai entsendet worden, weil dieselbe eine bequemere Station bilde und ihre Lage eine centrale sei. Der Admiral sei da selbst im Stande, wenn es nothwendig wäre, sich leicht mit dem Botschafter Layard und mit der britischen Regierung in Verbindung zu setzen. Die Flotte bestehe aus sieben Panzerschiffen und einer ungepanzerten Fregatte. Spanien. Madrid, 5. Juli. Im Con- gresse brachte Castelar die angekündigte Inter⸗ pellation über die Verhaftung von Zorrilla, Lagunero und Munoz in Paris ein. Er ver⸗ theidigte in längerer Rede das Recht der Gast⸗ freundschaft zu Gunsten der Genannten und be- klagte die gegen dieselben angewandte Strenge, da doch den Carlisten in Frankreich erlaubt ge⸗ wesen sei, zu conspiriren, und selbst Don Carlos gestattet wurde, in Frankreich seinen Aufenthalt zu nehmen. Castelar betonte, das Völkerrecht sei in diesem Falle nicht geachtet worden. Er appellire an das Recht der Gastfreundschaft, welches keinem politischen Auswanderer versagt werden dürfe. Der Minister antwortete, Zorrilla habe gegen die spanische Monarchie conspirirt und gehöre den Internationalen an. Die französische Behörde hätte, indem sie ihr Recht angewendet, geglaubt, die Anwesenheit Zorrilla's und Genossen könnte Unruhen hervorrufen, und hätte dieselben deßhalb aus Frankreich ausgewiesen. Italien. Rom. Cardinal Simeoni be⸗ reitet ein Rundschreiben an die Bischöfe vor, welches diese instruirt, wie weit sich der Klerus mit Rücksicht auf die modernen Institutionen in politische Angelegenheiten einmischen dürfe. Der Cardinal⸗Staatssecretär fordert den Erzbischof Guibert im Auftrage des Papstes auf, der Polemik über seine angebliche Mission in Rom durch eine unumwundene Erklärung ein Ende zu machen. — 7. Juli. Die Kräfte des Papstes sind zwar schwach, doch gibt der Gesundheits⸗ Zustand desselben augenblicklich zu keinen Besorgnissen An- laß. Der Papst empfing heute mehrere Personen. Türkei. Constantinopel, 5. Juli. Die in Montenegro operirende Division Suleiman Pascha's soll eine andere Bestimmung erhalten. Die vereinigte türkische Armee an der montene— grinisch albanischen Grenze wird, indem sie ent sprechende Besatzungen in den Grenz ⸗Feslungen zurückläßt, erhaltenen Ordres gemäß zur Hälfte nach Albanien und Epirus und zur Hälfte nach Adrianopel abgehen. — 6. Juli. Die Militär⸗Commandanten in Asien telegraphiren, daß die Russen, von unseren Truppen vollständig geschlagen, Sarikamisch ge⸗ räumt und sich, von unseren Truppen verfolgt, weiter zurückgezogen haben. Mukhtar Pascha hat sein Hauptquartier vorgeschoben. In den Kämpfen der Division Alaschkert bei Karakilissa, welches die Division jetzt inne hat, wurden die Russen unter beträchtlichen Verlusten geschlagen. Auf dem Rückzuge folgten ihnen 700 Wagen mit Verwundeten. 5 — Midhat Pascha begibt sich demnächst in ein See⸗Bad und will dann definitiv seinen Auf- enthalt in Paris nehmen. Rustschuk. Flüchtlinge aus Widdin berichten, daß die Stadt beinahe zerstört sei, das Handels- vertel, das österreichische Consulat und ein Hotel seien abgebrannt. Englische Offiziere unter Osman sogen. Flortin und Bregowa befänden sich englische Offiziere. Erzerum, 6. Juli. Der rechte türkische Flügel steht dem linken russischen Flügel bei Utsch⸗ kilissa, Faik Pascha 12,000 Russen bei Ardahan gegenüber.— Die Avantgarde Mukhtar Pascha's befindet sich noch 14 Meilen von Kars entfernt. Serbien. Belgrad, 6. Juli. Im Vitogara-Gebirge fanden Kämpfe der Türken mit den Insurgenten statt. Fünfzig Insurgenten blieben todt und wurden Reitpferde, Vieh und Munition verloren. Auf türkischer Seite wurde ein Offizier verwundet. Auch im Jagaz⸗Bezirke wurden die Insurgenten geschlagen. Die türkischen Beamten im Sandschak von Banjaluka verübten große Ungesetzlichkeiten. Die Christen erhoben bei dem Gouverneur Klage und forderten Abhülfe. — Es geht das Gerücht, daß eine Minister⸗ Krisis bevorstehe, weil die Skupschtina entgegen dem Willen des Cabinets die Wahl der Führer der Conservativen Milutin und Garaschanin verificirt hat. Ranko Alimpits hat seine Entlassung als General gegeben und wurde zum Delegirten bei der Skupschtina ernannt. Das vorjährige Gesetz über das Moratorium für die durch den Krieg heimgesuchten Kreise wurde bis 7. November 1878, für die übrigen Landeskreise bis 7. November 1877 prolongirt. Fürst Milan kehrt heute nach Belgrad zurück. Rumänien. Bukarest, 5. Juli. Nach hier eingegangenen Nachrichten ist der englische Militär- Attaché, Oberst Wellesley, im russischen Hauptquartier eingetroffen und von dem Zaren und dem Großfürsten Ober-Befehlshaber freund lichst empfangen worden. Ein in der russischen Action der an pflegungs Schwierigkeiten. Rumänien ist ausge⸗ Die Vorräthe sind nunmehr aus größerer Einzelne russische blieben bereits 24 Stunden nahr- Entsernung herbeizuschaffen. Heerestheile ungslos. Nußland. Petersburg. Officiell wird General- Adjutant Schamscheff Babadagh. Am 29. Juni schlug Oberst Ismailoff, der die ganze Umgegend von Tscherkessen und Baschi-Bozuks räumte, zwei tscherkessische Banden und nahm den— selben Waffen, 50 Pferde und 20,000 Stück Vieh ab. Auch wurden zwei bekannte Räuber⸗ Häuptlinge, Kara Mustapha und Aadun, gefangen genommen. Die ganze Strecke bis zum Trajans⸗ Wall ist von den Türken geräumt. Die christliche Bevölkerung empfängt die Russen enthustastisch als Erlöser. Auf russischer Seite Alles gut. Truppen setzen ununterbrochen Tag und Nacht über die Donau. Keine Türken sichtbar. Nach dem 27. Juni blos kleinere Vorposten⸗Gefechte. — 5. Juli. 120,000 Russen haben die Donau bei Sistowa passirt, darunter 20,000 Mann Ca- valerie und 250 Geschütze inel. Belagerungs-Ge⸗ schütze. Ungefähr 80,000 Mann stehen bei Turnu⸗ Magurelli und Simnitza. Großfürst Nikolaus mit General Ignatieff und dem Generalstabe setzte gestern über die Donau und verlegte sein Haupt- quartier nach Sistowa. Die bei Sistowa in Bulgarien eingerückte russische Armee ist in drei Corps eingetheilt. Das Haupt Corps rückt auf Rustschuk vor, das zweite nach dem Balkan und das dritte gegen Nikopolis. Die Russen stellten den Juden und Griechen keine Pässe aus. — 6. Juli. Officiell. Nachdem gestern Starodub'sche Dragoner Bjela besetzten, rückte heute Infanterie dahin ab. Gestern fand beim Flusse Jantra ein Handgemenge zwischen Kosaken, achtyr'schen Husaren und Tscherkessen statt. Der Major der achtyr'schen Husaren, Siskewitsch, und ein Kosak wurden verwundet. Zwei Kosaken blieben todt. Die Tscherkessen, welche 10 Todte zurückließen, zerstreuten sich. Aus Itzkany bei Simnitza wird gemeldet: Gegenwärtig wird von russischer Seite hauptsächlich Artillerie über die Donau befördert. Man schätzt die türkische Armee auf der Linie Rustschuk-Widdin auf 165,000 Mann. — Ein Telegramm des Ober Befehlshabers Pascha sollen die Operationen leiten; auch in der Kaukasus-Armee vom 6. d. meldet: Gestern Donau eingetretener Stillstand beruht auf Ver⸗ aus Simnitza gemeldet: Am 28. Juni besetzte Idyr angekommen, um Proviant und Kriegsvor⸗ rath zu ver vollständigen. Dieselbe wird hierauf nach Bajazid, zum Entsatze dieses Platzes, ab⸗ gehen. Unsere Garnison hat denselben, welcher von 20 türkischen Bataillonen und 10,000 kurdischen Reitern eingeschlossen ist, bis jetzt gut behauptet. Amerika. Wasbington. Schatzsecretär Sherman kündigt die Einberufung weiterer 10 Millionen Bonds an. Aus Stadt und Land. —r—. Bad⸗Nauheim. Nachdem nunmehr die Ver⸗ schönerung des Alicenplatzes durch Umänderung des Brunnens in ebenso geschmackvoller wie eleganter Weise erfolgt ist, erlaubt man sich die Anlagen dem Schutze des Publikums zu empfehlen. Die Anwohner des Platzes werden schon in wohlverstandenem eigenen Interesse dafür besorgt sein, daß die Anlagen geschont werden und unsere Lehrer bittet man auf ihre Schület in geeigneter Weise einwirken zu wollen, damit nicht durch muthwillige Knabenhände die neuen Anlagen in Gefahr geratben. Nieder ⸗Weisel, 5. Juli. Gestern Mittag zog ein schweres Gewifter über unsern Ort, wobei der Blitz in die Scheune und in den daneben befindlichen Stall des Gasthauses zum Hirsch einschlug. In ersterer wurde das in derselben neu eingefahrene Heu entzündet, welches aber durch die rasch berbeigeeilte Hülfe wieder baldigß gelöscht wurde, in letzterem erschlug der Blitz eine Kuh; das übrige Vieh, welches sich in demselben Stall befand, hat keinen Schaden erlitten. Gießen. Der Schwurgerichtshof der Provinz Ober⸗ hessen vom 3. Quartal l. J. bat in den nachbemer kten Anklagesachen erkannt: Am 2. Juli gegen Marg. Müller von Alt⸗Wiedermus wegen Kindesmords, Zuchthausstrafe von 4 Jahren. Dens. gegen Jobs. Müller von Billerts⸗ bausen wegen Körperverletzung, Gefängnißstr. von 1. Jahr 6 Mon. und eine an den Beschädigten zu zahlende Geld⸗ buße von 600 M. Am 3. gegen H. Lang von Lehrbach wegen angeklagter Brandstiftung auf Freisprechung. Am 4. gegen A. Matthias von Gießen wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg, Gefängnißstr. von 5 Jahren. Am 5. wegen Diebstabls und Hehlerei gegen Conrad Appel von Londorf, Zuchthausstrafe von 3 Jahren; gegen Heinrich Damm von Ockstadt. Zuchthausstr. von 1 Jahr 6 Monaten; gegen Ferdinand Klein's Ebefrau von Ockstadt, Gefäng⸗ nißstr. von 3 Monaten. Am 6. gegen Johannes Strauch von Krainfeld wegen Meineids, Zuchthausstr. von 1 Jahr 6 Monaten. Dens. gegen Peter Bieber von Mittel⸗-Gründau wegen angeklagten Meineids, auf Freisprechung. In dieser Woche werden nur noch zwei Fälle zur Verhandlung kommen, und zwar: Am 9., Vorm. 9 Uhr, gegen Conrad Höres von Ossenbeim wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit, Vertheid. Advokat Dr. Eckstein. Am 10., Vorm. 8 Uhr, gegen Wilhelm Reinas von Michelbach wegen Todtschlags, Vertbeid. Advokat Dr. Mubl. Mainz. Die über das Befinden des Bischofs Ketteler von Burghausen eingehenden Privat-Nachrichten lassen auf einen bedenklichen Zustand des Kranken schließen. Die nun fast drei Wochen dauernde Krankheit hat den Character eines gefährlichen Zehr⸗Fiebers angenommen. Der mit 90 bis 100 Schlägen gehende Puls und die auf + 380 gestiegene Temperatur des Körpers lassen auf das Heran⸗ nahen der Herz Paralyse schließen. Besuche(auch die von hier abgegangenen) konnte der Bischof nicht empfangen. Worms, 6. Juli. Heute Nachmittag wurden auf dem hiesigen Bahnhofe zwei Fremde verhaftet, von welchen ein Jeder an der Kasse ein falsches Goldstück ausgeben wollte. Die sosort eingeleitete Untersuchung wird jedenfalls herausstellen, ob man es, wie wahrscheinlich, mit Falsch⸗ münzern ꝛc. zu thun hat. Allerlei. Stuttgart, 6. Juli. Der Schriftsteller Hofrath Hackländer ist in seiner Villa am Starnberger See gestorben. New⸗MPork, 4. Juli. Heftige Stürme haben in den Vereinigten Staaten am Sonnabend und Sonntag ge- wüthet und große Zerstörung verursacht. In Ohio und Indiana wurden 16 Personen getödtet. Ein Eisenbahn⸗ zug auf der Panhaidka⸗Linie, Ohio, wurde vom Geleise herabgeschleudert und umgestürzt. Auch in der Nähe von Philadelphia war der Sturm sehr heftig und ein Mann wurde gelödtet. Große Beschädigungen erlitten namentlich die Orte in den Staaten New⸗York, New-Hampshire, Delaware, Illinois, Jowa und Kansas. Handel und Verkehr. Friedberg, 7. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.20. Eier 1 S!ück 6 Pf. Gießen, 7. Juli. Wochenmarkt. Butter per Pfund M. 1.15— 1.25. Eier per Stück 5—6 Pf. Käse per Stück 5 10 Pf. Tauben das Paar 70 Pf. Hühner per Stück 70 Pf. Hahnen per Stück 80 Pf. Alte Kartoffeln, 100 Kilo, M. 10, neue Kartoffeln, 100 Kilo, M. 34 36. Frankfurt, 6. Juli. Fruchlbericht. Mehl Nr. 1 M. 42., Nr. 2 M. 38, Ni. 3 M. 34., Nr. 4 M. 30. Nr. 5 M. 24. Roggenmebl%(Berliner Marke) M. 27., do. II(Werliner Marke) M. 22., Weizen ab Bahnhof bier M. 27.50., ab unserer Umgegend M. 27.—, fremder je nach Qual. M. 22— 26.75. Korn M. 16 20.75. Gerste M. 1921. Haf. M. 1417.25. Kohlsamen M. 32—33. Erbsen M. 21—24., Wicken Pt. 17.50., Linsen M. 21— 30, Nüböl M. 72. Die Preise verneven sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht— 100 Kilo. ist die Eriwan Colonne in der Umgegend von Ur Corte Die angel tariet welch diesen Molt zun vom! wirths tinst k Slant 2076 ungen rs * Frankfurt, 7. Juli. Der heutige Heu⸗ und Strob⸗ Markt war ziemlich befahren. Heu kostete je nach Qualität per Center M. 5—5.80., neues Heu M. 3.—. Stroh per Ceniner M. 3—4. Butter im Großhandel das Pfund 1. Qual. M. 1.20., 2. Qual. M. 1.5—10.; im Klein⸗ bandel 1. Qual. M. 1.40., 2. Qual. M. 1.20— 30. Eier, das Hundert gewöbnliche M. 4.50. italienische M. 5.60. Kartoffeln per 100 Kildar. M. 8—9. Ochsen⸗ fleisch per Pfund 70 Pf. Rinofleisch 55—60 Pf., Kalbfleisch 60—70 Pf., Schweinefleisch 75—80 Pf., Hammesfleisch 50-63 Pf. Erbsen, geschälte, per 100 Kilogr. M. 28—30., ganze Erbsen M. 24—26., Bohnen, weiße, M. 23—26., Linsen M. 34— 38. Main; 7. Juli. Producten-Markt. Waizen per Juli M. 24 10., per Nov. M. 22.90. Korn per Juli M. 16 50. per Nov. M. 16.—. Hafer per Juli M. 15 55., per Nov. M. 15.25. Rüböl per Juli M.—.—., per Oct. M. 35.35. Arbeiter und Proletarier. Unter obiger Ueberschrift bringt die„Social⸗ Corresp.“ nachfolgenden beherzigens werthen Aufsatz: Die Führer der Socialdemokratie lassen es sich angelegen sein, die Begriffe„Arbeiter“ und„Prole— tarter“ mit einander zu verqauicken. Und doch, welch' bimmelweiter Unterschied besteht zwischen diesen! Wer arbeitet, der ist ebenso wenig ein Proletarier, wie sich Derjenige, welcher faullenzt, zum Arbeiterstande rechnen darf. Spricht man vom Proletarier, so denkt man an körperlich und wirthschaftlich heruntergekommene Leute, welche einst der Arbeiterklasse oder irgend einem anderen Stande angehört baben mögen, jetzt aber der Staates gegen die Socialdemokratie einerseits die Gegner wichtiger, als sie sind, erscheinen lassen, andererseits aber denselben Urseche zur Aufregung und zum Widerstande gegen die staatliche Ord- nung geben würde. Eines aber unterlaßt, ihr Nebenbuhler des Catilina! Bleibt eurer Farbe treu und hört auf, die Männer der Bluse mit dem blutigen Roth zu beflecken! Wer die Gelegen haben und daher erst beim Umsturz gesellschaft- heit, die Kraft und die Tugend besitzt, sich oder licher Ordnung zu gewinnen— boffen! Schreit auch eine ganze Familie mit den Früchten seiner hinaus in's Volk, daß Alle, welche auf anderen Arbeit zu ernähren, wird zwar die Schäden der Lebensbahnen gescheitert sind, hinter euch stehen! bestehenden Gesellschaftsordnung nicht übersehen und Der Ruf„Nieder mit den Palästen“, welcher gern mit Hand anlegen, um die Wunden des erst vor wenig Tagen wieder in einer social- Staates zu verbinden oder die Quellen zu ver— demokratischen Zeitung ertönte(der Chemnitzer stopfen, aus denen neues Unheil entspringen könnte. Gesellschaft zur Last fallen und daher von dieser als Bürde betrachtet und behandelt werden. Man spricht nicht nur von einem Arbeiter-, sondern auch von einem Handwerker- und Fabrikanten⸗, sowie von einem Gelehrten und Adelsproletariat. Bekennt also Farbe, ihr Führer der Social- demokratie! Verkündet laut, daß ihr euch auf solche Existenzen stützt, welche nichts zu verlieren „Freien Presse“ vom 12. Juni), wird dann ver Voll Dank für das, was er hat, verachtet er ständlicher sein. Habt ihr aber das Visir eurer aber die Pläne Derer, welche die Gesellschaft, Mannen gelüftet, dann wird auch die Gesellschaft als deren rüstiger Mitarbeiter er berufen wurde, nicht zögern, Stellung zu nehmen. Ihre Boll- in ihren Grundfesten zu erschüttern streben. Daher werke ind zwar stark genug, um euch eine Zeit klinge laut in alle Lande:„Arbeiter und Pro⸗ lang gewähren zu lassen; da sich aber doch dieser letarier sind nicht Eins; hie Arbeiter, oder jener Stein lockern möchte, wenn ihr nicht hie Proletarier!“ f unterlaßt, gegen den Bau anzustürmen, den die 5 5 Gesellschaft auf tausendjährigem festem Untergrund 2 1 2 us zu g g aufgeführt hat, so könnte sie sich— wie sauer aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg, es ibr auch ankommen dürfte— doch vielleicht Geboren: entschließen, einst aus der Defensive herauszutreten!. ene ee bre N Uns wäre dies entschieden zuwider. Wir sind 2. Juli. Slise Brack, Tochter des Lademeisters Daniel der Ansicht, daß ein offensives Vorgehen des Brack, 18⅛ Jahr alt. or 5 5 Holzversteigerung. 2076 Mittwoch den 11. d. Mts. kommen in den Wald⸗ ungen des Großherzoglichen Hauses, Distrikt Frauen⸗ wald, Schlag XIX, folgende Holzsortimente zur öffent⸗ lichen Versteigerung: 280 Stück— 1,61 Festmeter Eichenschälholz- Reis- stangen, zu Baumstützen geeignet, 16 Raummeter Eichenschälholz-Scheiter, 1—— Knüppel, 7378 Wellen Eichenschälholz-Reisig, 10 Raummeter Stöcke. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im Holzschlag. Ober⸗Rosbach am 3. Juli 1877. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. era Holz ⸗Versteigerung. Im Ober- Rosbacher Gemeindewald, 2109 Hoheburg, wird Mittwoch den 11. d. Mts. nachstehendes Holz öffentlich meistbietend versteigert: 17 Raummeter geschält Eichen Scheitholz, 64 5 5„ Knüppelholz, Wellen geschält Eichen-Reiserholz, 8400 1200 2515 Buchen Reiserholz, 16600 Eichen⸗Birken⸗Reiserholz, 225 Nadel-Reiserholz, 9 Haufen Späne. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im Schlag auf dem Distrikt Land-& Ackerwirthe. 22 5 75% gef Engl. Futterrüben⸗Samen. Diese Rüben, die schönsten und ertragreichsten von allen jetzt bekannten Futterrüben, werden 1 bis 3 Fuß im Umfange groß und 5, 10 bis 15 Pfund schwer, ohne Bearbeitung. Die erste Aussaat geschieht Ausgangs März oder im April. Die zweite Aussaat im Juni, Juli, auch noch Anfangs August und dann auf solchem Acker, wo man schon eine Vorfrucht abgeerndtet hat, z. B. Grünfutter, Frühkartoffeln, Raps, Lein und Roggen. In 14 Wochen sind die Rüben vollständig ausgewachsen und werden die zuletzt gebauten zum Winterbedarf auf⸗ dewahrt, da dieselben bis im hohen Frühjahr ihre Nähr- und Dauerhaftigkeit behalten. Das Pfund Samen von der großen Sorte kostet 6 Mark, Mittelsorte 3 Mark. Unter ½ Pfund wird nicht abgegeben. Aussaat pro Norgen ¼ Pfünd. Culturanweisung füge jedem Auftrage bei. Es offerirt diese Samen: Ernst Lange, Schöneberg bei Berlin W. Frankirte Aufträge werden mit umgehender Post expedirt, wo der Betrag nicht beigefügt, wird solcher durch Postvorschuß entnommen. 2123 Holzversteigerung. 21³0 Die heute im Freiherrlich v. Ritter'schen Walde Hasselheck abgehaltene Versteigerung ist genehmigt und der erste Abfuhrtag auf Mittwoch den 11. Juli l. J. bestimmt worden. Die Abfuhrscheine können gegen Baar⸗ zahlung oder Einlegung von Bürgscheinen Dienstags und Donnerstags bei dem Unterzeichneten in Empfang ge— nommen werden. Versteigerung von Früchten auf dem Halme. 2136 Montag den 16. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Erben die auf den öffentlich Antrag der Johannes Walz III. nachstehenden Grundstücken befindliche Erndte an den Meistbietenden versteigert werden: ühnerpfad.. pee Nes bach om 5. Jul 1877. 1 enen Fanz ee Friedberg den 6. Juli 1877. Großherzogliche e Ober⸗Rosbach. 343. Im kleinen Wartfeld mit Gerste, In 50 5 2 8 5 273. daselbst mit Hafer, N 1 8 N14 2 421. im Großwartfeld mit Hafer, 5. 8 M 0 b il tar⸗ 1 n D V 1e 0 7 934. im Großgalgenfeld mit Waizen, 41 5. 0 3 0 0 1 95 1 1 15 1 940. im kleinen Wartfeld mit Gerste 2132 Freitag den 13. d. M., Vormittags 8% d V EN st f 1 9 E 1 1 g. 400. daselbst mit 9 050 sie im hiesigen Gemeindewalde, Distrikt Reserveschlag, nach⸗ 2095 Nächsten Freitag als den 13. d. M., von Morgens 310. im Kleingalgenfeld mit Waizen, benanntes Gehölze versteigert werden 8 Uhr an, werden in der Behausung der verstorbenen 411. im Großgalgenfeld mit Waizen, 57 Raummeter geschältes Eichen⸗ Scheitholz, Sattler Karl Schaubach Eheleute dahier nachbenannte 320. daselbst mit Hafer, 91 0 e Prügelholz, Gegenstände gegen gleich baare Zahlung öffentlich meist⸗ 315. im kleinen Wartfeld mit Hafer. 7 5. . f 7 adel⸗„ bietend versteigert; N 1 Ziege, 4 bis 5 Fuder ver 3 N Gemarkung Fauerbach b. Fr. 22047 Stück Eichen⸗Schälholzwellen, 2 Kühe, 3 Schweine, Klafter f n 0 195 schiedene Sorten Stroh, ein Quantum Mist, 1 voll⸗ 5 8 158„w Mgeschaͤlte Eichen⸗Baumstüßzen. 107 Wagen, 1 Egge, 2 Pflüge, ein großes 197 ae a a Gerste, Zahlungstermin: 1. Dezember 1877. Quantum des verschiedensten Leders, ein großes 235. daselbst mit Wai 0 vafer, Ober⸗Mörlen am 7. Juli 1877. 5 Quantum Schnallen und Ringe, 1 Sopha, 1 Commod, 242. daselbst mit 5 f Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen. 4 Bettstellen mit ee 1 5 158. 80 Nina u Hafer, Ice schiedene Tische und son tige Haus un en⸗ 160. m Osterluzei nüß Abt f 0 7 8 g geräthschaften. 5 1456. in der Töpfenkaute mit Waizen, Faselochs ⸗Versteigerung. Melbach am 5. Juli 1877. 5 870. am steinernen Brückchen mit Korn, 910 f ind. 5 8 9 Großherzogliches Ortsgericht Melbach. 910. daselbst mit Waizen 212²⁸ Ein der Gemeinde Dorheim zustehender Faselochse . 246. 1 der Wüstung 00 Korn, en Ge 1915 170 Ju 18. 5 0. n 5 2 j J Fr orheim am 7. Juli 1877. Bekanntmachung. 258. am Dienheimerpfad mit Walzen, a Großherzogliche Bürgermeisterei Dorheim. 2131 Das am 14. und 15. Mai l. J. im hiesigen 555. daselbst mit Waizen. Z er b. Gemeindewalde, Distrikt Reserveschlag, versteigerte Holz Gemarkung Dorheim. kann abgefahren werden und ist der erste Abfahrtag auf 989. An der Kieskaut(Ringgraben) mit Hafer. Butter Ulver Mittwoch den 11. Juli l. J. festgesetzt worden. Die] Hierbei wird bemerkt, daß die Verkäufer selbst, sowie. 0 0 N Abfahrzeit dauert bis zum 1. August l. J. an allen die' hiesigen Feldschützen über die Lage der Aecker fede verkürzt die Zeit des Butterns, macht die Butter fester Wochentagen von 7 bis 12 Uhr Vormittags. Ober⸗Mörlen am 7. Juli 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen, 93 (utter Kltesanen ist noch zu haben bei 2135 Ph. Dan. Kümmich. das Ranzig- und schmackhäfter und verhindert ausreichend für werden derselben. Ein Paquet, 500 Liter Milch, à 50 Pf. 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Juli findet bei Harmonie- und Tanzmusik g die Einweihung meines neuen Saales statt, wozu ich freundlichst einlade. 80 Möckel. 2140 Reifbiegmaschinen, Gussslalil- Sensen, Schnveiss- und Stauchmaschinen, Amerikanische Heu- und Dunggabeln, Bohrmaschinen, Pferdehrippen und Nauufen, Ambose, Striegel und Rartätschen, Schraubstõcke, Alle Sorten Reiten, Vagenreise und Achsen, Nochõsen und Herde, Stählerne Pflugschaare, Guss- Hessel in allen Grössen empfiehlt die Eisenwaarenhandlung von Louis Marbhurg& Söhne 21²⁵„zur Reichskrone“ Frankfurt a. M., Friedbergerstrasse. 2137 Eine Familie, die für ein Unternehmen an hiesigem Platze engagirt wurde, das aber scheiterte, ist in traurige Verhältnisse gerathen, sie leidet wörtlich— Hunger. Mildthätige Menschen werden ersucht, ihr Scherflein bei Herrn C. F. Walz niederzulegen. Friedberger Casino. Donnerstag den 12. Juli Nachmittags bei günstiger Witterung Sommerpathie auf den Selzerbrunnen bei Oroß-Karben mit Musik. 2115 Der Vorstand. Ein junger Mann, welcher seiner Lehrzeit Genüge geleistet hat, bereits 3 Jahre in einem Colonialwaaren Geschäft, sowie Produkten⸗ handlung thätig war, der französischen Sprache mächtig ist, sucht unter bescheidenen Ansprüchen anderweitiges Placement. Offerten beliebe man unter Obiffre K. 540 an die Exped. d. Anz. zu richten. 2012 Schmiedeiserne Gartenmöbel empfiehlt in schöͤner Auswahl zu den billigsten Preisen 2134 Ph. Dan. Kümmich. 2133 Die so beliebten Clod Collar Papierkragen mit umgebogenem Rand und leinenem Stoffüberzug sind angekommen und zu haben bei Paul Stein, Frankfurt a. M., macht seinen verehrten Abnehmern und Freunden hiermit die ergebene Mittheilung, daß er die Niederlage seiner Biere dem Herrn E. F. Walz, Friedberg, übertragen hat, bei welchem untenstehende Biere zu denselben Preisen, wie von mir direct bezogen, zu haben sind. Pro ½/1 Flasche. ½ Flasche. P. Stein's Lagerbier 25 Pf 13 Pf. P. 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