1877. Dienstag den 9. October. M 118. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. 7 8 7 27 F e Kreisblatt für den Kreis Friedberg. ö Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 1884 2 Betreffend: Die Einsendung der Handbuchsauszüge für Amtlicher Theil. 1877. Friedberg den 5. Oktober 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. 1 Noch 15 von Ihnen stehen mit der Einsendung der Handbuchsauszüge zurück. Kommen dieselben nicht bis zum 20. Oktober dahier ein, 9 werden Wartboten zur Abholung abgesendet werden. Dr. Braden. Betreffend: Die Winter⸗Ackerbauschule des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberbessen. Friedberg den 5. Oktober 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. B r dee en. Dr. Braden, Vorsitzender. 98 5 6 Fritz. 75 1 Betreffend: Die Wahlen zum Kreistag. bst Unser Ausschreiben vom 18. vorigen Monats bringen wir dringend in Erinnerung. fr. zem Saale wozu Betreffend: Die Aufnahme des Erndte-Ertrags im Jahre 1877. K. Horn. l. Kräfte dabei zu versichern. Wir erinnern Sie an Erledigung unserer Verfügung vom 15. August dieses Jahres innerhalb 8 Tagen. Friedberg den 5. Oktober 1877. Der Kreisausschuß des Kreises Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Friedberg am 4. Oktober 1877. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien und den Großh. Polizeicommissär zu Wickstadt. Unter Bezugnahme auf unsere Verfügung vom 11. Oktober vorigen Jahres, Amtsblatt ohne Nummer, lassen wir Ihnen in Auftrag Groß- herzoglichen Ministeriums des Innern vom 20. vorigen Monats die Formularien zu den Erndteübersichten unter Couvert mit dem Auftrag zugehen, der Wichtigkeit des Gegenstandes gemäß mit der größten Genauigkeit bei der Aufnahme zu Werke zu gehen und sich der Unterstützung aller intelligenten Die Uebersichten müssen nach gedachter Entschließung am 30. dieses Monats unfehlbar bei uns eintreffen und müßten wir bedauern, wenn in Rückstände verblieben und wir genöthigt wären, am 1. November dieses Jahres unnachsichtlich Wartboten abzusenden. D Niöbs,. 8 Deutsches Reich. 3 Ein Rundschreiben des Ministers des] Die Türken lagern auf den neu eingenommenen lies Darmstadt. Der Gymnasiallehrer Hofrath Innern Fourtou an die Präfecten gibt denselben Positionen unweit des linken Ufers des Lom. a Dr. Bender in Darmstadt wurde auf Nachsuchen die Anweisung, alle perfiden Angriffe gegen die Russischer Seits war der größte Theil des ation unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhe— Regierung und den Marschall-Präsidenten, welche die 12. Armeecorps engagirt. Der Commandant gin stand versetzt und demselben das Ritterkreuz I. Kl. Meinung hervorzurufen suchen, als ob die Regierung von Osmanbazar meldet, daß eine türkische Ab- — theilung mit 6 Geschützen von Kosowa bis Dzu- des Philippsordens verliehen. ö Berlin, 5. Oct. Fürst Bismarck ist beute hier eingetroffen. 0 — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bezeichnet es als wahrscheinlich, daß der Kaiser persönlich den * Landtag eröffnen wird. Gegenüber verschiedenen Zeitungs- Meldungen über den Stand der Ver- handlungen betreffs einzelner Gesetzes⸗Vorlagen be— merkt dasselbe Organ: die bezüglichen Entscheidungen würden erst nach der Rückkehr des Fürsten Bis- marck erfolgen; die Differenz Punkte, um welche es sich dabei handele, seien fast durchweg miß— verständlich und irrig angegeben. — Der„Reichsanzeiger“ publicirt die könig— liche Verordnung, betreffend die Einberufung des Landtags zum 21. October. Der„Nordd. Allg. Zig.“ zufolge wird dem Landtage sofort nach der Eröffnung der Etat vorgelegt, neben welchem in 0 der gegebenen Frist von 8 Wochen eine Anzahl * nehr oder minder wichtiger Vorlagen in Com- nissionen oder im Plenum berathen werden könne. Die Meldungen betreffs weiterer Berathungen des kandtages im Januar oder nach Schluß des Reichstages beruhten auf bloßen Vermuthungen. — Der Cultusminister hat die Vorstellung der Crefelder Katholiken, er möge den Beschluß der dortigen Stadt⸗ Vertretung, die Volkaschulen in paritätische umzuwandeln verwerfen, abgewiesen. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Die Auf, a segung in Siebenbürgen ist groß. Wahrscheinlich „ pird das Land in Belagerungs-Zustand erklärt pverden. Frankreich. Paris. Die Verhandlung dee Processes gegen Gambetta in der Appellations- Instanz findet am 10. October statt. und der Marschall unter klerikarer Beeinflussung eine Politik befolgen wollten, durch welche die Erhaltung des Friedens gefährdet werde, zu unter— drücken, gleichviel in welcher Form dergleichen Angriffe erscheinen sollten. Dänemark. Kopenhagen, 4. October. Der vom Folkething wegen gesetzwidrigen Ver- fahrens bei Aufführung des neuen Theatergebäudes angeklagte frühere Cultusminister Hall und Worsaae sind heute vom Reichsgericht freigesprochen worden. Die Staatscasse trägt die Kosten. — 5. Oct. In der heutigen Sitzung des Folkethings wurde mit Einstimmigkeit ein Antrag des Führers der Linken angenommen, wonach das Budget für das laufende Finanzjahr einer Com— mission von 15 Mitgliedern überwiesen wird, welche mit dem Ministerium über die Form der Vorlage des provisorischen Budgets verhandeln und für den Fall, daß letzteres, wie die Linke voraussetzt, abgelehnt wird, hinsichtlich des definitiven Budgets Vorschläge machen soll. Türkei. Constantinopel, 4. October. Im Pulvermagazin Makrikeni hat eine Explosion stattgefunden, bei welcher mehrere Personen um's Leben kamen; der dadurch verursachte Schaden wird auf 10,000 Pfund türk. geschätzt. Die Munitions-Vorräthe sind intakt. Man hofft be— reits in 14 Tagen die Arbeiten wieder aufnehmen zu können. — Die Absetzung Mehemed Ali's wird als ein Sieg der alttürkischen Partei betrachtet. — 4. Oct. Man meldet aus Rustschuk: Gestern haben türkische Abtheilungen unter Fuad und Assaf, nach Ueberschreitung des Lom-Flusses unweit Stroko, die Positionen der Russen an— gegriffen. Diese haben sich nach 6 Stunden dauerndem Kampfe auf Damomila zurückgezogen. warkir vordrang und eine russische Brigade zurück wies. Suleiman Pascha ist heute früh in Rasgrad eingetroffen und nach Cacejemo weiter gereist. Mehemed Ali hat Nachts das Hauptquartier ver— lassen. Fazli Pascha übernimmt den Besehl eines Armeecorps unter Suleimann. Das Bombarde- ment von Rustschuk wird fortgesetzt. Die russischen Batterien in Slobosia sind zum Schweigen gebracht. — 5. Oct. Das letzte, von gestern Abend datirte Telegramm Mukhtar Pascha's bringt folgende Meldung: Die Russen, von allen Seiten zurück— gewiesen, haben nach einem Verlust von 5000 Mann Karadja-Dagh verlassen und sich gegen Karajal zurückgezogen, wohin sie von den Türken verfolgt werden. Die telegraphische Verbindung Mukhtar's mit Kars ist wieder hergestellt. Serbien. Belgrad, 4. October. Die Miliz erhielt Ordre, am 8. October in die fest⸗ gesetzten Lager einzurücken und sodann mit der stehenden Armee an die Grenze abzumarschiren. Größere Partien neu angekaufter Chassepotgewehre sind hier angelangt. Montenegro. Cettinje, 6. Oet. Der Fürst von Montenegro ordnete eine Waffenruhe bis zum 11. Oct. an. Der Angriff auf Kolasin und Spuz steht bevor. N Rumänien. Bukarest, 4. Oct. Theile der türkischen Besatzung von Silistria halten die in dem Donau- Arm Borcea gelegene Insel Chiciu besetzt, woselbst sie Befestigungen anlegen. Dagegen baben die Russen über einen Theil des Borcea- See's eine Brücke mit befestigtem Brückenkopf er- richtet, um die türkische Stellung auf Cbieiu zu beschießen. Außerdem sind zahlreiche russische Truppen nach Kalarasch dirigirt, auch ist in den angrenzenden Distrieten die Bereitschaft der rumänischen Milizen angeordnet, um einer eventuellen Landung der Türken von Silistria aus zu be- gegnen. In den letzten Tagen zogen hier 20,000 Russen auf dem Marsch nach Bulgarien durch. — Wegen der ungesunden Lage von Gorni— Studen ist die Verlegung des Hauptquartiers nach dem höher gelegenen Sistowa in Aussicht genommen. Am 5. d. ist das Regiment Moskau(Nr. 65) bier durchgezogen. Fürst Emil Wittgenstein ist vom Hauptquartier in Bukarest eingetroffen und kehrt demnächst dahin zurück. Bratiano wird hier erwartet. Griechenland. Athen. Die„Pol. Corr.“ bringt eine Depesche, wonach der König demnächst zur Inspicirung der griechischen Truppen an der türkischen Grenze geht. Rußland. Petersburg. Gegenüber von Auslassungen der„Daily News“ über eine Me- diation auf Basts der Beschlüsse der Constantinopeler Conferenz bemerkt die„Agence Russe“:„Daily News“ vergesse die Umstände, durch welche gegen- wärtig diese Basis unmöglich gemacht würde. Wenn man auch den nationalen Stolz Rußlands außer Acht lasse, so sei doch ersichtlich, daß die Verachtung, welche die Türken vor Europa hegen, die Pforte bei dem gegenwärtigen Stande der Dinge hintere, jetzt die Bedingungen anzunehmen, welche sie auf der Conferenz abgelehnt habe. Endlich sei zu erwägen, daß die Beziehungen zwischen Mohamedanern und Christen damals zwar schwierig, aber doch unter gewissen Bedingungen möglich gewesen seien. Fortan würden solche vollständig unmöglich werden. — Amtliche Depesche vom Kriegsschauplatz. Plewna, 3. Oct. Die russische Armee von Rust- schuk ist nach dem Rückzuge Mehemet Ali's im Vorrücken begriffen. Die Türken treffen bei Silistria Vorbereitungen zum Donau ⸗Uebergang; von den Russen werden Gegenmaßregeln ergriffen. Im Balkan herrscht Ruhe. Bei Schipka fanden am 2. d. kleine Scharmützel statt, wobei ein russischer General leicht verwundet ward. Am 1. d. rückte eine türkische Colonne von 5 Bataillonen Infanterie und 4 Escadrons Cavalerie zum Zwecke des Fouragirens aus Plewna gegen den Wid Fluß aus und gelangte zum Dorfe Doing Metropal. Russische Cavalerie unter General Tschernosudoff, durch Artilleriefeuer unterstützt, zwang, nach Aus- führung mehrerer Attaken seitens der Dragoner, Kosaken und Rumänen, die Türken nach Plewna zurückzumarschiren. Durch die russische reitende Artillerie wurde das Dorf in Brand geschossen, und ein Munitionskarren in die Luft gesprengt, was zur Beschleunigung des türkischen Rückzugs beitrug. — Vom russischen Hauptquartier ist Befehl an das Kriegsministerium ergangen, unverweilt ein neues Armee ⸗Corps zu mobilistren und nach Bulgarien abzusenden. Das Garde⸗Corps wird am 12. d. vollständig auf dem Kriegs⸗Schauplatz angelangt sein. — 5. October. Amtlich wird aus Karajal gemeldet: Am 2. Oct. machten die Russen einen Angriff gegen die Positionen der linken Flanke Mukhtar Pascha's auf den Anhöhen von Groß⸗ und Klein⸗Jagni und bemächtigten sich nach zwei Stunden dauerndem Kampfe des Berges Groß- Jagni. Die türkischen Truppen, welche diesen Punkt vertheidigten, wurden theils vernichtet, theils gefangen. Der Berg Klein- Jagni erwies sich aber als dermaßen stark befestigt, daß ein Sturm auf denselben als noch zu frühzeitig erachtet wurde. Nachdem sodann die Truppen der Garnison von Kars, welche in der Stärke von 13 Bataillonen zur Unterstützung Mukhtar's ausrückten, zurück; geworfen waren, kämpften die Russen während der Nacht in den besetzten Positionen. Am 3. d. jedoch mit schweren Verlusten für die Türken zu⸗ rückgewiesen ward. Auch eine Wiederholung des⸗ selben Nachmittags gegen 4 Uhr blieb ohne Erfolg. Die Russen behaupteten ihre Posttionen. Aus Stadt und Land. W. Hoch-Weisel. Am 6. d. M. brach in hiesiger Gemarkung einem Obsthändler von Groß-Linden beim Birnenbrechen die Leiter. Der Mann stel dadurch so un⸗ glücklich, daß er, trotz der sorgsamsien Pflege von Seiten hiesiger Einwohner, schon folgende Nacht hier starb. Der⸗ selbe hinterläßt Frau und Kind. Gießen. Der Schwurgerichtshof vom 4. Quartal bat in den nachbemerkten Anklagesachen erkannt: am 1. October gegen Elise, Eberhard Buß Witiwe von Eber⸗ stadt, wegen einfacher Heblerei, Gefängnißstrafe von 4 Monaten; wegen der angeklagten gewerbs- und gewohn⸗ heitsmäßigen Hehlerei wurde dieselbe freigesprochen; den— selben gegen Jacod Süß von Oes wegen fahrlässiger Ab— leistung eines falschen Eides, Gefängnißstrafe von 6 Monatenz am 2. October gegen Konrad Eifert III. von Angersbach, wegen Brandstiftung, Zuchthausstrafe von 9 Jahren; den⸗ selben gegen Wilhelm Böcher von Merlau, wegen schweren Diebstahls, Zuchthausstrase von 1 Jahr 6 Monaten; am 3. October gegen Johannes Schuh III. von Klein Karben, wegen Meineids, Zuchthausstrafe von 2 Jahren; denselben gegen Georg Brosius von Mornshausen, wegen schweren Diebstahls, Zuchthausstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten; am 4. October wurde gegen Bürgermeister Gemmer von Zell bezüglich der wegen Verbrechens im Amte erhobenen Anklage, auf Freisprechung erkannt. Sodann werden im Laufe dieser Woche noch weiter folgende Anklage— sachen verhandelt werden: den 8., 9. und 10. October, Vormittags 9 Uhr, gegen Georg Schult von Dorheim und Caroline Bopp von Melbach wegen Mords; Vertheidiger die Advokaten Dr. Dittmar und Kraft; den 11. October, Vormittags 8 Uhr, gegen Heinrich Fisch von Staden, wegen Körperverletzung mit töstlichem Erfolg; Vertheidiger Advokat Dr. Eckstein; denselben, Nachmittags 3 Uhr, gegen Johannes Köhler III. von Wallenrod, wegen Urkunden— fälschung; Verth. Adv. Thorwart; am 12. October Vor⸗ mittags 8 Uhr, gegen Heinrich Imhof III. und Karl Imhof von Wolf, wegen Brandstiftung; Verth. die Advokaten Dr. Mubl und Weidig; am 13. October, Vormittags 8 Uhr, gegen Johannes Fischer III. don Ilbeshausen, wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg; Verth. Adv. Dr. Schwarz; denselben, Nachmittags 3 Uhr, gegen Georg Jacob von Geilshausen, wegen Verbrechens wider die Sitt— lichkeit; Verth.(noch nicht bestellt). Darmstadt, 6. Oct. Ein Einbruch, der sowohl be⸗ züglich seiner Dreißigkeit, als auch der dazu gebrauchten Mittel lebhaft an den vor einige Zeit vorgekommenen Fall bei der Bessunger Postanstalt erinnert, in seinen Erfolgen für die Verbrecher jedoch letzteren bedeutend über⸗ steigt, wurde gestern Nacht in der oberen Elisabethenstraße verübt. Das Oberlicht in einem Erkerfenster der Frau Uhrmacher Diehl wurde eingedrückt, mittelst einer noch eben dastehenden Leiter in den Laden gestiegen und aus demselben ca. 40 goldene Uhren entwendet. Sämmtliche Uhren, sind Dank der telegraphischen Requssition unserer Polizei gestern Mittag schon in Mainz wieder zu Stande gebracht worden. Ein Mensch, der sich Hein aus Krakau nannte, aber mit dem berüchtigten Einbrecher Meister identisch ist, wollte dieselben in einem Privalpfandhaus versetzen, wurde aber verhaftet. Allerlei. Frankfurt, 4. October. Miitels Einbruchs ist in voriger Nacht der Uhrmacherladen von H., am Eck des neuen Marktes und der Fahr gasse, vis-à-vis vom v. Roth⸗ schild'schen Comptoir, bis auf wenige Stücke geleert worden. Frankfurt, 6. Oct. Heute wurden zwei Falsch⸗ münzer in der Vogelsgesang-Gasse, welche sich mit dem Anfertigen von 10 Mark⸗ Stücken auf galvanoplastischem Weßse beschäftihten, verhaftet. Der Eine ist aus Stendal, der Andere aus Baden. Karlsruhe, 4. Oct. Eduard Devrient ist heute im Alter von 76 Jahren gestorben. London. Wenn der„Sheffield Independen!“ gut unterrichtet ist, stehen in wenigen Tagen großartige Ent— hüllungen über eine Reihe gigantischer Betrügereien bevor, welche gegen eine der großen englischen Eisenbahn-Gesell⸗ schaften verübt worden sind. Die Untersuchung darüber ist in vollem Gange und soll die Exsstenz eines unge⸗ wöhnlichen Complots ergeben haben. New⸗Mork, 5. Oct. Ein Unwetter, das am 3. d. in Central⸗Amerika und an der atlantischen Küste herrschte, richtete große Verwüstungen an. In Folge von Zerstör— ungen an den Linien ereigneten sich mehrere Eisenbahn— Unfälle in Pennsylvanien, wobei 12 Personen getödtet und einige 50 verwundet wurden. Auch auf dem Meere hat es viele Unglücksfälle gegeben. Die Wochenmärkte griffen bedeuteude türkische Streitkräfte die linke in den Städten sind unter Anderem auch klare russische Flanke an, wurden jedoch alsbald glänzend Spiegel der sittlichen Bildungsstufe, der Reinlich⸗ zurückgewiesen und bis zu den vorderen Linien keit und des Anstandsgefühls Derer, welche sie ihres Lagers gedrängt. Die Verfolgung derselben ward erst bei Eintritt der Dunkelheit eingestellt. als Käufer oder Verkäufer besuchen und werden aus diesem Grunde auch gerne von Solchen in Am 4. d. unternahm der linke Flügel der Armee Augenschein genommen, welche sich in Beziehung Mukhtar Pascha's in Vereinigung mit der Be⸗ satzung von Kars, Mittags einen äußerst heftigen Angriff auf den rechten Flügel der Russen, der auf die genannten Eigenschaften oder überhaupt über Lebensweise und Bildungsgrad der Bewohner einer Landesgegend ein Urtheil bilden wollen. Die wenigsten Verkäuferinnen aus der ländlichen Umgegend scheinen aber zu ahnen, daß sie auf ihren Marktbänken mehr oder weniger zur Photo⸗ graphie sitzen und fich selbst und dem Rufe ihres Dorfes schaden, wenn ste z. B. ihren Butter vor⸗ rath in alten, mißfarbigen und unreinlichen Fetzen Stoff zu Markte bringen, welche sichtlich in früheren Jahren als Kopfkissenüberzüge, Schürzen oder Taschentücher Dienste geleistet und nun schon lange mit Wasser und Seife keine Berührung mehr ge— habt haben; viele scheinen auch nicht zu wissen, daß die Körbe, in welchen sie ihre Waaren zu⸗ tragen, die Operation des Waschens ganz gut ertragen und dadurch vom Schmutz befreit werden; sie scheinen nicht daran zu denken, daß sich der Käufer durch den Anblick des häßlichen Korbes und unappetitlichen Tuches eine klare Vorstellung von der Reinlichkeit der Hände und der Geräth⸗ schaften machen kann, welche bei der Butterbereit⸗ ung gebraucht worden sind. Es soll aber auch nicht verschwiegen bleiben, daß die weißen Raben seltener find, als die Käuferinnen, welche zur Prüfung der Güte der Butter einen Fingernagel in die Butter vertiefen, die Probe in den Mund bringen und mit der auf diese Weise lieblich befeuchteten Fingerspitze nochmals in die Butter fahren; wird die Waare nicht gut gefunden, so erhält der spätere Käufer jene Feuchtigkeit gratis. Ebensowenig appetitlich ist die gedankenlose Ge⸗ wohnheit von den zum Verkauf ausgestellten Waaren eine Probe in die Finger zu nehmen, wieder in den Korb fallen zu lassen und diesen Zeitvertreib so lange fortzusetzen, bis der Handel abgeschlossen ist. Man kann eben nicht wissen, mit welchem Gegenstande diese Finger eine Minute vorher in Berührung waren und ob davon nicht eine Probe sich den Eßwaaren mitgetheilt hat. Sehr wenig empfehlenswerth zum Bedecken der Eßwaaren sind auch jene alten emeritirten wollenen Halstücher, von unbeschreiblichem, etwas dunkel gehaltenem Farbentone, welche vor etwa 60 Jahren, einmal als Confirmations- oder Hochzeitsgeschenk gedient und seitdem in vielen Versteigerungen den Besitzer gewechselt haben. Salat oder Spinat, welche mit solchen Reliquien bedeckt auf den Markt kommen, esse ich am liebsten, nicht etwa mit Schinken oder Eiern, sondern gar nicht. Wir loben uns daher die reinlichen weißen Tücher auf den Marktkörben; sogar dem Fleische stehen sie ganz vortheilhaft, wenn es auf den Schultern durch die Straßen getragen wird. Wir loben uns auch die Butter- ballen ohne Nägeleindrücke und die Kirschen, Trauben und Mirabellen, wenn sie möglichst wenig von Fingern betastet wurden, welche uns vorher nicht vorgestellt worden sind. Natürlicher Weise ist das eben Gesagte nicht etwa eine feine An- spielung auf den einen oder den andern unserer Wochenmärkte. Bewahre! Das soll sie nicht sein. Es ist einfach eine Stelle aus dem Tagebuch, das wir während einer im vorigen Jahre unternom⸗ menen Reise ins Kaffernland geführt haben. Die Gegenwart und Zukunft in den Augen der Socialdemokratie. Keine Partei wird zu leugnen wagen, so sehr auch die Ansichten über das Wie auseinander- gehen, daß in unsrer Gesetzgebung, Staats und Gesellschaftsordnung, in unserem Erziehungs⸗ und Unterrichts-, Gefängniß⸗ und Armenwesen, im Gerichtsverfahren, in der Behandlung der Arbeiter u. s. w. Manches, Vieles der Verbesserung be⸗ dürftig und fähig ist. Muß man aber nicht entweder an der Aufrichtigkeit, oder an dem Urtheilsvermögen jener Partei verzweifeln, wenn man sieht, wie sie jeden Mißstand auf die„Ein⸗ richtungen“ zurückzuführen sucht und nichts, gar nichts gewissen Schwächen der Menschennatur zur Last legt, welche, seien die staatlichen und sociglen Institutionen noch so vortrefflich, nie ganz ver schwinden werden!— Blättern wir in den social⸗ demokratischen Organen, so strotzen die Spalten von Histörchen, welche darthun sollen, daß ziemlich Alles, was außerhalb ihrer Partet besteht, vor⸗ geht, gesagt, gethan, unterlassen wird, zum Himmel schreit. Wird ein fechtender Handwerksbursch ver⸗ haftet, fällt ein Soldat auf einem Marsch ermüdet zu Boden, behandelt ein Beamter seinen Unter“ b bac Hundt keen fein g it bl Möpli nach Denkbe daß si erwart allem Ein 0 daß rochel elelln hitzu Hert! Garte bon! auch komm hört, einen Hand stätke diese netis und ange sie gen wel gebr ler wird, Melo Cige All sich zu 1 daß gemi besl West gekla nachg gesuc 8 S wachs es fan wachs letzere⸗ Eidwa in burc gegeben und de Ju Güugl kn, dug Dal gehe d, Aber aug bien Rahn delche zur Fingernagel der Mund ift lieblich dit Butler funden, so grit gratis. enlese Ge- lun Waarten bieder in Jutpertreib abgeschlossen dit welchen bother in tint Probe Seht willg padttn sinb balttüch, u kommen, diulen odel uns daher Nerktkörben; ꝛertbeilbest, Saß tit Bultel⸗ 1 Kirschen, licht penn aut velhl n Wi eint A, dern Unstttl nicht geit gebuch, ral f tro daben 1 1 wird, im Erdboden keine Spur von magnetischen — und Verbrechen, 9 7 1 gebenen oder ein Fabrikant einen Arbeiter unge⸗ recht, so wird eine Anklage gegen die bestehende „Ordnung“ und ihre Vertreter daraus geschmiedet oder gedrechselt, aus ihr trachtet man alle Miß⸗ bräuche, Aergernisse, Verkehrtheiten, Unsittlichkeiten alles Unglück und Siechthum herzuleiten. Es läßt sich nicht denken, daß die Hunderte von schreibenden und die Tausende von redenden Parteigenossen dies mit vollem Bewußt— sein gegen ihre Ueberzeugung thun. Daher bleibt nur die Annahme übrig: der Wahn von der Möglichkeit und Nothwendigkeit eines„Volksstaats“ nach socialdemokratischen Vorstellungen hat das Denkvermögen seiner Anwälte dermaßen verdunkelt, daß sie von ihrem Idealstaate in vollem Ernste erwarten, er werde die Welt von allem Uebel und allem Bösen erlösen. Ein Seitenstück zu deu Zittersischen aus der Pflanzenwelt. Es ist eine bekannte merkwürdige Thathsache, daß einige Fischarten, wie der Zitteraal, Zitter rochen, Zitterwels das Vermögen besitzen, starke elektrische Schläge mitzutheilen. Ein Seitenstück hiezu auf dem Gebiete der Pflanzenwelt will ein Herr Levy, wie er einer in Nicaragua erscheinenden Gartenzeitung mittheilt, entdeckt haben. Eine Art von Phytol acca, einer Pflanzenfamilie, der die auch in Süddeutschland und Niederöstreich vor— kommende Schminkbeere oder Kermesbeere ange— hört, besitze die Eigenschaft, daß man, wenn man einen Zweig abreiße, dieselbe Empfindung in der Hand erhalte, wie bei der Berührung einer stärkeren elektrischen Batterie. Herr Levy nennt diese Phytolacca-Art wegen ihrer elektrisch-mag⸗ netischen Eigenthümlichkeit„Phytolacca electrica“ und hat weitere Versuche mittelst eines Kompasses angestellt. Die Magnetnadel desselben zeigte, wenn sie der betreffenden Staude auf einige Schritte genähert wurde, Schwankungen und Abweichungen, welche, wenn der Kompaß in die Mitte der Staude gebracht wurde, in eine kreisförmige Bewegung übergingen, während, wie ausdrücklich bemerkt Metallen zu entdecken war. Am stärksten tritt die Eigenthümlichkeit der Pflanze Nachmittags gegen 21 Uhr und bei stürmischem Wetter hervor, während sich um Mitternacht die Elektricität derselben nahe zu verliert. Auch will Herr Levy bemerkt haben, im Gegensatz zu der mit Vitriol gedunkelten. Gährung übergegangene Masse ausgepreßt und die er⸗ haltene Flüssigkeit an einem 15— 200 R. warmen Orte gestelll. Man setzt ihr etwas Essigmutter oder in Essig geweichtes Brod und zu jedem Eimer 4— 6 Loth rohen Weinstein und zwei Loth almor tartari zu. Der ausstoßende Schzum muß abgenommen werden. Stößt die Flülsigkeit nicht mehr auf, so wird der Essig einigemal abgezogen und wenn er noch nicht stark genug ist, noch etwas Wein— stein zugesetzt und der freien Luft blosgestellt. Hat der Essig die gewünschte Säure, so klärt man ihn mit Hausen— blase oder Kälberfüßen, zieht ihn ab und verschließt ihn luftdicht. Die Ackergahre für die Winter saat. Es ist sehr wichtig, daß der Acker, der die Saat empfangen soll, die gehörige Gahre habe. In dieser Beziehung wird aber noch häuftg gefehlt, indem die Vorfurche der Saatsurche so kurz vorhergeht, daß ebensowenig ein Zerfallen der Schollen, noch eine Verwesung der Unkräuter erfolgen kann. Aller⸗ dings zieht sich die Einerntung der Brachftüchte oft so sebr in die Länge, daß der Zeitzwischenraum sich kaum auf 14 Tage bis 3 Wochen ausdehnt. Allein wo dies der Fall ist, da muß dem Hacken und Jäsen der Brachfrüchte ver— doppelle Aufmerksamkeit zugewendet werden, damit das Feld bei der Ernte rein von Unklaut ist. Ist dies der Fall, so kann die Vorfurche meistens ganz unterbleiben, namentlich da, wo man zu befürchten hat, daß sich die Krumme bis zur Einsaat nicht genügend gesetzt habe. Das Färben mit Wallnußschalen. Wie L. W. Trient in der„Musterzeitung für Färberei“ mittheilt, sind die äußeren grünen Schalen der Wallnüsse schon seit langer Zeit als farbstoffhaltig bekannt, aber nicht so, wie sie es verdienen. Dieselben enthalten einen gelbbraunen außer— ordentlich ächten Farbstoff, der sich zum Färben von wollenen und baumwollenen Stoffen, zum Beizen von Holz ꝛc. sehr gut eignet, weshalb die Schalen auch schon lange einen Handelsartikel bilden, dessen Brauchbarkeit in— dessen zu wenig bekannt ist, um ihnen eine Bedeutung zu geben. Eine bedeutende Summe Geldes geht alljährlich für Farbstoff außer Landes, welche demselben Zweck dienen, den die Nußschalen ausfüllen könnten, wenn sie nicht un— benützt gelassn würden. Wolle bedarf keines Mordants. Die damit gefärbte Wolle behält einen sehr weichen Ge iff Das Färbe⸗ verfahren ist ebenso einfach als billig. ½tündiges Kochen des Faserstoffes mit dem entsprechenden Farbematerial ge— nügt. Die erzielten Nüancen, hell bis tief dunkelbraun, sind gefällig und sehr ächt. Eine starke Abkochung von Wallnußschalen genügt, dem grau gewordenen Haarschmuck des Kopfes wieder eine schöne braune Färbung zu ertheilen. (Wohl nur mit Vorsicht zu gebrauchen. D. Red.) Man kann die Schalen einfach bis zum Gebrauch getrocknet auf— bewahren oder sie angefeuchtet in Fässer verpacken, wodurch ihre Färbekraft noch vermehrt werden soll. Schnellzeitigung des Obstes. Man hat gefunden, daß unreife Früchte merkwürdig schnell zeitigen, wenn sie einzeln in Papier gewickelt eingelegt werden. Durch dieses einfache Mittel wird es möglich z. B. Winterbirnen, die sonst erst im neuen Jahre genießbar werden, schon im October ober November reif zu machen. Man kann ferner z. B. Pfirsische, sobald sie ziemlich groß sind, grün vom Baume nehmen und bekommt sie immer noch daß die Phytolacca von Vögeln und Jnsekten gemieden wird.— Wenn sich die Entdeckung bestätigt, so ist zwar das noch so geheimnißvolle Wesen des Elektromagnetismus nicht weiter auf— geklärt, aber sein Vorkommen ist auf einem Gebiete nachgewiesen, auf welchem man ihn bis jetzt weder gesucht noch gefunden hat. Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Surrogat von Bienenwachs ist bekanntlich Erd⸗ wachs, bas eine immer wichligere Rolle zu spielen scheint; es kann fast allen den Zwecken dienen, zu welchen Bienen— wachs brauchbar ist und kostet dabei nicht halb so viel wie letzteres. Nach einer Schätzung sollen von Ozokerit(rohen Erdwachs)— wir entnehmen dies Gehe's Handelsbericht — im Osten Europas besonders Galizien, ca. 80 000 Cir. à burchschniltlich fl. 14 pro österr. Cir. von 56 Klo ab⸗ gegeben werden, welche mehrere größere Fabriken raffiniren und dadurch dessen Brauchbarkeit erhöhen. Für Hausfrauen. In vielen Gegenden ist es ge⸗ bräuchlich aus Möhren(Gelberüben) Saft(Muß, Apfel, kraut, dünne Latwerge) zu kochen; die Rückstände von den ausgepreßten Möhren geben einen ganz guten Hausessig. Dieselben werden so weit mit Wasser übergossen, daß das. selbe darüber stebt. Nach 2—3 Wochen wird die in saure ein paar Wochen früher reif und dazu schöner, als die, welche sich am Baume selbst ausbilden. Endlich muß Winterobst das am Baume reif geworden ist, bald ver— braucht werden und da so ziemlich Alles auf einmal reif wird, so dauert das Vergnügen nicht lange. Nimmt man sich aber die leichte Mühe, etwa alle 14 Tage eine andere Parthie des Obstes einzuwickeln, so kann die Genußzeit. die sonst vielleicht nur 14 Tage dauern würde, auf 12 und mehr Wochen ausgedehnt werden. Zuckerwasser gegen die ätzende Wirkung von Kalk im Auge. Jeder, der mit Bauen zu thun hat, weiß wie gefährlich der Kalk ist, wenn er durch Zu— fall oder Unvorsichtigkei ins Auge gelangt. Die Anwendung des kalten Zuckerwassers neutralisirt die ätzende Wirkung des Kalkes in der Art, daß der Kalk mit dem Zucker eine Verbindung etugeht, welche das Auge nicht angreift.— (Minheilungen des Architecten- und Ingenieur-Vereins im Königreich Böhmen. 1875 S. 67.) Dem Kaffee wurde jüngst eine neue Eigenschaft ab— gelauscht; im gebrannten Zustande soll er als ein besseres Luftreinigungsmittel sich bewährt haben: Zimmer, wo lange Zeit faules Fleisch lag, werden sofort bewohnbar, wenn ein Pfund gebrannten Kaffee's hineingestellt wird. Auch Wildpret häll sich länger, wenn es mit Kaffeepulver bestreut wird; ohne zugleich den Geruch zu verlieren, wie das bei dem früyer dafür angewendeten Kohlenstaub, oder bei Chlor und anderen Stoffen der Fall gewesen. Verloosung. 4p Ct. Oesterreichische fl. 250-Loose von 1874. Gewinn⸗Ziehung vom 1. Oetbr. 1877.— Heim⸗ zahlung am 31. December 1877. Serie 1317 Nr. 12 40,000 fl. S. 3874 Nr. 42 5000 fl. S. 677 Nr. 1 25, S. 772 Nr. 33, S. 1317 Nr. 5 16 à 2000 fl. S. 58 Nr. 36, S. 341 Nr. 19, S. 2878 Nr. 27, S. 3891 Nr. 25, S. 3911 Nr. 49 3 1000 fl. S. 58 Nr. 14 28, S. 157 Nr. 12, S. 338 Nr. 30 S. 510 Nr. 6 8 20, S. 772 Nr. 19, S. 900 Nr. 28 29, S. 1154 Nr. 19 25 29 36 40, S. 1268 Nr. 17 25, S. 1317 Nr. 14 24 26, S. 1719 Nr: 10 33 36, S. 2003 Nr. 5 38, S. 2055 Nr. 32 42, S. 2149 Nr. 14, S. 2184 Nr. 4 9 S. 2647 Nr. 4 16, S. 2865 Nr. 45, S. 2878 Nr. 9 42, S. 2973 Nr. 21 30 40, S. 2976 Nr. 7 17 35, S. 3148 Nr. 26 34 40 49, S. 3702 Nr. 9, S. 3874 Nr. 22, S. 3891 Nr. 27 44, S. 3911 Nr 25 à 400 fl. Alle übrigen Nummern in den am 1. Juli 1877 gezogenen Serien erhalten den geringsten Gewinn von 300 fl. Handel und Verkehr. Friedberg, 6. Oct. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1—1.10. Eier per Stück 9 Pf. Gießen, 6. Oct. Wochenmarkt. Bulter per Pfund M. 1.05—15. Eier per Stück 7 Pf. Tauben das Paar 50 Pf. Hübner per Stück 70 Pf. Hahnen per Stück 60 Pf. Enten per Stück M. 160. Kartoffeln, 100 Kilo, M. 5 50. Frankfurt, 6. Oct. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 42., Nr. 2 M. 38., Nr. 3 M. 34., Nr. 4 M. 30., Nr. 5 M. 24. Roggenmehl%%(gerliner Marke) M. 25. do. II.(Berliner Marke) M. 21. Weizen ab Bahnbof hier M. 23—24., ab unserer Umgegend M. 22—23., fremder je nach Qual. M. 23— 25.50. Korn M. 1718.50. Gerste M. 18—24. Hafer M. 13-17. Kohlsamen M. 36—37. Erosen M. 21-24. Wicken M. 17.—. Linsen M. 21-30. fühl M. 83.—. Die Preise ver⸗ stehen sich sämmtlich ver 200 Pfund Zollgewicht S 100 Kilo. Frankfurt, 6. Oct. Der beutige Heu- und Strob⸗ Markt war gut besabren. Heu kostete je nach Qualitt per Ceniner M. 2.60— 3.40. Strob per Centner M. 2.— bis M. 2.50. Butter im Großhandel das Pfund 1. Qual. M. 1.10, 2. Qual. M. 1.—; im Cleinbandel 1. Qual. M. 1.40 50, 2. Qual. M. 1.30—35. Eier das Hundert M. 5 806.60. Ochsenfleisch per Pfund 75 Pf. Kuh⸗ und Rindfleisch 55—65 Pf. Kalbfleisch 60—75 Pf. Schweinefleisch 75—80 Pf. Hammelfleisch 5063 Pf. Kartoffeln M. 460.—5. Weißkraut das Hundert M. 10-12. Manz, 6 Oel. Producten-Mirkt. Wazen per Nov. M. 22 55. Korn per Nov. M. 15.60 Hafer per Nov. M. 1530 Rüböl per Oet. M. 34 10. Main- Weser-Gahn. Vom 15. October ab. Züge in der Richtung nach Frankfurt. 3 Uhr 53 Minuten Morgens, 6„ 10„„ 5 1 15 53„„ 12„ 31„ Nachmittags, 5 1 . 5 Abends, 8 9 22„* Züge in der Richtung nach Gießen. 7„ 189 Minuten Morgens, 8 15 5 10 38 7* 2 ˙ Ä 24 1 Nachmittags, 3* 1 6 17 32 17* R 7 Abends, 12 15. Nachts. * Die Züge mit und III. Classe. Die Züge mit 2 Stern sind Courierzüge mit I. und II. Classe. 1 Stern sind Schnellzüge mit I., II. Geld⸗ Cours. Frankfurt am 6. Oetober 1877. 20 Frankenstücke 1 Mk. 16 23—27 Englische Sovereigns„ 20 33—38 Russische Imperlales.„ 16 70-75 Holländische fl. 10 Stücke„ 16 65 G. Ducaten.„„ 9 62—67 Ducaten al mareo. 1 70 9 62—67 Dollars in Gold 5 4 17-20 Cdietal ladung. 3051 Einwendungen gegen das von den Friedrich Wiegand Eheleuten zu Bönstadt mit ihren unbe— vorzugten Gläubigern im Termin vom 24. August d. J. abgeschlossene Arrangement sind unter Gestattung der Akteneinsicht um so gewisser binnen 3 Wochen vahler geltend zu machen, als sonst das Arrangement gerichtlich bestätigt und in Vollzug gesetzt werden würde. Altenstadt den 24. September 1877. Großherzogliche Landgericht Altenstadt. * M aa y. Ein ordentliches Mädchen sucht eine auch zwei Monatstellen oder elne geringe Stelle als Dienstmäpchen. 3123 Obligations-Verloosung. 3081 Bei der heute stattgehabten Verloosung der für das Jahr 1877 zur Rückzahlung bestimmten Partial; Kelter schrauben Obligationen aus dem Anlehen bei Simon Lindheimer in Friedberg vom 1. Januar 1835 wurden die Nr. 62 und 63, jede über 200 fl., durch das Loos gezogen. Gegen Rückgabe der quittirten Obligationen und der noch nicht fälltgen Zinscoupons wollen die Besitzer dieser Obligationen die Veträge am 31. Dezember J. J. bei der hiesigen Gemeindekasse in Empfang nehmen, da mit diesem Tage die Verzinsung aufhört. Großherzogliche Bürgermeisterei Heldenbergen. Lö hner. Unter jacken K. Friedrich. Heldenbergen den 1. October 1877. in allen Größen, Reparaturen an vorhandenen Schrauben werden sofort Conr. Ranke Söhne, Maschinenfabrik, Frankfurt a. M., Allerheiligenstr. 40. Zu verpachten sind auf die Dauer von 6 Jahren, von Martin d. J. an, ausgeführt bei 3071 aller Axt äußerst billig bel verschledene Grundstücke in der Friedberger und Fauer— bacher Gemarkung durch Masor Bichmaunn. 3112 Mobiliar⸗Versteigerung. Dienstag den 9. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr ab, werden auf Antrag des Herrn Eugen Siewert dahier im Saale des Herrn Gastwirth Bayer, Kur⸗ Obst⸗& Kartoffel⸗Markt zu Darmstadt. Unterzeichnete Section wird Samstag den 13. Il. Mts. von früh 8 Uhr an im straße Nr. 318, wegzugshalber nachstehende Mobilien: 5 Sopha, 5 Kleider- und 1 Silberschrank, 3 Com- moden, 1 Spiel-, 1 Eß⸗, 2 Schreib-, 1 Näh⸗ und verschiedene andere Tische, 24 Stühle, 5 Nachttisch 6 Waschtische, davon einer mit Marmorplatte 15 Bet stellen, 1 Küchenschrank und 1 Küchentisch, 9 Spiege davon einer mit Marmorconsole, 8 Colter, 2 Tisch— decken, 2 große Teppiche, 6 Bettvorlagen, sodan Vorhänge, Rouleaux, Haus- und Küchengeräthschafte öffentlich an den Meistbietenden gegen Baarzahlung ver— steigert. Bad⸗ Nauheim am 3. Oetober 1877. Großherzogliches Ortsgericht Bad-Nauheim. 3080 Schutt. Saalbau einen großen Markt für Obst und e, t⸗ l, Das Comité weist den Verkäufern Plätze Darmstadt den 1. October 1877. 1 3085 Obstba Kartoffeln veranstalten. Die Verkäufer haben von den zu verkaufenden Sorten so viel mitzubringen, daß sie jedem Käufer einige Exemplare als Muster mittlerer Qualität dessen, wae er zu erhalten hat, übergeben können. an und stellt auf Wunsch Abschlußscheine aus. Es werden weder Standgeld noch sonstige Kosten erhoben. u⸗ Section des Gartenbau-Vereins. n Obligations⸗Verloosung der Kreisstadt Friedberg. Von den Partial-Obligationen der Kreisstadt Fried berg, des Anlehens von 1863, sind heute durch öffentlich Verloosung aus Serie A. Nr. 20 und 30, B. Nr. 22 17* zur Rückzahlung bestimmt worden. Die Inhaber dieser Obligationen werden hierdurch aufgefordert, am 1. Jauuar 1878 ihre Kapitalien gegen Rückgabe der Original Obli— gation bei der hiesigen Stadtkasse in Empfang zu nehmen, da mit diesem Tage deren Verzinsung aufhoͤrt. Friedberg den 6. October 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. 3118 Foucar. Bekanntmachung. 3117 Auf dem Submissionswege soll vergeben werden: Die Anlieferung von 18 Stück Betttüchern für das Ver⸗ sorgungshaus dahier, 5 Paar neuen Hosen, 5 Westen und 5 Jacken für die Knaben, 6 Stück gestrickten Wämsen, 6 Paar Unterhosen für die Männer und Zeug zu Winter⸗ kleidern für die Mädchen in demselben, sowie auch die Anlieferung von 120 Malter auserlesenen Kartoffeln; sodann die Anlieferung von 4 Stück Seegrasmatratzen und 4 Stück desgleichen, Kopfpfühle für das Hospital. Die Submissionen müssen bis längstens zum Donnerstag den 11. d. M., des Vormittags um 11 Uhr, auf der Großherzoglichen Bürgermeisterei dahier eingereicht werden. Die Bedingungen können bei Verwalter Gatzert im Versorgungshaus eingesehen werden. Friedberg den 6. October 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. F o u ea r. Geschüsts-Empfehlang. 1761 Unterzeichnete empfiehlt fich im Anfertigen von Damenkleidern in und außer dem Hause unter Zu- sicherung geschmackvoller Arbeit und prompter Bedienung. Elisabeth Klinkerfuß, wohnhaft im Hause des Herrn Georg Magnus in der Vorstadt in Friedberg. Solide Agenten garantirter Original- Loose werden gesucht. Franco⸗Offerten sind an die Exp. d. Anz. unter Chiffre P. P. 333 einzureichen. 3113 für den Verkauf vom Staate Gleichzeitig halten wir unser 9 bestens empfohlen. Friedberg. Jur gef. Beachtung! 3027 Um gut passende und moderne Herren-Kleider liefern zu können, haben wir einen tüchtigen Zuschneider engagirt und werden von heute an Bestellungen nach Maaß in kürzester Zeit unter dessen Leitung elegant und billigst ausgeführt. 5 Tuch und Buxkin Lager 4 Spier& Söhne, gegenüber dem Hötel Trapp. Carl Bindernagel's Annoncen-Erpedition. 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