Varl tothe che zu zred, Pf. find Donnerstag den 9. August. M 922. berhessischer Anzeiger. wird mit 11 Pfennig berechnet. Die Petitzeile Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. betreffend: Die durch Beitreibung der Communalintraden im II. Quartal 1877 entstandenen Kosten. Friedberg den 7. August 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiste reien. 0 „ ind pendeimerr Neitin am Ritzel. 1 zrengeschäft 1 Holzer. 5 gestellt und die völlige Nicht — Dr. r 8 Veröffentlichung. Viele von Ihnen stehen noch mit der Einsendung rubrizirter Verzeichnisse zurück, weshalb wir hieran erinnern. Nach Mittheilung Königlichen Landrathsamts Hanau ist die auf den 7., 8. und 10. dieses Monats beabsichtigte Schießübung bei Seckbach ind Bergen gänzlich aufgegeben, was hiermit zur Friedberg den 7. August 1877. Kenntniß gebracht wird. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. D Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Georg Amberger J. von Nieder Erlenbach ist als Fleischbeschauer für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet worden. Schwärzer zu überfallen. Deutsches Reich. Fulda. Die hiesige Stadt soll den Erwerb der zum öffentlichen Verkauf bestimmten Gebäude zes ehemaligen Franziskaner Klosters auf dem Frauenberge hier, bestehend aus Haupt-Gebäude, kirche, Oekonomie-Gebäuden und Gärten, beab⸗ schtigen, um dorthin die Pfründner des Heiligen Geist⸗Hospitals zu verbringen. Pillnitz, 5. August. son Wasa ist gestorben. Kattowitz. Wie der„Kattow. Ztg.“ mit ⸗ etheilt wird, baben bewaffnete russische Soldaten or Kurzem wiederholt die preußische Grenze bei Schabelnia in Oberschlesien in der Absicht über— ritten, Spiritus-Schwärzer auf preußischen Ge- liete zu überfallen. Dies geschah zunächst in der Nacht vom 19. zum 20. Juli, indem mehrere Der Prinz Gustav zussische Soldaten 11 Schwärzer auf preußischem Gebiete überfielen und ihnen den Spiritus, welchen se über die Grenze schmuggeln wollten, abnahmen, Am Vormittag des nächsten Tages kamen wieder zwei russische Grenz Soldaten auf preußisches Myslowitz kommende Beim Herannahen eines sreußischen Grenz Beamten retirirten die bei⸗ en Russen jedoch schleunigst über die Grenze. eber diese Vorfälle soll bereits an competenter Bebiet, um zwei aus Stelle Anzeige erfolgt sein. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Das Vor- schuß⸗Geschäft der gemeinsamen österreichisch⸗ un- garischen Regierung zum Zwecke der partiellen Mobil- nachung ist mit der Boden-Credit⸗Anstalt⸗Gruppe eogeschlossen worden. Die Option hinsichtlich der toentuellen Bedarfssumme ist auf mehrere Monate benutzung des stipulirten urtheilung Redifs, Abdul Kerims, Echref Pascha's und anderer Offiziere betraut ist. Reuf Pascha wurde heute vom Sultan empfangen und wird morgen wieder abreisen. Am Freitag fand ein Bombardement zwischen Widdin und Kalafat statt. — 5. Aug. Gestern entspann sich ein heftiges, sieben Stunden dauerndes Gefecht zwischen den Ausständischen unter der Führung von Despotovie und den Türken. Erstere wurden geschlagen und erlitten große Verluste; Despote vie mit 300 Mann seiner Abtheilung mußte auf österreichisches Gebiet übertreten, woselbst sie entwaffnet und internirt wurden. — 6. August. Suleiman Pascha hat gestern Kasanlik, welches von den Russen geräumt wurde, besetzt.— Der Bahnverkehr zwischen Schumla und Rustschuk wurde auf der ganzen Strecke wie— der hergestellt.— Idaeget Pascha schlug eine russische Colonne bei Medschidje, welches die Russen verließen. Osman Pascha erhielt das Großkreuz — Ein Edict des Sultans setzt die Gehalte aller Beamten bis zur Beendigung des Krieges auf die Hälfte herab.— Der russische Dampfer „Constantin“ erschien am Freitag Nacht vor Chilios am Bosporus, feuerte einige Schüsse ab, entfernte sich jedoch alsbald wieder. 5 — Die„Times“ meldet von hier, Kadri-Bey habe dem Grafen Zichy erklärt, die Pforte sei gewillt, Frieden zu schließen, wenn Rußland nur die Autonomie Bulgariens unter christlichen Gou— verneuren fordere. — Durch die drohende Haltung Griechenlands wurde die Pforte veranlaßt, einen Theil der Truppen Suleiman Pascha's nach Thessalien und Epirus zu dirigiren. — 6. August. Die Wiedereinnahme Jeni⸗ Vorschusses vorbehalten. Die Nationalbank gibt 15 Mill. Gulden auf dem Wege der Lombardirung. Großbritannien London. Die Re- tierung hat angeordnet, daß sofort 500 Tonnen Bomben verschiedener Gattung durch Privatschiffe rach Malta transportirt werden. Türkei. Constantinopel, 5. August. Officiell. Die Russen wurden bei Jeni-Sagra zollständig geschlagen. Die türkischen Truppen erfolgten den in Unordnung fliehenden Feind bis Hamboghar. Suleiman Pascha besetzte hierauf dieses Defilse und Jeni- Sagra. ind beträchtlich. Die Türken erbeuteten zwei Lanonen und eine greße Menge Montirungsstücke. — 5. August. Officieller Verlautbarung zu- folge wurde Namypk Pascha zum Präsidenten des Lrlege- Gerichts ernannt, welches mit der Ab- Die Verluste der Russen Sagra's und Kasanlpk's durch die Türken wird bestätigt. Die Russen halten jedoch den Schipka— Paß noch besetzt.— Vom asiatischen Kriegsschau— platz wurden nur unbedeutende Gefechte gemeldet. Serbien. Belgrad, 6. August. Die Skupschtina ist nach Beendigung ihrer Arbeiten gestern Abend geschlossen worden. — 7. August. Der Befehl zur Mobilisirung Correspondent der„Times“, Dick de Loulay, Special⸗Correspondent des„Monde illustrs“ und des„Moniteur uuiversel“, Lamolte, Correspondent des„Temps“ und Tellier, Correspondent der „Illustration Espanola“, haben am 21. Juli zu Kasanlyk eine protokollarische Erklärung abgegeben des Os manieordens, Adil Pascha einen Ehrensäbel. ma über Greuelthaten, welche reguläre türkische Truppen 18 5 17. und 18. Juli bei Vertheidigung des Schipka⸗ Passes an russischen Verwundeten verübt hätten. — 4. Aug. Gestern Abend von Bjela an- gekommene Offiziere erzäblen, daß Mehemed Ali und Osman Pascha ihre Vereinigung bei Tirnowa vollzogen, und daß sie den Russen eine Schlacht geliefert haben. 15,000 Todte und Verwundete. 120,000 Mann der kaiserlichen Garde werden demnächst hier erwartet. Der Kaiser befindet sich seit Mittwoch in Trateschti. ö— 7. August. Die Fürstin Elisabeth von Rumänien traf gestern, von dem Ministerpräsi⸗ denten Bratiano begleitet, in Krajowa ein, wo sie Fürst Karl, welcher von Pojana gekommen war, erwartete. Beide reisen morgen nach Turnu⸗ Magurelli, wo die ganze rumänische Armee die Donau überschreiten soll. Das Gerücht, daß die Türken nach Sistowa marschiren, ist unbegründet. Griechenland. Athen, 6. Aug. Die Nachricht, daß der türkische Gesandte angewiesen sei, zu erklären, die türkische Regierung werde eine etwaige Erhebung in den Griechenland benachbarten türkischen Provinzen als casus belli betrachten, wird in griechischen Regierungskreisen als unbe⸗ gründet bezeichnet. Rußland. Petersburg. Amtliche Meldung vom 3. Aug. Details über den Kampf bei Plewna am 30. Juli fehlen. Unsere Truppen sind in den Po- sitionen verblieben, welche sie vor der Attaque inne hatten. Der Verlust war groß und überstieg 5000 Mann. Der Commandeur des Schuirki'schen Regi- mentes, Baron Kaulbaro, ist unter den Todten; schwer verwundet wurde der Commandant des Koslow'schen Regimentes, Stepanoff; leicht verwundet: General- jor Boscherjanoff und der Commandeur des Bylskischen Regimentes Sarantschoff. Die Truppen kämpften heldenmüthig. Der linke Flügel nahm zwei Reihen Verschanzungen und ging erst am Abend zurück. Der Geist der Truppen ist vor- züglich. Plewna und Lowatz sind durch starke türkische Abtheilungen besetzt und stark hefestigt. General Gurko hat die Zweig Eisenbahn Jamboli— Philippopel zerstört. Derselbe schlug und zerstreute am 30. Juli eine Abtheilung der Armee Suleiman für die Miliz Clane ist ersolgl. Die Aerzte Pascha's, welche Jeni⸗ Sagra besetzt hielt, und müssen innerhalb 48 Stunden einrücken. eroberte zwei Geschütze. Nachdem er am 31. Juli Rumänien. Bukarest. Brackenburg, noch eine andere Abtheilung dieser Armee bei Dschuganli in der Nähe von Eski-Sagra ge⸗ schlagen hatte, zog sich General Gurko bei An- näherung der gesammten Armee Suleiman's, welche die bulgarischen Milizen aus Eskie Sagra verdrängte, nach den Balkan ⸗Pässen zurück.— Bei Schumla ist Alles ruhig. — 6. Aug. Der Kaiser von Rußland ver- legt morgen sein Hauptquartier nach Zarewitza. Großfürst Nikolaus hat sich in der Richtung nach Plewna zum rechten Flügel der Armee begeben, welcher unter dem Commando des Generals Krüdener auf der Straße nach Bjela steht. — 7. Aug. Von den Russen werden die Städte Hirsowa, Matschin und Tultsch verschanzt; im Uebrigen haben dieselben die Dobrudscha ge⸗ räumt. Minister⸗Präsident Bratiano ist in das rumänische Hauptquartier zu Pojana zurückgekehrt. Aus Kilia wird von einem Seegefecht auf dem Schwarzen Meer berichtet. Vom asiatischen Kriegsschauplatze berichtet man: Neun Divisionen Russen haben in Armenien am 3. August die Offensive ergriffen und Ani Magasberi, sowie Digar besetzt; der rechte Flügel der Türken zog sich näher an Kars heran. — Einer Depesche des„Golos“ vom 4. d. zufolge hat Mukhtar Pascha seine überflüssige Bagage nach Kars zurückgesendet. In dem türkischen Lager ist die Dissenterie ausgebrochen. Der eng- lische Militär⸗Bevollmächtigte Kemball ist in Folge eines Zerwürfnisses mit Mukhtar Pascha nach Erzerum abgereist. Die Positionen der beider— seiligen Armeen sind unverändert. — 6. Aug. In den Sümpfen des oberen Tschel⸗Flusses bei den Auls Saisala und Idyschtar ereilte Oberst Komaroff die Abtheilung des be— rüchtigten Räubers Michrali. Nachdem zwei von der Religion und Zerfall derselben. Sinne richtig sein. Aber soll das heißen: die Religion ist ein Ersatzmittel für diejenigen, denen Wissenschaft und Kunst abgeht, um denselben in einer ihnen verständlichen Weise doch auch etwas Höberes zu bieten; wer aber Wissenschaft und Kunst besitzt, der bedarf dieses Surrogates nicht? Die Männer der Meißener Versammlung haben es gewiß nicht so gemeint. Aber Viele unserer Gebildeten, welche es nicht ohne geheime Besorg— niß sehen, daß die Religionslosigkeit unter der arbeitenden Klasse mit Riesenschritten sich ausbreitet, mögen wohl ungefähr dieser Meinung sein. Für sich selbst bedürfen sie der Religion nicht, da sie ja Wissenschaft und Kunst besitzen, um sich mittelst derselben über Wasser zu halten; aber der gemeine Mann, das sehen sie wohl, kann jener Ssütze nicht entbehren, wenn er nicht rasch in ein thieri— sches Genießen des Augenblicks und in vollständigen Lebens- und Arbeitsüberdruß versinken soll. Man wünscht darum der Religion alles Gute und würde es auch nicht ungern sehen, wenn die Kirche einen ausgiebigeren Einfluß auf die arbeitende Klasse auszuüben vermöchte— nur nicht auf die eigene Person. Die Erfahrung aller Jahrhunderte lehrt, daß man die Religion nicht schwerer schädigen kann, als wenn man sie in dieser Weise als ein Mittel, um die minder gebildeten Klassen im Zaume zu halten, behandelt. Ueberall, wo das versucht wurde, war der Erfolg völlige Abkehr Die Schützenbataillone unter Bariatinsky herbeigeeilt, ward der Feind völlig in die Flucht geschlagen. Die Einwohner der Auls schossen auf die Russen; diese verloren 2 Todte und 4 Verwundete, der sie nicht um ihrer selbst willen schätzt und lieb hat, dem versagt sie den Dienst. Feind hingegen 30 Todte. Aegypten. Alexandrien. Der Khedive und Vivian werden eine Convention über Auf- den Arbeiterstand völlig zerstören, so sollen sie hebung des Sklaven ⸗Vertrags unterzeichnen. Aus Stadt und Land. Ober⸗Wöllstadt, 8. August. Gestern früh um 3 Uhr brach in der in der Nähe gelegenen Gänsmüßhle Feuer aus, welches rasch ein Wohnhaus mit ansioßendem Schuppen niederlegte. Näheres konnten wir noch nicht erfahren. Darmstadt, 6. Aug. die Maschine und drei Wagen des von Mainz kommenden Schnellzugs der Hessischen Ludwigs⸗Eisenbahn in der Nähe des Schniupunktes mit der im Bau begriffenen Linie Frankfuri⸗Mannheim. Vier Passagiere trugen Verletzungen davon, worunter ein Franzose und ein Holländer die be⸗ deutendsten erhalten haben. Der Eine, an der Brust ge— Gestern Nachmittag entgleiste drückt, wurde im Laufe des gestrigen Tages in das hiesige Hospital verbracht, der Andere, am Beine gequelscht und geschunden, fand im hiesigen Bahnhofshotel Aufnahme. Die beiden anderen Verletzungen sollen unerheblicher Natur sein. Die Ursache der Entgleisung ist dem Vernehmen nach ein Schienenbruch gewesen. Allerlei. Köln, 5. Aug. der Ober⸗Bürgermeister, die beiden Vice-Bürgermeister und Stadtverordneten zusammen, um eine Justruction für die Commission, welche die Nahrungsmittel untersuchen soll, zu berathen. Von der Milch, Butter, Wurst, dem Bier und Wein ꝛc., welche man für gefälscht hält, werden Proben zum Raihhaus und von hier direct an einen Chemiker zur Untersuchung geschickt. Solcher Chemiker bat die Stadt sechs. Die Händler, welche wegen derartigen Fällen strafrechtlich verurtheilt werden, sollen durch die Blätter genannt werden. Liegnitz, 4. Aug. Gestern Nachmittag ist der hiesige Pastor Ehlers erschossen worden. Derselbe promenirte in Begleitung seiner Tochter. Als er in den sogenannten Doctor⸗Gang bei der Walkmühle gekommen war, brach er plötzlich zusammen; eine Kugel war durch den Hut in's Gehirn gedrungen und hatte den sofortigen Tod des Ge⸗ troffenen zur Folge gehabt. Man vermuthet, daß die tödtliche Kugel vom Schieß ⸗Hause her gekommen sei. Tbatsache ist, daß die Schützen ein Preis⸗Schießen ge⸗ halten haben. Die sociale Aufgabe der Kirche. Unter dieser Ueberschrift bringen die evangel. Blätter einen Aufsatz(im Anschluß an unseren neulich gebrachten Bericht über die Meißener Kirchen versammlung) und sagen darin:„Daß wir Dem, was auf der Meißener Versammlung gesagt wurde, im Ganzen unsere volle Zustimmung geben, bedarf nicht der Erwähnung. Doch sei erlaubt, Folgendes dazu zu bemerken: Daß„die sogen. Gebildeten sich hier und da auch ohne Religion durch Wissenschaft und Kunst vor Verflachung retten und über Wasser halten“, mag in gewissem Gestern traten der Polizei⸗Präsident, Religion und insbesondere das Christenthum ist zu gut, um als Mittel für Zwecke, welche außer ihr selbst liegen, benutzt werden zu dürfen. Wer f Wollen die gebildeten Klassen den Einfluß der Religion auf denselben nur merken lassen, daß sie zwar dem Arbeiter„seinen Gott und das Jenseits und die Religion der Liebe“ wünschen, selbst jedoch ihrer entbehren zu können glauben, weil sie andere Dinge besitzen, um sich über Wasser zu halten— der Erfolg wird nicht ausbleiben. Auch wäre zu fragen, wenn allerdings Manche unserer Be⸗ amten, Kaufleute, Industriellen u. s. f. trotz ihrer Religionslosigkeit nicht sosort dem„thierischen Genießen des Augenblickes und dem vollständigen Lebens- und Arbeitsüberdruß“ anheimfallen, ob das Verdienst davon ihrer Wissenschaft und Kunst zu— komme oder nicht vielmehr gewissen Ueberresten von Religiosität, welche sie von ihrer Erziehung her noch bewahrt haben, welche aber bei den Kindern der heute lebenden Generation bereits in wesentlich geringerem Maße vorhanden sein werden. Daß man auch bei einem hohen Bildungsgrade vor dem Versinken in einen, wenn auch nicht thierischen, doch von allem Höheren völlig ab— sehenden Lebensgenuß und vollends vor dem gänz⸗ lichen Lebens- und Arbeitsüberdruß nicht sicher ist, zeigen massenhafte Beispiele. Ferner. Mit vollem Rechte machen die Meißener Verhandlungen für die Erfüllung der Aufgabe, welche der Kirche in socialer Hinsicht gestellt ist, in erster Linie die Geistlichen haftbar. Indessen wäre zu fragen, ob diese die Einzigen sind, die für jene Aufgabe in Anspruch genommen werden können, ja ob sie nur im Stande wären, auch beim besten Willen, sie allein in genügender Weise zu erfüllen. Gerade dazu haben ja die neueren Kirchen ⸗Verfassungen den Geistlichen Vertreter aus dem Laienstande an die Seite gestellt, um sie bei solchen Thätigkeiten, wo es sich um die Einwirkung auf praktische Gemeindeverhältnisse handelt, mit Rath und That zu unterstützen. Es wäre zu fragen, ob und wie unsere Kirchenvorsteher, Gemeindevertreter ꝛc. bis jetzt diese Aufgabe verstanden und ihr gerecht zu werden gewußt haben? Gerade wie von einem Pfarrer mit Recht mehr gefordert wird, als daß er Sonntags seine Predigt hält, so ist auch von einem Kirchenvorsteher mehr zu fordern, als daß er über den Kirchenvoranschlag und die Höhe der Parochial- Umlagen ein wachsames Auge habe. Endlich. lich, wie man dies früher nicht gekannt hat. so ist uns das etwas zweifelhaft. sich bringt, den Gottesdienst zu besuchen, da thut man es; wo es Sitte ist, nicht in die Kirche zu gehen, da läßt man es. Wo die übrigen Stände von vornherein davon ausschließen, und da werden richtig angerathen wurden, theilweise von Erfolg sein. Wo nicht, nicht. Wir könnten das vielleicht hier nicht eingegangen werden kann, belegen. Sitte aber, gute und schlimme, wird vorzugsweise stimmt. Alle Bemühungen der Geistlichen, dem Arbeiter nahe zu kommen und ihn durch freund⸗ geber, überhaupt der Gebildeten, welche den Ar- lich bleiben, so lange jene selbst sich vom Gottes- dienst ausschließen. entweder unsere gebildeten Stände müssen anfangen, selbst für die eigene Person mit der Religion machen, die Wirkungen kennen zu lernen, welche die Religionslosigkeit in der Arbeiterklasse zuletzt mit Nothwendigkeit hervorrufen muß.“ Es geht ein Nothschrei durch die Lehrerwelt schreibt der„Schulbote für Hessen“. Aus allen Theilen unseres Vaterlandes mehren sich die Klagen über zunehmende Zuchtlosigkeit unserer Schuljugend. Ungehorsam, Widersetzlichkeit, Pietätlosigkeit gegen die Lehrer nehmen in bedenklicher Weise zu. Dabei macht sich eine Empfindlichkeit von Seiten der Kinder sowohl, als auch der Eltern gegen jede Strafe, selbst gegen den gerechtesten Tadel bemerk⸗ Die meisten Eltern wollen von der Schule als Erziehungs⸗ anstalt nichs mehr wissen und erblicken in jeder ernsten Zurechtweisung ihrer Kinder einen Eingriff in ihre Elternrechte. Sie suchen den Zweck der Schule in bloßer Verstandesbildung, in der An⸗ eignung von Kenntnissen und mancherlei Geschick— lichkeiten. Von einer stttlich-religibösen Bildung ihrer Kinder, von einer Gewöhnung zur Ordnung, Pünktlichkeit, Wohlanständigkeit und zum Gehorsam haben sie kaum noch eine Ahnung. Daher auch die vielen Klagen der Eltern über solche Lehrer, die es mit der Erziehung noch ernst nehmen und streng auf Zucht und Gehorsam halten. In den Städten ist es hierin noch viel schlimmer als auf dem Lande. Wer will es unter solchen Umständen den Lehrern verargen, wenn die Freudigkeit an ihrem Berufe immer mehr schwindet? wenn selbst solche Lehrer, die früher mit Lust und Liebe den Pflichten ihres schweren Amtes gewissenhaft nach⸗ kamen, nun rathlos dastehen und entmuthigt die Hände sinken lassen? Wenn wir auch zugeben, daß der ungebundene, rohe Sinn der Jugend in unseren ganzen Zeitverhältnissen seine Hauptnahrung findet, so darf doch nicht unerwähnt blriben, daß die Verordnungen der Schulbehörde, wonach dem Lehrer fast alle Disciplinarmittel genommen sind, nicht geeignet sind, bessernd einzuwirken. Möchten doch die maßgebenden Behörden erkennen, wohin es führen muß, wenn diesem Geiste der Unge⸗ bundenheit nicht rechtzeitig ein Damm entgegen- gesetzt wird. Möchten aber auch die Eltern, die ihre Kinder in der Widersetzlichkeit und Respect⸗ losigkeit gegen den Lehrer noch unterstützen, sich nicht verhehlen, daß sie dadurch in ihrem eigenen Fleische wühlen. Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Reinigung des Bie nenwachses. Sehr häufig Wenn man hofft, daßz, wenn die Geistlichen mit den Angehörigen des Arbeiterstandes fleißig ver⸗ kehren, um ihnen in wirthschaftlichen und dergl. Dingen Rathgeber zu sein, jene ihnen den Gegen- ist es der Fall, daß Bienenzüchter einen Theil des gewonnen e Wachses gar nicht oder nur um Spoltpreise verkaufen können, weil es zu sehr mit Unreinlichkeiten überladen ist. Zwar hat man zur Reinigung des Wachses verschiedenaruge Verfahrungsweisen empfohlen, die indessen durch das Verhalten der gebildeten Stände be⸗ der Gemeinde mit dem Beispiel des Kirchenbesuches vorangehen, da wird auch der Arbeiter sich nicht durch manche Erfahrungen, auf welche übrigens Die liche und sachverständige Theilnahme an seinem wirthschaftlichen Wohlergehen auch für die Kirche heranzuziehen, und alle guten Wünsche der Arbeit- beiter viel lieber Sonntags in der Kirche, als im socialistischen Club sehen möchten, werden vergeb⸗ Es bleibt nichts anderes übrig, Ernst zu machen, oder sie müssen sich darauf gefaßt besuch für ihre Besuche in der Kirche abstatten, 1 d. h. fleißig zum Gottesdienst kommen würden, Besuch oder Nichtbesuch des Gottesdienstes ist für die meisten Menschen Sache der Sitte: wo die Sitte es mit die Bemühungen des Geistlichen, wie sie dort ganz werben, meifter, Ven manns gesollen Pergan papier, dicken pinselt Fiedler Attikel großer angeb. Düng e das dielleih dach übrige belegen. D. d enugenei n Stände h eistlichen, din durch frtund⸗ at an scinei t die Kirch t der Ardeih 85 8 erben vergeh dem Gottes, 0 14 1 6 1 wachs vollkommen rein herzustellen. überschickt derselbe auf Verlangen gedruckte Anleitung zu. angenehme Farbe. zum Theil zu kostspielig, zum Theil auch zu zeitraubend und umständlich sind. Daher muß es für die Bienen⸗ züchter wohl von Interesse sein, zu erfahren, daß Herr Cbemiker Lehmann in Worms ein ebenso einfaches als billiges Mittel entdeckt hat, auch das unreinste Bienen⸗ Den Interessenten Kalkanstrich auf Putzflächen.„Ich habe mit bestem Erfolge(bis dahin nur an meinem eignen Hause die Seiten- und Hinterfront-Fagaden, welche dem Ost⸗, Nord- und Westwetter ausgesetzt sind) Kalkanstrich ange⸗ wandt und zwar wie folgt: Frisch gelöschten Kalk mit Bier(ich habe nur saures Bier verwandt, welches ich gratis aus einer Bierniederlage erhalten) und Wasserzusatz, auf geputztem Mauerwerk, gibt einen festen und dauer⸗ haften Anstrich und bedarf nur einmaligen Anstrichs. Zugleich gibt die Farbe des Biers der Kalkmasse eine sehr (2) Ich theile dieses gern mit, da es nicht selten vorkommt, daß Bier sauer wird und ist's ja auch besser, daß die Wände eines Hauscs damit gefärbt werden, als die Magenwände.“ Fr. A. Mohrien, Maler⸗ meister, Minden(im„Maler ⸗Journal“). Verschluß von Einmachgläsern. manns Ill. Gewbzig.) Man verbindet die mit Ein⸗ gesottenem gefüllten Gläser statt mit Thierblase oder Pergamentpapier blos mit angefeuchtetem weißen Schreib⸗ papier, welches kurz nach dem Verbande mit einer mäßig dicken Lösung von arabischem Gummi in Wasser über⸗ pinselt wird. Nach dem Eintrocknen der Gummilösung sind alle Poren des Papieres vollkommen verschlossen und ein Eindringen der Luft in das Glas somit unmöglich gemacht; was, wie bekannt, weder durch das bhierische Membran noch durch vegetabilisches Pergament erreichbar ist. Für 5 Pfg. Gummi genügt zum Ueberpinseln von 30 bis 40 Gläserverschlüssen. Eine Vertiefung der Ackerkrum me pflegt, wie Fiedler in der„Schlesischen Landw. Zeitung“ in einem Artikel über Ackerbestellung schreibt, besonders dann von großem Vortbeil zu sein, wenn nach derselben solche Früchte angebaut werden, welche an und für sich eine starke Düngung zu erhalten pflegen. Unter dissen Früchten (Nach Acker⸗ slehen obenan: Der Raps, die Runkelrübe, die Möhre, die Cichorie, wohl auch die Kartoffel. Ferner wird die Luzerne auf ihr zuträglichem Boden eine tiefe Cultur wohl am höchsten bezahlen. Selbst auf ganz sandigem Boden, welcher in seinem Untergrunde Sandmergel mit wenig Kalkprozenten beherbergt, kann sogar ein Rajolou bis 18 Zoll Tiefe für die Luzerne von großem Nutzen sein; jedoch muß man auf den heraufgebrachten rohen Unter⸗ grund über Winter einen guten Compost bringen lassen, welcher im Verein mit den Wititerungseinflüssen die Ober⸗ fläche derart in Lösung bringt, daß der Luzernesamen beim Keimen die nöthige Nahrung findet; später eilen die Wurzeln in die gelockerte Tiefe und nach kurzer Zeit ist der Acker dicht bestanden. Handel und Verkehr. Friedberg, 8. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.40—50. Eier per Stück 6 Pf. Friedberg, 7. Aug. Alter Waizen M. 26.—., neuer Waizen M. 24.—. Koen M. 19.—. Gerste M. 18.—. Hafer M. 15-19. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo— 200 Zollpfund. Frankfurt, 6. Aug. Der heutige Viehmarkt war ziemlich in Ochsen, gering in den andern Viehgattungen befahren. Hornvieh hielt sich auf der seitherigen Höhe, Kühe waren jedoch etwas billiger. Kälber sehr theuer, weil wegen des Futter ⸗Ueberflusses sehr viel angebunden wird. Hämmel flau. Angetrieben waren: 350 Ochsen, 150 Kühe und Rinder, 192 Kälber und 280 Hämmel. Die Preise stellten sich per Centner Fleischaewicht: Ochsen 1. Qual. Erbsen M. 21—24., Wicken M. 17.50., Linsen M. 21—30. Nüböl M. 80—81. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht= 100 Kilo. D. Frankfurt a. M., 7. August. Die Börse wurde heute durch friedliche Nachtichten überrascht, die die Hausse⸗ partei veranlaßten, einen Vorstoß zu wagen. Ohne de⸗ sonderen Impuls von Auswärts, eröffnete man auf dem gestrigen Coursniveau, bald jedoch trat größere Kauflust auf höhere Berliner Course und verschiedene politische Meldungen ein. Zuvörderst wurde die letzte englische Truppensendung nach Molia dementirt, ferner machten einige telegraphisch gemeldete Aeußerungen des Earl Salis⸗ bury auf einem Meeting bezüglich der Stellung Englands zur Orientsrage wegen ihrer friedlichen Färbung einen sehr günstigen Eindruck, der durch eine Constantinopelet Depesche, in welcher die Geneigtheit der Pforte zu einem Friedens⸗ schluß betont wird, bedeutend erhöht wurde. Die aus⸗ wärtigen Börsen machten der hiesigen sehr festen Tendenz keine Opposinion und vermochte sich dieselbe daher bis zum Schlusse zu behaupten. Von den internationalen Speku⸗ lationseffecten waren Staatsbahnactien, die zu 206½¼—209 und 208⅜ umaingen, bevorzugt. Credilactien bewegten sich zwischen 134¼—136¼ und 135¾ Außerdem zeigten sich österr. Bahnen in guter Nachfrage und zogen meist im Course an. Galizier, Elisabeih und Böhmen standen im Vordergrund des Verkehrs. Oesterr. Renten und Ungar. Schatzbons blieben etwas höher. Anlehensloose animirt und besser. Oesterr. Prioritäten still, aber sehr sest. Banken schlossen größtentheils unverändert. Darm⸗ slädter, Oesterr. Nationalbank und Rheinische Credit höher. Von Wechseln Wien 40 Pf. theurer; andere fest. M. 72—75., 2. Qual. M. 68—70. Kübe und Rinder 1. Qual. M. 58—60., 2. Qual. M. 51— 54. Kälber 1. Qual. M. 80—90., 2. Qual. M. 7075. Hämmel 1. Qual. M. 54—56., 2. Qual. M. 48— 50. Frankfurt, 6. Aug. Fruchtbericht. Mebl Nr. 1 M. 42., Nr. 2 M. 38., Nr. 3 M. 34., Nr. 4 M. 30., Nr. 5 M. 24. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 27., do. II.(Berliner Marke) M. 22., Weizen, aller, ab Bahnhof hier M. 27.50., ab unserer Umgegend M. 27.—., fremder je nach Qual. M. 22—26. Korn M. 16.50-19.50. Gerste M. 19.—. Hafer M. 1317.50. Koblsamen M. 3637. Geld⸗ Cours. Frankfurt am 7. August 1877. 20-Frankenstücke Mk. 16 2428 Englische Sovereigns 5„ 20 3338 Russische Imperiales e„ 16 65-70 Holländische fl. 10-Stücke„ 1665 Ducaten. e 9 59 64 Diegten al ares„ 9 5964 Dollars in Gold. 7 4 16—19 t Lehttrwelt Tus alla Augen, ttt om salbf sich die Klagu Aline Hofraithe- und Möbel⸗Ver⸗ steigerung in Berstadt. Mittwoch den 15. und Donnerstag den 16. August Endurtheil. Oeffentliche Sitzung des Großherzoglichen Bezirksstrafgerichts Gießen vom 23. Juni 1877, wobei zugegen waren: 1877 und erforderlichen Falles den folgenden Tag, Vor⸗ mittags 10 Uhr, läßt wegzugshalber Frau Postexpeditor Hennemann Wittwe, in Berstadt ihre daselbst an der von Hungen nach Friedberg führenden Straße be⸗ legene, zu jedem Oeconomie- und Geschäftsbetriebe geeig— nete, aus Wohnhaus, Scheuer, und Stallungen bestehende Hofraithe nebst daranstoßendem Obst. und Gemüsegarten, sowie folgende Gegenstände versteigern, nämlich: Betten und Bettstellen, 2 Sopha, Tische und Stühle, Glas- und Kleiderschränke, Commod, Schreibpult, Küchengeräthe, Porzellan und Zinn, Bütten, Züber, und Eimer, 1 kupfernen Waschkessel, Leitern, eine Parthie Brennholz, alte Bücher u. dergl. Mit der Hofraithe wird der Anfang der Versteigerung gemacht. 2366 Vilbeler Markt. 2353 Dienstag den 14. August l. J., Nachmittags 3 Uhr, wird die Versteigerung der Marktplätze an Ort und Stelle vorgenommen. Der Markt findet Sonntag den 19. und Montag den 20. I. Mts. statt und werden Wirthe, Schau— buden und Carrousels ꝛc. zꝛc. zugelassen. Vilbel den 28. Juli 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Vilbel. 5 1 ae el. Obligations-Verloosung. 2344 Bei der heute stattgehabten Obligations Ver⸗ loosung wurden die Nummern 53 und 81 à 200 fl. = 342 Mark 86 Pf. von den Partial⸗Obligationen der Gemeinde Ober⸗Erlenbach zur Rückzahlung gezogen. Die Inhaber dieser Obligationen werden hiermit aufgefordert, gegen Rückgabe derselben und der nicht fälligen Zinscoupons die Beträge bis zum 1. November 1877 bei hiesiger Gemeindekasse in Empfang zu nehmen, indem von diesem Tage an die Verzinsung aufhört. Ober⸗Erlenbach am 30. Juli 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober Erlenbach. Möglich. Hafer, 2431 einen halben Morgen auf dem Stand, hat zu verkaufen Weichensteller Heuser in Friedberg. Eine Lehrerin wünscht 1—2 Pensionärinnen, welche eine böhere Tochter- schule besuchen sollen, unter günstigen Bedingungen auf⸗ unehmen. Gefällige Offerten bittet man zu richten: „Kahl, Bettinastr. 20, Offenbach a. M. 2423 1) als Vorsitzender der Großh. Justizrath Dr. v. Schmal⸗ kalder, als der Großh. Stadtgerichts-Assessor Justizrath 2 Ouvrier, der Großh. Landg.-Assessor Kullmann, 3) der Großh. Oberstaatsanw. Substitut Zimmermann, 4) der Großh. Gerichts-Aceessist Weidig als Seeretär. In Untersuchung gegen Johannes Müller III. von Ockstadt wegen Beleidigung wird auf die am heutigen Tage gesetzlich gepflogene Verhandlung, bei welcher Rubricat anwesend war, auf den vom Großherzoglichen Staatsanwalt gestellten Antrag, nach stattgebabter Be— rathung des Großherzoglichen Bezirksstrafgerichts im Berathungszimmer, auf Grund nachfolgender Gesetzes— stellen der 88. 185. 194 des Strafgesetzbuchs, des§. 11 des Gesetzes vom 30. Dezember 1870 und Art. 322 der Straf⸗Polizei-Ordnung, in Erwägung, daß zu Recht erkannt, daß der Angeklagte Johannes Müller III. von Ockstadt, 62 Jahre alt, der öffentlichen Beleidigung des Rudolph Hermann von da schuldig zu erkennen und in eine Geldstrafe von 10 Mark eventuell in zwei Tage Haft und in die Kosten zu verurtheilen sei. Zugleich wird dem Ankläger das Recht zuerkannt, die Verurtheilung des Angeklagten auf Kosten dieses einmal binnen der ersten 14 Tage, vom Tage der Zustellung der Urtheilsabschrift an gerechnet, im Friedberger Anzeiger zu veröffentlichen. 2) Richter ö 1 So geurtheilt und alsbald verkündet in öffentlicher Sitzung. 5 Dr. v. Schmalkalder. Ouvrier. Kullmann. Weidig. Für die Richtigkeit des Auszugs; 2424 Kattrein, Seeretär. Universal-Reinigungs-Lal Umiversal-Reinigungs-Sal. 1926 Von allen Aerzten als das einfachste und bil- ligste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Auf- stossen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbeschwerden. ½ Originalpaket à Mark 0.25, 172 10 9.50, 1—¹ 55 A 1— zu haben bei Frau Hoflieferant Windecker in Friedberg, Ph. J. Weiss in Bad-Nauheim. Realschüler finden Penston, Beaufsichtigung und Nachhülfe bei einem Lehrer. Näheres bei der Exped. d. Anz. 422 424 Versteigerungs⸗Anzeig Versteigerungs-Anzeige. Donnerstag den 16. und Freitag den 17. August lfd. J., jedesmal Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen auf freiwilligen Antrag der Erben des verstorbenen-Gast⸗ wirths Johannes Walz III. nächst dem hiesigen Bahn—⸗ hofe eine große Parthie Möbel, Oeconomien, Megzggerei⸗ und Wirthschaftsgeräthschaften öffentlich meistbietend ver⸗ steigert werden. Zur Versteigerung kommen: Donnerstag den 16. August: 1 zweispänniger Wagen mit Zubehör, 1 Viebwagen, 2 Pflüge, 1 Egge, 1 Fruchtfegemühle, 1 Häckselmaschine, 1 leichtes Chalschen, verschiedene Pferdegeschirre und Ketten, 1 Aepfelmühle, 1 Kelter, 1 Handwägelchen ze. de., 16 Meter Buchenscheitholz, sämmtliche Metzgerei-, Küchen- und Wirthschaftsgeräthe. Freitag den 17. August: Tische, Bänke, Stühle, Kleider— schränke, 1 Küchenschrank, Commoden, Nacht- und Waschtische, 1 Brandkiste, 1 Mehlkasten, eine größere Parthie Fässer und Bütten, verschiedenes Bettwerk, sowie sonstige Haus- ꝛc. Geräthschaften. Friedberg den 31. Juli 1877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 2423 Fönen 0 7 0 8 Immobiliar-Versteigerung. 2414 Zu Folge Verfügung Großherzoglichen Landgerichts Friedberg vom 30. Juli l. J. sollen 2 Morgen 25 Ruthen 78 Schuh Ackerland, welches in der Nähe des Ortes Dorn⸗-Assenheim belegen ist, ein geschlossenes Ganze bilden und zum Betrieb einer Backsteinbrennerei sehr geeignet ist, Mittwoch den 19. September l. Nachmittags um 5 Uhr, im Rathhause zu Dorn-Assenheim zwangsweise versteigert werden. Reichelsheim den 4. August 1877. Großherzogliches Ortsgericht Reichelsheim. Schmid. N J Für Säuglinge und kleine Kinder ist mn e Kindernahrung Kraftgries seit 20 Jahren i bewührt, ürztlich empfohlen und billig. Aeltere Säuglinge süttigt bloße Milch nicht. Packete à 40, 80, 150 Pfg., Broschüren gratis, bei Hof-Apotheker C. Görtz in Friedberg. 1563 Ein junger Secundaner, der sich der Pharmacie widmen will, findet bei Unter— zeichnetem gewissenhafte Ausbildung und kann alsbald eintreten. Friedberg. C. Görtz, 2²⁸3 Hof Apotheker. Die ANN AMMESTE“LLE von Annoncen für alle hiesigen u. auswärtigen Zeitungen zu gleichen Preisen wie bei den Zeitungs Exped. selbst, ohne Porto u. Spesen befindet sich Rudolf Mosse, Tell 45, gu 8 rp. von Franklurt a. N. * kobiliar⸗Versteige Mobiliar⸗Versteigerung. 2418 In Auftrag des Herrn Philipp Adam Ritzel werden wegzugshalber in dessen Wohnung, Köhlergasse ier, Dienstag den 14. August, Vormittags 9 Uhr, nachverzeichnete dem Obengenannten gehörende Mobilien, als: 2 Kleiderschränke, 2 Bettstellen, verschiedene Stühle, Tische und Nachttische, 1 mit Leder überzogenes Sopha, 1 Nähtisch von Eisen, 1 Handschrotmaschine, Betttücher, Tischtücher, 60 Stück neue Mannshemden und 370 Ellen flächsernes Tuch(sämmtliche Gegen⸗ stände im besten Stande, fast wie neu), gegen Baarzahlung öffentlich versteigert durch den Friedberg. Großh. Hoftaxator Schwarz. Holzversteigerung. Im Licher Stadtwald, Distrikt Oberspeierlingskopf, kommt Mittwoch den 18. d. 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Tages⸗ Ordnung: 1) Vortrag des Herrn Prof. Dr. Tobisch über die ver⸗ schiedenen Trocknungs-Methoden der Körnerfrüchte. 2) Besprechung über die den Kirschen schädlichen Inseeten und die Mittel zu deren Vertilgung. Die Mitglieder des Casino's, sowie Freunde der Landwirthschaft sind zur Betheiligung freundlichst ein⸗ geladen. Friedberg am 8. August 1877. Der Vorstand des landwirthschaftlichen Casino's. Für den Vorsitzenden: Dr. Uloth, Stellvertreter. Neue holländische Häringe Neue San 5 Prima Gothaer Cervelatwurst 2432 empfiehlt C. F. Walz. 5 werde ich meinen langjährigen 2433 2413 Dieses Jahr Kunden wieder die Preißelbeeren bringen. Frau Plett qus Erndtebrück. 2380 Ich erlaube mir hiermit die ergebene Mittheilung zu machen, daß ich unterm Heutigen mein Geschäft, Anfertigung von Damenkleidern, im Hause betreibe und bitte das mir seither geschenkte Vertrauen mir auch ferner bewahren zu wollen. Achtungsvoll Louise Müller, Kaiserstraße, im Hause des Herrn Christian Hecht. Stimmzettel zur Wahl der Kirchen⸗Vorstände sind zu haben bei Carl Bindernagel. Istaclitischer Gottesdienst in Friedberg. Beginn: Freitag Abends 6¼ Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. palmen-Garten. Donnerstag den 9. August a. c., Nachmittags von 5—7 Uhr und Abends von 8—10½ Uhr, findet im Palmen⸗Garten das wegen ungünstiger Witterung sistirte Doppel (Militär- und Streichmusik) eilig wurf K Kai 5 Wil deut Ville Besu stadt solgte bon gleite dem haupt aufrit 0 Im die 9 Einv Deut infor die 9 wel 5 seine Von Nhl