.—— Dienstag den 9. Januar. . 3. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeil wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Areis Friedberg. Erscheint jeden Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Die Amtstage des unterzeichneten Gerichts werden Dienstag und Donnerstag, Vormittags 8 bis 12 und Nachmittage 2 bis 5 Uhr abgehalten. Friedberg den 4. Januar 1877. Großberzogliches Landgericht Friedberg. e Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier⸗ ungsblatt Nr. 55 von 1876 enthält: 1. Bekanntmachung, die Auefübrung der Reichsgesetze vem g., 10. und 11. Januar 1876 über das Urhebertecht an Werken der bildenden Künste, den Schutz der Photo graphien und das Urheberrecht an Musiern und Modellen beitefsend. II. Bekanntmachung, die Organisation det Baubeamten bettefsend. III. Bekanntmachung, die Ergebnisse der Verwaltung des allgemeinen evangelischen Kirchensonds vom Jabre 1875 beit. Die Eesammteinnabme beträgt 50,629 M. 42 Pf., die Ausgabe 50.024 M. 62 Pf. Verglichen bleibt Rest 604 M. 80 Pf.; dieser beueht in bagrem Vorrathe. IV. Ordensverleithungen. V. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eince fremden Ordens. VI. Namene veränderung. VII. Dienfinachtichten. Seine Königliche Hobeit der Großherzog haben Allergnädigst gerubt: am 30. Nopbr. den auf die evang. Pfartstelle zu Ulsa präsentirten Pfarr amtekandidaten Reusch aus Rodbeim zu beffätligen, an dems. Tage dem Mitprediget Ebel in Butzbach die evang. Pfartstelle in Beienbeim, dem tvang. Pfartet Bindewald zu Groß⸗Eichen die Pfarrstelle zu Frischborn, dem evang. Pfarramie kandidaten Rittet aus Hammelbach die Pfart⸗ stelle zu Obet⸗Ingelheim zu übertragen; am 4. December den Kreis bauaufseheraspiranten Snell aus Groß-Gerau zum Kreisbauausseber in Alsfeld zu ernennen; am 5 Dee dem Trompeler Weidner die Stelle eines Pedellen an det Realschule zu Darmstadt zu übertragen; am 6. Dec. den Kreispeierinätarzt zu Lauterbach Dr. Kreuder nach Nidda zu veisetzen; am 8. Dec. den auf die 2. Schulstelle zu Aleseld präsenlirten Schullebter Schneider zu Altenstadt zu betätigen; an dems. Tage dem Schulver walter Lieb⸗ mann aus Weisenau die 3. Schulstelle zu Nackenheim zu übertragen. VIII. Dienstentlassung. einer Vergütung von 100 Mk. für Bersehung des Organistendienstee, dem Fürsten zu Solms⸗Braunsels sieht das Präsentationstecht zu, die Schulstelle zu Feldkrücken, Gebalt 685 M. 71 Pf. — Das Großb. Regierungsblatt Nr. enthält: 1. Bekanntmachung, die Bestellung det Wahlcommessäte für die Wahlen zum Reichstage dettessend. II. Uedersicht der für das Jabte 1877 genehmigten Umlagen in den Gemeinden des Kreises Groß ⸗Gerau. III. Dienstnachrichten. IV. Nuhestanesversetzung. Darmstadt. Am 16. Dec 1876 wurde der Privatdotent an der Unipersität zu Wien, Dr. Sattler, zum ordentlichen Professor in der medicinischen Fakultät der Landes-Universität und zum Vorstand der zu gründenden akademischen ophthalmologischen Klinik in Gießen ernannt. Militärnachrichten. Scheffer Hauptmann à la suite des Feld- Art. Regie Nr. 10 und Lehrer an der Kriegsschule zu Potsdam, unter Enibiadung von diesem Verhältniß, als Balteriechef Hilde— in das Feld- Art. Regt. Nr. 23 versetzt. brand, Major und Batteriechef vom Feld- Act. Regt. Nr. 25, als etatem. Stabsoff. in das Feld- Art.-Regt. Nr. 30 versetzt. Locher, Sec.Lt. à la suite des Feld- Art.- Regt. Nr. 25 in das Regt. wieder einrangirt. Straßer, Hauptmann à la suite dess. Regt., unter Entbindung von selnem Verhältniß zur Dienstleist. beim Kriegs- Ministerium, als Comp. Chef in das Fuß- Art.“ Regt. Nr. 8 versetzt. Premierlieut. Zimmermann vom 1. Dragoner Regt. Nr. 23 unter Stellung à la suite dieses Regiments als Lehrer zur Kriegs- Alexander) werde der Krieg erspart werden, und daß Kaiser Wilhelm in seinem telegrophischen Danke sich dieser Hoffnung angeschlossen habe. Hildesheim. Der„Germ.“ wird von hier berichtet: Die Mahnschreiben des Oberpräsidenten an den Bischof und die Ankündigungen der ver⸗ hängten Disciplinar⸗Strasen haben im verflossenen Jabre ihren regelmäßigen Verlauf gehabt. Dar- unter war eine im Sept. von allein 1200 Mk. Die Straf- Summen, zu welchem der Bischof in dem einzigen Jahre 1876 verurtbeilt ist, haben die Höhe von 87,600 Mk. erreicht. Da seit Neujahr wieder vier Stellen vacant geworden sind, so werden die Stras-Androhungen sich bald wiederholen müssen. Die Zahl der verwaisten Pfarreien beträgt 11 mit 6640 Seelen. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 4. Jan. Sicherem Vernehmen aach sind deide diesseitige Conferenz⸗ Bevollmächtigte angewiesen, falls die Pforte die Conferenz⸗Vorschlage nicht annimmt, Constantinopel zu verlassen. — 4. Jan. Die General-Commando's er- hielten informirende Welsungen in Betreff einer eventuellen partiellen Mobilisirung, jedoch blos derart, daß dieselben keine directe sofortige Ber- fügung involviren. — 5. Jan. Das„Fremdenblatt“ meldet: Sosort auf die Meldung einer Juden Verfolgung 4 Rumänien werde die diesseitige Vertretung in Seine Königliche Hobeit der schule in Hannover versetzt; der Sec.-Lt. à la suite Bukarest beauftragt werden, nötbigenfalls energisch Großberzeg haben Allergnädigst geruht: am 8. Dec. die von Bonin zum Premierlieutenant befördert und im Interesse der Humanität und auf Grund der Lehrerin Metzier zu Groß Gerau auf Nachsuchen zu entlassen. IX. Nuhestandeversetzung. Seine Königliche Hobel der Großherzog baben Allergnädigst geruht: am 6. Dec. den Sieiger Pleck in Melbach auf Nachsuchen in den Rubestand zu versetzen X. Concurtenzeröffnungen. Erledigt sind: die Schul- stelle zu Dornberg, Gehalt 685 M. 71 Pf.; die Schul⸗ stelle zu Melbach, Gehalt 857 M. 14 Pf. XI. Sürbesälle. Gestorben sind: am 6. Oct. der Schullehret Stock zu Weinbeim; am 18. Nov. der Schul lehrer Roib zu Dorf⸗Gill; am 22. November der Bau- aussehet Aker zu Grünberg; am 8. Dec. der Kreiearzt! Dr. Engau zu Nieder-Olm. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier— ungsblatt Nr. 56 von 1876 enthalt: 1. Das Finanzg. für die Jahre 1876, 1877 und 1878. II. Verordnung, die Aufhebung der Ober ⸗Medicinal— Direktion und die Organisalton der Medicinalbehörden, sowie die Buldung der Medicinalbezirke belressend. III. Berortnung, die Fortführung der Grundbücher insbesondere die dafür zu vergütenden Gebühren beiressend. IV. Bekanntmachung, die Bestellung der Wahlcommissäre für die Wahlen zum Reichstag betressend. V. Bekanntmachung, die Organisation der Medielval⸗ behörden beitessend. VI. Bekanntmachung, den Ausschlag der direkten Steuern und der Beiträge zu den Kosten der Staats fraßen für 1877 beitessend. VII. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst gerubt: am 14. Dec. dem Schulvetwalter Rettig aus Breitenwiesen, die 4. Schul stelle zu Groß⸗Mohrheim, dem Schulverwaltet Guyot aus Heubach, die 2. Schulhelle zu Heubach zu übertragen; am 16. Dec, ben Land gestütebeinecht Metz aus Donnenrod zum Landgestütediener zu ernennen. VIII. Concurtenz Eröffnungen. Erledigt sind: die Schulstelle zu Ober ⸗Scharbach, Gebalt 771 M. 43 P.. bie Schulstelle zu Dorf Gill, Gehalt 683 M. 71 Pf. unt der Premierlieutenant von Hennigs vom Ulanen— regiment Nr. 1 als ältester Premierlieutenant in das 1. Drag.⸗Regt. Nr. 23 versetzt. — Landtags-Abgeordncter Jost(Heppenheim) hat den Antrag eingebracht, bei der Reichs Tele- graphen- Verwaltung die Errichtung von Tele- graphen Stationen in den Orten Reichelsheim, Fränkisch-Crumbach, Brensbach, Groß-Bieberau, Rimbach, Mörlenbach, Birkenau, Lindenfels, Reichenbach und Wald Michelbach zu befürworten. — Die zweite Kammer wird am 22. d. zu- sammentreten, um die noch rückständigen Ange— legeiten zu erledigen. Für den 11. d. ist eine Sitzung des Finanz- Aueschusses anberaumt, in welcher die Berichte über die Besteuerung der Händler im Umherzieben, sowie die Rechenschafts— Ablage der Finanz- Verwaltung für 1869— 71 sestgestellt werden sollen. Berlin. Der„Reichs⸗Anzeiger“ erklärt die in den Zeitungen aufgetauchte Nachricht von einem angeblichen Schreiben des Kalsers an den Kaiser Alexander, in welchem von einem Krieg gegen die Türkei unter Darlegung der Schwierigkeiten desselben abgerathen werde, für vollständig erfun— den; der Kaiser babe niemals ein Schreiben der- artigen oder ähnlichen Inhalts an den Kaiser von Rußland gerichtet. Bei der Erfindung jener Nach- richt scheine der Umstand benutzt worden zu sein, daz der Kalser von Rußland am Georgs-Feste den Kalser Wilhelm telegrapbisch begrüßt und ba- bet die Hossnung ausgedrückt habe, ihm(Kaiser die österreichischen Juden in den Fürstenthümern schützenden Verträge zu reclamiren. Die Recherchen ergaben, daß die Meldungen theils übertrieben, theils aus der Luft gegriffen waren. Fraukreich. Paris. Das„Journal ossiciel“ publicirt die Verabschiedung von acht und die Ernennung von sechs neuen Präsecten, sowie die Begnadigung von 54 wegen des Commune— Aufstandes Verurtheilten. Spanien. Madrid, 6. Januar. Die Sesston der Cortes ist mit einer Ansprache des Minister-⸗Präsidenten geschlossen, worin erklärt wird, das Ministerium werde fortfahren, seine Ver— söhnungs-Politik zu befolgen. Türkei. Constantinopel, 4. Januar. Heute unterzeichneten die Delegirten ein Protokoll, worin sich die Großmächte betreffs der Vor⸗Con⸗ serenz⸗Beschlüsse für solidarisch verbunden und die Pforte für den Friedensbruch verantwortlich erklären, Januar. Ueber die gestrige Conferenz— Sitzung verbreitet„Reuter's Büreau“ einige Einzel- heiten. Danach hätten die Vertreter der Mächte auf den Einwand der Delegirten der Türkei, die Pforte könne die Vorschläge zur Bildung einer Gendarmerie und zur Einsetzung einer internationalen Commission nicht annehmen, weil die Unabhängig— keit der Türkel dadurch verletzt werden würde, erwiedert, daß die Pforte gegen das in der Note Andrassp's vom 30. December 1875 verkörperte Prineip(Einsetzung einer internationalen Com- — 5. mission) idrerseits keine prinecpiellen Bedenken erhoben habe. Savfet Pascha hob hierauf hervor, die Note hätte einen speciellen Bezug auf Bul⸗ garien gehabt. 5 — 5. Januar. Hobart Pascha und Oberst Baker inspiciren Burgas, das die letzte Wehrlinie bilden soll, wenn die Russen die Balkan-Pässe forcirt haben. 0 f — 5. Jauuar. Der preußische Gesandte in Athen, Radowitz, ist hier im Auftrage Bismarc's eingetroffen. Salisbury verlangte Aufklärung Be⸗ treffs indirecter Vorschläge Ignatiess's an die Pforte. — 5. Januar. Die„Pol. Corr.“ meldet: Das von Savpfet Pascha in der gestrigen Sitzung der Conferenz verlesene Exposs betont namentlich die Unmöglichkeit der Annahme der Forderungen betreffs Einsetzung der internationalen Ueber- wachungs⸗Commission, Errichtung einer gemischten Gendarmerie und des Modus der Ernennung der Gouverneure in den aufständigen Provinzen. Nach der Erklärung Sapfet Pascha's kam es abermals zu einer Besprechung über die Vorschläge der Mächte, welche aber keinen officiellen Charakter hatte. Das officlöse Journal„Vakit“ behauptet, der gestrige außerordentliche Ministerrath habe beschlossen, die Gegen-Vorschläge der Pforte auf⸗ recht zu erhalten und die meisten der von der Vor⸗Conferenz aufgestellten Punkte unter Hinweis auf das Vilajets-Gesetz und die Verfassung abzu— lehnen. Das„Vakit“ ist der Ansicht, dieser Beschluß der Pforte werde die Bevollmächtigten der Mächte zur Abreise veranlassen, hofft jedoch, Europa werde Neutralität beobachten, so daß es sich nur um einen Zweikampf zwischen der Türkei und Rußland handeln werde. — Wiener diplomatische Kreise haben fried- lichere Nachrichten aus Constantinopel. Rußland sei zu weiteren Concessionen geneigt, wenn die Pforte die Garantie- Forderung principiell und das Statut für Bulgarien annimmt. Die Con- serenz entwirft für Montag ein neues gemäßigteres Programm. Die Occupation durch fremde Truppen wird angeblich ganz wegfallen. — 6. Jan. Berliner Nachrichten zufolge hat die Pforte die Vorschläge der Conferenz formell abgelehnt. Die Vertreter verlangten von ihren Regierungen neue Instructionen. Saspet Pascha verlangt die Anerkennung, Proclamirung und factische Einführung der Verfassung in Rumänien. In Bukarest herrscht ungeheure Aufregung. Die Kammer will die Unabhängigkeits⸗Erklärung. Die Regimenter haben Marsch- Ordre erhalten. Serbien. Belgrad, 1. Januar. Ein Divisionsbefehl des General-Lieutenant Nikitin unterstellt die russischen Freiwilligen dem serbischen Kriegs ⸗Ministerium. Die Russen verweigern die Anerkennung. Das vierte Bataillon der russischen Freiwilligen marschirte gestern Vormittags vor den fürstlichen Konak und verlangte vom Fürsten seine Fahne, um nach Rußland abzugehen. Fürst Milan verweigerte die Herausgabe, weil der Kriegs- minister abwesend sei. Nachmittags versammelten sich sämmtliche russischen Officiere um diesen Beschluß zu unterbreiten. — 2. Jan. Ufer. nach ihren Wohnsitzen zurück. 5 Rumänien. Bukarest, 2. Jan. in der gestrigen Kammer-⸗Sitzung lassung der Truppen wurde in eingetroffener Alarm⸗Nachrichten Sitzung revocirt. Die komplete bilisirung wurde angeordnet. — 3. Jan. und eilige Mo zurück. schwere Juden⸗Hetzen vorgefallen. — 4. Jan. Aeußeren in Erwiederung auf die bezügliche Inter i beim Oberst Mezeninoff und beschlossen, daß die Russen in drei Tagen in taktischer Ordnung nach der Heimath abmarschiren, wenn sie nicht das selbständige russische Commando wie bisher behalten. Oberst Mezeninoff begab sich sofort zu Nikitin und Consul Karzoff, 5 Die Türken verlassen sämmtliche Positionen vor Djunis und am linken Marava— er. Auch aus Alexinatz beginnt der Rückzug. Die Bewohner der dortigen Ortschaften kehren Die beschlossene Ent- Folge neuerlich in der heutigen 5 Die rumänische Kammer nahm ihren Beschluß in Betreff der Truppen-Entlassung In dem Donau-District Rumäniens sind In der gestrigen Nachtsitzun der Deputirten Kammer erklärte der Minister 1 die Pforte habe die Anfrage der ru⸗ mänischen Regierung dahin beantwortet, daß sich die Artikel 1 und 7 der türkischen Verfassung auf pellation, Rumänien mitbeziehen. Die Kammer votirte zu⸗ nächst mit Einstimmigkeit eine Motion, welche die Haltung der Regierung billigt und letztere zu einem energischen Protest gegen die Auffassung der Pforte bezüglich der staatlichen Stellung Rumäniens auffordert. Der Minister Bratiano gab hierauf die Versicherung, die Regierung werde in jedem Falle ihre Pflicht thun und nicht ruhen, bis die Türkei durch einen ebenso feierlichen Aet, wie die neue türkische Verfassung darstelle, erklären werde, daß Rumänien keinen Theil des türkischen Reiches bilde. Die Kammer beschloß ferner, keine Ferien zu halten. — 5. Jan. Der Senat hat mit 27 gegen 12 Stimmen folgende Motion angenommen: Der Senat wünscht, daß alle Rechte Rumäniens, welche duch den Pariser Vertrag anerkannt und verbürgt sind, sowie die politischen Acte, welche seitdem vollzogen wurden, kraft der Souveränetät des Landes respectirt und unangetastet bleiben, und daß die Regierung diese Politik in würdiger Weise aufrecht erhalte. Rußland. Petersburg, 5. Jan. Der „Golos“ schreibt, die orientalische Frage sei jetzt nicht blos auf die Balkan-Halbinsel beschränkt, sondern erstrecke sich auch auf das englisch⸗-indische Reich und Mittel-Asien. Die Erfolge Rußlands in Mittel- Asien seien die Ursuche der Politik Disraeli's, der duech die Veranstaltung der Reise des Prinzen von Wales nach Indien und die Annahme des Kaiserin-Titels Seitens der Königin Victoria den Völkerschaften Ostindiens zu imponiren suche. Ebenso sei die entschiedene Protection der Türkei von Seiten Disraeli's eine Folge desselben Princips, welches darauf berechnet sei, zu zeigen, daß England die erste muselmänische Macht und Rußland der Feind des Jelam sei. Rußland habe kein Interesse, mit den Mohamedanern in Zusammenstoß zu gerathen, und hege keine Feind⸗ seligkeit gegen die Türkei, sondern fordere blos, was der Humanität entspreche. Ehina. Sbangay, 5. Jan. Von hier wird gemeldet, daß der spanische Gesandte die Beziehungen zu der chinesischen Regierung abge— brochen und die spanische Flotte Befehl erhalten habe, sich nach China zu begeben. Die Ursache des Bruches sei noch nicht bekannt, doch glaube man, daß die Nichterfüllung einiger von Spanien gestellter Forderungen die Veranlassung dazu ge gegeben habe. Aus Stadt und Land. —r—. Friedberg. Am 6. Januar fanden in Butzbach und Nauheim, am 7. in Friedberg sehr stark aus der ganzen Gegend besuchte Wählerversammlungen statt, in welcher unser seitheriger Reichstagsabgeordneter Dr. Schröder aus Worms über seine Thäligkeit Bericht erstattete, die hauplsächlichen Arbeiten und Erfolge des Reichstags ein⸗ gehend darlegte und würdigte und die Angriffe, welchen die liberale Mehrheil des Reichstags gegenwärtig ausgesetzt ist, energisch zurückwies. Lebhafter Beifall lohnte die klaren und beredien Ausfübrungen des Redners, und ein⸗ summig beschlossen die Versammelten, demselben am 10. d. M. ihre Summen zu geben und zweifeln wir nicht daran, daß Dr. Schröder abermals mit sehr großer Mehrheit zum Abgeordneten unseres Wahlkreises gewählt werden wird. Friedberg. Die Staatsschulden⸗Tilgungskasse macht wiederholt darauf aufmerksam, daß ein namhafter Betrag der Oberhessischen Eisenbahnactien noch nicht zum Um- tausch gegen Aprocentige Eisenbahnobligationen präsentirt worden ist. Den Säumigen erwächst daraus ein nicht unbeträchtlicher Zinsenverlust.— Von„den Hessischen Partialschuloscheinen à 50 fl.(50 Gulden⸗Loosen), deren letzte Ziehung im Januar vorigen Jahres stattfand, ist ebenfalls eine große Anzahl bis jetzt noch nicht zur Cin⸗ lösung präsentirt worden. Wir machen darauf ausmerk⸗ sam, daß die Verjährung dieser Scheine in Gemäßheit des Amortisalionsgesetzes vom 20. Juli 1858, am 1. Juli 1877 eintreten wird. . Gießen. Vor dem Schwurgericht der Provinz Ober— hessen vom 1. Quartal l. J. werden gachverzeichnete An⸗ klagesachen zur Verhandlung kommen, nämlich: Den 8. Jan., Vorm. ¼½ 10 Ubr, gegen Conrad Eichelmann von Münzenberg, wegen Urkundenfälschung; Vertheid.: Adv. Dr. Schwarz. Denselben, Nachm. 2 Uhr, gegen Nikolaus Nagelschmidt von Wenings, wegen Diebstahls und Unter— schlagung; Vertheid.: Adv. Weidig. Den 9. Jan., Vorm. 9½ Uhr, gegen Schuhmacher Konrad Spamer von Dortel— weil, wegen Kö perverletzung mit tödtlichem Erfolg; Verth.: gegen Theodor Wild von Brettach, wegen Diebstahls; Vertheid.: Adv. Dr. Gulfleisch. Denselben, Nachm. 2 Uhr, gegen Louis Petermann von Nidda, wegen Versuchs der Nolhzucht, resp. Beleidigung; Vertheid.: Adv. Dr. Muhl. Den 12. Jan., Vorm. 9 Uhr, gegen Gemeinde⸗Einnehmer Heinrich Hartmann von Reichlos, wegen Verbrechen und Vergehen im Amte; Vertheid.: Adv. Dr. Dilimar. Den⸗ selben, Nachm. 2 Uhr, gegen Johannes Schneider III. von Geiß Nidda, wegen Urkundenfälschung; Vertbeid.: Adv. Metz. Den 13. Jan., Vorm. 9 Uhr, gegen Philipp Ratz und Karl Weißbeck's Ehefrau von Schlitz, wegen Diebstahls und Hehlerei; Vertheid.: Adv. Dr. Reatz und Adv. Baist. Offenbach. Auf dem hiesigen Standesamte wurden im Jahre 1876 zur Anzeige gebracht: 1216 Geburts- und 649 Sterbefälle. 376 Paare wurden aufgeboten und 247 hiervon durch den Slandesbeamten getraut. Darmstadt. Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht das definnive Ergebniß der Vo kszählung im Deuischen Reiche vom 1. December 1875. Wir entnehmen der Zusammen⸗ stellung folgende auf das Großherzogthum bezügliche Ziffern: Ortsanwesende Bevölkerung am 1. December 1875. Männlich: Weiblich: Zusammen: Starkenburg 181 990 188,180 370,170 Oberhessen 124,587 129 449 254,036 Rheinhessen 130,495 129.517 260 012 Zusammen 437,072 447,146 884,218 Die Bevölkerungszunahme seit dem 1. December 1871 veträgt 30,324 Seelen. Die Bevölkerung des ganzen deutschen Reiches beziffert sich auf 42.727,620 Seelen. Mainz, 5. Im. Die Sache des unker so graviten— den Umständen des Mißbrauchs der geistlichen Amtsge⸗ walt angeklagten katholischen Pfarrers Geaf von Weinols⸗ heim, sand heute am Großherzoglichen Bezirksgericht ihre Erledigung. Der Gerichtshof veructheilte den Angeklagten zu einer Gefängnißstrase von 4 Wochen und in die Kosten. Allerlei. Kirchheim, 2. Jan. Hier wurde das Haus des Stadischulsheißen durch Dynamitpatronen in die Luft ge⸗ prengt. Zu dem in Trümmern liegenden Hause wall— jahren Schaaren von Fremden. Die Dynamißpatronen haben so stark gewült, daß, wenn nicht zwei Steine der Grundmauern, die gewichen waren, auf dem Kellerhals eine Stütze gefunden hätten, das ganze Haus eingestürzt wäre und 6 Personen verschüttet hätte. Allem nach liegt ein Aki der Rache vot. Leipzig, 5. Jan. des Sansktit an hiesiger Universität, Hermann an der Lungenentzündung gestorben. Hamburg, 8. Jan. Von Helgoland wurde heute gemeldet: Der Dampfer„Saxonia“ ist gestern bei Helgoland auf den Grund gerathen; Versuche, denselben flott zu machen, sind fehlgeschlagen. Passagiere und Mannschaft wurden wohlbehalten ans Land gesetzt. Das einge— drungene Wasser im Maschinen-Raum steigt noch immer höher. Von der Ladung sind bereits 500 Säcke Kaffee, die Post und Comptanten in Sicherheit; die weiteren Bergungs-⸗Versuche sollen bei wieder eintretendem günstigen Wetter aufgenommen werden. Das Schiff selbst kann nur durch ganz außerordentliche Mittel noch gerettet werden, welche bier aber gänzlich fehlen. Brüssel, 6. Jan. Das Ürtheil des Handels Ge— richtshofs erklärt die Gesellschaft der Bassins houillers für fallit. Es wird Beschlag auf dieselbe gelegt. Das Besitzthum Philippart's wird versiegelt. Petersburg. Die„St. Petersb. Zig.“ vom 29. Dec. entnimmt der Gouvernements-Zeitung von Wologda folgende Notiz: In Wologda herrscht eine so grimmige Kälte, daß das Thermometer am 19. und 20. Dec. vis auf 43 Gr. R. sank. Die Wände der hölzernen Häuser bieten so geringen Schutz vor dem grimmigen Froste, daß die Stuben⸗Temparatur wotz aller Feuerung täglich unter Null sinkt. Man erinnert sich nicht, je sosche Kälte erlebt zu haben. Alhen. Wie man der„Nal.⸗Z.“ aus Aihen schreibt, sind die Schätze von Mykene vor wenigen Tagen daselbst angekommen. Sie füllen dreizehn Kisten, die einstweilen in ein unterirdisches Gemach der Nationalbank gestellt wurden, zu dem der Cultus minister den Schlüssel hat, wie er der Kammer miitheilte. Die aufgefundene Leiche, nach Schliemann die des Agamemnog, konnte nicht nach Aihen geschafft werden. Sie wurde einstweilen in einem Dorfe in der Nähe der Ausgrabungen untergebracht.— Die Ausgrabungen zu Olympia find trotz der fortdauern⸗ den Ungunst des Wetters in der Woche vom 14. bis 21. December rüstig sortgeschriiten. Die Haupt Ausbeute bestand nach der„Nat.⸗Z.“ in der Gewinnung dreier großer Marmor⸗Köpfe. Der eine stammt aus der Ost⸗ giebel⸗Gruppe und wird dem Könige Oinomaos zuge⸗ schrieben. Der zweite ist vor der Weslfront gefunden und stammt von der Figur eines im Kampfe unterliegenden Lapithen⸗Jünglings. Der drilte— leider nur zum Theil erhalten— gehörte einer Ehren Statue an, die an der Nordseite zwischen dem Zeus⸗Tempel und dem Pelopion aufgestellt war. Handel und Verkehr. Frankfurt, 6. Jan. Auf dem heutigen Heu⸗ und Strohmarkt kostete Heu je nach Qualität per Centner M. 5—5.60. Stroh per Centner M. 4.70—5.50. Butter 1. Dual. im Großhandel das Pfund M. 1.35., 2. Qual. M. 1.20—30, im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.40., 2. Qual. M. 1.35. Eier das Hundert M. 6.—. Kartoffeln per 200 Zollpfund M. 5—6. Heute Vormitlag ist der Professot Brockhaus, Adv. Dr. Ecknein. Den 11. Jan., Vorm. ½ 10 Uhr, Mainz, 6. Jan. Producten-Markt. Waizen per 6 Du anfang Philip theilur 5* werder Erben Verste verkar Flu März 23.50. Korn per März 17.30. Haser per März Geboren: 17.40. Rubst per Mal 39.—. 27. Da, t876. Gta ugsbelicher Sobn. 47 4* Marburg, 6. Januar. Wochenmarkt. Butter] 1. Jan. 1877. W Heinrich Schleuning. kostete pr. Pfund M. 1.20— 40. Eier pr. Stück 7—8 Pf. enn 20⸗Frankenstücke Mk. 16 20—24 Käse pr. Stück 10— 12 Pf. Hübner pr. Stück M. 1.20 3. Jan. Dem Handschuhmacher Andreas Bern⸗ g englische Sovereign„ 20 33—28 dis 1.50. Gänse pr. Stück M. 3—6.. hard Koch ein Sohn ussische Imperiales 5 16 70-75 5. Jan. Dem Dachdecker Georg Volp eine Holländische fl. 10⸗ Stucke 16 65 6 Auszug 5. Jan 3 Philipp Karl Schutt L 12 1 7— 2 a* 0 Shilipp Karl Schu ten al 0 aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. ein Sohn. f 3 84 6 g* 5 dates in 11 5 1 1 1„ 1 8 1. 9 f 3 1 1 0 2. 3 Gestorben: Jan. 1877. Jacob Heberer, Kaufmann aus Dietzen⸗] 2. Jan Ludwig Michael Nessel, Söhnchen des[ 7* 2 ickchen, Röcke bach und Mina Usenheimer aus Nie der⸗ Kreisbauaufsehers Thomas Nessel Gestrickte Kinderkleider,— Kinder⸗ Woͤllstadt. 6 Jahre alt. 121 schuhe und Gamaschen billigst bei K. Friedrich. Verstei gerungs- Anze ige. f Bekanntmachung. 780 8 Zu Vetritag wird ein ordentlicher Bursche als 106 Dem mit unbekanntem Aufenthalte abwesenden utscher gesucht 6 Dienstag den 16. Januar 187 Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in der B 1 0 ung der Georg Martin Philippi II. Erben dahter folgende Gegenstände erbver⸗ theilungshalber versteigert: mehrere vollständige Betten, Weißzeug aller Art, Tische, Stühle, Commoden, Kleiderschränke, ca. 100 Frucht[gehörige Antheil an der Parzelle, Kat. säcke, 2 Wagentücher, 1 vollständiger Wagen, Pflug Küchengeräthschaften und andere Haus⸗ und Egge, baltungsgegenstände ze. Fauerbach b. Fr. den 28. December 1876. Großherzogliches Ortsgericht Fauerbach b. Fr. A Immobiliar⸗ er. rung. 5 Dienstag den 16. Januar 1877, Nachmittags 2 Uhr, werden folgende Immobilien der Georg Martin Philippi 11 Erben dahter erbvertheilungshalber unter den dei der Versteigtrung bekannt gewacht werdenden verkauft: Flur I. Nr. 257, 612 Meter Hoftaithe im Ort 5 00„ Grasgarten daselbst, L., 141„ Grabgarten daselbst, e„ Acker gegen den rothen Thurm Fauerbach b. Fr. den 28. December 1876 OGroßherzogliches Ortsgericht Fauerbach b. Fr. Helfrich Bedingungen Friedrich Wilbelm Langsdorf von Bad Nauheim wird Nieder ⸗Wöllstadt. Dr. Bausch. für sich und Namens seiner Ehefrau Marie, geb Klinker⸗— suß, eröffnet, daß auf Antrag Großbherzoglicher Distrikis⸗ i gerung. [Einnehmerel Bad Nauheim der ihm resp seiner Ehefrau 46 Fre uar, Vormittags 9 Ubr, will Pmb. Johannes J Gingen eim öffent⸗ eg rück⸗ lich versteigern a agen, 1 Schaufel⸗ ständiger Grundsteuer pro 1876 zur Aufsteckung gebracht pflug, Spippflug nebst Ackergescht irr, 1 Egge, mehrere und resp. diese Aufsteckung heute verfügt worden ist.[Ketten, 2 Paar Joche, I Häckselbank, Jegmütle, 1 Pfuhl⸗ Es wird ihm und resp. seiner Ehefrau aufgegeben faß, mehrete andere Fässer, 1 ade, 3 Steigleitern, binnen 4 Wochen, von heute an, to 1 Waschbütte, 1 Reffkamm, 3 große Samentüch⸗ er, 10 Ctr. keiten in Selbstperson oder durch einen aferstroh, 25 C und noch meß west Haus zu wahren, ansonst alle weiter ergebenden Ve 1236, 2 Ruth. vor der Unterpforte 4 5 ihnen nur durch Anschlag an das Gerichtsbrett 14 7 ublicirt den* it 3 Binnen gleicher Frist sind Ansprüch die 2 eigerung. vorerwähnte, zu% Antheil der Stad 112 Wittwoch den 18. d. F ½ Antheil der Ehefrau des Friedr dorf, geb Klinkerfuß, im Steu Kata 5 chr ne bietend [Parzelle dahier g r a d seikennung des unk des Friedrich Wil unterstellt und demnäck der Eintrag des Erwerbti auf den neuen Eigenthümer wird verfügt werden. Bad⸗Naubeim den 23. Dezember 1876 Großherzogliches Landgericht Bad⸗Nauheim —— 9 4 770 Mark liegen in der Kirchenkasse zu Staden gegen Hypothek und 5% K zum sofortigen Ausleihen bereit. taden den 2. Januar 1877. Für den evang. Kirchenvorstand Schmidt, Pfarrverwalter, 67 Dauch. Holzversteigerung. 82 Donnerstag den 11 Januar l. J. werden in dem Freiherrlich v. Franckenstein'schen Walddistrikt Eichel garten versteigert 260 Raummeter. und Duk en⸗Prüg A töschaftliche Geräthschaften Hemp ü e l. Immobiliar- Versei eng. e 1 R ndel den 7. Januar 1877. Froßherzogliches Ortsgerich del 117 Freit 0 den 19. Januar(nicht 14. Januar) d. J. Oroßherzogliches Oresgericht Rendel f I in biesig Ratbbauf 1 9e Vormittag 11 Uhr, sollen in hbiesigem Rathhause die nachbeschrlebenen Immobilien des Adolph Engel dahier 8 nichr eigert den 11* 8 7 öffentlich versteigert werden Bulterpulver Demarkung Friedberg g 1 5 Flur. 9 g Klftr g 9 8 109 verkürzt die Zeit des Butterus, macht die Butter II Nr Klft* 03 09 27 Hofraithe in der Stadt fester und schmackhaster und verhindert das Ranzigwerden *—** J„— 14*—* 05* 10 8 3 5 u. Schlachthaus daselt st, 4. rselbeu Ein Pag let, ausreichend für 500 Liter Milch, * e 0* 2 Achte* 4 15 1* 0 — à 50 Pf. zu haben bei l 27. 1005 Grabgarten daselbst * 10 9 9 Acker in**. te J. A. Uindeeker, Hodieferaut in Friedberg. . Ack n der Topfenkaut et M 8 1 1877 Ph. J. Weiss in Nauheim. 5 edberg d. Janua 877 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg 8 1 e eee een besiet Oualität. 1650 Wellen dichen⸗ und Birken Reis holz, „ Aspen und Erlen⸗* 18 Eichenstämme von 16— 26 Centim. Durchmesser, 163 Gichenstangen von 8— 14 Centim. Durchmesser, 4 5—10 Meter Länge mit 9,56 Kubikm. Inhalt. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr im Distriet Eichel⸗ garten an der Usinger Straße zunächst den ehemaligen Schießmauern. Ockstadt den 4. Januar 1877. Der Freiherrlich v. Franckenstein'sche Oberförster Rumpf. Holz Versteigerung. 47 Donnerstag den 11. Januar 1877, Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in dem Berna'schen Park zu Büdesheim öffentlich an den Meistbietenden versteigert: A. Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz. 6 Stämme Eichenholz von 4—8 Meter Lange und 21—28 Centimeter Durchmesser, 79 Stämme Eschenholz von 3— 12 Meter Länge und 16—33 Centimeter Durchmesser, 6 Riester⸗, 1 Pappel-, 1 Küschbaum⸗ und 1 Ahorn⸗ stamm von 4— 10 Meter Länge und 25—41 Centi⸗ meter Durchmesser B. Brennholz. 16 Raummeter Eschen⸗Scheitholz, 5 7„ Prügelholz, 62 7 Stockholz und 118 2 Reisholz. Buüdesheim am 2. Januar 1877. Dr. Berna'sche Verwaltung. Submission. 116 Donnerstag den 11. d. Mi., des Vormittags um 11 Uhr, soll die Anlieferung von 2 tannenen Betistellen, 2 Strohmatraßen, 2 dreithelligen Seegrasmatraßen, 2 dergl. Kopfpfühlen, 6 wollenen Bettteppichen und eines tannenen Tischetz in das Hospital dahier im Sub- misstonswege vergeben werden Die Bedingungen können bei Verwalter Gaßert eingesehen werden Friedberg den 8. Januar 1877. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg. Jou car. H f 7 Ia. mel. stückreiche Flammkohle per Ctr.* 5 — ofraithe-? Verkauf. Gesieb. Stückkohle per Ctr. a 1. 25 114 Samstag den 20. Januar d. J., Mittags 12 Uhr, Nuß⸗ und Knabbelkohle per Ctr. K. 1. . 181 auf dem Berna'schen Hofe zu Büdesheim der oͤstliche] Gesieb. Schmiedekohle per Ctr. heil des alten Schlosses, die jetzige Pachterwohnung, Bei vorheriger Bestellung ab Bahnhof bier auf den Abbruch öffentlich versteigert werden. Das Ia. mel, stückreiche Flammkohle pr. Ctr. à M.— 95 Haus kann vom 15. d. M. an eingesehen werden und fofferirt Fried. Avenarius, wollen sich Kaufliebhaber dieserhalb an Herrn Pachter 26 Bud ⸗Naubeim, Fürstenstraße Nr. 327. Draudt wenden, auch wegen der nahen Bedingungen. ö Büdesheim am 6. Januar 1877. Dr. Berna'sche Verwaltung. Zum neuen Jabre * 88 Stollwerck e Brustbonbons, 8 eröffnet das 2 das beste seit 40 Jahren eingeführte und bewährte S* 28 Hauẽusmittel gegen Husten, Heiserkeit, Brustkatarrh,— 1— Engbrüstigkeit ete r er hielt wie auf allen— U J E 1 II 5 8 trüheren Weltausstellungen auf der 3 0 1 87 jüngsten in Philadelphia den Preis 11 a 82 A e 163 4 6 8858 S8. Deutsches Familienblatt mit Illustrationen, 85 in Oembach bel Sarl Lofner;* Beicheltheim ein neues Quartal und Abonnement und ladet hierzu bel Apotheker Chr. Langheinz; in Rocken- alle Famillen ein, in denen das Bedürfniß nach einer Loerg bel Apatheker P. Samen. 110 guten werthvollen Unterhaltungslectüre vorhanden ist. Das Daheim hat die Genugthuung, das Blatt des ge ane bildeten deutschen Hauses zu sein und seine Verbreitung R 1 in allen Theilen des Vaterlandes und weit darüber bin⸗ ö Für 1 tauraut und Familie! aus ermoglicht ihm für den dilligen Preis von 1 M. Der nach den neuesten medicinischen Lehren S0 Pf. vierteljährlich eine Fulle des Gediegensten in über diütetische Gesundheitspflege bereitete, Wort und Bild zu liefern vielfach preisgekrönte und durch seinen Zu Bestellungen empfiehlt sich f enormen Absatz berühmte Carl Bindernagel in Friedberg. ärztliche Magenbitter gen. Lestomac C von Dr. med. Schroͤmbgens, prakt. Arzt — 1 Todes-Anzeige. in Kaldenkirchen, wird von den bedeutendsten 113 Prosessoren d der Mediein und Chemie der Verwandten und Bekannten die traurige Mit theilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen größten deutschen Unfversttäten als ange⸗ bat, unsern Gatten, Sohn, Bruder und Schwager nehmer und gesunder Liqueur empfohlen. Zu haben in Friedberg bel Herrn W. Carl Hill nach kurzem schwerem Leiden am Bernbeck, in Nauheim bei Philipp 5. Januar in ein besseres Jenseits abzurufen J. Weiß. 109 Um stille Theilnahme bitten Zwei möblirte Zimmer Die trauernden Hinterbliebenen. u vermiethen bei 1 . 110 Reallehrer Klein. Mitbürger in Stadt und Land! Dieselben reaetionären Elemente, welchen jede nationale und freiheitliche s deut Volkes von jeher ein Gräuel war und welche aus unserer politischen Zersplitterung den größten Vortheil zu ziehen wußten, 1 5 ern en en welche den Opfermuth unserer Väter und deren, berechtigtes Verlangen nach Einheit und Freiheit des deutschen Vaterlandes denselben mit den graufamsten Verfolgungen lohnten, dieselben reaetionären Elemente, welche den freiheitlichen Bestrebungen des Volkes gegenüber ibre Vorrechte und Sonderrechte mit äußerster Zähigkeit auf Kosten des allgemeinen Wohls vertheidigten, dieselben reagetionären Elemente, denen ein starker Kaiser und ein starkes Reich zuwider sind, denn Kaiser und Reich sind des Volkes Schirm, sie nahen Euch als: Deutsch conservative Parthei chafskleid, unter der Maske der Freiheit und der gefährdeten Religion und Moral um Euere Stimmen. Warum? Um Euch schwer erkämpfte Güter zu rauben. Solche Bestrebungen laßt uns niederschlagen und zwar so gründlich, daß wir sie für immer los werden. Wer Volkswohlfahrt, politische und Gewissensfreiheit, vernünftige Entwickelung von Staat und Gesetzen will, wer treu zu Kaiser und Reich hält, der wählt Dr. Bernhard Schröder. Bekanntmachung des Volksbildungs-Vereins Friedberg. 111 An den unten bezeichneten Tagen, Abends 8 Uhr beginnend, werden im hiesigen Rathhaussaale folgende öffentliche Vorträge stattfinden, zu welchen Jedermann freien Zutritt hat. 1877. Januar 12. Vortrag des Herrn Hofgerichts- Advocaten Curtman: Ueber Hexenprozesse. „ 19. Vortrag des Herrn Seminarlehrers Dr. Heid: g U An dem morgigen Tage sollt Ihr an die Wahlurne treten. und werben als Wolf in dem S 104 Ueber die wichtigeren Ursachen des Erkrankens und die Möglichkeit ihrer Vermeidung. Februar 16. Zweiter Vortrag über diesen Gegenstand. „ 23. Vortrag des Herrn Prosessor Dr. Diegel: Ueber die Stadt Jerusalem, mit Blicken auf ihre Geschichte und die Geographie Westasiens. März 2. Vortrag des Herrn Dr. med. Wagner: Ueber Das Auge und der Vorgang beim Sehen. „ 26. Zweiter Vortrag über diesen Gegenstand. Februar 2. Vortrag des Herrn Professor Dr. Köhler: Ueber die sociale Bedeutung des Sonntags. Darwinismus. „ 9. Vortrag des Herrn Medicinalrath Dr. Lorenz: 1 9. Zweiter Vortrag über diesen Gegenstand. Friedberg am 6. Januar 1877. Der Vorstand des Volksbildungs-Vereins. 2. Oberh. Reichstagswahlbezirk. Gruß un Herrn Backe 8 i 5 2 2 2 N U lieb R Srath. 107 Unsere Freunde in Stadt und Land bitten wir, uns so schnell wie möglich von den Mien e Wahlergebnissen der einzelnen Orte Kenntniß zu geben. Sankt Windhorst gab die Wahl Parol'; Friedberg Für das Wahl Comité: Jetzt Schröder, Curtman, fahret wohl! Carl Seriba. Von Rom und Mainz kam Segen ihm, 103 In der letzten Stunde ist von ultramontaner Seite Herr Backe als Reichstags- Nee e Candidat aufgestellt worden. Diese Mittheilung wird genügen, um alle liberalen Wähler zur Sein flammend Schwert, sein feurig Wort Abstimmung für Wirkt wunderbar von Ort zu Ort. Dr. Bernhard Schröder Von Vilbel bis Altwiedermus Küßt Groß und Klein Herrn Vacke's Fuß. R. i ch 8 a 8 w a 0. Naa esteuch dung 0 5 e 8 9 Bleibt ihm der Trost für's na e mal. 101 Stimmzettel für den liberalen Candidaten Dr. B. Schröder An unsern deutsch-eonservativen Candidaten. .— Geh' den Wählern sanft entgegen n S. geg sind bei Herrn Carl Seriha zu haben. Lasse Stimmen ⸗Werben sein. Willst mit Niemand Du's verderben, Vorschuß⸗ 8 Credit⸗Verein zu Friedberg“, dene zu veranlassen. Umkehr der Wissenschaft und stramme Au a ingetragene Genossenschaft. korität 105 Wir machen wiederholt darauf aufmerksam, daß unsere Kasse, der Jahresschluß- Arbeiten wegen,] Findest Du noch heut' im eonservativen Alphabet. his auf Wiederruf nur des 3. 1* Drum laßt den Junke it dem Muck Ine 5 Vormittags von 8 bis 12 Uhr Ein schönes Bild, g an 5 5 a 4. Die Sparkassenzinsen werden bis zum 31. Januar ausbezahlt. Preist man die Zeiten, die vergangen sind, So denke, Sohn, es weht eonservativer Wind. Französische Dachformziege lee e ee dee 0. Stammbuch in bester Qualität und nicht gefärbt Er(der Verfasser) gehet umher wie ein brüllender ; Löwe und suchet zu haben bei Liberale, welche er verschlinge. Ossenheim im D 8 i 0. Ernst Laubach 8 Comp. 0. Ziegler. 5 5 0 5 Deutscher Volksfreund“, uns graut vor Dir— 5 1 727 7 der Bahn in Friedberg, woselbst auch die Herren Bender& Schwarz für uns N noch lange 1 a 1* unft ertheilen. 108 Nach dem Wahltage. 63 Lehrern oder sonstigen an ihrem Domieil bekannten 4 f* 7. 4 Personen kann der Verkauf eines überall—— Ein braves Dienstmädchen Glücklich ist, wer vergißt, aren und eouranten, leicht verkäuflichen Gebrauchs- wird in eine stille Familie gesucht. Eintritt sofort. Wo? Was nicht mehr zu ändern ist. 100 Artikels unter Vergütung einer Proviston übertragen werden. Dieser Nebenverdienst erfordert weder viel sagt die Exped. d. Anz. 118 97 Woͤnn üch von düsör Candüdatur„Backs“ löse, so, örünnöre üch mür ümmor an döm weusön Spruch: Zeit noch Fachkenntniß. Anerbietungen sind innerhalb 98 Eine Parthie Spreu ist zu verk n e 38 55 e eee eee, Eine G stö DA Dör deutsch⸗consörvatüve Juan riedberg.) Ein gebrauchtes Tafel⸗Clavier 0 ö 7 8 zu verkaufen Kalserlraße Ni. 595. fel⸗-Clavier ist ast haus Köchin 5 Verantw. Red.: Carl Bindernagel. wird gesucht. Näheres bei der Epped. d. Anz. 120 Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Geflügete Worte zum Wahltage. 2 V — 1 U Beilte Belt