18 Ahr, Kaisen n l. Nn* Fetter 225 2 8 2 4 ug. Nernagtl. ren gert ab a II, Sab 1e 11. 1 b. I reuimus. ian Ferch. 3 ell 5 U, 5 ilk 1 106 Aten rank 9 n. — 7 — 1 1877. Donnerstag den 8. März. N 28. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Deutsches Reich. Darmstadt. Es ist eine eingehende tech- nische Untersuchung der Ufer und Schutz-Bauten am Rhein angeordnet worden, die Material für eine die vorhandenen Uebelstände thunlichst be— seitigende Vorlage ergeben wird. Die Damm— und Strom⸗Bauten haben derart gelitten, daß der für laufende Unterhaltung im Staats-Budget vorgesehene Betrag zur Wiederherstellung und der weiter erforderlichen Schutz Arbeiten nicht aus- reichen wird, und deßhald die Regierung in der Lage sein dürfte, den Ständen die Bewilligung eines Nachtrags- Ctedits für fragliche Zwecke an. zusinnen. — Am 21. Februar wurde der Reallehrer Dr. Hangen zu Darmstadt auf Nachsuchen entlassen. — Militärdienstnachricht. Dr. Poehn, Assistenz- arzt 2. Kl vom Drag.⸗Regt. Rr. 24 zum Assistenz⸗ 1. Kl. befördert; Dr. Siegert, Assistenzarzt 1. Kl. vom Inf.-Regt. Nr. 29 zum 1. Drag.-Regt. versetzt. Berlin, 4. März. Bismarck äußerte gestern zu Abgeordneten: Die Mächte seien wenig geneigt zu activer Betheiligung an den orientalischen Wirten. — 4. März. Der frübere russische Bot- schafter in Constantinopel, General Ignatieff, ist mit seiner Gemahlin heute früh hier eingetroffen, und hat wiederholt mit dem hiesigen russischen Botschafter v. Oubril Berathung gehalten. Nach- mittags 4 Uhr begab er sich zum Fürsten Bismarck, wo er mit seinem Secretär über eine Stunde verweilte und später auch speiste. Abends war derselbe wieder längere Zeit mit Oubril zusammen. Soweit bisher bestimmt, wird der General am Mittwoch nach Paris abreisen. — 6. März. General Ignatieff verkehrte gestern Vormittag längere Zeit im auswärtigen Amte und empfing Nachmittags den Besuch des Fürsten Bismarck. Später fuhr derselbe beim Kronprinzen und dem Prinzen Friedrich Karl vor, speiste sodann bei dem Botschafter v Oubril und besuchte Abends mit seiner Frau eine Soirce bei dem Botschaster Lord Russell. Gestern Nach- mittag empfing die Kaiserin die Generalin Ignatieff. Ignatieff verweilte heute Vormittag längere Zeit im russischen Botschafts-Hotel und besuchte sodann den Fürsten Bismarck, bei welchem er heute Abend abermals speisen wird. Die Abreise des Generals Ignatieff nach Paris erfolgt morgen Mittag. — Von Freiconservativen des Reichstages ist folgerde Interpellation eingebracht:„Gedenkt die Reichs Regicrung die Mißstände zufolge der Ge— werbe-Ordnung vurch Abänderung dieser letzteren zu beseitigen!“ — Der„Reichs-Anzeiger“ enthält eine Be- kanntmachung des Reichskanzlers, laut welcher die erste ordentliche General Versammlung der Eigen— thümer von Reichsbank-Antheilen auf den 26. März anberaumt wird; auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte: Vorlegung des Verwaltungs- berichtes und der Bilanz, sowie Feststellung des Gewinnes pro 1876 und Vornahme der Neu- wahlen für den Central Ausschuß. Ausland. Frankreich. Paris. In dem Befinden des schon seit einiger Zeit leidenden Marschalls Canrobert ist der„Liberts“ zufolge neuerdings eine Verschlimmerung eingeteeten. Großbritannien. London. Die„Times“ erklärt das Gerücht von einem bevorstebenden Besuche des Generals Ignatieff in London für suchungs⸗ Commission über die durch türkische Soldaten begangenen Grenz Verletzungen sind obne Ergebniß verlaufen, weil ee von türkischer Seite abgelehnt wurde, auf die Berichtigung des fraglichen Termins einzugehen. Von Rumänien wird die Insel Pyrgos gemäß den Verträgen als unbegründet; derselbe werde mit dem russischen Botschafter am englischen Hose, Grafen Schuwaloff, in Paris zusammentreffen. — 6. März. Der mit einer Special-Mission nach Paris und London betraute türkische Agent Vahan Effendi wurde gestern von Lord Derby empfangen.— Der bhiesige tussische Botschafter rumänisches Gebiet in Anspruch genommen. Graf Schuwaloff ist heute nach Paris abgereist. Seit Freitag sind hier in Folge des andauernd — Nach dem Anschlag des Budgets für die Marine starken Schneefalles keine Posten eingetroffen. pro 1877ö78 beträgt dasselbe 10,979,829 2, Rußland. Petersburg. Wie verlautet, bat sich also gegen das Finanzjahr 1876/77 um ist Rußland geneigt, abzurüsten, wenn die Pforte 309,043 L. vermindert. Die Zahl der Marine- vorher sämmtliche Irteguläre entläßt und nur Mannschaften beträgt 44,700. gut disciplinirte Nizams unter theilweisem Com- Portugal. Lissabon, 6. März. Die mando europäischer Officiere als Gendarmerie Bildung eines neuen Cabinets hat sich hier voll⸗ zur Unterstützung der Durchführung der Reformen zogen und ist dasselbe wie folgt zusammengesetzt: verwendet; dieß unbeschadet der Forderung, Europa Präsident ist Avila, welcher gleichzeitig Ministier müsse Maßregeln feststellen für den Fall, daß das des Innern und des Acußern ist. Carlos Bento Probe-Jahr nutzlos verstriche. ist Finanz Minister, Barrosic Cunha Minister der Amerika Wasbington, 4. Marz. öffentlichen Arbeiten, Meria Salema Justiz-Minister, Hapes hat in vergangener Nacht den Präsidenten⸗ Souza Pinto Kriegs-Ministet und Jose Mello Eid abgelegt. Sein Amts-Gehalt ist vom Con- Couvea Marine-Minister. greß auf 50,000 Doll. jäbrlich sestgesetzt. Ueber Italien. Rom. Das mit Prüfung des die Bildung des neuen Cabinets verlautel: Ewarts Gesetzentwurfes bezüglich des Mißbrauches des würde zum Minister des Auswärtigen, der ehe⸗ geistlichen Amtes betraute Senats Comite bat malige Senator Schurz zum Minister des Innern beschlossen, die Berathung der Vorlage bis zur ernannt werden. Discussion des Strafgesetzbuches hinaus zuschieben.— 4. März. Die demokratische Majorität Türkei. Constantinopel, 4. März. der Repräsentanten Kammer bat eine Resolution Durch ein Seitens des Fürsten von Serbien an angenommen, worin erklärt wird, daß Tilden und den Großvezir gerichtetes Telegramm werden die Hendricks, die 196 Stimmen erhalten, als ge— vereinbarten Friedens-Bedingungen und Zusicher-wählter Präsident bezw. Vice- Prasident hätten ungen der serbischen Unterhändler ratificirt. Zu- proclamirt werden müssen. Deßgleichen bat eine gleich-wird darin constatirt, daß in Folge der in Versammlung von Demokraten eine Adresse an dem Friedens- Vertrag enthaltenen Bedingungen das Land gerichtet, welche gegen die Wahl von des Status quo ante bellum, alle früheren Rechte Hayes und Wheeler Einspruch erhebt. Das und Privilegien für Serbien aufrechterhalten blieben, Repräsentantenhaus hat sich vertagt. welches dafür seinerseits die aus den verschiedenen New⸗Nork, 6. März. Der„New Nork Firmans sich ergebenden Verpflichtungen auf sich Herald“, die„Tribune“ und die„New Nork nehme. Dergestalt sind nunmehr die Beziehungen Times“ sprechen sich über eine Botschaft, welche zwischen der Türkei und Serbien wiederhergestellt. Hayes bei der Uebernahme der Präsidentschaft — 5. März. Die montenegrinischen Dele- erlietz, seht befriedigt aus und glauben, daß die girten überreichten in der ersten Conferenz, betreffs Befolgung der angekündigten, verständigen und Vereinbarung des Friedens, dem Minister des unparteiischen Politik das Land befriedigen und Acußern schriftlich ihre Forderungen. Dieselben beruhigen werde. Eine baldige außerordentliche bestehen in einer entsprechenden Grenzregulirung, Session des Congresses gilt als wahrscheinlich. in der Abtretung des Hafens von Spitza, in dem New- Orleans, 5. März. Der repu- Rechte der freien Schifffahrt auf dem See von blikanische Gouverneur von Louisiana, Packard, hat Scutari und dem Flusse Bojana, ferner in der erklärt, daß er den Versuchen des demoktatischen freien Rückkehr der Flüchtlinge aus der Herzegowina Gouverneurs Nicholls, die republikanisch Regier- und endlich in der Vereinbarung eines neuen ung zu stürzen, Widerstand leisten würde modus vivendi für die künftigen Beziehungen Indien. Calcutta. Die britische Re- zwischen Montenegto und der Pforte. Der Mi- gierung dat mit dem Khan von Kelat einen Ver- nister des Aeußern erklärte sich zur Prüfung dieser trag geschlossen, kraft dessen die erstere dem Kban Forderungen bereit und wird nächstens einen Tag gegen innere und äußere Feinde Unterstützung zur Verbandlung über dieselben festsetzen. gewäbrt und ihm eine jäbrliche Subsidie von Serbien. Belgrad, 6. März. Das 10,000 Pfo. Sterl. zahlt, wogegen ihr das Recht amtliche Blatt veröffentlicht eine Proclamation des zusteht, die Hauptstädte des Khanats militärisch zu Fürsten Milan, worin derselbe den erfolgten Ab- besetzen, Eisenbahnen und Telegraphen anzulegen schluß des Friedens verkündet und die Nation sowie Forts zu errichten. auffordert, jetzt in friedlicher Arbeit and in brüder- 1 licher Liebe neue Kräfte für den weiteren Fort— schritt des Volkes zu sammeln.— Ein besonderes Decret verlängert das bestehende Moratorium bis zum 1 Juni. Numänien. Bukarest, 5. März. Der Finanz- Minsster Sturdza hat seine Entlassung gegeben. Das Entlassungs-Gesuch wurde dadurch veranlaßt, daß die Deputirten-Kammer den vom Senate beschlossenen Finanz-Vorlagen nicht ohne Abänderungen ihre Zustimmung ertheilen wollte. Die Verhandlungen der gemischten Untere! Aus Stadt und Land. —4— Friedberg. Am 21. Februar dielt der Alteste der hiesigen Vereine, der Hils verein(oder„die Hülfs⸗ gesellschaft“), zu dessen Gründung im Sommer des Jabres 1813, aufgefordert durch die Noth der Zeit, Männer unserer Stadt zusammengelreten waren, seine Jahresversammlung. Das Streben seiner Gründer ging dabin, vorbandenes Elend zu mindern und dem bereinbrechenden Schranken zu setzen und durch Vereinigung der Kräfte Mehrerex voll · sländiger und erfolgreicher menschliche Woblsabrt zu fordern, als es der Einzelstebende in der Regel vermag. Ibr Wablspruch war: Lasset uns Gutes thun und nicht müde werden]! Auf dreisache Weise sollie Hülfe geboten werden, ä——— nämlich: durch Gründung eigener Anstalten; durch schonende ö Unterstützung Solcher welche in der Slille ihre Notb und ihr Leid tragen und sich scheuen, Anderer Hülse anzusprechen; durch Aussuchen und Verstopfen der Quellen menschlichen Clendes. Der Verein hat mehrere Anstalten gegründet und gründen helfen(Sparkasse für Undemiltelte Sonn: tagsschule für Coufirmirte, Arbeitsschule zunächst für arme Mädchen, Bewahranstalt zunächst für arme Kindet), welche als Privatanstallen woblihätig wirkien, bis größere offen!⸗ liche Anstalten an deren Stelle traten. Bei der Unter- stützung einzelner Noihleidenden hat er an dem Grund- satze sesigebalten, besonders der verborgenen Noth, der verschämten Armuth, dem slillen Leiden seine Hülfe zuzu⸗ wenden, seine Unterstützungen im Verborgenen und nach Würdigkeit zu reichen, und hat während seines dreiund⸗ sechzigjährigen Bestehens in manchen Fällen die Notb be⸗ seingt und in vielen Fällen dieselbe gelindert, wiewohl er immer nur über geringe Mittel zu verfügen batte.— Nach dem bei der Jahresversammlung von dem Präsidentien des Vereins erstattelen Jahresbericht betrug im Jahre 1876 die ordentliche Einnahme 728 M. 75 Pf., und zwar 590 M. 76 Pf. Beiträge von Mitgliedern und 137 M. 99 Pf. Kapitalzinsen. Die ordentliche Ausgabe betrug 718 M. 55 Pf., nämlich 608 M. 61 Pf. für Unierstütz⸗ ungen, 56 M. für Gesindeprämien und 53 M. 94 Pf. Verwaltungskosten(Gehalt des Vereinsdieners, Inserate und Formulare zu Anweisungen). Das Rechnungswesen hat Kaufmann Huber bier seit 17 Jahren unenigelilich besorgt und außer dem Vereinsdiener, welcher die Beitzäge erhebt und die Einladungen besorgt, erbält Niemand für seine Functionen eine Vergütung. Ueber die zu verab— reichenden Unterstützungen wird von dem Vo fande in monatlichen Sitzungen berathen und beschlossen. Dem Vorstande gehören die Geistlichen, welche Mitglieder des Vereins sind, und der Großb. Bürgermeister als ständige Mitglieder an, neben 9 unständigen Mitgliedern, welche von det Jahresversammlung gewählt werden und von welchen ein Driitheil jährlich ausniit und neugewählt wird. Gegenwärtig bilden den Vorstand: Pfarrer Baur (Vorsitzender), Dr. Diegel, Dr. Köhler, Pfarrer Meer (Schristfübret), Bürgermeistet Foucar, Kaufmann M. Hirsch, Kaufmann S. Hirschborn, Actuar Nau, Gemeinde— rath Rausch, Rentner Supp, Hofgerichtsadvokat Seyd, Juflizraih Trapp Dr. Weckerling. Gesindeprämien an Dienstbosen von Vereinsmiügliedern, welche mindestens 5 Jabre bei derselben Herrschaft in Dienst gestanden und welchen Treue, Fleiß und ein unbescholtener Lebenswandel bezeugt wird, werden jährlich im Monat März bewilligt; im verflossenen Jabre find 6 verabreicht worden, für dieses Jahr sind bereus 7 Z ugnisse eingereicht worden.— Die Zahl der Miisalieder, sowie die Einnahme an Beiträgen hat sich sein 1873 verringert, indem der Verein Mitglieder durch den Tod oder durch Wegzug von hier, einige auch durch freiwilligen Austtitt verloren hat, ohne für dieselben vollen Ersatz zu finden. Es ißt deßhalb eine Vermehrung der Mitalieder und der Beiträge sehr zu wünschen. Ein— sender hofft, daß Mancher, der noch nicht lange hier wohnt und von dem Friedberger Hülfsverein noch keine Kenntniß erhalten hat, während er gern zur Linderung der Noth beiträgt, wenn er auf eine gute Verwendung seiner Gabe rechnen darf, durch diese Mittheilung veranlaßt wird, bei einem der genannten Vorstands mitglieder seinen Beitritt zum Verein zu erklären. Die Beiträge werden monatlich erhoben; die meisten monatlichen Beiträge betragen 35 bis 60 Pf., wobei einige höhere bis zu 1 M. 40 Pf. Jedes, auch mit dem geringsten Monatsbeitrag eintretende neue Miiglied ist willkommen. O. 7. Friedberg. Der Deutschen Gesellschast zur Relung Schiffbrüchiger, über deren Entwick ung unter dem 13. Februar d. J. in diesem Blatte Näberes mit⸗ getheilt wurde, sind seitdem in Friedberg 13, in Assenheim, wo Kammertath Trümper ein lebhaftes Interesse hierfür bethätigt, 11 neue Mitglieder zugetreten. Die Gesammtzahl der Mitglieder in Friedberg, Assenheim und Bruchenbrücken beläuft sich zur Zeit auf 108(1875/76 84), der Beiträge auf M. 207.—; das 9 monalliche Ecträgniß aus den Sammelbooten ergab in Friedberg M. 19.01, Assenheim M. 2.51, Melbach M. 1.—.(Nachträglich kommen von Melbach M. 3.50 hinzu). Möge die Ge— sellschaft auch in diesem Jahre in den einzelnen Orten der Wetterau und darüber hinaus neue Freunde, welch' sie unterstützen, finden. Ihre Vertreter sind: Jakob Wießler in Butzbach, Bergrentmeister Nebhuth in Bad-Nauheim und Carl Trapp in Friedberg. Friedberg. Es ist leider noch nicht gelungen, die Rinde ⸗Pest, welche in den ersten Tagen des Imuar aus Rußland nach Oberschlesien eingeschleppt und durch den Verkehr in kurzer Zeit in bedenklichem Umfange in Deuisch⸗ land verbreitet worden ist, vollssändig zu bewältigen; die augenblickliche Sachlage berechtigt jedoch zu der Hoffuung, daß der weiteren Ausdehnung bald ein Ziel gesetzi sein wird. Die von der Seuche beimgesuchten Bezirke sind folgende: In Preußen die Regierungsbezirke Oppeln, Breslau, Schleswig, Potsdam, Köln, Arnsberg, Aurich, Merseburg und Düsseldorf; ferner im Königreich Sachsen an 16 verschiedenen Orten; im hamburgischen Staatsgebiet 5 Orte. Die Zahl der bis Ende Februar in Deutschland durch die Seuche heimgesuchten Orte hat gegen 50 betragen; die Zahl des gefallenen oder als verdächtig getödteten Viehs wird sich auf ungefähr 1000 Stück Rindvieh und mehrere Hundert Schafe belaufen. In der großen Mehr⸗ zahl ber Infections⸗Fälle ist es gelungen, den einmal er— kannten Seuchen⸗Heerd schnell und mit vollständigem Er⸗ folge zu säubern. Gießen, 3. März. Der derzeitige Rector unserer Groß⸗Gerau. Das Gewitter am 27. v. M. schlug zwischen 3 und 4 Uhr auch in die hiesige Kirche und zündete sofort. Die ganze Kirche ist niedergebrannt. Mainz, 5. März. Der Fubrmann eines hiesigen Bauunternehmers wollte gestern Abend gegen sechs Uhr am Rheinufer seinen Karren ausschwenken, als das Pferd zu»weit zurückhufte und der Karren sammt Pferd und Fuhrmann in den Rhein fielen. Trotzdem, daß sosort Hülfe zur Stelle war, ertranken sowohl der Fuhrmann als das Pferd. Heute Vormittag wurde die Leiche des Fubrmanus, sowie auch Wagen und Pferd aus dem Wasser gezogen. Der Todte, ein gewisser Christian Herr mann aus Engelberg in der Schweiz, bielt noch seine Peilsche krampfhaft fest.— Ein bedauerlicher Fall hat sich am Freitag Nachmitiag in Castel ereignet. Zwei Arbeiter, die in einem dortigen Steinbruch beschäftigt sind, machten plötzlich die Wahrnehmung, daß das Erdreich in Folge der nassen Wilterung zu wanken begann. Einer der Arbeiter war aber vorsichtig genug, schleunigst die be— drohten Stellen zu verlassen, und kaum war er in Sicher— beit, als ein Theil des Steinbruches zusammenstürzte und den noch darin befindlichen Arbeiter begrub. Die herbei⸗ gerufene Hilse konnte nur noch einen Leichnam zu Tage ö dern. Der Mann war vollständig erdrückt und ihm außerdem noch der Schädel durch einen Stein zertrümmert. Allerlei. Frankfurt. Dieser Tage wollte eine hiesige Dame ein Dienstmädchen mieihen und war mit demselben über alle klar zu stellenden Punkte so ziemlich einig, nur for⸗ derte das Mäcchen, an bestimmien Tagen der Woche Abends ausgeben zu dürfen. Auch dierin gab die Dienst⸗ herrin nach, stellte aber die Bedingung, daß das Mädchen Abends um 8 Uhr zu Hause sein müsse.„Ach Madam“, entgegnete dieses aber,„das kann ich nicht zusagen, ich bin im zoologischen Garten abonnirt und kann denn doch nicht immer so aus der Gesellschaft fort, vielleicht gerade wenn ein schönes Stück anfäng:.“— Unter diesen Um⸗ ständen wurde aus dem Vertrage Nichts. Dortmund, 26. Febr. Eine Bande von 18 Kerlen, welche ibre Gesichter geschwärzt hatien, haben, wie man der„Wefiph. Zig.“ miubent, in der Nacht in den Nach- bar⸗Orten Oestrich und Brüningbausen bei Mengede den Amtmann des ersteren Orts und eine Anzahl von Be— sitzern beimgesucht und unter Drohungen zur Hergabe von Nabrungs⸗Mitieln und Geld veranlaßt. Die Polizei ist den Toätern auf der Spur, hat von denselben jedoch bis jetz: noch keinen dingfest machen können. Verloosungen. Meininger 7 fl.⸗Loose. Zubung am 1. März. Gerogene Serien: Nr. 139 540 619 1013 1121 1288 1379 2354 2410 2477 2558 2637 2727 2733 2940 3044 3168 3375 4463 5338 5418 5463 5472 5500 5611 5723 6130 6291 6319 6509 6608 6743 6759 6833 7490 7445 8110 8266 9093 9458. Bayerische 100 Tylr.⸗Loose vom Ja bre 1866. Ziebung am 1. März. Gezogene Serien: Nr. 2854 1393 1922 2881 1170 1115 1692 387 325 405 1514 419 437 895 1241 1505 3102 2746 324 2421 244 162 3156 2958 294 928 344 2049 54 2597 789 1122 1698 1687 2945 3133 2922 2408 282 1294 2052 768 4620. Die Prämien-Ziehung finden am 1. Mai d. J. stait. Augsburger 7 fl. Loose. Augsbura, 1. März. Gezogene Serien: Nr. 29 130 154 415 428 606 831 959 1321 1432 1545 1792. Gewinne: S. 29 Nr. 15 12,000 M.— S. 959 Nr. 84 3428 M. 57 Pi. S. 29 Nr. 60, S. 154 Nr. 64 90, S. 1792 Nr. 77 à 171 M. 43 Pfl. S. 130 Nr. 61, S. 606 Nr. 1 13 40, S. 1321 Nr. 20 24, S. 1545 Nr. 36 56, S. 1792 Nr. 56 68 à 102 M. 86 Pf. S. 29 Nr. 27, S. 154 Nr. 15 41 69, S. 415 Nr. 10 67 82, S. 428 Nr. 2 71, S. 606 Nr. 31 90, S. 831 Nr. 5 53, S. 959 Nr. 10, S. 1321 Nr. 30 69, S. 1432 Nr. 85, S. 1545 Nr. 7 30 33 87 88 à 51 M. 43 Pf. S. 29 Nr. 30 88, S. 415 Nr. 15 30, S. 606 Nr. 52 70, S. 959 Nr. 46, S. 1321 Nr. 12, S. 1432 Nr. 75 S. 1545 Nr. 21 37, S. 1792 Nr. 25 à 42 M. 86 Pf. Alle übrigen in obigen Serien enthaltenen Nummern à 15 M. 43 Pf. Zahlbar 1. März. Oesterreichische 1864er⸗Loose. Wien, 1. März. Gezogene Serien: Nr. 355 480 740 969 1020 1065 1194 1214 2044 2198 2697 2727 3631 3920. Gewinne: S. 1020 Nr. 45 200 000 fl., S. 1214 Nr. 40 20,000 fl., S. 1214 Nr. 2 15,000 fl., S. 355 Nr. 12 10,000 fl., S. 969 Nr. 99, S. 1065 Nr. 91 à 5000 fl., S. 355 Nr. 32, S. 740 Ne. 28, S. 1214 Nr. 61 à 2000 fl., S. 969 Nr. 52, S. 1020 Nr. 27, S. 2697 Nr. 5 57 65, S. 2727 Nr. 40 à 1000 fl., S. 355 Ne. 80. S. 1020 Nr. 91, S. 1065 Nr. 7 63, S. 1194 Nr. 65 94, S. 1214 Nr. 8 39 85 100, S. 2044 Nr. 74, S. 2697 Nr. 93, S. 2727 Nr. 89, S. 3631 Nr. 9, S. 3920 Nr. 35 à 500 fl. S. 355 Nr. 74; S. 480 Nr. 4 46, S. 969 Nr. 89 96 S. 1020 Nr. 35 87 S. 1194 Nr. 2 51 52. S. 1214 Nr. 53 60 67, S. 2198 Nr. 31 47, S. 2697 Nr. 13 14 97, S. 2727 Nr. 45 63 à 400 fl. Alle übrigen in den angeführten Serien enihaltenen Nummern à 195 fl. Oesterr. W. Zablbar 1. Juni. Oesterreichische Boden⸗Credit⸗Anstalt. Ziebung vom 1. Februar 877.— Heimzahlung am 1. Mai 1677. 5% Gold Pfandbriefe. Nr. 553 1727 75 2199 308 422 675 3227 4337 448 610 6051 126 253 859 8396 957 9440„68 10044 116 290 507 795 11134 228 869 12399 13089 383 436 514 14027 531 76 747 996 15337 6057 347 779 17044 132 710 927 Lanbes⸗Uniberstiät, Prof. Dr. Bürkel, ist heuie Morgen gestorben. 67 91 18272 441 546 84 821 81 958 à fl. 100.— Nr. 1091 2261 346 3972 4066 5133 228 45 838 991 6704 7486 8206 305 784 912 9089 324 619 78 90 909 10569 11281 95 386 à fl. 200.— Nr. 143 826 97 1554 5207 6065 3 fl. 300.— Nr. 1547 2375 441 3048 456 4145 56 764 6067 325 522 à fl. 500.— Nr. 2075 3814 5084 229 492 748 6480 788 882 7424 8466 675 9237 41 941 10379 92 42411110 237 12139 688 883 13452 581 675 14090 595 627 16205 407 741 17339 496 705 18201 662 947 191½¼4 444 84 877 20059 148 428 21388 684 772 933 22046 à fl. 1000. — Nr. 585 639 73 700 5 à fl. 10,000.— Auf Namen lautend: Nr. 166 fl. 1000.— Nr. 274 fl. 1500. Ungarische 100 fl.⸗Loose von 1870. Pest, 15. Februar. Gezogene Serien: Nr. 285 302 721 1869 2952 2992 3238 3414 3476 4141 4230 4295 4566 4633 4802 5027 5405 5633. Gewinne: Serie 3238 Nr. 14 à 100,000 fl.— S. 5633 Nr. 17 à 10,000 fl. — S. 4802 Nr. 23 à 5000 fl. S. 2952 Nr. 15 41, S. 3476 Nr. 42, S. 4230 Nr. 14 à 1000 fl. S. 285 Nr. 20 40, S. 1869 Ni. 23 41, S. 39238 Nr. 18, S. 4141 Nr. 16 23 29 30 37 44, S. 4230 Nr. 28, S. 4566 Nr. 1, S. 4633 Nr. 13, S. 5027 Nr. 26, S. 5633 Nr. 29 30 32 à 500 fl. Alle übrigen in den obigen Serien enthaltenen Nummern à 128 fl. Zahlbar 15. August. Handel und Verkehr. Friedberg, 6. März. Walzen M. 25.40. Korn N. 20.50. Gerste M. 19.—. Hafer M. 15—20. Kar⸗ toffeln M. 5.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo = 200 Zollpsund. Frankfurt, 5. März. Der heutige Viebmarkt war gut befahren. Angetrieben waren: 380 Ochsen, 210 Kübe und Rinder, 230 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 62—63., 2. Qual. M. 56—58. Kübe und Rinder 1. Qual. M. 58., 2. Qual. M. 51—53. Kälber 1. Qual. M. 50—52., 2. Qual. M. 4850. Hämmel 1. Qual. M. 51- 53., 2. Qual. M. 48—50. Frankfurt, 5. März. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 41., Nr. 2 M. 37., Nr. 3 M. 33., Nr. 4 M. 29., Nr. 5 M. 23. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 27., do. II.(Berliner Marke) M. 22., Weizen ab Babnbof bier M. 25.75, ab unserer Umgegend M. 25.25— 25.50, ftemder je nach Qual. M. 21—24. Korn M. 18.— 19.25, Gerste M. 19—21., Hafe! M. 15.— 18.25, Erbien M. 21 bis 24., Wicken M. 19., Linsen M. 21—30., Rüvöl M. 82. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht 100 Kilo. Marin; 5. März. broducten-Markt. Wanen per März 22.25, per Mal 22.80. Korn per März 16.65, per Mai 16.75. Hater ver März 16.70, per Mai 16.80. Rüböl per Mai 36.70. Kaffee und Thee. Der berühmte Gelebrie und Arzt Dr. Virchow schreibt: Es ist nicht blos eine Frage der Laien, sondern man hat auch wissenschaftlich darüber gestriiten, ob Kaffee, Thee und der größere Theil der gegohrenen Getränke einen wirklichen Nährwerth haben oder nicht. Ich will bier im Großen abseyen von den eigentlichen gemischten Artikeln, wo einerseits die unzweifelhaft näbrende Cvocolade, wo anderseits das Bier zu nennen sind; dagegen hat es ein überaus praktisches Interesse zu untersuchen, wohin Kaffee und Toee gehören. Kaffee und Thee enthalten sonder— barer Weise denselben Slickstoffkörper, das Kaffeekn oder Theekn, eine krystallisirie Sudstanz. Eine Zeit lang hielt man für unmöglich, daß Kaff in ein Näyrstoff sei; ins: besondere war man geneigt, anzunebmen, daß es die wichtige Bedeutung habe, als Ersatzmittel für verbrauchte Nervensubstanz zu dienen. Schon die überaus geringe Menge von Kaffe n, welche in dem Thee und Kaffee vokommt, hätte das Unwahrscheinliche dieser Meinung zeigen sollen: in den Kaff ebohnen findet sich wenig mehr als ½ Procent, in den Theeblättern je nach der Sorte 7—2½ Procent davon. Später kam man auf den Ge⸗ danken, das Kaffeckn verlangsame die Zersetzung der Stick⸗ stoffkörper und wirke dadurch erhaltend auf die Gewebe des menschlichen Leibes, wie es auch der Alkohol thun sollte. Aber es zeigte sich, daß die thatsächlichen Voraus⸗ setzungen dieser Theorie falsch waren; es triit beim Kaffee⸗ gebrauch gar keine Verlangsamung in der Zersetzung des Eiweißes ein. So ist man denn endlich auf die Wahrheit gekommen, daß das Kaffeckn nichts mehr und nichts weniger als ein die Nerven slark erregender und, in größerer Menge genossen, geradezu giftiger Körper, ähnlich wie der Brannt⸗ wein ist. Abgesehen von dem Zucker und der Milch fährt Virchow weiter unten fort, die man dem Thee und Kaffee hin⸗ zusetzt, haben diese als Nihrungs mittel gar keine Bedeutung; sie sind Genußmittel und in manchen Stücken mit zwei andern sehr gewöhnlichen Reizmitteln verwandt, mit Wein und Schnaps, denen man wohl Zucker, selten Milch zuzu⸗ setzen pfl gi. Wie wir schon gezeigt haben, so sind sowohl das Kaffeekn als der Alkohol giftige Substanzen, jenes überwiegend reizend, dieser zuerst teizend, dann schnell lähmend. Beide haben bedeutende Nervenwirkungen und können daher leicht mißbraucht werden. Die Kaffee ⸗ schwestern und Theebrüder, deren Genossenschaften die Mäßigkeitspriester so sehr begünstigt baden, unterliegen also nicht minder einer verwerflichen Leidenschaft als die Wein⸗ und Schnapstrinker. Literarisches. Soeben hat der General⸗Feldmarschall Graf von Molike der Verlagshandlung von Gebrüder Pälel in Berlin die Erlaubneß ertbeilt, seine, bereits im Februathefte der„Deutschen Rundschau“ ver⸗ öffenllichten„Briefe aus Rußland“ auch in einer . 1 Die Sepatatausgade erscheinen zu 2* 800 0 Geld ⸗Cours. en Briefe werden demgemdß in kürzester Zeit in d ileganter Ausstattung, die weit aber das Maß des Ge⸗ Frankfurt am 6. N4n 19277. wöbnlichen binausgeden dürste, in dem genannten Verlage 20 Frankenstücke Mk. 16 26—30 irscheinen. Der Gesammt⸗Erttag des Buches— Englische Sovereign s„ 20 37—42 ene Abzug der Herstellungs- und sonstigen Kosten— ist Russische Impexriales.„ 16 75—80 ür die Invaliden der Kriegsjabte 1870%71 Holländische fl. 10⸗Stücke. 1e eslimmiz wir glauben daber schon jetzt unsere Leser auf Ducaten. 9 60—65 as verdienstlicde Unternehmen ganz besonders aufmerksam Ducaten al marco 5 1 9 64 69 ach n zu ollen. Dollars in Gold f 416 19 in Buchdruck: 28 versch. Sorten, per 100 in Lithographie: 21, Visitenkarten M. 1. 40 7„ 100 M. 1. 50 Solche auf mattem oder Chamois⸗Carton, sowie solche mit Extraschrift oder Verzierungen sind eine Kleinigkeit theurer. Carl Bindernagel. Oeffentliche Aufforderung. 1 Die Marie Margaretba Schmidt, Ehefrau des Wilhelm Schmidt von Ober⸗Rosbach, geb. Kinkel, ge— boren zu Schmitten, Amtsgerichts Usingen, ist verstorben und sind als nächste Intestaterben die 3 Kinder einer verstorbenen Schwester der Erblasserin, der Ehefrau des Philipp Heinrich Lickel aus Schmitten, welche in Eng⸗ land oder Amerika mit unbekanntem Aufenthalt abwesend find, berufen. Es werden daber dieselben, oder deren etwaige Leibeserben aufgefordert, sich so gewiß binnen 90 Tagen, dpom Datum dieser Aufforderung an, bei dem unterzeich— meten Gericht über Antretung oder Ausschlagung der Erbschaft zu erklären, als sonst dem sich als Erben ge⸗ meldet habenden Ehemann der Erblasserin der Nachlaß üüberwiesen werden wird. Friedberg den 19. Dezember 1876. Großherzoglich Hessisches Landgericht Friedberg. 0 Pistor, Follenius, Landrichter. Landgerichts Assessor. g Holz- Versteigerung. 704 Mittwoch den 14. März l. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, werden in dem Eschbacher Gemeindewald ver⸗ steigert: 1) Distrikt Grübelsheck: ö 51 Eichen- Bau- und Werkholzstämme von 69,56 Fest— meter Inhalt, 85 Raummeter Eichen Scheitholz, 15 0„ Knüppelholz, 12 5„ Nutzholz, der Pfarrei Esch⸗ 16 U Buchen Werkholz, bach gehoͤrig, 5„ Scheitholz, Stück Eichenwellen, Raummeter Buchen- und Eichen⸗Stockholz. 2) Distrikt Rothweil: Raummeter Eichen⸗Scheit⸗ und Knüppelholz, 40 5 Buchen⸗Scheitholz, 100 Stück Wellen, 114 Naummeter Buchen⸗Stockbolz. 3) Distrikt Schmidtsheck: 32 Raummeter Buchen⸗Prügelholz. Anfang am Stammholz. Die Herren Bürgermeister werden um gefällige Be⸗ kanntmachung in ihren Gemeinden ersucht. Eschbach den J. März 1877. Der Bürgermeister Schmidt. Holz⸗Versteigerung. 708 Freitag den 9. März l. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, werden in dem hiesigen Gemeindewald nach— stehende Holzsorten einer öffentlichen Versteigerung aus— gesetzt: Distrikt Langert. 450 Stück Eichenwellen, 100„ Dornwellen. Distrikt Lohrberg. 900„ Eichenwellen, 100„ Sahlweidenwellen. Distrikt Lohrweide. 61 Stämme Eichen⸗Bau- und Nußzholz von 25 bis 43 Centim. Durchmesser, zusammen 30,90 Kubik— meter Inhalt, 5 Raummeter Eichen Scheitholz 8*„ Knuüppelholz, 27 Stockholz 9 4 Sahlwelden⸗Knuüppelholz, 200 Stück Eichenwellen, 800„ Sahlweidenwellen. Gegen Bürgscheine wird Zahlungsfrist bis Martini 1877 gegeben. Zusammenkunft am Lohrberg. Assenheim den 2. März 1877. Großherzogliche Bürgermeisterel Assenheim. Be st. Holz ⸗Versteigerung. 732 Mittwoch den 14. März, Morgens 10 Uhr, sollen in hiesigem Markwalde 52 Eichenstämme von 15— 43 Centimeter Durchmesser und 7—13 Meter Länge, 1 Meter Eichen⸗Schelt« und 7 Meter Eichen-Prügel 5 gert werden. ee im Ort. rails Münzenberg den 6. März 1877. Greßhergeglche Hürgermessterel Trass- Münzenberg. 0 1. 692 Prima Hollaͤndische Vollhäringe, Ueber den Werth des holländischen Puder- Cacao's. Die Verwendung des entölten oder Puder-Cacao's als Nahrungsmittel für Kranke, Reconvalescenten, Schwächliebe und Kinder findet von Tag zu Tag mehr Aufnahme, da von ärztlicher Seite die wohlthätige Wirkung anerkannt wurde. Publikum über den haben, auszuklären. dienen. des aus Holland bezogenen Cacabo-Puders wahren Werth Dass die in erster Linie zu berücksichtigen ist, liegt ausser aller Frage, einiger Marken, Namentlich sind es holländische Fabrikate, welche diesen Ruf nicht ver- In meiner langjährigen Praxis habe ich leider die Erfahrung machen müssen, dass fast/ deinheit und Güte des Fabrikates dabei und es ist demnach angezeigt, das welche im Allgemeinen den Ruf der Reinheit einen bedeutenden Stärkemehl- oder Mehlzusatz bis zu 150% hat, dass man für diese billige Beimischung den hohen Cacaopreis bezahlt.— Zur Bewahr⸗ heitung meiner Aussage lasse ich einige Analysen von holländischem und deutschem Puder-Cacao folgen. 100 Geuichtstheile Puder- Cacao enthalten: von C. J. Blooker in von von J.& C. Amsterdam, Dr. H. Asc he Cacaofett Stärke Goo Cackoschalen Verlust. Dr. R. Fresen analysirt 5 Neubauer in Vohl in Cöln. 7.4157 27,1422 10,7080 Ase he 0 Cacaofett Stärke Cacao. 5 Cacaoschalen Verlust 54,2250 0,5091 100.000 van Houten& Zoon in Weesp, analysirt von Auftrag der Firma Schaal& Co. in Strassburg. von der Kaiserlichen Hof- Chocoladen- Fabrik: Gebr. Stollwerk in Cöln, analy- sirt von Dr. H. Vohl in Cöln. ius und Dr. C. Wiesbaden in 5,9950 29,3420 64.0436 Asche Cacaofett Stärke Cacao 4. Cacaoschalen Verlust. 8.4300 31,6200 4.1300 0,6194 100,000 55,8200 0 0 100,000 Der Aschegehalt des durch Pressen entölten Cacao beträgt durchschnittlich 5%(ein grösserer auf einen Zusatz 30% Asche. Aschegehalt deutet immer von Unentölter Cacao hat eirca Die Cacao-Asche, einen Werth, als sie zur phorsäure zuführt. Den Cacao durch Pressen Schwamm wirkend, einen grossen Theil, mindestens Wege durch Extraction zu entziehen sind. Knochenbildung beiträgt vollständig zu fremden Substanzen, entölen, Cacaoschalen, Mehl etc. ete.) welche grösstentheils aus Phosphaten besteht, hat insofern bei der Ernährung it und überhaupt die dem Körper so nöthige Phos- ist unmöglich, da die Cacaomasse wie ein 250% zurückhält, die demselben nur auf chemischem Aus diesen analytischen Ergebnissen geht unzweifelhaft hervor, dass der deutsche Puder- Cacao dem holländischen bei Weitem vorzuzi Cöln, 14. Februar 1877. 725 Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 723 Im Distrikt Hard, ½ Stunde von hiesiger Eisen— 1. Montag den 12. März. Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Naummeter. Wellen. Buchen 84 78 30 1500 Eichen 8 104 128 1440 Nadelbolz— 114 26 50 2. Dienstag den 13. März. 200 Eichenstämme, 16—44 Centimeter stark und 4— 14 Meter lang mit 80 Kubikmeter Inhalt, 208 Fichten⸗, Kiefern- u. Lärchenstämme mit 146 Kubik⸗ meter Inhalt, 4 Eichen und 180 Fichtenstangen, 18 Raummeter Kiefern Rundscheitholz von 3 Meter Länge. Zusammenkunft sedesmal Morgens 9 Uhr auf dem Muschenheimer Weg an der Hardanlage. Zahlungsfrist gegen Bürgschaft bis Martini 1878. Lich den 5. März 1877. Wimmenauer, Forstrath. Holz- Versteigerung. 731 In den Wa'dungen des Großherzoglichen Hauses, Distrikt Burgwald, Schläge IX und X, werden Montag den 12. März d. J., von Morgens halb 10 Uhr an, 14 Raummeter Birken-Knüppel, 36 5 Eichen⸗„ 1 5 Nadelholz Knüppel, 50 Wellen Buchen Reisig, 9325 Eichen Birken-Reisig, 5900„ Weichholz-Reisig versteigert. Ober⸗ Rosbach den 6. Marz 1877. Großherzogliche Oberfoͤrsterei Ober Rosbach. CN Butterpulver 109 verkürzt die Zeit des Butterus, macht die Butter tester und schmackhafter und verhindert das Ranzigwerden derselben. Ein Paquet, ausreichend für 500 Liter Milch, à 50 Pf. zu haben bet J. A. Ulindee ler, Hoflieferant in Frtedberg. Marinirte Vollhaͤringe Wübelm Fertsch⸗ Ph. J. Weiss in Nauheim, bahnstation, soll nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 1 ehen ist, und dass namentlich beim Bezug des 8 holländischen Fabrikats vorherige chemische Prüfung angezeigt ist, um sich vor Schaden zu wahren. Dr. Herm. Vohl, Handels- und Gerichts- Chemiker. Holz- Versteigerung. 722 Montag den 12. und Dienstag den 13. März d. J. oll in dem Stadtwald zu Hungen, Distrikt Wellbeu, nachverzeichnetes Bau- und Werkholz versteigert werden: 1) Montag den 12. März. 240 Fichtenstämme von 15— 30 Centimeter Durch⸗ messer, 12— 16 Meter Länge 1120 Fichtenstangen von 8— 15 Centim. Durchmesser, 10—14 Meter Länge. 2) Dienstag den 13. März. 220 Fichtenstämme von 15—30 Centim. Durchmesser, 12—16 Meter Länge, 1120 Fichtenstangen von 8— 15 Centim. Durchmesser, 10—14 Meter Länge, 4 Eichenstangen von 13 Centimeter Durchmesser, 6 Meter Länge. Der Anfang der Versteigerung ist an beiden Tagen Morgens 10 Uhr im Distrikt Wellheu. Hungen den 3. Marz 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Bender. — 724 Montag den 12. Marz sollen in dem v. Harnter⸗ schen Walde beim Haͤuserhof versteigert werden 6 Raummeter Kiefern⸗Prügelholz, 4 1 Stockholz, 400 5„ Durchforstungsreiser, 40 9 Allerlei-Reisholz, 50 Stück Fichten Bohnenstangen, 80„ Fichtenstaͤmme und Stangen von 6— 16 Centimeter Durchmesser und 8— 16 Meter Lange. Die Zusammenkunft und der Anfang präcis 9 Uhr Vormittags auf der Chaussee oberbalb des Hofes. Häuserhof den 6. März 1877. Schmidt. Lehrlings-Gesuch. Ein braver Junge kann in die Lehre treten bei Assenheim. Anton NRossel, Spenglermeister. Eine Wohnung im mittleren Stock meines Hauses, geräumig und vollständig abgeschlossen, ist zu vermiethen und kann sofort bezogen werden. L. RNosenthal, * 600 Bad⸗Nauhelm. 729 Fürstenstraße. Vorschuß-& Ctedit-Perein zu Kliedberg. (Eingetragene Genossenschaft). Die Kasse ist vom 8. März l. J. an wieder des Vormittags von 9 bis 12 Uhr und des Nachmittags von 2 bis 1 offen. Für die Geflügel⸗Ausstellung in Frankfurt a. M., welche vom 1 0. bis 13. März in der landwirthschaftlichen Halle stattfindet, sind die Anmeldungen von Hübnern, Tauben und Vögeln so zahlreich eingelaufen, daß allen Lieb- habern nicht nur Gelegenheit geboten wird, etwas Schönes in der Geflügelzucht zu sehen, sondern auch ihre Ankäufe in den gewöhnlichsten bis zu den edelsten Racen zu bewerkstelligen. 726 Höhere Mädchenschule zu Friedberg. 733 Das neue Schuljahr beginnt Donnerstag den 12. April d. J. Anmeldungen neu eintretender Schülerinnen wolle man wo möglich bis zu Ende dieses Monats an den Dirigenten Prosessor Dr. Köhler richten. Der Unterricht umfaßt Religion, deulsche Sprache und Literatur, französische und englische Sprache, Geschichte, Geographie, Rechnen, Naturkunde, Schönschreiben, Gesang, Zeichnen und weib liche Handarbeiten. Die Anstalt nimmt Kinder vom 10. bis 16. Lebensjahre und zwar in drei Klassen(III. vom 10. bis 12., II. vom 12. bis 14., I. vom 14. bis 16. Jahre) auf. Fähig zur Aufnahme sind solche Kinder, die im Laufe dieses Jahres mindestens das 10. Lebensjahr zurücklegen. Da das Unterrichtsjahr mit Ostern beginnt und schließt, so ist es rathsam, daß der Eintritt neuer Schülerinnen zu dieser Zeit stattfinde, weil solche Kinder, die im Herbst eintreten, in die Mitte des Unterrichts ⸗Cursus bereinkommen. Im Interesse eines geordneten Unterrichtsganges er— lauben wir uns hierauf aufmerksam zu machen. Für Kinder auswärtiger Eltern, welche die Schule besuchen sollen, bietet sich Unterkunft in anständigen Familien der Stadt. Das Curatorium. Anzeige. Mit Heutigem habe ich den Verkauf von Nähmaschinen aller Systeme übernommen und verkaufe solche zu soliden Preisen unter dreijähriger Garantie. Auch habe ich Maschinenöl, sowie Maschinentheile stets vorräthig und werden Reparaturen schnellstens und billigst besorgt. Maschinen können von Morgens 8 bis Abends 9½ Uhr in meinem Geschäfts- locale besichtigt werden. Friedberg den 4. März 1877. 72¹ Hachachtungs voll W. Eigner vormals S. Schwarz. 500 Stück/ breites schweres Leinen für Hemden und Betttücher, der Meter 62 Pf. Zweischläfrige Leinen⸗Betttücher ohne Naht abgepaßt, das Stück M. 3. Zweischläfrige schwere Victoria⸗Bettdecken mit Fransen, das Stück M. 3. Schwere graue Kolter und Pferdedecken, das Stück M. 2., M. 2. 40 bis 5 M. Rothe und weiße Kolter, das Stück M. 7., M. 8., M. 9. bis 15 M. 10% breite gute Fußteppichstoffe, der Meter M. 1. 70, ¼ breit 80 Pf. 9% breit reich ramagirter Vorhangsmull mit Bogen, der Meter 75 Pf. Schwerer guter Barchent für Betten, der Meter 60 Pf., 70 Pf. und höher. Schwere üchtfarbige Bettzeuge,/ breit, der Meter 45 Pf., 50 Pf. und höher. Tifchtücher, das Stück M. 1. 20, Handtücher, der Meter 29 Pf. 2000 Stück Kleiderstoffe für Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter, der Meter von 50 Pf. an. 1000 Stück Brillantines für Kleider und Ueberzüge, der Meter 55 Pf. 2000 Stück 6, breite Cattune, üchtfarbig, für Kleiver und Ueberzüge, der Meter 40 Pf. Weiße und graue Shirtings, der Meter von 25 Pf. an Guter Buxkin für Rock, Hosen, Weste, der Meter 4 und 5 M. MW. Fuhlander Nachfolgern, Fahrgasse 85, Frankfurt a. M. Sonntags ist mein Laden offen. Gestricte Kinderkleider, eee ae 121 schube und Gamaschen billigst bei K. Friedrich. Anzeige. 643 Ich sehe mich veranlaßt, öffentlich bekannt 1 machen, daß alle Zieglerwaaren, welche bei mir abgeholt werden, gegen Baarzahlung einen Rabatt von 3 Mark ver Tausend erhalten. Demgemäß kosten die auf Credit 2 f 15 bis 1. September l. J. geholt werdenden 3 Mark per 8* Tausend mehr. Auch verlange ich ausdrücklich von 88 2 3 8 Unbekannten gerichtliche Bürgschaft.—— 78 Konrad Kuaf, Zieglermeister, S8 85 bel Rodheim v. d. H. 8 5 3 55. 2 5 85 8 ersteigerungs⸗ Anzeige.. 85 730 Auf der Domaine Gronauerhof bei Vilbel sollen Die soeben erschienene Nr. 23 enthält; Dienstag den 20. März, Morgens 10 Uhr, und die Die Stufenjahre eines Glücklichen. Roman von folgenden Tage eine Gpferdekräftige Locomobile, Mühle, landwirthschaftliche Maschinen, Wagen, Chaise, Jagd— wagen, Ackergeräthe, Möbel, verschiedenes Holz und sonstige Utenstlien öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung verkauft werden. Hartgebrannte Russensteine 728 hat vorräthig Bad⸗ Nauheim. Louise von Frangois.(Fortsetzung.)— Pädagogische Zeitfragen. Von D. H. II. Nuten Biwi Bildungsmittel.— Unter der rothen Fahne. Von R. Soeius. I.— Ein türkischer Reformator. Mit dem Porträt Midhat Paschas.— Der Diensteintritt des Prinzen Wilhelm. Von W. v. Dünheim.— Am Familientische: Fernando de Sotos Begräbniß im Missi⸗ stppi. Mit dem gleichnamigen Bilde von Powell. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg. G. Witzell. Theater Sonntag den 11. März im Gartensaale des Herrn Georg Steinhäußer von hiesigen Dilettanten. Schneider Fips, oder„Die gefährliche Nach barschaft“, in 1 Act. II. A. w. g., oder„Die Einladungskarte“, in 1 Aet. Die Kaffee-Gesellschaft. Eine Familien⸗Seene. 1 Die Zwischenpausen werden durch gütige Mitwirkung einiger Herren mit Musik ausgefüllt. ö Anfang präcis 8 Uhr. ö Kasse⸗Oeffnung präeis 7¼ Uhr. Eintrittspreis 50 Pfennig. NB. Der Reinertrag dieser Vorstellung ist zum Besten unbemittelter Friedberger im activen Dienste stehender Soldaten. 736 Veteranen⸗ und Militär⸗Verein Friedberg. 717 Samstag den 10. l. Mts., Abends präeis 8 Uhr, Generalversammlung im Vereinslocale. Tagesordnung: Revision der Statuten. Rechnungsablage pro 1876. Besprechung über Feier von Kaisers Geburtstag. Im Interesse der Sache wird pünktliches und zahl!“ reiches Erscheinen erwartet und auf die 88. 53 und 54 der Statuten verwiesen. Der Vorstand. Mechanisches Museum. 734 Den Bewohnern Friedberzs und Umgegend sage ich für den zahlreichen Besuch während meines Aufent⸗ halts in hiesiger Stadt meinen besten Dank. 11 C. Wallenda. 1 Für Confirmanden 737 empfehle in schöner Auswahl weiße Taschentücher, gestickt und glatt, Kragen, Manschetten, Tüllkrausen, weiße Unterröcke, Strümpfe und Socken, Herrenhemden, feine Einsätze, Vorhemden, Herrenkragen, Corsetten, Hals⸗ binden, Handschuhe aller Art, sowe Myrtenkränze zu den billigsten Preisen. K. Friedrich. 653 Jeden Freitag frisch gewässerter Labberdan bei Wilhelm Fertsch. Bettfedern, 727 Prima⸗Waare, das Pfund zu Mark 3. 60 Pf., hat zu verkaufen Södel. Georg Wagner II. 110 Eine Frau sucht Beschäftigung in Weißstickerei und Weißnäherei. 2. Aufträge bittet man Kaiserstr. Nr. 483 abzugeben. 720 Auf Bestellung ist jeden Montag gebrannter Kalk zu haben bei H. T. Ulrich J. in Nieder⸗Mockstadt. Ein Halbverdeck, gut erhalten, mit Patentachsen, steht zu verkaufen bei Sattlermeister Mörschardt in Friedberg. 3 Gesuch. Ein im Glasergeschäft bewanderter Geselle kann Glasermeister K. Jung 4 in Friedberg. Die so beliebten ö Hanf⸗Couverts zu sehr billigen Preisen bei Carl Bindernagel. 5 1 565 in Arbeit treten bei * Danksagung. 739 Allen Denen, welche unserm lieben Kind Dorotheg die letzte Ehre erwiesen haben, unsern herzlichsten Dank. Lie Si 14 . 18 U Ot Friedberg. Die trauernden Hinterbliebenen: 1 Georg Schäfer und Frau. det PPP dot Verantw. Red.: Carl Bindernagel. ber Druck und Verlag von Carl Bindernagel. die