1877. M 77. Oberhessischer Anzeiger. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Donnerstag den 5. Juli. Die Petitzeile Kreisblatt für den Kreis Friedberg. wird mit 11 Pfennig berechnet. ank. 8 1 e beni: Amtlicher Theil. dacht, Betreffend: n durch die Großherzoglichen Landgestütsbeschäler bedeckten Stuten und die davon Friedberg den 3. Juli 1877. n Fm. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. tit'btrg. 8 Unter Couvert lassen wir Ihnen die Verzeichnisse über die im Jahr 1876 durch die Großherzoglichen Landgestüts beschäler bedeckten Stuten 1.) mit dem Auftrage zugehen, in dieselben einzuzeichnen ob und welche Fohlen gefallen sind, und dann dieselben unterschrieben sofort an uns zurückzusenden. 77 Dr. Brade n. . 28 Betreffend: Abfindung der zum Dienst einberufenen Mannschaften mit Marschgebührnissen. Friedberg am 3. Juli 1877. 18. 41. Ne!. f.; a; 7 Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien und Gemeinde-Einnehmer des Kreises. * Das von Großberzoglichem Ministe-ium des Innern unterm 21. Juni diesee Jahres, zur Nr. M. d. Innern 9603, in obigem Betreffe er- 0 65 lassene Ausschreiben, Amtsblatt Nr. 16, lassen wir Ibnen unter Couvert mit dem Auftrag zugehen, sich pünktlich darnach zu bemessen, damit demnächst l 8 4 1 9 d 88. 71 bei Gutheißung der geleisteten Zahlungen Anstände sich nicht ergeben. Dad eee. W 5 Local-⸗ Reglement, * die Benutzung der Straßen in der Stadt und der Vicinalwege in der Gemarkung Friedberg mit schwerem Fuhrwerk betreffend. 169. Nach Anhörung der Localpolizeibehörde wird mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 21. Juni 1877, zu Nr. M. IIe. J. 9775, hiermit angeordnet: 1. Die Räder der Lastfuhrwerke, welche die Straßen in der Stadt und die chaussirten Vicinalwege innerhalb der Gemarkung Friedberg gewerbsmäßig oder regelmäßig, wenn auch nur zeitweise mit Eisensteinen(Erzen oder dergl. zum Bergbau gehörigen Mineralien) 1 61 befahren, müssen eine Felgenbreite von wenigstens 12 Centimeter haben. 2) Die Eigenthümer der unter 1. bezeichneten Fuhrwerke, deren Räder die —— erwähnte Felgenbreite nicht haben, werden nach§. 366 pos. 10 des Strafgesetzbuchs für das Deutsche Reich mit Geldstrafe bis zu sechszig Mark oder mit Haft bis zu vierzehn Tagen bestraft. 3) Gegenwärtige Vorschriften treten mit dem 1. November 1877 in Krast. Friedberg den 30. Juni 1877. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 2588. 84 Dr. Braden. e 18814 1 Deutsches Reich. Publikum und in der Presse fortdauernd erhoben zu besserer Erreichung ihres Zwecks zur Bildung N.. 80 Darmstadt. Prinz Wilhelm ist nach Brüssel werden, sieht sich das Ministerium des Innern ähnlicher Comites im Auslande aufgefordert. en 8 und London abgereist, um dem König der Belgier neuerdings veranlaßt, die einschlägigen Behörden— 2. Juli. Graf Münster ist gestern nach 117 6 und der Königin von Großbritannien und Irland zur unausgesetzten Thätigkeit in der Handhabung Gastein abgereist und gedenkt Anfangs August 65 6 den Regierungsantritt des Großherzogs zu notificiren. der Victualien-Polizei mit dem Auftrage anzu- hierher zurückzukehren.— Graf Villiers, ein Sohn 116. 15— Am 23. Jugi wurde der Professor zu weisen, durch häufige und unvermuthete Visitationen des Lord Clarendon, Capitän der Grenadier- N Rostock, Dr. Kretschmar, zum ordentlichen Professor bei den betheiligten Gewerbetreibenden, erforder- Garde, ist zum Militär- Bevollmächtigten in Berlin — in der juristischen Fakultät der Landesuniversität, lichen Falls unter Beiziehung von Sachverständigen, ernannt worden. Ian. am 27. Juni der Polizeicommissär II. Classe, von der Beschaffenheit der Lebensmittel sich genaue— 3. Juli. Die britische Mittelmeer- Flotte L Bichmann, zum Polizeicommissär I. Classe in Kenntniß zu verschaffen und wahrgenommenen ist nach der Besika- Bai gesegelt.„Standard“ N 83.5 Darmstadt ernannt. Fälschungen mit allen gesetzlich zulässigen Mitteln sagt, die Bewegung sei nur eine gewöhnliche 1.20— 2. Juli, Heute Vormittag wurde die entgegenzutreten. Vorsichtsmaßregel und habe nicht die Unterstützung — Garde-Unterossiziers Compagnie an den neuen Ausland. der Türkei zum Zwecke. Die„Morning Post“ I 5 5 Commandeur derselben, Major und Flügeladjutant Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 2. Juli. meldet, die Flotte werde Verstärkungen erhalten. . von Herff, überliefert. Die ungarische Regnitolar- Deputation, welcher Italien. Ro m/ 2. Juli. Der Papst E Berlin, 2. Juli. Fürst Bismarck ist heute das zweite österreichische Nuntium vorlag, wählte beauftragte einen Special Commissär, um Die „ Mittag nach Schönbausen abgereist. Er geht von ein Sub-Comite von sechs Mitgliedern zur Fort- Differenzen zwischen dem Vatikan und Rußland . 1 Morgen zu prüfen und die Fragen zu resumiren, welche dort nach Friedrichsruh und wird sich im Laufe der Woche über Berlin nach Varzin begeben. — Wenn das viel verbreitete Gerücht, es werde ein Pferde Ausfuhrverbot erfolgen, sich bestätigen sollte, so würde der Anlaß zu solchem Verbote nicht in politischen, sondern in landwirth⸗ schaftlichen Interessen liegen. — Nach Münchener Mittheilungen wird am 12. d. M. in Salzburg eine Begegnung des deutschen Kaisers und des Kaisers von Oesterreich stattsinden. München, 2. Juli. Der Landtag ist heute Mittag im Auftrage des Königs durch den Prinzen Luitpold feierlich eröffnet worden. — 3. Juli. Die Kammer der Abgeordneten wählte den Baron v Ow mit 78 von 152 Stim- men zum Präsidenten. Der Gegencandidat Baron v. Stauffenberg erhielt 74 Stimmen. Zum Vice- Präfidenten wurde Appelrath Kurz(mit 78) gegen v. Schlör(mit 73 Stimmen) gewählt. Bei der Wahl der beiden Schriftführer Jörg und v. Soden gab die Linke weiße Zettel ab. — Gegenüber den Klagen, welche über Ver⸗ fälschungen von Lebensmitteln, insbesondere von Bier, Wein und Milch, dann von Mehl, Butter, Schmalz, Fett, Kaffee, Zucker, Chocolade 1c. im setzung und Beendigung der Berathung. Vormittag findet eine vertrauliche Conferenz der ungarischen Deputation, Nachmittag die erste ge⸗ meinsame Sitzung der beiden Subcomites siatt. Frankreich. Paris, 1. Juli. Heute bat im Bois de Boulogne, wie alljährlich, die große Revue stattgefunden. Das Wetter war präcktig, die Zuschauermenge enorm. Der Marschall wurde sympathisch empfangen. Alle Minister und das diplomatische Corps waren anwesend. Im Gefolge des Marschalls befanden sich zahlreiche Offiziere. Die Haltung der Truppen war ausgezeichnet. Nach der Revue ertönten Rufe:„Es lebe der Marschall!“ Ein Zwischensall hat sich nicht ereignet. — 2. Juli. Auf Antrag der spanischen Regierung fand bei dem ehemaligen spanischen MinisterPräsidenten eine Haussuchung und Be⸗ schlagnahme von Papieren statt. Großbritannien. London, 1. Juli. Die Ausstellung von Schutzmarken ist gestern eröffnet worden. Eine große Anzahl von Ver tretern der fremden Mächte wohnte diesem Aete bei. Das Markenschutz-Gesetz tritt heute in Wirk. samkeit. Behufs Herbeiführung eines internationalen Systems der Eintragung der Schutzmarken haben sich mehrere Comites gebildet. Dieselben haben als Grundlage demnächstiger Verhandlungen dienen können. Ueber die von Rußland gemachten Vor- schläge ist noch nichts bekannt. Der Papst leidet an großer Schwäche. Türkei. Constantinopel. Einem Tele- gramm Derwisch Pascha's aus Batum vom 29. Juni zufolge hätten sich die Türken der von den Russen besetzt gewesenen Höhen von Khatzubani bemächtigt. Auch sei der Tschuruk- Fluß von den Türken be⸗ setzt.— Am Mittwoch wurden die türkischen Truppen, die bei Tschamtschova Befestigungen errichteten, von 15,000 Russen angegriffen. Nach einem erbittertem Kampfe, während dessen die Türken Verstärkungen erhielten und in welchem sie durch das Feuer mehrerer Panzerfregatten unterstützt wurden, mußten sich die Russen zurück ⸗ ziehen. Ihr Verlust wird auf 2000 Todte an- gegeben. Der Verlust der Türken ist relativ gering. — Das türkische Casematt Kanonen Boot „Podgoritza“ hat am 2. Juli bei Rahowa einen russischen, mit Munition beladenen Dampfer in in den Grund gebohrt. Rustschuk, 1. Juli. Die in West⸗Bulgarien zerstreuten Truppentheile ziehen sich auf Timowa urd Sosia zurück, wo ein Armeecorps zur Be— wachung des Balkan⸗Passes zusammengezogen wird. — Der Sohn Schamyl's verläßt demnächst den Kaukasus, um als activer Offizier in die anatolische Armee einzutreten. — Im Balkan⸗Gebiete, besonders bei Sofia, Slivno, Schibko, Philippopel und Adrianopel, desgleichen in Constantinopel werden auf's Eiligste Befestigungen vorgenommen. Constantinopel soll auf der ganzen Strecke vom Marmara ⸗Meere bis zum Schwarzen Meere durch Befestigungen ge— deckt werden. Erzerum. Die russische Division, die im Gebiete Alaschkert operirt, beging auf ihrem ge— zwungenen Rückzuge überall Grausamkeiten. Die von ihnen durchzogenen muselmänischen und christ⸗ lichen Dörfer wurden angezündet, die Einwohner geplündert. Diese Meldung wird auch ander— weitig bestätigt. Montenegro. Cettinie, 1. Juli. Der Stand der Dinge ist erheblich günstiger geworden. Die Türken haben das Ziel ihrer Operationen nicht erreicht. Die Vereinigung von Mehemed Ali mit Suleiman Pascha auf montenegrinischem Gebiete hat nicht stattgefunden. Augenblicklich steht kein einziger Türke auf montenegrinischem Boden. Serbien. Belgrad, 3. Juli. Gestern wählte die Skupschtina Demeter Jovannovic (liberal) zu ihrem Präsidenten und Alexander Nikoljevie zum Virepräsidenten. Rumänien. Bukarest. In der Nacht auf den 1. Juli ist bei Zetate der Uebergang der ersten rumänischen Truppen über die Donau be— werkstelligt worden. Vorläufig sind 2000 Mann auf das bulgarische Ufer vorgeschoben worden. Bon Kämpfen biebei verlautet nichts, doch wird bei Florentin ein Gefecht erwartet. Bei Gruja wird eine Brücke gebaut für den Uebergang der rumänischen Haupt⸗Macht. — 3. Juli. Das russisch- rumänische Schutz⸗ und Trutz Bündniß soll gestern unterzeichnet wor- den sein; ein Bündniß⸗Vertrag stünde auch zwischen Rumänien und Serbien bevor. Griechenland. Athen, 2. Juli. Durch königliches Decret wird die Einlösung der Bank— noten durch Metall auf elf Tage sistirt und erhalten die Banknoten Zwangs- Cours. Die Banknoten gewähren der Regierung ein zweiprocentiges Metall- Anlehen von 20 Mill. Frs. Rußland. Petersburg. Officiell. Aus Simnitza wird vom 24. Juni gemeldet: Gestern ist das Haupt⸗ Quartier des Kaisers und des Großfürsten Nikolaus nach Simnitza verlegt worden. Heute Morgen besuchten der Kaiser und der Großfürst die Verwundeten in den Spitälern. Der Verlust der Russen ist noch nicht genau be⸗ kannt. Bis jetzt find 100 Todte und 360 Ver- wundete aufgezählt, darunter einige Offiziere. Am 28. Juni ging der Kaiser auf das rechte Donau ⸗Ufer über, unter begeisterten Hochrufen der Truppen, denen er seinen Dank aussprach. In Sistowa wurde der Kaiser durch die Geist— lichkeit und die christlichen Bewohner enthusiastisch begrüßt. Er wohnte dem Gottes dienste in der Cathedrale bei. Frauen bestreuten den Weg mit Blumen. Abends kehrten der Kaiser und der Großfürst nach Simnitza zurück. Die Ueberfahrt der Truppen wird auf Pontons fortgesetzt.— In Maischin ist bereits ein von den Einwohnern gewählter nationaler Municipalrath eingesetzt, sowie eine Polizei- und Gerichtsbehörde constituirt worden. — Officiell. Simnitza, 3. Juli. Die Brücke ist vollendet und wird der Uebergang ununter— brochen fortgesetzt. Nach dem 27. Juni zogen sich die Türken auf Tirnowa zurück. Die bei Nikopolis befindlichen türkischen Monitors sind dermaßen beschädigt, daß sie seeuntüchtig geworden sind. Ein Theil von Rustschuk und der türkischen Stadtheile von Nikopolis brannten in Folge des Bombardements.— Nach dreimaligen heftigen Zusammenstößen mit den Türken haben die Russen die alte Zarenstadt Tirnowa besetzt. Fürst Tscher⸗ laßki, Civilgouverneur von Bulgarien, hat eine russische Post⸗ und Telegraphen- Verwaltung ein⸗ gerichte.— Sieben türkische Monitors sind bei Aus Stadt und Land. Darmstadt. Die auf Anregung des Polizeirath Haas aus Sachverständigen aus verschiedenen Berufs⸗ kreisen zusammengetretene Conferenz hat zur Frage über die Controle der Lebensmittelverfälschung in rechtlicher und technischer Hinsicht folgende Thesen aufgestellt: 1) Als Verfälschung eines Lebensmittels, im Sinne der strafgesetz⸗ lichen Beslimmungen, ist nicht allein jede Beimischung von gesundheitsschädlichen sondern auch von anderen fremd— artigen, namentlich geringerwerthigen Substanzen zu be⸗ trachten. Es gilt dies für den Verkauf sowohl von Roh⸗ materialien als von Halb und Ganzfabrikaten, insoweit die Beimischung nicht als unbedingt erforderlich zur Be⸗ schaffung der Waare bezeichnet werden muß. 2) Im gleichen Sinne verfälscht ist ein Nahrungsmittel zu be⸗ trachten, dessen Gehalt an wertbvollen Bestandtheilen über die im Nachfolgenden festgesetzten Grenzen hinaus ver⸗ mindert worden ist. 3) Ein Lebensmittel, bei dessen Zu⸗ bereitung ursprünglich mit denselben vermischte gering⸗ werthige Stoffe nicht gehörig abgeschieden worden, ist als schlecht bereiten, dagegen nur dann als verfälscht anzuseben, wenn die Menge der letzteren die weiter unten festgesetzten Gtenzen überschreitet, und hauplsächlich guch dann, wenn Stoffe beigemengt wurden, welche dazu dienen, die genannten geringwerthigen Bestandtheile zurückzuhalten. 4) Geeignete Bekannigabe des Zusatzes fremdarliger, aber nicht gesundheitsschädlicher Sloffe Seitens der Verkäufer kann die Voraussetzung der Verfälschung beseitigen. 5) Das Feilhalten oder der Verkauf nachgeabmter Lebens— mittel(3. B. Kaffee von gefärbtem Thon ꝛc.) unterliegt selbstverständlich der strafgesetzlichen Verfolgung nach Maß⸗ gabe der bestehenden gesetzlichen Besummungen. 6) Für die betreffenden Lebensmittel gelten folgende Normallv— bestimmungen darüber, ob dieselben als durch fremde Zu⸗ sätze verfälscht, oder nur als schlecht bereitet oder als ver— dorben zu betrachten sind.(Folgen die Grenzwerihe der betreffenden Lebensmittel hinsichtlich des Gehalts derselben an geringwerthigen Stoffen.) Allerlei. ö Ems, 1. Juli. Bei der heute hier staltgefundenen und vom schönsten Wetter begünstigten Regatta hat Frank— furt(„Gecmania“) mit acht Bootslängen gegen Rotter— bam den Kaiser-Preis gewonnen. Der Stadt-Preis wurde ebenfalls Frankfurt(„Germania“) zu Theil. Den Damen— Preis gewann Hamburg mit zehn Beots-Längen gegen Köln. Der erste Kur-Verwaltungs Preis wurde von Beul gegen Bonn gewonnen. Im Zwei-Ruder-Rennen wurde der zweite Kurverwaltungs-Preis von Rotterdam ge— wonnen. Der Kaiser sprach mit dem Sieger und übergab ihm den Pokal. Die Zuschauer-Menge zählte mindestens 12,000 Personen. München. Der Zustand des Bischofs von Mainz ist immer noch sehr bedenklich, um so mehr, als die Krank— heit sich im Ganzen auf derselben Höhe erhält. Als einzig befriedigend wird das Aufhören der Affektion der Lungen bezeichnet. 5 Botzen, 2. Juli. In dem gegenwärlgg sich hier ab— spielenden Proceß Tourville sprachen die Geschwornen den Angeklagten mii 11 Summen„Ja“, gegen 1 Stimme „Nein“ schuldig. Oer Gerichtshof verhängte Todesstrafe. Thorn, 1. Juli. Nach einer Meldung von hier ist in der letzten Nacht ein Drittel der hiesigen hölzernen Weichsel-Brücke abgebrannt. Handel und Verkehr. Friedberg, 3. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.30. Eier 1 Stück 5 Pf., 2 Stück 11 Pf. Friedverg, 3. Juli. Waizen M. 26.50. Korn M. 22.—. Gerste M. 18.50. Hafer M. 14.50—19. Alle Preise versteben sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Gießen, 3. Juli. Wochenmarkt. Butter per Pfund M. 1.20— 1.30. Eier per Stück 6 Pf. Käse per Stück 5 10 Pi. Tauben das Paar 60 Pf. Hühner per Stück 70 Pf. Hahnen per Stück 60 Pf. Alte Kartoffeln, 100 Kilo, M. 10, neue Kartoffeln, 100 Kilo, M. 35 38. Frankfurt, 2. Juli. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren: 430 Ochsen, 160 Kühe und Rinder, 230 Kälber und 200 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 68—70., 2. Qual. 1418 1448 1575 1742 2046 2109 2116 2207 2215 2829 2987 3079 3160 3293 3647 3785 4114 4723 Die Prämien⸗Ziehung findet am 1. August d. J. statt. Braunschweigische 20 Thlr.⸗Loose von 1868. Bei der am 30. Juni statigehabten Prämienziebung fielen auf folgende Nummern böhere Gewinne: 48,000 M. auf Nr. 15 der Serie 9795; 15,000 M. auf Nr. 23 der Serie 1778; 7200 M. auf Nr. 43 der Serie 47423 3000 M. auf Nr. 28 der Serie 9247. Die Zahlung er⸗ folgt am 30. September. Wien, 2. Juli. Bei der heutigen Ziehung ber österreichischen Loose von 1854 wurden die folgenden Serien gezogen: 37 585102 157 338 341 510 677 772 900 1154 1249 1268 1317 1544 1719 2003 2055 2149 2179 2184 2647 2865 2878 2973 2976 3148 3427 3679 3702 3874 3891 3911 3923. Wien, 2. Juli. Bei der heutigen Ziehung der Credit⸗Anstalt 100 fl.⸗Loose von 1858 fiel der Haupttreffer von 200 000 fl. auf S. 3642 Nr. 80, 40,000 fl. auf S. 2779 Nr. 32, 20,000 fl. auf S. 1635 Nr. 16, e 5000 fl. auf S. 1644 Nr. 41 und auf S. 164 Nr. 17. Es wurden überhaupt folgende Serien gezogen: 164 238 1126 1244 1532 1635 1644 1891 2179 2779 3083 3223 3642 4119. Wien, 2. Juli. Bei der heute vorgenommenen Ziehung der Wiener proc. Anlehens-Loose von 1871 wurden folgende Gewinne gezogen: S. 2265 Nr. 89 gewinnt 200,000 fl., S. 2123 Nr. 14 50,000 fl., S. 2123 Nr. 41 10,000 fl., S. 2123 Nr. 83 1000 fl. Die gezogenen Serien sind: 715 2116 2123 2121 2178 1358 1253 2340 2265 2616 1347 2778. — Soeial⸗Demagogie. An der Spitze einer der jüngsten Nummern des Berliner Centralorgans der socialdemokratischen Partei ist zu lesen:„Wir glauben Niemanden etwas Unerwartetes oder Neues zu sagen, wenn wir die Ansicht aussprechen, daß die Republik die- jenige Staatsform ist, in der allein sich der frei— heitliche, der demokratische Gedanke voll und ganz durchführen läßt.“ Da unsere Gegner hundertmal erklärten, daß ste Compromisse verachten und den Kampf für volle Durchführung ihrer Grundsätze beschlossen haben, so ist eine andere Folgerung nscht zulässig, als daß die socialdemokratische Partei neben der„Beseitigung der Privatwirthschaft, der Armuth und des Lasters“ für den Sturz der deutschen Monarchien zu Gunsten einer deutschen Republik einsteht. Es gibt eine ganze Menge un⸗ schuldiger Schwärmer, welche das Motto„Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ zum Leitstern ihres politischen Denkens erwählt haben. Realschüler und Gymnasiasten bilden den Hauptstamm dieser von Freiheitsidealen Berauschten. Während ihnen indessen die Männertugend des klassischen Alter— thums vorschwebt, die unter republikanischer Staats- form am besten zur Entwickelung gelangen könne, schaaren sich die Herren Socialdemokraten um die in Blut getauchte Fahne, welche in den Schlachten vorangetragen wurde, die vergeblich, aber doch grausam und nichtswürdig zum Zweck des Um- sturzes der gesellschaftlichen Ordnung, der Berau— bung der Wohlhabenden, der Beleidigung der Bildung und zu Gunsten der Pöbelherrschaft ge— schlagen wurden. Eine Partei solcher Tendenz, — welchen Namen verdient sie? Fast jede Nummer des„Vorwärts“ beschäftigt sich mit„Unseren Brü⸗ dern in der Armee“. Daß dies Blatt Aufhebung des stehenden Heeres und Einführung der Volks- wehr verlangt, rechnen wir ihm nicht zum Vor⸗ wurf an. Die Motive dieses Verlangens sind M. 60—65. Kühe und Rinder 1. Qual. M. 60.—, 2. Qual. M. 56—58. Kälber 1. Qual. M. 5860. 2. Qual. M. 45—50. Hämmel 1. Qual. M. 52—54., 2. Qual. M. 50.—. ö Frankfurt, 2. Juli. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 42. Nr. 2 M. 38., Nr. 3 M. 34., Nr. 4 M. 30., Nr. 5 M. 24. Noggenmehl%(Berliner Marke) M. 27., do. II(Berliner Marke) M. 22., Weizen ab Bahnhof hier M. 27.50., ab unserer Umgegend M. 27.—., fremder je nach Qual. M. 22— 26.75. Korn M. 16— 20.25. Gerste M. 19— 21. Haf, M. 1417.25. Kohlsamen M. 32—33. Erbien M. 21—24., Wicken Be. 17.50., Linsen M. 2130. Rüvöl M. 72. Die Preise verhehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht— 100 Kilo. Main:, 2. Juli. vrooncten-Markt. Waizen per Juli 23.50, per Nov. 22.15. Korn per Juli 16.15. per Nov. 15.70. Hafer per Juli 15 05., per Nov. 15.25. Rüböl per Juli—.—., per Oct. 34.60. Verloosungen. Karlsruhe, 30. Juni. Gewinnziehung der badischen 35 fl.⸗Loose. Die folgenden 10 Nummern acwannen je 1000 Gulden: Nr. 4335 27094. 70457, 70497, 117611 133111 203317, 280786 302321, 324819. Wilkow am Kilija-Donau-Arm eingetroffen. Meininger 7 fl. Loose vom Jahre 1870. Ziehung am 2. Juli. Gezogene Serien: Nr. 191 838 freilich nicht verborgen. Die Socialdemokratie fühlt, daß das Heer eine der Hauptsäulen der bestehenden Gesellschaftsordnung ist und daß diese ultima ratio alle Pläne der Feinde des Eigen- thums zu Schanden machen muß, sollte es wirk⸗ lich, was wir nicht befürchten, zur Ergreifung der äußersten Mittel bei Niederhaltung der Freunde des Umsturzes kemmen. Der Einsturz dieses Pfeilers würde daher unsern Gegnern selbstverständlich will. kommener als alles Andere sein. Aber dies Ver— langen trägt doch so sehr den Charakter eines „frommen“ Wunsches, ist so aussichtslos, und Diejenigen, welche Erfüllung desselben verheißen, machen sich so grenzenlos lächerlich, daß wir dieser Seite socialdemokratischer Politik mit Achselzucken begegnen können. Schlimmer ist es schon, daß die Freunde der Armee es sich angelegen sein lassen, im Schooße derselben Mitarbeiter für ihre eigene Agitation zu werben. Soldaten sind gern gesehene Correspondenten socialdemokratischer Blätter. Sie benutzen die Spalten unserer Gegner zur Lästerung 5083 5771 6863 7507 7692 8441 8590 8677 9368 9550 f ö dürste, Enric Treue q Ol Anwen Der, Mita ist in! ati auswe bergtb q ti dl fl Ihr einer 0 die sich der ftei⸗ unt ganz hundertmal tu idtis Rialschüler dann diestt ibrend ihnen ichen Alter⸗ cer Staats ⸗ agen könnt, 5 um dit Schlachlen aber doch 9 sagt die Exped. d. Anz. unserer Heereseinrichtungen, zur Herabziehung der im Interesse der Disciplin nothwendig befundenen Uebungen, zur Erregung des Neides gegen die einjährig Freiwilligen(die„Bourgeois Söhnchen“) u. s. w. u. s. w. Spricht doch ein Soldat im„Vorwärts“ vom 10. Juni von der „Ungerechtigkeit, welche gleichsam das leitende Prinzip des Militärstaates“ sei! Indem die social- demokratischen Zeitungen zu solchen Kundgebungen aus militärischen Kreisen ermuthigen, begeben sie einen Frevel, der nicht genug gebrandmarkt wer— den kann und sehr bedauernswerthe Früchte zeitigen dürfte. Kommt der Name des Soldaten, der die Einrichtungen des Feldherrn, dem er den Eid der Treue geleistet hat, in so schamloser Weise verräth, zu Ohren der Vorgesetzten, so sind dieselben zur Anwendung äußerst strenger Strafen verpflichtet. Der„Vorwärts“ kann sich dann rühmen, seine Mitarbeiter ruinirt zu haben. Noch viel trauriger ist indessen, daß sich die Organe der socialdemo— kratischen Partei zu Richtern über die Stellung aufwerfen, welche die Offiziere bei Diseiplinar— vergehen gegenüber den Mannschaften einnehmen. In einem Körper, der nach Hunderttausenden zählt, von denen jedem Einzelnen Gehorsam aufs Wort zur unnachgiebigen Pflicht gemacht wird, ist es unvermeidlich, daß sich hie und da ein Maugel an Subordination ereignet und daß derartige Vor— kommnisse unerbittlich geahndet werden müssen. Wäre es anders, duldete man im Herzen des Volkes einige hunderttausend bewaffnete und waffen— geübte Männer, die der Disciplin entbehren, so würden unsere gesellschaftlichen Zustände voraus- sichtlich ganz entsetzliche sein. Die Stütze der Ordnung wäre dann unsere Geißel. Das deutsche Volk hat seinen Heerführern dankbar dafür zu sein, daß es streng untersagt ist, Disciplinarver⸗ gehen und die Maßregeln, welche gegen dieselben ergriffen wurden, an die Oeffentlichkeit zu bringen. Hierdurch wird falschen Auslegungen von Vor— gängen, die sich der Beurtheilung des Publikums entziehen, von vornherein vorgebeugt. Verletzt aber einmal ein Militär das Geheimniß, so er— mangeln die socialdemokratischen Blätter fast nie— male, dem betreffenden Vorgange die ihnen gut dünkende Beleuchtung zu geben, um ihn im Interesse der eigenen Agitation auszubeuten. Da es nun in der menschlichen Natur liegt, daß die Bestraften geneigt sind, sich für unrecht verfolgt zu erachten, so nähren die Blätter unserer Gegner die Keime des Mißmuthes im Militärstande. Die Haltung unserer Truppen im Frieden und auf dem Schlacht- felde beweist, daß diese Keime nur in verschwin— dend kleiner Zahl vorhanden und bis jetzt noch gänzlich bedeutungslos sind. Wird denselben aber Tag für Tag von auswärts nährender Saft zu⸗ geführt, wer bürgt dafür, daß jene hier und da doch nicht einmal ausschlagen könnten? Und selbst wenn, wie man mit Grund annehmen kann, die diesbezüglichen Einflüsse der Socialdemokratie bei der Armee fruchtlos bleiben, träufeln sie nicht das Gift des Mißtrauens gegen unsere Heeresleitung in diejenigen Kreise, welche durch die Organe der Socialdemokratie erreichbar, unter die jungen Leute, welche zu den Waffen berufen werden, und unter die Väter, deren Segen den zur Fahne eilenden Sohn begleiten sollte? Und die Partei, welche solches verschuldet, wie nennen wir sie? Es sei endlich als Todsünde der Socialdemokratie hervorgeboben, daß sie sich nicht entblödet, mit dem Erbfeinde der deutschen Nation zu liebäugeln. Die schamlose antideutsche Sprache socialdemo— kratischer Zeitungen, während deutsches Blut auf französischen Schlachtfeldern floß; die Proteste, welche von socialdemoktatischer Seite gegen die von der deutschen Kriegsführung während des Krieges und nach demselben zum Schutze des Vaterlandes erforderlichen Maßregeln erhoben wur— den; die Agitation gegen die Wiedereinverleibung deutschen Landes; die Festlichkeiten zu Ehren des Petroleumaufstandes französischer Communisten, dies Alles läßt sich den Socialdemokraten nicht ver— zeihen. Und da jene Partei derartige Anschau— ungen nicht im innersten Winkel des Herzens ver— birgt, da sie dieselben im Gegentheil auf allen Gassen und Straßen predigt, welchen andern Namen verdient sie, als den ihr schon in weiteren Kreisen beigelegten, den Namen: Socialdemagogie? Geld- Cours. Frankfurt am 3. Jult 1877. 20 ⸗Frankenstücke Mk. 16 28 32 Englische Sovereigns„ 20 Russische Imperiales„ 16 6570 Holländische fl. 10-Stücke. E 16 63 G. n„ 295964 Ducaten al marco 1 9 5964 Dollars in Gold J 4 17—20 5 5 51* 0 Holzversteigerung. 2033 Freitag den 6. Juli l. J., von Vormittags 9 Uhr an, wird in den Freiherlich v. Ritter'schen Waldungen zu Hof Hasselheck folgendes Eichen-Schälholz: 12 Raummeter Rundscheitholz, 13 75 Prügelholz 5058 Wellen Reiserholz, sodann 1,5 Raummeter Kliefern-Prügel⸗ 5 1„ Stock- und 62 Wellen Kiefern-Reiserholz an den Meistbietenden versteigert. Die Zusammenkunft ist in dem diesjährigen Lohschlag nächst der Usinger Straße. Friedberg den 28. Juni 1877. In Auftrag der Freiherrlichen Gutsverwaltung zu Rüdesheim: Heidt. 8 8 1 7 ö** Oeffentliche Aufforderung. 2068 Jakob Suchs land von Friedberg werden aufgefordert, gegen das am 14. Mai l. J. von diesem mit den be⸗ kannten Gläubigern abgeschlossene Arrangement, dessen Einsicht gestattet ist, Einwendungen binnen 3 Wochen sogewiß geltend zu machen, als dasselbe sonst bestätigt wird. Friedberg den 28. Juni 1877. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Pistor, Allwohn, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Hofraithe-Versteigerung. 2084 Dienstag den 10. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhause die Hofraithe der Friedrich Christian Ritzels Wittwe auf deren freiwilligen Antrag einer dritten und letzten Versteigerung ausgesetzt werden. Hierbei bemerken wir, daß bei entsprechenden Geboten die Genehmigung alsbald ertheilt werden soll. Friedberg den 2. Juli 1877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fo u e g. 0 3 70 Holzversteigerung. 2076 Mittwoch den 11. d. Mts. kommen in den Wald— ungen des Großherzoglichen Hauses, Distrikt Frauen— wald, Schlag XIX, folgende Holzsortimente zur öffent— lichen Verstesgerung: 280 Stück= 1,61 Festmeter Eichenschälholz-Reis— stangen, zu Baumstützen geeignet, 16 Raummeter Eichenschälholz⸗Scheiter, 23,5 50 0 Knüppel, 7378 Wellen Eich enschälholz-Reisig, 10 Raummeter 5 Stöcke. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im Holzschlag. Ober Rosbach am 3. Juli 1877. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. Sr ga ck. Ein Laden auf der Kaiserstraße wird zu miethen gesucht. Von wem? 2062 Unbekannte Gläubiger des Uhrmachers Johann werden und zwar mit Zusicherung des unbedingten Holz ⸗Versteigerung. Dienstag den 10. Juli l. J., Vormittags 10 Uhr, werden in dem hiesigen Gemeindewald, Distrikt Lohr— weide, nachstehende Holzsorten einer öffentlichen Ver— steigerung ausgesetzt: ö 150 Stück Eichenstangen, 1,50 Kubikmeter Inhalt, 74 Raummeter Eichen-Knüppel(Eichen⸗Lohschälholz), 2090 Eichenwellen. Gegen Bürgscheine gegeben. Assenheim den 22. Juni 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Assenheim. Be st. 2063 wird Frist bis Martini!. J. Mela n tu hn g. 2069 Montag den 9. Juli J. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in der Wirthschaft des Isaak Stern dahier die sämmtlichen Immobilien der Christian Völkers Eheleute zu Bruchenbrücken, bestehend in Aeckern, Wiesen und Gärten zum zweiten- und letztenmale einer öffent⸗ lichen meistbietenden freiwilligen Versteigerung ausgesetzt Zu⸗ schlags. f Die Grundstücke werden nur parzellenweise versteigert. ö Die Steigschillinge sind in 6 Martinizielen(1877 bis 1882) mit 5 Prozent Zinsen von Martinitag 1877 gan zu bezahlen. Grundbuchsauszug, sowie Versteigeruns bedingungen können auf Großherzoglichem Ontsgerichtsbüreau dahier eingesehen werden. ö Bruchenbrücken am 2. Juli 1877. ö In Auftrag . Großherzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Bruchenbrücken Wagener. ö 1 Bekanntmachung. 2067 Freitag den 6. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, soll eine zu Gunsten der Gemeindekasse Groß-Karben gepfändete Dampfmaschine auf hiesigem Burgermeisterei⸗ Bureau öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung ver- steigert werden. Klein-Karben am 28. Juni 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Klein-Karben. Schneider. 2075 Samstag den 7. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr, soll die Beerndtung von 20 Stück Kirschbäumen auf der Bahnstrecke Friedberg⸗ Bad- Nauheim bei Bahn— wärterhaus Nr. 204 öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Friedberg den 1. Juli 1877. 1 ö 1 Der Bahnmeister Gimbel. N 7 Anzeige 1. 2006 In Gießen, in unmittelbarer Nähe der Stadt, il eine in der schoͤnsten und gesundesten Lage befindliche Besitzung, aus drei Morgen des besten Gartenlandes, aus Wohnhaus und Stallungen bestehend, unter recht ande Bedingungen zu verkaufen. Der günstigen Lage und der sonstigen Verhaͤltnisse wegen eignet sich diese Besitzung zum Betriebe einer Milch-, einer Wein— und Blerwirthschaft, zur Errichtung eines Branntwein— und Liqueur- oder eines andern Fabrikgeschäfts. Versteigerung. 2053 Freitag den 6. Juli, Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in dem Gasthaus„Zum Adler“ in Kaichen nachgenannte Gegenstände meistbietend gegen baare Zahl⸗ ung zur Versteigerung gebracht: 1 Aepfelmühle mit gußeisernem Getriebe, 1 Kelter— bütte, 2 Vorstellzüber, 2 Waschbütten, 1 Fleisch⸗ ständer, 1 kleiner Backtrog, 1 Handwägelchen, 2 Bett⸗ stellen, Bettwerk, 1 Kleiderschrank, 1 Tisch, Bett tücher, Tischtücher, Servietten, Handtücher, 1 Kessel von schwerem Pontonblech, 46 Maß haltend, 1 Petro⸗ leumherd und sonstiges Kuchengeräthe. Ipotheken- Etter. Schutzmarke Nr. 99. % Flasche à Mark 0.70, 1 7¹ 3 1.20 3 Bittere Magenkräuter, per Packet mit Ge- brauchsanweisung 50 Pfennig. Maiwein-Syrup aus frischem Gebirgswald- meister. Eine Flasche mit 10 Flaschen Wein geben 11 Flaschen Maiwein von feinstem Geschmack. Pro Flasche Mark 2.50. Maiwein-Essenz, per Flacon 50 Pfennig zu haben bei Frau Hoflief. Windecker in Friedberg. Pla. J. Weiss in Nauheim. Technische Fachschulen der Stadt Buxtehude bei Hamburg.(Reorgan. Technikum), Baugewerk—, Kunstgewerbe-, Maschinenbau- u. Architekturschule.— Diplom- und Meisterprüfungen.— Städtische Logir— häuser.— Vorschule den 9. Okober, Haupteursus den 6. November. Programme und Lehrpläne gratis. Schleuuige Anmeldungen an den Direktor Mitten- Kofer. Besuch im Winters. 1876/77 1909 226 2070 Beginn des neuen Quartals! . 8 — 3 5 8 Deste Zeit zum Abonnement. E 5 88 89 1 8 E 2 2 aheim. —. Die soeben erschienene Nr. 40 enthalt: Die beiden Marien. Roman von Alexander Roͤmer— — Zur 500jährigen Jubelfeier des Ulmer Münsters. Von W. Frommel. Mit Originalzeichnung von B. Mann— feld: Das Münster in Ulm.— Im türkischen Lager bet Schumla.— Der Verfasser des deutschen Robinson.— Das Glück. Roman von Vietor von Strauß.(Fort⸗ setzung.)— Hinzula. Ein Almenlted aus dem 12. Jahr⸗ hundert von Carl Stieler. Mit Originalzeichnung von Wold. Friedrich.— Am Familientische: Memorial eines Straßburgers aus der Zeit der Kapitulation. Von K Hackenschmidt.— Aus Dr. Schliemann's Jugendleben. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg. Windeckers Lelsenkeller. Montag den 9. Juli, Nachmittags 4 Uhr Grosses Concert, ausgeführt von dem Musikcorps des in Wetzlar garnis. Jäger- Bataillons unter Leitung ihres Kapellmeisters Herrn Hänseroth. Entrée à Person 40 Pfennig. 2079 Conrad Heß. Ossenheimer Wäldchen. 2074 Sonntag den 8. Juli findet bei Harmonie- und Tanzmusik das Kirschenfest statt, wozu freundlichst einladet G. F. Korndörfer. —— Conrad Heß 2080 a empfiehlt Lagerbier pr. Flasche 20 Pf., pr.: Flasche 10 Pf., 1% Flasche 13 Pf. Pilsener Bier pr. Flasche 26 Pf., pr. Bei Abnahme von 6 Flaschen liefere frei ins Haus. 500 Stück/ breites schweres Leinen für Hemden und Betttücher, der Meter 62 Pf. Zweischläfrige Leinen⸗ĩBetttücher obne Naht abgepaßt, das Stück M. 3. Zweischläfrige schwere Victoria⸗Bettdecken mit Fransen, das Stück M. 3. Schwere graue Kolter und Pferdedecken, das Stück M. 2., M. 2. 40 bis 5 M. Rothe und weiße Kolter, das Stück M. 7., M. 8., M. 9. bis 15 M. 10% breite gute Fußteppichstoffe, der Meter M. 1. 70, ¼ö breit 80 Pf. 10/ breit reich ramagirter Vorhangsmull mit Bogen, der Meter 75 Pf. Schwerer guter Barchent für Betten, der Meter 60 Pf., 70 Pf. und höher. Schwere üchtfarbige Bettzeuge, breit, der Meter 45 Pf., 50 Pf. und höher. Tischtücher, das Stück M. 1. 20, Handtücher, der Meter 29 Pf. 3000 Stück Kleiderstoffe für Frühsahr, Sommer, Herbst und Winter, der Meter von 50 Pf. an. 1000 Stück Brillantines für Kleider und Ueberzüge, der Meter 55 Pf. 2000 Stück ¾ breite Cattune, ächtfarbig, für Kleiver und. Ueberzüge, der Meter 40 Pf. Weiße und graue Shirtings, der Meter von 25 Pf. an Guter Buxkin für Rock, Hosen, Weste, der Meter 4 und 5 M. MW. Fuhrlander Nachfolger, Fahrgasse 85, Frankfurt a. M. Sonntags ist mein Laden offen. Dalerländ. euetbersicherungs-Aclien-Geselscha in Elberfeld. Gegründet im Jahre 1823. Der Geschäftsstand am 1. Januar 1875 war folgender: Die laufende Versicherungssumme 2,185,138,728 Mark. Die Prémien- und Zinsen⸗Einnahme 4,091,478„ Die Kapital- und Prämien-Reserve 3,8660 Das Grund⸗Kapital der Gesellschaft 6,000,000„ Die Gesellschaft übernimmt Versicherungen gegen Feuersgefahr auf Mobilien, Früchte, Vieh ꝛc. zu billigen und festen Prämien. 5 535 Die unterzeichneten Agenten ertheilen gerne nähere Auskunft und nehmen Versicherungs⸗Anträge entgegen, welche stets schnellste Erledigung finden werden. Nathan Strauß in Butzbach. Joh. Werner II. in Ober⸗Mörlen. Jos. Müller in Bönstadt. J. Weitzel in Stammheim. C. Löschhorn in Griedel. L. Mackowsky in Vilbel. Phil. Reimer in Gambach. 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Adolf⸗Stiftung werden alle Mitglieder und Freunde des Vereins nach Burg⸗Gräfenrode auf den 22. Juli d. J., Nachmittags 2 Uhr, freundlichst hiermit eingeladen. Pfarrer Dr. Steinmetz von Mainz wird die Festpredigt balten. Kaichen am 1. Juli 1877. Für den Vorstand; Fertsch. 2073 Sonntag den 8. d. Mts. findet auf dem Selzerbrunnen Harmonie und Tanzmusik statt, wozu freundlichst einladet P. Weitzel. Pttis-Scheiben-Schießen zu Bönstadt. Sonntag den 8. Juli d. J. und die nächst darauf⸗ folgenden Sonntage hält der Krieger⸗ und Militärverein zu Bönstadt ein Preis- Scheibenschießen ab. Die Preise zerfallen in 12 Theile, indem der erste Preis auf 30 Mark, der letzte auf 6 Mark festgestellt ist. Es wird daher ein jeder Schütz mit seiner eigenen Waffe dazu auf's Freund⸗ lichste eingeladen. Bönstadt den 3. Juli 1877. 2081 Der Vorstand. Geld gefunden letzten Sonntag auf der Kaiserstraße. 2051 Fünf in gutem Zustande befindliche Bienen⸗ stöcke nebst Halle, Bienenkörben und Untersatzkasten sind wegzugshalber bis zum 10. d. Mes. billig zu verkaufen bei Bad⸗Nauheim. J. P. Bailly, Johannesstraße 197. NB. Käufer kann die Bienenstöcke bis zur Ausbeute⸗ zeit stehen lassen. Herren- und Anaben-Hemden, 614 feine Einsätze, Vorhemden, Taschentücher, weiße Unterröcke, Kragen und Mauschetten außerst billig bei K. Friedrich. 2072 Ich erkläre hiermit, daß ich die gegen Simon Schütz Eheleute zu Ober-Wöllstadt gethane Nachrede als grundlos hiermit zurücknehme. Stefan Brotzler. Lehrlingsgesuch. In meiner Buchdruckerei kann ein Lehrling sofort eintreten. Carl Bindernagel. 1 5 60 Fuder Strohseile 1960 hat zu verkaufen Friedberg. Heinrich Schäfer, Metzger. 2066 Die Lieferung von Handkäsen— 10—12 Stück auf's Pfund— im alljährlichen Bedarf von 5—6 Centner und monatlichen Lieferungen von 40— 50 Pfund soll alsbald vergeben werden. Geeignete Refleetanten werden eingeladen unter Angabe der Adresse ihre Preis-Offerten an die Exped. d. Anz. zu senden. Socken und Strümpfe, sowie Strumpflängen für Erwachsene und Kinder billigst bei 639 K. Friedrich. Für die Großherzoglichen Bürgermeistereien: Formular zu Gesinderegister, 1„Aufforderungen (Formular Nr. 1 und 2 der Gesindeordnung) ist vor⸗ räthig bei Carl Bindernagel. 2065 Allen, welche uns ihre Theilnahme an dem herben Verluste, der uns betroffen, in so reichem Maße bezeigten, sagen wir unsern tiefgefühlten Dank. Friedberg. Carl Trapp. Sophie Trapp. Danksagung. 2085 Allen Denen, welche unsere Tochter Ling zu ihrer letzten Ruhestätte geleiteten, sagen wir unseren tief— Wilhelm Ulrich, iristine Ulrich, geb. Jaber. Friedberg. Sbraclitischer Gottesdienst in Friedberg. Beginn: 0 Freitag Abends 7 Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 8