1 0. 1877. Aer, At Dienstag den 4. Dezember. M142. 0 5 endz 1 1. Thun 1 »Oberhessischer Anzeiger. * Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. —— Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier— ungsblatt Nr. 46 enthält: I. Bekanntmachung üver abgekürzte Maß- und Ge— wichtsbezeichnungen: Längenwaße: Kilometer km, Meter m, Cenlimeter em, Millimeter mm. Flächen maß“: Quadrat kometer qxm, Hektar ba, Ata Quadtatmetet qm, Quadrat tenlimetet gem, Quadraimillmeter amm. Körpermaße: Nubikmeier edm, Hekloltter hl, Luer 1 Kubekcentimeter eem, Nubikmillimeter mm. Gewichte Tonnest Kilogramm kg Gramm g, Milligramm mg. Den Buchstaben werden Schlußpunkte nicht beigefügt. Die Buchstaben werden an das Ende der vollständigen Zablenausdrücke— nicht über bas Decimalkomma derselben— gesetzt, also 5,37 m— nicht 5 m 37 und nicht 5 m 37 em. Zur Trennung der Einerstellen von den Decima, stellen dient das Komma nicht der Punkt. Sonst ist das Komma bei Maß- und nen Abtheilung mehestelliger Zablenausdrücke. 0„0(heilung ist durch Anordnung der Zahlen in Gruppen zu ingetaschen je 33 ffern, vom Komma aus gerechnet, mit angemessenem Zwischenraum zwischen den Gruppen zu bewirken. d Taptzirr, II. Bekannimachung über die Nichterhebung einer Umlage in Bermersbeim. III. Ordeusverleibungen. IV. E mächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. V. Dienstnachrichten. VI. Concurrenzeröffnungen. Erlediat sind: die kath. Schulstelle zu Groß-Umstadt, Gehalt 942 M. 86 Pf.; die 1. Schulstelle in Messel, Gehalt 901 M. 8 P..; die 2. Lehrerstelle an der Schule zu Grünberg, Gehalt 1371 M. 50 Pf.; die 2. Schulstelle zu Kelsterbach, Gehalt 854 M. 46 Pf.; die exang. Pfarrstelle zu Raunheim Gehal! 3333 N. Berlin, 28. Nov. Die Criminal Polizei hat einen übel berüchtigten Menschen Namens Perbst zum Geständniß gebracht, daß die Briefe ein das Polizei- Präsidium in Sachen des„Atten— säters Lubowski“, die dessen Ankunft anzeigten, son ihm herrührten. — 30. Nov. In dem Proceß gegen den Schriftsteller Rudolf Meyer, welcher beschuldigt ist, durch die Broschüre:„Politische Gründe für die Corruption in Deutschland“, den Fürsten Bismarck beleidigt zu haben, verurtheilte heute die Criminal Deputation des hiesigen Kreisgerichts den Ange- llagten in contumaciam zu einem Jahr Gefängniß. Die von Dr. Guido Weiß erhobene Nichtigkeits- Beschwerde gegen das Urtheil des Kammergerichts, pelches wegen Majestäts Beleidigung auf drei Monate Festungshaft erkannt hatte, ist heute vom Obertribunal zurückgewiesen worden. Dec. In der gestrigen und heutigen belschreinel, Abubofe. nen Nobels, 1 elonguts, .* 1. fle tathung des Etats des Cultus-Ministeriums fort- „ dich, gesetzt. Dem Hause ist der Gesetzentwurf über a 14 debe zie Umgestaltung der sächsischen Domstiste zuge- een bangen. 5 ersehe Kitzingen, 1. Dec. Bei der am vergangenen due Dienstag stattgehabten Stichwahl für die Wahl a0 tines Rrichstags⸗Deputirten des Kreises Kitzingen 1 24 erhielt Graf Schönborn(Centrum) 9485, Pro- sessor Roth(liberal) 8517 Stimmen. bet Straßburg. Eine vom„Reichs- Anzeiger“ zeröffentlichte kaiserl. Verordnung beruft den elsaß⸗ lothringischen Landes- Ausschuß auf den 0 irc ach Straßburg. 760 Ausland. 110 Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 29. Nov. Der Ausgleichs-Ausschuß hat die Bestimmung ange ig dommen, daß die Zölle in Gold zu entrichten sind. a a Frankreich. Paris, 29. Nov. Der n NMarschall-Präsident hat heute den Präsidenten der Deputirtenkammer, Grévp, empfangen. 5 6. T— 30. Nov. Die Besprechung des Präst⸗ e enten mit Grévy war bis jetzt noch erfolglos. — Der Rührer Mac Mahon's ist wahrscheinlicher, 11. 5 16˙ Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde die Be⸗ als daß er nachgibt. Die Mehrheit des Senats ist gegen eine zweite Auflösung der Kammer. Versailles, 29. Nov. In der heutigen Sitzung des Senats befürwortete Denormandie den Antrag Feray auf Ernennung einer Unter- suchungs-Commission wegen des Nothstandes von Handel und Industrie. Rouland(Gouverneur der Bank von Frankreich) erklärte sich ebenfalls zustimmend, indem er hervorhob, daß die Krisis bereits zwei Jahre zurückreiche; das beste Mittel, derselben abzuhelfen, wäre ein Waffenstillstand der politischen Parteien verbunden mit der Votirung des Budgets. — 30. Nov. Der Senat beschäftigte sich Gewichtszahlen nicht anzuwenden, insbesondere nicht zur heute mit der Ernennung der 18 Mitglieder der Solche Ab Untersuchunge⸗Commission über den Nothstand von Handel und Gewerbe zworläufig kam nur die Wahl von 14 zu Stande, davon gehören 11 der Rechten an,— Auf die Nachricht, daß mehrere Senatoren und Deputirte bei den Präsidenten beider Kammern Schritte gethan hätten, um ihren Besorgnissen bezüglich der Sicherheit der Volks Vertretung Ausdruck zu geben und die Mittel, durch welche sie eventuell vertheidigt werden könne, in Erwägung zu ziehen, hat der Marschall-Prä⸗ sident Veranlassung genommen, die Präsidenten der Deputirtenkammer und des Senats zu sich zu laden und ihnen die Versicherung zu geben, daß derartige Befürchtungen ohne Begründung seien und die Volks Vertretung keinerlei Gefährdung ausge— setzt sei. Großbritannien. London. Die britische Flotte, welche die Besika Bey verlassen sollte, um bei Smyrna oder Malta zu überwintern, ist jetzt angewiesen worden, in der Besika-Bey zu verbleiben. Italien. Rom, 1. Dee. In der Deputirten⸗ Kammer machte der Minister des Innern, Nicotera, bei Berathung des Budgets des Ministeriums des Innern die Mittheilung, daß es gelungen sei, das Brigantenthum zu beseitigen und die öffentliche Ruhe wieder herzustellen. — Der„Standard“ signalisirt aus Konstan⸗ tinopel den Ausbruch eines ernstlichen Zwistes zwischen der Pforte und Italien wegen der Beschlag⸗ nahme zweiter italienischen Schiffe im Bosporus, welche die Blokade passirt hatten. Der italienische Gesandte Corti drohte, sofort die Blokade für unwirksam zu erklären, falls die Schiffe nicht freigegeben würden, und erklärte, daß Italien die äußersten Maßregeln ergreifen und die Pforte zwingen werde, nachzugeben. Türkei. Constantinopel. Weitere Nach- richten von hier bestätigen vollkommen den einge- tretenen Umschwung. Mahmud Damat's Einfluß ist beseitigt, die Idee eines Sonder-Friedens auf— gegeben. — 29. Nov. Ein vom gestrigen Tage datirtes Telegramm Suleiman Pascha's aus Rasgard be— richtet von einer starken türkischen Offensiv-Recognos⸗ cirung, welche am Dienstag von Kadikioi mit 40 Bataillonen Infanterie, Cavalerie und 8 Batterien Artillerie in der Richtung auf Trestenik und Metschka unternommen worden sei. Nach einem mehr- stündigen heißen Kampfe mit den fast gleich starken Russen seien diese zuerst gegen Trestenik zurückge- worfen; nachdem sie aber Verstärkungen erbalten, mußten sich die Türken in der Defensive halten und kehrten die Recognoseirungs-Truppen am nächsten Morgen nach Kadikioi zurück. — 209. Nov. Ein Telegramm Mehemed Ali's meldet, daß ein russischer Angriff auf die Balkan 1 Befestigungen bei Uerkrough und Delsepol abge⸗ wiesen wurde. — Der zum Commandeur der Reserve⸗Armee ernannte Reuf Pascha soll in Adrianopel ange— kommen und mit Herstellung eines Lagers von 50,000 Mann beschäftigt sein. Ejub Pascha hat das Commando am Schipka-Paß übernommen. Der Schneefall im Balkan ist stärker geworden. — Ein Telegramm Mrkhtar Pascha's aus Erzerum vom 30. Nov. berichtet: die Russen errichten Winter- Quartiere in den Dörfern der Ebene. Ihre Avantgarde steht auf Dewebogun, Es hat kein Engagement stattgehabt. — Djemil Pascha ist zum Gouverneur von Adrianopel ernannt an Stelle von Achmet Vefik Pascha, welcher wahrscheinlich Präsident der Kammer wird. Haidar Effendi ist zum Gouverneur von Angora ernannt. Montenegro. Cettinje, 1. Dec. Ein Versuch dreier türkischen Kriegsschiffe, Truppen vor Antivari auszuschiffen, wurde durch kräftige Beschießung Seitens der Montenegriner vereitelt. Serbien. Belgrad. Die serbische Regierung hat beschlossen, die Skupschtina auf den 15. Dec. nach Kragujevatz einzuberufen und derselben die serbisch⸗russische Convention, sowie das Budget vorzulegen. Die Belgrader Milizbrigade ist nach Saitschar abmarschirt. Der serbische Agent Christies in Konstantinopel hat als neueste Anweisung den Auftrag erhalten, seinen Posten nur dann zu verlassen, wenn er von der Pforte dazu aufge— fordert werde. Rumänien. Bukarest. Aus Bogot vom 29. Nov. wird officiell gemeldet: Nach einer sechstägigen Kanonade haben die Rumänen Lom Palanka besetzt. Die türkische Garnison hat sich nach Widdin zurückgezogen. Rußland. Petersburg. Man schreibt von hier: Von Eroberungs⸗Gelüsten ist in Ruß⸗ land außer von den slavophilen Schreiern keine Rede. Nur den Hafen von Batum, welcher zu- folge eines Versehens im Frieden von 1829 weg- blieb, dürfte Rußland beanspruchen und das übrige Armenien besetzt halten, bis die Pforte die Kriegs kosten gezablt hat. In Europa wird Rußland keine Scholle Land erwerben, sondern die in den christlichen Provinzen einzuführende Verwaltung dem europäischen Schutz unterstellen. — Officiell. Ueber die Einnahme von Etropol werden folgende Einzelheiten gemeldet: Der Kampf dauerte vom Morgen des 22. November bis um 3 Uhr Nachmittags am 24. November. Am 22. November wurde der ganze Tag dem Ge— plänkel und dem Herausschieben der Geschütze auf die Felsen gewidmet. Am 23. November Morgens eroberten die von Capitän Reutern geführten Frei— willigen des Preobraschensky'schen Regiments durch plötzlichen Angriff eine Redoute, in Folge dessen die von der Flanke beschossenen Türken ihre ganze vordere Linie verlassen mußten, welche sodann durch die Colonne des rechten Flügels unter dem Prinzen von Oldenburg besetzt wurde. Hierauf unterhielt diese Colonne ein Geplänkel bis zum Abend, während das Gleiche Seitens der Colonne des linken Flügels geschah, die sich zur Umgehung der rechten türkischen Flanke anschickte. Am 24. No- vember Morgens begann letztere Colonne unter dem Flügel- Adjutanten Obersten Lubowitzly immer mehr und mehr die Flanke der Türken und deren Rücken zu umgehen und zwang endlich den Feind, sich in die Haupt⸗Redoute zurückzuziehen, welche den * 4 . 8 7 1 f 1 1 10 1 1 1 1 4 72 16 3 ö 1 090 N 1 1 1 Eingang des Passes schloß. Die Türken entflohen aus derselben, worauf die Redoute durch eine Compagnie des Preobraschenski'schen Regiments besetzt wurde. Wegen der bereits eingetretenen Dunkelheit konnte die Verfolgung erst bei Beginn der Morgendämmerung am 25. November auf— genommen werden; auf derselben erbeuteten die Ekaterinosiw'schen Dragoner 3 Geschütze und 300 Wagen mit Munition und Proviant. — Die Eisenbahn von Bender nach Galatz ist vollständig fertig und wurde am 29. Nov. von einer Regierungs- Commission unter Baron Sternwall abgenommen. Die vierte Donau-Brücke bei Petroschani ist ebenfalls dem Verkehr über ⸗ geben worden. Zwei andere Brücken sind noch im Bau begriffen. — Amtlich wird aus Kars gemeldet: Am 27. Nov., Nachts, verließ Derwisch Pascha plötzlich vie Positionen Khazubani, nur unbedeutende Kräfte daselbst zurücklassend. In der Morgen⸗Dämmerung griff eine aus drei Bataillonen, acht Geschützen nebst zwei Sotnien Kosaken bestehende russische Colonne unter Oberst Kasbek Khazubani an und nöthigte die Türken, die Position gänzlich zu räumen. Letztere flüchteten in Unordnung hinter den Kintrischi⸗Fluß und wurden durch Schüsse bis zu den Anböhen Sameba und Zichidziri ver⸗ folgt. Die Russen erbeuteten ein Baracken Lager für 10,000 Mann, sowie Vorräthe an Proviant und Munition. Amerika. Wasbington, 1. Dez. Der Senat bestätigte die Wahl des Republikaners Kellog zum Senator von Louisiana und die Wahl des Demokraten Butler zum Senator von Süd- Carolina. Aus Stadt und Land. Ober- Rosbach. Dieser Tage erlegte Oberförster Strack von hier auf einer Jagd im Roßbacher Wald als seltene Jagdbeute durch einen Meisterschuß einen 140 Pfund schweren Keuler. Vilbel, 30. Nov. Geslern Nachmittag wurde ein 13jäbriger Knabe in der bi sigen Sandgrube verschültet und als Leiche hervorgebracht. Auch im letzten Sommer büßte ein älterer Mann in derselben Sandgrube durch das Zusammenrutschen von Erdmasse, welche stark unter⸗ wühlt war, sein Leben ein. Darmstadt. Die neuesten Mittbeilungen der Groß— herzoglichen Centralstelle für Landesstatistik enthalten nach⸗ stehende mieressante Uebersichten: Erstens über die Zahl der Eheschließungen, der Geborenen und der Gestordenen im Großberzogthum Hessen im Jah 1876 betrug die Zayn der Ebeschließungen 6982, die Zahl der Geborenen männ⸗ lichen Geschlechts 18210, derjenigen weiblichen Geschlechts 17044, und die Zah der Geboreren überhaupt 35254. Darunter sind lebend geboren 16294 männlichen und 15248 weiblichen, zusammen lebend und ehelich geboren 31542 Kinder, lebend aber unehelich geboren wurden 1145 Kinder männlichen und 1155 Kinder weiblichen Geschlech!s, zusammen 2300. Lebend geboren sind überbaupt 33842 Kinder, todigeboren, dagegen in 1876 1412 Kinder. Die Zaßl der Gestorbenen betrug einschlußlich der Todtgeborenen 11806 Personen männlichen und 10901 Personen weiblichen Geschlechts, zusammen 22707 Personen. Der alte Er— sahrun ssatz, daß sowohl bein den Geborenen wie bei den Geslorbenen die Zahl der männlichen Individuen siets höher wie die der weiblichen Individuen ist, wird durch diese Ueversicht aufs Neue bestäsiat.— Ferner sind im Jahre 1876 im Großberzog bum 320 Personen ausgewan⸗ dert. Davon enfallen auf Rheinbessen 137, auf Ober⸗ hessen 87 und auf Starkenburg 96 Personen. In gar keinem Verhältniß dagegen steben diejenigen, die sich in demselben Zeitraum in Hessen nasufalisirt haben. Im Ganzen fanden nur 47 Aufnahmsurkunden statt. Davon kommen auf Rbeinhessen 14, auf Oberbessen 21 und auf Starkenburg 12 Personen.— Die Feequenz der technischen Hochschule zu Darmstadt belief sich im Studienjabr 1876/77 auf 254 Studirende. aus andern deutschen Staaten 66 und aus dem Ausland 29. Das Ausland ist am stärksten durch Enaland und zwar durch 11 Studirende, ferner finden wir Ostindien, Nord⸗ und Südamerika durch 9 Schüler vertreten. Worms, 29. Nov. In dem benachbarten Abenheim wurde ein Mann, Namens Ganter, Vater einiger Kinder, durch einstürzende Erdmassen in einer Sandkaute dermaßen verletzt, daß er nach einigen Stunden starb. Bechtolsheim, 28. Nov. Heute Nacht ½3 Uhr brach dahier Feuer aus. In Folge des starken Windes verbreitete sich dasselbe mit großer Schnelligkeit über den größten Theil des der Kirche und den Schulhbäusern gegen— über liegenden Viertels, so daß fünf mit Frucht und Stroh angefüllte Scheuern und ebenso viele Ställe in hellen Flammen standen. Durch den starken Westwind, welcher das Feuer gegen den langgestreckten Ort bintrieb, drohte dasselbe sich auch auf das angrenzende Viertel zu verbreiten, was jedoch durch angestrengte Toätigkeit verhindert wurde. Außer den erwähnten Scheuern und Ställen brannte noch ein Wohnhaus ab; ein anderes wurde sehr stark beschädigt. Zwei Kühe, welche nicht mehr aus dem Scalle gebracht werden konnten, erstickten im Rauch. Der Schaden ist ein beträchtlicher. Allerlei. Petersburg. Ein Seitens des Ministers der öffent— lichen Arbeiten bekannt gemachter Bericht über Maßregeln zur Erleichterung des Eisenbahnverkehrs enthält folgende Angaben: das rollende Material wurde bis zum 1. October vermehrt um 228 Locomotiven und 4834 Waggons. Außer— dem wurden bestellt und sind bis zum 1. Mai 1878 ab zuliefern: 416 Locomotiven und 9400 Waggons. Ferner erwarb die Große Russische Eisenbahngesellschaft 100 Loco motwen und 3000 Waggons, und die Odessa-Eisenbahn 67 Locomotiven und 1380 Waggons. Handel und Verkehr. Friedberg, 1 Dee. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.10—25, Eier per Stück 7 Pf. Gießen, 1. Dee. Auf dem letzten Viehmarkt waren 771 Stück Rindvieh und 396 Schweine aufgetrieben. Gießen, 1. Dee. Wochenmarkt. Butter per Pfund M. 1 25, Eier per Stück 8 Pf. Tauben das Paar 60 Pf., Hühner per Stück 70 Pf., Hahnen per Stück 60 Pf., Enten M. 2. Gänse per Pfund 52 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 6 60. Frankfurt, 1. Dec. Der heutige Heu- und Stroh⸗ Markt war sehr gut befahren. Heu kostete je nach Qual. per Cent. M. 2403 20, Stroh per Cent. M 2 30— 2.50. Butter im Großen kostete 1. Qual. M 1 15-20, 2. Qual. M. 1.10, im Detail 1. Qual. M. 1 40, 2 Qual. M. 1.30 Eier per 100 M 6— 780. Weißkraut per 100 M. 12.—15. Kartoffeln M. 5 50— 6. Erbsen per 100 Kilogramm, geschälte M. 26.— 28. ganze M. 22.— 24. Bohnen M. 28— 34. Linsen M. 30.— 36. Fleischpreise: Ochsen⸗ fleisch per Pfd. 75 Pf., Rindfleisch 55— 60 Pf., Kuh⸗ fleisch 50— 54 Pf., Kalbfleisch 60— 70 Pf., Hammelfleisch 5563 Pf., Schweinefleisch 75—80 Pf. Mainz, 1. Dec. Producten-Markt. Waizen per März M. 21.60. Korn per März M. 15 30 Hafer per März M. 15 30 Rüböl per Mai M. 37.50. Marburg, 1. Dee. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1 15 1 30, Eier per Stück 8 Pf., Hasen per Stück M. 3.— 3.40, Gänse per Stück M. 3— 6, Hühner per Stück 80 Pf. bis 1 M, Hahnen per Stück M. 1.—1 50, Aepfel 6—8 Stück 10 Pf, Birnen 56 Stück 10 Pf., Nüsse 100 Stück 40 Pf Verloosungen. Freiburger Frs. 15 Loose vom Jahre 1861. Gewinnziehung vom 15. Nov. 1877.— Heimzablung am 15. Febr. 1878. Serie 5093 Nr. 46 Frs. 45000. S. 1601 Nr. 9 Frs. 4000. S. 939 Nr. 15, S. 1292 Nr. 48, S. 1440 Nr. 11, S. 1537 Nr. 14 S. 5093 Nr. 38, S. 5101 Nr. 6« Frs. 250. S. 939 Nr. 16, S. 1288 Nr. 15 41, S. 1440 Darunter befinden sich 159 Hessen, S. 4322 Nr. 7 Frs. 1000. Nr. 31, S. 1514 Nr. 20, S. 1537 Nr. 5, S. 1601 Nr. 49, S. 1678 Nr. 4. S. 2088 Nr. 4, S. 2646 Nr. 1, S. 3308 Nr. 4 S. 4322 Nr. 17, S. 4393 Nr. 34, S. 4495 Nr. 18, S. 5101 Nr. 38, S. 7362 Ne. 33 2 Frs. 125. S. 1043 Nr 4 10, S. 1288 Nr. 17, S. 1514 Nr. 14, S. 1537 Nr. 30, S. 1678 Nr. 47, S. 1845 Nr. 36, S. 3054 Nr. 42, S. 4147 Nr. 29 S. 4393 Nr. 1 21 29 33, S. 4873 Nr. 18, S. 5056 Nr. 22 5088 Nr. 26 36 S. 5280 Nr. 23 S. 5384 Nr. 24 43 S. 6134 Nr. 38, S. 6188 Nr. 6 25 42. S. 6248 Nr. 33, S. 6512 Nr. 19 26 39, S. 6946 Nr. 2, S. 7401 Nr. 8 3 Frs. 75. S. 102 Nr. 23, S 295 Nr. 12 24 40, S 343 Nr. 12 S 939 Nr. 36 39 47, S. 1043 Nr. 30 37, S. 1514 Nr. 38, S. 1537 Nr. 44, S. 1601 Nr. 25, S. 1845 Nr. 29, S. 2148 Nr. 9 12 36, S. 2646 Nr. 32 S. 3054 Nr. 28, S. 3308 Nr. 29 32, S 3607 Nr. 11. S. 3950 Nr. 11, S. 4184 Nr. 2. S. 4461 Nr. 11. S. 4670 Nr. 2 27 33, S. 5088 Nr. 23 35, S. 5093 Nr. 16 25, S. 5101 Nr. 13 49, S. 5280 Nr. 36 S. 5384 Nr. 15, S. 6188 Nr. 18, S. 6248 Nr. 7 28, S. 6946 Nr. 49, S. 6954 Nr. 9, S. 7202 Nr. 40 43 S. 7362 Nr. 7, S. 7401 Nr. 6 à Frs. 50. Alle übrigen Nummern in den am 15. Oct. 1877 gezogenen Serien erhalten den geringsten Gewinn von Frs. 19. Karlsruhe, 30. Nov. Bei der heutigen Ziehung der badischen 35 fl. Loose kamen folgende Serien heraus: 593 2937 123 7133 7575 837 2225 2077 3511 5135 4396 6758 3076 3670 2029 694 208 3665 3579 1866 6272 2318 5764 3963 3861 5279 1847 4716 5302 1001 Geld Cours. Frankfurt am 1. December 1877. 20 ⸗Frankenstücke Mk. 16 21 25 Englische Sovereigns„ 20 37—42 Russische Imperiales.„ 16 68—73 Holländische fl. 10⸗Stü ke. 16 65 G Duda ten 5 9 55 60 Ducaten al marco„ 9 60 65 Dollars in Gold 4 17—20 Auszug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Getraut: 25. Nov. Tarl Bruno Emil Heinriei, Musikus zu Bockenheim und Philippina Christina Berg aus Friedberg. Geboren: Dem Buchdruckereibesitzer Bernhard Eckey eine Tochter. Dem Handarbeiter Johannes Wilhelm Horst ein Sohn. Dem Gerber Heinrich Rothwisch ein Sohn. Gestorben: Johannes Dechert aus Storndorf 40 Jahre alt. Ferdinand Freund, Sohn der Peter Hambach Frau, 11 Monate alt. Ein todtgeborenes Töchterchen des Steinhauers Franz Rohmann. Wilhelm Fuhr aus Rimbach, Kreis Heppen⸗ heim, Zögling der hiesigen Taubstummen⸗ Anstalt, 11 Jahre 9 Monate alt. Bitte. Z3u der diesjährigen Christbescheerung für die fortwährend sehr stark besuchte hiesige Kleinkinderschule bitten wir die Bewohner unserer Stadt um gütige Beisteuer von Geld und sonstigen Gaben. Zum Empfange erklärt sich jede der Unterzeichneten gern bereit. Grade die jetzt schlimmere Zeit macht Mildthätigkeit doppelt nöthig und willkommen. Käthchen Baur. Wilhelmine Diegel. Amelie Braden. Johannette Klipstein. Hilda Dieffenbach. Christiane Schmidt. Christiane Werner. 19. Nov. 23. Nov. 24. Nov. 21. Nov. 22. Nov. 26. Nov. 29. 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M. 124997. 31 6843. 40 Wechsel⸗Conto⸗Corrente B.„ 3141.45 * Kaiserstrasse gegenüber dem Hötel Trapp. 11284. 52 Wechsel⸗Giro 4184. 99 9 9„ 1932.20 Wechsel Inkasso„„ — 2093. 6 27709. 7 A. Stoff ⸗Lager. B. Herren⸗Confection. 1 üffecken 00-70 Paletot⸗ Stoffe. Winter⸗-Paletots. M. 189306. 37 M. 160033. 45 Winter⸗Buckskins. Winter ⸗Saecos.—— 3 8— Winter⸗Cheviots. Complete Anzüge. 8 N a Winter⸗Kammgarn⸗Stoffe. Beinkleider. Die kaiserliche Hof- Chocoladen- . eee 3692 Fabrik in Cöln Schwarze u ch e. oppen. Fer 8 1 ire Aller Kang üer Schwarze Croistes und Satins. Schlafröcke.. 9— Bestellungen nach Maß werden unter Leitung eines f gerne dag l bestrebt be tüchtigen Zuschneiders schnell, elegant und preiswürdige kene d ercbelen C bang 4 ausgeführt. 3598 heinz; in Rockenberg: Apotheker F. Sames. 05 Fir ee dee Cine neue Waschmange Flachs⸗, Hauf⸗ Wergspinnerei, Weberei, Zwirnerei und Bleicherei ses b v beten be ph. ale in Bäumenheim, Bahn-, Post- u. Telegraphenstation in Bayern, Ein braver Junge prämiirt auf den Ausstellungen München 1868, 1871, 1872, 1874, 1875, Ulm 3697 kann die Schreinerei erlernen bei 1871, wien 1873, r Ph. Kappes. nimmt Flachs, Hanf und Abwerg fortwährend zum Lohuverspinnen, Weben, Zwirnen und 2 ck. Gehe n Herr J. Küchel in Homburg, äckselmaschinen N Chr. Aff in Butzbach, in eee Größen, sowie Dickwurzmühlen sind 7 2 4 rtig zu habe i landwirthsche chen Maschinen⸗ 77 J. Flick in Wetzlar und 05 e ee ae e 7 W H. M. Junghardt in Gießen. neu angekauften Geschäfte, Kaiserstraße, neben dem 1 N Landgericht dahier, vormals F. Ritzel. Schnellste und beste Bedienung wird zugesichert. Die Spinnerei trägt die Bahnfracht hierher Friedberg den 16. November 877. 5 und zurück; geringes Materlal ist nicht frachtfrei, ebenso Sendungen aus großen Entfernungen. 3536 K. Häuser. Musikverein in Friedberg. Concert Sonntag den 9. Dezember 1877, unter gefälliger Mitwirkung der Frl. A. Diehl aus Butzbach, des Herrn Concertmeister Richter aus Homburg, sowie des Herrn Seminarlehrer Link dahier 3701¹ Freitag den 6. Dezember, Abends 8½ Uhr. im Saale des Herrn Gastwirths Bayer in Bad⸗Nauheim Concert zum Besten einer Armenbescheerung, veranstaltet vom Institut Münch, unter freundlicher Mitwirkung einiger Herren von der Kurkapelle. Zur Aufführung kommt u. A.: Schneewittchen von C. Reinecke. Billete zu 50 Pfennig und 1 Mark für reservirte Plätze sind zu haben Abends an der Kasse und vorher im Institut. Des Zweckes halber wird herzlich um zahlreiche Betheiligung gebeten. 3699 rklü ö rklärung! Erkl 1 3702 Mit Bezug auf den gemachten Wahlvorschlag erkläre ich hiermit eine etwa auf mich fallende Wahl zum Gemeinderath, als mit meinen übrigen Geschäften unvereinbar, nicht annehmen zu können. Friedberg den 3. Dezember 1877. Carl Heidt. Mähler ver sammlung. 3703 In Folge der vorstebenden Erklärung ist der Wablvorschlag der vorberathenden Bürger⸗ versammlung hinfällig geworden und erlaubt sich der Unterzeichnete nunmehr zu einer öffentlichen Versammlung auf Dienstag den 4. Dezember, Abends 8 Uhr, in den Ratbhaussaal einzuladen. In Auftrag des Herrn Justizraths Trapp II.: A. Steinhäußer. 3708 Bei der bevorstebenden Gemeinderathswabl möchten wir Veranlassung nehmen einige frühere bewährte Mitglieder desselben in Erinnerung zu bringen: Georg Philippi, Gottfried Mondigler, Johannes Faleck, Emanuel Löb. Mehrere Bürger. Zur Gemeinderathswahl halten wir unseren ersten Vorschlag aufrecht bezüglich der Herren Carl Seriba, Eduard Ruths, Fritz Hecht. — Wir schlagen ferner vor Herrn Jean Huber zu wählen, da der früher vor⸗ geschlagene Herr Gg. Falck abgelehnt hat. Auch der neuerdings vorgeschlagene Herr Carl Heidt hat in einem Schreiben an Herrn Justizrath Trapp II. abgelehnt und bitten wir die demselben zugedachten Stimmen nunmehr auf Herrn Hecht zu übertragen. An alle Wahlberechtigten hiesiger Stadt! 3696 Motto: Gleiches Recht für Alle. Bürger, Wähler! Noch einmal erlauben wir uns solgende Herren zur Gemeinderathswahl vorzuschlagen: Lorenz Berg, Gottfried Mondigler, Emanuel Stahl, Georg Philippi. Wir hassen prinzipiell alle Parteilichkeit in kommunalen Angelegenheiten, aber wir halten es für unumgänglich nothwendig, daß, soll ein Gemeindewesen wirklich gedeihen, alle Stände in zugehörigen Personen vertreten sein müssen. Wir haben weder geheime Allerberufsarten— Bürgerversammlungen, noch sonst etwas Geheimes in Scene gesetzt, frei und offen empfehlen wir Diejenigen, welche unserer Ansicht nach auch qualisizirt sind, eventuellen Falles ihren Posten auszufüllen. Es ist wirklich an der Zeit, daß die sogenannte niedere Klasse endlich aus ihrem Schlafe erwacht, begreifend, daß sie nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte zu beanspruchen hat. Bürger, Wäbler! Laßt Euch durch Niemand, möge er auch sein wer er wolle, beeinflussen und wer Verständniß hat für die Aufgaben der Neuzkit, wer Gerechtigkeitsgefühl hat, der wähle die von uns vorgeschlagenen Herren! Friedberg. Viele Bürger. jeden Freitag und Samstag à Portion 20, 30, 40 und 50 Pfennig im„Deutschen Haus“ bei E. Schramm. Wilh. Fertsch. Kappen, Seiden- und Filzhüten. Frische Helgolander Schellsiche 3700 bei empfiehlt sein reichhaltigst assortirtes sowie stets das Neueste in Pelzwaaren⸗Lager, 5 — 2 — S ——— —— 85 8 S 2 . 3 „ 2. 5„ 5 D 2 8 8 3 . 2— 0 8—— 0— 22 5 XX 80 2 —— 8 5 2 2 1 8 11282 f 2 * 9 E 5 S S * 5 2 E S8 . n 8 S 5 S 2 2 8 88 — 2 8 8 28 S J A. Windecker, Hoflieferant. Ein junger Mann sucht Beschäftigung auf einer Schreibstube. rangeat, Anis, Citronen, erfragen bei der Exped. d. 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