351 7 ** s 8 — 1877. Donnerstag den 4. October. M 116. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Betreffend: Uebereinkunft zwischen Deutschland und Belgien in Beziehung auf Unterstützung und Heimschaffung der Hülfsbedürftigen. In Folge Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 14. dieses Monats zu Nr. M. d. J. 12,999 bringen wir die nachfolgende Uebereinkunst zur öffentlichen Kenntniß. Friedberg am 30. September 1877. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Declaration zwischen Deutschland und Belgien in Beziehung auf Unterstützung und Heimschaffung der Hülfsbedürftigen. Vom 7. Juli 1877. Die Kaiserlich Deutsche Regierung und die Königlich Belgische Re— gierung sind über nachstehende Bestimmungen in Beziehung auf Unter stützung der hülfs bedürftigen Angehörigen des einen Landes innerhalb des Gebietes des anderen und Heimschaffung derselben übereingekommen: Art. 1. Jeder der beiden vertragenden Theile verpflichtet sich, dafür zu sorgen, daß innerhalb seines Gebietes den hülfs bedürftigen Angehörigen des anderen Theiles dieselbe Unterstützung gewährt werde, welche dem eigenen Hülfsbedürstigen nach den gesetzlichen Bestimmungen über öffentliche Unterslützung zu theil wird. Wird ein hülfsbedürftiger Angehöriger des einen Theiles aus dem Gebiete des anderen in sein Heimathland zurück— geschafft oder ausgewiesen, so ist der ausweisende Theil verpflichtet, dem- selben die zur Erreichung der Grenze erforderlichen Mittel zu gewähren. Art. 2. Die Heimschaffung eines Hülks bedürftigen muß ausgesetzt werden, wenn und so lange es der Gesundheitszustand desselben erfordert. Frauen dürfen nicht von ihren Ehemännern, und Kinder unter sechszehn Jahren nicht von ihren Eltern getrennt werden, außer in den in dem folgenden Artikel vorgesehenen Fällen. Art. 3. Hülfsbedürftige, welche in Folge von Krankheit oder Alter erwerbsunfähig geworden sind, desgleichen Waisen, verlassene Kinder und Geisteskranke sollen, wenn sie auf öffentliche Kosten verpflegt oder unterbalten werden, nur auf vorhergehenden Antrag, welcher im diplomatischen Wege von der einen an die andere Regierung zu richten ist, übernommen werden. Art. 4 Der Antrag auf Uebernahme darf nicht aus dem Grunde abgelehnt werden, weil der betreffende Hülfsbedürftige seiner früheren Staatsangehörigkeit verlustig gegangen ist, sofern er nicht eine andere Staatsangehörigkeit erworben hat. Ebenso wenig kann die Uebernahme ausgewiesener oder an die Grenze ihres Heimathlandes zurückgeschaffter Personen, welche ihre frühere Staatsangehörigkeit verloren, eine andere aber nicht erworben haben, von ihrem Heimathlande verweigert werden. Art. 5. Die heimzuschaffenden Hülfsbedürftigen Deutscher Herkunst sollen durch die Belgischen Behörden der Polizei-Direction zu Aachen, die heimzuschaffenden Hülfs bedürftigen Belgischer Herkunft durch die zuständigen Deutschen Behörden dem Oberpolizei-Commissariat zu Lüttich zugeführt werden. Die Bestimmung der Uebergabeorte kann mit Zustimmung beider Theile abgeändert werden. Art. 6. Ein Ersatz derjenigen Kosten, welche in Gemäßheit der vorstehenden Artikel durch Armenunterslützung, Verpflegung, ärztliche Be⸗ handlung oder Heimschaffung entstanden sind, soll gegen die Staats-, Gemeinde- oder andere öffentliche Kassen desjenigen Theiles, welchem der Hülfsbedürftige angehört, nicht beansprucht werden dürfen. Ebenso wenig ist ein solcher Anspruch bezüglich etwa entstandener Beerdigungskosten zulässig. Art. 7. Die Uebernahme kann unterbleiben, wenn die Betheiligten sich darüber einigen, daß dem betreffenden Hülfsbedürftigen an dem Orte, wo er sich befindet, die weitere Fürsorge gegen Erstattung der Kosten seitens des dazu Verpflichteten zu theil wird. Art. 8. Diejenigen, welche eine Armenunterstützung oder sonstige Kosten für einen Hülfsbedürftigen bestritten haben, können die Erstattung derselben vor den Gerichten oder sonst zuständigen Bebörden des Landes, welchem der Hülfsbedürftige angehört, gegen diesen selbst oder gegen die zu seiner Unterhaltung eivilrechtlich verpflichteten Personen verfolgen. Art. 9. Ein jeder der vertragenden Theile behält sich das Recht vor, die gegenwärtige Uebereinkunft mittelst vorgängiger Benachrichtigung mit sechsmonatlicher Frist aufzukündigen. Zu Urkund dessen haben die Unterzeichneten auf Grund erhaltener Er— mächtigung, die gegenwärtige Deklaration in doppelter Ausfertigung vollzogen. Brüssel den 7. Juli 1877. Graf von Brandenburg. (L. S.) Comte d' Aspremont-⸗Lynden. (L. S.) Landes⸗Baugewerkschule Darmstadt. Die im vorigen Jahre mit einer Staats-Subvention begründete Landes— Baugewerkschule zu Darmstadt beginnt ihren zweiten Jahres-Cursus am 15. November l. J., welcher 4 Monate, also bis zum 15. März 1878, andauert. a Dieselbe soll, zwischen Handwerkerschule und Polytechnikum die Mitte haltend, insbesondere Bauhandwerkern, sowie Maschinen- und Mühlenbauern Gelegenheit bieten, sich die für einen selbstständigen Gewerbebetrieb erforderlichen theorelischen Kenntnisse und die nothwendigen Fertigkeiten im Zeichnen und Entwerfen von Plänen für die praktische Ausführung zu erwerben. Auch soll die Baugewerkschule zur Ausbildung von Werkmeistern, Parlieren, Bauaufsehern ꝛc. dienen. Der Unterricht wird an den Werktagen während der ganzen Tageszeit von olgenden Herren ertheilt: Architekt Professor Hermann Müller, Professor Dr. Nell, Architekt Kuhlmann, Ingenieur Reuter, Techniker L. W. Möser, Handelslehrer Pelers und Bildhauer Fölix. Die Schule wird von jetzt an 2 Klassen umfassen mite folgenden Unterrichts⸗Gegenständen: Freihand und geometrisches Zeichnen, Darstellende Geometrie(einschl. Schatlenconstruction und Perspective), Bauconsttuclonslehre(einschl. Stabilitäls⸗ und Fefligkeitsberechnungen), Elemente der Maschinen⸗Construction, Fach— zeichnen, Entwerfen von Bauanlagen, kunstgewerbliches Zeichnen, lechnisches Rechnen, Algebra, Geometrie, Felomeßkunst(einschl. Trigonometrie und Planzeichnen), gewerb— liche Buchführung, Theile der Bauführung, insb. Malerialienkunde und Anfertigen von Kostenvoranschlägen, Grundlehren der Physik und Mechanik, Modelliren in Thon, Holz ꝛc. Die Unterrichts locale befinden sich in einem für die Schule besonders er— richteten Neubau, unsern von den Bureaulocalitäten, der Bibliothek und der lechnischen Mustersammlung des Großh. Gewerbvereins, so daß die letzteren von den Schülern be— sucht und geeignet benutzt werden können. Bedingungen zur Aufnahme sind: 1) Für die untere Abtheilung, die J. Klasse: In der Regel werden nur solche Schüler aufgenommen, welche eine mindestens einjährige Be— schäftigung in einem technischen Gewerbe nachweisen können; Aus⸗ nahmen hiervon werden nur in besonderen Fällen geslattet. Dagegen wird von den Aufzunehmenden nur der Nachweis der Kenninisse verlangt, welche den von der Oberklasse einer Volksschule Entlassenen zukommen sollen, damit jedem sireb⸗ samen Handwerker die Anstalt zugänglich werde. 2) Für die obere Abtheilung, die II. Klasse, muß außerdem der Nachweis einer gehörigen Kenntmiß der niederen Arithmetik, einer angemessenen Fertigkeit im Freihand- und geometrischen Zeichnen, sowie in der Lösung einfacher Aufgaben der darstellenden Geometrie, und der Befähigung, sich im Deulschen gehörig schriftlich verständlich machen zu können, geliefert werden. Das Schulgeld beträgt für die ganze Unterrichtszeit S 30 Mark und ist beim Beginn des Curses voraus zu bezahlen. Anmeldungen zur Aufnahme wolle man moͤglichst srübzeitig und hlängstens bis zum 30. October l. J. schristlich bei der unterzeichneten Stelle oder auch mündlich auf dem Büreau derselben— Neckarstroße 3 im III. Stock— bewirken, da die Zulassung der Schüler nur nach Maßgabe der vorhandenen Unterrichts Lokalitäten erfolgen kann. Darmstadt am 26. August 1877. Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein. Fink. Bu sch. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier— ungsblatt Nr. 42 enthält: 1. Bekanntmachung, den Ausschlag des Gebalts des Rabbinen zu Bingen für das 2. Semester 1877 betreffend. II. Ordensverleihungen. II. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen frember Orden. IV. Namens veränderung. V. Exequgtur⸗Ertheilung. VI. Dunstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: dem Lehrer an dem Progymnasium zu Laubach, Dr. Eisenhuth, die Stelle des Rektors an der Mittelschule für Knaben zu Darm— stadt, dem Dr. Kellner zu Hanau die ersie Lehrerstelle zu Hungen, dem Pfarramtskandidatsen Gauert aus Ibben— büren die 2. Lehrerstelle zu Hungen, dem Schullehrer Bausch zu Steinberg die Schulstelle zu Asbach, dem Schul— lehrer Hofmann zu Wald-Michelbach die Schulstelle zu Trösel, dem Schullehrer Heeß zu St. Johann die 2. Schul⸗ stelle zu Nieder⸗Flörsheim, dem Pfarramtskandidaten Döring aus Almenrod die evang. Pfarrstelle zu Breungeshain, dem Schullehrer Gremm zu Nieder Stoll die Schulstelle zu Schlitz zu übertragen; den Schulverwalter Hartmann aus Laudenberg zum Lehrer zu Worms, den Lehrer Theisen aus Wetzlar zum Lehrer zu Gießen, den Reallehrer Münch aus Groß-Gerau zum Lebrer an dem Gymnasium zu Darmstadt zu ernennen; den auf die evang. Pfarrstelle zu Landenhausen präsentirten evang. Pfarrer Mickel zu Möhren⸗ bach und den auf die Schulstelle zu Altenburg präsentirten Schullehrer Biedenkopf zu Ehringshausen zu bestätigenz dem Schullehrer Hahn zu Neckar Steinach die 1. evang. Schulstelle daselbst zu übertragen. VII. Cbarakterertbeilungen. VIII. Dienstentlassungen. Seine Königliche Hoheit der Großberzog haben Allergnädigst geruht: die Schullehrer Gerold zu Seligenstadt und Schnellbacher zu Fränkisch⸗ Gumbach auf Nachsuchen zu entlassen. 11 ——— IX. Ruhestandsversetzung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: den Schul⸗ lehrer Nürnderger zu Nonnenroth auf Nachsuchen in den Rubestand zu versetzen. X. Concurrenz⸗Ecöffnungen. Erledigt sind: die 1. Schulßselle zu Rebgeshain, Gehalt 685 M. 71 Pf.; die 1. Schulstelle zu Büttelborn, Gehalt 857 M. 14 Pf.; die 1. Schulstelle zu Dauernheim, Gebalt 857 M. 14 Pf.; die Schulstelle zu Offenthal, Gehalt 771 M. 43 Pf. Dem Fürsten zu Isenburg⸗Bitstein steht das Präsentationsrecht zuz die evang. Pfarrstelle zu Hopfgarten, Gebalt 1386 M.; die evang. Pfarrstelle zu Glauberg, Gehalt 1790 M. Dem Grafen zu Stolberg⸗Wernigerode steht das Präsentations⸗ recht zu; die 1. Schulstelle zu Ober Hilbersheim Gehalt 857 M. 14 Pf.; die Schulstelle zu Nieder⸗Bessingen, Gehalt 762 M. 62 Pf. Dem Fürsten zu Solms⸗Braun⸗ fels fleht das Präsentationsrecht zu. XI. Sterbefälle. Gestorben sind: der evang. Pfarrer Kolb zu Raunheim und der evang. Pfarrer Kißner zu Bellersheim. Darmstadt. Der Professor Dr. Lutterbeck in Gießen wurde auf Nachsuchen unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt und dem⸗ selben das Ritterkreuz I. Classe des Philippsordens verliehen. — Das Ministerium hat an die zweite Kammer eine Vorlüge gelangen laͤsfen wegen der Berwend ung von 47,250 M. zur Herstellung von Güter⸗ stationen bei den Haltestellen Ranstadt und Mittel⸗ gründau an der Oberhessischen Eisenbahn, sowie wegen der Verwendung von 6200 M. zur Her- stellung von Wasserleitungen im Bahnhof Gießen für die Oberhessischen Eisenbahnen. Essen. Die Mißerfolge der russischen Armee in der Türkei werden neben anderen sehr schwer wiegenden Gründen zu einem nicht geringen Theile der Thatsache beigemessen, daß das gesammte Geschütz⸗Material der Russen gegenüber jenem der türkischen Armee sich als vollständig unzureichend erwiesen hat. Diese Ansicht hat bei der russischen Armee⸗Leitung nicht nur Anhänger gefunden, sondern bereits zu eingreifenden Entschlüssen geführt. Vor ungefähr 5 Wochen nämlich hat die russische Regierung mit der Firma Krupp in Essen einen Vertrag wegen Lieferung von 700 Stück Geschützen, sowohl Positions- als Feld-, bezw. Berg- Geschützen, abgeschlossen, und die gedachte Fabrik ist nunmehr in der Ausführung dieses Auftrages begriffen, welcher bis Ende April kommenden Jahres erledigt sein muß. Bezüglich des Zahlungs⸗Modus ist eine der wesentlichsten Bedingungen die, daß mit Abschluß des Vertrags von der Bestellerin 50 Procent der gesammten Kauf- Summe flüssig zu machen waren. Frankfurt. Die Ankunft des Kaisers in hiesiger Stadt erfolgt den 19. October. Der folgende Tag ist dem Besuche des Kaiser⸗Saals, des Domes, des Palmen⸗Gartens und Zoologischen Gartens gewidmet, an welch letzterem Orte das Frühstück genommen wird. An eine Rundfahrt durch die Stadt schließen sich sodann das kaiserliche Diner im Post-⸗Directions⸗Gebäude und ein Fest⸗ Ball im Saalbau. Ausland. Oesterreich- Ungarn. Wien. Die Pulsch⸗ Affaire wird abzuschwächen versucht. Com- promittirt sint zwei Pester Abgeordnete und einige Szekler Gutsbesitzer. Die Volks ⸗Masse blieb ziemlich unbetheiligt. Einige Verhaftungen sind vorgekommen. Buttler Johnston hat 2000 Pfund gespendet. Das übrige Geld für die Türken ist aufgebracht. Augekäust waren 1000 Martini⸗ Gewehre und 50,000 Patronen. Frankreich. Paris. Der„Soir“ dementirt die Nachticht, wonach der Prinz Louis Napoleon alsbald ein Manifest veröffentlichen werde. Die „Agence Havas“ meldet: Der Graf v. Chambord wird Frohsdorf verlassen, um nach Ober⸗Oesterreich zu gehen. Ein Manifest desselben ist nicht in Vorbereitung, — Ein Schreiben des republikanischen Comites des neunten Arrondissements, bei welchem Gam⸗ betta den Vorsitz führt, richtet sich mit Ausdrücken des Vertrauens und der Zuneigung an Grévy, um ihn in förmlicher Weise als Denjenigen zu bezeichnen, der berufen sei, Thiers als Haupt der französischen Demokratie und als Führer der Majori⸗ tät der 363 ehemaligen Deputirten zu ersetzen. Belgien. Brüssel, 1. October. Prinz in Belgien verlassen. Die„Etoile“ versichert, daß der exkaiserliche Prinz nach Paris(2) gereist sei, wo er sich noch in diesem Augenblick befinde. — Die Arbeits-Einstellung im Berg.⸗Distriet Mons ist beendigt; alle Arbeiten sind wieder auf ⸗ genommen. Dänemark. Kopenhagen, 1. Oet. Der Reichstag wurde heute vom Conseils-Präsidenten Estrup ohne Verlesung einer Thronrede eröffnet. Türkei. Constantinopel. Suleiman Pascha meldet aus Schipka vom 27. Sept.: Wir haben die ganze Nacht ein Bombardement unter- halten. Unsere Artillerie hat den Feind von drei Seiten eingeschlossen.— Aus Orchanie wird vom 28. Sept. gemeldet: Die Russen setzen das Bom- bardement von Plewna fort. In Folge der Regengüsse sind die Ebenen von Sofia und Orchanie überschwemmt.— Der Commandant von Basard- schik meldet vom 27. September: Tscherkessen und Aegypter mit zwei Kanonen und einem Bataillon Türken schlugen ein russisches Detachement auf dem Wege von Balschik nach Karaklias. Der Feind zog sich nach Katagalsch zurück.— Das Bombardement von Rustschuk hat wieder begonnen. Die Türken erwiedern das Feuer.— Die„Times“ melden aus Schumla vom 29. Sept.: Die russischen Vorposten sind von Scharkowna bis Popkiöi vor- gerückt und haben Plänkeleien mit den Türken begonnen. Kopace wurde am 25. Sept. von den Kosaken besetzt. — Dem Vernehmen nach hat die Pforte das Gesuch einiger Botschafter, Holz zum Bau von Baracken für Verwundete über die Donau schaffen lassen zu dürfen, abgelehnt. Die Genfer Con- vention stehe dem Gesuche nicht zur Seite. Gegen die Entsendung von Aerzten über die Donau habe die Psorte indeß nichts einzuwenden. — Nachdem die Verwaltungs Behörden des Vilajets nach Schumla verlegt worden sind, bat nunmehr auch die Uebersiedlung der Consuln aus Varna dorthin stattgefunden. Die Russen haben die Brücke bei Bochina abgebrochen. Serbien. Belgrad. Privat-Nachrichten aus Pest wollen wissen, daß in Folge neuer Vor- stellungen Rußlands das Eingreifen Serbiens als gewiß zu betrachten sei. Es seien Contracte für große Lieferungen Getreide abgeschlossen. Die erste Classe der Milizen sei eingerufen. Montenegro. Cettinje. Montenegro hat die weitere Offensive eingestellt und wird das occupirte Terrain vertheidigen. Rumänien. Bukarest, 29. September. Der Fürst von Rumänien inspieirte gestern die Redoute von Grivitza und kehrte hierauf in das Hauptquartier zurück. Eine stärkere rumänische Recognoscirungs- Abtheilung hat gestern unweit Plewna achtzig türkische Munitions⸗Wagen wegge— nommen. Die rumänischen Truppen setzen trotz des Regens die Belagerung der Grivitza Redoute fort. Die vierte Parallele ist begonnen und be⸗ finden sich die Rumänen bereits in der unmittel- baren Nähe der Redoute. An Stelle des Generals Zotoff, welcher anderweitige Verwendung erhalten soll, ist General Tokleben dem Fütsten Karl bei gegeben. — 2. Oct. Statescu ist zum Justizminister ernannt worden. Campineanu bleibt Finanzminister. — Das Corps des Generals Zimmermann in der Dobrudscha hat bedeutende Verstärkungen erhalten. Die von dem Ingenieur-General Panker construirte Eisenbahnbrücke für die Strecke Simnitza⸗ Sistowa ist per Eisenbahn an die Donau befördert. Rußland. Petersburg. Die„Agence Russe“ bezeichnet die Nachricht der„Morning⸗Post“, für unbegründet. In dem kaiserlichen Haupt- quartier ist von einer derartigen Maßnahme nichts bekannt. Zeitungs Nachricht vom Erlaß einer Cireular- Note des Fürsten Gortschakoff als unbegründet, mit der Bemerkung, daß gegenwärtig nur milt⸗ tärische Rücksichten maßgebend seien; die dip⸗ lomatische Action könne erst später anfangen. — 1. October. Die Angaben über Kämpfe, Louis Napoleon hat gestern das Schloß Dave welche in den letzten Tagen zwischen den Armeen daß General von Kotzebue zur Armee berufen sei, um an Stelle des Großfürsten Nikolaus zu treten, Ebenso bezeichnet die„Agence Russe“ die Z stattgefunden haben sollen, entbehren der Begrün⸗ dung.— Von Kalafat aus haben die Rumänen am 30. September vor Widdin ankernde türkische Transportschiffe bombardirt.— Aus Silistria enk⸗ sendete türkische Abtheilungen stellen auf zum ru⸗ mänischen Territorium gehörigen Donau-Juseln die im Jaht 1854 von den Russen errichteten Ver⸗ schanzungen, aus welchen damals letztere Widdin bombardirten, wieder her. — An ein Zurückgehen der russischen Arm ee in Winterquartiere wird noch nicht gedacht, viel⸗ mehr steht im Osten oder Westen des Kriegstheaters ein entscheidender Schlag zu gewärtigen, von dessen Ausgange erst der eventuelle Rückzug ab⸗ hängen dürfte. — Officiell wird aus Karajal gemeldet: Jemail Pascha eröffnete am 27. Sept. den Angriff auf der ganzen Linie der Stellungen Tergukassoff's. Urser rechter Flügel wurde von 12 Bataillonen bei Tscharuchischi angegriffenz nach längerem Kampfe wurden die Türken durch ein kubanisches Regiment zurückgeworfen und 17 Werst weit verfolgt. Amerika. New⸗Nork, 1. Oct. Ein 100 Mann starkes amerikanisches Truppen De⸗ tachement verfolgte mexikanische Marodeurs auf mexikanisches Gebiet. Aus Stadt und Land. Friedberg, 2. Oct. Heute fiel bei den Gerbhäusern das dreijährige Kind eines Gerbermeisters, während es mit anderen kleinen Kindern spielte, in eine Lohgrube und ertrank. Anfangs vermißte man es gar nicht, und als später der Vater an der Grube vorüberging, fand er seinen kleinen Liebling darin ertrunken. Allerlei. Paris. Das Handels-Gericht hat seinen Urtheils⸗ spruch in Angelegenheit des Credit Mobilier gefällt: danach hat die Administration Baron Erlanger in allen Punkten den Proceß gewonnen; das Sequester wird un⸗ verzüglich aufgehoben; die Forderung auf Auflösung der Gesellschaft ist abgewiesen. Rom, 29. Sept. Der Erzbischof von Neapel, Cardinal Riario Sforza, ist gestorben. Handel und Verkehr. Friedberg, 3. Oct. Wochenmarkt. Butter kostele per Pfund M. 11.20. Eier per Stück 7—8 Pf. Frledverg, 2. Oet. Waizen M. 22.70. Korn M. 17.—. Gerste M. 18.—. Hafer M. 14.50 18. Alle Preise versteben sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Gießen, 2. Oct. Wochenmarkt. Butter per Pfund M. 1.1015. Eier per Stück 6—7 Pf. Tauben das Paar 55 Pf. Hübner per Stück 70 Pf. Hahnen per Stück 60 Pf. Kartoffeln, 100 Kilo, M. 6.—. scrankfürt, 1. Oct. Der heutige Viebmarkt war ziemlich gut befahren. Angetrieben waren: 460 Ochsen, 130 Kühe und Rinder, 180 Kälber und 350 Hämmel. Die Preise stellten sich per Ceniner Fleischgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 72— 75., 2. Qual. M. 65-68. Kübe und Rinder 1. Qual. M. 58—60., 2. Qual. M. 52—54. Kälber 1. Qual. M. 62- 64., 2. Qual. M. 3456. Hämmel 1. Qual. M. 54—56., 2. Qual. M. 4851. Schweine das Pfund 65-70 Pf. Frankfurt, 1. Oct. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 42., Nr. 2 M. 38., NI. 3 M. 34., Nr. 4 M. 30., Nr. 5 M. 24. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 25., do. II.(Berliner Marke) M. 21. Weizen ab Bahnvof hier M. 23—24., ab unserer Umgegend M. 22— 23. fremder je nach Qual. M. 23— 25.50. Korn M. 17 18.50. Gerste M. 18—24. Hafer M. 13-17. Kohlsamen M. 36—37. Erben M. 21-24. Wicken M. 17.—. Linsen M. 21—30. Rühöl M. 83.—. Die Preise ver⸗ stehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht= 100 Kilo. Manz, 1. Oct. Sroducten-Mirkt. Waizen pe Nov. M. 22.70. Korn per Nov. M. 15.50. Hafer per Nov. M. 15 20. Rüböl per Oct. M. 39.75. Verloosung. Karlsruhe, 29. Sept. Bei der heutigen Gewinn⸗ Ziehung der badischen 35 fl. Loose fiel der Hauptgewinn von 40,000 fl. auf Nr. 167835; 10,000 fl. fleten auf Nr. 330307; je 4000 fl. auf Nr. 120067 und 350691; je 2000 fl. auf Nr. 93618 166610 249257 und 327251 1000 fl. auf Nr. 33237 48530 115971 115983 1247165 252816 287956 305465 318949 327797 356870 und 388712. Braunschweig, 1. Oct. Bei der heute staltgehabten iehung der Rraunschweiger 20 ThalersLoose tel der Haupt⸗ sreffer von 120,000 M. auf Nr. 6 der Serie 2592 15 000 M. fielen auf Ni. 42 der Serie 6638, 9000 M. fielen auf Nr. 16 der Ser 5025, 2400 M. auf Nr. 4 det Serie 2500. Wien. Ziebung der Ctebirs Lovse. Folgende Serien wurden aczogen 8, 167 266 847, 982. 1067, 1423, 1795, 1884, 1929, 2576, 2695 3248 und 3448. Der Haupi⸗ treffer siel auf Serie 2695 Nr. 99 40 000 fl. auf Serie auf Serie 1929 Nr. 100 und Serie 3448 Nr. 30. 0 1884 Wir. 36 20 000 fl. auf Serie 1929 Nr. 9, je 5000 fl. des Großfürsten Thronfolgers und Mehemet Ali N besonbere für das istertich — 3051 lege 1 Vorzug! abgesch Aktenei dahler gericht Al dean l f Urin. Nin t türk litria 3 un tu · . Igel alen Bt. Widdin 11 Armee , viel. ddelktalertz den, 1 Ag 4h.% n 2 p. Frankfurt a. M., 2. October. Die Tendenz der heutigen Börse kann, trotz der schließlichen Abschwächung einzelner Werthe, im Ganzen als eine recht feste betrachtet werden. Die Ursachen der gegen die letzten Tage ruhigeren Haltung waren in erster Linie die über die Emission der ungarischen Goldrenie coursirenden Nachrichten, welche in Bezug auf das unmittelbar devorstetzende Stattsinden der— selben ziemlich bestimmt lautete. Man wollte letztere An⸗ nahme auch außerdem durch die Käufe eines ersten Hauses in ungarischen Schatzbons und andern auswärtigen Fonds begründet sehen. Die internationalen Spekulationswerthe eröffneten in Folge der anfangs guten Stimmung der Speculation über ihrer gestrigen Abendnoliz und waren besonders Staatsbabnactien gesucht. Als Besserungsmotiv für das genannte Effect wurde der günstige Stand der österreichischen Valuta hervorgehoben. In der zweiten Börsenhälfte trat jedoch eine entschiedene Ermattung der internationalen Werthe, namentlich der Creditactien, ein und wichen letztere ca. 5 fl. unter ihrem Eröffnungscours. Die Veranlassung hierzu gaben die fortgesetzt weichend ein⸗ laufenden Notirungen des Berliner Platzes, wo man in Betracht des steifer werdenden Geldstandes eine weitere Discontoerhöbung befürchtet. Creditactien gingen zwischen 191½—189/—190½ und 185½ um. Staatsbahnactien bewegten sich zwischen 236½—237 und 234¼½. Lombarden nourten 63½—64 und 63%. Die Nebengebiete zeichneten sich durch eine fast durchgehends feste Haltung aus. Von auswärtigen Fonds zogen Oesterr. Goldrente und Silber— rente je 3/80% an. Papierrente schlossen etwas matter. Ungarische Schatzbons waren gefragt, I. Em. 20%, II. Em. 3/0 höher. Spanier anziehend. Russen fest. Anlehens⸗ loose theilweife schwächer. Oesterr. Prioritäten preishaltend. Oesterr. Bahnen weilsen zum Theil etwas bessere Course auf. Elisabeth 1 fl. böber. Banken still, aber gut behauptet. Reichsbank 3/%, Darmstädter 1¼0/, Oesterr. Nasionalbank 9 fl. höher. Wechsel wenig verändert. Privatdisconto ca. 4%. Geld ⸗ Cours. Frankfurt am 2. October 1877. 30% Staatsbahn beliebt. 20 ⸗Frankenstücke„Mk. 16 2 Englische Sovereigns.„„, Russische Imperiales g 16 7378 Holländische fl. 10-Stücke 16 65 G. Ducaten. e 9 62-67 Ducaten al marco 9 62— 67 Dollars in Gold 417— 20 Edeka lla dung 3051 Einwendungen gegen das von den Friedrich Wiegand Eheleuten zu Bönstadt mit ihren unbe— vorzugten Gläubigern im Termin vom 24. August d. J. abgeschlossene Arrangement sind unter Gestattung der Akteneinsicht um so gewisser binnen 3 Wochen dahier, geltend zu machen, als sonst das Arrangement gerichtlich bestätigt und in Vollzug gesetzt werden würde. Altenstadt den 24. September 1877. Großherzogliches Landgericht Altenstadt. Ma y. Endurtheil. Oeffentliche Sitzung des Großherzoglichen Bezirksstrafgerichts Gießen vom Gebrochene Aepfel (Tafelobst), sowie Schüttelobst kauft fortwährend 2 Heinrich Werner, Obsthändler, 302 nächst dem Bahnhof. Wirthschaft. 300⁵ In einer kleinen Stadt bei Frankfurt am Main, Bahnstation an der Main-Weser-Bahn, ist eine betriebene Wirthschaft nebst Stallungen, Hofraum und Wohnung anderweitig zu vermiethen. Näheres bei der Expedition des Anzeigers. 28. August 1877, wobei zugegen waren: 1) als Vorsitzender der Großh. Justizrath Dr. v. Schmal⸗ kalder, der Großh. Stadtgerichts-Assessor Justizrath als b 2 abe Ouvrier,. der Großh. Landg.-Assessor Kullmann, 3) der Großh. Oberstaatsanw. Substitut Zimmermann, 4) der Großh. Seeretär Kattrein. In Untetsuchung gegen Peter Anton Odenweller von Oppershofen wegen Beleidigung wird auf die am heutigen Tage gesetzlich gepflogene Verhandlung, bei welcher Ru⸗ bricat anwesend war, auf den vom Großherzoglichen Staatsanwalt gestellten Antrag, nach stattgehabter Be— rathung des Großherzoglichen Bezirksstrafgerichts im Be— rathungszimmer, auf Grund nachfolgender Gesetzesstellen der§§. 185. 194. 200 St. G., des§. 11 des G. vom 30. Dezember 1870 und Art. 322 St. G. B. zu Recht erkannt: daß der Angeklagte, Peter Anton Odenweller von Oppers⸗ gofen, 64 Jahre alt, verheirathet, Weißbinder, der öffent⸗ lichen Beleidigung des Feldschützen Graubert schuldig zu erkennen und deßhalb in fünfzehn Mark Geldstrafe eventuell in 3 Tage Haft und in die Kosten des Ver— fahrens zu verurtheilen sei. Zugleich wird dem Ankläger Feldschützen Graubert das Recht zuerkannt, die Verurtheilung des Angeklagten auf Kosten dieses binnen der ersten 14 Tage, vom Tag der Zustellung der Urtheilsabschrift an gerechnet, ein⸗ ral im Friedberger 11 feen So geurtheilt und alsbald in öffentlicher Sitzung verkündet. Dr. v. Schmalkalder. Ouvrier. Kullmaun. i Kattrein. Für den Auszug: N 3058 Kattrein, Seeretär.. artoffel⸗ und Dickwurz⸗Ver⸗ steigerung. 3076 Montag den 8. October l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause auf Antrag der Johannes Walz III. Erben Kartoffeln und Dickwurz von mehreren Orundstücken an den Meistbietenden versteigert werden. Gemarkung Friedberg. Morgen Kartoffeln, 171 5 desgleichen, 1% 5 Dickwurz. Gemarkung Fauerbach b. Fr. Morgen Kartoffeln, Viertel desgleichen, Morgen desgleichen, Viertel Dickwurz, desgleichen„ Gemarkung Dorheim. 2½ Morgen Kartoffeln. Friedberg den 2. Oetober 1877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fou c a r. Arbeits⸗Versteigerung. 03 Freitag den 5. d. Mts., Vormittags 11½ Uhr, ell im Rathhaus zu Södel Grabenarbeit, veranschlagt zu 395 Mark, öffentlich versteigert werden. Bad⸗Nauheirm den 2. October 1877. Brückel, Bezirks Bauaufseher.“ 0% Zu vermiethen nelne Wohnung, Fütstenstraße 335, sehr billig und kann leselbe sofort oder auch später bezogen werden. Bad⸗ Nauheim. B. Hecht. 1 1 174 3½ 17 21½ 9 4 Stollwerck'sche Brus tbonbons aus der Fabrik von Franz Stollverek, K. K. of- Lieferant in Cöln. nach Vorschrift des Universitäts- Proféssors Dr. Harless, Geh. Hoftath zu Bonn, gefertigt, vor- räthig in versiegelten Packeten à 50 Pfennig in Friedberg bei Hof- Apotheker C. Görtz, Wiln. Bernbeek und Wilh. Fertseh, in Gambach bei Carl Löffler, in Reichels- heim bei Apotheker Chr. Langheinz, in Rockenberg bei Apotheker F. Sames. 208 Aepfel 2985 werden angekauft. Näheres bei Friedberg. A. Stahl Wittwe. Nundocsseift Vorlagen S u nd vorräthig bei Carl Bindernagel. Trauben- Brust- Syrup mit Fenchelhonig gilt als das beste Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Hals- und Brustschmerzen,. 1½ Flasche à Mark 1. 171 5 A i 0. zu haben bei Frau Hofl. Windecker in Friedberg, Ph. J. Weiss in Bad-Nauheim. Kelterschrauben in allen Größen, Reparaturen an vorhandenen Schrauben werden sofort ausgeführt bei Conr. Nanke Söhne, Maschinenfabrtk, Frankfurt a. M., Allerheiligenstr. 40. 2007 3071 Ein braves reinliches Mädchen wird für Weihnachten oder auch früher gegen hohen Lohn zu miethen gesucht. 3042 3060 Jeden Bandwurm entfernt in 34 Stunden vollständig schmerz⸗ u. gefahrlos; ebenso sicher beseitigt Bleichsucht, Trunksucht, Magen⸗ frampf, Epilepsie, Veitstanz, Bettnässen u. Flechten.— auch brteflich? Walgt, Arzt zu Croppenstet.(H. 03600,) Zur Beachtung! 3068 Es diene meinen geehrten Kunden und Gönnern zur Nachricht, daß ich meine seitherige Wohnung ver— lassen habe und nun in der Schuhmachergasse bei Frau Wittwe Staubi wohne. Gleichzeitig bringe ich mein lang betriebenes Schneidergeschäft in empfehlende Erinner—⸗ ung mit dem Bemerken, daß ich Reparaturen jeder Art, sowie Fleckenreinigen auf's Beste besorgen werde. Friedberg. Achtungsvoll Konrad Wörner, Schneidermeister. 3072 60 Ohm reingehaltene leere Wein⸗ und Aepfelwein⸗ Faß, sowie einige Ohm Weißwein hat zu verkaufen Ilbenstadt. L. Bernhardt. 7-8 Fuder Waizenstrohy 3067 hat aus freier Hand zu verkaufen Mel bach. Georg Leicht. — — 2 S 388 D D 5 S8 2. — 8 S 2 — 8 2 V 8 82 S S 1 5 SS 8 S 2 28 D S— N e 8— S— 1— S 2 88 r S—— SiS Sas SIS S2 88 S 2* — S 58 8 8 8 S 5 2 S— ö S S 8 S 5 3 8 38 2 2 —* 8— — N S 2 S S 2 Iss 3 SSS 8 8 D S E F S S — 8 5 88S 8 2 F 8 2 S S S8 89 — S S FJ 8 D S N. S— 2 IS SS S S SSS— — 8 8 8 e 8* 8 22 D— 2 5 8s 8 85 2 8 8 5 — 838888— 2 FD 8 E. — 8 8 — 2 N 1 ——A— 5 8 5 Halsbinden und Shlips, 1549 Foulards, seidene Umknöpftücher, in schönster Aus⸗ wahl und zu den billigsten Preisen bei K. Friedrich. Todes ⸗Anzeige. 3075 Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß unser 3 Jahre altes Töchterchen Emilie gestern ertrank. Wir bitten um stille Theilnahme. Friedberg am 3. Oktober 1877. Die trauernden Hinterbliebenen: Gerber Adolph Stier und Familie. Die Beerdigung findet Donn erstag Nachmittag um 3 Uhr statt. Todes Anzeige. 3069 Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß es dem Allmächtigen nach seinem unerforschlichen Rathschlusse gefallen hat, unsern innigst geliebten Christian W. Weigand in einem Alter von 55 Jahren am 29. September plötzlich zu sich abzurufen. bitten Nieder⸗Florstadt den 1. Oktober 1877. Die trauernden Hinterbliebenen. Um stille Theilnahme Oberheffische Eisenbahnen. 3062 Mit dem 15. October d. J. tritt der nachstehende Fahrplan in Kraft: A. Linie Gießen Fulda. 8101 ersonenzug I., II. u. III. Cl. Personenzug I., II. u. 8 e 9 Vorm. Nachm. Nachm. N 9. N 9 1 N Gießen ab— 7³⁰ 11⁵⁸ 5 7³⁵ Fulda 2 5 5 ab 750 120 20 55 Groß⸗Buseck 8 5 7⁵⁰ 12¹⁰ 5²⁵ 7⁵⁰ Großenlüder eee 1 75 10 1 1 Reiskirchen 5— 8 12¹⁵ 5³⁵— Bad Salzschlirf.. 5 5 1 33 12 Grünberg 5— 8²⁰ 12³⁴ 65 8¹⁸ Lauterbach. 9 95 8 7 1 1 210 Mucke 5— 8³² 12⁴⁸ 6²⁵ 8²⁰ Wallen rod. 1 8 1 270 8 Nieder Ohmen 8— 8⁴ 12⁵⁰ 63⁴ Renzendorf. 0 175 55 9 8²⁰ Burg⸗ und Nieder- Gemünden— 850 1 6⁵⁰ 8³⁵ Alsfeld an 6² 11 5 8¹ Ehringshausen N 75— 9 18 7⁵— 1 ab 6²⁸ 12 3 8³8 Zell⸗ Romrod 7— 9²² 12⁵ 7³⁵ 85 Zell- Romrod— 6⁴⁰ 12²⁵⁸ 3¹⁵ 855 an— 9³⁵ 15⁸ 7⁵² 98 Ehringshausen 5. 6⁵⁵ 12⁴⁶— 9¹⁰ Alsfeld. ab 6²⁵ 9⁴² 13— 9¹¹ Burg⸗ und Nieder⸗ Gemünden 1 955 105 3³⁴ 95 4 enzendor 55 6⁴⁰² 95 1— 9²⁰ Nieder-Ohmen 127 1— 5 1 0 650 105 2— 93⁰ Düce 3 5 7²⁰ 12⁸ 3⁴⁷ 9⁴⁰ Lauterbach 0 74 1025 213— 94%[ Grünberg W 0 1 7³³ 15⁵⁰ 3⁵⁷ 9⁵⁸ Bad Salzschlirf n. 5 730 100 2²⁴— 95⁵ eiern N 7⁴⁵ 210. 105⁵ Großenlüder 1 75 1055 2³⁵— 105⁵ Groß-Buseck. 5 7⁵⁵ 2²⁵ 4¹⁵ 10¹⁵ Fulda an 815 1122 2⁵⁵— 102⁵ Gießen. an 8¹⁰ 2⸗⁴⁷ 4¹⁰ 10¹²⁰ B. Linie Gießen Gelnhausen. I., II. und III. Classe. I., II. und III. Classe. Vorm. Vorm. Nachm. Nachm. Nachm. Vorm. Vorm. Vorm. Nachm. Nachm. Gießen ab— 8¹⁵ 12 4⁴² 7⁵⁰ Gelnhausen. ab— 8¹⁸ 11⁵⁵ 4³⁵ 858 Garben teich. 1— 8²⁸ 12²⁰ 4⁵⁵ 85 Mittelgründau.. 5— 8³⁰ 12¹⁵ 4⁵⁰ 9⁵ Lich 5 5— 8 12⁴⁵⁸ 50 8¹5 Büdingen 9— 8⁴⁵ 12⁴⁰ 5⁵ 5 Langs dorf 5— 8⁵⁰ 12⁵⁰ 5¹5⁵ 8²⁵ Bleichenbach 5— 8⁵⁵ 12⁵⁰ 5¹5⁵ 93 Hungen 5 1 5 88 11⁰ 5²⁴ 8³⁵ Stockheim 5— 9³ 18 5²⁵ 9⁴⁰ Over⸗ Widdersheim 2„— 9¹⁰ 1²⁵ 5³⁵ 8⁴⁸ Ranstadt 1 5 5— 91 11⁵ 5³⁵ 1 5——— an—— 1 Nidda(Bad Salzhausen). 85 510 925 15⁵⁰ 5⁵⁰ 5 Nidda(Bad Suh 155 55⁰ 92²¹ 1¹⁵ 5⁵⁰ 8 5 52²⁰ 9³⁵ 25⁵ 61 7 Ober⸗Widdersheim. 5 5⁴⁰ 9⁴⁰ 2 6— N 5 583 98 22²⁵ 6¹²„Hungen. 8 5 555 953 2³⁵ 6¹⁵— Bleichen bach. 5 540 955 2³⁰ 6²⁰— Langsdorff 15 6 10 2⁴⁰ 62⁰— Büdingen 5 550 107 2⁵⁰ 683— Nich, 0 610 108 3 6³⁰0— Mittelgründau. 1 6⁵ 10²⁰ 3¹⁰ 6⁴⁶— 1 Garbenteich. 8 0 625 1020 3¹ 6⁴⁵— Gelnhansen. an 67 1035 3³⁰ 7— las Gießen an 640 1035 3³⁵ 658— Ziffern der Stundenzablen hervorgehoben. Exemplare des vollständigen Fahrplans mit den Anschlüssen können vom 12. Preise von 10 Pfennig pro Exemplar bezogen werden. Gießen den 26. September 1877. Die Züge 1. 3, 4 und 8 balten auch in Angersbach, die Züge 13, 17, die Züge 11, 15, 12, 16 und 18 in Lieblos an, sofern Reisende daselbst c- 10, 12 und 16 in Borsdorf, die Züge 11, 13, 17, 12, 16 und 18 in Büches-Düdelsheim, oder zugehen.— Die Nachtzeiten— von 6 Uhr Abends bis 559 früh— sind durch fette Oktober ab bei unserer Drucksachenverwaltung wie bei allen Stationen zu dem Großherzogliche Direktion. Mohn. Schwalheimer Brunnen. 3074 Sonntag den 7. Oktober findet dohier bei Harmonie- und Tanzmusik Nachkirchweih statt, wozu freundlichst einladet G. Bailly. Empfehlung. 3078 ü h maschinen und alle 25 derselben reparirt werden. Indem ich gute Arbeit, billige Preise und Einem Näh Publikum zur gefälligen Nachricht, daß aller Systeme rasche Bedienung zusichere, bemerke ich, daß die zu reparirenden Maschinen auch bei Johann Heinrich Hofmann, Kappenmacher in Fried- berg, abgegeben werden können. Gießen im September 1877. Friedrich Graf. Bekanntmachung. Aachener und Münchener Feuer⸗Versicherungs⸗Gesellschaft. Nachdem der Herr G. Lang in Gießen die Agentur für obige Gesellschaft niedergelegt hat, wurde solche dem Herrn Steuerkommissariats⸗Gehülfsen Carl Ritzel daselbst übertragen, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Darmstadt am 27. September 1877. Dr. Heyer, General- Agent. Bezugnehmend auf obige Bekanntmachung empfehle ich mich zur Vermittlung von Versicherungen und bin zu jeder sonstigen Auskunft in Feuer⸗Versicherungs⸗ Angelegenheiten gern bereit. 3070 Carl Ritzel, Steuerkommissariatsgehülfe in Gießen. Tritz'scher Lelsenkeller. Bad ⸗Nauheim. Preiskegelschieben von Werthgegenständen. 3041 Von Sonntag den 30. September bis Sonntag den 14. Oetober. C. Fritz. Ortenberger Pferde- und Fohlenmarkt am 29, und 30. October d. J. verbunden mit Verloosung von 18 Fohlen, 2 Kalbinnen, 6 8 und landwirth⸗ schaftlichen Geräthen u. s. w. am 1. November d. J. Vormittags 10 Uhr, im Gast⸗ haus zur Post dahier. Loose à 1 Mark bei allen Comité- Mitgliedern vor⸗ räthig. Für das Verloosungs⸗Comité: Roth, 3061 Großh. Bürgermeister. Für Mühlenbesitzer. Unterzeichneter empfiehlt sich im Anlegen neuer Mahl⸗ mühlen neuster Construktion mit bester Cylinder⸗ Anlage, sowie jeder Art Verbesserungen alter Einrichtungen nach dem neuen System, Fruchtreinigungs-Maschinen, Gries⸗Putz⸗ maschinen, Anlegen von Holzschneidmühlen nebst Kreis⸗ zirkelsäge, sowie in allen in diesem Fach vorkommenden Arbeiten unter Zusicherung guter Arbeit und Garantie. Dorn-Assenheim(Kreis Friedberg) den 1. October 1877. Johann Rack, Mühlenbauer. 3065 Eine Wohnung auf der Kaiserstraße, bestehend in 2 geräumigen Zimmern mit Alkov, Küche, Keller und Speicher, kann an eine ruhige Familie vermiethet werden. Zu erfragen bei der 3077 Exped. des Anz. einen Glasschrank für einen G E su ch t Specerei-Laden. Von wem? sagt die Expedition des Anzeigers. 3059 Herrenkragen!“ K d bei K. Friedrich. 5000 Mark werden gegen doppelten Einsatz ausgeliehen. Von wem? sagt die Exped. d. Anz. 3064 owie von nun an mehrmals wöchent⸗ Heute,. 5 Frische Schellfische in Eispackung bei 5 3066 Wilhelm Fertsch. Eine Wohnung von 3 Zimmern, Küche, Cabinet und 95 0 sonstigen Zubehör wird von einer ruhigen Familie zu miethen ge⸗ sucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 3063 Istaclitischer Gottesdienst in Friedberg. Beginn: Freitag Abends 55/ Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. * Kamm gestellt der ih Collate obgleic zu den hausen des N 2 erneue letuat sür ei anged schreil Rath gegen Glocke“ Unterst Nerurt hat, z laden sertigu weisen M um N um Derse imm des 9