Dienstag den 4. September. N 103. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile 2 5* 2 Ers i 1 wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. eee Dienstag, Donnerstag und Samstag. An die Bewohner Friedbergs und der Umgegend. Zur Feier des Geburtstags Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs wird Mittwoch den 12. September dieses Jahres, Nachmittags 1½ Uhr, ahl im Hötel Trapp dahier stattfinden, zu welchem die Bewohner der Stadt Friedberg und der Umgegend hiermit freundlichst eingeladen werden. Auswärtige, sowie solche Einwohner, denen die in Umlauf gesetzte Liste etwa aus Versehen nicht zukommen sollte, werden gebeten, bis zum 10. laufenden Monats ihre Anmeldung im Hötel Trapp zu machen. Die Bewohner der Stadt Friedberg werden ersucht, durch Schmücken ihrer Häuser zur Feier des Tags mitzuwirken. Friedberg am 3. September 1877. Dr. Braden, Jäger, Pistor, Foucar, Seri ba, Kreisrath. Oberstlieutenant. Landrichter. Bürgermeister. Buchhändler und Landtagsabgeordneter. Amtlicher Theil. Betreffend: Armenkrankenpflege. Friedberg den 1. September 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wenn nicht bis zum 15. dieses Monats die noch rückstehenden Berichte einlangen, müßten wir Wartboten an die Säumigen absenden. * * „ Dr Br t. Einladung zu der Montag den 10. September dieses Jahres, Nachmittags 3 Uhr, zu Friedberg auf dem Rathhause daselbst stattfindenden Generalversammlung des Mathildenstifts des Kreises Friedberg. f Zur Verhandlung kommen: 1) Rechnungsablage; 2) Erstattung des Verwaltungsberichts der Mathildenstiftung für verwahrloste Kinder im Kreise Friedberg; 3) Festsetzung des Voranschlags für 1878; 4) Aufnahme neuer Mitglieder; 5) Ergänzung des Vorstandes. Zu recht zahlreichem Besuche ladet ein Friedberg am 26. August 1877. Der Präsident des Mathildenstifts des Kreises Friedberg. Dr, B wand e n Deutsches Reich. Debatte erfolgte heute die Schließung des Land“ Holland. Amsterdam. Nächstens er⸗ Regensburg, 30. Aug. Der Kronprinz tages durch den Statthalter. scheint hier wieder die bekannte Zeitschrift„L'Echo des deutschen Reichs ist beute Abend, von einer Zara, 1. Sept. Die türkischen Truppen de! Orient“, welche den Principien der Gewissens ansehnlichen Menschenmenge mit Hochrufen begrüßt, überschritten gestern bei Kadinabuka die österreichische freiheit, der Gleichberechtigung der Confessionen hier eingetroffen. Derselbe fährt morgen früh Grenze bis zwei Kilometer landeinwärts, trieben und der religiösen Duldung gewidmet ist und die mit einem Extra- Zug zu den Manövern nach österreichischen Unterthanen gehöriges Rindvieh weg sociale Stellung 5 Ifraeliten Sehen die Angriffe Straubing und kehrt am Nachmittag zurück. und zündeten Heuschober, worin sich 2000 Kilo- einer gewissen Presse vertheidigt. Dieses Blatt Straubing, 31. August. Der Kronprinz gramm befanden, an. Hierauf ließen sie die her- besteht zunächst einen energischen Kampf gegen die des deutschen Reiches ist heute Nachmittag hier beigeeilte Gendarmerie und eine Jäger- Patrouille, Vorurtheile, die man gegen die Juden auszustreuen angekommen, von dem zahlreich versammelten welche weiße Tücher schwenkten, bis etwa 1000 und zu verbreiten, sucht. Der Redakteur des Publikum mit Jubel empfangen. Die Stadt ist Schritte herankommen und empfingen dieselben? Echo de 1 Orient“(Sigmund Carmellin), der estlich beflaggt. Nach stattgehabtem Manöver alsdann mit Gewehrschüssen. Glücklicherweise selbst ein Opfer der Judenverfolgung in Rumänien reiste der Kronprinz alsbald nach Regensburg ab, wurde Niemand beschädigt.— Der Statthalter, war, indem er wegen der Judenvertheidigung von 0 woselbst das Diner stattsindet. Morgen wird Freiherr v. Rodic, ist gestern nach Süd- Dalmatien fc Bukarester Regierung verurtheilt wurde und berselbe sich wiederum hierher begeben. abgereist. sich durch die Flucht von dort retten mußte, hat i 5. 5 der Sache, die er vertritt, große Dienste geleistet, Ausland. Frankreich. Paris. Gerüchtweise ver- und verdient, daß man sein Unternehmen nicht Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Eine lautet, daß Tbiers die Bertheidigung Aan ur von Seiten seiner Glaubensgenossen, sondern Begegnung Biemard's mit Andrassh ist beschlossene vor dem biesigen Zuchtpolizeigerichte übernehmen auch seitens aller Menschenschenfreunde unterstützt. Diplomaten bezeichnen diese Begegnung werde; jedoch wäre es zweifelhaft, ob das Gericht Türkei. Constantinopel. Der Com- als einen Nachtrag zur Kaiser-Entrevue. Thiere ais Vertheidiger zulassen werde. mandant von Nevesinje zeigte an, daß sich die — Die österreichischen Statthalltereien beauf-— 31. August. Gambetta bestand heute Montenegriner von Niksic zurückzogen und ein hagen die ihnen unterstellten Behörden, die zahl- ein zwanzig Minuten dauerndes Verhör vor dem Observations- Corps zurückgelassen hätten. leich auftauchenden panslavistischen Agenten wohl Untersuchungsrichter. Dieser verlas zunächst die'— 30. Aug. Heute haben die Türken auf zu überwacheu, da dieselben versuchen, Reservisten incriminirten Stellen der in Lille gehaltenen Rade alen Linien eine große Offensivbewegung begonnen. und Urlauber böhmischer und eroatischer Natio- Gambetta's, welche Beleidigungen Mac Mahon's Die Diviston Salik Pascha's überschrikt den Lom zalität zur Auswanderung nach Rußland zu ver- und Beschimpfungen des Ministeriums enthalten und warf die Russen bis Karagae zurück. Medjib Mehrfach haben solche Auswanderungen sollen. Gambetta erklärte, er sei mit dem ee griff bei Turlak und Koszanca an, schlug bereits stattgefunden. Entschluß nach Lille gegangen, dort eine politische[ die Russen und nahm 2 Geschütze. Oestlich von Sept. In der heutigen Sitzung Rede zu halten, wie ihm solche nach der gegen- Plewna machte Osman Pascha einen Vorstoß des Zoll- Ausschusses beantragte der Minister- wärtigen Lage nothwendig erschienen sei; er pro. gegen Trstenik. Details von dort fehlen noch. Präsident Tisza, die weiteren Berathungen bis testire aber auf das Entschiedenste dagegen, daß Suleiman Pascha's äußerster linker Flügel traf ur Vorlage des Vertrages mit Deutschland zu er irgend eine Person habe beleidigen und be. 1½ Meile von Gabrowa ein, welcher Ort von Der Minister Trefort bemerkte, die schimpfen wollen. den Russen bereits geräumt ist. Fhancen eines günstigen Resultates der Verhand⸗— 31. Aug. Der deutsche Botschafter Fürstf— 31. Aug. Die gestrige Ossensiv Bewegung lungen hätten sich in den letzten Tagen vermehrt. Hohenhohe wird morgen von hier abreisen, 0 8 unter Mebemed Ali Pascha's persönlichem sus pendiren. der Antrag Tisza's wird angenommen. sich zu seiner Familie nach Aussee(Steiermark) Commando mit drei Divisionen unter Nedjib, — N ever Salt efüt f N Lemberg, 30. August. Nach Erledigung zu begeben. Anfangs Oct. wird derselbe wieder Salih und Assaf Pascha ausgeführt. Der Lom⸗ des Finanz- Gesczes 7 5 7 Beginn der Adreß-auf seinem Posten eintreffen. Uebergang ward nur schwach vertheitigt desto » der bis in die Nacht hinein dauerte. geordnete russische Rückzug ging in regellose Flucht von drei Compagnien des Ukrainer Regiments, über. Die russische Infanterie wurde von der eigenen Cavalerie und Artillerie niedergeritten und überfahren. Die Russen ließen 4000 Todte und Verwundete, 11 Geschütze, 4 Munitionswagen, 30 Rüstwagen, 2000 Gewehre und ebenso viele Patrontaschen auf dem Schlachtfelde. Zablreiche Gefangene werden von allen Seiten eingebracht. Heute wird der Vormarsch auf die Jantra auf— genommen. Das ägyplische Corps nahm zur Unterstützung Nedjib Pascha's an der gestrigen Schlacht Theil und schlug die Russen in einem siebenstündigen Gefecht. — 31. Aug. Der Angriff auf die Befestig⸗ ungen am Schipka⸗Passe dauert fort; Suleiman Pascha ist bestrebt, die Verbindungen der Russen mit Gabrowa zu unterbrechen. In der Umgebung von Eski⸗Diuma und Rasgrad haben neuerdings Kämpfe stattgefunden, in denen die Russen an Terrain verloren haben; bei Rasgrad wurden von denselben 2 Geschütze zurückgelassen. — 31. Aug. Redif Pascha wird zwangs- weise dem Kriegsgerichte vorgeführt werden.— Der britische Botschafter, Layard, und der öster— reichische, Graf Zichy, waren zur Tafel des Sultans geladen. — 31. Aug. Ein Telegramm Mehemet Ali Pascha's vom Donnerstag bestätigt, daß bei Karakusneler, zwischen Rasgrad und Djuma, ein heftiger Kampf stattgefunden habe und die Russen zurückgeworfen wurden. Die Türken hatten 300 Todte. — 1. September. Ein Telegramm Osman Pascha's meldet: Nach mehrstündigem Kampfe am Freitag erstürmten die Türken bei Pilishaz(Pishaz), südöstlich von Plewna, drei russische Verschanzungen. Die Russen wurden gänzlich geschlagen und deroutirt trotz der erhaltenen Verstärkungen von 30,000 Mann. Die türkischen Verluste sind gering gegen- über den russischen. Der Geschützkampf und das Gewehrfeuer am Schipka-Passe dauern fort. Die Türken behaupten ihre Stellungen. Serbien. Belgrad, 30. August. Das Eintreten Serbiens in die Action ist definitiv beschlossen. Officieller Bericht darüber ist heute eingetroffen. Der Zeitpunkt des Beginns ist noch unbestimmt. auf telegraphischem Wege. Der britische Consul machte der Regierung ernste Vorstellungen über ihre Haltung und erklärte dabei, falls die Dinge ungünstig für Serbien verliefen, würde letzteres Trotz der durch Circular des Kriegsministers angekün⸗ der Willkür der Türkei preisgegeben sein. digten Marsch⸗Bereitschaft der Armee gilt jedoch thatsächlich die Action für aufgehoben, weil an der serbischen Grenze türkische Truppen concentrirt sind. Rumänien. Bukarest, 31. Aug. In Gorni Studen fand eine Berathung des Groß- fürsten Nikolaus mit dem Fürsten von Rumänien statt, worin vereinbart wurde, daß der Letztere ein combinirtes russisch⸗ rumänisches Armee⸗Corps commandiren solle mit dem General Zotoff als Generalstabs⸗Chef. General Tottleben ist hier angekommen. Die Spitzen der russischen Garde sind bereits auf dem Bukarester Bahnhof einge⸗ troffen. Ein Telegramm des„Frankf. Journals“ will von Differenzen zwischen den Russen und dem Fürst von Rumänien wissen. Darnach beabsichtige der Fürst abzudanken, da ihm die Russen das Regieren unmöglich machten. Die Russen hätten auch bereits einen Rußland ergebenen Thron⸗Can⸗ didaten aufgestellt. Rußland. Petersburg. Vom Rust⸗ schuker Corps verlautet Folgendes: Am 26. Aug. rückte eine aus allen drei Waffen ⸗ Gattungen zu- sammengesetzte feindliche Colonne gegen Sadina vor, Cavalerie nebst zwei Geschützen voraussendend. Russischerseits von dem Feuer zweier Compagnien des Saraisje Regiments und zweier Geschütze empfangen, zog sich die türkische Colonne unter Zurücklassung von acht Todten und Mitnahme vieler Verwundeter alsbald wieder zurück; die Dubno'schen Husaren verfolgten dieselbe. Am 27. August marschirte eine aus Rustschuk aus- Serbien erwartet die russische Ordre die durch 2 Geschütze und 500 Kosaken unterstützt waren, in die Festung zurückgeworfen. e Vom Corps an der unteren Donau wer- den vom 28. August zwei glückliche Reitergefechte gemeldet. General Innoff überfiel bei Kusgun eine Colonne türkischer Fourageure, von denen 11 getödtet und 7 gefangen genommen wurden. Oberst Warlawoff griff bei Mamula und Asarlyk einen türkischen Transport an, welcher von 400 Tscherkessen und 80 Mann ägyptischer Cavalerie bedeckt war; diese wurden in die Flucht geschlagen und 96 Mann gefangen genommen; 237 Stück Hornvieh und 4000 Hämmel fielen den Russen als Beute zu, von welch letzteren drei Kosaken Verwundungen erlitten. ö— 29. August. Am Schipka-Paß herrscht vollständige Ruhe; in der Nähe unserer Pofitionen befinden sich keine feindlichen Truppen; es ist un gewiß, ob die Türken einen neuen Angriff vorbe— reiten, sich zurückziehen oder eine Umgehung beab— sichtigen; Aufklärung wird darüber in kurzer Zeit erwartet. Der tussische Verlust an Verwundeten beträgt bis zum 28. Abends: 98 Offiziere, 2633 Mannschaften. — Vom astatischen Kriegsschauplatze meldet man: Am 27. August wurde ein Angriff dreier türkischer Colonnen auf Front und Flanken der Russen bei Chatfoly und Tscharuchtschi ungeachtet sehr bedeutender Uebermacht der ersteren nach fünf— stündigem Gewehrkampf und Handgemenge ebenfalls zurückgewiesen; die Türken veeloren 400 Mann, der russische Verlust war unbedeutend. — Officiell. Gorni Studen, 31. Aug. Gestern griffen die Türken die Avantgarde der Rustschuker Colonne an, welche sich hierauf von Sadina, Karaschassankoi und Chaidarkibi auf die Haupt⸗ Position zurückzog. Weitere Nachrichten fehlen. 5 15 15 5 f 5 i in ei i Würfel unter Salzwasser tiger gestaltete sich der darauf folgende Kampf, rückende Abtheilung von 1 Bataillon, 2 Geschützen 25. Juli in e g 0 blutiger g Der Anfangs und. 6000. Tscherkessen auf Kadikibi, wurde jedoch sich befunden hätte; ebenso war der Anstrich des Würfels völlig hart. Die Erfindung Körfgen's hat sich also glänzend bewäbrt. der Hand, da sie für eine Anzahl von Gegensän den Wie wichtig dieselbe werden kann, liegt auf nutzbar zu machen ist. Wir nennen nur Leitungsröhren, Dachrinnen, Eisengitter, Thore, Gartenmöbel, Schiffe, haupr⸗ sächlich aber Häuserfagaden, die auf diese Weise gegen jede ist nicht zu befürchten, da der Anstrich in 16 verschiedenen allgemeinste Verbreitung. gaben können wir uns nicht ganz einverstanden (Einwirkung der Witterung geschützt werden. Monotonie Farben geliefert werden kann. Carlsruhe. Die kürzlich verstordene Kronenwirthin in Ebersteinburg gehöcte noch zu der jetzt seltener werdenden Gattung, welche Geld und Geldeswerih zu Hause aufzu⸗ speichern lieben. In ihrem Nachlaß fanden sich 8230 Scheidemünzen in Silber 7230 in Kupfer, dann 4560 Zwölfer und Zwanziger, 1340 Kilo Drittelsthaler. Außer⸗ dem 1945 Guldenstücke, 620 Halbeguldenstücke, 120 Kronen⸗ thaler, 650 Zweiguldenstücke, 44 Zweithalerstücke und andere Sorten, sowie mehrere Päckchen alte Kassenscheine, die schon längst verfallen sind. Wien, 29. Aug. Gestern ist der letzte Sprosse des Bauernknaben gestorben, der einst den Kaiser Maximilian auf der Martinswand gerettet und der dafür als„Hollauer v. Hohenfelsen“ geadelt wurde. In seinem Besitze war auch noch bis vor Kurzem, wo Fanny Elsler es kaufte, das seinem Ahnherrn vom Kaiser geschenkte„Hollauet Haus“ auf dem Kohlenmarkt. Zur Borgwirthschaft. In einem kürzlich in der Social-Correspondenz enthaltenen Artikel„Borgwirthschaft und Baar— zahlung“ wird mit vollem Recht auf den Uebel⸗ stand der unpünktlichen Bezahlung der Putz- macherinnen, Schneiderinnen, Näherinnen ꝛc. seitens gewisser Kundinnen hingewiesen. Dieser Artikel ist höchst beachtenswerth und verdient die Nur mit einzelnen An erklären und gestatten uns dieserhalb nachstehend zu demselben einige Gegenbemerkungen zu machen. Zunächst sind es nicht blos„einige unserer Modedamen“, welche die Rolle weiblicher Isolani's spielen, sondern„ihre Zahl ist Legion“. Diese — Heute Morgen um 9 Uhr griffen die Türken von Plewna aus unsere Positionen bei Belissed und Zgalitza, indem sie bedeutende Kräfte ent— falteten, an. Morgens um 10 Uhr entwickelte sich eine heftige Kanonade und starkes Gewehrfeuer. Aus Stadt und Land. sich ein heiteres und reges Treiben von Jung und All ein Einsehen hatte und die drohenden Regenwolken sich verzogen. Nauheim, 3. Sept. Gestern Nachmittag brannte der Nebenbau der Schimpf'schen Wirthschaft ab. Der Brand soll durch das Heerdfeuer entstanden sein. Zum Glücke war rasche Hülfe zur Hand, so daß größeres Unglück ver⸗ hütet werden konnte. Gießen. Während des Sommersemesters 1877 be⸗ trug die Zahl der Studirenden zusammen 306, außerdem noch 17 nicht immatriculirte Hörer. Von den Studiren⸗ ben sind 224 Hessen, 82 Ausländer. ö Mainz, 30. Aug. Ein hiesiger Händler, welcher im Verdacht steht, seine Frau vor einigen Tagen so mißhandelt zu haben, daß sie in Folge dessen starb, wurde gefänglich eingezogen. Die Leiche der Verstorbenen soll der Unter— suchung wegen ausgegraben werden. Mainz, 30. Aug. Vermißt werden in Weisenau der verheirathete Schreiner M. und die Taglöynersfrau K. Aus dem Zusammenhange besonderer Umstände, und da M. alles Mobiliar hinter dem Rücken seiner Ehefrau ver- kauft, ebenso die Frau K. ihr Weißzeug und andere ihr gehörige Gegenstände mitgenommen hat, folgert man, daß Beide durchgegangen seien. Die Frau des M. sieht dem— nächst ihrer Entbindung entgegen; die Frau des K. hat diesem zwei kleine Kinder zurückgelassen. Die Ortsbehörde in Weisenau hat Schritte zur Verfolgung der Beiden eingeleitet. Allerlei. Frankfurt. Die beiden von Ventimiglia bezogenen Agaven(Aloes) im Palmengarten stehen nun in voller Blüthe. Der ca. 25 Fuß hohe Schaft trägt an 8000 einzelne Blüthen. Frankfurt. Dem Besucher der Bau- und Industrie⸗ Ausstellung im Bundespalais wird wohl ein verschlossenes Glasgefäß mit Salzwasser aufgefallen sein, in welchem sich ein Würfel befand. Letzten Dienstag wurde in mehrerer Techniker Gegenwart das Gefäß aufgeschlossen und der Würfel herausgenommen. Dieser besteht aus einem Rahmen von Pappdeckel mit papiernen Feldern, gänzlich überstrichen mit der von Kösfgen in Bockenheim erfundenen unzerstör— baren Anstrichfarbe. Nachdem der, luftdicht geschlossene Würfel aufgerissen worden, zeigte sich als dessen. Inhalt ein Slückchen Zucker, welches so trocken war, als ob es! sondern aus allen Ständen. Putz oder Damen ⸗Schneidergeschäft so indiscret sein, die Namen seiner zahlreichen Schuldnerinnen zu veröffentlichen, wir würden eine sehr gemischte Gesellschaft vor uns haben. Weiter dürfte wohl Friedberg, 3. Sept. Unser Sedanfest verlief gestern kaum die Annahme stichhaltig sein, daß dieser in programmmäßiger Weise. Auf der Seewiese entwickelte Uebelstand eine bedauerliche Consequenz des Baar⸗ zablungssystems ist, weil thatsächlich die Agitation und man sah nur fröhliche Gesichter, zumal der ie gasost 1 e 5 bösen Zahlerinnen recrutiren sich ferner keineswegs, wie angenommen wird, aus den vornehmeren, Würde ein großes für Baarzahlung in Deutschland erst im Herbste des Jahres 1875 begonnen hat(conf. Nr. 131 d. Handelsbeilage d.„Augsb. Allg. Z.“ v. 7. Juni d. J.). Bei der kurzen Spanne Zeit und bei der sehr langsamen Entwickelung des Baarzahlungs⸗ wesens kann sich daher die gedachte Wirkung nur höchstens in einzelnen Fällen geltend gemacht haben. Vielmehr ist die bei uns leider auch unter den Frauen sich immer mehr bemerkbar machende Borgwirthschaft eine alte Erscheinung, welche mit der bei unserer Frauen- und Mädchenwelt einge⸗ rissenen Putzsucht eng zusammenhängt und die im Allgemeinen unter den mittleren und niederen Ständen noch in einem viel höheren Grade als bei den höheren und höchsten Classen der Gesell⸗ schaft grassirt. Diese Putzsucht ist, nebenbei be— merkt, eine der Hauptursachen der Verkommenheit einzelner Individuen und ganzer Familien, indem dieselbe nach jeder Richtung hin demoralisirend wirkt. Die Putzsucht der weiblichen Glieder einer Familie, die sich bereits bei den kleinsten Schul⸗ kindern bemerkbar macht, ist allzu häufig schon der Ruin von Familienvätern, besonders aber von Geschäftsleuten geworden. Es liegt nun auf der Hand, daß die über— wiegende Mehrzahl derjenigen Mütter, die sich und ihren Töchtern, jede in ihrer Art, einen ganz über ihren Stand und Geldverhältnisse hinaus gehenden Kleiderluxus erlauben, nicht im Stande sind, ihre bei Kleidermacherinnen, Putzmacherinnen ꝛc. aufgelaufenen Rechnungen zu berichtigen. Schließ⸗ lich wird dann das gerügte Borgsystem aufgebaut, wotunter die betreffenden Geschäfte und Arbeiter- innen so schwer zu leiden haben. So ist nament- lich bei den Putzmachergeschäften die Zahl der Concurse von jeher verhältnißmäßig eine sehr hohe soeben hineingelegt worden wäre, und nicht seit dem gewesen. 23 4 —ů— 1 Certtspondenn nd Badr i den Uebel. der Patz. g Adtrinnen it. 5 ten. Dieser perdient die einzelnen Au⸗ tisberstandtn b nachstthend 0 9 zu machen. nigt unserer * a. ar linter, vomntbantn, eis großes so indiscret Luldattinnen cht gemischn dürstt wohl „daß diesn ag des Baar⸗ dit Agitalten t in Herbie 13115 7. Jun Zeit und ba tablunge rung nut . . NI * 9 Di nacht haben. ch unter den Endlich wollen wir die am Schlusse des mehr— erwähnten Artikels angeregte Frage:„Wie ist diesem neuen(2) Uebelstand zu begegnen?“ noch kurz dahin beantworten, daß derselbe viel zu sehr eingewurzelt ist, als daß eine baldige Befeitigung zu hoffen ist. Die allgemeine Einbürgerung der Baarzahlung wird allerdings auch in diesen Be- ziehungen bessere Zustände schaffen, aber als Radicalmittel ist nur die Rückkehr zu der Einfach- heit anzusehen, durch welche im Allgemeinen unsere Mütter und Großmütter sich so auszeichneten. So sehr die gegenwärtigen Zeitverhältnisse auch zu beklagen sind, so werden sie doch vielleicht das Gute mit sich bringen, daß nothgedrungen in allen Volksschichten der Sinn für Einfachheit wieder erwacht. Die Socialdemokratie und die Arbeitgeber. Kein anderer Vorwurf setzt die Socialdemo— kratie dermaßen in Entrüstung, wie der ihr seit einigen Jahren vielfach gemachte: daß sie großen Antheil habe aß der Noth der Zeit, die noch immer kein Ende nehmen will. Eine chemische Analyse zu geben, wieviel Prozent Schuld auf den Geschäftstaumel der Gründerzeit kommen und wieviel auf andere Dinge und Menschen, maßen wir uns nicht an, halten aber mit voller Zuver⸗ sicht die Behauptung aufrecht, daß die anhaltende Stockung von Gewerbe und Handel zum Theil, und zwar zum großen Theil, hervorgegangen sein muß aus der socialdemokratischen Aufwiegelung. Denn bekannt genug ist es doch, daß Viele, die ehedem für eigene Rechnung großen Unternehm⸗ ungen vorstanden, diese nur darum in Actiengesell schaften umgestalteten, weil sie es müde waren, Tag für Tag mit Arbeitern zu verkehren, von denen sie für „Aneigner fremden Verdienstes, Preller, Blutsauger, Plusmacher, Leuteschinder, Umsonstfresser 1c.“ ge- halten wurden. Viele Industrielle scheuen ausge debnte Geschäfte und beschränken sich auf das Nothwendigste, weil, je mehr Arbeiter sie anstellen, desto mehr Aussicht ist auf Hader und Verdruß. Wie sollte auch der Unternehmer jene dem Erfolg so nöthige Arbeitsfreudigkeit, welche beim Arbeit- nehmer methodisch untergraben wird, sich selber bewahren, wenn von der anderen Seite sein Thun gar nicht einmal als Arbeit betrachtet wird?— Karl Marx erklärt in seinem Werke zwar, daß dem einzelnen Kapitalisten keine Schuld beizumessen, Frankfurt, 31. Aug. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 42., Nr. 2 M. 38., Nr. 3 M. 34., Nr. 4 M. 30., Nr. 5 M. 24. Roggenmebl%(Berliner Marke) M. 26., do. II.(Berliner Marke) M. 21. Neuer Weizen, ab Babn⸗ bof hier M. 23.—., ab unserer Umg gend M. 22 22.50. fremder je nach Qual. M. 2324.75. Neues Korn M. 175075. Neue Gerste M. 1920.50. Hafer M. 13 17.75. Kohlsamen M. 3738. Erbsen M. 21 bis M. 24., Wicken M. 17.50., Linsen M. 2130. Rüböl M. 81. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht= 100 Kilo. Frankfurt, 1. Sept. Der beutige Heu- und Strob— Markt war aut befahren. Hen kostete je nach Qualit ver Ceniner M. 1.20—3. Stroh per Ceniner M. 1.95230. Butter im Großhandel das Pfund 1. Qual. M. 1.10., 2. Qual. M. 1.—; im Kleinbandel 1. Qual. M. 1.40 bis M. 1.50. 2. Qual. M. 1.35—40. Eier das Hundert M. 4.80—5.20. Ochsenfleisch per Pfund 70 Pf. Kuh⸗ und Rindfleisch 55 60, Pf., Kalbfleisch 60—75 Pf., Schweinefleisch 7580 Pf., Hammelfleisch 50—63 Uf. Kartoffeln M. 4.50—5. Gurken das Hundert M. 1.20. Erbsen, geschälte(ver 100 Kilogr.), M. 28—30., ganze Erbsen M. 22—24. weiße Bohnen M. 23—26., Linsen M. 32—36. Weißkraut das Hundert M. 26—28. Mainz 1. Sept. Producten-Morkt. Batzen per Nov. M. 22.60. Korn per Nov. M. 15.45. Hafer per Nov. M. 15 20. Rüböl per Oct. M. 38.60. Marburg, 1. Sept. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.30 40. Eier 2 Stück 10—11 Pf. Tauben das Paar 5060 Pf. Häbnchen per Stück 60 80 Pf. Hahnen per Stück M. 1.60—1.80. Enten ver Stück M. 1.40—80. Hasen per Stück M. 2.80 3.50. Aufruf. Der blutige Kampf, welcher zwischen Rußland und der Türkei entbrannt ist und täglich einen gewalligeren Um— sang annimmt hat den Vereinen unter dem rothen Kreuz in den beiden keiegführenden Ländern eine schwere Aufgabe der Hilfsthätigkeit für die Virwundetenpflege gebracht. Nach den auf Gegenseitigkeit beruhenden Vereinbarungen ist damit auch an die Hilfsvereine der neutralen Länder und somit auch Deutschlands, die Pflicht herangetreten, zur Erfüllung jener Aufgabe thalkräftig mitzuwirken. Aus beiden kriegfübrenden Ländern ist Seitens der Vereine der dringende Ruf um solche Unterstützung an uns und unser deutsches Centwal⸗Comilé ergangen. Bereits sind nambafte Mittel aus den Materialvorräthen und Kassen der deutschen Landesvereine zusa mengebracht und unter oberster Leitung unseres deutschen Centralcomité's durch Vermitselung der Vereinscentren beider Streittheile den Lazarethen auf dem Kriegsschauplatz zugeführt worden. Auch der des Beschlusses seiner letzten Gensralversammlung bereits eine namhafte Sendung von Lazarethmaterialien hierzu beigetragen. Mit dem wachsenden Bedürfniß und der steigenden Noth, erscheint aber nunmehr der Zeupunkt gekommen, auch an unsere Vereinsmitglieder und an alle unsere Mitbürger im ganzen Land hiermit die dringende Bitie zu richten, uns bei der ferneren Erfüllung der Hessische Hilfsverein unter dem rothen Kreuz hat in Gemäßheit“ daß er vielmehr, so lange die jetzige Productions 9 7 Humanitätspflicht aeg eie an elde 85 g sei, an der Selbstver- Pflegematerialien sobie an Geld zu unterstützen. Wir weise 1 3 100 N n Profi tt 1 u- bönnen dabei die Versicherung geben, daß die richtige mehrung es Kapitals dur En geilzu“ Uebermittelung und die zweckmäßige Verwendung der nehmen, weil er sonst selbst zu Grunde gehe. Gaben für die Verwundeten durch die geeigneten Maß— Dies hindert indessen viele Socialdemokraten keinen regeln und die Verbindungen des deutschen Centralcomités i j 7 b 0 Aussauger sichergestellt ist. Die Fürsorge für die im Krieg Ver⸗ Augenblick, jeden Arbeitgeber als saug wundeten und Erkrankten hat bei Kämpfen zwischen aus— anzusehen. ländischen Völkern, getreu dem Vorbilde des barmherzigen Samariters, einen internationalen, neutralen Charakter welche während des Krieges von 1870/71 unseren ver“ wundeten und kranken Soldaten von den Hilfsvereinen neutraler Staaten, und insbesondere auch Rußlands, reich lich zu Tbeil geworden sind. Wir fügen noch an, daß wir unsern Zweigvereinen eine gedruckte Anleitung zur Anfertigung zweckmäßiger und möglichst gleichsörmiger Ver⸗ breitung und zur Belehrung Derer, die solche wünschen, zusenden, und bitten, Gaben an Geld und Materialien möglichst dem nächsten Zweigvereinsvorstand, hierher aber Gaben an Geld an unseren Schatzmeister, Herrn Haupt⸗ staatskassebuchhalter Michell, Materialien aber zu Händen des Herrn Inspeetor Velten im Saalbau, wo sich unser Depot befindet, zu übersenden. Ueber Eingang und Ver- wendung aller Gaben wird öffentlich Rechenschaft ab— gelegt werden. Darmstadt, 21. August 1877.. Der Vorstand des Hilfsvereins im Großberzogthum Hessen für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde. A. Weber, A. Buchner, Ministerialrath, als Vorsitzender. Hofg.⸗Adv., als Schristf. Mit Bezugnahme auf Obiges erklärt sich der unter— zeichnete Vorstand zur Empfangnahme von Gaben für den angegebenen Zweck bereit und bittet solche an J. Huber und Dr. Schmid zu richten. Friedberg den 30. August 1877. Der Vorstand des Zweig Hilfsvereins: Dr. Köhler. Jean Huber. Mayer Hirsch. Ernst Hüberle. Nau. J. P. Schäfer. Dr. Schmid. Dr. Lorenz. F. Supp. ö Roßbach. Verloosungen Ap Ct. Nassauische Staats⸗Anleihe von 1853. Ziehung vom 13. August 1877.— Heimzablung am 1. December 1877. Lit. A. Nr. 44 122 55 56 69 225 47 74 306 56 3 fl. 1000.— B. Nr. 5 102 22 35 67 93 209 34 74 344 84 413 35 535 46 55 69 641 95 762 88 864 908 72 à fl. 500.— C. Nr. 12 22 29 41 45 51 87 110 34 225 65 319 36 43 443 556 81 96 620 720 76 853 69 933 60 3 fl. 200.— P. Nr. 15 57 112 82 95 220 84 85 97 342 441 520 32 45 89 623 34 71 92 708 11 913 33 36 à fl. 100. Karlsruhe, 31. August. Heute wurden folgende Serien der badischen 35 fl.⸗Loose gezogen: 7239 3 55 7386 4363 5760 3165 6622 6441 2514 5058 3505 130 7138 3357 2141 3060 2291 6844 786 7775 7988 6379 266 5411 570 4986 5057 3321 4323 1963 7836 5545 f ö 1 1 91 332 6556 4636 3248 3893 5911 5916 4152 1073 5335 6110 4813 971. 1823. 4782 1447 2402 3333 769 6535 665 1873 727 2632 5305 1557 2484 1553 4694 7014 55 2917 502 4016 2404 7259 2070 7017 320 4179 7097 7055 6605 6673 6546 6643 3931 4198 1767 934 745 4358 1738 7570 3306 119 7216 5125 1251 3253 5732 6607 2410 3120 631 2320 783 2757 4798. Wien, 1. Sept. Ziehung der österreichischen 100 fl.⸗ Loose von 1864. Der Haupttreffer fiel auf S. 1372 Nr. 7, 20.000 fl. auf S. 1521 Nr. 3, 15,000 fl. auf S. 1391 Nr. 1, 10,000 fl. auf S. 1448 Nr. 9, Folgende Serien wurden gezogen: 117 146 279 764 1372 1391 1448 1521 1667 1815 2544 3183 3519 3824. Wien. Ziehung der österreichischen 250 ⸗fl.-Loose von 1839. Der Haupttreffer fiel auf Nr. 28238, 60.000 fl. auf Nr. 51554, 30,000 fl. auf Nr. 70855, 20.000 fl. auf Nr. 72679, 15 000 fl. auf Nr. 70904, 10 000 fl. auf Nr. 78084, 8000 fl. auf Nr. 90820. Geld⸗ Cours. Frankfurt am 1. September 1877. Handel und Verkehr. und soll ihn auch in dem gegenwärtigen Kriege bewabren; 20 Frankenstücke Mk. 16 25 29 Friedberg, 1. Sept. Wochenmarkt. Butter kostetesses soll darum soweit thunlich für die Opfer des Krieges Enalische Sovereigns„% 20 35—40 per Pfund M. 1.40. Eier 1 Stück 6 Pf. gesorgt werden, sie mögen russischer oder lürkischer Natio- Russische Imperiales 22% Gießen, 1. Sept. Wochenmarkt. Butter per Pfund nalilät sein, sich in russischen oder türkischen Lazarethen Holländische fl. 10- Stücke 16 65 G. M. 1.30 40. Eier per Stück 6 Pf. Tauben das Paar befinden. Gleichwohl darf nicht unterlassen wechen, auch Dahakenn* 9 59—64 60 Pf. Hübner per Stick 75 Pf. Habnen ver Stück 55 Pf. darauf, hinzuweisen, daß Deulschland gegenwärtig auch Ducaten al marco N 9 59—64 Enten per Stück M. 1.50, Kartoffeln, 100 Kilo, M. 550.) noch den Dauk abzustaßten hat für die Unterstützungen, Dollars in Gold. 5 785 4 1619 .. 5. 1 4 st ng. Grummetgras-Versteigerung. Grummetgras Ver eigern 9 2681 Mittwoch den 5. September d. J., Vormittags um Donnerstag den 6. September d. J., von Morgens 10 Uhr anfangend, soll das diesjährige Grummetgras. 8 38 10 Uhr an, wird das Grummetgras von der 60 Hec⸗ von den hiesigen Gemeindewiesen an Ort und Stelle 8 8 23 are haltenden, zum Familieneigenthum des Großh. Hauses versteigerk werden.* 8 88 gehörigen Markwiese, sowie die daselbst befindliche Obst⸗ ülphe am 29. August 1877. 1 5 88 Erndte, in den Gemarkungen Bauernheim und Ossen⸗ ee e 885 88 beim, in der Gastwirthschaft von Höres zu Bauern— Filsinger. 22„ 2 8 heim öffentlich meistbietend versteigert. 8„ 8 88 Ober⸗Ros bach den 25. August 1877. Feinster medieinischer 28 S8 Großherzogliche Oberförsterei Ober-Ros bach. Se 3 Strack 8 33 Dorseh-Leberthran. 2689 Obst⸗ fast geruch- und geschmacklos, in Flaschen mit ge- stempeltem Metallverschluss Versteigerung. 1½ Originalflasche Mark 0.60, Die soeben erschienene Nr. 49 enthält: Zur Feier des Sedansfestes.— Die beiden Marien. Roman von Alexander Römer.(Fortsetzung.)— Tübinger let der Exped. d. Anz. f de. Von Schnaidt.— Moritz August von Beth⸗ d September l. J., Nachmittags 1 l Fesifreu 5 9 5 uhr fel det Föveischen Baumanlagen 20 Bäume 1 0 2 1 70 Ne 1 N 1 11 0 i 1 ist⸗ 5 98 9 agara. V. ent.— 2 mit Birnen, sowie mehrere Bäume Aepfel an den Meist Derselbe eisenhaltig pro Flacon à Mark 1.— zu Familientische: Gefangene Pioniere der Ciwvülssation. hietenden versteigert werden. Zusammenkunft am Rathhaustreppchen. Friedberg den 30. August 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Doe. Auswärtige Schüler inden Kost und Logis in elner hiesigen Familie. Näheres 2724 haben bei Frau Hofl. Windecker in Friedberg, P h. J. Weiss in Bad-Nauheim. Zur Notiz für die Herren Bürgermeister des Kreises. Gesindebücher 2020 Mit Originalzeichnung von Hoffmann-Zeitz; Jung Afrika in Altbayern.— Kaiser Wichelm als Orgelspieler. Mit zwei Beilagen. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg. Gestrickte Kinderkleider, ter e Carl Bindernagel. sind vorräthig bei 121 schuhe und Gamaschen billigst bei K. Friedrich. * Pferde Rennen des Rheinischen Renn- Vereins in Frankfurt a. M. am S., 9. und 11. September 1877, Nachmittags 2½ Uhr am Forsthaus. 18 Rennen mit Preisen zusammen im Werthe von circa Mark 47,000. Eintritts⸗Preise: Erster Platz, für Herren jeder Tag. M. 10. Erster Platz für Damen jeder Tag..„ 5. Ein Herrenbillet für 3 Tage. n 0 Equipagen pr. Tag M. 20. Reiter M. 5. Diitter Plaz der a;, Zweiter Platz jeder Tag.. Steh ple; Sämmtliche Karten sind sichtbar zu tragen. Das Directorium des NRheinischen Renn- Pereins. 2636 Dem geehrten biesigen und auswärtigen Publikum empfehlen wir unser assortirtes Lager in Herren- und Knaben-Garderobe, Bettzeugen, Barchenten und Drellen, Tischdecken und Bettdecken, Tisch⸗ und Tafeltüchern; Weiß rein leinenen Taschentüchern, Shirting und Chiffon, Halbleinen und Fertiger Herren— zu äußerst billigen Preisen. Friedberg. 2728 Rothe und weiße Kolter, das Stück M. 7., Schwere ächtfarbige Bettzeuge, ¼ breit, der Tifchtücher, das Stück M. Weiße und graue Shirtings, der Meter von 1535 Wein⸗ und 2258(Keltern), 500 Stück breites schweres Leinen für Hemden und Betttücher, der Meter 62 Pf. Zweischläfrige Leinen⸗Betttücher obne Naht abgepaßt, das Stück M. 3. Zweischläfrige schwere Victoria⸗Bettdecken mit Fransen, das Stück M. 3. Schwere graue Kolter und Pferdedecken, das Stück M. 2., M. 2. 40 bis 5 M. 10% breite gute Fußteppichstoffe, der Meter M. 1. 70, 5 breit 80 Pf. breit reich ramagirter Vorhangsmull mit Bogen, der Meter 75 Pf. Schwerer guter Barchent für Betten, der Meter 60 Pf., 70 Pf. und höher. 2 1. 20, Handtücher, der Meter 29 Pf. 2000 Stück Kleiderstoffe für Frühfahr, Sommer, 1000 Stück Brillantines für Kleider und Ueberzüge, der Meter 55 Pf. 2000 Stück 6, breite Cattune, üchtfarbig, für Kleiber und Ueberzüge, der Meter 40 Pf. Guter Buxkin für Rock, Hosen, Weste, der Meter 4 und 5 M. W. Fuhrlander Nachifolger, Fahrgasse 85, Frankfurt a. M. Sonntags ist mein Laden offen. 2 Oystpressen Reinleinen, Wäsche ꝛc. A. Spier& Söhne gegenüber dem Hötel Trapp. M. 8., M. 9. bis 15 M. Meter 45 Pf., 50 Pf. und höher. Herbst und Winter, der Meter von 50 Pf. an. 25 Pf. an 1 5 5 womit ein Mann bis 50,000 Kilo Druck ausüben kann, in neuester und bester Construetion, liefern in ver⸗ schiedenen Größen unter Garantie für Güte.— Illu⸗ strirte Beschreibung franco und gratis. Ph. Mayfarth 8 Co,, Frankfurt a. M., Baumweg Nr. 5 u. 7. Pferdemarkt-Loose find zu haben in der Expedition des Oberh. a 0. Erpe Anzeigers und der Nanheimer Kurliste. 2651 In dem Basaltsteinbruch zu Ober⸗Erlenbach „Ao abgegeben. Auskunft werden Mauersteine 9 ertheilt f Gastwirth Joh. Falkenstein. Säcke. Neue große Säcke per Stück 55 Pfennig. Fabrik feuerfester Produkte am Bahnhof Bad⸗Nauheim. 2294 ee enn, Aen. Eine gesunde Amme, die schon mehrere Wochen stillt, sofort gesucht. 2 4 Bleich⸗ straße 41, Frankfurt a. M. (ept. 97/ VIII.) Nächsten Mittwoch 2699 den 5. ds. werde mit einem Quantum Prima Haustuchsäcke wieder nach Friedberg kommen und in der Wirthschaft von A. Vogt's Erben dorten an⸗ wesend sein. Steinfurth den 1. September 1877. Georg Eichelmann. JJ) N Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet wird von einem jungen Mann von Anfang Oetober dies. Jahres ab zu miethen gesucht. Bürgerlicher Mittagstisch im Hause sehr erwünscht. Anmeldungen beliebe man bei der Expedition des Anzeigers zu machen. 2706 M. 2.— 1.— 50 Zweck des Jugendfestes bitte ich bald bei mir einreichen Danksagung. 2729 Allen, die uns durch Geldspenden, sowie durch persönliche Hülfeleistung, oder in irgend welcher Weise bei dem Jugendfeste unterstützt haben, sagen wir hiermit unsern besten Dank. Das Comité des Jugendfestes. Aufforderung. 2730 Anforderungen für Lieferungen und Arbeiten zum zu wollen. Im Auftrage des Comités für das Jugendfest: Dr. Möller, Reelschuldirektor. Berger Markt. Auf bevorstehenden Markt, den 4. und 5. September, beehre ich mich den werthen Besuchern desselben mein Etablissement in empfehlende Erinnerung zu bringen. Für eine vorzügliche Küche und Keller nebst einer prompten und freundlichen Bedienung ist bestens gesorgt. Concert und Tanzmusik wird von einer beliebten Kapelle aus⸗ geführt. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein H. Haas, 2722„Zur schönen Aussicht“. Die Blinden⸗-Anstalt 2723 zu Friedberg bringt ihre bekannten Arbeiten in empfehlende Erinnerung. Hofzahnarzt Dr. A. Petermann aus Frankfurt a. M. wird Samstag den 8. d. Mts. in Friedberg an⸗ wesend sein und daselbst im Hötel Trapp, Zimmer Nr. 23, von Nachmittags 4 bis 7 Uhr Sprechstunde halten. 2 5 2726 2732 Ein noch neuer Regulator ist billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Anz. Zur gef. Beachtung! 2725 Die als gefährlich erkannte Bedachung von weißem Ledertuch bei Kinderwagen ist bei einem neu eingetroffenen Transport nunmehr mit Segeltuch vortheilhaft ersetzt, welche bestens zu Fabrikpreisen von 14 Mark an empfehle. Jos. Hoffmann. Geschäftseröffnung und Empfehlung. 2727 Einem verehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich das Faärber⸗ und Druckergeschäft, welches früher von meinem Vater betrieben und nach dessen Tode aufgegeben wurde, wieder eröffnet habe, mich in allen in dieses einschlagenden Arbeiten bestens empfehle und um geneigten Zuspruch bitte. Indem ein verehrtes Publikum das Vertrauen, welches will, sichere ich zugleich prompte, reelle Bedienung und billigste Preise. Berstadt im September 1877. Joh. Acker Sohn. Vergebung von Bauarbeiten. 2665 Die zur Erbauung einer neuen Kirche zu Eckarts⸗ hausen, Kreis Büdingen, erforderlichen nachstehend ver— zeichneten Arbeiten, nämlich: f Maurerarbeit, veranschlagt zu 13947 46 Steinhauerarbeit 8900 40 Zimmerarbeit 9647 95 Dachdeckerarbeit 3554 49 Schreinerarbeit 5010— Schlosserarbeit 1048 M. 80 Pf. Schmiedeiserne Fensterrahmen 1465 M. 10 Pf. 2513 90 Lieferung von gußeisernen Säulen 1680 Kg. 672— Glaserarbeit 1872 40 Weißbinderarbeit 7068 35 Spenglerarbeit 311 40 sollen auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Pläne und Voranschlag, sowie die Submissions⸗ bedingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einsichtnahme offen, woselbst auch die Offerten, in welchen die Angebote nach Prozenten der Voranschlags—⸗ summe zu erfolgen haben, mit der Aufschrift: „Submission zur Uebernahme der..... Arbeit „für die Kirche zu Eckartshausen“ verschlossen und franeirt bis längstens Montag den 10. September d. J., Morgens 10 Uhr, einzureichen sind. Brau-Malz, 2693 bester Qualität, empfiehlt L. H. Strauß. Friedberg den 26. August 1877. b Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u ß. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Durck und Verlag von Carl Bindernagel. meinem Vater geschenkt wurde, auch mir zukommen lassen —— NN br. Be Ver Be!