* . N* 5 7 1877. Donnerstag dien 4. Januar. A1. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeil wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Abnahme des Versassungseides vom IV. Quartal 1876. f 8 Das Großherzegliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der aus dem vorhinigen Kreise Vilbel dem Kteise Friedberg einverleibten Gemeinden. Der auf Mittwoch den 10. kommenden Monats auf dem Selzerbrunnen anbtraumte Termin zur Ausschwörung des Verfassungseides wird auf Donnerstag den 11. Januar, Vormittags 10½ Uhr, verlegt. Sie wollen hiernach die zur Ausschwörung des Versassungseides Verpflichteten vorladen. J. E. d. K.⸗St.: Klietsch, Kreis- Assessor. Betressend; Die Fübrung der Handeleregistet, hier Einsendung der Auszüge aus den Erwerbelage⸗ düchern vom IV. Quartal 1876. Friedberg den 29. December 1876. Friedberg den 2. Januar 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Die Auszüge rubritirten Betreffs beziehungsweise Negativbescheinigungen sind nach unserem Ausschreiben vom 14. September 1875(siehe Oberbessischer Anzeiger Nr. 108 von 1875) dem betreffenden Großberzoglichen Landgericht alsbald zuzusenden. J. E. d. K. St.: Klietsch, Kreis- Assessor. Betreffend: Die Aufhebung der Portofteiheiten, bier die Sendung in Gemeindeangelegenheiten. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Unter Bezugnahme auf die wegen der Aufhebung der zwischen den unter Angabe ihres Amtscharakters zu bescheinigen. Gemeinden und der Postperwaltung bestandenen Verträge über die Zahlung des Portos durch Aversionalvergütungen statigehablen Verhandlungen, wonach eine Erneuerung ditser Berträge abgelebnt wurde, machen wir Sie darauf aufmerksam, daß vom 1. Januar 1877 an alle Sendungen in Gemeinde- und Privat- Angelegenheiten von Ihnen frankitt abgesendet wer— den wüssen. Die Portekosten für Sendungen in Gemeindeange⸗ legenheiten fallen allgemein derjenigen Gemeinde zur Last, in deren Inieresse die betreffende Correspondenz geführt wird. Die Bürgermelster lagen der Bürgermeister und Gemeinde-Einnehmer haben daher diejenige Cortespondenz, welche sie meindekasse im Interesse der von Ihnen vertretenen Gemeinden absenden, stets zu frankiren; dit antwortende Behörde oder Stelle hat dagegen die Antwort als„portopflichtige Dienstsache“ mit dem amtlichen Siegel verschlessen, jedoch unfrankict zu befördern. Nach diesem Grundsatz baben die Ge— meindebtamten, deren dienstliche Correspondenz stitber als Gemeindedienst— sache befördert wurde, z. B. die Gemeindebauaufseher, Kreisboten 1c. ihre Sendungen an die Bürgermeistereien und Gemeinde- Einnehmer ebenfalls unfrankirt als„portopflichtige Dienstsache“ zur Post zu geben. Da diesen Gemeindebeamten ein Dienstsiegel nicht verliehen ist, so haben sie auf der Adresse die Ermangelung eines Dienstsiegels mit ihrer Namensunterschrift Versicherungen u. s. w. trachten ist, ergibt ungen unftankirt mit der heiten sind als Militaria und mit dem amtlichen Siegel versehen versenden. Friedberg am 30. December 1876. Correspondenzen, welche diese ben in gemeinheitlichem Interesse mit anderen Behörden oder Dienststellen oder Privaten führen, sind zu frankiren und das Porto der betreffenden Gemeinde in Aufrechnung zu bringen. Ueber die Portovor⸗ und Gemeinde- Einnebmer in Gemeindedtenstange⸗ legenbeiten ist genaue Verzeichnung erforderlich, damit Ersatz aus der Ge⸗ etwa quartaliter erfolgen kann. gelegenheiten ist von den Interessenten zu erheben. legenheiten erscheinen namentlich alle Oesuche um Ertheilung von Tanz⸗, Concert- und Gewerbs-Contessionen, Reisepässen, Paßkarten, Heimathscheinen; alle Aufnahme- und Entlassungs⸗Gesuche, Gesuche um Erlaubniß zu Aus- spielungen und um Jagdkarten, die Vorlagen über Gebäude- und Mobiliar⸗ Das Porto in Privatan⸗ Als Privatange⸗ Das was als Staatsdienstsachen zu be⸗ sich aus unstrem Ausschreiben vom 30. December vorigen Jahres(Kreisblatt Nr. 2 und 3) und werden Sie diese Send⸗ Bezeichnung„portopflichtige Dienstsache“ Alle Militärangelegen⸗ zu bezeichnen und alstenn portofrei. Sie wollen nach den gegebenen Vorschriften pünktlich verfahren. J. E. d. K.-St.: Klietsch, Kreis- Assessor. Deutsches Reich.[Landteimpfinstitutes ernannt. Am 29. December Darmstadt. Am 21. Dec. 1876 wurde ebenfalls die Obermeditinalräthe Dr. Wüst und dem Pfarrverwalter Friedmann aue Königstädten Dr. Hallwachs zu vortragenden Rätben bei der die Stelle eines cvangelischen Geistlichen an dem Abtheilung des Ministeriums für öffentliche Ge— Landeszuchthause übertragen; am 23. December wurde der Ministerialsecretär Hahn, zum Mitglied und Rath der Obersteuerdirection mit dem Titel „Obersteuerrath“, der Finanzaccessist Ewald zum Ministertalsecretär 3. Classe, der Berg- Afpirant Ziegler von Bad- Nauheim zum Bergmeister für Oberhessen und der Obersteiger bei dem Bergamt Dotheim, Plock in Bad-⸗Naubeim, auf Wiederruf zu seinem ständigen Gehülfen mit dem Titel „Bergmeisterei- Assistent“ ernannt; ferner dem Ministerialbuchhalter Ihm unter Verleihung des Gharakters als Rechnungsrath dir Funktionen eines Dirigenten der Ministerialbuchbaltung übertragen, dem Sekretär bei der Staats- Schuldentilgungskasse- Direction, Beck, der Charakter als Finanzrath vetrlithen;z am 28. wurde dem Hofgerichts-Regi⸗ strator Metzler in Darmstadt in Anerkennung seiner Dienste, der Charakter als„Rechnungsrath“ verlithen, der Geh. Obermedicinaltath Dr. Buxmann auf Nachsuchen unter Anerkennung seiner Dienste in den Rubestand versetzt, der Obermedicinalralh zu Darmstadt Dr. Pfeiffer, zum vortragenden Rathe bet der Abtheisung des Mintstertums für öffentliche Hesundheitepflege und der Ober- Medicinal Rath Dr. Neißntr, unter Uebertragung der Stelle eines zortragenden Rathes bei derselben Stelle zum Kreteatzte zu Datmstadt, und zum Betstand des sundheitspflege ernannt. — Der Gesetzgebungsausschuß der zweiten Kammer beantragt bezüglich der Besteuerung der Kirchen- und Religionsgemeinden ic. ic. an die Regierung das Ersuchen zu richten„den Ständen baldigst eine Gesetzesvorlage auf Abänderung des Gesetzes vom 23. April 1875 die Besteuerung der Kirchen und Religionsgemeinschaften betressend, zugeben zu lassen, welche darauf gerichtet ist, daß der Steuerausschlag nicht auf Grund der der— maligen Communalsteuerkapitalien, sondern unter größerer Berücksichtigung der Einkommen— steuer kapitalten erfolge.“ — Dem Vernehmen nach werden auf dem Artillerie- Schießplatz bei Griesheim bereits Vor- kehrungen zu einer Erweiterung des Baracken- lagers getrossen. Die gesammte Artillerie des tönigl. baherischen zwellen Armeckorps soll nämlich schon in der nächsten Schießperiode(Junt, Juli, August) an dem Schießplatz partteipiren, und dürften darum die neuen Bauten rasch gefördert werden. Berlin. Wie der„Reichs- Anzeiger“ amt- lich meldet, ist der bisherige Unter-Staats-Seeretär im preußischen Justiz-Ministerlum, Friedberg, zum Staats- Secrelär im Reichs-Justiz-Amt unter Ver- leihung des Charakters als wirklicher Geheimer Rath mit dem Praͤdieat„Excellenz“, und der Geh. Ober-Regierungsrath Michnelis zum Director im Reichskanzler-Amt ernannt. — 1. Jan. Heute fand die Feier des 70läbrigen Militärdienstjubiläume des deutschen Kaisers statt, wobei der Kronprinz von Deutschland und Preußen im Namen der Versammelten eine Ansprache an den Kaiser hielt, auf welche der Letztere dankend erwiederte. Mittags fand dann große Galatafel statt. Unter anderen hohen Persönlichkeiten, hakte sich auch Prinz Ludwig von Hessen eingefunden. Kiel, 22. Dec. Gestern hat die Indienst- stellung der Corvette„Gazelle“ unter dem Com- mando des Corvetten-Capitäns Grasen von Hacke stattgesunden; dem Vernehmen nach dürste das Schiff in kürzester Zeit die Reise nach dem Mittelmeer antreten. Je nachdem die Verbälknisse daselbst sich gestalten werden, wird die Corvette dann spaͤter voraussichtlich eine längere Reise nach Westindien unternehmen. Ausland. Oesterreich⸗-Ungarn. Wien, 28. Dee. Heute Nachmittag 3 Ubr fand unter dem Vorsitze des Kaisers ein gemeinsamer Ministerrath statt. Derselbe war ausschließlich der Berathung über die laufenden Angelegenheiten gewidmet, womit sich alle aus Anlaß des Conseils in den Journalen bereits aufgetauchten Gerüchte von selbst erledigen. Frankreich. Versaillee, 28. Decbr. Deputirten- Kammer. De vom Kriegsminister — unterstützte Antrag Lelidvre's auf Wiederherstellung der Credite zur Entschädigung für dit in das Feld rückenden Officiere wurde mit 359 gegen 137 Stimmen angenommen, dagegen mit 256 gegen 211 Stimmen beschlossen, den Antrag Reille's auf Wiederherstellung eines Credites von 43,000 Francs für Service für Officiere und Generale, welchen der Kriegsminister unterstützte, nicht in Erwägung zu ziehen. Die meisten vom Senat modificirten Budget-Artikel wurden in der Fassung der Deputirten- Kammer angenommen, dagegen mit 269 gegen 211 Stimmen die Wieder- herstellung des Credits für die Feldprediger ge. nehmigt. Das gesammte Ausgabe-Budget wurde mit 412 gegen 30 Stimmen angenommen. In parlamentarischen Kreisen glaubt man, der Senat würde in Folge der Abstimmung der Kammer seine Amendements zum Budget nicht aufrecht erhalten. Der Conflict wird für beigelegt betrachtet. — 209. Dec. Der Senat bat ohne Debatte und einstimmig das Budget so genehmigt, wie es gestern von der Deputirten Kammer beschlossen war. — 30. Dec. Der Senat und die Deputirten- Kammer wurden heute durch die Verlesung eines Decrets, das die außerordentliche Session für beendet erklärt, geschlossen. Sie werden am 9. Januar zur ordentlichen Sitzung wieder zu— sammentreten. Belgien. Brüssel, 28. Dec. Minister Malou in der bulgarischen Occupations- frage an die diplomatischen Vertreter Belgiens im Auslande gerichtete vertrauliche Mittheilung war, wie die„Jadependance belge“ erfährt, von einer Mittheilung an die Regierungen, bei welchen die Vertreter Belgiens beglaubigt sind, begleitet. — 29. Dec. Der russische Botschafter Fürst Ocloff kam gestern Abend von Paris hier an und hatte heute eine Audienz beim König. Der Besuch wird mit dem Projecte der Occupation Bulgariens durch belgische Truppen in Verbidung gebracht. Der„Nord“ glaubt dagegen nicht, daß Fürst Orloff im Auftrage Rußlands hierher komme und daß die Sendung desselben in irgend einer Beziehung zu dem Projekte einer Occupation Bulgariens durch belgische Truppen stehe. Der„Nord“ glaubt vielmehr zu wissen, Fürst Orloff habe sich auf eine Einladung des Königs der Belgier hierher begeben. Großbritannien. London, 2. Jan. Die Ausrufung der Königin als Kaiserin von Indien ist gestern in Delhi unter großen Feier— lichkeiten erfolgt. Türkei. Constantinopel. Das medi- einische Journal„Lancet“ meldet den Ausbruch einer Krankheit bubnnischen Charakters in der Umgegend Bagdads, welche zweifellos als Pest zu bezeichnen ist. Die Pforte würde internationale Maßregeln dagegen vorschlagen. 28. Dec. Die Conferenz hat in ihrer heutigen Sitzung, welche vier Stunden dauerte, beschlossen, daß der Waffen ⸗Stillstand auf zwei Monate, bis zum 1. März, verlängert werde. Die türkische Regierung überreichte ihre Bemerk⸗ ungen über mehrere von der Vor- Conferenz ge⸗ stellte Anträge, namentlich bezüglich der Garantien. Unter den Bevollmächtigten, welche sich über die aufgeworfenen Fragen aussprachen, ist namentlich Graf Chaudordy zu nennen. — 29. Dec. Die Beschlüsse der Conferenz wurden in Ultimatums⸗ Form an Midhat-Pascha übergeben. Die Mächte betrachten das Actenstück als undiscutiebar; sie verlangen Ablehnung oder Annahme. Midhat befürwortet die provisorische An- nahme, vorbehältlich der Gutheißung des türkischen Parlaments. Die Beschlüsse lauten auf: Vereinig⸗ ung Bosniens und der Herzegowina, Theilung Bulgariens mit der Balkan ⸗ Grenze, Ernennung dreier christlicher Gouverneure, sowie einer Com- mission zur Durchführung der Reform, Bildung eines Gendarmerie Corps von Freiwilligen unter Befehl der Gouverneure und zum Schutz der Commission. — Der Pariser„Moniteur“ schreibt: Die Hoffnung auf Echaltung des 8 sei sest⸗ ö Die vom 1 vierte Conferenz- einige Meinungen Regierung die er- nicht überreichte. iner Privatdepesche Vorschläge die Er ind die Einsetzung n gänzlich, refusiren ulgarischen Rebellen je Vorschriften keine er Sitzung erklärten — 30. Der. Heu Sitzung statt; doch wur ausgetauscht, da die t warteten Gegen- Anträ — 31. December. ignoriren die türkischen richtung der Gens dar einer internationalen Ce ferner die Amnestie fü und geben für andere Garantie. In nicht bierauf Ignatieff, We ichy und Chaudordy, nicht weiter mit der? erhandeln zu können. Ignatieff verlas ein? m des Fürsten Gort⸗ schakoff, welches ihn keinerlei Gegenvor— schläge anzunehmen. le Pforte die Annahme des Reformprogramn verweigern, so dürsten sämmtliche Boischaff antinopel verlassen. Serbien. B„ 29. Decbr. Das „Amtsblatt“ melde tlich der Demission der Minister sei vom definitive Entscheidung ergangen, daß die irtigen Minister in ihrer Stellung verbleib Rumänien „Tel. Corr.-Bu längerung des N Armee auf den Rußlan! bespricht die p Sultan könne geforderten Cl tismus der arest, 1. Jan. Das t: In Folge der Ver— tandes soll die rumänische Etat gesetzt werden. rsburg. Der„Golos“ ige und hebt hervor, der h die von den Mächten gewähren, weil der Fana— sher die Regierung nicht nur nicht be ndern die Regierung viel- mehr den F. ünstlich bervorrief, je nach dem es ih mentsprach Durch weise Nachgiebigke— Sultan Hamid sich mehr be— festigen, als durch starren Widerspruch, der un— zweifelhaft schwere Conflicte herbeiführe. Moskau. Die„Moskauer Ztg.“ schreibtz Rußland werde beim Abbruch der Verhand— lungen die Entscheidung Europa's, nicht seine eigene, der Türkei aufzuzwingen haben. Europa würde dann gleichsam einen Krieg gegen die Türkei mit russischen Waffen führen. Eine wohlwollende Neutralität Europa's Rußland gegenüber sei ungenügend. Rußland warf die orientalische Frage nicht auf, obwohl es ein Interesse haben konnte, der Türkei den Gnaden— stoß zu geben; es könne nicht neben den Kriegs— Opfern noch Rücken- oder Seitenangriffe riskiren und muͤsse daher das eigene Interesse mit dem Juteresse irgend einer anderen Macht verbinden. Amerika. New⸗ Jork, 28. Dee. Das Comite zur Verificirung der Wahlen Florida's zog seine Entschließung, der Entscheidung des obersten Gerichtshofes bezüglich einer abermaligen Prüfung der Wahl⸗Stimmen für den zu wählen- den Präsidenten keine Folge zu geben, nochmals in Erwägung. Es wurde eine neue Prüfung vorgenommen, nach welcher das Wahl-Resultat sich für Hayes stellt. Die für die Staats-Wahlen in Florida abgegebenen Stimmen fielen auf demo— kratische Candidaten. f — 30. Dec. Nach einer gestern aus Mata— moras eingelaufenen Depesche sind der Präsident Lerdo de Tejada und Eskobedo in Mazatlan angekommen. Porfirio Diaz besetzte Queretaro, Iglesias hat sich nach Guanaxuato gewendet. Aus Stadt und Land. Gießen. Am letzten Donnerstag wurde von einem hiesigen Metzer ein ca. 300 Pfund schweres Schwein ge⸗ schlachtet. Durch die große Umsicht unseres Fleischbeschauers wurde constalirt, daß dasselbe voll Trichinen war. Das Schwein war von einem Wetterauer Oeconomen um den Preis von 168 M. gekauft worden und wurde in die Seifenfabrik der Gebr. Kaufmann um 24 M. verkauft. Dietersheim(bei Bingen), 28. Dez. Der hiesige Einnehmer Caster wurde vorgestern Abend erschossen. Der muthmaßliche Thäter ist verhaftet. Alzey, 29. Dec. Heute Morgen ist in dem benach— barten Flonheim die dortige Kirche bis auf die Umfassungs⸗ mauern niedergebrannt. Die biesige Feuerwehr war zum Löschen requirirt worden und mittelst Eisenbahn dorthin geeilt. Als Ursache der Enistehung des Brandes wird zuhalten, obgleich constatirt werden müsse, daß angegeben, daß die Uhr auf dem Kirchthurme eingefroren bisher die Dispositionen der Pforte nichts weniger wet und mistelst Feuer gestern aufgethaut worden sei, als versöhnlich erschienen. wobei ein Balken in Brand gerieth und durch den starken Wind zur hellen Flamme angefacht wurde. Allerlei. Frankfurt. Der vor einiger Zeit hier wegg Je⸗ sitzes einer großen Anzahl aller erdenklichen Die in⸗ sirumente verhaftete angebliche Deutschamerikaner Charles Schantz ist, da man sorgfältiger Nachforschungen ungeachtet kein Licht über die geheimnißvolle Persönlichkeit erhalten konnte, nunmehr wieder entlassen, jedoch aus dem preußischen Staatsgebiete ausgewiesen worden. Wiesbaden. Das königliche Kreisgericht dahier verurtheilte den Mühlenbesitzer D. aus Weißkirchen, welcher beschuldigt war gesälschtes Mehl(durch Beifügung von Schwerspat) zum Verkaufe gebracht zu haben, zu 3 Monaten Gefängniß, 1000 Mark Geldstrase, Verlust der bürger⸗ lichen Ehrenrechte auf ein Jahr und Tragung der Kosten; Fuhrmann O. von dort, welcher Beihilfe hierzu geleistet halle, erhielt 1 Monat Gesängniß sowie Tragung der Kosten. Cannstatt, 22. Dec. In der Nähe des hiesigen Theaters warf heute ein ziemlich gut gekleidetes Paar sein elwa fünf Jahre altes Kind in den Neckar, folgte sofort nach und hat man vis heute Abend trotz eifrigem Suchen an der allerdings 15 Fuß tiefen Stelle noch keine Spur von den drei Unglücklichen aufgefunden. Gotha. Der geographische Forscher Dr. Petermann empfing die Benachrichtigung, daß die Regierung Portugals eine halbe Million Frances für eine große wissenschaftliche Misston nach Central-Afrika bewilligte. Die Expedition ist bereits organssirt und geht unverzüglich nach Afrika ab. Hamburg. Laut Privat- Depesche aus Montevideo vom 26. Dec. ist der von der südamerikanischen Dampf⸗ schifffahrts⸗Gesellschaft gechartete, der Hamburger Paketfahrt⸗ Gesellschaft gehörende Dampfer„Göthe“ auf Loboisland verloren gegangen. Die Passngiere sind gerettet. Hamburg, 29. Dec. Der der Hamburg⸗Amerikanischen Paken-Fahrt-Gesellschaft gehörige Dampfer„Franconia“, welcher bei Glücktadt aufgelaufen war, ist nachdem er wieder flott gemacht war, bier eingetroffen. Dundee. An der schottischen Küste scheilerten während des Sturmes in der vorigen Woche 80 Schiffe und zwar meist deutsche und norwegische Schiffe. Hierbei ertranken 270 Seeleute. NewYork, 30. Dec. Der Expreßzug der Pacffic⸗ bahn gerieth gestern in Folge des Schneetreibens aus den Schienen und stüczte bei Ashtabula(Qhio) 75 Fuß hoch über die Brücke hinweg in den Fluß. Viele Personen sind todt, man spricht von 100, 52 sind verletzt. Handel und Verkehr. Frankfurt, 30. Dec. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war schlecht befahren. Heu kostete per Ceniner je nach Qualität M. 4.60—6.—. Stroh per Centner M. 5—6. Bunter im Großhandel das Pfund 1. Oualität M. 1.40—50., 2. Qual. M. 1.30., im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.65—70., 2. Qual. M. 1.60. Eier das Hundert M. 6.—. Kartoffeln per 200 Zollpfund M. 5—6. Ochsenfleisch das Pfund 70 Pf., Rindfleisch 50—60 Pf., Schweinefleisch 70—75 Pf., Kalbfleisch 60 Pf., Hammelfleisch 40—50 Pf. scrankfurt, 2. Jan.(BViehmarkt.) Der heutige Markt war ziemlich befahren. Angetrieben waren: 320 Ochsen, 190 Kühe und Rinder, 230 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich per Centner: Ochsen 1. Qual. M. 63—65., 2. Qual. M. 58—61. Kühe und Rinder 1. Qual. M. 54—56., 2. Qual. M. 49—53. Kälber 1. Qual. M. 56-58, 2. Qual. M. 50—52. Hämmel M. 5456. Mainz, 30. Dec. Producten-Markt. Waizen per März 23.65. Korn per März 17.60. Hafer per März 17.50. Rüböl per Mai 39.25. Verloosung. Karlsruhe, 31. Dez. Bei der heutigen Ziehung der badischen 35 fl. ⸗Loose kamen folgende Nummern mit 1000 fl. beraus: 59876 67997 83420 83445 136147 204105 237772 237796 312162 378334. Geld ⸗Cours. Frankfurt am 3. Januar 1877. 20 Frankenstücke Mk. 16 22—20 Englische Sovereigns 92 80„ 20 33—38 Russische Imperiales„ 16 70-75 Holländische fl. 10⸗Stücke„ 16 65 G. ieh. 5 9 60—65 Ducaten al maro 5 9 64—69 Dollars in Gold. 5 41619 Auszug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Geboren: 24. Dec. 1876. Dem Bäcker Friedrich Reuß eine Tochter. 29. Dec. 1876. Dem Ackerbaulehrer August Schmidt eine Tochter. Gestorben:„ Theodore Dieffenbach, geborene Schefer, Wittwe des Professor Philipp Dieffen⸗ bach, 79 Jahre alt. Zusammenstellung für das Jahr 1876: Geburten 148. Hetrathen 41. Sterbfälle 114, darunter 10 todtgeborene Kinder 29. Dee. 1876. — 40 Ein schwarzer männlicher New⸗Foundländer, sehr wachsamer und scharfer Hund, der sich vorzüglich als Hofhund eignen würde, ist billig abzugeben. 1 1 9 bestrti! und d tag werke. Ft 0 —— Edictalladung. 28 Den zum Thell abwesenden gesetzlichen Erben des am 9. August 1872 veistorbenen Großherzoglichen Ober⸗ lieutenants Wilhelm Nieß dabier wird eröffnet, daß dessen Wittwe, beziehungsweise deren Rechtsnachfolgerln, das Alleineigenthum an der während der Ehe erworbenen, in diesiger Gemarkung gelegenen Parzelle Flur V. Nr. 96 mit Rüdsicht darauf beansprucht, daß Erstere den ganzen Nachlaß ihres Mannes gleichsam als Erbe übernommen und insbesondere die dazu gehoͤrigen Schulden bezahlt babe. Dieselben werden darum aufgefordert, diesen Anspruch binnen 6 Wochen von heute an hierorts zu destreiten, widrigenfalls derselbe als zugestanden betrachtet und demgemäß Eigenthumsurkunde ausgefertigt und Ein, trag des Erwerbtitels im Mutationsverzeichniß verfügt werde. Friedberg den 12. Dezember 1876 Großherzogliches Landgericht Friedberg. Pist or Vergebung von Bauarbeiten. 24 Die zur Herstellung der Pfarrbofraithe zu Glau berg erforderlichen Arbeiten und Material⸗ Lieferungen, veranschlagt zu: M. Pf. Maurerarbeit 1077 60 Steinhauerarbeit 165 14 Zimmerarbeit 874 43 Dachdeckerarbeit„ Schreinerarbeit 685 6 Schlosserarbeit 612 40 Glaserarbeit 101 24 Weißbinderarbeit 970 51 Spenglerarbeit 125 52 Tapezierarbeit 151 26 Pflasterarbeit 210 Bruchsteinlieferung, 32 Cbkm., pro Cbkm 4 Mark 128 Russensteinlieserung, 28,100 Stück, pro 1000 Stück 28 Mark 786 80 Speicherplättchen, 100 Stück, pro 100 Stück J. ark 3 Im Ofen gebrannte Backsteine, 1000 Stück, pro 1000 Stück 30 Mark 30 Sandlieferung, 77 Cbkm., pro 1 Cbkm 5 Mark 355 Kalklieferung(schwarzen Kalk), 221,30 Ctr., pro 1 Ctr. 1,50 Mark 331 95 Cementlieferung, 8 Tonnen, pro 1 Tonne 13 Mark 104 Kamintuffsteine(zweiröbrig), 12 Ifd Mtr pro 1[fd. Mir. 4 Mark 18 Pflastersteinlieferung, 10 Cbkm., pro 1 Cbkm 6 Mark 0⁰ Gußwaatenlieferung 340 sollen auf dem Submissionswege vergeben werden und find die Offerten bis zum 8. Januar 1877, Mittags 12 Uhr, frankirt und verschlossen an den Unterzeichneten einzusenden, woselbst auch Zeichnungen, Voranschlag und Bedingungen zur Einsicht offen liegen Friedberg den 28. Dezember 1876 Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Neu ß. Oeffentliche Aufforderung. 1 Die Marie Margaretha Schmidt, Ehefrau des Wilhelm Schmidt von Ober⸗Ros bach, geb. Kinkel, ge— boren zu Schmitten, Amtsgerichts Usingen, ist verstorben und sind als nächste Intestaterben die 3 Kinder einer verstorbenen Schwester der Erblasserin, der Ehefrau des Philipp Heinrich Lickel aus Schmitten, welche in Eng land oder Amerika mit unbekanntem Aufenthalt abwesend find, berufen. Es werden daher dieselben, oder deren etwaige Leibeberben aufgefordert, sich so gewiß binnen 90 Tagen, vom Datum dieser Aufforderung an, bei dem unterzeich— neten Gericht über Antretung oder Ausschlagung der Erbschaft zu erklären, als sonst dem sich als Erben ge— meldet habenden Ehemann der Erblasserin der Nachlaß überwiesen werden wird, Friedberg den 19. Dezember 1876. Großherzoglich Hessisches Landgericht Friedberg. Pilstor, Follentus, Landrichter. Landgerichts, Asse ssor Versteigerungs Anzeige. 6 Dienstag den 16. Januar 1877, Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in der Behausung der Georg Martin Philppt II. Erben dahler folgende Gegenstände erbver— thellungshalber versteigert: mehrere vollständige Betten, Weißzeug aller Art, Stühle, Commoden, Klelderschränke, ca. säcke, 2 Wagentücher, 1 vollständiger Wagen, Pflug und Egge, Küchengeräthschaften und andere Haus haltungsgegenstände ze. Fauerbach b. Fr. den 28. December 1876 Großherzogliches Ortsgericht Fauerbach b. Fr nnn Bekanntmachung. 1 i wird für hlesige Stadt ein Schäfer gesucht. Lusttragende wollen sich auf dem Vürgermelsterel-Bureau dahler melden, Buß bach am 90, December 1676 Großherzogliche Hürgermeisterel Bußbach. Kachel Tische, 100 Frucht- Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 8 Im Distriete Hoͤler, ca./ Stunde von hier, soll nachverzeichnetes Holz versleigert werden: 1 Montag den 8. Januar 1877. Scheith. Prügelb. Stockh. Reish. Raummeter. Buchen, Eichen— 15 2 Nadelholz, Aspen 6 W 90 320 Ferner: 9 Eichenstaͤmme mit 2½ Kubikm Inhalt; 7 Kiefern- und Fichtenstäͤmme, 15—40 Centim. stark und 5— 18 Meter lang, mit 57 ½ Kubik, meter Inhalt; Fichtenstangen mit 53½ Nubikm. Inhalt, zu Bohnenstangen, Wagnerholz, geringen Sparren zc. ꝛc. tauglich und 1835 und Meter Länge Zusammenkunft Morgens 10 Uhr auf der Haupt schneise im Höͤler. 2. Dienstag den 9. Januar. efernstämme bester Qualität, 18— 48 Centimeter stark und 3— 23 Meter lang — 3 Inhalt; 370 Kü 2 Eichenstämme mit N, Kubikm Inhalt; 5 ummeter Kiefern 91 undscheitholz von 2½ und gänge und 113 ae ter gewöhnliches Kiefern⸗Scheit⸗ und gelholz gusa mmenkunft Morgens 10 Uhr auf dem Garben⸗ eicher Vieinalweg am Kellersberg Lich den 30. Dezemb auer, Forstratt 4 i ee 1 1 Immebiltar- Barf el gerung. 2 Uh dll. 2* werden folgende Immobil —* 17 Erben dahtet ert Versteig rung verkauft enstag den 16. Januar 1877, Nachmittags len de deore Martin Phil vertheilun r den gem acht bekannt werdenden Bedin 5 Nr. 257, 612 Meter Hoftalthe im Ort „ W6, 2369„ Grasgarten daselbst, 5 1 8, 1407„ OGrtabg n daselbf 6— 5 102, 819„ Acker n den rother . Thurm Fauerbach b 5 den 28. December 1876 Gr f og Orteg richt Fauerbach b. Fr. He i ch 9 8 5 +„ 0 Arbeite- 2 erstergerung. 18 Samstag den 6. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem Rathhaus zu Ockstadt Steinfahren, veranschlagt zu 540 Mark, Steinsetzen 100 Chaussirarbeit 5 0 1 Plantrarbett 300 5 Maurerarbeit 5 0 5 Plattenliefern 120 „ Steinschlagen 400 4 an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden Bad⸗Nauheim den 1. Januar 1877 Brückel, Bezirks⸗Bauauseher le „Nachmittags gehoͤriger zum Sal Faselochs-Verste 9 Freitag den Januar 187 soll ein der hiesigen Gemeinde Bureau meistbietend versteigert werden Burg⸗Gräfenrode am 31. December 1876 Großherzogliche Bürgermeisterei Burg Gräfenrode. We sche roh 7 Die biesige Oemeinde sucht Tapllallen im Betrage zu 1000 Mark zu 4 Prozent Zinsen aufzunehmen. jenigen Herren Kapftalisten, welche sich an dieser Kapital aufnahme betheiligen wollen, werden ersucht, ihre An meldungen unter Angabe des Betrags baldigst an den Unterzeichneten gelangen zu lassen Bellersheim am 30. December 1876 Großherzogliche Bürgermeisterei Bellersheim. Bo p p. — 53 75 v 1 Holzversteigerung. 8 1 32 Montag den 8. Januar d. J., von Morgens 10 Uhr an, werden in dem Domantalwald Burgwald, Schläge 1, II, IV, XXII und XXII: 2,2 Raummeter Nadelholz Stöcke, 8813 Wellen Eschen Birken ⸗Relsholz, 993„ Weichholz Reisholz, 13 Stück Laͤrchen-Stämme von und 16 25 Centimeter Durchmesser, mit 3,2 meter Inhalt versteigert. Zusammenkunft an der Ockstädter Straße an Schlag III. Ober⸗ Rosbach den 2. Januor 1877 Großherzogliche Oberfoͤrsteret Ober Rosbach Stra c. 5— 10 Meter Länge Fest⸗ 17 Ein zuverlässiges und reinliches Dienstmädchen wird von einer kleinen Familie auf Petritag gesucht; der Glntrltt kann auch sofort erfolgen. Wo! sagt die Expe⸗ oltion des Anzeigers. Die⸗ 45 Raummeter KiefernRundscheitholz von 2½ Berlin W., General-Agentur: Ltbensveriicherung. — Auf diesem Platze soll die rat Agentur einer coulanten Lebens- Ver- sicherungs-Gesellschaft für die benach⸗ barten Kreise errichtet werden. Bewerber, welche in der Branche schon ctwas Tüchtiges geleistet haben und eine kleine Caution stellen können, wollen unter Angabe von Referenzen ihre Meldung adressiren:„Lebens⸗Versichetung. Linkstr. 26“. 4 Eine srößere Wobnung, 30 im April 9 gesucht. Bad⸗Naul beziehbar, wird zu miethen eim Dr. Groedel Ein Kindermädchen tritag gesucht. Unterricht Buchfübrun elscotrespondeng Januar 1877 wird in der Kar ertheilt vom Monat Oefällige Anmeldungen können bei Fr bheimet Ww. s dem Hotel Trapp, gemacht 1 en 11 wird ein ordentlicher Bursche als sta dt Dr. Bausch. Für Hautleidende. esonders aber Salzfluß an nde Flechten, Grindaus t vielen Aner⸗ n, bei genauer zabler, Passau läge allet Art, b 5(früber Arystein) Wohnung zu vermiethen. 15 Der erste und zweite Stock meines 1 bestebend aus 7 Zimmern, Küchen, Kammern zen, ist im Ganzen oder auch getrennt bis zum 5. März o. zu vermietben. Friedberg. Ph. Diener, 8 ssermeister nächst dem Bahnhof Ein tüchtiges D enstmad chen, 38 das Etwas kochen kann, wird auf Petrita gesucht Sleinkohlen bester Gualität. geeigneter schwerer Faselochs auf hiesigem Burgerme sterel. Oesieb Stückkohle per Ctr. 5 mel. stückreiche Flammkohle per Etr à M. 1. 5 A M. 1. 35 Nuß⸗ und Knabbelkohle per Ctr. A M. 1. 25 Gesieb. Schmiedekohle per Ctr. à M. 1. 5 Bei vorheriger Bestellung ab Bahnhof bier la. mel. stückreiche Flammkohle pr. Ctr. à M.— 95 offerirt Fried. Avenarius, 26 Bad⸗Nauheim, Fürstenstraße Nr. 327. Brodpreise vom 1 bis 16. Januar 1877. Angabe der Bäcker Für Friedberg, Bad- Nauheim und Bus bach unverändert. Nach eigener Fleisch ꝛc. Preise v. 1-16. Jan. 187 Nach eigener Angabe der Meßger. Für Friedberg und Butzbach unverändert. Für Bad⸗Naubeim: Pr. ½ Kilo Ochsenfleisch 68 Pf. M. Pf Kuhfleisch, gem. 58 Schweinefleisch 685 ungem.„ Doͤrrfleisch— 8 Hammelfleisch 40„ Solperfleisch 0 Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 1 3 Kalbfleisch 50„ Schinken 1598 Keil und Carre„ Leber- u. Blutwurst 80 Nierensett 52„ Schwartenmagen 91 Hammelsfett„ Cervelatwurst 1 30 Schaaffleisch„ Fleischwurst 1 Bratwurst 91 Schmalz, ausgelassen, 91 Pf., unausgelossen 86 V. Schweinen Keil und Carre bet fämmtl. Weßgern 72 N. Ausnahmspreise. Bel S. Löt Kub⸗ oder Nindflesch 50 Pf., Nietenfett 48 Pf.— Bel H. Langsdorf ger Speck 96 Pf. Cervelatwurst 1 W. 50 Pf. Bes Klinkerfus und J. Schimpf Wittwe Schweinefletsch 69 W. Mähler-Versammlung Sonntag den 7. Januar, Nachmittags 3 Uhr, im Trapp'schen Saale in Friedberg, wozu die Wäbler des zweiten Oberhessischen Reichtags⸗ Wahlbezirks eingeladen werden. Der Candidat der liberalen Partei, Herr Dr. i„ ités: gegen sein. Im Auftrage des Wahl- Comités 31 Carl Seriba. Reichstagswahl. ähler ⸗ i deutschen Hofes 16 Samstag den 6. d., Abends 7 Uhr, Wähler Versammlung im Saale des f ö (Bayer) 575 Die Wahlberechtigten Nauheims laden wir hierzu freundlichst und dringend ein; Freunde aus Friedberg und Umgegend sind willkommen. Bad · eim den 2. Januar 1877. a cee Comité für die Wiederwahl des Herrn Dr. Schröder. Vorschuß⸗X Credit⸗Verein zu Friedberg. Eingetragene Genosseuschaft. c Vom 8. bis 31. Januar kommenden Jahres, des Vormittags von 9 bis 12 Ubr, werden die Spar- Einlagen-Zinsen pro 1876 an unserer Kasse bezablt. 20 Gut gegen bösen Husten. Herrn Fenchelbonigfabrikanten L. W. Egers in Breslau. 5 Warsleben bei Oschersleben, 24. September 1876. Da meine Tochter an einem bösen Husten leidet und uns Ihr Feuchelhonig') empfoblen(wir haben nämlich von einem Freunde aus Helmflädt eine balde Flasche bekommen und meine Tochier befindet sich seht gut danach) so bitte ich Sie, mir recht bald für 9 Reichsmark auf Postvorschuß zu senden. g Heinrich Siebert. *. 2 Die Veröffentlichung derartiger aus ) Warnung vor Nachpfuschungen! an e ad e Ane tene ungen wird nur deehald noch immer sortgesetzt, dam das Pudtikum auf die Echtheit des L. W. Egers⸗ schen Fenchelhonigs sorgsältig echte und nicht sein Geld für nachgepfuschte Machwerke wegwerse. Der L. W. Egers'sche Fenchelbonig, kenntlich an Siegel, Eliquette mit Facsimile, sowie an der im Glase ein— gebrannten Firma von L. W. Egers in Breslau ist in Friedberg allein echt zu haben ben Jos. Hoffmann. 14 Persteigerung von Straßenarbeiten. 23 Die Lieferung und das Zerschlagen des zur Unterhaltung der Staatsstraßen im Baubezirk Friedberg erfor⸗ derlichen Deckmaterials soll für 1877 in den unten bemerkten Terminen und Orten an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. B. Schröder in Worms, wird zu⸗ Reichstagswahl⸗Versammlung zu Butzbach. 2 9 einer Samstag den 6. k. Mts., Nachmittags 2 Uhr, im„Hessischen Hofe“ dahier abzuhaltenden Wahl⸗ versammlung laden die Unterzeichneten die Waͤhler Butz⸗ bachs und der Umgegend mit dem ergebensten Bemerken ein, daß der Candidat der liberalen Partei, der seitherige Reichstagsabgeordnete Herr Dr. qur. Schröder, sein Erscheinen zugesagt hat. 3 den 29. Dezember 1876. berförster Dittmar. J. Grüninger VII. Steuereommissär Hechler. G. Heil. Wilh.“ Joutz. Karl Kalbfleisch. Beigeordneter Vogt. Jakob Wießler. 2 Die liberalen Wahlen. So lohnen sich die liberalen Wahlen. Der„Deutsche Volksfreund gibt die Antwort auf das„Wie“: „Das Volk im Unglück, nirgends Geld zum Zahlen;— „Der große Krach verschont kaum noch das Vieh. „Die Handwerksbursche stromern in die Weite „Des flachen Lands, vom Fortschritt ausgepreßt, „Dazu die große 3 Milliarden-Pleite— „Die Wucherfreiheit gibt uns ganz den Rest.“ * 3 2 „Civileh' ach! und Unterstüßungswohnsitz, „Freizügigkeit und Schwindelgründerei „Sind— wie sie sind— der reine Wahnwitz „Und bringen uns auch auf den Hund dabei. „In ihren Grundgedanken nicht so übel, „Doch— da die Aus führung ist liberal— „Sind die Gesetze wider uns're Bibel, „Zum Spott und Hohn der christlichen Moral.“ 3 „Genug des Jammers, deutsche Christenmänner! „Schaart Euch um uns und wählt eonservativ. „Wir sind die unverfälschten Vorwärts⸗Renner. „Wir wanken nicht und führen Euch nicht schief. „Ja! glaubet uns und laßt Euch nicht verführen, „Es gilt den Sieg im Kampf um schönen Lohn. „Ihr zaudert? Wie? Ihr wagt's gar nachzu- spüren „Des Pudels Kern?!“ Chor der Liberalen: „Es ist die Reaction.“ Hliedberger Casino. 37 Sonntag den 7. Januar, Abends 7 Uhr, Damengesellschaft in den„Drei Schwertern“. Stühle 12 8 5 Der Verstelgerung None — der 2 Tag. Stunde. Ort. ö Lokal. Bauaufseher. 4 1 Montag den 15. Januar 1877 10 Uhr Vormittags Butzbach Gambrinus 1 Hölzer. 2 Dienstag den 16. Januar 1877 10 Uhr Morgens Bad-Nauheim Deutscher Hof 2 u. Weide und g ö 3 Sümmer. 3 Mittwoch den 17. Januar 1877 11 Uhr Morgens Reichelsheim Zur Post 7 Stipp. 4 Donnerstag den 18. Januar 1877 10 Uhr Morgens Ilbenstadt Zu den drei Hasen 5 u. Konrad und ö f. 5 7 Stipp. 5 Freitag den 19. Januar 1877 10 Uhr Morgens Okarben Wirthschaft von Rößel 6 Schäfer. 6 Samstag den 20. Januar 1877 11 Uhr Morgens Ober⸗Eschbach Darmstädter Hof 12 Michel. 7 Dienstag den 23. Januar 1877 10 Uhr Morgens 8 Mittwoch den 24. Januar 1877 9 10 Uhr Morgens Ober⸗Wöllstadt Wirthschaft von Müller 4 Kreß. Ober⸗Roßbach Wirthschaft von Ruppel 4 Kreß. Donnerstag den 25. Januar 1877 11 Uhr Morgens Lindheim Gasthaus zum Stern gu. Einhäuser und ö. 5 15 a 10 Mettenheimer. 10 Freitag den 26. Januar 1877 10 Uhr Morgens Büdingen Gasthaus zum Stern 11 Kleyensteuber. 11 Samstag den 27. Januar 1877 10 Uhr Morgens Bönstadt Chausseehaus 8 Jager. Friedberg am 28. December 1876. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u ß. FCFFFFFFFFECTCCCCCo Danksagung. 33 Allen lieben Freunden, dem Stadtvorstand und der gesammten Einwohnerschaft der Stadt Friedberg, allen Angehörigen des Kreises, welche bei dem uns betroffenen Verluste unseres unvergeßlichen Gatten und Vaters, des Großh. Geheimen Regierungsraths Trapp zu Friedberg, so rege Theilnahme bewiesen und dem theueren Dahin— Hofapotheke„Zum Engel“. 22 Wegen des Wegfalls des Zolls kann ich Nestle's Kindermehl zu herabgesetzten Preisen abgeben. C. Görtz. Haute und Felle kauft auch im Einzelnen zu den höchsten Preisen 3³ A. Steinhäußer. Malzürber, Mulskeime und frische Hefe werden abgegeben in der Brauerei von 3 V. Binzel, vormals C. Preußer. 27 Ein 4 Jahre alter Esel. mit Geschirr und Wagen steht bei mir zu verkaufen Auch konn derselbe ohne Wagen„ 05 Petershof in Okarben. Bär. tiefinnigsten Dank Friedberg den 31. Dezember 1876. Die Hinterbliebenen. Danksagung. Für die Beweise wohlthuender Theilnahme, welche uns bei dem Ableben und der Beerdigung unserer Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, der Frau Prof. Dieffenbach Wittwe, von so vielen Seiten zu Theil geworden sind, sagen wir 198 unseren herzlichen Dank, Die Hinterbliebenen. meinen verbindlichsten Dank aus. geschiedenen das letzte Ehrengeleite gegeben haben, sagen von den ordinärsten bis zu den feinsten Sorten, darunter solche, welche sich ganz besonders für Wirthschaften eignen, verkauft nach Zeichnung billigst August Frank, Schreinermeister, abrbifre e Danksagung! 36 Allen Denen, welche mich in der Sylvesternacht bedacht, besonders Herrn A. Vorbach, sowie den verehr⸗ lichen Mitgliedern des Liederkranzes, spreche ich hiermit 13 Friedberg den 2. Januar 1877. AJIJIaohann Büttner, Stadtthürmer. Hofapotheke„Zum Engel“. Orange- und Vanille⸗Punschessenzen, Arge und Rum, ausgezeichnete Qualität, billige Preise. 21 — 3 C. Görtz. CC Todes ⸗ Anzeige. 34 Allen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß es dem Allmächtigen gefallen hat unser unvergeßliches Söhnchen Ludwig im Alter von 6 Jahren nach zehntägigem schwerem Gehirnleiden zu sich zu nehmen. Um stille Theilnahme bitten die trauernden Eltern Th. Nessel und Elise Nessel. Friedberg den 2. Januar 1877. ———ů— 758 5 8 Israclitiscger Gottesdienst in Friedberg. Beginn: Freitag Abends 4½ Uhr. Samstag Morgens 8 ½¼ Uhr. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 1 Bel 1 0 Nat solg Bel Ad den