Dienstag den 3. Juli. M 76. berhessischer Anzeiger. nis. 1 da Die Petitzelle; f;; Erscheint jeden 830 e i l Pfennig berech. Areisblatt für den Kreis Friedberg. f Bienstag, Donnerstag und Samstag⸗ Amtlicher Theil. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publicirt worden: Nr. 29. Betordnung, betreffend die Einrichtung, das Verfahren ꝛc. des Patentamts. Seite 533. Betressend: Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestüts-Beschäler für 1877. Friedberg am 29. Juni 1877. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien und den Großh. Polizeicommissär zu Wickstadt. Wir laden Sie ein, die Verzeichnisse über die 1877 bedeckten Stuten oder Bericht, daß keine bedeckt worden sind, baldigst einzusenden. Pr., B Betreffend: Stalistit der Genossenschaften und genossenschaftlichen Vereinigungen. Friedberg den 30. Juni 1877. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien und den Großh. Polizeicommissär zu Wickstadt. Unter Bezugnahme auf unsere Verfügung vom 28. vorigen Monats erinnern wir Diejenigen, welche noch mit deren Erledigung im Rückstande sind, hieran wiederholt mit dem Anfügen, daß, wenn binnen 3 Tagen Vorlage nicht einkommt, mit Strafen vorgegangen werden müßte. Dr. r ü d r Dr Levi. — — Saloon Bekanntmachung. 8 Nachstehend wird der Voranschlag über Einnahme und Ausgabe der Provinzialkasse der Provinz Oberhessen für 1878, wie er in der zen ztrommen Sitzung des Provinzialtags vom Heutigen genehmigt wurde, zur öffentlichen Kenntniß gebracht. mm Bularef Gießen den 11. Juni 1877. Der Vorsitzende des Provinzialtags: an. Err fc v. Röder, Provinzial Director. d det Leiden— bee bitt Einnahme. Ausgabe. weich. Rubr. ⸗Nr. M. Pf. Rubr.⸗ Nr. M. Pf. chwarz/ 1) Kassevorrath aus vorhergehenden Jahren 4858 21 13) Fapitalzinsen! g. e e e eilen—— Poftaxator. 2) Ausstände aus vorhergehenden Jahren.— 14% Aesold ungen CTT f] 1000— 9 3) Beiträge der Kreise. 5 2000— 15) Jiäsen und Gurt 1500— e eee,. 16) Bolenlohn und Verkündigungsko fen 150— 5) Proceßkosten 100— 17) Für Büreaugegenstände und Geräthschaften. 300— 1 6-9) Nichts. 18) Erbauung und Unterhaltung von Provinzialstra ßen—— 100 Stifiungen, Schenkungen, Vermächtnisse— 19-22) Nichte. 1 etdinärsten, 11) Neu aufzunehmende Kapitalien. 1—— 23) Auszuleihende Kapitaliee n. 3000— 12) Zurückzuempfangende Kapitalien eu.. 25) e ie a 6 5 Jul„„ 1 5 4 znedberg. 2 5 g 8988 31 25) Reservesonds für unvorhergesehene Fall. 8 — Summe der Einnahme 6958 0 a6) e 8 2 Summe der Ausgabe 6958 21 e U Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. 1 Sort Georg Fuhr III. zu Heldenbergen ist als Feldschütze für die Gemeinde Heldenbergen ernannt und verpflichtet worden. effnann— Deutsches Reich. e Darmstadt. Oberst und Flügeladjutant von Küchler wurde auf Nachsuchen der Abschied ertheilt, Oberst Westerweller von Anthoni zum * 0 Diehl, ersten Flügeladjutanten des Großherzogs ernannt, 8 Rittmeister Wernher vom 2. Dragoner-⸗Regiment Nr. 24 von seinem Commando als Adjutant der er 16. Division entbunden und zur Dienstleistung bei dem Großherzog commandirt. — Am 20. Juni wurde der Provinzialdirektor wobel Dr. Goldmann in Mainz zum Präsidenten des * Oberconsistoriums, der Provinzialdirector Freiherr 15 Röder von Diersburg in Gießen zum Provinzial- Teen director in Mainz, der Kreisrath Dr. Böckmann Kreisassessor Jost in Heppenheim zum Kreisrat ll. in Erbach, der Kreisassessor Spamer in Gießen *. zum Rathe bei der Provinzialdirection Starken- et irche! burg mit dem Amtstitel„Regicrungsrath“, Kreis assessor Freiherr Löw von und zu Steinfurth in Groß⸗Gerau zum Kreisassessor in Heppenheim, der Kreisassessor Roßler in Schotten zum Kreis- assessor in Groß-Gerau, der Kreisassessor Nover in Alsfeld zum Kreisassessor in Gießen, der Accessist Küchler aus Darmstadt zum Kreisassessor in Friedberg, der Accessist Dr. Melior aus Darm- „ stadt zum Kreisassessor in Alsfeld ernannt. — Mie une de e der Gba nehmen nach ist General von mann mit der * Führung der Großh. Hessischen 25. Division * 17 1 * in Groß-Gerau zum Provinzialdirektor in Gießen, der Kreisrath Freiherr Schenk zu Schweinsberg in Erbach zum Kreisrathe in Groß-Gerau, der 0 5 he Köhler ulld Ober Rechnungs- Rath Heß. Deputation beantragte Comite-Wahl anzunehmen. beauftragt worden, an seiner Stelle übernimmt Kissingen, 30. Juni. Fürst Bismarck mit Oberst à la suite des 1. Ulanenregiments Nr. 4, Familie ist heute mit dem Meininger Zuge von v. Radecke, das Commando der 25. Cavalerie- hier abgereist. Das am Bahnhof versammelte Publi- brigade. Sec. Lt. Zimmermann vom 2. Inf. kum begrüßte den Fürsten mit lebhaften Hochrufen. Regt. Nr. 116 wurde entlassen. — Prinz Heinrich von Hessen ist abgereist, Ausland. um dem Kaiser von Rußland die Thron-Besteigung Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 30. Juni. des Großherzogs Ludwig IV. anzuzeigen. Prinz Der Ausschuß über den Ausgleich mit Ungarn Alexander reiste zu dem gleichen Zwecke nach Wien. nahm den Antrag des Subcomite's, eine Resolution — Wie die„N. H. B.⸗Bl.“ mittheilen, ist[ an die Regierung zu richten und dieselbe aufzu- Seitens der Regierung eine Commission nieder- fordern, durch die Vorlegung von Bestimmungen gesetzt worden, welche die an die Stände zu über die Rübenzucker-Besteuerung eine Bericht⸗ machende Vorlage über die neue Civilliste durch erstattung des Ausschusses über diesen Gegenstand genaueste Prüfung aller einschlägigen Verhältnisse zu ermöglichen, an.— In der heutigen Sitzung vorbereiten soll. Die Commission besteht aus der Quoten ⸗ Deputation wurde die Berathung Minister-Präsident v. Starck als Vorsitzendem, über das zweite Nuntium beendet und zugleich Geheimrath Winter, Dr. Becker, Hofgerichts-Rath beschlossen, die von der ungarischen Regnicolar- Berlin. In Mülheim a. Rh. hat sich der Gewählt wurden die Herrenhausmitglieder v. Plener Coloradokäfer gezeigt, und ist deßhalb Professor und Winterstein und die Abgeordneten Demel, der Sell aus dem Reichsgesundheits-Amte auf Befehl Graf Hohenwart, Dr. Herbst und Sturm. des Reichskanzlers dorthin abgegangen, um an Pest, 30. Juni. Im Unterhause wurde die Ort und Stelle Ermittelungen zum Zwecke der Debatte über die Orient- Angelegenheiten heute ge— Vernichtung des Käfers anzustellen. Der„Reichs- schlossen und die Petition des Somogper Comi- Anzeiger“ meldet ferner in dieser Angelegenbeit: tates(zu Gunsten der Integrität der Türkei) an Die durch den landwirthschaftlichen Minister an- die Regierung überwiesen. geordnete Untersuchung in Mülheim am Rhein Belgien. Brüssel, 28. Juni. Der beobachtete das Insect und hat dasselbe mit Senat har mit 50 Stimmen gegen eine Stimmen- Sicherheit als Kolorgdokäfer bestimmt. Unter der Enthaltung das Gesetz über die Wahl- Reform Leitung einer Commis u soll die umfassendste Ver- angenommen. tilgung desselben ausgeführt werden. Die Art der Schweden. Stockholm. Wegen des Einschleppung ist bis jetzt noch nicht sicher ermittelt. Vorkommens des Colorado-Käfers am Rhein hat die Regierung ein Verbot der Kartoffel ⸗ Einfuhr aus der Rheingegend und aus den deutschen Nord- häfen nach Schweden erlassen. Türkei. Constantinopel. Eine Depesche des Gouverneurs von Erzerum vom 25. Juni meldet: General Loris Melikoff überschritt mit 16 Bataillonen Infanterie, 5000 Reitern und 32 Kanonen den Paß von Jalicaba und griff das türkische Lager bei Zewin an. Nach einem längeren Geschützkampfe gingen die Türken zum Angriff vor und zwangen die Russen mit einem Verlust von 2500 Mann zum Rückzug. Der Verlust der Türken beträgt 400 Mann. 5 — 28. Juni. Die erste Sesston der Kammer wurde nicht verlängert, sondern heute geschlossen, In seiner Schluß Rede bat der Präsident zu Gott, er möge der Armee den Sieg verleihen. — Die türkischen Truppen verbleiben in Folge Contre⸗Ordre in Guimrucana. Der Proviant soll aber von Metkovich nach Albanien überge— führt werden. Serbien. Belgrad, 30. Juni. Der Fürst hat sich heute früh mit dem Dampfer „Deligrad“ eingeschifft, um sich über Semendria nach Kragujevatz zu begeben, wo er morgen die Skupschtina mit einer Thronrede eröffnen wird. Die Minister sind bereits gestern in Kragujevatz eingetroffen. Wie verlautet, soll die Skupschtina nur kurze Zeit tagen und wäre deren Auflösung im Falle starker Opposition beschlossen. Rumänien. Bukarest. General Florescu tritt in russische Dienße und erhielt dazu die Genehmigung des Fürsten. Am 27. Juni machten 50 türkische Reiter auf Booten unter dem Schutze eines Monitors einen Streifzug nach Kalarasch, wobei sie 550 Stück Rindvieh mitfortführten. Griechenland. Athen, 28. Juni. In Corfu wurden 180 Kisten mit für Prevesa be- stimmtem Kriegs- Material mit Beschlag belegt. Photiades überreichte eine Protest⸗Note, welche ankündigt, daß türkische Kriegsschiffe Ordre er— halten hätten, den Griechen das mit Beschlag belegte Kriegsmaterial zu entreißen. Augenblicklich sind die Panzer⸗Corvetten„Georgios“ und„Olga“ nach Corfu abgegangen, um die von England garantirte Neutralität der Insel ihrerseits zu schützen. Hier herrscht in Folge dieser Vorgänge lebhafte Aufregung. — Der Zwischenfall bezüglich der in Corfu in Beschlag genommenen kürkischen Munition ist beigelegt, nachdem der türkische Gesandte Photiades Bey erklärt hatte, daß die Note keine Drohung enthalten sollte. Die Muniton wird nach Triest transportirt. Rußland. Petersburg, 28. Juni. In diesem Augenblicke ist das vierte russische Armee⸗ Corps über Bolgrad im Einmarsche nach Rumänien begriffen; auch andere große russische Nachschübe bewegen sich seit einigen Tagen über Plojesti nach Slatina und Giurgewo.— Ein Telegramm des Obercommandirenden der Süd⸗Armee meldet: Die schwierige Aufgabe des Donau- Uebergangs ist vollzogen. Sistowa und die umgebenden Höhen sind in unseren Händen. Zuerst überschritt die Division des General Dragouroff mit Gebirgs- Artillerie die Donau und bildete das Wolhyn'sche Regiment die Téte der Truppen. Abends, befanden sich bereits das achte Corps und die erste Schützen⸗Brigade auf dem jenseitigen Ufer. Jetzt überschreitet die 35. Division die Donau. — 28. Juni. Opfer gekostet. Der Uebergang bei Giurgewo ist bisher noch nicht geglückt, da die Türken den heftigsten Widerstand leisten. Ebenso war der Ufer⸗Wechsel bei Turnu⸗Magurelli, wo der Zar ö stehe. zurückkehrte. mandirenden, Großfürsten Nicolaus, wurde nach verhandlungen des 3. Quartals l. J. werden nachbemerkte Anklagesachen zur Verhandlung bezw. Aburtheilung kommen und zwar: Den 2. Juli, Vorm. 9 Uhr, gegen Marg. Müller von Alt⸗Wiedermus wegen Kindesmord. Adv. Dr. Schwarz. Müller von Billertshausen wegen Körperverletzung. Verth. Adv. Weidig. Lang von Lehrbach wegen Brandstiftung. Dr. Rosenberg. Matthias von Gießen wegen Körperverletzung mit tödt⸗ lichem Ersolg. 8 Uhr, gegen H. Damm von Ockstadt, C. Appel von Londorf und F. Kleins Ehefrau von Ockstadt wegen Dieb⸗ stahls bezw. Hehlerei. und Dr. Schwarz. Johs. Strauch von Crainfeld wegen Meineids. Adv. Weidig. Dens., Nachm. 3 Uhr, gegen P. Bieber von Mittel⸗Gründau wegen Meineids. Verth. Adv. Thorwart. Den 7. Juli, Vorm. 8 Uhr, gegen Johs. Scheibel von Ockstaot und J. Meister von Rödgen wegen Diebstahls. Verth. noch nicht bestellt. ist dahier eine Commission wegen Untersuchung der Ver⸗ Am 27. d fälschuug von Lebensmitteln zusammengetreten, welche für die Gerichte einheitliche Grundsätze zur Unterscheidung von gesundheitsschädlichen und unschädlichen Verfälschungsmitteln aufzustellen beabsichtiat. santerie-Regiments Nr. 118, welcher hierher commandirt 1. war, wurde heute Nacht wahnsinnig. Nach Czernowitzer Nachrichten schon seit längerer Zeit zu allerhand Excentritäten und bat der Donau- Uebergang bei Simnitza entsetzliche scheint auch den Spirituosen nicht abgeneigt gewesen zu sein. In Folge einer Insubordination erhielt er nun fünf Tage Arrest, worauf die Tobsucht bei ihm zum Ausbruch kam, so daß er nur mit Mühe durch mehrere handfeste Soldaten ins Lazareth verbracht werden konnte. — 28. Juni. Die ganze Stadt hat wegen des Donau-⸗Uebergangs geflaggt. In der Kathe · drale fand ein Gottesdienst statt. Wie Privat- Depeschen melden, wurde das russische Haupt⸗ Quartier nach Simnitza verlegt. Nitopolis sei gänzlich niedergebrannt. — 29. Juni. Die türkische Diversion ist, wie zu erwarten war, in Suchum⸗Kaleh zum Still- stand gekommen, weil die in Abchasien gelandeten Türken und Tscherkessen zu keinem Einvernehmen gelangen konnten. Die Gegend von Suchum⸗ Kaleh ist von russischer Seite einstweilen durch einen verstärkten Militär⸗Cordon cernirt.— Officielles Telegramm aus Mazra vom 28. d.: Am 25. Juni griff General Loris Melikoff zusammen mit der Colonne des Generals Heimann das befestigte Lager Ismail Pascha's bei Zewin an. Der Kampf dauerte von 2 Uhr Nachmittags bis zu einbrechender Dunkelheit. Die Russen warfen den Feind, der 23 Bataillone stark war, aus den vorderen Positionen. — 29. Juni. Der Uebergang der Russen wird fortgesetzt. Die Türken zogen sich ohne Kampf zurück und räumten Sistowa.— Ein russisches Schiff passirte Nachts donauabwärts Widdin, ohne von den Türken bemerkt zu werden. — 30. Juni. Das neunte russische Corps ist von Turnu-Magurelli aus in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ebenfalls über die Donau gesetzt, die Kosaken theilweise schwimmend. Es geht das Gerücht, daß Sistowa in Flammen Zwischen Kalafat und Widdin fo Kanonade. Kaiser Alexander ist mit allen Großfürsten und einer ganzen Suite am Donnerstag Nachmittag in Sistowa eingetroffen und wurde von der Bevölkerung und der Armee enthustastisch empfangen. Der Kaiser beritt das Schlachtfeld und belobte die Armee, worauf er nach Simnitza Der Hauptübergang über die Donau bei Simnitza dauert ununterbrochen fort. — Kaiser Alexander hat im Wirthschaftshofe, genannt Dracia, bei Turnu-Magurelli Quartier genommen. Das Hauptquartier des Ober-Com- Sistowa verlegt. Aus Stadt und Land. Gießen, 28. Juni. Während der Schwurgerichts— Verth. Dens., Nachm. 3 Uhr, gegen Johs. Den 3. Juli, Vorm. 8 Uhr, gegen H. Verth. Adv. Den 4. Juli, Vorm. 8 Uhr, gegen A. Verth. Adv. Baist. Den 5. Juli, Vorm. Verth. die Adv, Labroisse, Kraft Den 6. Juli, Vorm. 8 Uhr, gegen Verth. Darmstad t. Auf Anregung des Polizeiraths Haas Darmstadt, 30. Juni. Ein Sergeant des 4. In⸗ Der Mann neigte selbst zugegen, bis gestern Mittag noch nicht ge⸗ lungen. Bei Kalarasch stehen 10,000 Russen auf einer Donau- Insel. Der Vormarsch in der Dobrudscha geht langsam von Statten, da das ohnehin schwierige Land total verödet ist. Auf der gesammten Linie wird heftig gekämpft. Von Silistria aus unterhalten die Türken eine erfolg- reiche Kanonade gegen die russischen Arbeiten auf dem linken Donau- Ufer. M. 1.25— 1.35. Eier per Stück 6 Pf. 5 9 Pf. 80 Pf. Kilo, M. 8.20. M. 42. Nr. 2 M. 38., Nr. 3 M. 34., Nr. 4 M. 30., Nr. 5 M. 24. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 27. do. II.(Berliner Marke) M. 22., Weizen ab Babnhof hier M. 27.—., ab unserer Umgegend M. 26.25— 26.50. fremder Handel und Verkehr. Gießen, 30. Juni. Wochenmarkt. Butter per Pfund Käse per Stück Hühner per Stück Kartoffeln, 100 Tauben das Paar 60 Pf. Habnen per Stück 70 Pf. Frankfuct, 28. Juni. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 1 je nach Qual. M. 22—26. Korn M. 1720.25. Gerste M. 19—21., Hafer M. 1316.75, Kohlsamen 32—33., Erbsen M. 21—24., Wicken M. 17.50, Linsen M. 21—30., Rüböl M. 72. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht= 100 Kilo. Frankfurt, 27. Juni. Der beutige Heu- und Strob⸗ Markt war aut befabren. Heu kostete je nach Qualität per Centner M. 5 5.40. Stroh per Centner M. 3—4. Neues Heu M. 3.—. Butter im Großhandel das Pfund 1. Qual. M. 1.30, 2. Qual. M. 1.20.; im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.40—50., 2. Qual. M. 1.30. Gier, das Hundert gewöhnliche M. 4.50., italienische M. 5.60. Min, 30 Juni. Producten⸗Markt. Waiten per Juli 23 40., ver Nov. 22.—. Korn per Juli 16.10., per Nov. 15.70. Hafer per Juli 15.10., per Nov. 15.—. Rüböl per Juli——., per Oct. 34.60. g Marburg, 30. Juni. Wochenmarkt. Butter kosle te per Pfund M. 1 251.30. Eier 2 Stück 10 Pf. Käse per. Stück 10—13 Pf. Tauben das Paar 70-80 Pf. Junge Habnen per Stück 7080 Pi. Kopfsalat 4—5 Köpfe 10 Pf. Kirschen per Pfd. 23—25 Pf. Verloosungen. Hessische Ludwigsbahn. Mainz, 5. Mai. Aproc. Prioritäts⸗Anleben von 1863. Nr. 74 426 483 865 1143 1391 1482 1669 1688 1693 1704 1784 1796 2290 2487 2584 2824 3214 3290 3368 3421 3697 4012 4276 4532 4556 4774 4814 4907 5097 5356 5381 5441 5806 6069 6321 6760 6966 7502 7746 7954 7961 8009 8054 8656 8668 8689 8807 8817 8942. 4 proc. Priotitäts⸗Ansebhen von 1865. Nr. 9019 9098 9706 9926 9949 10031 10356 10616 10712 10790 10967 10994 11061 11137 11565 11713 11887 12017 12119 12186 12342 12376 12482 13096 13149 13388 13738 14275. Zahlbar 1. Juli. Stad Frankfurt a. M. 3 ½ proc. Anle ben von 1848. Wiesbaden, 11. Juni. Lit. G. 3 1000 fl. Nr. 201 249 281 530 589 609 610 623 660 730 870 rtdauernde 901 920 956 1125 1163 1255 1335 1401 1478 1490 1575— 4 500 fl. Nr. 1657 1859 1892 1907 1917 1958 1962 2019 2037 2064 2246 2297 2370 2548 2686. . 300 fl. N.. 2807 2999 3160 3194 3195 3221.— à 100 fl. Nr. 3448 3737 3768 2777 3997 4073 4089 4295 4402 4423 4442 4453 4545 4617 4720 4733. Zahlbar 1. October. Kurbessische Eisenbahnauleihe von 1863. Kassel, 17. April. A. Nr. 51—55 181-85 196—202 115458 à Tosr. 1000— B. Nr. 224—33 1794803 2467— 76 936— 45 5461 70 6411— 20 7281— 88 80110 8181— 90 331-40 721 30 2 Thlr. 500.— 9. Nr. 251—54 1402— 26 3054—78 2 Thlr. 200.— D Nr. 1001— 50 4604— 53 8105— 54 355— 404 17609—26 3 Tolr. 100. Zahlbar 1. Novembet. Ansbach⸗Gunsenhausener 7 fl.⸗Loose. Ana⸗ bach, 15. Juni. Am 15. Mai gezogene Serien: Nr. 18 23 32 45 270 659 663 727 874 904 917 1177 1312 1464 1560 1752 1766 1837 1843 1978 2172 2270 2282 2551 2564 2756 3090 3233 3280 3393 3537 3735 4082 4187 4598 4627 4746 4860. Gewinne S. 4746 Nr. 28 à 14,000 fl.— S. 1560 Nr. 31 2 2000 fl.— S. 917 Nr. 10 à 500 fl. S. 23 Nr. 7, S. 917 Nr. 34. S. 2172 Nr. 8. S. 2564 Nr. 25. S. 3233 Nr. 15 à 100 fl. S. 1312 Nr. 4, S. 1752 50, S. 1766 Nr. 22, S. 2172 Nr. 36, S. 2282 3, S. 3090 Nr. 38, S. 3233 Nr. 42. S. 4187 10 S. 4598 Nr. 47, S. 4627 Nr 50 à 50 fl. 23 Nr. 3 34 35, S. 45 Nr. 4, S. 904 Nr. 20, 1177 Nr. 37, S. 1752 Nr. 2 29, S. 1837 Nr. 42, 2172 Ne. 9 S. 2270 Nr. 39, S. 2551 Nr. 7, 2564 Ny. 21, S. 3233 Nr. 5 22 33, S. 4082 3 S. 4598 Nr. 1 25, S. 4627 Nr. 26 à 30 fl. 18 Nr. 25 43, S. 45 Nr. 26 41 50. S. 270 26, S. 659 Nr. 20. S. 663 Nr. 22 37 S. 904 2, S. 917 Nr. 7 25, S. 1177 Nr. 28 40 49, 1464 Nr. 47, S. 1560 Nr. 1, S. 1766 Nr. 29, 1837 Nr. 9, S. 1843 Nr. 50, S. 2172 Nr. 35 2270 Nr. 16 S. 2282 Nr. 13 50 S. 2756 Nr. 9 S. 3233 Nr. 38, S. 3537 N. 16, S. 4187 Nr. 16, S. 4746 Nr. 12 17. S. 4860 Nr. 40 à 20 fl. Alle übrigen in obigen Serien enthalteuen Nummern 3 9 fl. Zahlbar 15. December. Oesterreichische 500 fl.⸗Loose von 1860. Wien 1. Mai. Gezogene Serien: N.. 70 213 302 797 993 1224 1310 1350 1545 1752 1875 2000 2797 3221 3222 3949 4020 4318 4695 4709 4856 5162 5228 5510 5562 5697 6088 6565 7812 8028 8358 8524 8749 9002 9433 9454 9966 10059 10062 10296 10707 10733 10983 11306 11317 11383 11506 11579 11710 11832 11840 12151 12210 12417 12479 12580 13096 13320 13622 14140 14169 14246 14830 14982 15138 15356 15383 15571 15631 15708 15768 16117 16829 17001 17034 17999 18115 18196 18208 18606 18673 18930 19266 19750 19913 Gewinne: S. 19913 N. 9 3300 000 fl. S. 4020 Ne. 2 3 50,000 fl. S. 15631 N.. 8 à 25,000 fl. S. 10983 Nr. 7. S. 13320 Nr. 14 à 10 000 fl. S. 3221 Nr. 20, S. 4856 Nr. 11 S. 10059 Nr. 1 10, S. 10983 Nr. 15, S. 11383 Ni. 10 S. 11506 Nr. 49 S. 13320 Nr. 18. S. 14830 Nr. 15, S. 15356 Nr. 11 17, S. 15383 Nr. 6, S. 15631 Ni. 2, S. 17001 Ni. 11 à 5000 fl. S. 70 Ni. 8. 797 her. 9, S. 1875 Nr. 15, S. 3949 Nr. 18, S. 5510 Nr. 9, S. 6088 Nr. 20, S. 6565 Nr. 12, S. 8358 Nr. 5 S. 8524 Nr. 5, 3 9002 Nr. 1. 9966 Ni. 9 S. 10059 e. 8 15. S. 10296 Ni. 18, 11306 Nr. 9, S. 11710 Nr. 5, S. 11832 Nr. 13 12151 Nr. 5. S. 15356 Nr. 12, S. 15631 Nr. 5 15708 Ni. 10, S. 15768 Nr. 4, S. 16117 Nr. 12 S SK ggg 17001 N.. 18, S. 17999 Ni. 5. S. 18196 N. 5 9500 5 2686. 221.— 4073 4089 7 720 4733. . M Nr. J, 8. 4052 * 1 00 fl. E. 270 28 l 10 8 0 40, 5 Rt. 20, amerikanische oder englische Handwerker“, sagte 5 N f 6 19, S. 18606 Nr. 16, S. 19266 Nr. 20 à 1000 fl. Alle nicht angeführten Nummern oviger Serien 3 600 fl. Zahlbar 1. April. markt- Braunauer Silber⸗ Obligationen. S. 866 Nr. 1— 25 à 200 fl. ö. W. Zablbar 2 November. mit denen er sich seiner Arbeit widmet, den deut⸗ schen Arbeiter in der Regel übertrifft, dürfte von Kaiserin Elisabethbahn. Wien, 1. Mai. Neu⸗ Ein Arbeiterspiegel. „Ihr haltet uns die Engländer zum Muster vor“, ruft man uns zu,„wißt Ihr denn nicht, daß der englische Arbeiter mehr als irgend ein anderer unter dem Drucke der durch ihren Reich— thum beispiellos mächtigen Lords und Schlotjunker steht? Habt Ihr niemals von den Missethaten gelesen, mit welchen diese schon vor Jahrhunderten ihre Leute peinigten? Ist es daher ein Wunder, daß gerade dem englischen Arbeiter die Ehrerbiet- ung vor seinen Arbeitgebern und das gesittete, gesetzte Verhalten eingebläut wurden, welches Ihr uns so sehr anpreist? Für solche Beispiele danken wir!“— Wir geben gern zu, daß dieser Einwurf wenigstens zum Theil begründet ist, und ergreifen daher diese Gelegenheit, bei Beurtheilung der deutschen Arbeiterwelt auch die Arbeiter anderer Völker zu betrachten. So möge vorläufig das aristokratische England verlassen und das demokra— tische Nordamerika aufgesucht werden. Die Behauptung, daß der Amerikaner, was Ernst, Tüchtigkeit und Gewissenhaftigkeit anlangt, allen Sachkundigen bestätigt werden und ist in der That in den Vereinigten Staaten Gemeinplatz ge- worden. Insbesondere berufen wir uns auf das Urtheil der in Amerika arbeitenden deutschen Ingenieure, welche beide Arbeiterwelten kennen lernten.— Recht bezeichnend versicherte uns einst oft ein kleines Kapital. der deutsche Capitän einer großen deutschen Dampfer- Arbeiter gezwungen, seine Hand den Werkzeugen]; linie, deren Schiffe englische und amerikanische Häfen berühren, daß er, wenn irgend möglich, e Schiffsausbesserungen in Southampton oder Bal könnte daher von timore ausführen zu lassen pflege und nur im Nothfalle an deutsche Arbeiter vergebe.„Der unser Gewährsmann,„kommt pünktlich zur fest⸗ gesetzten Stunde an Bord, verschafft sich einen Ueberblick über die begehrte Leistung und gibt mir genau die dazu erforderliche Zeit und Kosten an. Schlage ich zu, so kann ich auch darauf bauen, die Bestellung am verabredeten Tage solid ausge— führt zu sehen. Der deutsche Handwerker dagegen schüttelt den Kopf, zuckt die Achseln und versucht in der Regel nicht einmal, jene Berechnung anzu- stellen. Bestehe ich auf dem Anschlag, so schätzt er meistens flüchtig und unrichtig ab. Den einen oder andern Arbeitstag läßt er ausfallen und hat, ist er endlich fertig, seine Sache gar oft nicht einmal zu meiner Zufriedenheit gemacht.“ Die größere Gewandtheit des nordamerikani- schen Arbeiters ist zum Theil wohlbegründet. Der Mangel an Arbeitskräften, welcher bei gewöhn⸗ lichem Geschäftsgange der jenseitigen Wirthschaft einen eigenthümlichen Stempel aufdrückt, zwang bei gleichzeitiger hoher Ausbildung der Arbeits- (heilung von jeher den Einzelnen, sich auf verschie- denen Feldern zu versuchen. Die überaus mannig- saltigen und in europälschen Augen abenteuerlichen Schicksale, die der in Amerika ausschließlich auf eine Arbeit Angewiesene zu erleiden pflegt, wer— den daher durch die besonderen Verhältnisse des amerikanischen Wirthschaftslebens leicht erklärt. „Hans Dampf in allen Gassen“ ist nicht noth— wendigerweise ein Taugenichts. Ist er fleißig, so wird er bei allem Thun an Gewandtheit Denen überlegen sein, welche sich ihr Leben lang einem eng begrenzten Felde widmen. Denn tägliche Uebung derselben Handgriffe steigert das Geschick durchaus nicht ins Unendliche, dagegen sind zeit— ersparende Vortheile aus einem Handwerk in ein anderes leicht herübergenommen. Ferner hat der Mangel an Arbeitskräften in Amerika eine beispiellose Entwickelung der Maschinen bewirkt. Die Segnungen dieser bestehen auch darin, daß sie den Schweiß des Arbeiters ver- mindern und seine Nerventhätigkeit, die Anspannung der feineren Organe, befördern. Was er an roher Kraft weniger zu leisten hat, muß er durch reichlichere Benutzung des Gesicht⸗, Gehör— und Tastsinnes, sowie durch Anwendung gewählterer Handgriffe ersetzen. Außerdem lenkt der vermehrte Umgang mit Maschinen schon an sich die Auf- merksamkeit darauf, in erhöhtem Grade an Arbeit zu sparen. Ferner sei in der beregten Richtung angeführt, daß auch die größere Vollkommenheit„ an eee ee, ö— en, welche Theilnahme Werkzeuge, welche sich im Völkerwettkampfe des vorigen Jahres so schlagend herausstellte, zur Aus- bildung der Geschicklichkeit der Amerikaner nicht wenig beigetragen hat. Der höhere Stand der dortigen Werkzeugmacherei beruht u. A. darauf, daß, während in Europa in den Fabriken die Werkzeuge in der Regel dem Arbeitgeber gehören, dieselben drüben gewöhnlich Eigenthum des Arbeitnehmers sind. Dieser besitzt in ihnen In Europa ist daher der anzupassen, während er jenseits des Oceans die— selben nach eigenen Bedürfnissen auswählt. Man einer natürlichen Zuchtwahl unter den amerikanischen Werkzeugen sprechen, einer Zuchtwahl, die wir in Europa leider fast ganz vermissen. In allen diesen Punkten liegt die Ueberlegen— heit des amerikanischen Arbeiters über den deutschen in der Natur der Dinge, wofür letzterer nicht], verantwortlich ist. Keine Entschuldigung gibt es aber dafür, daß unsere Arbeiter in der Regel nicht mit der nämlichen Willensanstrengung ihren Aufgaben obliegen, wie die Nankees. Thatsache ist, daß in den Vereinigten Staaten in manchen Berufszweigen die Arbeitszeit viel ausgedehnter ist als in Europa, und daß es der Mann trotz— dem mit seiner Pflicht strenger nimmt als bei uns. Rauchen und Schwatzen bei der Arbeit, das bei uns so allgemein eingerissen ist, kennt man dort nicht. Ja, manche deutsche Arbeiter wandern aus den Vereinigten Staaten nur deßhalb wieder nach Deutschland zurück, weil sie der Energie er mangelten ihre Kräfte so anzuspannen, wie es von ihnen verlangt wird. Zahlreiche Briefe deutscher Auswanderer sprechen sich übereinstimmend dahin aus, daß— wieviel willkommene Vortheile auch der Arbeiter in den Vereinigten Staaten im Ver— gleich zur Heimath genießen mag— in der neuen Welt unzweiselhaft größere Anstrengung von ihm gefordert wird, als im Vaterlande. Endlich muß zugestanden werden, daß der deutsche Arbeiter, namentlich der Handwerker, in Pünktlichkeit entschleden vom englischen und Einer großen Anzahl unserer Handwerker scheint leider das Gefühl gänzlich abhanden gekommen zu sein, daß Inne— haltung der Zeit, in welcher eine gewisse Arbeit fertig sein soll, zu den wesentlichsten Punkten jedes Vertrages gehört. Ist es doch bei uns schon so weit gekommen, daß in vielen Orten Nichterfüllung des dem Kunden gege⸗ amerikanischen übertroffen wird. benen Handwerkerwortes die Regel bildet! Welcher Mangel an Selbstver trauen, welche Kleinheit der Gesinnung drückt sich darin aus, daß so viele deutsche Handwerker— selbst wenn sie recht wohl wissen, daß sie das verpfän⸗ dete Wort brechen müssen— sich keine Bestellung entgehen lassen wollen! Ist es ein Wunder, wenn in Folge der ver— späteten oder schiechten Erfüllung so vieler Verträge dem deutschen Handwerker zahlreiche Bestellungen entzogen und dem Auslande zugewendet werden? Ist es ein Wunder, daß sich auch viele Gebildete von der Seite der Arbeiter abwenden, und die Kluft zwischen den handarbeitenden und den an— deren Klassen sich erweitert? Ist es endlich ein Wunder, wenn die ersteren— um einen Ersatz zu der Millionen an den Genüssen der Wohlhabenden als ein durch gesellschaftliche Neuordnung erreich— bares Ziel hinstellen und durch Wort und Schrift zu erkämpfen streben? Auszug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Juni. Juni. Geboren: Dem Kreisamtsgehülfen Konrad Löhr ein Sohn. Dem Eisenbahnbaumeister Friedrich Emil Vollrad Alexander Engisch ein Sohn. 22. Juni. 22. Juni. 25. Juni. lich ein Sohn. 28. Juni. 1. Juli. Zoll ein Sohn. „Juni. Gestorben: Dem Maurer Johannes Gerster ein Sohn. Dem Fruchthändler Nathan Rothschild eine Tochter. Dem Bürgermeistereigehülfen Werner Grau— Dem Schneider Konrad Rampe eine Tochter. Dem Schuhmacher Philipp Adam Hermann Elisabetha Gertrude Helfenbein, Töchterchen des Taglöhners Johannes Helfenbein, vier Monate alt. 22. Juni. Friedrich Drott, 3¼ Jahre alt. 24. Juni. geb. Möbus, 65 Jahre alt. 5. Juni. Ehefrau des Großh. Wilhelm Drott, Söhnchen des Schlossers Johann Konrad Jung II. Wittwe, Katharina, Auguste Christine Marie Seyd, geb. Dietzsch, Hofgerichtsadvocaten Ernst Ludwig Heinrich Friedrich Wilhelm Seyd, 47 Jahre alt. Juni Treysa, 19 Jahre alt. Juni. 30. Juni. Marie Flach, Dienstmagd aus Schlierbach bet Lina Charlotte Ulrich, Tochter des Oeconomen Wilhelm Ulrich, 12 Jahre alt. Albert Hermann Martin Ludwig Trapp, Sohn des Kaufmanns Karl Maximilian Trapp, 3 Jahre alt Geld Cours. Frankfurt am 30. Juni 1877. 20⸗Frankenstücke Englische Sovereigns Russische Imperiales. Holländische fl. 10-Stücke. Ducaten. Ducaten al mareo Dollars in Gold * — 5* Mk. 1 * * * * — 16 26 30 20 37-42 16 16 5 9 59 64 9 59 64 4 65-70 65 G 17-20 Holz ⸗Versteigerung. 2050 Dienstag den 3. Juli 1877, Vormittags 10 Uhr werden in dem hiesigen Gemeindewald, Distrikt Lohr weide, nachstehende Holzsorten öffentlich meistbietend ver- beigert: 150 Eichenstangen, 1.50 Kubikmeter Inhalt, 74 Raummeter Eichen-Knüppel, 2090 Eichen wellen. 3 Gegen Bürgscheine wird Zahlungsfrist bis Martini „J. gegeben. Assenheim den 28. Juni 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Assenheim. Bee st. f n Schachteln à 6, 9 und 12 Pfg. empfiehlt Carl Bindernagel. weiß und Arbeits ⸗Versteigerung. 2056 Mittwoch den 4. d. Mts., Morgens um 9 Uhr, sollen auf dem Büreau der Bürgermeisterei Boden rod nachstehende Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden: Maurerarbeit, laut Kostenüberschlag 77 M.— Pf., Zimmerarbeit 68„ 45„ Schreinerarbeit 8— Lieferung von Russensteinen 54„—„ 1„ Kies ie *„ Mauersteinen 285 ‚ 5„ talk 16%-„ Butzbach den 1. Juli 1877. Meß ger, Bezirks-⸗Bauaufseher. Fliegenfänger, e mit Stöͤpsel, bei K Wilhelm Fertsch. 2047 H. v. Gimborn's Fleekwasser besitzt in höchstem Grade die Eigenschaft, alle Fette und Harze aufzulösen ohne den geringsten Rückstand zu hinterlassen. / Flasche mit Gebrauchsanweisung Mark— 40, 1 5„— 70, 7*¹ 1. 20. zu haben bei 7 U** Putzpulver in lackirten Blechdosen à 12 Pig. Frau Hofl. Windecker in Friedberg, 2051 Ph. J. Weis in Ba „Nauheim. Ein Laden auf der Kaiserstraße wird zu mi sagt die Exped. d. Anz. * n gesucht. Von wem? 2062 Corsetten billige n Preisen bei K. Friedrich. Paul Stein, Frankfurt a. 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Meine verehrten Abnehmer von Wein und Bier ersuche ich um jedes malige Zurückgabe der leeren Flaschen, da ich ebenfalls für deren pünktliche Rücksendung besorgt sein muß. 5 2061 Der Obige. 2060 Billigstes illustrirtes Familienblan: Wöchentlich 2 bis 2¼ Bogen.— Vierteljährlich 1 Mark 60 Pf, mithin der Bogen nur ca. 6 Pf. N Mit vielen prachtvollen Illustrationen. Das dritte Quartal bringt die Fortsetzung der Erzählung„Im Himmelmoos“ von Herman Schmid, und wird dann mit einer Novelle„Charlotte Venloo“ von E. Werber, Verfasser von„Eine Leidenschaft“ und„Ein Meteor“, beginnen. Außerdem eine Reihe belehrender und unterhaltender Artikel, sowie Fortsetzung der Original-Kriegs berichte und Illustrationen. 5 Die Verlagshandlung von Ernst Keil in Leipzig. Alle Postämter und die Buchhandlung von Carl Bindernagel in Friedberg nehmen Bestellungen an. Heldenbergen, Provinz Oberhessen. CCC ĩͤ Verpachtung oder Verkauf. 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Für die Großherzoglichen Bürgermeistereien: Formular zu Gesinderegister, .„Aufforderungen (Formular Nr. 1 und 2 der Gesindeordnung) ist vor⸗ räthig bei Carl Bindernagel. Oeffentlicher Dank. 2055 Allen Denjenigen, welche uns mit so herzlicher Theilnahme in unserer recht schmerzlichen Lage bedacht, sagen wir hierdurch den wärmsten Dank. Bad⸗Nauheim den 2. Juli 1877. Heinrich Götz und Frau. Vorschuf-& Credit-Perein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Ausweis pr. Juni 1877. 2058 Einnahme. Kasse⸗Bestand pr. 1. Juni 1877 M. 26358. 26 Wechsel„ 38619. 41 Depositen„ 6015.— Inkasso⸗Wechsel 0 394. 57 Conto⸗Corrente A.„ 51623 Conto⸗Corrente B.„ 55620. 62 Spar⸗Einlagen„ 113368. 71 Stamm-⸗Antheile, Monatsbeiträge„ A Reservefond, Beitritte 5.— Effeeten„ 7038. 30 Effecten⸗Zinsen 5 2569 Wechsel-⸗Zinsen 5 496. 58 Depositen⸗Zinsen 5 169. 85 Mobilien und Utensilien, verk. Spar⸗ Einlagebücher 5 8. 20 Wechsel⸗Spesen 5 18. 57 Agio, Gewinn auf Sorten 5 4. 64 M. 305969. 71 Ausgabe. Wechsel M. 23293. 84 Depositen„ 9475.— Conto-⸗Corrente A.„ 162339. 80 Conto⸗Corrente B.„ 31819. 11 Auswärtige Correspondenten„ 3757. 80 Spar⸗Einlagen„ 53382. 16 Effeeten„ 3159. 78 Wechsel⸗Spesen 5 7. 45 Unkosten 985. 67 Kasse⸗Bestand pr. 1. Juli 1877„ 11749. 15 M. 305969. 71 Eingang. Ausgang. M. 92037. 40 Wechsel⸗Conto⸗Corrente A. M. 67068. 10 4457. 66 Wechsel⸗Conto⸗Corrente B.„ 9875. 74 10700. 86 Wechsel⸗Giro 3283. 35 4751. 46 Wechsel⸗Inkasso 261.30 11882. 80 Effeeten 2732. 03 M. 123830. 18 M. 83220. 52 werden zu jeder Zeit Schenkammen mans. 2046 Treusch, Fahrgasse 66, Frankfurt a. M. Todes ⸗Anzeige. 2054 Heute Nachmittag wurde uns unser lieber Albert im beinahe vollendeten 3. Jahre Leiden durch den Tod entrissen. . Friedberg, 30. Juni 1877. Die tiefbetrübten Eltern: Carl Trapp, N Sophie Trapp, geb. Breidenstein. nach kurzem 42059 Dem Allmächtigen hat es gefallen, am 30. Juni, Morgens 5 Uhr, unsere innigstgeliebte Tochter 15 L in a in ihrem 13. Lebensjahre nach nur sechstägigem Krankenlager zu sich zu rufen. ö Indem wir Freunden und Bekannten diese Trauernachricht widmen, bitten wir um stille! Theilnahme. Friedberg am 1. Juli 1877. Wilhelm Ulrich, Christine Ulrich, geb. Faber. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Wilhelm Fertsch. 2029 Ballons, Lampions, Feuerwerkskörper, Pechfackeln. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. . nit dem düreff Das lasen bei G. die! „ J. Gemar