1877. Jamstag den 3. Februar. M 14. * Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Artisblatt für den Artis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. * Aus dem Großherzoglichen Regierung Amtlicher Theil. sblatt ist zu publiciren: Nr. 5. Nichts.— Nr. 6. Insiruction für den mit der amtlichen Prüfung und Revision der Dampfkessel beauftragten Prüsunge techniker. Friedberg den 1. Februar 1877. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. ta den. Betteffend: Die Pensionirung der Volksschullehrer. Friedberg den 30. Januar 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Nach Art. 7 des Gesetzes, die Sterbquartale der Volksschullehrer betreffend, sonds für Volksschullehrer nach Maßgabe der Bestimmung des Art. 12 des Gesetzes vom 1. Oktober 1870, betreffend, für jede Lehrerstelle in einer Gemeinde zu leistende jährliche Beitrag von 10 fl. auf 20 M. erhöht worden. Einnehmern die hiernach erforderliche Weisung. * Weber richten Interpellatlonen an die Regierung Berücksichtigung empfehlen“ und wurde dieser An- trag gegen 2 Stimmen angenommen. meinden im Großherzogtbum Hessen vom 30. December vorigen Jahres, ist der von dem Pensions- die Pensionirung der Volksschullehrer Ertheilen Sie den Gemeinde Dr. Braden. Deutsches Reich. Darmstadt, 31. Jan. 40. Sitzung der ersuchen, alsbald eine Vorlage zu machen, nach Regierungsvorlage, zweiten Kammer. Es wurde zunächst zur e rathung über den Gesetzentwurf, die Benutzung von Leichen zu wissenschaftlichen Zwecken auf der Landesunspersität betr., geschritten und e dieser Gesetzentwurf angenommen. Es folgt die Berathung wegen der Erhöhung der Dotation des landwirthschaftlichen Provinzialvereins der Provinz Oberhessen für 1877 und 1878 zur Erbaltung der beiden in Oberhessen bestehenden Ackerbau schulen. Die Pos. 1 und 3 des Ausschußantrags wurde einstimmig angenommen, die Pos. 2 gegen 15 Stimmen abgelehnt. Die Abgg. Kugler und des Inhalts: I. Was gedenkt die Regierung dem Project der Mainkanalistrung gegenüber zu thun und beabsichtigt sie Schritte zu thun, daß die Kanalisation auch bis Offenbach ausgedehnt werde? II. Was gedenkt die Regierung zu thun, daß die im Staatsvertrag vom 30. November 1865 ver- einbarte directe Verbindung der Frankfurt- Offen- bacher Eisenbahn mit der Main-Neckar-Eisenbahn und der linksmainischen Bahn zur Ausführung komme? Die beiden Interpellationen werden der Regierung überwiesen. Bezüglich des Gesuchs über die rechtliche Trennung der orthodox-jüdischen Religionsgesellschasten von den israelitischen Ge hatte der Ausschuß beantragt: Die Regierung um eine Ge setzes vorlage zu ersuchen, nach welcher der Austritt der Jeraelitten aus den Synagogengemeinden er— möglicht und geregelt wird, und wurde dieser An- trag angenommen. Zur Recommuntcation der ersten Kammer bezüglich des Gesetzentwurss, die Regelung des finanziellen Verbältnisses zwischen dem Staate und der evargelischen Kirche betr., beantragte der Ausschuß Nichtbeitritt zu dem Beschlusse erster Kammer. Nach einer kurzen Be— merkung des Abg. Schröder wurde der Antrag des Ausschusses angenommen. Wegen der Ge- setzesvorlage, durch welche der Ausschlag der Communalsteuern und der nach gleichem Modus aufzubringenden Steuern neu geregelt wird, nament⸗ lich durch Heranziehung der ganzen Einkommen- steuerkapitalien, hatte der Ausschuß beantragt,„die Kammer wolle den Antrag der Regierung zur Zu dem Antrag bezüglich der Regullcung der Kirchensteuer hatte der Ausschuß beantragt, die Kammer wolle an die Regierung das Ersuchen richten, den Stän⸗ den baldigst elne Gesetzesvorlage auf Abaͤnderung des Gesetzes vom 23. April 1875, die Besteuer⸗ ung der Kirchen- und Religtonsgemeinschaften betr., zugehen zu lassen, damit der Steuerausschlag nicht auf Mrund der Communalsteuerkapitalten, sondern der Einkommensteusrkapitalen ersolge. Der Abg. Stephan stellte den Antrag: Die Regierung zu welcher ee den religiösen Gemeinschaften andeim nach die Normen festzustellen, welchen sie die Mittel zur Bestreitung ibtrer reli- giösen Ausgaben aufbringen wollen. Schließlich wurde der Ausschußantrag mit 28 Stimmen an- genommen, der Antrag Stephan an den Ausschuß verwitsen. An Interpellationen wurden gestellt: eint bezüglich der Regelung der freiwilligen Ge— richts barkeit in den rechtstheinischen Provinzen nach Einführung der Justizgesetze, ferner: Steht der Abschluß der Ermittelungen über die Regelung des Diätenwesens in kurzer Zeit zu erwarten 2 Ist ee die Absicht der Regierung, hierbei auch die Frage der Umzugs kosten zu erledigen? Soll die Erledigung beider Angelegenheiten durch Gesetz erfolgen? Es folgt die Berathung über den Ge⸗ setzentwurf, die Steuerfreiheit der Staatseisen⸗ bahnen betr. Der Ausschuß beantragt Zustimm⸗ ung, und wurden zuerst die einzelnen Artikel und sodann das ganze Gesetz angenommen. — 1. Febr. 41. Sitzung der zweiten Kam- mer. Nach Verlesung der neuen Eingaben wurde zunächst der Antrag auf verstärkte Streuabgabe aus den Domanialwaldungen angenommen. So- dann wurden die Nachweisungen über die Ein- nahmen und Ausgaben der Staatseisenbabnen und Telegraphen ꝛc. 1m. während der Jahre 1869 bis 1872 genehmigt. Die Kammer trat weiter in die Berathung über den Gesetzentwurf die Gehalte der Vollsschullehrer betr., sowie die Vorstellungen mehrerer Gemeinden des Großberzogthums, mehrerer katholischer Organisten und des Landeslehrervereins in Betreff dieses Gesetzentwurfs. Nach lebhafter Debatte wurde der Antrag des Ausschußes an- genommen. Derselbe lautet unter Ablehnung der Regierungsvorlage:„Der geringste Gehalt eines definitiv angestellten Lehrers an Volksschulen soll in Gemeinden bis 10,000 Seelen 900 Mark und in Gemeinden von 10,000 und mehr Seelen 1200 Mark betragen.“ Im Uebrigen wurde die Regierungsvorlage angenommen. Zu Art. 2 be- antragte der Ausschuß: Bei gewissenhafter Dienst— führung hat jeder definitiv angestellte Lehrer an Volksschulen nach zehnjähriger Dienstzeit einen Gehalt von 1000 Mark, nach fünfzehnjäbriger 1100 Mark, nach zwanzigjähriger 1200 Mark und nach fünfundzwanzigjähriger 1300 Mark zu beziehen. Die Dienslzelt wird vom Tage der ersten dienstlichen Verwendung nach bestandener Schlußprüfung berechnet. Sofern ein definktiv angestellter Lehrer an Volksschulen die ibm nach 10., 15, 20- und 25jähriger Dienstzeit zukommen den Gebaltsbetraͤge nicht bereits aus dem Ein- kommen der Lehrerstelle bezieht, wird der sehlende Betrag aus Staatsmitteln zugelegt. Dieser An- gegeben werde, trag wird einstimmig angenommen. Die übrigen Artikel bis Artikel 8 excl. wurden theils nach der theils nach den Anträgen des Ausschußes angenommen. Berlin. Zablreiche Gesuche von deutschen Ofsizieren wegen Eintritts in die rusßche Armee sind vom Kriegs- Minister abgeschlagen worden. Der deutsche Militär⸗ Bevollmächtigte verbleibt im Kriegs-Fall in Petersburg. — Der Reichsanzeiger meldet, Frh. v. Werther habe am 27. Januar Konstantinopel verlassen, nachdem er den Legationsratd Dr. Busch als interimistischen Geschäftsträger auf der Pforte vor- gestellt habe. Ausland. Belgien. Brüssel. Das„J. de Brux.“ erklärt, das Ministerium sei bereit, die in Bezug auf das Wahl-⸗Reform-Gesetz geforderten Zuge⸗ ständnisse zu machen. Die Bewegung nimmt im ganzen Lande überhand. Türkei. Constantinopel, 31. Januar. Die„Wiener Presse“ meldet: Der türkische Bot- schafter Aleko Pascha hat heute aus Constantinopel telegraphischen Auftrag erhalten, dem biesigen serbischen Vertreter Zukits amtlich mitzutheilen, daß die Pforte als Basis der Friedens-Verhand⸗ lungen den status quo ante bellum acceptirt und die serbische Regierung aufgefordert dat, ihre Ver⸗ treter für die Friedens-Verhandlungen zu ernennen. — Constant Pascha hat sich im Auftrage des Großvezirs nach Cettinje begeben um directe Friedens Verhandlungen mit Montenegro einzu- leiten; die Consuln Italiens und Großbeltanniens kämen gleichfalls dorthin behufs Unterstützung der Mission Constant Pascha's. Serbien. Belgrad. Die„Wiener Presse“ erfährt: Die Friedens-Verhandlungen zwischen der Pforte und Serbien stießen auf Schwierigkeiten, die Pforte stelle Zusatzforderungen betreffs des status quo ante, welche aber nicht präcise sormulirt sind, Serbien wolle nicht auf Grund eines ihm nicht völlig bekannten Programms auf weitete Verhandlungen eingehen, und unterließz deshalb bisher, seinen diplomatischen Agenten Zukits für die Verhandlungen formell zu beglaubigen, Montenegro. Cettinje, 30. Januar, Der„Agence Havas“ zufolge hätte sich auch der deutsche Consul von Ragusa nach Cettinje begeben, um Montenegro zum Friedens Abschlusse zu be⸗ stimmen. Rumänien. Bukarest, 1. Febr. Die Grasen Chaudordy und Corti sind bier angekommen. Minister Floreseu zog seine Demission zurück. Im Senate verlangte Stourdza den Verkauf der Staats- Güter zur Bezahlung der Staats Schulden und eine Reduelrung des Armee-Budgets um 60 Pt. Amerika. Wasbington, 30. Januar. Die Maforltät der Commisstion des Senates dat einen Bericht zur Vorlage gebracht, worin die Acte für gesetz des Comites zur Verification der Wahlen in Florida als gesetz: und verfassungsmäßig erklart werden. — 1. Febr. Die Majorität der Commission des Repräsentanten ⸗Hauses zur Untersuchung der Wahlen in Florida hat nunmehr ebenfalls ihren Bericht zur Vorlage gebracht; während der Bericht der betreffenden Senats-Commission, wie gemeldet, die Acte der Localcomites in Florida und versassungsmäßig erklärt hatte, gelangt der ersterwähnte Bericht zu ganz entgegen- gesetzten Schlüssen. Aus Stadt und Land. Bönstadt. Der hiesige Kriegetverein beging 28. Januar, den Tag der Uebergabe von Paris an den die Deutschen, sesilich. Die Mitgliebet des Vereins sanden sich Morgens im Gotteshause ein und wies der Orts geistliche mit beredten Worten auf die Bedeutung dieses 0 722 M., 35—40., ganze Erbsen M. 24—28., weiße Bohnen M. 22—26., Linsen M. 36— 40. Ochsenfleisch per Pfund 70 Pf., Rindfleisch 50— 60 Pf., Kalbfleisch 50—60 Pf., und der nationalen Fesitage Überbaupt in sehr schöner[Hammelfleisch 45—54 Pf., Schweinefleisch 75—80 Pf. Weise hen. Am Abend fand ein Fackelzug statt, welchem ein Ball folgte. Dieser war von dem Verein auf das Glänzendste arrangirt und verlief in der heitersten Stimmung. Mainz, 31, Jan. Producten⸗Markt. Waizen per März 22.20, Korn per März 16.70. Hafer per März 1665. Rüböl per Mai 37.35. ö Handel und Verkehr Frankfurt, 31. Jan. Der heutige Heu- und Stroh markt war in Folge des ungünstigen Wetters schlecht befahren. Heu kostete je nach Qualität per Ceniner M. 4.50—6.50. Stroh per Ceniner M. 4.50— 5.50. Butter 1. Qual, im Großhandel das Pfund M. 1.20. 2. Qual. M. 1—1.10., im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.30. 2. Qual. M. 1.1520. Eier das Hundert gewöhnliche M. 5.—., italienische M. 7.50—8. Kartoffeln per 200 Zollpfund M. 5—6. Erbsen geschälte(per 100 Kilogr.) f Geld Cours. Frankfurt am 1. Februar 1877. 20⸗Frankenstücke Mk. 16 22—26 Englische Sovereign.„ 20 3338 Russische Imperiales„ 16 75—80 Holländische fl. 10⸗Stücke.„ 16 65 G. Dueg ten 1 b R„ 9 6469 Dollars in Gold. 1 416-19 Arbeitsvergebung. 338 Die zur Herstellung von Schloßgartenmauern er⸗ forderliche Maurerarbeit, veranschlagt zu 1847 Mark, Bruchsteinlieferung„ Cementlieferung 20„ sollen bis zum 19. Februar d. I., Vormittags 11 Uhr, öffent⸗ lich im Submissions wege vergeben werden. Die Angebote sind in Prozenten auf den ganzen Betrag des Voran⸗ schlags bis zum obigen Termin versiegelt und mit der Aufschrift:„Submission für Herstellung der Schloß⸗ gartenmauer zu Friedberg“ bei unterzeichneter Stelle einzureichen, woselbst Voranschlag und Bedingungen offen liegen. Friedberg den 26. Januar 1877. Großberzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u ß Holz ⸗Versteigerung. 337 Mittwoch den 7. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, kommt in dem hiesigen Gemeinde wald, Distrikt Buchwald, I. Theil a., folgendes Gehölz zur Versteigerung: N 13 Eichen⸗Bau⸗ und Werkholzstämme von 19 Fest⸗ meter Inbalt, darunter befindet sich! Stamm von 3,08 Festmeter Inbalt und 9 Meter lang und 3 Stämme von 2 Festmeter Inhalt und 9 Meter lang, 87 Eichen⸗Bau⸗ und Werkholzstämme von 19 Fest⸗ meter Inhalt, Eichenstangen I. Klasse von 10 Festm. Inhalt, 5 Weichholzstämme von 1,09 Festmeter Inhalt, 49 Raummeter Eichen⸗Scheit⸗ und Knuppelholz, 82 5 Buchen⸗ 5 8 1275 Stück Eichenwellen, 1550„ Buchenwellen, 118 Rauumeter Erdstöcke. Bemerkt wird, daß das Holz nahe an dem Vieinalweg von Eschbach nach Michelbach liegt und eine gute Ab⸗ fahrt ist. Eschbach den 29. Januar 1877. Der Bürgermeister Schmidt. Zmmobiliar-Versteigerung. 349 Dienstag den 6. Februar l. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in biesigem Rathhause die den Erben des verstorbenen Moritz Kaufmann in Frankfurt a. M. gehörenden Immobilien, nämlich: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 4. 7. 141. Acker am Soderweg. Gemarkung Ockstadt. Flur. Nr. Klftr. 10. 69. 166. Grabgarten an der Burg- Fried⸗ berger Grenze erbvertheilungshalber öffentlich meistbietend werden. Friedberg den 30. Januar 1877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. . versteigert Jagd ⸗ Verpachtung. 356 Dienstag den 6. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, soll die der hiesigen Gemeinde zustehende Feldjagd auf weitere 6 Jahre auf dem Rathhause dahier verpachtet werden. Berstadt den 30. Januar 1877. Großherzogliche e e Verstadt. d. B: Diefenbach, Beigeordneter. g Jagd ⸗ Verpachtung. 357 Dienstag deu 6. Februar l. J., Vormittags halb U Holz-Versteigerung. 352 Mittwoch den 7. k. M., Vormittags halb 10 Uhr anfangend, sollen im Petterweiler Gemeindewald folgende Holzsortimente einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden und zwar: 97 Raummeter Nadel-⸗Scheitholz, 1182/10 5„ Prügelholz, 14590 8„ Stockholz, 180 Stück Birkenwellen, 7890„ Nadelwellen, 3„ Nadelslämme, 25 5 Nadelstangen. Die Zusammenkunft ist am Petterweiler Waldhäuschen. Petterweil den 29. Januar 1877. Großherzogliche Bürgermeisterel Petterweil. Berges. 5 Versteiger Holz- Versteigerung. 366 Nächsten Mittwoch den 7. Februar d. J., Vor“ mittags 9 Uhr anfangend, soll in hiesigem Markwalde folgendes Holz versteigert werden: 303 Fichtenstämme von 15— 38 Centimeter Durch— messer und 12— 18 Meter Länge, 302 Fichtenstangen von 8—14 Centimeter Durchmesser und 8— 14 Meter Länge. Die Zusammenkunft ist auf dem Kreuz des Vieinal⸗ wegs von Bellersheim nach Münzenberg und Obborn⸗ hofen nach Muschenheim. Bemerkt wird, daß das Holz ausgezeichnet schön und gut abfahren ist, indem dasselbe unmittelbar an dem chaufsirten Vieinalweg lagert. Bellersheim den 30. Januar 1877. Der Fürstliche Markmeister Bopp, Adjunkt. * Jagd-Verpachtung. Die der hiesigen Gemeinde zustehende Feldjagd, 2200 Morgen groß,/ Stunden von der Station Fried⸗ berg anfangend, soll Donnerstag den 15. Februar l. J. Vormittags 11 Uhr, auf dem hiesigen Rathhause auf 6 Jahre verpachtet werden. Dorn⸗Assenheim den 1. Februar 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Dorn-Assenheim. 37˙⁰0 Rack. 371 Bei Herrn Gastwirth Diehl in Dorn⸗Assenheim ist ein Päckchen mit verschiedeneu Kleidungsstücken ge⸗ funden worden. Der sich legstimirende Eigenthümer kann dasselbe gegen Erstattung der Inseratgebühren auf Groß⸗ herzoglicher Bürgermeisterei Dorn-Assenheim in Empfang nehmen. Dorn-Assenheim den 1. Februar 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Dorn-Assenheim. Rack. Holz-⸗Versteigerung. 365 Montag den 5. Februar 1877, Morgens 9 Uhr anfangend, sollen im Nieder-Weiseler Gemeindewald, in verschiedenen Distrikten: Im Suderwald und kleiner Hausberg, nachverzeichnete Holzsortimente öffentlich ver⸗ steigert werden: 130 Raummeter Buchen-, holz, 140 Raummeter Buchen ⸗-Knüppelholz, 2500 Buchen-, Eichen- und Erlen-Retsholz, 30 Raummeter Erlen-⸗Stöcke, 32 Stück Eichen⸗Baustämme, 35,76 Festm. Inhalt, 30„ Erlen⸗ und Eschen⸗Baustämme, 9 Festm. Inhalt. Die Zusammenkunft ist an der Suderwaldsschneise bei dem Schießstand am Kugelfang. Nieder⸗Weisel den 31. Januar 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Weisel. M eee Eichen⸗ und Erlen-Scheit⸗ 11 Uhr, soll die Jagd in dem Berstädter Markwalde! 1 6 Jahre auf dem Rathhause dahier verpachtet erden. Berstadt den 30. Januar 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Berstadt. B. d. B.: Diefen ba ch, Beigeordneter. Neue Rohr⸗ und Strohstühle 239 empfiehlt zu billigen Preisen J. Butzbach, Auetionator. Standesamt Friedberg. 369 Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Büreauzeit des hiesigen Standesamtes Vormittags von 10—11 Uhr, Nachmittags„ 3—4„ festgesetzt worden ist. An Bonn, und Feiertagen ist für dringende Fälle und für Eheschließungen das Standesamtsbüreau von 8—9 Uhr des Vormittags geöffnet. Friedberg den 1. Februar 1877. Großherzogliches Standesamt Friedberg. Versteigerung von Auswurfserde. 368 Montag den 5. Februar, Vormittags 10 Uhr, soll die Auswurfserde aus der Grube nächst der Seebach, sowie aus dem Mühlgraben beim Rosenthal und an der Barbaragasse an die Meistbietenden versteigert werden. Zufammenkunft an der Rathhaustreppe am See— graben. Friedberg den 1. Februar 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fouc ar. Fässer⸗Versteigerung. 376 Dienstag den 6. Februar d. J. Vormittags 0 Uhr, sollen vor der Bebausung des Gastwirths Adolph Engel am Mainzerthor 17 große Bierfässer öffentlich meist⸗ bietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg den 1. Februar 1877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. üer. Immobiliar-Persteigerung. 377 Freitag den 9. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die nachverzeichneten, den Erben des verstorbenen Unteradsutanten Otto gehören⸗ den Güterstücke erbvertheilungshalber an den Meist⸗ bietenden versteigert werden: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klkftr. 4. 224. 31. Grabgarten in der Kehl, bildet ein 4. 223. 75%, daselbst, Grund⸗ 4. 222. 55/0 daselbst. stück. Friedberg den 1. Februar 877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. N Holz⸗Versteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 383 Es wird versteigert: 1. Montag den 12. Februar aus den Distrikten Stein Wendelholz und Krombach. Scheiter. Knüppel. Reisig. Stöcke. Ra um meter Eichen 5 5— 1 Nadelholz 156 501—. Obstbaum— 2 2 25 Aspen— 4 3 Das Holz im Distrikte Krombach(20 Raummeter Lärchen⸗Knüppelholz) wird bei der Versteigerung nicht vorgezeigt. 2. Donnerstag den 15. Februar aus den Distrikten Stein, Wendelholz und Krombach. 330 Lärchen⸗, Fichten und Kiefernstämme von 15 bis 38 Centim. Durchmesser und 6— 18 Meter Länge, 89 Lärchen⸗ und Fichten⸗Derbstangen von 8 bis 14 Centim. Durchmesser und 8 bis 18 Meter Länge. Das Holz im Distrikte Krombach(41 Lärchenstämme und 77 Lärchen⸗Derbstangen) wird bei der Versteigerung e vorgezeigt. 3. Freitag den 16. Februar aus dem Distrikt Klosterwald. 1 Eichenstamm von 25 Centimeter Durchmesser und 20 Meter Länge. Scheiter. Knüppel. Reisig. Stöcke. Buchen 213 Rm. 43 Rm. 210 Rm. 94 Rm. Die Zusammenkunft ist au den beiden ersten Tagen san dem Ortenberg-Usenborner Vieinalweg im Distrikte Wendelholz, am dritten Tage im Distrikte Klosterwald am Ausgange des nach der Selterser Mühle führenden Weges jedesmal um 9 Uhr Vormittags. Ortenberg am 29. Januar 1877. Großherzogliche Oberförsterei Ortenberg. hal er. Trauben- Brust- Syrup mit Fenehel honig in frischer Füllung die Flasche à 1 und 1½ Mark zu haben bei Frau Hoflief. Windecker in Friedberg. EAR. WMWeiss in Nauheim. 2 Zwei möblirte Zimmer 343 hat zu vermiethen Wilh. Heß Wittwe, un ede Usagasse. 142 Wi vieis 9 Vormitte Oe! io.“ 2 meiner! 9 Pfad. hächüig, 1 Olas agen zweispä port, f gußtiser unpe, Dich Kücheng Schnesd neut N J bemige zorher! Nit Mobiliar Verstei gerung. geschirre für 2 Pferde, 1 Fruchtfegemühle, geräthschaften. Ober⸗ Rosbach am 31. Januar 1877. In Auftrag: Blecher, Ortsgerichtsvorsteher. Holz-Versteigerung. 2 Eichenstöcke, zu Amboß geeignet, 1470 Wellen Eichen⸗Reisbolz, 101 Eichenstämme von 7—68 Centim Inhalt, 8 Raummeter Eichen ⸗Werkscheitholz Mit dem Verkauf des Brennholzes wird Morgens präcis 9 Uhr der Anfang gemacht und gegen 11 Uhr Vormittags kommt das Stammholz zum Ausgebot. Ockkadt den 1. Februar 1877. Der Freiherrlich v. Franckenstein'sche Oberförster Rumpf. Mobiliar- Versteigerung. 221 Dienstag den 6. Februar, Vormittags zuf dem Freiherrlich von Lersner' schen Hofe zu Nieder-Erlenbach das ganze Inventar meiner Occonomie zur Versteigerung, namentlich: 9 Pferde, 20 Kühe, theils fett, frischmilchend und srächtig, 8 Oeconomie-Wagen, 1 Mühl Wagen, Glas- Wagen, 1 offenes Wägelchen, 1 Milch- Wagen, Fahrgeschirre, Chaisengeschirre, ein- und weispännig, Pflüge aller Art, Eggen, Trans- dort, Lager- und Jauche Fässer, Bütten, eine zußeiserne Pfuhl- und eine kupferne Gettänk— Dumpe, cine Häckselmaschine, 2 Sämaschinen, 2 Dickwurzmühlen, 1 Kartoffelmühle, Möbel und Küchengeräth, Betten, eine Hobel- und eine Schnelde-Bank, eine sehr gut eingerichtete, fast tue Brennerei ⸗Einrichtung mit zwei bis drei— iserdiger Dampfmaschine und kann diese auch zorher getrennt abgegeben werden u. s. w. u. s. w. Nieder-Erlenbach den 9. Januar 1877. 375 Johannes Michel II. Witwe in Ober-Nosbach läßt Donnerstag den 8. Februar d. J., von Vormittags 9 Uhr an, erbverthellungshalber folgende Gegenstände gegen Baarzahlung einer öffentlichen Versteigerung aus⸗ sezen: 2 gute Arbeitspferde, 4 Kühe(wovon 2 trächtig), 2 Rinder, 11 Stück Schaafe, 2 Schweine, 1 vollständigen Wagen, verschiedene Pflüge, Eggen, Fabr⸗ und Acker⸗ Kelter, 1 Dickwurzmühle, 1 Pfuhlfaß, mehrere Bütten, Faͤsser und Ketten, ungefähr 30 Ctr. Waizen⸗, 30 Ctr. Gersten⸗, 20 Ctr. Hafer⸗ und eine Parthie Erbsenstroh, eirca 30 Ctr. Heu, 2) Ctr. Grummet, 100 Ctr. Dickwurz, eine Parthie Kartoffeln und Spreu, sowie sonstige Oekonomie⸗ 374 Montag den 12. Februar l. J. werden in dem Freiherrlich v. Franckenstein'schen Walddistrikt Löwenwald versteigert: 50 Raummetex Eichen Scheitholz, 61 1„ Prügelholz, 113„ Stockholz, Durchmesser, 2,2— 19 Meter Länge mit 149,61 Kubikmeter 9 Uhr und an den folgenden Tagen bringe ich Gegründet 1827. Versichert 48804 Personen mit. . Ausbezahlte Sterbefälle seit 1829 Dividende im Jahre 1877. 380 Davon 1876 nen eingetreten 3554 Personen mit Durchschnitt der Dividende der letzten 10 Jahre. Versicherungsanträge werden durch unterzeichneten Agenten entgegen Lebensversicherungsbank für Deutschland in Gotha. Eröffnet am 1. Januar 1829. Stand Ende 1876. ... 308,049,700 Mk. 28,810,400„ in he i n eee, 36,8 Prozent. 19 41 1 genommen und vermittelt. G. Trapp II., Justizrath. Prima Limburger, Vorzügliche Handkäse, letztere für Wirthe besonders geeignet, empfiehlt 8⁴ Friedr. Hilbrecht Wittwe. 58 Es ist wissenschaftlich festgestellt, dass Cacao als Nahrungsmittel von unschätzbarem Werthe, dass eiue reine unverfälschte Chocolade das gesundeste Getränk ist! Die Stollwerck'sche Hof- Chocoladen- Fabrik in Cöln haftet jedem Consumenten ihrer mit Stempel und schenen Chocoladen absolute Reinheit; ihr Produet wurde auf der Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873 als das vorzüglichste 137 Concurrenten prämiirt und ihr Etablissement zur Kaiserlichen Hof-CZocoladen-Fabrik, der einzigen im deutschen Reiche, ernannt. Auf der Welt- ausstellung in Philadelphia erhielt die Fabrik neuerdings die Preis-Medaille. Die Chocoladen sind iu den meisten grösseren Geschäften vorräthig; Aufträge Privaten werden nut nach Orten von der Fabrik ausge- führt, wo sich keine Verkaufs-Niederlagen befluden Siegel ver- für von von von A. Zuntz seel. Wittwe in Bonn empfiehlt ihren 9* 2 gebr. Java⸗Kaffee 1. Qualität à M. 1. 80 Pf. per Pfd., ö Alleinige Niederlage für Friedberg und Umgegend bei Herrn M. L. Goldmann. Geschäfts-Empfehlung. 346 Einem hiesigen, sowie auswärtigen Publikum hiermit 57 die ergebene Anzeige, daß ich von heute an ein großes„ Lager aller Sorten Kappen u. 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Gottesdienst in der Stadtkirche: Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Clemm. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9½ Uhr: Herr Pfarrer Diegel. Abends 5 Uhr: Herr Pfarrer Baur. garantirt schöne, rasche und billige Bedienung. Annahme und Muster bei 5 Herrn C. F., Schlenning in Friedberg, Herrn B. Küchel 11. in Butzbach. Eine freundliche Wohnung hat zu vermiethen Adolph Mayer, Hof-Uhrmacher und Goldarbeiter 32⁵ 72 Esto mihi(11. Februar) Abendmahl in der Burgkirche. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. . Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 5 und Praktischer Rathgeber Nr. 2.) 1 1 .— — geit! Dat ledig