1 32 Aletter, est Werte den anz * — At und U. Hoöres. . 2 Canbvogt, Hl Mile, „ pn — 1 merksam machen, theilen wir 30⁵⁵ Flur IV und V der Gemarkung Beienheim nach ae Adjutant bei der 9. Inf.-⸗Brigade zum über— ligen Hauptmann befördert. — Dasselbe Organ theilt mit, daß der Landtag Dienstag den 2. October. 115. berhessischer Anzeiger. Amtlicher Theil. Betreffend: Debes kleinen Schulatlas. Die Großherzogliche Kreis- Schulcommi Im Verlag von Wagner und Debes Großherzogliches Ministerium des Innern Preis für sehr geeignet zur Einführung in Die Petitzeile Erscheint jeden wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Areis Friedberg. Dienstag, Donnerstag und Samstag. Friedberg am 1. October 1877. ssion Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises. zu Leipzig ist ein kleiner Schulatlas in neunzehn Karten zum Preise von 60 Pfennigen erschienen, den Abtheilung für Schulangelegenheiten Verfügung vom 21. September d. J. nach Anlage, Ausführung und Volksschulen erklärt hat. Indem wir Sie hohen Auftrag gemäß auf dieses kartographische Werkchen auf⸗ Ihnen zugleich mit, daß etwaige Anträge von Ihnen auf Einführung desselben gerne genehmigt werden. Dr. Braden. Bekanntmachung. Nachdem von der Gemeindevertretung und einer Anzabl Grundbesitzer von Beienbeim Antrag auf Entwässerung der Grundstücke in der Maßgabe des Gesetzes vom 2. Januar 1858 gestellt worden ist, wird auf Grund der Art. 23 nüberschlag 14 Tage lang und zwar vom Mittwoch den 3. bis Dienstag den 16. k. Mts. auf dem Diejenigen, an welche zum Zweck der Entwässerung der Grundstücke ein Anspruch auf Abtretung, Ver⸗ änderung ihres Eigenthume oder auf dessen Belastung mit Dienstbarkeiten ꝛc. gemacht wird, oder gegen welche ein Zwang zur Theilnahme stattfinden soll, oder deren Grundstücke durch die Entwässerung berachtheiligt werden, haben im Termin Samstag den 3. November 1877, Vormittags 9 Uhr, auf dem Gemeindehause zu Beienheim Erklärung über den Plan und die darnach an sie gemachten Anforderungen abzugeben und in Selbstperson oder durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte über die Ausführung desselben abzustimmen, wobei bemerkt wird, daß solche Interessenten, welche sich der Abstimmung enthalten, als für den Plan stimmend angesehen werden. Innerhalb der 14tägigen Offenlegungsfrist können die vorerwähnten Betheiligten, sichtigten Entwässerungsanlage wegen der durch solche ihre Grund stü Bemerkungen zu dem Entwässerungsplane bei uns schriftlich einreiche in der Entwässerung in Anspruch genommen forderlichen Theile derselben, ei ins abzugeben. Friedberg den 30. September 1877. u. ff. d. a. G. Plan mit Beschreibung und Koste Gemeindehause zu Beienbeim offen gelegt. sowie auch andere dritte Grundbesitzer, welche der beab— cke treffenden Nach theile glauben widersprechen zu können, ihre Einwendungen und n, und haben innerhalb derselben Zeit diejenigen Grundbesitzer, deren Theilnahme wird und die es vorziehen ihre Grundstücke ganz, oder die zur Ausführung der Entwässerungsanlage genthümlich abzutreten, statt für solche an dem Unternehmen sich zu betheiligen, dahin gehende Erklärung ebenfalls bei Dr. Braden. An die Großherzogl. Bürgermeistereien in den Großh. Distriktseinnehmereien Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen ie IV. Periode 1877 bis zum 15. Oktober dieses Jahres an den Zahltagen Dienst Friedberg den 30. September 1877. Friedberg und Nieder⸗Wöllstadt. zu lassen, daß die Berichtigung der Forst- und Feldstrafen für ags und Donnerstags ohne Mahnung anher geschehen kann. Großherzogliche Distriktseinnehmereien Friedberg und Nieder ⸗Wöllstadt. Wei g e l, Ni e 5ł. Deutsches Reich. feen Stellung von den russischen Militär— Darmstabt. Milltärdienst⸗ Nachrichten. Behörden aus Tultscha, seinem Amtesstz, gewalts Ballus, Vollmar, Scholl, Weber, außeretatsmäßige nach Sulina gebracht und ist in C r N Seconde-Lieutenants vom Großh. Feld- Artiller- eingetroffen. betreffenden Wahlkreise bereits eine Neuwahl an- Fegiment Nr. 25 wurden zu Artillerie- Offizieren— Der„Reichs. Anz.“ schreibt: Nachdem die geordnet worden sei. nannt. Rube, Sec. Lt. von der Reserve des„Germania“, wochenlang im Einklang mit anderen München. Die Nachricht der„Südd. Presse“, 1. Großh. Inf. Regt. Nr. 115 der Abschied insbesondere polnischen Blättern, für die Losreißung daß Prinz Arnulph sich in das russische Haupt- willigt. Der Commandeur der Großh.(25.) Preußisch-Polens und die Wiederherstellung eines Quartier begeben werde, ist unbegründet. Livision, Generalmajor v. Wichmann zum Ge. national polnischen Reiches agitirt hat, gestattet Mrallieutenant ernannt; Prem.-Lt. v. Langermann sich dieselbe, diejenigen der Lüge zu zeihen, um Adjutant der Großh.(25.) Cavaleriebrigade welche auf diese Umtriebe aufmerksam gemacht. an Stelle des zur Dienstleistung bei der Groß- Es sind bei der Staatsauwallschaft Anträge ge- der herzogin commandirten Prem.⸗Lt. v. d. Knesebeck stellt, damit ein solches Gebahren gerichtlich ver⸗ nannt. Gause und Heese, Vicewachtmeister von folgt werde. um Reserve Landwehr⸗Regiment Nr. 35 zu Sec.“ Is. der Reserve des 2. Großh. Drag. Regts. M. 24 befördert. Der Prem. Lt. Graf von Schwerin vom 1. Großh. Inf. Regt. Nr. 115 inter vorläufiger Belassung in seinem Commando Dresden. Das„Dresdener-Journal“ be— am stätigt, daß die Wahl Liebknecht's in den Land— onstantinopelf tag für ungültig erklärt wurde und in dem Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Einige Botschafter der Großmächte, darunter der österreichische, Graf Zichy, haben auf Grund der Genfer Convention bei der Pforte die Erlaubniß — Durch kaiserliche Verordnung, erlassen zu nachgesucht, Holz zum Bau von Baracken für die Darmstadt, 25. Sepibr., wird der Bundesrath Verwundeten über die Donau schaffen lassen zu zum 8. Oct. nach Berlin einberufen. dürfen. Eine geringe Anzahl ehe— N Pest, 29. Sept. Kana In 7 Protisse gegen 400 digt i. nager Grenzsoldaten beabsichfigte einen Einbruch egations⸗Secretär v. Lee, welcher beschuldigt ist, in Rum nien um en Russen die Zusuhren abzu⸗ fn Reichskanzler ai ee„Reicheglock““ schneiden und den Bahnkörper zu zerstören. Der erschienene Artikel beleidigt zu haben, bestäungte Pusch Würdet wege d h woe 8 das Kammer- Gericht das Erkenntniß e er Eine Untersuchung ist eingeleitet. Nach eee v. Los zu einem Jahr Gefängniß anderen Angaben sollen es 5000 Mann gewesen W Pier, pont dor sein, die den Putsch beabsichtigten. eee J Frankreich. is. ikanisch⸗ zurückkehrenden Mittelmeer»Geschwader erhielten fo f kreich. Paris. Das rpublikanisch alistische ite ari rö i i Besehl, während 990 Winterlagers in Wilhelms. 0a 960d nm e hafen und Kiel eine stärkere Bemannung zu be⸗ der gemäßigten Republikaner angegriffen wird. halten, damit eventuell ein rasches Wiederaus laufen Das Programm verlangt unter Anderem Amnestie, möglich sei. Das deutsche Ulebungs-Geschwader Streichung des Cultus- Budgets, Ausweisung der ist heute in Malta eingetroffen. Jesuiten, ausschließlichen Laien- Unterricht, sofortige Posen, 29. Sept. Die„Ostdeutsche- Ztg.“ permanente Volks Bewaffnung, Beseitigung der — 25. Sept. Der preußische Oberst und meldet: Der Vicar Mörcke aus Grätz wurde heute stehenden Heere, Wahl aller Beamten, Abschaffung Mr eral-Inspector der europäischen Donau- Com- durch den Landrath Nollau im Beisein des Probstes aller Steuern, Ersetzung derselben durch eine einzige on, v. Diygalski, wurde kotz seiner inter- Brenk als Probst in Powidz eingeführt. Progressiv-Steuer, Aufhebung des Senats und Berlin. Bezüglich der Zusammenkunft des derischen mit dem österreichischen Reichskanzler in Selzburg schreibt die„Prov.-Corr.“: Durch die lingeren vertraulichen Besprechungen der beiden Staatsmänner ist deren volles herzliches Einver— län dniß über die leitenden Gesichtspunkte der gemein- emen Politik hinsichtlich der wichtigsten schwebenden drrgen von Neuem bestätigt und befestigt worden. aussichtlich in der letzten Woche des October inherufen werde, der Tag sei indeß noch nicht ele stellt. der Präsidentschaft und Einsetzung einer einzigen permanenten Kammer, welche alle zwei Jahre zu erneuern ist. Das Actenstück ist unterschrieben von 48 Radicalen und Soeialisten. — 28. Sept. Heute fand in den Bureaux des Journals„Patrie“ eine Versammlung der Directoren sämmtlicher conservativen Journale statt, um sich über ein gemeinschaftliches Verfahren während des bevorstehenden Wahl⸗ Kampfes zu verstän digen. Belgien. Brüssel, 28. Septbr. Einer Meldung der„Etoile belge“ zufolge hat Prinz Louis Napoleon auf der Reise nach Schloß Dave bei Namur die Stadt Brüssel passirt. Holland. Haag, 29. September. Das Ministerium hat in Folge des Kammer-Beschlusses der Adreß⸗ Debatte ein collectives Entlassungs⸗ Gesuch beim König eingereicht. Großbritannien. Nottingham, 27. Sept. Bei der Grundsteinlegung für die Gebäude, welche zur Erweiterung der akademischen Anstalten bestimmt sind, hielt Gladstone eine Rede, worin er namentlich auf die Universitäten hinwies und hervorhob, falls irgend ein Volk auf der Erde im 19. Jahrhundert große Verdienste um die Förderung des höchsten Unter- richts in Anspruch nehmen könne, so sei dies das deutsche. Weiter gab Gladstone in seiner Rede bei Besprechung der orientalischen Frage seiner oft ausgesprochenen Ueberzeugung wiederholten Aus- druck, daß der Krieg entstanden sei durch den Wankelmuth und die Unschlüssigkeit der britischen Regierung, welche im Bunde mit den anderen Großmächten zum Schutze der Rechte der orienta⸗ lischen Christen hätten einschreiten sollen. Trotz der wohlwollenden Mahnungen Europa's fahre die Türkei fort, die Christen in traditioneller Weise zu behandeln. Die Greuelfrage berührend, verlangte Gladstone, daß der britische Botschafter instruirt werden solle, die Zahl der in den Hän⸗ den der Türken befindlichen russischen Gefangenen festzustellen. Bei Besprechung der Rede Gladstones spricht die„Times“ die Meinung aus, daß die Ein- haltung strikter Neutralität jetzt für England noth⸗ wendiger als jemals sei. Das Aeußerste daher, was England, falls Waffenruhe einträte, thun könnte, wäre, der Türkei anzurathen, daß sie einige der Reformen zugestehe, welche die Groß mächte auf der Conferenz forderten. Italien. Rom. Graf Komaroweky von der russischen Botschaft in Rom wird dem Kaiser von Rußland ein Handschreiben des Königs von Italien überbringen, welches dessen freundschaftliche Gesinnungen ausspricht. Türkei. Constantinopel Die türkischen Truppen in Bosnien erhielten Befehl, theils nach der Herzegowina in der Richtung auf Mostar, theils an die serbische Grenze zu rücken. Ein dem Generalgouverneur zugekommenes Telegramm signalisirtt die Vorrückung von 14 Serben ⸗Ba⸗ taillonen gegen die bosnische Grenze. — Zwischen einigen der hier beglaubigten fremden Botschafter und der Pforte hat ein Ideen⸗ Austausch bezüglich der Bedingungen eines even⸗ tuellen Waffenstillstandes stattgefunden; es ist jedoch kein offitieller Schritt in dieser Richtung unternommen worden. — Suleiman Pascha berichtet vom 25. Sept.: Angesichts des vom Seraskierat an Mehemed Ali Pascha ergangenen Befehls zum Angriff auf Bjela wurde Seadaikerai(?) Pascha von Suleiman Pascha angewiesen, eine Demonstration gegen den von 2000 Russen besetzten Ort Elena auszuführen. Am Montag griff Seadaikerai Elena an, zerstörte eine Redoute und warf die Russen mit einem Verluste von 150 Todten zurück. Nachdem derselbe darauf noch vier andere Ortschaften in Brand gesteckt hatte, kebrte er in seine früheren Stellungen zurück. Der türkische Verlust war äußerst gering. — 28. Sept. Reuf Pascha ist hierher be⸗ rufen und hat heute Schumla verlassen, wo er durch Tahir Pascha ersetzt wird. wird andauernd schlechtes Wetter gemeldet. — Der Commandant von Bazasid meldet vom 26. Septbr.: Aegyplische und ischerkessische Reiter ⸗Schaaren schlugen 1000 Mann russische Cavalerie bei Mosstou. Von der Donau Serbien. Belgrad. Der Ministerrath berieht über die Fortsetzung der Action. Letztere erfolgt nach officiöser Versicherung, sobald die russtschen Substdien(8 Millionen Rubel) voll⸗ ständig eingetroffen und die Rüstungen vollendet sind. — Der Kriegsminister schloß mit einheimischen Großhändlern Verproviantirungs-Contracte für vier aufzustellende Armee⸗Corps ab,. Montenegro. Cettinje. Die Capi ⸗ tulation von Goransko erfolgte nach eintägigem Bombardement und heftigem Kampf am 24. Sept. Die Montenegriner erbeuteten 3 Geschütze 500 Gewehre; 300 Nizams wurden gefangen. Auch Piva wurde von den Montenegrinern besetzt. Ferner eroberten dieselben das Fort Erkvida und halten das ganze Gebiet bis Foca besetzt.— Nach einer Meldung aus Ragusa wurden Bilek und die umliegenden Dörfer von den Montene⸗ grinern eingeäschert. Die Kranken, Verwundeten, sowie Frauen und Kinder wurden unversehrt nach Trebinje escortirt, wo der Belagerungs⸗Zustand proclamirt ist. Rußland. Petersburg. Officielle Meldung aus Gorni⸗Studen vom 28. d.: Ueberall Kälte und Unwetter; im Balkan ist Schnee ge- fallen. Das Bombardement im Schipka⸗Passe dauerte vom 21. bis 27. September inclusive. Am 27 d. eröffneten im Schipka⸗Passe unsere Mörser das Feuer, wodurch sofort der türkische Pulverkeller in die Luft gesprengt ward. An anderen Orten des Kriegs ⸗Schauplatzes ist Alles ruhig. Am 24. d. griffen die Türken die Avantgarde unseres Corps bei Elena in der Nähe des Ortes Mahren an, wurden aber mit großen Verlusten zurückgeworfen, wobei sie Feldzeichen zurückließen. Die Garde- Dragoner und der 29. Zug der reitenden Artillerie-Brigade haben sich besonders ausgezeichnet. Nach ihrer Nieder- lage bei Cerkowna verließen die Türken ihre Position gegenüber der unsrigen gänzlich und gingen schleunigst nach Popkibi zurück, wobei sie den Feld⸗Telegraphen und einige Munitions-Karren zurückließen. Hierauf herrschte überall Ruhe. — Auf Befehl des Großfürsten Nikolaus wurde der Correspondent des„Standard“, Frederik Boil, aus der Armee und Rumänien entfernt, weil derselbe am 5. ds. aus Poradim Nach richten über die Dislocation der russischen Truppen und über die Befestigungen mittheilte. — 29. Sept. Fürst Gortschakoff erhielt von Nepokoitschitzti beute ein Telegramm, daß die Armee des Großfürsten-Thronfolgers gestern einen großen Sieg über Mehemed Ali errungen. — 29. Septbr. Nach einer Meldung der „Presse“ wurde gestern bei Plewna durch rumänische Cavalerie und russische Ulanen ein türkischer Convoi von 80 Wagen aufgehoben. — Eine Depesche des„Golos“ aus Igdyr meldet: Die ganze Nacht am 27. d. war das Wetter äußerst stürmisch und wüthete am Morgen ein wahrer Orkan. Dessen ungeachtet eröffneten die Türken um 8 Uhr Morgens einen Angriff auf unseren rechten Flügel. Der Angriff war zuerst gegen den Karavanserai-Paß gerichtet, wo 5 Compagnien von verschiedenen Regimentern der 39. Division unter General-Lieutenant Dewall standen. 3 Bataillone vom Kubanischen Regimente, 2 Compagnien des Derbent'schen Regimentes, 2 Escadrons und 3 Sotnien Kosaken mit 12 Ge— schützen begannen den Kampf, der sehr heftig wurde. Die Kanonade dauerte bis spät Abends. Mit Ankunft zweier Bataillone vom Krim'schen Regimente zur Verstärkung traten die Türken den Rückzug an. Unsere Truppen kämpften höchst tapfer. Die Verluste sind noch nicht bekannt. Unter den Ver- wundeten befindet sich der Commandeur des Kubanischen Regimentes, Kabenin, und der Oberst- Lieutenant Midivan. Wir besetzten 10 Positionen und lagerten unsere Truppen die Nacht in denselben. Aus Stadt und Land. 8. Ober⸗Ros bach.“ Am 1. October trat dahier eine Postagentur in's Leben, mit dem Landbestellbezirk Nieder-Rosbach, Bainhards, Ludwigshütte und der Weide, Schmelz, Ober- und Unter-, See- und Brunnenmüßhle. Das Ober-Rosbacher Bergwerk wurde dem Ortsbestell⸗ bezirk zugetheilt. R. Ober⸗Mörlen. Sie baben bereits in Ihrer Nummer 109 unter„Handel und Verkehr“ die Notiz von der Errichtung einer Poftagentur dahier gebracht. Da diese Notiz jedoch an jener Stelle vielleicht vielfach über⸗ sehen wurde, so bitten wir zu wiederholen, daß die Orte Langenhain, Ziegenberg, Nieder-Mörlen, die Bahnwärter⸗ häuschen Nr. 196200, sowie die Krämer⸗, König⸗, Buik⸗, Bach- ünd Untermühle, sowie das Forsthaus Winterstein und der Hof Hasselheck dem Landbestellbezirk zugetheilt wurden. Vilbel. Einer der Wilderer, Namens Nuß von Bornheim, welcher sich bei dem Kampfe mit den Gendarmen betheiligte, ist noch auf flüchtigem Fuße. Man vermuthet, daß er sich bei Kumpanen versteckt hält. Es fanden deß⸗ halb schon bei mehreren im Geruch der Wild ⸗Dieberel stehenden Personen in der Nachbarschaft Haussuchungen, jedoch ohne Erfolg, statt. Gießen. Vor dem Schwurgerichtshof der Provinz Oberhessen werden in den am 1. October beginnenden Quartals⸗Sitzungen die nachstehend verzeichneten Anklage⸗ sachen zur Verhandlung kommen, nämlich: Den 1. October, Vorm. 9 Uhr, gegen Elise, Witiwe des Eberhard Buß von Eberstadt, wegen Diebstahls; Vertheid. Adv. Curtman zu Friedberg. Denselben, Nachm. 3 Uhr, gegen Jacob Süß von Oes, wegen Meineids; Verth. Adv. Baist. Den 2. Oct., Vorm. 8 Uhr, gegen Konrad Eifert III. von Angersbach, wegen Brandstiftung; Verth. Adv. Dr. Schwarz. Denselben, Nachm. 3 Uhr, gegen Wilhelm Böcher von MRerlau, wegen Diebstabls; Verth. Adv. Dr. Guffleisch. * Den 3. Oct., Vorm. 8 Uhr, gegen Johs. Schuh III. von Klein⸗Karben, wegen Meineids; Verth. Adv. Weibig. Denselben, Nachm. 3 Uhr, gegen Johann Georg Brosius von Mornshausen, wegen schweren Diebstahls; Verth. Abv. Lauer. Den 4. Oct., Vorm. 8 Uhr, gegen Bürgexmeister Gemmer von Zell, wegen Verbrechens im Amte, Verth. Adv. Dr. Muhl. Den 5. und 6. Oct., jedesmal Vorm. 8 Uhr, gegen Anton Habig von Schletzenhausen, wegen Verbrechens wider das Leben; Verth. Adv. Dr. Rosenberg. Bensheim, 27. Sept. Heute brannte ein Theil des Gymmasiums ab. Das Feuer entstand in einem benachbarten Bäckerhause, ergriff aber bald auch das Gymnasium. 5 Bürstadt. Auf Verordnung des Kreisgesundheits⸗ amtes in Bensheim wurde dieser Tage der ganze Wurst⸗ vortath zweier hiesigen Metzger confiscitt, und werden sich die Herren Bindemitteler nächtens vor dem Landgericht Lorsch— welchem diese Angelegenheit bereits zur Ab⸗ urtbeilung überwiesen wurde— zu verantworten haben. Vivat sequens! Groß-Gerau. Die diesjährige General-Versammlung des Thierschutzvereins für das Grotzherzogthum Hessen findet Mitlwoch den 24. October d. J., Nachmettags, im Gast⸗ haus„zur Krone“ dahier statt. Allerlei. Karlsruhe, 25. Sept. Feld⸗Marschall v. Man⸗ teuffel i wieder so weit hergestellt, daß er gestern zum Kur Gebrauch nach Gastein abreisen konnte. Der am meisten leidende Theil scheinen die Füße gewesen zu sein. Wurzen. Das Urtheil über den Gutsbefitzer Möller und die Fleischer Schubert und Richter, welche durch den Verkauf milzkranken Viehes und Fleisches die Erkrankung und den Tod zahlreicher Einwohner von Wurzen herbei⸗ geführt hatten, ist gefällt. Der Gulsbesitzer Möller ist zu 18,000 M., die beiden Fleischer zu je 6000 M. Geld⸗ strafe verurtheilt. Berlin. Die Beweise, daß der Raubmörder Thierolf (welcher das Attentat auf den Briesträger Kill mer gemacht hat und auch des Mordes der Wittwe Sabatzki verdächtig ist) ein professionitter Verbrecher ist, mehren sich immer mehr. Bei seiner Verhaftung wurde demselben ein ganzes i Packet Pfandscheine abgenommen, worunter fich auch ein solcher auf eine lange goldene Ubrkette befand, Vor einiger Zit wurde im Grunewald der Tischlergeselle Lude ermordet und beraubt vorgefunden, ohne daß bis jetzt der Thäter entdeckt werden konnte. Es hat sich nunmehr heraus- gestellt, daß Thierolf öfter mit dem Ermordeten verkehrte. Ferner haben die Hauswirthe des Letzteren und ein Schank' wirth eidlich erhärtet, daß die fragliche Keite dem Lude gehörte und noch am Morgen vor seiner Ermordung von diesem getragen wurde. Washington, 24. Sept. Die nach Wesien und Norden hin gelegenen oberen Etagen des Patentamtes sind heute niedergebrannt. 50,000 bis 75.000 Modelle(ein⸗ schließlich der zurückgewiesenen), darunter viele hochwichlige, sind vernichtet; die in den unteren Etagen befindlichen Documente, Zeichnungen und Urkunden sind gerettet, ebenso die Acten und Schriflstücke der in diesen Etagen befind⸗ sichen Büreaus des Ministeriums des Innern; letztere Documente sind indeß vollfländig durcheinandergeworfen. Durch die Feuersbrunst ist eine empfindliche Geschäfts“ siörung verursacht; die entstandenen Verluste sind groß und unersetzlich. Zur sittlichen Bildung. E. Der„Arbeiterfreund“, den die Prosessoren Böhmert in Dresden und Dr. Gneist in Berlin herausgeben, schreibt: Alle materiellen Errungenschaften und hohen Löhne und alle Fort schritte der bloßen Verstandesbildung⸗ können die Schäden der sittlichen Verwüstung großer des deutschen Volkes nicht heilen. Dazu bedarf es einer inneren religiösen Erneuerung des Ge⸗ müthes, einer Kräftigung des sittlichen Willens Es ist daher eine und besserer Charakterbildung. Theile alf d Hauß ge ö 10 gestg weilf felt Mißb Mol Wet die Wann ine Sehn dem 0 ständi „Die. man dem Nich Neid und wir bildu binde schah in al. Ueb 7 Liebl Sänt Töne eine dessel 0 sollte bon elwe 9 Vrodinz . 1 5 5 Hauptaufgabe der Gegenwart, daß die sogenannten gebildeten Stände ihre eigenen pailosophischen, religiösen und wirthschaftlichen Begriffe einer fort- gesetzten ernsten Prüfung und Correctur unter- werfen und daß unsere Gelehrten und Schtist— steller ihr bescheidenes Stückwerk Wissen nicht dazu mißbrauchen, um als Unfehlbare über die tiefsten Probleme der Entstehung und Entwickelung der Welt und des Menschen und über unsere höhere diesseitige oder jenseitige Bestimmung abzusprechen, Wenn man das Bewußtsein von der Beschränkt⸗ heit des menschlichen Wissens, das Vertrauen auf eine gütige Vorsehung, die Gottesfurcht und Sehnsucht nach Gnade und innerem Frieden aus dem Herzen des Volkes herausreißt, um die Selbst— ständigkeit des modernen Halbwissens mit seiner „Diesseitigkeit“ an die Stelle zu setzen, so darf man sich nicht wundern, daß sich die Massen mit dem Wahlspruch:„Ich hab' mein Sach' auf Nichts gestellt“! befreunden und die Predigt des Neides und Hasses dem Evangelium der Liebe und Demuth vorziehen. Es ist hohe Zeit, daß wir mit der einseitigen Sorge für Verstandes⸗ bildung die Pflege einer bessern Gesianung ver— binden, daß wir eine bessere, sittliche Werth schätzung der Arbeit und die Freude am Berufe in allen Volksklassen verbreiten helfen! Ueber die Pflege des Kanarienvogels. (Von einem praktischen Wetterauer Züchter). Der Kanarienvogel ist zur Zeit der Allerwelts— — ½ Pfund oder 1 Pfund Sommersaat und Canarien- samen und lasse sich dieselben in zwei verschiedenen Düten geben. Zu Hause wirft man beiderlei Futter zusammen und mischt sie gut durcheinander. Anderes Futter ist möglichst zu vermeiden. Lecker⸗ bissen wie Kuchen, Fleisch und Kartoffeln nament- lich aber Zucker sind gänzlich zu vermeiden, rath- sam ist es dagegen zeitweise Kopfsalat, im Sommer frische Kirschen und Aepfel zu geben und nur immer von einer Sorte. Stiele, Schaalen und das Kerngehäuse an den Aepfeln entferne man vorher. Jeden Morgen um dieselbe Zeit fülle man den Wassernapf und erneuere einen über den andern Tag das Futter. Man sorge dafür, daß das Futter in den Behältern nicht keimt, deshalb wechsele man damit alle zwei Tage und kratze den Schmutz heraus. Das Wasser muß unbedingt täglich frisch sein und im Sommer, wenn das Trinkgefäß klebrig wird, putze man es täglich aus und reibe mit dem Finger so lange herum bis nur klares Wasser und kein Klebstoff mehr darin ist. Ja bei heißem Wetter muß man dem Vogel zwei und dreimal des Tages frisches Wasser geben. Man darf einen Kanarienvogel niemals er— schrecken; besonders wenn er singt, darf man ihn nicht mit einem Tuche bedecken oder mit Hände— klatschen zur Ruhe bringen. Morgens sein Futter, so gehe man nie rasch an den Käfig, sondern langsam und allmählich und reiche behutsam die Nahrung. Bei freundlichem Entgegenkommen und guter Behandlung wird der Liebling, Jung und Alt liebt den schönbefiederten liebliche goldgelbe Hausfreund viel Vergnügen ge. Sänger und lauscht gern seinen schmetternden währen.— Der Käfig darf im Winter in einem Tönen. Es dürfte daher Manchem erwünscht sein Zimmer oder Hausflur von ungefähr 150 Réaumur eine kurze Anleitung zur Behandlung und Pflege sentweder auf einem Blumentisch stehen oder auch an der Wand hängen; dagegen im Sommer darf er, Ein Käfig für einen einzelnen Kanarienvogel wenn die Fenster geöffnet sind, niemals direct an desselben zu erhalten. sollte eine Höhe von 35 Centim. und eine Länge von 45 Centim. haben, doch darf die Größe auch eckigen Käfige vorzuziehen. Selbstverständlich muß der werden durch Zugluft krank und sterben bald. etwas geringer sein. dieselben gestellt werden, deshalb sind die vier— Die meisten Vögel Vogel durchaus reinlich gehalten werden. Die Frische Luft ist im Sommer bei günstiger Witterung Schublade des Käfigs wird am besten Morgens jeden Tag erwünscht. alle 3— 4 Tage ausgekratzt und mit sauberem trocknem Flußsand bestreut. Wird aber die Holz- Sollte der Vogel erkranken, so ziehe man einen Thierarzt zu Rathe. Näheres über den Kanarienvogel findet man schublade einmal vernachlässigt, so bruht man ssie mit in dem Buche:„Der Kanarienvogel“ von Dr. Carl heißem Wasser aus und läßt sie sorgfältig austrocknen. Ruß, sowie in der Zeitschrist„Canaria“, heraus- Was das Futter anbetrifft, so kaufe man gegeben von Brandner in Stettin. Reicht man ihm e Handel und Verkehr. Friedberg, 29. Sept. Wochenmarkt. Butter kostele per Pfund M. 1.20. Eier per Stück 6—7 Pf. Gießen, 29. Sept. Wochenmarkt. Butter per Pfund M. 1.05- 15. Eier per Stück 6—7 Pf. Tauben das Paar 50 Pf. Hühner per Stück 75 Pf. Hahnen per Stück 70 Pf. Enten per Stück M. 1.60. Kartoffeln, 100 Kilo, M. 6—. Frankfurt, 29. Sept. Fruchtberticht. Mehl Nr. 1 M. 42., Nr. 2 M. 38., Nr. 3 M. 34., Nr. 4 M. 30., Nr. 5 M. 24. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 25., do. II.(Berliner Marke) M. 21. Weizen ab Bahnbof hier M. 23— 24, ab unferer Umgegend M. 2223. fremder je nach Qual. M. 23 25.50. Korn M. 1718.50. Gerste M. 18—24. Hafer M. 13—17. Kohlsamen M. 36—37. Erbsen M. 21—24., Wicken M. 17.—. Linsen M. 21—30. Rüböl M. 83.—. Die Preise ver⸗ stehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht= 100 Kilo. Frankfurt, 29. Sept. Der heutige Heu- und Stroh⸗ Markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität per Ceniner M. 2.80— 3.40. Stroh per Centner M. 2.— bis M. 2.30. Butter im Großhandel das Pfund 1. Qual. M. 1.10, 2. Qual. M. 1.—; im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.40., 2. Qual. M. 1.30. Eier das Hundert M. 5 806.60. Ochsenfleisch per Pfund 75 Pf. Kuh⸗ und Rindfleisch 55—65 Pf. Kalbfleisch 60—75 Pf. Schweinefleisch 75—80 Pf. Hammelfleisch 50-63 Pf. Erbsen, geschälte(per 100 Kilogr.), M. 28—30., ganze Erbsen M. 23— 26. Bohnen M. 23- 26. Linsen M. 36 bis M. 38. Kartoffeln M. 4.60—5. Weißkraut das Hundert M. 10.—. Mainz, 29 Sept. Prodacten-Mirkt. Waizen pet Nov. M. 22 75. Korn per Nov. M. 15.55. Hafer per Nov. M. 15 25 Rüböl per Oct. M. 39.70. Marburg, 29. Sept. Wochenmarkt. Butter koste te per Pfund M. 105-15. Eier per Stück 6—8 Pf. Tauben das Paar 45—50 Pf. Hähnchen per Stück 80 Pf. bis M. 1. Nunmehr ist auch Seitens des preußischen Finanz⸗ ministers an die königlichen Regierungen die Weisung er— gangen, sämmtlichen Kassen ihres Ressorts und den unter staatlicher Aussicht stehenden Instituten aufzugeben, die unter ihren Beständen befindlichen, sowie die bei ihnen ferner eingehenden/ Thalerstücke nicht wieder zu veraus⸗ gaben, sondern in möglichst abgerundeten Beträgen der nächstgelegenen kaiserlichen Postcasse gegen Ersatz in neuen Reichsmünzen abzuliefern. Geld ⸗ Cours. Frankfurt am 29. September 1877. 20 Frankenstücke f Mk. 16 20 24 Englische Sovereigns. 8„ 203338 Russische Im persase; Holländische fl. 10-Stücke 5 1 85 Ducaten..* 9 62 67 Dpeaten abangre gd 9 62-67 Dollars e rr 0 4 16—19 1 äußerst billig bei Unterjacken& Unterhosen. gedric. Güter⸗Versteigerung. 3038 Freitag den 5. Oktober l. J., Vormittaf anfangend, sollen in hiesigem Rathhause die Grundstücke der Johannes Walz III. Erben auf deren freiwilligen Antrag einer dritten und letzten Versteigerung aus⸗ gesetzt werden. Hierbei wird bemerkt, daß die Genehmigung, wen entsprechende Gebote erfolgen, sofort ertheilt werden soll. Friedberg den 28. September 1877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fo ue a r Güter- Versteigerung. 3037 Donnerstag den 4. Oktober fd. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus auf freiwilligen Antrag der Frau Pfarrer Uhrig, Auguste, geb. Groß, und den Carl Daniel Groß Erben dahier zustehende Grundstücke, in den Gemarkungen Friedberg und Fauer⸗ bach b. Fr. gelegen, nochmals öffentlich meistbletend ver— steigert werden. Friedberg den 28. September 1877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. ed. Cdictal la dumg. 3051 Einwendungen gegen das von den Friedrich Wiegand Eheleuten zu Bönstadt mit ihren unbe⸗ vorzugten Gläubigern im Termin vom 24. August d. J. abgeschlossene Arrangement sind unter Gestattung der ÜUkteneinsicht um so gewisser binnen 3 Wochen sahter geltend zu machen, als sonst das Arrangement zerichtlich bestätigt und in Vollzug gesetzt werden würde. Altenstadt den 24. September 1877. Großherzogliches Landgericht Altenstadt. M g Wirthschaft. 9005 In einer kleinen Stapt bel Frankfurt am Main, Dahnstatlon an der Main⸗Weser-Bahn, ist eine betriebene Wirthschaft nebst Stallungen, Hofraum und Wohnung enderweitig zu vermiethen. Näheres bei der Expeditlon des Anzeigers. Arbeits ⸗-Versteigerung. 3047 Die Anfertigung von 40 Stück Schul⸗Subsellien gs 9 Uhr für die Gemeinde Nieder-Florstadt soll auf dem Wege öffentlicher Submission vergeben werden und sind die hierauf bezüglichen Offerten verstegelt und portofrei bel Großherzoglicher Bürgermeisterei Nieder- Florstadt bis längstens Montag den 8. October, Vormittags 11 Uhr n einzureichen. Zeichnung und Kostenanschlag nebst Beding⸗ ungen liegen bei dem Unterzeichneten zur Einsicht offen. Assenheim den 30. September 1877. Wenck, Bezirksbauaufseher Die Zahlung 3050 der am 1. September fällig gewesenen Holz— gelder für ersteigertes Holz aus dem Revier Wick⸗ stadt hat innerhalb 14 Tagen zu erfolgen, gegenfalls Gerichtskosten entstehen. Zahltag: Dognerstag. Assenheim den 28. September 1877. Gräfl. Solms Roͤdelheim'sche Rentkammer. Aufgebot. 3046 Es wird zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß 1) der Büreau-Assistent der Main-Weser-Bahn, Carl August Wiedekind, wohnhaft zu Friedberg, Sohn des Steueraufsehers g. D. Justus Wiedekind und seiner Ehe— frau Louise, geb. Lüdeke zu Friedberg, 2) und die ledige Maria Elisabeth Mathilde Lehrke wohnhaft zu Treysa, Tochter des Zimmermeisters Carl Gottfried Lehrle und seiner Ehefrau Gertrude Wilhelmine, geb. Asterroth zu Treysa die Ehe mit einander eingehen wollen. Dem unterzeichneten Standesbeamten ist ein Hinder⸗ niß dieser Ehe nicht bekannt. Etwaige auf Ehehindernisse sich stützende Einsprachen sind bei dem unterzeichneten Standesbeamten anzubringen. Die Bekanntmachung des Aufgebots hat in der Stadt Treysa und dem Friedberger Anzeiger zu geschehen. Treysa am 29. September 1877. Der Standesbeamte H. Ludwig. Hosenträger 21 und Strumpfbänder billigst bei JK. Friedrich. Bekanntmachung. 3052 Freitag den 5. October l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen zu Petterweil an Ort und Stelle verschiedene zu der Johs. Stein's Masse gehoͤrige Haus-Mobilien, Wagnerhandwerkzeug, als: 1 Drehbank, Hobelbank, Bohrer zc., sowie verschiedenes Werkholz öffentlich meist⸗ bietend gegen gleich baare Zahlung durch den Unterzeich⸗ neten in Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Vilbel versteigert werden. Vilbel den 29. September 1877. Der Masse⸗Curator E. Camp. 2 2 fe dchlitr etc ane cite a 7 0 2 . 8 0 schneller und leichter als gewöhnlich mit F. SOENNEOGKEN'S KURRENT-SCHRIHFT-F EDER N Nro. 104.* Vorräthig bet Carl Bindernagel. Haarbalsam. 1989 Dieser Balsam reinigt die Kopfhaut, gilt als das beste Mittel, das Wachsthum der Haare zu be- fördern und das Ausfallen derselben zu verhindern. Er enthält so viele Fettstoffe; dass der Gebrauch von Haaröl, Pomade ete, dadurch überflüssig wird. 4½½ Flacon à Mark 0.60, U„ d„ 140 zu haben bei Frau Hoflieferant Windeeker in Friedberg, P h. J. Weiss in Bad- Nauheim. Eine Wohnung 2987 von 4 fbis 6 Zimmern wird zu miethen gesucht, Näheres bei der Expedition des Anzeigers. Damen ⸗Regenmäntel ist eingetroffen und offeriren wir solche, durch vortheilhafte Einkäufe, zu sehr billigen Preisen. A. Spier& Söhne, 30⁵3 gegenüber dem Hötel Trapp. Eine große Parthie 8 gemeindevertretung. 3043 Die am 27. d. M. vollzogene Wahl hatte folgen⸗ des Ergebniß: Die durch das Loos zum Austritt be⸗ stimmten Mitglieder, nämlich die Herren W Bernbeck, A. Frank, K. E. Frick, E. Hanstein, Kreisbaumeister Reuß, Seminardireetor Schäfer, Dr. Schwabe, Seyd, Supp, Dr. A. Trapp, K. Trapp wurden wieder gewählt; ferner die durch das Loos zum Austritt bestimmten Mitglieder Die J. Vloch'sche Hofschönfärberei in Darmstadt beehrt sich hiermit den verehrten Damen ihre Anstalt zur Herrichtung von Garderobe⸗Gegen⸗ ständen in Seide, Wolle und gemischten Stoffen, Möbelstoffe jeder Art ic. in empfehlende Erinnerung zu bringen unter Zusicherung bester und billigster Bedienung. Rücksendung franco gegen franco. Einladung zum Abonnement auf den Wetterauer Voten. Den geehrten Lesern zur gefl. Nachricht, daß der„Wetterauer Bote“ auch im nächsten Quartal in der seit⸗ herigen Art und Weise wöchentlich dreimal erscheinen wird. Die neuesten politischen Nochrichten aus Nah und Fern, sowie alle wichtigen Begebenheiten des Handels, der Industrie und Landwirthschaft bringen wir mit der größten Raschheit und möglichsten Ausführlichkenn. Die allwöchentlich in unserem Blatte erscheinenden Leitartikel werden alle wichtige Tagesfragen noch besonders in leicht faßlichem Sinne besprechen. Als Organ der Turnvereine des Bezirks Hessen sind alle dahin einschlagenden Nachrichten in dem Blatte enthalten. Das seit dem 1. Januar c. erscheinende, der Samstagsnummer gratis beigegebene Sonntagsblatt wird gute Erzählungen, abwechselnd mit Aufsätzen aus allen Gebieten der Wissenschaft enthalten, so daß gewiß den geehrten Lesern eine angenebme und unterhaltende Lectüre dadurch verschafft wird. 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Außer der Fortsetzung der im dritten Quartal be i i 6 f 8 gonnenen und mit so vielem Beifall aufgenommenen Er— zählung:„Teuerdank's Brautfahrt“ von Gustav von Meyern, wird mit der ersten ner des vierten Quartals eine neue Novelle„Junker Paul“ von Hans Warring, Verfasser von„Hohe Fluth“, zum Ab— druck kommen, auf die wir im Voraus aufmerksam mach 3 5. ̃; 5 5 hen möchten. Ferner eine Reihe interessanter, bel unterhaltender Artikel, deren Titelanzeige wir heute unterlassen. 5 0 ff„belehrender und 5 ö Die Verlagshandlung von Ernst Keil in Leipzig. Alle Postämter und die Buchhandlung von Carl Bindernagel in Friedberg nehmen Bestellungen an. Holl. Vollhäringe, Schwarze Schleife mit Broche Russ. Sardinen, 3048 115 1 5 15 5 1 Sardines à Thuile, e eee Sardellen. Ein braves reinliches Mädchen Feinsten Schweizerkäse, 7 55 wird für Weihnachten oder vielleicht auch früher Limb. Käse gegen hohen Lohn zu miethen gesucht. 2096 in Prima- Qualital empfiehlt Gebrochene Aepfel Wilh. Bernbeck. (Tafelobst), sowie Schüttelobst kauft fortwährend 30⁵⁴ des Kirchenvorstandes: Jöckel, A. Steinhäußer, Kreis⸗ Schulinspector Schmidt; außerdem die Herren: Lehrer Dörr, E. Ruths, Stadtbaumeister Schneider, Lehrer Weinel, Adam Damm, Verwalter Gatzert, Wilhelm Kreuter III., Gustav Schwarz, Dr. Uloth, Stadtrechner Vogt und Friedrich Netz. Das Wahlprotokoll nebst An⸗ lagen kann an den drei Tagen vom 2. bis 4. October in meiner Wohnung eingesehen werden. a Friedberg am 28. September 1877. Der Vorsitzende des Kirchenvorstandes: Ba u r. Volksbildungsverein. 3044 Die nächste Ausgabe von Büchern aus der Bibllo⸗ thek findet Mittwoch den 17. October zur gewöhnlichen Stunde statt. Tritz'scher Lelsenkeller. Bad ⸗Nauheim. Preiskegelschieben von Werthgegenständen. 3041 Von Sonntag den 30. September bis Sonntag den 14. October. C. Fritz. Ein herzliches Lebewohl! 3057 rufe ich bei meiner Abreise von hier allen Freunden und Bekannten zu. A. Numrich. Zu vermiethen meine Wohnung, Fürstenstraße 335, sehr billig und kann dieselbe sofort oder auch später bezogen werden. Bad-⸗ Nauheim. B. Hecht. Vorschuß-& Credit-Verein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Ausweis pr. September 1877. 3056 Einnahme. Kasse⸗Bestand pr. 1. September 1877 M. 32280. 24 Wechsel 54494. 41 Depositen„ 6434. Inkasso-Wechsel„ 88 Conto⸗Corrente A.„ 114115. 49 Conto⸗Corrente B.„ 24970. Auswärtige Correspondenten 0 407. 90 Spar⸗Einlagen„ 64428. 54 Stamm⸗Antheile, Monatsbeiträge„ 128.— Reservefond, Beitritt 5 12.— Effeeten„ ee Effecten-Zinsen 80 100.— Utensilien, verk. Spar⸗Einlagebücher„ 4. 60 Wechsel⸗Zinsen 85 892. 24 Depositen⸗Zinsen 5 260. 35 Wechsel-Spesen 0 56. 27 Agio, Gewinn auf Sorten 10 20. 45 M. 311448. 31 Ausgabe. Wechsel M. 37860. 37 Depositen 1290 Conto⸗-Corrente A.„ 86971. 50 Conto⸗Corrente B.„ 58410. 69 Auswärtige Correspondenten 0 556. 65 Spar⸗Einlagen„ 87432. 33 Effecten„ 1046. 45 Hausreparaturen 5 74. 26 Unkosten„ I Mobilien und Utenstlien 15 53. 35 Wechsel⸗Spesen 3. 45 Kasse⸗Bestand pr. 1. October 1877„ 25010. 51 M. 311448. 31 Eingang. Ausgang. M. 130287. 24 Wechsel⸗Conto⸗Corrente A. M. 89771.39 „ 6180. 20 Wechsel⸗Conto⸗Corrente B.„ 3175.49 6886. 39 Wechsel⸗Giro„ 1705. 5 f 784. 38 Wechsel⸗Inkasso 4 5 „27723. 12 Effectken 22645.55 M. 171861. 33 M. 117297. 48 Pferdemarkt Loose find zu haben in der Expedition des Oberh. Anzeigers und der Nanheimer Kurliste. 5 Ein Realschüler eee ee Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 3049 findet Kost und Logis bei Reallehrer Lang. 3026 nächst dem Bahnhof. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Ergänzungswahl für die Kirchen⸗ 0 ü