lönstedt. 1 on db. homas ea und dit eg und 1 orstande 3 1¹ N. Etrib— chill, ben*— 1 l 0 W 251 f. ige Fall. 700 2 Sede + Häuset. ob nicht der Augenblick gekommen sei, aus der 1877. 5 Donnerstag den 2. August. N89. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Schreinermeister Heinrich Rausch zu Friedberg ist als Holzmesser für die Stadt Friedberg ernannt und als solcher verpflichtet worden. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier— ungsblatt Nr. 37 enthält: I. Bekanntmachung üder die Bestätigung von Stift— ungen und Vermächtnissen. II. Bekanntmachung über die Vorschristen Prüfungen im Finanz- und technischen Fache. III. Betanutmachung, die Nicht⸗Erhebung einer Um— lage der israelischen Religionsgemeinde in Monsbeim betreffend. IV. Uebersicht der für 1877 genehmigten Umlagen in den Gemeinden des Kreises Erbach. V. Ordens verleitzungen. VI. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. VII. Namensveränderung. Darmstadt. Gerichtsaceessist Dr. Hangen aus Mainz wurde zum Advokat Anwalt bei den dortigen Gerichten ernannt. Der seitherige Ka⸗ binetsdirkctor Geheimerath Winter, wurde in den Ruhbestand versetzt, und der frühere Privatsekretär der Großherzogin, Dr. Becker, zum Vorstand des Kabinets mit dem Titel als Geheimer Kabinets— rath ernannt. Ferner wurde der Landstallmeister van der Capellen auf Nachsuchen unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt. — Militärdienstnachricht. Sartorius, Prem.? Lt. a. D., zuletzt im 2. Inf. Regt. Nr. 116 wurde zu der ihm bewilligten Pension die Aus- sicht auf Anstellung im Civildienst ertheilt. Ritt⸗ meister Wernher, aggregirt dem Dragoner Regt, Nr. 24 und commandirt zur Dienstleistung bei dem Großherzog, der Charakter als Major verliehen. — Wie man mittheilt, ist unsere Regierung mit der preußischen wegen der interimistischen Ver- waltung der durch den Tod des Bischofs v. Ketteler erledigten Diöcese Mainz, zu der bekanntlich auch mehrere preußische Kirchspiele gehören, in Ver⸗ handlung getreten. — Der Kaiser wird die im Herbst d. J. dahier unter dem Commando des General-Majors von Wichmann zusammenzuziehende Cavalerie-Diviston am 24. und 25. September einer Besichtigung unterziehen.. Berlin. Die deutschen Unterhändler für den Handels-Vertrag mit Oesterreich reisen, nach einer am 28. d. erhaltenen Weisung, dieser Tage von hier nach Wien ab. f Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 29. Juli. Die„N. Fr. Pr.“ schreibt: Ueber die Dauer des Aufenthaltes von Midhat Pascha in Wien ist nichts Definitives bekannt. Es ist gewiß, daß derselbe die Reise nach Wien auf Wunsch des Sultans unternommen hat und weitere Insormation aus Constantinopel erwartet. Eine Zurückberufung Midhat's nach Constantinopel ist bisher noch nicht erfolgt. Ebenso sind die Meldungen über seine Abreise nach London oder Brindisi verfrüht. Gestern Nachmittag verweilte er mehtere Stunden bei dem türkischen Botschafter. — 31, Juli. Finanzminister v. Pretis nebst den ungarischen Ministern v. Tisza und v. Szell, welche bierher berufen sind, nahmen gemeinschaftlich mit den Ministern Fürst Auersperg, Graf Andrassy, von Hofmann und Graf Bylandt an einem Minister- Conseil Theil, welches in Erwägung zog, für die bisherigen Passivität herauszutrefen und durch eine wenigstens theilweise Mobilisirung der Armee die militärische Bereitschaft Oesterreich- Ungarns herzustellen. Graf Andrassy, welcher diesen Schritt für nothwendig erachtete, denkt dabei nicht an eine Aenderung der österreichischen Politik, welche nur auf die Wahrung der Interessen der Monarchie Bedacht nimmt. Die Anwesenheit Midhat Pascha's hängt in keiner Weise mit den Maß— nahmen zusammen. Die österreichische Politik perhorrescirt jeden Occupations- Gedanken, kann aber niemals zugeben, daß eine neue Ordnung der Dinge ohne ihr Hinzuthun oder gegen die von ihr geltend gemachten Interessen geschaffen werde. Der Kronxath ist also keineswegs identisch mit einem sofortigen Eintritt Oesterreichs in die Action. Die partielle Mobilmachung wurde be. schlossen; dieselbe umfaßt zwei Armee Corps. Diese Thatsache bezeichnet lediglich den Uebergang von passiver zu bewaffneter Neutralität; letztere wird Oesterreich bis auf Weiteres aufrechterhalten. Pest. In mehreren Städten Ungarns baben Volks-Versammlung die Pester Resolution ange- nommen, welche gegen die russischen Gräuel pro- testirt und eine Vermittlung verkangt. — Die Mobilisirungs Nachrichten haben in Ungarn eine zündende Wirkung hervorgebracht; überall herrscht große Begeisterung. Pester Meld- ungen sprechen davon, es solle eine große Illu— mination veranstaltet werden, falls Oesterreich Rußland den Krieg erkläre. Der ministerielle „Ellenör“ begrüßt den Beginn der militärischen Action mit einem Eljen. Millionen würden be- geistert folgen— sagen die Blätter— wenn der König rufe; aber wer diese Begeisterung in An— spruch nehme, müsse auch die Richtung befolgen, welche die Stimmung der Nation anweise. Gegen diese Richtung zu steuern, wäre sündhafte Kühn heit. Von Sissek wird eine Truppen-Verschiebung angekündigt; zwei Husaren- und ein Ulanen- Regiment rücken aus Steiermark nach Ungarn an die bosnische Grenze. Artillerie- und Pionir— Material ist in Kroatien angehäuft. Frankreich. Bourges, 29. Juli. Mar- schall Mae Mahon hat heute große Truppen- Musterung gehalten. Großbritannien. London, 29. Juli. Der englische Marine-Minister Ward Hunt ist heute in Homburg gestorben. — 30. Juli. In einigen Tagen werden westere Truppen⸗Massen nach Malta abgehen, und zwar sind zunächst 4 Infanterie-, 2 Cavalerie- Regimenter und 1 Artillerie Brigade hiezu bestimmt. Die „Times“ dementirt jedoch diese Meldung. Die Regimenter, welche Marsch⸗ Ordre haben, seien lediglich für Indien bestimmt. Italien. Rom. Die italienische Regierung hat in den letzten Tagen den anderen Großmächten die ausdrückliche Zusicherung ihrer friedlichen Intentionen gegeben; dieselbe ist fest entschlossen, von ihrem Programm der Neutralität nicht ab- zuweichen. Türkei. Constantinopel, 29. Juli. Die Tscherkessen erstürmten und plünderten den nordwestlich von Varna gelegenen bulgarischen Ort Covarna. Der bösterreichische Lloyddampfer nahm daselbst 500 Flüchtlinge auf.— Die Festung Silistria setzt den russischen Angriffen Widerstand entgegen. Die in der Richtung auf Varna mar— schirende Colonne der Russen wurde in Basardschik aufgehalten. Bei Rasgrad haben die Russen schwere Verluste erlitten; die Türken ihrerseits hatten 100 Todte und 200 Verwundete.— In dem Gefecht bei Turlak in der Nähe von Rasgrad, wo Aziz Pascha fiel, wurde noch ein zweiter türkischer General schwer verwundet. — Officiell wird aus Plewna vom 26. Juli gemeldet: Die Russen sind aus Lowatsch vertrieben. Auch andere für die Türken günstige Gefechte, namentlich bei Nuila, in der Umgegend von Osman- Bazar, werden angezeigt.— Nach einem Telegramm Mukhtar Pascha's vom letzten Mittwoch haben türkische Truppen in das russische Gebiet hinein, bis auf 3 Stunden von der Grenze eine Recog— noscirung gemacht und sind nach einem unbedeuten⸗ den Gefecht in das türkische Lager zurückgekehrt. — 30. Juli. Midhat Pascha empfing heute einen von den Redacteuren des„Wiener⸗Tagblatts“ und erklärte diesem, die Türkei denke nicht an den Frieden; sie werde den Krieg bis auf's Aeußerste fortführen und erst beim Erscheinen des Feindes vor Constantinopel prüfen, ob sie eine Intervention annehmen werde. Midhat Pascha hat eine Conferenz mit Andrassy befriedigt ver— lassen. Es verlautet, daß die Entfaltung der Kalifen-Fahne unterbleibt. — 30. Juli. Amtlich wird gemeldet: Die Montenegriner wurden bei einem am Donnerstag unternommenen Angriff auf Niksic mit großen Verlusten zurückgeschlagen.— Gegen Sstlistria zu sind die Russen neuerlich zurückgewiesen worden. — Die Garnison von Philippopel hat sich größten theils nach Kostanizza im oberen Marizza Thal zurückgezogen.— Osman Pascha hat bei Selwi neuerdings den Russen eine Niederlage beigebracht. Osman marschirt auf Gabrowa am Schipka-Paß. Die Türken besetzten Jenisagra und Lowatsch, und richteten ein furchtbares Blutbad unter der bul— garischen Bevölkerung an, weil dieselbe die Russen über den Balkan geführt hatte. Rumänien. Bukarest, 29. Juli. Die vierte Division der rumänischen Armee unter Ge— neral Manu hat die Donau überschritten, um Nikopolis zu besetzen, wo bereits die Fahne des fünften Regiments entfaltet ist. Rußland. Petersburg, 28. Juli. Gestern machten die Russen einen Schein- Angriff auf Rustschuk, um den Zuzug von Verstärkungen für ihren rechten Flügel zu maskiren. Zwischen Oeman Bazar und Tirnowa werden Zusammen- stöße erwartet. Mehemed Ali Pascha marschirte gestern mit 60,000 Mann von Eski-Djuna in der Richtung nach Tirnowa ab. Die russischen Ge- nerale Krüdener und Schiloner-Schuldecer, sollen vor ein Kriegs-Gericht gestellt werden. 31. Juli. Vorgestern soll am Lom-Flusse bei Rustschuk zwischen der Armee des Großfursten- Thronfolgers und den Türten unter Achme: Ejub Pascha eine Schlacht stattgefunden daben und Letzterer geschlagen worden sein; die Turken hälten 30 Geschütze, 10 Fahnen und 5000 Gefangene verloren. — Man meldet aus Shanghai vom 30. Juli: Das russische Schiff„Bayan“, welches die Admi— ralitäts- Flagge trägt, ist, von San Francisco kommend, am 1. Juli in Wladiwostock eingetroffen, woselbst auch die übrigen Schiffe des russischen Geschwaders erwartet werden. Der Hafen Wladi⸗ wostock ist durch stärke Torpedos vertheidigt. Der Commandant des btitischen Geschwaders begibt sich demnächst nach Wladiwostock. Amerika. New⸗Nork, 29. Juli. Ob- schon der Eisenbahn Verkehr noch zum Theil unterbrochen ist, so hat sich doch die Lage im Allgemeinen günstiger gestaltet. Die Miliz von New Jork ist entlassen. In Johnston(Pensyl⸗ vanien) sind 50 Unruheftifter verhaftet. Bei den Unruhen in Chicago wurden 21 Personen getödtet und 90 verwundet. scheint ruhiger. Die Urbeber der jetzt noch statt— findenden Ruhestörungen sind hauptsächlich strikende Kohlengruben-⸗Arbeiter. — 30. Juli. Augenscheinlich herrscht allen- thalben Rube; das Cabinet hält nicht mehr jeden Tag Sitzung. In New»Rorleans ist die Miliz zu den Waffen gerufen, da die Arbeiter einiger Industrie Zweige mit Arbelts-Einstellung drohen. Aus Stadt und Land. Hungen. In der Nacht vom 25 auf den 26. Juli wurde bei dem biesigen Districtseinnebmer eingebrochen und erfäbrt man bierüber folgende Details. Der Districis- einnebmer war noch nicht lange zu Hause und hafte sich kaum zu Bette gelegt, als er ein Geräusch vernahm, das aus seinem neben der Schlasstube gelegenen Geschäfts⸗ zimmer drang und dem Fallen einer schweren Geldrolle glich. Nasch erhob er sich, ergriff einen Revolver und betrat in dem Augenblick das Bureau, als eine Gestalt zu der anderen Thüre desselben hinausschlüpfte. Er schoß feblte aber und verfolgte den Fliehenden. Die Treppe binuntereilend verlor er denselben aus den Augen, und in dem Moment, als er den Hausgang betrat, streckte ihn ein wuchtiger Schlag auf den Kopf zu Boden. Bevor der Verbrecher floh versetzte er dem Besinnungslosen noch zwei Messerstiche in die Brust. Durch den Tumult er⸗ weckt, eilten die Hausgenossen herbei und fanden den Districtseinnchmer besinnungslos und blutend am Boden. Gerichtsleute und der Arzt wurden gerufen. Die Messer- sliche erwiesen sich als ungefährlich, da die Klinge an den Rippen argeglitten war. Der Ttäter muß die Localuäten ebenso genau gekannt haben, als über die Absicht des Districtseinnehmers, am folgenden Tage die Gelder abzu⸗ sübren, unterrichtet gewesen sein. In der Kasse sehlen ungefäbr 10,000 M. in Hundertmarkscheinen, Kronen und Doppelktonen. Ein Bursche in Hungen ist verhaftet worden; ob derselbe aber der Thäter ist, erscheint immerhin noch zweisclbaft. Mainz. Am Samstag Abend versuchte ein Mann von der Brücke in den Rhein zu springen, wurde jedoch durch seine ihm nacheilende Frau daran gehindert. Das Ehepaar stammt aus Frankfurt. Acußerst komisch war es dabei, daß die Frau den Mann bat, sein Geldtäschchen erst wenignens an sie arzugeben, nachher möge er meinet— halben springen. Worms. Von der Station Pfeddersheim ging am Mittwoch ein Korb nach Friedberg ab, welcher eine Anzahl mit Wein gefüllter Krüge enthielt. Der in einem mit Plombe verschlossenen Wagen stehende Korb blieb über Nacht im biesigen Bahnhofe. Am darauffolgenden Morgen wurden im Bahnhofe und dessen Nätze meprere jener Krüge enll gert gefunden, ohne daß die Plombe verletzt war. Der Polizei ist es gelungen, die Teäser in 5 Bahnbebiensteten zu entdecken, welch auch bereits geständig sind. Erbach. Endlich ist die Richtung der Hessischen Odenwald-Bahn definitiv entschieden, und die Linie, welche von Erbach bis Eberbach eingeschlagen werden soll, fen— gesetzt. Sie wird auf der östlichen Seite des Mümling— Tbales mit einem Viaduct über das Himbach-Thal sort⸗ geführt und mit einem Tunnel durch den Krähberg und durch den sogenannten Pfeifers-Grund in das Schöllen— bacher Thal nach Eberbach geleitet. Der Bahnbof für Beerfelden wird etwa ¼ Stunden von diesem Städtchen enssernt zu liegen kommen. Allerlei. Frankfurt, 30. Juli. Auf dem Main Neckar-Bahn⸗ bof fur beute Vormitsag in Folge salscher Weichenstellung ein Zug der Ludwigsbahn mit einem solchen der Neckar bahn zusammen. Eine Frau wurde verletzt, eine Loco⸗ molive beschädigt und 3 Wagen zertrümmert. Marburg, 31. Juli. Zur Feier des 350jährigen Bestehenes der Unwersizäl Marburg prangt die Stadt im Festschmuck. Auf der Bahnhofstraße ist eine mächtige Ebtenpforte errichtet mit den Bildnissen des Landgrafen Philipp dee Großmüthigen, Stifters der Universitäl, und des Kaisers Wilhelm. Die Feier wurde heute durch Re— veille und Choral-Musik vom Schloßthurm herab einge— leiset. Sodann bildete sich der Festzug, bestehend aus Sludenten verschiedener Corps, den eingeladenen Ehren— gäßten, den Professoren und Docenten, den städtischen, Be— hörden und Bürgern, dann den siudentischen Verbindungen, alten Herten früberer Ve bindungen und endlich den Burschenschaften. Dazweschen drei Musik Corps. Der Die Situation er- Fesizug bewegte sich zum Markkplatze, woselbst nach Auf⸗ führun z der Jubel⸗Quverlure von Weber Professor Cäsar die Festrede hielt. Derselben folgte wieder eine Musik⸗ Auffübrung und Gesang. Später wurde im Ritter⸗Saale und im mücking'schen Garten der von den Stadibehörden gebotene Früh-Trunk eingenommen, wobei eine sehr ge— bobene Stimmung herrschte. Unter den Studenten gab sich die größte Eintracht kund. Die Zahl der Fest⸗Theil nehmer betrug mehr als tausend, Turin, 29. Juli. Ptinz Amadeus hat sich gestern Abend durch einen Sprung von seinem Wagen, dessen Pferde scheu wurden, eine schwere Kopf-Verletzung zugezogen. Der bohe Patient hatte jedoch eine rubige Nacht und ist jetzt ein anhaltender Besserung begriffen. Der Koloradokäfer. Man schreibt aus Thorn:„Seitdem die Kölner Zeitung und andere den unfehlbaren Steckbrief hinter dem Koloradokäfer, seinen Larven und Eiern erlassen haben, ist es mir keine Frage mehr, daß dieser Käfer schon vor vielen Jahren in Europa auf Kartoffelfeldern erschienen und dissen Eier und Larven, letztere in den verschiedensten Stadien ihres Vorschreitens zur Käsergestalt, hier in der Provinz Preußen an zwei Tagen hintereinander in ihrem Zerstörungswerke von mir beobachtet worden sind. Ende Juli 1858 führte mich am frühen Tage mein Weg durch den Kartoffelschlag meiner kleinen Besitzung in der Nähe von Gollub. Der Stand dieser Frucht war damals ein guter, die Saat aus eigenem mehrjährig fortgezogenen Bestande — von Kartoffeltransporten aus Amerika nach Europa war damals wobl kaum, nach der Provinz Preußen unbedingt nicht die Rede. Mitten im Schlage und zwar auf dem besten Boden desselben fiel mir ein großes Stück dadurch auf, daß die Spitzen der Stauden und an ihnen namentlich die feineren jüngeren Blätter einen krankhaften Anblick darboten. Bald entdeckte ich denn auch die Ursache davon in der dichten Bedeckung derselben durch eine erschreckend große Anzahl von träge auf ihnen schleichenden mir ganz unbe— kannten Insektenlarven und ebenfalls beim Umbiegen der Staudenspitzen die in Häufchen zusammen— gelegten Eier derselben. Daß beide ihr Dasein einem sich sortpflanzenden Insekt verdanken mußten, war mein sofortiger Schluß, aber vergeblich suchte ich nach diesen Ausbreitern der Gattung. Die ganze Erscheinung machte mich jedoch stutzig und dieser ungekannte Besuch ließ mich nicht ohne Besorgniß. Zwei Tage später sollte mich ein Geschäft nach Thorn führen, und da in größerer Nähe wohl nicht ein naturkundiges Urtheil zu erwarten war, nahm ich mir vor, von dort ein solches durch Vorlegung von Pflanzen mit jenen Embryonen und Eiern einzuholen. Vorläufig begnügte ich mich damit, durch Marksteine die befallene Fläche zu bezeichnen, die zwischen 3 und 4 Morgen etwa groß war. Am darauf folgenden Tage fand ich kaum eine Veränderung gegen den ersten Befund. Die Larven schienen mir zwar etwas zahlreicher und thätiger geworden zu sein, doch ließ sich das nut schwer feststellen. Zeitig am Nachmittage zog über die Gegend ein beftiges Gewitter und der es begleitende intensive Regen hielt bis spät in den Abend an, so daß durch ihn mehrfach Früchte theils verschlammt, theils herausgerissen wurden. Als nun am dritten Tage mich mein Weg nach Thorn an dem bezeichneten Stücke vorbeiführte und ich dort einige der be— lebten Stauden abschgeiden und mit mir nehmen wollte, war ich nicht wenig überrascht, auch nicht die geringste Spur von Larven und Eiern mehr, selbst bei der sorgsamsten Untersuchung, entdecken zu können. Ich mußte endlich ohne Zeichen und Beweise meiner Entdeckung die Weiterfahrt antreten und durfte von der Angelegenheit in Thorn nun nicht einmal sprechen. Die Regenfluth hatte das befallene Kartoffelstück dermaßen abgewaschen, daß auch an spätern Tagen mein eifriges Suchen nicht belohnt wurde und ich niemals wieder von den Larven und Eiern der jetzt getauften Colorado- Chrysomela ein Zeichen auffand. Auch habe ich in späteren Jahren nicht erfahren, daß dort ein solches oder ähnliches Insekt wieder auf der Feld- mark aufgetaucht sei. Die 58er Ernte von dem beregten Kartoffelstücke war übrigens eine gute. ö 5 1 ö Indem ich der geehrten Redaktion anheimstelle, 0 Beobachtung öffentliche Mittheilung zu machen, was wie ich glaube, wohl zu theilweiser Be⸗ ruhigung der Gemüther beitragen könnte, indem es darnach mindessens fraglich bleibt, ob dem unheilvollen Insekt es je gelingen wird, sich bei uns dauernd anzusiedeln, wenn es ihm innerhalb von 19 Jahren nicht gelang, füge ich noch hinzu, daß meine Erinnerung eine so lebhafte und mein Gedächtniß ein so gutes ist, daß ich unter keinen Larven und Eier des Kolorado-Käfers damals aufgefunden zu haben. Tietzen, früher Landwirth.“ Zur Gesundheitspflege der kleinen ö Kinder. Anläßlich der enormen Sterblichkeit der Kinder in Berlin geht der„Staatsb.-Zig.“ folgende Mittheilung zu, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. 1. Sobald sich die erste Spur von Durchfall zeigt, setze man die Milch aus und hole alsbald den Arzt. 2. Man nähre mit Haferschleim, Reisschleim und ge— quirltem Eiweiß von tadellosen Eiern, mit Zusatz von Zucker(nicht mit künstlichen Sub— stanzen, Kindermehl und dergleichen). 3. Man gebe dem kranken Kinde wenig Nahrung. Alle Stunden zwei Eßlöffel Haferschleim oder einen Theelöffel Eiweiß. Letzteres ist leicht verdaulich, reizt den Darm nicht und nährt sehr gut. Man lasse sich nicht durch das Verlangen des Kindes nach mehr Nahrung täuschen. Selbst— verständlich darf das Eiweiß nie länger als 24 Stunden benutzt werden. Ebenso muß man zweimal des Tages frischen Haferschleim kochen und sehr fein durchsieben. 3. Gegen den Durst gebe man öfters einen Theelöffel abgekochtes Wasser mit Zucker und einen Tropfen Citronen— saft. Das abgekochte Wasser lasse man vor dem Gebrauch etliche Stunden stehen und gieße dann die obere Hälfte vorsichtig ab, die untere mit den niedergeschlagenen unverdaulichen Salzen schütte man fort.— Wird alles aufs Sorgfältigste gehandhabt, die Löffel und Gefäße peinlich sauber und das Kind knapp gehalten, dann kann man ziemlich sicher sein, das Kind zu retten. Selbstverständlich beziehen sich obige Regeln nur auf Kinder welche nicht von der Mutter selbst oder durch eine Amme genährt werden, sondern Kuhmilch erhalten, Unter den Maßregeln zur Verhütung der außerordentlich hohen Kindersterblichkeit in großen Städten hat die Beschaffung einer reinen unverfälschten Milch die größte Be— deutung. In Berlin erfreut sich die von einer Commission der Gesellschaft für öffentliche Gesundheitspflege controlirte Milchwirthschaft ebenso, wie dies von ähnlichen Instituten an anderen Orten berichtet wird, einer großen Anerkennung seitens des Publikums. Die Nach— fragen nach Milch sind so erheblich, daß bereits 28 Kühe eingestellt worden sind. Die Kühe werden vorher von hiermit beauftragten Thier— ärzten untersucht und unterstehen einer fort— laufenden sachverständigen Prüfung in Bezug auf ihren Gesundheitszustand. Die Fütterung ist nach dem Urtheil der Sachverständigen mustergiltig. Es ist also auf diese Art möglich, Milch von ausgezeichneter Qualität, freilich immer nur in beschränkter Menge und für einen erheblichen Preis zu produciren. Die Milchversorgung der großen Städte im Ganzen muß in anderer Weise hergestellt werden. einem einzigen Tage 525 Liter in die Stadt gebrachte Milch als gefälscht erkannt und von der Polizei ausgegossen wurden. 133 Liter waren zur Hälfte und 392 Liter zu/ mit Wasser gemischt. Kein Wunder, daß Kinder, welche mit Kuhmilch aufgezogen werden, wie kranke Blumen vegetiren. Handel und Verkehr. Friedberg, 1. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1 20—25. Eier 2 Stück 11 Pf. öFrledberg, 31. Juli. Walzen M. 26.50. Korn 5 von dieser meiner fast zwei Jahrzebnte alten Umständen zugeben kann, etwas anderes als die 150 Kühe 5 Sea selle M. 72.— 1 Dual. bob Pfund Frauk N. 42.). . h M. bo, II.(Be M. 28—. hach Ou; MN. 1920 D. F. Her österte Aelene 2 Verubiaur Muodlassun Jwäbnten dleselden bezeichne! 0 2859 Ei diehenden. den beit sind binn machen, Eigentht und ins! schillinge werbtitel ungen im 2 2 — Man denke, daß z. B. in Köln jüngst au nerhalb a, daß e dein 05 keinen . ade die r dandls dirt.“ kleinen ten Lesern ch die nan die . Man und ges ru, mit 1 Sud⸗ . Man Alle der einen Selbs⸗ anger als auß man um kochen Durst 7 5 3 N 10 6 7 M. 21.—. Gerste M. 18.50. Hafer M. 1519. Alle Creise versteben sich auf 100 Nils= 200 Zollpfund. Gießen, 31. Juli. Wochenmarkt. Butter per Pfund M. 1.15— 20. Eier per Stück 6 Pf. Käse per Stück 5—8 Wi. Tauben das Paar 60 Pi. Hübner per Stück M. 1.10. Habnen per Stück 60 Pf. Enien per Stück M. 1.40. Kartoffeln, 100 Kilo,. M. 10.—. Xrankfurt, 30. Juli. Der beutige Viebmarkt war in Ochsen sehr gut defahren. Die Preise für Hornvieb und Kälber waren eiwas billiger. Angetrieben waren: 560 Ochsen, 150 Fübe und Rinder. 140 Tälber und 280 Hämmel. Die Preise stellien sich per Centner Fleischoewicht: Ochsen 1. Qual. M. 72.—, 2. Qual. M. 66-68. Kübe und Rinder 1. Qual. M. 60.—, 2. Qual. M. 5254. Kälber 1. Qual. M. 63.—. 2. Qual. M. 55-53. Hämmel 1. Qual. M. 56 58., 2. Qual. M. 48— 50. Schweine das Pfund 64 Pf. Frankfurt. 30. Juli. Fruchibericht. Mebl Nr. 1 M. 42. Nr. 2 M. 38, Ni. 3 M. 34., Nr. 4 M. 30, Ni. 5 M. 24. Roggenmebi/(Berliner Marke) M. 27., do. II.(Berliner Marke) M. 22., Weizen ab Rahnbof hier M. 28—., ab unserer Umgegend M. 27.50— 28. flemder je nach Qual. M. 22 27.50. Korn M. 1720.75. Gerste M. 19— 20. Dafer M. 13 17.50. Kobtsamen M. 36-37. Erbsen M. 21—24., Wicken M. 17.50., Linsen M. 21—30. Rüböl M. 80.—. Die Preise versteben sich sämmtlich per 200 Piund Zollgewicht= 100 Kilo. M inn 30 Juli. Productev-Mirkt. Juli M. 25.20., per Nov. M. 22.30. M. 16 50 MWaiien per Korn per Juli per Nov. M. 15.90 aer per Juli M. 16—., per Nov. M. 15.80. Rüböl per Juli M.—.—. per Oct. M. 37 50 D. Fraukfurt a. M., 31. Juli. Die in Folge der österteichischen Mobilisirungsnachrichten gestern einge tretene Verstimmung machte heute wieder(iner ziemlichen Berubsaung Pletz. Es trugen hierz e in erster Linie die Auolassungen der„Nordd. Allg. Zig.“ über die oben⸗ erwähnten militärischen Maßregeln bei, indem das Blatt dieseiden als das notbwendige Resultat der Verhällnisse bezeichnet welches nach keiner Seite hin übetraschen könne. Ferner gaben eine Meldung der„Times“, wornach die letzten englischen Truppensendungen nicht nach Malta, sondern nach Indien bestimmt seien, sowie das Gerücht von einem großen russischen Siege bei Rusischuk, Veran⸗ lassung zu einer Besss rung der Stimmung. Die heutige Ultimol'quidation verlief obne Schwierigkeiten. Die De⸗ ports waren mäßig. Staatsbahnactien gesuchter, Credit⸗ actien nicht sehlend. Geld sehr flüssig. Creditactien be— wegten sich zwischen 124—125½—125 und 124¾. Staatsbahnactien zwischen 195½¼- 196½¼ und 196. Von ausländischen Fonds waren österr. Renten und ungarische Schotzbonds gefragt und je ca. // böher. Neue Schatz bonds besserten sich 3/0% ꝓ Anlehensloose fest. Oesterr. Prioritäten stelllen sich zum Theil etwas niedriger. Oesterr. Bahnen wurden meist zu anziebenden Coursen gebandelt. Elisabeih boben sich 1 fl. Galizier 3½ fl. Banken zeigten sich fast duschweg um Bruchtbeile vesser. Von Wechseln Wien 65 Pi. theurer; andere ebenfalls böher. Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Nistkässchen für insektenfressende Vögel. Zwar ist es in manchen Gegenden von altersber gebräuch lich, an Wohnungen und Bäumen für die Höhlenbrüter Nistkästchen anzubringen. Hat es auch lange gedauert, bis die Vortheile dieses Verfahrens die rechte Würdigung fanden, so hat ses sich doch, wie alles Gute, endlich Bahn gebrochen. In einzelnen Gegenden, deispiels halber sei Trier genannt, bestehen sogar seit einigen Jahren Fahniken, die sich spectell mit der Anfertigung von Nistkäfschen be— schäftigen. Wenn gleichwobl, in zahlreichen Gegenden, selbst solchen, die stark Obstbau treiben, die Niskästchen kaum dem Namen nach bekannt sind, so beweist das kur, wie sehr langsam, trotz der massenbaft erscheinenden laud— wirthschastlichen Zenlungen, gar manches Gute seinen Weg in die Masse der Landbau treibenden Bevölkerung finden.“ Da nun die Tagesbläiter in solchen Punkten doit mehr vermögen, als die Fachzeitungen, so glauben wir der guten Sache einen Dienst zu leisten, wenn wir hier einen Bericht mittheilen, den die böhere landwirtbschaftliche Lebranstaft in Worms von einem ihrer früheren Suden! — den vom Niederrheine empfangen hat. Derselbe schreibt: Unser 5 Morgen großer Obst⸗ und Gemüsegarten ist Ende der fünfziger und Anfangs der sechziger Jahre fast all⸗ jährlich einer außerordenelichen Verwüstung durch Raupen⸗ sraß ausgesetzt gewesen. Im Sommer 1865 brachten wir eine größere Anzahl von Nisikästchen an und haben seitdem die Freude gehabt, die Raupen aus unserem Garten fast gänzlich verschwunden zu sehen, während in anderen Lagen unsecer Gemarkung der Schaden durch Raupenfraß meistens außerordentlich groß war. Von Interesse dürfte noch die Er⸗ wähnung sein, daß meiner Beobachtung nach die Höhlenbrüter die Holzkästchen den Käsichen aus gebrannter Erde vorziehen, und daß es von den Holzkäsichen diejenigen aus Apfelbaum⸗ holz sind, die von den Vögeln am liebsten bewohnt werden. Für Hausfrauen. Künstliches Schmalz soll nach dem„polytechnischen Journal“ alle nur möglichen Vorzüge besitzen, nämlich villig, wohlschmeckend, baltbar und so fett sein, daß 1 Pfund desselben 2 Pfund Buiter etsetze. Um dieses Schmalz darzustellen, soll man 1 Pfund frischen Hammelstalg mite 9 Unzen Milch schmelzen und dann, so lange das Genisch noch warm ist, mittelst eines feinen Siebes abgießen, hierauf unter beständigem Rühren/ Pfd. gutes Mohnöl zugußen und dieses Gemenge mit 4 Loth Brodrinde, 1 Loio Beifußkraut und 2 zerschnittenen Zwiebeln in der Pfanne erhitzen und durchsetien. Es ist eine völlig geruch- und geschmacksose reine Fetimasse, die bei sehr großer Ersparniß in allen Fällen, beim Backen und Kochen, die Butter vollständia ersetzz. Daber werden die Speisen fetter und wohlschmeckender, das Gebäck lockerer, schöger von Anseben und besser von Geschmack. Geld ⸗Cours. Frankfurt am 31. Juli 1877. 20 Frankenstücke. Mk. 16 24 28 Englische Sovereigns„ 20 3338 Russische Imperiales 8„ 16 68—73 Holländische fl. 10- Stücke. 16 65 ͤ Duegtenn 8 9 59-64 Dueaten al mared ee Dollars in Gold 4 16 19 inden, 2359 Eigenthums- und sonstige Ansprüche an die nach— stehenden, in den betreffenden Grund- bezw. Flurbüchern den beibemerkten Personen zugeschriebenen Immobilien sind binnen 4 Wochen von heute an hierorts geltend zu machen, widrigenfalls die Anerkennung des unbeschränkten Eigenthums der als Eigenthümer aufgetretenen Personen und insbesondere die Zahlung der nich: quittirten Kanf— schillinge unterstellt und demgemäß der Eintrag der Er— werbtitel bezw. die Löschung der Eigenthumsbeschränk— ungen im Mutationsverzeichnisse verfügt werden wird. 1) Gemarkung Fauerbach b. Fr. ö Cbristoph Weckerling zu Friedberg: VI. 61. X. 198. IV. T. III. 24. VIII. 131. 2) Gemarkung Friedberg. a. Der Vorige: VII. 44. XI. 212. XIII. 219. Güter-Versteigerung. uler- Verfteigekung. 2360 Mittwoch den 8. August l. J., Vormittags 9 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die Grundstücke des ver— storbenen Ernst Ludwig Langsdorf, in den Gemark— ungen Friedberg und Fauerbuch b. Fr. gelegen, auf frei- willigen Antrag der Erben einer zweiten und letzten, Versteigerung ausgesetzt werden. f Es wird bemerke, daß bei annehmbaren Geboten die Genehmigung ertheilt werden soll. Friedberg den 31. Juli 1877. N Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fo u Versteigerungs-Anzeige. b. Heinrich Wilhelm Weckerling zu Friedberg: XI.“ Donnerstag den 16. und Freitag den 17. August 113. 138. XIV. 73.5. 199. fd. J., jedesmal Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen 15 1 auf freiwilligen Antrag der Erben des verstorbenen Gast— 5 3 Gemarkung Ilbenstadt. b„ Heiß wirths Johannes Walz III. nächst dem hiesigen Bahn- Johannes Mörschel IV. zu Ilbenstadt: IV. 25, 5. hofe eine große Parthie Möbel, Oeconomie“, Metzgerei⸗ ig. II. 28. 4) Gemarkung Melbach. a, Ludwig Dorsch zu Wölfersheim: V. 358. b. Heinrich Steffan V. zu Gettenau: IV. 478. V. 374. 5) Gemarkung Ober Florstadt. Heinrich Lehrs Wittwe zu Nieder-Florstadt: J. III. 87. 130. IV. 40. 436. 474. V. 10. 238. 239. 436. 516. VI. 86. 6) Gemarkung Ober- und Nieder-Rosbach. Stadtgemeinde Ober Rosbach: J. 1467. 7) Gemarkung Ober Wöllstadt. Michael Spahn von Ober-Wöͤllstadt: 1. 869. VI. 423. 8) Gemarkung Weckesheim. a, Heinrich Pfarrer zu Weckesheim: VII. 524. b, Christian Wetzstein zu Beienheim: J. 561. II. 404. 9) Gemarkung Nieder-Florstadt. Heinrich Lehrs Wittwe zu Nieder-Florstadt: IV. . 710. 496. 186. 696. 55. 10) Gemarkung Assenheim. Philipp Schmidt II. zu Assenheim: J. 413. 414. Friedberg am 23. Juli 1877. f N Großherzogliches Landgericht Friedberg. t er 7 7 3 Versteigerung eines Brunnens. 2361 Montag den 6. August l. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhaufe auf freiwilligen Antrag der 1 den Bierbrauern Philippi und Windecker gemein⸗— schaftlich gehörende überbaute Brunnen mit Pumpe, in der Nähe des lsraelitischen Friedhofs gelegen, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Friedberg den 31. Juli 1877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Jouc ar. Gesuecht 2352 auf sofort ein Mädchen für eigen kleinen Haushalt. Näheres Bad⸗Nauheim, Karls— straße 340. 304. und Wirthschaftsgeräthschaften öffentlich meistbletend ver- steigert werden. ö Zur Versteigerung kommen: Donnerstag den 16. Angust: Oeconomie⸗, Wirthschafts und Kuͤchengerälhschaften; Freitag den 17. August: Möbel aller Art, Gold, Silber, Bettwerk, Kleider und sonstige Hausgeräthschaften. Friedberg den 31. Jui 1877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 2365 Found Metzgerei⸗, 2362 ö„ Waldstreu-Versteigerung. 2347 Die am 25. Juli l. J. im Ostheimer Gemeindewald f abgehaltene Waldstreu Versteigerung hat die Genehmigung nicht erhalten und soll dieselbe Freitag den 3. August lfd. J., Morgens 9 Uhr anfangend, nochmals abgehalten [werden. Zur Versteigerung kommen ö 135 Haufen Waldstreu und 700 Ginsternwellen. Die Zusammenkunft ist an der Münsterer Grenze. Ostheim am 28. Juli 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Ostheim. 0 Schimpf. Hofraithe— und Möbel⸗Ver⸗ steigerung in Berstadt. 2366 Montag den 13. August 1877 und erforderlichen Falles den folgenden Tag, Vormittags 10 Uhr, läßt weg Fzugshalber Frau Postexpeditor Hennemann Wittwe, in Berstadt ihre daselbst an der von Hungen nach Friedberg führenden Straße belegene, zu jedem Oeconomie- und Geschäftsbetriebe geeignete, aus Wohnhaus, Scheuer, und Stallungen bestehende Hofratthe nebst daranstoßen— dem Obst- und Gemüsegarten, sowie folgende Gegen— stände versteigern, nämlich; a Betten und Bettstellen, 2 Sopha, Tische und Stühle, Glas- und Kleiderschränke, Commod, Schreibpult, Küchengeräthe, Porzellan und Zinn, Bütten, Zuͤber, und Eimer, 1 kupfernen Waschkessel, Leitern, eine Parthie Brennholz, alte Bücher u. dergl. Mit der Hofraithe wird der Anfang der Versteigerung gemacht. 23⁴⁴ 2351 8 Holz-Versteigerung. 2346 Freitag den 3. August d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen im Distrikt Spieß 4 Raummeter Eichen-Schäl-Prügelholz, 5800 Stück Eichen Schälwellen, 4970„ Weichholzwellen öffentlich versteigert werden.“ Die Zusammenkunft ist an der Friedrichsdörfer Chaussee vor dem Wald. Holzhausen am 30. Juli 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Holzhausen. Kitz. Vilbeler Markt. 2353 Dienstag den 14. August l. J., Nachmittags 3 Uhr, wird die Versteigerung der Marktplätze an Ort und Stelle vorgenommen. Der Markt findet Sonutag den 19. und Montag den 20. 1. Mts. statt und werden Wirthe, Schau— buden und Carrousels ꝛc. ꝛc. zugelassen. Vilbel den 28. Juli 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Vilbel. Min k Obligations-Verloosung. Bei der heute stattgehabten Obligations-Ver— loosung wurden die Nummern 53 und 81 à 200 fl. = 342 Mark 86 Pf. von den Partial-Obligationen der Gemeinde Ober⸗Erlenbach zur Rückzahlung gezogen. Die Inhaber dieser Obligationen werden hiermit aufgefordert, gegen Rückgabe derselben und der nicht fälligen Zinscoupons die Beträge bis zum 1. November 1877 bei hiesiger Gemeindekasse in Empfang zu nehmen, indem von diesem Tage an die Verzinsung aufhört. Ober⸗ Erlenbach am 30. Juli 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober Erlenbach, Möglich. Arbeits ⸗Versteigerung. Zur Erbauung eines neuen Schulhauses sollen Freitag den 10. August, Vormittags 11 Uhr, auf dem Gemeindehaus zu Heldenbergen nachbenannte Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden: M. Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 1643 49 Lieferung der zur Maurerarbeit nöthigen Materialien 3439 40 Steinhauerarbeit 442 20 Zimmerarbeit 2409 90 Dachdeckerarbeit 621— Schreinerarbeit 2116 66 Schlosserarbeit 287 80 Weißbinderarbeit 1631 25 Spenglerarbeit 100 70 Vilbel am 31. Juli 1877. B r o d, Bezirksbauaufseher. Ein junger Secundanuer, der sich der Pharmacie widmen will, findet bei Unter— zeichnetem gewissenhafte Ausbildung und kann alsbald eintreten. Friedberg. 2283 C. Görtz, Hof Apotheker. Wirthschafts bittet um geneigten Zuspruch. Friedberg den 1. August 1877. E. Schramm beehrt sich anzuzeigen, heute Mittwoch den 1. Hause“ wieder eröffnet zu haben, verspricht gute Speisen und Getränke, rrelle Bedienung und Cheater in Ftdberh. Im Saale zu den„Drei Schwertern“. Donnerstag den 2. August 1877. Letztes Gastspiel und Abschieds⸗ Vorstellung des Wiener Kinderschauspiel⸗ Ensembles. Eröffnung. August die Wirtbschaft zum„Deutschen Rübezahl der Gerggeist, Bad⸗Nauheim. 2366 Sonntag den 5. August findet in meinem CTanzgmusi statt, wozu, einladet o der: 2350 Peter Nimmersatts Anfang, Glück und Ende. Dramatisirtes Märchen mit Gesang und Tanz in 4 Aeten von C. E. Heinrich. Preise der Plätze bekannt; Anderes der Tageszettel und sind Billete vorher am Tage im Hötel Trapp zu haben. Kassen⸗Eröffnung 7 Uhr.— Anfang 8 Uhr. 300 dieser letzten Vorstellung ladet ergebenst ein die kleine Peppi König. Saale 9 7 1 5 J. H. Fritz. Wichtig für H 2250 Das beste, billigste und unschädlichste Wasch · Ein Etui, 2355 2 Reeepte enthaltend, wurde verloren. wird gebeten, dasselbe gegen eine gute Belohnung bei der Exped. des Anzeigers abzugeben. Haushaltungen! und Reinigungsmittel. „Dr. Linck's Fettlaugen- Mehl“ Socken und Strümpfe, für Haushaltungen, Pensionate, Hötels, praktischem Werth. Spitäler Jede Hausfrau möge die Vortrefflichkeit dieses Waschmittels selbst erproben. Nur ächt: in blauen Pfundpaketen mit „Waschanstalten, Bleichereien ꝛc. von großem sowie Strumpflängen für Erwachsene m Kinder billigst 75 639 K. Friedrich. Schutzmarke. Gebrauchsanweisung gratis, bei Meue Grünkorn 2 2 f Friedr. Hilbrecht Ww. 1 * 8 ch 2368 bei J. A. Windecker, Hoflieferant. in Friedberg. Neue Grünekerne 2348(direkt bezogen) bei Wilhelm Fertsch. 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Um geneigten Zuspruch bittet ergebenst Friedberg den 1. August 1877. 2365 Moses Eckstein II. Ahorn⸗Holz weißes, im Diel, sauberes. ganz trockenes kauft J. Schröder 2356 in Darmstadt. 2345 Ein großer schwarzgefleckter e 1 0 Hun d ist mir zugelaufen 115 kann derselbe gegen Erstattung der Inseratgebühren und des Futltergeldes bei mir in Empfang genommen werden. Wohnbach— Mayer Löb. 2188 bei 2279 Wir beehren uns hiermit die ergebenste Anzeige zu machen, daß wir von beute an in dem Laden des Herrn Cbristian Armbrust dabier ein Putz- und Modegeschäft eröffnet haben und bitten um geneigten Zuspruch. ö Vilbel am 24. Juli 1877. Geschwister Makowsky. Herrenhemden, Ueue holl. Vollhäringe 2363 bei Wilh. Bernbeck. 2343 Ein noch wenig gebrauchter Milchwagen ist zu verkaufen bei Groß Karben. 2326 Bür und Hermann Grünebanm. 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Die Quelle der meisten Krankheiten ist un- bestritten die Vernachlässigung der Erkältungen; Heiserkeit und Husten im Beginn unbeachtet, haben leicht die bedenklichsten Folgen, als Lungen- entzündung, Schwindsucht ete. Das einfachste und probateste Mittel sind anerkanut die Stoll werck'schen Brustcaramellen, welche in allen hervorragenden Geschäften und den meisten Apotheken käuflich sind. 419 Neue Häringe Wilhelm Fertsch. Zu vermiethen der erste Stock meines Hauses, Kaiserstraße 18 2, vom 1. Oktober ab. Carl Trapp. 2358 249 1 3 Mühle mit Backhaus sammt todtem Inventar, mit 8 8 3000 fl. Anzahlung und kann die Uebernahme sofort 5— S erfolgen durch B. Hecht in Frankfurt o. M. 8 8 NB. Auch können Bestellungen in Bad-Nauheim in 88 8 8 meiner Wohnung, Fürstenstraße, gemacht werden. 5— 2 2 7 1 7. 3 85 Wichtig für Damen. S8 8. Von meinen rühmlichst bekannten Wollschweiß⸗ blättern, die nicht kühlen und nie Flecken in den 2 Taillen der Kleider entstehen lassen, hält für Friedberg Die beiden Marien. Roman von Alexander Römer. und Umgegend alleiniges Lager und verkauft zu Fabrik⸗ Gee— Cyprische Reisefrüchte. Von Franz preisen das Paar 50 Pf., 3 Paar 1 Mark 40 Pf. und 8 1 1 e ene e— gibt Wiederverkäufern Rabatt: er Coloradokäfer on Dr rauns. Mit Ab⸗ 0 ä 51. bildung des Kartoffel- oder Coloradokäfers.— Wie in K. Friedrich neben der Post. der Türkei deutsche Colonisten behandelt werden. Von Frankfurt a. d. O. im November 1876. 4 Robert v. Stephani. G. Dörschlag in Galatz.— Plündernde Baschi⸗ Bozuks. Stimmzettel Die soeben erschienene Nr. 43 enthält: Origsnalzeichnung von Fikentscher.— Am Familientische: Bücherschau LII.— Zwei Aerztinnen in Berlin. Von Dr. Coßmann.— Was ein Californier vom Rheine . 75 1 0 einem türkischen Hospitale.—„Unser terland“ d D a 2 Aa it dem Bilde von F. Defregger: Der zur Wahl der Kirchen-Vorstände sind zu haben bei Carl Bindernagel. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Mit einer Beilage: Zur Chronik des Krieges. V. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friepberg. 4 Zum Benefiz der kleinen 8jährigen Peppi König. Der Finden 5 2 „ blank 5 5 böschung Da ntistet suite de arzt der Nr. 17 Dr. Kr kennun; Stalla Trothe b. No vb. We an krnan als g famm, Off Kanzte und 2 Zimme Wilsch inthobe