Dienstag den 1. Mai. N 50. 1877. * desen„ 7 WDalterz. * erhessische ciger 9 . Nudtrlage. 8 2 Die Petitzeil 8 5 7. Erscheint jed Sohne. wird mit 40 Kreisblatt für den Areis Friedberg. Dienstag, Done 0 Samstag. —— Amtlicher Theil. Aus dem Großberzoglichen Regierungsblatt ist zu publiciren: 1 Nr. 20. sub 1. Bekanntmachung, die Stalistik der Dampfkessel und Dampfmaschinen betteffend. dlieb. Friedberg am 27. April 1877. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. — J. B, d.. Klei sch, Kreie⸗Assessor. Alonen Das Großherzogliche Rentamt Nidda an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Rentamtsbezirks. Jgenten Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden und im Interesse der Gemeindemetglieder durch die Schelle ortsüblich und hinreichend bekannt machen el zu lassen, daß vom 1. Juni l. J. ab die Zahltage nicht wie seither Freitags und Samstags sondern Mittwochs und Samstags abgehalten werden. 4 Bingenheim am 27. April 1877. Ru be. zewoͤlbe Deutsches Reich. Umstande, daß ein großes Elsasser Etablissement Anträgen der Commission in zweiter Lesung en deutschen Reichs ist hier eingetroffen und bei dem Prinzen Ludwig abgestiegen; er reiste um 11 Uhr nach Karlsruhe weiter. Der Kaiser traf um 1 Uhr hier ein. such bei der bei dem Prinzen Ludwig eingenommen und ist dann ebenfalls nach Karlsruhe weiter gereist. Berlin, 26. April. Reichstag. Bei der zweiten Etate- Lesung wurde die gestrichene, von Graf Bethusy Huc wieder beantragte Erhöhung des Gehaltes des Londoner Botschafters um 30,000 M. mit 139 Stimmen gegen 138 ab- gelehnt. Der Antrag, die in zweiter Lesung ge⸗ nehmigte Gehalts- Erhöhung für den Botschafter in Petersburg bei der dritten Lesung zu streichen, wird abgelehnt. Der Militär-Etat wurde nach . unerheblicher Debatte nach den Beschlüssen zweiter Lesung genehmigt, desgleichen der Etat des Justiz- ct, Lragtr= und Friedrich. — ausscher. ministers. Der Staats Secretär Friedberg er— e e klärte sodann: Die Regierung werde in voller Inzeige. Lopalität das Gesetz über das Reichsgericht aus- 3 11 führen und auf ein würdiges Gerichts-Gebäude in L* Leipzig Bedacht nehmen. Die übrigen einzelnen self 15 Etats wurden unverändert genehmigt. Gegenüber 1 das- dem Abg. Majunke, der bei der Berathung des „ Pfoten Post-Etats nochmals die Entziehung des Post—- n.— Debits in Elsaß Lothringen für mehrere klerikale 43 Blätter zur Sprache brachte, wies der Bundes- 9 Commissär die bezügliche Berechtigung der Post⸗ 9 behörden nach. Das Etats⸗Gesetz, wonach die untlder ll, Einnahmen und Ausgaben mit 540,536,915 M. 3 balanciren, 8 gleichfalls genehmigt. Der Ge— mul. setz Entwurf, betreffend den Invaliden-Fonde, und 3 das Gesetz über die Marine, Post- und Tele- * graphen- Anleihe werden nach den Beschlüssen der bsen zweiten Lesung genehmigt.— 27. April. Der i 0 Reichstag trat heute in die zweite Berathung des 8.51 Gesetz-Entwurfs wegen Erhebung einer Ausgleichs- Abgabe von Eisen⸗Waaren ꝛc. ein. Haus burg sprach vom landwirthschaftlichen Standpunkt aus al, hegen die Vorlage. Gumbrecht trat für dieselbe *„ 45 un ein, als den richtigen Mittelweg zwischen den An— * trägen der Schutzzöllner und dem„laisser aller“ eee der Freihändler. Handels- Minister Achenbach: 1 f Die Regierung sei sich der Consequenzen der von 9 ihr vorgeschlagenen Maßregeln nicht bewußt. Ob Frankreich die Absicht gehabt habe, die deutschen iter Interessen zu verletzen, set gleichgültig: die Ver— enbe in letzung dieser Interessen sei eine Thatsache und e een das Vorgehen der deutschen Regierung deßhalb 1. gerechtfertigt. Die jetzige Maßregel habe schon 2 1848 einen Präcedenzfall gehabt; der damals ungestrebte Erfolg sei auch wirklich erreicht worden. Wenn nun auch Frankreich jetzt nicht bestimmt werde, die titreßz d'acquits à caution aufzuheben, werde doch eine Unbilligkeit ausgeglichen. Die Bedeutung der acquits ergebe sich auch aus bem Darmstadt, 28. April. Der Kronprinz des. Derselbe hat nach einem Be⸗ großherzoglichen Familie das Frühstück nach Frankreich übersiedeln wolle, um mit Hülfe der acquits der heimischen Industrie Concurrenz zu machen. Er bitte, sämmtliche Amendements abzulehnen. Schorlemer-Alst meinte, die bisherige Handels-Politik habe den ausländischen Markt für die deutsche Industrie nicht allein nicht erobert, sondern auch nicht einmal den einheimischen Markt für dieselbe gesichert.„Man kaust seit Aufhebung der Eisenzölle eine Pflugschar keinen Pfennig billiger.“ Der§ 1 des Ausgleichungs⸗Abgaben- Gesetzes wurde in Namensabstimmung mit 211 gegen 111 Stimmen und damit das ganze Gesetz abgelehnt.— 28. April. Auf der Tages- Ord⸗ nung steht die Berathung dee Antruges Varnbühler auf eine Enquete über die Peoductions- und Ab— satz-Verhältnisse der Industrie und Landwirthschast. Varnbühler begründet seinen Antrag und hebt hervor, daß ein ersprießliches Vorgehen in der Handels-Politik ohne genaue Kenntniß der das Gewerbsleben beeinflussenden thatsächlichen Momente Amts Hofmann erklärt, die Regierung sei um einen Tarif-Vertrag mit Oesterreich bemüht. Das Nichtperfectwerden eines solchen würde für die deutsche Industrie sehr nachtheilig sein. Die Re— gierung könne auf den zweiten Theil des Varn— bühler'schen Antrags nicht eingehen, weil die Ver— handlungen mit Oesterreich dadurch gestört würden, was gerade jetzt, wo der Zoll- Ausgleich zwischen Oesterreich und Ungarn noch nicht staltgefunden habe, gefährlich wäre. Wenn nun die Regierung den zweiten Theil des Antrags nicht unterstützen könne, so selge dies auch für den ersten. Eine so allgemeine Enquete, wie der Antrag fordere, werde keinen praktischen Erfolg haben und nur Beunruhigung erzeugen. Die deutsche Regierung hätte sich aus eigener Initiative über die Lage der deutschen Industrie informirt. Die Reichs- Regierung sei sich der von ihr einzuschlagenden Politik wohl bewußt, sie wisse auch, daß man sowohl mit Oeslerreich wie mit Frankreich zu einem Handels-Vertrag gelangen müsse. Ueber die an die deutschen Commsssäre zu den Verhand— lungen in Wten ertheilten Instructionen läßt sich selbstverständlich hier Nichts sprechen. Jedenfalls dürfte der Reichstag sich versichert halten, daß das Interesse Deutschlands bei diesen Verhandlungen in jeder Richtung bestens würde gewahrt werden. (Beifall). Der Abg. Buhl erklärt als Mitunter⸗ zeichner des Varnbühler'schen Antrages, Letzterer werde mit Rücksicht auf die entgegenkommende Erklärung der Regierung zurückgezogen.(Be- wegung.) Rickert nimmt den Antrag wieder auf. Präsident Hofmann bestätigt seine vorangegangenen Erklärungen und bestreitet, daß die Regierung zu dem Varnbühler'schen Antrage sich entgegenkommend verhalte. Rickert zieht darauf den Antrag zurück. Das See-Unsalls Gesetz wurde hierauf nach den nicht möglich sei. Der Präsident des Reichskanzler bloc, das elsaß- lothringische Weinsteuer- Gesetz unverändert angenommen. Es folgte sodann die zweite Lesung des elsaß ⸗lothringischen Etats. Simonis plaidirt für Reducirung der Orts-Zu⸗ lagen der Beamten auf das in Deutschland be⸗ stehende Maß. Schneegans und Genossen bean- tragen, den Reichskanzler zu einer Vorlage über Abänderung des Branntweinsteuer-Gesetzes aufzu⸗ fordern. Der Antrag Simonis wird abgelehnt und die weitere Berathung vertagt. [Wiesbaden, 28. April. Der Kaiser hat gestern zahlreiche Besuche gemacht und wohnte Abends der Theater-Vorstellung bei. Heute nahm der Kaiser Vorträge entgegen und reiste Vor- mittags, wie oben gemeldet, über Darmstadt nach Karlsruhe ab. a — Die„Moskauer Zeitung“ bemerkt anläßlich der in Aussicht genommenen Ernennung des Prinzen Reuß zum deutschen Botschafter in Constantinopel: daß dieselbe von der freundlichen Gesinnung Deutschlands gegen Rußland Zeugniß gebe; der Prinz, als Verwandter des Petersburger Hofes, werde wohl nicht ohne bestimmten Zweck, am allerwenigsten zu anttrussischen Zwecken, nach Constantinopel gesendet werden. Ausland. f Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Oesterreich hat gutem Vernehmen nach bei der Pforte Vor- stellungen gegen den beabsichtigten Einmarsch türki⸗ scher Truppen in Serbien erhoben. Schweiz. Bern. Die Zoll-Commission hat ihre Arbeite im Principe für die Zölle die folgenden Ansätze gemacht: für Rohstoffe 1 pCt. vom Werthe, für Hülfsfabrikate zwei, für fertige Fabrikate drei, für Confectionen fünf, für Luxus- Artikel zehn Procent, bei letzteren jedoch für 100 Kilo nicht mehr als 100 Frs. Frankreich. Paris, 28. April. Der beute gehaltene Ministerrath bat dem Vernehmen nach einstimmig das Rundschreiben des Herzogs Decazes über die von Frankreich zu besolgende Neutralitäts- Politik genehmigt; dasselbe soll mit dem Gelbbuch, welches die diplomatischen Schrist— slücke enthält, der Kammer vorgelegt werden. Dänemark. Kopenhagen. Bei Empfang einer Deputation, die eine Ergebenheits-Adresse von Bewohnern Fünen's überbrachte, dankte der König für die dargelegte Anhänglichkeit und das bundesräthliche u beendigt und Vertrauen und erklärte, sein sebnlichster Wunsch gehe auf volle Uebereinstimmung der Vertreter des Volkes mit der Regierung; er könne und wolle nicht den Forderungen eines Theiles derselben nachkommen, welche die Abänderung der Verfassung anstrebe, die aufrecht zu erhalten er speeiell be⸗ rufen sei. Großbritannien. London, 26. April. In der Sitzung des Unterhauses erklärte Bourke anläßlich von an die Regierung gerichteten An- fragen: Keiner der kriegführenden Theile habe die Absicht angekündigt, eine Blokade zu verfügen. Der britische Botschafter Lord Loftus habe Peters⸗ burg nicht verlassen. Graf Schuwaloff werde nur einen kurzen Urlaub nehmen. Der Seeretär der Admiralität Egerton beantwortete eine Anfrage Cartwright's dahin: die Admiralität habe den in türkischen Diensten stehenden Admiral Hobart Pascha darauf aufmerksam gemacht, daß er, wenn er an den Feindseligkeiten sich betheilige nicht eng- lischer Offizier bleiben könne. — 27. April. Im Oberhause stellte Lord Stratheden die Anfrage an die Regierung, inwie— weit sie der Erklärung des russischen Rundschreibens beipflichte, daß Rußland die Ansicht und die Interessen Europa's vertrete. Lord Derby er— wiederte, die Anfrage sei eine ungewöhnliche, weil ste nicht auf etwas gerichtet sei, was die Regierung gethan habe oder gegenwärtig thue oder zu thun beabsichtige, sondern darauf, ob die Regierung gewissen Ansichten zustimme, welchen eine fremde Regierung in einem an England und ganz Europa gerichteten Schriftstücke Ausdruck gebe. Er glaube die Frage am besten zu beantworten, wenn er sich auf die Erklärung beschränke, daß England in keiner Weise durch die von Rußland ausge- drückte Meinung gebunden sei, und daß England weder die Schlußfolgerungen noch die Argumente, welche jenes Schriststück enthalte, thatsächlich acceptire oder sich aneigne. —„Die Morning-Post“ bezeichnet ihre Mel⸗ dung, daß die beurlaubten Offiziere zu ihren Regimentern einberufen seien, als unrichtig, wohl aber seien die Arsenal-Behörden von Portsmouth und die Schiffbauer in Glasgow angewiesen wor den, den Bau und die Reparatur von Kriegs- Schiffen zu beschleunigen. Spanien. Madrid. Der Finanzminister bat dem Congreß das Budget vorgelegt; dasselbe balancirt in Einnahmen und Ausgaben mit 735 Millionen. Türkei. Constantinopel, 26. April. Zwischen den Russen und Türken haben bereits zwei Gefeckte an der Grenze in Asien stattgefunden, das letzte bei Gumu in der Richtung auf Kars; zu einem bedeutenden Kampf ist es jedoch noch nicht gekommen. In seiner Proclamation, welche der Sultan an die Führer der Flotte gerichtet hat, wird denselben vornehmlich das Schicksal der Mohamedaner in der Krim und im Kaukasus an's Herz gelegt, welche unter dem russischen Joche seufzen. — 26. April. Christich wurde definitiv zum serbischen Agenten ernannt. Ein Telegramm Hassan Pascha's, des Commandanten der Batumer Divisson meldet: Zwei Stunden von der Glenze wurden die vorgerückten Russen am 25. d. von den Türken aufgehalten. Im gestrigen Kampfe verloren die Russen 800 Mann; heute wird der Kampf fortgesetzt. Ein Theil der türkischen Flotte bombardirt Chefketil. — 27. April. Die Russen haben Giurgewo besetzt. An der Donau hat noch kein Zusammen⸗ stoß stattgefunden. Ein Telegramm Hassan Pascha's aus Batum vom 26. meldet: Wir haben mit den Russen ein günstiges Gefecht gehabt; letztere, welche ihrerseits keine Deckung hatten, griffen die wohlgedeckt aufgestellten türkischen Truppen an und erlitten nicht unerhebliche Verluste. Die türkische Flotte bombardirt Poti. Gegen Mon⸗ tenegro haben dem Vernehmen nach der Com- mandirende in Scutari und der Oberbefehlshaber in der Herzegowina gleichzeitig Offensivbewegungen begonnen.— In Rustschuk sind Abdul Kerim, Achmed Ejub und Hobart Pascha zu einem Kriegs- raths eingetroffen. Eine russische Flottille wird auf ber Donau erwar'et. Die Russen haben an der, Sereth⸗ Mündung Torpedos gelegt. Die türköschen Monitors haben zwei russische mit Weizen beladene Schiffe gekapert. Die Türken besetzen die berhalb, Silistria's gelegenen Donau-Inseln. Serbien. Belgrad, 27. April. Das „N. W. T.“ meldet: Die Türkei verlangt von Serbien dit Zusage vollständiger Neutralität und hat das Ersuchen gestellt, einer türkischen Truppen⸗ Abtheilung den Durchzug durch das serbische Ge⸗ biet nach Kladowa zu gestatten. Der Generalissimus Abdul Kerim Pascha benachrichtigte unmfktelbar darauf den serbischen Commandanten Horvatovie in Negotin, daß eine türkische Truppen Abtheilung Befehl habe, gewisse strategische Positionen an der Donau, besonders Kladowa, zu besetzen. Der serbische Ministerrath beschloß, einen Protest hie— gegen nach Constantinopel zu richten mit der Er⸗ klärung, Serbien werde sich dem Durchmarsche der türkischen Armee mit Waffengewalt widersotzen. — Bis jetzt ist hier von einer beabsichtigten Action des Wiodiner Truppencorps gegen Serbien nichts bekannt. Im Negotiner Kreise stehen Truppen unter General Horvatovic bereit. Das Kriegs- ministerium sorgt für alle Eventualitäten vor; indeß bis jetzt ist noch keine auf eine Action deutende Ordre ausgegeben worden. Montenegro. Cettinje, 27. April. Das russische Kriegs Manifest ist hier mit dem größten Jubel aufgenommen worden. Dem Fürsten ist vom Kaiser von Rußland der militärische St. Georgs-Orden verliehen worden. Der Woi— wode Peter Vakotits ist nach Grahovo beordert, wo eine starke Vorhut der Montenegriner Stellung genommen hat. Peco Pejovits ist mit 1600 Mann nach Drobniak abmarschirt, um die Offensive gegen Berane hin zu ergreifen. Die Bataillone von Czmitz unter Mascha Djurovits besetzten gestern Sestane(Albanien). Der montenegrinische Dele— girte Radonits ist vorgestern vom Grafen Andrassy empfangen worden und wird nächster Tage hier erwartet. Rumänien. Bukarest, 26. April. Das elfte russische Armee-Cocps unter Füxst Schahorsky Rußland. Petersburg, 26, April. Der seitherige türkische Geschäftstraͤger ist mit dem Botschafts-Personal heute früh abgereist. — Die Stärke der russischen Süd⸗ Armee wird neuerdings auf etwa 300,000 Mann ange⸗ geben. Hierron sollten bis zum 30. April an- geblich 255,000 Mann, 34,000 Pferde und 688 Geschütze, mit Ausschluß des Belagerungsparkes, die rumänische Grenze passtren. —(Amtliche Meldung.) Bei Meikasder fand am 25. April ein Gefecht statt. Abends wurde ein Baracken-Lager der Türken genommen. Die Russen sind bis Kisilttach vorgedrungen. — Ein bei dem Kriegsministerium über die Operationen an der Kaukasus Grenze eingegangenes Telegramm lautet: Am 26. April überschritten die in Alexandropol versammelten Truppen die Grenze. An diesem und dem nächsten Tage fanden kleinere Gefechte statt, wobei die Russen 31 Mann verloren, dagetzen 7 fürkische Offiziere und 100 Soldaten gefangen nahmen.— Ein kaiserlicher Erlaß verleiht dem Großfürsten⸗Oberbefehlshaber der Kaukasus-Armee das Recht, nöthigenfalls den Kriegszustand zu proclemiren.— Aus Kischeneff wird gemeldet, daß Großfürst Wladimir daselbst eingetroffen ist und General Tschernajeff sich dem Oberbefehlshaber vorgestellt hat. — 28. April. Fürst Chabowski, Befehls- haber des 11. Armeecorps, besetzte gestern Galatz und Braila; die 36. Division besetzte Ismail und Kilia; die Truppen werden überall mit Be⸗ geisterung aufgenommen. Kischeneff, 26. April. Truppen ⸗Abtheil⸗ ungen, aus Infanterie, Cavalerie und Artillerie bestehend, unter dem Befehle des Obersten Biskupskgp, besetzten am 25. April Galatz, Braila und die marschirt seit gestern gegen Husch vor. Bis heute Abend 5 Uhr hat noch keinerlei Zusammenstoß stattgehabt. Die Zahl der bisher in Rumänien eingerückten russischen Truppen wird auf 80,000 geschätzt. Dieselben haben den Sereth und die Donau noch nicht überschritten und scheinen gegen die Dobrudscha hin vorgehen zu wollen, wo sie geringe Streitkräfte vermuthen. — 26. April. Es wird versichert, der Fürst Carol habe beim Empfang des von Kischeneff zu- rückgekehrten russischen Agenten gegen den Einmarsch; der Russen, ohne vorherige Avisirung der ru— mänischen Regierung und ohne den Zusammentritt der Kammern abzuwarten, protestirt.— Die Türken unternahmen noch keine feindliche Bewegung gegen die rumänische Grenze. Die rumänischen Truppen räumten die Festung Kalafat und ließen nur die für den Platzdienst nothwendige Mann- schaft zurück.— Zwei in Galatz stationirte eng— lische Kanonenboote scheinen nur den Zweck zu haben, die britischen Unterthanen für den Fall eines Bombardements der Donauhäfen zu schützen. — 27. April. Gestern sind zwei türkische Monitors zu je fünf Kanonen behufs Sondieung bis zur Mündung des Sereth vorgedrungen. Die Russen setzen ihre Concentrirung bei Barbosch fort. Die Eisenbahnstrecken Jassy Turgulu und Dohalska⸗ Paskany find in Folge von Ueberschwemmung un fahrbar. Nachmittags sind die Russen in Braila eingerückt.— Der Senat hat die ministeriellen Candidaten Jepureanu und Demeter Bratiano in das Präsidium gewählt. Die Deputirtenkammer hat das Requisitions-Gesetz angenommen. ö — 28. April. Die Regierung beabsichtigt, demnächst bei der Kammer einen Gesetz- Entwurf einzubringen, wonach die Verfassung suspendirt, der Fürst mit discretionärer Gewalt ausgestattet und die Kriegsrüstungen in größtem Maßstabe durchgeführt werden sollen.— Zu Silistria wird eine größere Truppen Bewegung wahrgenommen. Man befürchtet eine türkische Invasion. Die Stimmung ist sehr gedrückt. Galatz, 28. April. Nach einer Depesche kreuzen türkische Panzerschiffe vor dem Hafen von Galatz. Zahlreiche russische Truppen hätten Galatz passirt. Die Schifffabrt sei eingestellt; neutrale Schiffe dürften nach Verlauf eines zur Beendigung ihrer Ladung geeigneten Zeitraums die Weiter- reise antreten; flußaufwärts dürfe von morgen an kein Schiff mehr fahren. 0 Brücke über den Sereth Der General- Gouverneur von Moskau erhielt ein Telegramm des Kaisers, worin der Moskauer Stadt- Duma der Dank ausgesprochen wird für die Bewilligung 1 Million Rubel für sanitäre Zwecke und tausend Betten. — 27. April. Aus Alexandropol vom 26. d. wird gemeldet: Heute hat das erste Scharmützel unweit der von hier nach Kars führenden Militär- straße stattgefunden. Mehrere türkische Offiziere und gegen 100 türkische Soldaten sind gefangen. Aegypten. Alexandria, 28. April. Der„Köln. Ztg.“ wird gemeldet: Genauere In- formationen bezeichnen die Nachricht über den Abschluß des Friedens zwischen Oberst Gordon im Namen des Khedive und dem König von Abessinien als verfrüht. Bisher seien 5000 Mann Aegypter zur türkischen Armee abgegangen; der Kriegsminister rüste weitere 20,000 Mann für die Türkei aus. Aegypten habe die Türkei auch mit Geldmitteln unterstützt. Aus Stadt und Land. Gießen. Der Schwurgerichishof vom JI. Ouartal hat ferner in folgenden Ankla esachen erkannt: Am 21. April gegen Heinrich Roth von Frischborn wegen Versuchs eines schweren Diebstahls Zuchthausstrase von 1 Jahr 6 Monaten. Denselben gegen Christtan Dörr von Flensungen, wegen Diebstahls und Urkundenfälschung, Gefängnißstrafe von 4 Wochen. Den 23. April gegen Heinrich Damm von Ockstadt und Consorten wegen Diebstabls ꝛc., auf Ver⸗ taßung wegen eingetretenen Hindernisses. Den 24. April gegen Heinrich Kreischmar von Bobenhausen, wegen Dieb⸗ stahls Gefänguißstrase von 3 Monate 14 Tagen. Den⸗ selben, gegen Daniel Bollmann von Schweinsberg, wegen Diebnahls, Gesäugnißfttase von 4 Wochen. Hiermit haben die diesmaligen Quartalssitzungen ihr Ende erreicht. Darmstadt, 27. Apul. Heule Nachmittag verstarb nach kurzem Krankenlager der Präsident des Ober Con⸗ sistorsums, Geheimerath Dr. Kritzler dahier. N Darmstad i. Ein hiesiges Blatt bringt die merk⸗ würdige Nachricht, daß seit einigen Tagen auf dem Roß⸗ berg, einer bei Oberramstadt gelegenen Basalikuppe, die der ganzen Umgegend die blauen Pflastersteine liefert, ein Bergrulsch stanifinde. Bessungen, 28. April. Heute Nacht drangen Diebe mittelst einer Leiter in das Postlocal ein und stahlen die Posikasse, in welcher sich über 1000 M. befunden haben sollen, sammt dem Kassenschrant. Man hal Grund zu der Annahme, daß der Diebflahl nur von 2 Personen ver⸗ übt wurde; es gelingt hoffentlich den Bemühungen der Sicherheitsbehörde die Thäter dingfest zu machen. Mainz, 28. Ap lil. Der Tempel der Loge der „Freunde zur Eintracht“ ist heute kurz nach Mittag durch ein, wle es scheint, auf dem Bodenraum des Saalgebäudes aus⸗ gebrochenes Feuer gänzlich niedergebrannt, einschl. sast der ganzen Einrichtung. Nebstdem litten die nebenanliegenden Gebäude, namenll. ein größeres, beträchtlich, so daß det Brand durch seine Ausbreitung an den der Fruchthalle erinnerte. 1 3 Auppen die Tag: fanden en Nann ert And 10⁰ lallerlicher csehlehabtt enfalls den Kischeneff r daselbst 2 pen-Abtheil⸗ 1 Artillerie 1 Bis kapskg, la und die Feuperneur tei Kaisere, 1 det Dank 2 1 Million ert Besten. ven 26. d, Scmützel den Nilttät⸗ de Offpere 22 gefangen. 28. April. 1trt Ju- übtt den er Gordos König von müssen, sind versiegelt und portofrei bei Großherzoglicher ö ute eachneen zur Einsicht offen. Allerlei. Marburg. Bis zum 25. April waren bei biesiger Universi ät inscribirt: 83 neuzugegangene Studenten; nämlich: 23 Juristien, 23 Philologen, 16 Mediziner, 9 Theologen, 8 für Naturwissenschaft und Mathemalik und 4 Pharmozeuten. Odessa, 28. April. Bei Krementschug ist der Dnieper über seine Ufer getreten und hat diese Stadt völlig über— schwemmt; fast sämmtliche Bewohner, circa 20,000 an der Zabl, sind obdachlos. Handel und Verkehr. Hundert gewöhnliche M. 4—4.50., italienische M. 5—6. Spargel das Piund M. 1.80—2.—. Main 28. April. Producten⸗Mirft. Walzen pei Mai M. 28.60. Korn per Mal M. 20 30. Hafer per Mai M. 18.—. Rüböl per Mai M. 35.40. Marburg, 28. April. Wochenmarkt. Butter kostete pr. Pfund M. 1.3050. Eier 9—10 Stück 40 Pf. Käse pr. Stück 10—13 Pf. Tauben das Paar 80—90 Pf. Geld ⸗ Cours. Frankfurt am 28. April 1877. Aus zug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Geboren: 22. April. Dem Schuhmacher Johannes Rausch eine Tochter. 23. April. Dem Postillion Konrad Becker ein Sohn. Getraut: 8 29. April. Gottfried Christian Hesse, Schreiner aus Bretleben und Sophia Ebert aus Friedberg Gestorben: 20 ⸗Frankenstücke Mk. 16 26-30 26. April. Karoline Holler, Töchterchen des Peter Hart⸗ Frankfurt, 28. April. Der heutige Heu- und Englische Sovereign..„ 20 35-40 mann Heinrich Philipp Holler. Stroh Markt war gut befahren. Heu kostete je nach e 0 3 O l d. 2 2 ck Qualitäl per Ceniner M. 4.60—6.50., Stroh per Ceniner Holländische fl. 10-Stücke.„ o. 2 2 7 M. 4 50—5., Butler 1. Qual. im Großhandel das Pfund Ducaten.. 5 9 53-58 e 5 un Spiritus 4 E M. 1.20—25., 2. Qual. M. 1.10., im Kleinhandel] Ducaten al mare. 5 9 55-60 in verschiedenen Qualitäten bei I. Qual. M. 1.40 45 2. Qual. BN. 1.30—35., Eier das Dollars in Gold„ 4 17-20 1299 Wilh. Bernbeck. i f Arbeits-Versteigerung. Gü 5 1 Oeffentliche Aufforderung. steig 9 üter- etpachtung. 1120 Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen über das Vermögen des Christian Völker und Ehefrau Katharine, geb. Wagner, in Bruchenbrücken den förmlichen Concursprozeß erkannt hat, werden Alle, welche Forderungen und sonstige Ansprüche an dieses Vermoͤgen geltend machen wollen, zur Anmeldung dieser nebst Vorzugsrechten auf Freitag den 25. Mai 1877, Vormittags 10 Uhr, unter dem Rechtsnachtheil des stillschweigenden Ausschlusses von der Masse hierher vorgeladen. Da in diesem Termin die Güte versucht und Beschlüsse über Verwaltung und Veräußerung der Masse gefaßt werden soll, so wird von den ausbleibenden und nicht durch Bevollmächtigte ver— tretenen Gläubigern der Beitritt zu den Beschlüssen der Mehrheit der Erschienenen unterstellt. Friedberg den 31. März 1877. Großherzogliches Landgericht Friedberg. ift er 5 7 5 2 Markt⸗Anzeige. 1381 Der hiesige Wochenmarkt wird am 1. Mai l. J. eröffnet. Bad⸗Nauheim am 26. April 1877. Großherzogliche Bürgermeisterel Bad-Nauheim. Schutt. Holz ⸗Versteigerung. 1386 Donnerstag den 3. und Freitag den 4. Mai, Morgens 9½ Uhr, soll in hiesigem Gemeindewald nach— verzeichnetes Holz versteigert werden: Donnerstag den 3. Mai Bau- und Werkholz. 60 Eichenstämme von 23—52 Centimeter Durchmesser, 368 Festmeter Inhalt, 69 Buchenstämme von 3065 Centimeter Durchmesser, 62 Festmeter Inhalt, 147 Hainbuchenstämme von 16— 40 Centim. Durch⸗ messer, 45 Festmeter Inhalt, 3 Elsbeerstämme, 1 Birkenstamm, 2 Lindenstämme, 2 Festmeter Inhalt. Freitag den 4. Mai: 300 Raummeter Buchen⸗Scheitholz 1. Classe, 399 4„ Prügelholz, 180 5„ Stockholz, 150 Reiser. Langs orf den 25. April 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Langsdorf. Köhler. Arbeits⸗Versteigerung. 1385 Die zur Erweiterung des Schulhauses am Schul— berg zu Nieder⸗Florstadt erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, welche zu den unten verzeichneten Be— trägen veranschlagt sind, sollen auf dem Wege öffentlicher Submission vergeben werden. Die Offerten, welche die Angebote in Prozenten der Anschlagssumme enthalten Burgermeisterei Nieder⸗Florstadt bis längstens den 14. Mai, Vormittags 10 Uhr, einzureichen, indem um diese Zeit die Eröffnung der eingelaufenen Submissionen vorge— nommen wird. M. Pf. 1402 Donnerstag den 3. Mai, Vormittags 11 Uhr, sollen in dem Gemeindesaal zu Nieder-Weisel die bei An⸗ legung eines neuen Weges vorkommenden Arbeiten öffent— lich in Accord gegeben werden: M. Pf. Maurexarbeit, laut Kostenüberschlag 76 80 Abbrechen einer alten Mauer 450— Planirarbeit 1096— Lieferung von Mauersteinen N 0 5„ Kalk 32 40 1„ Sand 16— Butzbach den 29. April 1877. Metzger, U Bezirks⸗Bauaufseher. Arbeits Versteigerung. 1403 Samstag den 5. Mai, Vormittags 8 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Hoch⸗Weisel nachstehend Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden: M. Pf— Ausräumung eines Weihers, veranschlagt zu 480 Maurerarbeit an demselben 55 20 Lieferung von hydraulischem Kalk 24— 17„ Mauersteinen 20— .„ Kies 13 50 5 einer Tonne Cement 18— Brechen, Fahren und Zerschlagen von Deck— steinen auf die Vieinalstraßen pro 1877, veranschlagt zu 544— Wagner oder Schreinerarbeit zur Herstellung eines Schäferwagens, laut Kostenüberschlag 80— Buß bach den 29. April 1877. Metzger, n Bezirks⸗Bauaufseher. Arbeits ⸗Versteigerung. 1404 Samstag den 5. Mai, Vomittags um 10 Uhr, sollen in dem Gemeindesaal zu Münster nachstehende Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden: M. Pf. Maurerarbeit, laut Kostenüberschlag 108 65 Schreinerarbeit 19— Schlosserarbeit 20— Lieferung von Kalk 36— —„ Kies 24— 0„ Mauersteinen 25— Brechen, Fahren und Zerschlagen von Unter— haltungssteinen auf die Vieinalstraßen 240— Butzbach den 29. April 1877. Meßger, Bezirks⸗Bauaufseher. Arbeits-Versteigerung. 1405 Samstag den 5. Mai, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wirthschaft des Balthaser Wissig J. zu Langenhain nachstehende Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden: M. Pf. Maurerarbeit, laut Kostenüberschlag 55— Schreinerarbeit 61— Dachdeckerarbeit 22 50 Weißbinderarbeit 97 50 Chausstrarbeit 175— Lieferung von Russensteinen 162— 5„ Kalk 32— 5„ Ziegeln 60— „ Kies und Lehm 13 40 Brechen, Fahren und Zerschlagen von Deck— steinen auf die Vieinalstraßen pro 1877 599 Unterhaltungsarbeiten pro Jahr 90 Butzbach den 30. April 1877. Metger, Bezirks⸗Bauaufseher. Maurerarbeit, veranschlagt zu 729 84 Steinhauerarbeit 34 65 Zimmerarbest 649 60 Dachbecketarbeit 253 72 Schreinerarbeit 456— Glaserarbelt 49 68 Schlosserarbeit 112— Weißbinderarbelt 292— Wflasterarbeit 51 60 Anfahren von Mauersteinen aus dem Ge— meindebruch 84— Lieferung von Mauersand 180— 77„ Schwarzkalk 140— „ Tuffsteinen 120— plan, Voranschlag und Bedingungen liegen bei dem Assenheim den 26. April 1877. Menck, Bezirksbauaufseher. Alle trocken, sowie in Oel ge— Farben, rieben, empfiehlt Sorten 1208 Wilh. Bernbeck. ein der hlestigen Gemeinde gehoͤriger noch zur Zucht taug— licher Faseleber versteigert werden. Versteigerung eines Faselebers. 1384 Mittwoch den 2. Mat, Vormittags 11 Uhr, soll 1307 Donnerstag den 3. Mai lfd. J., Vormittags 10 Uhr, soll in biesigem Rathhause das dem vereinigten Armenfonds dahier zustehende Gut, 64 Morgen haltend, in der Gemarkung Melbach gelegen, welches am 22. Februar 1878 leihfällig wird, parzellenweise öffent⸗ lich an den Meistbietenden verpachtet werden. Friedberg den 19. April 1877. g Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fou ear. Holz⸗Versteigerung. 1383 Freitag den 4. Mai l. J., Morgens 9 Uhr an⸗ fangend, soll im hiesigen Stadtwald, Distrikt Pfingst⸗ weide, folgendes Holz meistbietend versteigert werden: 73 Raummeter Buchen-, Eichen-, Kiefern- u. Aspen⸗ Scheiter, 113 Raummeter desgleichen Knüppel. 301 6 8 Stöcke, 3775 Wellen desgleichen Reisholz. Die Zusammenkunft ist am Kisselberg. Buß bach am 26. April 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. N. Brodpreise vom 1. bis 16. Mai. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: 2 Waizen, ½ é Korn. 2 Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 2 Kilo 60 Pf. Zweite Sorte 2 Kilo 54 Pf. ** 1* 30* 77 7 1 2 1. 7 3„ 7 2 2 5 5 Wecke bei sämmtlichen Bäckern 3 Pf. per Stück. 5 Für Bad- Nauheim: Kasseler Brod 2 Kilo 63 Pf. ** 1 17 32„ * 2 19 Erste Sorte 2 Kilo 60 Pf. Zweite Sorte 2 Kilo 54 Pf 1„ 1* 30* 6* 52* 27 5 17* 1õ—* 15* U 7 17 14* Für Butz bach: Erste Sorte 2 Kilo 62 Pf.] Zweite Sorte 2 ** 1 1 72 0* 2„„ 7* Kilo 52 Pf. 31¹ 77 77 77 18 26 2 * 8 Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. Mai. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg unverändert. Für Bad⸗ Nauheim: Pr. ½ Kilo. Ochsenfleisch 68 Pf. M. Pf. Kuhfleisch, gem. 58„ Schweinefleisch— 64 1 ungem.—„ Doͤrrfleisch— 68 Hammellleisch 50„ Solperfleisch— 70 Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 1 3 Kalbfleisch 50„ Schinken 1 8 Keil und Carre—„ Leber- u. Blutwurst— 80 Nierenfett 56„ Schwartenmagen— 91 Hammelsfett—„ Cervelatwurst 1 70 Schaaffleisch—„ Fleischwurst— 91 Bratwurst— 91 Schmalz, ausgelassen, 91 Pf., unausgelassen 86 Pf. Schweinen Keil und Carre bei sammtl. Metzgern 68 Pf— Ausnahmspreise. Bei W. Bieler Hammelfleisch 60 Pf.— Bei Fr. Langsdorf ger. Speck 96 Pf.— Bei H. Aletter und Fr. Graff Schinken 1 M.— Beit J. Schimpfs Wittwe ger. Speck 1 M., Schinken 1 M. Für Butzbach: pr. ½ ͤKilo. Burg⸗Gräfenrode am 27. April 1877. Ochsenfleisch 68 Pf. a M. Pf Großherzogliche Bürgermeisterei Burg Gräfenrode.] Kuhfleisch, gem. 54„ Schweinefleisch— 62˙ Mo scher o sch. Rindfleisch, gem. 54„ 2 u. Blutwurst— 72 g 2 Hammellleisch 52„[Bratwurst— 86 Ein Dienstmädchen Kell und Carre 60„ Fleischwurst— 92 5 Kalbfleisch 46 Schwartenmagen— 92 für eine kleine Famille wird gesucht. Wo? sagt, die Schaasslessc 1 4 Sgaucdekter Speck 1— Exped. d. Anz. 1395 Nierenfett 64„ Ooͤrrfleisch— 86 7 2 ein freundliche] Hammelsfett—„ Schinken 8— 86 Zu vermiethen möblirtes Zimmer, Tczmahd, ausgel. 1 gleich beziehbar. Näheres zu erfragen bei der Expedition Schmalz, unausgel.— 99 des Anzeigers. 1300 Kammstück und Solperfleisch 64 Pf. 1398 Von heute an ger⸗Bier bei Henn 8 Jamin. * ö 9 Die Union, Allgemeine Deutsche Hagel⸗ e Gesellschaft, — gegründet im Jahre 1853— mit einem Grundkapital von 9 Millionen Mark. Davon sind in 5019 Aktien emitt ir... 7,528,500 Mark. Vorhandene Reserven Ende Dezember 1878 1. 320,390„ Derzeitiges Gesammt- Garantie- Kapital... 8, 848,890 Mark. Die Union, welche mit der Aachener und Münchener Feuer Versicherungs⸗ Gesellschaft in engster Verbindung steht, versichert Bodenerzeugnisse aller Art gegen Hagelschaden ausschließlich zu festen Prämien ohne Nachschußzahlung. Bei Abschluß von Versicherungen auf mehrere Jahre wird ein namhafter Rabatt auf die Prämie gewährt. Die Vergütung der Schäden gelangt spätestens binnen Monatsfrist, in der Regel aber früher, zur vollen und baaren Auszahlung. Jede Auskunft über die Gesellschaft wird ertheilt und Versicherungen werden vermittelt durch die unterzeichneten Agenten. Friedberg den 1. Mai 1877. L. Winheim, Kaufmann in Friedberg. K. Volp, Gemeinde-Einnehmer in Lich. J Wörner jun., Kaufmann in Nauheim. Aachener und Münchener Feuer ⸗Versicherungs⸗Gesellsehaft. Der Geschäftsstand der Gesellschaft ergibt sich aus den nachstehenden Resultaten des Rechnungs— abschlusses für das Jahr 1876: 1392 Grundkapital.... M. 9,000,000.— Prämien- und Zinsen⸗ Einnahme ur 1876„„ e, eee Prämien Ueberträggnge 3„„ 329, 663. 40 M. 26,744,170. 50 Versicherungen in Kraft am Schlusse des Jabres 1876 M. 4, 290,137,564. Friedberg den 1. Mai 1877. L. Winheim, Kaufmann in Friedberg, J. Wörner jun., Kaufmann in Nauheim, Agenten der Geselschaft. 229. Holz⸗-Versteigerung. 1391 Dienstag den 8. Mai l. J. werden in den Frei⸗ herrlich von Franckenstein'schen Walddistrikten Hübner⸗ schlag und Thronerschlag in der Gemarkung Straßheim versteigert: 16150 Stück Eichen u. Birkenwellen(zumeist Backholz), 1393 Bekanntmachung. 1388 Die am 27. Febr. und 6. März d. J. in 1 Gemeinde⸗Wald abgehaltenen Holzversteigerungen sind ge⸗ nehmigt und erster Abfuhrtag auf Donnerstag den 3. Mai festgesetzt, wovon den Steigerern mit dem Bemerken Kennt⸗ niß gegeben wird, daß die Abfuhr Dienstag, Donnerstag und Samstag von 6 bis 12 Uhr Vormittags stattfinden Jacobi. Der Freiherrlich v. Franckenstein'sche Oberförster Num pf. darf. 5. 500 Gebund Ginstern. Rodheim v. d. H. den 27. April 1877. Zusammenkunft Morgens präeis 9 Uhr am Löwenhof. Großherzogliche Bürgermeisteret Rodheim v. d. H. Ockstadt den 28. April 1877. Holz ⸗Versteigerung. 1389 Mittwoch den 2. und Donnerstag den 3. Mai d. J. sollen in dem Stadtwald zu Hungen nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: 1390 Montag den 7. Mai, Vormittags 9 Uhr, sollen I. Mittwoch den 2. Mai Bau- und Werkholz. in den Waldungen des Großherzoglichen Hauses, Distrikt 81 Eichenstämme von 15 66 Centimeter Durchmesser, Burgwald, Schlag XVII, 5-16 Meter Länge, 9600 Wellen Eichen⸗„Birken aten, else 12 Buchenstämme von 46— 50 Centim. Durchmesser, 1800„ Nadel- und Weichlaub⸗„ 6—8 Meter Länge, in den Schlägen IX und X 8 ene von 20—25 Centimeter Durch⸗ 286 Haufen gemischte Steu von Haidemdos und Laub messer, 5—6 Meter Länge. öffentlich versteigert werden. II. Doanerstag den 3. Mai: ö Zusammenkunft zu obiger Stunde 384 3 Buchen⸗Scheiter, Winterstein. Holz⸗ und Streu⸗Versteigerung. am Forsthaus Mathildenstift Vilbel. 1387 Dem verehrten Publikum theilen wir in Erwieder⸗ ung mehrfach ergangener Anfragen mit, daß, jederzeit, eben ganz besonders kleinere und größere Einlagen in unserer Kasse willige Aufnahme finden und mit 4 Prozent verzinst werden. Vilbel am 28. April 1877. Für den Verwaltungsrath des Mathildenstifts: Fertsch, Direetor. 1400 Unterricht im Weistzeugnähen, sowie in sonstigen feineren Handarbeiten ertheilt Frau Ekey. III. Sorte Brod 2 Kilo 45 Pfennig. 1394 Fr. Reuß. Consfirmandenhemden, 1331 Kragen, Manschetten billigst bei K. Friedrich. Kleesamen, deutschen und ewigen, von Prima⸗Qualität, bei 789 Georg Groß. Zwei tüchtige Arbeiter 1348 sucht Friedberg. Adam Rampe, Schneidermeister, Schuhmachergasse. Englischer Fußboden⸗Oel⸗Lack, 1158 trocknet in kürzester Zeit vollständig, mit em haltbarem Glanze. Eines vorherigen Anstrichs des Fußbodens mit Oel bedarf es nicht. Preis per Pfund= ½ Kilo 1 Mark 50 Pfennig. Verkaufsstelle für Friedberg bei Wilhelm Bernbeck. ür Ausstattungen empfehlen wir unser rühmlichst bekanntes // und/ breites Leinen, sowie Barchent, Zwillich, Feder⸗ leinen, Ueberzugs- und Vorhangstoffe. Auch haben wir stets ein reichhaltiges Lager in Bettfedern und Daunen und wird das Füllen der Betten gratis besorgt. 1399 Gebrüder Strauß. Socken und Strüm pfe, sowie Strumpflängen für Erwachsene ung, Kinder 115 72 639 K. Friedrich. Ein Monats⸗ Mädchen. gesuchl. Näheres bei der Exped. d. Anz. 1401 Nur Restaurant und Familie! Der nach den neuesten medicinischen Lehren über diätetische Gesundheitspflege bereitete, vielfach preisgekrönte und durch seinen enormen Absatz berühmte ärztliche Magenbitter gen. Lestomac von Dr. med. Schrömbgens, prakt. Arzt in Kaldenkirchen, wird von den bedentendsten größten deutschen Universttäten als ange⸗ nehmer und gesunder Liqueur empfohlen. Zu haben in Friedberg bei Herrn W. Bernbeck, in Nauheim bei e J. Weiß. 50 5„ Knüppel, Ober Rosbach am 1. Mai 1877. 381 7„ Stöcke, Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. 40„* Rassg,——— S t 2 2 c——————— 10 5 Eichen Knüppel, 10„ Stöcke. Stollwerck'sche Frng tpon bone Der Anfang der Versteigerung ist jedesmal Morgens 9 Uhr im Distrikt Buchwald. Hungen den 27. April 1877. Weaßzerzeg e eee Hungen. B en de r. aus der Fabrik von Franz Stollwerek, K. K. Hof- Lieferant in Cöln, nach Vorschrift des Universitäts- Professors Dr. 0 Harless, Geh. Hofrath zu Bonn, gefertigt, vor- räthig in versiegelten Packeten à 50 Pfennig in Friedberg bei Hof- Apotheker C Görtz, Wält. Bernbeek und Wilh. Fertsch, in Gambach bei Carl Löffler, in Reichels- heim bei Apotheker Car. Langheinz, in 1 bei e F Sames. 208 Eine fleine Wohnung 1396 hat zu vermiethen E. Lochmann. Clace-Handschube S 8e N Trauben- Brust- Syrup mit Fenchelhonig in frischer Füllung die Flasche à 1 und 1½ Mark zu haben bei Frau Hoflief. Windecker in Friedberg. Ph. J. Weiss in Nauheim. Pflasterarbeiten jeder Art mit und ohne Materiallieferung, sowie Repa⸗ raturarbeiten übernehme ich zu den 0 Preisen. Homburg v. d. H., Bender. Kirvorfer Landstraße 229. 1382 227 691 werden gewaschen, gefärbt 8 fagonnirt bei 5 Dank ukfagung. Wir sagen hiermit Allen, welche unsern lieben Gatten, Vater, Bruder und Schwager Johann Seibert zu seiner letzten Ruhestätte geleitet haben unsern Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. 3 2 0 2 e 1397 Verantw. Red.: Carl 8 Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Professoren der Mediein und Chemie der Beil