4 65 1 dt 1 0 5 * Eeul⸗ 7 2toffel/ — 1 1 1 1 1. 6 J. 4˙00 1* 0 14** ö 11 962 0 * ü e 3 4 Donnerstag den 1. Februar. MN 13. berhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. der Verlags-Expediti Für die Monate Februar und März kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei —— on mit 67 Pf., bei den Poststellen mit 1 Mark abounirt werden. Belteffend: Das Gesetz über den Unterstützungswohnsitz vom 6. Juni 1870. Amtlicher Theil. Friedberg am 29. Januar 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Es stehen noch Viele mit Erstattung der Vorlage erinnern. durch unsere Verfügung vom 10. dieses Monats geforderten Berichte zurück, weshalb wir die sofortge J. B. d. K.: Klietsch, Kreis- Assessor. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Konrad Klös und Jakob Hildeb rand von Hausen wurden als Wiesenvorstände bestellt und verpflichtet. Friedrich Jörg Maurer von Klein Karben wurde als Nachtwächter daselbst ernannt und verpflichtet. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier⸗ ungsblatt Nr. 6 enthält die Instruction für den mit der amtlichen Prüfung und Revision der Dampfkessel beaustragten Prüfungstechniker. Darmstadt. Bei der zweiten Kammer ist der Antrag eingebracht worden, die Regierung zu ersuchen, dieselbe wolle auf Vereinigung der nach Einführung der neuen Reichs-Justiz-Gesetze noch als praktisch sich erweisenden, bisher an die Ge- richtsbehörden erlassenen reglementären Verfügungen (General- Aue schreiben, Gemein ⸗Bescheide ic.) zu einer einzigen, sostematisch geordneten Sammlung, und zwar so zeitig Bedacht nehmen, daß diese Sammlung mindestens gleichzeitig mit der Ein- führung der Justiz-Gesetze in die Hände der Ge: richts-Behörden gelangt. 5 — 30. Jan. Die zweite Kammer der Land- stände bielt beute nach längerer Pause ihr 39. Sitz- ung. Nach Verlesung der neuen Eingaben wird die Wahl Keller's an Stelle des ausgeschiedenen Dr. Stüber für gültig erklärt. Auf der Tages- ordnung standen sodann die Recommunicationen der ersten Kammer bezüglich des Antrags, die Durchführung des Art. VII der Reichsver— sassung, das Eisenbahnwesen betr., und den Ein- 1 3 1 lösungstermin der Hessischen Partlalschuldscheine über 50 Gulden betr. Der Ausschuß beantragte bei Beiden Beharten auf dem früheren Beschluß und Erlaß einer einseitigen Adresse und fand der Ausschußantrag Annahme. Nach der Recommuni⸗ tation der ersten Kammer bezüglich der Gesinde— ordnung, waren noch verschiedene Differenzen zwischen beiden Kammern vorhanden. Die vom Ausschuß beantragten Aenderungen wurden ein— stimmig angenommen. Es folgt sodann die Berathung über den Antrag, Abschaffung der s.g weinkäuflichen Copulation in ihren civiltechtlichen Wirkungen betr., und die Eheverlöbnisse in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen betr. Der Gesetz— entwurf wurde nach der Regierungsvorlage mit einigen unwisentlichen Modisicationen angenommen. Koßhlscheld, 22. Januar. In Folge von Arbeiter-Entlassungen auf den Gruben der Ver— einigungs⸗Gesellschast baben am Sonnabend ver- schledene Excesse staltgefunden, zu deren Unter— drückung Militär aus Jülich requirirt wurde. Straßburg. der elsaß- lothringische Landes- Ausschuß auf den 5, Febtuar einberufen werden. Ausland. Hesterreich⸗Ungarn. ( Abgeordnetenhaus.) Ver Budget Ausschuß lehnte nach langerer Debatte, namen tiich aus finanziellen Gutem Vernehmen nach wird Wien, 29. Jan. Rücksichten, mit 15 gegen 11 Stimmen den An- pfunden und vermehrt nicht unbeträchtlich das trag des Referenten auf Bewilligung eines Credits herrschende Elend. von 600,000 fl. für die Bethbeiligung an der Serbien. Belgrad. Nach der„Indep.“ Pariser Welt- Ausstellung ab. Der Referent hatte der Zar dem Fürsten Milan gerathen, den Gomperz legte in Folge dieses Beschlusses sein Frieden anzunehmen, von welcher Seite er auch Referat zurück und meldete einen Minoritäts- An- komme. Der„Agence Havas“ zufolge hätte der Fürst denn auch in Beantwortung der an ihn ge⸗ trag auf Bewilligung genannter Summe an. Frankreich. Paris. Der Ausschuß des richteten Depesche des Großvezirs seinem Wunsche Abgeordnetenhauses, welchem der Louis Blanc'sche Ausdruck gegeben, Verhandlungen zur Herbei⸗ Ab trag auf Abschaffung der Todes Strafe über- führung eines Einverständnisses über den Friedens- wiesen worden war, hat, ohne auf eine theoretische schluß eingeleittt zu sehen. Die Friedens Ver⸗ Prüfung der Frage einzugehen, den Antrag aus handlungen selbst haben gestern bereits auf neutralem Opportunitäts-Gründen verworsen. Boden, und zwar in Wien begonnen. Unterhändler Lon. Wie man dem„Moniteur“ von hier sind der türkische Botschafter Aleko und der serbische schreibt, hat der Gemeinderath 200,000 Fr. für Consul Zukitsch. Die Grundlage der Verhandlungen die Arbeiter bewilligt, welche unter der„Krisis“ bildet der Stand der Dinge vor dem Kriege,. leiden. Von einer solchen Krisis, die nach diesem Fürst Milan erklärte, er wünsche lebhaft den Frieden, Beschluß doch sehr empfindlich sein muß, hatte Rufiland. Petersburg. Der„Golos“ man bis jetzt noch gar nichts gehört. Nur ganz bespricht die Acußerung des Belgrader Blattes unbestimmt verlautete und zwar nicht in der Presse,„Istol“, welches behauptete, die Serben erwarteten sondern in Pariser Handelskreisen, daß die Aus- nur das Signal Rußlands, um den Krieg wieder fuhr von Seidenstoffen in letzter Zeit bedeutend aufzunehmen. Der„Golos“ nennt diese Aeußerung zurückgegangen sei. ein Mißverständniß und sagt, Rußland ermunterte Großbritannien. London. Wegen der die Serben niemals, den Krieg anzufangen, son⸗ Zunahme der Rinderpest in Deutschland ist auch dern suchte sie im Gegentheil davon abzudalten. die Einfuhr von Schmalz, Häuten, Heu, Hörnern, Serbien dürse die Verantwortlichkeit nicht auf Hufen, Dünger und frischem Fleisch aus Belgien Andere wälzen. Es sei mehr als wahrscheinlich, verboten worden. daß Rußland auch in der jetzigen Phase der Italien. Rom. Im nächsten Consistorium orientalischen Frage die Interessen Serbiens nicht werden zu Cardinälen ernannt die Erzbischöfe außer Acht lassen werde, daraus folge aber nicht, Eder von Salzburg, Kutschker von Wien, Langenleux daß diese Interessen Rußland hauptsächlich bei den von Reims, Bischof Pie von Poitiers, und einige Maßnahmen leiten sollen, welche wegen des Miß erfolges der Conferenz nothwendig erscheinen würden. italienische Bischöfe. Türkei. Constantinopel. Gerüchtweise— Nach einer Sensations- Nachricht des verlautet, die Pforte wolle demnächst mit der„N. J. Tagbl.“ die aber vorderhand mit gebübrender Ernennung christlicher Gouverneure vorgehen. Vorsicht aufzunehmen ist, wäre ein Thron Wechsel — In der türkischen Hauptstadt nimmt die in Rußland als eine nahe Möglichkeit bezeichnet. Geld- Calamität immer größere Verhältnisse an, Die Kriegs-Partei habe— so versichert man— den der Werth dee Kupfers, Silbers und der Kaimes Thronfolger vollständig gewonnen; der Zarewitsch fallt dem Golde gegenüber von Tag zu Tag, und soll in Folge dessen seinem Vater, der mehr als dem entsprechend steigen die Preise der Lebens- je kriegsscheu ist, die Ueberzeugung beigebracht Mittel in erschreckender Weise, so daß z. B. eine haben, daß er, im Interesse sowohl der Dpnastie, Oka Zucker, deren Preis im November v. J. als auch des Reiches, sich in's Privatleben zurück- noch 0 Piaster betrug, beute 14 Piaster kostet. ziehen solle. Alexander II., welcher schon vor Vorige Woche stieg der Preis fur 1 Oka gewöhn- einigen Monaten daran dachte, die Krone nieder- lichen(schwarzgrauen) Brodes am Samstag Millag zulegen, soll nunmehr wirklich entschlossen sein, plötzlich von 2 auf 3 Piaster 10 Para. Im dieses Vorhaben auszuführen. Augenblicke waren sämmtliche Brod Läden von Warschau. In der Diböcese Augustowo einer kämpfenden, schreienden, drohenden Menge wurde kürzlich der Pfarr- Administrator Lopinski besetzt, welche schließlich durch aufgebotene Zaptleh-fauf höheren Besehl verhaftet und nach kurzer Wachen in Ordnung gehalten werden mußte, und Untersuchung nach Olenetz in die Verbannung eine Stunde später war olles Brod ausverkauft. abgeführt, weil er beim Absingen der Mutter- Gerade die Preis- Steigerung des Brodes, welches Gottes Litanel in der Kirche dreimal die Bitte bier das Haupt- Nahrungsmittel der niederen angestimmt und mit der Gemeinde gesungen batte: Volks- Schichten ausmacht, wird aufs bitterste em-„Heilige Mutter Gottes, Königin von Polen, bitte für uns!“ Von diesem Falle ist durch Circular- Verfügung des General- Gouverneurs Grafen Kotzebue die gesammle römische Geistlichkeit des Königreichs Polen mit der Undrohung benachrichtigt worden, daß jeden Geistlichen, der öffentlich zur Mutter Gottes als der Königin Polens bete, eine gleiche Strafe treffen werde. 3 Helsingfors, 27. Januar. Heute wurde 5 der finländische Landtag eröffnet. Die kaiserliche 0 Eröffnungsrede gedenkt der Treue des finländischen Volkes, der Fortschritte der Industrie und der Wiederherstellung des Wobhlstandes. Unter den vorzulegenden Projecten befindet sich ein Antrag auf Erweiterung der Eisenbahnen gegen Norden. Kischineff. Mit der Zusammenziehung einer Reserve⸗Armee wird Ernst gemacht. Nach An- ordnung des Kriegs⸗Ministers soll dieselbe aus 5 Divisionen, 8000 Mann Cavalerie und 150 Ge- schützen bestehen und vorläufig in Podolien und der Ukraina dislocirt werden. Für die am Pruth f strategisch aufgestellte Avantgarde wird in diesem 15 8 Augenblick ein combinirtes Corps, größtentheils 1 aus Don'schen und Kuban'schen Kofaken bestehend, gebildet. n Nikolajeff. Von hier wird dem„N. W. 1 Tagbl.“ geschrieben.„In unserer Stadt, welche 5 den Mittelpunkt der maritimen Kräfte Rußlands im schwarzen Meere bildet, herrscht eine fieberhafte 15 Thätigkeit, um sich in Kriegsbereitschaft zu setzen. 1 In den Arsenal⸗Werkstätten wird Tag und Nacht ö gearbeitet, neue Ateliers werden eröffnet und mit Arbeitern besetzt— kurz Alles deutet darauf hin, daß wir dem Kriege entgegengehen. Amerika. Washington, 29. Januar. Präsident Grant wird heute die vom Congresse angenommene Comstebill betreffs der Entscheidung der Präsidentenwahl Frage unterzeichnen und eine Specialhotschaft an den Congreß richten, in welcher er seine Billigung zur Bill ausspricht. Grant erklärte bei seiner Unterredung mit dem Corre⸗ spondenten der„Newyork Tribune“, er halte die 4 sofortige Rückkehr zur Metallwährung für günstig, und glaube das Land vollkommen dazu vorbereitet. Er werde demnächst dem Congresse seine Ansichten in dieser Frage mittheilen. — 29. Jan. Die oben gemeldete Botschaft Grant's betreffs der Präsidenten-Wahl- Bill betont die dem Lande drohenden Gefahren und glaubt, 5 die Bill sei ein geeignetes verfassungsmäßiges J N Mittel, jeder Krise vorzubeugen. Das Land wünsche ö den Frieden und werde daher die Bill vom Volke widerstandslos aufgenommen werden. wilderung der Gemüther und die unsägliche Noth, die der 30jährige Krieg im Gesolge batten, haupisächlich dafür ver⸗ antwortlich zu machen seien. In seiner Mensch die Ursachen seines sinnigsten. und Siiel auszurotten, sten Qualen erpreßten alle erdenklichen Geständnisse, auf Grund deren die Hexenleule dem Feuertode überantwortet wurden. In dem Bisthum Würzburg, im Hamburgischen, im Braunschweigischen, in Schweden: in Masse verbrannt. bei den Hexenprocessen in unserer Nähe, den Gräuelscenen in Andheim und dem Proceß der„ Thal. verbrannt(1554 und 1595). erteicht indeß ihr Ziel. Mit Beginn des 18. Jahrhunderts verschwinden die Hexenprocesse sie gekommen. Das Verdienst, Auch wird die Einführung der allgemeinen Wehr- zu haben, gebührt einer kleinen Schrift des Leipziger pflicht erwähnt. Prosessors Thomasius, so daß Friedrich der Große von ihm sagen konnie, die Weiber seien ihm, am meisten Dank schuldig, Ruhe alt werden. executionen im 18. Jahrhundert vor; auf ihre Aufklärung allzu stolz zu sein. Verzweiflung suche der Elendes überall, selbst in dem Un⸗ — Man wülhete förmlich, die Hexerei mit Stumpf wie man sich ausbrückte. Die teuflich⸗ allüberall wurden Hexen Der Redner verweilte haupfsächlich Schulelse“ im Busecker Ja, auch unser aules Friedberg bat zwei Hexen Jede menschliche Tollheit fast ebenso rälhselbaft, wie ihnen den Todesstoß versetzt dem Thomasius, denn nun könnten sie doch in Vereinzelt kommen fteilich noch Hexen. die Schweiz darf den traurigen Ruhm für sich in Anspruch nehmen, die letzte Hexe öffentlich hingerichtet zu haben(1783 in Glarus). Unsere Zeit babe übrigens, schließt der Redner, nicht Ursache, Noch spuckt viel Aberglaube in unserm Volk. Suchen wir ihn auszurotten. Gießen, 30. Jan. In der gestern Abend statige⸗ babten Generalversammlung der Gewerbebank wurde der Anttag des Ausschusses bete. Erbauung eines Bankgebäudes auf einem Bauplatz an der Plockstraße genehmigt. Gießen. Der Verein für Geflügel und Vogelzucht wird in den Tagen vom 8. bis 11. April hierselbst wieder eine große allgemeine Ausstellung veranstalten. Der Ver—⸗ ein hat in der Generalversammlung am 25. Januar seine Firma dahin abgeändert, daß Kaninchenzucht ausgefallen ist und können solche Thiere bei der diesjährigen Ausstell⸗ ung keine Aufnahme finden. Uebetchaupt hat die Wulh der Kaninchenzucht sich bedeusend gelegt und dürfte dieses Thier als nicht tauglich für unser Klima wenig Liebhaber mehr finden. Dagegen was die Zucht der Hübner sowie Kanarienvögel anbelangt, kann sich der hiesige Verein ge⸗ trost an die Seite jedes anderen ähnlichen Vereins stellen. Offenbach, 27. Jan. Gestern Morgen zwischen 7 und 8 Uhr entgleiste kurz unter der Station Ober⸗Rad eine Maschine. Der Güterverkehr war in Folge dessen für den ganzen Tag gehemmt und die Passagiere der Per- sonenzüge mußten umsteigen. Bis Mitiag war die Bahn für Letztere wieder fahrbar. Mainz, 29. Jan. Gestern Abend wurde ein Passa⸗ gier, welcher auf das Geleise gerieih, auf dem ein Zug daherfuhr, von diesem Zug erfaßt und getödtet. Guntersblum, 27. Jan. Beim Paffiren des Eisen⸗ bahnzuges 17 wurde gettern Nachmittag 5 Uhr zwischen Guntersblum und Alsheim ein Mann, welcher querseld der Bahn zukam und sich absichilich unter den Zug stürzte, todt gesahren. Allerlei. Frankfurt, 29. Jan. Gestern Morgen gerieth am Grindbrunnen ein Rangiter auf der Verbindungsbahn zwischen zwei Puffer und wurde todigedrückt; ein anderer Bediensteter an der Eisendahn verunglückte in Isenburg. Düsseldorf, 23. Jan. Mädchen ihren Gelievien, einen Ulanen, erstochen. Angaben über den Fall liegen noch nicht vor. Stuhm(Westpreußen). In dem benachbarten Nähere Aus Stadt und Land. a Friedberg. Am 12. d. Mis. hielt Hofgerichts⸗ 10 Advokal Curtman im hiesigen Volksbildungsverein einen 1 Vortrag über Hexenprocesse. Der Redner geht von der 0 Ansicht aus, daß man, um die Entwickelungsgeschichte der Menschheit recht zu versteben, auch in die dunkeln Gebiete 10 derselben hineinleuchten müsse. Zu den traurigsten Er⸗ scheinungen aber in der Menschengeschichte gehörten die ö Hexenpiocesse und er halte dafür, daß sein Thema gerade in einem Volksbildungsverein von besonderem Interesse sein dürfte. Daß diese Voraussetzung eine zutreffende war, zeigte der zahlreiche Besuch des Vortrags. Der Redner beleuchlet Eingangs seines Vortrags die tiefgewurzelte Neigung des Menschen zum Aberglauben überhaupt, und 0 weift dann auf den Zusammenhang des Glaubens an 6 Zauberei unter dem germanischen Volke mit dem ger⸗ manischen Heidenthum hin. Die spätere Bekehrung zum Cbristenthum war vielsach nur eine äußerliche; insgeheim fröhnte man den alten Götzen auf entlegenen Bergesspitzen oder in Höhlen und Schluchten. Ungeheuerliches raunte man sich von dem Treiben daselbst ins Ohr. Die dort zusammen kamen, standen mit dem Teufel im Bunde, der 4 sich ibrer Seelen versicherte, ihnen dafür aber übernatür— 0 liche Macht gab, allerlei Bosheit auszuüben. So wucherte der Glaube an Zauberei durch das ganze Miitelalter fort, 4 ohne daß jedoch die Hexerei allgemein zu einem Verbrechen gestempell worden wäre. Wenigstens stehen die Fälle, ö wo man Hexen vor Gericht stellte, vereinzelt da. Die crimmalrechlliche Verfolgung tritt erst gegen Ende des 4 Miitelalters enischiedener auf. Das Jahr 1489 brachte den ö„0 reuhammer“,„eine förmliche Hexenproceßordnung“, und 4 die peinliche Halsgerichtsordnung Karl V. befaßt sich gleich⸗ hunderts. 1 war, geschlachtet werden sollte. 15 falls mit ben Verbrechen der Zauberei. Seinen Höhepunkt 5 erteichte das Unwesen nach Beendigung des 30jäbrigen Krieges, am Anfange der zweiten Hälfte des 17. Jahr⸗ Zur Erklärung der entsetzlichen Erscheinung haben scharssinnige Denker Verschiedenes angeführt; dem Redner scheint am natürlichen anzunehmen, daß die Ver— Schulzenweide erkrankte vor Kuczem die Masikuh des Sp., welche, da sie bald seit genug Die Erkrankung nat so plötzlich und derart auf, daß man annehmen mußte, das Toier werde bald verenden. Sp., der sich vor einem so großen Verluste schützen wollte, hatte nichts Eiligeres zu Feeischulzenpächters zog es mit Hülfe eines anderen Mannes ab. Damit aber ja nichts verloren gehe, gab die sparsame Hausfrau das noch warme Blut der Kuh ihren sieben Schweinen als Futter. Aber alle sieben Schweine, welche von dem Blute gefressen, verendeten im Zeitraum von eimer Stunde. Auch Sp., welcher die Kuh, geschlachtet, erkrankte sofortz mal mit der Hand das Auge gewischt, worauf zunächst dieses, dann der Kopf und zuletzt der ganze Kölper stark anschwoll. Aerziliche Hilfe aus der nahen Kreisstadt er schien nicht sofort und kam darauf schon zu spät. Der Arzt constatirte bei der gelödieten Kuh den Milzbrand und bei dem erkrankten und in den letzten Zügen liegen den Pächter Sp., sowie seinen sieben Schweinen eine Ver⸗ giftung. An eine Reliung des Pächters war nicht zu denken, schon nach wenigen Stunden war er eine Leiche. Der bei der Tödtung der Kuh behülflich gewesene Mann erkrankte auch, konnie aber durch rechtzeitige ärztliche Hilse gerettet werden. Alhen. Schliemann hat bei erneuten Ausgrabungen den Ausgang einer doppelten kreisförmigen Gräberstadt bei Mycenäe enideckt, und hat in einem Grab vier reich den, ferner zwei Gestern Abend bal hier ein thun, als die Kuh zu schlachien. Er tödiete das Tyier und er hatte sich während des Abziehens der kranken Kuh ein. verzierte goldene Vasen von 18 Centimeter Höhe aufgesun— goldene Siegelringe, auf deren einem ein Palmenvaum und sieben weibliche Gestalten abgebildet waren. 4 Freundes Krankfurt, 29. Jan.(Viehmarkt.) 8 ige Markt war ziemlich gut befahren. Die Preise fär Ochsen waren eiwas billiger, für Kälber höher. Angetrieben waren: 370 Ochsen, 220 Kühe und Rinder, 300 Kälber und 200 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 61—65., 2. Qual. M. 56—60. Kühe und Rinder 1. Qual, M. 60., 2. Qual. M. 51-53. Kälber 1. Qual. M. 55., 2. Qual. M. 40—44. Hämmel 1. Qual. M. 52., 2. Qual, M. 40. Frankfurt, 29 Jan. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 41., Nr. 2 M. 37., Nr. 3 M. 33., Nr. 4 M. 29. Nr. 5 M. 23. Roggenmehl%%(Berliner Marke) M. 27., do. II.(Berliner Marke) M. 22., Weizen M. 25.25., Korn M. 18.50—19.50., Gerste M. 18—20., Hafer M. 15.50— 18. Kohlsamen M.—., Erbsen M. 21—24., Wicken M. 19., Linsen M. 21—30., Rüböl M. 83. Die Preise verstehen sich süämmtsich per 200 Pfund Zoll⸗ gewicht= 100 Kilo. a Mainz, 29. Jan. Producten-Markt. Waizen per März 22.60. Korn per März 17.05. Haser per März 16 95. Rüböf per Mai 38.90. D., Frankfurt a. M., 30. Januar. Die Hausse der Vortage hat heute wieder einer Abwärtsbewegung Platz gemacht, welche theils auf Realisationen der Liebhaberei, theils auf das Aufhören der Contreminedeckungen zurück- zuführen ist. Uebrigens wollte man die Abschwächung auch durch politische Motive erklären und gab insbeson⸗ dere ein Artikel des„Nord“ über den Friedensschluß zwischen Serbien und Pforte, welcher darlegt, daß nach⸗ dem der Zwischenfall dieses Krieges geschlossen sei, die Hauptfrage doch noch fortbestehe, zu bedenklichen Erwäg⸗ ungen Veranlassung. Für die Liquidation waren Stücke reichlich vorhanden. Creditaetien bewegten sich zwischen 121½ bis 120 und 1203, Staatsbahnactlen zwischen 198½—197¼— 198 und 1968. Lombarden waren auf ihre höhere Berliner Notiz zu 62¼ in einigem Verkehr. Oesterr. Bahnen hielten sich ziemlich fest. Elisabeth und Galizier höher. Von deutschen Bahnen Hess. Ludwigs⸗ bahn matter. Banken theilweise anziehend, Reichs bank %, Darmstädter 10% höher, Oesterr. Nationalbank 4 fl. matter Deutsche Fonds fest. Von ausländischen Fonds Oesterr. Goldrente und Silberrente fest, Papier⸗ rente nachgebend. Prioritäten fest. Von Loosen 1860er niedriger, 1864er M. 2. besser. Wechsel theurer. Geld Cours. Frankfurt am 30. Januar 1877. 20⸗Frankenstücke„ b Mt. 162024 Englische Sovereigns 0„ 20 33 38 Russische Imperiales 5„ 16 75—80 Holländische fl. 10⸗Stücke. i Duücafent, sen z ücen 9 60—65 Ducaten al marco„ 9 6469 Dollars in Gold* 4 1619 — N 2 . 85 S— 888 2 1— 2 2 1 2 8 8— 8 2 2 82„ 2 2 . 2 8 2 2 825 2.5 8 5 * 7 Die soeben erschienene Nr. 18 enthält: Die Stufenfahre eines Glücklichen. Noman von Louise von Frangois.(Fortsetzung.)— Vor achthundert Jahren in Canossa. Von D. H.— Der Islam und seine Völker. Von M. Lüttke. II. III.— Am Familien⸗ tische: Wunderliche Geschichten. Mit Originalzeichnung von H. Kaulbach: Mönchslatein nach der Heimkehr aus dem heil. Lande(15. Jahrh.).— Saltarello. Von Struwy. Mit Originalzeichnung von Knackfuß: Salta⸗ rello-Tänzer in Rom.— Wie die Kälte wirkt.— Die Zahl der Menschen auf der Erde. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg. Für Glaser 177 empfehle ich Tafelglas, Spiegelgläser, Fensterbe⸗ schläge, Fensterblei, Glaserdiamanten und alle Sorten Goldleisten zu den billigsten Preisen. Georg Groß. Vorräthig bei Carl Bindernagel in Friedberg: Neuestes Punktier⸗Spiel, oder 272 Antworten des Schicksals auf 16 Hauptfragen, welche die Zukunft und die wichtigsten Interessen im Leben eines jeden Menschen betreffen. Eine äußerst angenehme Unterhaltung mit unerschöpf⸗ lichem Stoff zu Scherz und freundlicher Neckerei für alle „und Familienkreise, für großere und kleinere Handel und Verkehr. Friedberg, 31. Jan. Waizen M. 24.50. M. 20.—. Gerste M. 18.20. toffeln M.—. = 200 Zollpfund. K orn Hafer M. 15— 19. Kar⸗ Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo Hesellschaften zu jeder Jahreszeit, von Emil Witz, 80 eleg. br. Preis 60 Pfennig. 3559 Seidene Umknöpftücher& Foulards 360 in den schönsten Farben billigst bei K. Friedrich. 2 2 2 — — 8 lösung freiwillig berichtigt lassen. suchung Cutaler selbsistd bedingt fraglich on Stul die noch eiwalge dert, fich Anerkenn Eheleute die Ane in das „ gestellt! Fri 185 Ver 33 halb 1 Ruben den Ab! kirca — 6 S 2 2 — — 3 SSG OSS —2 — res abus ne ne Edietalladung. Die Blinden ⸗Anstalt in Friedberg betreffend. Johann Peter Schäfer dahier hat im Jahre 1850 hier eine Blindenanstalt gegründet und in dem irrigen Glauben, daß dieser Anstalt Corporationsrechte ertheilt würden, bei den abgeschlossenen Verträgen an seiner Stelle die Blindenanstalt als Käuferin und Erwerberin be⸗ zeichnet und dadurch veranlaßt, daß die durch diese Ver⸗ träge erworbenen, in den Gemarkungen Friedberg und Fauerbach b. Fr. gelegenen Immobilien der Blinden⸗ anstalt als Eigethum zugeschrieben wurden. In der Absicht, das ganze Vermögen an den Staat abzutreten und um bei dieser Disposition ungehindert zu sein, hat derselbe nunmehr mit Rüͤcksicht darauf, daß er nach Auf⸗ lösung des Curatoriums, das ex sich im Jahre 1858 freiwillig zur Seite stellte, beantragt, diese Immobilien berichtigt auf ihn und seine Ehefrau überschreiben zu lassen. Da sich nun bei der stattgehabten Sachunter suchung ergeben hat, daß die Mitglieder des gedachten Curatoriums sämmtlich bis auf 2 derselben bereits die selbstständige Dispositionsbefugniß des Antragstellers un⸗ bedingt anerkannt haben, so daß also der Erwerb der fraglichen Immobilien durch J. P. Schäfers Eheleute an Stelle der Blindenanstalt bescheinigt ist, so werden die noch dissentirenden Mitglieder des Curatoxiums, sowie etwaige sonstige unbekannte Betheiligte hiermit aufgesor— dert, sich binnen 4 Wochen, von heute an, hierorts über Anerkennung der Erwerbtitel der J. P. Schäfers Eheleute zu erklären unter dem Rechtsnachtheil, daß sonst die Anerkennung angenommen und die zum Eintrage in das Mutationsverzeichniß erforderlichen Urkunden aus⸗ gestellt werden Friedberg den 10. Januar 1877. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Pist o r. 5 Versteigerunug von Baumatcrialicn. 333 Samstag den 3. Februar d. J., Nachmittags halb 1 Uhr anfangend, sollen in dem Freiherrlich von Rabenau'schen Hofe zu Ober⸗Mörlen nachstepende, durch den Abbruch eines Gebäudes gewonnene Matexialien, als: circa 96 Kubikmeter Mauersteine, Ee* noch gut erhaltenes Bauholz (meistens Floßholz), Balken von 10,5 Meter Länge, Durchzüge, Sparren⸗, Wande, und Riegelholz; 1 Parthie gut erhaltene Latten und eichenes Stück⸗ holz, 1 Parthie alte Dielen, 13 Stück noch fast neue(glatte) Böden mit Beschlag, 8 Slück alte Thüren, 3 Stück alte Dachkandeln, 600 Pfund altes Eisen, darunter ein 3“ starker Stab und 1 Hängeisen, circa 80 Wagen alten Strohlehm, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Londorf am 25. Januar 1877. Der Bauverwalter Unger. ö Arbeitsvergebung. 338 Die zur Herstellung- von Schloßgartenmauern er⸗ 1 1 184 1 1 1 forderliche Maurerarbeit, veranschlagt zu 1847 Mark, Bruchsteinlieferung 900„ Cementlieferung i sollen bis zum 19. Februar d. J., Vormittags 11 Uhr, oͤffent⸗ lich im Submissionswege vergeben werden. Die Angebote sind in Prozenten auf den ganzen Betrag des Voran- schlags bis zum obigen Termin versiegelt und mit der Aufschrift:„Submission für Herstellung der Schloß gartenmauer zu Friedberg“ bei unterzeichneter Stelle einzureichen, woselbst Voranschlag und Bedingungen off en liegen. Frievberz den 26. Januar 1877. Großherzogliches Kreisbauamt Frledbertz. Re u ß Holz- Versteigerung. Mittwoch den 7. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, kommt in dem hiesigen Gemeinde wald, Distrikt Buchwald, I. Theil a., folgendes Gehoͤlz zur Versteigerung: 13 Eichen⸗Bau⸗ und Werkholzstämme von 19 Fest⸗ meter Inhalt, darunter befindet sich! Stamm von 3,08 Festmeter Inhalt und 9 Meter lang und 3 Stämme von 2 Festmeter Inhalt und 9 Meter lang 87 Eichen ⸗Bau⸗ und Werkholzstaͤmme von 19 Fest⸗ meter Inhalt, 152 Eschenstangen 1. Klasse von 10 Festm. Inhalt, 5 Weschholzstämme von 1,09 Festmeter Inhalt, 49 Raummeler Eichen Scheit und Knüppelholz, 82 7 Buchen⸗„ 1270 Stück Eichenwellen, 15500„ Puchenwellen, 11 Rauumeter Erestocke, ö Bemerkt wird, daß das Holz nahe an dem Vielnalweg von Eschpach nach Wichelbach liegt und eine gute Ab- fahrt ist. Eschbach den 29. Januar 1877. 337 1„ Der Mürgermeister Schmidt. verstorbenen Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 351 Dienstag den 6. Februar sollen im Langberg bei Mühlsachsen versteigert werden: 519 Nadelholzstämme, meist Fichten, 15—36 Centim. stark und 9— 18 Meter lang mit 211 Kubikmeter Inhalt, 4 Eichenstämme mit 3,65 Kubikmeter Inhalt, 1 Elsbeerstamm mit 0,39 Kubikmeter Inhalt und 450 Fichtenstangen mit 51 Kubikmeter Inhalt. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr auf dem Mühlweg beim Pflanzgarten. Lich den 29. Januar 1877. Wimmenauer, Forstrath. Immobiliar-Versteigerung. 349 Dienstag den 6. Februar l. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die den Erben des Moritz Kaufmann in Frankfurt a. M. gehörenden Immobilien, nämlich: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 4. 7. 141. Acker am Soderweg Gemarkung Ockstadt Flur. Nr. Klftr. 10. 69. 166. Grabgarten an der Burg ⸗Fried⸗ berger Grenze erbvertheilungshalber öffentlich meistbietend werden Friedberg den 30. Januar 1877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. versteigert Hofraithe-Versteigerung. 348 Freitag den 9. Februar l. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhause die Hofraithe der verstorbenen Bernhard Otto Wittwe erbvertheilungshalber einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt werden. Friedberg den 26. Januar 1877 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. . Ne Holz- Versteigerung. 344 Montag den 5. und Dienstag den 6. Februar, jedesmal Morgens 10 Uhr anfangend, soll, in dem Stadtwald zu Hungen nachverzeichnetes Bau- und Werk⸗ holz versteigert werden: Montag den 5. d. im Distrikt Hubbach. 557 messer und 5— 18 Meter Lange, 5 Eichenstämme von 15— 24 Centimeter Durchmesser, 4—8 Meter Länge. Dienstag den 6. Februar im Distrikt Steinkaute. 604 Kiefernstammholz von 14—36 Centimeter Durch— messer, 5— 18 Meter Länge, 11 Eichenstämme von 15—30 Centimeter Durchmesser, 4—10 Meter Länge, 1 Kirschbaumstamm von 15 messer und 10 Meter Länge. Der Anfang der Versteigerung ist jedesmal Morgens 10 Ubr. Hungen den 29. Januar 1877. Großherzogliche Bürgermeisterel Hungen. Bender. * * Aecker-Verpachtung. 347 Mittwoch den 7. Februar d. J., Abends 7½ Uhr, will die Vormundschaft über Ernst Sang dahier die Aecker desselben, 20 Morgen, auf weitere 9 Jahre in der Wirthschaft des Gerhard Holler IV. verpachten. Fauerbach b. Fr. den 31. Januar 1877. Großherzogliches Ortsgericht Fauerbach b. Fr. elf eie. 24 Centimeter Durch⸗ 5 4 Jay st 51* Holz-Versteigerung. 352 Mittwoch den 7. k. M., Vormittags halb 10 Uhr anfangend, sollen im Petterweiler Gemeindewald folgende Holzsortimente einer offentlichen Versteigerung ausgeseßt werden und zwar: 97 Raummeter Nadel-Scheitholz, 118 10 Prügelholz, 1459½%1V 1„ Stockholz, 180 Stück Birkenwellen, 7890 Nadelwellen, 3„ Nadelstämme, 25„ Nadelstangen. Die Zusammenkunft ist am Petterweiler Waldhäuschen. Petterweil den 29. Januar 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Petterweil Berges. Jagd- Verpachtung. 366 Dienstag den 6. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, soll die der hlesigen Gemeinde zustehende Feldfagd auf weitere 6 Jahre auf dem Rathhause dahier verpachtet werden. Berstadt den 30. Januar 1877. Großherzogliche Bürgermeisterel Verstadt. J. B. d. B: Diefenbach, Beigeordneter. Fichtenstammholz von 14— 36 Centimeter Durch⸗ Jagd Verpachtung. 357 Dienstag deu 6. Februar l. J., Vormittags halb 11 Uhr, soll die Jagd in dem Berstädter Markwalde auf weitere 6 Jahre auf dem Rathhause dahier verpachtet werden. Berstadt den 30. Januar 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Berstadt. J. B. d. B.: Diefenbach, Beigeordneter. Filet-Decken, 359 billigen Preisen die neuesten und schönsten Muster, verkauft zu sehr K. Friedrich neben der Post Felnster Dorsch-Leberthran, fast geruch- und geschmacklos, in Flaschen mit gestem- peltem Metallverschluss à 60 Pfennig, Mark 1. und Mark 1. 70 Pfeunig icht zu haben bei Frau Hofllef. Windeeker iu Friedberg. g Ph. J. Weiss. Nauheim 207 Brodpreise vom 1. bis 16. Februar. Nach eigener Angabe der Bäcker. Fir Friedberg: 2 Waizen, ½ Korn. 2 Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 2 Kilo 56 Pf. Zweite Sorte 2 Kilo 50 Pf. ** 4 28„ 7 7 1 1 77 „ 57„14 0 7 2—„* N— Wecke bei sämmtlichen Bäckern 3 Pf. per Stück. Für Bad⸗ Nauheim: Kasseler Brod 2 Kilo 60 Pf. a nnen 5* 5 5 15— Erste Sorte 2 Kilo 58 Pf. Zweite Sorte 2 Kilo 52 Pf. 1 7 1— 29——„ 1 6 20— 7— 5 17 15„ 1— 7 7 7 13* Für Butz bach: Erste Sorte 2 Kilo 58 Pf.] Zweite Sorte 2 Kilo 48 Pf. 0 1 9 77„ 7 1 1 —— 7 5. 75— 75 1 Fleisch⸗ ꝛc Preise vom 1. bis 16. Febr. Nach eigener Angabe der Meßger. Für Friedberg: Pr. ½ Kilo. Ochsenfleisch 68 Pf. Schweinefleisch 68 Pf. Kuhfleisch, gem. 58„ Kammstück 1 Rindfleisch, gem.—„ Leber- u. Butwurst 72 1 Hammelfleisch 50„ Bratwurst 86* Keil und Carre 60„[Schwartenmagen 88„ Kalbfleisch 50„(Geräucherter Speck 98„ Keil und Carre—„ Doͤrrfleisch 86 Nierenfett 60„ Schinken 92 8 Hammelsfett 8„[Schmalz, ausgel. 88„ [Schmalz, unausgl. 80 Ausnahmspreise. Bei Ph. Windecker Schwartenmagen 92 Pf., ger. Speck 92 Pf.— Bei H. Blum II., N. Engel, W. Reuß, A. Walther ger. Speck 94 Pf., Schinken 86 Pf.— Bei W. Reuß Schmalz, ausgel., 92 Pf., unausgel. 86 Pf.— Bei K. Neuhof und R. Reichenberg Hammelfleisch 40 Pf. Für Bad⸗Nauh eim: Pr. ½ Kilo. Ochsenfleisch 68 Pf. M. Pf. Kuhfleisch, gem. 58„ Schweinefleisch— 68 ungem.„ Doͤrrfleisch—— Hammelfleisch 50„ Solperfleisch— 70 Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 1 3 Kalbfleisch 50„ Schinken 129 Keil und Carre—„ Leber- u. Blutwurst— 80 Nierenfett 56„ Schwartenmagen— 91 Hammelsfett—„ Cervelatwurst 1 40 Schaaffleisch—„ FCreischwurst— 91 Bratwurst— 91 Schmalz, ausgelassen, 91 Pf., unausgelassen 86 Pf. Schweinen Keil und Carre bei sämmtl. Metzgern 72 Pf. Ausnahmspreise. Bei S. Lob Kuh- oder Rindfleisch 50 Pf., Nierenfett 48 Pf.— Bei H. Langsdorf ger. Speck 96 Pf. Cervelatwurst 1 M. 50 Pf. Bei K. Sprengel und J. Schimpf Ww. Cervelatwurst 1 M. 50 Pf. Für Butzbach: Pr. ½ Kilo. Ochsenfleisch an M. Pf. Kuhfleisch, gem. N Schweinefleisch 64 Rindfleisch, gem. 50„ Leber- u. Blutwurst— 72 Hammellfletsch 52„ Bratwurst— 86 Kell und Carre 60„ Fleischwurst 92 Kalbfleisch 46„ Schwartenmagen— 92 Schaaffleisch„ Meräucherter Speck 1— Nierenfett 60„ Doͤrrfleisch— 86 Hammelsfett„Schinken— 86 Schmalz, ausgel. 1— 1 Schmalz, unausgel.— 92 Zum Besten des hiesigen Bürger ⸗ Hospitals finde! Sonntag den 4. Februar im Saale des Hötel Trapp ein Liederkranz. 358 Abend- Unterhaltung Sonntag den 11. Februar im Saale des Hötel Trapp. Beginn 7½ Uhr präels. Friedberg. Der Vorstand. Concer att, unter Leitung des Herrn Seminarlehrers Schmidt und unter gefälliger Mitwirkung der Säulen Marie Pfaun müller aus Gießen, Elisabeth Bindernagel von hier und des Herrn Georg Becker aus Frankfurt, sowie des gesammten Sängerchors des hiesigen Schullehrerseminars. ö Anfang 7½ Uhr. Samstag den 3. Februar, Abends 8 Uhr. Kiiedberger Casino. Generalversammlung Tages ordnuntz m Casinolokal angeschlagen. 264 Programm. f ... Bernhard Klein. FR een ne * Aris e nahte mir der Schlummer) aus Freischügß e 5* Weber. 0 b. Nerat Shure 3 Konradin Kreutzer. 4. Caprice in a moll. Felix Mendelssohn⸗ Bartholdy. 5. Der Gondelfahrer, Chor Franz Schubert. 6. Sonette für Cello und Klavier 4 Bohn Becker. 7. a. Hast du mich lieb; a b. Der Kukuk Lieder für Sopran„ Franz Abt. 8. 3. Jetzt gang i ans Brünnele 0 1585 ledrich Sil 6 b. Wo a kleins Hüttle steht Volkslieder, vierstimmig gesetzt Friedrich cher 9. a. Nocturne in des dur 8 Sener stult 8— ubert⸗ 5 b. Ständchen 10. Solo für Cello. 11. Bist du im Walde gewandelt, Chor Robert Schumann. Einzelkarten für 1 M. und Familienkarten für 3 Personen zu 2 M. 50 Pf. sind in den hiesigen Buchbandlungen und Abends an der Kasse zu haben. 35g 2 Einladung des Volksbildungs⸗Vereins Friedberg zu dem Freitag den 2. Februar c., Abends präeis 8 Uhr, im Ratbhaussaale statlfindenden Vortrage des Herrn Professor Dr. Köhler über: Die sociale Bedeutung des Sonntags. Der Zutritt ist Jedermann gestattet. Friedberg. Der Vorstand. S eee eee Henachrichtigung. 1319 Meine sämmtlichen auf Lager habenden modernen Damenkleiderstoffe verkaufe 1 Begi ühj sai änzli i ä heute bi ich, um vor Beginn der Frühjahrs saison gänzlich damit zu räumen, von ente bis 8 2 12 zum 16. Februar l. J. 25% unter dem seitherigen Preise. Ebenso Bukskings, für jede Jahreszeit passend, solide Muster und gute Qualitäten 20% unter dem seitherigen pPreise. Am 18. Februar treten die früheren Preise wieder ein. Musterabschnitte können nicht verabfolgt werden. Sämmtliche Waaren sind reell in jeder Beziehung. Während dieser Zeit gebe ich eine neue Sendung der in meinem Geschäfte schon längst eingeführten und von meinen Kunden oft gerühmten/ breiten weißen Chiffons, Madapolum O und Dowlas, welche sich für Hemden und Bettwäsche eignen, zu sehr billigen Preisen ab. O Mayer J. Hirsch. 8 SSS eee eee SSS SSS 34⁰ Permanente Bau-⸗Ausstellung, 107/1 Frankfurt a. 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Jan. o. umstandeu auf dem Friedhofe zu Schwalheim zahlreiche Leidtragende die irdische Hülle des selig Verblichenen Konrad Jener.— Die von seinem Geistlichen mit Thränen in den Augen von Herzen ge⸗ sprochene Worte über den selig Dahingeschiedenen machten einen wehmüthigen Eindruck und verfehlte nicht den Vorsatz zu fassen: so, wie der redlich Ausgerungene, will auch ich Pflichterfüllt nach allen Seiten hin, meine Tage beschließen. 8. Bäder, Adamson& Comp. in Philadelphia liefern bis jetzt das Vorzüglichste in Glas- und Schmirgel⸗ papier, sowie Schmirgel-Leinwand und ist solches in Friedberg allein zu beziehen durch Ph. Dan. Kümmich. Geschufts-Empfehlung. 346 Einem hiesigen, sowie auswärtigen Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich von heute an ein großes Lager aller Sorten Kappen u. Hüte, sowie Uniforms⸗ Kappen aller Art unterhalte. Bestellungen nach Maaß werden innerhalb 3 Tagen auf das Beste ausgeführt. 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Samstag Morgens 8¼ Uhr. 343 hat zu vermiethen Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Saalgasse 19, von Rudolf Mosse in Frankfurt a. M. Frankfurt a. M Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Betteff sonds betreffe Einnth D zweiten rathun, von Le Landei. dieser Berath! landwi Oberhe der di schulen ö purbe 16 S. GVcber dis Ju Moste und Kanal II. N im S kinbar bacher und bonne Regler üer r Neligi meinde Auesa 0 sches an 0 Höglic ag 0 testen Regelu . un J hiantt. Dahl urkur du n dan aufg lich 1 —— — 2