3 die Direction. Ball. an Heinrich Sehr lll. darm! lerien Aumentiche 11 1 Pferd es 194 0 * 705 87, bet bilg Abemeh ter strin,— 2 2 Gus 2 e 1876. ö 1 . 14300 Donnerstag den 31. August. M. 103. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Rreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Für den Monat September kaun auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 34 Pf., bei den Poststellen mit 50 Pf. abonnirt werden. Amtlicher Theil. Generalversammlung des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen. Die diesjährige ordentliche Genecralversammlung des landw. Vereins don Oberhessen soll am Montag den 18. September d. J., Vor- mittags 11½ Ubr, zu Gießen im Gasthaus„Zum Einhorn“ abgehalten Gegenstände der Verhandlungen werden sein: 1) Erstattung des statutenmäßigen Rechenschaftsberichtes. 2) Wahl des Präsidenten, Vicepräsidenten und Ausschusses für die werden. Periode 1877/79. 3) Wabl des nächstjährigen Versammlungsortes. 4) Die Frage: Wird die Einfuhr fremden Zuchtviebes und welcher Racen gewünscht und soll dieselbe durch den Verein oder auf welche andere Weise bewirkt werden? 5) Die Frage: Warum macht die Zusammenlegung der Grundstücke im Großberzogthum keine Fortschritte, während sie in andern Län— dern, namentlich in Preußen, zum großen Theile durchgeführt ist? 6) Welches sind die wirthschaftlichen Aufgaben der landwirthschaftlichen Körperschaften? 8) Die Frage: eingereicht werden. Der Präsident des 7) Auf welche Weise können die Landwirthe auf eine angemessene Regu— lirung des Preises der landwirthschaftlichen Producte namentlich in Zeiten, in welchen die Arbeitslöhne im Mißverbältniß zum Produktivwerthe stehen? Empfiehlt sich für Molkereigenossenschaften und in welcher Weise lassen sich dieselben in's Leben rufen? Nach§ 33 der Statuten muß jedes Mitglied des Vereins, welches in der Versammlung einen Vortrag zu halten wünscht, diese Absicht vor Beginn derselben dem Präsidium zu erkennen geben; schristliche Mittheil— ungen müssen mindestens einige Tage vor der Versammlung bei demselben Der Unterzeichnete ladet hiermit die Vereinsmitglieder, sowie alle Freunde der Landwirthschaft zu dieser Versammlung ergebenst ein. Friedelhausen am 20. August' 1876. einwirken, Oberhessen die Gründung von landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen. A. Freiherr v. Nordeck zur Rabenau. Deutsches Reich. Darmstadt. Die abnormen Witterungsver— vältnisse dieses Jahres, die Wolkenbrüche u. s. w. vaben die Staatsstraßen ganz außerordentlich stark mitgenommen, wie ehenso in Folge der wieder golten Hochfluthen des Rheines für Dammbauten »emnächst nicht unbeträchtliche Mittel werden auf— gewandt werden müssen. Die Regierung hat be— üglich der Chausseen sofort die Ober-Bau-Direction kauftragt, genaue Erhebungen über den Bedarf zur ordnungsmäßigen Wiederherstellung der theil— veise zerstbrten Straßenkörper anstellen zu lassen, und laut den nunmehr eingelangten amtlichen Nittheilungen sind für Wiederherstellung der Staatsstraßen erforderlich in den Kreisen: Bens— eim 10,300 M., Dieburg 4300 M., Groß-Gerau 530 M., Offenbach 2019 M., Friedberg 700 M., Zingen 17,200 M., Mainz 32,000 M., Worms 2,800 M., Darmstadt 1450 M., Gießen 11,300 M. und Alzey 1300 M., zusammen 95,899 M. Ein ähnliches Verhältniß zeigt sich bezüglich der durch ie Hochfluthen verursachten Beschädigungen der Dämme. Die Feststellung der zur Wiederherstellung bes Zerstörten erforderlichen Summen kounte der Natur der Sache nach erst in jüngster Zeit er— bolgen und haben die einzelnen Kreisbauämter olgende Beträge als nötbig angegeben: Bensheim Mk., Erbach 620 Mk., Groß-Gerau 8,000 Mk., am Main-ÜUfer⸗Werk 1000 Mk., Zingen 12,000 Mk., Mainz 44,000 Mk, Worms 000 Mk., zusammen 144,820 Mk. — Das Ministerium des Innern hat einen Preis von 500 Mark auf die Ausarbeitung eines Werkchens gesetzt, das als Leitfaden für Fortbildungs- shulen geeignet erscheint. Die Verfassung des Keichs und Hessens, die Selbstverwaltungsgesetze imd wichtigsten Verordnungen für Staat, Gemeinde imd Kirche sollen in lebendiger und gemeinfaßlicher orm gehalten sein. Die Katechismusform ist nicht ausgeschlossen. — Sobald die bedeutenden baulichen Um- nderungen im Ständehaus vollendet sein werden voraussichtlich in Monatsfrist— wird die 2. Kammer zum definitiven Abschluß des Budgets zusammentreten. Ihr folgt die evangelische Landes- node zu einer kurzen Herbstsession nach. Berlin. Der„Magdeburger Zeitung“ wird geschrieben:„Die Vertheidiger des Grafen Arnim werden, wie erzählt wird, in Erfahrung zu bringen suchen, zu welchem Tage Thiers in Paris vom dortigen Gericht eingeladen worden ist. Sie würden dann, wenn der französische Richter nicht so wie so den Grafen v. Arnim von dem Termin in Kenatniß setzen läßt, durch das auswärtige Amt beantragen lassen, daß gleichzeitig mit Thiers ihr Client eitirt werde. Die Vertheidigung legt, wie es hiernach den Anschein gewinnt, auf die Ver— nehmung von Thiers großen Werth. Zwar hat bekanntlich Thiers bereits geäußert, er wüßte nicht, was er zu Ungunsten oder zu Gunsten des Ange— klagten aussagen könnte; allein die Vertheidiger werden zu der Annahme berechtigt sein, daß durch Fragen, die der Graf an Thiers richtet, wesentliche Klarlegungen des Sachverhalts erfolgen könnten.“ Ausland. Oesterreich⸗Ugarn. Wien, 28. Aug. Gestern conferirten die Botschafter Deutschlands, Rußlands und Englands mit Baron Hofmann, der Andrassy zeitweilig vertritt. Gegenstand der Conferenz war die Verständigung über die Form eines Collectiv-Schrittes bei der Pforte. Pest. Das„Amtsblatt“ veröffentlicht zwei kaiserliche Handschreiben, wonach v. Simonyi von der Leitung des Handels- Ministeriums endgültig enthoben und Minister von Tresort interimistisch damit betraut wird. — Mehrere, man spricht von 50, auf der Reise nach Belgrad hier angekommene russische Offiziere und Freiwillige, welche in Haft genommen waren, wurden auf Anordnung des Polizei Chefs wieder freigelassen; denselben wurden auch ihre Pässe wieder ausgefolgt und ward ihnen freige— stellt, weiter zu reisen. Frankreich. Paris, 28. Aug. Durch ein so eben erlassenes Deeret wird eine Volks— zählung für dieses Jahr angeordnet. — Zum Daeputirten für den Wahlbezirk Pon⸗ tivy wurde wiederum der Klerikale de Mun ge— wählt, jedoch nur mit einer Majorität von 375 Stimmen. Ju Guimgamp siegte der Repu— blikaner Huon mit 6334 Stimmen gegen den Legitimisten Lueinge, auf welchen 5834 Stimmen fielen. — 28. Aug. Nach einem Brief der„Inde— pendance“ hat Herzog Decazes im Ministerrathe Mittheilungen gemacht, aus welchen hervorgeht, daß Frankreich niemals angeboten hat, eine Ver- mittler- Rolle im Orient zu übernehmen, sondern nur sich bereit erklärt hat, alle Friedens-Versuche zu unterstützen.— In diplomatischen Kreisen hält man eine europäische Eonferenz für unumganglich, da man glaubt, daß Rußland nunmehr die bul— garische Frage anregen werde. Spanien. Madrid. Der„Gaceta“ zu⸗ folge hat die Regierung mit verschiedenen spanischen Bankhäusern ein Abkommen getroffen, wodurch letztere sich verpflichten, der Regierung 15—25 Mill. Piaster für den Krieg auf Cuba vorzuschießen; das Capital soll in zehn Jahren amortisirt, mit 10 pCt. verzinst und durch die Zoll Erträgnisse Cuba's garantirt werden. Türkei. Constantinopel, 27. August. In Folge der Schritte des Fürsten Milan zur Herbeiführung einer Friedens Vermittlung fanden gestern hier Besprechungen zwischen den hiesigen Vertretern der Machte statt. Privat-Nachrichten aus Constantinopel zufolge verlangt die türkische Regierung, Fürst Milan solle sich mit feinem Friedens Gesuche direet an sie wenden. Die Meldung der„Agence-Havas“, wonach die Sig— natar-Mächte übereingekommen wären, ols Friedens- Bedingungen vorzuschlagen: Erhaltung des Fürsten Milan, Zahlung einer Kriegs Eutschädigung durch Serbien, Besatzungsrecht der serbischen Grenz— Festungen durch die Türken— wird in hiesigen diplomatischen Kreisen als unbegründes bezeichnet. Es sind bisher überhaupt noch keine Basen für die Verhandlungen aufgestellt. — Aus Saitschar, 23. August, wird amtlich gemeldet: Die Serben haben die türkischen Vor— posten bei Saftschar angegriffen, wurden jedoch zurückgeworfen. Amtliche Meldung aus Nisch vom 24. Aug.: Achmed Ejub Pascha hat eine Redoute bei Alexinatz eingenommen. Die Serben, welche einen Ausfall machten und Ali Saib Pascha augriffen, wurden mit großem Verluste zurück⸗ geworfen. 40 — Nachdem Mukhtar Pascha sich von Trebinje und Dieladdin Pascha von Stolae aus in Be- wegung gesetzt hatten, schlossen dieselben plötzlich am 24. Aug. mit 7 Bataillonen und 600 Baschi Bozuks den Ort Popovo ein und machten einen Angriff auf eine Abtheilung von 700 Insurgenten, welche sich nach kurzem Gefechte zurückzogen. Am 25. erhielten die Insurgenten Verstärkung, ebenso die Türken. Da Mukhtar Pascha noch 3 Bataillone und 4 Geschütze herangezogen, hat, so wurde gestern eine Erneuerung des Kampfes erwartet. — 28. Aug. Sir Henry Elliot und General Ignatieff werden ihre Posten definitiv aufgeben. Ersterer tritt gänzlich zurück, Letzterer erhält eine andere diplomatische Bestimmung. Die Pforte beharrt dabei, daß Milan direct um Frieden bitte; die Forderung des Besatzungs-Rechts in Belgrad und Semendria hat die Pforte aufgegeben, ver ⸗ langt aber eine große Kriegssteuer und die Schleif⸗ ung der Festungswerke im Morawa. Thal. — 29. August. Die„Pol. Corr.“ meldet, daß auf Betreiben Midhat Pascha's der Minister- Rath unter Zuziehung der Großwürdenträger im Prineipe den Thronwechsel und die Proclamirung des Erbprinzen Abdul Hamid zum Sultan be— schlossen habe. Diese unmittelbar bevorstehende Aenderung werde sich jedenfalls vor Beginn des nächsten Ramazan vollziehen. Serbien. Belgrad, 27. August. Dem „Reuter'schen Bureau“ wird gemeldet, daß die Seitens der Regierung eingeleitete Friedens-Aetion von der Bevölkerung ungünstig aufgenommen und die Unzufriedenheit mit den Friedens Tendenzen der Regierung im Wachsen begriffen sei. Die Zeitung„Istok“ brachte einen kriegerischen Artikel, welcher allgemein als Ausdruck der öffentlichen Meinung angesehen wird. Die Regierung habe, vielleicht unter dem Eindrucke dieser Stimmung, die Seitens der Consuln geforderte Einstellung der Feindseligkeiten verweigert, — 27. August.(Amtliche Meldung.) Die Armee des Generals Tschernajeff hat gestern die Offensive ergriffen, im Vorrücken Stanzi besetzt und die türkische Stellung zwischen Dobrajevatz und Katun angegriffen. Mittags erhielt die Armee Fühlung mit dem über Arandjel herangerückten Corps des Oberst Horvatovies. Obwohl der Kampf von früh bis Abends dauerte, sind die Verluste der Serben, Dank dem unebenen Terrain, doch nur unbedeutend. — 28. August. Der„Pol. Corr,“ wird ge— meldet: Da die Pforte den Abschluß eines Waffen- stillstandes von der vorherigen Kenntniß der even- tuellen Friedensgrundlagen abhängig zu machen beabsichtigt, so schweben gegenwärtig zwischen den Großmächten Verhandlungen zur Erzielung einer Vereinbarung über die wesentlichsten Punkte der Friedens- Präliminarien. Das Resultat dieser Verhandlungen soll den kriegführenden Parteien gleichzeitig mitgetheilt und auf Gtund dessen die Vereinbarung einer Waffenruhe betrieben werden. Amerika. Philadelphia. Nach einer „Times“-Depesche vom 27. Aug. wird gemeldet, daß die Sioux jeden Kampf mit den Truppen vermeiden wollen. Ein Theil will nordwärts in britisches Gebiet sich zurückziehen, aber General Miles bewacht mit einem Regiment Infanterie den Gallonstone River, um sie an der Ueberfahrt zu bindern. Aus Stadt und Land. Darmstadt, 28. Aug. Heute Nacht starb in Folge eines Brust-Leidens Ministerial- Rath Göhring im Alter von 50 Jahren. Der Verstorbene war seiner Zeit Be— vollmächligter Hessens im Bundesrathe, und seit neuerer Zeit dazu berusen, als Rah im Ministerium der Finanzen die Steuer⸗Reform anbahnen und ausführen zu helsen. Darmstadt. Die Industrie-Ausstellung dahier er— freut sich sortwährend eines zahlreichen Besuchs. Sehr viele größere Zeitungen bringen die günstigsten und aus— führliche Berichte, welche wohl das auswärtige Publikum für die noch kurze Dauer ber Ausstellung bis zum 11. September zur Besichtigung derselben anregen dürften, umsomehr, da die Preisermäßigung der Eisenbahnen hier— zu besonders einladet. Für die folgenden Sonntage ist das Eintrittsgeld auf 50 Pf. für Erwachsene und 25 Pf. für Kinder festgesetzt. Für die näher gelegenen Schulen empfehlen wir den Besuch der Kinder unter Führ⸗ ung der Lehrer ganz besonders, wie dieses auch bereits von vielen Seiten geschah. Allerlei. voriger Nummer des Anzeigers mitgetheilten noch folgende Feuersbrünsie in den Zeitungen verzeichnet: In Daun in der Eifel sind 64 Häuser niedergebrannt, in Mühlhausen im Elsaß 1 große Fabrik und 6 Häuser, in Beutel(Bayern) 6 Bauernhöse, in Krombach(Bayern) die Kirche, in Psorz⸗ heim der Gasthof zum Hirsch, in Ludwigshasen 1 Essig⸗ fabrik, in Beidl bei Amberg die Kirche und 16 Häuser, in Barup(Lippe Detmold) 26 Häuser, in Creseld eine chemische Fabrik, in Rees(Westphahlen) 5 Häuser, in Salza bei Langensalza 20 Häuser; im Circus Salamonsky in Kassel wurde ein Feuer im Entistehen erstickt, im Forst Tanne auf dem Harze brannten 160 Morgen Wald, in Weißenbach bei Brückenau brannten 600 Morgen nieder. Frankfurt. Ein Louis, Namens Lutz, welcher vor mehreren Wochen einen Mann meuchlings in der Pro⸗ menade angefallen und ihn in den Rücken gestochen hatte, dem ihn verhaftenden Schutzmann aber in Folge der Haltung des für ihn Partei nehmenden Publikums durch— ging, ist in Darmstadt verhaftet worden und wird zu seiner Bestrafung hier eingeliefert. Heidelberg, 28. Ang. Der in weiteren Kreisen rühmlichst bekannte Professor der Chirurgie au unserer Universttät, Dr. Gustav Simon, ist in der letzten Nacht plötzlich gestorben. Berlin. Von einem Augen- und Ohrenzeugen wird der Bürg.-Zig. Folgendes gemeldef. Kaiser Wilhelm ließ sich neulich bei der Abfahrt nach Bomst auf dem Pots⸗ damer Bahnhof zur Erfrischung ein Glas Wasser reichen. Nachdem der hohe Herr dasselbe ausgetrunken, ließ er sich auf einen Sessel nieder. Als er sich aber an die Rück, lehne stützte, brach die an dem oberen Theil derselben an— gebrachte Krone ab. Der anwesende Bahnhofsinspector spraug sofort eilig hinzu und hob die heruntergesallene Krone wieder auf. Dies bemerkend sagte der greise Monarch in seiner bekannten leulseligen Weise:„Diese Krone war sehr wacklich, Kronen müssen fest sitzen.“ Der Untergang des Dampfschiffes„General⸗ Lieutenant Kroesen“. Amsterd am, den 4. August. Der nieder— ländische Dampfer General-Lieutenant Kroesen ist am Abend des 21. Juni in der Lampong-Bai an der Südspitze Sumatras, am Eingang in die Sunda Straße, verunglückt. Indischen Blättern, zumeist dem„Algemeen Dagblad van Nedl. Indie“ entnehmen wir folgende Beschreibung: Nach dem Mittagessen hatte sich der größte Theil der Passagiere auf das Verdeck begeben. Vier Herren, worunter Major Boom, hatten sich in die Kajüte zum Kartenspiel niedergesetzt, als sie einen Stoß fühlten. Sie glaubten die Schraube des Schiffes sei ge— brochen, und begaben sich auf das Verdeck. Dort sahen sie, daß das Hinterschiff an Steuerbordseite sank. Capitän Thieme sah sofort die Gefahr und ließ Frau Boom mit ihren Kindern in das erste Boot am Hinterschiff bringen. Das Boot konnte aber nicht mehr herabgelassen werden, und durch einen zweiten stärketen Stoß sank das Hinterschiff ganz auf die Seite und das Wasser drang in die Kajüte. Der Schiffs-Capitän Verloop rief:„Das Schiff sinkt!“ Bald darauf siebt Major Boom an Backbordseite eine Schaluppe mit 6 Mann, worunter ein Europäer. Boom springt über Bord und sucht die Schaluppe zu erreichen. Diese aber will ihn nicht aufnehmen trotz seiner Bitten. Boom, der fortwährend durch seinen indischen Diener unterstützt wird, schwimmt wieder zum Schiff und erklettert es. Dann erfolgt ein dritter, heftiger Stoß, welcher den großen, eisernen Mast umstürzt, der im Fall 50 bis 60 Menschen tödtete oder verwundete. Das ganze Hinterschiff sank nun mit Allen, die sich noch darauf befanden, in die Tiefe. Boom arbeitete sich durch Schwimmen wieder an die Oberfläche, griff mit der einen Hand eine treibende Thür und mit der andern ein Stück Holz. Vom Schiff war nichts mehr zu sehen, aber Boom sah mehrere Schiffbrüchige auf losgelöstem Holzwerk umhertreiben. Mit diesen blieb er etwa ½ Stunde zusammen, trieb aber mit vier Andern bald weg. Diese vier Anderen sanken vor Mitter— nacht in die Tiefe. Nach einiger Zeit fühlte Boom einen Stoß gegen seine Brust und fand, daß er gegen ein treibendee Brett gestoßen sei. Er be— mächtigte sich desselben zur Stütze seines Körpers. Gegen Morgen entdeckte er eine Klippe, auf der sich sechs Menschen gerettet hatten; da aber die Brandung sehr stark war, suchte Boom nicht die Klippe zu erreichen. Etwas weiter fand er eine zweite Klippe mit geringer Brandung und auf welcher sich eine Person befand; aber er konnt, diese Klippe nicht erreichen. Den ganzen Tag, Friedberg. Am 24. August fladen wir außer den in Donnerstag, sah Boom weiter keine Schiffbrüchigen mehr. Er trieb an einigen Insel vorbei, bielt den Kopf naß, um sich gegen die Sonnenstrahlen zu schützen, und zur Nahrung fand er einige vom Schiffe herrührende Lebensmittel. Die erste Nacht war ruhig gewesen, die zweite aber wurde stürmisch, so daß Boom das Brett verlor. Der Strom brachte ihn in das Innere der Lampong Bai und gegen Morgen hörte er das Geräusch der Brandung. Er sah sich dem Ufer zugetrieben und suchte alle Kräfte, die ihm noch geblieben waren, zu sammeln, um die Bran- dung zu durchschwimmen, was ihm auch gelang, nachdem er zwei- oder dreimal zurückgeworfen worden war. Er blieb am Ufer erschöpft liegen, bis die Morgensonne ihn etwas erquickte. Darauf suchte er nach menschlichen Wohnungen und fand bald eine Fischerhütte, wo man ihm etwas Reis und Früchte bot. Dort blieb Boom noch einen Tag und ließ sich dann nach Telok-Betong bringen, von wo er mit einem anderen von der Regierung zur Hülfe ausgesandten Dampfer die Reise nach Batavia fortsetzte. Der indische Diener des Major Boom hatte beim Sinken des Schiffes ebenfalls ein Stück Holz erfaßt, und nachdem er eine Stunde umhergetrieben wan, fand er das jüngste Kind der Frau Boom, welches auf dem Wasser trieb, nachdem die inländische Amme das Kind verlassen. Der Diener nahm das Kind zu sich und als beide etwa sechs Stunden umhergetrieben waren, wurden sie durch ein mit Matrosen gefülltes Boot, in dem sich auch die Amme befand, aufgenommen. Das Boot erreichte glücklich das Land. Von den etwa 300 Köpfen der Bemannung und Passagiere des untergegangenen Dampfers sind 106 gerettet und die anderen wahrscheinlich alle verunglückt. Ob der Felsen, auf den der Dampfer aufstieß, unbekannt ist oder nicht, wird untersucht. Ein Dampfer ist ausgesandt, dessen Boote mit unter dem Wasserspiegel ausgespannten Ketten nach dem Felsen suchen sollen. Auch sell eine gerichtliche Untersuchung über den Fall stattfinden, Handel und Verkehr. Friedberg, 29. Aug. Neue Waare. Waizen M. 23.—. Koen M. 17.50. Gerste M. 17.—. Hafer M. 16.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. ̃rankfurt, 28. Aug.(Viehmarkt.) Der heutige Markt war schlecht befahren. Angetrieben waren: 310 Ochsen, 20 Kühe und Rinder, 260 Kälber und 450 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 67-68, 2. Qual M. 63-65. Kühe und Rinder 1. Qual. M. 60-62, 2. Qual. M. 51—57. Kälber 1. Qual. M. 60-62, 2. Qual. M. 52—57. Hämmel 1. Qual. M. 57—60, 2. Qual. M. 50-54. Frankfurt, 28. Aug. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 40., Nr. 2 M. 36., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28., Nr. 5 M. 22. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 28., do. II.(Berliner Marke) M. 21., Weizen, hiesiger, M. 23.79, fremder je nach Qualität M. 18—22., Korn M. 17.50 bis 18.—., Gerste M. 17—19., Hafer M. 17.50—19., Kohlsamen M. 35. Br., Erbsen M. 21—24., Wicken M. 21—23., Linsen M. 21—30., Rüböl M. 75. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht + 100 Kilo. D. Frankfurt a. M. 29. August. Die Meldungen über Verhandlungen der Mächte, um eine Basis für den zwischen den Kriegsührenden abzuschließenden Frieden zu finden, hat die wie immer nur mit dem Momente rechnende Börse wieder in günstige Stimmung versetzt. Man er⸗ öffnete heute in sehr sester Haltung und hoben sich die Course nicht unwesentlich über das gestrige Niveau. Die Coniremine schritt in Berücksichtigung der veränderten An⸗ schauung der politischen Suualton zu Deckungskäufen, die namentlich in Staatsbahnactien nicht unerheblich waren. Im späteren Verlauf der Börse konnten sich indeß die höheren Course auf matteres Wien nicht behaupten und büßten Bruchtheile ein. Man wollie die nachgebenden Wiener Nonrungen mit Gerüchten von russischen Truppen⸗ transporten in Verbindung bringen. Im Liquidations— geschäft haben die Deports angezogen, ohne daß eine eigent— liche Stückeknappheit vorhanden wäre. Es wird dies durch den Umstand begründet, daß sich Berlin und Hamdurg hier fortwährend für den Ultimo mit Stücken zu ver⸗ sorgen suchen, welche Nachfrage natürlich die Deportsätze steigern muß. Creditastien bewegten sich zwischen 119—½ und 118%, Staatsbahnactien zwischen 238—239½ und 238¾ Lombarden nahe 62 ¼. Von ausländischen Staatsfonds Oesterr. Rensen und Uugarische fest. Russen matter. Spanier und 30% Amerik. Consols nachgebend. Loose fest. 1834er, 1860er und Ungarische besser. Oester'n Bahnen blieben gut gehalten. Franz Josef 3 fl., Elisabeth 1½ fl., Nordwest und Rudolf je 1 fl. höher. Banken still. Frankfurter Bank und Dresdener eiwas höher, Bau— bank matter. Von Wechseln Wien 30 Pf. theurer. S r E 2 dee Bekannt 1. end, d E ann mac Ung. unt mt 2811 Müller Johannes Schuld von Staden sucht dl 8 tinigt 5 um die Erlaubniß nach, den Wehrfachbaum der Stadener 5 Mühle, Gemarkung Staden, Flur I., Parzelle Nr. 8 13 und 27, welcher widerrechtlich erhöht wurde, in seiner 1 die enn, dermaligen Hoͤhenlage belassen zu durfen. Wir bringen des drm dieses Gesuch unter dem Anfügen zur offentlichen Kennt⸗ * 1 da* niß, daß Einwendungen hiergegen bei uns innerhalb g Netzen Win 14 Tagen bei Vermeidung des Ausschlusses angebracht 6. 10 Jorte n werden können und daß das Gesuch, die Beschreibung At g. sich dn und die Pläne innerhalb gleicher Frist auf dem Bureau ae, dit Großherzoglicher Bürgermeisterei Staden zur Einsicht de, in dit 98 offen liegen. * 1 Okas⸗ Friedberg den 23. August 1876. * gelang Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 0 nd 1 3 5 . el Oaenz bringe der Regie de Aeise uz ar dis Nan 5 ite tbtnsau trsucht. en nit unn nach den At gerichlliche — ꝓ—— tttedt. 1 2 — 882 a rie 228 N 2 8 2 22 8— —! 44——— —— 2 . Klietsch, Kreis- Assessor. Versteigerung. 2812 Dienstag den 5. September e., Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in dem Kasernen⸗ Hofe zu Butzbach verschiedene ausrangirte Kosernen-Utensilien, worunter auch 12 Stück gußeiserne Pferdekrippen und 15 Stück große vierflügeliche Fenster mit vollständigem Beschlag, zum Privatgebrauche noch sehr geeignet, gegen gleichbaare Zahlung öffentlich verkauft. Butzbach den 23. August 1876. Großherzogliche Garnifon Verwaltung Oeffeutlicher Impfrevisionstermin. 2824 Die Revision der im Impftermine vom 24. d. M. vollzogenen Impfungen findet Donnerstag den 31. d. M., Morgens 10 Uhr, auf hiesigem Rathhause statt. Die im Impftermin Geimpften haben dabei zu er— scheinen bei gesetzlicher Strafe von Gefängniß bis zu 3 Tagen oder Geld bis zu 50 Mark. Verhinderung durch Krankheit muß dem Impfarzte persönlich gemeldet oder durch ärzteiches Zeugniß belegt werden. Friedberg den 30. August 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. d ue a r. Faseleber⸗Versteigerung. 2810 Ein der hiesigen Gemeinde zustehender Fasel-Eber soll Samstag den 2. September l. J., Mittags 12 Uhr, im Rathhause meistbietend versteigert werden. Reichelsheim den 28. August 1876. 2820 Samstag den 2 September d. J., Mittags! Uhr, wird dahier der Gemeinde-Eber in dem Bürgermeisterei⸗ Versteigerung: 590 Fichtenstämme„ 15—42„ 6 Birkenstämme„ 18-35 1 1 Lindenstamm„ 5570 7 18 Eichenstangen„ 10-14 7 265 Fichtenstangen„ 9—14 5 80 Raummeter Buchen-Scheitholz, 100 282 0 Lich den 28. August 1876. 2819 Holzversteigerung im Licher Stadtwald. Es kommen in den Distrikten Eichwald, Mönchköpfe, und Langenbuchen folgende Holz⸗Sortimente zur I. Bau und Werkholz. Mittwoch den 6. und Donnerstag den 7. September d. J. 120130 Eichenstämme von 15-47 Centim. Durchmesser und 2— 16 Meter Länge. „„ 2—20* 1 7 E 5— 8 1 7 ** 7** „ 0 6— 8*„ b„ 716 II. Brennholz. Freitag den 8. September d. J. 5 Buchen-, Eichen-, Nadel-, und Weichholz-Prügel, Buchen-, Eichen- und Nadelholz⸗Stöcke, 4000 Buchen, Eichen- und Nadelholz-Wellen. Der Anfang und die Zusammenkunft ist am Hattenröder Gegen genügende Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini 1877 gestattet. Vieinalweg im Eichwald, jedesmal Morgens 9 Uhr. Großherzogliche Bürgermeisterei Lch. Ahrin g- 2739 (H. 62251.) Kelterschrauben in jeder Construktion und Stürke empfiehlt die Frankfurter Eisengießerei und Maschinenfabrik J. S. Fries Solin. 2803 Bei Carl Bindernagel in Friedberg und Bad⸗ Nauheim ist zu haben: (Ein sehr werthvolles Buch für erwachsene Toͤchter ist): Vestimmung der Zungstau und ihr Verhältniß als Geliebte und Braut. Nebst trefflichen Regeln über das gesellschaftliche Leben und feinen Ton, wie auch von dem Betragen gegen Jünglinge, Männer, von ihrem künftigen Stande als Gattin, Erzieherin u. Hausmutter. Vom Dr. Seidler. Achte verbesserte Auflage. Preis: M. 2. 2813 2 israel. Kinder, welche hiesige Schulen besuchen wollen, können Kost und Logis er⸗ halten. Bei wem? sagt die Exped, des Anz. 1 2 Limburger Käse, 2825 48 Pfennig per Pfund; in Kisten billiger. h. Dan. Kümmich. möblirte Wohnung, Büreau an Meistbietende gegen baare Zahlung öffentlich versteigert. Klein⸗Karben den 30. August 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Klein-Karben. Schneider. Laub⸗Versteigerung. 2821 Montag den 4 September d. J.. Nachmittags 1 Uhr, werden im Rodheimer Gemeindewald, Distrikt Junge Buche, 401 Haufen Streu-Laub öffentlich meist⸗ bietend versteigert. Die Zusammenkunft ist auf der Waldbahn an den drei Eichen. Rodheim v. d. H. am 29. August 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim v. d. H. d Wehrheim, Beigeordneter. Versteigerung. 2787 Unterzeichneter läßt Donnerstag den 7. September, von Vormittags 10 Uhr ab, wegen Geschäfts-Aufgabe in seiner Behausung meistbietend versteigern: 10 Pferde, 2 Ponny nebst Wagen und Geschirr, 2 Landauer Wagen, I Kalesche, 3 Paar zweispännige Chaise⸗Geschirre, 2 Paar einspännige Chaise-Geschirre, 3 Paar Post Geschirre, 3 Paar Fahr- und Acker⸗ Geschirre. 10 40 0 Bad⸗Nauheim. Heinrich Schüßler, Lohnkutscher. 2753 Die israelitische Gemeinde Rodheim v. d. H. sucht einen guten Vorbeter für Neujahr und Versöhnungs⸗ tag d. J. gegen hohen Lohn. Refleetanten wollen sich alsbald an den Unterzeichneten wenden. Rodheim v. d. H. den 24. August 1876. 1 N. Scheuer. ima, sind zu ver⸗ Heu, 41105 5 Heinrich Georg IV., Ilbeshausen bei Herbstein. Zwei anständige Mädchen 2808 aus braver Familie können das Kleidermachen 2788 Circa 400 tr. langes 2—3 Räume. Anerbietungen in d. Exped. d. 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Riehl.(Schluß.)— Weiße und schwarze Sklaverei in der Türkei.— Am Familientische: Der erste lebenbe Gorilla in Europa. Mit Originalzeichnung von A. Weinberger. und Weißzeugnähen gründlich erlernen und sofort ein⸗ treten bei Elise Stork in Berstadt bei Hungen. Zu Bestellungen empfiehlt sich Harl Bindernagel in Friedberg. 2814 2 freundliche Zimmer mit oder ohne Möbel sind sogleich zu vermiethen. Näheres sagt die Exped. des Anz. Wollene Hemden, wollene und baumwollene Unter jacken e Unterhosen 366 zu sehr billigen Preisen bei K. Friedrich. Friedberger Pferde⸗Markt⸗Loose find zu haben bei Carl Bindernagel in Friedberg und Bad-Nauheim. Bestellbriefen für Loose, deren Uebersendung durch die Post gewünscht wird, sind 10 Pf.(bei vollständig frankirter Zusendung des Betrages) zur Rück⸗Frankirung anzuschließen. Gestrickte Kinderkleider, Jean 44 Kinderschuhe und Gamaschen billigst bei K. Friedrich. Die so beliebten Hanf⸗Couverts zu sehr billigen Preisen bei Carl Bindernagel. Brodpreise vom 1. bis 16. September. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad- Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1.—16. Sept. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg und Butzbach unverändert. Für Bad⸗Nauheim: Pr. ½ Kilo. Ochsensleisch 68 Pf.„„ w. f Kuhfleisch, gem. 54, Schweinefleisch— 68 10 ungem.—„ Leber- u. Blutwurst— 80 Hammellleisch 68„ Bratwurst— 91 Keil und Carre—„ Schwartenmagen— 91 Kalbfleisch 58„(ervelatwurst 1 70 Keil und Carre—„ Fleischwurst— 91 Nier enfett 52„ UGeräucherter Speck 13 Hammelsfett—— Doͤrrfleisch* Sch aaffleisch—„ Schinken 3 Solperfleisch 1 Schmalz, ausgelassen, 91 Pf., unausgelassen 86 Pf. Schweinen Keil und Carre bei sämmtl. Metzgern 72 Pf. Ausnahmspreise. Bei J. Rosenthal Nierenfett 49 Pf. — Bei W. Bieler Hammelfleisch 58 Pf.,— Bei H. Langsdorf ger. Speck 91 Pf.— Bei H. Klinkerfus Schwartenmagen 86 Bf., Fleischwurst 86 Pf., Brat⸗ wurst 86 Pf. Geld⸗ Cours. Frankfurt am 209. August 1876. 20 Frankenstücke. Mk. 16 21—25 Englische Sovereigns„ 20 39—44 Russische Imperiales. 1„ 16 69—74 Holländische fl. 10 Stücke.„ 16 65 G. Mann,, ñ ũ P 10 9 57-62 Duecaten al mareo. 9 5964 Dollars in Gold f 416-19 * Programm des Jugendfestes 1876. ö Kirchliche Feier: ½10 Uhr Vormittags. 1) um ½2 Uhr: Ordnung des Zuges am Südende der Stadt. i f (FB. Die Schüler ziehen mit ihren Fahnen, Standarten und Abtheilungsschilden dahin.) 2) Um 2 or: Zug durch die Stadt, die Burg und die Vorstadt nach dem Fest⸗ platze(Seewiese). a a. Feuerwehrmänner(Turner-Feuerwehr). b. Realschule. e. Töchterschule. d. Musik. e. Comité- Mitglieder, Mitglieder des Gemeinderaths und andere Festthellnehmer. f. Musterschule. g. Feuerwehrmänner(Bürger- Feuerwehr). b b 1 3) um 2½ Uhr: Ankunft auf dem Festplatze. Alle Classen begeben sich an ihre Plätze. Abstellung der Fahnen an der Tribüne, Aufstecken der Schildstöcke auf dem Platze jeder Classe und Abtheilung. Ein Zeichen mit der Trommel ruft die Classen 1c. an die Tribüne, die Musterschule auf der linken, die Realschule auf der rechten Seite(von der Tribüne aus betrachtet). 4) Beginn des Jugendfestes. I. a. Gesang:„Preis dem Vater“, allgemeines Lied. b. Festrede. c. Gesang:„Der Morgen bricht herein“, Cbor der Seminaristen. d. Gesang:„Die Wacht am Rhein“, allgemeines Lied. In den Zwischenzeiten: Musikstücke. II. a. Turnen: Frei- und Oednungsübungen der Real- und Musterschule. 8 b. Freie und Preisspiele:(Kletterbaum, Priema, Schwebebaum und Sacklaufen). Nebenbei: freie Geträtheübungen. III. a. Gesang:„Ich hab' mich ergeben“, allgemeines Lied. Pause: Austheilung der Bretzeln. IV. Fortsetzung der Spiele. V. a. Gesang:„Auf, Brüder, auf“, Chor der Seminaristen. f b. Gesang:„Deutschland, Deutschland ꝛc.“, allgemeines Lied. Aufstellung des Zuges: Heimzug nach der Freibeit, Auflösung des Zuges. N Der Krieger-Verein Bad-Mauheim feiert Sonntag den 3. September d. J. zur Erinnerung an den Tag der Schlacht bei Sedan sein Stiftungsfest in folgender Weise: Morgens 8½ Uhr Schmückung des Kriegerdenkmals auf dem Friedhof mit Choralmusik, 5 9„ Gemeinschaftlicher Kirchengang, Abends 7—10„ Concert im Deutschen Hof, 7 10„ Ball im Deutschen Hof, wozu alle Freunde und Gönner des Vereins hiermit freundlichst eingeladen werden. Bad⸗Nauheim im August 1876. Der Vorstand des Krieger-Vereins. NB. Karten zum Concert à 20 Pf. sind nur Abends an der Kasse zu haben. 20815 Vorschuß- und Credit-Vetcein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Samstag den 2. September ist unser Büreau sowie Casse geschlossen. Der Vorstand: F Hecht. Ermus. Zoologischer Garten in Fraukfurt a. M. Eingang vor dem Hanauer Bahnhof. Sonntag den 3. September l. J., Vormittags von 6 bis 12 Uhr, ist der Eintrittspreis à Person auf 20 Pfennig 2805 ermäßigt. Zur Vermeidung von Störungen wird gebeten, beim Eintritt das Geld abgezählt in Bereitschaft zu halten. Von 12 bis 1 Uhr bleibt der Garten für Jedermann geschlossen. Der Verwaltungsrath. Kirchweihfest zu Wisselsheim. 2816 Sonntag den 3. 2818 und Montag den 4. September findet Tauzmusik statt. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Zu recht zahlreichem Besuche lade ich höflichst ein. Bathaser Amend. „Zum Löwen.“ Großh. polytechnische Schule zu Darmstadt, 2804 bestehend aus fünf Fachabtheilungen: 1) Bauschule, 2) Ingenicurschule, 3) Maschinen bau- schule, 4) Chemisch technische Schule und 5) Mathematisch-naturtwissenschafttiche Schule. Anmeldungen Neueintretender bis zum 11. October. Beginn der Vorlesungen und Uebungen am 16. Oktober. Programme gratis vom Secretoriat. Die Direction: b. 5706) Dr. Eduard Schmili. in meinem Saale gut besetzte 7 1 Einladung. mittags 2 Uhr, in der Kirche zu Vilbel stattfindenden die Festpredigt übernommen hat, werden die Mitglieder und Freunde des Vereins ergebenst hiermit eingeladen. Kaichen am 25. August 1876. Für den Vorstand: Fertsch. Theater in Friedberg. Nur 3 Vorstellungen. Im Saale der ehemaligen drei Schwerter Donnerstag den 31. August Erstes Gastspiel des Wiener Kinder-Schauspiel-Ensembles unter Leitung der Frau Director F. König. Aschenhrödel. Dramatisirtes Märchen in 6 Akten von C. A. Heinrsch. Cassen⸗Eröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Preise der Plätze: Erster Platz M. 1, zweiter Platz 60 Pf., Galerie 30 Pf. Freitag II. Gastspiel. 2800 Die Direction. Freiwillige Bürger-Feuerwehr. 2823 Donnerstag den 31. d. Mts, Abends 9 Uhr Versammlung im hinteren Lokale des steinernen Hauses. Das Commando. zu Assenheim. 2817 Zur Feier des Sedantages findet dahier Sonntag den 3. September ein Jugend- und Volksfest statt, wozu hierdurch einladet 6 Das Comité. 2806 Den in Folge der schlechten Witterung nicht statl⸗ gehabten Ludwigsball haben wir auf Sonntag den 3. September festgesetzt, wozu ergebenst einladen Bad Salzhausen. Gebrüder Eich, Kurhauspächter. Sedan Ball. 2786 Nächsten Sonntag den 3. September findet bei Unterzeichnetem bei der Einweihung eines neuen Saales Ball statt. Obbornhofen— Heinrich Hahn III. Sedaufeier zu Dortelweil am 2. September 1876. Programm: Abends vorher: Läuten mit den Glocken und Spielen der Festmufik auf dem alten Friedhof nächst der Kirche. Morgens: Läuten mit den Glocken und Abfeuern von Böllerschüssen auf dem alten Friedhof. Mittags balb 1 Uhr: Aufstellung des Festzuges am Pfarrhaus, Bewegung desselben durch die Straßen des Orts nach der Wilhelmslinde, Festrede und Gesang der Schuljugend. 2½ Uhr: Festgottesdienst in der Kirche. 4 Uhr: Anfang des Coneerts der Festmusik in den Localitäten des Gastwirths Schneider. 2556 Eine neue Sendung Mühlsteine, Sandsteine und Kuhkrippen aus den Neuschmidter Brüchen hat der Unterzeichnete in Commission billigst zu verkaufen. Nieder-Mörlen den 31. Juli 1876 Möbs, Bürgermeister. Zur Stoppel Aussaat 2807 empfiehlt Erbsen billigst L. H. Strauß Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 2797 Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 2779 Zu der Sonntag den 10. September d. J., Nach⸗ Jahresfeier des Rodheimer Zweigvereins der Gustav- Adolf⸗Stiftung, wobei Pfarrer Schuchard von Dieburg Sedanfeier