1876. M 142. Oberhessischer Anzeiger. Donnerstag den 30. Uovember. 6 en Abendz i dun— ö f ben dan 1d Die Petitzeil 5 f i i Erscheint jed * 25— e wird mit 11 Pfennig berechnet. Areisblatt für den Areis Friedberg. Dienstag, See Samstag. . nige Cn Uustedt, 1 g Iurbag. Für den Monat Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der l.d. g. Verlags⸗Expedition mit 34 Pf., bei den Poststellen mit 50 Pf. abonnirt werden. 5* Frteg du 6 Are Amtlicher Theil. Joh. Brod Betreffend: Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler für 1877. Friedberg den 26. November 1876. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. 8. Bilz Sie werden binnen 8 Tagen Ihren Bedarf an Bedeckscheinen einberichten. Bei dieser Veranlassung weisen wir Sie zur pünktlichen Befolgung der in dem Regierungsblatt Nr. 54 von 1836 und in den Amtsblättern des vormaligen Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz Nr. 75 von 1836 und Nr. 52 von 1837 erlassenen Vorschriften bezüglich der Einführung eines Sprunggeldes und Sicherung der Erhebung des- selben hiermit an, damit nicht, wie schon so oft gelegentlich der Prüfung der jährlichen Verzeichnisse über das zu erhebende Sprunggeld erinnert werden mußte, diese Verzeichnisse wieder in vorschriftswidrigem Zustande vorgelegt werden. Namentlich mußte bei Gelegenheit dieser Revision mehrfach gerügt werden, daß die Verzeichnisse nicht deutlich geschrieben, ausgestellte Scheine hierin nicht eingetragen, dieselben mit Datum und Namensunterschrift nicht versehen worden seien ic. Trapp. deim zertsch *— en Ib. Bernbeck. 2 Friedberg 50 Beltreffend: Führung des Handelsregisters, insbesondere Einsendung der Auszüge aus den Gewerbetagebüchern N 7 aus dem J., II. und III. Quartale 1876. d rietbesngeeem eee e Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Nach erhaltener Mittheilung sind noch Viele von Ihnen mit Einsendung der in unserem Ausschreiben vom 14. September vorigen Jahres (siehe Oberhess. Anzeiger Nr. 108 von 1875) erwähnten Auszüge rubr. Betreffs bezw. den Negativbeschtinigungen an das betteffende Gericht im piel, Rückstande. Würde diese Einsendung nicht bis zum 10. December laufenden Jahres nachgeholt sein, so müßten wir eine Disciplinarstrafe von 3 Mark 1 gegen die säumige Großberzogliche Bürgermeisterei aussprechen. Die Großherzoglichen Landgerichte des Kreises haben hiervon Nachricht erhalten. e eaetfuaga Trapp. Iuterchen in Friedberg den 28. November 1876. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. 4) Ob eigenes Schulgeld für den Religionsunterricht erhoben wird und wie viel von jedem Kinde? 5) Ob ein eigenes Schullokal vorhanden, ob dasselbe entsprechend ist, und wem es gehört? 6) Für den Fall, daß ein eigener Lehrer angestellt ist, besondere Notitz auf einem ½ Bogen durch diesen Lehrer, über: a. Familien- und Vornamen, Geburts-Ort und Tag; b. Bildungsanstalten, die er besucht und allgemeine Note in der von ihm bestandenen Prüfung. c. Frühere Stellungen unter Zeitangabe und seit wann er die jetzige Stellung bekleidet. Die speciellen Angaben unter 1 und 3— 6 brauchen selbstverständlich nur von den Vorständen der Orte gemacht zu werden, wo sich eine eigene israelitische Religionsschule befindet,— während wir die allgemeinen An- gaben unter 1—3 aus allen Orten erwarten. a. Betreffend: Den Religionsunterricht der Kinder israelitischer Consession. 1 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg N Unter Benehmen mit den Vorständen der isxraelitischen Religions- —— gemeinden wollen Sie uns umgehend, jedenfalls sobald als möglich, a folgende Angaben machen, welche wir zum Zwecke der mehrfachen Ver- handlungen über den betreffenden Gegenstand zu wissen nöthig haben, und 7 welche wir theilweise ebensowenig aus den Voranschlägen, als aus unseren Hund übrigen Akten der betreffenden Religionsgemeinden zu entnehmen vermögen: 1) Die Seelenzahl der zu einer Religionsgemeinde vereinigten Israeliten, Derben aber getrennt nach den einzelnen Orten. 2) Die Anzahl der eben die Schule besuchenden israelitischen Kinder und ob Zu- oder Abnahme zu erwarten steht. 3) Angabe, ob die israelitischen Kinder eigenen Unterricht in ihrer Religion empfangen und bei welchem Lehrer, sowie wie viel Gehalt derselbe vertragsmäßig bezieht: als Lehrer; als Vorbeter oder Sänger; für Nebengeschäfte; sowie wie viel Stunden er vertragsmäßig zu ertheilen hat: 1) in der Religion; 2) in der hebräischen Sprache und 3) in sonstigen Fächern. 8, wollen Winterhand * Wel ung. Belresfend: Darssellung des Zustandes der Volksschulen für die Jahre 1873 1876. Friedberg den 28. November 1876. nue Die Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg an die Orts⸗Schulvorstände zu Assenheim, Beienheim, Bruchenbrücken, Dorheim, Dorn-Assenheim, Friedberg, Hausen, Hoch-Weisel, Ilbenstadt, Kaichen, Kloppenheim, Ober-Mörlen, Ockstadt, Petterweil, Reichelsheim, Rendel, Rödgen, Rockenberg, Schwalheim, Södel und Weckesheim, Wir erinnern Sie an umgehende Erledigung unseres Auftrags vom 11. laufenden Monats, in Nr. 134 des Kreisblattes, da der Gegenstand beeilt werden muß. nn Deutsches Reich. schuß Ablehnung beantragt. Nach einer langen wurden ferner angenommen und zwar gemäß den —— Darmstadt, 28. Nov. 9. Sitzung der ersten Kammer. Nach Verlesung der neuen Ein⸗ gaben wurden die neuneingetretenen Mitglieder Zentgraf und Stüber der Kammer vorgestellt und folgte zuerst die Berathung und Abstimmung über die Nachweisung der Verwaltung der Staatsschuld in der Finanzperiode 1869— 1871 und 1872. Der Aus schußantrag, dem Beschlusse der zweiten Kammer beizutreten, sand einstimmige Annahme. Die Berathung über die Erhebung der höheren Bürgerschule zu Oppenheim und der slädtischen Realschule zu Groß ⸗Umstadt zu staatlichen Real- schulen zweiter Ordnung betreffend, hatte der Aus- Debatte, wurde schließlich die Regierungsvorlage angenommen. Die Vorlage die Bewilligung von 50,000 M. für die Finanzperiode 1876— 1878 zur Erhaltung und Restaurirung der Katharinen— kirche zu Oppenheim, wurde dem Beschlusse der 2. Kammer gemäß angenommen. Ebenso die Vor- lage die Sterbequartale der Volksschullehrer betr., ferner die Vorlage die Ausführung des Bauplans für die Erweiterung von Mainz betr. Auch be— züglich des Antrags des Abg. Jöckel auf Aender— ung des Art. 426 der Strafprozeßordnung vom 13. September 1865 erfolgte Beitritt zu den sämmtlichen Beschlüssen der 2. Kammer. Einstimmig Beschlüssen der zweiten Kammer: Der Antrag des Abg. Heinzerling auf veränderte Einrichtung des Regierungsblattes, das Gesuch mehrerer Ge— meinden bei Michelstadt, die Erbauung des neuen Realschulgebäudes in Michelstadt; abgelehnt wurde dagegen einstimmig das Gesuch von 12 pensionirten Volksschullehrern um Erhöhung ihrer Pensionen. Sodann wurden nach einige Petitionen erledigt. Darmstadt. Militärdienstnachrichten. Im aktiven Heere Pampe, char. Port.-Fähnr. vom 2. Großb. Inf.⸗Regt.(Großberzog) Nr. 116, zum Port.-⸗Frähnrich; Becker, Port.-Fähnm vom 1. Großh. Inf.(Leibgarde) Regt. Nr. 115, 0 Weitzel v. Mudersbach, Port.⸗Fähnr. vom 1. Großh. Drag. ⸗Regt.(Garde- Drag.⸗ Regt.) Nr. 23, zu Seconde⸗Lieutenants befördert. Becker II., Sec. Lt. vom 1. Großh. Inf.(Leibgarde-) Regt. Nr. 115 mit Pension der Abschied bewilligt. Im Beurlaubtenstande Becker Vicefeldw. vom 2. Bat. (Weilburg) 2. nassau. Landwehr Regt. Nr. 88 zum Sec.⸗Lt. der Reserve des 2. Greßh. Inf. Regts.(Großherzog) Nr. 116, Hempfing, Vice Feldw. vom 2. Bat.(Worms) 4. Großh. Landw. ⸗ Regt. Nr. 118 zum Sec.⸗Lt. der Res. des 1. Großh. Inf.(Leibgarde-) Regts. Nr. 115 befördert. Preuß, Sec.-Lt. von der Landw.-Inf. des 1. Bats. 1. Großh. Landw.⸗Regts. Nr. 115 als Premier- Lieutenant der Abschied bewilligt. — Am 18. Nov. wurden die Oberrech nungs- probatoren bei der zweiten Abtheilung der Justi⸗ sikatur der Oberrechnungskammer Gölz und Eisen zu Oberrechnungsrevisoren ernannt, an demselben Tage dem Reallehrer Albert zu Mainz der Charakter als„Professor“ verliehen. Gießen. Die hiesige Handelskammer nimmt in ihrem Jahresbericht Veranlassung, den nach- drücklichsten Beschwerden der betheiligten Kreise darüber Ausdruck zu verleihen, daß die erhöbten Eisenbahnfrachtsätze, insbesondere für leere Fässer und sonstige Emballagen noch immer fortbestehen. Berlin, 27. Nov. In der heutigen Sitzung des Reichstags wurde das Einführungs-Gesetz zur Civilprozeß Ordnung in zweiter Lesung nach den Commissions⸗Anträgen angenommen. Ein Antrag zu Gunsten der Ausnahme-Stellung der Standes- herren wurde zurückgezogen, nachdem Fürst Hohen- lohe Langenburg sich gegen eine solche unter den obwaltenden Verhältnissen ausgesprochen hatte. Es folgte nunmehr die zweite Lesung der Strafprozeß⸗ Ordnung. Die von der Commission beantragten allgemeinen Bestimmungen à bis k wurden ohne Debatte genehmigt. F. 1. enthält einen von der Commission vorgeschlagenen Zusatz, wonach Preß- Deliete nur an dem Orte versolgbar sein sollen, wo die bezügliche Druckschrift erschien. Dieser Zusatz ward von den Bundes Commissarien aus dem Grunde lebhaft bekämpft, weil nach demselben alle im Ausland begangenen Preßvergehen unbe— straft bleiben würden, dagegen Seitens der Ver⸗ treter der Commission unter Bezugnahme auf ein bezügliches Präjudiz des preußischen Ober⸗Tribu⸗ nals befürwortet und schließlich vom Hause mit großer Majorität angenommen, ebenso die folgen- den Paragraphen bis§. 16. Zu F. 17 bean- tragte Reichensperger(Olpe) Wiederherstellung des früheren Commissionsbeschlusses, wonach diejenigen Richter, welche bei der Entscheidung über die Er⸗ öffnung des Hauptverfahrens mitwirkten, von der Mitwirkung bei dem Hauptverfahren selbst vor der Strafkammer bezw. dem Schwurgericht oder Reichs- gericht auszuschließen seien, während hingegen der jetzige auf einem Compromiß beruhende Commis.⸗ sions⸗Antrag zwei von diesen Richtern zulassen will. Der Antrag ward nach längerer Debatte bei namentlicher Abstimmung mit 154 gegen 115 Stimmen abgelehnt, und der Commissions- Antrag angenommen. — 28. Nov. Der Reichstag hat den Zeug— nißzwang abgelehnt mit 238 Stimmen gegen 50, worunter 18 National- Liberale. — Ebdhem Pascha hatte vor seiner Abreise eine Audienz beim Reichskanzler aus dem Grunde nicht erhalten, weil Auseinandersetzungen gegen— wärtig inopportun seien, dech wurde der Türkei zur Nachgiebigkeit gerathen; sie möge nicht strikte am Pariser Vertrag festhalten. Die Lage ist un⸗ klar und noch sehr bedrohlich; die Haltung Eng- lands ist anscheinend unschlüssig. — Nach einer Petersburger Nachricht des „B. B. C.“ soll von dort aus an den Feld— marschall von Manteuffel die Anfrage gerichtet worden sein, ob er bereit wäre, das Commando über die kaukasische Armee zu übernehmen. Der General, der zugleich russischer Feldmarschall ist, habe dankend abgelehnt. — Wie der„B. B.⸗Z.“ berichtet wird, steht für die nächsten Tage eine Spezial⸗Mission des Feldmarschalls v. Manteuffel nach Petersburg be— vor. Derselbe sei, um die erforderlichen In- structionen in Empfang zu nehmen, von seinem Gute, wo er sich zur Zeit aufhält, hierher be⸗ rufen worden. — Nach einem Pariser Brief der„Indepen⸗ dance“ hat Fürst Hohenlohe bei einem Diner die Ueberzeugung ausgesprochen, daß wenigstens für die europäischen Mächte der Friede das Resultat der Conferenz in Constantinopel sein würde. — Die„National- Ztg.“ ist von competenter Seite in die Lage gesetzt, die Mittheilung des „Wiener Fremden⸗Blattes“, Fürst Bismarck habe dem Marquis Salisbury gegenüber kein Hehl daraus gemacht, daß der Gedanke der Besetzung Bulgariens als einzige wirkungsvolle Garantie sich der Conferenz mit Gewalt aufdrängen werde, als vollständig aus der Luft gegriffen zu bezeichnen. Ausland. Oesterreich- Ungarn. Wien. Die „Montags-⸗Revue“ sagt: Obwohl bereits im Be⸗ sitze der bezüglichen kaiserlichen Entschließungen, wird der Handelsminister die Eisenbahn- Vorlage nicht eher dem Reichs-Rathe vorlegen, bis nicht eine Klärung der parlamentarischen Situation ein- getreten und dadurch eine rasche und sorfältige Berathung ermöglicht wird. — Lord Salisbury hat das Anerbieten einer Allianz mit Oesterreich erneuert untee Hinweis auf Deutschlands Neutralität selbst bei einer Oecu⸗ pation Bulgariens. Die Entscheidung des Wiener Cabinets ist noch unbekannt. — Von gut unterrichteter Seite werden die Gerüchte über eine angebliche Minister-Krisis als unbegründet bezeichnet, ebenso die Nachricht von einem directen Eingreifen der Krone in die Bank⸗ Verhandlungen; beide Ministerien seien entschlossen, die Verhandlungen mit der Bank fortzusetzen. — 27. Nov. Der zum Delegirten Oesterreichs bei der Constantinopeler Conferenz ernannte Ge- neral-Consul in Bukarest v. Calice ist heute nach Constantinopel abgereist, wohin Edhem Pascha sich bereits gestern begeben hat. Ragusa, 26. November. Der gestern aus Cettinje zurückgekehrte General-Consul und russische Agent für Montenegro, Staatsrath Jonin, ist telegraphisch nach Petersburg berufen worden und unverzüglich dahin abgereist.— Der Insurgenten- Chef Mussic, der österreichisches Gebiet betreten hatte, wurde verhaftet und nach Ilano escortirt. — 28. Nov. Der gestern hier unter Eskorte eingebrachte Insurgenten-Führer Mussic soll in Klagenfurt internirt werden.— Zwei kürkische Dampfer erhielten neuerdings von der Regierung die Erlaubniß, in die Häfen von Klek und Ragusa einzulaufen; behufs Controle über die Einhaltung der hierfür festgestellten Bedingungen ist von mili⸗ tärischer Seite ein Commissär bestellt. Frankreich. Paris. Dem„XIX. Siécle“ zufolge reiste General Leflo am 28. November, nachdem er noch eine Audienz beim Zar gehabt, nach Paris, wo er jedoch nur kurze Zeit ver⸗ weilen wird. — Etwa fünfzig Mitglieder der äußersten Linken haben im Abgeordnetenhause einen Antrag auf Abschaffung der Todesstrafe eingebracht. — Wie der„Propagateur du Nord“ meldet, hat eine Person, welche ungenannt bleiben will, dem Cardinal⸗Erzbischof von Cambrai die Summe von 200,000 Fr. zur Gründung von zwei neuen Lehr⸗Stühlen an der katholischen Universität von Lille zugewendet. Von diesen beiden Lehr⸗Stühlen soll der eine bei der Literatur- Facultät errichtet werden und den Titel:„Notre-Dame-de-Gräce“ führen, der andere bei der naturwissenschaftlichen Facultät unter dem Titel:„Notre-Dame; des- Ardents“. Versailles, 27. Nov. Bei Fortsetzung der Berathung des Cultus Budgets verhandelte die Deputirtenkammer über den Antrag des Ministers Dufaure, den Credit für die Besoldung der Pfarr- verweser um 600,000 Frs. zu erhöhen. Dem Voranschlage der Budget⸗Commission zufolge sollen nur 200,000 Frs. bewilligt werden. Einen An- trag Victor Lefranc's, 400,000 Frs. zu bewilligen, lehnte die Kammer mit 263 gegen 239 Stimmen ab. Dufaure hält die Forderung von 600,000 Frs. aufrecht. Belgien. Brüssel. Rußland ließ in dieser Woche bei verschiedenen hiestgen Bank⸗ Instituten wegen eines Anlehens telegraphisch an⸗ fragen, wurde aber von Allen abschlägig beschieden. Großbritannien. London. Gerüchte von dem Rücktritte Lord Beaconsfield's sind an der Fondsbörse obne ersichllichen Anhaltspunkt in Zeit von drei Wochen nun schon zum dritten Male in Umlauf gesetzt worden. — Hiesige Blätter veröffentlichen eine Zu⸗ schrift Thomas Carlysle's über die orientalische Frage, in welcher es heißt: Sich für die Türkei in einen Krieg gegen Rußland zu stürzen, würde ein Act der Narrheit sein. Man duͤrfe hoffen, daß solche Politik für jedwedes englische Mini⸗ sterium unmöglich sei, denn die Türkei habe trotz aller Versprechungen keine einzige Reform ein⸗ gefuhrt, selbst nicht einmal den Versuch dazu gemacht. Jetzt sei das einzige Mittel die unver⸗ weilte summarische Vertreibung der herrschenden türk. Volksklassen aus Europa und das Zurück⸗ behalten der friedlichen mongolischen Bevoͤlker⸗ ung, die, dann auf vollständig gleichheitlichem Fuße zu behandeln wäre. Eine solche Eventualität sei unvermeidlich auch dürfte eine Theilung des türkischen Gebietes zwischen Oesterreich und Rußland ernsthafte Schwierigkeiten nicht er⸗ regen. England habe nur ein Lebens⸗Interesse, und zwar das der Sicherung des Weges nach Indien durch Aegypten und den Suez-Canal. Das Einverständniß Englands mit Rußland und Oesterreich bleibe dringend zu wünschen. Schließlich schlaͤgt Carlysle vor, die Frage dem Schieds-Spruche des Fürsten Bismarck zu unterbreiten. Türkei. Konstantinopel. 27. Nov. Die Demarkations-Commissare sind heute auf dem Kanonenboot„Möve“ in Antivari eingetroffen und haben alsbald auf dem türkischen Krieg⸗Dampfer „Assyr“ ihre Reise nach der Bojana-Mündung fortgesetzt; von da begeben sie sich mittelst Fluß- dampfers nach Slutari. — Um der Frage wegen Verproviantirung der Festung Niksik zu präjudiciren, hat Mukhtar Pascha verfügt, das die Bewohner der einge⸗ schlossenen Stadt und Festung nach Gacko gehen sollen, um Proviant anzuschaffen. Würden sie von den Montenegrinern daran gehindert, so fiele der fürstlichen Regierung die Verantwortung für das vergossene Blut und die Störung des Waffen⸗Stillstandes zu. Serbien. Belgrad. Die Nachricht, wo⸗ nach Fürst Milan abzudanken gedenkt, und ein russischer Prinz auf den serbischen Thron kommen soll, wird in Petersburger öfficiösen Kreisen als ein Märchen bezeichnet.— Viele höhere russische Offiziere sind wieder nach Belgrad abgereist. Rumänien. Bukarest, 28. Nov. Die Deputirten⸗Kammer hat wiederum Rosetti zu ihrem Präsidenten erwählt, während der Senat dem Metropoliten diese Würde übertrug. Rußland. Petersburg. Der Bericht des Reichs⸗Controleurs für 1875 constatirt einen Einnahme ⸗Ueberschuß von fast 28 Mill. Rubel und eine Ausgaben ⸗Ersparniß von fast 13 Mill. Rubel gegenüber dem Budget ⸗Voranschlag. Am 1. Januar 1876 hatte der Reichsschatz ein ver⸗ fügbares Reliquat von über 40 Mill. Rubel. Die Einnahmen von 1875 betragen über 18 Mill. Rubel mehr als die von 1874. Warschau. Ein in Paris veröffentlichtes Schreiben des Fürsten Lubomirski führt aus: Die Polen hätten nichts von den auswärtigen Mächten zu hoffen, und tadelt die Bildung einer polnischen Legion in Constantinopel. Der Fürst räth seinen Landesleuten, sich offen und loyal in die Arme Rußlands zu werfen, wenn sie nicht wollen, daß ihr Name gänzlich von der Erdober⸗ fläche verschwinde. Amerika. Washington, 27. November. Der Präsident Grant befahl auf Ersuchen des Gouverneurs von Süd-Carolina, dem Kriegs⸗Mi⸗ nister, den Gouverneur mit Bundestruppen gegen Ruhestörungen zu unterstützen. Der Kriegsminister wies die Befehlshaber der Bundes Truppen in Süd⸗Carolina an, sich mit dem dortigen Gouver⸗ an. Wetterau Mainzer k wilterung mchaulic der reinen auch bie“ bührend h ein würd rhelotischel Allen ver; die seht de Assen Schweizer heßem W Branniwe wucbe, er lcsten S Gieß einem H Kaspar 1 schwer B an dem Boc Nach! el Vönet Suche mordet, seinem selben g schon er in die A verhaflef r schütz Bierbtan e Tenn — Teilung des tsarteich und 1 Wiken nicht er ö ident. Juteress, des Deges nach ej; Canal u Rußland nr zu wünschen. 22 Frage den 34 4 0 Dismarck zu 0 tl. N. Nu n erte auf den Aderi eingetroffen f ündung 5 dittelf Fluß Berrropianlitung , e Multi n du dug ⸗ dich Oadlo gehen du. Würden se Adert, so dealt, und Toren kennt 700 Kuistn dl get russshe 8 L. Di 1 Ne ihn er Strat den 12 1 ing a pn eb . tesstalitt tiles 2 bil. Aube * alt 1³ All. g geerdet ehe e 75 1 Rubel. bn 18 al Dit Nl. 11 * neur ins Einvernehmen zu setzen. Die Legislatur Süd⸗Carolina's 7 28. d. zusammen. New, Nork, 28. Nov. Die Führer der demokratischen Partei in Süd⸗Carolina reichten beim Präsidenten Grant einen Protest ein gegen die Absendung der Bundes Truppen und deren Unterstellung unter den Befehl des Gouverneurs Chamberlain, indem sie erklärten, daß irgendwelche Gefahr von Ruhestörungen Seitens der Demokraten nicht vorliege. In Florida begann heute das Control⸗Comite die Verification der Wahlstimmen im Beisein der Vertreter beider Parteien. Aus Stadt und Land. N E Friedberg. Letzten Freitag hielt Lehrer Rasch von Laulerbach im hiesigen Volksbildungsverein einen Vor⸗ trag über die Geologie des Vogelsberges. Derselbe er— streckte sich somit auf den Basalt, dessen Bestandtheile und. Arten. Aus der klaren, verständlichen Schilderung der Feuer: und Wassergebilde und der umgewandelten Steine ging hervor, daß der Basalt zu den plutonischen Gebilden zählt, die Ursache seiner Entstehung und Hebung sei in der Erdwärme zu suchen, der Vogelsberg sei jünger als die umgebenden Gebirge, er gehöre der Tertiärformation an. Dann folgte ein Vergleich zwischen ihm und der Welterau, welch letztere ein Meer— ein Theil des Mainzer Beckens— gewesen sei. Hierauf wurde die Ver⸗ witterung des Basalis und die Entstehung der Quellen anschaulich dargeslellt, ebenso dem guten Trinkwasser und der reinen Luft jener Gebirgsgegend Rechnung getragen, auch die Lichtseiten im Charakter des Vogelsbergers ge— bührend hervorgehoben. Das Auftrelen des Redners war ein würdiges, der Vortrag ernst gehalten, sich alles rhetorischen Schmuckes enthaltend, in sich abgerundet und Allen verständlich, und machte den besten Eindruck auf die sehr zahlreich erschienenen Zuhörer. Assenheim, 25. Nov. Gestern Abend fiel der Schweizer einer größeren Oeconomie dahier in die mit heißem Wasser angefüllte 10 Fuß tiefe Getränkgrube der Branntweinbrennexei; trotzdem ihm rasche Hülfe zu Theil wurde, erlag derselbe heule seinen Leiden unter den gräß— lichsten Schmerzen. Gießen, 28. Nov. Heute Vormittag stürzte von einem Hause am Wallthor der 19 Jahre alie Dachdecker Kaspar Weimar von Alien⸗Buseck auf die Straße. Der schwer Verletzte wurde in die Klinik verbracht und wird an dem Aufkommen desselben gezweifelt. Allerlei. Bockenheim, 27. Nov. Hier wurde vergangene Nach! ein Postbeamter auf dem Heimwege in der Nähe jeiner Wohnung von 3„Louis“ überfallen und durch Stiche in den Hals, deren einer absolut tödtlich war, er⸗ mordet. Wie verlautet, hatte sich der Ermordete bei feinem Hausherr über eine Dirne beschwert, welche in dem⸗ selben Hause wohnte. Die drei Kerle wurden heute Morgen schon ermittelt und zur Haft gebracht. Auch die indirect in die Augelegenbeit verwickelte Dirne wurde heute Mittag verhaftet. Der Mörder hat eingestanden, gestochen zu haben; er schützt indeß Nothwehr vor. Derselbe ist seines Zeichens Bierbrauer, aber ein Faullenzer. Wiesbaden. Zwei biesige Dienstmädchen Namens Kilb von Oberjosbach, ertiellen vor einigen Tagen von ihren Eltern die Nachricht, daß dieselben von dem Reichskanzler ein Schreiben erhalten haben, wonach ihnen die Erbschaft eines vor vielen Jahren in Holland verstorbenen Ver⸗ wandten theilweise zufallen wird. Die Erbschast wird unter 7 Stämme getheilt und soll 159 Mill. und 28000 Franken betragen. Nur durch die Vermittelung des Reichskanzler— amis ist dieselbe den Erben erreichbar geworden. Am 1. Jan. sollen angeblich bereiis 16 Mill. gezahlt werden. Karlsruhe. Die fast durch alle Blätter gegangenen irrigen Mittheilungen von der angeblichen Enideckung und Verhaftung des Uchebers des zum Nachtheil der Eisenbahn verübten Diebstahls von 20,000 M.(Gelder von dem Hause Mertens in Frankfurt a. M. nach Säckingen ge⸗ schickt) können der eingeleiteten Untersuchung nur schaden. Der Untersuchungs Richter erklärt unterm 22. d. jene Nachricht für unwahr, bittet dringend, die Fahndung fort⸗ zusetzen und bezieht sich auf seine frühere Bekannimachung, wodurch dem Entdecker 600 M. Belohnung zugesichert werden. Ob in Kirchheim bei Heidelberg überhaupt etwas gefunden wurde, wissen wir nicht; was es aber auch sei, es hat zu vorstehendem Diebstahl nicht den mindesten Be⸗ zug. Von dem gestohlenen Gelde sind bis jetzt nur 4900 M. gerettet, welche im Beiers heimer Wäldchen veegraben ge⸗ funden wurden. Köln. Die Arbeiter-Entlassungen in den hiesigen Elablissements und denen unserer Vororte haben bereits ungewöhnliche Dimensionen angenommen. Die Kölner Maschinenbau⸗Actien⸗Gesellschaft hat in den letzten zwei Monaten etwa 550 Arbeiter aller Zweige entlassen; die Wagenräderfabrik von Gebr. van der Zypen bei Mühlyeim, welche vor einem Jahre noch 1000 Arbeiter beschäftigie, hat deren noch kaum 300; beim„Humboldt“ in Kalk haben ebenfalls bedeutende Reducirungen stattgefunden. Ebenso haben bei allen Gewerben verhältnißmäßige Ver— minderungen eintreten müssen. Kalk. Seit Montag Abend ist ein Werkmeister der hiesigen chemischen Fabrik verschwunden. Man vermuthet, derselbe sei durch Arbeiler um's Leben gebracht worden. Ein gestern hier verhafteter Arbeiter hat nun bei seiner Vernehmung auf dem Depot zu Köln ausgesagt, ein Arbeiter, welcher nach 6— 7 jähriger Beschäftigung durch den Werkmeister von der chemischen Fabrik enilassen worden sei, habe diesen am Montag Abend um 11 Uhr von der Schiffbrücke in den Rhein geworfen. Sie seien zusammen von Cöln über die Brücke gekommen und da habe plötzlich der Arbeiter den Werkmeister von hinten gefaßt und in den Rhein geworfen. Die Leiche ist noch nicht gefunden. Nürnberg. Der Hemdenfabrikant Freitag in Fürth, ein in weiteren Kreisen bekannter und geachteter junger Geschäftsmann ist in Paris, wo er sich in geschäftlichen Angelegenheiten befand, als Leiche in der Seine aufgefun⸗ den worden. Ein Raubmord ist um so zuverlässiger an⸗ zunehmen, als Freitag geschästlich und persönlich in den besten VBerhältnissen lebte und ein sonstiges Motiv zum Selbstmord undekannt ist. Mezingen. Karl Bantel von hiet, ein braver, streb⸗ samer Mann von 24 Jahren, befand sich schon einige Jahre in einem Bankgeschäft in Frauksurt a. M. und wollte mit Empfehlungsschreiben von seinem seitberigen Chef sich in Paris eine ähnliche Stellung suchen. Zu diesem Zweck reiste er Mitte Oktober dahin ab, um nie wieder zu den Seinigen zurückzukommen. Auf der Mutter Geburtstag sollle und wollte er schreiben, was er ja nie vergaß— diesmal unterblieb's! Auf wiederholte Anfragen kam stels die Nachricht von Paris, daß zwar die Koffer des Vermißten vorhanden seien, er selbst aber sich nicht mehr im Hotel einfinde. Das Aergste fürchtend gab sich ein dortiger Freund mit Hülfe der Polizei alle Mühe, den Freund aufzufinden. Sie erhielten dann die traurige Ge⸗ wißheit, daß derselbe in der Seine seinen Tob gefunden. Handel und Verkehr. Friedberg, 29. Nov. Waizen M. 24.—. Korn M. 20.—. Gerste M. 18.—. Hafer M. 15—20. Kar⸗ toffeln M. 3.—. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo — 200 Zollpfund. Frankfurt, 27. Nov.(Viehmarkt.) Der heutige Malkt war gut befahren, doch war die Qualität der Ochsen im Durchschnitt mittelmäßig. Angetrieben waren: 450 Ochsen, 287 Kühe und Rinder, 260 Kälber und 980 Hämmel. Die Preise stellten sich per Centner: Ochsen 1. Qual. M. 64—66., 2. Qual. M. 52—60. Kühe und Rinder 1. Qual. M. 56—60., 2. Qual. M. 45—54. Kälber 1. Qual. M. 48—51., 2. Qual. M. 43—45. Hämmel 1. Qual. M. 48—52., 2. Qual. M. 34— 40. Frankfurt, 27. Nov. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 41., Nr. 2 M. 37., Nr. 3 M. 33., Nr. 4 M. 29., Nr. 5 M. 23. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 27., do. II.(Berliner Marke) M. 22., Weizen eff. bies. M. 24.75., fremder je nach Qualität M. 19—22., Korn M. 18.— bis 20.25., Gerste M. 18.50- 20½., Hafer M. 16-19. Kohlsamen M.—., Erbsen M. 21—24., Wicken M. 19., Linsen M. 21—30., Rüböl M. 80. Die Preise verstehen sich sämmtlich ver 200 Pfd. Zollgewicht— 100 Kilo. Mainz, 27. Nov. Producten⸗Markt. Waizen per Nov. 22.60, per März 23.30. Korn per Nov. 17.55, per März 18.05. Hafer per Nov. 17.85, per März 18.35. Rüböl per Mai 38.60. Geld ⸗Cours. Frankfurt am 28. November 1876. 20⸗Frankenstücke Mk. 16 22—26 Englische Sovereigns e„ 20 33—38 Russische Imperiales 55„ 16 70—75 Holländische fl. 10-Stücke.„ 16 65 G. Ducaten. F 2 7 9 71-176 Ducaten al maro„ 9 67—72 Dollars in Gold 8 416-19 Bitte. Zu der diesjährigen Christbescheerung der hiesigen fortwährend sehr stark besuchten Klein- kinderschule bitten wir die Bewohner unserer Stadt uns durch Geld und sonstige Gaben gütigst unterstützen zu wollen. Zum Empfang erklärt sich jede der Unterzeichneten gern bereit. K. Baur. J. Klipstein. H. Dieffenbach. E. Trapp. W. Diegel. Chr. Werner. und Taschentücher billigst bei K. Friedrich. Kragen, Manschetten Immobiliar-Versteigerung. 3798 Dienstag den 5. Dezember 1876, Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die nachbeschriebenen Immobilien erbvertheilungshalber einer dritten und letzten Versteigerung ausgesetzt werden: A. Den J. P. Hilbrechts Erben gehörend. lur. Nr. Klftr. 5. 149,3. 566,4. Grabgarten am Schützenrain, 5. 149,6. 6,6. Hofraithe daselbst, 6. 14,3. 23,5. Acker vor dem Mainzerthor. B. Dem C. F. Adam gehörend. Flur. Nr. Klftr. 5. 102. 99. Grabgarten am Mainzerthor, 5. 148. 266. Grabgarten am Schüßzenrain, 5. 147. 102. daselbst, 6. 117. 169. Vor dem Mainzerthor. Friedberg den 27. November 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fo ue ar. Mobiliar⸗Versteigerung. 3813 Montag den 4. und Dienstag den 5. Dezember, ledesmal Morgens 9 Uhr anfangend, wird in der Be⸗ hausung des verstorbenen Maurers und Weißbinders Jakob Rockmer dessen Nachlaß zur Versteigerung ge⸗ bracht, als: Tische, Stühle, Schränke, Betten, Kleidungsstücke und Weißzeug, eine große Parthie Werkzeug, Gerüst⸗ stangen und Dielen, Selle, 1 Rollseil mit Rolle, Leitern, Rohr, Slückstecken und mehrere Meter Eichen⸗ holz zu solchen gerissen, und ganz großer Vorrath von Farben und Lacken, Schablonen, Wand⸗ mustern u. dergl. Das Hausgeräthe kommt am ersten, das Werkgeräthe am zweiten Tag zur Versteigerung. g Butzbach den 27. November 1876. Aufforderung. 3822 Zur Aushülfe des Rechners der hiesigen Mathlilden— stiftskasse ist von der Generalversammlung die Beigebung eines Gehülfen, welcher mit der Buchführung vertraut ist und die Execution der Ausstände zu betreiben hat, beschlossen worden und zwar gegen Zahlung eines jähr— lichen Gehalts von 1000 Mark. Es werden daher Diejenigen, welche diese Stelle zu übernehmen wünschen, aufgefordert, ihre Anmeldung mit etwaiger Bescheinigung ihrer Befähigung bei dem Unter⸗ zeichneten bis zum 4. k. Mis. einzureichen. Friedberg den 29. November 1876. Der Director des Mathildenstifs-Ausschusses: Nera pe II. Bekanntmachung. 3800 Mittwoch den 6. Dezember l. J., Morgens 10 Uhr, sollen auf dem Aetuariate des unterzeichneten Gerichts verschiedene Gegenstände, die in Untersuchungs— sachen confiseirt worden sind, nämlich alte Kleidungs— stücke, Messer ꝛc. ꝛc, versteigert werden. Friedberg den 21. November 1876. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Pi st o r. Holz ⸗Versteigerung. 3774 Die unterm 11. d. M. in hiesigem Gemeindewald abgehaltene Holzversteigerung ist nicht genehmigt worden und sollen deshalb nachverzeichnete Holzsortimente Freitag den 1. Dezember d. I., Vormittags 10 Uhr anfangend, einer weiteren Versteigerung ausgesetzt werden, nämlich: 200 Meter Buchen⸗Stockholz, 160 Stück Ginsternwellen. Die Zusammenkunft ist am Eingange des Waldes oberhalb Dilligen. Zahlungstermin am 1. September 1877. Petterweil den 24. November 1876. Großherzogliches Ortsgericht Butzbach. Küche l. Großherzogliche Bürgermeisterei Petterweil. Berges. Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberfösterei Lich. 3803 Montag den 4. Dezember soll im Distrikt Langberg bei Mühlsachsen nachverzeichnetes Holz ver⸗ steigert werden: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter. ellen. Buchen 130 38 80 1400 Nadelholz 14 25 85 1950 Zusammenkunft Morgens 10 Uhr auf dem Mähl⸗ weg am Mühlsachser Feld. Lich den 26. November 1876. Wimmenauer, Forstrath. Versteigerungs-Anzeige. 3817 Montag den 4. Dezember, Vormittags 10 Uhr, werden folgende, zur Vermögensmasse der Fauerbacher Basaltbruch Gesellschaft gehörende Gegenstände: alter Schnappkarrn, 1 Haufen Kies, eine große Parthie Chausseesteine oͤffentlich meistbietend versteigert. Zusammenkunft auf dem Büreau des Unterzeichneten. Fauerbach b. Fr. den 27. November 1876. Großherzogliches Ortsgericht Fauerbach b. Fr. Helfrich. Versteigerungs⸗ Anzeige. 3801 Dienstag den 5. Dezember d. J., Vormittags 9 Uhr, werden auf freiwilliges Anstehen des Vazentin Riehl dahier 2 trächtige Kühe und 1 Rind, eirea 80 Centner Kartoffeln und 150 Centner Dickwurz, eine Parthie Hafer- u. Gerstenstroh, sowie verschiedene Oeconomie— geräthschaften. öffentlich meistbietend in dessen Behausung versteigert. Ober⸗Erlenbach am N. Nov. 1876. Großherzogliches Ortsgericht Ober-Erlenbach. M 5 N ög lich. Alle Arbeiter! werden hierdurch nochmals aufgefordert, zu der Sonntag den 3. Dezember, Nachmittags 5 Uhr, im Walther'schen Gartensaale einberufenen Versammlung recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Tagesordnung: Wahl eines Comité's, welches mit dem Entwurf der Statuten betraut werden soll. Mehrere Arbeiter. Einladung des Volksbildungs⸗Vereins Friedberg zu dem Freitag den 1. Dezember e., Abends präeis 8 Uhr, im Ratbbaussaale stattfindenden Vor⸗ trage des Herrn Reallehrer E. Klein über: Messung der Geschwindigkeit des Lichtes. Der Zutritt ist Jedermann gestattet. Friedberg den 29. November 1876. Der Vorstand. 3753 Größte Auswahl in Christbaumschmuck Friedr. Schuub, Glas-& Porzellan- Handlung. Weissadlergasse 3. Frankfurt a. M. Vorschuß-& Credit-Verein zu Friedberg. Eingetragene Genossenschaft. Bis auf Widerruf ist unsere Kasse, der Jahresschluß-Arbeiten wegen, vom 1. Dezember an, nur des Vormittags von 9 bis 12 Uhr offen. 3735 3816 3808 bei Jost& Baumgärtner's Comptoir Feder stets vorräthig bei Carl Bindernagel. 3810 3752 Wegen Aufgabe des Artikels us verkauf Tischlam pen zu bedeutend herabgesetzten Preisen. der vorräthigen Friedr. Schaub, Glas-& Porzellan- Handlung. Weissadlergasse 3. Frankfurt a. M. Versteigerungs-Anzeige. Repskuchen N 3807 Dienstag den 5. Dezember 1. J., Vormittags 10 Uhr, auf dem Gemeindehaus zu Altenstadt, wird 3820 wöchentlich frisch von der Mühle, bei Wilhelm Fertsch. die zur Herstellung des Gossenpflasters daselbst zu Für Wirthe 139 Mark 50 Pf. veranschlagte Pflastererarbeit an den 3653 ganz befonders geeignet Wenigstnehmenden in Versteigerung gesetzt. Friedberg am 27. November 1876. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u 5. 3806 Einem hiesigen Ortsbürger ist ein fremdes Schaf 1 F 150 f zugelaufen. f. Regulir⸗ f üllö en, Der Eigenthümer kann dasselbe gegen Erstattung des neuester Construktion, in eder Größe bei Futtergeldes, sowie der Inseratgebühren dahier in Empfang Louis Marburg Söhne, 5 „Zur Reichskrone“ Frankfurt am Main, Fried⸗ nehmen. Dorn⸗Assenheim den 27. November 1876. bergerstraße. Großherzogliche eee Dorn⸗Assenheim. a ck. Grbiannten Jabl- Kuß Chinesische Ther's Ph. Dan. Kümmich. eines Theehauses in London⸗Honkong 3 0 st& B a 1 m g a r ˖ n e 1's 3443 in unverfälschter Waare, mit Schutzmarke C. H. L. versehen, zu festgesetzten Preisen in J und ½0 Pfund 7 2 Originalpaketen 5 Comptoir⸗Feder el de, nsch dengel be (Cement⸗ Feder) für jede Hand passend,„ Apotheker Kranz in Bad Nau eim. in 2 Spfßen: Nr. 25 F.(feine Spiße),„ Dr. O. Vogt in Butzbach. 26 N.(Mittelspitze), 3805 zu haben in allen soliden Papier- und Schreibmaterialien⸗ Handlungen. Jost& Baumgärtner, 3812 Stuttgart. Entlaufen ist mir ein Pinscherhund. Dem Wiederbringer eine sehr gute Belohnung. H. Philippi, Bierbrauer. 3821 Fri sche per Pfund 35 Pfennig, bei Wilhelm Fertsch. 8804 Verloren wurde zwischen Friedberg und Ortenberg ein Pferde⸗ teppich. Dem Wiederbringer eine Belohnung. Ortenberg. Postillon Hollenbach. Frische Schellfische soeben angekommen bei 3824 C. F. Walz. Colporteure 8 Agenten 110 Vertrieb von Ratenbriefen gegen hohe Provision gesucht. Vogler in Frankfurt a. M. Jost& Baumgärtner's Comptoir-Feder 3811 stets vorräthig. Scriba'sche Buchhandlung. Ein guter Jagdhund ist billig zu verkaufen bei Martin Wagner III. in Ober⸗Mörlen. 3818 Auserlesene neue Kastanien bei Wilhelm Fertsch. 3787 Circa 2000 Mark gegen hypothekarische Sicher⸗ heit von Februar 1877 an zum Ausleshen bereit. Die Expedition d. Anz. sagt wo? Neue Hellerlinsen, „ Vietoriaerbsen, Bohnen 3819 in bestkochender Waare bei. Wilhelm Fertsch. Brodpreise vom 1. bis 16. Dezember. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad⸗Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise v. 1.16. Deze mber Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg und Butz bach unverändert. Für Bad⸗Nauheim: Pr. ½ Kilo. Pf 382⁵ Schmalz, ausgelassen, 91 Pf., unausgelassen 86 Pf. Schweinen Keil und Carre bei sämmtl. Metzgern 72 Pf. Ausnahmspreise. Bei S. Löb Kuh- oder Rindfleisch 50 Pf., Nierenfett 48 Pf.— Bei H. Langsdorf ger. Speck 91 Pf.— Bei H.-Klinkerfus Schwartenmagen 86 Pf., Fleischwurst 86 Pf., Bratwurst 86 Pf.— Bei J. Schimpf Wittwe Schweinefleisch 665 Pf.— Bei Bieler Kalbfleisch 50 Pf. Todes⸗Anzeige. 3823 Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß unser unvergeßlicher, theurer Gatte, Vater, Großvater und Schwiegervater Dr. Kaspar Pfeiffer, Großh. Oberstabs⸗ 8 Arzt i. P., heute Nacht dem Herrn sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Samstag, Nachmittags 3 Uhr, statt. Friedberg am 29. November 1876. Die trauernden Hinterbliebenen. Asraclitischer Gottesdienst in Friedberg, B 2 Freitag 1 40% Uhr. Samstag Morgens 8¼ Uhr. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Offerten sub 6. 63361 an Haasenstein 8 3799 Ochsenfleisch 68. M. Pf Kuhfleisch, gem. 58„ Schweinefleisch— 68 2 ungem.—„ Dörrfleisch—— Hammellleisch 40„ Sol perfleisch— 70 Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 1 3 Kalbfleisch 58„ Schinken 188 Keil und Carre—„ Leber- u. Blutwurst— 80 Nierenfett 52„ Schwartenmagen— 914 Hammelsfett—„Cervelatwurst 1 70 Schaaffleisch—„ Fleischwurst— 91 Bratwurst— 91 N gelgolander Schellsische, 15· — Nr. der Einnahme und Ausgabe Rubriken IX