es Hause Larl Neuß, Id, 1 1876. Dienstag den 30. Mai. M. 64. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. range ch ne. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß die unterm 28. Januar laufenden Jahres angeordnete Hundesperre von heute an auf— gehoben worden ist. Die Großberzoglichen Bürgermeistereien der Landgerichtsbezirke Friedberg und Bad- Nauheim wollen dies alsbald ortsüblich publiciren lassen. Friedberg den 28. Mai 1876. Beka n bt machung. Betreffend: Die Gewährung von nachträglichen Vergütungen für Kriegsleistungen der Gemeinden. Indem wir das in Nr. 21 des Regierungsblattes erschienene und in Nr. 52 des Kreisblattes abgedruckte Gesetz vom 5. April dieses Jahres Großherzogliches Kreisamt Friedberg. N in Erinnerung bringen, und die Großherzoglichen Bürgermeistereien auf das ihnen zugegangene Ausschreiben vom 26. April dieses Jahres verweisen, fordern wir hiermit die Interessenten auf, Ansprüche auf die nach Art. 1 und 2 des erwähnten Gesetzes zu gewährenden nachträglichen Vergütungen, dem Art. 3 des Gesetzes gemäß, binnen 6 Wochen, vom Tage des Erscheinens des Gesetzes an, bei uns anzumelden und mittelst ordnungsmäßiger Beurkundung liquid zu stellen.— Gemeinden und Privaten, welche diese Ansprüche bei dem Ablauf der bemerkten Frist nicht angemeldet haben, bleiben Haact: blond. von der nach jeuem Gesetze nachträglich zu gewährenden Vergütung ausgeschlossen. Friedberg am 26. April 1876. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. n An die Großherzogl. Bürgermeistereien in den Großh. Distrietseinnehmereien Friedberg und Nieder- Wöllstadt. Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekaunt machen zu lassen, daß die Berichtigung der Forst- und Feldstrafen für die II. Periode 1876 bis zum 15. Juni dieses Jahres an den Zahltagen Dienstags und Donnerstags ohne Mahnung anher geschehen kann. Großherzogliche Distrietseinnehmereien Friedberg und Nieder-Wöllstadt. Friedberg den 28. März 1876. Weigel. Steckbrief. Nie ß. Der in nachstehendem Signalement näher bezeichnete Füsilier Johannes König der 12. Compagnie 5. Rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 65 aus Ober⸗Mörlen, Kreis Friedberg, Großherzogthum Hessen gebürtig, hat sich am 12. d. M., Abends gegen 8 Uhr, von seinem Truppentheil entfernt und ist bis jetzt noch nicht wieder hierher zurückgekehrt. Unter Mittheilung dessen Signalements werden sämmtliche Militär- und Civilbehörden dienstergebenst ersucht, auf denselben zu vigiliren, ihn im Betretungsfalle aufzugreifen und an den nächsten Truppentheil. zur weiteren Veranlassung abzuliefern. Cöln den 17. Mai 1876. Merk Signalement J. A. er, Hauptmann und Compagnie-Chef. des Füsilier Johannes König der 12. Compagnie 5. Rhein. Infanterie-Regiments Nr. 65, welcher sich der Fahnenflucht verdächtig gemacht hat. Geburtsort: Ober-Mörlen. Stirn: hoch. Augen: grau. Kreis: Friedberg, Großherzogthum Hessen. Augenbraunen: blond. Tag der Geburt : 16. August 1850. Größe: 1 M. 67 Centim. Nase und Mund: gewöhnlich. Zähne: gesund. Kinn: rund. Bart: blonder Vollbart. Gesichtsbildung: rund. Gesichtsfarbe: blaß. Körperbau: mittel. Religion: katholisch. Sprache: deutsch. Besondere Kennzeichen: Auf dem rechten Arm ein Herz mit den Buchstaben J. rock V. Garnitur. Säbeltroddel. Tuchhose IV. Garritur. Halsbinde V. Garnitur. Seitengewehr M/, gestempelt 65. R. 12. 79. K. tätowirt. Profession: Maurer. Unterhose. Hemd. b. Eigene Sachen: Schirmmütze. Bekleidet war derselbe: a. Königliche Sachen: Waffen- Langschäftige Stiefel. Leibriemen mit Schloß II. Garnitur, Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Heinrich Peter Muth von Vilbel ist als Nachtwächter der Gemeinde Vilbel ernannt und verpflichtet worden. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier— ungsblatt Nr. 28 enthält: I. Bekaunimachung, eie Verwendung von Stempel⸗ marken in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen betr. II. Bekanntmachung, den Großh. Philippsorden betr. III. Bekanntmachung, die Aufbringung des Bedürf— nisses der Großherzoglichen Landeebrandversicherungs⸗Anstalt ür 1875 bett. IV. Bekanntmachung, die Wahl der Geschwornen in ver Provinz Rheinhessen für das Jahr 1877 betr. V. Uebersicht über die Einnahmen und Ausgaben des Bicinalwegbausonds für die Provinz Rheinhessen für das bahr 1874. f 5. Uebersicht der für das Jahr 1876 genehmigten Amlagen in den Gemeinden des Kreises Lauterbach. VII. Ertheiung von Erfindungspalenten. end ever ungen. Seine Königliche Hoheit er Großherzog baben Allergnädigst geruht: am 1. Mai en Obersteuercalculator Lyncker auf sein Nachsuchen, den Schullehrer Uhrig zu Lampertheim auf fein, Nachsuchen Inter Anerkennung seiner Dienste, am 12. Mai den Schul⸗ ehrer Kranz zu Altenburg auf sein Nachsuchen, am 15. Mai en Schullehrer Kehr zu Treis a. d. Lea. in den Ruhe⸗ and zu versetzen. f f IX. ee en Erledig! sind: die 2. bvangelische Pfarrstelle zu Mainz, Gehalt 2201 M., die 2. Schulstelle zu Büdesheim, Gehalt 771 M. 43 Pf., die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende 2. Schulsdelle zu Weinolsheim, Gehalt 771 M. 43 Pf., eine Lehrerstelle an der Schule zu Oppenheim, Gehalt 942 M. 85 Pf., die 2. Schulslelle zu Obers-Hilbersheim, Gehalt 771 M. 43 Pf., die evangelische Pfarrstelle zu Burg ⸗Gräsenrode, Gehalt 1725 M. Dem Freiherrn v. Leonhardi zu Groß— Karben steht das Präsentationsrecht zu. X. Sterbefälle. Gestorben sind: am 30. März der Oberförster Kullmann zu Darmstadt, am 9. April der Forsimeister Freiherr v. Diemer zu Darmstadt, am 25. April der Kirchenralh Bernhard zu Reinheim. Darmstadt Am 20. Mai wurden der Distrietseinnehmer zu Langen, Berntheisel, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt und demselben der Charakter als Rendant verliehen und der Rentamtmann zu Schotten, Schliephacke, in gleicher Diensteigenschaft nach Gießen versetzt, sowie der temporär in den Ruhestand versetzte Rentamt mann Heim reaetivirt und demselben das Rentamt Schotten übertragen. Darmstadt, 26. Mai. Heute trat der Ge— setzgebungs⸗Aussschuß der zweiten Kammer zusammen, um die für einzelne Vorlagen ersorderlichen Be— 0 richte noch festzustellen. Hierbei handelt es sich insbesondere um eine Reihe von Anträgen, welche der Abgeordnete Jöckel zum Gesinde-Ordnungs— Entwurf gestellt hat, ferner um das Gesetz, betr. die Volks⸗Schullehrer⸗Gehalte ꝛc. Jugenheim, 23. Mai. Gestern ist der älteste Sohn des Prinzen Alexander von Hessen, Prinz Ludwig von Battenberg, aus London bei seinen Eltern wohlbehalten dahier wieder einge— troffen. Der Prinz Ludwig begleitete bekanntlich als Unterlieutenant auf dem Schiffe„Serapis“ den Prinzen von Wales nach Indien und wurde nach deren Beendigung zum Lieutenant der Marine ernannt. Mainz 24. Mai. Der Bischof v. Ketteler stand heute wegen zweier Zuwiderhandlungen gegen das die Vorbildung und Anstellung der Geistlichen betreffende Gesetz vor dem Bezirks- gericht. Der erste Fall betraf die Besetzung der Pfarrei Kastel durch den Mitangeklagten, Kaplan Schaider, der zweite Fall die Besetzung der Stelle eines Dekans für das Dekanat Heppenheim. Der Bischof bestritt jede wissentliche Zuwiderhandlung gegen die Gesetze, wie auch jede Absicht zu deren Umgehung, und suchte darzuthun, daß eine Ueber- tragung der Pfarrei an den Kaplan nicht Statt gehabt babe, derselbe nur einfach als Kaplan weiter fungire. Hinsichtlich des zweiten Falles nahm er gleichfalls den guten Glauben für sich in Anspruch, und suchte die Annahme zu recht; fertigen, daß die Stellung eines Dekans nicht als eine kirchliche Stelle im Sinne des Gesetzes auf; zufassen sei. Der Vertbeidiger des Bischofs Du— mont, wählte den gleichen Standpunkt, wogegen die Staatsbebörde, Schön, die Anklage aufrecht erhielt und sie unter schließlicher Hinweisung auf die in Flugschriften und Protesten klar ausge- sproche Stellung des Bischofs gerade zu den Ge⸗ setzen, wegen deren Uebertretung er angeklagt sei, begründete. Die Urtheilsfällung wurde auf den 2. Juni vertagt. Der Strafantrag der Staats. behörde lautet auf 400, bezw. weitere 750 Mark Geldstrafe oder entsprechende Gefängnißhaft gegen den Bischof; gegen Kaplan Schaider wurde kein Ankrag gestellt. Worms. Am 30. Mai. wird hier eine Besprechung von Vertretern sämmlicher evange— lischen Kirchengemeinden des Deeanats Worms stattfinden, um den Inhalt einer Eingabe an das Ministerium des Innern und das Oberconsistorium festzustellen, welche anläßlich der neuen starken Kirchenbesteuerung die berechtigten Forderungen und Wünsche der Gemeinden zum entschiedenen Ausdruck bringt. Die Verstäckung des Laienelements in den synodalen Vertretungen steht u. A. dabei in erster Linie. Berlin, 26. Mai. Beim Abegeordneten— hause ist ein Gesetzentwurf betreffs Verauslagung und Erhebung der directen Staatssteuern nach dem Etatsjahre und ein Antrag des Abgeordneten Win thorst(Meppen) wegen gesetzlicher Regelung der Untersuchungshaft eingegangen. In der heutigen Sitzung wurde der Gesetzentwurf über den Austritt aus den jüdischen Synagogen-Gemeinden in dritter Lesung nach kurzer Discussion gemäß der bei der zweiten Lesung beschlossenen Fassung angenommen. Bei der sodann folgenden zweiten Berathung der Städte-Ordnung wurde nach Annahme der§§ 1 bis 13 beschlossen, im Voraus über§. 42a zu debattiren, welcher die Wahl-Frage betrifft. Der Minister des Innern gab hierzu die Erklaͤrung ab, die Ausdehnung des Entwurfs auf die Stadt Frankfurt a. M. sei nur dann zulässig, wenn das Drei-Classen⸗Wablsystem aufrecht erhalten bliebe. Nach längerer Debatte, in welcher die Abgeord— neten Krech und Miquel für die Commissions- Beschlüsse, Schlueter, Röckerath, Osterrath, Windt— horst(Meppen) und Virchow für ein gleiches Wahlrecht sich aussprechen, tritt der Minister des Innern für ein durchgängig gültiges Dreiclassen- Wahlsystem, unter Aufhebung des gleichen Wahl rechts da, wo solches besteht, ein. Die Debatte wendet sich darauf dem§. 26, betreffend die Eintheilung der Wähler in drei Classen nach der Steuerstufe, zu. Von den dazu gestellten Amen⸗ dements werden die meisten abgelehnt. Der An— trag Röckerath's auf gleiches Wahlrecht aller Gemeindebürger bei den Stadtverordneten-Wahlen wird unter Namens- Aufruf mit 187 gegen 120 abgelehnt. Dafür stimmen das Centrum, die Polen und ein Theil der Fortschritts Partei Darauf wird§. 26 mit den von Miquel und Virchow beantecagten Zusätzen, sodann auch§. 42a (Dreiclassen⸗Wahl), letztere nach den Commissions⸗ Anträgen, angenommen. Nach den Zusatz⸗An⸗ trägen Miquel⸗Virchow soll die erste Classe der Wähler mindestens ein Zwölftel, die zweite min- deslens zwei Zwölftel der Wähler umfassen.— 27. Mai. Das Abgeordnetenhaus nahm heute in der dritten Berathung mit geringen Abänder⸗ ungen gegenüber den Beschlüssen der zweiten Lesung den Competenz⸗Gesetz-Entwurf an. Eine längere Debatte wurde bei§ 177 durch den Antrag Lasker Klotz herbeigeführt, wonach vom September dieses Jahres an nur auf Lebenszeit ernannte Mitglieder am Oberverwaltungsgericht angestellt sein sollen. Schließlich wurde ein von Rickert gestellter An- trag angenommen, wonach schon 5 aufgestellte Mitglieder des Oberverwaltungsgerichts zur giltigen Beschlußfassung genügen sollen.— Das Haus setzte dann in einer Abendsitzung die zweite Be- rathung des Städteordnungs-Entwurfes fort. Es wurden die Paragraphen 14 bis 23, zum Theil in modificirter Fassung, angenommen. — Das Herrenhaus erledigte Massen-Petitionen aus Westfalen betreffs des Religions- Unterrichts in den Volksschulen durch Uebergang zur Tages— ordnung, zahlreiche andere Petitionen nach den Commissions- Anträgen. — 27. Mai. Das deutsche Mittelmeer-Ge-⸗ schwader ist heute früh im Sund von Plymouth angekommen; der Aviso„Pommerania“, welcher gestern nach Portland geschickt wurde, wird demnächst nachfolgen. München, 26. Mai. Die früheren fünf liberalen Abgeordneten für den Wahlkreis München J sind heute mit 246 von 247 Stimmen wieder- gewählt worden. Die 35 ultramontanen Wahl- männer waren zur Abstimmung nicht erschienen. — Die Dauer des Landtages ist bis zum 30. Juni verlängert worden. Ausland. Oesterreich⸗-Ungarn. Wien. Die „Pol. Corr.“ erfährt, daß der Statthalter von Nieder ⸗Oesterreich die Auflösung des Arbeiter- bildungsvereins wegen Ueberschreitung des statuten⸗ mäßigen Wirkungskreises verfügt bat. — Wie die„Presse“ meldet, kündigt der Kriegs-Minister demnächst den mit dem derzeitigen Heeresausrüstungs-Consortium bestehenden Vertrag und sind bereits Verhandlungen mit einem großen Brünner Hause eingeleitet, das schon früher an der Heeres-Ausrüstung betheiligt war. Die öffent- liche Concurrenz soll nicht ausgeschrieben werden. Pest, 24. Mai. Bei der Berathung über das Budget des Ministeriums des Auswärtigen in der Delegation des österreichischen Reichsrathes spricht Referent Schaub die Hoffnung aus, die Regierung werde die im Vorjahre gebilligten Ge. sichtspunkte festhalten. Graf Andrassy erklärt, es sei unmöglich, während der noch schwebenden Ver⸗ handlungen über die orientalische Frage Aufklär⸗ ungen, in Bezug auf Einzelheiten zu geben; es sei unstatthaft, daß das Parlament in solchem Falle eine bestimmte Directive für das Vorgehen des Ministeriums vorzeichne, ebenso sei eine ein: gehende Discussion über jene Frage im Interesse der Sache unzuträglich. Wie schon wiederholt erklärt, seien die Ziele des Ministeriums: Erhaltung des europäischen Friedens, Vermeidung weiterer Complicationen, Anbahnung verbesserter Zustände, welche die Wiederkehr von ähnlichen, die Mo- narchie bedrohenden Gefahren verhindern. Mit diesen Zielen sei auch die Delegation einverstanden. Was die Mittel zur Erreichung des Zieles betreffe, so sei es unstatthaft, solche während der noch schwebenden Action darzulegen. Der Minister betont schließlich das Einvernehmen mit den anderen Mächten und gibt der Hoffnung Ausdruck, Ehre, Unabhängigkeit und Selbsibestimmungs⸗ Recht der Monarchie unter allen Umständen zu erhalten. (Lebhafter Beifall.) Der bei der Special⸗Debatte des Budgets des Aeußern gestellte Antrag auf Aufhebung des Botschafterpostens beim Papste findet keine Unterstützung. Der Reichs Finanz: minister v. Holzgethan gibt im Laufe der Sitzung noch ausführliche Erklärungen über die bestehenden gemeinsamen Activa und legt den Ausweis über den in seiner Verwahrung befindlichen Betrag der Reichs ⸗Activa vor. 8 — 24. Mai. Der türkische Botschafter Aarifi Pascha ist hier angekommen und hat mit dem Grafen Andrassy conferirt. Auch der russische Botschafter Nowikoff ist hier eingetroffen. Der englische und der deutsche Botschafter werden erwartet. — 26. Mai. In der heutigen Sitzung des Budget-Ausschusses der österreichischen Delegation erklärte der Section-Chef General Benedek im Namen der Regierung gegenüber den Anträgen Sturm's: die Regierung halte auch ein Compro- miß, welches auf einer Compensation des Abstrichs mit der Mannschafts⸗Kost hinauslaufe, für unzu— Die Regierung könne nur versprechen, lässig. möglichst zu sparen und etwa einzelne Beurlaub⸗ ungen oder spätere Einberufungen nach Zulässigkeit der Umstände in Betracht ziehen zu wollen. Bei der Abstimmung wurden die Anträge Sturm's auf einen Gesammt-Abstrich von 2, 262,600 fl. bei den Titeln 7, 22 und 28, sowie auf Zuschuß von 1,075,000 fl. zur Verbesserung der Mann- schaftskost mit 11 gegen 9 Stimmen angenommen. — 26. Mai. Das Subcomits der ungarischen Delegation für das Heerwesen hat heute das Kriegsbudget erledigt. Bei Berathung des Ordi— nariums wurde von Wahrmann bei 5 verschiedenen Titeln des Etats ein Pauschalabstrich von zusammen 2 Millionen beantragt, der durch frühere Ent⸗ lassung der intelligenteren Mannschaften und durch spätere Einberufung der Rekruten erzielt werden soll. Der Antrag wurde mit 12 gegen 8 Stimmen abgelehnt und die Regierungsforderung angenomnien. Beim Extraordinarium dagegen wurden Abstriche von insgesammt 1,743,925 fl. beschlossen. — 27. Mai. In der heutigen Sitzung der ungarischen Delegation erwiederte Graf Andrasstz auf bezügliche Interpellation: er habe dem Ge— neral-Consul in Belgrad die Weisung ertheilt, wenn das Moratorium auch für auswärtige Schulden gelte, dagegen Verwahrung einzulegen. Auf eine Interpellation wegen Ausschließung der öststerreichisch-ungarischen Papiere vom Lombard durch die deutsche Reichsbank erwiederte Graf An- drassy: er habe officiös Schritte gethan und die deutsche Regierung habe versprochen, das Thun— lichste aufzubieten; die Angelegenheit falle jedoch in den autonomen Wirkungskreis der Bankdirection, ein Zwang von Seiten der Regierung sei nicht möglich. Wenn die obwaltenden Hindernisse ver— schwunden seien, so werde dieser Uebelstand rasch beseitigt sein. Beide Antworten des Grafen An- drassy nimmt die Delegation zur Kenntniß. Auf eingehende Interpellation Zsedenyi's über die orientalische Frage ersucht Graf Andrassy um Zeit zur genaueren Erwägung, erklärt jedoch zu— gleich, er werde bei eventueller Lage der Dinge auf so viele Fragen kaum antworten können. Salzburg, 27. Mai. Das hiesige Dom- capitel hat heute den Abt Eder zum Erzbischof von Salzburg gewählt. Schweiz. Basel. Den„Baseler Nach. richten“ wird aus Bern gemeldet, die deutsche Regierung habe dem Bundesrathe mitgetheilt, sie verzichte auf Vertretung bei der nächsten Gotthard— bahn⸗Conferenz und verlasse sich bezüglich Wahrung der allerseitigen Interessen mit voller Beruhigung auf den Schweizer Bundesrath. Frankreich. Paris. Der„France“ zu⸗ folge hätte der französische Botschafter beim Vatican, Corcelle, über dessen Verhalten sich kürzlich der Herzog von Deécazes etwas zweideutig im Budget⸗ Ausschusse ausgelassen hatte, seine Demission gegeben. Versailles, 24. Mai. In der heutigen Sitzung des Senats beantwortete der Minister Dufaure die Interpellation Paris' über die Aus- legung des Artikels 8 der Verfassung, betreffend die Revision der Verfassung. Dufaure constatirte, daß zwei Auffassungen über diesen Gegenstand bestehen; darüber zu entscheiden, seien aber nur die im Jahre 1880 vereinigten Kammern com- petent. Die Interpellation sei daber unnütz. Der Minister faßte schließlich die Auffaffung der Re⸗ gierung in dem Worte zusammen:„Wir achten die Treue und die Hoffnung, verwerfen aber die Verschwörung.“ Der Deputirte Paris erklärte sich durch diese Antwort für befriedigt. Die Kammer nahm die einfache Tagesordnung einstimmig an. Großbritannien. London, 26. Mai. Im Unterhause erklärte der Unter⸗Staats-Secretär Lowther auf eine Anfrage Nosl's, die englische Regierung habe nicht die Absicht, Malacta zu annectiren.— Das englische Geschwader ist von Smyrna nach der Besika-Bay abgegangen. Spanien. San Sebastian. Laut Befehl des Generals Quesada wird der Belagerungszustand in den baskischen Provinzen und Navarra verkündigt und das Militärgesetz für geltend erklärt. Italien. Rom, 26. Mai. In der gestrigen Abendsitzung der Kammer-Commission stimmten sechs gegen, einer für die Basler Convention. Crispi, det abgebe. Betrag Sein Ein N ines f herden halche shatz schwer ber, gaubt Padis Papi Etei der surr Ben rache ihn, Nach Tode sich selben surgen wohne Mukh. Bllek di “bilden — urücz das Harsch it eit emu — ! db 5 genen 1 ett un 4 10 mice 1 * rule de! üg des Ot 1 0 dersc 1 Ditd 1 ren 2 1 nnn eee en Wahen un 3 an end dun ut dere d Sun geen 8 Ubstriz 1 252 ů— — — — 13 1 9 7 46515 * „5 2 0 gectill 20 agi 15 des Friedens und der Civilisation dem Berliner Memorandum beigetreten; Führer der Majorität der Kammer, enthält sich der Abstimmung. Der Berichterstatter Puccini erhielt zur Vorlegung des Berichts eine vierzehntägige Frist. — 27. Mai. In der beutigen Sitzung der Deputirtenkammer bestätigte der Minister des Aeußern Melegari in Beantwortung einer bezüglichen Interpellation, daß die Gesandtschaften in Paris und Petersburg zum Range von Botschaften erhoben werden und fügte hinzu, Italien sei im Interesse er glaube, daß die Ablehnung Englands die Action der anderen Mächte nicht behindern werde und er hoffe, daß England seinen Einfluß bei der Pforte dahin geltend machen werde, daß Letztere die Berliner Vorschläge annehme, Türkei., Konstantinpel. Der„Pol. Corr.“ schreibt man von hier: Eine neue Demon— stration der Softas ist angekündigt und dürfte in den nächsten acht Tagen stattfinden. Einst— weilen haben die Führer derselben eine Verständigung mit den Provinzen angebahnt. Aus ihrem poli— tischen Programme kann man einige wesentliche Punkte mittheilen. Sie verlangen, daß der Sultan 5 Millionen türkischer Livres an den Staatsschatz abgebe. Seine Civilliste soll auf den Jahres- Betrag von 1 Millionen Livres redueirt werden. Sein Titel eines„Khalifen“ soll abgeschafft werden. Ein National-Rath soll eingesetzt und der Posten eines Finanz⸗Ministers einem Europäer anvertraut werden. Die Summe von 5 Millionen Livres, welche die Softas vom Sultan für den Staats— schatz reclamiren, mag als eine übertriebene und schwer realisi-bare Forderung erscheinen. Hier aber, und zwar in eingeweihten türkischen Kreisen, glaubt man mit Bestimmtbeit zu wissen, daß der Padischah 25 Millionen Livres in Gold und in Papieren in seinen Kellern liegen habe. — In der Suttorina hat sich ein sensationelles Ereigniß zugetragen. Ein gewisser Philippovic, der als Anführer seit dem Ausbruche der In⸗ surrection thätig war, kam in den Verdacht, die Bewegungen der Insurgenten den Türken ver- rathen zu haben. Man bielt Kriegs-Gericht über ihn, dem alle Insurgenten- Chefs beiwohnten. Nach kurzer Berathung wurde Philippovic zum Tode verurtheilt. Der Delinquent vertheidigte sich sehr energisch, aber vergeblich. Noch am selben Tage wurde er erschossen. — 26. Mai. An der Spitze von 2000 In- surgenten machte Pantopie, unterstützt durch Be ⸗ wohner des Districts von Gacko, auf Achmet Mukhtar Pascha, welcher auf dem Marsche nach Bilek war, bei Kobhylaba einen Angriff; nach achtstündigem Kampf und großen Verlusten auf beiden Seiten mußte Mukhtar sich nach Gacko zurückziehen. Aus slavischer Quelle wird über das Gefecht berichtet, daß die Türken auf dem Marsche von Gacko nach Bilek geschlagen und mit einem Verluste von 600 Tovpten und vielen Verwundeten zurückgeworfen seien. — General Ignatieff hat dieser Tage den 1 Christen einen Beweis liefern wollen, daß sie nichts mehr zu befürchten haben. Er besuchte mit seiner Gemahlin mehrere Moscheen von Stambul. Er und seine Gemahlin haben die Probe ihres Muthes, ohne auch nur die mindeste Insulte er- fahren zu haben, mit heiler Haut bestanden. — Die„Indépendance belge“ meldet aus Wien: Die Nachricht, daß die Pforte die Vorschläge der Berliner Conferenz abgelehnt habe, sei unbe⸗ gründet, zumal die Vorschläge der Pforte bisher noch nicht officiell mitgetheilt worden seinen. Die diplomatischen Verhandlungen würden fortgesetzt und sei anzunehmen, daß England den Vorschlägen nicht entgegentreten werde. Rumänien. Bukarest. Das Ministerium hat aus Anlaß des zehnten Jahrestages der Thronbesteigung des Fürsten Carl die Aufhebung der Frohnarbeit beim Straßenbau beantragt. Aus Stadt und Land. Waldmichelbach. Dem Vernehmen nach ist dieser Tage dahier durch die Gendarmerie eine Broschüre con— fliscirt worden, welche von Reservisten aus Mainz mit— gebracht wurde, deren Inhalt das Militär zum Ungehor⸗ sam auffordert. Allerlei. Treysa, 20. Mai. Gestern büßte eine Frau, um ihre jungen Gänse zu retten, ihr Leben ein. Die Ehefrau eines Bahnwärters auf der Baynstrecke zwischen Wiera und Treysa wurde durch den von Frankfurt kommenden Schnell— zug 7, im Geleise vor dem Wärterhaus 83 gefaßt und getödtet. Die Frau wollte kleine Gänse von der Bahn treiben und entfernte sich bei Ankunft des Zuges zu spät aus dem Geletse; wahrscheinlich hatte sie durch den ent— gegengesetzten Wind die schnelle Annäherung des Zuges nicht gehört und konnte trotz des vom Locomolivführer gegebenen Warnungssignals nicht rasch genug wegkommen. Möge dieser Unglücksfall vielen auf der Bahn beschäftigten Leuten zur Warnung dienen. Trier. Mit dem Unglücksfalle auf dem Trierer Exer⸗ cierplatze verhält sich's glücklicher Weise doch anders, als 22 Das Pferd eines Einjäbrig- Freiwil. anfangs angegeben. ligen war nämlich scheu geworden und rannte mit solcher Vehemenz zwischen eine anrückende Vedelte, daß dadurch zwei Leute mit größter Gewalt zu Boden geschleudert wurden. fällte Lanze, den Andern verletzte der wuchtige Fall derart, daß er den Fuß am Knöchel brach. Der Einjährige sammt seinem Pferde wurde aber von dem gewaltigen Choc so dahin geschleudert, daß das Pferd sich dreimal überschlug, und der Reiter, der mit dem linken Fuße im Steigbügel wohlbehalten in bängen geblieben, stürzte leider dabei mit solcher Gewalt zur Erde, daß er bis heute noch ohne alle und jede Be- sinnung schwer darnieder liegt. Prag, 26. Mai. Franz Palacky ist heute Nachmitzag gestorben. Magdeburg. In der Nacht vom 12. zum 13. d. M. sind auf dem Bahndamme der Magdeburg-Leipziger Eisenbahn zwischen Westerhüsen und Schönebeck bei Frohse zwei Stück ca. 7 Meler lange Eisenbahnschienen, welche zum Umbau des Geleises auf dem Banquett des Bahn⸗ dammes lagerten, quer über die Fahrschiene des westlichen Geleises gelegt und sogar mit starkem Eisendraht, der von ber in der Nähe befindlichen Schutzbarriere abgebrochen war, an den Stüblen des festlie genden Geleises befestigt worden. Der Frevel wurde entdeckt, als der Bahnwärter Kasten in Bude 17 nach Durchgang des Abends 11 Uhr 10 24 von hier abgehenden Personenzuges seine Strecke revidirte. Mit Hülfe des Bahnwärters Schulze wurde das Hinder niß sosort beseitigt, ehe noch ein Unglück entstanden war. Das Directorium der Magdeburg-Leipziger Eisenbahn⸗ Gesellschaft hat auf die Entdeckung des Thäters eine Be⸗ lohnung von 300 Mark ausgesetzt. Wien. In der Nacht vom 19. auf den 20. Mai hat ein ungewöhnlich heftiger Nachtfrost das östliche und süd⸗ östliche Deulschland, Oesterteich, Ungarn ꝛc. heimgesucht. Es liegen darüber traurige Berichte vor.„Das Thermo⸗ meter sank am 20. früh 5 Uhr auf 4 Grad Källe. Es gab in der Umgegend von Dresden strohhalmdickes Eis. Wahrhaft grauenhaft sind die Zerstörungen, welche der Frost in Gärten, an Geiänden an Bäumen und Sträuchern angerichtet hat. Alle Obsthoffnungen sind geradezu ver— nichtet. Wer die Loschwitzer Pflege oder die Berge hinter Prießnitz durchwandert, wer die Gärten in der breiten Ebene sieht, dem treten unwillkürlich die Thränen in die Augen über das schwarze Leichentuch, das der Frost über die Pflanzen Welt gebreitet hat. Selbst die Stein-Eichen und Stein⸗Buchen stehen mit welkem und schwarzem Laube da. Sogar Heidel- und Breisel⸗Beeren haben gelitten, der Spargel ist lief in die Erde hinein erfroren. Was an Saaten zu Grunbe gegangen, läßt sich noch gar nicht übersehen. Wien, 25. Mai. Feldzeugmeister v. John, Chef des Generalstabes, ist am Schlagfluß gestorben. Handel und Verkehr. Grünberg, 27. Mai. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte beiragen: Waizen 12 M. 38 Pf.; Den Einkn streifte längs der Brust her die ge⸗ Korn 9 M. 86 Pf.; Gerste 8 M. 90 Pf.; Hafer 9 M. 84 Pf.; Erbsen 10 M. 13 Pf.; Samen 15 M. 75 Pf.; Kartoffeln 3 M. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 50 Kilo= 100 Pfund. Frankfurt, 24. Mai. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 43., Nr. 2 M. 39., Nr. 3 M. 35., Nr. 4 M. 31., Nr. 5 M. 25. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26., do. II.(Berliner Marke) M. 22. Waizen M. 26. Roggen M. 19. Gerste M. 17— 21. Hafer M. 19. Erbsen M. 21—24. Wicken M. 23—24. Linsen M. 21—30. Rüböl M. 72.—. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfb. Zoll⸗Gewicht— 100 Kilo. g Frankfurt, 27. Mai. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war ziemlich befahren. Heu kostete per Centner je nach Qual. M. 4.50— 5.20. Stroh per Centner M. 4.50—5.15. Butter im Großbandel das Pfund 1. Qual. M. 1.14, 2. Qual. M. 1.09, im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.29, 2. Qual. M. 1.20. Eier das Hundert M. 5.12—6. Mainz 27. Mai. Producten-Markt. Watzen per Mai 23.—, per Juli 22.50, per Nov. 22.90. Roggen per Mai 17.30, per Juli 17.20. Hafer per Mai 19.20, per Juli 18.40. Nüböl per Mai 34.80, per October 34.30. Telegraphischer Schiffsbericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg. Das Hamburger Postdampfschiff„Suevia“, Capi. Franzen, von der Linie der Hamburg-Amerikanischen Packeisfahrt-Aeliengesellschaft, welches am 10. Mai von Hamburg via Havre abging, ist nach einer glücklichen Reise am 24. Mai, 7 Uhr Abends, New-⸗Pork angekommen. 8 Auszug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Getraut: Ludwig Philipp Emil Friedrich Werner von Biedenkopf mit Emma Obernhöͤfer von hier. Isaak Nathan Weinberg von Esens mit Fran— ziska Isenburger von hier. Johann Philipp Schneider von Wiesbaden mit Marie Margarethe Elisabethe Henriette Karoline Johannette Wilhelmine Klothilde Kräckmann von Bernsburg. Geboren: Dem Dienstknecht Daniel Jung eine Tochter. Buchdrucker Bernh. Ekey eine Tochter. Gestorben: Elisabethe Scheig, Taglöhnerin. 48 Jahre alt. 2 22. Mai. 1 21 * 0 12 7 Braunkohlen, f insbesondere Handformereiklötze der diesjährigen Auf⸗ bereltung werden auf dem fiscalischen Draunkohlenwerk bei Melbach vom 29. d. Mts. an abgegeben. Der Ver⸗ kaufspreis incl. eines dreimonatlichen Credits beträgt: Für Handformereiklötze pro 100 Stück 3 M. 20 Pf., „Preßklötze ib„ ein 20 „ Holzkohlen pro Kubikmeter 3 M. Bab⸗Nauheim den 26. Mai 1876. 1791 Großherzogliches Bergamt Dorheim. Hospital betreffend. 1779 Die Mitglieder des hiesigen Krankenvereins müssen, wenn sie im Falle der Erkrankung im Bürger⸗Hospftal Aufnahme suchen, ihren Aufnahmeschein den Schwestern vorzeigen. Friedberg den 23. Mai 1876, Für die Armen-Commission: Meyer, Pfarrer. Foucar, Buürgermeister. iso Für ein hiesiges größeres Geschäft wird ein Lehrling mit guten Schulkenntussen und schöner Hand⸗ schrift gesucht. Offerten unter C. S. 66 bef. die Ceutral⸗ 1 Annoncen⸗ Expedition von G. L. Danube und Cie., Frankfurt a. M.(D. 2278.) Holz⸗Versteigerung. 1813 Im Fauerbacher und Ober⸗Laiser Gemeindewald kommen in den Distrikten Hoherberg, Wellerberg und Mark an folgenden drei Tagen: Mittwoch den 7. Juni, Donnerstag den 8. Juni und Freitag den 9. Juni d. J. zur Versteigerung: Scheit Prügel Stock Reis Ra ummeter. Buchen 34 5 18 163 Eichen—— 5 3 Nadel 21 38— 599 Aspen 12 28— 42 471 Fichten- und Tannen-Stämme von 15— 34 Centim. Durchmesser und 8— 20 Meter Länge und 859 Desgleichen Stangen von 8— 14 Centimeter Durchmesser und 8— 17 Meter Länge. Die Zusammenkunft und der Anfang ist an jeden der drei Tage des Morgens 9 Uhr, im Distrikt Hoherberg und kommt an den beiden ersten Tagen das Bau-, Werk— und Nutzholz zum Ausgebot, am letzten Tage aber das Brennholz. Wegen der unmittelbaren Angrenzung an die Laiser⸗ straße ist sämmtliches Holz gut abfahren. Fauerbach und Ober⸗Lais den 26. Mai 1876. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien Fauerbach Ober⸗Lais u mM. an eb e et. und Tascheutücher billigst bei K. Friedrich. S e Kragen, Manschetten Holzversteigerung. 1817 Dienstag den 13. und Mittwoch den 14. Juni d. J. sollen in der Graäflich Stolberg'schen Oberförsterei Gedern, Reviers Ranstadt, Distrikte Leustadt, Kirchwald und Hinterwald, folgende Holzsortimente versteigert werden: 60 Raummeter Buchen⸗Scheitholz I. Klasse, 115 f 8 5 h 2 9 Eichen⸗ 1 11 8 94 5 Buchen Stangen-Prügelholz, 19*„* 5„ 1301 5„ Stammreiser, 227„ Astveiser, * 30 Fichtenstämme von 5— 13 Meter lang, 16—25 Centimeter dick, 12 Buchenstämme von 5— 10 Meter lang, 2- 38 Centimeter dick, 20 Fichtenstamme von 9— 15 Meter lang, 16— 23 Centimeter dick, 5 Eichenstangen, 2 Buchenstangen und 50 Fichtenstangen. Den ersten Tag kommen die Buchenstammreiser zum Ausgebot. Zusammenkunft an beiden Tagen Morgens 9 Uhr in Ranstadt. Gedern den 27. Mai 1876. Großherzogliche Oberfoͤrsterei Gedern Rr 77000. 1 0 1 Ein Concurrenzmanöver. 1804 In der Delegirtenversammlung der landwirthschaftlichen Consumvereine am 24. Mai zu Mainz ist durch den Vorsitzenden constatirt worden, daß die in verschiedenen Zeitungen enthaltene Annonce, welche mit der Unterschrift: Viele Consumvereinsmitglieder gegen den„Mittelrhein“ und den Anschluß der Consumvereine an denselben agirt, überhaupt nicht von Consumvereinsmitgliedern, sondern von der: Generalagentur der„Colonia“ in Darmstadt herrührt. f a Wie sehr muß doch der„Mittelrhein“ floriren, wenn der Colonia nun auch solche Mittel rein sind. Der Verband landwirthschaftlicher Consumvereine des Großherzogthums Hessen aber hat sich durch einstimmigen Beschluß seiner Delegirten dem Landwirthschaftlichen Versicherungs⸗Verband „Mittelrhein“ Ist kein Glossator da?(337/V.) 0 6 Hut- Fabrik. C.. Hirsch, Zeil 10 und 12, gegenüber der Constablerwache, Frankfurt a. M., empfiehlt für Herren, Knaben und Kinder Seiden, Stroh- und Filzhüte, sowie 1811 eine Parthie Sommerhüte von 1 Mark an.(Db. 2287.) angeschlossen. Ueue Sicherheitszündhölzer. 1809 Ich habe dem Herrn W. Fertsch für Friedberg den Alleinverkauf der in ganz Deutschland so rasch beliebt gewordenen neuen phosphor-& schwefelfreien Sicher- heitszündhölzer von H. C. Deig Nachfolger in Pirna übertragen und hält Herr Fertsch Lager dieser Hölzer in folgenden Packungen und Preisen: Schieber pr. Pag. von 10 Schachteln 20 Pf. Ovale Schachteln pr. Pag. von 10 Schachteln 20 Pf. Große runde Schachteln(500) pr. Schachtel 10 Pf. Kleine runde Schachteln(300) pr. Schachtel 6 Pf. Darmstadt. F. Weygand, Generalvertretung für das Großh. Hessen. Holz- Versteigerung. 1807 Mittwoch den 31. Mai l. J., Morgens 9 Uhr anfangend, sollen im hiesigen Gemeindewald nachstehende Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert werden: Holz⸗Versteigerung. 1805 Donnerstag den 1. Juni d. J. werden in dem Nieder⸗Erlenbacher Gemeindewald folgende Hölzer: 18 Meter Buchen⸗Scheitholz, 2„ Birken⸗ 5 10 Raummeter Buchen-⸗Scheitholz, 16„ Kiefern⸗ 5 8 3 Eichen⸗* 8„ Aspen⸗ 5 2 5 Erlen⸗ 5 114„ Buchen⸗Prügelholz, 24 5 Buchen⸗Prügelholz, 42„ Eichen 5 7 5 Eichen⸗ 10 53„ Kiefern⸗— 6 Erlen⸗ 5 12„ Aspen⸗ 8 56 5 Buchen⸗Stockholz, 92„ Buchen⸗Stockholz, 22 5 Eichen⸗ 5 83„ Eichen- und Kiefern⸗Stockholz, 4 5 Erlen⸗ 5 12„ Aspen Stockholz, 2000 Wellen Buchen-Reisholz, 550 Stück Eichenwellen, 480„ Eichen⸗ 10 1750„ Kiefernwellen 100„ Nadel⸗ öffentlich an den Meistbietenden versteigert. 50„ Erlen⸗ 7 Kauflustige wollen sich an dem genannten Tage, Vor— 18 Eichen⸗Bau- und Werkholzstämme von 29— 50 mittags 9 Uhrß oberhalb Dillingen am Eingang des Waldes einfinden. Nieder⸗Erlenbach am 26. Mai 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Erlenbach. e eee Der Großh. Beigeordnete Kötter. Holz ⸗Versteigerung. 1808 Mittwoch den 31. Mai und Donnerstag den 1. Juni soll nachstehendes Gehölz in dem Ostheimer Gemeindewald meistbietend versteigert werden: Centimeter Durchmesser, 5—7 Meter Länge und 11 Kubikmeter Inhalt. Gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine wird Zahlungs- frist bis Martini l. J. gestattet. Die Zusammenkunft ist präeis zur besagten Stunde loco Hausen. Hausen am 24. Mai 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Hausen. Ffuchtbersteigcrung V bei Großherzoglichem Rentamte Nidda. 9 7 Buchen⸗Prügelholz, 1815 Wegen Verlegung des Frankfurter Fruchtmarktes 8 5 Eichen⸗ 7 vom 29. auf den 31. Mai fällt die von uns auf den 80 5 Nadel⸗ 1 31. Mai angekündigte Fruchtversteigerung daher in Bingen⸗ 165 5 Buchen Stockholz, heim aus und wird diese Versteigerung nunmehr Mitt— 9 7 Eichen⸗ 9 woch den 7. Juni, Vormittags 11 Uhr, bei 127 1 Nadel⸗ 5 Gastwirth Winter dahier abgehalten. Es kommen hier⸗ 1300 Buchen-Reisholzwellen, bei zum Ausgebot: 160 Eichen— 5 159 Heetoliter Korn, 4800 Nadel⸗ 5 169 0 Gerste, 20 Eichenstammholz, 6,90 Festmeter Inhalt, 29 55 Hafer, 190 Nadelstammholz, 72,66 5 1 sodann werden Donnerstag den 8. Juni, Vor⸗ 162 Nadelstangenholz, 12 60 7 Die Zusammenkunft ist am Bodenröder Feld. Gegen genügende Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis den 1. Oeto— ber d. J. gestattet. Ostheim den 22. Mai 1876 mittags halb 10 Uhr, auf dem Rathhaus zu Nidda: 32 Heetoliter Gerste und 92 5 Hafer N öffentlich Reistbietend versteigert. Bingenheim den 24. Mai 1876. me Großherzogliches Rentamt Nidda. Praun's Hülfstafel, zur Umrechnung von Gulden in Mark, von J Kreuzer big fl. 105.— sind soeben wieder eingetroffen. Preis 50 Pf. Carl Bindernagel. 1812 Zu dem am 2. Balle laden ergebenst ein Pfingstfeiertage stattfindenden Gebrüder Eich, Kurhauspächter. Auf dem Selzerbrunnen findet Montag den zweiten und Dienstag den dritten Pfingstfeiertag Harmonie- und Tanzmusik statt, wozu freundlichst einladet 182² P Weitzel. 1782 Ein sehr eleganter Glaswagen, fast neu, steht preiswürdig zu verkaufen bei Gebrüder Bendheim. Frische Milch von Morgens 6 Uhr ab, stets frisch und gut, bei 1819 C. F. Walz. Kegel- und Kegelkugeln, 1821 von Bock- und Buxbaumholz, vorräthig bei A. Coburger, Dreher. Bierhefe, 1820 ganz frisch, per Schoppen 48 Pfennig, bei Philipp Windecker. Strohhüte in großer Auswahl und neuester Mode billigst bei Heinrich Diehl, Usagasse. 5„ 99 Fleischpreise. 1818 Vom(. bis zum 16. Juni unverändert, mit Aus⸗ hme, daß O isch 68 i D, K i 05 Pfennig A Pfennig un uhfleisch Holzversteigerung in den Waldungen der Stadt Lich. 1806 Im Distrikt Ober⸗ und Unterspeierligskopf, Eisen⸗ kaute, Gänsweide und Kräppelwäldchen kommt Mittwoch, Donnerstag und Freitag den 7., 8. und 9. Juni d. J. folgendes Holz zur Versteigerung: I. Bau- und Werkholz den 7. und 8. d. M. Einige Eichenstämme und Stangen, 630 Fichtenstämme von 15—34 Centim. Durchmesser und 10—40 Meter Länge 500 Festm. Inhalt, 450 Fichtenstangen von 7— 14 Centim. Durchmesser und 10— 16 Meter Länge= 74 Festm. Inhalt, 10 Schichten 10 Fuß langes Kiefernholz, guter f 10 15„„ desgleichen,[Qualität. II. Brennholz den 9. d. M. Einige Raummeter Buchen- und Eichen⸗Scheit⸗ und Prügelholz, 75—80 Raummeter Kiefern- und Fichten⸗Scheit⸗ und Prügelholz, 190-200 Raummeter Kiefern- und Fichten⸗Scheit⸗ und Stockholz, 4000—5000 Wellen Kiefern, und Fichten⸗Reisholz. Die Zusammenkunft ist vor dem Wald am Vieinal— weg nach Hattenrod, jedesmal Morgens halb 9 Uhr. Der Anfang im Unteren⸗Speierlingskopf Morgens 9 Uhr. Bei genügender Bürgschaft wird Zahlungstermin bis Martini 1877 gestattet. Lich den 29. Mai 1876. Großherzogliche Burgermeisterei Lich. Ahr n g. in dem Domanial⸗Wald der Ober⸗ försterei Hoch⸗Weisel. 1814 Mittwoch den 7. Juni d. J., von Morgens 9 Uhr an, werden in dem Distrikt mittlerer Küppel öffentlich versteigert: 266 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 64,8 Prügelholz, 207 5„ Stockholz, 3450 Wellen Buchen-Reisholz. Zusammenkunft in Bodenrod. Zahlungsfrist bis Ende September d. J. Butzbach den 27. Mai 1876. Großherzogliche Oberförsterei Hoch-Weisel. Dittmar. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 1751 * 11 Großherzogliche Bürgermeisterei Ostheim. Schimpf. 5 Ru be. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Bad⸗Salzhausen. 8 Da (che G. striumse des Aci Aaarken faübung algen des Mi un 9. Miste Jaber! hllich reell dent! det P Schlei Philip Mojo J. Ba I 1 Aten, . Grit in 9 2. Ora la su Sonder gr. de . Grof , la d lit Aber; 1 10 Afpere ind We Ar. 23 eig. dt. U Juni Mummand Agenden immer r een fete Ma 0 gd, ll aon ach an — — — 2