felcha— 4 rat, Vich u. 58 7 22— ansgs⸗ Anträge t⸗Aötlen. 2 — 806 — art u. M. Ae füt die Land ⸗ 3430 1 Fascerti H. cttsedern, „ Srschereng dtela Nerget det Feden r gründlich en „ v ta betztfilk 05„ Bil. 1 krößecttn Aufnäzen 1 1 4 5 Gesetzes sort, lehnte zu§. 151 den Antrag des R 1876. 2 ä * Dienstag den 28. November. M141. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeil wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Areis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Für den Monat Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 34 Pf., bei den Poststellen mit 50 Pf. abonnirt werden. Deutsches Reich. Darmstadt. Am 16. d. M. wurde der Hofger.“ Sekretär Elwert in Gießen auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste und Verleihung des Charakters als Justizrath in den Ruhestand versetzt. — Die erste Kammer der Stände, welche am 28. d. M. zusammentritt, wird zur Erledigung der zur Beschlußfassung reifen 49 Gegenstände drei bis vier Sitzungen abhalten. Auf der Tages- ordnung der ersten Sitzung stehen 16 Gegenstände, worunter sich außer 8 Gesuchen und Beschwerden, welche von der zweiten Kammer meist ablehnend beschieden wurden, weiter befinden: die Vorlagen der Regierung, die Nachweisung der definitiven Resultate der Verwaltung der Staatsschuld in der Finanzperiode 1869—1871 und 1872 betr., die Erhebung der höheren städtischen Bürgerschule zu Oppenheim und der städtischen Realschule zu Groß- Ur stadt zu staatlichen Realschulen zweiter Ord- nung betr., die Bewilligung von 50,000 M. für die Periode 1876— 1878 zur Erhaltung und Restaurirung der Katharinenkirche zu Oppenheim betreffend, den Gesetzentwurf, die Sterbquartale der Volksschullehrer betr., den Gesetzentwurf, die Ausführung des Bauplans für die Erweiterung der Provinzialhauptstadt Mainz betr., sowie die Anträge des Abgeordneten Jöckel auf Aenderung des Artikel 426 der Strafprozeß Ordnung vom 13. September 1865 und des Abgeordneten Heinzerling auf Einführung eines generellen, nur einmal abzuleistenden Diensteides der Staatsbe⸗ amten und auf veränderte Einrichtung des Groß- herzoglichen Regierungsblattes. Berlin, 23. Nov. Bei der fortgesetzten zweiten Lesung des Gerichts ⸗Verfassungs⸗Gesetzes genehmigte der Reichstag heute die auf die Zu⸗ sammensetzung der Schwur Gerichte bezüglichen Paragraphen, ferner den Titel 6 über die detachirten Handelskammern und Titel 7 über die Oberlandes- gerichte. Bei Titel 8 über das Reichs Gericht wurde die Frage, ob der Sitz des Reichs⸗Gerichts nicht bereits durch das Gerichts Verfassungs⸗Gesetz bestimmt werden solle, zur Erörterung gebracht. Schließlich fand der Commissions- Antrag Annahme, wonach der Sitz des Reichs Gerichts durch ein künftig zu erlassendes Gesetz bestimmt werden soll. Paragraph 107, welcher die Verbrechen des Hoch- verraths und des Landesverraths gegen Kaiser und Reich vor das Reichs-Gericht verweist, wurde nach längerer Debatte ebenfalls genehmigt. Zu §. 118 wurde ein vom Bundes- Commissär be- kämpfter Antrag Reichensperger's(Olpe), wonach die Staatsanwälte bei ihren Ausführungen und Anträgen nach der Beweis-Aufnahme an Weisungen ihres Vorgesetzten nicht gebunden sein sollen, ab— gelehnt, und sodann dieser Paragraph nebst den übrigen des neunten Titels, serner Titel 10% 11, 12 und 13 nach den Commisstons Anträgen an- genommen. Demnächst wurde noch Titel 14 über die Gerichts- Sprache in der Commissions- Fassung genehmigt; ein hierzu gestellter Antrag Donimirski's auf Gleichberechtigung der deutschen und polnischen Sprache in den polnischen Landes- theilen fand nicht die Billigung des Hauses. — 24. November. Der Reichstag setzte heute die zweite Berathung des Gerichts Verfassungs⸗ Abg. Dr. von Choelowsky,„daß auf Verlangen der Parteien ein Neben Protokoll in fremder Sprache geführt werden müsse“, ab, genehmigte dagegen den Rest des vierzehnten und den fünf⸗ zehnten Artikel nach den Anträgen der Commission. Hierauf solgt die gestern ausgesetzte Berathung über den von der Commission eingeschobenen Titel über die Rechtsanwaltschaft. Der Justiz-Minister Leonhardt und die Bundes- Commissäre sprechen sich wiederholt gegen die Berathung aus. Die Abgeordneten Dr. Erhard, Lasker und Windthorst sprechen für, Grumbrecht und Dr. Wolffson gegen die sofortige Beratbung. Abg. Ausfeld beantragt Namensabstimmung über den ersten Paragraphen A. Das Haus tritt in die materielle Berathung ein. Nach lebhafter, von Frankenburger, Thilo und Hänel geführter Debatte und nachdem der Justiz— minister Leonhardt nochmals gegen den Commissions- Entwurf das Wort genommen, wird der Para— graph unter Namens-Abstimmung mit 163 gegen eingeschobene Titel genehmigt; sodann auch Titel 16. „zweimonatliche Gerichts- Ferien einführend“ anstatt sechswöchentlicher, wie die Regierungs-Vorlage wollte, angenommen.— 25. Nov. Im Reichstag wurde heute die zweite Lesung des Einführungs— Gesetzes zum Gerichts verfassungsgesetze vorgenom— men. F. 1, der in der Commissionsfassung be— stimmt, daß das Gesetz an einem durch kaiserliche Verordnung mit Zustimmung des Bundesrathes festzusetzenden Tage, spätestens am 1. October 1879, in Kraft trete, wird vom Justizminister Leonhardt, der sich gegen einen bestimmten Termin ausspricht, hekämpft. Nach längerer Debatte wird§. 1 nahezu einstimmig angenommen; hierauf werden auch alle übrigen Paragraphen in der Commissions- fassung genehmigt.§. 9a(Außerkrafttreten der landesgesetzlichen Bestimmungen, wonach die Ver— solgung öffentlicher Beamten wegen Amtsvergehen an besondere Voraussetzungen gebunden ist), dessen Streichung der Bundesrath beantragt hatte, wird bei namentlicher Abstimmung mit 250 gegen 18 Stimmen genehmigt. — Der, Nat.⸗Zig“ zufolge wird der Bundes- Rath allernächstens die Frage wegen Betheiligung Deutschlands an der Pariser Ausstellung zum Austrage bringen und seine deßfallsigen Beschlüsse dem Reichstage vorlegen. Von der Stellung einer Interpellation aus dem Schooße des Reichstags sei deßhalb abgesehen. — 24. Nov. Der Marquis von Salisbury nahm gestern mit seiner Gemahlin das Diner beim Fürsten Bismarck ein und reiste heute früh per Extra-Zug über Dresden nach Wien. — Der„Reichs Anzeiger“ constatirt in Be- richtigung irriger Zeitungs- Meldungen, daß dem Legationsrath Graf Hermann Arnim die bean— tragte Entlassung aus dem Reichsdienste Seitens des auswärtigen Amtes unterm 6. November ge- währt worden ist. — Vor Kurzem sind, nach Angabe des „B. B.- C.“, einem hiesigen bedeutenden Fabri kanten von Seiten der russischen Regierung Auf- träge zur Lieferung von 3500 Stück Torpedos einer besonderen Construction ertheilt worden. „Wir wollen— fügt das Blatt bei— bei dieser Gelegenheit noch das interessante Factum erwaͤhnen, 128 Stimmen angenommen und hierauf der ganze daß der Auftragnehmer sich bei hoher Conventional⸗ Strafe verpflichten mußte, Torpedos dieser Con- struction nur an die Regierungen Rußlands oder Deutschlands, aber an keinen anderen Staat zu liefern. Bemerkenswerth ist auch das Factum, daß der Betrag für diese Lieferung für Rechnung der russischen Regierung von einer Militärver⸗ waltungekasse des deutschen Reiches ausgezahlt wird. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 23. Nov. Der Ausschuß des Abgeordneten Hauses für die Preß- Gesetzgebung hat die vom Abgeordneten Foregger eingebrachten Gesetz-Entwürfe, betreffend Abänderung der preßprocessualen Vorschristen der Strasproceß- Ordnung und einiger Bestimmungen des Preß-Gesetzes, angenommen. Letzte Aenderung bezweckt die Freigebung der Colportage und Auf ⸗ hebung der Cautionspflicht. In die Preßnovelle wurde vom Ausschuß auch ein Paragraph aufge- nommen, wonach Redacteur, Herausgeber und Drucker berechtigt sein sollen, ibr Zeugniß über die Person des Verfassers oder Einsenders eines Preß⸗Products zu verweigern. — 24. Nov. Das Abgeordnetenhaus hat alle betreffs Reform der politischen Verwaltung gestellten Anträge, auch den des Ausschusses, ab- gelehnt.— Zeitungs meldungen zufolge findet am Montag Mittag eine Conferenz der verfassungs⸗ treuen Abgeordneten statt, zu welcher die Minister ihr Erscheinen zugesagt haben. — 24. Nov. Gutem Vernehmen nach ent⸗ schuldigte die Pforte nachträglich die Vorgänge von Klek, als durch Mißverständniß entstanden und erbittet sich die Erlaubniß zum Transport verwundeter und kampfunfähiger Soldaten. — 25. November. Marquis Salisburp, der gestern Abend hier eintraf, conferirte heute Mittag mit Andrassy und wurde dann vom Kaiser empfangen und für den Abend zur Hoftafel geladen. — 25. Nov. Der Marquis Salisbury be- tonte hier, England erscheine auf der Conserenz keineswegs als principieller Gegner Rußlands. Es werde darauf ankommen, daß Rußland seine Forderungen in einer Weise formulirt, welche dem Zwecke, die Rechte der christlichen Unterthanen zu garantiren, Genüge leistet, obne die Souveränetät der Pforte aufzuheben. Solche Souveränetäts- Verletzung könne nicht darin gefunden werden, wenn die Pforte Europa gegenüber bestimmte Ver- pflichtungen rücksichtlich ihrer christlichen Unter- thanen übernehme, und die Mächte bei den einzu- führenden zu garantirenden Einrichtungen selbst an Ort und Stelle mitwirken. Bei der heutigen Hof- tafel zu Ehren Salisbury's nahmen Theil: der englische Botschafter Buchanan mit dem englischen Botschaftspersonale, Graf Andrassy, Ministerpräst⸗ dent Fürst Auersperg und der Reichsfinanzminister v. Hofmann. Abends findet beim englischen Bot- schaster Buchanan eine Soirce statt. Macquis Salisbury reist morgen um halb 2 Uhr mittelst Separatzug der Südbahn nach Florenz. — 25. Nov. Die Eilzüge der Galizischen Karl-Ludwigs-Bahn haben Anschluß an die corre— spondirenden Personen-Züge der, Odessaer Bahn, der Verkehr mit den übrigen Zügen bleibt vor- läufig auch weiterhin eingestellt. Auch ist der 0 Personenverkehr zwischen Podwoloczyska und Odessa bis auf Weiteres eingestellt. Pest, 23. Nov. Abgeordnetenbaus. Budget⸗ Debatte. Der Finanzminister Koloman v. Szell antwortete in zweistündiger, oft von stürmischem Beisalle unterbrochener Rede auf die Enunciationen der Opposition gegen das Budget. Szell weist ziffermäßig nach, daß die Vorwürfe der Opposition, nach welchen die Einnahme Ziffer pro 1877 der Reellität entbehre, gänzlich grundlos sind, und widerlegt an der Hand mehrjähriger Budgets die Beschuldigung der Opposition, daß die Finanzlage während der letzten Jahre sich nicht gebessert, und die vollswirthschaftlichen Interessen vernachlässigt worden seien. — 24. Nov. Unterhaus. Simonyi ziebt, gegen die Ausführungen des Minister⸗Präsidenten Tisza in der orientalischen Frage polemisirend, schließlich seinen Beschluß- Antrag zurück. Mocsary beantragt Verweigerung des Budgets. Zum Schluß wird die Budget-Vorlage mit überwiegender Mehr- heit als Grundlage für eine Special⸗Debatte an⸗ genommen. Die äußerste Linke und die sieben- bürgischen Sachsen stimmten dagegen. Mocsary erhielt wegen einer ungehörigen Aeußerung über Tisza einen Ordnungsruf. Ragusa, 23. Nov. Die türkische Corvette „Muzzafer“ hat, um der angedrohten Visitation wegen Kriegs Contrebande auszuweichen, trotz angemeldeter„rélaäche forcée“, welche thatsächlich nicht bestand, den Hafen von Gravosa verlassen. Frankreich. Versailles, 23. Nov. In der heutigen Sitzung der Deputirtenkammer legte die Regierung, um den aue Anlaß der Frage der Civil⸗Begräbaisse der Mitglieder der Ehrenlegion sich erhebenden Schwierigkeiten zu begegnen, einen Großbritannien. London. Der„Times“ zufolge ist das an der Börse verbreitete Gerücht, daß Disraeli seine Demisston eingereicht habe und durch Derby ersetzt werden solle, unbegründet. Das Blatt erklärt sich zugleich ermächtigt, die Nachrichten von Meinungsverschiedenheiten inner- halb des Cabinets als unrichtig zu bezeichnen. Italien. Rom, 25. Nov. Ministerpräst⸗ dent Depretis legte heute der Kammer das erste Präliminar-Budget pro 1877 vor, ferner werden vom Justizminister Maneini ein Straf- Gesetzent. wurf, Gesetzentwürfe über Beamten- Verantwort- lichkeit, Competenzeonflicte, Befugnisse der Seel⸗ sorger bei ibrer Berufsausübung und Abschaffung der Personalhaft wegen bürgerlicher Handels- Schulden vorgelegt. Türkei. Konstantinopel, 24. Novbr. Die Demarcations-Commission in Ragusa hat beschlossen, zur Feststellung der bei Bestimmung der Demarkations-Linie hauptsächlich in Betracht kommenden Punkte eine Orts⸗Besichtigung vorzu- nehmen; zu diesem Zwecke begeben sich der russische, der österreichische und der montenegrinische Com- missär nach der Herzegowina, der englische, der deutsche und der französische nach Albanien. Die Demarcations-Mitglieder gehen übermorgen auf den Kriegs⸗Schauplatz ab und hoffen ihre Arbeiten definitiv in wenigen Tagen zu beendigen. — 25. Nov. Oesterreich hat durch seinen hiesigen Vertreter auf das Bestimmteste gegen das Verbleiben des türkischen Kriegsdampfers im Hafen von Klek remonstrirt und die Zurückziehung der nur provisorisch und zwar lediglich Behufs Fort- schaffung Verwundeter ertheilten Erlaubniß ange- droht, falls irgendwo ein erneuter Mißbrauchsver- such unternommen werden sollte. bezüglichen Gesetzentwurf vor. Derselbe bestimm!, daß die durch Verordnungen des ersten Kaiserreichs festgesetzten Ehren-Bezeugungen den verstorbenen Rittern der Ehrenlegion, welche bei ihrem Ableben im activen Militär-Dienste sind, fortan auch für den Fall, daß ihr Begräbniß ohne Theilnahme der Kirche stattfindet, erwiesen werden sollen; bei andern Mitgliedern der Ehrenlegion hätten dagegen viese Ehren ⸗Bezeugungen zu unterbleiben. Für den Gesetzentwurf wurde von der Kammer Dring- lichkeit beschlossen, und glaubt man, die drohende Krisis könnte hierdurch beschworen werden. — 24. Nov. Die Kammer debattirte heute das Cultus-Budget. Prinz Jérome sprach gegen die Klerikalen, Keller protestirte gegen die Grund sätze des Prinzen, worauf Deeolle(Bonapartist) dem Abg. Keller vorwarf, er verleumbe das Kaiser— reich. fall, bei dem mehrere Bonapartisten zur Ordnung gerufen wurden. Als Gambetta die Worte Kellers weiter erklärte und bemerkte, man vergesse ganz das Decret über die Abschaffung des Kaiserreiches, erhob sich Tristan Lambert und rief:„Es lebe der Kaiser!“ Die Kammer beschloß ein Tadels⸗ Votum gegen denselben. Belgien. Brüssel, 23. Nov. In der Repräsentantenkammer erfocht heute die Linke einen großen Sieg. Cabinets-Chef Malou verpflichtete sich, ein Wahl- Reform- Gesetz innerhalb der von Bara verlangten Frist vorzulegen. Frére⸗ Orban bestand trotzdem auf der Nichtig Erkärung der beanstandeten klerikalen Wahlen, subsidiarisch auf parlamentarischer Uutersuchung. — 24. Nov. Die Ablehnung des Antrages Bara betreffs Untersuchung der Vorgänge bei den Wahlen in Ypern, Antwerpen und Brügge ward mißfällig aufgenommen; eine Schaar Studenten zog durch vie Stadt mit dem Rufe:„Nieder das Ministerium!“ Weitere Ruhestörungen sind nicht vorgekommen. Holland. Haag, 24. Nov. Die zweite Kammer hat die Münz Gesetze genehmigt, deren wesentlicher Inhalt folgender ist: Für Holland wird die Doppelwährung provisorisch beibehalten; der Finanzminister ist ermächtigt, nach Umständen Silber zu verkaufen und Gold anzukaufen. Für Niederländisch-Indien wird die Silber- und Gold— Währung eingeführt(von Goldmünzen nur Zehn- Gazette“ von hier geschrieben wird, steht es fest, Gulden- Stücke); die indische Regierung darf kein daß der Schah Silber verkaufen, aber die Zulassung ausländischer wieder nach Europa kommen wird, um die Pariser tarifirter Münzen beschränken. Serbien. Belgrad, 22. Nov.„Daily News“ wird telegraphir:: Eine Krisis scheint heranzunahen. Die Russen kommen in großer Hierdurch entstand ein lebhafter Zwischen⸗ Anzahl über Gladova. Ein schweres Kosaken⸗ Detachement ist auf dem Wige nach Belgrad. Sein Commandeur sagt, es sei die Vorhut von 30,000 Mann, die für Serbien bestimmt seien. Alle Casernen in Belgrad und Nachbarschaft sind geräumt und aus gebessert worden. Die einheimi⸗ schen Truppen kommen in Privatquartier. Die Ein- wohner protestirten gegen Russen und verlangten einheimische Einquartierung. General Semel, Oberbefehlshaber des Odessa-Kreises, wird hier den General Tschernajeff ersetzen und alle russischen und einheimischen Truppen befebligen. Mit ihm kommt ein hervorragender russischer Civileommissär, der in Belgrad während des Feldzugs residiren wird. Das Entlassungsgesuch der Minister ist nicht angenommen. Die Serben werden als rechter Flugel der Russen nach Bosnien gesandt, das zum äugersten Widerstand entschlossen ist.— Christenermordung droht in Bosnien. Griechenland. Athen, 23. Nov. Die Deputirtenkammer hat die Gesetzvorlagen betreffs der außerordentlichen Rüstungen und militäxischen Organistrung von 200,000 Mann in erster Lesung an genommen. Rußland. Petersburg, 23. Nov. Der Kaiser hat gestern den österreichischen Botschafter v. Langenau empfangen und dabei die Versicher⸗ ungen seiner Friedensliebe erneuert. — 25. Nov. Das russische Escadre verließ heute Neapel, sein Bestimmungsort ist unbekannt. Die russische Corvette„Ascold“ ist von Spezia nach Genua abgegangen. — 25. November. In Londoner politischen Kreisen verlautet, Rußland werde auf der Con— ferenz bei dem Vorschlage der Occupation der Landestheile, denen unter der Garantie Europa's eine Selbstverwaltung geschaffen werden soll, die Modalitäten dieser Occupation bestimmt formuliren, sei nicht abgeneigt, einige der Bestimm- und es f ungen, welche für die Besetzung Syriens durch Frankreich im Jahre 1860 festgestellt waren, zu adoptiren. Ptersien. Teheran. Wie der„Pall Mall von Persien im Frühjahr 1878 — Der Khedive hat der Aegyptischen Bank und der Anglo-Aegyptischen Bank die gemeinschaft⸗ liche Gründung einer Aegyptischen Nationalbank mit zwei Millionen Pfund Sterling vorgeschlagen. Amerika. New Nork, 24. Nov. Das Stimmen Verhältniß bei den Wahlmänner⸗Wahlen für die Bundes Präsidentenwahl in Florida ist noch immer ungewiß; keinenfalls übersteigt die Majorität, mit welcher eine ber beiden Parteien den Sieg errungen hat, die Zahl von 200.— Der von General Sherman erstattete Jahresbericht über den Stand der Armee beziffert deren Stärke auf 25,000 gut ausgerüstete Krieger, welche zweck mäßig vertheilt seien, um allenthalben die Ruhe aufrecht zu erhalten. Der General gedenkt mit besonderer Anerkennung der Klugheit und Festig— keit der im Süden stationirten Truppen und ver⸗ heißt die baldige Beendigung des Indianerkriegs. — 25. Nov. Der höchste Gerichtshof von Süd⸗Carolina hat in Folge des Vorgehens des Control-Comites in diesem Staate alle Mitglieder des Comites zu 1500 Dollars Geldstrafe und Gefängniß auf so lange verurtheilt, bis ihre Freilassung vom Gerichte angeordnet wird. Aus Stadt und Land. Gießen. Der am 15. d. Mts. auf hiesigem Bahn⸗ hof übersahrene Mann ist der 60jährige Schweinehändler Happel von Holzhausen gewesen. Die große Kurgzsichtigkeit des Mannes scheint die Ursache des Unglücksfalles gewesen zu se in. Allerlei. Frankfurt, 24. Nov. Gestern wurde ein junges Mädchen verhaftet, welches mit seinem Geliebten, einem jungen Münchener, der seinem Vater 38,000 Mark ge⸗ stohlen, eine Reise nach Italien und der Schweiz gemacht hatte. Der Bräutigam, gegen den kein Strafantrag ge— stellt ist, schwimmt zur Zeit auf dem indischen Ocean auf dem Wege nach Australien. Frankfurt, 24. Nod. Heute Morgen leistete auf dem Stadtgericht I. ein Mohr einen Gid; derselbe hatte ein Liebesverhältniß und schwor nun, ohne Mittel zu sein, um für die Folgen einstehen zu können. Frankfurt, 25. Nov. Gestern Nacht kurz nach 11 Uyr forderte in der Friedberger Anlage ein aus dem Gebüsche kommender Bursche von einem heimgehenden Fabrikanten eine Unterstützung; da ihm diese mit Ent⸗ schiedenheit verweigert wurde, kam ein zweiter Bursche hinter einem Baume hervor, und beide griffen nun den Mann an. Dieser wehrte sich jedoch mit seinem Haus⸗ schlüssel so erfolgreich, daß die Kerle schimpfend das Weite such ten. Kronach, 24. Nov. Gestern wurden die beiden Brüder Hülz von hier, 18 und 15jährige Bürschlein, wegen Falschmünzerei in Hast genommen. Der Vater dieser Schlingel hat wegen desselben Reals erst vor einigen Tagen eine zehnjährige Zuchthausstrase verbüßt. Pappenheim, 20. Nov. Von hier wird der„N. Pr.“ geschrieben: Diesen Vormittag wurde durch die Gen⸗ darmerie von Rothenstein ein Schuhmacher von dort an das k. Landgericht dahier eingeliefert, weil derselbe schon vor mehreren Wochen seine Frau erschlagen, auf einem Mistwagen auf seinen Acker hinaus gefahren und dort verscharrt haben soll. Calcutta. Der Bericht des Gouverneurs von Ben galen über seine Reise durch das vom Typhon verheerte Territorium veranschlagt die Zahl der Umgekommenen auf 215,000. Handel und Verkehr. Grünberg, 25. Nov. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkie betragen: Waizen M 12.12, Korn M. 10.3, Gerste M. 8.65, Hafer M. 8.2, Erbsen M. 8.92, Linsen M.—.—, Samen M. 18.—, Kar⸗ loffeln M. 257. Die Preise verstehen sich sämmtlich pr. 50 Kils= 100 Pfund. Frankfurt, 25. Nov. Fruchibericht. Mehl Nr. 1 M. 40., Nr. 2 M. 36., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28., Nr. 5 M. 22. Roggenmehl% ͤ(Berliner Marke) M. 26. do. II.(Berliner Marke) M. 21., Weizen eff. hies. M. 24.75. fremder je nach Qualität M. 19—22., Korn M. 17.25 bis 20.—., Gerste M. 18.50—19., Hafer M. 16—19. Kohlsamen M.—., Erbsen M. 21—24., Wicken M. 19. Linsen M. 21—30., Nüböl M. 78. Die Preise verstehen sich sfämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht S 100 Kiio. Frankfurt, 25. Nov. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war gut befahren. Heu kostete per Ceniner je nach Qualität M. 5—6.15., Stroh per Ceniner M. 5.— bis 5.50. Butler 1. Oualität im Großhandel das Pfund M. 1.—, 2. Qual. M. 0.90., im Kleinbandel 1. Qual. M. 1.15—20., 2. Qual. M. 1—1.10. Euer das Hundert M. 6.—. Kartoffeln per 200 Zollpfund M. 5—5.50— 60. Weißkraut das Hundert M. 15.—. Ochseufleisch das Pfund 65— 70 Pf., Rindfleisch 5060 Pf. Kalbfleisch 50—60 Pf., Hammalfleisch 40—50 Pf. Manz, 25. Nov. Producten-Markt. Waien per Ausstellung zu besuchen. Rob. 22.60, per März 23.30. Korn per Nov. 17.50, per Aegypten. Kairo, 23. Nov. Heute wurde 1 ö die Session der Delegirten-Versammlung eröffnet. 2— — S— 2 . 2 2 2 2 — — 8 3783 La trags bett seit dem Rindvieh Vilb von G 0 Fiel sollen d gehören ungefäh bäulichk. nochmal unterwo bei der auch vo 8 bis J“ gegen E werden. Bem Gelände und sich so mehr ansegebal Bad 3782 — März 17.90. Hafer per Nov. 17.90, per März 18.40. Rüböl per Mai 38.20. Marburg, 25. November. Wochenmarkt. Butter oftete pt. Pfund M. 1.15— 1.40. Eser pr. Stück 7—8 Pf. äse pr. Stück 10—13 Pf. Hähnchen pr. Stück 70—80 Pf. Hasen pr. Stück M. 3—3.50. Gänse pr. Stück M. 3—6. Weiskraut pr. Kopf 10— 12 Pf. Nüsse 100 Stück 40 Pf. (Eingefandt.) Nächsten Mittwoch den 29. d. M. indet im hiesigen Theaterlocale die Benestz-Vorstellung für Herrn Kühnstedt statt. Wir glauben die Theater- besucher nicht erst darauf aufmerksam machen zu müssen, wie viel Mühe sich derselbe gegeben hat, im Verein mit den anderen Kräften, uns vergnügte Abende zu verschaffen und wäre es eine Anerkennung von Seiten des Publikums errn Kühnstedt mit einem vollen Hause zu erfreuen. Um o mehr glauben wir demselben dies versprechen zu können, da der Benefiziant die berühmte Novität von R. Kneisel, Verfasser von„Lieder des Musikanten“, welche s. Z. hier viel Furore machte,„Das böse Fräulein, oder: Ein deutscher Dorfschulmeister“ 3777 Mehrere Theaterfreunde. zur Aufführung bringen wird. . Auszug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. 1 Geboren: Ein unehelicher Sohn. Dem Gerber Abraham Hammel ein Sohn. Gestorben: Margaretha Veith, geb. Platz, Ehefrau des Joseph Veith, 59 Jahre alt. Fanny Nußbaum, geb. Levy, Witiwe Samuel Nußbaum, 70 Jahre alt. Louis Goldmann, Kaufmann, 46 Jahre alt. Johannes Köhler V., Taglöbner, 46 Jabre alt. 12. Nov. 22. Nov. 21. Nov. 22. Nov. 22. Nov. 24. Nov. des Ver loosung. Freiburger 15Frs.⸗Loose. Auszahlung am 15. Febr. 1877. Haupepreise: Serie 3587 Nr. 11 45,000 Frs. S. 6143 Nr. 50 4000 Frs. S. 1890 Nr. 13 1000 Frs. S. 24 Nr. 350, S. 329 Nr. 26, S. 2140 Nr. 45, S. 4645 Nr. 45, S. 5685 Nr. 32, S. 7463 Nr. 8, je 250 Frs. S. 20 Nr. 4, S. 499 Nr, 11, S. 534 Ne. 9, 1626 Me. 42, S. 2856 Ziehung am 15. Oct.“ Nr. 1, S. 2943 Nr. 17, S. 3720 Nr. 25, S. 4417 Nr. 49, S. 4645 Nr. 23, S. 4813 Nr. 3 28, S. 5200 Nr. 39, S. 5658 Nr. 41, S. 6139 Nr. 41, S. 6484 Nr. 36, Nr. Nr. 10, S. 6525 Nr. 33 je 125 Frs. S. 24 Nr. 25, 48, S. 329 Nr. 21, S. 519 Nr. 35, 44% S. 331 14, S. 689 Nr. 27, S. 4140 Nr. 2, 41, S. 2856 21, 4. S. 2888 Nr. 15, S. 3587 Nr. 17, S. 4129 Nr. 48, S. 4417 Nr. 20, S. 4813 Nr. 8, S. 4814 Nr. 1, S. 5200 Nr. 11, S. 5658 Nr. 37, S. 5667 N. 3 7, S. 5685 Nr. 19, 29, 48, S. 6374 Nr. 22, S. 6484 Nr. 27, S. 6670 Nr. 22, S. 7463 Nr. 33, S. 7581 Nr. 20 je 75 Frs. Geld ⸗ Cours. Frankfurt am 25. November 1876. 20-Frankenstücke Mk. 16 22— 26 Englische Sovereigns 4„ 20 3338 Russische Imperiales„„ 16 70-75 Holländische fl. 10-Stücke. 1 e Sate rt,,, 5 9 71-176 eee,„ 9 6772 Dollars in Gold 15 4 16 19 Bekanntmachung. 3778 In dem Firmenregister des unterzeichneten Gerichts purden heute folgende Einträge vollzogen: 1) Karl Arthur Meisinger von Bad-Nauheim hat da⸗ selbst seit dem 8. September l. J. ein Uhrmacher⸗ geschäft nebst Handel mit Uhren, Gold- und opti⸗ schen Waaren unter der Firma „A. Meisinger“ gegründet.* 2) Otto Abrie von Bad⸗Nauheim betreibt daselbst seit dem 1. Juni ein Schneidmüllergeschäft und Holz⸗ handel im Kleinen unter der Firma„Otto Abrie“. Bad⸗Nauheim den 23. November 1876. Großherzogliches Landgericht Bad⸗-Nauheim. Hempel. Bekanntmachung. 3783 Laut heute im Handelsregister vollzogenen Ein⸗ trags betreibt Sigmund Strauß in Vilbel an diesem Ort seit dem Jahr 1870 einen Handel mit Frucht, Mehl und Rindvieh unter der Firma S. Strauß. Vilbel am 23. November 1876. Großherzogliches Landgericht Vilbel. . Jäger, Pückel, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Bersteigerung von Grundstücken und Gebäulichkeiten in der Gemarkung Dorheim bei Friedberg. Freitag den 8. Dezember d. J, Vormittags 11 Uhr, ollen die zum früheren Dorheimer Braunkohlenbergwerk zehörenden, in der Dorheimer Gemarkung gelegenen, ungefähr 180,000 OU. haltenden Grundstücke nebst Ge⸗ häulichkeiten auf dem Salinenamtslokal dahier einer nochmaligen öffentlichen Versteigerung und zwar im Ganzen unterworfen werden. Die näheren Bedingungen werden bei der Versteigerung bekannt gemacht, können jedoch auch vorher an den gewöhnlichen Wochentagen, von 8 bis 12 und von 2 bis 4 Uhr, dahier eingeschen oder gegen Erstattung der Abschreibegebühren von uns bezogen! werden. Bemerkt wird, daß außer 2 Parzellen das sämmtliche Helände einen zusammenhängenden Gütercomplex bildet und sich mithin zur Herstellung eines kleinen Landgutes um so mehr eignet, als sich bei der Wohnung auch Oecono— miegebäude befinden. Bad ⸗Nauheim am 24. November 1876. 3782 Großherzogliches Bergamt Dorheim. Main ⸗Weser⸗Bahn. 9 Bekanntmachung. : Mit dem Personenzug Nr. 15.(Abfahrt von Frank furt um 5 Uhr 33 Minuten Nachmittags, Ortszeit) Herden von jetzt ab an jedem Sonnabend von den Statlonen Frankfurt a. M. und Bockenheim Bassagiere in IV. Klasse nur nach den nördlich von 1, Nauheim belegenen Stationen befördert. Alle Reisende nach den Stationen von Bockenheim 9. 8 nel. Nauheim, welche an den genannten Tagen ju dem Zuge 15 Billete IV. Wagenklasse lösen, werden mit dem dem Zuge 15 in Stationsdistanz folgenden Zuge 153 befördert, welcher um? Uhr 44 Minuten lachmittags, Ortszeit, von Frankfurt a. M. abgeht ind um 7 Uhr 11 Minuten Abends in Nauheim Aintrifft. 5 Kassel am 14. November 1876. 1781 Königliche Direktion der Main-Weser⸗Bahn. 780 Bei meiner Versetzung nach Darmstadt sage ich ellen meinen lieben Freunden und Bekannten, von denen sch mich nicht persönlich verabschieden konnte, ein herzliches Lebewohl. Oppershofen am 28. November 1876. Kaltenborn, Lehrer. Zucker 3753 Größte Auswahl in Christbau Gas-& Porzellan- Handlung. Weissadlergasse 3. min sch mu ck Friedr. Schaub, Frankfurt a. M. Holz- Versteigerung. 3774 Die unterm 11. d. M. in hiesigem Gemeindewald abgehaltene Holzversteigerung ist nicht genehmigt worden und sollen deshalb nachverzeichnete Holzsortimente Freitag den 1. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, einer weiteren Versteigerung ausgesetzt werden, nämlich: 200 Meter Buchen⸗Stockholz, 160 Stück Ginsternwellen. Die Zusammenkunft ist am Eingange des Waldes oberhalb Dilligen. Zahlungstermin am 1. September 1877. Petterweil den 24. November 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Pekterweil. B f r Faselochs⸗Versteigerung. 3789 Freitag den 1. Dezember d. J., Vormittags 11 Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinde gehörender, zum Schlachten geeigneter schwerer Faselochs auf dem Ge— meindehause daselbst versteigert werden. Groß⸗Karben den 25. No vember 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Groß-Karben. Ba r. Chocoladen von Gebrüder Stollwerck, Cöln. 3785 Lieferanten der Höfe von Preussen, Oesterreich, England, Italien, Bayern, Holland eto, eto, ęgarantirt pure Cacao und 2 auf Lager in Friedberg bei Wilh. Bernbeek und Wilh. Fertseh; in Butzbach bei Conditor Riechel; in Naubeim bei Apotheker H. Kranz; in Reichelsheim bei Chr. Langheinz; in Rockenberg bei Apotheker F. Sames. 9 A ere ffßfIG—GKNLarem u 3776 In Folge der Reorganisatio Feuerspritzen preiswürdig abzugeben. Näheres auf frankirte Anfragen bei dem Feuer- und Fuhramte zu Frankfurt a. M. Für Restaurant und Familie! N Der nach den nenuesten medicinischen Lehren über diütetische Gesundheitspflege bereitete, vielfach preisgekrönte und durch seinen enormen Absatz berühmte ärztliche Magenbitter gen. Lestomac von Dr. med. Schrömbgens, prakt. Arzt in Kaldenkirchen, wird von den bedentendsten Professoren der Medicin und Chemie der größten deutschen Universitäten als ange- nehmer und gesunder Liqueur empfohlen. Zu haben in Friedberg bei Herrn W. Bernbeck, in Nauheim bei Philipp J. Weiß. 2783 A oneim ideen Ein Dienstmädchen, das willig und freundlich ist, auch der Hausfrau Etwas in der Küche zur Hand gehen kann, wird auf Petritag nächsten Jahres gesucht. des Anzeigers. 3516 Bekanntmachung. 3790 Die noch rüͤckständigen Forderungen an den ver⸗ storbenen Gräflichen Oberförster Kirchner zu Ziegenberg müssen, wenn sie berücksichtigt werden sollen, bis zum 24. December d. J. bei meiner Schwester Agnes Kirchner in Ziegenberg eingereicht werden. Gedern den 27. November 1876. O. Kirchner. EmII Beek 19 Neue Kräme 19. Corsetten für Damen und Kinder, Pariser Fabrikat. Tournuren nach neuester Fagon. ies anne Ein junger Mann f f n des Loschwesens mit schriftlichen Arbeiten, eventuell Führung der! sind mehrere, in gutem Zustande befindliche fahrbare und als-Correspondent auszufüllen. Wee Costüme für Kinder. Pariser Modelle. Anfertigung nach Maaß nach diesen Modellen. 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Jakob Falkenstein. gegen Filet-Jecken, Näheres bel der Expeditlon 982 die neuesten und schoͤnsten Muster, verkauft zu sehr billigen Preisen K. Friedrich neben der Post, nestauration Weihl. F Schellisce 3795 Dienstag Abend von 7—8 Uhr. Annonce. 3788 Hierdurch beehre mich anzuzeigen, daß ich unterm Heutigen die von mir seit vielen Jahren betriebene Wirthschaft, Metzgerei und Brauerei an meine beiden Söhne mit allen Activen und Passiven abgetreten habe und zwar an meinen Sohn Ernst die„Brauerei“ an meinen Sohn Philipp„die Wirthschaft und Metzgerei“. Indem ich für das mir in so reichem Maße gewordene Vertrauen herzlich danke, bitte ich dasselbe in ungeschmälertem Maße auf meine Nachfolger freundlichst übertragen zu wollen. Achtungsvoll Philipp Heinrich Mindecfer. Unter höflichster Bezugnahme auf vorstehende Annonce bestätige deren Inhalt und bin ich durch langjährige Erfahrung in der selbstständigen Leitung der Brauerei meines Herrn Vaters und im Besitz der neuesten und nunmehr zum Großbetrieb vollständig ausgebauten Brauereieinrichtungen im Stande, allen an mein Fach zu stellenden Anforderungen zu entsprechen und bitte um Erhaltung des meinem Vater geschenkten Vertrauens. Achtungsvoll * Hrnst Mindecker. bitte um Erhaltung des meinem elterlichen Hause Den. Inhalt obiger Annonce bestätigend, Mein eifrigstes Bestreben wird es sein, dasselbe seither in so hohem Grade geschenkten Vertrauens. auch in Zukunft zu rechtfertigen. Achtungsvoll Philipp Mindecker. Friedberg, 15. November 1876 Aechtes Klettenwurzel-Haaröl. Schon den alten Völkern war Klettenwurzel als ein vorzügliches Mittel zur Erhaltung und Verschönerung des Haarwuchses bekannt. Wenn aber in neuerer Zeit dieses Mittel aus Mangel an Erfolg immer mehr in Ver⸗ gessenheit geräth, so ist dies lediglich dem Umstand zuzuschreiben, daß die heutigen Apotheker und Droguisten über Abstammung und Einsammlung dieser Wurzel vollständig im Irrthum sind. Die zur Beförderung des Haarwuchses dienende sogenannte Klettenwurzel ist nämlich, wie aus älteren botanischen Werken, z. B. Tabernaemontani, Neu vollkommen Kräuterbuch, Seite 1157, leicht zu ersehen ist, nicht die bisher dafür g⸗haltene Wurzel der gemeinen Klette(Bardana), sondern diejenige der sogenannten Spitzklette (Tanthium), also einer wesentlich verschiedenen und weit seltneren Pflanze, die nur wegen der widerhakigen, leicht anhaftenden Früchte ihren deutschen Namen erhalten hat und von welcher schon der Naturforscher und Arzt Dioscorides vor 1800 Jahren schreibt, daß sie zur Verschönerung des menschlichen Haares dienlich sei. Ohne ein Urtheil über den Werth dieser Pflanze zu fällen, erlaube ich mir die Anzeige, daß ich im Laufe dieses Jahres deren Wurzel in größerer Menge eingesammelt und, nach den Gesetzen der Wissenschaft und Regeln der Kunst, ein Extrakt aus derselben dargestellt habe, aus welchem ich, unter Zugrundlegung des feinsten Nizaer Provenceröls, ein vorzügliches Haaröl bereite; das Präparat ist parfümirt mit einer aus den frischen Blüthen der Orebis odoratissima, Syrenen und Maiglöckchen gewonnenen Essenz von spezifischem Wohlgeruch, welcher den geehrten Consumenten als Schutzmarke gegen werthlose Nachahmungen dienen wird. Der Preis eines Flacon von 60 Gramm Inhalt beträgt nur 50 Pfennig. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Bestellungen durch die Post werden pünktlich ausgeführt. Bad⸗Nauheim den 22. November 1876. A. Oertel, 772 Apotheker und Botaniker. Vorschuß-X Credit-Verein zu Friedberg. Eingetragene Genossenschaft. Bis auf Widerruf ist unsere Kasse, der Jahresschluß-Arbeiten wegen, vom 1. Dezember an, nur des Vormittags von 9 bis 12 Uhr offen. 3735 3752 Wegen Aufgabe des Artikels us verkauf Tischlampen zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Friedr. Schaub, Glas-& Porsellan- Handlung. Weissadlergasse 3. Frankfurt a. M. n Zur Stütze Aufforderung. 3744 Alle Diejenigen, welche noch Gelder an die Gräflich Frauenzimmer Rantzau'sche Kasse dahier zu entrichten haben, müssen alsbald gesucht, welches die nöthigen diese längstens bis zum 10. Dezember d. J. berichtigen. hierzu besitzt und nicht unter 30 Jahre alt ist. Offerten der vorräthigen sowie in Ausführung von Stickereien unter Zu⸗ sicherung reellster Bedienung. 91 Bad ⸗Nanheim. Heinrich Hartmann.. Wohnung: Dem neuen Schulhaus gegenüber. Tanzkränzchen. 3775 Nächsten Samstag den 2. Dezember, Abends 8 Uhr, findet ein Tanzkränzchen im Hotel Trapp statt, wozu ich Angehörige meiner Schülerinnen und Schüler, sowie Freunde der Tanzkunst ergebenst ein⸗ lade. Anmeldungen nehme in meiner Wohnung entgegen. Hochachtungsvoll Th. Kühnstedt. 3797 Donnerstag den 31. November und Freitag den 1. Dezember findet bei mir gut besetzte Harmonie- und Tanzmusik statt, wozu höflichst einladet Gastwirth Joh. Brod. 296 Kieler Sprotten dei C. F. Walz. Frische Schellfische 3794 per Pfund 35 Pf. bei Wilhelm Fertsch. Kastanien 3764 bei Wilh. Bernbeck. Vorräthlg in allen Buchhandlungen, in Friedberg bei Carl Bindernagel: Neuestes Punktier⸗Spiel, oder 272 Antworten des Schicksals auf 16 Hauptfragen, welche die Zukunft und die wichtigsten Interessen im Leben eines jeden Menschen betreffen. Eine äußerst angenehme Unterhalfung mit 1 lichem Stoff zu Scherz und freundlicher Neckerei für alle Freundes- und Familienkreise, für größere und kleinere Gesellschaften zu jeder Jahreszeit, von Emil Witz, 80 eleg. br. Preis 60 Pfennig. 3559 3787 Circa 2000 Mark gegen bypothekarische Sicher⸗ heit von Februar 1877 an zum Ausleshen bereit. Die Expedition d. Anz sagt wo? Ein zugfester Hund nebst Wagen zu verkaufen bei Wolf Mannasse, 3737 Dorheim. Zum Fabrikpreise werden Baschliks, wollene schuhe verkauft bei 378g M. Volk. FP bbb Danksagung. 3791 Für die liebevolle Theilnahme bei dem Ableben meiner lieben Gattin Margarethe Veith, geb. Platz, sage ich hiermit meinen innigsten Dank. Friedberg den 24. November 1876. Der trauernde Gatte Joseph Veith. EEEPC Todes ⸗ Anzeige. 3793 Verwandten und Freunden widmen wir hiermit die traurige Mittheslung, daß es dem All⸗ mächtigen gefallen hat, unsere liebe Schwester, Schwägerin, Tante und Tochter Lisete Gerth, geb. Heck, nach langem schwerem Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Friedberg den 26. November 1876. Die Beerdigung findet Dlenstag Nachmittags 3 Uhr statt. Wwꝛ u—u———.— Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Eigenschaften Jeden Säumigen bin ich genöthigt gerichtlich zu belangen. Ziegenberg den 22. November 1876. sub R. M. 8I7 an Rudolf Mosse(Ernst Treusch) Gräflich Rantzau'scher Förster in Hanau erbeten.(217%ͤ XI.) So mmerlad. 5 Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 624 651 4.* Gert En 372² Unterzeichneter empfiehlt fich in allen vorkommenden ö Polster- und Capezierarbeiten, Kirchweihsest a Fauerbach v. Damentücher u. Winterhand⸗ r e e ee AF 0 Belteff der in d Ni. 75 gelben hi nußte, d werden, lursehen Belteff (sehe d Rückstar gegen d Beltref ö gemeit solgen handl. welche übrige 10 2 9 Belres an di Aben beeilt