Fehlen. Sele. daslez. Zet Cenitt. Casito. erhaltung. ein. f . r. 1 Samstag den 28. October. M. 128. berhessischer Anzeiger. a Die Petitzeil wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Für die Monate November und Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 67 Pf., bei den Poststellen mit 1 Mark abonnirt werden. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Bezirks⸗Conserenzen der Lehrer des Kreises Friedberg. Zur letzten Bezirksconferenz dieses Jahres werden hiermit die Herren Lehrer: 1) Des Bezirks Vilbel auf Montag den 30. October dieses Jahres, 2) Des Bezirks Butzbach auf Donnerstag den 2. November dieses Jahres, a f 3) Des Bezirks Friedberg auf Freitag den 3. November dieses Jahree, und zwar jedesmal auf Vormittags 9½ Uhr in den früheren Lokalen(in Friedberg bei Herrn Burk) hiermit eingeladen. 1 Tagesordnung: Vorbesprechung der auf der Generalconferenz zur Verhandlung kommenden Thesen über die Dieciplinarmittel in der Volksschule. Auf dem Selzer Brunnen noch Verabredung über eine festliche Veranlassung. In Friedberg noch Fortsetzung einer Abhandlung über die Fröbel'schen Kindergärten. Geopraphie. Friedberg den 26. October 1876. In Butzbach noch Besuch von 2 Unterrichtsstunden in Naturlehre und Schmidt, Kreis ⸗Schulinspector. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Konrad Westpfal und Karl P. Otto von Büdesheim wurden als Feldgeschworne ernannt und verpflichtet. Aus Stadt und Land. Friedberg, 27. Oct. Der Pferdemarkt am 23. und 24. d. Mts. verlief nach allen uns zugekommenen Berichten in befriedigendster Weise. Die Händler sind alle zufrieden von hier weggegangen und versprachen nächstes Jahr den Markt wieder zu besuchen. Im Ganzen wurden 91 Ver⸗ käufe protokollirt. Ueber die sonst stattigehabten Verkäufe konnten wir genauere Nachrichten nicht erhalten. Zu dem gestern abgehaltenen Faselmarkt waren ca. 20 Fasel zuge⸗ trieben, von welchen 9 Stück verkauft wurden. B. Friedberg. Unsere Fortbildungsschule für den Winter 1876/77 wird Donnerstag den 2. November d. J. ihren Ansang nehmen. Die laut Art. 23 des Schulgesetzes, sowie der Verordnung vom 13. Juli 1875 zum Besuche derselben verpflichteten Knaben, von denen jedem einzelnen übrigens noch eine besondere Aufforderung zugehen wird, sollen sich an genanntem Tage, Abends s½8 Uhr, im städtischen Schulhause einfinden. Die im vorigen Winter staltgehabte Vereinigung der hiesigen Hand⸗ werker⸗- und der Fortbildungsschule wird auch in diesem Winter bestehen, und wird also beispielsweise bei Hand⸗ habung der Disciplin und der Ueberwachung des Schul⸗ besuchs kein Unterschied obwalten zwischen Fortbildungs— und Handwerker⸗Schülern, insoweit letztere das Alter der Schulpflichtigkeit für die Fortbildungsschule nicht über⸗ schriiten haben. Bei dem gesunden Sinn der Mehr- zahl der hiesigen Bürger ist es sicherlich überflüssig, auf Art. 25 des Schulgesctzes hinzuweisen, der von der Ver⸗ pflichtung der Dienstherrschaften, Lehrherrn und Arbeit⸗ geber gegenüber der Fortbildungsschule unter Androhung von Strafen von 2—20 Mark handelt; unterlassen wollen wir aber nicht, an die Eltern, Lehrherrn und Dienstherr⸗ schaften unserer Schüler die angelegentliche Bitte zu richten, die Fortbildungsschule und ihre Zwecke mit dem ganzen Einfluß unierstützen zu wollen, der ihnen bei den betr. Knaben zu Gebote steht. Von ihrer Einsicht und ihrem Pflichtgefühl glauben wir zuversichtlich hoffen zu dürfen, daß sie dieselben zu anfländigem Verhalten, zu Aufmerk⸗ samkeit und Fleiß beim Unterricht nachdrücklichst ermahnen und für rechtzeitiges Erscheinen derselben in den Unter— srichtsstunden besorgt sein, wie in Gemeinschaft mit der Schule auch darauf achten werden, daß die Schüler nach Beendigung des Unterrichts ungesäumt und ehne sich in zunziemlicher Weise auf der Straße umherzutreiben, nach Hause sich begeben. Der Unterricht wird Montags, Dieus— nags und Donnerstags, jedesmal präess ½8 Uhr Abends beginnen und ebenso pünktlich um ½10 Uhr geschlossen werden. * Grünberg. Ein schon seit vier Wochen vermißter 27 Jahre alter Mann Namens Jobaunes Friedrich von Nieder⸗Ohmen(beschäftigt in Ruppertenrod) wurde am 22. October zwischen Merlau und Wetltsaasen im soge⸗ nannten Bäuncwald, wo er sich erhängt halte, aufgesun— den. Die Verwesung des Körpers war schon so weit vor— geschritten, daß der Kopf sörmlich vom Rumpfe abgetrennt war. Rumpf und Kopf lagen nebeneinander auf der Erde, während der Strick, woran er sich erhängt hatte, noch auf dem Baume hing. Darmstad i. Der Droschkenkutscher-Strike ist als beendigt zu betrachten, da sich die Renitenten den For der⸗ ungen der Polizei⸗Behörde unterworfen haben. Darm stad tt. Vor 300 Jahren, im Jahre 1576, wurben in Darmstabt nach Ausweis des alten Kirchenbuchs 75 Taufen, 12 Trauungen und 28 Beerdigungen vor⸗ genommen.— Im Jahre 1551 betrug die Einnahme der Stadt Darmstadt 328 fl., 1 Albus, 2 Heller, die Ausgabe 282 fl. 6 Albus, im Jahre 1569 war die Einnahme auf 623 fl., 2 Heller, die Ausgabe auf 509 fl. 22½ Albus gestiegen. Alzey. In Odernheim bei Alzey sand zwischen zwei Männern auf der Straße ein kleiner Wortwechsel statt. Plötzlich sprang der eine der Streitenden an dem andern in die Höhe und biß ihm ein Stück seines rechten Qhres weg. Außerdem biß derselbe seinen Gegner nochmals durch die Kleider so in die Brust, daß nicht allein alle Zähne in blutigen Malen sichtbar waren, sondern daß das Blut herabsickerte. Ueber den bissigen Menschen, einen Schneider, der den letzten Feldzug mitgemacht, wird das Gericht zu befinden haben, ob ihm ein Maulkorb angelegt werden soll. Allerlei. Frankfurt, 23. Oct. Ein dem Anschein nach sehr gemeingefährliches Indtviduum wurde wie verlautet, in sicheren Gewahrsam gebracht. Ein aus Köln kommender Fremder miethete in einer der feinsten Straßen eine Wohnung, in welche er einen Kassenschrank stellte. Nach einigen Tagen schon ließ der Ankömmling einen Schlosser holen, damit dieser den Schrank, dessen Schlüssel innerhalb liege, öffnen solle. Der Meister wollte nicht, wie ihm an⸗ gedeutet wurde, den Schrank mit einem großen Loche an— bohren, sondern verlangte Angabe der Stelle, wo der Schlüssel liegen könne, denn mit einer kleinen Oeffnung würde man den Zweck ebenfalls erreichen. Der Schrank⸗ eigenthümer bestand jedoch auf der großen Oeffnung, welche denn auch gemacht wurde. Der Schlüssel wurde heraus⸗ genommen und der Schrank dem Schlosser zur Reparatur übergeben. Das ganze Verfahren sowie gewisse Anzeichen fielen dem Schlesser jedoch dermaßen auf, daß er davon Anzeige machte. Das Resultat war, daß der angebliche Priwatlehrer bei einer Haussuchung in dem Besitz von Diamanten, Bohrern, Sperrhaken, Revolvern, Dolch, Blend— laternen, kurz des gesammten Handwerkszeugs der abge— seimtesten amerikanischen und englischen Gauner gesunden wurde. Die Untersuchung wird hoffentlich über diesen ziemlich mysterizsen Vorfall etwas mehr Licht verbreiten. Meiningen. Von einem enlsetzlichen Unsall aus Meiningen erzählt das Tageblatt. In der neuen Sedan⸗ straße war das Hinterhaus eines Metzgers abzuputzen, der Tüncher mit der Kalkgelte fleht schon oben auf der Leiter, da zutscht diese und er stürzt— aber er kommt nicht zur Erde— ein aus der Wand hervorragender Fleischerbaken erfaßt den Fallenden im Rücken, bohrt sich lief in den Körper des Unglücklichen und bält ihn schwebend zwischen Himmel und Erde. Ein enssetzlicher Schrei erschütterte die Luft, dann überfällt ihn wohlibätige Ohnmacht. Mit Mühe wird er abgenommen, der Haken war ihm durch den Rücken bis in die Lunge gedrungen, nach wenigen Stunden war er eine Leiche. Dessau. Vor einigen Tagen ist dem„Anh. Staals⸗ anz.“ zufolge in hiesiger Stadt ein Mann in Folge einer Vergiftung durch Petroleum gestorben. Derselbe hatte eine srische Schnittwunde am Finger und goß sich aus Versehen Petroleum darauf; den beißenden Schmerz, den ihm diese Uebergießung verursachte, achtete er nicht, und erst als ihm Arm und Brust roth zu werden und zu schwellen anfingen, consullirte er den Arzt. Dieser konnte nicht mehr helfen. Der Vergiftete starb nach schweren Leiden. Wir theilen dieses Faktum unsern Lesern und Leserinnen zur Warnung mit. Neuwied, 25. Oct. Gestern Abend 6 Uhr entstand in der schönen Kirche der jüngeren evangelischen Gemeinde plötzlich Feuer, welches mit so großer Schnelligkeit um sich griff, daß an ein Reiten und Löschen nicht zu denken war. Binnen 3 Stunden war das Gotteshaus vollständig aus— gebrannt. Da die Kirche ziemlich isolirt stand, so forderte das Feuer keine weiteren Opfer. Wie man hört, soll das Feuer auf dem Speicher der Kirche entstanden und letztere nur gering versichert sein. Freiburg. Hier hat sich ein Student B., der erst zwei Semester an den Universiläten Marburg und Würz⸗ durg seine Studien betrieben, erschossen. Motiv dazu noch unbekannt. Doch soll er immer eine gewisse Melancholie gezeigt und niemals seine Freude über Etwas ausge⸗ sprochen haben. f Bayreuth. Das hiesige Bezirksgericht verurtheilte den Bismarck-Altentäter Kullmann wegen Widerstandes gegen seine Aufseher zu zweijährigem Gesängniß. Bromberg. In dem Forstrevier Jägerhof bei Brom⸗ berg kam Dor sieben Jahren ein weißes Reh zur Welt, welches bald seiner Seltenheit wegen der Liebling der Um⸗ gegend der Forstei wurde. An ein ungestörtes Weiden auf den der Forstei naheliegenden Grundstücken gewöhnt, näherte es sich der Wohnung eines Käthners. Das zierliche Ge⸗ schöpf aber wurde von diesem rohen Gesellen durch einen feigen Schroischuß von der Hausthür aus niedergestreckt und darauf von dem Wildschützen in einem Sack bei Seite geschafft. Der Förster ermittelte den Frevler, der zu einer Geldbuße von 600 Mark, eventuell einem halben Jahre Gesängriß und in die Kosten verurtheilt wurde. Die zweite Instanz bestäligte dieses gerechte Urtheil. Wien. Der Zwicker in Reih und Glied ist verboten. Laut Armeebefehl ist das Tragen der Augenzwicker den österreichischen Oberofficieren und Officiers- Stellvertretern bei Ausrückungen und Paraden vor hohen Persönlichkeiten in Reih und Glied mii dem Beifügen untersagt worden, daß diejenigen Offiziere, welche kurzsichtig sind, sich der Brillen zu bedienen baben. Moskau, 24. Oct.(Proceß Strousberg). Das Zeugenverhör wird sortgesetzt. Die Aussagen bestätigen, daß Strousberg nicht bestochen hat, sondern selber aus— gebeulet worden ist.— 25. Och. Heute wurde die Taxe der Zbirower Werke verlesen, die Strousberg schon dei seiner Verhaftung eingereicht batte. Handel und Verkehr. Frankfurt, 25. Oct. Der beutige Heu- und Strob⸗ markt war sehr gut besabren. Heu kostete per Centner je nach Qualität M. 4.50—6.50., Stroh per Ceniner M. 5.50—80. Butter 1. Oual. im Großhandel das Pfund M. 1.50. 2. Qual. M. 1.40. im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.80. 2. Qual. M. 1.70. Eier das Hundert M. 6.—. Kartoffeln per 200 Zoll-Pfund M. 4.50—5.—. Frankfurt, 20. Oct. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 41., Nr. 2 M. 37., Nr. 3 M. 33., Nr. 4 M. 29., Nr. 5 M. 23. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26. do. II.(Berliner Marke) M. 21., Weizen eff. bies. M. 25.—., fremder je nach Qualität M. 19—22., Korn M. 17.75 bis 18.75., Gerste M. 17.50—19., Hafer M. 16.50- 19.50. Kohlsamen M. 36., Erbsen M. 21—24., Wicken M. 20 bis 21., Linsen M. 21—30., Rüböl M. 78. Die Preise versteben sich fämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht S 100 Kilo. Darmstadt, 24. Oct. Der heutige Zuchlviehmarkt war befahren mit 1 Bullen, 2 Ochsen, 141 Kühen und Rindern und 58 Kälbern. Bei raschem Absatz erzielte namentlich unsere Odenwälder freuzung, weil am meisten begehrt, außerordentlich hobe Preise; es wurden z. B. ein⸗ zelne Stücke zu 200—250 fl. verkauft. Der hiesige Zucht- viehmarkt soll, nach Bersicherung von Kennern bedeutender sein, als der Frankfurter, während unser Fetlwiehmarkt nicht aufkommen kann. Mainz, 25. Oct. Producten-Markt. Watzen per Nov. 21.30, per März 22.25. Korn per Nov. 16.—, per März 16.85. Hafer ver Nov. 17.60, per März 17.90. Rüböl per Oct. 37.80, per Mal 37.70. D. Frankfurt a. M., 26. Oct. Wie schon seit Wochenbeginn trat auch heute die Börse im Allgemeinen aus ihrer Reserve nicht heraus, wozu die politischen Ver— hältnisse, die sich täglich drohender gestalten, Veranlassung gaben. Was die Tendenz betrifft, so muß dieselbe heute als schwächer bezeichnet werden. Am internattonalen Speculationsmarkt standen Slaatsbahnactien im Vorder— grunde. Dieselben waren guf ungünstige Dividendengerüchte und matte Pariser und Lyoner Notirungen stark angeboten. Credilactien und Lombarden hingegen blieben gegen gestern Abend relativ jest. Creditactien bewegten sich zwischen 117¼½— 117½% und 116½½, Staatsbahnactien zwischen 215¼ und 213, Lombarden nahe 60 ½¼. Oesterreichische Bahnen stellten sich meist niedriger. Banken waren eben— falls nachgebend, Deutsche Vereinsbank fest. Von auslän- dischen Fonds Oesterr. Renten niedriger, Ungar. Schatzbons besser. Deulsche Fonds unverändert. Oesterr. Prioritäten und Loose schwächer, 1860er matter. Wechsel sämmllich offerirter, besonders Paris und Wien. Privatdiskonto ca. 3%, Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Ueber das Verhyallen des Rohezuckers unter dem Einfluß des Lichtes. Veranlaßt durch eine An⸗ gabe von Raoult(Comptes rendus, 1871 A. XXIII P. 1049), wonach reiner Rohrzucker in wässeriger Löfung, bei völliger Abwesenheit von Luft und Fermenten, lediglich durch den Einfluß des Lichtes eine theilweise Inversion erfahren soll, hat Kreußler ähnliche Versuche unter Einhal- tung aller Vorsichtsmaßregeln und mit Zuckerlösungen von sehr verschiedener Concentration wiederholt. Eine reine Zuckerlösung, welche nach vollständiger Entfernung der Luft in Röhren eingeschmolzen war, gab selbst nach einer Belichtungszeit von 11 Monaten mit Fehling'scher Lösung nicht die gerinaste Reaction. War die Luft jedoch nicht entfernt, so stellten sich Pilzbildungen ein und 52 bis 90 pCt. des Rohrzuckers wurden in Glyeose umgewandelt. Kupferlegirungen und Silber intensid schwarz zu färben, von Paul Weiskopf in Morgenstern. An ber Luft zerflossenes Platinchlorid gibt auf allen Kupferlegirungen wie Tombak, Messing, Plakfong, Glocken- und Kanonenmetall, sowie auf mit schläge. Die mechanische Manipulation wird am leichtesten in der Art ausgeführt, daß der betreffende Arbeiter die innere Spitze des Daumens mit der Flüssigkeit schwach befeuchtet und auf dem zu schwärzenden Gegenstande stark reibt. Derselbe überzieht sich sofort mit einer schwarzen Haut, welche man nachträglich waschen, mit dem Polirleder und Oel polieren kaun. Trotz des hohen Preises des Platinchlorid kann dieses Verfahren wegen der sehe bedeuten den Ausgiebigkeit des Präparates und Einfachheit der Manipulation ein billiges genannt werden. Das Thierleben und der phosphorsaure Kalk. Wiewohl schon oftmals darauf ausmerksam ge⸗ macht worden ist, daß unseren Hausthieren, je nach der Entwicklung, in der sie begrissen sind, ober je nach dem Nutzungszwecke, dem sie dienen, in dem Futter die er— sorderliche Menge von phosphorsaurem Kalke verabreicht werden muß, gibt es doch noch gar viele Landwirlbe, die den Sachverhalt nicht kennen und daher auch nicht wür— digen. Nur wiederholten Ermunterungen, wiederholten Miuheilungen von Beispielen aus der Praxis kann es gelingen, in dieser Richtung allmählig mehr anregend zu wirken; gemäß diesem theilen wir mit, daß der Domänen— pächter Jah te in Dornau in diefem Winter 4 Schweine von gleichem Wurfe, gleicher Größe und gleichem Gesund— bheitszustande zur Mast legte und zwar in der Arlt, daß alle 4 Schweine in völlig gleicher Weise gefüttert wurden, nur mit dem Unterschiede, daß 2 derselben täglich je einen Eßlöffel voll fein gefällten phosphorsaurem Kalk unter das Futter gemischt bekimen. Bei der am 17. Februar die so gefütterten beiden Schweine in Summa 71 Pfund mehr wogen, als die beiden anderen, welche keinen phos⸗ phorsauren Kalk erhalten halten. Ein Irrthum wäre es, daraus solgern zu wollen, daß der phosphorsaure Kalk selber mästetz der Sachverhalt ist vielmehr der, daß der phosphorsaure Kalk, wenn noch nicht völlig ausgewachsene Schweine zur Mast gelegt werden, deren Körpergröße er— weitert und so auch indirect die Fleisch- und Fettablager— ung fördert.— Daß auch Milchkühe, namentlich solche, welche trächtig sind, von der Zufuhr von seinem phosphor— saurem Kalke wesentlichen Nutzen haben, mag demnächst durch Beispiele bewiesen werden. Busitts Mittel gegen Kesselstein. Diese in England patentirte neue Composition soll nach Angabe der Eigentbümer der Erfindung(Creßwell& Comp. in London, 138 Leadenhall-Stteet) allgemein als die einzige Erfindung anerkannt worden sein, wesche mit vollständigem Erfolge in jeder Art von Kesseln wirkt, wie auch die Be— schaffenheit des angewendeten Wassers sein mag. Der Zweck dieser Composition ist nicht Salze oder andere Stoffe im Wasser aufzulösen, sondern eine fettende Wirk— Kupfer legirtem Silber intensiv schwarze, haltbare Nieder- sich jüngsthin stattgehabten Schlachtung ergab es sich nun, daß ung auf die Metalle auszuüben, welche angeblich ede g Ansetzen der Absonderungen gänzlich verhindert. Selhsß auf schon vorhandene Absonderungen soll die Wirkung er und unwiberstehlich sein. Die Composttion komm im sesten, flüssigen und telgsörmigen Zustande in dey Handel; erstere ist nur für Landkessel, die flüssige füt Seekessel anzuwenden.— Nach der Patent⸗ Specification (vom 13. Februar 1873) besteht bie feste Masse aus; 1 Theil Galläpfel, australischer Rinde und irländischem Moos mit ½ Theil Leim; die teigförmige und flüssige enthält noch/ Theil Soda und die entsprechende Menge Wasser.— Von dem hannoverischen Agenten bezogen seste Composition bildet unregelmäßige, dunkelbraune, spröde Stücke. Beim Kochen mit Wasser gibt sie eine sehr zähe Masse, welche sich fest an die Gesäßwandungen anlegt. Ein Versuch mit dieser Composition in dem Kessel einer hiesigen Fabrik hat, wie vorauszusehen war, ein sehr ungünstiges Resultat ergeben. Der Kessel war im hohen Grade verschmiert und der gebildete Kesselstein viel schwieriger zu entfernen, als dieses ohne Anwendung des Mittels der Fall gewesen war. Die Anwendung desselben kann daher nicht empfohlen werden. Verbessertes Zinkweiß. Nach dem Vorschlage von Orr wird rohes Schwefelbarium ausgelaugt, die er— haltene Flüssikein mit gleichen Aequivalenten, Chlorzint und Zinksulfat, vermengt, der entstandene Niederschlag ge— sammelt, gepreßt, getrocknet, auf einem Herd erhitzt und noch heiß in kaltes Wasser geworfen. Diese letztere Be— handlung soll eine starke Verdichtung der Masse zur Folge haben. Das gewaschene und feingemahlene Product ist eine Anstrichfarbe von besonderer Reinheit und Weiße. Geld Cours. Frankfurt am 26. October 1876. 20. Frankenftfücke Mk. 16 2628 Englische Sovereigns nn„ 20 33.—38 Russische Imperi ales„ 16 Holländische fl. 10-Stücke„ 16 65 G. Menn 5 9 71-76 Ducaten al maro[%% 9 62 07 Doflars in ls, 4 16 19 Tagesordnung für die Sitzung des Gemeinderaths zu Friedberg, Montag den 30. October, Nachmittags 5 Uhr. 1) Reclamation gegen den Steueransatz für das Au⸗ gustinerschulgut in der Gemarkung Schwalheim. 2) Vor⸗ trag des Johannes Bauschmann zu Dorheim Brunnen— beschädigung betr. 3) Befreiung von Schulgeld an der Realschule. 4) Beitrag der Stadt Friedberg zum Schul⸗ lehrerpensionssonds. 5) Ernennung eines Nachtwächters für die Stadt Friedberg. „ni N 1 Ir Fortbildungsschule in Friedberg. 3482 Die Fortbildungsschule dahier für den Winter 1876%ù7 7 wird nächsten Donnerstag den 2. November ihren Anfang nehmen. Die Schüler derselben, von denen jedem einzelnen übrigens noch besondere Aufforderung zugehen wird, haben sich an genanntem Tage, Abends halb 8 Uhr, dazu im städtischen Schulhause einzufinden. Zugleich werden die Eltern, Lehr- und Dienstherren der Fortbildungsschüler unter Hinweis auf Art. 23 und 25 des Schulgesetzes ersucht, sich den regelmäßigen Besuch der Schüler Seitens der ihnen unterstehenden schulpflichtigen Knaben angelegen sein zu lassen. Für den Schulvorstand: Steinhäußer, Bitsch, Vorsitzender. Oberlehrer. Faselochs-Versteigerung. 3491 Dienstag den 31. Oetober d. J., Nachmittags 2 Uhr, soll am hiesigen Faselstall ein zum Schlochten geeigneter fetter Faselochs ͤͤffentlich meistbtetend versteigert werden. Friedberg den N. Oelober 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fo uc a r. * 1 Güter- Verpachtung. 3478 Mittwoch den 1. November d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Rathhause dahier die der zweiten Pfarrei gehörenden, in Dorheimer Gemarkung gelegenen Guüterstücke auf weitere 12 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Friedberg den 26. Oetober 1876. J.: Stein häußer, Beigeordneter. Faselochs-Versteigerung. 3470 Dienstag den 31. d. Mts., soll ein der hiesigen Gemeinde gehöriger, zum Schlachten geeigneter Faselochs öffentlich meistbietend versteigert werden. Ossenheim den 26. Oetober 1876, Großherzogliche Bürgermeisterei Ossenheim. Maul. für Damen Portemon⸗ Ledertaschen nales, Fücher, Kragen— und Manschettenknöͤpfe billigst bei K. Friedrich. 1 Versteigerung. 3485 Donnerstag den 2. November Vormittags 10 Uhr, werden in der Dragoner-Kaserne dahier 10 Stück alte vierflügeliche große Fenster(zum Privatgebrauche noch ganz gut geeignet) öffentlich verkauft. Butzbach den 26. October 1876. Großherzogliche Garnison-Verwaltung. 0. 7 Faselochs-Versteigetung. 3481 Mittwoch den 2. November l. J., Vormittags um 11 Uhr, wird auf hiesigem Bürgermelsterel-Büreau ein der Gemeinde Ockstadt gehöriger Faselochs an die Meistbietenden versteigert. Ockstadt den 26. Oetober 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Ockstadt. ens 369 Unterzeichneter empfiehlt sich im Reinigen von Gettfedern, owie Waschen der Bettzeuge unter Zusicherung reeller und prompter Bedienung. Bemerkt wird, daß durch das Reinigen der Federn Motten, Milben, sowie alle Krankheitsstoffe gründlich ent— fernt und die ältesten Betten wieder wie neu hergestellt werden. A. Tuy in Vilbel. NB. Auch kann das Reinigen bei größeren Aufträgen im Hause des Auftraggebers geschehen. Di e Kunst- Färberei, Druckerei und Wascherei von J. Küchel in Homburg v. d. H. empfiehlt sich für alle Gegenstände der Herren und Damen⸗ Garderobe, Möbelstoffe, Federn, Plüsche, Sammt ꝛc. und garantirt schöne, rasche und billige Bedienung. Annahme und Muster bei Herrn C. F. Schleuning in Friedberg, Herrn B. Küchel II. in Butzbach. 3449 E* Zu verkaufen: a. das Triebwerk nebst innerer Einrichtung von der Schloßmühle zu Ockstadt; b. das Gewächshaus im Schloßgarten daselbst. 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Doctor Faust's Zauberkäppchen, oder: Die Räuberherberge im Walde. Posse mit Gesang in 3 Aeten von Hopp. Es ladet freundlich ein A. Maurer, Direktor. 3469 Handwerker⸗Schule. 3479 Das neue Schuljahr an unserer Schule beginnt mit dem 1. November und ersuchen wir diejenigen jungen Leute, welche in dieselbe eintreten wollen, sich Sonntag den 29. d. Mis., von 10 bis 12 Uhr, im Stadtschul⸗ hause anzumelden, spätere Anmeldungen können der großen Schülerzahl wegen nur ausnahmsweise berücksichtigt werden. Friedberg den 26. October 1876. Der Vorstand. Sonntag den 29. ds. Mts., Nachmittags 2½ Uhr, soll die diesjährige Generalversammlung des hiesigen Spar⸗ und Vorschußvereins in der Wohnung der Wirthin Heinrich Rosenbecker II. Wittwe abgehalten werden, wozu die nöthige Einladung sämmtlicher Mitglieder hier⸗ mit erfolgt. Steinfurth den 24. October 1876. Der Director des w end e (Eingetragene Genossenschaft) K. Schultheis. ahrgelegenheit 58 a5 e. 3468 Dienstag den 31. October fährt mein Omnibus auf den Ortenberger Markt. H. Waas. L. Friedberg. Bei der erschreckend armseligen Straßenbeleuchtung Friedberg's, die, wenn Mondschein im Kalender steht, fast nur dem Namen nach existirt, ist es erfreulich, zu hören, daß sich verschiedene lichtfreund⸗ liche Bürger unserer Stadt mit dem Gedanken tragen, einen Verein zu gründen(der Zahl nach würde es etwa der 30. der hiesigen Vereine sein), der hier Abhilfe schaffen soll. Wie uns mitgetheilt wird, geht die Absicht besagter großmüthiger Lichtfreunde dahin, bei einbrechen⸗ der Dunkelheit, Vorposten, jeder mit 2 strahlenden Petro⸗ leum-⸗Sturmlaternen versehen, an solchen Punkten aus⸗ zustellen, wo die Passage durch die ortsüblichen Wagen⸗ Deichseln, Pflaster⸗ Senkungen ꝛc. bei Abend besonders lebensgefährlich ist. Der Verein würde die Bezeichnung „Friedberger Genossenschaft freiwilliger Petrolöre“ annehmen und auf dem Prineipe der Selbsthilfe be⸗ ruhen. Möge er zu Stande kommen und der Straßen⸗ finsterniß ein Ende machen.— 3465 Angekommen 3375 eine große Parthie längliche Fässer, vorzüglich sich zu Pfuhlfässern eignend, bei Georg Groß. Kirchliche Anzeigen für Friedberg Evangelische Gemeinde. 20. Sonntag nach Trinit. Erntefest. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags 10½ Uhr: Herr Candidat Heumann. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Schwabe. (Abendmahl.) Sonntag den 21. nach Trin. Reformationsfest und Abendmahl in der Stadtkirche. 3463 Adolph Schiönstadl, 3489 Bockenheim. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 44 und eine Beilage.) Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Liederkranz. 1 1 2 1 r.. ö 6. . — 1 heit get Markt. H. Waas. — 4 Beilage. Oberhessischer Anzeiger. MN 128. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier⸗ ungsblatt Nr. 45 enthält: Wee I. Bekanntmachung, d N betreffend. chung, das Maaß und Gewichtswesen II. Bekanntmachung, die Aussi 0. chung, die Ausführung des Berggesetzes III. Dienft nachrichten. i önigli b Großherzog ee e e 9. 2 dem Schulamis⸗Aspiranten Meyer aus Flensungen die Schulstelle zu Bleidenbach, dem Schulverwalter Maurer aus Hackenheim die 2. Schulstelle zu Büdesheim zu über⸗ tagen; am 5. Oct. den Schullehrer Armbruster zu Bens⸗ heim zum Lehrer an dem Gymnasium daselbst, am 7. Oct. den provis. Lehrer an dem Gymnasium zu Büdingen, Tresz aus Bonseld, zum Lehrer an dem Gymnastum zu Büdingen, den provis. Lebrer an dem Gymnasium zu Büdingen, Fink daselbst, zum Lehrer an diesem Gymnasium. alle drei unter Belassung in der Kategorie der Volksschul⸗ lehrer, zu ernennen. Am 18. September wurde dem Georg Rupp aus Odernheim das Patent als Geometer 2. Classe für den Kreis Alzey, am 2. Oktober dem Heinrich Braunewell aus Ober⸗Ingelheim das Patent als Geometer 2. Classe für den Kreis Oppenheim ertheilt. IV. Namensveränderungen. V. Charakterertheilungen. Darmstadt. Am 25. September wurde der evangelische Pfarrer Dr. Naumann von Usingen zum Lehrer an dem Gymnasium und der Real- schule zu Worms ernannt. Darmstadt, 25. October. Militärnachricht. v. Brixen-Hahn, Port.-Fähnrich vom 1. Großb. Dragoner Regiment(Garde-⸗Dragoner-Regiment) Nr. 23, wurde zum Seconde Lieutenant befördert, Darmstadt, 25. Oct. 37. Sitzung der zweiten Kammer. Der Antrag des Ausschusses auf Bewilligung der Mittel für ein neues Justiz⸗ gebäude zu Gießen wurde angenommen. Bezüg ⸗ lich der Eingabe mehrerer katholischer Ortsbürger der Gemeinde Heimersheim im Kreise Alzey, die Erhaltung der katholischen Confessionsschule daselbst betr., hatte der Ausschuß Abweisung beantragt. Die Kammer nahm diesen Antrag einstimmig und ohne Debatte an. Sodann verwilligte die Kammer gemäß den Ausschußanträgen die Mittel zu einem ophthalmologischen Lehrstuhl und einer solchen Klinik an der Universität Gießen einstimmig und ohne Debatte, ebenso für Anstellung eines 8. aka · demischen Lehrers am Gymnasium zu Büdingen. Es kam sodann der auf heute vectagte Antrag von Rabenau's zur Berathung. Der Abg. Du- mont hatte in der gestrigen Sitzung einen Antrag auf Uebergang zur motivirten Tagesordnung ge⸗ stelltl. Der Antrag auf vorherige Behandlung dieses Antrags wurde abgelehnt und sogleich in die Behandlung der Materie eingetreten. Nach außerordentlich langer Debatte, wurde die Sitzung bis Nachmittag ausgesetzt. Die Kammer fuhr dann Nachmittags in der Debatte über den Antrag des Abg. von Rabenau fort. Schließlich wurde der Antrag des Abg. Dumont gegen 6 Stimmen ab- gelehnt, der Antrag des Ausschusses und zwar Pos. 1 und 2 gegen 8, Pos. 3 gegen 10 Stimmen angenommen. Die Kammer vertagte sich sodann auf unbestimmte Zeit. — Das Ministerium des Innern hat bekannt lich einen Preis von 500 Mk. ausgesetzt für die Abfassung eines Werkchens, welches in großen und anschaulichen Zügen die wichtigsten Bestimmungen aus dem Verfassungsrecht des Reichs und des Großherzogthums, sowie die Grundzüge der Ver- waltungs⸗ Einrichtungen des Großherzogthums zu enthalten hätte. Zu Preisrichtern find nunmehr Provinzial- Director Küchler in Darmstadt, Se— minar Director Schäfer in Friedberg und Kreis- Schul- Inspektor Landmesser in Bensheim ernannt worden. — Die Regierung hat auf Grund angestellter Ermittelungen erkannt, daß die demnächstige, wenn auch nicht auf einmal zu bewerkstelligende Er- weiterung des Gleßener Bahnhofs der oberhesischen Bahnen eine Nothwendigkeit ist. Der deßfallstge Kosten⸗Voranschlag beläuft sich auf etwa 700,000 M. die theilweise im nächsten Budget eingestellt wer⸗ den sollen. Berlin, 25. October. Der Ministerratb, welcher gestern unter dem Vorsitze des Kaisers stattgefunden hat, ist in der Schutzzoll⸗Frage nicht endgiltig schlüssig geworden.(Es soll sich um Verlängerung der Eisen-Zölle gehandelt haben.) Die Berathung dauerte anderthalb Stunden. — Der Reichshaushalts-Etat für das erste Quartal 1877 liegt jetzt vor. Derselbe umfaßt vier Paragraphen; er steht in Ausgabe und Ein- nahme mit 102,416,560 Mk. und zwar zerfallen die Ausgaben in 98,652,420 Mk. an fortdauern⸗ den und in 3,764,149 Mk. an einmaligen Aus- gaben. — Die„Prov. Corr.“ meldet, der Kaiser ge— denke den Reichstag in Person zu eröffnen und habe gestern eine Sitzung des Minister-Conseils abgehalten, um vor Beginn der Reichstags⸗Session sich über einige der wichtigeren schwebenden Fragen mit dem Staatsministerium zu verständigen. — Die„National-.“ schreibt, anknüpfend gan Behauptungen des Pester„Lloyd“ über die Haltung Deutschlands in der Waffenstillstands— Frage: Gegenüber den mehr als leichtfertigen Behauptungen, daß Deutschland in einseitigem Verfolg einer russenfreundlichen Politik sich von Oesterreich: Ungarn zu isoliren suche, darf daran erinnert werden, daß die deutsche Re- gierung in dieser Frage nicht den russischen Vorschlägen beigetreten ist, sondern lediglich an der von den sechs Mächten feierlich an⸗ genommenen Proposition festgehalten hat, welche dahin ging, der Pforte zunächst die Annahme eines vier- bis sechswöchentlichen Waffenstill— standes zu empfehlen. Ueber den türkischen Gegenvorschlag einer sechsmonatlichen Waffen⸗ ruhe habe die deutsche Regierung einfach Still⸗ schweigen beobachtet und sei damit den Grund-⸗ sätzen gefolgt, welche ihr ihre Stellung im Drei⸗Kaiser⸗Bündnisse vorgezeichnet: möglichst zu sanctioniren, worüber Oesterreich und Ruß⸗ land einig sind, sich aber zurückzuhalten, so lange ein Einverständniß zwischen diesen bei der orientalischen Verwicklung zunächst be— theiligten Mächten noch nicht erzielt ist. Daß übrigens jene Haltung der ungarischen Presse die vorsichtige Reserve, worin Deutschland sich bewege, nur bestärke und in ihrer Angemessen⸗ heit rechtfertigen könne, liege auf der Hand. Dresden. In dem Gresso-Droguen-Ge— schäft von Gehe& Comp. ist, wie die„Dr. Z.“ in Erfahrung bringt, dieser Tage eine Anfrage aus dem Orient eingegangen, ob das Haus im Stande sei, binnen kurzer Zeit 5000 Centner Charpie zu liefern. Es folgte bejahende Antwort. Rumpenheim, 26. Oct. Gestern Abend ist hier Prinz Friedrich von Hessen— Sohn des in 1837 verstorbenen Landgrafen Friedrich und Oheim des jetzigen Landgrafen von Hessen— nach kurzem Krankenlager im 87. Lebensjahre verschieden. Derselbe hatte in preußischen Militärdiensten an den Befreiungs-Kriegen von 1813 und 1815 Theil genommen und schied im Jahr 1846 als Gouverneur der Bundesfestung Luxemburg aus dem Militär— dienst aus. Er war unvermählt und lebte seit einer Reihe von Jahren mit seinem Bruder, dem Prinzen Georg, und seiner Schwester, der Prinzessin Louise von Hessen, abwechselnd auf dem landgräflichen Familiensitze Rumpen— heim und in Frankfurt. München. Die Resignation des Stifts- decans Enzler auf den bischöflichen Stuhl in Speyer soll, wie das„Vaterland“ hört, auf schristliche Einwirkung von Rom erfolgt sein. Enzler, ein Mann des Friedens, möchte auch mit Rom in Frieden leben. Auch an den zum Bischof von Würzburg ernannten P. Ambrossus Kats soll ein solches Schreiben von Rom ergangen sein. Karlsruhe, 25. Oct. Die General⸗Synode hat die ganze Agende einstimmig angenommen. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 25. Oct. Die neuerlichen Gerüchte über eine Demission Andrassy's, welcher man jetzt auch diejenige des ungariscken Minister-Präsidenten Tisza beigefügt hat, sind mit gutem Grunde als Ausgeburt der in mag harischen und Abgeordneten-Kreisen hertschen⸗ den Erregung anzusehen. Von gut unterrichteter Seite wird aus Pest berichtet, daß auch nicht die leiseste thatsächliche Grundlage, die jene Ge⸗ rüchte rechtfertigen könnten, bemerkbar sei.— Der Kaiser bleibt bis zum 3. November in Gödöllb und trifft am 4. November in Pardubitz zu den Hof- Jagden ein. Alle Versionen über die Be⸗ antwortung der Interpellation im Abgeordneten⸗ Hause, betreffend die Politik in der Orient⸗Frage, sind verfrüht. — Verhaftungen und Haus-Durchsuchungen in Süd Tyrol nehmen große Dimenssonen an. In Trient, Mori, Riva und an vielen Orten haben solche Maßregeln in den letzten Tagen statt⸗ gefunden und werden auch jetzt noch fortgesetzt. Beachtenswerth ist die Thatsache, daß unter den Verdächtigen und Beanstandeten durchschnittlich die Hälfte im Staats Dienste steht und zuweilen der höheren Beamtenwelt angehört. — Der Kaiser hat den Großfürst Sergius Alexandrowitsch vom Oberlieutenant zum Haupt- mann und den Großfürst Paul Alexandrowitsch vom Lieutenant zum Ober-Lieutenonnt in der österreichischen Armee befördert. Pest. Im Finanz- Ausschuß erklärte der Landesvertheidigungs Minister v. Szende auf eine Anfrage, es könnten nöthigenfalls 217,000 Hon⸗ vets binnen acht Tagen vollständig ausgerüstet und mobilisirt werden. — 25. Oct. Der Fackelzug der Studenten zu Ehren des türkischen Consuls ist von Seiten der Polizei verboten worden. — 26. Oct. Gestern Abend waren große Studenten-Haufen in der Straße angesammelt; dieselben demonstrirten unter Anderem auch gegen Moritz Jokai, der zur Ruhe mahnte. Die Polizei schritt ein, sperrte die Straßen, in denen der türkische und der russische Consul wohnen, ab und zerstreute die Haufen. Abends 11 Uhr war die Ruhe wieder hergestellt. Schweiz. Bern, 25. Oct. Der Bundes⸗ rath hat im außerordentlicher Sitzung beschlossen, ein Regiment Infanterie bereit zu halten, das Ange- sichts der Zunahme der Aufregung im Tessin dort⸗ hin abgehen soll. Basel, 25. Oct. Die„Bas. Nachr.“ melden: Die Aufregung im Canton Tessin nimmt zu. In Bellinzona und Locarno werden Bürgerwehren gebildet; in Lugano eine Freischaar. Der Bundes- rath hat deshalb das Regiment„Zollikofer“ in Thurgau zur Marschbereitschaft aufgeboten. Frankreich. Paris, 24, October. Die Nachricht von der angeblichen Ankunft des britischen Botschasters Grafen Schuwaloff in Paris ist un- richtig; der hier weilende Graf Schuwaloff ist ein Bruder des Botschafters und hält sich auf der Durchreise von Wien nach London, woselbst er einen Monat zubringen wird, vorübergehend hier auf. — 25. Oct. Das amtliche Blatt veröffent- licht die Ernennung Baude's zum Botschafter beim päpstiichen Stuhl, Gabriac's zum Gesandten in Belgien, Duchatel's in Dänemark, Tissot's in Griechenland und Le Sourds's in Marokko. — Nach dem„Bien publie“ untersagte der Kriegsminister Berthaut den Besuch der Arsenale wegen zahlreicher Spione, die von den Präfecten signalisirt seien. Holland. Haag. Die Regierung bat im Hinblick auf die zu erwartende internationale Lösung der Münz Frage ihre diesbezüglichen bisherigen Absichten modifieirt und schlägt nunmehr vor, die Gold- und Silber-Währung für die Niederlande gegenwärtig beizubehalten, die weitere Ausprägung von Silbermünzen aber zu suspendiren. 1 — — . . ö 4 465 1 Großbritannien. London, 26. Oct. Dem„Journal financier“ zufolge wird am Sonnabend eine stärkere Anzahl Truppen nach Malta abgehen. Spanien. Madrid, 15. Oct. In Folge der Verschwörung haben 126 Verhaftungen statt⸗ gefunden, darunter 18 Generale. San Sebastian. Die Nachrichten über Entdeckung der socialistischen Verschwörung haben unter der hiesigen Bevölkerung lebhafte Erregung hervorgerufen, doch ist die Ruhe bisher nicht ge— stört worden; die Truppen sind consignirt. In Saragossa, Logronno, Bilbao und Santander wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Außer den bereits in Haft genommenen sind noch verschiedene andere Generale compromittirt. Ge— rüchtweise verlautet, Zorilla habe über die Grenze nach Arragonien hin wieder den spanischen Boden betreten. Italien. Rom, 26. Oct. Die„France“ erwähnt ein in Pariser diplomatischen Kreisen verbreitetes Gerücht, wonach der König von Griechen— land in Brindist eine Unterredung mit Victor Emanuel gehabt habe. Türkei. Constantinopel, 24. October. Der„Pol. Corr.“ wird aus Serajewo gemeldet, es sei Gefahr, daß die Mohamedaner in Bosnien im Falle der Verwirklichung der für Bosnien be— absichtigten Autonomie sich erheben würden; der dortige Landes-Verwaltungsrath habe einen An— trag auf Berufung von je zwei Mohamedanern aus jedem Vilajets-Kreise in den dort bestehenden Rath für den Religionskrieg angenommen. — 24. Oct. Djunis wurde heute nach zehn⸗ stündigem hartnäckigem Kampfe von den türkischen Truppen genommen; die meisten Verschanzungen längs des Djunisbaches kamen in türkischen Besitz. In der Front gegen die Morawa fand nur Ge— schützkampf statt. Es herrscht zeitweilig Regenwetter. Rußland diesen, wenn auch versteckt, auf einen — 25. Oct. Die„Agence Havas“ ersährt, General Ignatieff werde nach staltgefundener 105 tieller Audienz noch um eine Privat ⸗Audlenz bei dem Sultan nachsuchen.— Drei hiesige armenische Journale wurden suspendirt und deren Redacteure wegen Verbreitung falscher Nachrichten verhaftet. — 26. Oct. Nach einer Depesche aus Tiflis hätten die Mörder des dortigen türkischen Consuls und seiner Frau es auf Raub abgesehen gebabt. Eine officielle Depesche ssellt in Abrede, daß in Prizrend Unruhen ausgebrochen seien. Allgemein glaubt man, daß bezüglich des Waffen⸗Stillstandes ein Einverständniß erzielt werden wird. General Ignatieff hatte gestern nur die feierliche Audienz bei dem Sultan. Die Privat- Audienz ist auf Samstag festgesetzt. Pera, 25. Oct. Es bestätigt sich, daß die Pforte erklärte, sie sei bereit, den sechswöchentlichen Waffenstillstand anzunehmen, wofern die Mächte sich verpflichteten, falls nach Ablauf dieser Frist die Friedensverhandlungen noch kein Resultat er⸗ geben hätten, eine abermalige Frist von weiteren 6 Wochen, und wenn auch dann noch keine Einig⸗ ung erfolgt sei, eine zweimonatliche Verlängerung des Waffenstillstandes zu bewilligen. Ignatieff hat, wie verlautet, hierauf erklärt, er glaube nicht, daß fünfmonatlichen Waffenstillstand hin auslaufenden Forderungen der Pforte zustimmen würde. Montenegro. Cettinje, 25. Oct. Der „Pol. Corr.“ wird gerüchtweise gemeldet, daß die Montenegriner Bojanobrdo beschießen und daß die Verbindung Mukhtar Pascha's mit Trebinje in Folge der Zerstörung der Brücke von Gransarevo wieder unterbrochen ist. Einer Meldung aus Bosnien zufolge, habe der Insurgenten-Chef Despotovich die türkische Stadt Petrovac eingenommen. Serbien. Belgrad, 25 October. Der „N. fr. Pr.“ wird gemeldet, General Tschernajeff habe Veliki Siljegovae und Boboviste aus strate⸗ gischen Gründen geräumt. MNMumänien. Bukarest. Durch fürstliches Decret vom 25. d. werden belde Kammern auf den 2. Nov. zu einer außerordentl. Sesston einberufen. Rußland. Petersburg, 25. Oct. Die „France“ veröffentlicht folgende Depesche, welche von Ignatieff an eine hohe diplomatische Persön⸗ lichkeit gerichtet wurde:„Constantinopel, 23. Oct. Ich verbürge mich für meine persönliche Mäßigung, aber ich verbürge mich nicht für die Weisheit eines Anderen.“ — 26. Oct. In officiellen Kreisen wird ver⸗ sichert, daß die Regierung nur einen sechswöchent— lichen Waffenstillstand ohne Verlängerung annimmt. Die Lage ist kriegerisch, die Börse flau, der Geld⸗ stand knapp, — 26. Ockober,. In einer Correspondenz der „Nordd. Allg. Zig“ wird die Nachricht von schon stattfindenden Truppen⸗Zusammenziehungen in Ruß- land und von Colonnenmärschen nach der türkischen Grenze als unrichtig bezeichnet; bis jetzt seien noch nirgends Reservisten und auf unbestimmte Zeit beurlaubte Mannschaften einberufen worden, die Truppenkörper also noch nicht auf Kriegsfuß; nur seien alle Einleitungen getroffen, um eventuell schleunig eine bedeutende Armee in Marschbereit— schaft setzen zu können. Tiflis, 24. Oct. Der türkische Consul und seine Frau sind gestern ermordet worden. Amerika New⸗Aork. Wade Hampton ist nicht, wie irrthümlich gemeldet war, zum Gou⸗ verneur von Südcarolina gewählt worden, son⸗ dern nur als Candidat für den Gouverneurposten aufgetreten und hat als solcher die angeführte Rede gehalten. — Laut Berichten aus Halti ist in San Domingo eine neue Revolution ausgebrochen und wurde der Prästdent Espaillat durch Gonzales ersetzt. Immobiliar-Versteigerung. Seed due de zung. Nachbenannte Personen oder ihre Erben wollen 3424 Dienstag den 31. Oktober l. Jahres, Vormittags die bei ihren Namen angegebenen, nach dem Eintrag in f N 5 10 Uhr, solen in hiesigem n 50 eee Grund- oder Flurbüchern näher bezeichneten Liegen⸗ 10 Uhr, sollen dahier zur Lieferung für das Jahr 1877 Immobilien: A. Den J. P. Hilbrecht's Erben gehörend. Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 5. 149,3. 566,4. Grabgarten am Schützenrain, 5. 149,6. 6,6. Hofraithe daselbst, 6. 14,3. 23,5. Acker vor dem Mainzerthor. B. Dem C. F. Adam gehörend. Fur. Nr. Klftr. 5. 102. 99. Grabgarten am Mainzerthor, 55 266. 5„ Schüßenrain, 5. 147. 162. 5 daselbst, 61169, 5 vor dem Mainzerthor nochmals an den Meistbietenden versteigert werden. Hierbei wird bemerkt, daß bei annehmbaren Geboten die Genehmigung ertheilt werden wird. Friedberg den 20. October 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. o ue ar. Oeffentliche Aufforderung 3486 Nachdem Julius Strauß in Vilbel mit seinen gerichtsbekannten Gläubigern ein Arrangement abgeschlossen hat, dessen Einsicht in der Registratur des unterzeichneten Gerichts zu nehmen gestattet ist, werden etwaige noch unbekannte Gläubiger desselben aufgefordert, Einwend⸗ ungen gegen dieses Arrangement unter näherer Angabe und Begründung ihrer Forderungen binnen 4 Wochen, vom 1. November l. J. an gerechnet, dahier geltend zu machen, widrigenfalls dasselbe ohne Rücksicht auf sie ge⸗ richtlich bestätigt und in Vollzug gesetzt werden würde. Vilbel am 24. Oetober 1876. Großherzogliches Landgericht Vilbel. anger. 5 5 Obligations⸗Verloosung der Kreisstadt Friedberg. 3492 Von den Partial⸗ Obligationen der Kreisstadt Friedberg, des Anlehens von 1863, sind heute durch öffentliche Verloosung aus Serie A. Nr. 11 und 18, 1„r 0 zur Rückzahlung bestimmt worden. Die Inhaber dieser Obligationen werden hierdurch aufgefordert, am 1. Januar 1877 ihre Kapitalien gegen Rückgabe der Originalobli⸗ gation bei der hiefigen Stadtkasse in Empfang zu nehmen, da mit diesem Tage deren Verzinsung aufhört. Friedberg den 26. October 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fo ue ax. ö aflen veräußern, ohne ihr Eigenthum daran resp. die Zahlung des Kauffchilligs urkundlich nachweisen zu können und sind darum Eigenthums⸗ oder sonstige An⸗ sprüche an diese Liegenschaften so gewiß binnen sechs Wochen, von heute an, dahier geltend zu machen, als sonst ohne Rücksicht darauf, die auf solchen noch haftenden Be⸗ schränkungen gelöscht, der Veräußerungsurkunde die gericht⸗ liche Bestätigung ertheilt und der Eintrag der Erwerb⸗ titel in das Mutations Verzeichniß verfügt werden wird. A. Gemarkung Bad⸗Nauheim. 1) Johannes Will II. Ehefrau, Philippine Steuer- nagel in Bad⸗Nauheim, Kat. S. 1896. Pmb 1297. Kat. S. 1897. Pmb. 880674. 1197. B. Gemarkung Dorheim. 2) ae Lack in Dorheim Kat. S. 2862 Pmb. 46. 55. 55. 3) Johann Heinrich Mörch in Dorheim Kat. S. 2875b. Pmb. 298. C. Gemarkung Nieder⸗Mörlen. 4) Philipp Brauburger Wittwe, Anna Maria, geb. Wagner in Nieder Mörler, Fl. VIII. Nr. 202. 5) Peter Reuter in Nieder- Mörlen Fl. I. Nr. 670. 727. 1191. 1454. 2009. 2254. 2148. 2575. Fl. II. Nr. 309. Fl. III. Nr. 213. Fl. V. Nr. 953. Fl. VI. Nr. 382. Fl. VIII. Nr. 22. Fl. IX. Nr. 74. Fl. X. Nr. 348. Fl. XI. Nr. 326. 502. 503. Fl. XII. Nr. 215. 490, Peter Reuter Wittwe daselbst zugeschrieben. Fl. III. Nr. 209. Fl. V. Nr. 667. Fl. VIII. Nr. 120. 141. 302. Fl. XII. Nr. 320, Peter Reuter Ehefrau, Marga⸗ 9 00 Dey daselbst, zugeschrieben. Fl. XII. r. 694. D. Gemarkung Ober⸗Mörlen. 6) Philipp Brauburger Wittwe, Anna Maria, geb. Wagner in Nieder⸗Mörlen, Fl. VI. Nr. 129. Fl. VII. Nr. 549. 559. Fl. IX. Nr. 489. 911. 917. 9. 3045 Nr. 40. Fl. XIV. Nr. 333. Fl. XXXII. r 304. 7) Martin Schneider I. Ehefrau in Ober⸗Mörlen, dem Heinrich Geck IV. daselbst zugeschrieben. 5 Nr. 347. 2388. 2493. Fl. VII. Nr. 1118. Fl. X. Nr. 612. Fl. XXIII. Nr. 959. 1345. Fl. XXXI Nr. 650. Fl. XXVIII. Nr. 187. 8) Joseph Klem von Nieder⸗Mörlen, Joseph Klemm daselbst zuge schrieben Fl. IX. 926. 1034 a. 9) Georg Schild I. in Nieder-Mörlen Fl. VII. Nr. 353. 10) Peter Reuter in Nieder-Mörlen Fl. IX. Nr. 882. 954. Fl. X. Nr. 2. Fl. XXIX. Nr. 570. Bad⸗Nauheim den 20. Oktober 1876. Großherzogliches Landgericht Bad⸗Nauheim. Hempel. Lieferung. 3475 Mittwoch den 15. November d. J., Vormittags im Submissionswege vergeben werden: 1) blaues und graues Leinengarn Nr. 20, 2) gebleicht Leinengarn Nr. 20(sind Muster einzu⸗ senden), 3) Stahl, Eisen und Eisenwaaren, 4) Kölner Leim(sind Muster einzusenden), 5) Seilerwaaren, 0 Dielen und Latten, 7) Holzbohlen in verschiedenen Sorten, 8) Fensterglas, 9) Eichenholzdauben zu Kieferwaaren, 10) Spiritus, 11) Soda, 12) Leder und Lederwaaren, 0 13) Reiserbesen(sind Muster einzusenden), 14) Papier und sonstige Schreibmaterialien(sind Muster einzusenden). Die Submissionsbedingungen können täglich von 8 bis 12 Uhr Vormittags und von 2 bis 6 Uhr des Nachmittags bei der unterzeichneten Direction eingesehen, auch gegen Erstattung der Copialgebühren schriftlich be⸗ zogen werden und müssen die Submissionen bis zum obigen Termin in den vor dem Directionsbüreau aufgehängten Soumisstonskasten verschlossen eingelegt sein. Marienschloß den 26. October 1876. Großherzogliche Landeszuchthaus⸗Direetlon. Ser i b. Arbeits ⸗Versteigerung. 3474 Montag den 30. October, Vormittags 11 Uhr, sollen in der Gemeinde Stammheim nachstehende Arbeiten, welche zur Erbauung von Schulaborten vor⸗ gesehen sind, einer öffentlichen Vergebung 8 werden: Pf. Steinhauerarbeit, veranschlagt zu 95— Maurerarbeit 111 13 Zimmerarbeit 339 24 Dachdeckerarbeit 83 20 Schreinerarbeit 206 60 Glaserarbeit 31 20 Schlosserarbeit 44— Weißbinderarbeit 90— Materiallieferung, bestehend in der Lie⸗ ferung von Mauersteinen, Backsteinen, Kalk und Sand 140— Assenheim den 25. Oktober 1876. Wenck, Bezirksbauaufseher. Schwarze seidene Halstücher, 149 farbige Umknöpftücher und Shawls, sowie Foulards und Halsbinden äußerst billig bei K. Friedrich. 167 — — 1 * — — 4 Inberlag 1 nabhulg, 1 1 — salteffe! D sachehen 9 ö datie Jing Hung b sichete — — Augen false Sat ende tina dnl in Minn Suu 0 1578 klum fh, e 1 aun fung a und. — = — —— 2 2