. Nerttadl. ag f fur die 4. Periode 1876 bis zum 15. October dieses Jahres an den Zahltagen Dienstags und Donnerstags ohne Mahnung anher geschehen kann. Eichelmann. 17. 30 * 4 1 *— 1 N U. . 9— 1 4 g 1 1 1 8 . Leesa. — .* Donnerstag den 28. September. M. 115. berhessischer Anzeiger. 5 Die Petitzeil wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Am 1. October Das Abonnement beträgt bei den Auswärtige Abonnenten sind gebeten, beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal erscheinen wird. mit Bestellgeld 1 M. 50 Pf. Quartal 1 Mark. Postboten baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Anzeigers keine Unterbrechung eintritt und vollzählige Exemplare geliefert werden können. Poststellen vierteljährlich! M. 25 Pf., Bei der Verlags-Expedition kostet der Anzeiger für das kommende ihre Bestellungen bei den Poststellen oder Die Expedition. Amtlicher Theil. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publicirt worden: Nr. 20. Verordnung, betreffend Einberufung des Bundesraths. Seite 213. Seeed Die Ausführung des Reglements vom 6. August 1876 zum Schutze der Felder und Wiesen gegen die Verbreitung der Kleeseide. Friedberg am 25. September 1876. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Nur Wenige von Ihnen baben unserer Versügung vom 12. dieses Monats(Kreisblatt Nr 109) entsprochen; wir erinnern daher an die ungesäumte Erledigung bei Meidung unangenebwer Verfügung. Trapp. An die Großherzogl. Bürgermeistereien in den Großh. Distrietseinnehmereien Friedberg und Nieder⸗Wöllstadt. Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die Berichtigung der Forst- und Feldstrafen f 1 zindernagel. 4 1 1 N Friedberg den 27. September 1876. Weigel. Großherzogliche Distrietseinnehmereien Friedberg und Nieder-Wöllstadt. Nie ß. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Präsident des Gesammt— Ministeriums, Freiherr v. Starck, und der Präsident des Ministeriums der Justiz, Kempff, wurden neben dem bereits als Bevollmächtigten fungtrenden Ministerialrath Dr. Neidhardt, zu Bevollmächtigten ire% doch wenigstens zur Zeit abzulehnen. im Bundesrathe des Deutsches Reichs ernannt. — Militär-Nachrichten. Ernannt wurde Oberst⸗ lieutenant Gerlach vom 1. Großh. Hess. Inf.-Regt. Leib-Garde⸗Regt.) Nr. 115 unter Beförderung um Oberst zum Commandeur des 3. Hess. Inf. Regts. Nr. 83.— Der Hauptmann und Com- dagnie⸗Chef v. Rosenberg vom Hess. Füstlier-Regt. Nr. 80 wird unter Beförderung zum Major in das 1. Großh. Hess. Inf.⸗ Regt.(Leib-Garde— Regt.) Nr. 115 versetzt.— Befördert wurden rem. ⸗Lt. Walter zum Hauptmann und Sec. Et. Heorgini und Prem.⸗Lt. Vom 1. Großh. Hess. Drag.⸗Regt.(Garde-Drag. Regt.) Nr. 23 scheidet her Ste.⸗Et. Schmitt⸗Pfeffenhausen aus und tritt ju den beurlaubten Offizieren der Landwehr— Cavalerie über. — An Stelle des verstorbenen Posthalters Habicht zu Engelrod ist der Bürgermeister Schmal lach zu Crainfeld am 22. l. Mis. zum Landtags- abgeordneten für den X. Wahlbezirk der Provinz Oberhessen gewählt worden. — 22. Sept. Der Gesetzgebungs⸗Ausschuß ter zweiten Kammer hat in seiner heutigen Sitzung leschlossen, den Gesetzentwurf über die Gehalte zer Volks⸗ Schullehrer mit einigen von der Regier— ung gebilligten Modificationen der Kammer zur Unnahme zu empfehlen. Die Ausgabe des Be- ischts steht bevor. b Den neuesten Drucksachen der zweiten dammer entnehmen wir, daß der vierte Ausschuß sch nunmehr auch über den Antrag des Abg, Pumont wegen Entschädigung bei Einquartierung der Truppen in Friedenszeiten schlüssig gemacht hit. Der Antrag bezweckt einmal Festsetzung„zu- länglicher“ Entschädigung in Friedenszeiten aus Neichs mitteln, bezw. Mittwirkung der hessischen hegierung zu einschlägiger Beschlußfassung der heichs Organe, und sodann ein Ansuchen an die Regierung, jedenfalls bis zu reichsgesetzlicher Regelung und sofort eine die Ouartier-Träger in Friedenszeiten entsprechend entschädigende Ge— setzvorlage zu bewirken. In der ersteren Richtung befürwortet der Ausschuß den Antrag; in der zweiten wird beantragt, denselben überhaupt oder Die Re- gierung hat diesem Antrag gegenüber erklärt, daß sie darauf, den Quartier Trägern zur Erleichterung der ihnen durch das Reichsgesetz obliegenden Ver— pflichtungen eine Enschädigung aus Landes-⸗Mitteln zu gewähren, nicht eingehen könne, weil die Ge— meinden ja nicht genöthigt seien, Natural-Ver— pflegung zu gewähren. — In unserem Staats-Budget sind als jähr- licher Beitrag zu den Besolbungen der Volksschul⸗ lehrer 425,000 Mark vorgesehen. In Folge der bevorstehenden Revision des Gesetzes vom 26. No— vember 1872 über die Gehalte der Volksschul- lehrer, deren Annahme nach den Ausschuß-Anträgen in der zweiten Kammer als gesichert zu betrachten ist, wird sich jener Zuschuß um mindestens weitere 110,000 Mark erhöhen, da eine ganze Reihe kleinerer und ärmerer Gemeinden nicht in der Lage ist, die proponirten Gehalts-Zulagen aus ihren eigenen Mitteln aufzubringen, so daß also der Staat hier subsidiär eintreten muß. — Ein Ausschreiben an die Kreis-Aemter bestimmt, wie dem„M. J.“ geschrieben wird, daß die feierlichen Einholungen des Bischofs von Mainz auf seinen Firmungs-Reisen, wenn sie mit geordneten und von der Geistlichkeit oder dem Kirchen- Vorstande geltiteten Zügen auf den öffent— lichen Wegen erfolgen, allerdings als„kirchliche Feierlichkeiten“ zu betrachten sind. Sollen solche Einholungs-Züge mit Musik oder Schießen ver bunden werden, oder aus Anlaß jener Reisen Fackelzüge stattfinden, so darf das nur mit polizei— licher, beim Kreis- Amt einzuholender Erlaubniß geschehen, und es sollen entgegengesetzten Falles die dieserhalb im Polizei-Stras-Gesetz angedrohten Strafen verwirkt sein. Das Schießen innerhalb der Städte und Dörfer bei fraglichen Gelegen- heiten soll unter keinen Umständen erlaubt werden. Berlin. Die Vorlage über Errichtung einer preußischen Ruhmeshalle wird, wie das„B. Tgbl.“ hört, dem Landtage in seiner nächsten Session von Neuem unterbreitet werden, jedoch in einer anderen Gestalt und Form. Das Abgeordneten— haus nahm an der hohen Forderung Anstoß und wollte namentlich vie vorgeschlagene künstlerische Ausschmückung vermieden wissen. Gegenwärtig ist nun, nach der genannten Quelle, der Major Ising vom Kriegs-Ministerium damit beschäftigt, eine neue Vorlage auszuarbeiten, welche den Wünschen des Abgeordneten-Hauses in manchen Beziehungen Rechnung trägt. Breslau, 24. Sept. Der hier tagende Altkatholiken-Congreß hat den Professor Schulte in Bonn zum Präsidenten, Schmoelders in Breslau und den Advocat Lützler in Düsseldorf zu Vice— Präsidenten gewählt und beschlossen, durch eine amtliche Anfrage der altkatholischen Synode eine Erklärung darüber herbeizuführen, ob von Seiten des Staates Hindernisse gegen die Aufhebung des Zwangs⸗Cölibats⸗Gesetzes vorhanden sind, ferner von jedem altkatholischen Geistlichen ein Votum über die Aufhebung des Cölibats-Zwanges ein- zufordern und endlich auch bei den einzelnen alt⸗ katholischen Gemeinden eine Beschlußfassung hier— über zu veranlassen. Der nächste Congreß der Altkatholiken soll im Jahre 1877 stattfinden. Posen. Zu Ordnungsstrasen wegen Nicht— correspondirens mit der staatlichen Diöcesan-Ver— waltung wurden bekanntlich bisher nur Geistliche herangezogen. Wie der„Kuryer“ erfährt, hat der Regierungs- Rath Perkuhn in Vertretung des Frhrn. v. Massenbach nunmehr auch mehrere Kirchen ⸗Vorstände mit bedeutenden Ordnungsstrasen bedroht, falls sie auf die an sie gerichteten An- fragen binnen einer bestimmten Frist nicht eine schriftliche Antwort ertheilen würden. Bremen, 25. Sept. Der volkswirthschaft— liche Congreß ist heute eröffnet und durch den Bürgermeister Grave im Namen der Stadt be— grüßt worden. Die Wahl des Büreaus erfolgte durch Acelamation. Zum Präsidenten wurde Dr. C. Braun, zum ersten Vice- Prästdenten 770 0 db 2 3 n r Senator Gröning, zum zweiten Vice Prästdenten Baron Kübeck gewählt. Auf heutiger Tages- ordnung steben die Fragen über Werth oder Gewicht-Zölle, Handels-⸗Verträge und die Eisen⸗ Zölle; letzteres auf Antrag von Dannenberg (Hamburg). — Der volkswirthschaftliche Congreß nahm nach Schluß der Debatte über die Frage: Werth- oder Gewicht-Zölle folgenden Antrag des Refe— renten Seyffart an: In Erwägung, daß zwar Werthzölle für manche Waarengattungen, denen Artikel mit sehr verschiedenem Verhältniß zwischen Werth und Gewicht angehören, vortheilhaft er— scheinenz daß indessen das Ziel einer richtigen Zoll-Normirung auch durch Abstufung von Ge— wichts-Zöllen erreichbar ist; daß dagegen nach den Erfahrungen in allen Ländern, welche Werth zölle erheben, durch dieses System dem legitimen Handel unberechenbare Schwierigkeiten, dem freien Verkehr wie der gesunden Concurrenz ernste Schädig— ungen erwachsen: erklärt der Congreß, daß Ge: wicht resp. Raum- und Stückzölle den Vorzug vor Werthzöllen verdienen. Ueber die Frage der Handels Verträge berichtete Lammers im Sinne der Erneuerung der Verträge, wobei das Augen- merk auf Erleichterung der Ausfuhr und der Ein: fuhr unter Aufrechterhaltung der Clausel der meistbegünstigten Nation zu richten sei. Dresden. Gegenüber anderweitigen An- gaben versichert das„Dresdener Journal“, daß die sächsische Regierung keinerlei Schritte in Bezug auf den Ankauf der Berlin Dresdener Eisenbahn that; die Direction der letzteren habe allerdings die Bahn zum Ankauf angeboten, die sächsische Regierung aber hierauf noch keine Entschließung gefaßt, vielmehr zunächst die preußische Regierung vertraulich um Auskunft über deren Stellung zu genannter Eisenbahn-Gesellschaft ersucht. Frankfurt. Das k. Staats- Ministerium zu Berlin hat nunmehr das Project zur Canali- sirung des Mains von Frankfurt bis zum Rhein (Sachsenbausen⸗Kostheim) genehmigt. Die Kosten sind auf 5 Mill. M. veranschlagt und soll hierzu die Stadt Frankfurt den Betrag von 1,200,000 M. beitragen. Neustadt a. d. H., 24. September. Eine außerordentlich zahlreich aus allen Theilen der Pfalz besuchte Versammlung von freisinnigen Pro— testanten hat eine Dank-⸗Adresse an den König von Bayern angenommen wegen des wohlwollenden Bescheides auf die Beschlüsse der General-Synode im Gegensatz zu der Meinung des orthodox ge- sinnten Consistoriums. Ferner ward beschlossen, einen Aufruf an die freisinnigen Protestanten der Pfalz zu reger Betheiligung an der bevorstehenden Presbyter⸗ Wahl zu erlassen. Schließlich wurde eine Resolution im Sinne der Reorganisation des pfälzischen Protestanten⸗Vereins angenommen, wo- nach derselbe zu einem rein kirchlichen Verein mit Local Vereinen in allen Gemeinden umgeformt werden soll. Stuttgart. Der König hat unterm 24. September folgenden Tagesbefehl erlossen: „Soldaten! Meinem Armeecorps war es zum ersten Male seit der Neuorganisation vergönns, sich unter den Augen des deutschen Kaisers, unseres Oberfeldherrn, zu vereinigen. Der Kaiser geruhte seine volle Anerkennung der Leistungen des Armee corps auszusprechen. Die meinen braven Truppen aus dem Munde des laiserlichen ruhmgekrönten Feldherrn gewordene Beurtheilung gereicht mir zu besonderer Befriedigung; freudig entbiete ich euch meinen königlichen Dank, insbesondere den Offi- tieren für die unermüdliche Hingabe und treue Pflichterfüllung, welche sie bei den schwierigen Aufgaben der letzten Jahre bethätigten. Ich habe die seste Ueberzeugung, daß mein Armeccorps stets ein ebenbürtiges Glied der großen deutschen Armee bleiben wird.“ Karlsruhe, 25. Sept. Die„Karlsr. Ztg.“ meldet: Der bisherige Staatsminister Jolly und der Ministerpräsident von Freydorff sind in den Ruhestand versetzt, der seitherige Präsident des Handelsministeriums, Turban, ist zum Staale— minister und Prästdenten des Staatsministeriums ernannt, Staatsrath Ellstätter behält das Finanz- portefeuille, dem Ministerialrath Stößer wird das Ministerium des Innern, dem Fiscalanwalt Grimm das Ministerium der Justiz und des großherzog⸗ lichen Hauses übertragen. Das Ministerium des Auswärtigen wird mit dem Staats ministerium vereinkgt. Weißenburg, 25. Sept. Kaiser Wilhelm und Gefolge sind gestern bei strömendem Regen in unsere festlich geschmückte Stadt eingezogen unter Glockengeläute und Jubel einer zahlreichen Menge. Der Großherzog von Mecklenburg, der deutsche Kronprinz und Prinz Karl von Preußen waren anwesend. Das heutige Cavalerie-Manöver ist bei prachtvollem Wetter und großem Menschen⸗ Andrange glänzend verlaufen. Um 3 Uhr fanden ein Ossiciers-Steeple-Chase und zwei Elsässer Bauernrennen statt. Die Begrüßung des Kaisers durch die Bevölkerung war sehr enthusiastisch und steigeete sich fortwährend. Der Kaiser sprach sich erfreut über die Herzlichkeit des Empfanges aus. — 26. Sept. Der Kaiser vertheilte gestern eigenhändig die Preise an die Sieger im Pferde- rennen. Die elsässer Bauernmädchen waren in festtäglicher Nationaltracht, die am Rennen theil⸗ nehmenden Bauern in vollem Jockey Costüm er— schienen. Im Ganzen mochten 20,000 Personen anwesend sein. Am Abend brachte der Straß— burger Männer Gesangverein dem Kaiser eine Serenade. An eine Deputation desselben richtete der Kaiser eine sehr freundliche Ansprache. Heute fand Gefechts-Exereieren der Cavalerie und sodann Besichtigung des Schlachtfeldes statt. Ausland. Oesterreich- Ungarn. Wien. Die Minister-Conferenzen bezüglich des österreichisch— ungarischen Ausgleiches sind nunmehr beendigt. Von der Ueberzeugung geleitet, daß sämmtliche auf den Ausgleich bezüglichen Gesetze gleichzeitig vorgelegt werden sollen, was gegenwärtig noch nicht möglich gewesen wäre, haben sich die Re gierungen geeinigt, die Gesammtheit der Vorlagen im Januar 1877 vor die Vertretungskörper zu bringen, letzteren derart die Gelegenheit bietend, sich über den ganzen Ausgleich ein klares voll. ständiges Bild machen zu können. Um die Ver— handlungen mit der Nationalbank über das künftige Bankstatat sefort einleiten zu können, sind die Regierungen, da beide Theile an ihrem Standpunkte bezüglich der 80 Millionen-Schuld festhalten, über eingekommen, den Vertretungskörpern eine Gesetz— Vorlage zu machen, wonach diese Frage Depu— tationen der Vertretungskörper vorgelegt und, falls auf diesem Wege eine übereinstimmende gesetzliche Lösung sich nicht herbeiführen ließe, ein eigens constituirtes Schiedsgericht berufen werden soll. Frankreich. Paris. Gleich nach Be— endigung der Manöver(schreibt die„Patrie“) werden sämmtliche Corps Befehlshaber in Paris unter dem Vorsitz des Kriegs⸗Ministers zusammen⸗ treten und gewisse Verbesserungen und Reformen in der Taktik berathen, die sich dem Marschall- Mac-Mahon bei diesen Uebungen als nothwendig herausgestellt haben. Holland. Haag. Das vom Finanzminister der zweiten Kammer vorgelegte Budget des Jahres 1877 beziffert die Ausgaben auf 115½ Million Gulden, davon 10 Millionen für Eisenbahn⸗Neu- bauten, 27 Millionen für Verzinsung der Staats schuld, 4 Millionen zur außerordentlichen Ver- wendung für die Landes-Vertheidigung; die Ein- nahmen werden auf 107 Millionen veranschlagt; das Defieit von 8½ Mill, soll durch Ueberschüsse früherer Finanz- Jahre und das sietig steigende Erträgniß der ordentlichen Einnahme-Quellen ge— deckt werden. Großbritannien. London, 25. Sept. Glaostone hielt am letzten Samstag eine Rede vor den Vertretern der liberalen Partei des südlichen Theiles der Grafschaft Durham, worin er erklärte, die Conservativen müßten die Regierung in die Richtung drängen, die die öffentliche Meinung eingeschlagen, sonst würden die Liberalen aus dem gegenwärtigen Stande der orientalischen Frage einen Parteivortheil ziehen. Englands Gewicht sei bisher in die unrechte Wagschale geworfen worden. Türkei. Constantinopel, 25. Sept. Gestern begaben sich die ersten Dolmetscher der sechs Garantiemächte zur Pforte und riethen, wie von unterrichteter Seite verlautet, nachdrücklichst zur schleunigen Gewährung des Waffenstillstandes. Ein sofort abgehaltener Ministerrath hat denn auch beschlossen, dem Sultan die Verlängerung der Waffenruhe um sechs Tage und den Erlaß bezüg ⸗ licher Weisungen an die Truppenführer zu empfehlen. Mit Rücksicht hierauf meldet die„Pol. Corr.“, allerdings mit Vorbehalt, daß die Waffenruhe zwischen den kriegführenden Theilen bis zum 2. October verlängert sei. Berliner Nachrichten wollen sicherer Information zufolge sogar wissen, der Friedensschluß stehe bevor. Der Waffenstill⸗ stand bis Mitte October sei türkischerseits ange⸗ nommen. Rußland stimmt den türkischen Beding⸗ ungen im Allgemeinen zu. — Die Pforte hat der nach Bulgarien ge- sandten Commission 1,800,000 Gold-Piaster für die dringensten Bedürfnisse der Opfer des Auf⸗ standes zur Verfügung gestellt. Zugleich werden Maßregeln für den schleunigen Wiederaufbau der niedergebrannten Dörfer getroffen und wird für Herbeischaffung von Bau-Material gesorgt. Montenegro. Cettinje, 23. Sept. Der Fürst von Montenegro hat den aus Anlaß der Waffenruhe beurlaubten Militärs befohlen, sofort zu ihren Abtheilungen zurückzukehren. Serbien. Belgrad. Fürst Wrede ver⸗ langte Namens der österreichischen Regierung Auf klärungen über die Ausrufung Milans als König durch die Armee. Wrede erhielt von Ristie die Antwort, es sei lediglich der Ausdruck des militäri⸗ schen Euthusiasmus. Weder der Fürst noch die Regierung hätten hiezu beigetragen, doch könnten sie es ebensowenig verhindern. Hier wird die Königsproclamation als ein fait accompli be- trachtet. Die kriegerische Stimmung ist im Wachsen. Ueber die Privat- Audienz Wrede's bei dem Fürsten Milan erfährt man: Fürst Milan erklärte, sein Streben gehe dahin, die Angelegenheit in einer die Gefühle der Armee schonenden Weise zu erledigen, da er deren Unterstützung unbedingt be⸗ nöthige. Er habe den Kriegsminister nach Deligrad abgesendet, um den General Tschernajeff von der Undurchführbarkeit der Proclamirung zu überzeugen, doch beharre dieser auf dem Standpunkt, den er selbst und die Armee einnehme. Der Kriegs⸗ minister habe die Verhältnisse bei der Armee studirt, nach dessen Rückkehr werde der definitive Entschluß erfolgen. Die„Intern. Ag.“ meldet: Der permanente Ausschuß der Skupschtina hat gestern dem General Tschernajeff eine Dankadresse für sein energisches Eingreifen in die kriegerischen Actionen übersendet, zumal da sein Name dazu beigetragen habe, eine große Anzahl seiner Lands leute in die serbischen Reihen zu führen. Aehnliche Dankadressen wurden an sämmtliche Unterstützungs⸗ Comites übersandt. Der„Pol. Corr.“ wird hierzu berichtet: Die Demonstration des Skupschtina⸗ Ausschusses zu Gunsten der Proclamirung des Fürsten Milan zum König von Serbien ist ganz bedeutungslos, da gemäß der Verfassung dieser Ausschuß nur die ihm von der Skupschtina ge— währten Befugnisse, welche sich auf die Ueber⸗ wachung der Kriegsausgaben beschränken, besitzt; zur Proclamirung des Königthums würde auch nicht einmal die gewöhnliche Skupschtina genügen, sondern hierzu müßte die große souveräne, 500 Mitglieder zählende Skupschtina einberufen werden. Aus Stadt und Land. —r—. Friedberg. Gutem Vernehmen nach ist in unserer Nähe, in der Obermörler Gemarkung, ein reich— halziges, schönes Ockerlager durch Bergverwalter Schwarz von der Kaisergrube erschürft worden. Darmstadt, 24. Sept. Gestern Nacht wurde ein Mann von Roßdorf auf dem Nachhauseweg von Strolchen unweit des Viaducts der Odenwälder Bahn im Walde an⸗ gepackt, ihm mit dem Tode gedroht und ihm sein sauer verdienter wöchentlicher Arbeitslohn mit Gewalt entrissen, auch soll von einem der Subjecte auf ihn geschossen wor⸗ den sein. Der Bestohlene entsprang den Straßenräubern und machte noch in derselben Nacht Anzeige auf der Polizei⸗ station. Die sosort nach dem Schauplatz entsendete Schutz⸗ mannschaft fand jedoch von den Banditen keine Spur mehr vor. Hoffentlich gelingt es, derselben bald habhaft zu werde n. stalstlen sebhge den n Alerungst Ur. fd nach ur New⸗ e lde Nun, fang bes 5 cee 110 50 M aun Bestzihur slebigend.“ 1 0 Ju zu Erplosiel Jaden i At, In g Mülerboole, Ala, auch im die Ordu n meister in fanden 6 2 Die qukob W. 005 und! 00], oder sch binnen luratorisch genfalls! schallen erk, anden E ed Vithe 3 3007 Fo llphe sind Do bor unterze n nüt ies berüe Hun gt dahanten gt 1 M Piafer f der dee Au i werden N drtensban den 1 2 e dird — „ 1 Se dit de · 1 Sich. t Nei den 14„7 * Mun, gtlcgenheit in den Deise zu tudttingt de⸗ 8 Dahierad Ai ven dn Sertitt ist gan 10 ditset upichne ge e* — 1 An, bisitt; d eu 3 at Frauen aus dem Harem des verstorbenen Sullans Abdul Aziz an, die dem Vernehmen nach dem Kaiser von Marocco zum Geschenk gemacht worden sind. Begleitung befanden sich ein Türke und drei Dienerinnen, 7 Allerlei. Dieimold. Der Bildhauer v. Bandel, der Schöpfer krankheit auf dem Gute seines Stiesbruders zu Neudegg Kapitalisten hat sich erboten, Pompeji zu überdachen, um 2 vor dem allmählichen aber unaufhaltsamen Verfall Wittterungseinflüsse zu bewahren. 3 gangen zur Deckung ihrer Ausgaben die Erhöhung des Eintrittsgeldes. Zur Explosion brauchte man 23 Batterien in zusammen 960 Zellen in einer Entfernung von 650 Fuß von der Darmstadt, 25. Sept. Die Droschkenkutscher haben, ganz vereinzelte Ausnahmen abgerechnet, heute Strike ge⸗ macht und führen die nach ihrer Ansicht allzuscharfe polizei⸗ liche Controle als Entschuldigungsgrund an.* des Hermann-Denkmals ist am 25. ds. nach längerer dei Donauwörth gestorben. Berlin, 26. Sept. Adolf Glasbrenner, Herausgeber der„Montags Zeitung“ ist gestern gestorben. Rom. Eine Gesellschaft von italienischen und fremden durch Feuchtigkeit und andere den Fresken schädliche Die Kapitalisten ver⸗ Gibraltar. Hier kamen dieser Tage von Alexandria In ihrer und nach kurzer Rast setzten sie die Reise nach Tetuan fort, New⸗Mork. Die gefürchtete Explosion der gewaltigen Hallgate-Mine bei New⸗York, durch welche die den Ein⸗ gang des New Dorker Hafens versperrenden Felsenbänke weggesprengt wurden, fand am 24. September Nachmittags 2 Uhr 50 Minuten statt, ohne daß dem ringsum liegen— den Besitzthum ein Schaden geschah. Der Erfolg war be— ftiedigend. In der Mine befanden sich nicht weniger als 52,206 Pfund Explosivstoffe in 4462 Ladungshbüllungen. Mine. In gleicher Entfernung von derselben standen die Wächterboote, um die Schiffe von der Annäberung abzu— halten, auch stand eine große Abtheilung Polizeileute da, um die Ordnung aufrechtzuerbalten. Die Einwohner ver— ließen meistens ibre Häuser, deren Thüren und Fenster offen ftianden. Eine große Zuschauermenge erfüllte die Küste von New⸗ Pork und bedeckte East River in allen Arten kleiner Schisse, während ein feiner Staubregen fiel. Sofort nach der Explosion begann man die Trümmer mit Enterhaken wegzuräumen. Man hörte kaum eine De— tonation und die Bewegung des benachbarten Bodens war sehr gering. Auch in der Almosphäre fühlte man keine Bewegung, und ringsum war auf allen Punkten weder Knall noch Stoß zu verspüren. Handel und Verkehr Friedberg, 26. Sept. Waizen M. 23.50. Korn M. 18.50. Gerste M. 17.50. Hafer, unberegneter M. 18.50, beregneter M. 15.—. Kartoffeln M. 4.—. Aepfel M. 9.—. Brechobst M. 12—13. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Frankfurt, 25. Sept.(Viehmarkt.) Der heutige Markt war gut befahren. Angetrieben waren: 300 Ochsen, 240 Kühe und Rinder, 300 Kälber und 530 Hämmel. Die Preise stellten sich per Centner: Ochsen 1. Qual. M. 63—66., 2. Qual M. 56-61. Kübe und Rinder 1. Qual. M. 56—60., 2. Qual. M. 48—54. Kälber 1. Qual. M. 60—64., 2. Qual. M. 54—58. Hämmel 1. Qual. M. 50—54., 2. Qual, M. 40— 44. Schweine das Pfund 70 Pf. Frankfurt, 25. Sept. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 40., Nr. 2 M. 36., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28., Nr. 5 M. 22. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26., do. II.(Berliner Marke) M. 21., Weizen, hiesiger, M. 24.50. fremder je nach Qualität M. 18—22., Korn M. 17.75 bis 18., Gerste M. 17.50—19., Hafer M. 16.5018. Kohlsamen M. 36., Erbsen M. 21—24., Wicken M. 21—23., Linsen M. 21—30., Rüböl M. 77. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewich! + 100 Kilo. Deutsche Münzzeichen. Unsern Lesern wird es nicht uninteressant sein, zu erfahren, welche Bedeutung der lateinische Buchstabe auf dem Revers der deutschen Münzen unterhalb des Wappens hat. Der Buchstabe zeigt einfach die Münzstätte an, in welcher die Münze geprägt wurde, und zwar bedeutet: A. Berlin, B. Hannover, C. Frankfurt a. M., D. München, E. Dresden, F. Stuttgart, G. Karlsruhe, H. Darmstadt, I. Hamburg, K. Straßburg. D. Frankfurt a. M., 26. Seplember. Nach vielen Hiobeposten lief beute endlich eine der Börse einigermaßen convenirende Nachricht ein, wenigstens wurde das Hangen und Bangen wegen des Schicksals des nächsten Tages durch die Meldung, daß der Waffenstillstand um acht Tage ver⸗ längert worden ist, beseitigt. Man scheint sogar diese Nachricht etwas zu hoch bewerthet zu haben, indem man namentlich in der ersten Börsenhälfte eine lebhaft steigende Bewegung inscenirte, die durch Deckungskäufe unterstützt wurde. Nach der Effectuirung der Letzteren und nach Eintreffen einer Nachricht aus Belgrad, welche die Lage trotz des Waffenstillstands doch als ziemlich kritisch erscheinen läßt, trat wieder eine erhebliche Abschwächung ein. In Liquidation waren heute Creditactien und Staatsbahnaclien gesuchter, der Deport normirte auf ca. 1 Mark. Crebit⸗ actien bewegten sich zwischen 128½—129 und 1288 pr. medio,(128¼ 129% und 129 ¼ pr. cpt.). Staats- bahnactien zwischen 238—239 und 238 ⅝ pr. medio, (238½—240 und 239 pr. cpt.) Lombarden nahe 675/. Oesterr. Bahnen hielten sich sehr fest. Elisabeth, in Folge der sehr bestimmt auftretenden Gerüchte über die Reduction der Zinsen auf 4% 5 fl. matter. Banken wenig ver⸗ ändert. Württemb. Notenbank, Württemb. Vereinsbank, Meiniger, Oesterr.-Deutsche anziehend. Darmstädter, Oesterr. Nationalbank niedriger. Von ausländischen Fonds Ungarische Schatzbons II. Em. und Ungarische Ostbahn⸗ anleihe böher, Russen von 1862 8/½% matter. Prioritäten preishaltend oder höher. Gotthardiprioritäten, welche gestern 4% stiegen, waren heute ½% niedriger. Von Wechseln London und Wien billiger. Geld ⸗Cours. Frankfurt am 26. September 1876. 20⸗Frankenstücke Mk. 16 21—25 Englische Sovereigags s„ 20 37—42 Russische Imperiales„„ 16 70—75 Holländische fl. 10-Stücke.„ 16 65 G. Ducaten. e e 75 9 69—74 Ducaten al mare 1 9 59—64 Dollars in Gold 2 4 1619 dic tan, g. f 1 2892 Die seit langen Jahren unbekannt wo abwesenden Jakob Welter von Rodheim, geb. den 29. Juni 1806 und Nicolaus Hefterich von Rendel, geb. 1804, oder deren Leibeserben werden hiermit aufgefordert, sich binnen 6 Monaten zur Empfangnahme ihres seither curatorisch verwalteten Vermögens dahier anzumelden, gegenfalls Jakob Welter und Nicolaus Hefterich für ver- schollen erklärt werden und das Vermögen den sich legi- mirenden Seitenverwandten, in deren Ermanglung dem Großherzoglichen Fiskus überwiesen werden wird. Vilbel am 4. September 1876. Großherzogliches Landgericht Vilbel. age Bekanntmachung. 3067 Forderungen an Johannes Filsinger IV. in Utphe sind im Termine Donnerstag den 19. October 1876, Vormittags 9 Uhr, vor unterzeichneter Gerichtsstelle anzumelden, wenn sie beim Abschlusse des aufgenommenen Vermögens-Verzeich nisses berücksichtigt werden sollen. Hungen am 16. September 1876. Großherzogliches Landgericht Hungen. Cellarius, Pilger, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Bekanntmachung. 3084 Donnerstag den 5. October d. J. wird dahier ein Vieh⸗ und Krämermarkt apgehalten. Gießen den 17. September 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ra mm. Kartoffel⸗, Kraut⸗ und Dick⸗ wurz⸗Versteigerung. 7 Montag den 2. Oktober d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen 3% Morgen Kartoffeln im Groß⸗Galgenfeld, „ 5 daselbst, 75„ 70 im Fauerbacher Feld, 7 1 4 daselbst, 1 Dickwurz und Kraut im Klein Galgenfeld, 1 Dickwurz am Nauheimer Weg, sodann die Klee⸗Erndte von 2 Aeckern auf Antrag der Ambros Oberländer Eheleute Erben nuf hiesigem Rathhaus öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Feldschützen sind beauftragt Kaufliebhabern die veßfallsigen Grundstücke zu zeigen. Friedberg den 26. September 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fou e ar. Zu verkaufen 2167 ein gutes Chatsenpferd auf der Grube bei Ober— Nos bach. Die Grubenverwaltung: Sattler-Arbeiten. 3158 Das Füllen der gesteppten Strohsäcke in die Betten des Versorgungshauses, eirea 30 Stück, soll im Submissionswege an den Wenigstnehmenden in Aecord gegeben werden. Angebote sind schriftlich bis spätestens Freitag den 29. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, einzureichen und ist bei Verwalter Gatzert Näheres zu erfahren. Friedberg am 25. September 1878. Namens der Armen-Commission: Foucar, Bürgermeister. Obligations-Verloosung. 3155 Von den Ober-Saulheimer Obligationen auf Inhaber sind zur Rückzahlung ausgeloost worden die getheilt wird mit dem Anfügen, daß der Betrag derselben auf portofreie Einsendung der Obligationen und der noch nicht fälligen Zinscoupons in der letzten Hälfte des Monats Dezember l. J. portofrei wird übersendet werden. Vom J. Januar 1877 an werden keine Zinsen mehr vergütet. Ober⸗Saulheim den 22. Sept. 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Saulheim. Ki st er Obligations-Verloosung. 3156 Bei der heute vorgenommenen Verloosung der Partial⸗Obligationen der Münzenberger israel. Religions⸗ gemeinde wurden zur Rückzahlung auf den 1. Januar 1877 die Nummern 40. 29. 27. 26. 19 und 16 à fl. 100. gezogen. Inhaber derselben können zum genannten Termin den Betrag gegen Rückgabe der Obligation und Talon bet dem Rechner der israel. Gemeinde dahier in Empfang nehmen. Die Verzinsung hört am Verfalltag auf. Münzenberg den 24. September 1876. Für den Vorstand der israel. Religionsgemeinde Münzenberg: M. Engel, I. Vorstand. Versteigerung. 3170 Freitag den 29. September l. J., Vormittags 11 Uhr, sollen zu Bauernheim an der Wetterbrücke, in Folge des Neubaues derselben, folgende Holzsorten an den Meistbietenden verkauft werden; 16 Stück ganz neue Bogen, etwa 150 Stück noch neue Dielen, verschiedenes tannenes Lagerholz. das alte, noch ganz gute eichene Geländer, ein eichener, noch ganz neuer großer Tisch. Bauernheim am 27. September 1876. Großherzogliche N Bauernheim. 3 0 Für Herrenschneider. 3140 Ich suche einen arbeitswilligen jungen Mann, welcher seine Lehrzeit bestanden und sich weiter auszu⸗ bilden wünscht. Lohn der Arbeitsleistung entsprechend; auch nehme schriftliche Anfragen enkgegen. J. Thöt, Schneider, Fahrgasse Nr. 148, 3 St., A. Schmalcalder. Frankfurt a. M. Nummern 6! und 67, was den Inhabern andurch mit- Faselochs⸗Versteigerung. 3161 Freitag den 29. September l. J., Vormittags 11 Uhr, soll ein Faselochs, zum Schlachten geeignet, auf hiesigem Rathhause öffentlich meistbietend versteigert werden. Assenheim den 25. September 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Assenheim. e st. Farbige Eascherlicher, 513 weiße Taschentücher, weiße Unter, röcke, Herrenhemden, feine Einsätze, Vor hemden, Kragen und Manschetten, sowie Myrten⸗ kränze zu billigen Preisen brii K. Friedrich, 1 auch 2 Realschüler erhalten Kost und Logis. Näheres auf dem Haagk Nr. 532. 3066 ö 3 — Goöttingerꝛ Kindermehl von FHlust& Schuster, Göttingen. Bester Ersatz für Muttermilch, bewährte sich auch vor⸗ trefflich bei Verdauungsstörungen und Durch⸗ fällen der Kinder. Preis der Dose 1 Mark 30 Pf. zu haben bei Hofapotheker Görtz in Friedberg, bei Apotheker Kranz in Bad⸗Nauheim, bei Apotheker Eisenhuth in Vilbel, bei Apotheker Eisenhuth in Rodheim. 2966 Konrad Röder in Nieder⸗Wöllstadt hat zwei silbergraue Ziegenböcke zu verkaufen. 3159 85 E d f 88 5* 8 22 heim. 2 88 2 2 0 8 2 2 2 — 2 22 2. 2— 2 85 85 Die soeben erschienene Nr. 52 enthält: Die Einsamen. Eine Geschichte vom Strande N. Fries.(Schluß.)— Aus den Erxlebnissen der deutschen Corvette„Hertha“. Von Dr. Königer. III. Drei Tage in Tokio.(Schluß.)— Entstehung und Verhütung der Herzfehler. Von Dr. Paul Niemeyer. — Am Familientische: Ein junger Attentäter. Mit dem Bilde von Sonderland: Kunst ohne Gunst.— Die erste Beichte. Mit Originalzeichnung von N. Gysis: Die erste Beichte des Griechenkindes. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg. S T 2— — D ö N 1 1 N N 3164 Sonntag den 1. und Montag den 2. Oktober d. J. findet bei Gelegenheit der hiesigen Kirchweihe in meinem großen neuerbauten Saale gut besetzte Tanzmusik statt, ausgeführt von der hiesigen Kurkapelle. Zu recht zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein Gg. Bayer. Bad Nauheim. 3153 Sonntag den 1. und Montag den 2. Oktober findet zur Feier des Kirchweihfestes in meinem neu restaurirten Saale 5 a u z mu si k statt, wozu freundlichst einladet J. H. Fritz. Joblogischer Garten in Frankfurt a. M. Eingang vor dem Hanauer Bahnhof. Sonntag den 1. October J. J. Cum letzten Male in diesem Jahre) Vormittags von 7 bis 12 Uhr ist der Eintrittspreis à Person auf 20 Pfennig ermäßigt. Jur Vermeidung von Störungen wird gebeten, beim Eintritt das Geld abgezählt in Bereitschaft zu halten. Von 12 bis 1 Ubr bleibt der Garten für Jedermann geschlossen. 3168 Der Verwaltungsrath. Höhere Mädchenschule zu Friedberg. 3072 Mit dem Beginn des Wintersemesters können neue Schülerinnen in unsere Anstalt aufge- nommen werden. Anmeldungen wolle man an den Dirigenten Prof. Dr. Köhler richten. Anfang des Unterrichtes Donnerstag den 5. Oktober. Das Curatorium. —— 8 1 1 1— In 8 Tagen von schrecklichem Husten befreit! Herrn Fenchelhonigfabrikanten L. W. Egers in Breslau. a Arnoldshain(Regbz. Wiesbaden), 16. Jan. 1876. 5 Vor 2 Jahren in M. Gladbach von einem schrecklichen Husten überfallen, wogegen alle ärztlichen Mittel fruchtlos blieben, da halfen mir nur 2 halbe Flaschen Ihres so werthen Fenchelhonig“) und der Husten war binnen 8 Tagen gänzlich verschwunden. Da ich nun wieder von Neuem durch eine Erkältung von demselben Uebel überfallen bin(folgt Auftrag). Achtungsvoll Louis Kinkel. *) Allein ächt zu haben in Friedberg bei Jos. Hoffmann. 3163 DDD o o ooo 2 Einladung zum Abonnement auf die f —— 82 7. Neuen Hessischen Volksblätter. 15 Mit dem 1. October 1876 eröffnen die„Neuen Hessischen Volksblätter“ ein neues Abonnement. Die-! selben sind kein(xelusives Parteiorgan, sondern werden, getreu ihrer Devise„Gleiches Recht für Alle!“ unab- ängig nach Oben wie nach Unten, wahrhaft und entschieden freisinnig, dabei ferne von jedem Zelotismus „nach der einen oder andern Seite hin und auf politischem, wie religiösem Gebiete jede ehrliche Ueberzeugung; achtend, ihrer Aufgabe dez Förderung des Volkes- und Gemeindewohls, ganz wie bisher, gerecht zu werden suchen. 2 Der Pteis pro Quartal beträgt für Darmstadt und Bessungen 2 M. 10 Pf., auswärts durch den D O ostausschlag 2 M. 60 Pf. f. 8 g 7955 Ganz besonders werden wir auch dem Feuilleton erhöhte Beachtung schenken, und sind dieserhalb mit J J namhaften Schriftstellern neuerdings in directe Verbindung geiteten. Vom 1. October l. J. an werden wir zur Kürzung der langen Winterabende täglich zwei längere fortlaufende Erzählungen im Feuilleton veröffentlichen. Inserate finden bei der großen Auflage der„Neuen Hessischen Volksblätter“ die weiteste und wirksamste S Berbreuung und wird die Petitzeile nur mit 12 Pf. berechnet, N Damit wir vollständige Exemplare liefern können und keine Unterbrechung in der Zusendung 5 2 SOS D Aersuchen wir die geehrten Interessenten, das Abonnement bei der Post alsbald erneuern zu wollen. Darmstadt im September 1876. Die Expedition der„Neuen Hessischen Volksblätter.“ OSedeeeeeseegegeeeeedee sees eee Carl Bindernagel's Annoncen Erpedition. Bekanntmachungen aller Art: Gesuche, Offerten, Benachrichtigungen, Waaren-Empfehlungen, Versteigerungen werden an alle Zeitungen vermittett. Berechnet wird nur der Originalpreis der betreffenden Zeitung Die Annoncen⸗Aufgeber sparen also Briesschreiben, Zeit und Porto. 50 Stück Ein braver Junge 3139 noch in gutem Zustande befindliche 4 Ohm hal⸗ 3152 wird in die Lehre gesucht von tende Spritgebinde sind preiswürdig abzugeben bei Friedrich Horn, Spenglermeister. Gießen. M.. Loeser. 5 7 5 Ein braves Dienstmädchen 3165 wird gegen hohen Lohn zum baldigen Eintrilt gesucht. Bad⸗ Nauheim. Theodor Andreas. 3154 Ein neues, elegantes, viersitziges Jagdwägelchen Chr. Wagner, Wagner. hat zu verkaufen Bad⸗ Nauheim. Kirchweihe„ Rockenberg. 3160 Sonntag den 1. und Montag den 2. October Restauration sowie Tanzmusik in meinem Garten⸗ saale„Zur Ludwigshalle“. Gute Speisen und Getränke bei reeller Bedienung zusichernd, lade ich zu zahlreichem Besuche ein. Andreas Franz Weil. Kieler Bückinge, 3169 zum Rohessen, neue holl. Häringe, marinirte Häringe, Sardellen, russische Sardinen, sardines à Thuile hat frisch erhalten und empfiehlt bestens CE. F. Walz. Kalender pr. 1877. Daheimkalender. M. 1. 50. Spinnstute 1, Familienkalender.„— 50. Einsiedlerkalender.„— 40. Nieritz, Volkskalender„ 1.—. Friedberg. Carl Bindernagel. Reinen Bienenhonig, Aepfelgelée, Holl. Syrup 3150 empfiehlt Bekanntmachung. 3162 Dienstag den 3. Oktober sollen aus dem Nachlaß des verstorbenen Kirchenraths Fuhr zu Ober-Ros bach verschiedene Mobilien, bestehend in Sophas, Tischen, Commoden, Schränken, Sesseln, Stühlen, Bettladen, Bettzeug, Weißzeug u. s. w. öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Die Versteigerung beginnt Morgens um halb 9 Uhr in der Hofraithe der ersten Pfarrei von Ober-Rosbach. Ober-Rosbach den 24. September 1876. H. Fuhr. Wilh. Bernbeck. 3166 Ein transportabler gebrauchter Herd mit Brat⸗ und Trockenofen und Wasserschiff in gutem Zustande, sowie ein gebrauchter Ofen sind preiswürdig zu ver⸗ kaufen bei Theodor Andreas in Bad⸗Nauheim. Steinkohlen bester Qualität 0 5 Ia, mel. stückreiche Flammkohle per Ctr. à M. 1. Gesieb. Srückkohle per Ctr. M. 1. 35 Nuß- und Knabbelkohle per Ctr. A M. 1. 25 Gesieb. Schmiedekohle per Ctr. A M. 1 Bei vorheriger Bestellung ab Bahnhof hier la. mel. stückreiche Flammkohle pr. Ctr. à M.— 95 offerirt Fried. Avenarius, Bad⸗Nauheim, Fürstenstraße Nr. 327. Glace- Handschuhe, rauhlederne Handschuhe, sowie Militär- und Fil d'Eeosse⸗Handschuhe 72 billigt bei K. Friedrich neben der Post. Visitenkarten in Buchdruck: 28 versch. Sorten, per 100= M. 1. 40 in Lithographie: 21„ 10„ 100 M. 1. 0 Solche auf mattem oder Chamois⸗Carton, sowie solche mit Extraschrift oder Verzierungen sind eine Kleinigkeit theurer, Carl Bindernagel. Neue gut kochende Erbsen und Linsen 2936 bei Georg Groß. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 9 Bad⸗Nauheim. Deutscher Hof. datessel Bassen- its Re. detteff! Das 6 Je Augr d a m dugens Ucrun meistert Dannersl