dur 0 20.0 1 —. 8 Iede A. 10 — 9„ as Cenité 1 Gall 1 Dienst, Gedern chieben Hari Dom, nen-Verein. zweihe Tanzmuftt* Karl Hermes ei bfest beim. 2787 deinen II. Art 0 Häringe bels zertsch . Malll⸗uos Bindernagel 1 e. Leue Tanzmusik 1876. Dienstag den 26. September. M. 114. Oberhessischer Anzeiger. f Die Petitzeil wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Am 1. October mit Bestellgeld 1 M. 50 Pf. Quartal 1 Mark. Postboten baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Anzeigers keine Unterbrechung eintritt und vollzählige Exemplare geliefert werden können. Auswärtige Abonnenten sind gebeten, beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal erscheinen wird. Das Abonnement beträgt bei den Poststellen vierteljährlich 1 M. 25 Pf., Bei der Verlags-Expedition kostet der Anzeiger für das kommende ihre Bestellungen bei den Poststellen oder Die Expedition. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Einsendung der Verzeichnisse über die durch di iltrei 5 f 3. Ouarlal bieses Jahres enistandenen 4 ie Beitreibung der Gemeinde-Intraden im Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wir erinnern Sie an die Einsendung der rubricirten Kostenverzeichnisse. Betreffend: Die Ausführung des Reichsgesetzes über die Beurkundung des Personenstandes und die Eheschließung. Das Großherzogliche Landgericht Vilbel an die Großherzoglichen Standesbeamten des Landgerichtsbezirks. Das Großherzogliche Ministerium der Justiz hat angeordnet, daß die in der Hofbuchdruckerei von E. Bekker zu Darmstadt ge⸗ drucken Formularien nach Format und Inhalt als Muster für die von Ihnen zu brauchenden Formularten, insoweit diese nicht vom Staat ge— liefert werden, dienen sollen, daß es Ihnen jedoch gestattet sein soll, mit Genehmigung der Aussichtsbehörde die bereits käuflich erworbenen Formularien zu verbrauchen. Sie werden sich hiernach bemessen. Friedberg den 25. September 1876. r ed Vilbel am 22. September 1876. N Einladung. Die Herren Buürgermeister des Kreises Friedberg werden hierdurch zu einer Be— sprechung, welche Donnerstag den 28. September l. J., Mittags 1 Ubr, im Gasthaus zum„Hessischen Hof“ dahier stattfinden soll, ergebenst ein— geladen.— Butzbach am 18. Sept. 1876. Küchel, Bürgermeister. Deutsches Reich. Breslau, 22. Sept. Der Congreß der Altkatholiken ist heute mit feierlichem Gottes dienst in der Corpus-Christi-Kirche eröffnet worden. Bischof Reinkens ist anwesend. „ Das Wahlmanifest der vereinigten national⸗ liberalen und Fortschriltspartei fordert zu gemein- samem Kampfe gegen die Socialdemokratie, die Ultramontanen und die im neuen Gewande auf tretende Partei der Kleinherren. Die vereinigte liberale Partei stehe treu zu Kaiser und Reich, sei durchdrungen von der Nothwendigkeit einer starken Centralgewalt, strebe aber nach Umgestaltung der tichsämter in verantwortliche Ministerien; ferner nach Ausbildung des constitutionellen Systems, insbesondere nach Einräumung eines wirklichen Steuerbewilligungsrechtes an die Volksvertretung. Sie halte an der Nothwendigkeit vollständiger Glaubensfreiheit fest, verwerse entschieden jeden Vertrag zwischen Staat und Kirche und fordere in allen Verhältnissen des äußeren Lebens Gehor sam der Kirche gegen den Staat. Die wirth- schaftliche Gesetzgebung der letzten Jahre habe den Bedürfnissen der Nation entsprochen; für eine nothwendige Revision einiger dieser Gesetze werde die Partei kräftig eintreten; eben so für Fortent⸗ wicklung der mit der Kreisordnung begonnenen Selbstverwaltung. Das Manisest schließt mit der Aufforderung zu reger Wahlbetheiligung. Stuttgart. Der Kaiser, welcher am 21. Nachmittags hier eintraf, wurde am Bahnhof vom König Karl herzlich begrüßt. Das Publikum empfing den Kaiser mit endlosem Jubel. Nachdem die auf- gestellte Ehrencompagnie gemustert und die Vor- stellung der anwesenden Minister und Generale ent- gegengenommen war, hielt Oberbürgermeister Hack eine Anrede an den Kaiser, welcher erwiederte: „Es ist zum ersten Male, daß ich seit den glor- reichen Kämpfen der deutschen Nation Ihre Stadt besuche. Ich nehme den freundlichen Empfang, den Sie mir bereiten, gerne an und schließe mich den Wünschen für unser deutsches Vaterland, welche Sie in Ihrer Begrüßung ausgesprochen haben, vollkommen an. Wir haben bis jetzt nur gesäet, aber die Saat wird aufgehen. Ich baue dabei auf Ihren König, der mir stets treu zur Seite gestanden ist(dem König die Hand reichend). Versichern Sie die Stadt, daß ich mich freue in ihren Mauern zu sein.“ Abends fand dann dem Kaiser zu Ehren ein gewaltiger Fackelzug, wohl an 3000 Fackeln und Lampions zählend, im Schloß- hof statt. Gleichzeitig trugen sämmtliche Gesang⸗ Vereine, abwechselnd mit Militär-Musik, ihre besten Stücke vor; auch ein Festgedicht des Professors Rustige wurde recititt. Der Kaiser und der König erschienen auf dem Balkon und wurden mit Jubel begrüßt. — 22. Sept. Bei dem heuligen Galadiner im Residenz⸗Schlosse brachte der König folgenden Toast aus:„Den Gesinnungen Württembergs, sowie den meinigen den wärmsten Ausdruck gebend, trinke ich auf das Wohl Seiner Majestät des deutschen Kaisers, Königs von Preußen, des ruhm— reichen Feldherrn des deutschen Heeres. Seine Majestät der Kaiser lebe boch!“ Der Kaiser ant⸗ wortete:„Gestatten mir Ew. Majestät, Ihnen meinen Dank für die soeben ausgesprochenen Ge— sinnungen zu sagen. Der heulige Tag hat mir den Beweis geliefert, daß Ew. Majestät Befehl, Ihre Truppen nach den neuen Prineipien auszu- dilden, vollkommen erfüllt worden ist. Denn ich habe die Truppen heute in einer vortrefflichen Verfassung gefunden. Da ich weiß, was sie im Kriege geleistet haben— wurde mir doch die Freude, sie auf zwar blutgetränktem, aber sieg⸗ reichem Schlachtfelde zu sehen—, so weiß ich auch, was Ew. Majestät in aller Zukunft von ihnen zu erwarten haben. Ich trinke auf das Wohl Ew. Majestät, Ihres ganzen königlichen Hauses, Ihrer Truppen und des ganzen württembergischen Landes.“ Die Festvorstellung im Hoftheater war außerordentlich glänzend. Der Kaiser, der König und die Königin wurden bei ihrem Eintritt in die Loge stürmisch begrüßt. Nach 9 Uhr fand großer Zapfenstreich von 15 Militärkapellen statt. Die von dem Kaiser bei Ludwigsburg abgehaltene Parade nahm den glänzendsten Verlauf. Der König führte dem Kaiser die gesammten Truppen vor, worauf der Kaiser sein Regiment zweimal dem König vorführte. Der Kaiser sprach sich über die Haltung der Truppen durchaus befriedigt und über den gestrigen Empfang hocherfreut aus. — 24. Sept. Heute Nachmittag reiste der Kaiser nebst Gefolge nach Weißenburg und kehrt am 27. September zurück, besucht das Volksfest in Cannstadt und macht die Rückreise nach Berlin am 28. September. Der König hat an Ange— hörige des kaiserlichen Gefolges zahlreiche Orden verliehen. Karlsruhe. Die Regierung hat das neue Schul-Gesetz publieirt, so daß mit demselben die obligatorische Einführung von gemischten Schulen im Lande perfekt geworden ist. Die Vollzugs- Bestimmungen, wie sie die letzte Conferenz der Schul Räthe begutachtet hat, sind sogleich ver— öffentlicht worden. Nach denselben muß das neue Gesetz überall mit Beginn des neuen Schuljahres — April 1877— durchgeführt sein. Jene Ge⸗ meinden, in denen noch sog. Kloster-Schulen für Mädchen bestehen, welche nach dem Gesetz nicht mehr zur Ertheilung des Volks- Schul- Unterrichts befugt sind, haben für die Beschaffung der Räum- lichkeiten zur anderweiten Ertheilung dieses Unter— richts zu sorgen. Ausland. Italien. Rom, 22. Sept. Beim Empfang eines Comites zur Unterstützung der Slaven äußerte sich der Minister des Auswärtigen Melegari folgen— dermaßen: Die Regierungen haben es bezüglich der Friedens- Verhandlungen für nothwendig er— achtet, daß solche auf folgenden Grundlagen stalt— finden: Status quo ante bellum für Serbien und Montenegro; Institutionen für die ausständischen Provinzen, welche ein friedliches Nebeneinanerleben der Bevölkerungen verschiedener Racen und Reli— gionen gestatten; Uebernahme der Verpflichtung Seitens der Türkei, das Verhältniß dieser Racen p——— zu einander nicht durch Heranziehung muselmännischer Colonisten zu alteriren. Der Minister fügte noch hinzu, der Türkei bleibe die volle Verantwortung für die verübten Greuelthaten, und erklärte schließ⸗ lich, er habe Grund, zu hoffen, daß der Waffen- stillstand folgen wird, welcher den Abschluß des Friedens erleichtern werde. Türkei. Constantinopel. Die türkischen Vertretungen im Auslande sind Seitens der Re- gierung beauftragt worden, die Gerüchte von der angeblichen Verletzung der Waffenruhe durch die türkischen Truppen für unbegründet zu erklären. Ferner läßt die Regierung die Zeitungs Nachricht, daß die Christen in Thessalien und Epirus aus Furcht vor Verfolgung die Flucht ergreifen, als unbegründet bezeichnen; es herrsche daselbst die vollkommenste Ruhe. — 23. Sept. Die„Wiener Abendpost“ schreibt: Von autoritativer Seite wird bestätigt, daß sämmt⸗ liche Großmächte sich über die der Pforte vorzu⸗ schlagenden Friedens Bedingungen geeinigt haben. Die Basis des Vorschlages bilde ein vom britischen Cabinette formulirtes Programm. In Constantinopel werden nun unvorzüglich Schritte gethan, um die Pforte zur Annahme dieser Friedens-Bedingungen aufzufordern. Da Letztere bereits principiell die Bereitwilligkeit ausgesprochen hat, den Wünschen der europäischen Mächte, soweit dieselben nur immer mit den Interessen des türkischen Reiches vereinbar sind, loyal zu entsprechen, so ist an dem baldigen Zustandekommen des Friedens schwerlich mehr zu zweifeln. Auch die„Pol. Corr.“ meldet auf Grund authentischer Informationen, daß in der Angelegenheit der Friedens-Vermittlung soeben auf Grundlage der Vorschläge des britischen Cabinets eine Einigung der Großmächte erzielt worden sei. In Folge dessen werde die auf Wiederherstellung des Friedens hinarbeitende diplomatische Action der Großmächte in Constantinopel nächster Tage eröffnet. Andererseits seien die Bemühungen neuer— dings auch in erhöhtem Maße auf die Herbei— führung eines formellen Waffenstillstandes gerichtet; der österreichische Botschafter zu Constantinopel, Graf Zichy wäre angewiesen, in dringlicher Weise bei der Pforte nach letzerwähnter Richtung hin zu wirken. Serbien. Belgrad, 23. Sept. Die „Pol. Corr.“ meldet: Die serbische Regierung setzte gestern die Vertreter der Großmächte in Kenntniß, daß die türkischen Truppen nicht auf hören, die Waffenruhe zu verletzen. Solche Fälle haben sich am 17. September bei Alexinatz und Jankowa⸗Klissura, am 19. und 21. Sept. am Javor und an der Drina ereignet. — Der„Neuen Zeit“ in Petersburg wird tele— graphisch aus Semlin gemeldet: Tschernajeff hat allen seinen Unterbefehlshabern durch Circularbefehl vorgeschrieben, bei der geringsten feindseligen Be— wegung Seitens der Türken dieselben sofort anzu— greifen, da kein formeller Waffenstillstand bestehe. Rumänien. Bukarest. Ein Decret des Fürsten ordnet an, daß die unterm 12. Mai suspendirte Rekrutirung für die rumänische Armee am 13. October wieder aufzunehmen und am 13. November zu beendigen ist — 23. Sept. Die Regierung hat in Slatina einen Extrazug mit einem General, 40 Offizieren nnd 130 Unteroffizieren aus Rußland anhalten lassen. Auf Reclamation des russischen Consuls ließ jedoch die Regierung den Zug passiren nach- dem sie die übrigen Consulate davon in Kenntniß gesetzt hatte. Rußland. Petersburg. Der„Golos“ spricht sich über die Erhaltung des europäischen Friedens mit großer Zuversicht aus, da Deutsch— land, Rußland und England in der orientalischen Frage einig seien. Das„Journal de St. Peters burg“ äuhert sich ebenfalls im friedlichen Sinne und gedenkt mit Anerkennung des Fürsten Milan, daß er seine Proclamirung als König von Serbien zurückgewiesen habe. — Der„Regierungs- Anzeiger“ veröffentlicht ein Telegramm aus Livadia vom 21. d., wonach der Kaiser, wie gewöhnlich bis Ende November in der Keim Aufenthalt nehmen wird. Damit werden alle Gerüchte von der früheren Rückkehr des Kaisers nach Petersburg, sowie die daran geknüpften Vermuthungen, wonach die frühere Rückkehr mit politischen Verwickelungen in Ver⸗ bindung gebracht wurde, hinfällig. Aus Stadt und Land. S. Fauerbach b. Fr., 25. Sept. Wir haben gestern ein schönes Fest gefeiert, welches noch lange im Gedächtniß der hiesigen Einwohner bleiben wird. Es galt der Ein⸗ weihung eines Denkmals für die im Jahr 1870— 71 ge⸗ fallenen Krieger. Nachmitlags um ½3 Uhr bewegte fich ein Festzug von dem östlichen Ende des mit Fahnen ge⸗ schmückten Dorfes nach dem Denkmal. Voran der Lehrer mit der Schuljugend, sodann die Festjungfrauen, ein Musikcorps, der Gemeinderath, die Kriegervereine von Friedberg und Dorheim, der hiesige Kriegerverein und sonstige Freunde des Vereins. Nach Ankunft des Festzuges am Denkmal bestieg Seminarlehrer Wahl aus Friedberg, welcher speciell von dem hiesigen Kriegerverein hierzu ein⸗ geladen war, die Tribühne und hielt in gewohnter, schwung⸗ voller Weise die Weiherede. Nach Absingung des Chorals „Nun danket Alle Gott“ zog man in die geschmückte Fest⸗ halle, welche sich auf einer Wiese befand. Hier vergnügte man sich noch durch Musik und Tanz, gewürzt durch noch manche herzliche Ansprachen von verschiedenen Rednern, bis in die Nacht hinein. Allerlei. Homburg v. d. H. Der Cultus-Minister hal 8000 Mark als wiederholten Beitrag für die Nachgrab— ungen und Schutz⸗Arbeiten an der Saal-Burg zur Ver— fügung gestellt. Frankfurt, 23. Sept. Heute Mitlag schoß sich ein Schüler der Handelsschule, welcher wohl zum schrifllichen, aber nicht zum mündlichen Einjährig-Freiwilligen Examen zugelassen worden war, mit einem Revolver eine Kugel in den Kopf. Der Beklagenswertbe lebt noch. Frankfurt. Am 23. September sand im„Brüsseler Hof“ zu Frankfurt die constitufrende Versammlung des Vereins gegen schädliches Creditgeben stass. Der Gedanke, einen derartigen Verein zu gründen, fand in den kauf— männischen Kreisen Frankfurts lebhaften Anklang und wird dessen Verwirklichung allenthalben mit großer Genugthuung begrüßt. Bochum. Welch enssetzlicher Leichtsinn trotz aller Warnung noch immer unter denen herrscht, die mit der Gefahr vertraut sind, das zeigt wiederum ein von der „Ess. Zig.“ miigeiheilter bedauerlicher Vorfall. Ein Zimmer⸗ geselle hatte, um seine Mittagsruhe zu halten, im Dach— stuhl eines Neubaues in der Wilhelmstraße sich auf ein schmales Breit niedergelegt. Wie es auch kaum anders möglich war, fiel der Unglückliche bei einer Bewegung, die er im Schlafe machte, don seinem Brett durch drei Stock— werke bis in den Keller hinab. Der surchtbar Verstümmelie hauchte seinen Geist unter unsäglichen Qualen auf dem Wege zum Krankenhause aus. Berlin. Ein Geizhalz, der fast zwei Millionen Mark hinterließ, ist dieser Tage in Berlin gestorben. Der Mann hieß Lorenz, und betrieb bis zu seinem Tode am Molken⸗ markt ein Bunergeschäft. Er fährte dabei ein Einsiedler— leben, gönnte sich nur die ellernothwendigste Nahrung, und um eine hohe Besteuerung seines Einkommens zu verhindern, las er Papierschnitzel von der Straße auf. Bei der Revision des Nachlasses stellte sich heraus, daß dieser Harpax ein Vermögen von 1,800,000 Mark hinter- lassen hat, welches sich denn auch in sicheren Papieren, baarem Gelde und soliden Hypotheken vorfand. Nach einer Bestimmung des Verstorbenen, der es meisterhaft verstand, seinen großen Reichthum geheim zu halten, geht dieser auf die Kinder der legitimen Erben, unter denen sich eine leibliche Tochter befindet, über, während Letztere in den Ziusgenuß des Vermögens bis zu ihrem Tode treten. Paris. Die Pansser Blätter berichten über Entwend— ung von 12 Millionen, die in Calais zum Nachtheil mehrerer Bankhäuser gemacht wurde. Von 13 aus London eingetroffenen Packeten mit amerikanischen, russischen und ägyptischen Werihstücken wurden 7 gestohlen und durch Pack'se ersetzt, die mit Lumpen gefüllt waren. Der Naseur des Großherrn. Man schrieb in Constantinopel den 28. Oktober 1869. Damals stand Abdul Aziz im Zenith seines Glücks. Wenige Tage früher hatten der Kronprinz von Preußen und die Kaiserin von Frankreich dem Padischa ihre Visite in Stambul abgestattet und Madame Eugenie war sogar der Sultanin Valide vorgestellt worden, die drei Tage lang sich den intensivsten Waschungen unterzog, um sich von dem Kusse zu reinigen, den die un⸗ gläubige Kaiserin der Franzosen in überwallender Herzlichkeit auf die gefärbten Lippen der greisen Sultanin gedrückt hatte. Damals stand der Bos- porus wochenlang in Flammen, Nacht für Nacht sendeten die türkischen Stuwers ihre Feuergarben gen Himmel, ein Fest jagte das andere; die Freigebig⸗ keit und Leutseligkeit Abdul Aziz's wurde in den siebenten Himmel gehoben und der Ruf„Tausend Jahre, tausend Jahre soll er leben!“ ertönte vom frühesten Morgen bis zur Mitternacht in den Straßen Constantinopels. Tausend Jahre— und acht Jahre später i der Allmächtige, das Ebenbild der Sonne— ein Nichts, ein Schemen, ein todter Mann. Wie schwer mag sich Abdul Aziz von seinem schönen Dolma-Bagdsche getrennt haben. Wenn man den Rand der Hochebene, auf der Pera sich aufbaut, erreicht hat und sein Pferd über den steilen Hügel hinablenkt, an dessen Fuß die Fluthen des Bosporus branden, liegt der zauberhafte Palast vor den Blicken des entzückten Beschauers, Hart am Ufer des Merres dehnt sich die Terrasse des Palastes, über die Fluth hinüber blickt das Auge nach dem cypressenbesäeten Ufer Asiens auf die Minarets von Scutari, während rechts der Mastenwald am Goldenen Horn und der Hügel des Seraskeriats das wundervolle Panorama abschließen. Ich erinnere mich, schreibt ein Wiener Feuil letonist, noch lebhaft an eine possirliche Scene, dik ich in diesem Dolma Bagdsche erlebte. Professor Löbl, der als Leibarzt den Sultan auf der orientalischen Reise begleitete, wurde eines Morgens durch einen speziellen Auftrag des Padischa überrascht, der einen kranken Staatswürdenträger der besonderen Aufmerksamkeit des östreichischen Arztes empfahl. Ein türkischer Doktor, der zugleich als Dolmetsch fungirte, geleitete den Patienten, eine unförmlicht Fleischmasse mit aufgedunsenem, durch Schmerzen arg verzerrten Gesichte, in das Appartement des Wiener Professors. Der türkische Würdenträger stöhnte und schnitt Grimassen, daß uns förmlich angst und bange wurde. „Wer ist der Herr?“ frug Professor Löbl. Der Dolmetsch beugte sich tief zur Erde und flüsterte: „Der Raseur Seiner Majestät.“ „Der Raseur?“ wiederholten wir erstaunt⸗ Die Aufklärung ward uns sofort zu Theil, Der Mann, dem der Beherrscher der Gläubigen. tagtäglich die Erlaubniß gewähren muß, mit einem haarscharf geschliffenen Messer auf dem allmächtigsten. Halse eine viertelstündige Excursion vornehmen zu dürfen, mußte ein Staatswürdenträger von hohem Range sein, auf dessen Unbefangenheit und Treue auch nicht der leiseste Schatten eines Verdachtes faten durste. Das Schicksal des Reiches lag ja in seinen Händen— ein Fehlzug und der Be⸗ herrscher der Gläubigen wäre am Ende„auf ein⸗ stimmigen Wunsch des Volkes“ in ein besseres Jenseits hinüberrasirt worden. Professor Löbl untersuchte den Kranken und constatirte, daß der Arme an einer heftigen Neuralgie leide. Sofort ward aus dem Etui die feine Spritze genommen, ein Opiat eingefüllt— zwei Secunden später war die Injection vollzogen und der Türke sprang wie verzückt im Zimmer herum, er war wie durch ein Wunder von allen Schmerzen be. freit worden. Zitternd vor Freude sank er zu den Füßen des Heilkünstlers, faßte den Saum seines Rockes und beschwor ihn, Alles zu nehmen, was er besitze— er seinerseits verlange nichts, als die kleine Spritze. Die Spritze hatte das Wunder bewirkt und in ihren Besitz wollte der Leibraseur Seiner Majestät um jeden Preis kommen. Erst als der Dolmetsch Doktor versicherte, daß er sofort die Anschaffung des Wunder ⸗Instrumentes besorgen werde und der Wiener Professor ihm auch sein Opiat überließ, entfernte sich der rasirende Würden⸗ träger, nicht ohne zahllose Segenssprüche und das landesübliche„Tausend Jahre“ auf das Haupt des wunderthätigen Arztes zu häufen. Ossenbae sind dem guten Professor Löbl die tausend Jaht besser bekommen, als dem armen Abdul Aziz, der sich veranlaßt sah, gerade mit einem Werkzeug des Raseurs seinem Leben ein Ende zu machen. Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Glycerin zum Brennen. Nach E. Schering (Pharm. Zeitung) kann zur Verbrennung des Glycerins jede Lampe benutzt werden, bei welcher die Flamme sich unmittelbar über dem Niveau des Brennstoffes befindet (Berzelius⸗Lampe). Ein mehr hervorragender Docht kann wegen der sehr dicken Consistenz des Glycerins nicht zum constanten Brennen gebracht werden. Da die Flamme des Glycerins gleich der des Alkohols nur wenig gefärbt ist und da ersteres in viel höherem Maße geeignet it, als Lösungsmittel für Salze zu dienen, so hat Schering Versuche über Flammensärbungen durch verschiedene Körper 1 kb. L ufüchi 1b für teur untl angestellt. Die Resultate waren vollkommen befriedigend. Weitere Unzersuchungen, das Glycerin durch Zusatz kohlen— goffreicher Kötper als Leuchtmalerial verwendbar zu machen, owie solche über die Heizkraft desselben hält der Vers. ur wichtig und interessant. Der billige Preis des Glycerins und die Cigenschaft desselben, erst bei hoher Temperatur ich zu verflüchtigen, also ungefährlich zu sein, sind Vorzüge, welche seine Anwendung zu dem angedeuteten Zwecke vünschenswerth machen. Kitt zur Befestigung des Kautschucks au Metall. Da man sich zur Hesterllung von H u ane zwischen Dampf- und anderen Röhren und Apparaten gegen— wärtig fast ausschließlich der Kautschukplatten und Kauischuk⸗ ringe bedient so wird die Unmöglichkeit eine dichte Verbindung zu Stande zu bringen, öfters sehr unangenehm empfunden. Durch Anwendung eines Kittes, welcher ebensogut am * n hi Kamschuk als am Metall oder Holz haftet, läßt sich jedoch duderdel 7 al der bezeichnete Uebelstand gänzlich beseitigen. Dieser Kitt anorang wird bereitet, indem man pulverisirten Schellak in dem 1 10sachen Gewichte starken Ammoniaks einweicht, wodurch Wiener Ferl. man eine durchscheinende Masse erhält, welche in 3 bis Wochen, ohne Anwendung von heißem Wasser flüssig wird. Diese Flüssigkeit macht den Kautschuk weich. Nach Berflüchtigung des Ammoniaks erhärtet er jedoch und f lentalig, wird für Gase und Flüssigkeiten undurchdringlich. * binn Neue Guanolager. Die Auffindung großartiger a derrrascht% Guanolager im Süden der Provinz Tarapaka ist jetz iert de durch den Bericht der unter Leitung des Ingenieurs Jos— 5 der N Die Hindie'sche Commisstion hat die Fundstellen zweimal explorirt, und sie fand die Angaben der von der dortigen Regierung betrauten Commission unter Ingenieur Thierry durchaus wahrheitsgetreu. Die englische Commission spricht in ihrem Berichte die Ueberzeugung aus, daß Thierrys Schätzung der Mächtigkeit der Lager auf 7½ Millionen Kubikmeter nicht zu hoch gegriffen sei. Da Guano aus den unteren Schichten in Folge seiner größeren Dichtigkeit per Cubikmeter 1½ Tonne wiegt, so dürfte der Fund schon jetzt auf nicht weniger als 10 Millionen Tonnen zu veranschlagen sein, also ein Quantum, welches, selbst wenn davon eine tägliche Schiffsladung von 300 Tonnen ent⸗ nommen würde, in 100 Jahren nicht zu erschöpfen ist. Proben der verschiedenen Fundorte sind von Prof. Ramondi analisirt worden und ergaben mehr Phosphor und Ammoniak⸗ Salze als der beste Guano der Chincha,Inseln. Handel und Verkehr. Grünberg, 23. Sept. Die Preise auf unserem heulen Fruchtmarkte betragen: Waizen 12 M. 30 Pf.; Korn 10 M. 26 Pf.; Gerste 8 M. 89 Pf.; Hafer 7 M. 80 Pf.; Molter— M.— Pf.; Erbsen 9 M. 22 Pf.; Linsen— M.— Pf.; Samen 17 M.— Pf.; Kartoffeln — M.— Pf. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 50 Kilos= 100 Pfund. Frankfurt, 23. Sept. Fruchtbericht. Mehl Nr. f M. 40., Nr. 2 M. 36., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28., Nr. 5 M. 22. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26. ett desonden 8 2 8 2 tune el 5 Hindle ausgesendeten englischen Commission bestätigt,. do. II.(Berliner Marke) M. 21., Weizen, hiesiger M., 24.50, sremder je nach Qualität M. 18—22., Korn M. 17.7. bis 18., Gerste M. 17.50—19., Hafer M. 16.50— 17.50. Kohlsamen M. 36. Br., Erbsen M. 21—24., Wicken M. 21—23., Linsen M. 21—30., Rüböl M. 77. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht + 100 Kilo. Frankfurt, 23. Sept. Der heutige Heu⸗ und Stroh⸗ markt war ziemlich befahren. Heu kostete per Centner je nach Qualität M. 4.50— 5.50, Strob per Centner M. 4.50—5. Butter 1. Qual. im Großhandel das Pfund M. 1.30. 2. Qual. M. 1.20, im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.45, 2. Qual. M. 1.40. Eier das Hundert M. 5. Kartoffeln per 200 Zoll Pfund M. 6. Mainz, 23. Sept. Producten-Markti. Waizen per Nov. 20.60, per März 21.40. Korn per Nov. 15.50, per März 16.30. Hafer per Nov. 16.30, per März 16.60. Rüböl per Oct. 38.—. Aus zug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Getraut: 24. Sept. Peter Joseph Jung, Taglöhner von Hain— stadt und Anna Gertraud Geitz aus Allendorf. Geboren: 18. Sept. Dem Schuhmachermeister Michael Höck eine Tochter. 20. Sept. Dem Handelsmann Joh. Büttner ein Sohn. gleich alt Delnist Arn, ciat austrnlic durch Schnnze dat Nennt kt ir de Winenniger , daß uns sirnlic Versteigerung von Planirarbeiten. 3112 Die bei der Zusammenlegung der Grundstücke im 2 großen Wartfeld in der Gemarkung Friedberg vorkom⸗ a menden Planirarbeiten: am alten Rosbacher Weg, an der Mittelhohl, am Taubenrain, an der krummen Gasse, wobei auch Aufbrechen von Chaussee vorkommt, im Be— trage von mehreren tausend Mark, sollen in mehreren Abtheilungen künftigen Mittwoch den 27. September, Vormittags 9 Uhr, auf Ort und Stelle an die Wenigstfordernden unter den im Termin bekannt gegeben werdenden Bedingungen in * die Arbeiten bei jedem einzelnen Loos näher bekannt ge— macht wird. Zusammenkunft auf der Chaussee von Friedberg nach Homburg nächst dem Taubenrain. Friedberg den 21. September 1876. Für die Commission: Steinhäußer, Beigeordneter. Faselochs⸗ Versteigerung. 3146 Freitag den 29. September 1876, Mittags 12 Uhr, sollen auf dem Großherzoglichen Bürgermeisterei— Büreau der Gemeinde Nieder Weisel zwei schwere Fasel⸗ ochsen, fett gefüttert, öffentlich versteigert werden. Nieder⸗Weisel den 22. September 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Weisel Neu fer. Versteigerungs ⸗ Anzeige. 3145 Nächsten Mittwoch den 17. d. Mts., Vormittags 11½ Uhr, werden auf hiesigem Rathhause 4 Kühe und 3 Schweine öffentlich an den Meistbletenden versteigert. Bad⸗Nauheim am 23. September 1876. Oroßherzogliches Ortsgericht Bad⸗Nauheim. Schutt. Aepfel-Versteigerung. 3148 Mittwoch den 27. September l. J., Vormittags 9 Uhr, sollen die der hiesigen Gemeinde gehörigen Aepfel, eirea 90 Malter, an Ort und Stelle öffentlich meist⸗ bietend versteigert werden Ober⸗Mörlen am 23. September 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen. eee Faselvieh⸗Versteigerung. 3147 Nächsten Freitag als den 29. September d. 1 Nachmittags 1 Uhr soll ein Faselochs, Vogelsberger Race, der Gemeinde Griedel gehörig, auf dem Gemeindehaus öffentlich versteigert werden. Griedel den 24. September 1876. f Großherzogliche Bürgermeisterei Griedel. Weß. 3142 Am 18. September l. J. ist mir ein Jagdhund, weiß mit braun gefleckt und braunem Kopf, zugelaufen. Derselbe trägt ein Rollhalsband von Draht. Der Eigenthümer kann denselben gegen Futtergeld und Inserat⸗ gebühren bei mir in Empfang nehmen. Bruchenbrücken am 21. September 1876. Heinrich Bopp. 1 1 5 1 Universal Reinigungs-Salz. 1545 Von allen Aerzten als das einfachste und billigste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstossen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbeschwer- den in ½1, ½, ½ Original- Packeten mit Gebrauchs- Anweisung 4 ½, ½ und ½ Mark 2u haben bei J. A. Windeeker, Hoflieferant, in Friedberg. Fh. J. Weiss in Bad- Nauheim, Accord gegeben werden, wo auch der Ueberschlag über ee eee eee eee 0 0 9 8 Abonnements⸗Einladung. erscheint täglich in wesentlich bereichert worden; derselbe umfaßt Vokkommnisse, namentlich ausführliche Berichte Kleine Chronik. liche Verloosungslisten, welche für süddeutsche Unser tägliches belletristisches Beiblatt: Gast in jeder Familie. finden darin besondere Beachtung. FDD nene Frankfurter presse Ihre Tendenz bleibt unverändert dieselbe: Reiche, Förderung der liberalen Bestrebungen in Staat und Gemeinde. Ihr Inhalt ist lungen Preußens, wie sämmtlicher süddeutschen Staaten, orientirende Leitartikel über alle N Tagesfragen, gediegene wissenschaftliche Abhandlungen und Feuilletons und eine reichhaltige J Die Börsenhalle bringt prompte und zuverlässige Börsen- und Handelsberichte von 85 Frankfurt, Berlin, Wien, Paris, London c. a f 2 Handel aus allen Hauptplätzen, ein vollständiges Coursblatt der hiesigen Börse und sämmt. 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Nachricht, daß der„Wetterauer Bote“ auch im nächsten Quartal in der bisherigen Art und Weise wöchenilich dreimal erscheinen wird. Die neuesten politischen Nachrichten aus Nab und Fern, sowie alle wichtigen Begebenheiten des Handels, der Industrie und Landwirthschaft bringen wir mit der größten Raschheit und möglichsten Ausführlichkeit. Durch Erzählungen von anerkannten Autoren wird unseren Lesern eine angenehme und unterhaltende Lectüre geboten. Als Organ der Turnvereine des Vezirks Hessen sind alle dahin einschlagenden Nachrichten in dem Blaite enthalten. 2 8 vierteljährliche. e spreis für Butzbach und dessen Umgegend beträgt 1 Mark 25 Pf. Durch die Post frei ins Haus finden anerkannt die weiteste Verbreitung. Wir berechnen die bezogen 1 Mark 50 Pf. In erate kleine Zeile oder deren Raum mit 10 Pf. und bewilligen bei mehrmaliger Inseration hohen Rabatt. Die Ausgabe erfolgt: Dienstag, Donnerstag und Samstag. 5 11 Butzbach im September 1876. Die Expedition. Seeed 8 Einladung zum Abonnement auf die Neuen Hessischen Volksblätter.? Mit dem 1. October 1876 eröffnen die„Neuen Hessischen Volksblälter“ ein neues Abonnement. Die⸗ 2 8 selben sind 8(xelusioes Parteiorgan, sondern werden, getreu ihrer Devise„Gleiches Recht für Alle!“ unab⸗ 5 hängig nach Oben wie nach Unten, wahrhaft und entschieden freisinnig, dabei ferne von jedem Belem nach der einen oder andern Seite hin und auf politischem, wie relig ösem Gebiete jede ehrliche menedenge 2 achtend, ihrer Aufgabe der Förderung des Volkes-⸗ und Gemeinde Wei ganz wie bisher, gerecht zu werden suchen. Der Preis pro Quartal beträgt für Darmstadt und Bessungen 2 M. 10 Pf., auswärts durch* S Vostausschlag 2 M. 60 Pf. Ganz besonders werden wir auch dem Feuilleton erhöhte Beachtung sche nken, und find dieserhalb 2 namhaften Schrifistellern 75 dings in directe Verbindung getreten. Vom 1. October l. J. an werden wir 8 Kürzung der langen Winterabende täglich zwei längere fortlaufende Erzählungen im Feuilleton veröffentlichen. 2 Inserate finden bei der großen Auflage der„Neuen Hessischen Volksblätter“ die weiteste und wirksamste oe und wird die Pelitzeile nur mit 12 Pf. berechnet. Damit wit vollständige Exemplare liefern können und keine Unterbrechung in der Zusendung eintritt, Aecsuchen wir die geehrten Inieressenten, das Abonnement bei der Post alsbald erneuern zu wollen. 2 Darmstadt im Sepzember 1876, Die Expedition der„Neuen Hessischeu Volksblätter.“ 2 — SOS. Dee baden er Anzeigeblatt. Amtliches Organ für die Stadt Wiesbaden. Das„Wiesbadener Anzeigeblatt“ erscheint läglich, mi: Ausnahme der Sonntage. Es bringt alle amtlichen Bekanntmachungen der städtischen und Königlichen Behörden, welche zur Kenntuiß Seel e der Bewohner Wiesbadens gebracht werden müssen, mindestens einen bis zwei Tage früher als sie jedes andere hiesige Localblatt bringen kann. Das„Wiesbadener Anzeigeblatt“ har von den husigen Localblättern nicht nur die größte Verbreitung, es wird auch an den Anschlagesäulen angeschlagen 8 finden daher durch dasselbe die wirksamste Verbreuung; dieselben werden mit 10 Pf. die Petitzeile berechnet And beliebe man solche an die Expedition des„Wiesbadener Anzeigeblatts“, Kranzplatz 2, zu richten. e von W 1 Ein junges Madchen Stumendes Tages Geile Kilderkledel, e zur Beaufsichtigung von 2 kleinen Kindern gesucht. 2/65 44 schuhe und Gamaschen billigst bei K. Friedrich. Einladung der ordentlichen Mitglieder zur Generalversammlung auf Samstag den 30. September, Abends 8 Uhr, in daf Cafinolocal. Tagesordnung: Anschaffung der Getränke, Gläser ꝛc.. Friedberg den 22. September 1876. Der Präsident der N Gesellschaft: P i st o i Ball. 3137 Dienstag den 10. October findet in dem neuer bauten Saale des Heinrich Hahn III. in Obborn hofen bei Hungen Ball für Israeliten statt, won freundlichst einladet Das Comité. Eine goldene Broche 3141 wurde Samstag den 23. d. M. auf dem Weg von Friedberg nach Ockstadt verloren. Der redlich Finder wird gebeten, dieselbe gegen eine gute Belohnung bei der Exped. d. Anz, abzugeben. Wiener in Worms 3136 empfiehlt vorzüglichen reinen 1875er Rhein Wein a M.— 50 Pf. per Liter. 1874er do. a 1— Probefäßchen von 20— 50 Liter, sowie 1 Bz. Flaschen 1874er Wein à 12 Mark exel. Glas stehen zu Diensten. Agenten, welche Privatkundschaft besitzen, werden gesucht. Für Herrenschneider. 3140 Ich suche einen arbeitswilligen jungen Mann, welcher seine Lehrzeit bestanden und sich weiter auszu⸗ bilden wünscht. Lohn der Arbeitsleistung entsprechend; auch 3.1 schriftliche Anfragen entgegen. Thöt, Schneider, Fahrgasse Nr. 148, 3 St., Frankfurt a. M. 3 3132 Nächsten Mittwoch den 27. ds. werde wieder mit einem großen Quantum— prima Haustuchsäcke in Friedberg eintreffen und in der Wirthschaft von A. Vogt's Erben dorten anwesend sein. Steinfurth den 22. September 1876. Georg Eichelmann. Kalender pr. 1877. Daheimkalender MN. 1 Spinistube! Familienkalender.„— 50. Einsiedlerkalender.„— 40. Nieritz, Volkskalender„ 1. 3138 Friedberg. Carl Bindernagel. . Wöbcllrünpertf 85 . L. JANSEN— 5 r 2 85 8 11 besorge per Bahn und Fuhre inol, Umzüge Emballage. Kosten-Ueberschläge nach Verzeichniß Garantie. 3133 50 Stück 3139 noch in gutem Zustande befindliche 4 Ohm hal tende e sind preiswürdig abzugeben bei Gießen M. Loeser. Reinen Bienenhonig, Aepfelgelée, Holl. Syrup 3150 empfiehlt Wilh. Bernbeck. 3151 Ein kleines Logis sogleich zu vermiethen bei! Reallehrer Opel,„Mainzer Thor. Todes-Anzeige. 3143 Heute Mittag um 28¾ Uhr verschied nach kurzem Krankenlager unser so sehr geliebtes Kind Ernst im Alter von 3½ Jahren. Theilnehmen— den Freunden und Verwandten widmen wir diese schmerzliche Nachricht mit der Bitte, um stille Theilnahme. Löwenhof den 23. September 1876. Die tiefgebeugten Eltern: L. Müller und Frau. belteffen! N müsäumte u die 1 fit die 4 ü Darn Madman ds Anif eln dem Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Masinial in Bunde Mil laukcnant ab. Gan In Obers ts. Nr nie- Ch N. 80 1 1 1. G 100 N Jun. t. Nun int dg. Reg I Sti. 0 U den Cwalerie Habich 10 fu Cr Wpnget küche — 2 speilr bach. cn, ber