Samstag den 25. November. M140. essischer Anzeig Cr. Die Petitzeil wird mit 11 Pfennig berechnet. Erscheint jeden Samstag. Diejenigen von Ihnen, welche mit Erledigung der in dem Kreisblatt Nr. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, Donnerstag und 124 enthaltenen Auflage vom 17. vorigen Monats noch im Rück⸗ LN Wa 2 7 2 5 r N 77 . ede Amtlicher Theil. cher Betreffend: Den im Monat October laufenden Jahres vorzunehmenden Wiesengang. Friedberg den 22. October 1876. f 0 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. seunig, 1 er Nagfelgu. — ng. dnekrern un Nieder; i dierdurc Die 8 is. Hartmann ll. fiche deln Fertsch. igen urmtt, Gießen. stande sind, haben solche sofort eintreten zu lassen. da p p. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wier, 21. Nov. Die„Pol. Corr.“ meldet, daß in Folge der Ueberhandnahme der Pferde-Ausfuhr nach dem Auslande und um den hieraus für das Reich und die einzelnen Landestheile entspringenden schweren Schädigungen vorzubeugen, beide Regierungen Oesterreichs und Ungarns ein Pferde-Ausfuhr— Verbot beschlossen haben.— Graf Andrassy ist hier eingetroffen. Pest, 21. Nov. In der heutigen Sitze ing des Abgeordneten-Hauses erklärte der Minister— Präsident von Tisza, indem er früher gefallene Aeußerungen Helsy's und anderer Abgeordneten widerlegte, die Regierung würde feig handeln, wenn sie von ihrem Posten zurücktreten wollte, so lange sie die Majorität des Hauses besitze. Die mit der Revision des Zoll⸗ Vertrages angestrebte Reduction des Deficits habe die Regierung töeil— weise bereits erreicht. In der orientalischen Frage dürfe man nicht türkische, russische oder andere politik, sondern nur österreichisch-ungarische Inte— kessen⸗Potitik treiben. Ragusa, 21. Nov. Der kürkische Kriegs; Dampfer„Muzzafer“ mit 17 Kanonen, der von Antivari kam und in den Hafen von Gravosa ein— lief, ist aufgefordert worden, den Hafen zu verlassen. 2 3 Nov. Die„Pol. Corr.“ meldet aus Ragusa, daß die dort eingelaufene türkische Cor- pette trotz der wiederholten Aufforderung der Be— hörden unter allerlei Ausflüchten des Commandanten (Radikaler) bei Berathung des Budgets der Ehrenlegion an die Regierung eine Interpellation wegen des Unterbleibens der vorgeschriebenen mili— tärischen Ehrenbezeugungen bei ohne kirchliche Feier erfolgenden Bestattungen von Rittern der Ehren— legion. In Folge der Abwesenheit des Kriegs— ministers wurde die weitere Discussion vertagt.— Der Senat hat das Gesetz über die Armeever— waltung in letzter Lesung angenommen. Atalien. Rom, 21. Nov. Die Deputirten- Kammer wählte mit 232 von 347 Stimmen Crispi zum Präsidenten, und Desanctis, Spontigati, Puccioni zu Vicepräsidenten. Filopanti, welcher seinet Eidesleistung einen Vorbehalt hinzufügen wollte, wurde vom provisorischen Präsidenten Correnti daran gehindert und aufgefordert, den Saal zu verlassen. Türkei. Constantinopel, 21. Nov. Die mit der Ausarbeitung der Verfassung betraute Commission hat nunmehr ihre Arbeiten beendigt und den bezüglichen Entwurf heute dem Großvezir mitgetheilt; die Verfassung soll noch vor dem Zu— sammentritt der Conferenz promulgirt und sodann alsbald in Kraft gesetzt werden. 5 — Der türkische Botschafter in Berlin, Edhem Pascha, ist zum zweiten Bevollmächtigten bei der Conferenz ernannt worden. Montenegro. Cettinje, 21. Nov. Die Demarkations Commission in Ragusa prüfte und erörterte heute Vormittag die türkischen und mon— tenegrinischen Vorschläge bezüglich der nördlichen Szultzewski dahier, welches die in der Presse ver— breiteten Gerüchte bezüglich eines bevorstehenden Polenausstandes als unbegründet bezeichnet; Polen sei völlig ruhig, und die polnische Emigration weniger als je geneigt, eine aufständische Beweg ung im Heimathlande hervorzurufen. Amerika. New Jork, 23. Nov. Das Control-Comité zur Prüfung der Wahlmänner— Wahlen in Süd⸗Carolina hat gestern, im Wider- spruch mit den Anweisungen des höchsten Gerichts- hofes, für die der Candidatur von Hayes anhängenden Wahlmänner und für die republikanischen Can— didaten zu den Staatsämtern Certificate ausge- stellt, und hierauf seine Sitzungen endgültig ver— tagt. Dieses Verfahren des Cemités rief lebhafte Bewegung hervor. In einer vom Führer der Demokraten, Wade Hampton, erlassenen öffentlichen Erklärung wird dasselbe als ein endgültiges be— zeichnet, und zugleich die Bevölkerung aufgefordert, sich ruhig zu verhalten und die Entscheidung des höchsten Gerichtshofs abzuwarten.— Nachrichten aus Mexiko vom 12. d. Mts. zufolge hat der frühere Präsident des obersten Gerichtshofs, José Maria Iglesias, sich als Präsident der Republik proclamirt und in Guanajunto eine Regierung ge— bildet; es sind Truppen gegen denselben abgesendet. Aus Stadt und Land. Friedberg, 23. Nov. Heute feierte Herr Hofgerichts- advokat Trapp II. sein. fünfzigjähriges Jubiläum als Advocat. Obgleich er selbst gewünscht hatte, diesen Ehren⸗ 14 287. ger.;; ine lag in aller Stille im Kreise seiner Familie zu begehen 1 den Hafen von, Glavosa nicht berlüßtz das öster Demarkation. Am Nachmittag war ebenfalls eine o funden sich doch die Wente Un nuch e en zgeichische Stationsschiff erhielt den Befehl, das Sitzung. 5 Gestern Abend wurde dem Jubilar ein Ständchen Seitens a Ante, üürkische Schiff zu untersuchen, ob es nicht Kriegs- Serbien. Belgrad. 22. Nov. Das des„Liederkranzes“ gebracht. Die Stadt, die ihn schon —= 5 sontrebande führe. Die österreichischen Behörden serbische Ministerium hat gestern seine Entlassung eit; 0 Reihe 1 5 Jabren zu a e im Ge⸗ „ Sti, ind angewiesen, den türkischen Schiffen nur en gegeben. Fürst Milan hat dieselbe noch nicht e ü gab nl de N zelache forcée den Einlauf zu gestatten. Die genommen. Die Minister beharren aber dabei. der Musikverein ein sehr schönes Concert. Das Programm daga Ausschiffung von Proviant und Monturen, sowie Der Grund der Demission ist noch unbekannt. war keichhallig und enthielt nur Sachen von bedeutenden dame fie Einschiffung Kranker und Verwundeter ist den Rußland. Petersburg, 22. Nov. Der Meistern. Hapdn, Mozart, Mendelssohn, Reinecke, Bruch, 10 der Hin. 83 3 2. S; ö 4 J T. N lauter Namen vom besten Klange. Wir können hier nicht bab. ficht armirten türkischen Schiffen unter der Kaiser äußerte in den letzten Tagen bei dem auf eine Bier aue die ee een en c, Controle der Hasen-Wachtschiffe gestattet. Empfang verschiedener hervorragender Persönlich- wollen nur noch einige Worte über die Ausführung hinzu⸗ „ bechlgraben, Schweiz. Bern. Die Commission zur keiten: daß er noch auf die Erhaltung des Frie- fügen: Die Chöre waren sehr sorgfältig einsiudirt und che, Berathung der Gotthard»Eisenbahn⸗ Frage hats dens hoffen wolle, aber seine und Rußlands Ehre gingen recht sicher. Die Soloparsthien hatten die Vereins⸗ 1 30 det ver?. 5 5 i 4 5 3 F je mitglieder Fel. Bechthold und Rühl sowie Herr Candidat „ Ffußs⸗ nit großer Meh'heit den Vorschlag der einspurigen für die Erreichung der geforderten Autonomie Clemm übernommen. Dieselben führten sämmtlich übre Anlegung der Bahn und das sogenannte Special-engagirt halte. Der von Belgrad entsandte Rollen recht gut durch. Der insitumenlale Theil wurde debe System verworfen, da vor Allem die Herstellung Marinovie kommt als Vertrauensmann Milans repräsentirt durch ein Streichquartett von Haydn, und .. ner betriebsfähigen Eisenbahn erstrebt werden soll. und wird als Vertrauensperson behandelt werden. ein ee ee 1 Mozart, 950 erstere geführt von n e Basel, 22. Nov. Die Gotthard⸗Commission] Derselbe dürfte berufen sein, das Verhältniß ee e eee e „ ebe bat heute Morgen die letzte Sitzung gehalten; für zwischen Belgrad und Petersburg zu bessern und Seminarlehrer Ank, Wader sich durch Ausführung des g— gie, zie Ausführung des gesammten ursprünglichen die sernere Kriegsführung Serbiens, falls die Con- dominirenden Clavierparl's, sowie der theilweise sehr . Bau Programms berechnete sie 72 Millionen ferenz nicht den Frieden bringt, von Rußland schwierigen Begleitung der Ehre als sehe bedeutender „ e Franken Mehrkosten, die jedoch auf 54 Millionen abhängig zu machen.. f N e e eee W nden dn i ducirt werden können, wofern die beiden nörd—— 23. Nov. Auf der Kiew Odessaer Bahn wirkte auch Padir in den Odrletken mit. Der Mu 1 1 chen und eine südliche Zufahrt(Pinolinie) weg-[wurde heute der Personen-Verkehr eingestellt. Von verein kann mit Beftiedigung auf sein jüngstes Concert gelassen werden. Das Gutachten der Commission] russischer Seite werden die Grenzen gegen Oesterreich zurückblicken. Hoffen wir, daß er uns in diesem Winter tung. e feht an den Bundesrath, der die Vorlage für die ostentativ von Truppen gänzlich entblößt. Lord mehr mit solchen Genüssen erfreut. N n in un sternationale Conferenz ausarbeiten wird. Salisbury wünscht, den Minister Tisza in Wien Groß ⸗Gerau, 21. Nov. Gestern fand bier eine 0 eiten 5 1 5 g ˖ Der„Pester Lloyd“ erfährt, Rußland selisame Trauung stalt. Der Bräutigam war nämlich 70 n dune Frankreich. Paris, 21. Nov. Marquis anzutreffen. Der„Pester L. 6. nd und die Braut 69 Jahre alt. Möge es dem„jungen den“ Salisbury hat heute mit dem Herzog Decazes habe den Ansang des Kriegs bis zu dem Zeit⸗ Paare“ noch recht lange vergönnt sein, die Freuden des 5* kerathung gepflogen. Graf Chaudordy reist heute punkte verschoben, wo sämmtliche Ostee-Häfen da 0 8 1, 1 indi i i i i f Groß-Gerau, 22. Nov. estern stürzten bei d 2 7rd Abend nach Brindist ab. Graf Bourgoing ift eingefroren ein würden. b a im Bau 1 Eisenbahn Frankfurt⸗Mannheim zwei . Vereits gestern vorausgegangen. Warschau, 22. Noem 15 Die Londoner kleine Locomotiven, welche Baumaterial berbeifübrten, von 10% Versailles, 21. Nov. Im Fortgange der„Morning Post“ veröffentlicht ein Schreiben des einem Damme herunter und wurde bei dieser Gelegenheit . Sitzung der Deputirtenkammer richtete Floquet Prinzen Czartoryski aus Paris an den Major der auf der einen Locomotive befindliche Heizer schwer verletzt. 4 8 4 Allerlei. Wiesbaden. Der in der Nacht vom 17. auf den 18. d. unter Mitnahme der Gefangenen⸗Arbeiter⸗Verdienst⸗ zu Casse und wegen unzüchtiger Handlungen mit weiblichen 5 Gefangenen flüchtig gewordene Gefängniß⸗Inspector Siegler wurde, nach dem„Rhein. Kur.“, am Samslag⸗Abend auf einem Dampfboot unterhalb Coblenz verhaftet. Als der⸗ selbe aus der Cajüte auf das Verdeck gebracht war, sprang sch er in den Rhein und ist bis jetzt nicht geländet worden. Runkel, 19. Nov. Heute sind dahier drei Personen, welche die Verausgabung salscher 100 M.⸗Scheine ver⸗ suchten, verhaftet und in das Kgl. Kreisgerichts⸗Gefängniß zu Limburg abgeliefert worden. Kaiserslautern, 21. Nov. Der Mörder der beiden Haßlocher Förster, ein gewisser Ullmer, wurde eben erst er entdeckt, und schon liegt wieder ein schrecklicher Mord vor. Der Wirth Keller in Niedermohr, der dieser Tage Abends ge zu Gerichtsarzt constatirt, daß die Dosis Phosphor quantitativ nicht binreichte, um ein Menschenleben zu gefährden, wurde die 15jährige Verbrecherin nur wegen, versuchter Vergiftung viertägiger Verhandlung am 17. d. zwel Scheusale in Menschen⸗Gestalt, Maria Lutz und Franz Mjelnek, wegen der des Verbrechens des Meuchel-Mordes(sie halten gemein- Be kats erschwert. begossen und angezündet, Weise verbrannse) nach dem Verdicte der Geschworenen bei Boldera bereits mit dünnem Eis bedeckt ist, dasselbe doch noch für Dampfer, welche die Eisdecke durch- tie und wieviel überhaupt verloren gegangen ist, läßt sich noch frei. Dazegen ist der übrige Lauf der sechs Monaten Gefängniß verurtheilt. Znaim. Der hiesige Schwurgerichtshof bat nach aftlich den Gatten der Ersteren überfallen, mit Petroleum so daß derselbe in enssetzlicher m Tode durch den Strang verurtheilt. 28 Riga, 22. Nov. Obwohl das Fahrwasser der Düna hä bleibt Ebenso ist die Passage bei Domesnees echen, passirbar. Düna fest abhängigen billigeren Weinpreise, sowle die 1875 r Obsiweinfabrikition betrachtet werden. haben dabei die ungünstigen Handels bältnisse und das damit zusammenhängende Sinken der größeren deuischland zur Ausmünzung gekommen sind, wurden Behältern steckl, bedeutende Mitgewirkt und Industriever⸗ allgemeine der Arbeilslöhne. Endlich hat die Concur renz Brauereien der Nachbarbezirke, namentlich jenigen zu Frankjurt a. M. den kleineten hessischen lriebsanstalten mehr als früher den Absatz ihres Fabri, Von 119½ Millionen Guldenstücken, welche in Süd ⸗ ½ Millionen nicht eingelöst. Wie viel von dieser ver⸗ lünißmägig sehr großen Summe noch in vergessenen wieviel im Laufe der Zeit in den Schmelz⸗ gel gewandert, zu Schmuck u. dergl. verwendet wurd e, froren. mit einer erlösten Geldsumme von Glanmünchweiler nach Hause gehen wollte, wurde in einem Wäldchen zwischen Münchweiler und Niedermohr erschlagen und ausgeplündert aufgefunden. Landshut, 16. Nov. wurden in Grünbach bei Erding zwei Näherinnen in räuberischer Absicht ermordet. Der Raubmörder, ein Glasergehülfe, ist bereits verhaftet worden. Würzburg. Ueber den Selbstmord Lutzenberger's berichtet das„Würzburger Journal“:„Der Einjährig⸗ Freiwillige v. Lutzenberger des 9. Infanterie-Negiments, ein hoffnungsvoller 18jähriger Jüngling, bat sich gestern früh 11 Ubr, nachdem er vom Exercieren heimgekehrt war, in seiner Wohnung erschossen. Der junge Mann war von seinem Instructions Officier mit der Strafe des Sandsack⸗ Tragens belegt worden, d. h. er mußte während des Exercierens einen 17pfündigen Sandsack im Tornister mit⸗ schleppen. Am gestrigen Nachmittag sollte dieses Gewicht auf 20 Pfund erhöht und der Bedauernswerihe überdies während der Nacht in Arrest gesperrt werden. Berlin, 22. Nov. Gestern stand ein Landmädchen vor der 6. Criminaldeputalion, unter der schweren Anklage, an ihrer Diensiherrin miitelst aufgelösten Phospbors einen Vergiftungsversuch ausgeübt zu haben. Auf die Frage, welches Motiv sie zu dieser en ssetzlichen That veranlaßt hätte, erklärte die angekagte Unschuld vom Lande, sie habe ihre Herrin nur— ärgern wollen. Da der Am Miiiwoch Abend 7 Uhr m Qualuät M. 4.50—6.50., Stroh per Cen iner M. 5.— R bis 5.50. M. 0.90—1.—, 2. Qual. M. 0.80—90., im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.20., 2. Qual. M. 1— 1.10. Eier das Hundert M.—. Weißkraut das Hundert M. 18.—. 65— 70 Pf., Rinofleisch 50 Pf., Hammaifleisch 30—40 Pf. Nov. 22.70, per März 23.55. Korn per Nov. 17.50, per März 18.—. Hafer per Nov. 17.90, per Mäcz Rüböl per Mai 38.10. herzogthum Hessen hat im Jahre 1875 gegen das Vorjahr eine Abnahme erfahren. 1öjähriges Jabre 1875 eine Minder-Ein nahme an Biersteuer von 53,934 M. 21 Pf. gegen 1874 berausgestell'. Die Menge des gewonnenen Biers blieb um 27,949 die in 1874 zurück. Die Abnahme des dessen zumeist in zufällig bestandenen gründet. Als haupfsächliche Veranlassung derselben müssen die guten 1874 und 1875er Weinerndten und die davon Handel und Verkehr. Frankfurt, 22. Nov. Der heutige Heu⸗ und Snoh⸗ arkt war gut befahren. Heu kostete per Ceniner je nach Butler 1. Oualität eim Großhandel das Pfund Kartoffeln per 200 Zollpfund M. 6—6. 50. nalürlich nicht ermessen. Geld ⸗Cours. Frankfurt am 23. November 1876. 20⸗Frankenstücke Mk. 16 24—28 Englische Sovereigns„„„, 2033 8 ussische Imperiales„ 16 70—75 olländische fl. 10⸗Stücke„ 16 65 G. Dieten n„ 9 71—1276 Du eaten a1 as Dollars in Gold. 4 16 19 Ochsenfleisch das Pfund Kalbfleisch 45—60 Pf., Producten-Markt. Walzen pet Manz, 21. Nov. 18.75. Darmstad t. Der Betrieb der Bierbrauerei im Groß Es bat sich in Folge dessen im Hecloliter getzen Betriebs ist in⸗ Verhälinissen be⸗ 3748 Nachruf. Liegst jetzt kalt nun auf der Bahre O Stütz des Hauses, Du bist nicht mehr Umsonst ist unser lautes Klagen Ihn gibt das Grab uns nimmermehr Still sei unser Schmerz daher. Geduldig trugst Du Deine Leiden Ohne Murren, die Schmerzen schwer Ließt die Deinen nie empfinden Das, was Du gelitten sehr. Mögst uo Gott, nun diese trösten Aufrecht halten, sie in der Pein Nach den Leiden, folgen Freuden Nach dem Regen, Sonnenschein. Friedberg, 22. November 1876. Frische Kieler Sprolten 7762 bei Wilhelm Fertsch. Hofapolhcke zum Engel. 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Auf die in diesem Blatte veröffentlichte Einladung von Seiten der Großherzoglichen Bürger⸗ meisterei dahier waren gestern Abend sieben Uhr mehrere Gesellen im Rathhaussaale zusammengetreten, um über Gründung eines Friedberger Krankenvereins auf Grund des Reichsgesetzes vom 7. April 1876 zu berathen. Die Versammlung hat beschlossen, den folgenden Statuten⸗Entwurf zu veröffentlichen, denselben in einer zweiten Versammlung Montag den 27. November, Abende 8 Uhr, noch einmal zu berathen und dann in zwei Exemplaren bei dem Stadtvorstand zur Uebersendung an den Großherzoglichen Kreis rath einzureichen, um die Zulassung dieser Hilfskasse zu erwirken. 1) Die Gesellen, Gehülfen, Fabrikarbeiter, welche hier in Arbeit stehen, auch wenn sie ver- heirathei und hier heimathberechtigt sind, sind verpflichtet, dem Friedberger Kranken-Verein, einge— tragene Hilfskasse, beizutreten. Der Verein hat seinen Sitz in Friedberg und bezweckt, seinen Mit— gliedern im Falle der Erkrankung unentgeltliche Verpflegung im Hospitale, oder ärztliche Behandlung und freie Arznei in ihren Wohnungen zu gewähren. 2) Jeder Geselle, Gehülfe und Fabrikarbeiter hat sich in dem Vereine sobald er hier in ein Arbeitsverhältniß eingetreten ist, aufnehmen zu lassen. Desgleichen sind alle Arbeitgeber angehalten, alle ihre Arbeiter für diese Kasse anzumelden. 3) Nur im Falle des Ortswechsels ist einem Mitglied der Austritt aus dem Vereine gestattet. Der Tag der Abreise ist dem Vorstand anzuzeigen und zugleich der noch rückständige Betrag des Beitrages an den Vereinsrechner abzuliefern. 4) Die Geschäftsherren sind berechtigt, sobald ein Mitglied seinen Beitrag zwei Monate hintereinander schuldig geblieben ist, denselben an dem verdienten Lohn in Abzug zu bringen. 5) Jeder Gehülfe, Geselle und 8 vorauszubezablen. Erfolgt die Austritts⸗Erklärung aus dem Verein für die erste Hälfte des Monats, so ist der halbe, erfolgt er für die zweite, so ist der ganze Beitrag zu entrichten. Arbeiter haben monatlich 1 Mark zu bezahlen. 6) Die Unterstützung aus der Vereinskasse erfolgt durch Gewährung der ärztlichen Behandlung und der Arzneien, sowie durch Aufnahme in dem Bürger ⸗Hospitale. Dem verheiratheten Arbeiter wie seiner Frau kann nur auf besonderen Beschluß des Vorstandes die Aufnahme in dem Bürger-Hospitale gestattet werden. 7) Zur unentgeltlichen Verpflegung und ärztlichen Behandlung während einer und derselben Krankheit ist die Kasse nur dreizehn Wochen lang verpflichtet. 8) Der Vorstand des Vereins wird von sämmtlichen Mitgliedern, welche zur Generalversamm⸗ Er besteht aus sieben Mitgliedern. Er bestimmt die Normen der Geschäftsführung des Letzteren und seinen Gehalt. Er entschtidet über Bewilligung einer Unterstützung und schließt im Namen der Kasse Verträge ab. Alle Beschlüsse werden nach Stimmenmehrheit gefaßt. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Die Anwesenheit von fünf Mitgliedern ist zu einer Der Vorstand wird auf drei Jahre gewählt. welche großjährig und im Besitze der bürgerlichen Generalversammlung zusammen. Derselben soll ein wie die Rechnung über Einnahme und Ausgabe der Wünschen und Anträgen gegeben werden. Die 9) Sämmtliche Mitglieder des Vereins, Rechenschaftsbericht über das Verwaltungsjahr, Kasse vorgelegt und Gelegenheit zu Beschwerden, Vorsitzender der Generalversammlung. 10) Eine Abänderung der Statuten nach Maßgabe des Gesetzes über die eingeschriebenen Hilfskassen kann nur mit einer Mehrheit von/ der Stimmen der anwesenden Mitglieder der Generalversammlung erfolgen. 11) Im Falle der Auflösung oder Schließung der Kasse Bürgerhospitale zu. 12) Die Rechnung über Einnahme und Ausgabe der Kasse muß jährlich gestellt und von dem Die Revision der Rechnung steht dem Großherzoglichen Kreisamte zu, 3742 fällt das Vermögen dem hiesigen welches jederzeit berechtigt ist von der Geschäftsführung des Vorstandes Kenntniß zu nehmen. 3754 Meine diesjährigen fertigen g Winter⸗Ueberzieher sind vorzugsweise schön gearbeitet und mit den besten Zuthaten ausgestattet, so daß solche den nach Maaß angefertigten in keiner Weise nachstehen. Um nun Jedem, der noch die Absicht hat, sich für den Winter ein solches Kleidungsstück in rein wollener solider Waare anzuschaffen, die Gelegenheit an die Hand zu geben, sich von der Wahrheit zu überzeugen, habe ich, sowohl bei diesem Artikel, wie bei completten Anzügen, Joppen, Sackröcken, Hosen& Westen, Jaquets, Schlafröcken 1c. die Preise außergewöhnlich billig gestellt. Die Auswahl ist außerordentlich groß. Bei Abnahme von größeren Parthien, bedeutende Rabatte. J. Süßmann, nene Kräme 17, 9 17 L n. Frankfurt a. M. Neue ital. Haselnüsse Ein junger Eber in schöner Waare bei. bett zu verkaufen. 16 Wilh. Bernbeck. Anzeigers. Flanellhemden, Unterhosen und Jacken in großer Auswahl. Vorstand geprüft werden. 3702 ö Fabrikarbeiter hat monatlich 60 Pfennige in die Vereinskasse] Verheirathete] im Falle der Erkrankung eines Mitgliedes 5 Er wählt aus seiner Mitte den] Louise von Frangois. leine musikalische Studie von Dr. H. 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Verwandten und Freunden widmen wir biermit die traurige Mittheilung, daß es dem Aumaͤchtigen gefallen hat, unseren innigstgeliebten Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Gatten und Vater Herrn Louis Goldmann nach langem schwerem Leiden im Alter von 46 Jahren am 22. d. in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten Friedberg. Die trauernden Hinterbliebenen. 13741 3709 L. Wetterhahn.(für Erwachsene und Kinder billigst bei K. Friedrich. Socken, sowie Strümpfe re . Bad⸗ Nauheim. Concert-Anzeige. Sonntag den 26. November, Nachmittags 4 Uhr, findet im Saale des Gastwirths Herrn G. Bayer ein Concert(à la Strauss) mit darauffolgendem Tanzvergnügen, ausgeführt vom Musik⸗ Corps des rhein. Jägerbataillons Nr. 8, unter Leitung ihres Kapellmeisters Hänseroth, statt. Billets à 50 Pfennig sit 5 zu haben bei den Herren Ph. J. Weiß, 3 Wörner jun., E. Bien⸗ stadt und G. Bayer, sowie Abends an der Kasse. änseroth. Butzbacher Katharinen⸗Markt Abends Ball im Hessischen Hof, 3719 wozu höslichst einladet A. Joutz, Butzbach. 3769 Die Gesellen, Gehülfen und Fabrikarbeiter werden gebeten zur letzten definitiven Berathung des Statuts des Friedberger Krankenvereins, eingetragene Hilfskasse, auf Grund des Reichsgesetzes vom 7. April 1876, wie zur Wahl eines Vorstandes Montag den 27. November 1876, Abends 8 Uhr, im hiesigen Rathhaussaale zusammenzutreten. Dabei wird ausdrücklich bemerkt, daß alle Gesellen, Gehülfen und Fabrikarbeiter in hiesiger Stadt, welche nicht erscheinen, den Beschlüssen dieser letzten Versammlung sich unterwerfen müssen. Friedberg den 24. November 1876. 3734 . Bürgermeisterei Friedberg. o uc ar. Vorschuß-& Credit-Verein zu ritpberg, Eingetragene Genossenschaft. Bis auf Widerruf ist unsere Kasse, der Jahresschluß⸗Arbeiten wegen, vom 1. Dezember an, nur des Vormittags von 9 bis 12 Uhr offen. 3735 C. Kal bfleisch, Kürschner, 3594 empfiehlt zur bevorstehenden Saison sein S Lager. 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Drei Paar Schuhe. Volksstück mit Gesang in 4 Abtheilungen von Görlitz. 100 Mark Belohnung, der 3 Paar Schuhe beg macht als wir. Lorenz und Leni Flink, 747 Schustersleute. Einladung. 3716 Nächsten Sonntag den 26. d. M., 85 7½ Uhr, im Henn'schen oberen Locale Besprechung wegen Ab⸗ haltung eines Gesellenballes Mehrere Gesellen. 3751 Wegen eingetretener Trauer bleibt mein Geschäft von heute bis zum 30. d. Mts. L. Gol M. L. Goldmann. Feinsten 50 Aechten holl. Syrup 3766 empfiehlt billigst. Ph. Dan. Kümmich. Feinsten körnigen Bienenhonig, Besten holländischen Syrup 3466 empfiehlt Fr. Hilbrecht Wittwe. Engl. Speckbückinge 3703 bei Wilh. Bernbeck. 3704 Das as Neueste in fertigen Winterhüten, sowie alle Arten Putzarbeiten werden billig und geschmackvoll ausgeführt bei Friedberg Amanda Eich. 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Abends 5 Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Am J. Advent Abendmahl in der Burgkirche. Etbsen und Linsen sowohl hier als auch auf dem Lande, in und außer dem Hause. 2936 bei⸗ Georg Groß. Frau Möbs, Schulstr. Nr. 338. (Hierzu Friedberg. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Unterhaltungsblatt Nr. 48 und eine Beilage.) Dal ven Gh. 11 wude be lan elbe 1„ Seiten Kirchen chen! lichen Wah bude Pension erhöht g an sie d einer an Ober col nach de allgemei das An sur Ver je 125 sür die sind zu den Be legt, di zugega Centra schließt 20 P seßl f Beilra thangk scuß 37,00 bezw. Erlta auf d 90,00 ebaug! Ausge 14,55 Staat Beitr der B. zur 2 Stand Kosten ung d bringl ständi. wenka Kapii. 60,00 Belti haben Auen lag u Inf. b der;! nant zum 0 isent Laidl. Volz sprec in 9 Liebl den 5 she W. a 1 len. 1„ Sescst Goldmann. ahonig, yrup den. Kümnich cnenhonig, 1 Syrup VArrecht Bitte I, t Vandlung. ist „ wollene interhand⸗ 1 teten vebrse fel 1 8 10 nei — r Beilage. Deutsches Reich. Darmstadt. Am 11. November wurde dem Gymnasiallehrer Dr. Lips zu Darmstadt der Charakter als Professor verliehen. Am 23. Nov. wurde dem Hofgerichtsadvokat Trapp II. in Fried- berg in Anerkennung seiner 50jährigen lobens⸗ wertben Führung der Advokatur der Charakter als„Justizrath“ verlieben. — Der evangelischen Landessynode ging von Seiten des Oberconsistoriums der Entwurf eines Kirchengesetzes in Betreff der Wahlen der evange⸗ lischen Kirchengemeinde Vertretungen und evange— lischen Kirchenvorstände zur verfassungsmäßigen Berathung und Beschlußfassung zu. — 22. Nov. Mit Zustimmung der Landes- synode sind für das Jahr 1875 und 1876 die Pensionen der Pfarrwittwen um je 125 Mark erhöht worden, so daß statt 685 Mark 80 Pf. an sie 810 Mark 80 Pf. ausbezahlt wurden. In einer an die Landessynode gelangten Vorlage des Oberconsistoriums vom 10. d. M. glaubt dasselbe nach detgilirter Darlegung der Verhältnisse der allgemeinen geistlichen Wittwenkasse an die Synode das Ansinnen richten zu können, ihre Zustimmung zur Verwilligung eines Pensions-Zuschusses von je 125 Mark zu der regelmäßigen Pension auch für die Jahre 1877 bis 1879 zu ertheilen. Es sind zur Zeit 166 Pensionen auszuzablen, was, den Betrag von 810 M. 80 Pf. zu Grunde ge⸗ legt, die Summe von 134,592 M. 80 Pf. beträgt. — Der unterm 10. d. M. der Landessynode zugegangene Voranschlag für den evangelischen Centralkirchensond für die Jahre 18771879 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 1,851,572 M. 26 Pf. ab. Die Einnahme für die drei Jahre setzt sich zusammen aus: Kassevorrath 70,000 M. Beitrag des Staates für die Bedürfnisse der evangelischen Kirche 522,772 M. 26 Pf., Ueber- schuß des Einkommens besetzter Pfarrstellen 37,500 M., Ueberschuß des Einkommens erledigter, bezw. zusammenzulegender Pfarrstellen 120,000 M., Ertrag der Pfingstcollecte 6300 M., Umlagen auf die evanglischen Kirchen- und Stiftungsfonds 90,000 M., Umlagen auf die Angehörigen der evauglischen Kirche 1,005,000 Mô Unter den Ausgaben erscheinen als Kosten der Landessynode 14,550 M., Oberconsistorium 176,562, M. 87 Pf. Staatsgehalte der evang. Geistlichen 220,797 M., Beitrag zu den Pfarrgehalten 930,000 M., Kosten der Verwaltung solcher Pfarrstellen, deren Inhaber zur Versehung der Pfarrgeschäfte nicht mehr im Stande sind, 54,000 M., für Stipendien 15,300 M. Kosten, welche durch die Veranlagung und Erheb⸗ ung der Umlagen erwachsen, 48,825 M., Unein⸗ bringliche Posten und Nachlässe 18,000 M., ständiger Beitrag zur allgemeinen geistlichen Witt⸗ wenkasse 37,854 M., Zinsen von aufgenommenen Kapilalien 19,200 M., zurückzuzahlende Kapitalien 60,000 M., Reservesond 47,913 M. 39 Pf. und Betriebskapital 100,000 M. — 23. Nov. Prinz und Prinzessin Ludwig haben vorgestern Morgen England nach längerem Aufenthalt verlassen und werden Morgen Nachmit⸗ tag um 2 Uhr wieder bier eintreffen. — Militärnachricht. Vom 4. Großh. Hess. Inf. ⸗Regziment(Prinz Carl) Nr. 118 werden der Port. Fähnrich Gutbier zum Seconde-Lieute⸗ nant und der charakterisirte Portepeefähnrich Fink zum Portepeefähnrich besördert. Gießen. Nach einer hier erfolgten Ver- öffentlichung wird der Reichstags Abgeordnete Liebknecht behufs der Reichstags ⸗ Wahl in drei Volks- Versammlungen im hiesigen Wahl⸗Kreise sprechen, am 22. Nov. in Gießen, am 23. Nov. in Alt- Buseck, am 25. November in Leihgestern. Liebknecht ist von den Arbeitern als Candidat für den hiesigen Wahl Kreis aufgestellt, und sonach hat auch unser Wahl- Kreis drei Candidaten, den bisherigen Abgeordneten von Rabenau, den Can- vidaten der Deutsch-Conservativen, Zimmer, und dazu nun Liebknecht. E Hberhessischer Anzeiger. Berlin, 21. Nov. Fürst Bismarck traf heute Abend 6 Uhr mit Gemahlin und Tochter aus Varzin hier ein und begab sich sofort nach dem auswärtigen Amte. — 21. November. Bei der Fortsetzuug der zweiten Lesung des Gerichts versassungs Gesetzes genehmigte der Reichstag nach längerer Debatte die§§. 46 und 47 in der Commisstonsfassung und ferner die an dieser Stelle von der Com- mission eingeschobenen§§. 47b bis k. Gleichfalls angenommen wurde der§. 47a, nachdem die Be⸗ stimmung, wonach ein Untersuchungsrichter, der zwei Jahre als solcher functionirte, eine aber— malige Bestellung für zwei Jahre ablehnen kann, auf Befürwortung des Ministers Leonhardt ge— strichen war.§. 47b(zeitweilige Vertretung eines Gerichts Mitgliedes und Entschädigung des Vertreters) wurde von demselben Minister wegen der voraussichtlichen Schwierigkeiten der Aussührung ebenfalls bekämpft, schließlich jedoch dem Commissions-Antrage gemäß genehmigt. Hier⸗ auf genebmigte das Haus auch die weiteren Pata: graphen bis§. 58. Es folgte nunmehr der Titel über die Schwur Gerichte. Zu§. 59a (Verweisung der Preß Vergehen vor die Schwur⸗ Gerichte) ward namentliche Abstimmung be⸗ antragt. Minister Leonhardt erklärte sich im Namen der Bundes Regierungen gegen diesen Paragraphen, welcher, nachdem die Schöffengerichte so beschränkt worden seien, eine Anomalte enthalte. Nachdem sodann Frankenburger für den Com- missions⸗Antrag gesprochen hatte, vertagte sich das Haus auf morgen 12 Uhr Mittags.— 22. Nov. Reichstag. Forts. der Justiz-Debatte. Es wird in Berathung des§. 58a(Verweisung der Preß⸗ Vergehen vor das Schwur Gericht) fortgefahren. Der sächsische Justizminister Abeken erklärt sich für die Regierungs-Vorlage. Er bemerkt: gerade die gelehrten Richter seien berufen, die Producte der geistigen Thätigkeit zu beurtheilen. Die Geschwo⸗ renen dürften mehr oder weniger ibre Parteistellung in das Urtheil hineintragen. Eine Erweiterung der Schwurgerichts-Competenz könne eine Reaction gegen das ganze Institut hervorrufen. v. Schöning für die Regierungsvorlage; Völck für den Com- missionsantrag. Der Justizminister Leonhardt be- kämpft die Ausführungen Völck's und die gestrigen Argumente Frankenburger's und spricht für die Regierungsvorlage. Gneist gegen den Commissous- Antrag, Lucius und Treitschke gleichfalls gegen den Commissions-Antrag, Hauck und Hänel sprechen für denselben. Nach Schluß der Debatte recht- fertigt Miquel den Standpunkt der Commission. Hierauf werden die§§. 58a und 59 angenommen. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt: die Zeitungs⸗Meldungen von einer angeblichen defini— tisen Ablehnung der Betheiligung Deutschlands an der Pariser Ausstellung würden von berufener Seite als zu weitgehend bezeichnet; bis vor wenig Tagen hätte nur Preußen sich schlüssig gemacht, beim Reiche sei die Angelegenheit noch nicht ver- handelt; von einem definitiven Beschlusse könne daher jetzt noch nicht die Rede sein, obschon die gegenwärtig in maßgebenden Kreisen herrschenden Stimmungen von Seiten der Presse richtig be⸗ zeichnet würden. — Es verlautet, daß mit der Ausprägung der goldenen Fünf-Markstücke,(„halben Kronen“) demnächst vorgegangen, und vorläufig der Betrag von 80 Millionen Mark dieser Münz Sorte her⸗ gestellt werden soll. — 23. Nov. Der Marquis v. Salisbury ist gestern Abend 8 Uhr hier eingetroffen. Er wurde, da der englische Botschafter Lord Rufsell unwohl war, von dem Seecretär der Botschaft, Mac Donnel, empfangen, stieg im Kaiserhofe ab und fuhr noch Abends 9 Uhr zum Fürsten Bismarck. Salisbury hatte auch heute Vormittag eine längere Unterredung mit dem Fürsten Bismarck in dessen Wohnung und wurde um 1 Uhr vom Kaiser empfangen; die Audienz dauerte eine halbe M 140. Stunde. Heute Nachmittag nahm der britische Minister im Hötel„Kaiserhof“ den Besuch des Reichskanzlers entgegen und wird auch bei Letz⸗ terem diniren. Königsberg. Die„Ostpreußische Zeitung“ veröffentlicht eine Bekantmachung der ostpreußischen Südbahn, wonach für die Stationen der Moskau- Brester Bahn der Frachtgut⸗Verkehr via Proteken⸗ Grajewo wieder freigegeben wurde. Anclam, 14. Nov. Der oftgenannte Pastor Quistorp in Ducherow ist heute vom hiesigen Kreisgericht der Mafestätsbeleidigung schuldig er⸗ kannt und zum geringsten Strafmaß(nach§. 95 des Strafgesetzbuches), zwei Monaten Gefängniß, verurtheilt worden. Er hatte in seinem Blatte „Deutsche Wacht“ den Landesherrn getadelt, daß derselbe von seiner Gnade gegen zum Tode ver- urtheilte Verbrecher einen zu weitgehenden Gebrauch gemacht habe. Karlsruhe. Die in großer Anzahl am hiesigen Polytechnikum studirenden Russen sind von ihrer Regierung aufgefordert worden, behufs Ein⸗ tritts in das Heer heimzukehren. München. Eine officiöse Note in der„Allg. Ztg.“ constatirt, daß, nachdem die Resignation des Stifts Decans Enzler vom König ange— nommen worden sei, und das Resignatious- Gesuch des P. Ambrosius Käs aller Wahrschein⸗ lichkeit nach die k. Genehmigung gleichfalls erhalten werde, die bischöflichen Stühle von Speyer und Würzburg wieder als erledigt zu betrachten seien. Aus einer Ministerrede. Gelegentlich der Verhandlungen über die Aufbesser⸗ ung der Pfarrbesoldungen im Großh. Baden hielt Staatsminister Dr. Jolly eine Rede, welche im Lande große Sensation machte. Wir theilen daraus unseten Lesern Nachstehendes mit: „Es besteht ein ganz dringendes, öffent⸗ liches Interesse, daß die Diener der Kirche ein ge⸗ nügendes Einkommen beziehen. Die Hüter und Pfleger der Religion, des religiösen Lebens, der religidsen Erkennt⸗ niß und Gesinnung, können eine ganz hervorragende Be⸗ deutung beanspruchen; sie sind, ohne alle Uebertteibung, geradezu unentbehrlich für die Erhaltung der Reinheit, der Kraft und Gesundheit unseres Volkslebens.—— Die reichsten Blüthen der Humanität und ihre populäre Ver⸗ breitung in den weitesten Massen haben wir vor Allem den Kirchen und ihren Dienern zu verdanken und nament⸗ lich wir in Deuischland sollten nie des Segens vergessen, der aus den deutschen Pfarrhäusern für die Nation hervor⸗ ging. Der Beruf der Kuchendiener ist einer der idealsten, und eben deshalb ist es klar, daß zu allermeist der ganze innere geifige Zug einer bestimmlen Zeit darüber ent⸗ scheidet, ob eine relauv größere oder geringere Anzahl junger Männer diesem Beruf sich zuwendet, ob mehr oder minder begabte Köpfe sich von demselben angezogen fühlen. Die allgemeine Zeitsirmung, die die Leute zu diesem oder jenem Beruf hintreibt oder davon abhält, beruht auf den verschiedensten Ursachen, welche sich der willkürlichen und bewußten Einwirkung der Einzelnen entziehen. Da⸗ gegen ist es unsere Aufgabe, die Existenzbedingungen für diesen Beruf so zu stellen, daß dieser Beruf nicht darunter nothleidet. Die Lebensstellung eines Pfarrers ist der Natur der Sache nach keine glänzende, sie ist der Natur der Sache nach und muß es sein, eine bescheidene.—— Also eine bescheidene, nicht glänzende Lebensstellung scheint mir in der Natur der Dinge geboien. Den Geistlichen darf nicht eine allzu große Kluft von der Masse des Volks, dessen geistiger Führer er sein soll, trennen. Aber so viel Mutel müssen ihm geboten werden, als nothwendig sind, um, wenn auch in bescheidener, doch in solcher Weise leben zu können, wie es für einen Mann von geißiger Bildung unentbehrlich und die Bedingung für die Ethaltung seiner geistigen Art ist. Es ist der allerschlimmste Zustand, wenn man den Stand der Geistlichen so niedrig stellt, daß man sie aus der dürftigsten Klasse der Bevölkerung nimmt, welchen ein Minimaleinkommen genügt, damit wir an Geld sparen können. Solche Pfarrer können wir nicht brauchen, wir wollen Pfarrer, die die geiflige und gemüth⸗ liche Seite des Volkslebens als die wahren Leiter zu führen im Stande sind; wir wollen Männer, die an dem Leben der Nation Theil zu nehmen vermögen. Diesen müssen wir aber auch die Mittel zuweisen, deren sie de⸗ dürfen, um diese Bildung zu erlangen. Die so beliebten Hanf⸗Couverts zu sehr billigen Preisen bei Carl Bindernagel. Versteigerung. 3690 Die Lieferung von 30 Raummeter Buchen⸗Scheit⸗ holz erster Klasse, zur Heizung des Haftlokals, soll Donnerstag den 14. Dezember d. J., Vormittags 11 Uhr, im Landgerichtslocal an den Wenigstfordernden vergeben werden und werden Steigliebhaber dazu eingeladen. Vilbel am 17. November 1876. Großherzogliches Landgericht Vilbel. e Versteigerung. 3691 Die Lieferung der Kleidungsstücke, Strohsäcke, des Oels und Stroh's, das Reinigen der Wäsche für die Haftgefangenen, das Rasiren und Haarschneiden, sowie das Kleinmachen von 30 Raummeter Holz soll Dienstag den 12. Dezember d. J., Vormittags 11 Uhr, im Landgerichtslocal in Accord gegeben und gleichzeitig der im Hof des Haftlocals lagernde Dünger und Asche an den Meistbietenden versteigert weren. Vilbel am 17. November 1876. Großherzogliches Landgericht Vilbel. n Güter- Verpachtung. 3711 Montag den 27. November, Vormittags 9½ Uhr anfangend, sollen folgende städtische Grundstücke auf 7 Jahre auf dem hiesigen Rathhause an die Meistbieten⸗ den verpachtet werden: Flur I. Nr. 89¼0= 3055 Meter, der alte Hain⸗ graben in 5 Ab⸗ theilungen, neben dem Friedhof, an der Fauer⸗ bacher Straße, in der Köhl⸗ gewann, ins;, dee eee in 6 Abtheil⸗ ungen, der Rain, rechts der Chaussee am Bock, am Schützen⸗ weg bei der Galgenbrücke, der untere Theil an der Hinter⸗ hohl, neben dem Straß⸗ bachsgraben, die Abtheilungen 2839 der vor⸗ deren Pfingst⸗ weide, die Abthellungen 40—48 der hin⸗ teren Pfingst⸗ weide, 172= 12500„ die Lachenwiese in 5 Abtheil⸗ ungen. Friedberg den 17. November 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. F o ue a r. Güter⸗Versteigerung. 3710 Montag den 27. November, Vormittags 10½ Uhr, sollen nachstehende Grundstücke, welche bei der Zusammen⸗ legung der Grundstücke im Großwartfeld als Massenstücke reservirt worden sind, auf dem hiesigen Rathhause an die Meistbietenden versteigert werden: Flur VIII. M.= 3283[Meter Acker im Großwart⸗ feld neben dem Weg und Heinrich Dietz, Flur VIII. M.= 3814[Meter Acker daselbst neben Heinrich Salz ⸗ mann III. u. Jacob Glockengleser, auf die Wiesen. Friedberg den 17. November 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. F Ein Schäfer wird für die erledigte Schäferstelle zu Friedberg gesucht. Lusttragende haben ihre deßfallsigen Anmeldungen unter Beischluß von Zeugnissen bis längstens 3. Dezem⸗ ber d. J. bei der unterzeichneten Stelle einzureichen. Friedberg den 28. November 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. 3741 Fo uc a r. , * — * * — 85 l 2 — OD n 228 U 2 2 1 — * „ XIII.„ 280— 5800 „ X.„ . La- ma- ng. 3743 Mittwoch den 29. d. M., Morgens 10 Uhr, soll ein der Gemeinde gehöriger Fasesochse auf hiesigem Rath⸗ hause öffentlich meistbietend versteigert werden. Echzell am 22. November 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Echzell. Solide Agenten erwünscht, wo noch keine Vertretung. 4 11 Ermäßigte Preise DW Hücksel Maschinen Mark 75.— an franco keit und jeder Eisenbahnstation geliefert. Garantie und Probezeit. 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Januar 1875 war folgender: 2,185,138,728 Mark. 4,09 1,478„ 3,566,377„ 6,000,000„ Die unterzeichneten Agenten ertheilen gerne nähere Arskunft und nehmen Versicherungs⸗Anträge entgegen, welche stets schnellste Erledigung finden werden. Joh. Werner II. in Ober⸗Mörlen. J. Weitzel in Stammheim. L. Mackowsky in Vilbel. Simon Löbe in Wohnbach. 806 Becker& Comp. Bockenkeim bei Frankfurt a. M. empfehlen ihre rühmlichst bekannten Dreschmaschinen für Hand-, Göpel: und Dampfbetrieb, Häckselschneider, Rüben⸗ und Schrotmühlen, sowie sämmtliche Geräthe für die Land- wirihschaft unter Garantie zu billigen Preisen. Cataloge frauco.— Agenten erwünscht. 3430 Holz- Versteigerung. 3740 Im Licher Gemeindewald, Distrikte Plattenwald, Kronau und Ettingshäuserkopf, kommt Mittwoch den 29. d. Mts., Morgens 9 Uhr, folgendes Holz zur Ver⸗ steigerung: 1) Ban⸗, Werk⸗ und Nutzholz. 46 Eichenstämme von 20—47 Centim. Durchmesser, bis 16 Meter Länge, 620 Fichtenstämme von 15—37 Centim. Durchmesser, 14—23 Meter Länge, 345 Fichtenstangen von 1014 Centim. Durchmesser, 10— 18 Meter Länge. 2) Brennholz. Donnerstag den 30. d. Mts., Morgens 9 Uhr: 886 Raummeter Buchen-, Eichen⸗, Kiefern- und Fichten⸗Scheit⸗, Prügel⸗ und Stockholz, 9380 desgleichen Reisholz⸗Wellen. Der Anfang ist jedesmal im Plattenwald am Hatten⸗ röder Vieina weg am Licher Feld. Bei genügender Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martinitag 1877 gestattet. Lich den 18. November 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Vio get, Beigeordneter. Holz⸗Versteigerung. 3757 Die am 14. und 15. d. Mts. im hiesigen Ge⸗ meindewald abgehaltene Holzversteigerung hat die Ge⸗ nehmigung erhaften und ist der erste Fahrtag festgesetzt worden: Für den Distrikt Wann“ auf Montag den 27. d. M., für die übrigen Distrikte auf Dienstag den 28. d. Mts. Ober⸗Mörlen am 23. November 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Mörlen. . Versteigerung eines Gasthauses. 3755 Nächsten Mittwoch den 29 d. Mts., Vormittags 11½ Uhr, wird auf hiesigem Rathhause das der H. C. Wigand Ehefrau dahier zustehende, in der Parkstraße vis-a-vis dem neuen Kurhause belegene Gasthaus (Cafés Germania) mit großen Wirthschaftslocalitäten, 24 Zimmern und großen Kellerräumen öffentlich an den Meistbietenden nochmals versteigert und bei annehm⸗ baren Geboten der Zuschlag sofort ertheilt. Bad⸗Nauheim am 23. November 1876. Großherzogliches Ortsgericht Bad⸗Nauheim. Schutt. Wollene Hemden, wollene und baumwollene Unterjacken e Unterhosen Sto bl. 366 zu sehr billigen Preisen bei K. Friedrich. Di e Kunst-Järberei, Druckerei und Wascherei von J. Küchel in Homburg v. d. H. empfiehlt sich für alle Gegenstände der Herren und Damen⸗ Garderobe, Möbelstoffe, Federn, Plüsche, Sammt ꝛc. und garantirt schöne, rasche und billige Bedienung. Annahme und Muster bei Herrn C. F. Schleuning in Friedberg, Herrn B. 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