8 eg Nr. 7. — 1 euuig. 5 dieselten, us Wan Fabnfant. „ Uutwahl file F und Schnied ordneten. Berathung des Militär- Etats. elgttüng „ Sertttsgz 10 lie 13 Ius Ketten in seg „ ebilie kene 216828101, 1 * 9.7 „e Kuben 1 1 theilte heute den Redacteur 1 1 * Dienstag den 25. Zuli. . 87. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Voranschläge der israel. Religionsgemeinden des Kreises Friedberg für 1877. Das Froßherzogliche Kreisamt Friedberg an die Vorstände der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises. Wir erinnern Sie an die sofortige fehlbar entgegen. Friedberg am 22. Juli 1876. Aufstellung der rubricirten Voranschläge und sehen der Einsendung bis Ende August dieses Jahres un— T rap p. Deutsches Reich. Darmstadt. Am 25. Juli wird die erste Kammer zusammentreten, um das Budget zu berathen. — 22. Juli. Das Bezirks- Gericht verur- —— 5 5 des in Bensheim erscheinenden„Bergsträßer Anzeigers“, Böger, zu 60 Mark Geldstrafe, weil er dem katholischen Dekan Säckinger daselbst vorgeworfen, er habe zum Nachtheil der Stadt- Casse einen Günstling der ultramontanen Partei bet Vergebung von Lieferungen für das Hospital pflichtwidrig begün⸗ stigt. Der versuchte Beweis der Wahrheit wurde für nicht erbracht erkannt. 5 Aus den neuesten Drucksachen der ersten Kammer gebt hervor, daß der Finanz⸗Ausschuß dieser Kammer in einer Reihe von Finanz⸗Ange⸗ legenheiten Beitritt zu den Beschlüssen zweiter Kammer befürwortet, namentlich gilt dies von den Regierungsvorlagen wegen Bewilligung einer außer- ordentlichen Staats- Unterstützung von 45,000 Mk. für die Gemeinde Heidesheim, wegen Erbauung eines neuen Stations-Gebäudes auf der Station Neu ⸗Isenburg, wegen Ueberbauung der Warte— Säle des Stations Gebäudes der Main⸗Neckar- bahn zu Darmstadt, wegen Erbauung eines neuen Gymn isial⸗ Gebäudes in Worms, wegen Erhöhung des Bau⸗Fonds der Main--Weserbahn und wegen Erbauung eines Stalles für die Veterinär- Anstalt in Gießen. Berlin. Der„Reichs Anzeiger“ erklärt, daß die deutsche Regierung dem Agenten der deutschen Bank in London, Pietsch, der in einem Briefe an die„Times“ angeblich auf Ersuchen und in Vollmacht der deutschen Regierung Erklär— ungen über deutsche Silber Verkäufe abgegeben, zu einer solchen Veröffentlichung keinen Auftrag oder Vollmacht ertheilt hat. München, 21. Juli. Kammer der Abge⸗ Referent Dr. Frankenburger bezeichnet ein jüngst colportirtes Gerücht, als habe der Kriegsminister die Vorlegung der Nachweisungen verweigert, als absurd. In der Discussion wurde die Verwaltung des Etats nicht bemängelt. Der Kriegsminister sichert dem won dem Abg. von Stauffenberg ausgesprochenen Wunsche nach einer mehr rationellen, die Gesund— heit stärkenden Beköstigung der Soldaten möglichste Bedachtnahme zu. Der Antrag des Ausschusses, die Krone um die Anordnung zu bitten, daß der Pferdebedarf für die bayerische Armee thunlichst und unbeschadet der Leistungsfähigkeit der Armee in Bayern selber angekauft werde, wurde einstimmig angenommen. Die Gesammt-Ziffer des genehmigten Militär-Etats ist 41,446,222 Mark. Ausland. Jedoch hielt ein her⸗ 7 ai eigeeilter serbischer Major die Wachen vom Feuer ab und verhütete so das sonst unvermeidliche Un— glück. In Folge dessen ward der österreichische General ⸗Consul Fürst Wrede beauftragt, an die serbische Regierung die Forderung zu richten, daß sämmtliche serbische Wachtposten am Donau-Ufer gänzlich eingezogen würden, dies um so mehr, als es ja der österreichischen Intervention zu danken sei, daß die Türken sich verpflichteten mit ihrer Donau— Flottille nicht über die Timok- Mündung hinaus zu operiren. Die serbische Regierung hat sich daraufhin beeilt, die Einziehung sämmtlicher Wachtposten am Donau-Ufer über das eiserne Thor hinaus zu verfügen. Im Falle die serbische Regierung auf die österreichischen Forderungen nicht eingegangen wäre, würde die ernsteste Re— pression eingetreten sein. — Gegegenüber von Nachrichten über angeb— lich von den Türken in Klek neuerdings bewerk— stelligte Ausschiffungen von Kriegs-Material erfährt die„Pol. Corr.“ ganz positiv, daß lediglich bereits vor längerer Zeit für die türkischen Truppen ein- gelangte Monturen und Proviant, keineswegs aber eigentliche Kriegs»Contrebande(Munition und Waffen) ausgeladen worden. Alle Debarkations- Operationen fänden trole statt. Salzburg, 20. Juli. Um 3 Uhr heute Nachmittags begann die Auffahrt zur Hoftafel. Seitens des deutschen Kaisers hatten Einladungen erhalten: Lamberg und Podstasky, Baron Wimpffen und Fürst Hohenlohe. Der deutsche Kaiser saß zur Rechten des Kaisers von Oesterreich neben Ersterem Fürst Hohenlohe, neben Letzterm der deutsche Bot schafter Graf Stolberg. Nach dem Diner fuhr Kaiser Wilhelm in sein Hotel zurück. Um 6 Uhr fuhren beide Kaiser unter Hochrufen der Volksmenge nach Hellbrunn. — 21. Juli. Der deutsche Kaiser ist heute Vormittag 9 Uhr nach Gastein abgereist; der Kaiser von Oestecreich geleitete den Kaiser Wilhelm an den Bahnhof. Beim Abschiede küßten sich die Monarchen drei Mal und schüttelten sich herz- lich die Hände; vom Waggon aus grüßte Kaiser Wilhelm nochmals. Der Kaiser von Oesterreich reiste sodann nach Wels ab. Frankreich. Paris, 20. Juli. Fürst Hohenlohe hat heute einen vierwöchentlichen Urlaub angetreten und ist heute Abend zu seiner in Aussee weilenden Familien abgereist. — 22. Juli. Das französische Mittelmeer- Geschwader, bestehend aus fünf Panzerschiffen, ist am 17. Juli, von Tunis kommend, in Tripolis angekommen.— In Tripolis werden Hülfstruppen für die Türken nach Konstantinopel eingeschifft. Die einzige Nachricht, welche dem Marine Mini- unter aufmerksamer Con- Statthalter Graf Thun, die Grafen 0 1 lautet folgendermaßen:„Ein Eingeborener hat einen anderen Eingeborenen um's Leben gebracht. Der Mörder ist in die Wälder geflohen, wo er einen kleinen Anhang hat. Eine Truppen- Ab- theilung ist zur Verhaftung des Schuldigen aus— gesandt worden. Weder Transportirte, noch Deportirte haben in dem Zwischenfall figurirt.“ Versailles, 20. Juli. In der heutigen Senats Sitzung bekämpften Laboulaye und Broglie den Gesetz⸗Entwurf über die Verleihung der aka— demischen Grade, während der Unterrichts ⸗Minister für denselben eintrat. — 21. Juli. In der heutigen Sitzung des Senats befürwortete der Conseils-Präsident Du— faure den Gesetz- Entwurf wegen Verleihung der akademischen Grade; gleichwohl wurde derselbe mit 144 gegen 139 Stimmen verworfen. Belgien. Brüssel, 22. Juli. Der König und die Königin von Griechenland sind heute, von London kommend, hier eingetroffen. Italien. Rom. Die russische Regierung hat, wie die Zeitung„Fanfulla“ meldet, den seit⸗ herigen russischen Gesandten Baron Uxküll⸗Gyllen⸗ bandt endgiltig zum Botschafter am hiesigen Hof ernannt. Sobald General Cialdini seine Be— glaubigungs⸗Schreiben in Paris überreicht haben wird, gedenkt, derselben Zeitung zufolge, die französische Regierung ihre hiesige Vertretung zum Range einer Bolschaft zu erheben. Türkei. Constantinopel. Bejüglich der Gerüchte über die Regierungsunfähigkeit des Sultans wird dem„N. W. Tagbl.“ von hier geschrieben:„Der Sultan ist in der That sehr leidend und kann weder die Schwert- Umgürtung vornehmen lassen, noch die Accreditive der Ge— sandten empfangen, noch irgend eine andere, selbst formelle Staats-Action begehen, da er momentan an einer Geistes-Krankheit leidet. Wie bekannt, hat Murad schon als Prinz sich den Genüssen des Lebens in maßloser Weise hingegeben. Seine Neigung für europäische Frauen war ebenso be— kannt, wie sein Hang zum Trinken. Gewisse Quartiere von Pera, die der Prinz häufig ferquentirte, können aus eigener Anschauung Beides constatiren, und namentlich soll der Prinz im Genusse geistiger Getränke maßlos gewesen sein. Wiewohl Murad von Haus aus gewöhnt war, diesem Dämon zu huldigen, da sein Vater, der Sultan Abdul Medjid, fast jeden Tag betrunken war und seine Söhne an diesen Gelagen theil— nehmen ließ, so ist es immerhin möglich, daß die schlechte Behandlung, die der Prinz von Seite seines Onkels erhielt, denselben bestimmt haben mag, im Schoße des Lasters Trost und Zerstreu- ung zu suchen, oder es hat die von Abdul Aziz eingesetzte Umgebung Murad's die Aufgabe gehabt, den Kron-Prätendenten auf diese Art physisch und geistig zu Grunde zu richten. Murad soll auch schon als Prinz an den Folgen seiner Lebeneweise zu wiederholten Malen gelitten haben, namentlich sollen periodische Geistes Störungen zu Tage ge— treten sein, wie selbe bei Personen vorkommen, sterium durch den letzten Courier zugegangen ist,(die dem Trunke ergeben sind. — Die„Politische Correspondenz“ meldet aus der Herzegowina: In Folge der Zusammen⸗ ziehung starker türkischer Streitkräfte oberhalb Mostars und des Widerstandes, welchen die Mon- tenegriner bei den Blockhäusern vor Nevesinje und Metochia finden, ist die Gefahr eines montene⸗ grinischen Angriffes auf Mostar vorläufig beseitigt. Die Garnison von Trebinje ist durch 2 Bataillone verstärkt und Alles für einen feindlichen Angriff vorbereitet. — Die„Pol. Corr.“ erfährt telegraphisch aus Petersburg, daß der türkische Botschafter Cabuli Pascha bei Ueberreichung seiner Creditive von dem Kaiser Alexander persönlich mit aller Auszeichnung behandelt wurde; doch soll der Kaiser sich über die Verhältnisse in der Türkei in einer Weise ausgesprochen haben, welche auf den Botschafter den tiefsten Eindruck gemacht habe. Letzterer habe sich nach der Audienz sichtlich depri⸗ mirt zurückgezogen. — 21. Juli. Der russische Botschafter Ge⸗ neral Ignatieff ist am Montag mit Urlaub nach Petersburg abgereist.— Eine Depesche Osman Pascha's constatirt, daß an dem Kampfe bei Saitschar 25,000 Serben theilgenommen haben. Das Gefecht am letzten Dienstag bei Izvor hal mit einem glänzenden Siege der Türken geendigt. —(Amtliche Meldung). Am 20. Juli haben 7 Bataillone Infanterie mit 2000 Mann Milizen unter Djelaleddin und Zecky bei Bjelina die Serben angegriffen; letztere wurden vollständig geschlagen und zogen sich nach der Insel Attineja zurück, woselbst sie dem türkischen Artillerie-⸗Feuer ausgesetzt sind. Die Türken haben Verschanzungen eingenommen und vier Kanonen erbeutet.(Siehe unter Belgrad das complete Gegentheil dieser Meldung) Montenegro. Cettinje. Man schreibt der„Pol. Corr.“:„Wenn den seit zwei Tagen aus Scutari in Albanien, hier einlangenden Meldungen zu trauen ist, so bekommt die Pforte mit den am linken Ufer des Scutari- Sees seß⸗ haften albanesischen Stämmen ihre liebe Noth. Wie es beißt, drohen die Miriditen mit ihrem Anschlusse an die Montenegriner, wenn die Pforte nicht den seit acht Jahren in Constantinopel inter- nirten Sohn ihres Fürstenhauses, Bib Doda, freigibt und als Miriditen- Häuptling wieder ein setzt. Man will sogar wissen, daß ein Theil der Miriditen, montenegrinischen Einflüsterungen Gehör schenkend, sich bereits erhoben habe, und die Türken bei Podgoritza bedrohe. Selbst Scutari wäre nach derselben Quelle bedroht.“ Bis auf Weiteres wird es gut sein, diese montenegrinischen Quellen entstammenden Nachrichten mit aller Vorsicht auf zunehmen. Serbien. Belgrad, 20. Juli.(Amtliche Meldung.) Gestern hat ein siebenstündiger Kampf zwischen der Truppen Abtheilung unter der Führung von Ducie und 4000 regulären türkischen Truppen zwischen den Flüssen Lim und Uvatz stattgefunden; letztere wurden in regellose Flucht gejagt und bis zu den Verschanzungen bei Novavoros verfolgt. Die heftige Beschießung von Liebovia Seitens der Türken wurde in Folge des serbischen Geschütz⸗ Feuers eingestellt. Die Serben befestigen Klein ⸗ Zwornik. —(Amtliche Meldung.) Die in Beljina verschanzten Türken griffen am 20. Juli mit 10 Bataillonen regulärer Truppen und einem Corps Baschi⸗Bozuks die serbischen Linien an, um das Armee⸗Corps unter Führung von Ranco Alimpies auf die andere Seite der Drina zu werfen. Der Kampf dauerte sechs Stunden; der wüthende Angriff ward glänzend abgewiesen. Der Feind, nach Beljina retirirend, hinterließ viele Todte und wurde bis Beljina verfolgt; hier unter- brach ein Platzregen die Verfolgung. Die ge- fangenen Türken sagen aus, sie seien von Trap nik ber gekommen. Vorgestern erfolgte ein Angriff der Türken auf den serbischen Oberst Ussum Mir⸗ kovic in Gramuda, östlich von Alexinacz: der Kampf dauerte 10½ Stunden und blieb unent⸗ schieden. Gestern erneuerten die von Pirot her Griechenland. Athen. Nach der Rück⸗ kehr des Königs wird eine außerordentliche Session der Kammern erwartet.— Ein Gesuch der türki⸗ schen Regierung, fünf Montenegro gehörige Kanonen auf Korfu mit Beschlag zu belegen, wurde dies. seits abgewiesen. Aegypten. Alexandrien, 22. Juli. „Reuter's VBüreau“ meldet: Die Mitglieder des erstinstanzlichen internationalen Gerichtshofes haben das Verfahren ihres Präsidenten Haakmann ge⸗ billigt. Heute früh sand vor dem Gerichtsgebäude eine Demonstration zu Gunsten des Gerichtshofes statt.— Der Justizminister Scherif Pascha ist von Cairo in Alexandrien eingetroffen. — Das Richter Collegium ernannte an Haak⸗ mann's Stelle Antoniades zum Vorsitzenden der summarischen Abtheilung des erstinstanzlichen Ge⸗ richtshofes. Amerika. New⸗Nork, 20. Juli. Don Carlos ist hier angekommen. Aus Stadt und Land. I Lauterbach. Die für ben Herbst dieses Jahres in Lauterbach in Aussicht genommene Obst⸗, Gemüse⸗ und Blumenausstellung des Oberhessischen Gartenbauvereins kann leider nicht abgehalten werden, da verschiedene, nicht mehr zu bewältigende Hindernisse eingetreten sind.— Die⸗ selbe, nebst der damit zu verbindenden General-Versamm⸗ lung des Gartenbauvereins wird nun jedenfalls im Herbste des nächsten Jahres in Lauterbach stattfinden und ist dann zu hossen, daß eine recht rege Betheiligung an der⸗ selben den Bestrebungen des Gartenbauvereins enigegen kommen wird. Bingen, 17. Juli. Großes Aufsehen erregte heute die in Creuznach ersolgte plötzliche Verhaftung der Haus hälterin eines alten, sehr vermögenden Herrn von hier, der sich in Creuznach zur Cur befindet. Im Besitze dieses Frauenzimmers, welche im Verdachte steht, den geistes⸗ kranken Zustand ihres Herrn zum Nachtheil seiner Kinder schon seit Jahren auf unerhörte Weise mißbraucht zu haben, befand sich im Augenblicke ihrer Haftnahme eine Summe baaren Geldes von ungefähr 50,000 Mark, außer noch vielen sehr werthvollen Pretiosen, sowie auch— wahr- scheinlich zu ihren Gunsten erschlichenen— Akten und Testamenten. Hoffentlich wird die bereits eingeleitete Untersuchung die Folge haben, daß die Beschuldigte zur wohlverdienten Strafe herangezogen werden kann. Allerlei. Gelnhausen, 21. Juli. Aus dem Vormittags kurz vor 12 Uhr von Gelnhausen nach Gießen abgehenden Zuge der Oberhessischen Bahn stürzte gestern zwischen der Station Mittelgründau und dem Tunnel bei Büdingen ein Knabe von Eckenheim aus dem Wagen glücklicherweise ohne weiteren Schaden zu nehmen. Die Thüre des Wagens soll, wie ein Miireisender versicherte, nicht fest geschlossen gewesen sein und wird dieser Fall mit Kindern reisenden Eltern zur Warnung mitgetheilt. Von den Mitreisenden wurde der Zugführer aufgefordert, halten zu lassen, was derselbe jedoch nicht für angänglich erachte te. Todinau i. Baden, 20. Juli. Durch eine große Feuersbrunst sind hier 88 Häuser verzehrt worden und 248 Familien des Obdaches beraubt. Auch die Kirche und das Rathhaus befinden sich unter den verbrannten Gebäuden. Das Feuer brach in der Fabrik von Ziegler und Thoma aus. Hörde, 16. Juli. Ein entsetzliches Verbrechen, welches heute in unserer Stadt verübt wurde, versetzt alle Ge⸗ müther in größte Aufregung. Der Wirth Köddermann, welcher mit seiner Frau schon längere Zeit in Unfrieden leble, bekam auch heute wieder mit derselben Streit und ergriff bierbei in einer an Wahnsinn grenzenden Wuth ein Brodmesser und schnitt seiner Frau fast buchstäblich den Kopf vom Rumpf. Der Verbrecher wurde verhaftet und sieht seiner verdiensen Strafe enigegen. Basel, 21. Juli. Im Dorfe Albeuve(Canton Frei⸗ burg) brach gestern Nachmillag eine große Feuersbrunst aus, welche innerhalb einer Stunde den Ort in einen Schultbaufen verwandelte; über 100 Gebäude sind ver⸗ brannt, 2 Personen durch Ersticken um's Leden gekommen. Eine Luftreise über den Ocean. Am Donnerstag den 8. Juni verließen fünf Luftschiffer auf einem Ballon Philadelphia und langten bereits Samstag den 10. Juni Abends wohlbehalten bei Rennes in der Bretagne an; sie legten mithin die Reise von Nordamerika nach Europa quer über den atlantischen Ocean in nur sechszig Stunden zurück. Von dieser wunderbaren, in den Annalen der Aerostatik ohne Beispiel da- stehenden Luftfahrt gibt eine Pariser Corrtspondenz folgenden interessanten Bericht. Det eigentliche und vornehmste Held des Abenteuers ist Herr Gaspar Louis Flamarin, ein Mann, der sich schon verstärkten Türken den Angriff, wurden jedoch zu rückgeschlagen. seit vielen Jahren mit Problemen der Luftschiff⸗ fahrt beschäftigt u. A. während der Belagerung von Paris wiederholt aufgestiegen ist. 1872 machte er vom Kiystallpalaste zu Sydenham, 1873 während der Weltausstellung von Wien aus eine gelungene Auffahrt. Nach zahlreichen mühsamen Experimenten ist Herr Flamarin vor sechs Monaten endlich dazu gelangt, eine Maschine zur Lenkung der Luftschiffe zu erfinden. Er erwartete mit Ungeduld die Er⸗ öffnung der Weltausstellung zu Philadelphia; hier wollte er die Probe ablegen, daß seine Erfindung eine praktische sei. Wohlgemerkt: Herr Flamarin behauptet nicht— wie so viele seiner Vorgänger auf diesem Gebiete— daß es ihm möglich sei, mit seinem Apparat elnem Ballon zu jeder Zeit jede ihm beliebige Richtung zu geben. Im Gegen · theile, er versichert, daß dies eine Chimäre sei, die unter keinerlei Umständen realisirt werden kann. Denn nie wird es einem Luftfahrzeuge gelingen, gegen eine herrschende Lustströmung anzukämpfen. Aber was Flamarin sagt, ist dies: Es gibt immer Luftströmungen von genügender Stärke, um einen Ballon mit einer Geschwindigkeit zu bewegen, die mehrfach größer ist, als die der schnellsten Eisen⸗ bahnzüge. In verschiedener Höhe von der Erde haben diese Luftströmungen eine verschiedene Richt⸗ ung. Der Ballon muß nun die Luftschicht auf⸗ suchen, in der eine seiner Reiserichtung günstige Strömung herrscht. Der Apparat Flamarin's gestattet nun sowohl dies als auch ein Steuern des Luftschiffes unter der Wirkung eines günstigen, d. h. nichtconträren Windes. Den Ballon, in welchem Herr Flamarin seine epochale Versuchs⸗ fahrt ausführen wollte, nannte er„Philadelphia“, Sein Reiseapparat bestand aus folgenden Dingen: einem ungeheuren, kreisrunden, höchst solid con- siruirten Seidenballon; einem geräumigen ebenfalls sehr solid gearbeiteten Kahne; zwei Rädern nach dem von Flamarin erfundenen Systeme, beide in ihrer Bewegung von einander unabhängig, zugleich als Steuer und Motoren dienend; endlich einer kräftigen und doch leichten Dampfmaschine von fünfzehn Pferdekräften, um die Räder in Beweg ⸗ ung zu setzen. Wie man sieht, bringt Herr Flamarin im Gegensatze zu allen bisherigen Theo⸗ rien den Motor im Kahne und nicht am Ballon an; das ist ein kapitaler Unterschied zwischen ihm und allen seinen Vorgängern. Die Reisegesellschaft. bestand aus fünf Personen: dem Erfinder, Herrn Flamarin, einem Maschinisten, einem Matrosen, einem Meteorologen und Herrn Nicholsen, einem Künstler und Mitglied der französischen Jurh in Philadelphia, der eingewilligt hatte, auf diesem gewagten, aber expeditiven Wege die Rückreise in die Heimath anzutreten. Die Reisenden wurden ausdrücklich verhalten, sich mit keinerlei Gepäck zu beladen. Jeder hatte sich sehr warm zu kleiden und außerdem zwei dicke Wolldecken zum Schutze gegen die in den höheren Regionen herrschende Kälte mitzunehmen. Das war Alles. Mit Lebens⸗ mitteln wurde auch kein Luxus getrieben. Sie bestanden aus zwanzig Pfund Schinken und Rauch fleisch, zehn Dutzend hartgesottener Eier und mehreren Flaschen Rindsbouillon; dazu an Ge⸗ tränken fünfzig Liter Boreeaux und fünf Liter Cognac. Die Flüssigkeiten befanden sich in Schläuchen, die an der Außenseite des Kahnes angebracht waren. Die Abfahrt von Philadelphia fand, wie schon gesagt, Donnerstag Morgens um vier Uhr statt. Es gab fast keine Zusch auer, das Ereigniß ging beinahe unbemerkt vor sich; Herrn Flamarin war es diesmal nicht um Lärm und Reclame, sondern um einen ersten großartigen Versuch von entscheidender Bedeutung zu thun. Der Ballon, der während der Nacht gefüllt wor⸗ den war, hob sich, nachdem man alle Stricke gelöst hatte, zuerst mit schwankender Bewegung, langsam, dann immer schneller und schneller empor, bis er eine Höhe von etwa 8000 Fuß erreicht hatte. Das Wetter war berrlich, der Himmel von wunderbarer Klarhest; Stärke und Richtung des Windes war vollkommen günstig. Als die Höhe erreicht war, die Herrn Flamarin geeignet schien, gab er dem Mechaniker einen Befehl, die Maschine pfiff, die Räder setzten sich in Bewegung und der Ballon nahm mit bemerkens⸗ werther Sicherheit und Stetigkeit seine Richtung gegen Osten. Von den ersten neun Stunden der sie sah währle Sonne über u wahrne Manch erkannt ischen Tag, werthe des N. Posten ungen fahrt decken aus, am u zu e Ma gelat abge güns unte mäl mach zeigt die folgt Diese und hatter mußke schwa Reise lebhaf legt Flam bedur elwas legte des f lonnt sreuer hestig gufge und zugl 5 Bah Nor. nur Dies. tr. 1972 7 10 d Reise ist nichts zu bemerken, als daß der Ballon Wind zu kämpfen. Er that, was Schiffer thun, seiner Vulkane in Tbätigkeinl“ rief Flamarin. * deli sich gleichmäßlg in seiner Höhe von 8000 Fuß erhielt. wenn ihnen, wie der Ausdruck lautet, der Wind„Jeland! Europa!“ riesen die Reisenden entzückt * nn Die Bewegung war kaum zu fühlen, mußte aber in die Zähne bläst; er legte hart an und lavirte! zurück und umarmten einander leidenschaftlich. * edlich d doch eine außerordentlich rasche sein. Es ist eine Trotzdem wurde der Ballon immer mehr nach Man vergesse nicht, daß dieselben Franzosen waren. * dn e alte Erfahrung der Luftschiffer, daß sie den Wind Norden gedrängt; die Kälte steigerte sich; eine] Jetzt galt es nur“ eine stark südöstliche Richtung Ward die 05 nicht spüren, es sei denn, er erreichte eine solche Wolke, durch die sie flogen, bedeckte den ganzen zu gewinnen. Das gelang auch vollkommen. Arche; 1 Stärke, daß der Ballon ihm nicht mehr vollkom⸗ Apparat mit Schneeflocken und Eiskrpstallen. Eine Gegen fünf Uhr Abends entdeckten sie ferne im 101 idm men folgen kann. Die Reisenden bewegen sich Gegenströmung erhob sich und der Ballon wurde Osten eine bläuliche Linie, die kaum aus der See em Fianan eben mit der Luftströmung und ebenso rasch wie heftig umhergewirbelt und geschüttelt. Allein her vortrat. Ist's eine Wolke? Ist es Land? * derzärgn diese, sie haben also das Gesübl, in unbewegter gleichzeitig sprang der Wind zur großen Freude] Es war Land; dasselbe näherte sich allgemach, 5 vöglich fa Luft, in completer Windstille zu sein. Unsere] Aller und besonderer Genugthuung des Matrosen mit Hilfe der Ferngläser konnte man bald Brand- i n jeder 90 Reisenden empfanden in der verhältnißmäßig ge-] wieder um und sie setzten ihre Fahrt nach zwei⸗ ung, Wälder, später Ortschaften unterscheiden, und . Leingen Höhe, in der sie sich hielten, kein Ungemach stündiger Ablenkung von der Reisebahn von Neuem anderthalb Stunden hernach, um halb 7 Uhr, t dane von der verdünnten Luft. Um zwölf Uhr speisten in östlicher Richtung fort. Abends nach Sonnen, hatten die Reisenden mit der Unterstützung her⸗ in onde lum sie mit sehr gutem Appetit und gegen die schon untergang sahen sie ein wunderbares Nordlicht beigeeilter Hirten und Bauern in der Bretagne, dugerge Nlngn recht fühlbare Kälte schützte sie ihr warmer Anzug. aufleuchten. Außer der kurzen Besorgniß, die sie kaum anderthalb Meilen von Rennes, glücklich an etlinyn Unter sich hatten sie schon seit vielen Stunden den beim Wechsel der Windrichtung empfunden hatten, und unbeschädigt ihren Ballon verlassen, der gleich ⸗ er gibt un Ocean, der ganz ruhig und scheinbar unbewegt war auch der zweite Tag der Reise ohne beson⸗ falls in Sicherheit gebracht wurde. Das ist die Stärkt, un— im Glanze der Sonne dalag, und von oben ge-[deres Ungemach verlaufen und die Nacht, die Geschichte dieser wunderbaren Fahrt, die fünf 12 N seben eine leich: concave Oberflache zeigte. Gegen folgte, glich vollkommen dem Tage. Schon glaubten Mänger in 60 Stunden aus Nordametika n Vicht Ei 1 Uhr geriethen die Reisenden in eine Wolkenbank. die Reisenden ihre Abenteuer glücklich beendet und Frankreich gebracht hat und bestimmt ist, in der ganzen u en d n. Dicker Nebel umgab sie, die Feuchtigkeit rieselte gratulirten sich selbst und Flamarin zu dem Er- gebildeten Welt das größte Aufsehen zu erregen. dacuden ic am Ballon, am Nachen, an ihren Kleidern herab, folge. Allein der dritte Tag sollte ihnen noch— 1 80 a 1 sie sahen nicht die Finger vor den Augen. Das einige Nervenerschütterungen bringen. Die Sonne Handel und Verkehr. nom— wäbrte etwa eine Stunde lang, dann erschien die erschien am Morgen von dicken Dünsten umschleiertz;; Grünbecg., 22. Juli. Die Preise auf unserem „ due, Sonne wieder. Gegen 4 Uhr Abends flogen sie in der Schichte, in der sich die Reisenden befan- Fandeg Fruch merkis aeg e 11 N. 8 1 über mehreren Oceandampsern hin, die den Ballon den, herrschten Gegenwinde. Flamarlin hob sich 90 Pf.; 1 izt,. U e 0 8 Pf.; —— e und mit Kanonenschüssen grüßten. also mit Hilse seines Apparates höher, um günstige Linsen 2 M.— Pf.; Samen 14 M. 60 Pf.; Kartoffeln * 22 10 anche zogen auch Flaggen auf. Die Luftschiffer Strömungen zu suchen. In der Höhe von 7500 3, M. 70 Pi, Die Prei verstehen sich sämmtlich per 1 erkannten mit Hülfe ihrer Fernrohre die amerika. Fuß begegneten sie wieder dem Westwinde, der do Kile ffß 00 Mani Det belide Deu“ unde 3 nischen und die französischen Farben. Wie der aber von Minute zu Minute heftiger wurde und ib ee„ N 7 Y addpbn Tag, so verging auch die Nacht ohne bemerkens-[gegen acht Uhr Morgens zu einem furchtbaren nach Qualilät M. 4—5. Strob per Centner M. 4.50 vaten Ding werthe Ereignisse. Alle Reisende mit Ausnahme Sturm anschwoll. Dieser Sturm beschränkte sich bis 5.—. Buuer im Großbandel das Pfund 1. Qual. dect solid a des Maschinisten und Flamarin's, die auf ihrem nicht auf die höheren Regionen, sondern bewegte M. 100,. Dun 57 Pl., en alem 1. Qual. armin tber Posten ausharrten, empfanden nach den Aufreg- die Luft bis zur Seeoberfläche. Der Oeean bot dr. l,. Dun W. 1 e den e i Nätern ng Sr ent, beidt U abdangig, zuglat ungen und Eindrücken der sechzehnstündigen Luft- fahrt große Ermüdung, hüllten sich in ihre Woll decken und streckten sich auf den Boden des Kahnes einen schreckhaften Anblick dar. Die Wogen hoben sich berghoch empor, zwischen ihnen thaten sich schwarze Abgründe auf, manchmal glich das Meer . 5.—. Mainz 21. Juli. Producten⸗Markt. Wanen per Juli 19.50, per Nov. 20.30, Roggen per Juli 15.25, per Nov. 15.50. Hafer pet Juli 18.60. Küböl per October 33.50. Wochenmarkt. Butter kostete ai ntbe tun aus, wo ste sofort in tiefen Schlaf fielen, um erst einer einzigen schmutzig weißen Schaummasse, dann per Paand 5 f i u. 15 Pf. Eser 8—9 Stück mins schint ien am nächsten Morgen gestärkt und erfrischt wieder wieder einem ungeheuern Kessel voll kochenden 40 Pf. Käse per Stück 8—11, Pf. Tauben das Paar Lie in Bentz zu erwachen. Während der Nacht bemerkte der] Theeres; dabei drang der Lärm der kämpfenden 50—60 Pl. Hähnchen per Stück 55—75 Pf. Enten per önng! Hm Maschinist, daß eines der beiden Räder sich heiß Wassermassen, das Heulen des Windes, das Stück 1 M. 4070 Pf. baherigen Thee gelaufen habe, doch wurde diesem Uebel alsbald Zischen und Sprudeln und Rollen der Wogen Telegraphischer Schiffs bericht. Mitgelheilt nt an Ballon abgeholfen. Der zweite Tag brach unter eben sos wie ein dumpfer, entfernter Donner bis zu den 7 er N ere nem 1 deten in günstigen Auspicien wie der erste an. Der Ocean zagenden Luftschiffern empor. Plötzlich machte Hamburg Ameritanischen Packelsahrt⸗Aelien- Gesellschaft, 1 Witgehtlschast unter den Reisenden, die wohl in Folge der all-] Flamarin eine verzweifelte Geberde. Mit der welches am 5. Juli von Hamburg via Havre abging, Faid, dern mäligen Entweichung des Gases, die sich fühlbar bebenden Hand wies er auf einen Riß von bei- ist nach einer glücklichen Reise am 19. Juli wohlbehalten art Nattesen, Nuchelstn, einen machte, auf etwa 6200 Fuß hinabgestiegen waren, zeigte sich sehr belebt, ein Beweis, daß sie genau der in der Mitte des Dieser begann mit gräßlicher nahe drei Fuß Länge, Ballons klaffte. in New⸗Mork angekommen. Verloosung. ichen Jutz il die von den Dampfern eingehaltene Linie ver- Geschwindigkeit zu stürzen, wobei er die bizarrsten 5 5 — folgten, daß alfo 5 Helek richtig functionirte. 5 15 e aueführte 89 1 Gen wal ee Aiden „die Nidtteise u Diese Linie liegt bekanntlich zwischen dem 46. Sturm verminderte wohl zeitweise die Raschheits werden. 40 enden dung und 48. Grad nördlicher Breite. Die Schiffe des Falles, hob ihn jedoch nicht auf. Das Meer . ul Schi 5 5 158 3 7100 N 5 0 15 55 een ee 1 Auszug dien mußte also auf der erfläche de eeres sehr licher. Die Reisenden blickten einander an. a ini Regi S i —— schwach sein. In der Schichte, in der sich die raffte sich der Matrose auf und kletterte mit be⸗ aus dem Krün Nen Ar Stadt Friedberg. — f derrschan Reisenden befanden, herrschte im Gegenth ile eine wunderungswürdiger Geschicklichkeit und Tollkühn- 18. Juli. Friedrich Emil Vollrad Alexander Engisch, 1166. Nit Label lebhafte Brise. Da Alles, wie man zu sagen pflegt, wie am Schnürchen ging, so entschloß sich heit an dem Tauwerke zum Leck empor. Bald hatte er es erreicht; er band sich an einem der Baumeister von Wetzlar und Friederike Emilie Hedwig Trapp von Friedberg. K— 10 Flamarin, der Ruhe zu pflegen, deren er dringend Stricke fest, nähte die Lücke zusammen und be⸗ 22. eee eee an— bedurfte. Er frühstückte mit seinen Mitreisenden festigte darüber ein Stück Segeltuch. Diese Ar- eh 5 ett** Schinken, drei Eier und etwas Wein, dann beit hatte kaum zehn Minuten in Anspruch ge. 11.„ Dem Gastwirth Olldebrand Sang 1 Sohn. 1351 10 egte er sich— gegen 8 Uhr— auf den Boden nommen. Der Fall war schon in der fünften beendet 13.„ Dem Schneidermeister Joseph Ring 1 Sohn. 1 15˙ 1 des Kahnes, um zu schlafen. Vier Stunden lang gewesen. Der Matrose kam heil wieder herab und Gestorben: dean* konnte er sich des behaglichen Schlummers er- wurde von seinen Reisegefährten mit Umarmungen 23.„ Emilie Szüner, Töchterchen des Spengler⸗ iet del— 6 freuen; allein gegen Mittag wurde er durch einige fast erstickt. Während dieser gefährlichen Episode meisters Wilh. Christ. Söllner, 5 Monate alt. 91— hestige Stöße und Sprünge des Ballons unsanft war der Ballon dem Meere bis auf 1500 Fuß— 5 7 Norgen aufgeweckt. Der Wind hatte sich plötzlich verstärkt nahegekommen, doch hob er sich allmälich wieder Herr Johann Maria Farina und der Compaß zeigte an, daß die Luftströmung zugleich in eine andere Richtung umgesprungen sei. Der Ballon wurde aus seiner ursprünglichen Bahn abgelenkt und mit wüthender Hast gegen Norden getrieben. Die Reisenden blickten erschreckt, nur der Matrose bewahrte seinen Gleichmuth. Dieser Umschwung währt nicht lange, versicherte er. Flamarin versuchte nicht, gegen den heftigen auf 5000 Fuß. Der Sturm währte bis etwa elf Uhr Vormittags. Dann gelangte der Ballon wleder in eine Region von Nebeln, die alle Reisenden bis auf's Mark durchnäßten. Um zwei Uhr er⸗ blickte man die Sonne auf's Neue. Gleichzeitig 0 ö wurde im Norden Land sichtbar, schwärzliche wilde Bergmassen, zwischen welchen eine unerklärliche Gluth aufleuchtete.„Wir sehen Island und einen gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen wir dasselbe zu M. 1,50, „ ½ Dutzend d. „ Dutzend 2„ 16,75. Die Exped. d. Anz. Bekanntmachung. Limburger Käse, Steinhohlen bester Qualität. 2431 Die Gemeinde Weckesheim sucht vom nächsten Monat an einen Schäfer. Bewerber wollen sich bei Ia. mel. stückreiche Flammkohle per Ctr.* M. 1. 5 unterzeichneter Bürgermeisterei binnen, 8 Tagen melden. 2449 per Pfund 48 Pfennig, in Kisten billiger. Gesieb. Stücktohle ver Etr. A M. 1. 25 Weckesheim am 17. Jull 1876, Ph. Dan. Kümmich. Nuß und Knabbeltohle ver Etr. A M. 1. 25 Großherzogliche Bürgermeisterei Weckesheim. 5 Gesteb. Schmiedekohle per 5 3 à M. 1.— ö N Bei vorheriger Bestellung ab Bahnhof hier . für Damen, Portemon⸗ Neue rot 2 Karto eln Ia. med. Aägtresche Tlammkohle pr. Ctr.* M.— 95 15 e. Ledertaschen nales, Fücher, Kragen 2457(per Gescheid 17 Pfennig) bei offerirt Fried. Avenarius, a 110 1218˙ 7„und Manschettenknoͤpfe billigst bet K. Friedrich. Müller Falck. 72 Bad⸗Nanheim, Hauptstraße Nr. 3. N Ela. 1 N N Carl Bindernagels Annoncen-Erpedition. Bekanntmachungen aller Art: f Gesuche, Offerten, Benachrichtigungen, Waaren-Empfehlungen, Versteigerungen werden an alle Zeitungen vermittelt. Berechnet wird nur der Originalpreis der betreffenden Zeitung. Die Annoncen-Aufgeber sparen also Briesschreiben, Zeit und Porto. Regenschirme, 637 K. Friedrich, neben der Post. Gladbacher Feuerversicherungs-Actien-Gesellschast. 2334 Der Geschäftsstand der Gesellschaft ergibt sich aus den nachstehenden Resultaten des Rechnungs⸗ abschlusses für das Jahr 1875: Emittirtes Grund kapida Mark Prämien- und Zinsen-Einnahme im Jahre 1875 15 Prämien- und Kapital-Reserv-en.„ 1,828,430. 27 Versicherungs-Summe im Laufe des Jahres 1875„ 1,810,949,927.—. Die Gesellschaft versichert gegen feste Prämien Gebäude, Haus⸗ und gewerbliches Mobiliar, landwirthschaftliche Objeete, Waaren⸗ und Maschinen aller Art, gegen Feuer-, Blitz- und Explosions⸗ schäden und außerdem Spiegelglas⸗Scheiben gegen Bruch. General- Ageniun Mainz. Zur Annahme von Versicherungsanträgen empfiehlt sich bestens Der Agent in Groß-Karben: N. Driels, Lehrer. Tuglische Dampf- Dreschmaschinen. Wir unterhalten stets ein Lager englischer Dampf- Dreschmaschinen und zwar in allen Grössen. Blumenthal'sche Mauschinenfuabri in Darmstudl. in Seide, Zanella und Alpaka, äußerst billig bei 6,000,000.—. 3,049,675. 27. „„ 2088 Submission. Mobilien-⸗Versteigerung. 2424 Die zur Herstellung der Pfarrgebäude zu Beien⸗ 2440 Mittwoch den 26. d. M., von Vormittags 10 Uhr heim erforderlichen Arbeiten und Materiallieferungen an, läßt Salomon Kirschner in Groß-Karben in seiner sollen auf dem Submissionswege wie folgt in Accord Behausung wezugshalber nachstehende Mobilien öffentlich gegeben werden: M. Pf.( versteigern: Maurerarbeit, veranschlagt zu 160 23 3 Tische, Zimmerarbeit 227 29 3 Bettladen, Dachdeckerarbeit 9 1 Pfeilerschrank, Schreinerarbeit 36.— Caunitz, Schlosserarbeit 100— 6 neue Rohrstühle, Glaserarbeit 73— 1 große Lehnbank, Weißbinderarbeit 91— 2 Backtröge, Die Lieferung von 2 Cubikm. Bruchsteinen 12— 1 Waschbütte von Eichenholz, Desgleichen von 3000 Stück Russensteinen 78— 1 Kleiderschrank, 1„ 2 Tonnen Portland⸗Cement 28— 2 Cylinder-Maschinen für Schuhmacher, 5„ 3 Cubikm. Kalk in gelöschtem 1 Matzen⸗Maschine mit Mühle, Zustande 42— 1 Dickwurzmühle, 5„ 8 Cbikm. Sand 24— 1 Stampftrog, 7„ 1000 Stück Dachziegeln 29 1 Schiebkarren, 5„ 7 lfd. Meter Abtrittsröhren 2 Leitern, mit Schüssel 70— 1 vollständiges Geschirr für eine Kuh, Voranschlag und Bedingungen sind von heute an, mehrere Ketten, von Vormittags 9 bis 12 Uhr, bei unterfertigter Stelle 50 steinerne Milchtöpfe, zur Einsicht Uebernahmslustiger offen gelegt und sind 1 Ziege, daselbst die Submissionen, welche die Procente auf den 9 Hühner und sonst allerlei Gegenstände. ganzen Betrag der Voranschlagssumme enthalten müssen, Groß⸗-Karben den 20, Juli 1876. versiegelt und portofrei und mit entsprechender Aufschrift In Auftrag versehen, längstens den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, Großherzogliches Ortsgericht Groß-Karben einzureichen. Später einlaufende Submissionen bleiben Bär. unberücksichtigt. 15 5 Holzversteigerung Friedberg den 19. Juli 1876. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. J., B. d. K 2460 Montag den 31. Juli d. J., Morgens 9 Uhr, werden in dem Domanialddistrikt Kellerberg, Schlag XVI. bei Ober⸗Rosbach: 22,5 Raummeter Schäleichen⸗Prügelholz, 10283 Stück Schäleichen⸗Wellen, 1250„ Baumstützen versteigert. Ober⸗Rosbach den 22. Juli 1876. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. See eil Schnitzel, Bauaceessist. Holz ⸗Versteigerung. 2458 Mittwoch den 26 d. Mts. werden im Gemeinde— wald Ockstadt, Schlag Nr. I., folgende Holzsortimente an die Meistbietenden versteigert, als: 14 Raummeter Schäleichen⸗Scheitholz, 23 5 5 Prügelholz und 60 Gebund Dornen. Im Jungenwald, Schlag Nr. 4. 1600 Gebund Ginsterwellen. Anfang der Versteigerung um 9½ im Schlag Nr. 1. Ockstadt den 20. Juli 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Ockstadt. Gröninger. Hosenträger 20 und Strumpfbänder billigst bei K. Friedrich. 2454 Einen 6jährigen Mutteresel, gut zum Ziehen und Reiten, hat zu verkaufen Echzell. Karl Erb. Neue große Säcke, 2456 per Stuͤck 60 Pfennig, per 100 56 Mark, werden abgegeben. Heinrich 8 Boeing, Bahnhof Nauheim. 2461 Im Verlags⸗Büreau in Altona erschien: Des alten Schäfer Thomas seine 28. Prophezeihung. für die Jahre 1877 und 1878. 1 Der alte Schäfer Thomas verkündet uns über die Kriegsfurie in der Türkei ze. 1 Preis; 12 Pfennig. 5 Zu haben bei Carl Bindernagel in Friedberg. Verloren. 2427 Eine goldene Damen-Uhr wurde am 16. Jull auf dem Weg von Melbach nach Friedberg verloren. Der redliche Finder wolle dieselbe gegen eine gute Be⸗ lohnung bei der Exped. d. Anz. abgeben. Russensteine sind jetzt wieder zu haben bei 2466 Philippi 8 Hottes. Ein Monatmädchen 2464 wird gesucht von Frau Oberfinanzrath Reuß. Fertigen Glaserkitt empfiehlt Wilh. Bernbeck. Faselochs-Versteigerung. 2459 Freitag den 28. Juli, Vormittags 11 Uhr, soll ein der Gemeinde gehöriger, zum Schlachten geeigneter Faselochs auf dem Bürgermeisterei-Büreau öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Klein⸗Karben den 22. Juli 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Klein-Karben. Schneider. 2463 2462 Alle Arten gut und schön gearbeitete Schuhwaaren sind in großer Auswahl und zu den solidesten Preisen stets fertig zu haben bei Friedberg. J. Muth, Usastraße. Dampf⸗Dreschmaschinen⸗Oel I. bei Faß, 100 Pfund, Mark 38, Wageufett I. bei Kübel Mark 15 2455 empfehlen. Darmstadt. Hartter 8 Co., Waldstraße 35. Bei Carl Bindernagel in Friedberg ist vor⸗ räthig: Ariegskarte der Cürkei von Handtke. Preis: Mark 1. Butterpulver 1643 verkürzt die Zeit des Butterus, macht die Butter fester und schmackhafter und verhindert das Ranzigwerden derselben. Ein Paquet, ausreichend für 500 Liter Mileh, à 50 Pf. zu haben bei Frau Hofl. Windeeker in Friedberg. Ph. J. Weiss in Nauheim. 55 39 38. 85 85 8 8 1 8 „Daheim. 8 0 2 2 11 93 Die soeben erschienene Nr. 48 enthält: Um ein Ei. Erzählung aus dem baltischen Leben von Theodor Hermann.(Fortsetzung.)— Deutsche Professoren. XVII. H. L. Helmholtz. Mit Porträt.— Dichterische Widerspiegelungen der Person und Geschichte Jesu. Von Franz Delitzsch. I.— Deutsche Städte und Bauten, IX. Prag und die steinerne Moldaubrücke. Mit 3 Originalzeichnungen von Burmeister!? Der Pulver⸗ thurm, Kleinseitner und Altstädter Brückenthurm in Prag. — Am Familientische: 10,009 Kinder verspielt!— Die russische Mission in Japan.— Ein kürkisches Finanz⸗ kunststück.— Der Selbstmord des Sultans. Mit Ab⸗ bildung der Scheere, mit welcher Sultan Abdul-⸗Aztz sich die Adern öffnete. Zu Bestellungen empfiehlt sich Karl Bindernagel in Friedberg Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Trupp betteff Nilite zur E An vera schei irks und Din letzt liche Pred behan störn Stra 4 Me des des 2 Klein Redac leidig 5 von hi juni halten 8 Stüc Eisent Preuß wordt 1 den ee für