Donnerstag den 25. Mai. M. 62. 0 deuur. 1 ite 1 Nr N 1 4 2 Nocke N 5 0* 6 i uh. 4 a 1 Die Petitzeile; 13 5 a Erscheint jeden * 00 W wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, Dee und Samstag. eber — 8* 7 g N Ne Für den Monat Juni kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags. Expedition mit 34 Pf., bei den Poststellen mit 50 Pf. abonnirt werden. N. Weigel Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publiciren: a Nr. 25. Reglement, die Beschaffung der Mobilmachungspferde betreffend.— Nr. 26. Bekanntmachung, die Ausführung des Gesetzes vom 8. Januar 1876 über die Classification des Diensteinkommens der tvangelischen Geistlichen betreffend.— Nr. 27. sud 5. Bekanntmachung, die Aufbringung des Bedücfuisses der Großherzoglichen andesdrandversicherungsanstalt für 1875 betreffend. Au Friedberg den 22. Mai 1876. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Eellerie, Laut Ter a p p. lanzen unt f Sraig Deutsches Reich. Heinzerling wegen veränderter Einrichtung den Maß verübtes Attentat hervor. Derselbe wurde — Darmstadt. Das Großherzogliche Regiet⸗ Uastfohlen ungeblalt Nr. 27. enthält: * 1 I. Bekanntmechung, die Erhebung und Controlirung deen des Octrois in Alsseld betreffend. II. Bekanntmachung, die Wahl der Geschwornen in der Provinz Starkenburg für das Jahr 1877 betreffend. III. Bekanntmachung, die für das Jahr 1876 in Worms zu erhebenden Umlagen betteffend. IV. Uebersicht der für das Jahr 1876 genehmigten Amlagen der istaeclitischen Religionsgemeinden im Kreise Büdingen. V. Bekanntmachung, die Aufbringung des Bedürfnisses ver Brandversicherungs-Anstalt für 1876 betteffend. VI. Ermächtisung zur Annahme und zum Tragen ines fremden Ordens. VII. Namens veränderung,* 2 VIII. Dienstnachtichten. Seine Königliche Hoheit der Hroßherzog haben Allergnädigst geruht: am 19. April em Feldwebel Gremm die Stelle eines Vetwalters an em Arrest⸗Hause zu Mainz auf Widerruf, am 22. April em evangelischen Pfarrer Bichmann zu Ettingshauseu die Ofarrstelle zu Wahlen zu übertragen; am 29. April den Arzt Dr. Thudichum aus Ober⸗Ingelheim zum Ergänzungs⸗ ichter bei dem Friedensgerichte Ober- Ingelheim, am Mai den Eymnasiallebrer Dr. Nover zu Saargemünd um Gymnasfiallehrer zu Mainz zu ernennen; an demf. Tage dem Schullehrer zu Groß-Zimmern, Breidenbach, ie 3. ev. Schulstelle daselbst, am 2. Mal dem Schullehrer Im Oppenheim, Groh, die 1. Schulstelle daselbst, dem Schulverwalter Schnell aus Gumbsheim die 3. Schul⸗ zelle zu Dienbeim, am 3. Mai dem Schulverwalter Lortz zue Asbach die 2. Schulsielle zu Södel, den Schulamis⸗ spiranlinnen Römer aus Darmstadt, Stockhausen aus zangen und Zaun aus Darmstadt Lehrerinnen- Stellen im der höheren Mädchenschule zu Darmstad! zu über⸗ nagen; am 4. Mai den Superintendent Dr. Linß zum Oderpfarrer zu Darmstadt zu ernennen. IX. Militärdiensinachticht. Scine Königliche Hohei! er Großberzog haben Allergnädigst geruht: am 3. Mai en charaklerisirten Riumeister a. D. Langsdorff zum Niltmeiner à la suste der Kavallerie zu ernennen. X. Dienftenthebung. 1 XI. Dienstenllassungen. Seine Königliche Hoheit der Atoßherzog baben Allergnädigst geruht: am 1. Mai den Hetichisaceessisten und Ergänzungsrichter bei den Friedens⸗ richten Worms und Osthosen, Thaler, auf sein Nachsuchen zon diesen Stellen, den Schullehrer Brücher zu Bischoss⸗ eim auf sein Nachsuchen aus dem Schulbienst, am 2. Mai en ev. Hülfeprediger zu Worms, Dr. Bender, auf sein Aach suchen aus dem Dienste der ev. Kirche, am 8. Mai an Obersörster zu Wahlen, Thum, auf sein Nachsuchen tines Die nsies zu entlassen.. XII. Concurtenz- Eröffnungen. Erledign sind: die . Schulstelle zu Steinsurih, Gehalt 790 Mk. 88 Pf.; ter Freiberrlich von Löw'schen Familie zu Steinfurth und taden fieht das Präsentationstecht zu; zwei Lehrer⸗ Fllen an der evangelischen Schule zu Wimpfen, Gehalte 14 Mt. 28 Pf. und 942 Mk. 86 Pf.; die Stelle eines Zeche nlehrets an dem Gymnasium zu Mainz, Gehalt bis zu 1400 Mk. Darmstadt. Die Vorberathungen des Budgets sand in den Finanz-Ausschüssen der beiden Kammern e ledigt. Der Zufammentritt der zweiten Kammer il auf den 12. Juni sestgesetzt. L um 26. Mai wird der vierte Ausschuß der zweiten Kammer zur Erledigung einer sehr rnichhaltigen Tagesordnung zusammentreten. Es handelt sich um den Antrag Schröder wegen Lorlage eines Wegbau- Gesetzes, den ct., dase der Meer Brrisen. Sernbeck. imer Satbnschtt. anzen „Regierungs-Blattes“, die Petition um Errichtung einer Oberclasse am Real-Gymnasium in Alsseld, die Petition um Entfernung aller dogmatischen Beziehungen aus der Eides-Formel, den Antrag Hirschhorn auf besondere Besteuerung des Ge⸗ werbes⸗Betriebs im Umherziehen, endlich um die Aufhebung älterer Verordnungen bezüglich bos hafter Baum⸗Beschädigungen. — Die Regierung hat den Ständen Vorlage wegen Erhebung der Realschulen zu Groß-Umstadt und Oppenheim zu Staats- Realschulen zweiter Ordnung gemacht und die deßfallsige Anforderung wegen Bewilligung der nach Berechnung und Abzug des Schulgeldes' restirenden Hälfte der Lehrerbesoldungen gestellt. Berlin, 22. Mai. Das Abgeordnetenhaus erledigte die erste Lesung des Gesetzentwurfs betr. den Austritt aus den jüdischen Synagogen Ge— meinden und beschloß die zweite Lesung im Plenum, vie aber von der heutigen Tages-Ordnung abge— setzt wurde. Die Gesetze über den Gewerbebetrieb im Umherziehen, über die Umzugskosten der Staatsbeamten, über Verlegung des Etats Jahres und Feststellung des Etats für das erste Quartal 1877 werden in zweiter Lesung genehmigt. — 22. Mai. Das Herrenhaus genebmigte den Gesetz⸗Entwurf über Auflösung des schlesischen Lehnverbandes, nahm in der ersten Berathung den Gesetzentwurf über die Aufsichtsrechte des Staates bei der Vermögens- Verwaltung der katholischen Diöcesen an und erledigte die General-Discussion über die Vorlage, betr. die evangelische Kirchen— Verfassung in den alten Provinzen. — 22. Mai. Das Kammergericht hat beute das Erkenntniß abgegeben, daß der ehemalige Fürstbischof von Breslau, Förster, welcher aus Anlaß der Excommunication des Propstes Kick in Kähme angeklagt war, freizusprechen sei. Geldbuße lautende bezügliche Erkenntniß des Appellations Gerichts in Posen vernichtet hatte. Das Kammer Gericht ging bei seinem freisprechen⸗ den Urtheil von der Ansicht des Obertribunals aus, daß die Excommunitation dem rein kirchlichen Gebiete angehöre und ein an sich zulässiges Straf— mittel sei, welches nur dann unzulässig werde, wenn das Verbot jedweden Verkebrs mit dem Excommuniecirten hinzutreten, oder die Exeommuni— cation unzulässiger Weise öffentlich verkündet werde; Beides sei in diesem Falle nicht geschehen. Geschwader ist heute um Uhr 4 unter Kanonen— donner in See gegangen; Contre-Admiral Baisch befindet sich am Bord der Panzerfregatte„Kaiser“. Wle dringend nothwendig die Entsendung unserer Flotte geworden, geht aus einer Mittheilung aus Antrag Ragusa über ein auf den deutschen Consul in Jgefänten Bajonuet bedrohl. Ausland. An das Kammergericht war diese Sache vom Obertribunal verwiesen worden, welches das auf 2000 Mark Wilhelmshaven, 22. Maj. Das Panzer ohne Veranlassung von türkischen Wachlposten mit Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 22. Mai. Das österreichische Kanonenboot„Nautilus“ ist gestern im Hafen von Smyrna vor Anker gegangen. Pest. Die österreichische Delegation hat das Ordinarium und Extra-Ordinarium des Marine⸗ Budgets votirt, letzteres gemäß der Regierungs- Vorlage ersteres mit einem Abstrich von insge⸗ sammt 572,360 fl. Frankreich. Parie, 22. Mal. Der Senat hat den Antrag auf allgemeine Amnestie 8 der Rede Victor Hugo's, welchem Niemand anwortete, ohne eigentliche Abstimmung verworfen und sich sodann bis Mittwoch vertagt. 22. Mai. Die gestrigen Nachwahlen zur Deputirtenkammer baben folgendes Ergebniß ge— habt: 11 Wahlen sind endgültig entschieden, von den Gewählten werden 4 als Bonapartisten, 1 als Monarchist und 6 als Republikaner bezeichnet; in 2 Wahl-Bezirken müssen engere Wahlen statt⸗ finden. Die 6 gewählten Republikaner treten an die Stelle von 6 Monarchisten, deren Wahlen für ungültig erklärt wurden. Belgien. Brüssel. Bei den Provinzial raths-Wahlen sind die Liberalen in Antwerpen mit 530 Stimmen Sieger geblieben, deßgleichen in Nivelles mit hundert Stimmen Vorsprung. Die Wahlsiege der Klerikalen in Namür und Löwen wiegen diese Niederlage des Ministeriums nicht auf. Es läßt sich fast mit Gewißheit eine weitere Niederlage desselben am 13. Juni voraussehen. Großbritannien. London, 22. Mai. Im Oberhause erwiederte Lord Derby auf eine Anfrage Granville's: Das Cabinet versagte nach reiflicher Ueberlegung den Beitritt zu den Vor- schlägen der Conferenz- Mächte. Lord Derby stellte in Abrede, daß dies geschehen sei, weil England zu der Berathung der Vorschläge nicht zugezogen sei. Hätte man glauben können, die Vorschläge füheten zum Frieden mit den Insurgenten, so würde das von Einfluß gewesen sein. Die Mittheilung der Gründe für die Ablehnung sei nicht möglich ohne Mittheilung der Conferenz⸗ Vorschläge. Letztere seien aber der Pforte noch nicht mitgetheilt. Eine Modification derselben sei daher noch möglich. Spanien. Madrid, 20. Maj. In der heutigen Sitzung des Senats legte der Minister- Präsident den Gesetz Entwurf, betressend die Auf hebung der Fueros vor. Die Motive des Ge— setzes erläuternd, erklärte Canovas de Castillo, die conslitutionelle Einheit Spaniens dürfe nicht länger in Frage gestellt werden. Der erste Art. 85 Entwurfes verpflichtet sämmtliche Provinzen zum Militärdienste. Im zweiten Artikel behält sich die Regierung gewisse Maßregeln für den Fall vor, daß Provinzen das Contingent verweigern. Der dritte Artikel bestimmt, daß die Provinzen nach ihren Vermögens Verhältnissen Steuern zahlen. — Alle Gerüchte von einer neuen Anleihe werden in officieller Weise als durchaus unbegründet bezeichnel. Serbien. Belgrad. Das„Amtsblatt“ veröffentlicht eine fürstliche Verordnung, betreffend die Ausschreibung einer National- Anleihe von 12 Millionen Francs, sowie die Errichtung einer Verwaltungs⸗Behörde für dieselbe; ferner die Ge⸗ stattung eines dreimonatlichen Moratoriums und endlich die provisorische Suspendirung des Preß'⸗ Gesetzes. Amerika. New Nork. Die Revolution auf Haiti ist zu Ende; der Präsident General Domingue und sein Neffe und Premier-Minister Rameau sind der Volks⸗Wulb zum Opfer gefallen. Seit zwei Jahren regierte General Domingue die Insel, seine Verwandten nahmen die besten und einträglichsten Stellen ein, und sein Neffe plün⸗ derte die Staats-Cassen mit gränzenloser Unver- schämtheit. Bis Anfang März d. J. war ihr Regiment nie erustlich bedroht; da erhob General Tanis, der Commandant des Bezirks von Jacmel, die Fahne des Aufstandes und erklärte sich als Anhänger des Generals Bois rand Canal, der den Schergen Dominguc's mit Mühe entkommen war und seit einem Jahr auf Jamaica lebte. Nachdem der Sturm ausgetobt hatte, trat ver— hältnißmäßige Ruhe ein. Ein Sicherheits- Aus schuß constituirte sich, der bis zu den neuen Abgeordneten Wahlen im Amte verbleiben wird, und General Boisrand Canal, der Liebling des Volkes, wird ohne Zweifel den Präsidenten⸗Stuhl besteigen. Philadelphia. Die Ausstellungs-Commissäre haben 250 Preisrichter ernannt, wovon die Hälfte Ausländer sind. Die Berichte der Preisrichter sollen so zeitig erstattet werden, daß die Prämiirung vor dem 31. Juli stattfinden kann Aus Stadt und Land. Friedberg. Wir erfahren, daß mit Ende dieses Monats die Personenpost Friedberg Hungen wegfällt, dafür ein Privatpersonenfuhrnwerk mit Postbeförderung Friedberg— Berstadt eingerichtet wird, und zwar geht der Wagen aus Friedberg 72 Abends, aus Berstadt 5858 Morgens. Friedberg. Sonntag den 21. Mai d. J. fand auf dem Nathhaussaale zu Kaichen auf Veranlassung des landwirihschaftl. Bezirks⸗Vereins Friedberg eine landwirih⸗ schaftliche Besprechung stalt, die trotz der spät erfolgten Bekanntmachung gut besucht war. Der Vortrag des Herrn Dr. Heuset erstreckte sich diesmal auf die„Consolibation der Gemarkungen.“ Rednet bezeichnete den jetzt noch herrschenden Flurzwang als einen Ausfluß der in früherer Zeit mehr oder weniger ausgeprägt gewesenen Gütergemein⸗ schaft und erklärte die Durchführung der Consolidation als eine nolhwendige Consequenz der schon vor einigen Jahr— zehnten vorausgegangenen Entlastung des Grundbesizes, sowie der im Laufe der Zeit wesentlich umgestalteten wirth⸗ schaftlichen Lage. Die Nachtiheile des jetzigen Zustandes erkannte Reserent in der bei uns nicht selien allzuweit⸗ gehenden Parzelli zung, in dem durch die vielen Grenz surchen hevorgerusenen erheblichen Verlust an Fläche, der großen Zeilverschwendung, welche durch die Bestellung der zerstreut liegenden kleinen Parzellen hervorgerufen werde, dem Hinderniß der Anwendung arbeitsersparender Maschinen, welches Hinderniß bei schlechter Form der Geundstücke noch vergrößert werde, den beständigen Grenzstreitigkeiten, der Unmdglichkeit der Durchführung eines ordentlichen Flur schutzes, sowie endlich in der durch den Flurzwang ge⸗— gebenen Nothwendigkeit des Festhaltens an det alten Dreiselderwirihschaft, wobei der Landwirth nicht in der Lage sei, dem Kleebau die enisprechende Stellung in der Fruchtfolge, sowie die erforderliche Ausdehnung zu geben, auch dem tüchtigsten Landwirih die Möglichkeit benommen sei, zu vorgeschritteneren Feldersystemen üderzugehen und einem Streben nach Vorwärts Rechnung zu tragen. Es müsse unter allen Umständen gesordert werden, daß jeder Landwirih ftei über seine Grundstücke verfügen könne, woraus die Nothwendigkeit der Abhülse jener Uebelstände durch bezügliche gesetzliche Bestimmungen sich von selbst ergebe. Zu den Voraussetzungen über die Gültigkeit eines Beschlusses auf Durchführung einer Consolidalion über- gehend, tritt Redner dem hier und dort herrschenden Vor⸗ uͤrtheil entgegen, als ob die Regierung bei Beförderung des Consolidaulonswesens noch eiwas Anderes im Auge haben könne, als die Absicht, die Weiterentwickelung der Lanewirihschaft zu fördern. Die Regierung lege ja bie Ausführung vorwiegend in die Hände der betreffenden Gemeinden selbst und beschränke ihre Mitwirkung nur auf die Ueberwachung der Ausführung des Verfahrens, sowie auf die Gestellung tüchtiger Techniker, ohne welche eine zweckentsprechende Durchführung jener Culturmaßregeln unmzglich sei. Die Consolidation bestachte ihre Haupt aufgabe zunächst in der Herflellung eines geordnesen Weg⸗ netzes, also in der Zugänglichmachung sämmtlicher Grund⸗ siücke, denen nebenbei eine enisprechende Form gegeben werde, sowie in der Durchführung von Kulturverbesser⸗ ungen(Ent. und Bewässerungen c.) die ohne ein ge⸗ meinschaftliches Zusammengehen nicht ausführbar seien; die Zusammenlegunz habe in dem Maße flattzuftnden, baß die einzelnen Grundstsicke eine mit Rücksicht auf Groß⸗, Mittel- und Kleinbesitz, sowie der vorherrschenden Benutz ungsweise des Bodens entsprechende Größe erhalten.— Referent schilderte weiter den Verlauf des ganzen Ver- sahrens, welches jede Willkühr vor Uebervorsheilung des Einzelnen ausschließe, und wies auf Grund der bisher gemachten Erfahrungen nach, daß die vielfach gehegte Furcht, der alle Zustand werde sich später doch wieder ein; siellen, unbegründet sei. Es dürfte ja keine Parzellen⸗ theiilung nach Ausführung der Consolidation derart vor⸗ genommen werden, daß wieder ein unzugängliches Grund stück enistände.— Herr Oekonom Pflug von Nieder— Wöllstadi u sprach sich nach Schluß jenes Vortrages sehr günstig über die in dortiger Gemarkung theilweife vor⸗ genommene Consolidalion aus, Die Besprechung hate das günstige Resultat, daß dem landwirthschaftlichen Ver⸗ eine wieder 7 neue Mitglieder gewonnen wurden. Offenbach, 22. Mai. Am Samstag Morgen, kurz nach 4 Uhr, wurden die biesigen Bewohner durch Feuer- lärm erschreckt. Es brannte in der Rohrstraße und zwar in der Filzwaaren Fabrik von Steinhäuser& Kopp. Die Feuerwehr war sehr rasch auf der Brandstälte, sand aber das Gebäude bereits in hellen Flammen. Die vor⸗ räthigen Filz- und die Wollenvorräthe begünstigten das Feuer ungemein. Das Fabrikgebäude ist vollständig aus⸗ gebrannt, von dem links anstoßenden Gebäude mußte noch der Dachstuhl abgerissen werden, während das Gebäude auf der rechten Seite durch eine starke Brandmauer ge— schützt, wenig Schaden nahm. Aller lei. Bremen, 22. Mai. Die Bremer Wollwascherei in Butglesum ist in der letzten Nacht niedergebrannt; von den Gebäuden sind nur das Kessel- und das Maschinen⸗ haus, sewie die Schoensteine ervalten geblieben; außerdem wurde wur ein kleinet Theil von den Vorräthen unge⸗ waschener Wolle geborgen; sämmtliche Wasch?, Trocken- und Kamm ⸗Maschinen sind in vollständig beschädigten Zustand versetzt. Der entstandene Schaden, woran mehrere Feuerversicherungs⸗ Gesellschaflen betheiligt sind, wird auf 1 ½ Million geschätzt. Maschiuen und Handwerk. Der„Baugewerks Zeitung“ entnehmen wir folgenden Aufsatz über die Frage: ob die Maschi⸗ nen der kunstfertigen Entwickelung des Handwerks nachtheilig sind oder nicht, und empfehlen denselben der Beurtheilung unseres Leserkreises.„Wenn man es ausspricht, daß unser deutsches Handwerk sich nicht auf der früheren Höhe befände und nicht Schritt gehalten habe mit den sonstigen Errungenschaften der Neuzeit, wenn man unsere jetzigen Leistungen vergleicht mit den vorzüglicheren Arbeiten des Mittelalters, und sie dann nicht immer Stand halten können mit jenen, so hört man nicht selten den Einwurf, daß daran besonders die Maschinen schuld seien, welche der eigentlichen Kunstfertigkeit resp. Kunst hinderlich seien, da ja heute in so vielen Fällen die Maschinenkraft an die Stelle der Menschen⸗ kraft gesetzt werde. Freilich läßt sich letztere That⸗ sache nicht bestreiten, denn was früher 30 fleißige Menschen kaum zu schaffen im Stande waren, das leistet heute eine von wenigen Händen bediente Maschine. In großen Städten gehört es heute schon zu den Seltenheiten, um uns eines Beispiels zu bedienen, daß Fußbodenbretter von Menschen noch gehobelt und gespundet werden, noch seltener sieht man den Zimmermann auf dem Sägegerüst welk l 5 um mühsam in tagelanger Arbeit den Stück aus der mittelalterlichen Baukunst erhalten stehen, Arbeit. Maschinen die Arbeit wegnähmen und die Arbeitet brodlos machten; freilich arbeitet die Maschine mil viel größerer Geschwindigkeit und bringt gang andere Massen fertig, als der Mensch, aber sle vermehrt auch die Production unendliche Male und hat uns eine Menge von Betriebszweigen aufgethan, welche früher gar nicht bewirthschaftet werden konnten, und deshalb sind auch wiederum durch die Maschinen so viele Menschenkräfte nöthig geworden, daß man allenfalls den Satz aufstellen könnte: Je mehr Arbeit durch die Maschinen ge⸗ leistet wird, je mehr Arbeit wird für die Menschen geschaffen. Wie nun die Maschine thatsächlich die Handarbeit vermehrt, so könnte sie auch die Ge⸗ schicklichkeit und die Kunstfertigkeit erhöhen, denn früher mußten die Arbeiter im Handwerk auch alle unqualisicirten Arbeiten übernehmen, welche etz die hülfreiche Mildthätigkeit der Maschine leistel, und dem qualificirten Arbeiter bleibt Zeit für die Anwendung seiner Befähigung. Daraus geht aber auch für ihn eine neue oder wenigstens ge⸗ steigerte Berufspflicht hervor. Er soll und kann für diejenigen Arbeiten mit um so größerer Inten- sttät eintreten, welche ihm die Maschine nicht zu leisten vermag, welche heute so gut wie früher der bildenden Hand des Menschen bedürfen. Kann er nur anfertigen, was die Maschine auch zu leisten vermag, so ist er selbst nur eine Maschine, und kann es dann freilich mit denen aus Eisen und Stahl, welche mit Dampfkraft getrieben werden, nicht mehr aufnehmen. Darum mag der Hand- werksgehülse und der Meister, der aus dem Ge⸗ sellenstande hervorgeht, seinen Stolz darein setzen, mehr als bis jetzt durchschnittlich der Fall ist, über die mechanischen Verrichtungen hinaus zu kommen und tüchtiger zu werden in seiner Leistung, damit keine Maschine ihn ersetzen kann. Es muß also der berufstüchtige Handwerker die Concurrenz mit der Maschine aufnehmen, aber nicht in der mechanischen, sondern in der kunstfertigen Leistung, dann wird ihm die Maschine nicht ein Feind, wie dies häufig von den Arbeitern ausgesprochen wird, sondern ein lieber Freund sein, welcher ihm dienstbar ist und ihn ergänzt. Hiernach könnte es nun fast scheinen, als wenn zwar der qualificirte Arbeiter sich mi: der Maschine aussöhnen könnte, nicht aber der unqualificirte. Indeß ist auch dieser Schluß glücklicherweise falsch, denn indem, wie wir schon vorher hervorgehoben haben, durch die Maschinen die Arbeit bedeutend vermehrt wird, werden überhaupt viel mehr Arbeitskräfte erforderlich und damit auch solche, welche weniger qualificirt sind. Der Arbeitsmarkt stellt sich also für jeden Arbeiter günstiger, seitdem wir und weil wir mit Maschinen arbeiten können. Trotz alledem läßt sich nun ein gewisser schädlicher Einfluß auf gewerbliche Thätigkeit nicht hinweg⸗ disputiren, aber die Schuld ist nicht den Maschinen beizumessen, wie dies leichthin gethan wird, sondern den Vertretern des Handwerks, welche das Gut, das ihnen mit den Maschinen gegeben ist, nicht im wahren Interesse ihres Faches verwenden. Was man an den gewerblichen Erzeugnissen des Mittel⸗ alters am meisten bewundert, was diesen gegen die heutigen Leistungen einen so hohen Reiz verleiht, das ist die Erfindung und die eigene geistige Man gehe doch hin in jene Städte, welche sich bis auf die Gegenwart manch edles mächtigen Block zu zerschneiden; ja, es gibt sogar haben, wie Nürnberg, Bamberg, Augsburg, Rothen⸗ heute schon Maschinen— um bei der Zimmerei oder Tischlerei zu bleiben— welche die subtilsten burg, Braunschweig, Hildesheim, Danzig und viele andere, oder man besuche die Gewerbemuseen, um Profilstücke mit riesiger Ges bwindigkeit liesern, so die Werke der Kleinkünste zu betrachten, da wird daß z. B. bei der Herstellung von Fenstern und Thüren die Arbeiter wenig mehr sammenpassen zu besorgen haben. Dasselbe trifft auf vielen anderen Gebieten des gewerblichen Lebens gleichfalls zu und deshalb meint Mancher, die Maschinen ersetzten zu sehr der Hände Arbeit, als daß eine wahre Geschicklichkeit und Kunstsertig⸗ keil unter den lernenden Jüngern des Handwerks Platz greisen könne, und es fehle ihnen an Ge— legenheit sich entsprechend auszubilden. Wie wenig stichhaltig aber sind doch solche Behauptungen und enisprechen ebenso wenig der Wirklichkeit, wie jene längst durch die Wirklichkeit widerlegte, daß die als das Zu- und die man zunächst an den einzelnen Stücken die Liebe Freude herausfinden können, welche der Arbeiter an seinem Werk gehabt hat; da wird man aber auch die eigenen Gedanken des Ver- fertigers, d. h. die Erfindung, wieder erkennen, und diese ist es, an welcher wir uns zumeist erfreuen. Nun wird man uns vielleicht entgegenhalten, daß vie Maschine die Arbeit zu sehr theile und daß der Arbeiter entweder nur mit fertigen Theilstücken zu thun habe, welche zusammenzusetzen sind, oder aber gar nur die Theilstücke genau in der vorge⸗ schriebenen Form anzufertigen habe. Wenn wir das nun auch Alles zugeben wollen, so wird trotzdem 17˖ Fre Kopf 19 I detein sezn, 5 det 00 1 i en inan att Leia n Cs 1 a. Lestürten lrtfertigen Keschine nicht e Frbesterr t Freund u Uginp. t rte bettulte * tat E NM il, 10 — I. 885 0 de! W. f bien n den Ati va „ iets sei doch Nitmand leugnen können, daß allen diesen Arbeiten doch erst eine Erfindung vorausgegangen sein muß, oder, besser besagt, vorausgegangen sein sollte. Aber wie wir an den sogenannten Maurer- politerbauten 20 Mal dieselben Schablonen wieder angewendet finren, wahrscheinlich weil dieselben nun einmal vorhanden waren, und wie man heute dasselbe Stuckernament eben sowohl zu einer Kirche verwendet, weil die Form doch nun einmal geformt ist, so begnügt man sich allzu leicht mit der Wieder- holung und Nachbetung des Vorhandenen, weil ts nun einmal vorhanden und weiter keine Geistes⸗ anstrengung dazu erforderlich ist. Frankreich ver- wendet doch gewiß ebenso sehr Maschinenkraft als wir, und ist uns trotzdem in den Werken der Kleinkunst bedeutend voraus, und zwar deswegen, weil es mehr Neues schafft, weil seine Handwerker erfindungsreicher und productiver-als die unserigen sind.“ Handel und Verkehr. Friedberg, 24. Mai. Walzen M. B.—. Korn M. 19.50—20.—. Gecste M. 18— 18.20. Hafer M. 18.50 bis 19.—. Alle Preise verßehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. K Krankfurt, 22. Mai.(Viehmarkt.) Der beutige Markt war sebr lebbaft. Angetrieben waren: 340 Ochsen, 350 Kübe, 220 Kälber und 400 Hämmel. Die Preise fellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 63.43 68.14, 2. Qual. M. 56.57—60.—. Kühe 1. Qual. M. 54.86— 58.29. 2. Qual. M. 51.43. Kälber 1. Qual. M. 56.57. 2. Qual. M. 51.43. Hämmel 1. Qual. 56.57, 2. Qual. M. 48—. Schweine das Pio. 65 Pf. Wegen den nächste Woche fallenden istagelilischen Feiertage findet der Markt erst am 31. Mai(Nittwoch) siatt. Frankfurt, 22. Mai. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 43., Nr. 2 M. 39., Nr. 3 M. 35., Nr. 4 M. 31. Nr. J M. 25., Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26., do. II.(Berliner Marke) M. 22., Waizenschalen M.—. Wanen M. 26.—. Roggen M. 19.—. Gerste M. 17 M. 21—24. Wi Rüböl M. 72.—. 200 Pfd. Zoll⸗Gewicht= 100 Kilo. Man; 23. Mai. Producen⸗Markt. Waizen per Mai 22.0, per Juli 22.10, per Nov. 22.50. Roggen per Mai 16.85, per Juli 16.80. Hafer per Mai 18.80, per Juli 18.—. Nüböl per Mai 34.80, pet October 34.20. Telegraphischer Schiffsbericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg. Das Hamburger Postdampsschiff Goethe, Capi. Meyer, von det Linie der Hamburg Amerikanischen Packetsahrt⸗ Actien Gesellschaft, nachdem es wegen Verlust der Schraube nach Plymouth retournirt war und von da am 9. Mai die Reise nach New⸗Pork forigesetzt hatte, kam am 19. Mai, 6 Uht Abends, wohlbebalten daselbst an. Verloosungen. Freiburger 15 Fes.⸗Loose. Ziehung vom 15. Mai 1876. Haupigewinne: Serie 4844 Nr. 4 20 000 Frs., S. 3039 Nr. 1 2000 Frs., S. 4311 Nr. 27 1000 Frs., S. 3955 Nr. 17, S. 4844 Nr. 28, S. 5044 Nr. 12, S. 5353 Nr. 2, S. 5603 Nr. 27, S. 5829 Nr. 1 je 250 Frs, S. 1478 Nr, 12 26, S. 1802 Nr. 17, S. 2006 Nr. 27, S. 2191 Nr. 9, S. 2201 Nr. 45, S. 2806 Nr 37, S. 2815 Nr. 1, S. 3188 Nr. 13, S. 5059 Nr. 8, S. 5603 Nr. 43, S. 6184 Nr. 37, S. 6432 Ne. 5, S. 6520 Nr. 40, S. 6733 Nr. 2, S. 6870 Ne. 38 je 125 Frs. 5 D. Frankfurt a. M. 23. Mai. Im Anschluß an das Resultat des gestrigen Verkehrs eröffnete die Böcse heute in sester Tendenz, welche außer in Deckungskäusen auch in den bessercen auswärtigen Notirungen Unierstützung fand. Auf matteres Berlin trat indeß päter eine Reaction ein, die bis zum Schluß der Börse in Permanenz blieb. Als Ermattungsmotiv wurde hauptsächlich die heute ein⸗ getroffene Meldung aus London angeführt, wonach Lord Derby im englischen Oberhauje die Ablehnung des Bei⸗ tritts Englands zu den Berliner Conferenzvorschlägen officiell bestäligt habe. Das Geschäft war ohne Animo und zeigten sich im internationalen Speculatonsmarkt nur Creditactien und Staatsbahnactien einigermaßen de⸗ lebt. Cteditactien bewegten sich zwischen 113—114½— 113½½ und 113½. Staalsbahnactien zwischen 218¾— ih 575 15 Angi 2 Gilebeh 1“ aren l(heilweise matter. 5 ordn eber anken blieben sest. Oesterreichlsche allonalbank und Deuische Vereins- bank besser. Von Slaatssonds Oesterreichische Mai,Papier ⸗ renie höher. Silberrente fest. Ungarische und Russische Fonds nachgebend. Prioriläten preishaltend. Alsöld, Franz⸗Josef, Ungarische Os⸗ und Nordost, 5% Lom⸗ bardische und 3% Staatevahn anziehend. Loose fest. Von Wechseln Amflerdam, Brüssel und Wien billiger, andere iheurer. Geld Cours. Frankfurt am 23. Mai 1876. Holländische fl. 10⸗Stücke Mk. 16 65 G. Duett, 9 50—55 Ducaten al mare„ b 9 67 20⸗Frankenstü cke„ 16 17—21 Englische Sovereigns.„„ 20 3430 Russische Imperiales„ 16 63—68 Dollars in Gold 4„ 4 16—19 Für die Paul⸗Gerhardt⸗Stiftung sind bei dem Unterzeichneten eingegangen: Von den Herren Dr. F. C. H. in Neustadt i. O. 3 M., Pfarrer Breiden⸗ stein in Södel 10 M. Pfarrer Meyer dabier 5 M., Director Dr. Maltbias 2 M., Professor Dr. Kboler 3 M., Dr. Schw. 5 M., C. Schw. 1 M.; von Frau Ch. Schw. 3 M., aus einer Kindersparbüchse 60 Pf. Mit bestem Dank den Empfang obiger Beträge bescheinigend, erbietet sich zur Annahme weiterer Friedberg Mai 1876. Aecht kölnisches Wasser von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon auf der Expepition des Oberhessischen Anzeigers empfehle ich zu 13 Mark 80 Pf. per Dutzend, 6 Mark 90 Pf. per halbes Dutzend und 1 Mark 30 Pf. per Glas wiederholt gehorsamst. Köln. Johann Maria Farina, Dr. F. Schwabe. bis 21. Hafer M. 19.—. Kohlsamen M.—. Erbsen 219½ und 219. Lombarden zwischen 63¾—64¼ und Rheinstraße Nr. 2. Holzversteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 1765 Es wird versteigert: Mittwoch den 31. Mai aus dem Distrikte Stein. Scheit Prügel Stock Reis Raummeter. Buchen 200 106 8 550 Eichen 17 4 8 14 Freitag den 2. Juni aus den Distrikten Scheuerwald und Gebrannter Kopf(Mark, Höllberg, Estruth): Scheit Prügel Stock Reis Na u m me t e r. Buchen 600 34 12 500 Eichen 6,6 8— 12 Samstag den 3. Juni aus den Distrikten Gebrannter Kopf(Sauerwiesenrain, Kohlhaag, Nauheimer Schlag, Maus rsteig und Scheuerwald): Scheit Prügel Stock Reis Ra ummete r. Buchen 230 100 34 800 Eichen 2 — 6— a 3 Eichenstämme von 38— 59 Centim. Durchmesser und 5—8 Meter Länge, 130 Lärchen⸗ und Fichtenstämme von 15—18 Centim. Durchmesser und 7—18 Meter Länge, 16 Buchenstämme von 47— 62 Centim. Durchmesser und 4—14 Meter Länge, 32 Hainbuchenstämme von 21— 44 Centim. Durch⸗ messer und 6— 10 Meter Länge, 2 Nadelholzstangen von 11—14 Centimeter Durch⸗ messer und 12— 15 Meter Länge. Verschiedenes in den Distrikten Höllberg, Scheuer⸗ wald, Nauheimer Schlag, Mark, Mauersteig, Sauer⸗ wiesenrain, Kohlhaag, Gebrannter Kopf und Estruth zerstreut sitzendes Buchen⸗Scheit, Prügel⸗ ꝛc. Holz, sowie die in den Distrikten Scheuerwald und Gebrannter Kopf zerstreut liegenden Elchen⸗, Buchen- und Hainbuchen— stämme werden bei der Versteigerung nicht vorgezeigt. Forstwart Weitzel zu Lißberg und Sezanne zu Schwickartshausen sind angewiesen dieses Holz auf Ver⸗ langen vorzuzeigen Die Zam mentunft findet am ersten Tage an der Bingoitswiese im Stein am zweiten Tage im Scheuer⸗ wald an der ersten Holznummer, am dritten Tage auf der hohen Straße im Diestrikt Gebrannter Kopf jedesmal um 9 Uhr Vormittags statt. 1 am 13. Mai 1876. Großherzogliche Oberföͤrsterel Ortenberg. T h. o er. Die so beliebten Hanf⸗Couverts zu sehr billigen Preisen bei Carl Bindernagel. ö Holz- Versteigerung 1774 Montag denn 29. Mai d. J. soll im Hunger Stadtwalde, im Distrikt Buchwald, Galgenwald und Hubbach, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: ö 54 Eichenstämme von 18— 40 Centim. Durchmasser, 6—12 Meter Länge, 24 Hainbuchenstämme von 18— 35 Centim. Durch⸗ messer, 4—7 Meter Länge, 200 Kiefernstämme von 18— 30 Centim. Durchmesser, ö 10—15 Meter Länge, 1:00 Fichtenstämme von 8— 30 Centim. Durchmesser, 10-15 Meter Länge, 50 Kiefern- und Fichtenstangen von 10— 14 Centim. 0 Durchmesser, 8— 12 Meter Länge. g Brennholz Dienstag den 30. Mai im Distrikt Galgenwald, Wellheu und Langsdorfergrenzwald: 214 Raummeter Buchen Scheitholz, 100 1„ Prügelholz, 204 N„ Stockholz, 50 5„ Reisholz, 40 1 Elchen⸗Prügelholz, 16 5„ Stockholz, 60.„ Reisholz, 36 15 Nadel⸗-Prügelholz, 62 1„ Stockholz, 238 5„ Reisholz. Der Anfang ist jedesmal Morgens 9 Uhr am ersten Tag im Distrikt Buchwald, am zweiten Tag im Distrikt Galgenwald. Hungen den 23. Mai 1876. Bürgermeisterei Hungen. e n de r. Bekanntmachung. 1766 Die Holzversteigerung vom 15., 16., 18. und 19. d. Mts. ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 2. Jun an bei Großh. Rentamte Nidda in Empfang genommen werden. Das Holz wird am 6. Juni überwiesen und ist hierzu Zusammenkunft wie bei der Versteigerung. Ortenberg am 21. Mai 1876. Großherzogliche Oberförsterei Ortenberg. a Holz- Versteigerung. 1768 Die im Freiherrlich von Ritter'schen Walde Hassel⸗ heck heute abgehaltene Versteigerung ist genehmigt und der erste Abfuhrtag auf Freitag den 26. Mai bestimmt worden. Die Abfuhrscheine konnen Dienstag und Donnerstag bei dem Unterzeichneten in Empfang genommen werden. Friedberg den 22. Mal 1876. N der Freiherrlich v. Ritter'schen Gutsverwalkung zu Rüdesheim: Went Großherzogliche Arbeits ⸗Versteigerung. 1770 Samstag den N. d. Mts., Mittags um 1 Uhr, sollen in dem Versteigerungslocal zu Ober-Mörlen die Arbeiten und Materiallieferungen zur Anlegung neuer Canäle öffentlich in Accord gegeben werden: Maurerarbeit, lt. Kostenüberschlag 839 M. 80 Pf., Pflasterarbeit 206„ 0 Mauersteine zu brechen 304. Dieselben anzufahren 444„% 50„ Sand- oder Kieslieferung 132„—„ Lieferung von hydraulsschem Kalk 162„—„ Deckplattenlieferung 595„—„ Steinsetzen und Sandmessen 62„—„ Graben- und Planirarbeit 75„—„ Chaussirarbeit 9 5 80 Lieferung von Chaussirsteinen 124„ 80 Anfertigung eines neuen Sandmaßes 22,—„ Butzbach den 28. Mai 1876. Metzger, Bezirks⸗Bauaufseher. Bekanntmachung. 1763 Die am 17. Mai im Rodheimer Gemeindewald, Distrikt Grauenberg und Alterschtag, abgehaltene Holz⸗ versteigerung ist genehmigt und ist der erste Abfahrtag auf Samstag den 27. Mai bestimmt worden. Rodheim v. d. H. am 22. Mai 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim v. d. H. J. V. d. B.: Wehrheim, Beigeordneter. Dolz-Versteigerung. 1764 Mittwoch den 31. Mai und Donnerstag den 1. Juni soll nachstehendes Gehölz in dem Ostheimer Gemeindewald meistbietend versteigert werden: 22 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 5 1 Eichen⸗ 5 9 5 Buchen Prügelholz, 8 i Eichen⸗ N 165 50 Buchen⸗Stockholz, 9 5 Eichen⸗ 8 127 5 Nadel⸗ 7 1300 Buchen-Reisholzwellen, 100 Eichen. 5 4800 Nadel⸗ U 20 Eichenstammholz, 6,90 Festmeter Inhalt, 190 Nadelstammholz 72,66„ 5 162 Nadelstangenholz, 12 5 1 Die Zusammenkunft ist am Bodenröder Feld. Gegen genügende Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis den 1. Oeto⸗ ber d. J. gestattet. Ostheim den 22. Mai 1876. Großherzogliche Bürgermeisterel Ostheim. ch im pf. Ein zuverlässiger Mann findet als Feuermann sofortige Beschaͤftigung. 1768 Gas- Anstalt Bad⸗Nauheim. —— Braunkohlen⸗Verkauf. ürstlichen Braunkohlenwerken Weckesheim und Dorn ⸗Assenheim 1767 Vom 28. d. Mis. ab werden auf den reise sind ande neugeformte Handformereiklötze abgegeben. Die Reihen und Haufenklötze pro Centner— 14 Stück 43 Pf. Schuppenklötze(Weckesheim) 75 GCP Preßklötze(Weckesheim) 5 A e. 700 8 Holzkohlen een en e. Bei Entnahme auf Credit stellt sich der Preis pro Centner je 2 Pf. hoͤher. Grube Weckesheim den 20. Mat 1876. Fürstliche Bergverwaltung. 1 ö 0 1679 Montag 7 29. d. M., an den israel, Pfingsten, findet auf dem Selzerbrunnen a ll att, wozu freundlichst einladet f„* 5 P. Weitzel. 1769 Montag den 29. d. Mts. auf den israelitischen Pfingsttag findet in der Ball statt, wozu ergebenst „Stadt Kassel? ein einladet E. Simon in Vilbel. Das Reueste in Strohhüten sowie a Sonnen- und Regenschirmen K. Friedrich. 1136 empfieblt in schöner Auswahl und zu reellen Preisen Carl Bindernagel's Annoncen-Erpedition. Bekanntmachungen aller Art: Gesuche, Offerten, Benachrichtigungen, Waaren⸗Empfehlungen, Versteigerungen werden an alle Zeitungen vermittelt. Berechnet wird uur der Originalpreis der betreffenden Zeitung Die Annoncen⸗Aufgeber sparen also Briesschreiben, Zeit und Porto. Gegen Husten und rauhen Hals! Herrn Fenchelhonigfabrikanten L. W. Egers in Breslau. Ludwigshafen a. Rh., 23. November 1875. Seit Jehren habe ich mit bestem Erfolge von Ihrem Fenchelhonig“) gegen Husten und rauhen Hals gebraucht; seit längerer Zeit aber weiß ich nicht, wo derselbe hier oder in Mannheim zu haben ist. Ich ersuche Sie deßhalb, mir recht bald 2 bis 3 große Flaschen dirket zuzusenden und den Betrag per Post nachzunehmen. n Achtungsvoll H. Futtrich. ) Allein ächt zu haben in Friedberg bei Jos. Hoffmann. 1776 5 Große Pferdeverloosung 3 in Cassel, Ende Mai, 1200 Gewinne. Preis 3 Mark, bei Bezug von 10 Loosen 1 Freiloss. Carl Reuter, Haupt⸗Agent in Frankfurt a. M. Glacé- Handschuhe, rauhlederne Handschuhe, sowie Militär- und Fil d'Ecosse⸗Handschuhe 72 billigst bei K. Friedrich neben der Post. Aecht italienische Maccaroni pr. Pfund 52 Pf. bei Wilhelm Fertsch. Bekanntmachung. 1760 Sb end,. 68 ndl een derten Sleinhohlen bester Qualität. Versteigerung. 1733 Freitag den 26. Mai, Morgens 10 Uhr, läßt die Fauerbacher Basalt⸗Bruch⸗Gesellfchaft mehrere 1 thien Pflaster⸗ und Chaussee⸗Steine, sodann mehrere Schnappkarren-⸗ und Handkarren ver⸗ steigern. Fauerbach b. Fr. am 20. Mai 1876. Großherzogliches Ortsgericht Fauerbach b. Fr. ee 1775 Im Ober⸗Rosbacher Gemeindewald, Distrikt Wasser⸗ Die Zusammenkunft ist Morgens 8 Uhr an der 1 8 5 hölzernen Brücke hinter dem, Saldberg. e. e 2 N 9 25 Ober Rosbach am 22. Mar 1876. 5 Nuß⸗ und Knadbelkohle per Ctr. à M. 1. 25 Großherzogliche Büurgermeisterei Ober⸗Ros bach. Gesieb. Schmiedekohle per Gtr. ie Blech er. Holz ⸗Versteigerung. 1773 Montag den 29, Dienstag den 30. und Mittwoch den 31. Mat l. J. soll im hiesigen Gemeindewalde, Distrikt Kibitz, nachbezeichnetes Gehölze versteigert werden: 271 Raummeter Nadel⸗Scheitbolz, 173,6 5 Nadel⸗Prügelholz, 313 5 Nadel⸗Stockholz, 638 Stück Kiefern⸗Stammholz, 176,83 Cubikm. Inhalt, Bei vorheriger Bestellung ab Bahnhof hier Ia. mel. stückreiche Flammkohle pr. Ctr. à M.— 95 offerirt Fried. Avenarius, 72 Bad⸗Nauheim, Hauptstraße Nr. 308 Aerztlich empfohlener Gesundheits-Case 3 8. 2 Cubikm. Inhalt, 46„ Kiefern St 6.07 Cubikm. lt,! 5 a„ Fen- S langer, 172 Cue ln Bube. Von Gebr. Zillessen, Kaldenkirchen. Die Versteigerung beginnt jedesmal Morgens 9 Uhr 5 l a 5 1413 Dieser Café ist von einem dem indischen Café Begegnung“ gahlengsteenm J. Parrnber 7b... enncher der M een e dag B k h ug var Be 55 23 Mai 1876. 0 erregt weder die Nerven noch das Blut. Es wird der⸗ Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen. selbe daher Familien aller Classen wie auch Leidenden, 2 1. schmeckendes, gesundes und billiges Nahrungsmittel em⸗ Bekanntmachung. pfohlen. 1772 Die am 22. d. Mts. im hiesigen Gemeindewalde Alleinverkauf für Friedberg C. Th. Kranz. Feinstes Maschinen⸗Oel pr. Schoppen 48 Pf., Quantitäten zu Fabrikpreis, bel 1759 Wilhelm Fertsch. Strohhüte 1751 in großer Auswahl und neuester Mode billigst bei Heinrich Diehl, usagasse. Ein Mädehen sucht in Dlenst Z. Grödel's Wittwe. 1771 Ein Manschetten⸗Knopf wurde verloren, Gefälligst an die Expedition abgeben zu wollen. 1777 3 Fenster, . brauchbarem Zustande, zu 1 Heß. Das Abladen von Bauschutt er. auf der ehemaligen Hilbrecht'schen Russenhütte ist ver⸗ hiervon zur Anzeige zu bringen. denen der indische Café ärztlich untersagt ist, als wohl⸗ 3 Jommer- boten und sind die Flurschützen beauftragt, Uebertreter 1753 Alle Sorten Gemüsepflanzen, Sellerie, Lauch und Blumenpflanzen, Topfpflanzen fürs freie Land und für Blumentische empfiehlt die Graäfliche Hofgärtnerei zu Assenheim. 1678 Kinderwagen, neuster Construktion, welche ganz grade laufen und ver⸗ besserte Räder haben, in Auswahl bis zu den feinsten Sorten bei Jos. Hoffmann. Bei Carl Bindernagel in Friedberg und Bad⸗ Nauheim ist vorräthig: Neuster Caschen-Kahrplan für die Mittel⸗Rheingegend, Hessen, Nassau, Frankfurt, Rhein⸗Preußen. Preis 20 Pf. für Erwachsene und Kinder billigt bei K. Friedrich. Strümpfe — 2 8 28 8 5 ö S 2 2 8* S 8 5 2 — 0 0— 8 E 85 S2 — N 22 8— 2 2 85 3 2 Die soeben erschienene Nr. 34 enthält: Die Ferienreise. Novelle von S. Junghans.(Fort⸗ setzung.)— Briefe von der Weltumseglung der„Gazelle“. III. Kerguelen.— Der Kukuck im germanischen Volks⸗ glauben. Von Dr. U. Zernial.— Henriette Davidis. Von Karl Prümer. Mit Porträt.— Am Familientische: ur Frage von der Sonntagsruhe.— Die Wassergeusen. Mit dem Bilde von E. Teßner: Profane Störung. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg. stattgehabte Holzversteigerung ist genehmigt und der erste 1731 Für Fried be i ü K Gn. rg und Nauheim werden für Fahrtag auf Freitag den 26. d. Mts. festgesetzt worden. eine chemische Waschaustalt, 15 9 alle 80085 Die 3 3 bis zum 31. 177 l. 0 von da stände gewaschen werden, tüchtige Agenten gesucht!— an muß das versteigerte Gehölze bis auf Weiteres im Franco ⸗ Offerten nimmt die Expedition dieses Anzeigers Schlage sitzen bleiben. unter A. V. Nr. 195 entgegen. i Istaclitischer Gottesdienst in Friedberg. Beginn: Freitag Abends 63/ Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen. Jeck el Ober-Mörlen am 23. Mai 1876. Orangen bei Wilhelm Fertsch. 1760 1 Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. F U r gelteff beitef Einne steunn schl * S 22 2 2