as Comité. — loten ischen der e A Backen a Autzeilung 80 Ferit. ach, . Berubeck. „Sensen fümmich berthran mit Mark Olatbel — selel. tu, Familien Wusterbriefen lrben. dent Ein⸗ sesuchen, chten „ Con. 282 ———— Samstag den 24. Juni. N. 74. * 4 N Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Abonnement auf den Oberhessischen Anzeiger, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und bemerkenswerthesten Tagesbegebenheiten, besonders wichtige Neuigkeiten durch Extrablätter, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und lokale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs- Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel; sodann monatlich in dem praktischen Rathgeber interessante und belehrende Notizen für Haus- und Landwirtbschaft. Das Abonnement beträgt bei der Verlags Expedition ohne Bringerlohn halbjährlich 2 Mark, durch die Post bezogen jedoch vierteljährlich 1 Mark 30 Pfennig. Inseratgebühren werden die einspaltige Petitzeile oder deren Raum mit 11 Pf. berechnet, bei Tabellen und Ziffersatz mit 14 Pf. Der drücklich Abbestellung erfolgt. Oberhessische Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. Bestellungen beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt. Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das zweite Halbjahr zusenden, wenn nicht aus⸗ Die Expedition. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publiciren: Nr. 30. sub 1. Bekanntmachung, die Uebertragung des Eigenthums der Obethessischen Bahnen an den Staat betreffend.— Nr. 31. Verwendung der für das Jabr 1873 in dem Großherzogthum Hessen ausgeschriebenen Brandentschädigungsbeiträge. Friedberg den 22. Juni 1876. Rechnungsablage über die Großherzogliches Kreisamt Friedberg. E ah Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publicirt worden: Nr. 14. Bekanntmachung, betreffend die Ernennung eines Bevollmächtigten zum Bundesrath. Seite 167. Betreffend: Die Kirchenvoranschläge des Kreises Friedberg für das Jahr 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Kirchenvorstände des Kreises. Da bis jetzt nur ein Kirchen voranschlag eingelangt, so bringen wir die Einsendung dringend in Erinnerung. Betreffend: Rückvergütung von Portoauslagen für dienstliche Sendungen in rein staatlichen Angelegenheiten. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die katholischen Kirchenvorstände des Kreises. Wir benachrichtigen Sie, daß nach einer Mittheilung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 12. dieses Monats zur Nr. M. d. J. 8442 die liquidirten Portobeträge für 1875 zur Zahlung angewiesen worden sind. Friedberg am 22. Juni 1876. Trapp. Friedberg am 20. Juni 1876. Es hat dasselbe hierbei jedoch bemerkt, daß von 1876 an die katholischen Kirchenvorstände ihre Correspondenz in Staatsdienstangelegenheiten nicht mehr zu frankiren hätten und andere Portoauslagen den betreffenden Kirchenfonde zur Last fielen. Sie wollen sich hiernach bemessen. Betreffend: Bezirksconferenzen der Lehrer des Kreises Friedberg in 1876. Zur Bezirksconserenz für den Monat Juni lade ich hiermit die Herren Lehrer: a. des Bezirks Friedberg auf Dienstag den 27. Juni, b. des Bezirks Butzbach auf Mittwoch den 28 Juni, c. des Bezirks Vilbel auf Freitag den 30. Juni, und zwar jedesmal auf Nachmittags 2 Üht und an den bisherigen Versammlungslocalen hiermit ein. Auf der Tagesordnung steht: 1) für die 3 Conferenzen: Die Einführung von Schulregistern und Tabellen, Schülerverzeichniß, Monats- und Tagebuch u. s. w. 2) Für Butzbach noch besonders: Der Gebrauch des Realienbuchs, insbes. die Beantwortung der darin enthaltenen Fragen; für Vilbel: Der elementare Anschauungs“, Sprach-, Schreib- und Leseunterricht. Ter a pi p. Friedberg den 22. Juni 1876. Schmidt, Kreis ⸗Schulinspector. Deutsches Reich. Darmstadt, 21. Juni. Die zweite Kammer der Stände trat in ihrer heutigen 19. Sitzung in die Besprechung der Interpellation des Abg. Osann, die Riedentwässerung betr. Sodann wurde die Berathung über den Hauptvoranschlag der Staats- ausgaben fortgesetzt und zwar mit Hauptabtheilung VIIa. Gesammtministerium und Kabinetsdirektion, Die in dem Voranschlag vorgesehenen Beträge waren in Folge des jüngsten Personenwechsels im Gesammt⸗ Ministerium herabgesetzt worden und wurden diese herabgesetzten Beträge nach dem Aus schußantrag einstimmig bewilligt. Das vom Ausschuß an die Regierung zu richtende Ersuchen, die oberste Verwaltung des Großherzogthums da- hin abändern zu wollen, daß ein verantwortlicher Minister an die Spitze der Verwaltung gestellt werde, wurde mit 28 gegen 10 Stimmen ange— nommen und bezüglich des weiteren Ausschußan⸗ trags, jedenfalls eine solche Organisation zu treffen, daß die Zahl der Ministerien vermindert, der Geschäftsgang vereinfacht werde und wesentliche Kostenersparniß erzielt würde, die Abstimmung gegen 13 Stimmen abgelehnt. Die Ausschuß— anträge zu VIIIa, Geschäftszweige des Gesammt— ministeriums, wurden einstimmig ohne Debatte angenommen. In Hauptabtheilung XI, Geschäfts- zweige des Ministeriums der Finanzen, wurden sodann die Pos. 1, Ministerium selbst, entsprechend der Regierungsvorlage, einstimmig bewilligt, ebenso Pos. 2. Oberrechnungskammer nebst der dazu ge— hörigen Justiftcatur I. Abtheilung, und das zu letzterer Pos, vom Ausschuß an die Regierung zu richten beantragte Ersuchen, die vakannte Stelle eines Rathes bei der Oberrechnungskammer nicht wieder zu besetzen, angenommen. Zu 3. Haupt- staatskasse, wurde die Regierungsvorlage gegen 10 Stimmen abgelehnt, und der Ausschußantrag auf Verwilligung des angeforderten Betrages, unter Abstrich vom 2500 Mk., einstimmig angenommen. Zu Pos. 4. Verwaltungscollegien, A. Obersteuer- direktion, wurde die Summe von 60,380 Mk., welche der Ausschuß zu bewilligen beantragt hatte, bewilligt und hiermit 4900 Mk. des angeforderten Betrags, von welchem die Regierung jedoch zuvor 2100 Mk. zurückgezogen hatte, abgestrichen. Das vom Ausschuß beantragte Ersuchen, den dritten Sekretär entweder anderweitig zu verwenden oder zeitweise zu pensioniren, wurde entsprechend der vorerwähnten Nichtbewilligung einstimmig ange— nommen; ebenso das Ersuchen auf Vereinigung der Stellen der juristischen Mitglieder der Ober— steuerdirektion und der Ober-Forst und Domänen— Direktion. Zu Pos. B. Ober- Forst- und Do- mänen Direktion wurde die von der Regierung verlangte Summe nach Abstrich des Gehalts eines Direkters und 100 Mk. Kanzleikosten bewilligt und mit 29 gegen 8 Stimmen das Ersuchen an die Regierung gerichtet, dem Direktor der Ober— Steuer⸗Direktion die zur Zeit vakante Stelle eines Direktors der Ober-Forst- und Domänen-Direktion mit zu übertragen. — 21. Juni. In der Sitzung der zweiten Kammer brachte heute der Abgeoronete Freiherr Nordeck zur Rabenau folgenden Antrag ein: Die Kammer wolle beschließen, die Regierung aufzu- fordern, die auf wirksame Durchführung des Titels 7 der Reichsverfassung gerichteten Bestrebungen des Reichskanzlers im Bundesrathe kräftigst unter- stützen zu lassen, mag diese Durchführung durch Herstellung eines einheitlichen Reichs Eisenbahn⸗ Netzes oder durch andere Combinationen herbei geführt werden. — 22. Juni. Die zweite Kammer der Land ⸗ stände setzte heute in ihrer 20. Sitzung die Berathung über den Hauptvoranschlag für die Finanzperiode 1876/78 fort und begann mit „Oberbau Direction und obere Bergbehörde“. Nach ziemlich lebhafter Debatte wurden die An⸗ träge des Ausschusses einstimmig angenommen. Die Beschlußfassung über den Antrag des Aus- schusses bezüglich der Oberbergbehörde wurde vor— läufig ausgesetzt. Die Kammer ging sodann zu Abschnitt 5„Lokalverwaltung, Erhebung, Kasse⸗ und Rechnungswesen, A. Streitige Rechtsverhältnisse und Proceßführung“ Nach kurzen Bemerkungen des Ministerialpräfidenten Schleiermacher und des Abg. Hirschhorn wurde der Antrag des Ausschusses, einstimmig angenommen. Bei dem Abschnitt„Rent- ämter(Obereinnehmereien)“ bringt der Abg. Jöckel den Antrag ein, die Rentämter aufzuheben und die Erhebung der Domanialintraden den Distrikts⸗ einehmern zu übertragen. Nach einer Erwiederung des Minisserialrath Meisenzahl zieht Abg. Jöckel seinen Antrag zurück. Hierauf wurden die An— träge des Ausschusses auf Bewilligung aller von der Regierung in diesem Abschnitt geforderten Beträge einstimmig angenommen. C. Elementar— Verwaltungskosten der Kameraldomänen. Der Antrag des Ausschusses auf Verwilligung der ge⸗ forderten 102,376 Mk. wurde hierauf einstimmig und ohne Debatte angenommen. Bei D.„Tech- nische Forstverwallung und Forstschutz“ sprachen Ministerialrath Meisenzahl, die Abg. Dr. Schröder, Dittmar und Theobald. Schließlich wurden die Pos. nach den Anträgen des Ausschusses verwilligt. Für die Oberbergbehörde, über die jetzt Beschluß gefaßt wurde, bewilligte die Kammer für die Jahre 1877-78 13,770 Mk., wäbrend für die letzten 6 Monate des Jahres 1876 4685 Mk. bewilligt wurden. E.„Verwaltungskosten der direkten Steuern, indirekten Auflagen und Regalien.“ Sämmtliche Anträge des Ausschusses, wurden ein— stimmig angenommen. Bei Pos. b., Landesver— messung und Verfertigung definitiver Kataster wurden die Ausschußanträge einstimmig angenommen. Bei 7. Bauwesen A.„Technische Lokaldiener für die verschiedenen Zweige des Bauwesens“ wurden die Anträge des Ausschusses einstimmig angenommen. Darmstadt, 21. Juni. Kaiser Alexander traf gestern Mittag hier ein und stattete unseren Großherzog einen einstündigen Besuch ab. Nach— dem der Kaiser auch die Prinzen Karl und Ludwig besucht hatte, fuhr er per Achse nach Schloß Heiligenberg zurück. Der Großherzog erwiederte heute Vormittag den Besuch in Heiligenberg. — Prinz Ludwig von Battenberg ist nach mehrwöchigem Aufenthalte zu Schloß Heiligen— berg zur Dienstleistung bei der englischen Marine im Mittelländischen Meere am 19. Juni nach Neapel abereist. — 21. Juni. Erzherzog Albrecht von Oester⸗ reich wird morgen zum Besuch am hiesigen Hofe erwartet. — Militär nachricht. v. Mucalt Hauptmann und Comp.⸗Chef im Regt. Nr. 115 der Abschied mit Pension nebst Aussicht auf Anstellung in Civildienst und der Regiments-Uniform bewilligt; von Carnap, Sec. Lt. vom 3. Großh. Infanterie (Leibgarde) Regt. Nr. 115 der Abschied bewilligt. Jugenheim. Am 23. d. M. wird die Königin von Württemberg in Jugenheim ankommen und bis zum 30. dort verweilen. — 22. Juni. Die Kaiserin Augusta stattete gestern auf der Durchreise von Baden nach Coblenz dem Kaiser von Rußland einen Besuch auf Schloß Heiligenberg ab. Nach eingenommenem Diner, zu welchem auch der Großherzog und die übrigen Mitglieder der Großh. Familie sich eingefunden hatten, setzte die Kaiserin die Reise über Mainz sort. Berlin, 21. Juni. Das Abgeordnetenhaus hat in dritter Berathung den Gesetz⸗Entwurf über die Reisekosten und Diäten der Abgeordneten, ferner die Vorlage betreffs Abänderung einiger Kreis⸗Grenzen in der Fassung des Herrenhauses angenommen.— 22. Juni. Das Abgeordneten ⸗ haus erledigte heute die Berichte der Budget- Commission über den Fortgang des Baues und die Betriebs-Ergebnisse der Staatsbahnen in den Jahren 1873 und 1874, desgleichen die Berichte uber den Fortgang und den Stand der Bahn— bauten im Jahre 1875 im Sinne der Commisstons- Anträge. Das Nolhstands⸗Gesetz und die Vor⸗ lage, betreffend die Ablösung von Servituten in Schleswig⸗-Holstein, wurden in dritter Lesung un⸗ verändert angenommen. — Die bezüglich des deutschen Schiffes„Anna“ gegen die chinesische Regierung gethanenen diploma⸗ tischen Schritte haben Erfolg gehabt. Die Straf— Anträge gegen die Mörder des Capitäns und des Steuermanns, gegen die seeräuberische Bevölkerung und gegen compromittirte chinesische Beamte sind genehmigt und die gefordecte Entschädigung theils ausgezahlt, theils zugesagt worden. Außerdem hat die Regierung China's zur Verhütung ähn- licher Fälle eine für ganz China gültige Strand- Ordnung erlassen. — 21. Juni. Das Herrenhaus erledigte in seiner heutigen Sitzung zunächst eine Reihe von Petitionen und berieth sodann über die Städte— Ordnung, welche bis§. 14 nach den Commissions- Anträgen genehmigt wurde; nur der von der Commission vorgeschlagene§. 1 a wurde wieder gestrichen.— 22. Juni. Das Herrenhaus setzte die Berathung der Städte- Ordnung fort.§. 15 wurde mit dem Zusatz-Antrage Kleist-Retzow an- genommen, welcher für den Erwerb des Bürger“ rechts die Einführung eines höheren Census als 12 Mk. zuläßt. Die Paragraphen bis 74 werden nach den Commissions-Anträgen genehmigt. Gotha. Hier wird jetzt die Leichen-Ver— brennungs-Frage practisch werden; Regierung und Stadt⸗Behörden hatten zur Zeit gegen die facultative Einführung keine principiellen Bedenken, es sollte nur die Sache nicht durch Landes-Gesetz, sondern vorerst durch Orts Statut geregelt werden, die Stadt⸗Behörden mochten aber nicht 15,000 Mark Kosten daran wenden. Jetzt ist diese Summe der Stadt zur Verfügung gestellt, und es fragt sich daher, ob man nunmehr an die Ausführung gehen wird. Ems, 20. Juni. Erzherzog Albrecht von Oesterreich ist heute Nachmittag hier eingetroffen Der Kaiser emfing denselben am Bahnhof. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Wie die „Pol- Corr.“ meldet, wird die Begegnung der Kaiser von Rußland und Oesterreich auf Schloß Reichstadt am 8. Juli statthaben; vielleicht werde auch Kronprinz Rudolf den Kaiser von Rußland begrüßen. Fürst Gortschakoff werde demnächst eine Urlaubs⸗Reise in die Schweiz antteten. — Der„Tagespresse“ und der„Deutschen Zeitung“ zufolge hat der Kaiser das Entlassungs: Gesuch des Kriesgsministers v. Koller angenommen und ist Feldmarschall-Lieutenant Graf Bylandt zu dessen Nachfolger ernannt. — 21. Juni. Der Kaiser reiste heute Abend nach Ischl ab.— Aus Pola wird gemeldet, daß die Panzer-Fregatte„Salamander“ und die Cor— vette„Zrinyi“ nach Smyrna abgegangen sind, wo das Admiralitäts-Schiff„Custozza“ bereits ange- kommen ist. Die Corvette„Friedrich“ ist nach einer mehr als zweijährigen Reise in Pola eingelaufen. Frankreich. Versailles, 21. Juni. Der Senat hat eine Commission zur Prüfung des vom Unterrichtsminister vorgelegten Gesetzentwurfs, be— treffend die Abänderung des Gesetzes über den höheren Unterricht, wodurch dem Staate die Ver- leihung der Grade zurückgegeben wird, erwählt. daß 6 Commisstons⸗Mitglieder gegen, 3 für die Vorlage stimmen werden, und erregte dies Resultat Sensation. Belgien. Brüssel, 21. Juni. Nach Verichten aus Löwen haben daselbst größere Unruhen stattgefunden; in Folge feindlicher Kundgebungen Nach dem Resultate dieser Wahl ist anzunehmen, gegen Studirende, welche der liberalen Partei angehören, sind die Universisitäts⸗Vorlesungen unter⸗ brochenz die Bürgergarde ist zusammengezogen. Holland. Haag, 21. Juni. Der Ge⸗ richtshof zu Middelburg hat heute den dänischen Dampfer„Phönix“ wegen des im Jahre 1875 auf der Schelde stattgehabten Zusammenstoßes mit einem holländischen Fahrzeuge zur Zahlung der von dem Eigenthümer des letzteren verlangten Entschädigung verurtheilt. Großbritannien. London. Dem „Standard“ zufolge ist der Befehlshaber des in den chinesischen Gewässern stationirten Geschwaders angewiesen, über die kürzlich statgehabte Plünderung des englischen Schiffes„Tartar“ Untersuchungen anzustellen. Türkei. Konstantinopel, 20. Juni Aus Mostar wird offitiell gemeldet, daß Moukhtar Pascha in Niksic eingerückt ist, ohne den Insurgenten begegnet zu sein. — Der bisherige Gesandte in Rom, Alexander Caratheodory Effendi, ist an Stelle von Artin Effendi Dadian zum Staats. Secretär des aus ⸗ wärtigen Am es ernannt. Rumänien. Bukarest. Es heißt, die serbische Regierung hätte der hiesigen Regierung das Eintreffen eines besonderen Abgesandten angekündigt. Amerika. Washington, 20. Juni. Der Senat hat beschlossen, den Proceß gegen den Exminister Belknap bis zum 6. Juli zu vertagen. — Hinsichtlich der Auslegung des Ausliefer- ungs⸗Vertragee mit England in dem Specialfalle des der Fälschung beschuldigten Winslow hat Präsident Grant dem Congresse eine Botschaft übersenden lassen, worin erklärt wird, daß der Präsident die nanmehr Seitens der englischen Regierung bewirkte Freilassung des betreffenden Individuums, welches die nordamerikanische Regier⸗ ung von England reclamirte, als Bruch des Aus- lieferungs-Vertrags betrachte und es deugemäß mit der Würde Amerikas für unvereinbar halte, noch fernerhin die Auslieferung eines Fluͤchtlings zu verlangen oder zu bewilligen; dies werde von nun an, außer auf formellen Wunsch des Congresses, nicht mehr geschehen. — Senator Morrill ist an Stelle Bristow's zum Schatz Serretär ernannt worden. Aus Stadt und Land. Heldenbergen, 18. Juni. Heute feierte der evang. Lehrer Ritter dahier sein 25jähriges Dienstjubiläum. Obgleich von Seiten der Ortsbehörde zu den Arrangements der Festlichkeit keine Schritte gethan wurden, so war es doch der Wunsch Vieler, diesen Tag nicht so spurlos vor⸗ über gehen zu lassen. Die Vorstände der Spare und Leihkasse, des Bürger- und Kriegervereins hatten es sich zut Aufgabe gemacht, ihrem verdienstvollen Lehrer einen genußreichen Tag zu bereiten und ihm durch Ueberreichung eines Geschenkes ihre Liebe und Dankbarkeit auszudrücken. Ein Mitglied des Festcomite's übergab dem Jubilar unter angemessener Ansprache einen Regulator, von Seiten seiner Schüler wurde er mit einem gepolsterten Sessel bedacht und aus den Händen einzelner Freunde floß ihm auch noch manches Geschenk. Der Jubilar dankte sichtlich ge— rührt und mit herzlichen Worten. Die Festlichkeit verlief unter manchen Toasten in der freudigsten Stimmung. Offenbach, 20. Juni. In der gestern Abend abge— haltenen zahlreich besuchten Generalversammlung des hie⸗ sigen Turnvereins wurde einstimmig beschlossen, daß in Anbetracht der gegenwärtigen ungünstigen Zeitperhältnisse die Abhaltung des mittelrheinischen Turnfestes, welches der hiesige Verein übernommen hat und für welches mehrere Tage im Monat August d. J. in Aussicht genommen waren, auf nächstes Jahr verschoben werden soll. Nierstein, 21. Juni. Gestern Morgen 10 Uhr brach bei sehr hohem Wasserstande zum zweiten Male innerhalb weniger Monate der Rheindamm oberhalb der Geinsheimer Gemarkung und überfluthete in wenig Stunden etwa 1500 Morgen Wiesen⸗ und Ackerfeld. Die Früchte wie das Heugras standen schön und versprachen reiche Erndte. Alles ist vernichtet. Weiteres größeres Unglück steht für die Gegend zu befürchten. Wäre man mit Wiederherstellung der Dämme eifriger gewesen, hätte vielleicht viel Unheil verhütet werden können. Allerlei. Kissingen. Wie der„D. Reichs ⸗Corr.“ versichert wird, leidet der Reichskanzler Fürst Bismarck an Ver⸗ härtung einer Fuß⸗Ader, welche der Arzt für so bedenklich erachtet hat, daß er ein Unterlassen der Kissinger Kur als geradezu lebensgefährlich erklärte. Erst in Folge dieses sehr bestimmt gehaltenen ärztlichen Ausspruchs enischloß sich der Reichskanzler zur Reise nach Kissingen. Nein in 30 ue g uc 0 ueecpius 42 2 2 S G MGM 2 3 22 dern Eltrander don Artin r des aus. Ei heißt, die 2 Regierung dot den angtlüntigt 20. Juni. Winslow hat tt Beischaft eurd, daß der der englischen des betreffenden e 8 8 5 5 8 5 Flasche Negier⸗ 7 gs peret von des Leagtises „ ngellun; 4 bal Unzen 5 vasichell „ en be en ich 1 gu: 110 . 1 5 25000 70 14 N 27 105 9 2 —————— 2 S— — 3* Handel und Verkehr. Frankfurt, 21. Juni. Der heutige Heu⸗ und Stroh⸗ markt war sehr gut befahren. Heu kostete per Centner je nach Qualität M. 5.30—6.. Stroh per Centner M. 5.50 bis 6.—. Butter im Großbandel das Pfund 1. Qual. M. 1.—, 2. Qual. 94 Pf., im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.10, 2. Qual. M. 1.03. Eier das Hundert M. 5.50. Mainz 21. Juni. Broducten⸗Marki. Waizen per Juli 21.20, per Nov. 21.70. Roggen per Juli 16.20, per Nov. 16.40. Hafer per Juli 18.40. Rüböl per October 33.65. Darmstadt. Nächsten Montag den 26. er. N.-M. 1 Ur wird die zur Besprechung der jetzigen kirchlichen Lage, der Kirchensteuer⸗ Frage und den mit derselben zu⸗ sammenhängenden sonstigen Fragen ausgeschriebene Ver— sammlung evangelischer Männer aus allen Theilen des Landes im Schützenhose bahier statt⸗ finden. An alle Diejenigen, welche für eine gesunde frei⸗ heitliche Entwicklung der Kt e, für Selbstverwaltung der Gemeinden auch in kirchlichen Dingen u. J. w. noch Herz und Interesse haben, ergeht darum die dringende Auf⸗ forderung, in dieser Versammlung zu erscheinen und Zeit- und Gelbdauswand diesmal nicht zu scheuen! Nut ein einmüthiges Zusammenwirken aller Ge⸗ sinnungsgenossen unseres Landes vermag alle die Hindernisse zu beseitigen, welche der Erreichung des hohen Zieles noch so vielfach entgegensteben. Pfarrer Müller von Alsfeld und Dr. Weber von Offenbach haben es übernommen, die Hauptfragen eingehend zu besprechen und die deßfallsigen Anträge der Versammlung zu unter⸗ breiten. Sclbstverständlich bleibt es der Letzteren sowie jedem Einzelnen unbenommen, weitere Fragen und An— träge der Berathung zu unterbreiten. Geld Cours. Frankfurt am 22. Juni 1876. Holländische fl. 10-Stücke Mk. 16 65 G. Dueaten. n 5 9 57-62 Duesten o margeg 9 57-62 20 Frankenstücke 7 16 19-23 Englische Sovereigns„„ 20 39—44 Russische Imperiales.„ 16 67-72 Dollars in Gold 416 19 Wein⸗Etlquettes sind in größter Auswahl wieder vorräthig bei Carl Bindernagel. Arbeits-Versteigerung. 2150 Dienstag den 27. d. M., Nachmittags 3 Uhr, soll auf dem Gemeindehause zu Nieder Rosbach: Pflasterarbeit, veranschlagt zu 247 Mark, Sandfahren 90 Steinbrechen 60 Steinfahren 90 2„ Steinsetzen e Maurerarbeit 8 Handarbeit Ee einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Bad⸗Nauheim, 20. Juni 1876. Brückel, Bezirks Bauaufseher. Arbeits-Versteigerung. 2151 Mittwoch den 28. d. M., Vormittags um 10 Uhr, soll die an dem Pfarrhause zu Nieder-Eschbach vorge— sehene Weißbinderarbeit, bestehend in Herstellung eines Bewurfs und Anstrichs, veranschlagt zu 514 M. 65 Pf., auf dem dortigen Rathhaus in Accord gegeben werden. Nieder⸗Eschbach den 22. Juni 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Eschbach. Fa u st Holz Versteigerung. 2132 Dienstag den 27. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll in hiesigem Gemeindewalde, in verschiedenen Distrikten, nachbenanntes Gehölze versteigert werden: 4, Raummeter Nadel-⸗Scheitholz, 50„„ Prügelholz, 28,6 55„ Stockholz, 4840 Radelholzwellen, 22 Kiefernstämme, 8,61 Kubikmeter Inhalt. Der Anfang ist im Distrikt Steinbühl. Zahlungs- termin: 1. Dezember 1876. Ober-Mörlen am 22. Juni 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen. e Heugras-Versteigerung. 2127 Nächsten Dienstag den 27. Juni, Vormittags 10 Ubr, sollen im Garten des Gärtner Schortmann in der Vorstadt ungefähr 2 Morgen Heugras, zusammen oder in kleineren Abtheilungen, öffentlich versteigert werden. Friedberg. In Auftrag: Schwarz, Hoftaxator. Lehrlings-Gesuch. 2028 Ein junger Mensch kann in die Lehre treten bei IJ. Staubi, Schreinermeister. Friedberg, Kirchgasse. Strohhüte, Jonn— 1136 empfieblt zu den billigsten Preisen und Regenschirme K. Friedrich. Strohhüte, Filz⸗, Stoff⸗ und Seidenhüte 2006 bei L. Backes. Sommerpantoffeln in großer Auswahl billigst bei Geschwister Schloß. 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Zu recht zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein Ga. Bayer. Militär⸗ und Veteranen⸗Verein. 2024 Sonntag den 2. Juli d. J. findet ein Aueflug mit Musik nach dem Ossenheimer Wäldchen statt. Zur zahlreichen Betheiligung an demseiben laden wir hiermit die Mitglieder, Ehrenmitglieder, Freunde und Freundinnen des Vereins frrundlichst ein. Abmarsch präcis 2½ Uhr Nachmittags von dem Fauerbacher Thore ab. Der Vorstand. Gusthaus zur guten Quelle, Neugasse Nr. 2 in Frankfurt a. M. 2012 Hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich dahier eine Gastwirthschaft in Wein, Bier und Aepfelwein nebst gutem Mittagstisch eröffnet habe. Ich bitte um geneigten Zuspruch. Heinrich Manser. Philippi's Felseukeller, Ertedberg. Großes Preis⸗Kegelschieben, 2076 welches Samstag den 24, d. Mis. beginnt. Haupt⸗ preife: 150. 125. 100 Mark u. s. w. Im Ganzen 60 Preise. Turnverein. 2095 Samstag den 24. d. Mts., Abends 9 Uhr, General⸗ versammlung bei Herrn. Ern st. Eng- Tagesordnung: Turnfest in Nauheim. 2118 Bei günstiger Witterung findet Samstag den 24. Juni, Abends 7 Uhr, in meinem Garten Concert statt.(Kapelle Schellhaas.) Entrée à Person 20 Pf. Carl Walter. Kirschen⸗Fest zu Ober⸗Rosbach. Sonntag den 25. Juni ist bei mir Harmonie⸗ und Tanzmusik unter den schattigen Kastanien auf dem Kirschen⸗Berg anzutreffen. Bemerkt wird, daß Speisen nach Belieben verabfolgt werden. Zu zahl⸗ reichem Besuch ladet höflichst ein 2120 Johannes Buch. Die Wellenbäder 2130 an meiner Mühle sind zum Gebrauche wieder hergerichtet. Diet. Friedberg. 2155 Per 1. Juli eröffnet den 2. Cursus für kaufm. Buchführung ꝛc. ꝛc. Heß, Lehrer. Goldservicen, Blumenvasen 2105 in reicher Auswahl bei Wilhelm Fertsch. Bierpumpen 2140 zu den billigsten Preisen und sehr solid gearbeitet, Malzdarren, Kühlschiffe, sowie alle sonstigen zur Bierbrauerei erforderlichen Maschinen empfiehlt Friedberg. Karl Reuß, Eisengießerei und mechanische Werkstätte. Sogleich zu vermiethen eine Wohnung an eine ruhige Haushaltung. Kaiserstraße 971 Meine noch vorräthigen Damen ⸗Sommerkleiderstoffe, gute Qualitäten und neue gangbare Muster, sowie Sommerbuxkins verkaufe ich wegen vor⸗ gerückter Sommerzeit zu sehr billigen Preisen. 2135 Mayer J. Hirsch . 9 L Prämien ⸗Loose. Der höchste Gewinn von 100,000 Francs ist auf ein in Ratenzahlungen bezogenes Mai⸗ ländisches 10 Francs Loos in letzter Ziehung einem Manne in Ober Rosbach zugkfallen. Die bequeme Weise in Besitz von Staats- Prämien ⸗Loosen durch monatliche Ratenzahlungen zu gelangen, bringe ich mit dem Anfügen in empfehlende Erinnerung, daß alle durch das Bankhaus S. Goldschmidt⸗Schlesinger in Frankfurt a. M. von mir bezogenen und verkauften Prämien⸗ Loose bei dem Vorschuß- und Credit-Verein(eingetragene Genossenschaft) zu Friedberg hinterlegt werden. J. Goldbeck, 2122 General- Agent. Tapeten. 1025 Mein reich assortirtes Lager bietet die größte Auswahl zu billigsten Preisen. Friedberg. Louis Weis. 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Kinderhemdchen, Höschen, Corsettchen, Strümpfchen, Schürzchen 2. 1861 L. Wetterhahn, Kaiserstraße. Strohhüte 1751 in großer Auswahl und neuester Mode billigst bei Heinrich Diehl, Usagasse. Während des Sommers werden unter Garantie anfbewahrt. 1697 C. Kalbfleisch, Kürschner. N 2 8 80955 8 Kirchliche Anzeigen für Friedberg Evangelische Gemeindt. 2. Sonntag nach Trinit. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Stadtkirchen Vormittags 10½ Uhr: Herr Candidat Clemm. Nachmittags 1½½ Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9 Uhr; Herr Pfarrer Schwabe. ö Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Unterhaltungsblatt Nr. 26 und eine Beilage.) Pelz; und Woll Waaren euß, ri Werkfätte. mietl . Lelserstraße 4 H. Dietz. Aruntit. D Keppenlagtt. ——— chen, 69. 1 0 scrtraßt. —5ð ite ebl, U agast.. billigt mmers Waal * 6 tire — * — „„ ĩ⅛Ü?»a—— 1— ale Hberhessis cher Anzeiger. a Betrachtungen M 74. über den in verschiedenen Gemeinden unseres Landes wahrnehmbaren Uuwillen gegen die neue Kirchensteuer. Von Bürgermeister* in W. Daß neue Geldauflagen bei jedem Menschen Mißbehagen erzeugen, ist eine ganz natürliche Sache und nicht zu bewundern, weil der Erwerb solcher Mittel mit Sorge, Mühe und Arbeit ver— bunden ist und Jedermann strebt etwas für die ungewisse Zukunft erübrigen zu wollen. Treffen uns gewohnte Geldauflagen von Staat und Gemeinde in erhöhtem Maße, so finden wir darin nichts sonderliches und fügen uns tuhig darein, obgleich solche für niedere, vergängliche, wohl gar manchmal luxuriöse Zwecke verwendet werden. Bei dieser neuen Steuerauflage bedenken wir aber weniger, daß es sich nicht um niedere, sondern um höhere Zwecke handle, nämlich um die Erhaltung und den Foctbestand unseres evange— lischen religiös kirchlichen Lebens und die Unterhaltung und den Ausbau unserer neuen constitutionellen Kirchenverfassung. Geistreiche Männer unserer Zeit, welche das kirchlich-religiöse Leben liebten und verehrten und dasselbe als die einzige Grundlage menschlicher Wohlfahrt erkannten, haben wahrgenommen, daß dasselbe im Abnehmen und Verfall begriffen sei. Sie haben dasselbe durch die Gründung einer Presbyterial- und Synodalverfassung zu heben gesucht. Bei dem Ausbau jener Verfassung fand man zanächst die heranwachsende Gefahr der Auflösung der evangelischen Kirche in dem Mangel an Geistlichen, indem sich jenem Stande fast Niemand mehr widmen wollte, weil die Gehalte nicht allein dem vermin— derten Geldwerthe und den Lebensverhältnissen, sondern auch den aufgebesserten Besoldungsverhältnissen anderer Staats- und Privat- bediensteten gegenüber nicht mehr entsprachen. Es fand sich hiernach die kirchliche Regierung auf vorausgegangene Verständigung mit der Staatsregierung veranlaßt, der Landessynode einen Gesetzesentwurf über die Classification des Diensteinkommens der Geistlichen zur Berathung und Beschlußnahme vorzulegen. Nach umfangreicher Berathung und reiflicher Erwägung der Gründe für und gegen die Vorlage wurde dieselbe von der Synode dahin angenommen, daß die 385 Geistlichen des Landes in neun Klassen eingetheilt wurden, wovon der Gehalt der untersten 2000 und der der höchsten 4400 M. analog mit andern Staatsdienern betragen solle, daß jedoch den höchsten und geringsten Gehalt nur je 23 erlangen und die große Mehrzahl von 77 in der Mitte liegen solle mit einem Gehalte von 3200, und außerdem für solche unter fünf Dienstjahren je 1750 M. Das Aufsteigen in den Gehaltsklassen wurde außerdem nicht unbedingt an das Dienstalter, sondern auch an sonstige wesentliche Bedingungen geknüpft und soll die Entscheidung darüber unter Mitwirkung eines von der Synode gewählten Ausschusses erfolgen. Daß die Mittel zu jenen Aufbesserungen nicht anders als durch Umlagen auf alle evangelische Kirchengemeindeglieder nach Verhältniß ihrer Steuerkapitalien aufgebracht werden konnten, bedarf keines weiteren Nachweises. Der Unwille gegen jene Umlagen scheint sich hauptsächlich gegen den höchsten Gehalt von 4400 M. zu richten, ohne den Zusammenhang in näbete Erwägung zu ziehen, als nämlich: 1) Daß die ausgeschlagenen Steuern etwa ¼ für das sonstige Verfassungsleben, ohne die Pfarrgehalte erforderlich werden; 2) Daß schon von jeher eine gewisse Anzahl von Pfarrstellen im Lande bestand, welche über 4400 M. betrugen und je nach dem Wirken und der Befähigung erlangt werden konnten, und daß man sonach die höchst dotirten Stellen durch das Gesetz nicht allzu erheblich herunter drücken konnte, auch wie bei anderen Aemtern und Stellen ein Avancement aufrecht zu erhalten hatte; 3) Daß die Zusammenlegung von Pfarrstellen nur da erst aus- führbar erscheinen könne, wo der Mangel eines Geistlichen an einem solchen Orte obwalte, welcher mit einem anderen vereinigt werden könne und daß es ohnehin in der Absicht des Gesetzes beruhe, dies durch Versetzungen herbeizuführen; 4) Daß selbst die Zusammenlegung an denjenigen Orten, welche den Wohnsitz ihres Geistlichen verlieren sollten, die größte Unzufriedenheit hervorrufen würde; 5) Daß die Mitabstimmung der geistlichen Synodalmitglieder, obgleich über eigene Besoldungsverhältnisse nicht zu umgehen gewesen, indem die weltlichen Mitglieder nicht verbunden ge— wesen, die Verantwortlichkeit allein zu übernehmen, umsomehr da die große Zahl Staatsdiener in der Ständekammer gleich— falls über ihre Besoldungserhöhungen mitstimmten; 6) Daß viele Geistliche unseres Landes den Staatsdienern gegenüber ihre Noth lange genug mit Geduld und Ausdauer getragen haben; 7) Daß für das erste Jahr noch kein genau berechneter Voranschlag aller Einnahmen und Ausgaben gestellt werden konnte, weil viele derselben nur muthmaßlich angenommen werden konnten; 8) Daß in den folgenden Jahren jede Ersparniß in der Steuer— berechnung beabsichtigt wurde und 9) Wenn keine Regelung der Gehaltsverhältnisse in jener Weise stattgefunden hätte, der geistliche Stand auf den Aussterbeetat gesetzt und die evangelische Kirche und ihre Anhänger der Auflösung und Verachtung überliefert worden wären. Betrachten wir diese Sachlage mit offenem Herz und Sinn, so wirft sich mancher Steuerpflichtige die Frage auf: was nun thun, um mich der Steuerzahlung zu entledigen? Vielseitige Wahrnehmungen zielen dahin, sich in Massen be— schwerend an den obersten Bischof der evangelischen Kirche, Seine Königliche Hoheit den Großherzog, oder dessen Staatsministerium zu wenden mit der Bitte um Bewirkung einer Umänderung der Synodalverfassung bezüglich der Verstärkung des Laienelements in den synodalen Vertretungen, damit die Geistlichen nicht in der Lage seien für ihre eigenen Besoldungen den Ausschlag zu geben, wodurch eine Ermäßigung der Steuern herbeigeführt werden könne, oder wenn damit nichts erreicht würde, lieber aus der evangelischen Kirchengemeinschaft auszutreten. Diese Fragen würden sich einfach dahin beantworten lassen: Angenommen, die erstere würde einigen Erfolg haben. Wo bleibt aber die Garantie, daß sich junge Leute in hinlänglicher Zahl dem kirchlichen Amte widmen werden, wenn sie in ihren Besoldungsverhältnissen den Staatsdienern gegenüber zurückgesetzt bleiben sollen, zumal freie Wahl obwaltet und kein Zwang zulässig? Sodann zur zweiten Frage: Dann tritt man lieber aus der evangelischen Kirchengemeinschaft. Nun gut. Austritt ist zulässig, aber kein Religionsloser! Es kann ein Austritt nur zu einer anderen anerkannten oder noch anzuerkennenden Religionsgemeinschaft stattfinden. Nun dann, wer wegen des unumgänglichen Beitrags von j seiner Kirchensteuer zu dem Pfarrgehalte zu einer anderen Religions— gemeinschaft aus dem evangelischen Kirchenverband treten will, der möge es thun, bedenke aber, daß der Beitritt zu einer anderen oder neuen Religionsgemeinschaft weit größere Ansprüche an ihn stellen werde. 1 7 1 1 2110 In Sachen des Bijouterie⸗Fabrikanten Hermann Lauz zu Pforz⸗ heim, Klägers gegen Uhrmacher L. Kestermann, seither in Bad Nauheim, dermalen unbekannt wo? Beklagten, Forderung belx⸗ Reso l: Wird der erbetene Arrest hiermit provisorisch ver⸗ fügt und Termin zur Rechtfertigung desselben und zur Abhör der als Bescheinigungsmittel benannten Zeugen, sowie zur Erklärung der auf Bezahlung von M. 184. 2 Pf. für erkaufte Goldwaaren nebst 60% Zinsen von Pfingsten 1. J. an und Herausgabe von Commissionswaaren im Werthe von M. 485, 43 Pf, gehenden Klage, deren Einsicht dem Beklagten hiermit offen gestellt wird, auf i Dienstag den 25. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr, anberaumt und werden hierzu beide Theile geladen und zwar Kläger bei Meidung der Aufhebung des Arrestes, der Beklagte zur Erklärung auf den thatsächlichen Inhalt der Klage und die Statthaftigkeit des Arrestes, sowie zur Vorbringung geeigneter Einreden, bei Meidung der Annahme Geständnisses, Ausschlysses mit Einreden und definitivet Bestätigung des Arrestes. Alle weitere Ver⸗ sügungen in dieser Sache werden dem Beklagten nur durch Anschlag an die Gerichtstafel insinuirt werden. Bad⸗ Nauheim den 19. Juni 1876. Großherzogliches Landgericht Bad⸗Nauheim. e Schnittspahn, Landgerichts Assessor. Bekanntmachung. 2109 Nachdem die Gemeindevertretung der Gemeinde Weckesheim am 8. d. Mts, mit Majorität den Beschluß gefaßt hat, die dieser Gemeinde in der Gemarkung da⸗ selbst zustehende Schafweide mit Wirkung vom 1. Januar 1877 ohne jede Gegenleistung der Grundbesitzer aufzu⸗ heben, so wird dies in Gemäßheit des Gesetzes vom 7. Mai 1849, Art. 15, unter dem Anfügen bekannt ge— macht, daß dagegen innerhalb 4 Wochen, vom 20. d. M. an gerechnet, bei Großherzoglicher Bürgermeisterei Weckes— heim Seitens der Grundbesitzer der genannten Gemarkung Widerspruch schriftlich oder zu Protokoll erhoben werden kann, widrigenfalls deren Zustimmung angenommen werden wird. Weckesheim den 20, Juni 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Weckesheim. Hilger. * 1* 7—, 7 895 8 5 te 7 Mobiliar-Versteigerung. 2152 Dienstag den 27. Juni l. J, Vormittags 9 Uhr anfangend, soll in hiesigem Rathhause der Mobiliar— Nachlaß der verstorbenen Michael Höck Wittwe, bestehend in Möbel, Bettwerk, Weißzeug ze. ꝛc. öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 21. Juni 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fou e ar. Schafpferch-⸗Versteigerung. 2153 Montag den 26. Juni d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause 10 bis 15 Schafpferche öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Friedberg den 23. Juni 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. B 7 1110 0 Heugrasversteigerung. 2124 Montag den 26. Juai d. J., Vormittags 9 Uhr, wird in hiesigem Rathhause das diesjährige Heugras von der Sauerweide, Sauweide und den Lachenwiesen öffentlich an den Meistbietenden versteigert. Friedberg den 22. Juni 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Se Heugras⸗Versteigerung. 2194 Montag den 26 d. Mts., Vormittags 9 Uhr, läßt Unterzeichneter gleich nach der städtischen Grasver⸗ steigerung das Heugras von seiner in dem kleinen Straß⸗ heimer Grund liegenden Wiese auf hiesigem Rathhaus versteigern. Friedberg den 23. Juni 1876. Johs. Falck. Gras ⸗ Versteigerung. 2112 Dienstag den 27. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll das der Gemeinde Groß⸗Kgrben zustehende Heugras auf der Gemeindestube daselbst versteigert werden. Groß⸗Karben den 21. Juni 1876. Großherzogliche Septen Groß⸗Karben. ä r. Heugras ⸗Versteigerung. 2111 Montag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll das der hiesigen Gemeinde zustehende Heugras in ein⸗ zelnen Abtheilungen auf hiesigem Rathhaufe versteigert werden. Bauernheim am 21. Juni 1876. Großherzogliche. Bauernheim. art h. Gras- Versteigerung. 2143 Mittwoch den 28. Juni d. J, Vormittags 9 Uhr, wird das der Gemeinde Klein⸗ Karben und OGrummetgras auf dem Meistbietenden verpachtet. Klein Karben den 21. Juni 1876. a Srbß herzogliche Birrgermeksteref Klein Karben. Schneider. Heugras-Versteigerung. 2114, Montag den 26. d. Mis., Vormittags 10 Uhr anfangend, soll“ das der hiesigen Gemeinde zustehende Heugras auf Ort und Stelle öffentlich meistbietend ver⸗ steigert werden. Oppershofen am 20. Juni 876, Großherzogliche Buͤrgermeisterei Oppershofen. Sich mi det. ustehende Heu⸗ Heugras- Versteigerung. 2115 Montag den 26. Juni l. J., Vormitttags 10 Uhr anfangend, soll das diesjährige Heugras von eirea 150 Morgen Gemeindewiesen in dem Gemeindehaus dahier öffentlich meistbietend versteigert werden. Stammheim den 20. Juni 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Stammheim. Becht. Arbeits⸗Versteigerung. 2125 Samstag den 24. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, sollen in der Gemeinde Nieder-Florstadt verschiedene Ausräumungs arbeiten an der Nidda, veranschlagt zu 700 Mark, in Accord gegeben werden. Assenbeim den 21. Juni 1876. Wenck, Bezirksbauaufseher. Heugras-Versteigerung. 2134 Dienstag den 27. d. Mts., Morgens um 10 Uhr, soll das hiesige Gemeinde-Heugras, eirea 70 Morgen, in der Wirthschaft des Heinrich K. Senzel öffentlich meist⸗ bietend versteigert werden. Ober⸗Florstadt am 22. Juni 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Florstadt. Dauernheim. Gras⸗Versteigerung. 2131. Der diesjährige Heu- und Grummekgrasertrag von 70 Morgen gemeinheitlichen Wiesen wird nächsten Dienstag den 27. d. Mts., von Morgens 8 Uhr ab, in passenden Abtheilungen an Ort und Stelle meistbietend versteigert und der Anfang am Wiesensteg gemacht. Bad-Nauheim am 22. Juni 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad⸗Nauheim. Ssch u tt. Heugras-Versteigerung. Mittwoch den 28. Juni l. I., Vormittags 10½ Uhr, soll das der hiesigen Gemeinde gehörige Heugras auf hiesigem Rathhaus versteigert werden. Fauerbach b. Fr. den 23. Juni 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach b. Fr. 2143 Half ri ch. Bekanntmachung. 2144 Die Holzversteigerung vom 14, 15., 16. und 17. Juni l. J. ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können von Freitag den 7. Juli an bei Großh. Rentamte Nidda in Empfang genommen werden. Die Ueberweisung des Holzes findet Montag den 10. Juli statt und ist hierzu Zusammenkunft wie bei der Versteigerung. Ortenberg am 21. Juni 1876. Großherzogliche Oberförsterei Ortenberg. Tah aer. Ble kan nat machung 2149 Dienstag den N. l. Mts. Nachmittags 4 Uhr, soll die diesjährige Kirschen-Erdte in der städtischen Baumanlage am Schrenzer meistbietend versteigert werden. Butzbach am 21. Juni 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. Küche l. Heugras. 2080 Dienstag den 27. Juni, Vormittags 10 Uhr, lasse ich mein diesjähriges Heugras vorzüglicher Qualität, etwa 1 Hectarx, in vier Abtheilungen an Ort und Stelle meistbietend versteigern. Zahltermin: Martini d. J. Zusammenkunft bei Gastwirkh Mohr dahler. Hoch Weisel, 17. Juni 1876. Walther, Lehrer. Heugras⸗ Versteigerung. 2084 Montag den 26. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr anfangend, soll auf dem Rathhaus zu Dortelweil das der Gemeinde zustehende Heugras von 50 Morgen Wiesen in einzelnen Abthellungen öffentlich meistbietend versteigert werden. f Dortelweil am 19. Juni 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Dortelweil. Moher. Eine große Sendung athhause öffentlich an den 1056 Mein großes Lager in FJommerpantoffeln, Morgenschuhen in Lasting mit und ohne Zug empfehle a. Aae ih d e Gußeiserne Wasser- Pumpen von 12 Mark 50 Pf. bis 150 Mark und höher, Gußeiserne Jauche-Pumpen von 65 Mark und hoher liefere aus den ersten Fabriken Deutschlands zu Fabrik⸗ preisen. Vachpappen Lager hält, empfiehlt eigener Fabrikation, welche Herr J. Huber in Friedberg auf Die Gas⸗Anstalt Bad⸗ Nauheim 1594 W. Meyer. 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