er mehl zeile 1 t! — Gubener Eisenbahn. . keit, des Cynismus“. 1 K Dienstag den 23. Mai. M. 61. berhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Areis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Fur den Monat Juni kann auf den„Obelhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 34 Pf., bei den Poststellen mit 50 Pf. abonnirt werden. Lehrer Rausch in Vilbel. Lehrer Hahn in Bad⸗ Nauheim. die evangelische Kirchen werden; es soll unmittelbar nach Vertheilung der bereit liegenden Steuerzettel(über 10,000 an der Zahl) eine Volks Versammlung dieserhalb einbe— rufen werden. von mehr als 300 Mark herangezogen. Betreffend: Die Lehrerconferenz des Kreises Friedberg. Amtlicher Theil. Friedberg den 20. Mai 1876. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Dadurch, daß die meisten Gemeinden des Kreises Vilbel dem Kreise Friedberg einverleibt worden sind, hat auch eine Erweiterung des Bezirks der Conferenzen der Lehrer des Kreises und eine andere Zutheilung der Gemeinden in die einzelnen Conferenz⸗Bezirke eintreten müssen, und zwar eine solche, wie sie in nachstehendem Verzeichnisse enthalten ist. f Indem wir Sie hiervon in Kenntniß setzen, beauftragen wir Sie zugleich, die Beiträge der Gemeinden von jeder Schule zur Unterhaltung der Lehrerbibliothek des Kreises, die noch vom Jahre 1875 sämmtlich zurückstehen, sowie vom ersten halben Jahre 1876 vor Ablauf desselben, und auch in Zukunft vor Ablauf eines jeden halben Jahres, zur Zahlung an die mit Erhebung dieser Beiträge in den einzelnen Conferenzbezirken beauftragten Lehrer anzuweisen und den Gemeinde-Einnehmern aufzugeben, sofortige Berichtigung eintreten zu lassen. Rechner der einzelnen Conferenzbezirke, welche die fraglichen Beiträge zu erheben haben, find: 1) Für den Conferenzbezirk Vilbel Herr 2) Für den Conferenzbezirk Friedberg Herr Lehrer Nagel in Ossenheim. 3) Für den Conferenzbezirk Butzbach Herr Trapp. Verzeichniß der Gemeinden des Kreises Friedberg, welche Beiträge zur Lesebibliothek zu entrichten haben. Betreffend: Das Ersatzgeschäft pro 1876. A. Bezirksconferenz Friedberg. Hoch- Weisel. Kirch-Göns. Langentain. Maibach. Münster. Münzenberg. Nieder⸗ Assenheim. Baucrnteim. Beienbeim. Bruchenbrücen. Bönsiadt. Dotheim.] Weisel. Oüheim. Pobl⸗Göns. Rockenberg. Trals⸗Münzenderg.x Dorn⸗Assenheim. Fauerbach b. Fr. Friedberg. Melbach. Bad⸗Nauheim. Nieder⸗. a Jlorstadt. Nieder⸗Mörlen. Nieder⸗Rosbach. Ockstadt. Ober⸗Florstadt. Ober⸗Mörlen. C. Bezirksconferenz Vilbel. Ober-Rosbach. Ober⸗Wöllstadt. Oppershofen. Ossenheim. Rödgen. Reichelsheim. Burg ⸗Gräfenrod. VLüdesheim. Dortelweil. Groß Kan ben. Heldenbergen. Schwalheim. Södel. Staden. Stammheim. Steinfurth. Weckesheim. Wohnbach. Holzhausen. Harheim. Ilbenstadt. Kaichen. Klein Karben. Kloppenheim. Massen⸗ Wölfersheim. Wisselsheim. heim. Nieder Erlenbach. Nieder Eschbach. Nieder Wöllstadt. Ober⸗Eschbach, Oder⸗ B. Bezirksconferenz Butzbach. Erbenbach. Okarben. Petterweil. Rendel. Rodheim. Vilbel. Butzbach. Bodenrod. Fauerbach v. d. H. Gambach. Griedel. Hausen. Friedberg den 20. Mai 1876. Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Ersatzeommission des Kreises Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die Ihnen unter Couvert zugesandten Loosungsscheine der Militärpflichtigen aus den Jahren 1874 und 1875 haben Sie sofort an die⸗ selben auszubändigen und, wie geschehen, zu berichten. r a,. Deutsches Reich. Darmstadt. Hier wird eine Agitation gegen Steuer in Scene gesetzt Eine Firma ist mit einem Betrag Mainz. Kaiserin Augusta passirte am 19. ds. Vormittags von Coblenz kommend unseren Bahn- hof, um nach Baden-Baden zu gehen. Prinzessin Alice war von Darmstadt gekommen, um die Kaiserin zu begrüßen. Berlin, 19. Mai. Das Abgeordnetenhaus genebmigte in dritter Lesung die Gesetzentwürfe betreffend den Ankauf und Ausbau der Bahn Halle Cassel und Nordhausen-Nixet und die Ueber- nahme der Zinsgarantie für die Halle-Sorau⸗ Die Annahme erfolgte mit größerer Majorität, als bei der zweiten Lesung. Hierauf folgte die Fortsetzung der zweiten Be⸗ mathung des Gesetzentwurfs über die Befähigung zum höheren Verwaltungsdienste. F. 14 wird mach mehrstündiger Debatte, unter Ablehnung zahlreicher Amendements nach dem Vorschlage der Commission, ebenso die übrigen Bestimmungen in der Fassung der Commission angenommen.— 20. Mai. Die heutige dritte Berathung des Sprachen Gesetzes im Abgeordnetenhause verlief in leidenschaftlicher Erregung. Wierzbinski nennt die Vorlage„ein Werk der Gewalt, der Dreistig; Aegidi antwortet mit dem Hinweis auf die Bedrückung der deutschen Natio- nalität in Westpreußen, citirt den Achatius von Privat- Bahnen zu beseitigen, sondern nur die Zebmen, der heute vor 300 Jahren prophezeit 5 habe, es werde ein Gewaltiger kommen, um an den Polen Vergeltung zu üben für das Unrecht, dus sie an den Deutschen begingen. Windihorst (Meppen) eifert gegen das Gesetz als ein Un- recht. Ueberbaupt enthielten unsere geschriebenen Gesetze mehr Unrecht als Recht. Der Redner charakterisirt gewisse Aeußerungen v. Spbels gleich— falls als cpnische. Präsident v. Bennigsen er— mahnt unter allseitigem Beifall die Redner, sich zukünftig derartiger verletzender Aeußerungen zu enthalten; politische Körperschaften vertrügen zwar krästige, ja sehr starke Ausdrücke, indessen sei hierin Wohlwollen und Mäßigung zu üben. Das Haus genehmigte das Gesetz nach längerer Debatte gemäß den Beschlüssen der zweiten Lesung. — 18. Mai. Herrenhaus. Erste Berathung der Reichs⸗Eisenbahn- Vorlage. Bei der General- Debatte sprachen Graf Udo Stolberg und Beseler für, Senfft-Pilsach und Graf zur Lippe gegen die Vorlage. Der Handelsminister hob in einer Rede hervor, daß es sich nicht darum handle, sämmtliche dominirenden Linien in den Besitz des Reiches zu bringen. Die Vorlage verfolge keinerlei partiku- laristische Absichten, dieselbe solle vielmehr das Aufsichtsrecht des Reiches in Eisenbahnsachen erst wirksam machen. Fürst Bismarck erklärt: Die Gegner der Vorlage gäben derselben eine weitere Bedeutung, als sie habe. Die Besorgnisse, das Reich würde die älteren preußischen Provinzen schlechter bedenken, als bisher geschehen, sei unzu— treffend. Preußen würde nicht aufhören, für alle seine Landestheile zu soegen. Die Organe des Reiches würden Preußen daran weder hindern wollen, noch können. Gleich grundlos sei die Befürchtung eines finanziellen Rückgangs des Eisen⸗ bahnwesens. Man wolle doch nicht alle Bahnen für das Reich erwerben. Die Eisenbahn⸗Actionäre dürften mit der Vorlage zufrieden sein; nur die Directionen widerstrebten aus leicht begreiflichen Gründen. Fürst Bismarck schließt mit der Ver— sicherung, daß durch die Beschlüsse des Landtags in keiner Weise eine Pression auf den Bundes- rath oder den Reichstag ausgeübt werden solle. Die Vorlage wurde hierauf durch Namens-Aufruf mit 57 gegen 26 Stimmen angenommen. Sodann nahm das Haus die Vorlage wegen Einverleibung Lauenburgs en bloc an.— 19. Mai. Das Herren- haus erledigte eine Reihe kleiner Vorlagen und überwies die Gesetzentwürse über den Ankauf der Bahn Halle-Cassel und über die Uebernahme der Zinsgarantie für die Bahn Halle-Sorau— Guben an die EisenbahnCommission.— 20. Mai. Das Herrenhaus nahm heute den Gesetzentwurf betreffs Einführung der Kreisordnung, in den Grafschaften Stolberg⸗Wernigerode und Stolberg bei namentlicher Abstimmung mit 57 gegen 37 Stimmen an, ferner in zweiter Berathung die Reichs ⸗Eisenbahn-Vorlage nach längerer De— batte bei Namens-Aufruf mit 60 gegen 31 Stimmen. — Die Eröterungen, welche zu dem Gerüchte von dem Rücktritte des Finanzministers Camp- hausen Anlaß gegeben, haben allerseits befriedigende Erledigung gefunden. Es wird versichert, daß dieselben keine handelspolitische Frage betrafen. Der„Nat. Ztg.“ zufolge bezogen sich auch diese Eröterungen auf das Verhältniß zwischen der Reichs Regierung und der preußischen Regierung und schlossen sich an die durch die Neubesetzung des Postens des Reichskanzler- Amts Präsidenten gegebene Lage an. Es sei beschlossen, daß Hof mann gleichzeitig zum preußischen Staats- Minister ernannt werde mit eventueller Vertretung des r Keichs-Kanzlers in der preußischen Stimmführung. Auch der Staats⸗Secretär v. Bülow werde zum preußischen Staatsminister ernannt werden. Hier- über sei im Schooße des Staats- Ministeriums Uebereinstimmung erzielt worden. Nach einem Telegramm der„Allg. Ztg.“ hätte die Differenz zwischen Camphausen und Bismarck die Führung der preußischen Bundesraths Stimmen betroffen und sei„vorläufig“ durch das Nachgeben des Reichskanzlers beigelegt. — Der„Reichs- Anzeiger“ schreibt: Die Er- mittlungen über den traurigen Vorfall in Salonichi gaben bisher noch keinen sicheren Ausschluß über die wirkliche Veranlassung des Mordes der Consuln. Nur so viel steht fest, daß letztere mit dem bul⸗ garischen Mädchen, dessen angeblich erzwungener Uebertritt zum Islam den Ausgangspunkt der Bewegung bildete, in gar keiner Beziehung ge⸗ standen baben. — Der Ober ⸗Kirchenrath hat sich in einem Specialfalle dahin geäußert, daß die Anwendung des jungfräullichen Ehren-Prädikats bei der kirch⸗ lichen Trauung durch die Verordnung vom 21. September v. J. nicht geboten ist, weil dies nach Verlegung der Trauung hinter den rechtlichen Beginn der Ehe nicht angängig war. Ebenso⸗ wenig jedoch sei dieselbe untersagt Wenn daher die Interessenten die Anwendung des jungfräulichen Prädikate für den Trauungs-Act begehren, und nicht etwa die Gemeinsamkeit des ehelichen Haus- Standes schon begonnen sei, werde der die Trau⸗ ung vollziehende Geistliche unverbindert sein, dem an ihn gestellten Verlangen zu willfahren. Kiel. Die gedeckte Corvette„Gazelle“, so⸗ wie das Kanonenboot 1. Klasse„Albatios“, ein Schwesterschiff des in die türkischen Gewässer be⸗ orderten„Nautilus“, sind auf Befehl der Admi⸗ ralität in Dienst gestellt worden und werden für die in Aussicht genommene Mittelmeer-Expedition ausgerüstet. In gleicher Weise und zu demselben Zwecke wird nach ihrer Ueberführung von Danzig nach Kiel die gedeckte Corvette„Elisabeth“ seeklar gemacht werden. München, 18. Mai. Bei den heutigen Urwahlen im Wahllreise München 1 wurden 249 liberale und 35 ultramontaue Wahlmänne— gewählt; dieselben repräsentiten 10,035 liberale bezw. 5007 ultramontane Stimmen. Die frühere Wahl, welche bekanntlich cassirt wurde, hatte 228 liberale und 56 ultramontane Wahlmänner ergeben. — Dr. Sigl ist nach überstandener 14 monat. licher Haft wieder in München eingetroffen und hat sofort im„Bayer. Vaterland“ einen Fehde⸗ brief an Dr. Jörg und Consorten erlassen, denen er vorwirft, sich muthwillig durch Cassirung der Münchener Wahl blamirt zu haben. Ausland. SOesterreich⸗Ungarn. Wien. FR. Rodic hat in Folge der Berliner Vereinbarungen den Befehl erhalten, mit Mukhtar Pascha und den Insurgenten⸗Führern über eine Waffen- Ruhe zu unterhandeln. Die Zusammenkuyft soll in der Suttorina stattfinden. Pest, 20. Mai. Im Budget⸗Ausschusse der Reichsrathdelegationen brantwortete Graf Andrassy bei Gelegenheit der Berathung des Budgets des Aeußern Anfragen bezüglich der orientalischen An- gelegenheiten. Unter Bezugnahme auf die im vorigen Jabre gegebene Darlegung der politischen Ziele der Regierung erklärt Graf Andrassy, er könne heute kon⸗ statiren, daß der europäische Friede ungestört, die Hintanhaltung weiterer Complicationen durch Ver- hinderung der Theilnahme anderer Elemente erreicht sei, daß die vorgeschlagenen Reformen von Europa und der Tückel angenommen und von den In: surgenten freudig begrüßt worden seien, welche letztere nur Garantien für deren Durchführung wünschen. Die gegenwärtige Action der Mächte strebe die Durchführung der Reformen und die friedliche Hinwegräumung der Hindernisse an. Der Minister warnte vor dem im Lande herr— schenden Pessimismus, der durch die Erfolge der Regierung widerlegt werde. allgemeinen Einverständnisse den eusopäischen Mächte noch nicht beigetreten sei, liege vielleicht in der TCommandanten der vurch die Verhälinisse geänderten Form des diplo⸗ matischen Verkehrs. Der Redner hegt die private Ueberzeugung, daß wenn die britische Regierung die rein pacificatorischen Intentionen der Mächte klar vor sich sehe, sie sich dem Einverständnisse an⸗ schließen werde. Die Mittheilung des Inhaltes der getroffenen Vereinbarungen sei unmöglich, da deren Mittheilung zunächst an die Pforte gehen müsse. Der Minister übernimmt die volle Ver⸗ antwortung dafür, daß aus der Situation keine Schädigung der Interessen der Monarchie hervor ⸗ gehe. Die Mächte seien gesonnen, alle Sonder- Interessen bei Seite setzend, die Erhaltung des europäischen Friedens als leitendes Princip in den Vordergrund zu stellen. Ein verbesserter Status quo im Oriente ist die Grundlage der Bemühung der Mächte. Der Minister konstatirt, daß Orster⸗ reich-Ungarn keine Feinde habe, mit allen Mächten in den besten Beziehungen stebe, eine brave Armee besitze und als Staat mit 36 Millionen Seelen für den europäischen Frieden eintretend, zuversichtlich dem Erfolge entgegensehen könne. Großbritannien. London, 18. Mai. Im Unterhause erklärte der erste Lord Ward Hunt auf Befragen, das Schiff„Swiftsure“ sei bereits in Salonichi und das Mittelmeer-Geschwader habe Ordre, zusammen mit dem Panzerschiffe„Deva⸗ station“ ebendahin abzugeben. Ein Kanonenboot behe nach Konstantinopel. — Die englische Regierung wird, wie „Reuter's Büreau“ erfährt, den Beitritt zu dem Memorandum der drei Kaisermächte bezüglich der orientalischen Angelegenheit nicht erklären. Frankreich. Versailles, 18. Mai. Deputirtenkammer. Außer dem Antrage Raspail's wurde auch das Amendement Marcou(Radikaler), für die bei dem Aufstande von 1871 begangenen, unler das gemeine Recht fallenden Vergehen Amnestie zu gewähren, von der Kammer abgelehnt. — 20 Mai. In der heutigen Sitzung machte der Abg. Castellane dem Minister des Innern anläßlich der Ernennung der Maires den Vorwurf, daß er die Radikalen begünstige. Minister Marcére erklärte, daß er die gemäßigte Republik wolle. Der De: putirte Bordona schlug eine Tages Ordnung vor, in der gesagt ist, daß die Kammer in der Er⸗ klärung des Ministers mit Befriedigung den Aus. druck ibrer eigenen liberalen Politik finde. Diese Tages- Ordnung wurde mit Einstimmigkeit von 343 votirenden Abgeordneten angenommen. Die Kammer vertagte sich bis Donnerstag. Dänemark. Kopenhagen, 19. Mai. König Georg von Griechenland ist an einem gastrischen Fieber erkrankt. Die Krankheit zeigt jedoch keine beunruhigenden Symptome. Spanien. Madrid. Die Königin Christine, Wittwe Ferdinand's VII., und Großmutter des regierenden Königs von Spanien, verläßt morgen Frankreich, welches ihr durch mehr als zwanzig Jahre als Verbannungs Ort gedient hatte, und geht nach Madrid, um nach kurzem Aufenthalte in der Hauptstadt das Schloß Aranjuez zu beziehen. Die Königin Isabella mit ihren Töchtern wird ihr im nächsten Monat folgen und sich zuerst nach Santander begeben, wo der König Alphons sie begrüßen wird. Den Herbst wird die Königin Isabella in Sevilla zubringen, wo auch der Herzog und die Herzogin von Montpensier wieder ihren Aufenthalt zu nehmen gedenken. Italien. Rom. Garibaldi bat seine Demission als Deputirter gegeben, dieselbe jedoch alsbald wieder zurückgezogen. Neapel. Die Panzerschisfe„Ancona“,„Casiel⸗ sidardo“ und„Conte Verde“ sind nach Taranto abgegangen. Türkei. Konstantinopel, 19. Mai. Die Commissäre der Pforte in Salonichi melden von dort: Heute hat die Beerdigung der beiden ermordeten Consuln mit großer Feierlichkeit und bel vollkommener Ruhe der Bevölkerung stattgefunden. Salonichi. Ueber das Leichenbegängniß der ermordeten Consuln in Salonichi meldet der sestgestellt worden; dem militärischen Ehrengeleit der deutschen und französichen Marine Truppen schlossen sich die türkischen Militär- und Civil⸗ Bebörden, sowie die Ossiziere und Mannschaften sämmtlicher Kriegsschiffe an. a Griechenland. Athen, 19. Mai. Aus Kreta wird gemeldet, daß eine allgemeine Volks ⸗ Versammlung dem Gouverneur erklärt hat, sie müsse auf der Ausfübrung der von Ali Pascha früher versprochenen Reformen bestehen. Aus Stadt und Land. Friedberg, 22. Mai. Heute feiert die Firma Fr. Roßbach dahier das 25jährige Bestehen des Geschälles. Am gestrigen Abend wurde der Familie Roßbach seitens des Gesangvereins Liederkranz ein Sländchen gebracht. Aus kleinen Ansängen wuchs das Geschäft rasch zu seiner jetzigen Ausdehnung, und zwar lediglich durch den Fleiß, die Intelligenz, die Umsicht und strenge Rechtlichkeit seines Besizers. Möge die Firma noch lange in Ehren bestehen und wögen ihre Erfolge unseren hiesigen Geschäften ein Sporn zur Nacheiferung sein. —t—. Friedberg. Bei Gelegenheit der gegenwärtig flaliftudenden Erhebung der Beiträge für den hiesigen Ver⸗ schönerungs-Verein möchte am Platze sein, die Aufmerk⸗ jamkeit dieses Vereins auf den Abhang des Usaberges zu lenken, an weicher Stelle er ein lohnendes Feld für seine Tbäli ku finden dürste. Allerlei. Ein Reisender, der wie ein auf der Weinheim. Wan derschast fich befindendet Handwerksbursche gekleidet war, suchle in Gioßsachsen Gold auszuwechseln. Basselbe wurde als falsch erkannt und hatte die Verhaftung des Reisenden zur Folge. Die erste Untersuchung soll wichtige Anhaltspunkte über die Verbreitung einer Falschmünzerei ergeben haben. Der Arretirte wurde zur weiteren Untere suchung dem Amtsgerichte Weinheim überbracht. Derselbe kam, sowein es ermitielt, von Heidelberg. Schmalkalden. Ein biesiger Metzgermeister hatte Hunde- und ungeborenes Kalbfleisch für genießbares Kalb⸗ fleisch veckaust. Derselbe wurde vom Kreisgerichte dahier zu 150 Mark Strafe, 14 Tage Gefängniß und zur Zahl⸗ ung sämmilicher Gecichtskosten verurteilt. Ein gewiß mildes Strafmaß für das so sehr mißbrauchte Vertrauen des Publikums. Trier. Ein beklagenswerthes Unglück hat sich auf dem Exercierplatz bei Trier zugetragen. Das erste Batail⸗ lon des 70. Insanterie-Regiments manöorirte und hatte die 4. Compignie als Schützen ausschwärmen lassen, welch' letztere sich zur besseren Deckung auf den Boden niedergelegt hatte. Eine Schwadron des 9. Husaren⸗ regiments rüit— wohl in Folge unrichtigen oder miß⸗ ve. standenen Commando's— dei Ausfübrung einer Slurm: Attaque in vollem Galopp über sie hinweg, bei welcher Gelegenheit 2 Mann lödtlich und 7—8 Mann mehr oder weniger schwer verwundet wurden. Handel und Verkehr. Grünberg, 20. Mai. Die Preise auf unserem heuligen Fruchtmarkie betragen: Waizen 12 M. 76 Pf.; Korn 9 M. 84 Pf.; Gersie 9 M. 70 Pf.; Hafer 9 M. 50 Pl.; Molzer— M.— Pf.; Erbsen 10 M. 60 Pf.; Auen— M.— Pf; Samen 15 M.— Pf.; Kartoffeln 2 M. 67 Pf. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 50 Kild= 100 Pfund. Frankfurt, 18. Mai. Fruchlibericht. Mehl Nr. 1 M. 43., Nr. 2 M. 39., Nr. 3 M. 35., Nr. 4 M. 31. Nr. 5 M. 25., Roggenmehl /,(Berliner Marke) M. 26., „0. II.(Berliner Marke) M. 22., Waizenschalen M.—. Walzen M. 25.— 25.50, Roggen M. 19.—, Gerste M. 1721, Hafen M. 18.50— 75, Kohlsamen M.—, Erben M. 21—24, Wicken M. 23— 24, Linsen M. 21 vis 30, Rüböl M. 74.—. Die Preise verstehen sich sämmilich per 200 Pfd. Zoll⸗Gewicht= 100 Kilo. Frankfurt, 20. Mai. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war gut befahren. Heu kostete per Centner je nach Qualität M. 3.50—5.—. Stroh per Centner M. 4.— dig 5.—. Butler im Großbandel das Pfund 1. Qual. M. 1.14, 2. Qual. M. 1.09, im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.26, 2. Qual. M. 1.20, Tafelbufter M.—. Eier das Hundert M. 5.—6. Spargeln 80 Pf. bis M. 1.— per Pfd. Mainz 20. Mai. Producten⸗Markl. Wanzen per Mai 22.—, per Juli 22 20, per Nov. 22.60. Roggen per Mai 16.60, per Juli 16.65. Hafer per Mai 18.60, pet Juli 17.90. Leuben per Mai 34.40, per October 34.20. f Auszug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Gestorben: 14. Mai. Ella Meyer, Tochter des Fruchthändlers Elias Meyer, 43 Tage alt. 17. Mai. Anna Katharina Rampe, Tochter des Schneider⸗ meisters Conrad Rampe, 8 Tage alt. Universal Reinigungs-Salz. Daß England dem Frankreichs mit der türkischen Behörde und den „Reichs ⸗Anzeiger“, das hierbei beobachtete Cere- moniell sei von den Delegirten Deutschlands und fremden Kriegsschiffe vorher 1545 Von allen Aerzten als das einfachste und billigste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstossen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbeschwer- den in /, ½, ½ Original- Packeten mit Gebrauchs- Anweisung 3 ½, ½ und ½ Mark zu haben bei * * ———U —— 1 ene N ee eng eiten Nu K Mobiliar⸗Versteigerung. Dienstag den 23. d. M., Morgens 9 Uhr anfangend, werden in der Wohnung des verstorbenen Großherzog⸗ chen Kreisbauaufsehers Naumann zu Friedberg die zu dessen Nachlaß gehörigen Mobilien, wie: Sophas, Com- moden, Tische, Stühle, Bilder, Spiegel, Weißzeug, Bett— dellen, Bettwerk mit Sprungfedern und Roßhaarmatraßen, Bücher, Zeichenvorlegeblätter ze. ze., Reißbretter und Schienen, ein wenig gebrauchtes vorzügliches Nivellir⸗ instrument, ein fast neuer kupferner Waschkessel, ver- Buchen 808 5 0 20 10 schiedenes Bauhandwerkszeug, eine Löthmaschine, eine Eichen N 4 55 990 Hundshütte, sowie verschiedene andere Gegenstände öffent⸗ Ae 1 17⁰ 5 25 lich gegen gleich baare Zahlung versteigert. Friedberg den 18. Mai 1876. In Auftrag: Ssch war z. Großherzoglicher Hoftazator, 1 6 1 1691 Holz- Versteigerung. 1686 Mitwoch den 24. Mat l. J., Morgens 9 Uhr anfangend, sollen im hiesigen Gemeindewald nachstehende Holzsortimente öffentlich versteigert werden: 12 Raummeter Birken⸗Prügelholz, 188„ und Nadel⸗Stockholz rai koͤ 8 kö n und Rabenköpfe: 2 n wee Get und Prügelholz, 1 15 85 95* 1 920 Stu irkenwellen, 0 5 2 5 5480 Nadelwellen, Holzart. enge en 5 Reisholz. 104 Nadelstangen, 3 50 a Bohnenstangen, 8 90 13 9 5 7„ Eichen- und Nadelstämme. Nabdelhol— 132 5.5 194 Gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine Zahlungsfrist Aspen 5 255 6 1 24 bis I. September l. J. Die Zusammenkunft ist am Eingange des Waldes oberhalb Dillingen. Petterweil den 17. Mai 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Petterweil. i n ECdictal ladung. Betreffend: Schuldenwesen des Abraham Kahn von Groß⸗Karben. 1735 Nachdem Großh. Hofgericht der Provinz Ober⸗ hessen über das mit 441 Mark 68 Pf⸗ überschuldete Vermögen des Rubriecaten formellen Coneurs erkannt hat, werden dessen Gläubiger hiermit aufgefordert, im Termine Montag den 10. Juli, Morgens 10 Uhr, ihre Forderungen unter Geltendmachung etwaiger Vor⸗ zugsrechte bei Meidung Annahme des Verzichts geltend zu machen. Bezüglich der im Termin weiter zu fassenden Be⸗ schlüsse über Versilberung der Masse, Wahl eines Gläubiger⸗ Ausschusses, definitiven Massecurators und Contradietors werden die nicht in Selbstperson erschienenen oder gebörig legitimirte dritte vertretenen Gläubiger als den Beschlüssen der Erschienenen beistimmend angesehen. Vilbel am 17. Mai 1876. Großherzogliches Landgericht Vilbel. Jäger, Dr. Schäfer, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Holzversteigerung im Villinger Gemeinde- Walde. Montag den 29. Mai und Dienstag den 30. Mai d. J. kommen zur Versteigerung: 34 Stämme Eichen⸗Bauholz von 15— 45 Centimeter Durchmesser— 15,20 Festmeter, 350 Stämme Nadelholz, Kiefern und Fichten von 15-39 Centimeter Durchmesser und 10—20 Meter Länge, zu Streck? und Schnittholz geeignet, zusammen 135,72 Festmeter, 292 Stück Fichten⸗Stangen, 261 Raummeter Buchen⸗Scheltholz, 174 15„ Prügelholz, 2⁵ 3„ Stockholz, 290.„ Reiser, 53 5 Sichen⸗ und Nadel⸗Prügel, 200 5 Nadel-Reiser. Der Anfang ist Morgens präeis 10 Uhr. Zusammen⸗ kunft im Buchwald an der Straße nach H Das Holz wird gegen Bürgschaft bis 1. October 1877. Sollte die Versteigerung den 30. Mai nicht beendigt werden können, so wird sie den folgenden Tag fortgesetzt. Die Versteigerung des Bauholzes ist den ersten Tag. Villingen den 18. Mai 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Villingen. Zimmer. Arbeits-Versteigerung. 743 Mittwoch den 24. Mal l. J., Nachmittags 4 Uhr, soll auf dem Gemeindehaus zu Harheim die Lieferung esnes Glockenseils von 19,00 Meter lang mit 0,8 Milli⸗ meter Durchmesser, per Kilo veranschlagt zu 2 Mark 40 Pf., öffentlich in Accord gegeben werden. Vilbel am 20. Mai 1876. Br o d, Bezirks bauaufseher. Für Hautleldende. 226 Bei allen Arten von Hautausschlägen vlelfach be⸗ währte, bei Salzfluß an den Füßen, trocknen und nässen⸗ den Flechten, Grindausschlag, Haar⸗ und Juckflechten aber als besonders probat anerkannte Mittel sendet bei brieflicher Angabe eines dieser Lelden ungen. ereditirt 1737 im Domanialwald der Oberfürsterei Eichelsdorf. 1739 Es werden versteigert: Holzart. Scheitholz R 0 II. Mittwoch den 31. Mai in den Distrikten Webers⸗ * Holz- Versteigerung 1. Montag den 29. Mai im Distriet Linnes: 1. Brennholz. „ Prügelholz. Stockholz. Reisholz. a um meter. 0 2. Bau⸗ ic. Holz. Eichenstamm von 32 Centimeter Durchmesser und 4 Länge= 0,53 Festmeter, Nadelstämme von 24—28 Centimeter Durchmesser und 5—7 Meter Länge— 2,01 Festmeter, Elsbeerstamm von 21 Centimeter Durchmesser und 7 Meter Länge S 0,24 Festmeter, n von 7 Centimeter Durchmesser und 6 Meter änge. Meter 2. Bau⸗ ꝛc. Holz. Eichenstämme von 17— 22 Centimeter Durchmesser und 2—5 Meter Länge= 0 32 Festmeter, Lärchenstämme von 15— 22 Centimeter Durchmesser und 13— 18 Meter Länge= 2,68 Festmeter, Fichtenstömme von 17— 22 Centimeter Durchmesser und 8— 17 Meter Länge= 9,54 Festmeter, Kiefernstämme von 1— 25 Centimeter Durchmesser und 8— 12 Meter Länge= 69 Festmeter, Fichtenstangen von 7— 14 Centimeter Durchmesser und 7-15 Meter Länge= 8,10 Festmeter. Das Nadel-Prügelholz ist in Schichten von 2,5—4 Meter Länge aufgearbeitet. Das Holz im Webersrain und Hasenköpfchen, sowie das Brennholz in den Rabenköpfen wird bei der Ver⸗ 8 6 76 steigerung nicht vorgezeigt; die Forstwarte Stier in Stornfels und Adolph in Langd ertheilen hierüber nähere Auskunft. Zusammenkunft am 29. Mai im Linnes am Schmelz⸗ weg und am 31. Mai im Jonasköpfchen bei Holznummer 422, jedesmal Morgens 9 Uhr. III. Freitag den 2. Juni in den Distrieten Wind⸗ höfchenskopf, Hupp, Eisenkaute und Plattenwald: 1. Brennholz. Holzart. Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Reisholz. Naum mete x. Buchen 23 12⁵ 15 198 Eichen— 72 14 Nadel 5 66 77 42 2. Bau- ꝛc. Holz. 11 Gichenstämme von 18— 22 Centimeter Durchmesser und 5—11 Meter Länge= 3,02 Festmeter, Lärchenstämme von 16— 36 Centimeter Durchmesser und 3— 17 Meter Länge— 2,87 Festmeter, Fichtenstämme von 15— 30 Centimcter Durchmesser und 9— 18 Meter Länge= 14,88 Festmeter, Kiefernstämme von 15— 49 Gentimeter Durchmesser und 8—19 Meter Länge- 19,37 Festmeter, Fichtenstangen von 6— 13 Centimeter Durchmesser und 5— 12 Meter Länge= 2,96 Festmeter. Kiefernstange von 12 Centimeter Durchmesser und 12 Meter Länge= 0,14 Festmeter. Das Eichen- und Nadelprügelbholz ist größtentheils in Schichten von 2 und 4 Meter Länge aufgearbeitet. Das in den Distrieten Hupp und Eisenkaute lagernde Holz wird bei der Versteigerung nicht vorgezeigt, es kommt des Mittags zum Ausgebot. Forstwart Adolph zu Langd ertheilt hierüber näbere Auskunft. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der Schotterstraße im Windhöfchenskopf. Eichelsdorf, 16. Mai 1876. Großherzogliche Oberfoͤrsterei Eichelsdorf. Hey e r. Arbeits-Versteigerung. 1730 Freitag den 26. Mai, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Gemeindehause dahier nachstehende Arbeiten öffentlich versteigert werden: Pflastererarbeit, lt. Kostenüberschlag für 120 Mark, Chausstrarbeit 2034 Brechen, Anfahren und Aufsetzen von Steinen aus den Gambacher Stein— brüchen 18„ Liefern von Sand aus der Gambacher Sandgrube 400%„ Gambach am 18. Mai 1876. Schneider, Bezirks Bauaufseher. Hospital dahler exforderli misstonweg an den Wenigstnebmenden vergeben werden: Submission. 1750 Die zur Erbauung eines neuen Abtrittes im chen Arbelten sollen im Sub⸗ Maurerarbeit inol. Materjallieferung, veranschlagt zu 185 M. 67 Pf. Zimmerarbelt 118„084 Dachdeckerarbeit 25„ Schreinerarbeit 600 Glaserarbeit 13„— Weißbinderarbeit 63 9 3 Die Submittenten haben ihre Offerten mit dem Angebot in Prozenten auf den ganzen Betrag der Vor⸗ anschlagssumme anzugeben und bis längstens zum 24. d. M., Vormittags 11 Uhr, auf Großh. Bürgermeisterei dahier abzugeben Voranschläge und Bedingungen können bei Verwalter Gazert dahier eingesehen werden Friedberg den 22. Mai 1876. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg. Fouca r. Holzversteigerung. 1747 Dienstag den 30. und Mittwoch den 31. d. Mts. sollen in der Gräflich Stolberg'schen Oberförsterei Gedern, Reviers Gedern, Distriete Agnesenwiesenschlag und Schwungstein, folgende Holzsortimente versteigert werden: 1059 Raummeter Buchen-Scheitholz I. Cl., 255. 8 1 4 5 Birken⸗Scheitholz, 101„ Buchen Stangen⸗Prügelholz, 92 Erlen⸗ 4 5 413 6 Buchen⸗Ast⸗Prügelholz, 1690 1„ Astreiser, 87 Erlen 3 Folgende in den Distrieten Muhlrein, Schwarzwald und Spießwald sitzende Holzsortimente kommen in dem District Schwungstein am Dienstag gegen 12 Uhr Mittags zum Ausgebot. 80 Raummeter Buchen⸗Scheitholz I. Cl., 8 II 39 2—* 29„ Ast⸗Prügelholz, 16„ Weichholz⸗„ 1 94„ Buchen-Astreiser, 14 Linden⸗ * Zusammenkunft um halb 9 Uhr Morgens, am ersten Tage im Distriet Agnesenwiesenschlag, am zweittn Tage im Distriet Schwungstein am Heuweg. Gedern den 20. Mai 1876. Gräfliche Oberförsterei Gedern. Nr sch ene r, Arbeits-Versteigerung. 1742 Montag den 29. Mai, Nachmittags 1 Uhr, sollen auf dem Gemeindehaus zu Büdesheim nachbenannte Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden: Lieferung von Chaussirsteinen, vevan⸗ schlagt zu 110 M.— Pf., Anfahren derselben auf die Vieinal— straßen und Ortsstraßen 2 Aufsetzen derselben 88 1 d Für Schlagen derselben 384„—. Handarbeiten an den Vieinalstraßen und Ortsstraßen 5 Vilbel am 20. Mai 1876. Burg d, Bezirksbauaufseher. Arbeits-Versteigerung. 1744 Montag den 29. Mai, Nachmittags 3 Uhr, soll auf dem Gemeindehaus zu Heldenbergen nachbe⸗ nannte Arbeit oͤffentlich in Accord gegeben werden: Maurerarbeit, veranschlagt zu 135 M. 25 Pf. Lieferung der hierzu nöthigen Materialen 405 5% 0 Pflastererarbeit 152 28 Lieferung von Pflast rsteinen 2 Lieferung von Sand e Vilbel am 20. Mai 1876. Ber o d, Bezirks bauaufseher. Arbeits-Versteigerung. 1745 Samstag den 27. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, soll auf dem Gemeindehaus zu Kloppenheim nach⸗ benannse Arbeit oͤffentlich in Accord gegeben werden: MWaurexrarbeit, veranschlagt zu 11 M. 40 Pf., Weißbinderarbeit DD Materiallieferung W Zimmerarbeit 128„ 40 Vilbel am 20. Mai 1876. Ber o d, Bezirksbauaufseber. 1359 Die bequemste und billigste Betriebskraft erzielt man mit der Gaskraftmaschine von Langen& Otto, denn sie ist ohne Vorbereitung sofort in voller Kraft thätig, bedarf keiner Aufsicht und ist ganz gefahrlos. Zieht man noch in Betracht, dass dieselbe seht wenig Raum beansprucht und keine desonderen baulichen Vor- bereitungen bedingt, so kaun dieselbe jedem Gewerb- C. A. Gabler, Apotheker in Arnstein bei Würzburg. Das Abladen von Bauschutt ꝛc. auf der ehemaligen Hilbrecht'schen Russenhütte ist ver— boten und sind die Flurschützen beauftragt, Uebertreter hiervon zur Anzeige zu bringen. 1753 treibenden empfohlen werden. Wenige Silbergroschen per Tag genügen, um sich damit eine grosse Arbeits- kraft zu verschaffen. Durch die allein'ge Niederlage fertiger Maschinen bei Klimsch& Cie. in Frankfurt a N. sind solche Maschinen rasch und zu Originalpreisen zu bezichen., Prospecte und alle Auskunft gratis.(H. 6898.) 3 ——— 1752 Einem dbiesigen, sowie einem auswärtigen Publikum hiermit die ergebene Nachticht, daß ich die srüber Preu fi er' sche Wirthschaft in der Kaisenstraße dahier von heute ab auf eigene Rechnung weiter führe und empfehle hierbei Windeckers Lagerbier, guten Weiß- und Rothwein und Mittagstisch mit der Bitte, um geneigten Zuspruch. Achtungsvoll Curl Malter. Bad⸗Nauheim.— Johannisberg. Himmelfahrttag. Morgens 6—8 Choralmusik. Nachmittags 0— a f Großes Concert, (gegen Entrée) ausgeführt von dem Nauheimer Musikverein. Anfang 3 Uhr. Ph. König. Gießener Concert⸗Verein. Fünftes Concert Dienstag den 30. Mai, Nachmittags 4% Uhr, in der Stadtkirche, n unter Leitung des Großherzoglichen Universitäts⸗Musik Directors Herrn Adolf Felchner und unter gefälliger Mit⸗ wirkung des academischen Gesangvereins „Der Messias“, ein Oratorium nach Worten der heiligen Schrift für Soli, Cbor, Orchester und Orgel, componirt von G. F. Händel. Die Soli werden gesungen von: Frau Mathilde Weiffenbach aus Gießen, Alt. Fräulein Marie Sartorius, Concertsängerin aus Cöln, Sopran. Herrn Augustin Ruff, Concerisänger aus Mainz, Tenor. Herrn J. Bletzacher, königl. Hofopernsänger aus Hannover, Baß, Herr Kapellmeister Lux aus Mainz, Orgel. Nummerirte Plätze im Schiff der Kirche und auf der Orgel à M. 3.— werden Denjenigen fest reservirt und zugethellt, welche die bezügliche Bestellung mit Einsendung des Betrages an die J. Ricker' sche Buchhandlung dahier bis spätestens den 28. Mal gelangen lassen. Die Billete werden am 30. Mai daselbst in Empfang ge⸗ nommen oder nach Wunsch auch direct vorher zugesandt.— Später und am Coneerttage selbst können nur noch Billete für unnummerirte Plätze I. Emporbühne M. 2.—, II. Emporbühne M. 1.— ebendaselbst, sowie auch in der Ferber'schen Buchhandlung gelöst werden.— Der Anfang des Coneertes ist präeis 4/ Uhr.— Dauer desselben 2½ Stunde, mithin nach dem Coneerte hinreichend Zeit bis zum Abgang des letzten Eisenbahnzuges.— Montag den 29. Mai, Abends 5 Uhr, findet die Generalprobe statt.— Der Eintrittspreis zu dieser ist M. 1.—. 7 Der Vorstand des Gießener Concert⸗Vereins. An die Mitglieder der landwirthschaftl. Consum Vereine. 1741 Es ist beabsichtigt, nächsten Mittwoch den 24. ds. in Mainz eine Delegirten-Versammlung der Vereine beschließen zu lassen, ob die Vereine dem von der Magdeburger Feuerversicherungs⸗ Gesellschaft gegründeten Versicherungsverbande„Mittelrbein“ beitreten sollen. Wenn man das von der Magdeburger Gesellschaft selbstentworfene Statut dieses Verbandes liest, muß Jedem die Ueberzeugung sich aufdrängen, daß er die Interessen dieser Gesellschaft aus's Beste wahrt, wenn auch die Interessen der Landwirthschaft vorgeschoben werden. Insbesondere sind die Vortheile für Letztere in der Hauptsache von allen anderen Gesellschaften theils längst gleichfalls geboten, theils jetzt ausdrücklich nachgegeben: wie das Letztere auch erst vor Kurzem von der Magdeburger geschehen oder es wird dies auf der Conferenz der Gesellschaften mit Vertretern der landwirthschaftlichen Vereine vielleicht in einem noch besseren Grade geschehen. Nun aber besteht in dem Verbandsstatut der Magdeburger die Bestimmung(§. 9), daß nur diese auf Grund eines von ihr entworfenen Prämientarifs die Prämie für jeden einzelnen dem Ver⸗ bande beitretenden Landwirthe bestimmt. Eine Reclamation hiergegen steht zwar beim Ausschusse zu, der aber wohl nicht anders entscheiden kann! Es ist vor Allem nöthig, daß Jeder diesen Prämientarif vorher prüfen kann, da er auch bei bisheriger freier Concurrenz mit dem Vertreter der ihm convenirenden Gesellschaft frei über die Prämie, die gezahlt werden soll, verhandeln konnte. War ihm diese zu hoch, dann stand ihm die Wahl einer anderen Gesellschaft offen, was bei jenem Verbande vornherein ausgeschlossen ist, sobald der Beitritt im Princip erklärt ist. Dieser Umstand ist aber um so wichtiger, als der Beitritt für volle 12 Jahre ver- pflichtend ist, nach§. 13 des Verbandsstatuts die einmal festgesetzten Prämiensätze un abänder⸗ lich fortbestehen bis ins Unendliche, indem nach§. 23 des Statuts der Versicherungsvertrag mit jedem einzelnen 6 Jahre weiter fortgesetzt wird, wenn nicht 2 Jahre(man höre!) vor Ablauf der ersten Periode gekündigt worden ist, was gleichfalls bis ins Unendliche so fortgeht! Die Freiheit der Entschließ ung in Wahl, Art und Dauer der Versicherung ist somit von jedem Einzelnen, der einmal beigetreten ist, vollkommen preisgegeben. Das ist denn doch zu viel! Darum kein Beitritt zum Verband„Mittelrhein“, der nur ein Anhängsel an die Magdeburger Aktien-Gesellschaft, nicht ein freier, wahrhaft ge⸗ nossenschaftlicher, selbstständiger Verband ist. Vielmehr wollen wir freie Concurrenz, freie Entschließung jedes Einzelnen. es 2 Volontärs können auf dem Bureau des Unterzeichneten Beschäftigung Viele Consum⸗ Vereins- Mitglieder. Wein⸗Filiale. finden; denselben wird hierbei Gelegenheit geboten sich in dem preußischen und hessischen Vermessungswesen, in technischen Fächern und den mathematischen Wissenschaften auszubilden. Dr. Kleyer, Ingenieur und beeidigter Geometer. Frankfurt a. M., Fischerfeldstraße 16. 1736 Alle Sorten Weine, Verkaufspreis pr. Flasche 50, 60, 75 Pf. ꝛc. sollen eommissionsweise in den Klein⸗ handel gebracht werden. Refleetanten wollen ihre Adresse sub Chiffre H. 1207 an die Annoncen- Expedition von Heidingsfelder 8 Cie. in Frankfurt a. M. einsenden. 1756 Turnverein. Himmelfahrttag Ausflug nach dem Ockstädter Wald, Rückweg bei Dienst in Ockstadt. Abgang von der Turn; halle 2 Uhr Mittags. Der Vorstand. 1693 Donnerstag den 25. d. Mts., als am Himmel⸗ fahrttage, findet die Eröffnung meiner Gartenwirthschaft att, wozu höflichst einladet 1 B J. Möckel. Ziegenberg. Konradsruh. Auf Himmelfahrttag findet daselbst Harmoniemustk Kapelle Mahl von Ilbenstadt. Für das Uebrige sorgt bestens Gastwirth Trabant. Burg⸗Gräfenrod den 20. Mai 1876. 1732 1679 Montag den 29. d. M., an den israel. Pfingsten, findet auf dem Selzerbrunnen Ball statt, wozu freundlichst einladet statt. P. Weitzel. 9 55 Dora Herz, Leopold Sternberg, Verlobte. Friedberg. Limburg. Alle Sorten Gemüsepflanzen, Sellerie, Lauch und Blumenpflanzen, Topfpflanzen fürs freie Land und für Blumentische empfiehlt die Gräfliche Hofgärtnerei zu Assenheim. 1678 Ein 1 jähriges Hengstfohlen b verkaufen. Wo? sagt die Expedition Strohhüte in großer Auswahl und neuester Mode billigst bei Heinrich Diehl, Usagasse. Für Weißbinder empfehle alle Sorten Pinsel zu sehr billigen Preisen. 1754 Wilh. Bernbeck. Ein großes Zimmer für einzelne Herren hat zu vermiethen. 1757 Ernst Leyerzapf, Schuhmacher. Wirsing⸗ ꝛc. Pflanzen 1729 hat zu verkaufen Conducteur Müller, Bahnhofstr. Arbeits-Versteigerung. 1746 Freitag den 2. Juni, Nachmittags 3 Uhr, soll auf dem Gemeindehaus zu Nieder⸗Eschbach der Durchstich eines neuen Mühlgrabens, neranschlagt zu 800 Mark, öffentlich in Accord gegeben werden. Vilbel am 21. Mai 1876. 1751 Ber dein Bezirksbauaufseher. Versteigerung. 1730 Freitag den 26. Mai, Morgens 10 Uhr, läßt die Fauerbacher Basalt⸗Bruch⸗Gesellfchaft mehrere Par⸗ thien Pflaster- und Chaussee⸗ Steine, sodann mehrere Schnappkarren-⸗ und Handkarren ver⸗ steigern. Fauerbach b. Fr. am 20. Mai 1876. Großherzogliches Ortsgericht Fauerbach b. Fr. Helfrich. (ͤ ͤĩͤ vb Dauksagung. 1734 Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während der Krankheit und bei der Beerdigung unsres lieben Gatten, Vaters, Großvaters und Schwiegervaters Lehrer Heinrich Beez, sagen wir hiermit unseren tiefgefühlten Dank. Wisselsheim den 20. Mai 1876. Die trauernden Hinterbliebenen. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Fest der Himmelfahrt. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags 10½ Uhr: Herr Candidat Knodt. Nachmittags 4½ Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Schwabe. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. dem Pfarr Atzt licher . N zum age bit g. B O Schul file d