ein ö Sn babe 1 aan 1 Wü dos 8 Ute Har mstadl — t gen n 1876. Dienstag den 22. August. . 99. Oberhessischer Anzeiger.“ Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Kriedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Das Gemeinde ⸗Rechnungswesen, hier Einsendung der Tage- und Handbuchsauszüge für 1876. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Da nur Wenige von Ibnen unserer Verfügung vom 27. Juni dieses Jahres entsprochen haben, so erinnern wir hieran innerhalb 8 Tagen bei Meidung unangenehmer Verfügung. Friedberg den 19. August 1876. 3. B. d Klietsch, Kreis- Assessor. Deutsches Reich. Darmstadt. Am 17. August wurde der Director der Haus- und Staats- Archiv- Direction, Geheimerath Dr. Baur, auf Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. — Bei den von der Großberzoglichen Regier- ung angeordneten Probcabschätzungen stellte sich, wie man dem„Frankfurter Journal“ von hier meldete, bezüglich der beabsichtigten Kapitalsteuer ein Einkommen von zinstragenden Kapitalien jeder Art, Geld- und Naturalgefällen auf Grund von Berechtigungen von 11,384,925 fl.— 10 pCt. des Gesammteinkommens, entsprechend einem Capital⸗ werth von 227,699,100 fl., heraus, das sich wie folgt vertbeilt: Starkenburg 4,794, 277 fl., Ober- bessen 2,220,138 fl., Rhein-Hessen 4,370 540 fl. Von den Gesammteinkommen ergeben sich für Starkenburg 10,6 pCt, für Oberhessen 8,9 pCt., für Rheinhessen 10,0 pet. Im Verhältniß zu dem Gesammt- Einkommen der Bezirke zeigen den geringsten Staud: Fürth mit 3,5 pCt., Schotten, 4,0, Langen 4,6, Michelstadt 4,6, Osthofen 4,7, Heppenheim 4,7 pCt. Den höchsten Stand dagegen weisen auf: Darmstadt mit 2,906,076 fl. oder 20,9 pCt., Offenbach 540,834 fl. oder 16,1 pCt., Gießen 605,752 oder 14,7, Mainz 2.150,549 fl. oder 11,2, Worms 821,079 fl. oder 13,2 pCt. — Man schreibt dem Fr. Journal: Die Frage der richtigen Steuer ⸗Belastung der Gebäude nach ihrem Einkommen, welche schon auf früheren Land- tagen vielfach erörtert worden ist, wird auch in dem Bericht des Finanz⸗Ausschusses der zweiten Kammer als eine dringliche bezeichnet. Einestheils haben bei keinen anderen Einkommen so wesentliche Aenderungen stattgefunden, als wie gerade bei diesem, weßhalb denn hier wohl am wenigsten eine Revision umgangen werden kann, anderntheils erscheint es aber auch zweckmäßig, die Gebäude Steuer ganz von dem landwirthschaftlich benutzten Boden zu trennen, wobei dann freilich auch eine Untersuchung der Gewerbe ⸗Steuer-Capitalien mit Rücksicht auf das darin angelegte Gebäude und Betriebs ⸗Capital aus dem daraus entspringenden Einkommmen nicht zu umgehen wäre. Berlin. Die„Provinzial Correspondenz“ kritisirt Proftssor Reuleaux' Urtheil über die Leist⸗ ungen der deutschen Jndustrie in Philadelphia und führt aus, daß die dortige Ausstellung kein Bild deutscher Leistungsfähigkeit darbiete. Sie erklärt den Mangel eines Fortschrittes mancher Fabrikationszweige aus den Kriegsstürmen und aus den wirthschaftlichen Erschütterungen, bezeichnet die Billigkeit deutscher Erzeugnisse nicht als einen Irrweg, sondern als eine Leistung für hohe Cultur: zwecke und sagt hinsichtlich des Vorwurses, daß in dem Kunstgewerbe patriotische Motive vor— bherrschten, dieser Vorwurf treffe das deutsche Volk, das sich dieses Vergehens gern schuldig bekennen dürfte. Der Artikel schließt: Man darf nicht bezweifeln, daß Prosessor Reuleaux lediglich von dem Gedanken geleitet war durch einen ernsten Mahnruf auf Selbsterkenntniß und Hebung des deulschen Gewerbefleißes hinzuwirken— das Mahn⸗ wort wird gewiß nicht ohne Wirkung bleiben. — Die Zurückberufung der Panzterschiffe „Deutschland“ und„Kaiser“ nach Wilhelmshaven ist nunmehr verfügt worden. Kassel. Das zwischen dem früheren Ober- Präsidenten von Bodelschwingh und dem Bischof Limburg seinerseits getroffene Abkommen, wonach die königlichen Patronatsstellen im Regierungs- Bezirk Wiesbaden nur noch durch vom Bischof oder dessen Stellvertreter als personae gratae bezeich ⸗ nete Candidaten besetzt werden sollen, ist von dem gegenwärtigen Oberpräsidenten von Ende, dem Cultusministerium unterbreitet worden, welches der neue französische Kriegs-Minister, ein Zögling Niels, Republikaner vom linken Centrum und sehr antibonapartistisch. f Großbritannien. London. Die eng⸗ lische Regierung hat in Belgrad und Konstantinopel auf ihr Vermittelungs-Anerbieten eine dankende, aber ablehnende Antwort erhalten. — Die amtliche Zeitung veröffentlicht die Et⸗ nennung Disraeli's und seiner männlichen Erben in directer Linie zum Viscount Hughenden Earl of Beaconsfield. — Derby's Droh Note an die Türkei vom 9. Aug. bezüglich der von den Türken begangenen Grausamkeiten unterstüzen in Constantinopel, wohl eine Aenderung dieses unhaltbaren Zustandes Oesterreich, Deutschland, Frankreich und Italien. Sir Kembell hat jede Verletzung des Völker-Rechtes veranlassen wird. Würzburg. Der Nrbg. Corr. schreibt: sofort an England zu berichten. Das hiesige Militär-Bezirks⸗ Gericht hat den General Italien. Rom, 17. August. v. Treuberg wegen Mißbrauchs der Dienst- Gewalt Rede, welche der Handels Minister Maiorana zu in Untersuchung genemmen. Den Gegenstand der- Catania hielt, äußerte sich derselbe folgendermaßen: selben bildet die Thatsache, daß der General bei Die Handelsverträge beruhten auf freibeitlichen den Schieß⸗Uebungen, die kürzlich mit dem aptirten Principien; das Ministerium berathe über die Werder Gewehr dahier vorgenommen wurden, Mittel, um das Aufhören des Zwangs-Courses einem Soldaten eine Ohrfeige angedeihen ließ. zu beschleunigen; die Frage der Spirituosensteuer Das Gewehr des Soldaten hatte versagt. Es werde einer schleunigen Lösung zugeführt.— Der ergab sich, daß ein sehr bedeutender Procentsatz der französische Botschafter beim König von Italien, aptirten Werder⸗Gewehre versagte, und daß sonach Marquis de Noailles, tritt demnächst seinen ge⸗ den Soldaten keinerlei Schuld traf. General v. wöhnlichen Urlaub nach Paris au. Treuburg sah ein, daß er zu out weit gegangen war, Türkei. Constantin opel. Die„Pol. und hatte dem Soldaten einen Thaler eingehändigt. 4 Kianalisirt ei. 2 Friedrichshafen. Eine picante Episode Gerz stenalisitt eine neuerliche große Gäbrung In einer . spielte sich gelegentlich der Begegnung des deutschen Kaisers mit dem württembergischen Königs⸗Paar in der Sommer ⸗Residenz des Letzteren, in Friedrichs hafen, ab. Als der Kaiser dort ankam, wurde er nämlich von der Königin auf Franzöfisch be— grüßt, worauf er in deulscher Sprache erwiederte, Die deutsche Landes-Mutter ließ sich jedoch dadurch nicht beirren, sondern fuhr fort, die Unterhaltung ihrerseits französisch zu führen, während natürlich der Kaiser, ihr greiser Onkel, ebenso consequent bei unserem guten Deutsch blieb, und auch der König bediente sich seiner Mutter-Sprache. Daß es an Glossen über dieses bezeichnende Intermezzo nicht fehlt, kann man sich denken. Ausland. Oesterreich⸗Ugarn. Wien. Ueber die vielfach verbreitete sensationelle Nachricht, daß ein österreichischer Kriegsdampfer auf offener See von einem britischen Kriegsschiff einer Durchsuchung unterworfen worden sei, ist in hiesigen unterrichteten Kreisen nicht das Geringste bekannt. — Die Regierung beabsichtigt, wie verlautet, die Handels-Verträge mit Deutschland, England, Frankreich und Italien noch im Laufe des Herbstes von den Legislativen der beiden Reichshälften er— ledigen zu lassen. Die Handels- und Finanz- Miniflerien studiren zu diesem Bebufe schon seit einiger Zeit die betreffenden Vertrags- Entwürfe. Frankreich. Paris Nach einer Mit⸗ theilung der„Indep. belge“ ist General Berthaud, Fürst an der auf Candia. Montenegro. Cettinje, 17. August. Der„Pol. Corr.“ wird gemeldet: Mit Aus⸗ nahme der von den Resten der türkischen Armee besetzten Punkte ist die ganze Herzegowina von Türken gesäubert; der Fürst von Montenegro hält mit seinem ersten Corps in Lipnik bei Gacko eine centrale Stellung besetzt, von wo er jede Bewegung der Türken beobachten und derselben erforderlichen Falls entgegentreten kann. — 18. August.(Amtliche Meldung.) Der Spitze von 10 Bataillonen hat gestern sein Hauptquartier nach Bielopavplici(zurück) verlegt, um die montenegrinischen Truppen gegen- über Albanien, wo sich größere Massen von türkischen Truppen ansammeln, zu verstärken. Den Ober— befehl über den montenegrinischen Truppen in der Herzegowina hat Peter Vukotic übernommen. — 19. August. Man meldet von hier, daß der Fürst von Montenegro auf seinem Ma e nach der Grenze von Albanien von dem en Siege der montenegrinischen Armee Abtheilung bei Podgoritza benachrichtigt würden sei und darauf hin seinen Marsch fortgesetzt und sich mit Petrovich vereinigt habe. Der Fürst beabsichtige in Albanien einzurücken, wo ihm Seitens der kathbolischen Ein- wohner Hülfe zugesagt sei. Serbien. Belgrad. Eine Abtheilung von 5000 Türken stieß am 15. d. jenseits des Passes Jankowa Klissura auf die Serben unter Tscholak Antisch. Rach einem beftigen, von 10 Uhr Vormittags bis 4 Uhr Nachmittags dauernden 2 Gesecht wurden die Türken mit starkem Verlust zurückgeschlagen. An demselben Tage ward eine Abtheilung Tscherkessen, welche das serbische Dorf Kraina überfiel, von den Bewohnern des Dorfes zurückgetrieben. — 18. August.(Amtliche Meldung.) Die Meldungen auswärtiger Zeitungen über die Ab setzung des Oberst Becker, über die Niederlage der Serben an der Drina und bei Banja, sowie den Vormarsch eines türkischen Corps gegen Kruschewatz beruhen auf Erfindung. Die Türken haben einen Angriff auf die serbischen Vorposten bei Belina gemacht, wurden aber zurückgeworfen. — 18. August.„Reuters Büreau“ meldet: Fürst Milan empfing gestern die Consuln von England, Frankreich, Rußland, Oesterreich und Italien, jeden einzeln. Es heißt, die Mächte wirkten im Interesse des Friedens, wenigstens eines Waffenstillstandes, auf Serbien, Milan schenke diesen Bemühungen bisher aber kein Gehör. — Für die russischen Ambulanzen ist ein Central' punkt in Topschidere errichtet.— Die Nachricht, daß mit den Arbeiten zur Befestigung Belgrads bereits begonnen sei, ist unrichtig. — 18. Aug. Die heute vorliegenden serbischen Zeitungen kündigen die Fortsetzung des Krieges an, wälzen die Schuld des Rückzuges auf die Apathie der Bulgaren und Bosniaken und weisen die Idee einer Vermittlung entschieden zurück. — 19. Aug. Generol Alimpitsch kehrt heute zur Drina Armee zurück. Ein Oberst von der Armee Tschernajeff's ist mit Berichten an den Fürsten Milan hierselbst eingetroffen. Der General erklärt darin, daß die Armee vollkommen reorgani- sirt und im Stande sei, die Offensive wieder auf⸗ zunehmen — 19. Aug. Die„Pol. Corr.“ meldet vom beutigen Tage: In den Kreisen des Ministeriums bat die scharfe Gegnerschaft gegen die nachhaltig Milan bedeutend nachgelassen. Die Anbahnung einer Vermittlung der Großmächte scheine Ristie nicht mehr zu perborresciren; auch dürfte er sich schwerlich mehr sträuben, eventuell die Friedens- Action selbst einzuleiten und zu führen. Die Einberufung der Skupschtina ist bevorstehend.— „Reuters Büreau“ ueldet jedoch, seine neuliche Mittheilung bestätigend, daß die Fortsetzung des Krieges bis zum Aeußersten im Ministerrathe unter dem Vorsitze des Fürsten beschlossen worden ist. — 19. Aug. Die„Agence Havas“ meldet: Tscholak Antitsch schlug 5000 Türken bei Jankova. Die türkischen Streitkräste in Albanien werden auf 40,000 Mann geschätzt. —„Reuters Büreau“ zufolge entbehrt die Nachricht, daß in Belgrad die Cholera ausge- brochen sei, der Begründung; der Gesundheits— Zustand daselbst sei durchaus gut. Amerika. Washington. Die beab— sichtige neue 4½ procentige Staats- Anleihe im Benage von 300 Mill. Doll. ist zur Einlösung eines gleichen Betrages der 6procentigen Staats- schuld⸗Obligationen bestimmt. — Das Gerücht von einer den Indianern beigebrachten Niederlage ist unrichtig; die ver ⸗ einigten Corps der Generale Crook und Terry setzen noch die Verfolgung der Indianer fort. Aus Stadt und Land. Lich, 16. Aug. Gestern verschied hier nach längerem schweren Leiden Prinz Ferdinand zu Solms⸗Hohensolms⸗Lich. Langen, 18. August. Heute Abend gegen 5 Uhr wurde der Bürgermeister von Walldorf, welcher in Be— gleitung des Pfarrers von hier aus nach Hause zurück kehren wollte, im Walde erschossen. Der Thäter, ein aus diesem Orte gebürtiger und ansässiger Arbeiter, war heute, wie man hört, wegen Eigenthumsbeschädigung, verübt im Pfarrgarten zu Walldorf, vor dem Bezirksstrafgericht zu Darmstadi verurtheilt worden, und scheint der Haß auf beide Persönlichkeiten ibn zu der That veranlaßt zu haben. Das biesige Landgerichtepersonal bal sich sogleich mit Gendarmerie⸗Begleitung an Ort und Stelle begeben. Darmstadt, 19. Aug. Gestern sand in der„Tanne“, unweit des Exercierplatzes, ein Waldbrand stait. Derselbe wurde durch Soldaten und von einigen durch die Polizei tequitirten Arbeitern alsbald gelöscht, so daß der Schaden nicht bedeutend ist. Die abgebrannte Strecke ist etwa 50 Fuß lang und 50 Fuß breit. ö Darmstad:, 19. Aug. Gestern Abend wurde in der anpaßt. Roßdörferüraße ein Mann von 2 Snolchen in räuberischer . 8 2 ihren Mobilien abe w ei Dritttbeilen v 5 sich kundgebenden friedlichen Absichten des Fürsten hre lien aber zu eiwa zwei Dritttheilen versichert Weise angefallen, nach Uhr und Geld jedoch erfolglos durchsucht. Mainz, 18. Aug. Ein vor Mitternacht in einem Material- und Firniß⸗Geschäfte ausgebrochenes Feuer er⸗ griff einige Nachbar⸗Häuser und den als Meisterstück der Holz ⸗Construction berühmt gewordenen Dachstuhl der Frucht⸗Halle, welcher trotz aller Bemühungen der hiesigen Feuerwehr, sowie der aus den Nachbar⸗Orten herbeigeeilten Lösch⸗Corps und der Feuerwehr-Abiheilung des 11. Pionier⸗ Bataillons gegen 2 Uhr heute früh einstürzte und den großen Boden der weiten Halle mit einer intensiven Gluch bedeckte. Allerlei. ö Frankfurt, 18. Aug. Heute Morgen schlitzte sich in Bornheim ein Metzger beim Ausschlachten, indem er mit dem Messer ausglitt, den Leid auf. Hanau, 16. August. Gestern fand der sogenannte landespolizeiliche Begang der projectirten Bahnlinie Fried⸗ berg⸗Hanau statt. Das Resultat war, daß an der jetzigen Tracirung der Linie festgehalten wird. Oberbürgermeister Cassian beantragte die Anlegung einer Haltestelle nächst der Wilhelmsbrücke. Diesem Antrag schloß sich auch für den Kreis Landrath v. Schrötter an, und steht zu hoffen, daß demselben Folge gegeben wird. Wiesbaden, 17. August. Der„Rh. K.“ schreibt: Der Untergang der Rüdesheimer Dampffähre„Louise“ hat außer- der neulichen Verurtbeilung. des. Schiffes Peler⸗ Wilhelm Baer von Bingen ein tragisches Nachspiel da⸗ durch erhalten, daß ein Miteigentümer jenes Dampfboots, der noch kürzlich in der Baer'schen Auklagesache vernom⸗ mene Nicolaus Sinzig aus Rüdesheim, sich gestern er— hängt hat. Kissingen. Die Einzelheiten über den Brand der bayerischen Stadt Brückenau sind herzzerreißend. Bis auf neun Häuser sant die ganze Ortschaft in Aschez unter den Trümmern fand man bis jetzt fünf verkohlte Leichname, deten Beerdigung beute stallfand. Zwei Schwestern fand man in einem Keller erstickt, beide halten sich noch um⸗ schlungen; außerdem fand man ein Kind von 7 Jahren und eine Frau von 52 Jahren sowie einen Schneider meister verbrannt. Der Brand ging vom Gasthaus zum Schwan, in dem eine Tanzmusik statigefunden halte, aus und fand durch die im Hofe stehenden 50 Klafter Holz so reichliche Nabrung, daß in einer Zeit von ca. 20 Minuten bereits 10 Gebäude in Flammen standen. Die Abgebrann. ten sind mit ihren Häusern alle(meistentheils gering), mit Bayreuth, 17. Aug. Die heutige Aufführung der „Göllerdämmerung“ währte von 4 bis 10½ Uhr. Die⸗ selbe machte einen mächtigen Eindruck. Nach dem Schlusse der Vorstellung fand eine stürmische Ovation für Wagner staul. Dieser dankte in einer kurzen Ansprache, welche mit in Zukunft Hand in Hand mit den unveränder⸗ lichen Existenzbedingungen thätig sein wird; aber die hohe Wahrscheinlichkeit eines solchen Prozesses selbst zugegeben, so liegt doch in der ferneren Zukunft der Erde eine Grenze, jenseits welcher das organische Leben absolut unmöglich ist und welche durch die einstige Erkaltung der Sonne gezogen ist. Theon von Smyrna nannte die Sonne das Herz unseres Systems. Und in der That, wenn dieses Herz zu pulsiren aufgehört haben wird, daan wird auch die Erde nurmehr als Weltleiche in Betracht kommen, und nurmehr die eine Bewegung wird an ihr wahrzunehmen sein, vermöge welcher sie als todte Steinmasse die Sonne umkreist. Der Zusammenhang zwischen der Menge der Sonnenflecken und der Wärmeausstrahlung der Sonne ist mit Sicherheit nachzuweisen. Schon Herschel fand das Gedeihen der Vegetation ab- hängig von dem Vorkommen der Schlackenbildung auf der Sonne, und verglich in dieser Hinsicht die Kornpreise fleckenreicher und fleckenarmer Jahre, während. Gruithupsen die Dürren von 1811 und 1842 dem Mangel an Sonnenflecken in diesen Jahren zuschrieb. Durch Wolf und Köppen ist ein Parallelismus zwischen Sonnenflecken und der Temperatur der Erde nachgewiesen worden, so daß sich die Schwankungen der mittleren Temperatur deutlich in den Perioden der Sonnenflecken wieder- spiegeln. Wenn nun aber ein Zusammenhang besteht zwischen der Wärmemenge, welche die Erde empfängt, und der Zahl und Ausdehnung der Flecken, so muß zwischen diesen und der Regenmenge ein ähnliches Verhältniß vorhanden sein; in der That hat Lockyer gefunden, daß in den flecken⸗ armen Jahren wenig Regen, im Maximum der Sonnenflecken aber nicht unbeträchtlich mehr Regen fällt. Ebenso hat Klein einen Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Cirruswolken, jenen locken⸗ und federartigen Wolken, und derjenigen der Sonnenflecken gefunden. Endlich haben direct Messungen mit Sicherheit erwiesen, daß den Flecken eine geringere Temperatur zukommt als den übrigen den Worten schloß:„Sie haben gesehen, was wir können; wenn Sie nur wollen, haben wir eine deutsche Kunst!“ Capellmeister Hans Richter wurde vom Großherzoge von eee eigenhändig mit dem Riiterkreuz der Wendischen Krone decorirt. ö liesen zwei Kinder unter dem Schlagbaum hin und spielten auf dem Geleise. Ein Schrei des Entsetzens Aller, die dabei standen, denn der Zug brauste heran; der Locomotiv⸗ führer bremste, aber zu spät. Da ftürzie eine Bäuerin, die Ehefrau des Johann Peter Heckhausen, aus dem die beiden Kinder dicht vor der brausenden Locomotive hinweg, die noch den Saum ihres Kleides streifte. Wären es die eigenen Kinder gewesen, so hätte wohl manche Mutter solche Gefahr nicht beachtet. Aber fremde Kinder von Nachbaren waren es, die vielleicht nicht einmal ge⸗ dankt haben einer Frau, deren Muth dem der Johanna Sebus an die Seite gesetzt werden kann. Paris, 18. Aug. Wie man hört, find in Folge der gestrigen Hitze in Paris über 50 Fälle von Sonnenfiich vorgekommen und drei Personen auf der Straße daran geslorben.— Aus Cherbourg wird von einem Hagelwetter mit Sturm gemeldet, das sich beute früh über der Stadt entladen und an Häusern, im Hafen und den umliegenden Feldern schreckliche Verwüstungen angerichtet hat. Das Ende des biologischen Prozesses auf Erden. (Nach dem„N. Berl. Tagbl.“) Erdwärme noch auf der Oberfläche der Erde fühlbar war, als laue Meere gegen die Küsten schlugen und eine fast gleichmäßige Treibhaus- Temperatur an den Polen und am Aequator herrschte, lag auch noch eine schwere, feuchte Atmosphäre über der Erde, und diesen Verhält- nissen entsprachen auch die üppige Flora und die Seither wurde die Atmosphäre der Erde immer dünner und trockener; der Wärmegehalt der Meere wurde verringert; in gleichen Verhältnissen hat sich aber auch die Pflanzen- und Thierwelt ver- ändert, welche durch den Prozeß der natürlichen Züchtung immer den äußeren Verhältnissen sich Es ist somit im höchsten Grade wahr- scheinlich, daß dieses Princip der Anpassung auch schreckengelähmten, schreienden Haufen hervor und raffte abenteuerlichen Gestalten der damaligen Fauna. Oberflächentbeilen der Sonne, woraus alle er- wähnten Erscheinungen als natürliche Wirkungen sich ergeben. Wenn einmal die Ausstrahlung der Sonne Neuß. Der von bier nach Düren des Morgens fahrende nicht mehr gedeckt wird durch die Wärme ⸗Ent⸗ Zug war in dem Orte Eustorf angekündigt, und der i e pflichtmäßig vom Bahnwärzer geschlossen. Da wicklung, welche aus ihrer Verdichtung folgt, so wird dies für unsere Erde zur Folge haben, daß von jener Feuchtigkeit, die nun als Regen herab- fällt, immer mehr in Form von Schnee sich nieder⸗ schlagen wird, die Schneegrenze wird immer tiefer von den Bergen herabsteigen, die Polarzonen werden immer größere Ausdehnung gewinnen und die durch bedeutende Schneeanbäufungen abgekühlte Luft wird von winterlichen Nebeln erfüllt werden, die den Sonnenstrahlen den Durchgang verwehren. Die Isothermen, das heißt jene Linien, durch welche man auf dem Globus die Orte von gleicher mittlerer Jahres Temperatur verbindet, werden von den beiden Polen immer mehr gegen den Aequator vorrücken, und damit müssen sich auch die Verbreitungsbezirke diejenigen Thiere und Pflanzen verengen, welche den neuen klimatischen Verhältnissen sich nicht anzupassen vermögen. Wie die vormals über die ganze Erde gleichmäßig ver⸗ breitete Flora und Fauna der Steinkohlenperiode bis zum Aequator zurückgedrängt wurde, in dem In der Steinkohlen-Periode, als die innere Maße, als die Erde ihre Eigenwärme verlor, so werden allmählig alle Pflanzen und Thiere aus den kälteren Regionen weichen. Es ist dies nur eine Fortsetzung jener Bewegung, die schon in der bisherigen Entwicklung statigefunden hat. Denn die erste Sonderung klimatischer Zonen auf dem noch feurig ⸗flüssigen Erdball trat in der Weise ein, daß vorerst an den beiden Polen coatinentale Massen sich bildeten, und diese haben auch zuerst jenen Abkühlungsgrad erreicht, wobei der organi⸗ sche Proceß anheben konnte. Die ersten Organis- men sind in den polaren Meeren entstanden und sind erst von dort gegen den Aecquator vorge⸗ drungen. Die Ursormen der Pflanzen und Thiere und damit auch die Geheimnisse unserer Stammes“ geschichte liegen somit unter dem Eise der beiden Pole begraben. Denn so wie die erste Landthier⸗ antun, N in Begtlatien 10 501 Solac ndilenn durser hinscht 1 dutefledes vn · in Jufennehn; igt, veicht/ Fe mrellen, jun f ecrjenigen ud Haben direct , beß den Fleden N d den dcin Utta ddt e. ruht Wulunn tburg d Wün- ans ele, deing, der Sim Felgt habtz, daß t Nigte erat ich nieder tit Pele 3 gerinnt ud 1 42800 Wb A cfällt verde, 1677 arne t Eistes, dus it v0 gleiche „petri 1 9 tn 47 g 0 0 N 0 N 1 Fauna eine polort Fauna war, so war auch der schen Länder kämpfen müssen, die letzte Zufluchts Abne des Menschen ein Bewohner der arktischen und antarktischen Regionen; und wie er von dort schon weit abgedrängt wurde, so wird er auch die litzt noch gemäßigten Klimate verlassen und unter Vertilgung der Ureinwohner sich in den Besitz von Afrika und Australien theilen. Je mehr die schon jetzt auf 1300 Millionen gestiegene Anzahl der Menschen sich vermehren wird, desto mehr werden sie durch die zusammenrückenden Eiszonen zusammengedrängt werden und werden schließlich um die gegenwärtig noch nicht einladenden tropi⸗ stätte der dem Untergange geweihten Geschöpfe. Jene grönländischen Eskimos aber, welche familien- weise erfroren in ihren Schneehütten gefunden wurden, halten uns das Bild der Erdenbewohner vor, die einst, als die Letzten ihrer Art, am Aequator erfrieren werden.(Schluß folgt.) Handel und Verkehr. Grünberg, 19. Aug. Die Preise auf unserem beutigen Fruchtmarkie betragen: Waizen 11 M. 20 Pf.; Korn 9 M. 95 Pf.; Gerste 8 M. 89 Pf.; Hafer 8 M. 95 Pf.; Molter— M.— Pf.; Erbsen 11 M.— Pf.; Linsen— M.— Pf.; Samen 16 M. 37 Pf.; Kartoffeln M.— Pf. Die Preise verstehen sich sämmtlich per Kilo= 100 Pfund. Frankfurt, 18. Aug. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 40., Nr. 2 M. 36., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28., Nr. 5 M. 22. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 25. Ho. II.(Berliner Marke) M. 20., Weizen eff. bies. M. 23.—, jtemder je nach Qualität M. 18—22., Korn M. 16 bis 17.50., Gerste M. 17—19., Hafer M. 19.75—20., Kohl⸗ samen M. 34. Br., Erbsen M. 21—24., Wicken M. 21— 23. Linsen M. 21—30., Rübzl M. 72. Die Preise ver⸗ stehen sich sämmtlich ver 200 Pfd. Zollgewicht 100 Kilo. Frankfurt, 19. Aug. Der heulige Heu und Stroh⸗ markt war ziemlich befahren. Heu kostete per Centner je nach Qualität M. 6.—6.50. Sitob per Centuer M. 5.—5.50. Butter im Großbandel das Pfund 1. Qual. M. 1.30. 2. Qual. M. 1.24. im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.46. 2. Qual. M. 1.36. Eier das Hundert M. 5.—. Mainz, 19. Aug. Producten⸗Markt. Wappen per Nov. 20.—. Roggen per Nov. 15.—. Hafer per Nov. 16.—. Rüböl per October 35.30. Marburg, 19. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.10— 1.25. Eier pr. Stück 5—6 Pf. Käse per Stück 8—10 Pf. Tauben das Paar 55—65 Pf. Hähnchen per Stück 60—80 Pf. Bohnen per Korb M. 2 bis M. 2.20 Pf. 50 D. Frankfurt a. M., 19. Aug.(Börsenwoche vom 12. bis 18. August.) Die Börsentendenz trug diese Woche ein ziemlich freundliches Gepräge und nahm auch der Verkehr, obgleich die Consequenzen der Saison morte nach wie vor sichtlich bleiben, besonders in der ersten Wochen⸗ hälfte 0* etwas lephafteren Charakter, als seither an. Letzterer mst d wü e haupfsächlich durch die günftige Dieposition der Börse für die österreich. Eisenbahnaclien und Prioritäten herbeigeführt. Die Kauflust für diese Effecten wird durch die guten Exportaussichten für Ge⸗ treide, ferner durch die erhebliche Preissteigerung des Sil⸗ bers in London motivirt. Außerdem wirkte aber noch die Wahrnehmung günstig ein, daß die Directionen der österr. Bahnen endlich geneigt erscheinen, Schritte zur Befriedigung der Actionäre in der Couponangelegenheit zu thun und schließlich auch die Regierung wie die neuesten Meldungen constatixen, gewillt ist, das begonnene Eisenbahnsanirungs⸗ werk rascher zu fördern. Was den Gang der Tendenz im Einzelnen belrifft, so en wickelte sich in Folge der durch die Belgrader Nachrichten geweckten Hoffnungen auf bal⸗ digen Flieden, von Samstag bis Dienstag eine steigende Bewegung, welcher indeß seit Miuwoch wieder eine Reaction folgte, da die Informationen aus Belgrad nun mehr gegentbeilig lauteten, nämlich daß die Kriegspartei dort wieder die Oberhand gewonnen habe und die Fortsetzung des Krieges beschlossene Sache sei. Seitens der Contremine blieben Deutsche Effectenbank, Continental, Nürnberger Bereinsbin Deulsche Reichsbank und Rheinische 1 I Brüsseler avancirten 1½%, Oesterr. Nationalbaflk 6 fl., fremde Devisen billiger. Wien k. S. verlor M. 1.90, I. S. M. 1.50. Geld flüssig. Verloosung Pappenbeimer 7 fl.-Loose. Pappenheim 1. Aug. Gezogene Serien: Nr. 299 411 676 743 801 814 905 1287 1302 1382 1525 1560 1748 2062 2105 2114 2141 2148 2238 2493 2514 2522 2633 2635 2779 2832 2902 3115 3182 3247 3489 3603 3631 3740 3785 4101 4362 4378 4550 4793 4985 5021 5026 5106 5203 5480 5811 6249 6253 6298 6515 6645 6756 6973 7060. Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Winke über Fohlenzucht. Einer der bedeut⸗ samsien Uebelstände, deren wan hinsichtlich der Fohlenzucht noch allenthalben begegnen, ist der Mangel an Weiden und Fohlentummelplätzen. Fast überall baben die Fohlen suchte man die eingetretene Verstimmung durch Verbreitung von allerlei Sensalionsdepeschen zu verschärfen, ohne jedoch Umsta vorläufig in Berücksichligung der precatren politischen Situation in strengster Reserve hält und Operationen von einigem Belange perhortescirt. Heute hal die Tendenz Notirungen gewonnen. Am internationglen Speculations⸗ markte hatten Staaisbahnactien, wie schon in der Vorwoche, die Führung. Paris setzt die Hausstrung des Effects an⸗ haltend fort und war auch heute vgn Neuem starket Käufer. Creditaclien lagen sliller, Lombarden nabezu verlassen. Die Medioliguidation wurde von einem fluͤsstgen Geldstand dedangen schließlich einen Deport von 60— 70 Pf. Credit⸗ actien, am letzten Samstag 117⅝ fliegen bis Dienstag auf 120, wichen gestern auf 117½ und schließen heute 1185/8, Staatsbahnactien hoben sich von 231½ bis 235, ermatteten gestern auf 233 und blieben nach 234⅝ beute 236 ¼½. Lombarden warten zu 61— 62½— 60 und 61 mn Umsatz. Oesterr. Bahnen weisen auf speculatide Käufe fast sämmilich Avancen auf. Wir verzeichnen folgende Cours⸗ erhöbungen: Elisabeih und Nordwest je 3½ fl., Böomen 3 fl., Albrecht 2½ fl., Galizier und Eibthal je 2 45 wurden meist um 1- 2½% besser bezahlt. Die böchste Avance errangen Ungarische Nordost mit 3½%. Lombar⸗ dische und Staatsbahn zogen um Bruchlheile im Course an. Deulsche Staaisfonds hielten sich sebr Renten, Ungarische Fonds und Russen stellten sich bei mäßig belebtem Geschäft um Kleinigkeiten höher. Ungarische Ostbahnanleihe boben sich 1¼½%. Amerikaner fest. Von deutschen Prioritäten schlossen 4½% Hannover-Altenbekener III. Serie und 5% Hess. Ludwigsbahn von 1875 höber. Anlehensloose zeigten sich größtentheils schwächer. 18581 Creditloose M. 3. besser, Ungarische M. 4., Badische M. 2. niedriger. Banken waren sehr fest oder anziehend. Höher wieder eine festere Gestaltung auf Grund bessecer Berliner (ca. 30%) unterstützt. Creditactien und Staatefondsactien beständig im Stalle zu sein. In der Regel ist in den Ställen die Beleuchtung einseitig. In Folge dessen ge— damit große Ersolge zu erzielen, wozu namentlich der wöhnen sich die Fohlen fehlerbaste Kopsstellungen an und beitrug, daß das Gros der Speculation, wenigstens en wickeln verschränkte Gluder. Die ununierbrochene Aus⸗ am biesigen Platze, angesichtd der schon stark genug herab- dünstung der festen und flüssigen Ausscheidungen verpestet gedrückten Course eber zur Hausse geneigt ist, sich aber beständig die Luft. Athmungsgörungen, auch Störungen der Augen müssen die unausbleiblichen Folgen davon sein. Der Stand auf hartem Pflaster verdirbt allmählig die Hufe und die beschränkle Bewegung erstarrt die Glieder; kurz, die Fohlenzucht im Stalle ist Anlaß, daß so viele Pferde von Jugend an nicht nur körperlich verkommen, sondern auch in der Entwickelung ihres Temperaments gestört werden. Besser keine Fohlenzucht, ats eine solche, die die Verelendung, nicht die Veredlung zum Resultate hat. Das Melken der Erstlingskühe. Es ist von großer Wichtigkeit die Erstlingekühe nach dem ersten Kalben so lange als möglich fortzumeiken, da es durch Etfahrung sesisteht, daß die Kühe stets um dieselbe Zeit aufhören Milch zu geben, in der man sie das erste Mal trocken oder für sich stehen läßt. Wenn man z. B. eine Kuh, die nach dem ersten Kalben wieder trächtig wird, im fünften Monat trocken steben läßt, so wird bei allen folgen⸗ den Kälbern, wenn nicht früher, doch zur selben Zeit bei ihr die Milch versiegen. Man soll deßhalb eine Erslings⸗ kuh, selbst wenn sie nur wenig Milch geben sollie, wenigstens bis zu 8½ Monai forimelken, sie aber dabei möglichst reichlich und gut füttern. Rudolf und Voralberger je 2½ fl. Oesterr. Priorilälen fest. Oesterr. Versteigerungs ⸗ Anzeige. 2672 Mittwoch den 23. August, Vormittags 10 Uhr, werden die nachstehend verzeichneten, zur Vermögensmasse der Fauerbacher Basaltbruch⸗Gesellschaft von Heinrich Becker und Genossen gehörenden Gegenstände: Chausseesteine im neuen Steinbruch zwischen Fauer⸗ bach und Ossenheim, etwa 250 Meter, Pflaster⸗ steine, etwa 25 Meter, Kies, eirea 300 Meter, 1 Bretterhaus, 4 Schubkarren, 2 Kieswürfe, 1 Meter⸗ kasten, 9 Steinschlagen, Mühlstein, 2 Brecheisen, 2 Pickel, 1 Steigleiter, Pumpe, 4 Schnappkarren, 1 Haferkasten öffentlich meistbietend versteigert. N Zusammenkunft auf dem Büreau des Unterzeichneten. Fauerbach b. Fr. den 12. August 1876. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Fauerbach b. Fr. elf Stange, I blecherne f Zur Lieferung von 150 Boden 10ter Stämme, . ter K 100 breiten Doppeldielen, 1 Schreinerdielen, 200 schmalen Dachdielen, 200 Latten, 8000 eichenen Pfählen, 1200 Liter Rüböl ür die Braunkohlengrube„Ludwigshoffnung“ bei Mel⸗— bach ist Submissionstermin auf Freitag den 17. Sep⸗ tember d. J., Vormittags 8 Uhr, in dem Salinenamts— local dahier anberaumt. Die näheren Bedingungen können daselbst eingesehen oder auch gegen Erstattung der Copialgebühren bezogen werden. Bad⸗Nauheim den 16. August 1876. 2718 Oroßherzogliches Bergamt Dorheim. Obst⸗Versteigerung. Bekanntmachung. 2694 Den Inhabern der Partial⸗Schuldscheine der israel. Gemeinde Bad- daß mit Genehmigung der Behörde von nun ab anstatt alljährlich, alle 3 Jahre eine arttal Obligation à 100 fl. = Mark 171. 43 Pf. zur Verloosung kommt. f Besitzer der Partial⸗Schuldscheine, die nicht mit dieser Amortisation einverstanden sind, können den Betrag sammt Zinsen innerhalb vier Wochen bei H. Grün ⸗ baum erheben lassen. Bad⸗Nauheim den 15. August 1876. Der Vorstand H. Grünbaum. Butterpulver 1643 verkürzt die Zeit des Butterus, macht die Butter fester und schmackhafter und verhindert das Ranzigwerden derselben. Ein Paquet, ausreichend für 500 Liter Milch, à 50 Pf. zu haben bei J. A. Windecker, Hoflieferant in Friedberg. Ph. J. Weiss in Nauheim, Nauheim wird hierdurch eröffnet, an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 21. August 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Foa Arbeits-Versteigerung. 2724 Donnerstag den 24. d. M., Nachmittags 1 Uhr, soll auf dem Gemeindehaus zu Ober⸗Eschbach nach⸗ benannte Arbeit öffentlich vergeben werden: Dachdeckerarbeit, veranschlagt zu 565 M. 20 Pf. Zimmeraxbeit 110%—„ Vilbel am 20. August 1876. Der Bezirksbauaufseher Ber o d. Neue Linsen empfiehlt Louis Winheim. 2716 2726 Mittwoch den 23. August d. J., Nachmittags 5 Uhr, sollen 2 Bäume Frühäpfel auf der Pfingstweide Auszug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. g Geboren: 16. Aug. Dem Oeconomen Heinrich Wilhelm Falck ein Sohn. 8 Dem Taglöhner Georg Heinrich Weber eine Tochter. Gestorben: 12 Maria Friedericke Elisabetha Geißler, geb. Hlbenthal, Wittwe des Polizeidieners Johannes Geißler, 67 Jahre alt. Submission. 2725 Die zur Erbauung eines neuen Schulsaales und Reparatur der Lehrerwohnung zu Dorn-Assenheim erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, welche zu den untenverzeichneten Summen veranschlagt sind, sollen auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Die Submittenten wollen ihre Offerten nach Ab⸗ geboten in Prozenten, versiegelt und portofrei bei Groß⸗ herzoglicher Buͤrgermeisterei Dorn-Assenheim bis zum 28. August, Nachmittags 1 Uhr, einreichen, zu welcher Zeit die Eröffnung der Submissionen in Gegenwart des Gemeinderathes vorgenommen wird. Plan, Kostenanschlag und Bedingungen konnen bei dem Unterzeichneten zu jeder Zeit eingesehen werden. 462 Maurerarbeit. 36 Pf., Steinhauerarbeit 2 0 Zimmerarbeit 9 Dachdeckerarbeit 121„ Schreinerarbeit e Glaserarbeit 0 Schlosserarbeit 140„—„ Weißbinderarbeit 38700 Materiallieferung, bestehend in der Lieferung von Russensteinen, ö Kalk, Maurersand, Ziegeln, Latten und Cement 932 2 Assenheim den 20. August 1876. Wenck, Bezirksbauaufseher. Steinkohlen bester Oualität. Ia. mel. stückreiche Flammkohle per Ctr. à M. Gesieb. Stuͤckkohle per Ctr. A M. 1. 25 Nuß⸗ und Knabbelkohle per Ctr. A M. 1. 25 Gesieb. Schmiedekohle per Ctr. A M. 1.— Bei vorheriger Bestellung ab Bahnhof hier la. mel. stückreiche Flammkohle pr. Ctr. à M. offerirt Fried. Avenarius, Bad-Nanheim, Fürstenstraße Nr. 327. Ledertaschen für Damen, Portemon⸗ naies, Fücher, Kragen⸗ und Manschettenknöpfe billigst bei — 95 790 K. Friedrich. 3 Feier des 2. September 1876. 2721 Wiederum nahet der große Gedenktag, dessen Feier nunmehr zum allgemeinen Nationalfest geworden ist. Das Comité rechnet auch diesmal auf die Begeisterung der Bürgerschaft für unser schönes Jugendfest, die sich wieder in reichlicher Spende bewähren möge, welche unsere Schul- jugend einsammeln wird. Die Stadt wird sicherlich im Festgewande prangen, auch ohne daß wir ö„ Die Blinden⸗Anstalt zu Friedbeg gedenkt, so Gott will, Freitag den 25. August, N mittags 2 Uhr anfangend, ihr 26. Jahresfest zu felem, wozu alle Freunde der Anstalt, besonders auch die e, maligen Zöglinge, hiermit freundlichst eingeladen wen von der 2678 Direktion. 2723 Zu dem Sonntag den 27. d. Mts. stattfindendg 1 darum zu bitten brauchen.— Die früher an demselben Tage abgehaltene kirchliche Feier 2 ˖ wird diesmal am Sonntag stattfinden. 7 5 e Ludwigs balle Das Comité der Sedansfeier. f a 4 5 Bad⸗Salzhausen. Gebrüder Ei In Auftrag: Seriba. Möller. e Kurhauspächter. 1— 2 0 J 8 Jugendfest am 2. September 4 2228 Wer Wirthschaft auf der Seewiese übernehmgß 8 9 Bretzeln liefern will, wolle sich bis zum 22. d, 8 bends 6 Uhr, melden bei Seminarl Wahl. 229 Sonntag den 27. und Montag den 28. d. Mts. findet dahier das 1 een dee Kirchweihfest Sed 7 bei Harmonie- und Tanzmusitk statt, wozu ergebenst einladet K anfeier. 17 7 1 2727 Naächste Sitzung des Comité's Dienstag din Georg Bailly. 22. d. Mts., Abends 8 Uhr, im Windecker sch 0 8 2 Gartensaal. ung Neue Fruchtsäcke Wichtin für Volksschul⸗ Lehrer und 2 7 2720 in schöner Auswahl empfiehlt bestens N i Schulvorstände! N E 15 Schleuning Von der in Er 4070 erschienenen * U 0* a rgebnisse Neis hieg maschinen, Gussstahl- Jensen, 9916 s bob Schweiss- und Stauchmaschinen, Amerihanische Heu- und Dunggabeln, geographischen, geschichtlichen und naturkundlichen noc Bohrmaschinen, Pferdehrippen und Raufen Unterrichts bote Ambose, Striegel und NRartatschen,* 8* 9* i Schraubstõcke, Alle Sorten Retten, Volks und Buͤrgerschulen. Wagenreise und Aclisen, HNochasen und Herde, Ein eee für Schüler Stahilerne Pflugschadre, Guss-HRessel in allen Grössen W. Dietlein, Rector, 9 empfiehlt die Eisenwaarenhandlung von 3 hat soeben die 7. Auflage die Presse verlassen; diesel te 10 Louis Marburg& Söhne bat im geschichtlichen Theil auf Wunsch Gauß 0 enge S M., pri herzoglicher Bürgermeisterei zu Darmstadt und im Ein⸗ 2319„zur Reichskrone rankfurt a.„ Friedbergerstrasse. verstäudniß mit der katholischen Geistlichkeit Hessenz 1 f wesentliche Abänderungen erfahren und empfiehlt sih deßhalb besonders zur Einführung in Communal⸗ ulm f H IU U lle- IL k ung Schulen. Gemeinden, welche über die Einführung eint? — Realienbuches für ihre Schulen noch nicht entschied g 1 2668 vom 12. August bis 11. September.(b. 5027.) haben, 5e i an diese veränderte Auflage ec 0 ö Eintrittspreie 1 Mark.— Abonnementskarten.— Prelsermäßigung für Schulen. f Net unar ber 0 0 un be Verkauf von Loosen zu 1 Mark in der Ausstellung. Den Besuchern der Ausstellung ist freie„Ergebnisse“ für Hessen übertragen, ist auf Ven mi Rückfahrt auf allen Stationen der Main-Neckar-Bahn und Hessischen Ludwigs-Bahn bewilligt. langen, gern bereit, ein Probe-Exemplar franeo zu we —— liefern und bitte ich sich deßhalb an genannte Firm 7 freundlichst wenden zu wollen. ö 7 Braunschweig den 15. August 876. 4 F Harald Bruhn, 2717 Verlagsbuchhandlung. ö 2719 Nachdem mir die königliche Intendantur dez 0 0 5 Armee⸗Corps für die 21. Division die Lieferung von 4 5 5 ourage und Bivouaksbedürfnisse während der Herbsf⸗ 637 in Seide, Zanella und Alpaka, äußerst billig bei K. Friedrich, neben der Post. manöver übertragen hat, bin ich Käufer für Hafer, Heu f und Stroh. Diejenigen, welche oben verzeichnete Arti ö Heinrich Lanz in Mannheim und Regensburg. en e er e 2679 Größtes Etablissement Deutschlands für Fabrikation von A. Katz, Gießen. 6 Göpel⸗Handdreschmaschinen, Futterschneidmaschinen. g 5 r Der Gesammt-Absatz bis Ende 1875 überträgt 50,000 Maschinen. 2 freundliche Logis— 24 Ehrendiplome, 18 goldene, 41 silberne, 14 Bronce- Medaillen für 2730 0 11 „vorzügklienste Leistungen“. 5 zu vermiethen, 1 als bald bezogen werden 0 Illustr. Cataloge auf Anfragen gratis. Solide Agenten erwünscht, wo noch keine Vertretung ist. r Winkler, Bürstenmacher. 0 na * 75 2 279 Carl Bindernagel's 1. 92 4 8 3 un A* 8 f 25 U 2 S 0 2 2 9 i be 8 2 5 — 35 Bekanntmachungen aller Art: 2 f heim. 271 92 Gesuche, Offerten, Benachrichtigungen, Waaren⸗ Empfehlungen, Versteigerungen 5 Ede 8 an alle Zeitungen vermittelt. Berechnet wird nur der Originalpreis der betreffenden Zeitung, S5 5 0 ie Annoncen-Aufgeber sparen also Briesschreiben, Zeit und! 5 b e 9 1 0 fh 3 ud Porto Die soeben erschienene Nr. 47 enthält: tin .„ 8 5 Et 2704 In ein größeres Schweinemeßzgergeschäft Der Daheimkalender für 1877 ist da!— Am Gard as rei Friedberger Pferde Markt⸗Loose nach Frankfurt a. M. wird ein einfaches, solides see. Erzählung von C. R. Struwy.(Fortsetzung.)— 10 nd zu haben bei Carl Bindernagel L d ädeh Dichterische Widerspiegelungen der Person und Geschich te in Friedberg und Bad Nauheim. adenm en l Jesu. Von Franz Delitzsch. VI. VII.(Schluß.)— Bestellbriefen für Loose, deren Uebersendung durch dee eee en Solche, die schon in Deutsche Städte und Bauten. wurd Trausng 0 die Post gewünscht wird, sind 10 Pf.(bei vollständi denselben oder ähnlichen Geschästen eonditionirten, er⸗“ Von Dr. C Mehlis. Mit Originalzeichnung von N. fin frankirter Zusendung des Betrages) zur Rück⸗Frankitung ee Far zun ee n Stieler.— Novelle und Sonate. Ein Vortrag von U. ei anzuschließen. f 8 Offerten bitte an C. G. Hartmaun, Schweine- H. Riehl.— Aus den Erlebnissen der deutschen Korvelte N . 5 5 metzger, große Eschenheimergasse 25 in Frankfurt am Hertha. Von Dr. Königer. II. Ein Besuch auf Bornen. Fi Eine Haushälterin Main zu richten. Mit 3 Illustrationen.— Am Familientische: Der Stick da 5 d seine Behand! mit freier Luft.. 2722 gesetzten Alters, welche die Führung einer kleinen 95 0 2. 0 eee empfehlt 1 10 1 Haushaltung selbsiständig bei einem Wittwer auf dem ein— que E Carl Bindernagel in Friedberg. 0 Lande übernehmen und bürgerlich kochen kann, wird 8— gesucht. sind in größter Auswahl wieder vorräthig bei Verantw. Red.: Carl Bindernagel. aug Franco⸗Offerten besorgt die Exped, d. Anz— Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel.