Essen Sutzbac 8 Ju jwiebeln ob Herrmann, Cl. Dill men 15 Sli emorkt-Hggse demarkt⸗Loose b. Dan Kümmich, Kochofen erung. 15 gaffee, g 1 * nat inn 32 ————U— Jamstag den 21. October. M. 125. berhessischer Anzeiger. Die Petitzeil wird mit 11 Pfennig berechnet. Rreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Ausführung des Reglements vom 6. August 1876 zum Schutze der Felder und Wiesen gegen die Verbreilung der Kleeseide. Friedberg den 19. October 1876. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. f Wenn die mit Erledigung unserer Verfügung in Nr. 109 des Kreisblatts, die schon mehrfach erinnert wurde, im Rückstand sich Befind⸗ lichen solcher binnen 24 Stunden nicht nachkommen, gehen denselben Wartboten zu. 5 Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 17. Oct. Die gestrige Auslassung der„Montags Revue“ wird als nicht von der Regierung beeinflußt be- zeichnet. Im Gegentheil, meinen unterrichtete Personen, werde Graf Andrassp die Schritte des russischen Reichskanzlers wegen des kürzeren Waffen- Stillstandes unterstützen und im Sinne des Drei— Kaiser⸗Bündnisses secundiren.— General Taschkoff überreichte heute dem Kaiser ein neues Hand— schreiben des Zars. Der Brief wurde durch einen Offizier nachträglich aus Livadia überbracht, nach; dem Taschkoff günstigen Fortgang der Verhand- lungen gemeldet. Die österreichisch russische Ver- ständigung ist hergestellt. — 18. Oct. In einem Artikel des„Fremden- blatt“ wird Italien auf das Eindringlichste vor Agitationen gegen Oesterreich gewarnt.— Das „Tageblatt“ will vernommen haben, in den diplo⸗ matischen Verhandlungen beginne gegenwärtig die Frage der Friedens Bedingungen wieder die Hauptrolle zu spielen. — 18. Oct. Graf Andrassy ist gestern nach Pest gereist. Das„Telegraphen⸗Correspondenz- Bureau“ bezeichnet die Mittheilung des„Reuter- schen Bureau“ über eine österreichisch russische Abmachung als unrichtig. Der Londoner Corre— spondent hob bereits gestern hervor, daß eine Be- stätigung dieses Gerüchtes nicht vorliege. Die österreichische Antwort auf das türkische Waffen⸗ stillstands-Anerbieten ist nunmehr an die Cabinette mitgetheilt. — 19. Oct. An der gestrigen Abend-Börse circulirte das Gerücht von der Demission des Grafen Andrassy. Eine Bestätigung des Gerüchtes liegt nicht vor. — Das Bubdgetgesetz für die diesseitige Reichs- Hälste sür 1877 ergibt gegen das Vorjahr eine Herabminderung des Deficits um 4 Millionen Gulden, obgleich die directen Steuern um 5 Mil lionen niedriger veranschlagt sind, als das factische Erträgniß des laufenden Jahres. Die Staats- Einnahmen übersteigen noch immer das Niveau der Jahre 1870 und 1871. Der Finanzminister wird Vorlagen machen, welche die Härten der jetzigen Besteuerungsform durch Einführung der Personal⸗Einkommensteuer und Herabminderung der Ertragssteuer beseitigen und gleichzeitig eine Erhöhung der Staatseinnahmen herbeiführen sollen. Schweiz. Basel, 19. Oct. Die„Basler Nachrichten“ melden, daß in Folge politischer De— monstrationen, die in Locarno gegen den großen Rath und die Mehrheit des Staatsraths statt⸗ fanden, der Bundesrath heute den Nationalrath Bavier von Chur als eidgenösischen Commissar nach dem Tessin abgesandt hat. Belgien. Brüssel. Die hiesige Zeitung „Nord“ schreibt: Der Ton der letzten versöhnlichen officiellen Mitthellungen der türkischen Regierung dürfte Niemanden irre führen über den Entschluß der Türkei, den Forderungen Europas stets aus- zuweichen. Die Waffenstillstands Frage ist der Prüfstein für die Solididät der Eintracht der Mächte. Europa muß zeigen, daß es fortan ent⸗ schlossen ist, sein Programm auszuführen; die Türkei wird dann ihr dilatorisches Verfahren auf— geben, welches die Krisis verlängert und verwickel— ter macht. Großbritannien. London. Das Jour- nal„Le Nord“ constatirt eine Wendung in der Lage der Dinge, nachdem die„Times“ sich für den russischen Waffenstillstands-Vorschlag aus— gesprochen und den Türken angerathen habe, den- selben anzunehmen. Neue Schritte der Mächte in diesem Sinne gegenüber der Pforte seien zu gewärtigen. Uebrigens hätten die Anschauungen der Mächte in dieser Frage niemals so weit differirt, wie die verschiedenen Zeitungen behauptet haben. Der„Nord“ dementirt die Nachricht, daß England und Frankreich den Vorschlag einer eventuellen gemeinsamen Flotten Demonstration zurückgewiesen hätten. — 18. Oct. Das von Wien aus verbreitete Gerücht, wonach England der Pforte bereits mili— tärische Unterstützung zugesichert habe, wird von informirter Seite als unrichtig bezeichnet, die englische Regierung steht noch immer in diploma⸗ tischen Verhandlungen, welche zu einer Widersacher— schaft gegen die bisher gemeinschaftlich mit ihm handelnden Mächte nicht berechtigen. — 19. Oct. Die sensationellen Gerüchte über die bevorstehende Sendung des Generals Napier of Magdala mit Truppen nach Aegypten, sowie über Pläne zur Vertheidigung Konstantinopels sind durchaus unbeglaubigt. Ein Zusammentritt des Ministerconseils, vor welchem solche Maß nahmen überhaupt nicht in Angriff genommen werden, hat nicht stattgefunden. Die„Times“, welche diese Gerüchte reprodueirt, bezeichnet die selben eben als verfrüht und unglaubhaft. Eben⸗ deßwegen sind auch die Wiener sensationellen Mel- dungen über den beabsichtigten Ankauf der türkischen Panzerschiffe Seitens Englands, sowie ähnliche Nachrichten als Combinationen anzusehen. That sächlich ist nur die Meldung des„Büreau Reuter“, wonach die nach Indien gehenden Truppen an- gewiesen sind, bis auf Weiteres in Gibraltar und Malta zu bleiben. — 19. Oct. Die„Times“ glaubt, eine bloße Gefahr für die Türkei sei nicht darnach angethan, Englands Vorsichtsmaßregeln zu beschleunigen, und Parlament und Land wollen keinen Krieg für die Unterstützung der Türken. Es wäre strafbare Thorheit, Blut und Geld dafür zu verwenden. — 19. Oct.„Lloyds“ und andere Versicher⸗ ungs-Gesellschaften beanspruchen im Hinblick auf etwaige Kriegs- Eventualitäten bei Versicherung von Schiffen, die zwischen England, dem Orient und Australien fahren, eine Zuschlags⸗Prämie von 5 Schilling pr. 100 L. Versicherungs Summe. Manchester. Eine Versammlung der Baum- woll⸗Industriellen von Nord- und Nordost-Lanca⸗ shire beschloß, die von den Arbeitnehmern der Baumwoll- Industrie dieses Bezirks gemachten Vor- schläge zurückzuweisen und die Fabriken am 24. Oct. zu schließen; durch Ausführung dieses Beschlusses würden 80,000 Arbeiter brodlos werden. Spanien. Madrid, 18. Oct. Vorgestern überreichten hier die Vertreter Englands und Frankreichs Noten ihrer Regierungen, worin die— selben gegen die ihren Nationalen in Cuba be— reitete Situation protestiren und zwar aus Anlaß der durch den Zusatz zu dem deutsch⸗-spanischen Handels⸗Vertrage vom 24. Juni 1863 den Deut- schen gewährte Exemption von der Kriegssteuer. Italien. Rom, 19. Oct. Der„Diritto“, anknüpfend an die in letzter Zeit stattgefundene lebhafte Discussion zwischen italienischen und österreichischen Blättern, glaubt nicht, daß die— selbe die Herzlichkeit der zwischen Italien und Oesterreich-Ungarn bestehenden Beziehungen stören könnte, die durch den Vertrag vom 3. Oct. 1866 inaugurirt und durch die Besuche der Souveräne bekräftigt worden. Da jedoch die öffentliche Meinung bei lebhafter Verfolgung dieser Frage zu einer falschen Auffassung geführt werden könnte, so, sagt„Diritto“, sei es sicher, den bei der Regierung und der ungeheuren Majorität des Landes vorherrschenden Gedanken zu interpretiren, wenn es an den Patriotismus der italienischen Presse appellire, damit sie die Polemik einstelle, welche keine guten Resultate habe und unter den gegenwärtigen Verhältnissen Europa's den wahren Interessen schaden könnte, deren Huter die Regierung sei. Türkei. Constantinopel, 17. Oct. Der gegen Peko Pavlovie entsendete Sachir Pascha hat die ihm gegenüberstehenden feindlichen Streit— kräfte zurückgeschlagen und Bilek entsetzt. — Derwisch Pascha meldet, er habe am 14. Octbr. ein montenegrinisches Grenzdorf bom— bardirt und sich dann in sein Lager zurückgezogen. Montenegro. Cettinje, 17. Oct. Die Insurgenten der Distrikte von Ljubinje und Neve— sinje haben sich von Montenegro losgesagt und sind zu ihren Heimstätten zurückgekehrt. Der General⸗Gouverneur der Herzegowina hat befohlen, den Insurgenten die Rückkehr nach dem Popovo⸗— Bezirke zu erleichtern. Die türklischen Streitkräste in der Herzegowina betragen nunmehr 36,000 Mann.— Nachträglich wird constatirt, daß in dem letzten Kampfe bei Maljat nicht nur Djela-⸗ leddin Pascha, sondern auch Abdi Pascha gefallen ist. — 18. Oct. Aus Cattaro wird der„Pol. Corr.“ gemeldet, daß Osman Pascha heute in die Kriegsgefangenschaft nach Cettinje zurückkehre. Serbien. Belgrad, 18. Oct. Ueber die Zuzüge russischer Freiwilligen nach Serbien sind Nachrichten aus Widdin eingetroffen, nach denen in der letzten Woche 250 Russen über Turn Severin nach Serbien gegangen sind und andere 240 Mann dort angekommen waren, um an Bord des Dampfers„Deligrad“ sich nach Belgrad zu begeben. — Die„Pol. Corr.“ schreibt von hier, daß vom Krlegsschauplatze verschiedene für die Serben siegreiche Gefechte gemeldet seien. Rumänien. Bukarest. Was von an ⸗ geblichen Vereinbarungen über militärisches Vor- geben Rumäniens gegen die Türkei verlautet, be- ruht auf vagen Gerüchten; dagegen ist thatsächlich eine Convention zwischen Rußland und den rumä⸗ nischen Eisenbahnen wegen eventueller Truppen Transporte im Abschluß. Jassy. Unsere Stadt gewinnt seit einigen Tagen ein ganz kriegerisches Aussehen. Seit einigen Tagen wimmelt es hier von nationalem Militär aller Waffengattungen. In und um Jassy sollen gegen 13,000 Mann concentrirt werden. Offenbar sind die bevorstehenden Manöver sehr ernst zu nehmen, da sämmtliche Truppen in voll. ständiger Kriegsstärke auf dem Manöverirterrain erscheinen müssen. Es werden daher nicht nur die Linienregimenter, sondern auch die Reservebataillone completirt. In Verbindung damit steht die Auf- forderung an alle außer Dienst befindlichen Offi⸗ ciere, sich beim Kriegsminister behufs Reactivirung für eine bestimmte Zeit zu melden. Griechenland. Athen. Zaimis, der ministerielle Candidat, ist mit 75 von 129 Stim; men wieder zum Präsidenten der Deputirten- Kammer gewählt. Die Volks Bersammlungen in der Provinz dauern fort. — 18. Oct. Die„Pol. Corr.“ meldet, daß die schriftliche Zusage der Pforte eingetroffen sei, daß sie die Colonistrung ihrer griechischen Pro- vinzen, namentlich Thessaliens, ducch Tscherkessen sistiren werde. 8 — 18. Oct. Der Minister⸗Präsident wird Morgen der Kammer Gesetzentwürfe vorlegen, be ⸗ treffend die obligatorische Militärpflicht, die Ein- berufung von 60,000 Mann, die Bewilligung eines durch Steuern gedeckten außerordentlichen Credits von 50 Millionen und eine Anleihe von 10 Millionen Drachmen behufs Waffen⸗Ankaufes, Straßenbauten und Auslagen für die Mittelschulen. — Der Kaiser von Brasilien ist hier eingetroffen. Rußland. Petersburg. Das Wiener „Tageblatt“ erwähnt Gerüchte über die bevor- stehende Aufnahme einer russischen Anleihe. Wäh- rend man früher von einer solchen im Betrage von 200 Millionen Rubeln sprach, soll jetzt eine 300 Millionen ⸗Rubel- Anleihe beabsichtigt sein. Die Bestätigung dieser Anleihegerüchte bleibt abzuwarten. Das„Neue Wiener Tageblatt“ meldet bereits: Der Czar bewilligte seinem Finanzminister, von Reutern, 300 Millionen Rubel im Weg eines Nationalanlehens zu erheben. —„Reuter's Bureau“ will wissen, es seien zwischen Rußland und Oesterreich Vereinbarungen zu erwarten, wonach Rußland für den Fall, daß die Türkei den kurzen Waffen⸗Stillstand ablehne, die insurgirten türkischen Provinzen militärisch be setzen würde. Oesterreich würde in diesem Falle eine provisorische Neutralität bewahren. Gerücht ⸗ weise verlaute, diese Vereinbarung würde auch Bestimmungen für weitere Eventualitäten enthalten. Anderweitige Bestätigung dieser Gerüchte liegt noch nicht vor und basiren dieselben im Wesent—⸗ lichen wohl auf der Unterstützung der diplomatischen Schritte Rußlands von Seiten Oesterreichs. — 19. Oct. Der„Nordd. Allg. Ztg.“ wird von angeblich guter Seite von hier gemeldet, der Großfürst Thronfolger wolle sich alsbald von Livadia nach Wien, Berlin, und London begeben, um bei den betreffenden Höfen und Cabinetten, persönlich für einmüthiges Handeln der Groß mächte im Interesse eines gedeihlichen Austrages der orientalischen Frage zu wirken. Nach allen Versicherungen aus Petersburger Kreisen halte der Kaiser unverändert an dem Entschlusse fest, in dieser Frage nicht isolirt vorzugehen und seine Allianzen nicht aufzugeben. — 19. Oct. Der hiesige britische Botschafter Lord Loftus begibt sich demnächst nach Livadia; dies wird hier als Symptom einer möglichen Verständigung zwischen England und Rußland betrachtet. 5 Livadia. Die„France“ versichert, es sei in Livadia zwischen Bratiano und Gortschakoff eine Convention unterzeichnet, in Folge deren Fürst Karl zum König von Rumänien proclamirt werden solle. Die rumänische Armee würde russische Befehlshaber und Offiziere erhalten. Die Donau-Mündungen würden von Rußland annectirt werden. Rumänien würde dagegen die Bukowina und den größeren Theil von Siebenbürgen erhalten. Amerika. Washington, 17. October. Präsident Grant hat nach einem in der letzten 0 angewiesen werden, binnen drei Tagen auseinander- zugehen; an alle guten Bürger ergeht zugleich dit Aufforderung, zur Erhaltung des Ansehens der Gesetze und des öffentlichen Friede s mitzuwirken. Der Kriegs- Minister hat die Commandanten der zur Militär- Division des atlantischen Oceans ge⸗ hörigen Truppen angewiesen, sich mit General Ruger in Süd- Carolina in Verbindung zu setzen, um der wegen der Ruhestörungen im Süden vom General Grant erlassenen Proclamation durch An- wendung von Waffen ⸗Gewalt die nöthige Unter⸗ stützung zu geben. Die einzelnen Bundes⸗Staaten sollen nach Bedürfniß durch Aufgebot der Milizen die militärischen Kräfte vervollständigen. D. Frankfurt a. M., 19. October. Die aufgeregte Stimmung, wesche gestern den Börsenverkehr charakterisirke, war auch noch heute dominirend. Nachdem im gestrigen Abendgeschäft eine erneute Verflauung auf das Gerücht, Andrassy habe demissionirt, eingetreten war, zeigte sich in mattere Wiener Course und wurden Creditactien zwischen 111 und 113 gehandelt. Erst das offizielle Geschäft brachse auf Deckungskäuse, zu welchen die Contremine sich veran⸗ laßt sah, da die politischen Meldungen beute weniger be— unruhigend lauteten, eine etwas bessere Haltung, die von höheren Berliner Coursen unterstützt wurde, deren Ein⸗ wirkungen man überhaupt bis zum Schlusse der Börse folgte. Die Spekulations-Papiere unterlagen vielsachen Schwankungen, blieben aber schließlich über ihrer Eröffnungs, notiz. Creditactien bewegten sich zwischen 115—114—116½ 115-117 115 und 116¼, Staatsbahnactien zwischen 217216—218—217—218 und 217%, Lombarden nahe 59½. Oesterr. Bahnen haben sich heute wieder zum Theil gebessert. Elisabeth hoben sich 1 fl., Galizier ½ fl. Deulsche Bahnen ziemlich fest. Banken sind wenig verändert, Deulsche Reichsbank, Meininger matter, Oesterr. Nationalbank 7 fl. höher. Deutsche Fonds fest, Neue Bayern gefragt. Von ausländischen Fonds waren Oesterr. Renten anziehend. Ungar. Schatzbons stiegen je 2. Oesterr. Priogitäten tbeilweise besser, 3%, Lombardische matter. Von Loosen. 1860er höher. Von fremden Devisen Amsterdam und Paris schwächer, London und Wien, letzteres 50 Pf. theuerer. Briefkasten. 2 Ilbenstadt. Wie schon mehr bemerkt, werden anonyme Annoncen oder Artikel nicht beach let. Wer uns;: mit einer Zusendung beehrt, der nenne nur getrost seinem Namen und sei unserer Discretion versichert. N 1 Die Redaction. Friedberger Fohlen- und Pferde⸗Markt. 3346 Ich werde den nächsten Friedberger Markt am 23. und 24. d. M. mit einem großen Transport Fohlen und Pferde besuchen, wozu Meine Stallung befindet sich bei Herrn Nieder-Weisel im Oktober 1876. Kaufliebhaber einlade. Walz dem Bahnhofe gegenüber. A. Kaufmann. 5 28 8 5 8 25 5 Während des Friedberger Pferde⸗Marktes erlauben die Gebrüder Kaufmann& Mayer aus Frankfurt und Leiters⸗ Mübellager von J. Pfeffer, Hof⸗Möbelschreiner, in Friedberg nächst dem Bahnhofe. s Große Auswahl z. 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Die trauernden Hinterbliebenen. — 8* Todesanzeige. 3387 Heute früh halb 6 Uhr verschied sanft na mehrjährigem Leiden mein mir unvergeßliche Schwiegersohn Johannes Wagner II. dahier in einem Alter von 38 ½ Jahren, was ich hiermit Namens der tiefbetrübten Hinterbliebenen allen theilnehmenden Freunden und Bekannten zur Kenntniß bringe. Bönstadt den 17. Oetober 1876. Fr. Geibel, Bürgermeister. 10 Bazar. Das Stück 50 Pfennig. Meinen bekannten Artikeln habe eine große Auswahl nützlicher und Luxus-Gegen- stände, welche in reeller Waare nur zu 80 Pf. pr. Stück verkaufe, zugelegt. Holzschnitzereien als: Feuerzeuge. Wandtaschen, Kalender-, Schwamm⸗, Zeitungs⸗ und Visittenkarten⸗ 7 Halter, Spiegel, Tintenfässer, Photographierahmen, Uhrenständer. Lackirte Blechwaaren: Saler, The. und Kasfeb essen Epnchirfe Safin.“ Bite Drahtkörbchen, Elersteder, Geld- und Messer⸗Körbe. Kleiderbürsten, sowie Zahn-, Nägel- und Haar-Bürsten. Cigarren⸗ und Tabakspfeifen a dn and Wernscheun. 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October, Nachmittags 3 Uhr Großes Concert bei freiem Eintritt. D 1 LC. Trapp Nachifolger. n Friedberger Pferdemarkt. Hotel Trapp. Sonntag den 23. October Table d'höôte mit Tafelmusik im großen Saal. Preis des Couverts M. 2.— * Hof⸗ Brauerei. 2 Zwei neue Villards. 3271 Nestauration. Pilsener Bier. J. Burck. 9 9 per Schoppen im Glas. Theater in Friedberg. Im Saale zu den 1 3 Schwertern. Sonntag den 22. Oktober 1876. 8. Vorstellung im 1. Abonnement. Steffen Langer aus Glogau, er: Der holländische Kamin. Originallustspiel in 4 Akten mit Vorspiel in 1 Akt: „Der Kaiser und der Seiler“, von Charlotte Birch⸗Pfeiffer. Es ladet ergebenst ein 3389 A. Maurer, Direktor, 3414 Von Samstag Abend ab Kaiserbier i G. Steinhäußer. Ffldbrrger Pferdemarkt Montag den 23. Oktober, Abends 7 Uhr W Ball im Hotel Trapp. Turnverein. 3417 Montag den 23. ds., Abends 8 Uhr, General versammlung im„Steinernen Haus“. 8 l Der Vorstand. Nachkirchweihfest in Ossenheim. 3428 Nächsten Sonntag den 22. ds. 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Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Sonntag den 20. nach Trin. Erntefest und Abendmahl in der Burgkirche. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel— 3358 bei (Hierzu Unter haltungsblatt Rr. 43 und eire Beilage.) Ein elegantes Reitzeug Winterschuhe und Stiefel weihfef Adeim. . Ad. fiabet dd Gatwirth Heil. Mrsclen& f. 5 Raltselg 5. Nrn. D 1 5 8 0 nrich Dirhl, U armesan⸗Käst lerkise, Nahm madour) Sabeln Ferit l Beilage. Hberhessischer Anzeiger. M 125. Deutsches Reich. Darmstadt. Am 4. October wurde der Reallebrer zu Alzey, Weckerling, zum Lehrer an der höheren Mädchenschule zu Offenbach, am 7. Oct. der Gymnasiallehramts⸗Aecessist Dr. For- bach aus Gießen zum Lehrer am Gymnasium zu Darmstadt, die Gymnasiallehramts Accessisten Walter aus Offenbach und Dr. Borhauer aus Mainz zu Lehrern an dem Gymnasium zu Büdingen, und der Gymnasiallehramts-Accessist Dr. Schädel aus Frankfurt zum Lehrer an dem Gymnasium zu Gießen ernannt. — 18. October. Die zweite Kammer trat heute unter dem Vorsitz ihres zweiten Präsidenten Weber nach längerer Pause zu ihrer 31. Sitzung zusammen. Nachdem die zahlreichen neuen Ein- gaben verlesen und der Kammer Mittheilungen über die Vollendung vieler Berichte gemacht waren, wurde die Wahl der Abgeordneten Heinrich Schmal⸗ bach IV. zu Crainfeld und Wilhelm Sturmfels von Ulfa, beide einstimmig gemäß den Ausschuß— anträgen für gültig erklärt. Bezüglich des Schreibens des Abg. Stüber an das Präsidium, betr. seine Ernennung zum ersten Direktor des Hofgerichts zu Darmstadt, hatte der Ausschuß beantragt: die Kammer wolle sich dahin aussprechen, daß wegen der mit Gehaltserhöhung verbundenen Ernennung des Hofgerichtsdirektors Stüber im 13. Wahl— bezirk der Provinz Starkenburg eine Neuwahl stattfinden müsse. Die Kammer nahm den Antrag einstimmig an. Es fand sodann die Ergänzungs- wahl des 2. Ausschusses für den ausgetretenen Abgeordneten Schaub statt und wurde mit 32 gegen 7 Stimmen Abg. Hirschhorn gewählt. Die Vorlage, die Erweiterung der Stadt Mainz betr. wurde nach einer längeren Rede des Abg. Dumont einstimmig nach den Ausschußanträgen angenommen. Die Vorlage, die Gehalte der Volksschullehrer betr., sowie die Vorstellungen mehrerer Gemeinden, mehrerer katholischen Organisten und des Landes- lehrervereins in gleichem Betreffe wurde auf An- trag des Abg. Schröder von der Tagesordnung abgesetzt und auf eine der nächsten Sitzungen verwiesen.— Nach dem von dem Abg. Kugler Namens des Finanzausschusses der zweiten Kammer erstatteten Bericht über den Entwurf des Finanz ⸗ gesetzes für die Jahre 1876 bis 1878 beantragt die Majorität des Ausschusses: in§ 1 des Finanz⸗ gesetzes für die Mark Einkommensteuerkapital den Betrag von 19 Pfennigen, für die Mark Grund ⸗ und Gewerbesteuerkapital den Betrag 16,8 Pf. einzustellen.— Die Minorität beantragt im§ 1 des Finanzgesetzes für die Mark Einkommensteuer⸗ kapital den Betrag von 20 Pfennigen, für die Mark Gewerbesteuerkapital den Betrag von 18,3 Pfennigen und für die Mark Grundsteuerkapital den Betrag von 15 Pfennigen einzustellen.— 19. October. 32. Sitzung der zweiten Kammer. Bezüglich des ersten Gegenstandes der Tages- ordnung: Die Recommunication der ersten Kam mer auf das Gesuch der Erbauung einer Zweig⸗ bahn von Stockheim nach Ortenberg, bean- tragte der Ausschuß den Beitritt zu den Be— schlüssen der ersten Kammer. Nach kurzer Debatte nahm die Kammer den Antrag an. Der Abg. Scriba brachte eine Interpellation ein, bezüglich des neuen Winter fahrplans der Main⸗Weser⸗Bahn, welche Ministerialrath Fink sofort mit einer Recht- fertigung der betreffenden Maßregel beantwortete. Behufs Erhöhung des Baufonds der Main⸗Weser⸗ Bahn hatte die Regierung anfangs 1,000,000 M. in das Budget eingestellt, welcher Betrag von der zweiten Kammer genehmigt war. Die erste Kam⸗ imer hatte beschlossen, dem Beschluß der zweiten Kammer nicht beizutreten, sondern nur 800,000 M. der Regierung zur Verfügung zu stellen. Der Ausschuß der zweiten Kammer beantragte Beitritt und nahm die Kammer diesen Antrag an. Bei der Vorlage, den Gesetzesentwurf, die Besteuerung der Bergwerke betr., hatte der Ausschuß Annahme des ganzen Gesetzesentwurfs mit Ausnahme des Art. 3 beantragt. Zu Art. 3 war beantragt worden: In der zweiten Zeile statt 8 Pfennige „15 Pfennige“ zu setzen, im Uebrigen den Artikel anzunehmen. Die Kammer nahm bie einzelnen Artikel gemäß den Ausschußanträgen an. Der Antrag des Abg. Büchner, den Einlösungstermin der Hessischen Partial-Schuldscheine über fünfzig Gulden zu verlängern, fand Annahme mit allen gegen 7 Stimmen. Die Proposition, die Er— bauung von Schweineställen auf dem Dauern- heimer Domanialgute und Errichtung eines Frucht- speichers auf demselben betr., und die Vorlage, die Befreiung der Stadt Mainz von der Ent- richtung der Einregistrirungsgebühren für das ihr überlassenen Festungsgelände betr., fanden ohne Debatte einstimmige Annahme. Zur Vorstellung und Bitte der Steueraufseher: Bewilligung von Tagegeldern bei ihren auswärtigen Dienst-Ver— richtungen betr., hatte der Ausschuß beantragt, derselben zur Zeit keine Folge zu geben. Die Kammer nahm diesen Antrag einstimmig an. Bezüglich der Vorstellung und Bitte sämmtlicher Kreisveterinärärzte, ihre Gehalts verhältnisse betr., ging der Ausschußantrag dahin: die Kammer wolle der Regierung eine billige Neuregelung der Pferde- fourage-Vergütung empfehlen, der Vorstellung und Bitte in der formulirten Weise jedoch keine Folge zu geben, und wurde dieser Ausschuß⸗ Antrag angenommen. — Die Majorität des Finanzausschusses der zweiten Kammer bat bezüglich der Forderungen für die Oberforst⸗ und Domainen Direction, unter wiederholter Ablehnung von 6800 M. für einen Director, 4400 M. für das Gehalt eines Rathes mit der Einschränkung zu verwilligen beantragt, daß dasselbe nur für, so lange vergeben werden kann, als die Stelle des juristischen Mitgliedes bei der Obersteuer Direction nicht vacant wird. Für die Oberbau⸗Direction und obere Bergbehörde stimmt der Ausschuß dem Beschlusse der ersten Kammer auf Bewilligung der Anforderung des Gehaltes für einen Rath dritter Classe, für den ersten Inhaber der Stelle, bei. — 18. Oct. In einer gestern Abend von socialdemokratischer Seite einberufenen Volks ⸗Ver⸗ sammlung wurde der bekannte Agitator Most als Reichstags⸗Candidat für den Wahl-Kreis Darm- stadt⸗ Groß-Gerau aufgestellt. Bei der letzten Wahl brachte er es nur auf 1200 Stimmen. Berlin. Der„Reichs⸗Anz.“ veröffentlicht die kaiserliche Verordnung, durch die der Reichstag auf den 30. October einberufen wird. — In Betreff der Reichs⸗Justizgesetze bemerkt die„Prov. Corr“: eine Vereinbarung über die bestehenden Differenz-Punkte werde nach Lage der Verhältnisse erst im Reichstage angestrebt werden können. Auf Erzielung derselben und auf einen erfolgreichen Abschluß dieser bedeutsamen Arbeit werde nach wie vor das gemeinsame Streben zu richten sein. — Der Staats-Gerichtshof verhandelte dieser Tage gegen den Dr. med. v. Rozycki wegen Hoch— verraths, bezw. vorbereitender Schritte zum Hoch- verrath. Der Angeklagte gehörte zu den elf Angeklagten— Dzialynski, Guttig und Genossen — welche im großen Polen-Processe des Jahres 1865 wegen Betheiligung an der russischen Revo— lution, die von der preußischen Regierung auch als gegen den Besitzstand des preußischen Staates gerichtet erachtet wurde, in contumaciam zum Tode verurtheilt worden waren. Mittlerweile hatte er sich im Auslande aufgehalten und war nur in Rücksicht auf die Erziehung seiner Kinder nach Preußen zurückgekommen, wo nun der Form wegen die Gerichts- Verhandlung von Neuem gegen ihn aufgenommen werden mußte, obgleich die Am- nestie von 1866 selbst im Falle einer Verurtheilung die Bedeutung des Erkenntnisses illusorisch gemacht haben würde. Doch kam es gar nicht zu einer Verurtheilung, da der Gerichtshof nicht annehmen zu können glaubte, daß der Angeklagte sich über die letzten Ziele der revolutionären Bewegung klar gewesen sei. Unter diesem Gesichtspunkte erfolgte seine völlige Freisprechung. Karlsruhe, 18. Oct. Die General Synode hat auf den Antrag Schellenberg's beschlossen, den Oberkirchenrath zu ersuchen, daß er einen neuen, den pädagogischen und sprachlichen An— forderungen entsprechenden und die Grund⸗Lehren der evangelischen Kirche enthaltenden Katechismus vorlege. Allerlei. Idstein. Der Eisenbahndamm bei Hof Henriettenthal geht mit raschen Schritten seiner Vollendung entgegen. Es ist dies auf der ganzen Strecke von Limburg über Niederselters und durch das Lorsbacher Thal nach Frank⸗ furt der bedeutendste und großartigste Kunstbau. Von dem Niederselterser Mineralbrunnen an tritt die Bahn in einen Bergabhang ein, durchfährt auf der Höhe des Berges einen tiefen Einschnitt und muß dann, um die gegenüberliegende Höhe zu erreichen, das in der Thalsohle 90 Meter breite Wiesenthal an der Stelle überschreiten, wo der Wörsbach nahe an den Hof Henriettenthal herantritt. Hier steigt nun der gewaltige Damm aus dem Thale bis zu einer Höhe von 30 Metern empor. Wie von Technikern be⸗ hauptet wird, stellt dieser an seiner Basis 300 Fuß breite und durch das ganze Wiesenthal hin 100 Fuß hohe Erd⸗ damm ein Gewicht von 13 Millionen Centnern dar. In gerader Linie wird er in seiner Breite von dem Wege, dem Wötsbach und einem Mühlgraben durchschnitten. In dem erstgenannten Durchlasse, der die Breite einer gewöhnlichen Chaussee hat, finden bei eintretendem Regen alle Arbeiter in Feld und Wiese ringsum eine bequeme Zufluchtsstätte. Oben auf der 290 Meter langen Dammkrone find jetzt 3 Locomotiven mit ihren Wagen in Thätigkeit, das Werk zu vollenden, dem Witterung besonders günstig war. Im nächsten Jahre denkt man die ganze Bahnstrecke von Lim⸗ burg nach Frankfurt dem Verkehre übergeben zu können, und die Aussicht von diesem Damm, der an Höhe die Kirchthürme des südlich gelegenen freundlichen Dorfes Wörsdorf wie des noͤrdlich gelegenen alten Burgfleckens Wallrabenstein überragt, wird zum Schönsten und In— teressantesten der ganzen Tour gehören. Coblenz. Der Dampfer„Elsaß“ ist in der Nähe von Coblenz gesunken. Das Unglück ist indessen, wie die„C. Zig.“ erwähnt, nicht sehr bedeutend, da der Dampfer durch wasserdichte Wände in verschiedene Räume getrennt, und nur einer derselben voll Wasser gelaufen ist. Mittelst der Pumpen und geringer Nachhülfe hofft man, alsbald wieder flott werden zu können. Rolandseck. In der Nähe von Rolandseck fand man vor einigen Tagen beim Baggern im Sande des Rheines ein altes Schwert mit schwerem goldenem Griff, in dessen Klinge sogar Steine eingerostet waren. Nach Aussage eines Sachverständigen soll dasselbe aus der Zeit vor Karl d. Großen herstammen und, da die Steinchen sest eingerostet sind mindestens tausend Jahre im Rheine liegen. Cöln, 12. October. Ein Bewohner des hohen Nor— dens, der Eisbär des zoologischen Gartens, welcher seit, etwa vier Jahren mit seiner besseren Hälfte ein zwar brummiges, aber nicht gerade unfciedliches Leben führte gerieih heute Vormittag mit dieser plötzlich in einen heftigen Streit, der in einen Kampf auf Leben und Tod ausartete. Der Bär, von grimmiger Wuth erfaßt, griff die Bärin mit den Zähnen an, versetzte ihr mehrere Bisse in's Gesicht, schleppte sie dann in das gefüllte Wasser-Bassin und tauchte sie hier so lange unter, bis sie verendet war. Nachdem er seiner Gefährtin den Garaus gemacht, warf er sie noch eine Zeitlang wie einen Spielball in dem Zwinger hin und her und versuchte sie dann in den Absperrungsraum zu schleppen. Nur mit vieler Mühe gelang es, die Ge⸗ (tödtete dem fürchterlichen Gemahl zu entziehen. Cöln. Vor einigen Tagen lief die mysteriöse Nach richt durch die hiesigen Zeitungen, es seien mehrere Eisen— bahnbeamte verhaftet worden; den Grund gab man nicht an. Wahrscheinlich hängt diese Notiz mit der Thalsache zusammen, daß vor dem nächsten Schwurgericht zwei sud⸗ alterne Eisenbahnbeamte erscheinen werden, weil sie sich (einer während der Fahrt) mit der Sittlichkeit auf ge spannten Fuß setzten. Essen, 11. Oct. Heute Nachmittag trug sich hier in Folge Spielens mit einem Revolver ein bedauerns— werthes Unglück zu. Die in einer biesigen Buchandlung beschäftigten Commis Schmidt und Laufbursche Hubert, ersterer 20, letzterer 15 Jahre alt, besanden sich allein im Geschäftslocale ihres Principals. Schmidt spielte mit einem geladenen Revolver; ein Schuß entlud sich und von der Kugel in's Herz getroffen, sank Hubert todt nieder. Schmidt wurde verhaftet. Bautzen. Hier macht gegenwärtig eine Spuk-Ge— schichte viel von sich reden. Allabendlich sammeln sich Hunderte von Menschen, zum Theil sogar aus den ge— bildeten Ständen, auf der Reichenstraße, um den Geist einer kürzlich verstorbenen alten Kaufmanus-Frau auf dem Dache ihres hinterlassenen Hauses zu sehen. Da der Zu⸗ drang der Menge mit jedem Abend stärker wurde, und skandalsüchtige Leute die Gelegenheit zu allerlei Ausschreit⸗ ungen benutzten, so hat die Polizei Verhaftungen vorge⸗ nommen. Es ist beschämend, daß solche Albernheiten bei der Bevölkerung einer Stadt noch solchen Anklang finden können. Moskau, 17. Oct.(Proz. Strousberg.), Heute machten Loscheischnikoff, Landau und Poljanski in aus- fübrlichster Weise Aussagen über die Abrechnung des Jahres 1873 und bestätigten dabei, daß Effecten auf Correspondenten⸗ Conto übertragen worden sind. Handel und Verkehr. Frankfurt, 18. Oct. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war gut befabren. Heu kostete per Centner je nach Qualität M. 4.50—6., Strob per Centner M. 55.20. Butter 1. Oual. im Großhandel das Pfund M. 1.60. 2. Qual. M. 1.40. im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.80. 2. Qual. M. 1.60— 70. Eier das Hundert M. 5.50. Kartoffeln per 200 Zoll⸗Pfund M. 4.50—5. Aepfel das Malter 9—11 M. Mainz, 18. Oct. Producten-Markt. Waizen per Nov. 20.50, per März 21.40. Korn per Nov. 15.50, per März 16.50. Hafer ver Nov. 17.20, per März 17.40. Rüböl per Oct. 37.65, per Mai 37.50. 92 7581. Die Prämien⸗Ziehung findet am 15. November d. J. statt. öprot. Kaiserin Elisabeth⸗Bahn. Bei der am 2. Oct. d. J. vorgenommenen Ziehung der Salzburg: Nord⸗Tyrol⸗Silber⸗Obligationen von 1873 ist die S. 590 herausgekommen, deren Auszahlung am 1. April 1877 erfolgt. Geld⸗ Cours. Frankfurt am 19. October 1876. Verloosungen. Freiburger 15 Fr.⸗Loose. Jiebung am 15. Oct. Gezogene Serien: Nr. 20 24 212 329 499 519 534 689 964 1068 1405 1626 1890 2140 2857 2888 2943 3418 3587 3720 3959 4129 4175 4417 4645 4672 4813 4814 4887 5200 5658 5667 5685 5833 6143 6139 6234 6374 6484 6525 6668 6670 6731 6852 Dollars in Gold 20⸗Frankenstücke. Mk. 16 21—25 Englische Sovereign„ 20 33—38 Russische Imperiales[„ 16 74—79 Holländische fl. 10⸗ Stücke„ 16 65 G. Deer N„ 9 69—74 Ducaten al ma reo„ 9 62—67 „ 4 16-19 * Lieferung. 3347 Mittwoch den 25. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, werden dahier zur alsbaldigen Lieferung öffentlich ver— steigert: 1500 Stück Weißkraut, 600„ Würsing und 70 Centner Sauerkraut. Hiernach kommen zur Lieferung in 1877 zur Ver⸗ steigerung: circa 60 Centner Ochsenfleisch, „5 25 1 Schweinefleisch, 1 10 Kalbfleisch und 21 1 Schweineschmalz. Die Lieferungsbedingungen werden vor Anfang der Versteigerung bekannt gegeben; auch sind dieselben jetzt schon dahier einzusehen. Marienschloß den 14. October 1876. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direktion. Seriba. Bekanntmachung, die Abhaltung des Kalten⸗ Marktes betreffend. 3367 Die Verloosung der Krämerstände findet Montag den 30. d. Mts., Mittags 1 Uhr, statt und werden Anmeldungen von Morgens 9-11 Uhr im Markthause entgegengenommen. Abweichend von der seitherigen Einrichtung erfolgt sofort mit der Verloosung auch die Ueberweisung der Plätze. Nur diejenigen Gewerbtreibenden, welche hierbei persoͤnlich anwesend oder durch Beauftragte vertreten sind, können Berücksichtigung finden, während alle übrigen am Ende des Marktes ihre Plätze angewiesen erhalten. An Standgeld werden für die ganzen Markttage, bei Einlösung der Standkarten, 60 Pf. für jede Diel⸗Länge, 30 Pf. für kleinere Stände erhoben. Fremden Wirthen und Besitzern von Garküchen ist der Verzapf von Getränken auf dem Markte nicht gestattet. Nur mit ortspolizeilicher Erlaubniß können hiesige Ein⸗ wohner den Verzapf an Auswärtige übertragen. Ortenberg den 16. Oktober 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Ortenberg. Roth. Bekanntmachung. 3409 Die gerichtsbekannten Gläubiger des Philipp Emmel IV. und Hrch. Emmel V. von Wohnbach haben sich am 14. September 1876 über das überschuldete Vermögen derselben unter einander geeinigt. Den unbekannten Gläubigern derselben wird aufgegeben, diesem Vergleiche, dessen Einsicht ihnen offen steht, binnen 4 Wochen, von heute an, beizutreten, als sonst derselbe bestätigt und vollzogen werden würde. Hungen am 18. Oetober 1876. Großherzogliches Landgericht Hungen. Cellarius, Pilger, Landrichter. Landgerichts-Assessor. N* Gras⸗ und Klee⸗Versteigerung. 3403 Dienstag den 24. Oktober d. J., Vormittags 10 Uhr, soll auf hiesigem Rathhaus die Klee-⸗ und Grasnutzung von eirea 4 Morgen an der Sauweide öffentlich meistbtetend verpachtet werden. Friedberg den 9. Oktober 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. F o u ea x, Versteigerung eines Faselochsen. 3407 Nächsten Mittwoch den 25. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, wird auf hiesigem Rathhause ein gemeinheit⸗ licher, zum Schlachten geeigneter Faselochs öffentlich an den Meistbietenden versteigert. Bad⸗Nauheim am 19. Oetober 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad-Nauheim. Schutt. Arbeits-Versteigerung. 3408 Montag den 23. d. M., soll im Rathhaus zu Rodheim v. d. H. die Anfertigung von 3 Straßen⸗ laternen, Lieferung von 3 gußeisernen Laternenpfosten, 2 Postamentsteinen, diverse Maurer- und Schlosserarbeit einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Bad⸗Nauheim den 18. October 1876. Immobiliar-Persteigerung. 3425 Freitag den 27. Oetober d. Jahres, Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus die nachbeschriebenen Grundstücke der Ambros Oberländers Erben ver⸗ steigert werden, nämlich: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 70. 14. 189. 147. Acker im Großgalgenfeld, 14. 188. 147. 7. 73. 1122. Acker im Kleinwartfeld. Gemarkung Fauerbach b. Fr. 5. 44. Grabgarten am kleinen Wildkauts⸗ graben, 6. 54. 40. Grabgarten vor dem Mainzerthor, 6 59. 115. daselbst, 7. 114. 307. Acker im kleinen Wartfeld, 8. 30. 424. 8. 31. 155. Acker im Großwartfeld, 8. 104. 181. 11. 405. 408. 11. 174. 329. Acker im Lachenfeld, 12. K 39, 53 1 0 1 5 Acker im Kleingalgenfeld, 15. 1 5 Acker im Großgalgenfeld, 1 Flr. Nr. Meter. 2. 106. 181. Wiese in der Elach, 2. 142. 3231. Acker in der Elach, 3. 60. 481. Acker rechter Hand dem Mainzer⸗ e thorweg, 5 175 400 Acker an der Schlockergaß, 5. 1. 2200. Acker an der Wingertsgaß, 5. 99. 1412. Acker in der Wüstung, 2. 154. 1019. Acker in der Elach. Friedberg den 20. Oetober 876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. FJ o ü e a r. Immobiliar-Versteigerung. 3424 Dienstag den 31. Oktober l. Jahres, Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die nachbenannten Immobilien: A. Den J. P. Hilbrecht's Erben gehörend. Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 5. 149,3. 566,4. Grabgarten am Schützenrain, 5. 149,6. 6,6. Hofraithe daselbst, 6. 14,3. 23,5. Acker vor dem Mainzershor. B. Dem C. F. Adam gehörend. Flur. Nr. Klftr. 5. 102. 99. Grabgarten am Mainzerthor, 5. 148. 266. 5„ Schützenrain, 3 147. 162. daselbst, 6. 117. 169. vor dem Mainzerthor „ nochmals an den Meistbietenden versteigert werden. Hierbei wird bemerkt, daß bei annehmbaren Geboten die Genehmigung ertheilt werden wird. Friedberg den 20. October 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. Schafpferch⸗Versteigerung. 3383 Montag den 24. October d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhaus 10 bis 15 Schaf⸗ pferche öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 18. October 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. F o ue a r. Versteigerungs⸗ Anzeige. 3406 Nächsten Montag den 23. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, werden auf hiesigem Rathhause eirea 50 Malter schöne gelbe Kartoffeln in Abtheilungen, auch zusammen, gegen Baarzahlung meistbietend versteigert. Ossenheim den 19. Oktober 1876. Großherzogliche 1 Ossenheim. a ul. Roth⸗Buchene⸗Bohlen in trockener Waare und verschiedenen Dimensionen 1728 Brückel, Bezirks Bauaufseher. Bekanntmachung. Korbweiden⸗Versteigerung zu Büdesheim. 3384 Montag den 23. d. Mts., Mittags 1 Uhr, sollen die Korbweiden in hiesiger Gemarkung meistbietend ver⸗ steigert werden. Büdesheim den 17. October 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Büdes heim. n Wiesenbach, Beigeordneter. 4 Arbeits ⸗-Versteigerung. 3400 Montag den 23. October, Vormittags 10 Uhr, sollen in der Gemeinde Stammheim die zur Anlage einer Wasserleitung erforderlichen Arbeiten, welche zu nachstehenden Summen veranschlagt sind, in Accord ge⸗ geben werden: Maurerarbeit, veranschlagt zu 142 Mark 52 Pf. Schlosserarbeit 5„, Assenheim den 18. Oktober 1876. Wenck, Bezirksbauaufseher. Arbeits Versteigerung. 3420 Mittwoch den 25. October, Vormittags um 9 Uhr, sollen nachstehende Arbeiten, welche zur Zusammenlegung der Grundstücke im Großwartfeld erforderlich werden, an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Die Zusammenkunft ist auf Ort und Stelle am Wartberg auf der Chaussee von Friedberg nach Ober⸗ Wöllstadt. Mk. Pf. Maurerarbeit an 3 Kanälen, veranschlagt zu 81 75 Planirarbeiten in verschiedenen Abtheilungen 1000— Chaussirarbeiten desgl. a 700— Fahren von Steinen und Sand u. s. w. 300—. Maurerarbeit an 6 Kanälen im Mittelweg 160—. Friedberg den 20. Oetober 1876. Für die Commission: A Schneid 28 Stadtbaumeister. Wollene und seidene Halstücher 127 in verschiedenen Größen, für Herren und Damen äußerst billig bei K. Friedrich neben der Post. Dei e Kunst-Kärberei, Druckerei und Wascherei von J. Küchel in Homburg v. d. H. empfiehlt sich für alle Gegenstände der Herren und Damen⸗ Garderobe, Möbelstoffe, Federn, Plüsche, Sammt ꝛc. und garantirt schöne, rasche und billige Bedienung. Annahme und Muster bei Herrn E. F. Schleuning in Friedberg, Herrn B. Küchel II. in Butzbach. 3077 Leere Oelfässer 3272(zum Krauteinmachen geeignet) empfiehlt Friedr. Hilbrecht Wittwe. 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