1876. V. 112. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeil wird mit 11 Pfennig berechnet. Donnerstag den 21. September. 9 6. ahl, * unte demie Erscheint jeden Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Anschaffung des Holzsamens zu den 1877er Culturen in den Communalwaldungen des Forstes Friedberg. Friedberg den 18. September 1876. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der waldbesitzenden Gemeinden. Wir beauftragen Sie, die für 1877 zu den Waldeulturen erforderlichen Eicheln und Bucheln unter Mitwirkung der Großherzoglichen Ober- Iso 1 6 Aer förstereien nach Vorschrift anzuschaffen und das Weitere zu veranlassen. J. B. d. K.: Klietsch, Kreis- Assessor. Wu delm Fertig Bekanntmachung. 1 8 Betreffend: Die Entwässerung der Grundstücke in der Gemarkung Weckesheim. d n kn N Nachdem uns von dem Gemeinderath und einer Anzahl Grundbesitzer zu Weckesheim ein Plan über die Entwässerung der Grundstücke in den Wan Fleren genannter Gemarkung I—X incl. mit dem Antrage vorgelegt worden ist, denselben behufs seiner Ausführung einer Abstimmung der Grund- 4 Wohnun bestger nach Maßgabe des Gesetzes vom 2. Januar 1858„die Entwässerung von Grundstücken“ betreffend mit Rücksicht darauf unterwerfen zu lassen, 8 9 daß zum Zweck der Entwässerung gegen verschiedene Grundbesitzer ein Anspruch auf Abtretung ihres Eigenthums beziehungsweise dessen Belastung mit r Dienstbarkeiten gemacht werde, und daß eine Anzahl von Grundbesitzern bis jetzt ihr Einverständniß zur Ausführung des Plans nicht erklärt habe und ihre Theilnahme erzwungen werden solle, wird biermit öffentlich bekannt gemacht, daß der Plan mit Beschreibung und Kostenüberschlag auf dem Burkau Großberzoglicher Bürgermeisterei Weckesheim 14 Tage lang und zwar vom 26. September bis zum 10. October laufenden Jahres zur Einsicht richer der Interessenten offen liegt und die Abstimmung über die Ausführung nach Artikel 23 des oben allegirten Gesetzes Samstag den 14. October laufenden Jahres, Vormittags von 10 bis 1 Uhr, in dem Saale des Gastwirtbs Lindt zu Weckesheim stattfinden soll. Zu diesem Termin werden alle betheiligten Grundbesitzer zur Abgabe ihrer gemachten Anforderungen und zur Abstimmung für oder gegen denselben, in Selbstperson oder durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte, unter dem Anfügen eingeladen, daß diejenigen, welche sich der Erklärung über den Plan und die hiernach an sie Plans stimmend angesehen würden. Innerhalb der genannten F sowie auch dritte Grundbesitzer, welche der projectirten Entwässerungsanlage wegen der ihre Grundstücke tr zu sollen, ihre Einwendungen und Bemerkungen zu dem Entwässerungsplan auch bei uns schriftlich einreichen. Abstimmung enthalten, als für Ausführung des rist können in Gemäßheit des Artikel 24 des oben allegirten Gesetzes die Betheiligten, stücke treffenden Nachtheile glauben widersprechen Wollten Grundbesitzer, deren Theil nahme an der Entwässerungsanstalt in Anspruch genommen wird, ihre Grundstücke ganz oder etwa die zur Ausführung erforderlichen Theile derselben, wenn dieß für nothwendig erkannt würde, eigenthümlich abtreten, des Ausschlusses ihre deßfallsige Erklärung nach Artikel 25 des oben alleg Friedberg den 20. September 1876. anstatt sich für solche an dem Unternehmen zu betheiligen, so müssen sie bei Vermeidung irten Gesetzes innerhalb der oben genannten Frist von 14 Tagen bei uns abgeben. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. — Das Fr. Journal schreibt: Mit Nächstem 1 3092 J. B. d. K.: Klietsch, Kreis- Assessor. zeige. 1 1 ziehung der einzelnen Gemeinden und Kreise zuf der dem dreijährigen Cursus im Seminar ent— 8 1 Ei 1 U 1 d U N. den Unterhaltungskosten, namentlich der Vicinal- spricht. In 95 1155 hat der W ene a 3* e und Verbindungs⸗Straßen, geregelt werden. angeordnet, daß die Seminare in einem dreijähr⸗ — Die Herren Bürgermeister des Kreises— 19. Sept. Der Finanz- Ausschuß der igen Turnus durch den Commissar des Provinzial Friedberg werden hierdurch zu einer Be— zweiten Kammer hielt heute abermals eine Sitzung Schul-Collegiums unter Zuziehung des Commissars sprechung, welche ab. Der Gesetzgebungsausschuß wird kommenden der competenten Regierungen revidirt werden sollen. . Donnerstag den 28. September l. J., Freitag zusammentreten, um zunächst den von dem— Der Reichs ⸗Anzeiger enthält die kaiserliche . Mittags 1 Uhr, im Gasthaus zum„Hessischen Abgeordneten Freihert v. 1 n n Verordnung, durch welche der Bundes rath auf a Hof“ dahier siattfinden soll ergebenst ein⸗ über den Gesetzentwurf in Betreff der Gehalte der den 21. September einberufen wird. — geladen Volksschullehrer erstatteten Bericht festzustellen. Kiel. Gegenwärtig wird die gedeckte Dampf- 2 8 g corvette„Elisabeth“, das größte derartige Schiff Deukfaauut Butzbach am 18. Sept. 1876. 5 soll„ 8 1 ee der deulschen Kriegsmarine, ausgerüstet, um am Tania, Küchel, Bürgermeister. Vertrauens Männern der hessischen For 1. Ottober mit den Seladetten erster Klasse elne Deutsches Reich. Darmstadt. In der am Samstag statt⸗ gehabten Sitzung des vierten Ausschusses zweiter Kammer trug der Abg. Hirschhorn seinen Bericht über den Antrag des Abg. v. Rabenau vor, welcher auf eine Unterstützung der vom Reichs. kanzleramt befolgten Eisenbahnpolitik abzielt. Nach uns gewordenen Mittheilungen kann mit Sicher heit angenommen werden, daß sich die Mehrheit zweiter Kammer im Einverständniß mit der Regier⸗ ung für Annahme des gestellten Antrags ent- scheiden wird. — 16. Septbr. Die im ganzen Lande an: geordnete zweite Zählung der die Staats und Vicinal- Straßen passirenden Fuhrwerke hat vor- gestern während der vorgeschriebenen Stunden statt— gehabt. Zweck dieser Maßregel ist die Esmittel: ung der Frequenz der verschiedenen Staats- und Vitinal- Straßen, die Art, Herkunft und Bestimm- ung der Fuhrwerke und Transporte. Nach diesen Ergebnissen und deren Zusammenstellung mit dem Zustand der verschiedenen Straßen soll sodann die Vertheilung der von den Ständen bewilligten Bau-Gelder, sowie die verhällnißmäßige Heran⸗ Partei stattfinden. An der Verzögerung derselben trug die Krankheit des Abg. Osann die Haupt- Schuld. Haupt-⸗Gegenstand der Besprechung werden, wie gewöhnlich, die Reichstags⸗Wahl Candidaten sein, betreffe deren in einem oberhessischen und einem rheinhessischen Wahl-Bezirk, sowie in mehreren starkenburgischen Bezirken noch große Unllarheit herrscht. An einigem Wechsel dürfte es sicher nicht fehlen. Berlin, 17. Sept Der Großfürst Nicolaus von Rußland, der den Manövern bei Merseburg eines Unwohlseins wegen nicht beiwohnen konnte, ist vorgestern Abend hier eingetroffen, um wenigstens an den bevorstehenden Manövern des Garde- und III. Armeecorps Theil zu nehmen. Das ist die beste Widerlegung der Gerüchte, welche das Nicht- erscheinen des Großfürsten mit einer Verstimmung des Kaisers von Rußland in Folge oder trotz der Manteufsel'schen Misston erklären wollten. — Die vom Cultus Minister eingeforderten Berichte der Provinzial-Schulcollegien haben sich übereinstimmend dahin ausgesprochen, daß die Revision der Schullehrer⸗Seminare nach bestimm- tem Turnus nothwendig sei, und zwar befürworten die meisten Berichte einen dreijährigen Turnus, Reise um die Welt anzutreten, deren Dauer auf mindestens zwei Jahre berechnet ist. Die„Elisabeth“ hat 19 schwere Geschütze, 1996 Tonnen Gehalt, 1820 Pferdekräfte und eine Besatzung von 380 Mann. Zum Commandanten des Schiffes für die Weltum⸗ segelung wurde der Kapitän zur See v. Wickede ernannt. Posen. Wie der„P. Z.“ aus Kalisch ge— schrieben wird, ist unter der polnischen Bevölkerung in russisch Polen zu Gunsten der durch die Mai- Gesetze betroffenen und ausgewiesenen katholischen Geistlichen unserer Provinz eine Geld- Sammlung veranstaltet worden. Die russische Regierung hat jedoch diese Summe, die hierher abgesandt werden sollte, einfach confiseirt. — Die„Oftdeutsche Zeitung“ meldetz Propst Dronkowski, welcher von der Regierung vor einigen Monaten zum Propst in Luttom ernannt wurde, ist in Folge directen Auftrages aus Rom am 17. d. durch Decan Hebanowski in sein Amt kirchlich eingeführt worden. München, 18. Sept. Der König ernannte den Dekan Enzler zum Bischof von Speyer und den Pater Ambrosius zum Bischof von Würzburg. Hamburg. Die Ende 1875 errichtete deutsche Seewarte ist nunmehr constituirt. Die Hamburger Central- Stelle hat einen Director(Neumayer), vier Abtheilungs⸗Vorsteher, worunter der Director der Sternwarte(Rümker), sechs Hülfs⸗ Arbeiter, die Büreaus einen Unterbeamten. Der Neben- stellen sind neunzehn, nämlich Agenturen ersten und zweiten Ranges, Vorsteher und Beobachter an den Normal- Beobachtungs-Stationen. Endlich bestehen vierzig Signal⸗Stationen. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 18. Sept. Oesterreich ist zu gemeinsamer bewaffneter Inter- vention mit Rußland bereit, falls die Friedens- Versuche scheitern sollten, deßhalb unterbleibt die (isolirte) russische Action. Holland. Haag, 18. Sept. In der Thronrede, mit welcher die neue Session der General- Staaten eröffnet wurde, wies der König auf die fortgesetzt freundschaftlichen Beziehungen zu den auswärtigen Mächten, die günstige innere Lage und die stetige Zunahme der Staats- Ein nahmen hin. Der Krieg im nördlichen Sumatra sei zwar noch nicht beendigt, aber sonst herrsche in ganz Indien die vollständigste Ruhe. Auch die Beilegung des Zwistes mit Venezuela sei demnächst zu erwarten. Angekündigt wurden Vorlagen über die Reform der Justiz Gesetzgebung, des Wahl-Gesetzes, des Volksunterrichts⸗Gesetzes und des Steuerwesens. Großbritannien. London, 18. Sept. Heute Nachmittags fand in der Citz unter dem Vorsitze des Lordmayor eine große Versammlung statt und nahm einstimmig eine Resolution an, welche gegen die von den Türken verübten Grau- samkeiten protestirt, Schritte zur Beendigung der selben fordert und die Regierung auffordert, die Unabhängigkeits⸗Bestrebungen der slavischen Pro- vinzen der Türkei zu unterstützen. Die Versamm- lung votirte eine entsprechende Adresse an die Königin und wählte eine Deputation, um die gefaßten Beschlüsse den Lords Beaconsfield und Derby mitzutheilen. Spanien. Madrid. Die Nachricht, daß ein Noten-Austausch über die an die protestantischen Pfarrer in Spanien erlassenen Verfügungen wegen Rücknahme ihrer Anschläge bezüglich Ausübung des Cultus stattgefunden habe, wird als unbe- gründet bezeichnet; die spanische Regierung hat keinerlei Depeschen über diesen Gegenstand er- halten. Der englische Gesandte hatte blos eine vertraulische Unterredung mit dem Minister des Aeußern; dieselbe habe aber keinerlei Folge gehabt, da die Regierung der Verfassung gemäß ge⸗ handelt babe. — Das Journal„Diario“ erwähnt der Nachricht eines Journals von Valladolid, wonach der Präfect den Verkauf von protestantischen Bibeln verboten habe.„Diario“ beschwört die Regierung, die Thatsache zu untersuchen und den Präfecten zur Verantwortung zu ziehen, wenn es sich ergeben sollte, daß er den Artikel 11 der Verfassung ver letzt habe. ö Italien. Rom, 18. September. Gestern haben zahlreich besuchte Meetings in Neapel und Turin zu Gunsten der Christen in der Türkei stattgefunden. Türkei. Constantinpel, 18. Sept. Berliner Nachrichten besagen, daß die Vertreter der Großmächte erklärten, die türkischen Beding; ungen seien unannehmbar zur Unterhandlungs- Basis. England beharre in der Rolle eines Be- schützers der Pforte. Auch der„Diritto“ in Rom hält die Friedens Bedingungen der Pforte für unzulässig Ein Frieden unter solchen Bedingungen wäre die beständige Aufrechthaltung des Kriegs- herdes, eine Verschlimmerung des Standes der Verhältnisse vor dem Kriege und würde statt der Herstellung der Ruhe neue Motive zu Unruhen schaffen. Die einzige Basis zu Unterhandlungen mit Hoffnung auf Erfolg sei der„status quo“ Serblens. Ebenso sagen die„Times“, daß die Friedensbedingungen nicht annehmbar sind. Eine Wiederbesetzung der serbischen Festungen durch die Türken sei rein unmöglich, weil dieselbe eine ständige Drohung für den europäischen Frieden bilden würde.„Times“ plaidiren für die Regelung der Friedens Bedingungen durch eine Conferenz der europälschen Mächte. Nach Wiener Nachrichten verlautet, daß die Großmächte in Constantinopel erklärt haben, die Friedens Bedingungen in Er⸗ wägung ziehen zu wollen, wenn die Pforte eine definitive Waffen ⸗Ruhe gewähre. — 19. Sept. Durch Erlaß des Sultans wird behufs Erleichterung der Friedens-Verhand— lungen die Einstellung der Feindseligkeiten auf 10 Tage, vom 16—25., verfügt. Die Pforte hat weitere Zugeständnisse gemacht, indem sie die Friedens-Bedingungen auf folgende vier Punkte einschränkte: Vertheilung der Auszahlung der Kriegs- Entschädigung auf einen Zeitraum von 10 Jahren, bis zur vollständigen Abtragung der Kriegs-Entschädigung, Besetzung von zwei serbischen Festungen, Anerkennung des Fürsten Milan ohne Investitur in Constantinopel, Bildung eines neuen Ministeriums in Serbien. Montenegro. Cettinje, 16. Sept. Nach in Wien eingegangenen Berichten hat am 14. d. bei Spuz ein lebhaftes Scharmützel zwischen Türken und Montenegrinern stattgefunden. Sämmt— liche türkischen Forts hatten gegen die montene— griner Vorposten eine lebhafte Kanonade eröffnet, die indeß erfolglos blieb. — 18. Sept. Die ausgehungerte Besatzung der türkischen Bergveste Medun machte am 14. c, einen Versuch, sich nach Podgorizza durchzuschlagen, wurde jedoch zurückgeworfen. Serbien. Belgrad, 19. Sept. Die Armee hatte den Versuch gemacht, den Fürsten Milan zum König von Serbien auszurusen; die „Pol. Corr.“ schreibt hierzu unter hochofficiösem Zeichen: Mit Beziehung auf die Nachricht von der Ausrufung des Fürsten Milan zum König können wir mittheilen, daß allerdings Seitens der serbischen Truppen eine solche Kundgebung statt— gefunden hat, vernehmen jedoch gleichzeitig, daß diese unter dem ersten Eindrucke der Bekannt- werdung der türkischen Friedens-Bedingungen von den serbischen Truppen in's Werk gesetzte Mani— festation auch von maßgebender serbischer Stelle aus als bedeutungslos betrachtet und erklärt wor den ist. Nach Versicherung von derselben Seite haben der Fürst und dessen Regierung, indem sie unerschütterlich auf dem Boden der Friedensbe- strebungen beharren, jene Demostration mit Ent- schiedenheit zurückgewiesen und derseben selbstver— ständlich keine weitere Folge gegeben. Rumänien. Bukarest. Bei den jetzt begonnenen Herbst-Uebungen werden Truppen⸗ Concenttationen absichtlich vermieden, um keinerlei Grund zu Befürchtungen und Argwohn zu geben. Aegypten. Kairo. Die Gerüchte an der Londoner Börse über Zurücknahme des Decrets wegen Unification der Schuld sind unbegründet. Die Unterhandlungen über die an Göschen ge— sandten Vorschläge werden fortgesetzt. China. Pecking. Nord- China ist von einer Hungersnoth bedroht, deren Ausdehnung und Heftigkeit sich noch gar nicht absehen läßt. Der größere Theil von Chili und ein großer District von Chatung leiden an einer wirklichen Theuerung, und die Herbsternte scheint hoffnungs⸗ los mißrathen zu sein. Missionäre schildern den Nothstand der in einigen Districten der letzteren Provinz herrscht, in den düstersten Farben. Die Einwohner haben alle ihre Getreidevorräthe auf— gezehrt und sogar ihre Ackergeräthschaften verpfändet. Aus Stadt und Land. —2— Petterweil. Unser Ort hat diese Woche einen sehr schmerzlichen Verlust zu verzeichnen. Herr Pfarrer Kalbhenn, ein in seinem Berufe ebenso ge⸗ wissenhafter, als im Leben ausgezeichneter, durch und durch edler und charaklervoller Mann hat uns nach jahrelangem, segensreichen Wirken verlassen, um in Burg-Gräfenrod ein neues Heim zu finden. Möge sein Andenken ein gesegnetes bei uns bleiben. Darmstadt. Der Thierschutz⸗Verein für das Großh. Hessen zählte am 1. Januar d. J. 3575 Mitglieder incl. der fürsttichen und Ehrenmitglieder. Möge das segens— reiche Wirken des Vereins noch recht Viele zum Beitritt veraulassen, zumal bei dem geringen Beitrag noch die Zeilschrift des Vereins gratis abgegeben wird. Darmstadi. Vor dem Bezirksstrafgericht wurden dieser Tage zwei Kellner einer hiesigen Brauerei, Wilhelm Hulhmann von Nieder⸗Ramstadt und H. Becker von Grün fab wegen eines empörenden Falles von Thierquälerel zu 20 M. Strase verurtheilt. Dieselben bemerkten s. 3. daß sich nach Schluß der Wirthschaft noch ein kleines Hündchen im Locale befand, und hetzlen und schlugen dasselbe mit Besen und Kohlenschausel so lange, bis es liegen blieb. Sie warfen das gemißhandelte Thier schließ⸗ lich zum Fenster hinaus, von wo es auf den Mathilden⸗ platz kroch und baselbst verendete. Schade, daß die beiden rohen Bursche so glimpflich davon kamen. Mainz. Nachls sollte ein schwer beladener Güterzug in den hiesigen Bahnhof der Hess. Ludwigsbahn einlaufen. Der am Holz⸗ thore stehende Bahnwärter halte übersehen, die Weiche zu siellen, so daß der Güterzug mit voller Kraft auf einen im Bahnhof stehenden leeren Personenzug rannte. Der Zusammenstoß war so stark, daß drei Wagen vollständig zertrümmert und acht Wagen sehr beschädigt wurden. Mainz. Wie man von hier mittheilt, ist man mit Aussicht auf Erfolg bestrebt, das echte Grab des berühmten Erfinders der Buchdruckerkunst zu ermitteln. Bisher ver⸗ muthete man dasselbe in der Franziekanerkirche in Mainz. Nun weist aber Dr. Bockenheimer nach, das Grab Guten⸗ berg's sei in der Dominikanerkirche zu suchen, wo zahlreiche Denksteine der Familie Gensfleisch, welcher Gutenberg be— kanntlich angehörte, vorhanden und von Grabmälern ber verwandten Familien der Berwolf, Boderam, Gostenhofer, Gelthus und anderer Mainzer Geschlechter umgeben find. Nun ist die Dominikanerkirche, deren ausgezeichnete Resiau⸗ ration im Jahre 1833 ein Werk des verstorbenen Bauralhs Dr. F. X. Geier war, unlängst abgebrannt, und so hofft man denn bei den nach dieser Katastrophe bevorstehenden Bau⸗Arbeilen in den Fundamenten der alten Kirche eine Reihe interessanter historischer Funde zu machen. Möglich, daß dabei die Gebeine des Vaters der Buchdrucker zum Vorschein kommen. Allerlei. Frankfurt. Warum die Fremden unsere Gegenden meiden. Der„Mainzer Anz.“ schreibt: Wir haben schon Verschiedenes zur Beantwortung dieser Frage gebracht, aber die Hrn. Wirthe sorgen, daß der Faden nicht abreißt, Zwei Bewohner von Mainz, darunler ein hiesiger Restau⸗ tationsbesitzer, der als Fachkenner wohl die Verhältnisse beurtheilen kann, bringen mit Recht entrüstet uns aus dem„Casé Restaurant Diette“ in Frankfurt eine Nose mit, nach welcher sie dort 4„Salzssängel“ mit 80(achtzig) Pfennig, 4 Tassen oder Schalen Bouillon aber(die Note nennt sie Consommés), darunter 3 mit Eier, mit 3 M. 40 Pf.(drei Mark vierzig Pfennig) bezahlt haben.(In Frankreich kostet ein solches„Consomms“ durchschnittlich, selbst auf Bahnhöfen, 50 Centimes.“) Ist es da den Reisenden zu verdenken, wenn sie rasch die Gegenden auf, suchen, wo nicht blos die Millionäre leben können! Köln, 18. Sept. Der Dirigent des Kölner Männer; Gesang⸗Vereins, Professor Franz Weber, ist gestorben. Stuttgart, 17. Sept. Staatsminister v. Golther ist heute Morgen halb 6 Uhr gestorben. Gotha, 13. Sept. Bezüglich der hier einzuführen⸗ den facultativen Leichen⸗Verbrennung wurde in der gestrigen Stadtverordneten-Sitzung dem Antrage des Stadtraihs gemäß beschlossen, die vom hiesigen Leichen⸗Verbrennungs⸗ Vereine dem Stadtrathe zum Zwecke der Anschaffung eines Siemens'schen Verbrennungs-Ofens zur Verfügung gestellten 15,000 Mark zu acceptiren; ferner zugestimmt, daß dieser Apparat auf dem in der Nähe der Langensalzaer Chaussee anzulegenden Friedhofe, bezw. in der dort zu erbauenden Leichenhalle errichtet werde, und endlich das vom Stadt⸗ Rathe vorbehaltlich der Zustimmung des Ministeriums, welches principiell der Leichen Verbrennung nicht entgegen ist, aufgestellte Statut und der zugleich nothwendig ge⸗ wordene Nachtrag zur Friedhofs-Ordnung genehmigt. Bremen. Von der Deutschen Gesellschaft zur Retlung Schiffbrüchiger wird wieder eine Rettung gemeldet: Am 11. d. M., Nachmittags 3½ Uhr, überbrachte ein Mann die Nachricht, daß auf Minsener Olde⸗Oog, in der Nähe der Blauenbalje, ein Schiff auf dem Strande und in der Brandung sitze. Das Schiff trage die Nothflagge. Die Bootsmannschaft war bald versammelt, das Rettungsboot schleunigst aus dem Schuppen zu Wasser gebracht und fertig gemacht, so daß es schon um 4 Uhr, mit dem Vor⸗ mann und 6 kräftigen Ruderern bemannt, hier abfahren konnte. Die Schiffs mannschaft, bestehend aus Kapitän, Steuermann und Koch, wurde durchnäßt und erschöpft um 9 Uhr Abends dei Schillighörn glücklich ans Land gebracht und von da sorgfältig nach Horumersiel geleitet, wo sie gesiärkt und gebetlet wurde. Das gestrandete Schiff ist die deutsche Tjalk„Anna Gesina“ von Rhauderfehn, mit Rappssaat von Schulperstel nach Leer bestimm!. Handel und Verkehr. Frankfurt, 18. Sept.(Viehmarkt.) Der heutige Markt war gut befahren. Angelrieben waren; 330 Ochsen, 270 Kühe und Rinder, 360 Kälber und 400 Hämmel⸗ Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 63.43 bis 66.86, 2. Qual M. 58.29— 61.71. Kühe und Rinder 1. Qual. M. 56.75- 60.—, 2. Qual. M. 46.29 bis 49.71. Kälber 1. Qual. M. 62-64, 2. Qual. M. 55 bis 60. Hämmel 1. Qual. M. 54— 56, 2. Qual, M. 42— 45. Frankfurt, 18. Sept. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 40., Nr. 2 M. 36., Ni. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28., Nr. 5 M. 22. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26., do. II.(Berliner Marke) M. 21., Weizen, hiesiger M., 24.50, fremder je vach Qualität M. 18—22., Korn M. 17.75 bis 18., Gerste M. 17.50—19., Hafer M. 16.50— 17.50. Kohlsamen M. 36. Br., Erbsen M. 21—24., Wicken Am 16. Seplember zwischen 10 und 11 Uhr 5 D W W M. 21—23., Linsen M. 21—30., Rübzl M. 77. Die Breise versteben sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht 2 100 Kilo. f Mainz 18. Sept. Productenmarkt. Wanzen per Nov. 20.70, Roggen per Nov. 15.40, per März 16.20, Hafer per Nov. 16.10, per Mäcz 16.43, Rüböl per Oct. 37.15. — D. Frankfurt a. M., 19. Sept. Der israelitische Feiertag hat das Geschäft heute auf ein Minimum reducirt, indem in Folge desselben der Börsenbesuch äußerst beschränkt war. Der geringe Verkehr, welcher statifand, wurde jedoch von einer sehr sesten Tendenz begleitet, die besonders in dem gegen gestern höheren Coursniveau der Creditactien zum Ausdruck kam. Zur Besserung der Stimmung wirkte namentlich die Meldung von der definitiven Einstellung der Feindseligkeiten, serner die Nachricht, Oesterreich werde im Falle die Friedensversuche scheitern sollten, vereint mit Rußland in der Türkei interveniren, günstig ein. Staals⸗ bahnactien lagen entschieden matter und stellten sich ca. 1½ fl. niedriger. Die gestern gemeldete Wochen-Mehr— einnahme von ca. 12,000 fl. erfuhr eine ungünstige Be⸗ urtheilung. Creditactien bewegten sich zwischen 125½ und 125⅝ Staatsbahnactien zwischen 235½—/ und 285% Lombarden zwischen 63. Von Staatssonds Oesterk. Renten etwas besser, Oesterr. Bahnen still. Elisabeth und Galizier je 1 fl. höher. Banken unverändert. Von Loosen 1860er etwas nachgebend. Prioritäten behauptet. Von Wechseln Wien schwächer. Verloosungen. Oesterreichische fl. 100-Loose vom Jahre 1864. Serien- und Gewinn-Ziehung vom 1. September 1876. Heimzahlung am 1. Dezember 1876. Serien. Nr. 27 350 388 454 1170 1568 1732 2332 2665 2967 3227 3250 3596 3963. Gewinne S. 1170 Nr. 59 fl. 200,000. S. 3963 Nr. 65 fl. 20,000. S. 2665 Nr. 6 fl. 15,000. S. 388 Nr. 19 fl. 10000. S. 350 Nr. 19, S. 1170 Nr. 11 à fl. 5000. S. 1568 Nr. 41, S. 1732 Nr. 51, S. 2665 Nr. 24 à fl. 2000. S. 27 Nr. 49, S. 388 Nr. 29, S. 1732 Nr. 79, S. 2665 Nr. 15, S. 3227 Nr. 3, S. 3963 Nr. 24 à fl. 1000. S. 1568 Nr. 64 83, S. 1732 Nr. 5. S. 2332 Nr. 74, S. 2665 Nr. 94, S. 2967 Nr. 63, S. 3596 Ni. 11, S. 3963 Nr. 2 4 fl. 500. S. 350 Nr. 47 69 . 3250 Nr. 45, S. 388 Nr. 15, S. 454 Nr. 3 7 9 24, S. 1170 Nr. 28 60, S. 1568 Nr. 13 97, S. 1732 Nr. 97 100, S. 2332 Nr. 75, S. 2665 Nr. 100, S. 2957 Nr. 13 14, S. 3250 Ne. 87 93. S. 3963 Nr. 54 3 fl. 400. Auf alle übrigen in vorstehenden S. enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von fl. 195. Geld⸗ Cours. Frankfurt am 19. September 1876. 20-Frankenstücke Mk. 16 21—25 Englische Sovereigns„ 20 37—42 Russische Imperiales„ 16 70-75 Holländische fl. 10⸗ Stücke„ 16 65 G. Ducaten. 3 4 9 67—72 Ducaten al mareo.„ 9 59—64 Dollars in Gold 5 15 4 1619 S. 27 Nr. 19 46 89, S. 350 Nr. 3155, S. 454 Nr. 86, Versteigerung und Submission. 3061 Mittwoch den 27. d. Mis., Vormittags 10 Uhr, werden dahier zur alsbaldigen Lieferung öffentlich ver⸗ J seeggert: 3 00 Ceniner Kartoffeln und mne; 8 7 Zwiebeln. a 35 Sodann werden Donnerstag den 5. Oetober c., Vor⸗ mittags 10%½ Uhr, für 1877 zur Lieferung im Sub⸗ 5 missionswege vergeben: 4 ö 1) eirca 45 Centner weiße Bohnen, 2„ 45 5 Erbsen, 8 3)„ 35 1 Linsen, 29 3 320„ Salz(Nauheimer) 1 5)„ 50 Hectoliter Petroleum, f i, Fabst, 7 1 5 1 5 Thran, 2— 1 f 8)„ 8 Eentner geschälte Gerste, 8 A 1 Nudeln, 1 20„ Reis und 4 220 gedörrte Zwetschen. ö 2. 3. 4 und 5 aufgeführten Gegen⸗ 7 Die unter pos. 1. stände werden einzeln, diejenigen unter 6 und unter 8 bis 11 aber zusammen vergeben. 8 Bedingungen und Proben sind täglich von 8 bis 12 Uhr Vormittags und von 2 bis 6 Uhr Nachmittags auf dem Büreau der unterzeichneten Direction einzusehen und müssen die Submissionen bis zum 5. n. Mts., Vor⸗ mittags 10 Uhr, in den vor diesem Büreau aufgehängten Submissionskasten verschlossen eingelegt werden. Marienschloß den 15. September 1876. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direction. Seriba. Bekanntmachung. 3045 Die Abführung der am(1. September 1876 fälligen, anher schuldigen Holzgelder bringen wir hiermit in Erinnerung. Schloß Ilbenstadt den 18. Sept. 1876.. Gräflich Alt⸗Leiningen⸗Westerburgische Rentkasse. Engel. Versteigerungs- Anzeige. 3063 Freilag den 22. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Behausung der A. Oberländers Erben nachgenannte Gegenstände, als: i 2 Pferde, 2 Kühe, 1 großer und 1 kleiner Oeconomie⸗ wagen, i neue Chaise, 1 neuer Vorderwagen, 2 Paar Erndteleitern und sonstige Gegenstände nochmals an den Meistbietenden versteigert werden. 4 entsprechenden Geboten erfolgt der sofortige Zu⸗ ag. Friedberg den 18 September 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fou ec ar. Eine Scheuer von 44 Fuß Länge, 32 Fuß Tiefe, gut von Eichenholz, der Gemeinde Dorn⸗Assenheim gehörend, soll Montag den 25. d. M., Mittags 12 Uhr, an den Meistbietenden auf den Abbruch versteigert werden. Dorn⸗Assenheim den 17. September 1876. Großherzogliche e Dorn⸗Assenheim. a. und 2— Aepfel-Verst 3057 Freitag den 22. Septem 9 Uhr, sollen die hiesigen gemei 200 Malter, in Abtheilungen an lich versteigert werden. Nieder⸗Wöllstadt den 16. Sept. 1876 g Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-⸗Wöllstadt. B uif f. Faselochs- Versteigerung. 3085 Nächsten Montag den 25. l. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll ein der Gemeinde zu untauglich gewordener und sehr gut gehaltener Fas an den Meistbietenden versteigert werden. Dortelweil den 19. September 1876. f Großherzogliche Bürgermeisterei Dortelweil. Moher. eige rung: ber d. J. Vormittags nheitlichen Aepfel, eirca Ort und Stelle öffent⸗ ehender, zum Dienst 175 6 elochs Nenn 3067 Forderungen an Johannes Filsinger IV. in Utphe sind im Termine Donnerstag den 19. Oetober 1876, Vormittags 9 Uhr, vor unterzeichneter Gerichtsstelle anzumelden, wenn sie beim Abschlusse des aufgenommenen Vermögens⸗Verzeich⸗ nisses berücksichtigt werden sollen. Hungen am 16. September 1876. Großherzogliches Landgericht Hungen. Cellarius, Pilger, Landrichter. Landgerichts-Assessor. 5 5 5 best; Vert t ef g n 3068 Montag den 25. September d. J., Nachmittags 1 Uhr, soll das der Gemeinde zustehende Obst, eireca 170 Malter Aepfel, 20 Malter Birnen, worunter viel Tafelobst, in kleineren Abtheilungen versteigert werden. Dorheim den 18. September 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Dorheim. 3 Aepfel-Versteigerung. 3069 Freitag den 22. September l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen die der Gemeinde zustehenden Aepfel, circa 80 bis 90 Malter, an Ort und Stelle öffentlich versteigert werden. Maibach den 16. September 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Maibach. Philippi. Aepfel⸗Versteigerung. 3070 Freitag den 22. September d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen die der Gemeinde Bleichenbach gehörigen Aepfel, eirea 100 Malter, an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden. Bleichenbach den 17. September 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Bleichenbach. Bick el. 3071 Der Homburger Michaelis⸗Markt findet nicht, wie angezeigt am 2. und 3. Oktober d. J., sondern der israelikischen Feiertage halber erst am 5. und 6. Oktober statt. Homburg den 18. September 1876. Bürgermeister⸗Amt. Der Beigeordnete F. L o gz. Aepfel-Versteigerung. 3076 Samstag den 23. September, Nachmittags 1 Uhr, sollen die der hiesigen Gemeinde zustehenden Aepfel in Abtheilungen an Ort und Stelle versteigert werden. Fauerbach b. Fr. den 19. Sept. 1876. Großherzogliche Vürgermeisterei Fauerbach b. Fr. Helfrich Bekanntmachung. 3084 Donnerstag den 5. October d. J. wird dahier ein Vieh- und Krämermarkt abgehalten. Gießen den 17. September 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Ber a m m. Aepfel⸗Versteigerung. 3088 Freitag den 22. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, werden die der hiesigen Gemeinde gehörigen Aepfel öffentlich meistbietend versteigert. Ilbenstadt den 18. September 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Ilbenstadt. Z i Arbeits ⸗Versteigerung. 3086 Dienstag den 26. d. M., Nachmittags 3 Uhr, soll auf dem Gemeindehaus zu Burg-Gräfenrod nach⸗ benannte Arbeit öffentlich in Accord gegeben werden: Spenglerarbeit, veranschlagt zu 145 Maxk. Vilbel am 19. September 1876. Ber o d, Bezirks bauaufseher. Bekanntmachung. 3087 Dienstag den 26. l. M., Mittags 1 Uhr, sollen die Aepfel in der städtischen Baumanlage am Schrenzer nebst dabei befindlichen Birnen und die Kastanien daselbst in Abtheilungen meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Kirschenwäldchen. Butzbach am 18. September 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. Küche l Aepfel⸗Versteigerung. 3089 Montag den 25. September d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen die der hiesigen Gemeinde zustehenden Aepfel, eirea 50 bis 60 Malter, in Abtheilungen an Ort und Stelle öffentlich versteigert werden. Münster den 19. September 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Münster. n Aepfel ⸗Versteigerung. 3090 Freitag den 29. l. M., Mittags um 12 Uhr an⸗ fangend, sollen die hiesigen Gemeinde- Aepfel, eirea 150 Malter, in Abtheilungen meistbietend versteigert werden. Fauerbach v. d. H. den 19. Sept. 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach v. Philipps. 1 auch 2 Realschüler erhalten Kost und Logis. Näheres auf dem Haagk 306 d. H. SObbst⸗Versteigerung. 3078 Montag den 25. d. Mts., Mittags 1 Uhr, sollen die fiscalischen Aepfel und Birnen im hinteren Hirsch⸗ graben, auf dem Burgfriedhof, am Burgberg und ehe— maligen Salzmanns Garten, in schicklichen Abtheilungen, öffentlich meistbietend versteigert und soll der Anfang im Hirschgraben gemacht werden. Ober⸗Ros bach den 18. September 1876. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. Strack. Ia. mel. stückreiche Flammkohle per Ctr. u M. I. 5 Gesieb. Stückkohle per Ctr. A M. 1. 35 Nuß⸗ und Knabbelkohle per Ctr. à M. 1. 25 Gesteb. Schmiedekohle per Ctr. N Bei vorheriger Bestellung ab Bahnhof hier Ia. mel. stückreiche Flammkohle pr. Ctr. à M.— 95 offerirt Fried. Avenarius, 72 Bad⸗Nanheim, Fürstenstraße Nr. 327. 3080 Ein angenehme Wohnung von 2 Zimmern Ein Metzgerlehrling 3094 wird gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 8 38 25 25 85 3 8 — 3 5 3 Daheim. 85 5 868 22 Die soeben erschienene Nr. 50 enthält: Die Einsamen. Eine Geschichte vom Strande von N. Fries.— Blücher als Held der Feder. Von R. von Belzig.— Von Semipalatinks nach Barnaul. Von Karl Sell. Mit Uebersichtskarte.— Am Oardasee. Erzählung von C. R. Struwy.(Schluß.)— Am Familientische: Der zerbrochene Krug. Mit Original zeichnung von F. Flinzer.— Friesischer Schalmeibläser. Mit Originalzeichnung von Exlandsen. nebst Zubehör ist zu vermiethen. Wo? sagt die Epped. des Anzeigers. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg. Butzbacher Kirchweihe. Sonntag den 24. und Montag den 25. d. M. 3081 Ball im Hessischen Hof. Hoͤhere Maͤdchenschule zu Friedberg. 3072 Mit dem Beginn des Wintersemesters können neue Schülerinnen in unsere Anstalt aufge- nommen werden. Anmeldungen wolle man an den Dirigenten Prof. Dr. Köhler richten. Anfang des Unterrichtes Donnerstag den 5. October. Das Curatorium. Das ee. Vaschliks, Kapukzen, 3095 Kopf Sbawls, gestrickten wollenen Damenkragen, gestrickten Kinderkleidern, Jäckchen, Röckchen, Kinder- Gamaschen und Schuhen, sowie Socken und Strümpfe zu reellen Preisen bei K. Friedrich, neben der Post. Gießener Anzeiger. (Auflage 3000 Exemplare.) Einziges öffentliches Organ der Provinzial-Hauptstadt Gießen. Erscheint täglich mit Aus- nahme Montags. Inserate finden in demselben die weiteste Verbreitung. Abonnements auf den„Gießener Anzeiger“ werden von allen Postanstalten uad Land postboten zu 2 M. pro Quartal, excl. Postgebühr, angenommen. 5 Tuglische Dampf- Dreschmaschinen. Wir unterhalten stets ein Lager englischer Dampf- Dreschmaschinen und zwar in allen Grössen. Hlumenthal'sche Maschinenfabri in Darmstadi. 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N Als Organ der Turnvereine des Bezirks Hessen sind alle dahin einschlagenden Nachrichten in dem Blatte nihalten. Der vierteljährliche Pränumerationepreis für Butzbach und dessen Um d f eee gegend beträgt 1 Mark 25 Pf. Durch die Post srei ins Haus Juserate finden anerkannt die westeste Verbreiiung. Wir berechnen die bezogen 1 Mark 50 Pf. kleine Zeile oder deren Raum mit 10 Pf. und bewilligen bei mehrmaliger Inseration bohen Rabatt. f Die Ausgabe ersolgt: Dienstag, Donnerstag und Samstag. Butzbach im Seplember 1876. Die Expedition. Versteigerungs-Anzeige. e 5 2 e 27. d. M., Morgens 10 Uhr, läßt Kunst-Läberei, Druckerei und Wascherei nterzeichneter öffentlich versteigern: von J. 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Wilhelm Fertsch. 3075 Die Armen⸗Commisston beabfichtigt für die Pfleg⸗ linge im Versorgungshause 1) für Männer 5 Hosen und 5 Westen, 2) für Knaben 5 Hosen, 5 Westen und 5 Jacken, 10 Ellen grauen Jackenstoff anzuschaffen. Die Herren Kaufleute, welche das Gewünschte zu liefern gesonnen sind, werden gebeten bis zum 22. Sept, Muster mit Angabe des Preises bei dem Unterzeichneten einzureichen. Friedberg den 18. September 1876. Für die Armen Commisston: Meyer. 1 1 4 wird für mehrere Ein junges Mädchen Stunden des 15 zur Beaufsichtigung von 2 kleinen Kindern gesucht. 2965 3083 Landwirthschaftliche Vereine. September 1876. Allmählig regen sich die landwirthschaftlichen Vereine direkt gegen das Verfahren der Magdeburger Feuer⸗Versicherungs⸗ Gesellschaft, die Versicherungen der- Vereinsmitglieder durch besondere Verbände ausschließlich an sich zu ziehen. Ohne auch nur den Ablauf der bisherigen Versicherungen ab⸗ zuwarten, suche man sich sogar, zum Theil auf lange Jahre hin, den Uebertritt im Voraus zu sichern. Der Aus⸗ steller binde sich dadurch ohne allen Nutzen für ihn und bereite andererseits dem Vereine, welchem er angehört, erheblichen Nachtheil. Die Vereine warnen daher ihre Mitglieder vor dem Anschluß an die Magdeburger Ver⸗ bände und insbesondere vor den ihnen zur Unterschrift vorgelegten Reversen. Sie stellen ihnen vor, daß sis dadurch nichts gewönnen, indem alle anderen Gesell⸗ schaften bereits dieselben Vortheile gewährten, welche bes jenen Verbänden in Aussicht gestellt würden. Mittheil⸗ ungen dieser Art an die Vereinsmitglieder sind unten Anderen ergangen von dem Anhaltischen landwirthschaft⸗ lichen Centralverein am 18. Mai d. J., von dem land wirthschaftlchen Hauptverein in Münster am 10. August,, dem Minden⸗Ravensberg'schen landwirthschaftlichen Haupt verein am 26. August, dem landwirthschaftlichen Central⸗ verein in Braunschweig am 30. August. Dem Ober: hessischen Provinzialverein aber ist in einer Sitzung vom 15. Juni klar gemacht worden, was man von einem. seine bisherigen Verbindungen untergrabenden Anschluß an die Verbände zu befahren hat. Der Provinzialvereim werde dadurch der Mittel beraubt werden, seine Bezirks. vereine wie bisher zu unterstützen und seine Ackerbau schulen zu erhalten. Hartglas. Cylinder, Wassergläser s Eine freundliche Wohnung ist zu vermiethen und vom 1. October ab zu beziehen. 3049 Joh. Zimmermann, Weißbindermeisten — bettina Kindermehl von Faust& Schuster, Göttingen. Bester Ersatz für Muttermilch, bewährte sich auch vor⸗ trefflich bei Verdauungsstörungen und Durch⸗ fällen der Kinder. Preis der Dose 1 Mark 30 Pf. zu haben bei Hofapotheker Görtz in Friedberg, bei Apotheker Kranz in Bad⸗Nauheim, bei Apotheker Eisenhuth in Vilbel, bei Apotheker Eisenhuth in Rodheim. 2965 Danksagung. 3079 Für die vielen Beweise der Theilnahme während des längen Krankseins meiner lieben Schwester, der Frau Oberlieutenant Nies Wittwe, Katharine, geb. Pestel, sowie Allen, welche dieselbe zu ihrer letzten Ruhe⸗ stätte geleiteten, sage ich meinen tiefgefühlten Dank. Friedberg am 18. September 1876. Elise Pestel. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. erhalten. Näheres bei Kaufmann Chr. Werner. in der Vorstadt Druck und Verlatz von Carl Bindernagel. 3) für Mädchen 1 Stück halbwollene Lamas und 0