brüder Eich, elbecher, 5 Vesgenh, ö 1 1 ahl Sunn Wiel, Epirgel, Klee t Ten, M. 84. a 8 Dienstag den 18. Juli. berhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Erscheint jeden Areis Friedberg. Dienstag, Donnerstag und Samstag. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist. zu publiciren: Nr. 35. sub 2. Bekauntmachung, Abänderung der Statuten der Vank für Handel und Industrie betreffend.— sub 3. Bekanntmachung, die Einführung des Berggesetzes betreffend. Friedberg den 14. Juli 1876. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Ter a p p. in dem Saale bei Wirth Becker und für den Aushebungsbezirk 2) Die zur Disposition der Ersatz⸗Behörden entlassenen Mannschaften. Betreffend: Das Ober⸗Ersatzgeschäst für 1876. Friedberg am 8. Juli 1876. Der Civil-Vorsitzende der Ersatz-Commission Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Großherzoglichen Polizei-Commissär zu Wickstadt. Das diesjährige Ober Ersatzgeschäft für den Kreis Friedberg findet am 8., 9. und 10. August dieses Jahres jedesmal Morgens 8 Uhr statt und zwar für den Aus hebungsbezirk Nieder⸗Wöllstadt Diens tag den 8. Aug ust dieses Jahres, Morgens präcis 8 Uhr, Friedberg Mittwoch den 9. und Donnerstag den 10. August dieses Jahres auf dem Rathhause zu Friedberg. Es haben vor der Ober ⸗Ersatz- Commission zu erscheinen: 1) Dienstag den 8. August dieses Jahres: Die von der Ersatz-Commission zur Ersatz⸗Reserve erster Klasse in Vorschlag gebrachten Militär- pflichtigen. Die Familienglieder, deren Arbeitsunfähigkeit bei Ueber weisung eines Militärpflichtigen zur Ersatz-Reserve erster Klasse zur Sprache kommt, haben sich im Termin anzumelden und bleibt deren Vorladung Ihnen überlassen. 3) Die von den Truppentheilen abgewicsenen Einjährig-Freiwilligen. 4) Die untauglichen Reservisten, Invaliden und 5) die von der Ersatz-Commission zur Aus hebung in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen. Mittwoch den 9. August dieses Jahres, Vormittags präcis 8 Uhr, auf dem Rathhause zu Friedberg. a. Die bei dem Ersatz Geschäfte daselbst zur ersten Klasse der Ersatz⸗Reserve in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigten. b. Die zur Dispositjon der Ersatz⸗Behörden entlassenen Mannschaften und untauglichen Reservisten. Die von der Commission für btauchbar und einstellungsfähig erachteten Militärpflichtigen. Donnerstag den 10. August dieses Jahres, Vormittags 8 Uhr, auf dem Rathhause zu Friedberg. a. Die zur Ersatz-Reserve zweiter Klasse in Vorschlag gebrachten Militär- pflichtigen. b. Die untauglichen Reservisten und Invaliden. Nicht zu erscheinen haben die aus irgend einem Grunde auf ein Jahr zurückgestellten Militärpflichtigen. 1 Militärpflichtige, welche der Ober⸗Ersatz-Commission vor- C. sind, bis dahin in einen andern Aushebungs⸗ Bezirk überziehen, so ist hiervon nach§. 45 pos. 13 der Wehrordnung alsbald Anzeige zu machen. Damit das Geschäft zur bestimmten Stunde ohne Verzug be⸗ ginnen kann, müssen die Vorzustellenden pünktlich zur festgesetzten Zeit am Platze sein. 0 Unter Hinweisung auf die nachstebend abgedruckten Bestimmungen der Wehrordnung wollen Sie die betreffenden Militärpflichtigen bedeuten, daß sie es sich selbst zuzuschreiben haben, wenn sie wegen unterlassenen oder nicht rechtzeitigen Erscheinens in eine der in diesen Bestimmungen bemerkten Strafen genommen werden. Sie selbst haben sich an den genannten Tagen, sofern an denselben Militärpflichtige zu erscheinen haben, pünklich einzufinden. Die erfolgte Ladung wollen Sie bescheinigen und angeben, wenn eine Ladung wegen Abwesenheit nicht hat besorgt werden können. . zuste Deutsche Wehrordnung. §. 24. 7) Militärpflichtige, welche in den Terminen vor den Ersatz⸗ Behörden nicht puͤnkilich erscheinen, find, sosern sie nicht dadurch zugleich eine bärtere Strafe ver— wirkt haben, mit Geldstrase bis zu dreißig Mark oder Haft bis zu drei Tagen zu de⸗ sirafen. Außerdem können ihnen von den Ersatz Behörden die Vortheile der Loosung (S. 65) entzogen werden. Ist diese Versäumniß in böslicher Absicht oder wiederholt erfolgt, so können sie als Unsichere Diensipflichtige(§. 65. 3) behandelt werden. Ist die Versäumniß durch Umstände herbeigeführt, deten Beseitigung nicht in dem Willen der Gestellungspflichtigen lag, so treten die vorerwähnten Folgen nicht ein. R. M. G. 8.33. 65. 3) Vorweg Einzustellende sind solche Militärpflichtige, welche in einem von den Ersatz⸗Behörden abzuhaltenden Termine nicht pünktlich erschienen und denen deßhalb von den Ober⸗Ersatz⸗Commisstonen die Vortheile der Loosung entzogen worden sind. R. M. G.§. 33. Stehen solchen Militärpflichtigen gesetzliche Ansprüche auf Zurückstellung oder Befreiung von der Aushebung zur Seite, so können sie von den verstätkten Ober⸗Ersatz-Commissionen dieser Vergünstigungen nur dann als verlustig erklärt werden, wenn ihre Versäumniß in böslicher Absicht oder wiederholt erfolgt ist. Unter gleicher Voraussetzung können solche Militärpflichtige von den Ersatz Behörden als unsichete Diensipflichtige sofort zur Einstellung gebracht und durch die Landwehr⸗ Bezirks⸗Commandeure dem nächsten Infanterie Truppentheil oder Marinetheil über⸗ wiesen werden(§. 67, 3). R. M. G.§. 30, 4b und 7. If die Versäumniß durch Umstände herbeigeführt, deren Beseitigung nicht in dem Willen des betreffenden Mili⸗ tärpflichtigen lag, so treten die vorerwähnten Folgen nicht ein. R. M. G.. 33. Betreffend: Bestimmungen über die Behandlung nachgemachter und verfälschter, sowie beschädigter und unbrauchbar gewordener Reichskassenscheine. Friedberg am 15. Juli 1876. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Das abschriftlich nachstehende Ausschreiben Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 20. vorigen Monats, zur Nr. M. d. J. 8,320, theilen wir Ihnen zur Kenntnißnahmt und Bedeutung der Gemeinde-Rechner, Fonds-Rechner und Sparkasse-Rechner mit. Trapp. Das Großherzogliche Ministerium des Innern an die Großherzoglichen Kreisämter. Mit Bezug auf unser Ausschreiben vom 21. Februar laufenden Jahres, zu Nr. M. d. J. 2530 theilen wir Ihnen die in Abschrift nach- stehenden, vom Bundesrath des Deutschen Reichs beschlossenen Bestimmungen über die Behandlung nachgemachter und verfälschter Reichskassen⸗ scheine unter besonderem Hinweis auf die einschlägigen Vorschriften des Strafgesetzbuchs in den 88 146—152 und namentlich in§ 300 Ziffer 4—6 zur Nachachtung mit und beauftragen Sie zugleich, die Rechner der bedeutenderen unter Ihrer Verwaltung und Aufsicht stehenden Kassen, ins- besondere größerer Gemeindekassen und Sparkassen, entsprechend zu instruiren. Was die Behandlung beschädigter und unbrauchbar gewor- dener Reichskassenscheine anlangt, so verweisen wir auf die deßfalls in Nr. 120 der„Darmstädter Zeitung“ vom laufenden Jahre publicirte Bekanntmachung vom 1. vorigen Monats und empfeblen Ihnen, insoweit dies noch nicht geschehen sein sollte, deren Abdruck in den Kreisblättern zu veranlassen. enn Rautenbusch. Besti m mungen über die Behandlung nachgemachter und verfälschter, sowie A. Nachgemachte und verfälschte Reichskassenscheine. 1) Sämmtliche Reichs- und Landeskassen haben die bei ihnen ein- gehenden nachge machten und verfälschten Reichskassenscheine(§§S 146- 148 des Strafgesetzbuchs) anzuhalten. f 5 2) Wird ein eingehendes Falschstück als solches von den Kassen⸗ beamten ohne weiteres erkannt, so hat der Vorsteher der Kasse sosort der beschädigter und unbrauchbar gewordener Reichskassenscheine. zuständigen Justiz, oder Polizeibehörde Anzeige zu machen und das an— gehaltene Falschstück vorzulegen, unter Beifügung des eingegangenen Be- gleitschreibens, Etiquetts ꝛc. jc. beziehungsweise der über die Einzahlung aufzunehmenden kurzen Verhandlung. g 3) Erscheint die Unechtheit eines Scheines zweifelhaft, so ist der⸗ selbe, nachdem dem bisherigen Inhaber eine Bescheinigung über den Sach⸗ verhall ertheilt worden, an die Reichsschuldenverwaltung(tönigl. preüßische Hauptverwaltung der Staatsschulden, Berlin S. einzusenden. Dieselbe wird diese Scheine einer Untersuchung unterwerfen und a. im Falle der Aechtheit für Rechnung des Reichs den Werth der ein- sendenden Kasse zur Aushändigung an den Einzahler zu senden, die Scheine aber, sofern sie zum Umlauf nicht geeignel sind, einzieben lassen; b. im Falle der Unechtheit das Falschstück an die einsendende Kasse zurückgeben, damit dieselbe in Gemäßheit der Vorschriften unter 1 2 verfahre. II. Der Reichsschuldenverwalturg ist von jeder, wegen Fälschung oder Nachahmung von Reichskassenscheinen erfolgten Einleitung eines Unter- suchungs- oder Ermittelungsverfahrens sosort Mittheilung zu machen und, sobald es ohne Nachtheil für das Verfahren geschehen kann, das Falschstück vorzulegen. W. Oranienstraße 94) zu befördern. Oeffentliche Vorladung. Auch ist die Reichsschuldenverwaltung von dem Fortgange des Verfahrens in Kenntniß zu erhalten und von dem schließlichen Ergeb⸗ nisse desselben unter Vorlegung der Acten und Falschstücke zu benachrichtigen, Letztere sind von der Reichsschuldenverwaltung aufzubewahren. B. Beschädigte und unbrauchbar gewordene Reichskassen⸗ scheine. ice.„ ic. C. Portofreiheit. Postsendungen, welche in Ausführung der gegenwärtigen Bestimm⸗ ungen zwischen Landesbehörden und Landeskassen einerseits, sowie der Reichsschulden verwaltung Staatspapiere andererseits erfolgen, sind als Reicosdienstsachen portofrei und der Königlich Preußischen Kontrole der Der von bier entwichene Füsilier Johannes König der 12. Compagnie 5. Rheinischen Infanterie- Regiments Nr. 65 geboren am 16. August 1850 zu Ober-Mörlen im Kreis Friedberg des G geleitet ist, wird hierdurch aufgefordert, sich spätestens am 11. lichen Vernehmung zu stellen, unter der Warnung, erklärt uod zu einer Geldbuße von 50— 1000 Mark verurtheilt werden würde. Cöln den 12. Juli 1876. roßherzogthums Hessen, katholisch, Maurer, gegen welchen der Desertions-Proceß ein⸗ November 1876, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht zur verantwort- daß die Untersuchung im Falle des Ausbleibens geschlossen, der Abwesende für einen Deserteur Königliches Gericht der 15. Division. Deutsches Reich. Darmstadt. Es war vorauszusehen, daß nach Uebernahme der Oberhessischen Bahnen durch ven Staat die früher schon laut gewordenen De⸗ siderien einzelner in der Nähe der fraglichen Bahnen gelegenen Orte sich um so lebhafter erheben würden. So ist denn bereits von den Abgg. Jöckel und Ellenberger der Antrag eingebracht worden, die Halte- Stellen Mittelgründau und Ranstadt in die Nähe der Stagts⸗Straßen zu verlegen und Güter- Expeditionen daselbst zu errichten. Diesem An- trag sind sehr ausführliche Motive beigegeben, in welchen namentlich auch die Rentabilität der ge⸗ forderten Anlagen begründet wird. — Der Bericht des Kammer-⸗Ausschusses über die Eingaben der deutsch-katholischen Gemeinde zu Offenbach und der frei religiösen Gemeinden zu Ingelheim und Osthofen wegen Beseitigung des religiösen Charakters der Eides-Formel ist nun mehr im Druck erschienen. Es ist daraus ersicht⸗ lich, daß jene Gemeinden ihre Anträge dem Reichs tage mit der Bitte unterbreiten, bei Durchberathung des Entwurses der Proceß-Ordnung dahin zu wirken, daß aus der Eides⸗Formel jede Beziehung auf das dogmatisch-religiöse Bekenntniß entfernt werde. Der Ausschuß konnte daher nur beschließen, daß es angemessen sei, die Entscheidung der Reichs- Gesetzgebung vorerst abzuwarten. Ein abschlägiger Bescheid, wie früher behauptet wurde, konnte sonach nicht erfolgen. Berlin, 12. Juli. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ und die„Kreuz⸗Zeitung“ veröffentlichen heute einen Aufruf zur Bildung einer deutsch⸗conservativen Partei im deutschen Reiche. Der Aufruf ist u. A. unterschrieben von v. Below⸗Saleske, v. Malzahn⸗ Giltz, Graf Minnigerode, Graf Udo Stolberg, Graf Rechtern, Graf Limburg und Strödel (Dresden), — 14. Juli. Das deutsche Mittelmeer Ge- schwader ist heute früh zu Uebungszwecken wiederum auf einige Tage aus dem Hafen von Salonichi in See gegangen. — Die Wes.-Ztg.“ schreibt: Die angeblichen preußischen Offiziere, welche im serbischen Haupt. quartier eingetroffen sein sollen, stehen natürlich in keinem activen Dienstverhältnisse, sondern sind entweder verabschiedet oder als invalide entlassene Offiziere, deren Drang nach Abenteuern sie treibt, dem Fürsten Milan ihre Dienste zur Verfügung zu stellen. Die deutsche Regierung steht dieser Betheiligung ehemaliger deutscher Offiziere an dem Kampfe durchaus fern.“ — Der letzte Strike der Schriftsetzer hat eine verschärfte Maßregel veranlaßt, über welche die „Bürger-Zeitung“ Folgendes mittheilt: Auf Er— suchen der Staats- Anwaltschaft ist Seitens des Polizei-Präsidiums angeordnet worden, daß bei allen Verstößen gegen den§ 153 der Gewerbe— Ordnung, wonach Derjenige mit Gefängniß bis zu drei Monaten bestraft wird, welcher Andere durch Anwendung körperlichen Zwangs, durch Drohung, zur Arbeits-Einstellung zum Behufe der Erlangung günstigerer Lohn- und Arbeits-Bedingungen Theil zu nehmen, oder Andere durch gleiche Mittel hindert, von solchen Verabredungen zurückzutreten, die Thäter stets verhaftet und der Staats- Anwaltschaft Be— hufs Einleitung des Untersuchungs- Verfahrens vor— geführt werden sollen. Kähme. Die Nachricht der„Pos. Ztg.“ von hier, wonach sämmtliche auf dem Propstei- lande des Propstes Kick befindlichen Ernte-Früchte über Nacht von böswilliger Hand vernichtet wor den, erweist sich, wie man demselben Blatte von hier meldet, als übertrieben. Es wurden nur in dem verpachteten Garten einige Kartoffel-Stauden abgemäht, ob aus Niederträchtigkeit oder aus einem anderen leichtfertigen Grunde, will der Bericht— erstatter unentschieden lassen. Bonn. Der altkatholische Bischof Reinkens sollte am 15. d. nach Bayern kommen und am Sonntag, den 16. Juli, in Straubing und die folgenden Tage in Mering, dann in Kempten und am Sonntag den 23. Juli in München firmen, zu welchem Zwecke Reinkens be— reits am Samstag den 22. d. in München eintreffe. Fulda. Die„Fuld. Z.“ dementirt die ver- schiedenen Blättern zugekommene Nachricht über eine angebliche Aufforderung des Ober-Präsidenten an den Bisthums-Verweser Hahne zur definitiven Besetzung vacanter geistlichen Stellen, sowie die vorgebliche Antwort des Letzeren. Es sei von Hahne weder eine Aufforderung zur Besetzung der vacanten Stellen vom Ober-Präsidenten ergangen, noch auch von diesem eine Antwort erfolgt, oder gar vom Ober-Präsidium eine Replik gegeben worden. München. Die Staats-Regierung hat sich definitiv entschlossen, die Forst⸗Akademie Aschaffen⸗ burg aufzulösen und mit der Universität München zu vereinigen. — Wie die„Allg. Zig.“ vernimmt, wird der deutsche Kronprinz am 4. und 5. Sept, den Uebungen der combinirten Cavallerie-Diviston bei Regensburg anwohnen. Karlsruhe, 15. Juli. Heute wurde der Landtag im Auftrage des Großherzogs vom Staats- Minister Jolly geschlossen. Ausland. Oesterreich⸗-Ungarn. Wien, 13. Juli. Nach einer Meldung des hiesigen„Tel.⸗Corr.⸗Bür.“ wären außer Klek auch sämmtliche Häfen an der dalmatinischen Küste für jede Art Kriegscontrebande sowohl den Türken wie den Montenegrinern gegen- über gesperrt. — Wallsee, der todt gesagte Zeitungs ⸗Corre⸗ spondent, ist unverletzt und gesund auf österreichischem Boden in Semlin angekommen und gedenkt, wie er in einem diese Ankunft anzeigenden Telegramm an seine Familie meldet, nicht mehr aus unseren Grenzen fortzugehen. Frankreich. Paris. Der„Temps“ er⸗ hält von seinem Kriegs- Correspondenten, von durch Ehr-Verletzung oder durch Verrufs⸗Erklärung Coutoulh, die telegraphische Anzeige, daß er und bestimmt oder zu bestimmen sucht, an Verabredungen seine Collegen wohlbehalten von Kruchevacz in Belgrad eingetroffen sind und daß ihrem Ausfluge kein anderes Ungemach begegnet sei, als daß sie von den Behörden in Kruchevacz und Paratschin verhört und höflich aufgefordert worden wären, nach der serbischen Hauptstadt zurückzukehren. Versailles, 13. Juli. In der heutigen Sitzung der Deputirten-Kammer erklärte der Minister des Auswärtigen, Herzog von Decazes, in Beantwortung einer Anfrage von Louis Blanc, eine Diskussion über die orientalischen Angelegen⸗ heiten sei unzeitgemäß und nutzlos; die Regierung sei mit der Kammer und dem Lande darin einig, daß es geboten sei, sich an den gegenwärtigen Ereignissen nicht(hätig zu betheiligen. Frankreich habe das Recht, sich ausschließlich mit seiner eigenen inneren Beruhigung zu beschäftigen, theuer genug bezahlt. Indessen sei Frankreich der vorliegenden Frage gegenüber nicht absolut gleichgültig geblieben, sondern habe sich bemüht, mit den anderen Mächten ein Einverständniß zu erzielen; dieses sei auch in der That zu Stande gekommen, und zwar auf der Basis der Nichtintervention und vertraulichen Verständigung hinsichtlich zukünftiger Eventualltäten. Diese Politik werde es gestatten, den Kampf zu localisiren. Die Mittheilung diplomatischer Schrift— stücke müsse er ablehnen. Großbritannien. London, 15. Juli. Gestern sprang der Kessel des Panzer Schiffes „Thunderer“, dabei kamen 25 Personen ums Leben, 56 wurden verwundet.— Der„Morning Post“ zufolge kehrt das Canal ⸗Geschwader vorläufig nicht nach England zurück, sondern begibt sich nach Gibraltar, wo es weitere Befehle abwartet. Türkei. Constantinopel. Peco Pav- lovich hat, wie dem„Tel.⸗Corr.⸗Bür,“ aus Ragusa berichtet wird, am 13. Juli die Türken bei Klee geschlagen; der Verlust der Türken belaufe sich auf 150 Todte und Verwundete, sowie 15 Ge⸗ fangene; der Verlust der Insurgenten sei gering. — Viele griechischen Gemeinden Bulgariens haben sich erboten, dem Sultan Freiwillige zu stellen. An mehreren Orten in Bulgarien sind griechische Freiwillige mit bulgarischen Insurgenten handgemein geworden. Das Verhältniß zwischen Griechen und Bulgaren wird immer gespannter. — Der Regierung wird gemeldet: Die Divi⸗ ston von Wischegrad lieferte am 11. Juli bei Kondredumarn in Serbien ein siegreiches Gefecht, besetzte diesen Ort und erbeutete 18 große Depots von Munition und Lebensmitteln. Der Ort ist durch türkisches Artillerie-Feuer eingeäschert. Die Serben haben beträchtliche Verluste erlitten. Die Türken verschanzen fich an verschiedenen Stellen des Ortes. Eine von Jenivarosch her angreifende Diviston Serben wurde ebenfalls zurückgeschlagen. 60 bis 70 christliche Familien in der Umgegend von Mitrovitza haben sich geflüchtet. Einige der- selben haben sich bereits wieder unterworfen und sind in die Heimath zurückgekehrt. — 14. Juli. Die österreichisch-ungarische Regierung hat die Pforte von der Schließung des Hafens von Klek unterrichten lassen. Hier sind ägyptische Truppen angelangt. Ein Telegramm griffen Ranjey zurüc, Nach e Insurg erlitten an dem sind au Oltaja N Die m Zrnit. gering nebst Corps Bei M die J schlag 400 — 9 von 2 südöstlt Lipnik Die li zurück. besetzl, Hocheb besetzt, Meloki Fürst!! S Meldus hat ges dings ö selben aufzug. Wenn Milan hier g Erh fürkisc Nopib Cpolak Noylbe Kuppe feen, Pune im N. alla d l KLeuis Blau, 912 Augen, die Aeginmg e dann eng, f stata r Franke lng geblieben, eres Mächten i auch in * spar auf Achen laden. Juli Jau. 71, 10, J 42% · Schist Persenen unt Det„Neri actr verlarfg Ftwiivilligt i. Algatitn in 2 Jrsurgeniet — ische —— D 2 Gouverneurs von Bosnien meldet, daß die Türken bei Sucsanicza in der Nähe von Novibazar gesiegt haben; deßgleichen errang(wie schon ge meldet) Selim Pascha einen bedeutenden Sieg über die Montenegriner zwis ben Gacko und Neve sinje, und stellte so die Verbindung mit den Truppen in Nevesinje her. LL die Journale veröffentlichen eine Er- klärung der Regierung welche, indem sie die Ver— antwortlichkeit für den Kampf auf Serbien schiebt, sagt: die Pforte werde sich bemühen, den Kampf rasch zu beendigen, um die beabsichtigten Reformen und Berbesserungen durchführen zu können. Heute hat ein wichtiger Ministerrath, zu welchem auch andere hohe Würdenträger zugezogen waren, statt⸗ gefunden. Salonichi. Nach Privatberichten, welche der„Agence Havas“ mitgetheilt sind, wären die Strafen der aus Anlaß der Mordthaten in Salonichi Verurtheilten erhöht worden; gegen den Polizei— Chef wäre Degradation und 15jährige Zwangs- Arbeit, gegen einen Fregatten Capitän Degradation und 10jährige Haft verhängt. Nisch, 15. Juli.(Türkische officielle Meldung). Die irregulären türkischen Truppen griffen die Serben bei Chehirnkeny an, schlugen dieselben in die Flucht und besetzten ihre Stellungen. Serajewo, 15. Juli,. Die Insurgenten griffen vorgestern die Türken zwischen Duca und Ranjevoselo an und warfen dieselben gegen Nepun zurück, wo sich ein heftiges Geschützfeuer entwickelte. Nach einem dreistündigen Kampfe zogen sich die Insurgenten gegen Gradac zurück. Beide Theile erlitten große Verluste. Auch Montenegriner nahmen an dem Kampfe Theil. Peco Pavlovies und Mussie sind am 13. Juli mit 4000 Mann bei Dubnavitza Oltaja eingetroffen. Montenegro. Cettinje, 14. Juli. Die montenegrinische Haupt-Armee hat am 11 d. M. Zrnica und zwei andere befestigte Orte bei nur geringem Widerstand erobert und zwei Kanonen nebst anderen Waffen erbeutet, während detachirte Corps Nevesinje und den Hafen von Klek besetzten. Bei Muritji, westlich des Sees von Skutari, haben die Montenegriner ein türkischees Corps zurückge— schlagen. Die Montenegriner verloren hierbei 400 Mann, die türkischen Verluste sind unbekannt. — Mukhtar Pascha ist gestern mit seiner Armee von Bosnien her in Mostar eingerückt. — 15. Juli.(Slavische Quelle.) Der südöstlich von Metokia liegende befestigte Ort Lipnik ist von den Montenegrinern besetzt worden, Die türkischen Truppen haben sich nach Metokia zurückgezogen, welches, obgleich von 6000 Türken besetzt, die weiße Fahne aufhißte. Die ganze Hochebene von Gacko ist von den Montenegrinern besetzt, ausgenommen die Verschanzungen oberhalb Metokias, in welchen 2000 Türken blokirt sind. Fürst Nikolaus marschirt auf Nevesinje. Serbien Belgrad, 13. Juli.(Amtliche Meldung.) Der serbische Heerführer Leschjanik hat gestern Nachmittag auf Osman Pascha neuer- dings einen ungestümen Angriff gemacht und den- selben gezwungen, seine verschanzten Stellungen aufzugeben. — Der„Pol. Corr.“ wird von hier berichtet: Wenn Seitens der Pforte die Absetzung des Fürsten Milan verfügt werden sollte, so würde dies von hier aus mit der vollständigen Unabhängigkeits⸗ Erklärung Serbiens beantwortet werden. — 14. Juli.(Amtliche Meldung.) Die fürkischen Berichte aus Serajevo über Kämpfe bei Novibazar entbehren der Begründung; Oberst Czolakantics verharrt in verschanzter Stellung vor Novlbazar. Ferner wird constatirt, daß die serbischen Truppen fast allenthalben auf türkischem Gebiete stehen, während dagegen die Türken auf keinem Punkte in serbisches Gebiet eingedrungen sind. Rumänien. Bukarest, 15. Juli. In der Deputirtenkammer beantragte der Abg. Ghergel im Namen von 80 Deputirten, das vorige Mi- nisterium in Anklage-Zustand zu versetzen. Amerika. Washington. Der republi⸗ anzunehmen, und faßt zugleich, indem er den Beschlüssen der Convention von Cincinnati seine Billigung ertheilt, sein Programm in folgenden Sätzen zusammen: er verspreche eine durchgreifende Reform der Civilverwaltung, befürworte die Un- zulässigkeit einer wiederholten Wahl einer und derselben Person zum Prästdenten der Union, be— stehe auf Wiederaufnahme der Baarzahlungen, welche für die Wohlfahrt des Landes nothwendig sei. Der Süden bedürfe des Friedens; er werde sich bemühen, die Herrschaft des Gesetzes und die Anerkennung des gleichen Rechtes für Alle herzu- stellen, indem er gleichmäßig die Interessen der weißen und der schwarzen Bevölkerung beschütze und den Unterschied zwischen Süden und Norden ausgleiche. Aus Stadt und Land. Butzbach. Dem„W. B.“ entnehmen wir: In der Nacht von 11. zum 12. Juli wurde in dem Bureau des Gütterschuppens auf dem hiesigen Bahnhof eingebrochen; der Einbrecher oder die Einbrecher schlugen ein Fenster ein, worauf sie die Riegel desselben aufzogen und so in das Bureau gelangten. Nun erbrachen sie die Schublade des Tisches, in der das Geld in der Regel aufbewahrt wird, mußten aber mit langer Nase abziehen, denn das Geld war über Nacht in einer eisernen Kiste aufbewahrt worden. Bis jetzt ist noch keine Spur der Thäter vorhanden. Der Diebstahl steht überigens nicht vereinzelt da, es wurde in derselben Nacht noch in einem Hause in der Nähe des Bahnhofs eingebrochen und da mit besserem Erfolg, außer— dem verschwanden zu gleicher Zeit die grau leinenen Rouleaux aus einem Gartenhause in derselben Gegend, die der Dieb jedenfalls zu einem eleganten Sommeranzuge nöthig hatte. Gießen, 14. Juli. Dem Vernehmen nach ist heute Nacht auf dem Bahnhöfe zu Alsfeld der Heizer Lehrmund von hier beim Einölen der Maschine dadurch verunglückt und schwer beschädigt worden, daß beim Rangiren an den Zug stoßende Wagen die Maschine vorwärts trieben und der Bedauernswerthe unter dieselbe gerieth. Der Verun— glückte hat den Verlust eines Armes, sowie Verletzungen am Kopfe zu beklagen. Gießen. Der Schwurgerichtshof der Provinz Ober hessen vom 3. Quartal l. J. hat in seinen weiteren Sitzungen erkannt: Am 6. Juli gegen W. F. Koch von Nieder- Florstadt wegen Meineids, Zuchthausstr. von 2 J. 6 M., Verlust der bürgerl. Ehrenrechte auf die Dauer von 3 J. und dauernde Unfähigkeit als Zeuge oder Sachverständiger vernommen zu werden. Am 7. gegen Jobs. Sann von Lauler wegen Urkundenfälschung u. Unterschlagung, Ge— fängnißstr. von 10 W., abzüglich der erstandenen Unter— juchungshaft von 6 W. Am 8. gegen Johs. Diehl von Climbach wegen Meineids, Zuchthausstr. von 1 J. 6 M., Aberkennung der bürgerl. Ehrenrechte auf die Dauer von 3 J. und bauernde Unfähigkeit als Zeuge oder Sachver— ständiger vernommen zu werden. Am 10. gegen Hch. Glas von Wallernhausen wegen Urkundenfälschung, Ge— sängnißir, von 1 J. 4 M. und Verlust der bürgerl. Eorenrechle auf die Dauer von 2 J. Am 11. wurde die Anklage gegen Chr. Müller von Schlitz wegen Verleitung zum Meineid wegen eines einzuleitenden weiteren Verfahrens, is zur nächsten Quartals⸗Sitzung vertagt. Denselben, Nachmittags, gegen Margaretha, Christian Müller's Ehe— jrau von Schlitz, wegen Verleitung zum Meineid, eine Zuchthausstrase von 1 Jahr. Darmstadt, 13. Juli. Der Polylechniker Berna von Frankfurt wurde in der heutigen Sitzung des Schwur⸗ gerichts wegen Tödtung im Zweikampf mit einer Festungs⸗ strase von 3 Jahren(abzüglich 2 Monate Untersuchungs— haft), Bauaccessist Lucius wegen Beihülfe zum Duell zu 3 Wochen Festung verurtheilt. Allerlei. Karlsruhe. Nach Aufhebung des Klosters St. Blasien war das Gerücht von einem geheimen unterirdischen Gang in eine feuerfeste Kammer steis lebendig. Es scheint nun, daß diese geheime Gruft entdeckt ist. Als vor einigen Tagen bei der Herstellung des abgebrannten Theils eine Stütze in den Boden getrieben wurde, stieß man auf eine steinerne Treppe, von welcher man nach Hinabsteigung von 12 Staffeln auf eine zugemauerte Thüre kam. Man hofft nach der Erlaubniß zum Oeffnen zu dem vermißten Archiv zu kommen, dessen Auffindung zur Vervollständigung der Geschichte des weltberühmten Klosters wesentlich bei— tragen würde. Cöln, 15. Juli. Das Dampsschiff„Friede“ erlitt oberhalb Köln einen Maschinen-Bruch, doch ist keinerlei Verlust zu beklagen; das Boot„Deutscher Kaiser“ über⸗ nahm zahlreiche Passagiere. Das verunglückte Schiff wird baldigst wieder flott werden. Hirschberg. Gasthofbesitzer H. Prenzel im„Freund— lichen Hain“ schreibt dem„Bote a. d. R.“ Folgendes: „Ich habe dieses Frühjahr ein Bachstelzen-Nesichen an der Thür meiner Kegelbahn bemerkt und die Thlierchen dort geduldet. Am Donnerstag sah ich, daß ein Junges aus dem Nestchen gefallen war; im Begriff, dasselbe wieder hineinzusetzen, sehe ich, wie ein von den Bachstelzen aus- gebrüteter Kutut in demselben sitzt, welcher, nachdem ich kanische Candidat für die Präsidenten Würde, Gouverneur Hayes von Ohio, erklärt sich in einem zeröffentlichten Schreiben bereit, die Candidatur ihn in einen Vogelbauer gesperrt, von den Bachstelzen tüchtig gefüttert wird, während die jungen Bachstelzen verhungern mußten.“ Saarlouis, 7. Juli. Von einem Arzte, ber dem geslern Morgen an ihn ergangenen Ruse nach Spittel Folge geleistet, sind uns grauenhafte Details über ein Gruben⸗ unglück mitgetheilt worden. Als vorgestern Abend 10 Uhr die Explosion stattfand, befanden sich 150 Bergleute in der Grube, von denen 147 zu Tage gebracht waren, darunter nur 3 Unverletzte, 38 Todte und 106 zum größien Theil schwer Verwundete. Von den drei noch nicht aufgefundenen Arbeitern darf wohl auch angenommen werden, daß sie durch die Explosion getödtet wurden. Der Jammer der Angehörigen soll ensetzlich seinz aus einem Hause stelen ber Vater, zwei erwachsene Söhne und ein Schwiegersohn als Opfer dieser Katastrophe. Schaffbausen. Dem Schlosse Arenenberg, dem bekannten Ruhesitz der Napoleonischen Familie in der Schweiz, drobt der Einsturz. Der. Wasserstand. im unteren Theile des Bodensee's ist seit nunmehr drei Wochen ein so ungewöhnlich hoher, daß zwischen Constanz und Schaffhausen noch jetzt in mehreren Orten der Verkehr zwischen den Häusern nur mittelst hergerichteter kleiner Brücken möglich ist. Am Fuße des Arenenberg sind nun entweder durch Abspielungen, man vermuthet mehr noch durch Unterwasser, welche aus dem Berge hevorgebrochen sind, Senkungen im Boden entstanden und ein Theil des Parkes, welcher das Schloß umgab, ist sammt seinen großen berrlichen Bäumen heruntergerutscht, ein Theil noch in abwärtsgehender Bewegung begriffen. Der Abrutsch geht bis hart an das Schloß, und die Kapelle; Treppe und Schutzmauer der letzteren sind bereits in die Tiese gestürzt. Handel und Verkehr. Gießen, 12. Juli. Auf dem Viehmarkt hierselbst waren 1468 Stück Rindvieh und 567 Schweine aufge⸗ trieben. Gleichzeitig wurden über 300 Körbe Kirschen verkauft. Grünberg, 15. Juli. Die Preise auf unserem heuligen Fruchtmarkte betragen: Waizen 11 M. 62 Pf.; Korn 9 M. 52 Pf.; Gerste 8 M. 79 Pf.; Hafer 10 M. 35 Pf.; Molter— M.— Pf.; Erbsen 10 M. 41 Pf.; Linsen— M.— Pf.; Samen 14 M. 28 Pf.; Kartoffeln 3 M. 86 Pf. Die Preise verstehen sich sämmilich per 50 Kilo- 100 Pfund. Frankfurt, 14. Juli. Fruchibericht. Mehl Nr. 1 M. 42., Nr. 2 M. 38., Nr. 3 M. 34., Nr. 4 M. 30., Nr. 5 M. 24. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26., do. II.(Berliner Marke) M. 21. Weizen⸗Schaalen M.—, Weizen eff. hies. M. 24.50., fremder je nach Qualität von M. 24—20. Roggen M. 16.50— 17.50. Gerste M. 17—21. Hafer M. 20— 19.50. Kohlsamen fehlt. Erbsen M. 21—24. Wicken M. 21—23. Linsen M. 21-30. Rüböl M. 72. Die Preise verstehen sich sämmilich per 200 Pfd. Zoll⸗ Gewicht= 100 Kilo. Frankfurt, 15. Juli. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war gut befahren. Heu kostete per Centner je nach Qualität M. 4.50.—5.—. Stroh per Ceniner M. 4—5, Butter im Großhandel das Pfund 1. Qual, M. 1.09, 2. Qual. M. 1.03, im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.23. 2. Qual. M. 1.14—17. Eier das Hundert M. 5. Mainz, 15. Juli. Producten-Markt. Wagen per Juli 19.60, per Nov. 20.40. Roggen per Juli 15.40, per Nov. 15.60. Hafer per Juli 18.40. Rüböl per October 33.40. Marburg, 15. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund 85—95 Pf. Eier 8—9 Stück 40 Pf. Käse per Stück 8— 10 Pf. Tauben das Paar 50-60 Pf. Hähnchen per Stück 70—80 Pf. Telegraphischer Schiffsbericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht ein Friedberg. Das Hamburger Post⸗ dampfschiff Cimbria, Capitän Brandt, von der Linie der Hamburg ⸗Amerikanischen Packetfahrt-Aetien-Gesellschaft, welches am 28. Juni von Hamburg via Havre abging, ist nach einer glücklichen Reise am 12. Juli wohlbehalten in New⸗York angekommen. Verloosungen. 8 Braunschweiger Thlr. 20-Loose vom Jahre 1868. Gewinu-Ziehung vom 30. Juni 1876.— Heim⸗ zahlung am 30. Sept. 1876. Serie 2695 Nr. 45 M. 48,000, S. 2354 Nr. 23 M. 15,000, S. 4884 Nr. 33 M. 7200, S. 8097 Nr. 48 M. 3000, S. 2071 Nr. 21, S. 2152 Nr. 30, S. 4217 Nr. 43, S. 4337 Nr. 38, S. 5255 Nr. 22, S. 5517 Nr. 24, S. 5906 Nr. 16, S. 6330 Nr. 13, S. 6350 Nr. 46, S. 7844 Nr. 9, Nr. 31 à M. 300. S. 797 Nr. 34, S. 2071 Nr. 25, S. 6081 Nr. 49, S. 6230 Nr. 39, S. 6330 Nr. 35, S. 6357 Nr. 7, S. 7101 Nr. 31, S. 7858 Nr. 38, S. 8048 Nr. 25, S. 8329 Nr. 42 à M. 75. Alle übrigen Nummern in den am 1. Mal 1875 ge⸗ zogenen Serien 135 189 197 367 554 797 906 920 1568 1710 1914 2071 2145 2152 2354 2452 2695 2884 2909 3019 3289 3316 3424 3475 3541 3562 3582 4217 4337 4802 4884 5011 5255 5517 5588 5595 5686 5906 6081 6230 6330 6350 6357 6405 6546 6736 7027 7101 7598 7743 7794 7844 7858 7908 8048 809 8097 8329 8435 8604 8803 8858 8935 9037 9205 9723 9779 9838 erhalten den geringsten Gewinn von M. 66. pC.. Oesterreichische fl. 250⸗Loose von 1884. Serien-Ziehung vom 1. Juli 1876. Serie 33 136 289 368 437 539 608 736 794 864 955 1093 1266 1307 1682 1825 1869 2199 2310 2461 2580 2874 3214 3241 3277 3404 3474 3499 3530 3588 3633 3987. Die Gewinn⸗-Ziehung findet am 2. October 1876 statt. Oesterr. Credit fl. 100-Loose vom Jahre 1858. Serien- und Gewinn-Ziehung vom 1. Juli 1876. Heim⸗ zahlung am 2. Januar 1877. Serien. Serie 526 582 610 996 1460 1817 2031 2161 2475 2548 2789 3109 S. 9205 3475 4161. Gewinne. Serie 610 Nr. 38 fl. 200.000, S. 2081 Nr. 55 fl. 40,000, S. 3475 Nr. 62 fl. 20,000, S. 582 Nr. 63, S. 2548 Nr. 97 d fl. 5000, S. 582 Nr. 8, S. 3109 Nr. 30 à fl. 3000, S. 2475 Nr. 47, S. 2548 Nr. 37, S. 4161 Nr. 25 à fl. 1500, S. 526 Nr. 56, S. 446 Nr. 81, S. 1817 Nr. 54, S. 4161 Nr. 5 à fl. 1000, S. 526 Nr. 9 15 69, S. 582 Nr. 21 34 49 60. S. 610 Nr. 22 48, S. 996 Nr. 15 31 90 99, S. 1460 Nr. 69, S. 1817 Nr. 36 51 78, S. 2031 Nr. J 4 14 78, S. 2161 Nr. 1 2 38 81 86, S. 2475 Nr. 46, S. 2548 Nr. 9 19, S. 3109 Nr. 54 63, S. 3475 Nr. 43 55, S. 4161 Nr. 14 15 29 51 55 à fl. 400. Auf alle übrigen in vorstehenden Serien ent⸗ haltenen und bier nicht aufgefübrten Nummern entfällt der geringste Gewinn von fl. 200. Allerlei über die Kirchensteuer. Nr. 4. Die Wormser Gemeindevertreter sagen in ihrer am 7. Juni erlassenen„Ansprache“:„Wir erkennen mit voller Uederzeugung an, daß eine ansehnliche Aufbesserung der Pfarrgehalte erfolgen mußte, und zwar, nachdem die Stände des Landes dazu weitere Mithülse versagt, durch sonstigen Herabminderungen betrifft,— wie weit sie aus⸗ Darmstädter führbar und zulässig wären, „Landesversammlung“ vom 26. Juni erklärt, daß„die werden, sondern nur: wer über die 3 Pfennige vom Gul⸗ Und die eine allgemeine Kirchensteuer.“ Selbsiständigkeit der Kirche mit Nothwendigkeit zu einer Kirchensteuer“ führe. Die Synode, indem sie die Kirchensteuer beschloß, hat also gethan, worauf die Selbsiständigkeit der Kirche mit Nothwendigkeit führte, und was nach Lage der Sache unbedingt erfolgen mußte. Das beißt: sie hat recht gethan. Was folgt daraus? Beide genannte Erklärungen sagen: weil die Synode solches gethan hat, darum muß sie auf⸗ gelöst und durch eine ganz anders gewählte ersetzt werden. Wunderbar! die Synode hat Recht, darum fort mit ihr! Doch nein, ganz Recht hat sie nicht. Die Darmstäd ter Erklärung sagt; es hätte eine Herabminderung der Steuer durch Zusammenlegung von Pfarreien und diverse Ab⸗ striche an einzelnen Ansätzen erzielt werden können.— Die Zusammenlegung ist in dem Classificationsgesetz vorgesehen den unzufrieden i, würde der mit 2½ Pfennigen zufrie⸗ dener sein? Und es sollie schwer halten, selbst mit entschiedenssen Abstrichen den Gesammtbetrag um so viel, d. b. um ein volles Sechstel herabzudrücken.— Die Wormser aber beklagen sich über das„übereilte“ Verfahren: mancherlei Berechnungen, Verhandlungen u. s. w. hälten erst noch vorhergehen müssen. Und wenn es nun möglich zu machen gewesen wäre den Anfang der Besteuerung noch um ein Jahr hinauszuschieben— länger wäre es in keinem Fall gegangen,— würde die Kirchensteuer denen, die sie im Jahre 1876 nicht wollen, im Jahr 1877 will⸗ Lommener gewesen sein? Schwerlich; wohl aber wäre sie dann größer ausgefallen, weil, um jenen Aufschub zu er⸗ möglichen, alle vorhandenen Einnahmequellen bis auf den letzten Tropfen hätten ausgeschöpft werden müssen.—e— und bereits in Abs nd 1920 l 90 fen 6 Auszug Halbjahr dieses Jahres sind, wie die Darmstädter Zeitung 3 5 5 Melzer 15 meßt oder weniger entbehrliche Pfarrsiellen aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. nebst 10 Diakonats⸗ und Mitpredigerstellen eingezogen G worden, während eine noch viel größere Zahl thatsächlich unbesetzt ist. Das könnte der Zusammenlegungslustigste als einen eiklecklichen Anfang gelken lassen. Und was die soll für jetzt nicht gefragt Dem Fabrikarbeiter Peter Hartmann Heinrich Philipp Holler eine Tochter. Gestorben: 115 5 Zehner, Postschaffner, 40 Jahre alt. 13. Juli 1876. 12.„ 1676. nern „2396 Anspruüche Dritter an die nachstehend verzeichneten, in den Flur⸗ bezw. Grundbüchern der beibemerkten Ge⸗ markungen den genannten Personen zugeschriebenen Im · mobilien sind binnen 14 Tagen hierorts geltend zu machen, widrigenfalls der Eigenthumsnachweis der auf⸗ getretenen Berechtigten für erbracht erachtet und dem⸗ gemäß die zum Eintrage der Erwerbtitel in das Muta⸗ tionsverzeichniß erforderliche Urkunde ausgestellt wird. 1) Gemarkung Assenheim. Philipp Ewald zu Assenheim: III. 284. 285. 2) Gemarkung Bauernheim. a. Regine Katharine Walther zu Bauernheim: J. 24,5. 26. b. Konrad Walther 1. Wittwe daselbst: I. 23. 24. 73. 74. 74, 3) Gemarkung Friedberg. a. Philipp Zimmermann zu Friedberg: II. 40. I. 147. v. 65. b. Heyum Wiener's Wittwe von da: II. 502. 4) Gemarkung Leidhecken. a. Heinrich Dielmann II. zu Leidhecken: II. 162. III. 163. b. Pilipp Dauch von Staden: VIII. 101. 108. 174. 5) Gemarkung Melbach. Ernst Heyer zu Wölfersheim: IV. 16. 25. 37. 54. 56. 114. 146. 182. 187,5. 206. 405. 429. 435. 218. 6) Gemarkung Nieder⸗ Wöllstadt. a. Christian Stroh zu Nieder-Wöllstadt: XVIII. 84. b. Johannes Schmidt II. daselbst: IV. 302. XII. 3392/10. XVII. 97. XVIII. 217. IV. 228. 7) Gemarkung Ober- und Nieder⸗Rosbach. Johannes Hellwig II. zu Nieder⸗Rosbach: X. 681. 682. 8) Gemarkung Ockstadt. Johannes Jost II. zu Friedberg: X XVI. 96, 9) Gemarkung Ossenheim. Philipp Stumpf zu Ossenheim: VII. 263. VIII. 104. Friedberg am 7. Juli 1876. Großherzogliches Landgericht Friedberg. fr Bekanntmachung. 2398 Laut Eintrag in das Handelsregister vom 13. Juli 1876 hat Herr A. Ströbel, Firma„A. Ströbel“, zu Klein⸗Karben den Leonhard Ströbel daselbst zum Procuristen bestellt. Vilbel am 13. Juli 1876. Großherzogliches Landgericht Vilbel. J. Bid L. Pückel, Landgerichts⸗Assesso r. Versteigerung. 2404 Dienstag den 25. l. M., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung des Maschinenwärters Drott in der Usaer Vorstadt die zu dem Nachlaß dessen Ehefrau ge— hörende Gegenstände, als: verschiedene Möbel, Kleider, Weißzeug, Bettwerk, Küchengeräthschaften, 2 Ziegen und sonstige Gegen— stände erbvertheilungshalber öffentlich an den Meistbietenden ver⸗ steigert werden. Friedberg den 14. Juli 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. o uc a r. Steinkohlen bester Qualität 4 Ia. mel. stückreiche Flammkohle per Ctr. a M. 1. 5 Gesieb. Stückkohle per Ctr. 2 Nuß⸗ und Knabbelkohle per Ctr. Gesieb. Schmiedekohle per Ctr. Bei vorheriger Bestellung ab Bahnhof hier Ia. mel. stückreiche Flammkohle pr. Ctr. a M.— 95 offerirt Fried. Avenarius, Ossenheimer Wäldchen. 2399 Nächsten Sonntag als am 23. d. findet bei Harmonie; und Tanzmusik das zweite Kirschenfest dahier statt. Freundlichst ladet ein G. F. Korndörfer. Gladbacher Feuerversicherungs-Actien-Gesellschast. 2334 Der Geschäftsstand der Gesellschaft ergibt sich aus den nachstehenden Resultaten des Rechnungs⸗ abschlusses für das Jahr 1875: Emittirtes Grundkapita. Prämien- und Zinsen- Einnahme im Jahre 1875 7 Prämien- und Kapital⸗Reserven Versicherungs⸗-Summe im Laufe des Jahres 1875 Mark 6,000,000.—. 3,049,675. 27. „ 1.828, 0% „ 1.810, 949,927.—. *„„„ Die Gesellschaft versichert gegen seste Prämien Gebäude, Haus- und gewerbliches Mobiliar, landwirthschaftliche Objecte, Waaren⸗ une Maschinen aller Art, gegen Feuer-, Blitz und Explostons⸗ schäden und außerdem Spiegelglas⸗Scheiben gegen Bruch. General- Ageniur Mainz. Zur Annahme von Versicherungsanträgen empfiehlt sich bestens Der Agent in Groß-Karben: N. Driels, Lehrer. La. ee eee eee 2088 allen Grössen. Tuglische Dumpk⸗ Wir unterhalten stets ein Lager englischer Dampf- Dreschmaschinen und zwar in Dreschmaschinen. Blumenthal'sche Maschinenfubrit in Darmsiadi. Holz-⸗Versteigerung. 2401 Freitag den 21. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in dem Nieder-Möler Gemeindewald, Schlag 3, nachstehende Holzsortimente versteigert: 167% Meter Schäleichen⸗Prügelholz, 6494 Stück 5 Wellen, 32⁵„ Eichen⸗Astwellen, im Schlag Nr. 13, 261„ Ginstern-Wellen, 60 Dornwellen. Die Zusammenkunft ist unterhalb der alten Kaiser— grube an der Wiesbacher Straße. Nieder Mörlen den 15. Juli 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder⸗Mörlen. M ö b 8. Universal Reinigungs-Salz. Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstossen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbeschwer- den in /, ½, ½ Original- Packeten mit Gebrauchs- Anweisung 3 ½, ½ und ½ Mark zu haben bei Frau Hofl. Windeeker in Friedberg. Ph. J. Weiss in Bad- Nauheim. 1545 Von allen Aerzten als das einfachste und billigste f Vorzügliche Schmiedekohlen empfiehlt Ph. Dan. Kümmich. Gesucht ein Schweizer, 2312 1. 25 verheirathet 2 M. 1. 252343 1 b 1.— und Pflege, sowie das Melken des Rindviehes versteht, oder ein zuverlässiger Mann, der die Fütterung in einem kleinen Stall einem Weinguts im Rheingau. Hoher Lohn und freie Familienwohnung. Frarko⸗ Offerten mit Befähigungs-Nachweis unter: 72 Bad⸗ Nauheim, Hauptstraße Nr. 3. E. B. 100, postlagernd, Winkel, Rheingau.(H. 61685) Verloren. 2405 Eine goldene Damen⸗Uhr wurde am 16. Juli auf dem Weg von Melbach nach Friedberg verloren. Der redliche Finder wolle dieselbe gegen eine gute Be⸗ lohnung bei der Exped. d. Anz. abgeben. Meine Scheuer ich verkaufen. 2402 Friedberg. Heinrich Hanstein V. 2397 In dem pomologischen Garten nächst der Blinden⸗ Anstalt wird Dienstag den 18. Juli, Nachmittags 1½ Uhr, die zweite Kleeschur an die Meistbietenden versteigert. Friedberg den 14. Juli 1876. Die Verwaltung. vis-z-vis meinem Hause will 2403 werden gegen genügende Sicherheit und für baldige Rückzahlung sogleich zu leihen gesucht. Gef. Offerten unter M. F. befördert die Exped. d. Anz. Israel. Knaben oder Mädchen, welche die hiesige Schule besuchen, können gute Kost und Logis erhalten bei Wittwe Usenheimer, vis-à-vis der Stadtkirche. Zu vermiethen ist der untere Stock mit Hausgarten oder der obere Stock unseres Hauses(letzteren an eine ruhige Familie) und kann derselbe Anfangs Oetober bezogen werden. 2400 Marie und Ph. Berg. 2355 Ein älterer Bursche wird sofort zu einem Pferde gesucht. Nieder Wöllstadt. Dr. Bausch. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 2406 Druck und Verlag von Carl Bindernagel. f 9 n — E — — 2 E — 3 Bau 4 Beit 8 e 192 7 Bruch 8 Bübes 9 Burg 0 tode 10 Bußba 11 Boche 1 Worn⸗ U 1, Dort 14 Jauer Fri 65 Fauert K. io Frebt Game