Sdloß. —— ing * eldarbeittr, ine, len. 3 1 . * Ober f —— vv 1876. Dienstag den 18. Januar. M. 8. * hessischer Anzeiger. ö Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Artis Friedberg. Erscheint jeden Dienstatz, Donnerstag und Samstag. Betreffend: Das Armenwesen im Kreise Friedberg. von 2—5 Uhr Nachmittags abgehalten. Altenstadt am 15. Januar 1876. Das an die Kirchenvorstände, die Vorstände der Stiftungsfonds und die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wir erinnern Sie an unverzügliche Erledigung unserer Auflage vom 25. September vorigen Jahres, in Nr. 1 resp. 25. October vorigen Jahres, in Nr. 126 desselben, andernfalls müßten wir schärfer gegen die Säumigen einschreiten. Amtlicher Theil. Friedberg den 15. Januar 1876. Großherzogliche Kreisamt Friedberg 113 des Kreisblattes von 1875, Tr a p pv. Bekanntmachung. Die Amtstage des unterzeichneten Landgerichts werden Dienstags und Mittwochs in den Stunden von 8— 12 Utr Vormittags und richt Altenstadt. 8 Großherzogliches Landg— . May, Landgerichts-Assessor. Deutsches Reich. armstadt. Militär nachrichten. von Röder wurde nach Erfurt versetzt und an seiner Stelle Hauptmann v. Schmeling zum Major mann ernannt. — Am 3. Januar wurde der Gymnasial- Wortlaut l director Beßler zu Darmsladt, unter Anerkenuung vom 14. April 1867 an den damaligen Gesandten und Kassel, sowie etwa auch In Brückenau und seiner Dienste in den Rahestand versetzt und ihm in Wien, Frhrn. v. Werther, bezüglich der Mission Klasse des Ludewigs-Ordens des Grafen Tauffkirchen. verliehen, und an demselben Tage der Gymnasial- sich, daß es das Ritterkreuz 1. Director Weidner zu Gießen Director zu Darmstadt ernannt. dem Gymnasium zu Constanz, Dr. Schiller, zum Gymnasial- Director in Gießen ernannt. g — Ju der oberhessischen Eisenbahnangelegenheit spondenten der legitimistischen„Gazette de France“, haben die Referenten mit Zustimmung des Aus- Gardet, auszuweisen. Derselbe bewohnte sejt dem Aufklärung bei der Regierung verlangt. Von der Beantwortung dieser Fragen hängt die weitere Behandlung dieser Sache wesentlich ab. Berlin, 16. Jan: Der preußische Landtag ist beute um 11 Uhr im Weißen Saale des könig lichen Schlosses durch den Vicepräsidenten des Staalsministeriums, Camphausen, eröffnet worden. Im Ganzen waren etwa 80 Mitglieder des Land- tages anwesend. Die Feierlichkeit schloß mit einem enthustastisch aufgenommenen Hoch des Präsiden- ten des Herrenhauses auf den Kaiser und König. — 16. Jan. Abgeordnetenhaus. Präsident v. Bennigsen eröffnete die Sitzung mit einem drei— fachen Hoch auf den Kaiser und König. Darauf wurde die Verloosung der 244 angemeldeten Mit- glieder in die Abtheilungen vorgenommen. — Graf Ledochowski wird am 3. Februar aus seinem Gefängniß eutlassen worden.„Erst von seinem weiteren Verhalten— schreibt man der„K. 3.“— wird es abhängen, ob die Staats- behörde sich veranlaßt sehen wird, gegen ihn ein— zusc reiten. Sollte er die Leitung der Dibeese Posen und Gnesen wieder übernehmen und bischöf— liche Rechte in derselben auszuüben beginnen, se würde er auf Grund des Reichs⸗Gesetzes, be- treffend die Verhinderung der unbefugten Aus- übung von Kirchen-Aemtern, vom 4. Mai 1874 internitt, d. h. es würde ihm der Aufenthalt in bestimmten Theilen des Reiches untersagt, bezw. ibm die Staats Angehörigkeit entzogen werden, so daß alsdann seine Ausweisung aus dem Bundes- Gebiete die Folge davon sein würde.“ 1— Der„Reichs⸗Anzeiger“ schreibt gegenüber der Nachricht von der Indienststellung einiger 1 deulschen Kriegsschiffe: Das auswärtige Amt hat 1 Mojor Sollte dieselbe wirklich getroffen sein, 8 f sich dabei nur um die im Etat vorgesebene In- die katbolische Bevölkerung über die Ziele der dienststellung, nicht um ein außergewöhnliches Bewegung aufzuklären. ernannt. Premier Lt. Stamm wurde zum Haupt- politisches Bedürfniß handeln. zum Gymnasial- gebenen Umständen mögliche Verständi dem — Am 14. Januar wurde der Director an nicht ohne Zuziehung Rußlands, gehandelt habe. schusses vorerst über eine große Reihe von Punkten Kriege Berlin und lieferte seinem Blatte Anfangs eine solche Anordnung in keiner Weise angeregt. Gedanken gekommen, in mehreren größeren Städten so kann es durch öffentliche Vorträge die evangelische, wie Wäbrend für Hanau Dr. Friedrich in München einen Vortrag in Auessicht — Die„National-Zeitung“ veröffentlicht den gestellt bal, sind Dr. Michelis in Freiburg und eines Erlasses des Fürsten Bismarck Pfarrer Riecks in Heidelberg gentigt, in Fulda Römershag(in welch letzterem Orte bereits ein so Aus dem Erlaß ergibt bedeutender alikathelischerer Verein besteht, daß sich damals um eine unter den ge- demsel ben von der bayerischen Regierung eine zung zwischen Kirche sammt Inventar überwiesen wurde) Vor- doch träge zu halten. Wiesbaden. Zum Landrath des Ober- — Wie man bört, sah sich die Polizei vor tunuekreises it— Briefen, 8 5 Kurzem veranlaßt, den bekannten Berliner Corre- ald des Kreises Neuß und im Jahre 1870 Civil commissar in Homburg, ernannt worden. Coburg. Wie die„Dorfzeitung“ sich von hier schreiben läßt, wird am 10. April die Königin b 8* 0 England mit einem Gefolge von nabezu Berichte, welche von einem bei Franzosen se 4 Ent 8. 1 l 0 nen e 30 Personen hier eintreffen und während ihrer elten anzutreffenden Verständniß für deutsche Dinge ge f cee zu eff 5 maine ge auf 10 Tage berechneten Anwesenbeit im Palais Später gerieth er, wie die Offieiösen n 2 1 N 1 1 5 3 N He*** 1 1 9 I sagen, immer mehr in das ultramontane E—— 3 ** l 3 eden 4 a 2 u ge f wasser und ließ sich in der letzten Zeit sogar zu Aus gedenkt bie wenigen na ng Majestäts Beleidigungen verleiten, welche die un. Karlsruhe. Die Milldeilung 5 einer Wilbelm norddeutschen Bunde und Oesterreich, mittelbare Veranlassung zu seiner Ausweisung ab-„bedenklichen Erkrankung des Prinzen gaben. an seiner 1870 bei Nuits erbaltenen Kepfwunde — Die„Post“ hört, daß Prinz Reuß in bedarf der Richtigstellung. Der Prinz leidet aller- 4 2 5 2 3 9 4 2 1 Uebereinsummung mit den Wünschen der groß- dings an neuralgischen Schmerzen, welche mit herzoglich sächsischen Familie zunächst auf jede zener Verwundung im Zusammenbang stehen öffentliche Stellung im Staatsdienste verzichtet hat[mögen; es ist aber darin, wie wir vernehmen, und daher weder bei der Besetzung des Botschafter- bereits eine wesentliche Besserung eingetreten. Postens in Wien noch bei der des Oberpraͤsidiums Meg. Fremde wundern sich in der Regel von Hessen-Nassau in Frage gekommen ist. darüber, daß in unserer ursprünglich ganz im — Der Reichskanzler hat unterm 11 Januar ranzösischen Sprachgebiete gelegenen Stadt so viel 85 N 5 1 N 4 1 bei dem Bundesrath beantragt, derselbe wolle sich Deulsch gesprochen wird. In der That hat das mit der reichsgesetzlichen Retzelung des Verkebrs Deutsche in berbältnißmäßig kurzer Zeit ganz ere mit Sprengmitteln einverstanden erklären und die staunlich Fortschritte gemacht. Wagen 1. B. Bundesregierungen ersuchen, sich über die zutreffen Per 4 Jahren nur an einzelnen Geschästelolalen f i g se:„Hier spricht Deutsch“ den Bestimmungen gegen das Reichskanzleramt zu lesen war:„Hier spricht man Dertsch! 7 äußern l findet man gegenwärtig in der ganzen Stadt kein 175 5 N einziges Geschaͤstshaus mehr, in welchem nicht Köln. Die„Kölnische Zeitung“ meldet: Nach 10 W 4 A mehr oder weniger gut Deutsch gesprochen wird. 4 28 5 8 L 0 1 einer entsprechenden Erklärung an die Staatsr Namentlich sind es kleinere Geschaͤftsleute, welche gierung hat diese auch für den Domprobst Dr. dadurch, daß der größere Theil ibrer Kundschaft München die Staatsleistungen wieder aufgenommen. der deulschen Bevölkerung angebört, gezwungen Cassel. Nach einer telegraphischen Depesche wurden, Deutsch zu lernen. Am wenigsten dat der„H. N.“ ist der bisherige Regierungspräsidents das Deutsche in den Kreisen Eingang gefunden, in Düsseldorf, v. Ende, zum Oberpräsidenten der welche zu der eingewanderten Bevölkerung, sowie Provinz Hessen-Nassau ernannt worden. Sein zur Regierung in keiner Beziehung stehen und dei Nachfolger in Düsseldorf wird Hr. Bitter, bisher denen s zur Mode gehört, diese Sprache nicht Regierungspraͤsident in Schleswig. zu verstehen. Daß dagegen in den unteren Schichten Hanau. Die katholische Reformbewegung der Bevölkerung das Bedürfniß vorhanden ist, macht im ehemaligen Kurhessen keine bemerkens«[Deutsch zu lernen, zeigt die starke Frequenz, wel- werthen Fertschritte. Man ist deßhalb auf den cher sich die von der Stadtgemeinde ins Leben * ee e e. „— 7 PP * e e e 333 8 erufenen öffentlichen deutschen Unterrichtscurse zu ifreuen haben. Selbstverständlich ist von der gegenwärtigen Generation ein vollständiges Ein ⸗ leben in die deutsche Sprache nicht zu erwarten; solches wird erst bei der heranwachsenden Jugend durch sorgfältigen Schulunterricht zu erzielen sein. Ausland. Oesterreich Ungarn. Wien. Hofrath Schwegel, der diesseitige Bevollmächtigte für die Verhandlungen über den Handels-Vertrag mit Italien, ist zur Fortsetzung der Unterhandluagen nach Rom abgereist. — 14. Jan. Das Herrenhaus berieth heute über das Klostergesetz. Gegen dasselbe sprachen Cardinal Schwarzenberg, die Aebte Liebsch und Helfersdorfer und Graf Leo Thun. Nach einer Rede von Lichtenfels für die Vorlage und der Unterstützung derselben durch den Unterrichts- Minister wurde ein Antrag des Abtes Liebsch auf Uebergang zur Tagesordnung abgelehnt und beschlossen, in die Specialdebatte einzutreten. Pest. Im Abgeordnetenhause brachte der Finanzminister eine Vorlage ein, durch welche die Regierung ermächtigt wird, behufs des Beginns der Staatsschulden⸗Convertirung und der An— nahme der Tresorscheine als Zahlungsmittel 20 bis 22 Millionen aus der zweiten Hälfte der Renten⸗Anleihe zu entnehmen. Belgien. Brüssel, 14. Januar. Das „Idurnal de Charleroi“ meldet, daß, nachdem durch fremde Emissäre unter die strikenden Berg- werksarbeiter Geld vertheilt worden, die Orts- Behörden strenge Maßregeln ergriffen haben. Italien. Rom. Der Papst hat angeordnet, daß die Arbeiten in den Sälen des künftigen Coneclaves im Vatikan begonnen werden.— Die Nachricht von dem Eintreffen des Bischofs von Orleans Mgr. Dupanloup hier bestätigt sich nicht. Serbien. Belgrad, 15. Januar. Die Skupschtina reducirte bei weiterer Berathung des Budgets die Gehalte verschiedener Beamten und die Dotation des Metropolitan. Türkei. Constantinopel. Der Groß- vezir hat seine frühere Erklärung, eine Mittheil- ung der Garantiemächte über die Nothwendigkeit bestimmter Reformen zur Wiederherstellung des Friedens in der Türkei und zur Erhaltung des europäischen Friedens als mit der Souveränetät der Pforte unverträglich nicht entgegennehmen zu wollen, zurückgezogen. Die gedachte Erklärung ersolgte vor der Zustimmung Frankreichs zu der Note Andrassy's. Rußland und Oesterreich unter- stützt von Deutschland waren dieser Erklärung des Großvezirs auf das Entschiedenste entgegengetreten und haben der Pforte das Recht abgesprochen, die Entgegennahme von Mittheilungen, welche den europäischen Frieden betreffen, abzulehnen. Die Gerüchte von einer beabsichtigten Besetzung türkischen Gebiets durch Oesterreich und Rußland sind durchaus unbegründet. Die Zustimmung Englands zu den Reform- Vorschlägen wird als zweifellos betrachtet. Rußland. Petersburg. Das„Journal de St. Petersbourg“ findet bei Erörterung der Lage im Orient, daß die Pforte selöost großes Interesse daran habe, daß die verlangten Con- cesstonen von den Mächten gemeinsam empfohlen würden. Amerika. Washington, 11. Januar. (Repräsentanten Kammer.) Von Seiten der demokratischen Partei wurde ein Finanz Project eingebracht, welches versuchen soll, die verschiedenen Ansichten über die Circulationsmittel zu vereinigen. Dasselbe schlägt vor, das Gesetz vom Jahre 1875 über die Wiederaufnahme der Baarzahlungen zu— rückzuziehen und den Termin der Wiederaufnahme später, in Conferenzen des Secrefärs des Staats- schatzes mit den Präsidenten der verschiedenen Nationalbanken, festzusetzen. Die Demokraten werden voraussichtlich über eine gemeinsame Halt— ung in der Schuldfrage schlüssig werden. Die— selben schlagen ferner eine Reduction des Ausgabe- Budgets um 3 Mill. vor, welche sich namentlich auf den Marine Etat und den Militär Etat arstrecken soll. 1 N Aus Stadt und Land. Gießen, 14. Jan. Der Schwurgerichishof der Provinz Oberhessen hat in den seither weiter verhandelten Anklagesachen erkannt und zwar: Am 8. Januar gegen J. G. Bender von Ettingsbausen, zuletzt in Vilbel wohn⸗ haft, wegen Heblerei, Gefängnißstrase von 14 Tagen. Denselben gegen J. Klein von Assenheim wegen Urkunden⸗ fälschung, Gefängnißstrafe von 14 Tagen. Am 10. Jan. gegen Marg. Löffler von Gelnvaar wegen angeklagten Diebstahls, nachdem die Geschworenen ein„Nichtschuldig“ ausgesprochen hatten, auf Freisprechung. Denselben gegen Joh. Chr. Bach von Ober-Seemen wegen Diebflahls, Gesängnißstrafe von 4 Wochen, welche jedoch durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erklärt wurde. Am 11. Jau. gegen Jes. Stieber von Borberg im Großh. Baden wegen Diebstahls, Zuchthausstrafe von 2 Jahren 6 Monaten, Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren und Stellung unter polizeiliche Aussicht. Am 12. Jan. gegen Joh. Schiebelbhuchs Ehe— frau von Lauterbach, der Kuppelei angeklagt, nachdem die Geschworenen ein„Nichtschuleig“ erklärt batlen, auf Freisprechung. Am 13. und 14. Jan. gegen Adam Spies, gebürtig von Lang⸗Göns, wohnhaft zu Steinberg wegen Diebstahls, Zuchthausstrafe von 5 Jahren und Aberkenn⸗ ung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von J Jahren. Während dieser Sitzungsperiode wird nur noch zur Verhandlung kommen: Am 17. Jan., Vorm. 9 Uhr, die Anklage gegen V. Rüffer von Wallersdorf wegen schwerer Körperverletzung; Verth. Hofg.-Adv. Weidig. Gießen. Ein sehr beklagenswerther Unfall ereignete sich vor einigen Tagen bei den Versuchsarbeiten füt die städtische Wasserversorgung. Durch vorzeitige Explosion eines Sprengschusses wurde einem tüchtigen älteren Berg— mann die rechte Hand zerschmeitert, so daß ihm dieselbe abgenommen werden mußie, und außerdem wurde er er— heblich an der Brust verletzt. Der beklagenswerihe Mann, der Frau und 5 Kinder har, wird, wenn er überhaupt seiner Familie echalten bleibt, nicht mehr im Stande sein, dieselbe wie bisher zu ernähren. Worms. In Pfeddersheim wurde dieser Tage ein Falschmünzer entdecke und verbastet. Das Gericht fand in seiner Behausung ein vollnändiges Münzwerkzeug, sowie eine große Anzahl neu angefertigter Zwanzig— Pfennigstücke, welche sehr gur nachgemacht sind. Am meisten wird die Thaisache Verwunderung erregen, daß der Rünstler ein Schuhmacher ist. Allerlei. Runkel. Zu Hofen, Amis Runkel, wurde an Stelle des seitherigen Bürgermeisters Dorn ein Vetter desselben gleichen Namens zum Bürgermeister erwählt. Der neue Bürgermeister, in dem alten einen Gegner sah, lud diesen in seine Wohnung und schnitt ihm den Hals ab. Hierauf verhaflet und im Kreisgefängniß zu Ruukel detinirt, er— hängte sich der neue Bürgermeister in der Nacht. Bernburg. An den Mechaniker Fuchs ist, dem „Bernb. Wochenbl.“ zufolge, die telegraphische Aufforder— ung gerichtet worden, in den nächsten Tagen nach Berlin zu kommen, um an der von ihm hergestellten Nachahmung des zu so trauriger Berühmtheit gelangten Uhrwerks dem Kaisee Wilhelm den ganzen Mechanismus persönlich zu erläutern. g Brüssel. Das„Bien public“ von Gent theilt mit, daß Louise Lateau, die Stigmalistrte von Beis d' Haine im Szerben liegt. Algier, 13. Jan. In Algerien hat gestern ein großer Küsten-Sturm gewüthet. In Oran erlitt der Hafen-Damm schweren Schaden, den ein Telegramm auf 500,000 Frs. beziffert; von dort sowohl als von hier konnten die Post Dampfer zur üblichen Stunde nicht aus— laujen. Die in der Rhede ver Oran vor Anker liezen— den Schiffe haben ebenfalls viel gelitten; ein Verlust an Menschenleben is glücklicherweise nicht zu beklagen. Heute war die See wieder ruhig.(Professor Soska scheint also diesmal mit seiner Sturmprophezeizung für jene Gegen— den Recht gehabt zu haben) Verloosungen. Bad ische 35 fl.⸗Loose. Karlsruhe, 31. Dec. 1875. Hezogene Serien: Nr. 96 213 250 282 355 619 1443 1856 1939 2570 2611 3258 3339 3361 4410 4623 5761 6342 6538 7633. Gewinne: Ne. 4774 10628 12463 14081 92778 92790 130533 231126 288027 317085 à 1714 M. 29 Pf. Nr. 4756 758 759 761 762 763 764 766 771 776 778 779 780 784 785 786 787 7883 789 798 795 797 798 799 10601 602 603 604 610 612 613 615 716 68 719 623 626 627 629 630 634 635 638 639 642 644 646 648 649 650 12453 459 461 462 466 407 472 475 47/9 481 484 485 487 488 489 491 496 499 14052 53 54 55 56 57 59 61 62 63 64 69 71 79 82 84 86 87 88 90 98 17702 704 706 708 709 712 714 715 717 724 730 732 736 738 742 746 30901 905 907 908 915 916 922 923 926 927 928 929 930 932 933 935 936 938 940 941 942 943 945 947 949 72101 102 104 105 107 108 110 112 113 114 115 116 117 118 121 122 131 132 134 135 136 138 139 140 142 143 145 150 92752 754 755 756 759 760 762 764 767 768 771 773 774 779 786 787 788 789 792 795 796 797 798 799 800 96901 908 909 910 911 912 914 915 918 920 924 926 927 931 932 933 934 936 937 942 943 944 948 949 950 128452 453 454 455 458 459 463 464 469 466 467 474 476 477 479 480 482 483 484 485 486 488 489 492 493 494 497 499 130501 503 504 505 506 507 508 510 512 513 515 517 519 526 527 531 534 536 537 540 545 N 0 a 4. 9 6 4 548 549 162851 853 854 856 857 858 861 865 866 868 870 871 872 873 875 877 879 880 881 883 885* 887 889 890 892 893 894 896 897 899 900 166903 Da 905 908 909 911 912 914 915 916 917 920 922 926 engt! 929 934 937 938 939 940 945 947 949 168005 7 13. 300 14 21 24 25 31 34 35 36 40 44 49 50 220452 453 die 1 455 458 461 463 464 465 466 470 471 472 475 479 unge 480 482 485 388 489 490 491 492 493 494 495 498 gun 0 231101 102 104 106 108 110 111114 115 117 119 ub bl! 121 122 123 124 127 128 129 133 135 136 138 141 0 K. 143 144 145 146 147 148 150 288001 2 3 46 9 10 nal 1 11 18 19 20 25 26 31 32 33 34 35 36 37 38 40 46 I bu 50 317052 54 57 58 60 61 62 63 64 68 76 77 78 79 rage 82 83 86 87 92 93 95 96 98 99 100 326852 853 855 geren 856 860 861 864 866 867 868 871 872 870 870 7, 879 880 882 885 889 893 894 895 896 898 381602 3 603 604 606 607 608 609 610 611 614 615 617 618 eme 55 619.623 624 631 632 633 634 635 636 640 64 642 dulch di 645 646 647 648 649 650 à 120 M, Alle übrigen in 0 A0 den obigen Serien enthaltenen Nummern à 96 M. Zahl, ab. 91 bar 1. April. des Meininger 4proc. Prämienpfandbrie se. in gef Mein ngen, 3. Januar. Gezogene Serien: Nr. 238 811 perdun 912 923 1028 1046 1291 1512 1519 1612 1772 2044 Di. 2097 2131 2137 2207 2545 2673 3296 3710. Gewinne: S. 1028 Nr. 15 1 240,000 M.— S. 1519 Nr. 22 in N 45,000 M. S. 238 Nr. 25, S. 811 Nr. 9 S. 1028 daß de Nr. 7, 14 S. 1291 Nr. 20, S. 1520 Nr. 8, S. 1772, 300 N.. 23 3 9000 M. S. 973 Nr. 22 S. 1028 N.. 1, 5,„K fl le S. 1919 Nr. 9, S. 2044 Nr. 20 22 S. 2097 Nr. 2 fe N 1500 M. S. 238 Nr. 9, S. 811 Nr. 1, 2 16, S. ble 923 Nr. 1, 15, 20, S. 1028 Nr. 19, S. 1040 Nr. 8, paß 13, S. 1291 Nr. 2, S. 1512 Nr. 22, S. 1519 Nr. 0 fi 12. S. 1012, Nr. 20, 25, F. 1772 u. 13, S, 20% ye Nr. 11, S. 2137 Nr. 8, 13. S. 2207 Nr. 1. 14, 1 5 25, S. 2673 Nr. 10, 15, 22. 24, 25, S. 3296 Nr. 13 ½ dauer 19, 22. S. 3710 N. 8 2 600 M. Ale üerigen in den N lange, obigen S. enthaltenen Nummern à 300 M. Zahlbar 1 J bedbur 1. Februar. 1. trgibt 1— Vom menschlichen Aörper. 16 Aphorismen, gesammelt von E. H. 0 (Schluß). f 1 45 Die Zahl der Athemzüge beträgt bei Er- dun wachsenen etwa 12 bis 20, bei Säuglingen gegen beiden 40, bei größeren Kindern 24 in der Minute. 1 Ein Erwachsener gibt per Stunde 40 Gramm Kohlensäure und 20 Gramm Wasser von sich. —— — — ——— Was Kinder betrifft, so gehen hier nicht etwa, 10 wie anderwärts, deren zwei auf einen Erwach⸗ 20 senen, sondern ein Kind von 50 Pfund Gewicht 1 producirt ebenso viel Kohlensäure wie ein Er— 1 100 wachsener von 100 Pfund Gewicht. AM e Baring(Vierteljahrschrist f. Gesundheitspflege), p. 17, Bd. II. 1870) gibt folgende Uebersicht 4 20 von der Kohlensäure-Zunahme in Schulstuben: 7 Bei Beginn d. Side. Am Ende d. Stde? Morgens 8— 9 Uhr. 25 48 p. mille. 140 1 „ 17 l 1 e 62 8 1 Nachmitt. 2— 3„ 55. 9 5 3— 4, 65 94„ 3 1 Das Ein Erwachsener gibt durch die Haut binnen. danuüz 24 Stunden 5—800 Gramm Wasser mit kleinen Mengen Kohlensäure und einem Antheil flüchtiger 0 Fettsäuren von sich. Die Menge der durch( de Respiration und Perspiration von einem Individuum binnen 24 Stunden abgesetzen Exeremente beträgt etwa 20 Cubikfuß Kohlensäure und 2½ Pfund Wasser. 11 Der menschliche Körper enthält durchschnittlich etwa 70 Procent Wasser. Auf ein Körpergewicht bab! von 130 Pfund würden demnach etwa 90 Pfund 1 Donn Wasser kommen. Verliert der Körper bei an— b Sola haltendem Dursten täglich etwa 5 Pfund Wasser, 9 0 so sinkt sein Wassergebalt nach einem Tage auf f circa 68 Protent, nach 2 Tagen auf eirca 66 Procent, zur 1 nach 6 Tagen auf etwa 60 Procent, nach 10 Tagen 8 auf 50 Procent. Sind auch diese Zahlen nun annähernd richtig, so sind sie doch hinreichend, 1— zu erläutern, warum der Mersch einige Tage lang dursten kann, ohne daß Gesundheit und Leben 0 ernstlich bedroht werden. Der Körper hat in 2 0 seinem Innern so viel Wasser aufgespeichert, dag hee innerhalb weniger Tage beim Dursten der durch9b. schnittliche Wassergehalt seiner Theile nur um ud i wenige Procente herabgedrückt wird. 1 Lult Ein erwachsener Mann hat in unseren klimat⸗ aug ischen und sonstigen Verhältnissen im Durchschnitt n täglich ungefähr nöthig: 2500 Gramm Wasser außerdem(alles Folgende im trockenen Zustande N gedacht) etwa 100 Gramm Alluminate(stickstoff⸗ baltige, eiweiß ähnliche Körper), 250 bis 350 0 Gramm Kohlenhydrate(kohlenstoffhaltige Körper: 72 9 ü e ce L* a 5 abuse 10 ief⸗ 10 350 0 6 g 0 une — Stärke, Zucker 1c), 100 Gramm Fette und 25 28.1 Uestle's Kindermehl 210 empfieblt Wilh. Bernbeck. Gramm Salze. Das Verwetlen der Nahrungsmittel im Magen beträgt nach Löslichkeit derselben 2, 4, 6 Stunden; die Zeit, binnen welcher Genossenes den Verdau— ungs kanal passirt, ist gewöhnlich 12— 18 Stunden. Kerne sah man erst nach 3—4 Tagen abgehen. Nach den Beobachtungen des Amerikaners Beamont macht Rinderbraten drei, Kalbsbraten vier, Kaffee— und Butterbrod vier und einhalb, hartes Ei fünf, eingesalzenes Schweinefleisch gar sechs Stunden unserem Magen zu schaffen. Von 8 Pfund Speisen bleibt nur der 50. Theil, etwa 5%); Loth im Körper; alles Uebrige geht durch die Verduastung und durch die Excremente ab. Aber selbst diese 5 Loth vermehren das Gewicht des Körpers bei ausgewachsenen Menschen und im gesunden Zustande sast um nichts; auch sie verdunsten allmählich mit. Die Oberfläche des menschlichen Körpers wird im Mittel auf 14—15 Quadratfuß berechnet, so daß der Druck er Atmosphäte auf dieselbe über 300 Cir. beträgt. Die Zabl der Lungenzellen ist so bedeutend, daß sie, in einer Ebene ausge- breitet, 14,000 Quadratfuß oder einen halben preußischen Morgen bedecken würden. Für die normale Lebensdauer gab der französische Physiolog Flourens als Formel an: die Zeit⸗ dauer des Wachsthums(der Körper wächst so lange, als die Knochen mit ihren Ansätzen nicht Menschen 100(für den Elephanten 200, das Kameel 40, das Pferd 25, den Ochsen und Bären 20, den Hund 10) Jahre. Messungen von Quetelet haben indeß erwiesen, daß keineswegs mit dem 20. Lebensjahre, wie Flourens annimmt, das Längenwachsthum des Mannes beendet ist. Die Zeitdauer der Knochen-Entwicklung bei Thieren ist bis jetzt kaum annähernd bekannt. Nach medieinisch-bistorischen Nachweisen sollen die meisten Menschen, die nicht von Epidemien weggerafft werden, in der Näße ihres Geburts⸗ tages oder Zeugungstages sterben. Der menschliche Leichnam bedarf unmittelbar in der Erde fast nur eines Frühlings und eines Herbstes, um zu verwesen. Die Beschaffenheit des Bodens bewirkt indessen auch zuweilen ein Uebergehen der Leichen in Fettwachsbildung, wie das noch vor nicht sehr langer Zeit in Worcester und Zürich“) nachgewiesen worden ist. Auch die Verwesung unseres Körpete ist eine neue Entwick— lungsstufe der ewig jungen, ewig sprossenden Natur.“ *) An letzerem Orte fand man auf dem Kirchhose an der Promenade, welche im Jahre 1849 eröffnet wurde, als man die Umlegung der Leichen vornahm, sämmtliche Leichen in Leichenselt verwandelt. Es ist dies eine Masse, die die Form- und Gesichtsbildung ganz deutlich erhält, eine totale Verfettung des menschlichen Körpers. Sie kommi sstets nur da vor, wo Leichen längere Zett, 1½— 2 Jahre, auf einem lehmigen Boden und vollständig im Wasser eingebetlet liegen. Aehnliche Wahrnehmungen hat man früher schon in Venedig(Bleikammet), Brüssel, Handel und Verkehr. Grünberg, 15. Januar. Die Preise auf unsetem beuligen Fruchtmarkte beitragen: Walzen(50 Kilo) 10 M. 4 Piz Kern(50 Kile) 8 M.30 Pf.; Gerste(30 Kilo) 8 M. 28 Pf.; Hafer(50 Kile) 8 M. 16 Pf.; Moltet (50 Kilo)— M.— Pi.; Erbsen(50 Kilo) 10 M. 18 P..; Linsen(50 Kilo)—.— P..; Samen(50 Kilo) 14 M. 80 Pf.; Kartoffeln(50 Kilos)— M.— Pf. Frankfurt, 15. Jan. Det beutige Heu⸗ und Stroh⸗ matkt war sehr gut besabren bei matter Kauflufl. Heu kostete je nach Qual. per Ceninet Mk. 3.43 5.15. Stroh per Centner Mk. 3.43—3.80. Butter im Großhandel 1. Qual. das Pfund 91 Pf., 2. Qual. 86 PI. 1. Qual. im Kleinhandel das Pfuns M. 1.9, 2. Qual. M. 1.3, Taselbutter M. 1.20. Eier, italienische, das Hundert M. 8.20, frische M. 6.86, Kalk⸗Eier M 5.83. Frankfuct, 15. Jan. Feuchtbericht. Mehl Nr. 1 k. 40., Nt. 2 M. 35% Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 29., Ni. 5 M. 23., Roggenmehl%(Berliner Marke) M. B., do. II.(Berliner Marke) M. 22., Waizenschalen M. p, Waizen effectev hiesigen M. 21.50, bayer M.—. Roggen M. 16.—17., Gerste M. 17—21. Hafer M. 14—17. Kehl⸗ samen M. 33—35. Erbsen M. 21—24. Wicken M. 21. Kinsen M. 21—30. Nüböl M. 78. Die Preise verstehen sich fämmtlich per 200 Pfo. Zollgewicht= 100 Kilo. Main:, 15. Iinuar. Broducten-Markt. Walzen per März, 20.25, per Mat 20.50. Roggen per März 15.10. pet Mai 15.15. Hiser ver März 17.40, per Mai 17.60. übst per März—.—, per Mai 35.—, pet October 34.95. Nach Anordnung des Reichekanzlers hat die Post⸗ ordnung vom 18. December 1874 folgende Aenderungen erhalten:§ 5. Es dürfen nicht mehr als drei Packete zu einer Begleitadtesse gebören.§ 21. Bei Eilbestellungen auf's Land wire für jede Sendung und für jedes Kilo⸗ meter 15 Pf., im Ganzen jedoch nicht unter 75 Pf. für jede Bestellung erhoben. 91 8 f a N S ines verbunden sind) mit 5 multiplicirt. Dar nach Paris, Toulouse 2c. gemacht(Küchenmeister, Vortrag über Der obere Stock meines auses ergibt sich als normale Lebensdauer für den Leichen verbrennung). 180 ist anderweit zu vermiethen. Karl Staubi. ——*—* olzversteigerung a 8, dee, 5 9 N- 205 Johann Phllipp Jacob Rhein und dessen Ehe 228 1 2 a* N f 7 5 N frau Johanna Kalbarina, geb. Wörrishöfer dahier, letztere 22 Ein Teppich(Relder) wurde in hiefger Stadt 187 In den Freiberrlich von Franckenstein'schen Wald— 3 8 L gefunden. Der Eigenthümer kann denselben gegen Er⸗ distrikten„Engelsborn“ und„Mörler⸗Unter“ werden] Inhaberin der Firma J. Rhein dahler, baben bei stattung der Inseratgebühren bei der unterzeichneten versteigert: Gericht angezeigt, daß sie außer Stande seien, ihre Stelle in Empfang nehmen* 1. Donnerstag den 20. Januar l. J. Lläubiger vollständig zu befriedigen. Zur Abwendung Frienberg un 8 1876. 21 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 20 1„ Prügelholz, 53 5 Sichen Birken⸗Prügelholz, 10 5 Aspen⸗Prügelholz, 26„ Buchen Stockholz, 27 2 Birken 5 1200 Wellen Buchen-Reisholz, 2900„ Cichen⸗Birken Reisholz, 2. Freitag den 21. Jauuar l. J 269 Eichenstämme von 15—36 Centimeter Durchmesser, 4—13 Meter Länge mit 77,20 Cbm. Inhalt, Buchenstämme von 15—40 Centim. Durchmesser, 4—17 Meter Länge mit 7,12 Cbm. Inhalt, Birkenstämme mit 1,42 Cbm. Inhalt, Eichenstangen von 8— 14 Centimeter Durchmesser, 3-12 Meter Länge mit 15,97 Cbm. Inhalt, Birken und Buchenstangen mit 5,78 Cbm. Inhalt. ist zu Wagnerholz 29 12 231 92 Das Stamm- und Stangenholz vorzüglich geeignet. Zusammenkunft an beiden Tagen Vormittags 10 Uhr im Distrikt Engelsborn zunächst den ehemaligen Schieß mauern. Ockstadt den 13. Januar 1876. Der Freiherrlich v. Franckenstein'sche Oberfoͤrster NRNumpf. Holzversteigerung. 194 Nächsten Mittwoch den 19. d. Mis., Vormittags halb 10 Uhr, kommen in den bei Ober-Rosbach gelegenen Domanial⸗ Wald Distrikten„Westerfeld'scher Wald“, Schlag XI und„Kellerberg“, Schlag XII, 3969 Birken⸗Wellen, zu Besenreisern geeignet, 2 Fichtenstangen und 75 Gebund Ginstern zur Versteigerung. Ober⸗Ros bach den 12. Januar 1876. Großherzogliche Oberfoͤrsterei Ober-Rosbach. S track. Bekanntmachung. 222 Die Lieferung von 1000 Laibe Brod fur die hlesigen Armen für das Jahr 1876 soll auf dem Sub⸗ misstonswege vergeben werden. Die Lieferungsbeding⸗ ungen können auf hiesigem Rathhaus eingesehen werden und find die deßfallsigen Angebote bei der unterzeichneten Stelle bis zum Freitag ben 21. Januar d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, einzureichen. Frledberg den 13. Januar 1876. Großberzogliche Bürgermeisterei Friedberg. des foͤrmlichen Concurses und zum Versuch der Güte wird Termin auf den 4. Februar d. J., Vormittags 9— 10 Uhr, in das Local ves unterzeichneten Gerichts(Bangert 2) anberaumt, wozu die Gläubiger der genannten Firma unter dem Rechtsnachtheil, daß die Nichterscheinenden als dem Beschluß der Mehrheit beitretend anzusehen sind, eingeladen werden. Etwaiger Vergleichsbescheid wird nur durch Anschlag am Gerichtsbrett bekannt gemacht. Hanau, 7. Januar 1876. Koͤnigliches Amtsgericht, Abtheilung II. Co st er. „dt. Winkler Oeffentliche Bekanntmachung. 208 Am 13. Januar 1876 wurde in das Handels⸗ register eingetragen: Die von Jacob Friedrich in Köln auf dem sog. neuen Selserbrunnen bei Groß Karben bisher unter der Firma„Neuer Selser⸗ Brunnen J. Friedrich“ betriebene Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. — one ak. 1 Holzversteigerung. 209 Dienstag den 25. und Wittwoch den 26 d. Mts., sollen in dem Gräflich Stolberg'schen Revier RNanstadt, Distrikt Hardt, nachstehende Holzsortimente versteigert werden: 216 Raummeter Kiefern⸗Scheitholz, 30* 436 436 „ Stangen⸗Prügelholz, 5 Astreiser Kiefernstämme, 1— 19 Meter lang, 20—52 Centi⸗ meter dick mit 305 Festmeter. Unter dem Stammholze befinden sich viele, sehr schoͤne starke Stämme Den ersten Tag kommt das Brennholz und ein Theil des Nutzholzes, den zweiten Tag der Rest des Nutzholzes zum Ausgebot. Zusammenkunft an beiden Tagen Morgens 9 Uhr in Handlung wird seit dem 7. Januar 1876 unter der Kanstadt. Firma 8 Gedern den 14. Januar 18786. „Taunus ⸗ Brunnen J. Friedrich“ Gräftiche Oberförsterei Gedern. von dem Genannten weitergeführt. Kirchner. Vilbel am 14. Januar 1876 Großherzogliches Landgericht Vilbel. Jäger, Pückel, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Holz-Versteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. Dienstag den 25. Januar soll im Distrikt Riedwald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Naummeter. Wellen Buchen 20 43 19 610 Eichen 18 52 47,5 1110 Nadelholz— 6,5 1270 Ferner: 195 Eichenstümme von 15— 53 Centimeter Stärke, bis zu 16 Meter Länge mit 112,67 Cbm. Inhalt, 14 Fichtenstämme mit 5,65 Cbm. Inhalt und 86 Fichtenstangen mit 7,93 Cbm. Inhalt. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr auf dem Har bacher Weg an der Pfaffenschneise, eirea 1½ Stunden von hiesiger Eisenbahnstatton- Elch, 14. Januar 1876. 206 Wimmenauer, Forstrath. Für Kurzwaaren⸗ Detallgeschüfte. 207 Man wünscht soliden und achtbaren Firmen obiger Branche einen sehr gangbaren und aäußerst gut rentirenden Artikel zum Alleinverkauf in Depot zu übergeben. Re— flektanten wollen sich wegen näherer Auskunft sub R. 162 an das Central-Aunoncen Bülrean von Rudolf 600 Mark 211 liezen in der hlesigen Kirchenkasse gegen gerichtliche Hypothek und 5% Zinsen zum Ausleihen bereit. Ober⸗Wöͤllstadt den 15. Januar 1876. Veith, Kirchenrechner. 8 25 8 5. 28 8 3 —* 2 0*— 2= —— 88 f r 8 5 88 Die soeben erschtenene Nr. 16 enthält: Ein Familienzwist. Roman von Ludwig Harder.— Deutsche Städte und Bauten. IV. Limburg und Harten burg. Von Dr. C. Meblis. Mit Originalzeichnung von B. Mannfeld: Limburg in der Pfalz.— Wilde Men⸗ schen und Wolfskinder. Von R A. Ein Opfer. Novelle von F. L. Reimar.(Schluß.) Am Familien- tische: Ein Wort zu Gunsten des Strickstrumpfes. Wit dem Bilde von Herterich: Strickunterricht.— Die Gz⸗ plosion in Bremerhafen. Mit dem Porträt und Auto- graph Thomas. Zu Bestellungen empfiehlt sich Mosse, Fraukfurt a. M. wenden.(125¾l.) Carl Bindernagel in Friedberg. — 77. ⁵˙ eee: ee e ee e e r N 7 55 25 *. ö . S 4 3 r Annoncen Bekanntmachungen aller Ark: ö a Offerten, Benachrichtigungen, Waaren⸗ Empfehlungen, Versteigerungen Gesuche, werden an alle Zeitungen vermittelt. Die Annoncen-Aufgeber sparen also Berechnet wi Carl Bindernagel's Briesschreiben, Zeit und Porto. Erpedition. 1d nur der Originalpreis der betreffenden Zeitung Bei den eben beginnenden Holzversteiger meister, Oberförster ꝛc. auf den in Gießen erscheinenden Gießener (Auflage 3000 Exemplare) ergebenst aufnerksam mit 10 Pfennig pro Zeile und dürfte bei seiner großen gelten, zumal in Gießen selbst und in der Umgegend lungen und Holzschneidmühlen befinden. 176 ungen erlauben wir uns die Herren Bürger Anzeiger zu machen. Derselbe berechnet derlei Inserate Verbreitung als sehr wirksames Organ sich mehrere bedeutende Holzhand- Achtungsvoll Die Expedition des Gießener Anzeigers. Für Schmiede. 100 Centrer schwere Hufeisen und Radreife 185 Centner billigst. habe erbalten und verkaufe dieselben per J. Ehrlich in Friedberg. Dau-, Werk-& Nutzhohzversteigerung im Gemeindewald Gettenau, Oberförsterei Bingenheim. Montag den 31. Januar, Vormittags um 40 Uhr, werden in obigem Gemeindewald, Distrikt Sümpfe, nach verzeichnete Holzsortimente, als: 6 Eichen-Werkholz⸗ stämme von 60— 95 Centimeter mittlerem Durchmesser und 2,2— 10 Meter Länge, 19,44 Kubikmeter haltend; 55 Eichen⸗Baustämme von 22—84 Centimeter mittlerem Durchmesser und 4— 14 Meter Länge, 86,79 Kubikmeter haltend; 1 Eichen⸗Stockklotz für Schmiede von 85 Centi⸗ meter mittlerem Durchmesser und Meter Länge, im Ganzen 106,8 Kubikmeter Eichenklötze, meistbletend ver— steigert. Das Holz ist durchweg gesund, von vorzüglicher Güte und lagert im westlichen Theile des genannten Waldes, in unmittelbarer Nähe des Bingenheimer Forst— hauses, eirca 2 Kilometer von Echzell entfernt. Gegen Bürgschaft wird Credit bis Martini d. J. bewilligt. Gettenau den 15. Januar 1876. Großherzog iche Bürgermeisterei Gettenau. 213 Muth. Holz⸗Versteigerung 212 Im Stadtwald zu Lich, Distrikt Plattenwald und Fichtenkopf, kommen Mittwoch den 26. und Donnerstag den 27. d. J., Morgens 9 Uhr, nachverzeichnete Holz— sortimente zur Versteigerung: I. Bau⸗ und Werkholz den 26. Januar: 252 Eichenstämme von 18— 48 Centimeter Durch- messer, 5— 16 Meter Länge, 183 Kbm. haltend, 17 Buchen- und Hainbuchenstämme, 5 Fichtenstämme, 160 Fichtenstangen, 10— 14 Centimeter Durchmesser, 12—18 Meter Länge= 18,24 Kbm. haltend, 16 Eichenstangen. II. Breunholz den 27. Januar: 30 Naummeter Buchen⸗Scheitholz, 170 1„ und Eichen Prügelholz, 146 2 desgleichen Stockholz, 3500 Wellen desgleichen Reisholz, 7400„ 5 Durchforstungsreiser. Die Zusammenkunft und der Anfang sind jedesmal am Pflanzgarten am Hattenröder Vieinalweg. Lich den 17. Januar 876. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. e Zum Anfertigen von Damenkleidern im Hause empfiehlt sich unter Zusicherung geschmackvoller Arbeit und reeller Bedienung 117 Käthchen Werner in der Vorstadt. Verloren. 156 Von Friedberg nach Nauheim ist am vergangenen Freitag ein Sack mit 24 Leinkuchen verloren gegangen. Der redliche Finder wird gebeten denselben bei Ferdinand Damm in Friedberg abzugeben. Fee ee eee. i Trauben-Brust-Honig . allein ächt 3 f nebigem Fabrikstempel 2 Flasche 1, 1½ und 3 Mark in Friedberg bei Dr. Uloth, 0 Hof- Apotheker, und C. Görtz, „Hof-Apotheke zum Engel“, in Bad⸗Rauheim bei Ph. J. Weiß, in Butzbach bei A. Gimbel. 221 0. 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Kappes, Schreinermeister. 124 Für Petritag wird ein braves, williges Dienstmädchen Näheres bei der Expedition d. Anz— gesucht Ein Oetconomicverwalter sucht zum 1. März oder früher Stelle. Nähere Aus⸗ kunft ertheilt d. Exped. d. Anz. 175 218 Eine gute Havanah-Ausschuß-Cigarre (5 Stück für 20 Pfennig) empfiehlt Wu. Werne Danksagung. 215 Der Nieder-Florstädter Kranken-Unterstützungs⸗ Verein und der Militär- Krieger-Verein sagen hiermit ihrem Ehrenmitgliede Herrn Rentmeister Müller für die freundliche Gabe von 100 Mark ihren herzlichsten Dank. Nieder-Florstadt am 15. Januar 1876. Für die Vereine: Die Vorstände. 5 eine Stelle sucht, eine solche Wer zu vergeben hat, ein Grund— stück zu verkaufen wünscht, ein solches zu kaufen beabsichtigt, eine Wirthschaft, Oeconomiegut ꝛce. zu pachten sucht, eine Geschäftsempfehlung zu erlassen ge⸗ denkt, überhaupt Rath zu Insertionszwecken bedarf, der wende sich vertrauensvoll an die Annoncen Expedition von G. L. Daube& Co., CENTRAL- BUREAU Frankfurt a. M. und Mutter Katharing Kreuter, geb. Falck, zur letzten Ruhestätte begleitet haben, sagen wir unsern herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. e e Verantw. Red.: Carl Bindernagel- Druck und Verlag von Carl Bindernagel, I borinen ur pol II. getmigte ben ierg heim unt Stdürpwi F. Abelsfa, J.. Achrerste Wawalie 1 mann 1 bern Vun