am isn burg d.*— unt „ Saen — Dienstag den 17. October. . 123. Die Petitzeil wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Betreffend: Die aus dem evang. Centralkirchenfonds an Amtlicher Theil. Geistliche zu leistenden Zulagen. Friedberg am 13. October 1876. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 23. Mai dieses Jahres, Kreisblatt Nr. 63, wollen Sie die Gemeinde-Einnehmer anwelsen, die erhobenen Kirchensteuern ungesäumt an den Rechner des Central-Kirchenfonds zu Darmstadt abzusenden. * Betreffend: Die von den Gemeinden für die 1876er Holzsamensendungen zu leistenden Ersatzzablungen. 1 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Wald besitzenden Gemeinden und die Markvorstände. 5 Ueber den aus dem Großberzoglichen Holzsamen- Magazin für 1876 für Ihre Waldungen bezogenen Holzsamen gehen Ihnen die Auszüge gleichzeitig unter Couvert mit der Weisung zu, sofort für die Auszahlung der Beträge zu sorgen. Bft ee g une g. Trapp. Friedberg den 16. October 1876. Tera p p- Die Amtstage des unterzeichneten Landgerichts werden Dienstag und Mittwoch, in den Stunden von 8—12 Uhr Vormittags und von 2—5 Uhr Nachmittags abgehalten. Altenstadt am 12. October 1876. * 1 * Großherzogliches Landgericht Altenstadt. May. Deutsches Reich. Darmstadt. Militärnachrichten. v. Bötticher, Oberst vom 3. Gr. Hess. Inf.⸗Regt.(Leib-Regt.) Nr. 117 zum Commandeur des 2. Nass. Inf.“ Regts. Nr. 88 ernannt. von Schmid, Major, aggr. dem Hannover. Füs.⸗Regt. Nr. 73 in das Gr. Hess. Inf.-Regt.(Leib-Regt.) Nr. 117 ver⸗ setzt. vom 2. Bat.(Friedberg) 1. Gr. Hess. Landw. Regts. Nr. 115, Dr. Ried, Assist.⸗ Arzt 2. Kl. der Res. vom 1. Bat.(Darmstadt I) 1. Gr. Hess. Landwehr-Regts. Nr. 115, zu Assistenz⸗Aerzten 1. Klasse der Reserve befördert. — Am 7. Oct. wurde der Ober-Appellations- un? Cassationsgerichtsrath Geheimerath Dr. Dern⸗ burg, unter Anerkennung seiner Dienste, auf Nach- suchen in den Ruhestand versetzt. Am 12. Oct. wurde der Obersteuerrath Müller zum vortragen- den Rath bei dem Ministerium der Finanzen mit dem Titel„Geheimer Finanzrath“, und der Oberdomänensekretär Grünewald zum Rath' und Mitglied der Ober-Forst- und Domänendirektion mit dem Titel„Oberdomänenrath“ ernannt. — Für Eisenbahnen ist der Voranschlag der Stagtsausgaben mit sehr ansehnlichen Summen belastet. In dem ordentlichen Budget sind für die Oberhessischen Bahnen 1,695,303 Mark, für die Zinsen- Garantie der Hessischen Ludwigsbahn 704,697 Mark eingestellt. Auf das außerordent-⸗ liche Budget, das als einzigen Einnahme- Posten die bis Ende 1875 entstandenen Ueberschüsse von mehr als 12 Millionen Mk. zeigt, ist angewiesen für die drei Jahre der Finanz Periode wer ver⸗ tragsmäßige Zuschuß für den Bau der Main- Neckar-Bahn mit je 1,071,428 Mark, zusammen 3,385,714 Mark 29 Pf.(Nach dem 22. Art. des Vertrags mit Baden ist dieser Zuschuß, auf 2½ Millionen Gulden 83,928571 Mark, 14. Pf. efigesetzt) Sodann für die Bauten der Main ⸗ Weser Bahn(statt 1 Million) 800,000 Mark, wovon 560,000 Mark bereits verwendet sind. Für Umbauten der Main-Neckar Bahn sind 53,500 Mk. bewilligt, und endlich ist noch be⸗ willigt die erste Rate mit 171,428 Mk. 57 Pf. der der Hessischen Ludwigs Bahn für den Bau der Bahn Erbach-Eberbach zu leistenden Subvention von 500,000 fl. im Ganzen(deren Zurückzahlung beginnen soll, sobald die Bahnstrecken Erbach⸗ Eberbach und Babenhausen Hanau Rein-Exträg- Meile liefern). und 2,300,000 Mk. Zinsen-Garantien. Budget mit einer Hauptsumme von fast nur Dr. Bausch, Assist.-Arzt 2. Kl. der Reserve lich. Wie es indessen scheint, wird dieses Ver- hältniß sich noch insoweit ändern, als dem Ver— nehmen nach sich bei den Oberhessischen Bahnen bereits das Bedürfniß nicht unbedeutender bau- licher Verbesserungen immer dringender herausstellt. — Die Regierung hat den Ständen einen Gesetz- Entwurf zugehen lassen, wonach die im Besitz des Staats befindlichen Eisenhahnen der Besteuerung nicht unterliegen sollen. Bezüglich der oberhessischen Bahnen soll diese Bestimmung erst mit dem nächsten Jahr in Kraft treten, und dermalen sind auch diese Bahnen die einzigen, be— züglich deren das Gesetz eine praktische finanzielle Bedeutung haben wird, da die übrigen im Staats- Besitz befindlichen Bahnen durch Special-Gesetze, Staats⸗Verträge ꝛc. bereits steuerfrei sind. Gießen. Im Gegensatz zu der Darmstädter Handels-Kammer hat sich die Gießener gegen das Reichs⸗Eisenbahn-Project ausgesprochen. Der Kanzler der Universität Gießen, Geheime Justiz- Rath Prof. Dr. Wasserschleben, hat sein Mandat als Abgeordneter der hessischen Landes- Synode niedergelegt. Das Wiederzu— sammentreten der Landes⸗Synode dürfte dem Ver— nehmen nach schwerlich vor der zweiten Hälfte des November, vielleicht erst im December, zu er— warten sein. Mainz, 13. Oct. Das Ober-Gericht sollte heute in den Appell⸗Sachen gegen Bischof Ketteler wegen gesetzwidriger Besetzung der Pfarrei Castel und Ernennung des Decans zu Heppenheim ver— handeln. Der Vertheidiger des Bischofs, Dr. Du— mont, erhob indessen nachträglich den Einwand der Rechts⸗Unzuständigkeit der ersten Instanz(Be- zirks-Gericht), indem er sich auf ein älteres fran: zösisches Ausnahme ⸗Gesetz vom 20. April 1810 stützte, nach welchem die Aburtheilung höherer Beamten, Bischöfe 1c., die wegen Vergehen gegen die Staats Gesetze angeklagt sind, vor dem Gerichte zweiter Instanz zu geschehen habe. Das Ober— gericht hat das Urtheil über den bei beiden Pro- ceduren gleichen Einwand auf den 27. l. Mts. nisse von mehr als 45,000 fl. auf die geographische * vertagt. Unser Eisenbahn Ausgabe-Etat ist demnach auf 6,710,642 Mk. 76 Pf. gestiegen. die Lage als ernst. Hiervon sind 4,239,214 Mark 19. Pf. gute, den Süd Grenzen Rußlands bestätigt sich. Das 171,428 Mk. 57 Pf. zweifelhafte Capital- Anlagen Gerücht von der Abdankung Kaiser Alexanders Für ein tritt wiederholt auf. 1 18 Millionen Mark ist dieses gewiß recht ausehn- heute aufgelöst worden. der 20., bezw. 27. Oet. Berlin, 14. Oct. Die Diplomatie betrachtet Die Truppen-Häufung an 14. Oet. Das Abgeordneten-Haus ist Die Wahl-Termine sind Die Landräthe sind als Wahl-Commissäre bestellt. — Dienstag den 17. Oct. tritt die Reichs⸗ justiz-Commission wieder zusammen. Um dieselbe Zeit werden auch die Justiz-Minister der dem Justiz⸗Ausschuß des Bundesraths angehörigen Staaten in Berathung über die Justizgesetze treten. In der letzteren Berathung liegt der Schwerpunkt der Entschließungen des Bundesraths und es wird sonach wohl schon in den nächsten zwei Wochen das Schicksal dieser Gesetze mit einiger Sicherheit zu übersehen sein. Posen. Der„Pos. Zig.“ schreibt man: Die Kähmer Tumultuanten, welche sich an den König um Begnadigung gewendet haben, sind abschlägig beschieden worden. Dresden. Der Synode ist ein vom Landes- Consistorium bearbeiteter General-Bericht über die Zustände der evangelisch-lutberischen Kirche Sachsens am Schlusse des Jahres 1875 zugegangen. Dem selben ist zu entnehmen, daß in den letzten 5 Jahren 74 Pecsonen von der evangelischlutherischen Kirche zur katholischen, von dieser zur evangelischen aber 130, und zu den Dissidenten 1727 übergetreten sind; dem Judenthum hat sich eine Person zuge: wandt. Sehr wird vom Consistorium über die geringe Sonntags-Heiligung geklagt namentlich in den eigentlichen Fabrik- und Kohlen- Bergbau⸗ Distrieten. Als Hülfsmittel dagegen schlägt man strengere Handhabung der Sonntags-Polizei, Be- schränkung des Eisenbahn-Verkebrs, bessere Controle der Fabriken ꝛc. vor. Auch wird die wachsende Zahl der Wirthshäuser, das Ueberhandnehmen des Vereins- Wesens mit seinen Auszügen und Festlichkeiten u. dgl. mit getadelt. Der Kirchen- Besuch ist in den eigentlichen Bauern-Dörfern am zufriedenstellendsten. In den Städten sinkt er mehr und mehr; am seltensten besuchen die Dienstboten und die heranwachsende männliche Jugend die Kirchen, und prinzipiell halten sich die Socialdemo: kraten denselben fern. Bayreuth. Das hiesige Schwurgericht ver— urtheilte den Kaplan Hopfenmüller von Bamberg Oberhessischer Anzeiger. 1 * 1 wegen Majestäts Beleidigung zu dreimonatlichem Gesängniß.(Der Genannte hatte in dem von ihm redigirten Blatte denselben Artikel der„Ger— mania“ abgedruckt, wegen dessen der Redacteur dieser Zeitung jüngst in Berlin freigesprochen, der Abgeordnete Rittler aber in Würzburg zu sechs⸗ monatlichem Gefängniß verurtheilt wurde.) Würzburg. Redacteur Rittler ist vom Schwurgericht wegen Majestäts Beleidigung zu sechsmonatlicher Gefängnißstrafe verurtheilt. Karlsruhe, 14. Oct. Die General⸗Synode hat einen Antrag des Stadtpfarrers Schellenberg von Heidelberg angenommen, wonach das Refor- mationssest und der Bußtag als allgemeine pro- testantischt Feiertage in allen evangelischen Kirchen an denselben Tagen und zwar an Sonntagen zu feiern sind. Straßburg. Die Erd⸗Arbeiten zum Bau des dreizehnten Forts am oberen Rhein beim Altenheimer Hofe sollen noch in diesem Jahre in Angriff genommen werden, nachdem nunmehr auch die neuangelegte Militär-Straße durch den Rhein— Wald zwischen Fort Werder und dem Altenheimer Hof fertiggestellt worden ist. Die Special-Entwürfe sind vom Kriegs⸗Ministerium genehmigt und die auszuführenden Arbeiten im Wege der Submission an ein Consortium vergeben worden; es wird nur noch der Eingang der Bestätigung des be— treffenden Contractes abgewartet, um den Bau ungesäumt zu beginnen. Durch die Anlage dieses Forts soll die Verbindung mit den rechtsrheinischen Forts hergestellt werden. Letztere sollen in diesem Jahre bis auf den inneren Ausbau beendet werden. Ausland. Belgien. Brüssel. Bei der Wiederer⸗ öffnung der Universität Löwen betonte der Rector in seiner Ansprache, daß die Katholiken das tiefe und unüberwindliche Vorgefühl der bevorstehenden Leiden eines brudermörderischen Kampfes hätten; er rieth der studirenden Jugend, sich dafür bereit zu halten. Türkei. Constantinopel. Der„Pol. Corr.“ wird aus Cattaro gemeldet: Der Kampf bei Spuz am 9. d. lief für die Montenegriner ungünstig aus; die Türken drangen eine halbe Meile nördlich von Spuz vor, bemächtigten sich der auf den Anhöhen befindlichen Positionen der Montenegriner, woselbst sie sich sofort verschanzten. Ebenso haben sich die Türken bei Klobuk, Zas lap und Grancarevo stark verschanzt und ihre Verbindung nach Trebinje hin gesichert; hier haben die beiden Theile ihre früheren Stellungen auch jetzt noch inne. — 12. Oct. Die Pforte hat Waffenstillstand bis zum 15. März beantragt und gleichzeitig an die Großmächte das Ersuchen gerichtet, betreffs Regelung der einzelnen Punkte ihrerseits Offiziere zu delegiren; die türkischen Befehlshaber werden beauftragt, sich mit letzteren, sowie mit dem ser⸗ bischen und montenegrinischen Truppenführern in Einvernehmen zu setzen. soll auf Grundlage des derzeitigen Besitzstandes festgellt werden, doch wäre die türkische Regierung bereit, ihre Positionen auf serbischem Gebiete zu räumen, falls man sich von serbischer Seite ver— pflichten würde, dieselben nicht zu besetzen. — 13. Oct. Die Pforte hat den hiesigen Vertretern der fremden Mächte eine Mittheilung zustellen lassen, worin die neu zu begründenden Institutionen der Türkei aufgezählt und entwickelt werden. Eine gesetzgebende Versammlung, gewählt von den Einwohnern der Hauptstadt und den übrigen Verwaltungsbezirken, soll alljährlich drei Monate in Constantinopel tagen, um das Reichs: budget und die Steuern festzustellen und neue Gesetzentwürfe zu berathen. Außerdem soll eine andere Versammlung mit dem Wirkungskreise eines Senates geschaffen werden. Gegenwärtig arbeitet eine Commission hoher mohamedanischer und christ⸗ licher Würdenträger unter dem Vorsitz von Midhat Pascha ein Gesetz aus, wodurch die Functionen obiger beiden großen Körperschaften näher bestimmt werden. Die Commission ist ferner mit der Be— rathung eines Gesetzentwurfs beschäftigt, betreffend die Reorganisation der Provinzial Verwaltung. Baschi⸗ Bozuks Die Reorganisation wird alle Bestimmungen des haben wird.“ beits-Kämpfer in Belgrad verkehren, hat sich der Die Demarcations-Linie Polizei-Präfect der Residenz genöthigt gesehen, in Gesetzes über die Vilapets zur Ausführung bringen und ferner darauf abzielen, das Wahlrecht in großem Maßstabe auszudehnen. Die General- räthe der Provinzen sollen die Ausführung der gesetzlichen Bestimmungen überwachen. Während der Zeit, in welcher die Generalräthe nicht ver⸗ sammelt sind, sollen die Executivbeamten durch Ver⸗ waltungsbeamte überwacht werden, welch letztere gleichwie die Generalräthe von der Bevölkerung gewählt werden. Schließlich wird in der Mit⸗ theilung an die hiesigen fremden Gesandten be— merkt, daß die in obiger Weise beabsichtigten Institutionen den bezüglichen Wünschen der Mächte entsprächen, Garantien für eine gute Verwaltung darböten und eine gründliche Besserung derselben herbeiführen würden.— Die Seitens der Pforte aufgestellten Bedingungen für den Waffenstillstand sind folgende: Es soll verhindert werden, daß die gegenwärtig im Besitze der türkischen Armee be— findlichen Positionen von den Serben wleder be— setzt werden; jede Einfuhr von Waffen und Munitlon in die beiden Fürstenthümer ist zu untersagen, deß⸗ gleichen der Zuzug von Freiwilligen aus dem Auslande wirksam hinanzuhalten; der serbischen und montenegrinischen Regierung soll untersagt werden, den benachbarten aufständischen Provinzen irgend welche Hülfe zu leisten. — 13. Oct. Nach Privat- Berichten zeigte sich die türkische Regierung bei ihren Mittheilungen an die dortigen Botschafter der Mächte sehr ent— gegenkommend. Danach bestätigt sich auch, daß die Mächte von der Pforte ersucht worden find, Commissäre zu ernennen, welche die Demarcations“ Linien der Armeen während des Waffenstillstandes zu bestimmen hätten; letzteren würde die türkische Regierung sogleich nach Ernennung der Commissäre eintreten lassen. Die bereiks oben gemeldeten, in Form von Wünschen und nicht als ausdrück— liche Bedingungen aufgestellten Waffenstillstands- Normen würden nach Auffassung der Pforte die Wirksamkeit des Waffenstillstandes sichern und die Wiederkehr bedauerlicher Zwischenfälle verhüten. Die„Corrsp. Havas“ glaubt zu wissen, daß in Folge der Erörterungen zwischen den Cabinetten der Wunsch der Pforte nach Ernennung von Com- missären erfüllt werden zu wollen scheine. Es habe bereits ein Gedanken Austausch hierüber unter den Mächten stattgefunden und sollten die Militär⸗Attachés bei den Botschaftern in Constan- tinopel als Commissäre designirt werden. Der „Moniteur“ erachtet die von der Pforte bezüglich des Waffenstillstandes gestellten Bedingungen für sehr verständig; das Resorm-Programm derselben scheine darauf angelegt, den früher von den euro— päischen Mächten geäußerten Wünschen und Vor⸗ schlägen Rechnung zu tragen, und verdiene dem⸗ nach eine ernstliche und wohlwollende Prüfung. Serbien. Belgrad. Angesichts der vielen russischen Gäste, welche als Volontärs und Frei⸗ einem öffentlichen Circular Frauen und Mädchen zu warnen, sich nach Einbruch der Dämmerung auf die Gasse zu wagen. Anlaß zu dieser Vor⸗ sicht soll ein Attentat auf die Gattin eines Ministers und die verbrecherische Vergewaltigung eines jungen Mädchens gegeben haben. Rumänien. Bukarest. Unterm 9. Oct. meldet ein„Times“ Correspondent bezüglich der Einwanderung russischer Freiwilliger:„Gestern passirten 300 Kosaken durch Rumänien auf ihrem Wege nach Serbien. Einhundert von ihnen waren beritten. In Rumänien besteht ein Einfuhr⸗Zoll auf Pferde. Die berittenen Kosaken kamen beim Einrücken in das Fürstenthum in Truppen von 4 bis 5 Mann zu dem Grenz⸗Zoll Amt und be⸗ zahlten den Pferde-Einfuhr-Zoll mit der Ab- machung, daß ihnen das Geld bei der entgegen- gesetzten Grenz Station zurückerstattet werde, eine Verpflichtung, die richtig erfüllt wurde. Dieser Durchzug von 300 Mann und 100 Pferden war ein Versuch. Sein vollständiger Erfolg macht die rumänische Heer Straße frei für eine voll- kommene Kosaken-Horde, welche ihr Glück gegen und Tscherkessen zu versuchen Nußland. Petersburg. Das von Wiener Zeitungen gemeldete Gerücht, der Kaiser Stelle als sensationelle Erfindung bezeichnet. — Es wird immer klarer, daß Sumarokoff in Wien eine ablehnende Antwort auf den Brief des Czaaren erhalten hat. Man schreibt rarüber von hier: Die eigenthümliche Haltung der Presse gegen⸗ über dem doch für Jedermann, der sehen will, klaren Ergebnisse der Misston Sumarokoffs, welches von den russischen Blättern als ein günstiges, erfolg- reiches und zufrledenstellendes bezeichnet wird, erklärt sich dadurch, daß die Regierung Alles auf bietet, damit der Schein nicht aufkomme, als habe ste eine Niederlage erlitten. Es sind in dieser Beziehung bestimmte Weisungen des Fürsten Gort⸗ schakoff sowohl an die Legationen, als an die Behörden im Innern des Landes, die mit der Presse in Berührung stehen, ergangen, in welchen Weisungen der Mission Sumarokoffs Erwähnung geschieht und betont wird, daß die Mittheilungen, welche der General nach Livadia überbracht, den Zar sehr befriedigt haben. In den Blättern spiegelt sich natürlich diese Auffassung par ordre ab. — 14. Oct. Von Allem, was von Seiten der Regierung, wie von Seiten des Hofes geschieht, deutet Nichts darauf hin, als ob man in diesen Kreisen mit der Eventualität des Zustandekommens eines Waffen⸗ triebenen Kriegs- Vorbereitungen werden dagegen mit jedem Tage offenkundiger. Es gilt dies nicht blos von den militärischen Rüstungen, den fort— gesetzten Werbungen, Bildung ganzer Freiwilligen Regimenter, Ankäufen von Schiffen und Kanonen, Pferde⸗Conseriptionen, der Bestellung von 125 Ctr. Charpie bei einem Frankfurter Hause, u. s. f., sondern auch von finanziellen Maßnahmen behufs der für den Krieg erforderlichen Geld-Beschaffung. Die Berufung des Finanz⸗Ministers Grafen Reutern nach Livadia hängt damit zusammen. Die„Agenee Havas“ meldet denn auch schon von heute: Ruß land hat den Waffenstillstand von 6 Monaten ab- gelehnt und von Neuem verlangt, daß den Krieg⸗ führenden ein Waffenstillstand von 6 Wochen auferlegt werde; es kommt somit auf die der Türkei von England vorgelegten und von den Großmächten unterstützten Vorschläge zurück, und der Pariser „Temps“ schreibt hierzu: Indem Fürst Gortschakoff den sechsmonatlichen Waffenstillstand, der nach seiner Meinung keinen dauerhaften Frieden bringen könnte, verwirft, setzt er die Unmöglichkeit aus- einander, Serbien und Montenegro zu verpflichten, ebenso lange in einer kritischen Situation zu ver⸗ bleiben; er gibt zu bedenken, daß Europa während dieses Zeitraums in Bezug auf Handel und Ver- kehr schwer leiden würde und schließt seine Argu— mentation, indem er sagt, der Waffenstillstand von sechs Wochen könnte verlängert werden, wenn der Gang der Verhandlungen solches als nöthig dar thun sollte. Der„Temps“ glaubt, daß die Türkei Verhandlungen über die Dauer des Waffenstill— standes nicht ablehnen würde; die Pforte habe in London versöhnliche Erklärungen in diesem Sinne abgegeben. 5 Amerika. New⸗Nork, 14. Oct. Nach den jetzt vollständig dorliegenden Wahl- Berichten beziffert sich die Majorität der für die demokratische Partei bei den Wahlen in Indiana abgegebenen Stimmen auf 5000. Die Republikaner haben noch einen weiteren Congreß Sitz gewonnen. Aus Stadt und Land. Friedberg, 14. Oct. Heute Morgen war großer Butlerstrike auf dem Wochenmarkt. Die Händler forderten M. 1. 60, die Käufer wollten nur M. 1. 30 geben, da es bekannt geworden war, daß die Händler in der Gegend von Reichelsheim und Echzell die Butter zu 80 Pf. bis M. 1. gekauft hatten. Die Marktordnung wurde seitens der Polizei auch etwas strenger gehandhabt, vor 11 Uhr durfte Niemand hausitren gehen, und so kam es denn, daß die Händler mit ihrer nichtverkauften Waare unter ver⸗ schiedenen Drohungen wieder abzogen. Wenn die Käufer auf dem Wochenmarkte jedesmal fest zusammen hallen, so wird der Preis sehr bald nur nach der Nachfrage und nicht wie seither nach dem von den Händlern gemachten Angebot sich richten. Friedberg, 15. Oct. aber ziemlich schweres Wetter über die Stadt. Heute Nacht zog ein kurzes Der Blitz schlug in dem Windecker'schen Hause auf der Kaiserstraße ein, richtete aber glücklicherweise keine großen Zerstörungen Stillstanvs auch nur— rechne; die mit Hast be. beabsichtige abzudanken, wird von unterrichteter — ä— fängn Voll 1 M0 Verlei Unlet Dalet, Meine bürger, O. ber L äh schtille Vassel mit 2 Rocklo einen! berküt wißhe welch Die gebre 2 sielle Gem dei sch * 7 und nicht iel Schaden passirt, und die dem Schrecken davon. an. Außer einigen zerschlagenen Ziegeln, dem Durchlöchern n des Berputzes einer Wald ist eee eee eee HOerunterwe Bewohner kamen mit 11 Gießen. Der Schwurgerichtshof der Provinz Ober⸗ hessen vom 4. Quartal l. J. hat im Verlauf seiner wei⸗ teren Sitzungen in den nachverzeichneten Anklagesachen erkannt: Am 5. October gegen Jost Euler von Vonhausen wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit, Gefängnißstrafe von 9 Monaten. Denselben gegen K. Lehmann von Gedern wegen Körperverletzung, Gesängnißstrafe von einem ahr. Am 6. gegen H. Schmelz von Reinlos wegen Urkundenfälschung, Gefängnißstrafe von 8 Wochen, an welchen jedoch 4 Wochen als bereits verbüßt, in Abrechnung gebracht werden. Denselben gegen L. Halberstadt von Gießen wegen Urkundenfälschung und Betrugs, Zuchthaus⸗ strafe don 2 Jahren. Am 7. wurde gegen H. Sang von Sichenhausen, angeklagt wegen Versuchs der Nothzucht— nachdem das Verdict der Geschworenen auf„Nichtschuldig“ lautete— auf Freisprechung erkannt. Denselben gegen C. Rotb J. von Wallenrod wegen Urkundenfälschung, Ge⸗ fängnißstrafe von 9g Monaten. Denselben gegen C. Gonter IV. von Ober-Gleen wegen Diebstahls, Gefängnißstrase von 4 Monaten. Am 9. gegen Chr. Müller von Schlitz wegen Verleitung zum Meineid, Zuchthausstrafe von 2½ Jahren unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer don 3 Jahren, sowie gegen H. Hütsch von da wegen Meineids, Zuchthausstrafe von 2 Jibren und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren. Offenbach, 12. Oct. Gestern Nachmittag wurde an der Lenz'schen Schwimmanstalt die Leiche eines etwa 28jäbrigen Mannes geländet, die wie aus der vorge- schrüttenen Fäulniß zu schließen, schon einige Zeit im Wasser gelegen hat. Der Umstand, daß Hände und Füße mit Weiden fest zusammengebunden und die Hosen- und Rocktaschen mit Steinen beschwert waren, am Kopfe auch eine von einem Schlag mit einem stumpfen Instrumenie herrührende Beule sichtbar ist, läßt mit ziemlicher Ge⸗ wißheit auf ein begangenes Verbrechen schließen, über welches die eingeleitete Untersuchung Klarheit bringen wird. Die Leiche wurde einstweilen auf den hiesigen Friedhof gebracht. Darmstadt. Einer von Großherzoglicher Central⸗ stelle für die Landesstatistik aufgestellten„Uebersicht der Gemeinden, Gemarkungen und Wohnplätze des Großher— zogthums Hessen, mit den Zahlen ihrer Bewohner und der bewohnten Gebäude, nach der Aufnahme vom 1. De⸗ cember 1875“ entnehmen wir folgende Bevölketungsan⸗ gaben: Die ortsanwesende Bevölkerung des Großherzog⸗ thums betrug an genanntem Tage 884,218 Köpfe; sie vertbeilt sich auf die Provinzen, Kreise ꝛc. wie nachstehend: 1) Provinz Starkenburg 370,170 Einwohner. Kreise: Darmstadt 73,561, Bensheim 45,398, Dieburg 32,222, Erbach 47,583, Groß Gerau 35,697, Heppenheim 41,905, Offenbach 73.804 Einwohner. Gemeinden mit über 3000 Einwohnern: Darmstadt 37,273, Offenbach 26.012, Bessungen 6834, Lampertheim 5617, Bensheim 5408, Pfungstadt 4962, Heppenheim 4781, Neu⸗Dienburg 4432, Viernheim 4427, Langen 4087. Dieburg 3927, Lorsch 3777, Griesheim 3730, Seligenstadt 3385, Michelstadt 3282, Gernsheim 3277, Eberstadt 3116, Bürstadt 3067 Ein⸗ wohner. 2) Provinz Oberhessen 254,036 Einwohner. Kreise: Gießen 65,603, Alsfeld 36,767, Büdingen, 37313, Friedberg 58,619, Lauterbach 28,639, Schotten 27,095 Einwohner. Gemeinden mit über 3000 Einwohnern: Gießen 13.985, Friedberg 4391, Alsfeld 3730, Vulbel 3411, Lauterbach 3233. 3) Provinz Rbeinbessen 260,012 Ein⸗ wohner. Kreise: Mainz 93,728, Alzey 35,686, Bingen 32,940, Oppenheim 41853, Worms 55,855 Einwohner. Gemein⸗ den mit über 3000 Einwohnern: Mainz 57,020, Worms 16,594, Bingen 6403, Kastel 6099, Alzey 5278, Oppen⸗ beim 3228, Weisenau 3110, Osthofen 3011 Einwohner. Darmstadt. Außer den bereits genannten sind noch folgende hessische Firmen auf der Weltausstellung zu Philadelphia prämüirt worden: Brauneck und Maier in Mainz, Dick und Kirschten in Offenbach, Ferdinand Lötz in Offenbach, Ph. Spicharz ebendaselbst, Heintich Hochstetter in Langen, Balthasar Noll in Gießen, Valkenberg und Schön in Worms. Darmstadt. Am 10. October explodirte in der Merk'schen Fabrik ein Aetherkessel. Verschiedenen glücklichen Zufälligkeiten ist es zu verdanken, daß Niemand beschädigt wurde. Doch ist der angerichtete Schaden ein bedeutender. Darmstadt. Auf einem dieser Tage hier eingegangenen Frachtbriese war zur Verdeutlichung der Abresse des Em⸗ pfängers auch die Straße, in welcher der Adressat wohnt, als„Demagogengasse“ beigefügt. Der Absender hatte aus Mißverständniß unsere Pädagogengasse in Demagogengasse umgetguft.* München. In einem hiesigen Frauenkloster verliebte sich die Schwester Monika trotz der abgelegten Gelübde in den Klosterhausknecht und verließ mit demselben, als das Liebesverhältniß durch eine Magd enkdeckt wurde, in dunkler Nacht die heilige Stätte. Das Pärchen lebt jetzt auf das Zuftiedenste in dem benachbarten Schwabing. München. Innerhalb 3 Monaten sind in der Nähe des Bahnbaues Deggendorf-Zwiesel 6 weibliche Leichname aufgefunden worden, ohne daß bis jetzt der Mörder, trotz der täglichen Streifzüge durch die Wälder und trotz der von der Regierung ausgesetzten Belohnung von 100 Mark, entdeckt werden konnte. Auch Donnerstag den 28. September soll in der Nähe von Viechtach ein Bauernsohn seiner Baarschaft von 514 M. 29 Pf. beraubt und als erdrosselt liegen gelassen worden sein. Trier. In der Gemeinde Neuville bei Trier ist fol⸗ gendes sellsame Ereigniß vorgekommen: Vor einigen Tagen fand in der Pfarrkirche die Todtenfeiet eines der Pfarrei angehörigen, plötzlich verstorbenen Einwohners statt. Die Messe war ihrem Ende nahe, als man plötzlich Töne aus dem Sarge hörte; der Todte war lebendig geworden und protestirte entschieden und glücklicherweise noch zur rechten Zeit gegen den ihm angethanenen Zwang. Der Pfarrer deeilte sich, den Todigeglaubten aus dem Sarge befreien zu lassen, und nach einer genauen Besichtigung des Patienten konnie dieser dem ihm zu Ehren veranstalteten Leichenessen beiwohnen. Westerbauer bei Hagen. Dieser Tage wurden hier zwei Falschmünzer in Haft genommen, als sie den Versuch machten, salsche Thalerstücke auszugeben. Bei näherer Untersuchung fanden sich denn auch noch sechs solchet Thaler, sowie ein großes rundes Stück Zinn bei ihnen vor, welches letztere dem Anscheine nach zur Anfertigung neuer Stücke dienen sollte. Die falschen Stücke haben die Präg⸗ ung der preußischen Thaler und tragen die Jahreszahl 1870, sind ohne Rand und leicht an ihrer matten Farbe und dem fettigen Anfühlen kenntlich. Die beiden Gauner, in der Nähe von Iserlohn zu Hause, scheinen das Aus⸗ geben des salschen Geldes mit großer Vorsicht betrieben zu haben, denn nach einer Partie bei ihnen vorgefundener solche von ihnen öfter gelöst, aber nicht benutzt wurden, bloß um allenfallsigen Nachforschungen die Spur zu entziehen. Moskau, 14. Oct. Der Prozeß gegen Strousberg vor dem Schwurgerichte ist heute wieder aufgenommen worden. Zunächst fand die Neubildung der Jury statt und besteht dieselbe aus 17 Kaufleuten, je 2 Beamten, Hand- werkern und Bauern und einem Kleinbürger und Kauf⸗ mann erster Gilde als Sprecher. Hierauf wurde die An⸗ klage gegen Strousberg, die Ditectoren Landau und Poljanski, den Buchhalter Loshetschnikoff, den Director Millioti und die 16 Aussichtsräthe der Leih- und Commerz— bank verlesen. Handel und Verkehr. Grünberg, 14. Oct. Die Preise auf unserem heuligen Fruchtmarkie beitragen: Waizen M 12.20, Korn M. 9.50, Gerste M. 8.30, Hafer M. 8.46, Erbsen M. 9., Samen M. 16.40, Kartoffeln M. 2.27. Die Preise ver⸗ stehen sich sämmtlich pr. 50 Kilo— 100 Pfund. Frankfurt, 14. Oct. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 40., Nr. 2 M. 36., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28., Nr. 5 M. 22. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26. do. II.(Berliner Marke) M. 21., Weizen eff. bies. M. 24.50., fremder je nach Qualität M. 18—22., Korn M. 17.75 bis 18.50., Gerste M. 17.50—19., Hafer M. 17.25— 18.50. Kohlsamen M. 36., Erbsen M. 21—24., Wicken M. 21 bis 23., Linsen M. 21—30., Rüböl M. 77. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht S 100 Kilo. Frankfurt, 14. Oct. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war gut befahren. Heu kostete per Centner je nach Qualität M. 4.50—6., Strob per Centner M. 5— 5.20. Butter 1. Qual. im Großhandel das Pfund M. 1.30., 2. Qual. M. 1.20., im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.40., 2. Qual. M. 1.30. Eier das Hundert M. 5.50. Kartoffeln per 200 Zoll- Pfund M. 5.—. Aepfel das Malter M. 9.—11. Mainz, 14. Oct. Producten-Markt. Waizen per Eisenbahnbillets zu urtheilen, läßt sich annehmen, daß 1 März 16.30. Hafer per Nov. 16.70, per März 16.85. Rüböl per Oct. 37.90, per Mai 37.—. Marburg, 14. Oct. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.30—40. Eier pr. Stück 7 bis 8 Pf. Käse pr. Stück 8—10 Pf. Tauben das Paar 50—60 Pf. Hähnchen pr. Stück 50—60 Pf. Hühner pr. Stück 70 Pf. bis 1 M. Enten pr. Stück Mk. 1.40— 1.50. Hasen pr. Stück M. 2.25— 2.35. Gänse pr. Stück M. 2.00—5.00. Weiskraut pr. Kopf 5—8 Pf. Aepfel 6 bis 10 Stück 10 Pf. Birnen 3— 12 Stück 10 Pf. Zwetschen 40 bis 50 Stück 10 Pf., getrocknete pr. Pfund 15 bis 20 Pf. Sellerie pr. Knolle 3—4 Pf. Kartoffeln 2 Liter 18 Pf. Verloosungen. Oesterreichische Creditanstalt 100 fl. Loo se. Wien, 2. October. Gezogene Serien: Nr. 13 204 220 710 1634 1674 1848 2252 2689 2930 3022 3033 3075 3696. Gewinne: S. 710 Nr. 30 200,000 fl.— S. 1848 Nr. 84 40,000 fl.— S. 13 Nr. 63 20,000 fl. S. 220 Nr. 86, S. 2930 Nr. 69 à 5000 fl.— S. 13 Nr. 20, S. 1848 Nr. 87 à 3000 fl.— S. 220 Nr. 71, S. 710 Nr. 91, S. 1674 Nr. 19 à 1500 fl.— S. 204 Nr. 60, S. 710 Nr. 27, S. 1674 Ne. 36, S. 2252 Nr. 7 à 1000 fl. S. 13 Nr. 2 45 62 66 69 94, S. 220 Nr. 29 70, S. 1634 Nr. 6 42 48, S. 1674 Nr. 22 46 90, S. 1848 Nr. 16 26 70 90 98, S. 2252 Nr. 62 76 90 92, S. 2689 Nr. 31 37 46, S. 2930 Nr. 18 20 51, S. 3022 Nr. 42 77, S. 3033 Nr. 45 71 75 78, S. 3075 Nr. 23 28. S. 3696 Nr. 20 à 400 fl. Alle übrigen in den obigen Serien enthaltenen Nummern à 200 fl. Zahlbar 1. April 1877. Stadt Mailand Frs. 45-Loose vom Jahre 1861. Serien- und Gewinn⸗Ziehung vom 2. October 1876. Heimzablung am 2. Januar 1877. Setien. Nr. 17 180 690 1642 1734 1764 1780 1855 2044 2304 3023 3162 3376 3852 3977 4121 4306 4387 4441 4472 4579 4651 4676 4956 4958 4980 5043 5060 5150 5287 5404 5694 5755 5892 5991 6843 6857 6864 6957 6967 7491 7793 7866. Gewinne. S. 180 Nr. 20, S. 1642 Nr. 4, S. 1780 Nr. 10, S. 1855 Nr. 3, S. 2304 Nr. 38, Nr. 3162 Nr. 9, S. 3376 Nr. 41, S. 3852 Nr. 16, S. 4906 Nr. 21 39, S. 4441 Nr. 19, S. 4472 Nr. 19, S. 4651 Nr. 28. S. 4676 Nr. 15, S. 4958 Nr. 11, S. 3043 Nr. 49, S. 5287 Nr. 50, S. 5755 Nr. 29, S. 5892 Nr. 20, S. 7491 Nr. 2 à Fre. 1000. S. 4956 . 4, S. 5694 Nr. 15 à Frs. 500. S. 1780 Nr. 8, 3376 Nr. 16. S. 4121 Ne. 17 à Frs. 300. S. 1780 r. 29, S. 4441 Nr. 33, S. 4579 Nr. 23, S. 4676 Nr. 42, S. 5043 Nr. 42, S. 5287 Nr 42 à Frs. 200. S. 690 Nr. 3, S. 2304 Nr. 50. S. 3376 Nr. 42, S. 4306 Nr. 30, S. 5043 Nr. 30, S. 5991 Nr. 44, S. 6843 Nr. 38 à Frs. 150. S. 690 Nr. 24, S. 1642 Nr. 42, S. 1780 Nr. 13, S. 2304 Nr. 12 27, S. 3977 Nr. 37, S. 5060 Nr. 10, S. 5694 Nr. 32, S. 6857 S. 7491 Nr. 41 à Frs. 100. S. 17 Nr. 50, S. 2 16, S. 690 Nr. 26, S. 1642 Nr. 12, S. 1764 Nr. 18 30 35. S. 2044 Nr. 5 S. 2304 Nr. 21 42 S. 3023 Nr. 10, S. 3162 Nr. 3 14 33, S. 3376 Nr. 9 21, S. 3852 Nr. 46 50, S. 3977 Nr. 4 12, S. 4121 Nr. 39, S. 4987 Nr. 33, S. 4579 Nr. 27, S. 4651 Nr. 48, S. 4676 Nr. 12 33, S. 4958 Nr 19, S. 4980 Nr. 4 36, S. 5694 Nr. 1, 48, S. 5755 Nr. 50, S. 5892 Nr. 44, S. 5991 Nr. 23, 45 S. 6857 Nr. 20 40, S 6957 Nr. 20, S. 7793 Nr. 3 4 10 à Frs. 60. Auß alle übrigen in vorstehenden Serien enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von Frs. 46. Stadt Venedig Fro. 30⸗Loose vom Jahre 1869. Serien- und Gewinn⸗Ziehung vom 30. Sepiember 1876. Heimzahlung am 1. November 1876. Serien: Nr. 511 1500 1629 2503 3115 3366 3446 3851 4160 4687 4900 5153 5713 7261 8579 9106 11056 12607 13157 13763 13831 14186. Gewinnne. S. 14186 Nr. 20 Frs. 25,000. S. 5713 Nr. 12 Frs. 1000. S. 7261 Nr. 12, S. 9106 Nr. 8, S. 13763 Ne. 10 à Frs. 250. S. 1500 Nr. 1, S. 3366 Nr. 5. S. 3851 Nr. 6 9, S. 4160 Nr. 13, S. 4687 Nr. 14, S. 5153 Nr. 13, S. 5713 Nr. 14, S. 8579 Nr. 16 à Frs. 100. S. 3446 Nr. 9, S. 3851 Nr. 2 5 11. S. 4687 Nr. 2, S. 4900 Nr. 4, S. 5153 Nr. 2 12, S. 35713 Nr. 1 3 22, S. 7261 Nr. 13 17 18 21 22, S. 8579 Nr. 13 14, S. 9106 Nr. 11, S. 13157 Nr. 4 14 23, S. 13763 Nr. 5 15, S. 13831 Nr. 10 24 à Frs. 50. Auf alle übrigen in vorstehenden Serien enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nov. 20.50, per März 21.30. Korn per Nov. 15.40, per Nummern entfällt der gerinste Gewinn von Frs. 30. Lieferung. 3347 Mittwoch den 25. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, werden dahier zur alsbaldigen Lieferung öffentlich ver⸗ steigert: 1500 Stück Weißkraut, 600„ Würsing und 70 Centner Sauerkraut. Hiernach kommen zur Lieferung in 1877 zur Ver⸗ steigerung: circa 60 Gentner Ochsenfleisch, 5„ Schweinefleisch, 18 0 Kalbfleisch und 1 21„ Schweineschmalz. Die Lieferungs bedingungen werden vor Anfang der Versteigerung bekannt gegeben; auch sind dieselben jetzt schon dahier einzusehen. Marienschloß den 14. October 1876. Submission. 3350 Die Anlieferung von 120 Malter Kartoffeln für das hiesige Vexsorgungshaus soll im Submissionswege vergeben werden un sind Angebote hierauf bis längstens Donnerstag den 19. d. Mts., Morgens 10 Uhr, auf Großherzoglicher Bürgermeisterei dahier einzureichen. Die Lieferungsbedingungen können bet Verwalter Gatzert im Versorgungshause eingesehen werden. Friedberg den 16. Oktober 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. i Butterpulver 1643 verkürzt die Zeit des Butterus, macht die Butter fester und schmackhafter und verhindert das Ranzigwerden derselben, Ein Paquet, ausreichend für 500 Liter Milch, A 50 Pf. zu haben bei J. A. Windecker, Hoflieferant in Friedberg. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direktlon. Seri b g. Pla. J. Weiss in Nauheim. 1 1 1 Tamili Für Restauraut und Familie! 79 Der nach den neuesten medicinischen Lehren über diütetische Gesundheitspflege bereitete, vielfach preisgekrönte und durch seinen enormen Absatz berübmte ärztliche Magenbitter gen. Lestomac von Dr. med. Schrömbgens, prakt. Arzt in Kaldenkirchen, wird von den bedentendsten Professoren der Mediein und Chemie der größten deutschen Universitäten als ange— nehmer und gesunder Liqueur empfohlen. Zu haben in Friedberg bei Herrn W. Bernbeck, in Nauheim bei Philipp J. Weiß. 2783 Gesucht wird gegen hohen Lohn ein tuͤchtiges Madchen. 39348 Das Nähere bei der Expedition d. Anz. Soeben erschien in meinem Verlage: Nathschläge und Terte zu epangel. Leichenreden von J. G. Diegel, Dr. theol., Professor und Pfarrer zu Friedberg. Preis: Mark 2. Das Werk kann durch alle Buchhandlungen bezogen werden. Gegen vollständig frankirte Ein⸗ sendung des Betrages versende ich von hier aus direct ebenfalls franco. Friedberg. Carl Bindernagel. Porschuß⸗ und Eredit-Verein zu Friedberg. Eingetragene Genossenschaft. 3341 Den Umtausch der Oberhessischen Eisenbahn-Actien besorgen kostenfrei. 3349 Bei dem am 23. und 24. d. Mts. stattfindenden Fohlen- und Pferde-Markt zu Friedberg werde ich zwei Glas⸗Kaleschen, zwei Halbverdeck, zwei offene Jagdwägelchen zum Verkauf ausstellen. Nähere Auskunft ertheilt Fauerbach b. Fr. den 14. October 1876. Wagnermeister Hanstein in Friedberg. K. Häuser. Friedberger Fohlen⸗ und Pferde⸗Markt. 3346 Ich werde den nächsten Friedberger Markt am 23. und 24. d. M. mit einem großen Transport Fohlen und Pferde besuchen, wozu Kaufliebhaber einlade. Meine Stallung befindet sich bei Herrn Walz dem Bahnhofe gegenüber. Nieder⸗Weisel im Oktober 1876. A. Kaufmann „Kosmos“, Lebensversicherungs-Bank in Zeist. 3342 Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß wir zu unserem Haupt-Agenten für Friedberg und Umgegend den Herrn Kreisamtsgehuͤlfen K. Lehr bestellt baben. Darmstadt im Oktober 1876. Die General-Agentur des„Kosmos“. P. Beringer. Bezugnehmend auf vorstehende Anzeige, empfehle ich mich zur Aufnahme von Ver- sicherungs⸗Anträgen und bin zu jeglicher weiteren Auskunft gerne bereit. Friedberg im Oktober 1876. K. Lehr, Haupt- Agent des„Kosmos“. wee Ukue Jier-Pre 3356 liefere unter Garantie der Solidität zum Preise v sions-Apparate on M. 30. Theodor Lüdecke, Gießen. Immobiliar-Versteigerung. 3311 Dienstag den 17. October d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die nachbeschriebenen Immobilien der Ambros Oberländer's Erben auf deren freiwilligen Antrag öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 5. 44 70 Grabgarten am kleinen Wildkauts— graben, 6 54 40 Vor dem Mainzerthore, 6 59 115 Daselbst, 1 114 307 Acker im kleinen Wartfeld, 8 30 424 Stößt auf die Straßheimer Wiesen, 8 31 155 Daselbst, 8 104 181 Großwartfeld, 11 39 318 Die Steinritsch, 11 45 408 Daselbst, 11 174 329 Acker im Lachenfeld, 11 34 155 Die Steinritsch, 12 33 253 Kleingalgenfeld, 14 76 288 Großgalgenfeld, 1 154 Daselbst, 14 189 147 In der Töpfenkaut, 14 77 289 Großgalgenfeld, 14 188 47 Acker in der Töpfenkaut, 7 73 1122 Acker im kleinen Wartfeld, 9 Klftr. Acker im Ried. Gemarkung Fauerbach b. Fr. Flur. Nr. Meter. 2 106 81 Wiese in der Elach, 2 142 3231 Acker in der Clach, 3 60 481 Acker rechter Hand dem Mainzerthor⸗ weg, 3 62 950 Acker daselbst, 3 151 463„ an der Schlockergaß, 3 152 469„ daselbst, 3 1 2200, an der Wingertsgaß, 5 99 1412„ an der Wüstung, 2 15 1019 in der Eloch, Friedberg den 10. Oetober 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 5 e Oeffentliche Bekanntmachung. Die Führung des Handelsregisters betr. In das Firmenregister des unterzeichneten Gerichts wurden folgende Einträge heute vollzogen: 1) Louis Wetterhahn von Holzheim bei Butzbach betreibt unter der Firma„Louis Wetterhahn in Friedberg“ eine Handlung mit Weißwaaren und hat seiner Ehefrau Johannette, geb. Rosenberg, Procura ertheilt. Die Firma Georg Philippi in Friedberg ist durch Aufgabe des Geschäfts erloschen. Heinrich Philippi in Friedberg betreibt dahter unter der Firma„Heinrich Philippi in Friedberg“ eine Brauerei und Handel mit Bier für alleinige Rechnung. 4) Die Wittwe des verstorbenen Karl Koch von Assen— heim und deren Sohn Karl Friedrich Koch daselbst führen das Geschäft des Karl Koch in Assenheim, Müllerei und Mehlhandel, unter der früheren Firma und unter Uebernahme aller Aetiven und Passiven für alleinige Rechnung fort und ist jeder Theilhaber berechtigt die Firma zu zeichnen. Friedberg den 5. Oktober 1876. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Pistor, Follenius, Landgerichts-⸗Assessor. Landrichter. l. melirte Steinkohlen a 1 Mark und gest. Stückkohlen à! Mark 15 Pf. frei ans Haus sind durch mich jede Woche in Parthien von 30 bis 60 Centner zu beziehen und garantire ich für ausgezeichnete Qualität. Ab Bahnhof(˖0 Pf. per Centner billiger. Bad-Nauheim den 1. Oetober 1876. 3210 Jean Wörner zun. Kelter⸗ und Faß⸗Versteigerung. 3289 Theilungshalber kommen Freitag den 20. October 1876, Vormittags 11 Uhr, 2 vollständige Schraubenkeltern, 1 größere Quantität Aepfelwein-, Bierlager- und Transportfässer, eine größere Anzahl Bütten, sowie elne vollständige Brauereieinrichtung zur Versteigerung bei J. J. Hilsz in Ortenberg. 2 2 0 3345 3353 bei 3354 hat zu verkaufen. Militär⸗ und Veteranen⸗ (Krieger⸗) Verein. 3351 Samstag den 21. d., Abends präcis 8 Uhr Generalversammlung im Henn'schen Locale. 160 Tagesordnung: Neuwahl des Vorstandes. Ludwig Groß, Präsident. ö 3340 Einen sechsschneidigen Krauthobel hat zu verkaufen Ober⸗ Mörlen. A Guckelsberger. Neues Sauerkraut C. F. Walz. 3352 bei 3343 Ein noch gut erhaltenes Tafelclavier steht zu verkaufen bei Stadtbaumeister Schneider. Steinkohlen bester Qualität. Ia. mel. stückreiche Flammkohle per Ctr. Gesieb. Stückkoble per Etr. a M. I. 35 Nuß⸗ und Knabbelkohle per Ctr. à M. 1. 25 Gesieb. Schmiedekohle per Ctr. à M. 1. 5 Bei vorheriger Bestellung ab Bahnhof hier Ia. mel. stückreiche lammkohle pr. Ctr. à M.— 95 offerirt 5 Fried. Avenarius, 72 Bad⸗ Nauheim, Fürstenstraße Nr. 327. 330⁵ Dickwurz werden 1½ Morgen Mittwoch den 18. d. M., Mlltags 12 Uhr, verkauft bei Wittwe Steitz in Beienheim. Obstbäume 3295 in großer Auswahl, zum Versetzen ins Freie sowie mehrere Tausend zwei, drei- und vierjährige Veredlungen und Wildlinge(für Sorten wird garantirt) bei A. Hartmann, Baumzüchter in Münzenberg. Ein tüchtiges Mädchen, 3303 das kochen kann, wird gegen hohen Lohn auf sofort gesucht. Näheres bei der Exped. d. Anz. 3301 Eine noch sehr gute Kasseler B- Trompete ist preiswürdig zu verkaufen bei Georg Wolf II., Musiker in Rodheim v. d. H, 3337 Das von Herrn Bau-⸗Aceessist Schnitzel seither bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen und kann dasselbe bis zum 2. Januar 1877 bezogen werden, Johannes Füller, Zimmermeister. Kieler Rohbückinge, frische Sendung, per Stück 8 Pf., Walz. C. F. 3355 Eine Parthie leere Orhoftfässer sind billig abzugeben im Hötel Trapp. Eine Grube Dung — Ehrhardt, Versteigerung. 3344 Freitag den 20. Oekober, von Vormittags 9 Uhr ab, läßt Unterzeichnete folgende Gegenstände öffentlich ver⸗ steigern: 1 feiner wenig gebrauchter Landauer Wagen, 2 gute Wagenpferde, 1 1½jähriges Fohlen, braun, 2 zwesspännige plattirte Chaisen-Geschirre, 2 einspännige Geschirre, schwarz, 1 vollständiger Wagen mit je Doppel-Leitern, 1 Schaufelpflug, 4 neue Wagenräder und sonstiges Ackergeräthe, Verschiedenes Schreinerwerkzeug u. dgl— Bad-Nauheim im Oktober 1876. Hartmann Mörler II. Witlwe, Johannisstraße Nr. 189. sind zu haben bei die Post gewünscht wird, sind 10 Pf.(bei vollständig frankirter Zusendung des Betrages) zur Rück-Frankirung anzuschließen. 8 Friedberger Pferde⸗Markt⸗Loose Carl Bindernagel in Friedberg und Bad-Nauheim. Bestellbriefen für Loose, deren Uebersendung durch Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 1 ——