Donnerstag den 16. November. 136. Oberhessischer An zeiger. N Die Petitzeil wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Beireffend: Die Ausstellung der Feldrügeregister. Nach§ 5 d. der Verordnung vom 8. Februar 1842, Amtlicher Theil. Friedberg den 11. November 1876. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. betreffend die Abhaltung der Feldrügegerichte, sind die Ortspolizeibehörden gehalten, die Angeschuldigten ortsweise d. h. unter den in alphabetischer Ordnung aufeinanderfolgenden Orten, wo sie wohnen, und in alphabetischer Reihenfolge ihrer, der Angeschuldigten, Namen in das Register einzutragen uud wenn ein und derselbe Denunciant in mehreren Posten vorkommen sollte, sollen diese verschiedenen Posten unmittelbar hinter einander folgen. Gegen diese Vorschrift wird von Vielen von Ibnen gefehlt und hierdurch den Großherzoglichen Districts-Einnehmereien die Aussuchung der Schuldner in den Hebregi Seiten derselben Anlaß gegeben hat. Wir weisen Sie an, wie Aufstellung n Betreffend: Den Schulbesuch von Seiten der jüdischen stern, welche genau nach den Protokollen aufgestellt werden müssen, ganz unverhältnißmäßig erschwert, Kinder an den Sabbatben und jüdischen Festtagen. so was zu Klagen von der oben angeführten Vorschrift auf das Pünktlichste in Zukunft nachzukommen, Sie setzen sich sonst ernsteren Maßregeln euer Verzeichnisse, wenn die eingesandten derselben nicht entsprechen, aus. Trapp. Friedberg den 7. November 1876. Die Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises. Sie wollen nachstehendes Ausschreiben Großherzoglichen Ministeriums des Innern, vom 31. October dieses Jahres, zu Nr. 14,455 nicht blos den L Abtheilung für Schulangelegenheiten, in obigem Betreff ehrern und durch diese den israelitischen Schülern zur Kenntniß bringen, sondern auch insbesondere die Vorstände der israelitischen Religionsgemeinde darauf aufmerksam machen, damit diese die betreffenden Eltern darnach bedeuten und Schulstrafen über unerlaubte Versäumnisse verhütet werden. Das Großberzogliche Ministerium des Innern, Abtheilung für Schulangelegenheiten, an die Großherzoglichen Directionen der Realschulen, der Schullehrer-Seminarien Wir finden uns veranlaßt, ziehungsweise Schülerinnen an nachfolg zweiten Tag nur während des Gottesdienstes. f An den übrigen Festtagen, sowie an den gewöhnlichen Sabbathen(Samstagen) dagegen sind die Schülerinnen zum Besuche der Schulen verpflichtet, es sollen jedoch Diejenigen, deren Eltern es wünschen, gehalten werden. Sie wollen sich hiernach bemessen und beziehungsweise die betreffenden Lehrer un In Gemäßheit der Instruetion vom 2. September 1875 zur Ausführun Macht wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreis maßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: Hafer M. 18.—. Friedberg den 6. October 1876. Trapp. und der ius Beka nn t m a chung. Heu M. 10.—. Wir erwarten gewissenhafte Befolgung der darin gegebenen Vorschristen. der Gymnasien, Taubstummen-Anstalten, sowie an die Großherzoglichen Kreis⸗Schulcommissionen. mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern zu bestimmen, daß die jüdischen Schüler und be— enden Festtagen, falls dieselben in die Schulzeit fallen, vom Besuche der Schulen freizugeben sind, nämlich: 1) Ostern, einen Tag ganz, für den zweiten Tag nur während des Gottes dienstes; 8 2) Pfingsten, einen Tag ganz, für den zweiten Tag nur während des Gottesdienstes; 3) Neujahrefest, zwei Tage ganz; 4) Versöhnungsfest, einen Tag ganz; 5) Laubhüttenfest, einen Tag ganz, für den jüdischen Schüler und beziehungsweif an diesen Tagen nicht zum Schreiben ane Schulvorstände entsprechend bedeuten. Achenbach. 9 des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete e der nachbemerkten Artikel für den Monat September 1876 sich folgender⸗ Stroh M. 8—. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. o Deutsches Reich. l N Darmstadt. Das Großherzogliche Regier- ungsblatt Nr. 47 enthält: 1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. II. Bekanntmachung, die Außercourssetzung der Zwei— thalerstücke und Eindrittelthalerstücke deutschen Gepräges! betreffend. III. Ertheilung eines Erfindungspatentes. IV. Ernennungen in Beziehung auf den Landtag. V. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 4. October den Gymnasial-Lehrer Dr. Oswald zu Büdingen zum Eymnasial-Lehrer in Darmstadt zu ernennen; am 24. Oct. den auf die Schulstelle zu Wisselsheim präsentirten Schul- lehrer Pfannmüller zu Steinheim, den auf die 2. Schul— stelle zu Urberach präsentirten Schulverwalter Schömbs und den auf die Schulstelle zu Nieder-Kainsbach präsen— tlirten Schullehrer Götz zu Affböllerbach zu bestätigen; an demselben Tage den Kanzlisten Frank in Darm— stadt zum Kanzlei-Inspeclor zu ernennen; am 29. Oct. den auf die Schulstelle zu Muschenheim präsentirten Schulverwalter Hotz aus Hausen zu bestätigen; an demselben Tage dem Schulverwalter Sauerwein aus Schaafheim die 4. evang. Schulstelle zu Groß-Zimmern, dem Schullehrer Deiß zu Climbach die 1. Schulstelle zu Treis a. d. Lda. zu übertragen; am 31. Oct. den prov. Reallehrer Keilmann zu Mainz zum definitiven Lehrer, den prov. Turnlehrer Gehry an der Realschule zu Mainz zum Reallehrer, beide mit den Rechten eines Volksschul— lehrers, den Johannes Klinkerfuß zu Bad-Nauheim zum Brückengelderheber in Offenbach auf Widerruf zu ernennen.] VI. Dienstenthebung. Seine Königliche Hobeit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 16. October den Schullehrer Zimmermann zu Lißberg auf Nachsuchen von der Uebernahme der Schulstelle zu Lang-Göns zu entheben. VII. Ruhestandsversetzungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 4. Oct. den Brückengelderheber Schneider zu Worms, am 12. Oct. den Landgerichtsdiener Fischer zu Gießen unter Anerkenn— am 16. Oct. den Schullehrer Werner zu Mainz, am 24. Oct. den Schullehrer Schultheiß zu ung seiner Dienste Einartshausen am 31. Oct. den Förster Schnauber a. d. Winterstein, sämmtlich auf Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen. VIII. Concurrenz-Eröffnungen. Erledigt ist: die 3. Schulstelle zu Fürfeld, Gehalt 857 M. 43 Pf.; die evang. Schulstelle zu Weinheim, Gehalt 771 M.; die Stelle einer Lehrerin der französischen Sprache an der höheren Mädchenschule zu Gießen, Gehalt 1120 M. Darmstadt. Am 4. November wurde der Gerichtsaecessist Dr. Struve zum Friedensrichter in Bingen ernannt. 0 — 13. Nov. Gestern fand im Großh. Re— sidenzschloß zu Ehren des Geburtstages der Prin- zessin Battenberg Familien« und Marschalltafel statt, an welcher auch der Landgraf und die Landgräfin von Hessen, welche am Nachmittag von Wiesbaden zum Besuche eingetroffen waren, Theil nahmen. Am Abend kehrte die Landgräfin nach Witsbaden zurück, während der Landgraf hier übernachtete und heute an der im Kranich⸗ steiner Park veranstalteten Saajagd mit den Prinzen Alexander und Wilhelm Theil nahm. Das Fruͤh— stück nahmen die Herrschaften auf dem„Einsiedel“ ein. Prinz Alexander war auch in voriger Woche einige Tage in Oberhessen auf der Jagd bei Alsfeld. — 14. November. Im 13. Wahlbezirk der Provinz Starkenburg(Darmstadt- Groß-Gerau) wurde gestern an Stelle des aus der 2. Kammer ausgeschiedenen Geheimerath Stüber, Commerzien- rath Keller zu Bessungen zum Landtagsabgeordneten gewählt. Der Gesetzgebungsausschuß der zweiten Kammer tritt Samstag den 18. d. M. zusammen. Oegenstand seiner Berathung bildet unter Anderm der Antrag der Abg. Schroeder, Weber und Wedekind auf Abänderung des Gesetzes vom 23. April 1875 über das Besteuerungsrecht der Kirchen und Religionsgemeinschaften. Berichter— statter in dieser Angelegenheit ist der Abg. Conradi. Blödesheim bei Worms. In der am d. M. dahjer veranstalteten Versammlung evangelischer Einwohner erklärten 80 ihren Aus- tritt aus der evangelischen Landeskirche. Es ver— bleiben mit dem Geistlichen und Lehrer nur noch (vier evangelische Bürger in der Landeskirche. N Wiesbaden. Ein Ministerial-Erlaß ordnet die sofortige Vorbereitung der Reichstags⸗Wahlen und die Auslegung der Wähler Listen in der ersten Woche des Decembers an. Die Bestimm- ung des Wahltags wird vorbehalten. Saarbrücken, 11. Nov. Vorgestern Abend wurden die drei Marpinger Kinder hierher gebracht, denen angeblich die Mutter Gottes erschienen sein soll. Die Kleinen haben nunmehr, wie man der „N. A. Z.“ von hier schreibt, positiv eingestan⸗ den, daß sie gelogen haben und die ganze Ge; schichte erfunden sei. Das Vormundschaftsgericht in St. Wendel hat darauf verfügt, daß die Kin- der auf Grund des F. 55 des revidirten Straf— gesetzes in eine Erziehungsanstalt zu verbringen seien. Da die Kinder in dem im Gange befind- lichen Strasprozeß gegen die Urheber des Mar- pinger Schwindels noch als Zeugen gebraucht werden könnten, ist ihre vorläufige Unterbringung in der hiesigen Waisenanstalt verfügt worden. Nachdem die Marpinger Geschichte diesen tragi— komischen Ausgang genommen, hat es nicht ferner nötdig erschienen, die polizeilichen Maßnahmen noch weiterhin aufrecht zu halten, welche zur Er⸗ haltung der öffentlichen Ordnung haben getroffen werden müssen, und es ist daher auch die Polizei⸗ Verordnung gegen das Betreten der Walddistricte Härtelwald und Schwannheck wieder aufgehoben worden. Stuttgart. Das„Regierungsblatt, ent hält eine königliche Verordnung, die die Landtags- Wablen auf den 13. December ansetzt. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 13. Nov. Im Budget- Ausschusse des Abgeordneten ⸗Hauses nahm der Minister des Innern das Wort zur Vertheidigung des Stattbalters von Dalmatien, Feldzeugmeister v. Rodich's, gegenüber den wider Letzteren erhobenen Vorwürfen, und hob hierbei die vielfachen Verdienste Rodich's um den Staat hervor; er verdiene keine Vorwürfe, weil er als Slave slavische Sympathien hege; er(der Minister) könne nicht im Entferntesten glauben, daß Rodich Mitglied der Omladina sei. — 14. Nov. Das Abgeordnetenhaus hat mit 108 gegen 73 Stimmen den Antrag abge⸗ lehnt, über die Antwort des Ministerpräsidenten bezüglich des Rundschreibens an den Statthalter über die Behandlung der Presse eine Debatte zu eröffnen. Pest, 14. Nov. Eine Erklärung der unab- hängigen liberalen Partei spricht sich Angesichts der gegenwärtigen kritischen Lage gegen einen über⸗ stürzten Abschluß des wirthschaftlichen Ausgleiches aus. Die Erhaltung und Sicherung des mora— lischen Ansehens und der Großmachtstellong der Monarchie sei für beide Theile derselben eine Lebensfrage. Keine constitutionelle Regierung, kein Abgeordnetenhaus werde in einem Augenblick, wo Krisen der auswärtigen Politik schweben, Ver⸗ handlungen über Verträge vornehmen, die ruhiges Abwägen und eingehende Kritik erfordern. Ragusa, 14. November. Der österreichische Delegirte für die Feststellung der Demarcations- Linie, Alboni, ist an Ort und Stelle eingetroffen. Der deutsche Commissar, Oberstlieutenant v. Seebeck, wird am 17. erwartet. Frankreich. Paris, 13. November. Die Deputirtenkammer verhandelte beute über das Budget des Ministeriums des Innern. — 13. Nov. Die Abreise Bourgoing's und Chaudordy's nach Constantinopel ist auf nächsten Donnerstag angesetzt; der Avisodampfer„Desaix“ soll die beiden Diplomaten von Toulon nach dem Bosporus führen.— Der deutsche Botschafter Fürst Hohenlohe, hat heute eine officielle Unter- redung mit dem Minister des Aeußern, Herzog Decazes, gehabt. Großbritannien. London. Im Gericht „for crown cases reserved“ erklärten sich betreffs des Appells des Capitäns Keyn von der„Fran⸗ conia“ sechs Richter für und sechs gegen die Com; petenz der englischen Gerichte. Aus den Erklärungen der Richter geht hervor, daß der Lord⸗Oberrichter, der sein Urtheil auf Moatag vertagt hat, sich gegen Compelenz eutschieden, und wäre somit die Freisprechung Keyns sicher zu erwarten. * — Die biesigen Blätter sehen die Rede des Zaren als eine Antwort auf die Rede Beacons field's an. Die„Times“ hofft, die Türkei werde die Annahme der Conferenz nicht verzögern, solche Verschleppung sei nicht zum ersten Male den Feinden der Pforte zu Gute gelommen. Das Blatt gedenkt der Möglichkeit, Derby könnte durch solche Haltung der Pforte sich veranlaßt sehen, mit der Abberufung Elliot's zu drohen. Die „Times“ regt in dem nämlichen Artikel den Ge⸗ danken an, Bosnien und die Herzegowina durch Frankreich besetzen zu lassen. Spanien. Madrid, 12. Nov. Barzana⸗ lang erklärte, eine dahingehende Interpellation beantwortend, daß ein Viertel des Coupons der consolidirten Anleihe bezahlt werden würde und zwar, wie versprochen, zu den angezeigten Zeit⸗ Abschnitten. Italien Rom, 12. Nov. Der Cardinal Simeoni, gegenwärtig Pro-Nuntius in Madrid, ist an Stelle Antonelli's zum Staats Secretär ernannt worden. — 13. Nov. Nach dem nunmehr vorliegen- den Ergebniß der engeren Wahlen zur Deputirten⸗ Kammer sind 113 Anhänger der Fortschritts-Partei und 27 Gemäßigte gewählt. — Die„Köln. Ztg.“ veröffentlicht einen von den Ministern Depretis, Mancini, Nicotera und Mezacapo unterzeichneten Bericht an den König, betreffend die bei und nach dem Ableben des Papstes zu ergreifenden Maßregeln: Die Umgebung des Vatikans wird sofort militärisch überwacht werden. Unmittelbar nach dem Tode des Papstes soll der Präfect von Rom den Majordomus und Maestro di Camera nebst zwei päpstlichen Aerzten und Secretären zur Assistenz bei der Todten- Be- schauung und den sonst nothwendigen Formalitäten auffordern. Wird dies verweigert, so soll der Präfect, begleitet vom Quästor, den Aerzten, zwei Notaren und vier sonstigen Zeugen, gewaltsam in den Vatican eindringen, um nach geschehener Todtenschau den Fischer Ring in Besitz zu nehmen, welcher sodann nebst dem Protokoll über die Todtenschau dem Cardinal-Decan übersendet wird. Alle Meubles in den Gemächern des Papstes werden und bleiben versiegelt, bis der Leichnam aus den Gemächern entfernt ist. Die nothwendigen Maßregeln für die innere Ordnung im Vatican werden vom Quästor ergriffen. Es wird auch ein genaues Verzeichniß aller Personen im Vatican sowie ein vollständiges Verzeichniß aller daselbst befindlichen Gegenstände aufgenommen. Nach Ver lauf von 24 Stunden steht der Leichnam dem Klerus der Basilika behufs Abhaltung des Leichenbegäng— nisses zur Verfügung.— Die„Agentia Stefani“ bezeichnet von authentischer Seite diesen Bericht als erfunden. Ein solcher Bericht existire über- haupt nicht. Türkei. Constantinopel, 12. Novbr. Vorgestern kehrten Mukhtar Pascha und Mustai Pascha mit 10 Bataillonen in erbärmlichem Zu⸗ stande von Zaslap nach Trebinje zurück, ein Bataillon verblieb in Zaslap. Der Muttessarif von Gacko und Trebinje, Kostan Pascha, ist in wichtiger politischer Mission nach Cettinje abge- gangen. Vorige Nacht erfroren in Trebinje 37 Soldaten und 20 Pferde. — 13. Nov. Insurgenten aus der Herzego⸗ wina sind nach der Suttorina gezogen, um inner- halb der Demartations-Linie Stellung zu nehmen. Sämmtliche Insurgentenführer sind nach Cettinje berufen, um Rath zu halten. — 13. Nov. Die Journale melden, die Pforte habe beschlossen, sich betreffs der Conferenz nicht früher auszusprechen, bevor ihr nicht die zu ver— handelnden Punkte bekannt seien. — 13. Nov. Eine türkische Panzer⸗Fregatte hat ihren bisherigen Ankerplatz am goldenen Horn verlassen und unweit der Buchten des nördlichen Bosporus Anker geworfen. Mehrere englische Genit-Ossiziere sind hier eingetroffen. Die türkische Panzer- Flotte wird in vier Geschwader getheilt, wovon eines im Bosporus bleibt, das zweite unter Hobart Pascha im Schwarzen Meer und die beiden übrigen im Mittel Meere kreuzen werden. 8 13. Nov. cations Linie nunmehr beseitigt, indem Rußland die Forderung wegen Zurückverlegung der Linle und Räumung von Alexinatz fallen gelassen habe. — 14. Nov. Die Pforte beschloß, nachdem sie zwei Millionen L. St. Papiergeld verbraucht, die Ausgabe der bisher reservirten dritten Million. — Der deutsche Botschafter v. Werther überreichte gestern dem Sultan seine Accreditive— — Die Pforte setzt trotz des Waffenstillstandes ihre Rüstungen begreiflicherweise in großartigem Maßstabe fort. Nach allen Provinzen ergingen aus Constantinopel dringende Weisungen, den Ab- marsch der einberufenen Reservisten zu beschleunigen. Die Truppen ⸗Contingente der Vilajets Bagdad, Diarbekir, Trapezunt, Sivas und Costambul haben nach Erzerum abzurücken. Die auf diesem Punkte gesammelten Streitkräfte werden 120,000 Mann zählen. Ein zweites Lager wird in Schumla errichtet. Ein Theil der bei Nisch stehenden Corps wird gleichfalls nach Schumla dirigirt. Ebenso wird die gegen Montenegro operirende Armee Derwisch Pascha's 15,000 Mann nach Schumla abgeben. Drei große Transporischiffe sind nach Antivari abgegangen, um die letztgenannten Truppen nach Varna zu transportiren. Die von Syrien in Constantinopel einlangenden Schiffe bringen täglich ganze Bataillone, welche von den Armee Corps in Yemen, Damascus und Aleppo abge⸗ geben wurden und sofort nach Schumla dirigirt werden. Alle Transportschiffe sind in Verwendung und befördern Munition, Kanonen und Waffen nach den verschiedenen Festungen des Reiches. Serbien. Belgrad. Zu Ehren Tscher⸗ najeff's wurde am 11. Novbr. Abends hier ein Festmahl, und zwar im Gasthof„König von Serbien“, veranstaltet. Bei dieser Gelegenheit toastete Ristic's auf den Kaiser von Rußland und Tschernajeff auf den König von Serbien. Er erwähnte, daß Serbien noch nicht besiegt sei; wenn es nur noch aushielte für kurze Zeit, dann käme Hilfe u. s. w. Tschernajeff bleibt vor der Hand in Belgrad. An dem Mahle nahmen alle Minister außer Nicolics Theil. Bei der serbischen Bevölkerung herrscht angeblich große Erbitterung gegen die russischen Freiwilligen, welche gegen Tschernajeff's Aufforderung massenhaft aus Serbien abreisen. Griechenland. Athen, 11. November. Komunduros erklärte in der Kammer, die Rüst⸗ ungen Griechenlands bedeuteten keine Aenderung in der Politik, sondern nur ein Festhalten an der Neutralität unter geänderten Verhältnissen, sowie einen Protest gegen einseitige Beschlüsse der euro⸗ päischen Diplomatie. Rußland. wird authentisch gemeldet: Am 19. Nov. begibt sich Großfürst Nicolai Nikolajewitsch, General- Inspector des Ingenieur⸗Corps und der gesammten Cavalerie, zur Süd⸗Armee, um das Ober⸗Com- mando zu übernehmen. Sämmtliche Corps⸗Com⸗ mandeure sind bereits ernannt. — 13. Nov. Der Kaiser ist heute Vormit⸗ tag in Zarskoje-Selo eingetroffen. Am 15. Nov. soll hier eine Truppen-Revue stattfinden. Die vom Kaiser in Moskau gehaltene Ansprache hat im ganzen Reiche allgemeinen lebhaften Widerhall gefunden. Zahlreiche Mitglieder von Städte-Ver⸗ tretungen, Gewerken, Landtagen, kaufmännischen Gilden, sowie auch Geistliche haben ihre vollste Bereitwilligkeit ecklärt, mit allen Kräften dazu beizutragen, daß die Anforderungen, welche Kaiser und Reich Behufs Wahrung der Interessen Ruß- lands stellen sollten, befriedigt würden. — 14. Nov. Der heutige„Regierung-Anz.“ veröffentlicht eine Circular-Depesche des Fürsten Gortschakoff an die diplomatischen Vertreter Ruß⸗ lands im Auslande datirt vom 13. Nov.; danach findet es der Kaiser Angesichts der im osmanischen Reiche verübten Gewaltthaten, die ungeachtet aller Bestrebungen des kaiserlichen Cabinets fortdauern, da er fest entschlossen sei, das ins Auge gefaßte Ziel zu erreichen, für nothwendig, einen Theil der Armee zu mobilisiren. Der Kaiser wolle keinen Krieg und werde sein Möglichstes thun, um diesem Wie die„N. fr. Pr.“ erfährt, wären die Schwierigkeiten bezüglich der Demar⸗ Petersburg. Von hier 77 1838 1 —ͤůk—.b———— ——— — 2—— zu werde jedoch nicht eher ruhen, als bis die urch ng der vom humanen Gesichts⸗ punke als nothwendig erkannten Principien voll- ständig garantirt sei. — 14. November. Sechs Armee-Corps sind mobilisirt worden; der Kaiser ernannte zu Corps⸗ Commandeuren: Fürst Barclay de Tolly, Pimarn (2), Fürst Schachowsky, Baron Krüdener, Ge⸗ neral Wanowsky und General Redecky. Die Süd Armee erhielt den Titel Donau- Armee. Ueber die Kriegsvorbereitungen in Süd- Rußland schreibt man aus Odessa; Die Kursk-Kiew Odessa⸗ Kischeneffer Bahn verwaltungen haben sich dem Kriegs— minister gegenüber verpflichtet, zwanzig Züge täglich für die Truppenbeförderung bereit zu halten, ohne die regelmäßigen Passagierzüge einstellen zu müssen. Hier sind 120 Oefen zur Erzeugung von Zwieback errichtet worden. Auch sind beträchtliche Bestell⸗ ungen auf Fleischconserven gemacht worden. Die Kuban'schen Kosaken sollen über Odessa zur Süd— Armee dirigirt werden. Das Hauptquartier dieser letzteren soll bis zur Eröffnung des Krieges in Kischeneff etablirt werden. In dem prächtigen neuen Stadtviertel der genannten Stadt sind be— reits Quartiere für die Intendantur, den General- stab, das Obercommando und den General-Chefarzt bestellt. Alle frei praktieirenden Aerzte in Süd— Rußland haben die Einladung erhalten, in die Armee einzutreten. Die meisten haben ihren Ein- tritt bereits angemeldet. Aegypten. Kairo, 12. Nov. Der ab- gesetzte Finanz⸗Minister suchte ein Complot gegen den Khedive anzustiften, indem er die religiösen Gefühle der Bevölkerung gegen die finanziellen Maßregeln, die von Göschen und Joubert vor⸗ geschlagen waren, aufreizte und zwar durch die Anklage, der Khedive verkaufe Aegypten an die Christen. Der Minister wurde vor einem ge— heimen Rath angeklagt und von diesen nach Dongola verbannt. Der Verurtheilte ist heute Vormittag zwar dorthin abgereist, aber auf der Reise plötz— lich gestorben— worden. — 14. Nov. Das vollständige Einverständ⸗ niß des Khedive mit Göschen und Joubert wurde officiell angezeigt. Aus Stadt und Land. Offenbach, 11. Nobo. Gestern Abend gegen 9 Uhr ereignete sich auf der Bebraer Bahn ein höchst bedauerns⸗ werther Unglücksfall. Ein Weichensteller, welcher von einer Rangirmaschine während des Fahrens herabsprang, wurde von einer zweiten von Hanau kommenden erfaßt und ihm der rechte Fuß übersahren. Der Unglückliche wurde ins Hospital gebracht und das Bein heute Morgen in der Gegend des Schienbeins amputirt. 5 g g Darmstad t, 14. Nov. Bei der gestrigen Hosjagd im Kranichsteiner Park wurden 10 Sauen geschossen, wovon der Landgraf von Hessen 3 erlegte. Bingen, 11. Nov. Gestern Abend zwischen 5 und 6 Ubr hat sich bier ein gräßlicher Unfall ereignet. Zwei Kinder des Schiffers E., das eine 11, das andere 5 Jahre alt, waren, Holz sammelnd, in der Nähe des Holzhofes von G. beschäftigt, als dort eine Mauer, gegen welche eine große Menge Holz gelagert war, zusammenbrach und die Kinder unter den Trümmern begrub. Hilse N N N 8 war rasch zur Hand, allein das älteste der Kinder über⸗ lebte die Katastrophe kaum einige Minuten, während das füngste hoffnungslos darniederliegt und an dessen Aus⸗ kommen gezweifelt wird. Man kann sich die Verzweiflung und den Schmerz der armen Eltern denken, über welche das Unglück hereinbrach. Wöllstein, 9. Nov. Gestern wurde dahier die dritte Präparandenschule des Großherzogtbums durch Ministerial⸗ rath Knorr eröffnet. Es haben sich bereits 75 Zöglinge eingefunden, und sind dieselben gegen eine entsprechende Vergütung in Privathäusern untergebracht. Leiter der Anstalt ist Lehrer Stumpf, früher Volks-, zuletzt Präparan⸗ denlehrer zu Lindenfels. Allerlei. Frankfurt. Der hier wegen Besitzes eines vollstän⸗ digen, äußerst scharssinnig construirten Diebswerkszeuges verhaftete K. Schantz von Plauen scheint auch Pläne wie Thomas berüchtigten Bremer Andenkens gehabt und in der alten und neuen Welt ein sehr bewegtes Leben geführt zu haben. Die Polizeibehörden sind eifrigst bemüht, das Vorleben dieses Vogels, der sich zur Zeit noch in ihter Gewalt befindet, aufzuhellen. Carlsruhe. Zur Illustration der Dienstbotenfrage wurde kürzlich in Carlsruhe, wie die dortigen„Nachrichten“ mittheilen, nachstebendes artige Stückchen geliefert: Eine nobel ausstafficte Repräsentantin der höheren Wasserstein— Aristokratie tritt in's Zimmer und unterzieht sich der Mühe, die Hausfrau folgendermaßen zu xaminiren:„Haben Sie Wasserleiiung? Wann wird das Haus geschlossen? Sind noch kleinere Kinder zu besorgen? Was geben Sie Lohn? Unter 220 fl. könnte ich nämlich nicht eintreten; 85 5 a 0 Ausland verwiesen, Landau und Poljanski werden nach Geschenke zu Weihnachten und Messe sind jz seldstoerständ— lich, auch werden Sie jedenfalls die Wäsche hinaus geben und Jemand haben zum Koblenherauftragen, Holzspalten und größeren Putzgeschästen?“„Natürlich haben Sie für dieses nicht zu sorgen,“ erwiederte der inzwischen hinzu— gekommene Ehemann.„Meine Frau trägt die Kohlen und besorgt auch die Putzgeschäfte, das Kleinholz mache ich selber, dann putze ich Morgens die Schuhe und die Stiefel, so daß Sie inzwischen bequem den Keffee trinken können. Jetzt aber machen Sie schleunigst, daß Sie sort⸗ kommen oder ich schmeiße Sie“——— das Fräulein geruhte der freundl. Andeutung umgehend Folge zu leisten. Gemünden a. M., 8. Nov. Heute Abend wurde unsere Stadt durch den Ruf: Feuer! allarmirt. Ein mit Petroleum beladener geschlossener Eisenbahnwaggon, welcher sich während des Rangerens von selbst entzündete, stand in hellen Flammen und stiegen kolossale Feuer- und Rauch⸗ wolken auf. Dem Rangirmeister Tranfeld war es noch gelungen, den Waggon auszuhängen und die anderen circa 20 Waggons zu entfernen, wobei er sich die Hände und den Backenbart verbrannte, sonst wäre der Brand viel größer geworden. Bayreuth. Bayreuther Ausstellung eine Nähmaschine gewonnen. Der König von Bayern hat auf der Die Bayreutherinnen meinen deßhalb, nun sei's Zeit zum Heirathen. Weimar. In Weimar hat der Stadt-Vorstand eine regelmäßige Untersuchung der zum öffentlichen Verkauf gelangenden Nahrungs-Mittel eingeführt und bereits mit Bier uud Milch den Anfang machen lassen. In der Lokal⸗Presse wird die Errichtung einer chemischen Unter— suchungs Station empfohlen.— In mehreren thüringischen Städten und befonders auch in Sondershausen und Eisenach werden jetzt Petitionen vorbereitet, um den Wander-Lagern, die ohne besteuert zu sein, den Kaufleuten starke Concurrenz machen, entgegen zu treten. Die Gewerbe-Vereine haben sich der Sache angenommen. Dresden. Auf eine ebenso eigenthümliche wie ge— fährliche Weise verunglückte vorigen Sonntag Vormittag eine Tochter des Rentiers B. Dieselbe hatte soeben ihre Toilleite beendet, als ihr ein Ring vom Finger fiel und zu Boden rollte. Um den Ring wieder aufzuheben, bückte sich die Dame. In diesem Augenblicke brach das am e sogenannten Küraß-Corset angebrachte Blanchet, resp. die dünne Stahlstange und drang das eine Ende derselben der Dame berartig in die Brust, daß sie sofort bewußtlos zu Boden sank und ein Arzt gerufen werden mußte, der eine schwere, vielleicht sogar lebensgefährliche Verletzung constatirte. Das Unglück ist um so beklagenswerther, als die junge Dame sich in diesen Tagen verbeirathen wollte. Sigmaringen, 9. Nov. Ein gräßliches Unglück hat sich heute Mittag bei Schmeien auf der im Bau be—⸗ griffenen Bahnlinie von hier nach Ebingen zugetragen. Es finden dort viele Felsensprengungen statt und bei einer solchen verzähltle sich der die Arbeit leitende Ausseher um einen Schuß, gab also das Zeichen zum Wiederbeginn zu früb; als sich die Mannschaft dem Arbeiteplatze auf wenige Schritte genähert hatte, ging der letzte Schuß los, lödtete 3 Mann augenblicklich, verwundete 3 weitere sehr gefährlich, daß man an ihrem Aufkommen zweifelt, und außerdem sind noch 4 andere mehr oder minder verletzt. Von hier aus wurde sofort ärztliche und andere Hilfe abgesendet und begab sich der königliche Regierungs-Präsident gleich⸗ zeitig an Ort und Stelle, um das Exforderliche vorzu⸗ kehren. Die Verunglückten sind sämmtlich Italiener. Stolpe. In Nr. 264 des„Reichs-Anzeigers“ wird unter mehreren Reservisten und Landwehrmännern, welche ohne Erlaubniß ausgewandert sind, vom hiesigen Kreis— gericht durch öffentliche Vorladung verfolgt: Der Landwehr⸗ mann Wilhelm Jacob Kutschke aus Schönwald, geboren am 24. Januar 1847. Kutschke, Kulschke, wohin ist es mit Deinem Patriotismus gekommen und wo gedenkst Du in Zukunft„im Busch herumzukrauchen?“ Ist das wohl ein Benehmen für eine wellberühmte historische Persönlichkeit? Moskau, 14. Nov. Das heute verkündete Urtheil im Proceß Strousberg lautet wie folgt: Strousberg wird in's Tomsk, Borissowsky nach Olonetz verbannt, Schumacher zu Gesängniß von einem Monat veruribeilt. Handel und Verkehr. Friedberg, 15. Nov. Waizen M. 24.—. Korn M. 19.—. Gerste M. 18.—. Hafer M. 15—20. Kar⸗ toffeln M. 3.—. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo = 200 Zollpfund. Frankfurt, 13. Nov.(Viehmarkt.) Der heutige Markt war gut befahren. Angetrieben waren: 360 Ochsen, 270 Kühe und Rinder, 210 Kälber und 1270 Hämmel. Die Preise stellten sich per Ceniner: Ochsen 1. Qual. M. 66—68., 2. Qual. M. 60—64. Kühe und Rinder 1. Qual. M. 56—60., 2. Qual. M. 48-52. Kälber 1. Qual. M. 52—55., 2. Qual. M. 48—50. Hämmel 1. Qual. M. 50—52., 2. Qual. M. 38— 42. Schweine⸗ fleisch das Pfund 75 Pf. Frankfurt, 13. Nov. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 40., Nr. 2 M. 36., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28. Nr. 5 M. 22. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26., do. II.(Berliner Marke) M. 21., Weizen eff. bies. M. 24. 75., fremder je nach Qualität M. 19—22., Korn M. 17.25 bis 19.25., Gerste M. 18—19., Hafer M. 16-19. Kohlsamen M. 36., Erbsen M. 21—24., Wicken M. 19., Linsen M. 21—30., Rüböl M. 78. Die Preise verstehen sich, sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht— 100 Kilo. Mainx, 13. Nov. Producten-Markt. Waizen per Nov. 21.50, per März 22.40. Korn per Nov. 16.50 per März 17.—. Hater per Nov. 17.45, per März 17.75. Rüböl per Mai 37.60. Geld ⸗Cours. Frankfurt am 14. November 1876. 16 24—28 f 20-⸗Frankenstücke 9 805 Mk. Englische Sovereigahng s„ 20 3338 Russische Imperiales„ 16 70-75 Holländische fl. 10 Stücke„ 16 65 G. r* 9 71—76 Dualen al mäare xn„ 9 67—72 Dollars in Gold. 2 4 16-19 Eine Parthie abgängige Obstbüume 3641 soll Donnerstag den 16. November d. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Rathhaustreppchen. Friedberg den 13. November 1876.. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fouc ar. Obligations-Verloosung. 5 7 Bei der heute stattgefundenen Verloosung er al bil enen der Gemeinde Büdesheim, Kreis Friedberg, wurden die Nummern 39. 52. 54 und 71 4 171 Mark 43 Pf. zur Rückzahlung gezogen. Die In⸗ haber derselben werden hiermit aufgefort, den Betrag hierfür nebst Zinsen bis zum 31. Dezember d. J. bel hiesigem Gemeinde-Einnehmer in Empfang zu nehmen, da weitere Zinsen nicht bezahlt werden. Büdesheim den 10. November 1876. a Großherzogliche Bürgermeisterei Büdesheim. . Wiesenba ch, Beigeordneter. Feinster Dorsch-Leberthran 1557 fast geruch- und geschmacklos in Flaschen mit gestempeitem Metallverschluss 2 60 Pfg. und à 1 Mark echt zu haben bei J. A. Windecker, Hoflieferant in Friedberg. Ph. J. Weiss in Bad-Nauheim. Vergebung von Bauarbeiten. 3643 Zur Herstellung des ehemaligen Militär-Lazareths zu Zwecken des Schullehrer-Seminars dahier sollen noch nachstehende Arbeiten und Lieferungen, veranschlagt Dachdeckerarbeit zu 560 Mark, Schreinerarbeit zu 3448„ Gußwaaren-Lieferung e bis Montag den 20. November l. J., Vormittags 11 Uhr, an den Wenigstfordernden vergeben werden. Die Ab— gebote haben in Prozenten zu geschehen und liegen Vor— anschlag und Pläne zur Einsicht der Uebernahmslustigen auf unterzeichnetem Büreau offen, woselbst auch die Offerten bis zu obigem Termin einzureichen sind. Friedberg den 14. November 1876. 0 Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u ß. 0 g Holzversteigerung. 3655 Dienstag den 21. November, Nachmittags 2 Uhr, soll an dem runden Thurm der Burgmauer zu Friedberg eine dürre Tanne auf dem Stamm öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Friedberg den 18. November 1876. 5 Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. R e u ß. Eier Frau Stöppler, verkauft Kirchgasse. 3640 Poliklinik für Hautkranke. 3555 Für unbemittelte Hautkranke bin ich täg⸗ lich(Sonntags ausgenommen) von 12½—1 u½ unent⸗ geltlich zu sprechen: Friedberger Landstraße 57, 1 St.— Meine übrigen Sprechstunden wie bisher von 8—9 und 2—3, Jahnstraße 42. Frankfurt a. Main, November. 1876. (8133) Dr. Herxheimer. 3620 Für mein Tuch- und Modewaaren-Geschäft suche ich einen Lehrling mit guter Schulbildung. Heinr. Kaeß in Gießen. Hianzüsische Holzschuhe mit Lederbesatz, Baschliks, Kaputzen, wollene Kopftücher, Hemden, Unterjacken und Unterhosen zu reellen Preisen bet 362⁵ Ludwig Ulrich in Wölfersheim. Oeconomie-Verwalter gesucht auf ein größeres Gut in der Nähe von Frank- furt am Main. Näheres durch die Expedition des Anzeigers. 3644 3571 nestauration weihl. I Federweißer, per ¼ Liter 20 Pfennig. 8 Wohnungsveränderung& Geschäfts- Empfehlung. Meine Wohnung befindet sich jetzt in meinem neu hergerichteten, früher Hilbrecht'schen Hause, neben Herrn Bierbrauer Henn und gegenüber der Handlung von Herren Becker& Engel, Kaiserstraße 106 und betreibe ich daselbst mein Geschäft wie früher: Seilerei, Holz“, Korb- und Spiel- waaren Handlung, sowie Verkauf von französischen Holzschuhen mit Leder und gefüttert. 3651 Adam Söllner. 3645 zu dem Freitag den 17. November c., Abends des Herrn Reallehrer Würth über: Die Rose, historisch⸗botanische Skizze. Der Zutritt ist Jedermann gestattet. Friedberg den 15. November 1876. Einladung des Volksbildungs⸗Vereins Friedberg 8 Uhr, im Rathhaussaale stattfindenden Vortrage Der Vorstand. 3658 Musikverein Concert Sonntag den 19. November, Abends 7½ Uhr, im Saale des Hotel Trapp unter gefälliger Mitwirkung der Herren W. Becker aus Frankfurt und Seminarlehrer Link von hier. Programm. öber für Sopran und Altsolo, weib— 1)„Schneewittchen“, dramatisirtes Märchen von F. R lichen Chor und Clavier, eomponirt von 2) Streichquartett 5 J 3) a. Die Nachtiga 2 g b. e Choͤre 4) Clavierquartett(Clapfer, Violine, 5)„Schön Ellen“, Ballade von E. Clavier, eomponirt von Viola, Cello) Geibel für Sopran und Bariton-Solo, Chor und in Friedberg. Karl Reinecke. F. Schubert. F. Mendelssohn. W. A. Mozart. M. Bruch. Sleinkohlen bester Qualität. Ia. mel. stückreiche Flammkohle per Ctr. M.„ 5 Gesieb. Stückkohle per Ctr. A M.„ 5 Nuß⸗ und Knabbelkohle per Ctr. A M.. 25 Gesieb. Schmiedekohle per Ctr. N Bei vorheriger Bestellung ab Bahnhof hier Ia. mel. stückreiche Flammkohle pr. Ctr. à M.— 95 offerirt Fried. Avenarius, 5 Bad⸗Nauheim, Fürstenstraße Nr. 327. Versteigerung. 3639 Mittwoch den 22. No vember, Vormittags 10 Uhr, läßt der Unterzeichnete wegzugshalber öffentlich meist⸗ bietend gegen Baarzahlung versteigern: 1 Pferd, 1 trächtige Kuh, 2 Rinder, 1 Ziege, 1 Mutterschwein, 3 Springer, 20 Hühner, 2 Gänse, sowie 22 Fuder verschiedenes Stroh, l Wagen nebst sämmtlichem Zubehör, 1 Egge, ö verschiedene Pflüge(noch neu), 1 Dickwurzmühle, 1 Frucht fegemühle, Ketten und sonstige Oeconomiegeräth schaften, 200 Centner Dickwurz. Beienheim. Christian Philipp Raab. Bad⸗Nauheim. Möbel und Tapeten empfiehlt zu den bllligsten Preisen. Möbel aller Art, Tapeten in der größten Auswahl. Horn& Baumann. 177 52 77 5 Für Wirthe 23653 ganz besonders geeignet 5 * 2 222 Regulir⸗Füllöfen, neuester Construktion, in jeder Größe bei Louis Marburg 8 Söhne, „Zur Reichskrone“ Fraukfurt am Main, Fried- bergerstraße. 3368 ußberspielte, billig zu verkaufen. 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Nod. 1876. 365 sind sowohl naturel genommen als Abends und Morgens in heisser Milch oder Thee aufgelöst getrunken von vorzüglicher Wirkung gegen jedes Hals- und Brustleiden. In Originalpacketen 50 Pfennig voräthig in Friedberg bei Wilh. Fertsch, in Gambach bei Carl Löffler, in Reichels- heim bei Apotheker Chr. Langheinz, in Rocken- berg bei Apotheker F. Sames. 3646 Billards, Stollwerck'sche Zrustbonbons. 255 sich schriftlich unter Chikkre A. Nr. 420 an die Exped. 6283.) Schmalz, ausgelassen, 91 Pf., unausgelassen 86 Pf. [Schweinen Keil und Carre bei sämmtl. Metzgern 72 Pf. J Ausnahmspreise. Bei J. Rosenthal Nierenfett 49 Pf. — Bei S. Löb Kuh- oder Rindfleisch 50 Pf., Nieren- fett 48 Pf.— Bei H. Langsdorf ger. Speck 91 Pf. — Bei H. Klinkerfus Schwartenmagen 86 Pf., Fleisch⸗ wurst 86 Pf., Bratwurst 86 Pf. Danksagung. 3654 Allen, welche uns bei der Beerdigung unsers theuren Gatten, Vaters, Schwiegersohns und Schwieger— vaters ihre Theilnahme in so herzlicher Weise bewiesen haben, sagen wir unsern wärmsten Dank. Södel und Friedberg den 14. Nov. 1876. Die trauernden Hinterbliebenen. Israelilischer Gottesdienst in Friedberg. Beginn: Freitag Abends 4½ Uhr. Samstag Morgens 8¼ Uhr. Seidene Umknöpftücher X Foulards 2035 in den schönsten Farben billigst bei K. Friedrich. Verantw. Red.: Carl Bindernagel! Druck und Verlag von Carl Bindernagel. D — Betreffe! Das E beborstehen erorderlie Wahlgeset für die A üblicher wird für und Hass Bezirk di vertreter Stellvertt neuen ste De 9, dieses der Mus für jede Wähler Betreff geschehen Tagen f beröffent Dehember wiklich — Betref