N Hedds, ——— . Dullild Oberhessischer Anzeiger. 1876. Donnerstag den 16. März.* A. 33. Die Petitzeile a g Erscheint jeden wird mit 11 Pfennig berechnet. Artisblatt für den Kreis Friedberg. Oienstag, Donnlerstag und Samstag. Jelteffend: Die Ausführung des Reichs militär: pensionsgesetzes. Friedberg den 13. März 1876. 1 9 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Da wir in Erfahrung gebracht haben, daß von Ihnen die Vorschriften der in Nr. 14. des Regierungeblatts von 1875 publicirten Bekannt- nachung des Deutschen Reichskanzlers über die Ausführung des Militärpenstonsgesetzes vom 27. Juni 1871 und des bezüglichen Gesetzes vom 1 8 April 1874 nicht immer genau befolgt worden sind, verweisen wir Sse in Folge Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 26. vorigen Monats zu Nr. M. d. J. 2854 nochmals auf deren Inhalt, besonders unter II. C. 1 und empfehlen Ihnen die Beachtung der dort rtheilten Anweisungen bei allen Verwendungen von Invaliden im Gemeindedienste. na g p. 1 Petrefsend: Anzeige gegen Michael Nobalschek aus Galaeki in Oslipreußen und Consorten wegen verweigerten Diensteintritts resp. vertagswidrigen Dienstaustritts. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großheczoglichen Bürgermeistereien und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises. Nach abgeschlossenem Dienftvertrag hatten Michael Robatschek J. und II., beide aus Golaski in Ostpreußen, ersterer bei dem Großh. eigeordneten Ewald zu Assenheim, letzterer bei P. Schmidt Ww. von da, Johann Schmolka von dort bei Großh. Bürgermeister Best von Assen heim, Johann Marizynski aus Stargart und Stanislaus Berkomp von da bei Ph. Best J. von Bruchenbrücken am 14. dieses Monate als Dienstknechte einzutreten, waren auch bei ihten bezüglichen Dienstherrn erschienen, verweigerten aber, weil Ihnen nicht 30—45 Mark nehr Lohn zugestanden wurde, als vertragsmäßig festgesetzt worden war, den Diensteintritt. Weiter waren bei Gemeindecinnehmer Möser in Nieder-Erlenbach Franz Chelminiak aue Schubin in Ospreußen und Johann Jablonski von da bereits schon als Dienstknechte eingetreten, sind aber heimlich entwichen. Der Aufenthalt der genannten 7 Dienstboten, welche von den erwähnten Dienstherrn Reise- und Miethgeld sich haben bestreiten lassen, ohne sen Rückersatz geleistet zu haben, ist unbekannt und ziehen dieselben vermuthlich umher, um anderen Dienstherrschaften ihre Dienste anzubieten und kelleicht in ähnlicher Weise zu übervortheilen. un Wir warnen daher hierdurch, im Interesse der öffentlichen Ordnung, mit den genannten Dienstboten anderweitige Dienstverträge abzuschließen, 0 ind beauftragen Sie, nach deren Aufenthalt zu recherchiren und uns solchen schleunigst zur Kenntniß zu bringen. Trap p. 1 Friedberg den 14. März 1876. — . . 7. 2 * Bekanntmachung. In Gemäßbheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Nacht wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für die Monate Januar und Februar 3876 sich folgendermoßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen: * Hafer. Heu. Stroh Januar: M. 16.30. M. 9.— M. 6.— Februar: M. 17.20. M. 9.— M. 6.30 Friedberg den 13. März 1876. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. E Bekanntmachung, den Obstbaumwärter⸗Cursus an der Ackerbauschule zu Friedberg für 1876 betreffend. In Gemäßbeit eines Beschlusses des landwirthschastlichen Vereins Wöchentlich findet eine Excursion nach benachbarten größeren N ir die Provinz Oberhessen soll im laufenden Jahre wieder an der Acker-[ Baumanlagen statt. atis. Huschule zu Friedberg ein Obstbaumwärter-Cursus abgehalten werden. Der Unterricht wird unentgeltlich ertheilt, und ist für die E Der Cursus umfaßt die Zeit vom 3. April bis 13. Mai[Zulassung der Besuch der Volksschule genügend, auch ein Zeugniß über 2 Hufenden Jahres unter achttägiger Avssetzung des Unterrichts während seitherige gute Aufführung erforderlich, während eine Altersgrenze nicht ter Osterfeiertage, sowie in diesem Herbste vom 28. August bis festgesetzt ist. 0„ September. Für Kost und Logis haben die Schüler selbst zu sorgen, sowie die 1 ö Der Unterricht wird von tüchtigen Lehrkräften ertheilt und umfaßt:[nöthigen Geräthschaften und Bücher auf eigne Kosten anzuschaffen. 1) Deutsche Sprache und Geschäftsaufsätze, wöchentlich 2 Stunden. Anmeldungen sind möglichst bald und längstens bis zum 2) Rechnen und Feldmessen 10 4 25. März laufenden Jahres an das unterzeichnete Curatorium, 3) Bodenkunde und Düngerlebre 7 2 das zu jeder weiteren Auskunft gerne bereit ist, einzureichen, da der Cursus 4) Bau und Erpährung der Pflanzen„ 2 nur im Falle einer größeren Betheiligung abgehalten werden soll, und 5) Obstbaulehre 1 4 wird vor dem Beginn desselben jedem sich Meldenden schriftliche Mittheil- 6) Obstkunde„ 3 ung gemacht. b 7) Praltische Uebungen 1 17 Friedberg im März 1876. Abt. Der Unterricht wird durch eine Sammlung der besten Lehrmittel f b b ind Instrumente unterstützt. Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg. —— Die praktischen Uebungen werden nach einem bestimmten Plane Trapp. Dr. G uu s er. Klieisch. . n dem zu diesem Zwecke angelegten Obstgarten vorgenommen, und können[ Geh. Regierungsratb. Dirigent der Ackerbauschule. Kreis-Assessor. ußzerdem mehrere hiesigen größeren Obstbaumschulen benutzt werden. 1 1 Einladung. 1 Na ch mi 1 Die Mitglieder der landwirihschastlichen Section Butzbach und sonstige Freunde der Landwirthschaft werden auf Samstag den 18. März, ttags 3 Uhr, zu einer Besprechung im Rathhaussaale hier ergebenst eingeladen. 1 Herr Dr. Heuser, Dirigent der Acker bauschule zu Friedberg, wird einen Vortrag über Ertrag und Oualität der Runkelrüben nach den e schiedenen Arten der Anpflanzung und den verschledenen Rübensorten halten; ferner wird ein zur Vertilgung der Kleeseide in Anwendung zu Hech ler. sungendes Reglement in Berathung gezogen werden.— Butzbach den 13. März 1876. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. August Breidenbach von Dorheim wurde als Wiesenvorstands Mitglied der Gemarkung Dorbeim ernannt und verpflichtet. . Konrad Lemp von Melbach wurde als Feldschütze der Gemarkung Melbach ernannt und verpflichtet. 3 Georg Geck II., Wilh. Keil und Ph. Hahn III. wurden als Wicsenvorstands-Mitglieder der Gemarkung Melbach ernannt und verpflichtet. —— — r ———ͤ ͤ—ᷣ—ñ—ᷣ— dee .——. —— —— rern — — 4. 1 1 r . eee Dieutsches Reich. Darmstadt, 13. März. In heutiger Sitzung zweiter Kammer leistete der neu eingetretene Abg. Dittmar den verfassungsmäßigen Eid. Heinzerling empfahl dringend die Mangriffnahme der 4er ⸗ forderlichen Arbeiten behufs besserer Ventilatson der Sitzungsräume, was die Regierung auch zu sagte.— Der Gesetzentwurf die Ausgleichung der den Gemeinden in Folge des letzten Krieges für ihre Leistungen erwachsenen Lasten, wurde fast ohne Deballe genehmigt, ebenso dit theilweise Erwerbung des Kahlert'schen Hauses, sowie Ver- wendung des bereits früher bewilligten Credits für bauliche Hirstellungen im letzteren und dem ehemaligen Kriegsministerkolgebäude, wobin das Kreisamt, sowie die Lokale des Landesgewerbvereins verlegt werden sollen.— Die Erwerbung des Gebaͤudes der Bank für Handel und Industrse um den Preis von 150,000 Mk. für Zwecke der dahin zu verlegenden Hauptstaatskasse rief eine lebhafte Debatte hervor. Die Abstimmung ergab Annahme der Vorlage mit allen gegen 3 Stimmen. — 14. März. Die zweite Kammer genehmigte in ihrer gesirigen Sitzung noch ihren Etat für die laufende Finanzperiode im Betrag von 90,000 M. — Ferner wurde die Vorlage des Finanzministe— riums, wonach die Beamten der Main Neckar Bahn auch für die gegenwärtige Budgetperiode die stitherige Gehaltszulage von/ erhalten sollen, genthmigt. Der letzte Gegenstand, Antrag des Abg. Jöckel, die Wiederanwendbarkeit des in Folge der Rechtsprechung des Cassationshofs in der Praxis nicht mehr anwendbaren Art. 426 der Strasproceßordnung vom 13. Sept. 1865 betr., rief eine lebhafte Debatte hervor. Der Ausschuß biantragt einstimmig: die Gr. Staats- Regierung um die Vorlage eines Gesetzes zu er: suchen, durch welches 1) die Anwendbarkeit des Arlt. 426 der St.⸗P.-Ordnung auf das Vergehen der Beleidigung in denjenigen Fällen, in welchen eine Verweisung vor die Bezirksstrafgerichte nicht erfolgt ist, wiederhergestellt, und 2) bestimmt wird, daß bei Antragdelicten, wenn die Klage durch Verzicht des Anklägers aufgehoben wird, der Ankläger in die dem Staate verursachten Kosten von dem Untersuchungsrichter oder von dem erkennenden Gerichte zu verurtheilen sei; 3) eine Minorität des Ausschusses: die Groß- herzogliche Staatsregierung um die Vorlage eines Gesetzes des Inhalts zu ersuchen, daß Beleidig- ungen(14. Abschnitt des R.- St. Gesetzbuchs), abgesehen von einzelnen in der Gesetzvorlage näher zu bezeichnenden Fällen, in erster Jnstanz von den Landgerichten abzuurtheilen seien. Die Abstimmung ergab einstimmige Annahme der Ausschußanträge sub 1, 2, sub. 3, mit 20 gegen 17 Stimmen. Hierauf vertagte sich die Kammer, der es an Stoff gebricht(der Finanz Ausschuß hat den Budgetbericht noch nicht fertig gestellt wieder auf unbestimmte Zeit. Darmstadt. Militär- Nachricht. Kepdel, Skc.⸗Lieut. vom 3. Großh. Infanterie Regiment (Leibregiment) Nr. 117, mit Pension nebst Aus sicht auf Anstellung im Civildienst der Abschied bewilligt. f Berlin. Seitens des Abg. Petri steht eine Interpellation im Abgeordneten⸗Hause wegen des Cauber Berg ⸗Sturzes bevor. Berlin, 13. März. Abgeordnetenhaus. Die von den Abgg. Dr. Frickhöffer und Dr. Petri und Genossen eingegangene Interpellation hat folgenden Wortlaut:„Nach Mittheilungen des Bürgermtisters in Caub an die nassauischen Ab- geordneten sind durch den Berg⸗Sturz 9 Gebäude zerstört und 26 Menschen um's Leben gekommen. Wir fragen deßhalb an, 1) ob der Stagts- Re- gierung schon Mittheilungen hierüber zugegangen sind; 2) ob weitere Gefahren drohen; 3) ob Anordnungen getroffen sind zur Ueberwachung der Bewegung der Berg⸗Massen; und 4) ob durch polizeiliche Anordnung die bedrohten Gebäude geräumt worden sind?“ Das Haus setzte heute die Berathung über den Cultus Etat fort und vertagte um 4½ Uhr die weitere Berathung auf morgen. Das Centrum brachte abermals vielfache Beschwerden vor, denen die Regierungs- Commissäre und der Cultus- Miulster entgegen Das Capitel über die Universitäten wird traten. an die Budget-Commisston verwiesen. München. Die Nachricht der„Augsburger Posl-Zeitung,“ daß der Cultusminister von, Lutz ein Entlassungs⸗Gesuch eingereicht hahe, entbehrt, wie die„Allg. Ztg.“ versichert, vollständig der Begründung. ö — Die„Südd. R. Pr.“ schreibt: Nach glaubwürdiger Mittheilung haben sich die baye⸗ rischen Appellations- Gerichte, sowie die Ober⸗ Staatsanwälte an denselben gutachtlich überein; stimmend gegen die Einführung von Schöffen bei den Bezirks-Gerichten(künftig: Land- Gerichten) ausgesprochen. — 13. März. Sitzung der Kammer der Abgeordneten. Nach Erledigung der ersten Punkte der Tagesordnung folgte Jörg's Initiativ- Antrag, das Landtags- Wahlgesetz betreffend. Jörg em⸗ pfiehlt seinen Antrag. Es folgt hierauf eine lebhafte, zuweilen erregte Debatte, woran sich Henle, v. Schauß, Ministerialrath Riedel für den dienstlich abwesenden Minister des Innern, ferner Rußwurm, Hauck, Marquardsen, Huhn und Völk betheiligen. Schließlich wird der Antrag, unter⸗ stütz ven einer ziemlich großen Mehrheit, auch von Seite der Liberalen, an eine Commissson von vierzehn Mitgliedern verwiesen. 5 Ausland. Oesterreich Ungarn. Wien, 13. März. Bei Beginn der heutigen Sitzung des dalmatinischen Landtages verlas Abgeordneter Monti ein Schrift- stück, worin erklärt wird, daß, nachdem Präsident Ljubissa sich von dem Vo wurse bei Vergebung der Dalmatiner Bahnen ohne Gegenleistung eine Summe Geld empfangen zu haben, nicht ge⸗ reinigt, der Redner und seine Gesinungsgenossen an den Sitzungen des Landtages überhaupt, nicht Tbdeil nehmen werden, so lange sie nicht von dem Viceprästdenten oder einem andern von der Krone neu zu ernennenden Präsidenten berufen werden. Obwohl der Präsident auf Grund der Geschäftsordnung die Verlesung obiger Erklärung verbot und Monti das Wort entzog, so setzke dieser doch, wenn auch unter großem Lärm, die Verlesung fort, so daß schließlich der Präsident die Sitzung für geschlossen erklärte, — Der„Pol. Corr.“ zufolge wurde Ljubobralic am 10. d. bei Imoschi auf österreichischem Gebiet von einer österreichischen Patrouille angehalten und verhaftet. In feiner Begleitung befanden sich mehrere Insurgenlen- Offiziere seines Stabes, die Georg Pelcopsch, Balordich, Miscich und Cesari, und eine Holländerin, Namens Markus, welche ebenfalls verhaftet wurden. Ljubobratic sammt seiner Begleitung soll im Innern Oesterreichs internirt werden. Frankreich. Paris. Eine Versammlung von 300 Deputirten und Senatoren der repu⸗ blikanischen Parteien hat beschlossen, an der früher beschlossenen Resolution festzuhalten, welche die Rothwendigkeit hervorbob, das Personal der Verwaltungs- Behörden, welches bis jetzt die Re- publikaner bekämpften, zu erneuern. Die dringende Nothwendigkeit dicses Personenwechsels wurde in einer von Gambetta gehaltenen Rede begründet; hinsichtlich des neuen Ministeriums dagegen, so führte Gambetta aue, müsse man die Thaten und Programme desselben obne Vertrauen und ohne Mißtrauen abwarten. Der Vorschlag einer allge⸗ meinen Amnestie für den Zeitraum seit dem Jahre 1870 wird im Senat von Victor Hugo, in der Deputirtenkammer von Raspail einge bracht werden. — Von jetzt ab bestehen zwei officielle Gruppen unter dem Namen: Linkes Centrum; ein linkes Centrum des Abgeordnetenhauses und ein linkes Centrum des Senats, nachdem der Vorschlag Picard's, die Senatoren dieser Schattirung sollten sich mit ihren Freunden vom Unterhause zu einer Gruppe verschmelzen, nicht durchgedrungen war. Der Vorstand des linken Centrums des Senats hat den Grafen Rampon zum Präsident, Laboulahe und Vertauld zu Vice-Präsidenten. — 13. März. Die Kammer wählte Grévy mit 462 von 468 Stimmen zum definitiven gehörigen Ladmixault Präsidenten. Der Senat wählte den Dergog Audiffret-⸗Pasquier mit 203 Stimmen zum Präsi⸗ denten. Die Bonapartisten und Legitimisten haben sich der Abstimmung enthalten. Zu Nn wählte der Senat pr gemäßigten 110 an Mattel und Duclete und pe der Rechten 15 1 b Simon, welcher, von det Linken geben Kerdrel aufgestellt worden war, unterlag. Die Kammer wählte zu Vicc-Präsidenten Bethmont, Rameau, Lepére(Repu⸗ blikaner) und Durfort von der Rechten, den auch die Linke acceptirt hatte. — Der Finanzminsster Sah hat Villet, einen höheren Beamten des Finanzministeriums, auf unsch des Khedive nach Egypten geschickt. den umänien. Bukarest, 12. März. Die Session der Kammern ist bis zum 22. März Der Senat hat den geänderten Zoll- Die Kammer hat definitiv verlängert. Tarif angenommen. die provisorische Anleihe von 16 Millionen ange- Eisen⸗ nommen und den Emissions- Cours der bahn ⸗Anleibe von 42½ Mill. auf 80 festgesetzt. Aus Stadt und Land. Friedberg. Von allen Seiten laufen Berichte über die Verwüstungen ein, welche der Oikan am Sonntag Abend angerichtet hal. Am ärssten hat derselbe, so weit bis jetzt zu übersehen, in dex Rheingegend von Mainz bis Cöln gewäthet, aber auch das übrige Mintel⸗ und Norddeuisch⸗ land ist nicht verschont geblieben. Auch aus dem Ausland wird ven hesligen Stürmen und deren Verheerungen be⸗ richte. So hat der Sturm die lelegraphische Verbindung zwischen London und dem Innern von Frankreich unkex⸗ brochen. Im nördlichen Frankreich hat er bie Telegraphen⸗ leitungen umgeworsen. In England taste der Orkan an vielen Orten; in London war er von gänzlicher Dunkel⸗ beit begleitet und hemmle allen Verkehr auf dem Fluß und zu Lande. Besonders arg raste er zu Windsor gekade zu der Zeit, als man die Ankunf! der Kaiserin von Oester⸗ reich eiwarlete. Es war eine solche Menge von Tele⸗ graphenstangen auf die, Bahn geworfen worden, daß der Zug ber Kaiserin anhalten mußte, bis der Weg ftei ge⸗ macht worden war. L. M. Friedberg. Am Sonntag Abend fand in dem Saale des Hölel Trapp dahier zum Besten des hiesigen Bürger-Hospitals eine Aufstellung lebender Bilder stalt, welche, wie die damit verbundenen Gesangesleistungen in dem ganz besetzten Saale alle Anwesenden mit großer Befriedigung erfüllte. Außerdem hal die Dilettaneen⸗ Kapelle durch drei eingeschobene Musikstücke die Obrer auf's Neue davon überzeugt, wie sie etwas Tüchliges zu leisten verstezl. Durch die Gnade Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs war das Großherzogliche Hoftheater er⸗ mächtigt worden, zu den Tableaux aus der Garderobe⸗ Kammer das nöthige Kostüm zu liefern, und dadurch war es den Herren Hieronimus und Supp möglich ge⸗ worden, elwas uns ganz Ueberraschendes zu leisten. Die Einnahme belief sich auf 350 M. 80 Pf. und die Armen⸗ Commission kann es nicht unterlassen, hier noch einmal sämmtlichen Damen und Herren für Raih und That ihren herzlichen Dank auszusprechen. Es könnte auffallend er⸗ scheinen, daß für das biesige Bürger ⸗Hospilal in diesem Winter die öffentliche Woblthätigkell wiederhelt in An⸗ spruch genommen würde, zumal solches in früheren Jahren nicht vorgekommen ist, wenn wir davon absehen, daß in den 1850er Jahren mehrmals von Seilen der Siadikasse Zuschüsse zu seiner Unterhaltung geleistet worden sind. Wir erlauben uns aber daran zu erinnern. daß das Hospital ein Pflegkind eines 1778 hiet in das Leben ge⸗ tretenen Armenvereins, des sog. Armeninstiluts ist, welchet Berein kein eigenes Vermögen besaß und nur durch frei⸗ willige Beiträge der hiesigen Bürgerschaft sein Bestehen friftete. Durch die 1836 eingetretene Bereinigung des Armeninsittuts mit dem Hospitalsonds haben die ver⸗ einigten Armenfonds wohl die Verpflichtung übernommen, für das Bürger⸗Hospital einzutresen. Da aber mit dem Letzteren seit 1845 ein Krankenvertin verbunden ist, welcher Gewerbegehülfen, Gesellen, Lehrlingen und Dienfiboten im Falle ihrer Erkrankung unentgeltliche Verpflegung gewähsten will, wodurch das Hoepital zugleich eine wohlthälige An⸗ stall für die gewerbtreibende Bevölkerung wie für die Herrschaften geworden ist, so würde es sich nicht recht; sertigen lassen, wenn die Verwallunz des Armensondg. das biesige Armenvermögen in erhöhter Weise in Anspruch nebmen wollle, um eine inzwischen dringend nothwendig gewordene Reform im Hospital durchführen zu können. Bielmehe halten wir es für ganz angemessen, an den oft⸗ bewährten Wohlihäligkeitosinn unserer itbürger zu appel“ liren, um die mannichfachen Anschaffungen und baulichen Veränderungen im Hospuale, welche den lang, geheglen Wünschen der biesigen Bevölkerung enge prechen, bestteiten zu können. Zu bemeik.u ist noch, daß später nach vollendeter. Umgestaltung der Anstalt und wenn bei wachsendem Vertrauen die Beiheiligung an dem“ selben und insbesondere auch die Beitritte zum Kranken⸗ verein zahlreicher geworden sind, mit voller Zuversicht zu erwarten siebt, daß sie fast ganz durch ihre eigene Ein⸗ nahme erhalten werden kann. Schon jetzt ist ersichtlich, daß die eigentliche Verpflegung der Kranken im Vergleich mit früher entschieden billiger geworden ist. Nieder⸗Mörlen. Der Orkan vom Sonntag Abend hal in unserer Gemarkung großen Schaden angerichtet. ö f lde utallt ea ge abr ü. De Buchen ber Lu und 2 ea babss ch i v. Kb ech b de hen Seh siugsan. — Mater bend den Turm auf „Spiegeleli dus Sang Slum ab Dächern u ind seht d Caub. ein, daß se shüttet wi Köln hal an vit c 9 2 802 N im Hof! Abortsg Zinkblei gemacht bletende Fri seigerun Fri 1 1 15 0 8 b 0 en wutzelt. ge aum tes, die schon 8 cke A 9 100 t. 15 5 al der Gewalt der ehie weichen: einer der schön aͤlden ile 7 N de Bech 100 0 toßt Aindendaum an der sogenannten alten Kapelle. geide uralten Bäume wurden mit der Wurzel aus der erde gerissen. Die Linde hat einen Durchmesser von n dein 15 Meter, und wird der Stamm mehr als 10 Wagen ar: dal Holz geben; dieselbe stand auf allen Specialkarten verzeichnet. wen Otkarben, 11. März. Heute wurde bier von 8 0 No 0 ziesenwärter Schurtz ein Hecht von 17½¼ Pfund auf tun, em Hedgarn gefangen. Petter weil. In unseter Gemarkung ganz in der 1 Side tiäbe des Ortes entsprang während des Sturmes am — Sonntag Abend eine heiße salzhaltige Quelle. Es war 8 In dieser Slelle früher einmal geschürst worden, jedoch n gesch, atte man die Arbeit wledet aufgegeben. 9 Ain De Darmstadt, 12. März. Ein Babnwärter der Heff. e n udwigsbahn. welcher heute Vormittag noch vor dem Zuge der das Geleise zu springen versuchte, wurde von der ocomotive erfaßt und lebensgefährlich an Kopf und b Seinen verletzt. enen 1 Mainz 11. Mätz. Bon allen Seiten lausen traurige 0 a5 Lachrichten über Schäden ein, welcher die Hochwasser ange⸗ 182 e ichtet. Der Ort Astbheim kei Trebur(2½ Stunden geh derbalb Mainz am techten Ufer) hat größten Theils eerlassen werden müssen. Die Bewohner sind in den ind. beitet zurück liegenden Orten untergebracht. Von Bischofs⸗ „ Siet i 4 eim(om Main) wurde die äußersie Gefahr für das Steen i Stechen der Dämme gegen den Rhein und dadurch für de ben und Besitz der Bewohner gemeldet, und es ist eine U e Aetßeilung des in Castel gaxuisonixenden Pionier-Bataillong Aerbden abin abgegangen. Die Wasser⸗Maschinen zu Oppenheim dee Abe,. w. haben ihren Dienst eingestellt, und mit Resignation urttusg ehen die Behwohner die aus dem Boden steigende Fluth 0 rt ren Besitz verschlingen. Das Wasser fällt jetzt, aber sehr Fele u Angsam. 12 Allerlei. Marburg, 13. Mäcz. Der Orkan hat gestern bend den nabzu vollendeten 90 Fuß hohen Aussichls⸗ Thurm auf der unserer Stadt gegenüber liegenden Hohe Spiegelslust“ vollsländig umgeworfen. Der Thurm war Rn un. d us Sandstein⸗ Mauerwerk aufgeführt. Die durch den U d E Sturnt außerdem an Bäumen, Telegtapben Stangen, „r. Dächern und Schornsteinen angerichteten Verwüstungen ind seht dedeutend. Caub. Von bier trifft die weitere Schreckenskunde t, daß sechs der beim Graben beschäftigten Pioniete ver⸗ wüttet worden seien. Köln, 11. März. Der Wasserstand des Rbeines int an vielen Orten eine Höhe erreicht, die der der Jahre M. 40., Nr. 2 M. 36., Ni. 3 1784 und 1845 gleichkommt. Die Gegend um Kbln gleicht einem See. Mehrere Straßen in Köln und Oe siud abe rschwemmt. In ot vergangenen Nacht brach de Nothdamm henter dem zöelegischen Garten durch und wurde der nocdwestliche Theil des Gartens überfluthet. Das Militär verstärkle unterhalb Kölns bei Nippes den Damm.. a Berlin. In letzter Zeit machte eine wohlorganisirte Diebsbande, die unter dem Commando eines Hauptmannes fland und 15 bis 16 Mann stark war, unsere Stadt un⸗ sicher. Unter anderem statteten sie der„Actlengesellschaft für Marinebedars“ und einem Garderobegeschäft am Kott⸗ buser Thor ihren unliebsamen Besuch ab und nahmen mit, was sie zu tragen vermechten. Der Polizei ist es gelungen, den größten Theil der Bande, darunter ein vierzehnjäbriges Mädchen, hinter Schloß und Riegel zu bringen und den beteutenden Waarenschatz der gestohlenen Sachen zu ermitteln. Der Führer der Bande befindet sich leider nicht unter den Gefangenen. Basel, 13. März. Auf der Eisenbahn⸗Linie Mühl⸗ vausen⸗Sttaßburg ist beute früh 5 Ubr in Folge Ein- fiurzes einer Brücke bei Dornach ein Zug verunglückt, wobei drei Perlonen schwer und mehrere andere leich! verwundet wurden. Handel und Verkehr. Friebberg, 14. März. Walzen M. 22.70.— 23 Kon M. 18.20. Gerste M. 17.30. Hafer M. 16.40. Alle Preise verstehen sich auf, 100 Kilo= 200 Zellpfuns⸗ Frankfurt, 13. März.(Viebmarkt.) Der heutige Markt war nicht slark befahren. Angelrieben warten ca. 300 Ochsen, 280 Kühe, 300 Kälber und 200 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 65.14, 2. Qual. M. 60, Kühe 1. Qual. M. 56.51, 2. Qual. M. 51.43, Kälber M. 60, Hämmel 1. Qual. M. 54.86 2. Qual. M. 48 Frankfurt, 13. März. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 32., Nr. 4 M. 28, Nr. 5 M. 22., Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26, do. II.(Berliner Marke) M. 22., Waizenschalen M. 9 Waizen eff. hies. M. 23.50. bayer. M.—. Roggen M. 17, Gerste M. 17—21, Hafer M. 17.50— 18 Kohlsamen M. 33—35. Erbsen M. 21—24, Wicken M. 23—24, Linsen M. 21—30, Rüböl M. 76 im Detail. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zoll⸗Gewicht + 100 Kilo. Mainz, 14. März, Producten⸗Markl. Waizen per März 21.50, per Mai 21.80, per Juli 22.10. Roggen per März 15.—, per Mai 15.20, per Juli 15.40. Hafer per März 17.70, pet Mai 17.40. Rüböl per Mai 32.15, per. October 32.40. Mannheim den 13. März. In der heutigen General; beim wurde der Brutloge sing der Bank mit M. 416912 13. und der Reingewinn mit M, 345062. 47. N Gemäß den Statuten our ven dem Nasr eene zu nicht 5 pl. zugewiesen mit M. 16002. 64. ben Aelio nären 416 erste Dividende 5 pCt., aus M. 2400000, mit M. 120000. Nach Abzug der flatuten⸗ und vertragsmäßigen Tantiemen blieben M. 184050. 20, zur Ver sügung der Generalver⸗ sammlung. Die Generalversammlung beschloß wie im vorigen Jabre, so auch diesmal, 2,08 pet. als Super⸗ Dividende zu vertheilen, den Kapitalreservefond mit weiteren M. 30000., den Pfandbriefteservesond mit M. 30000, den Dividendenreservesond mit M. 8000. zu dotiren, für Gralificationen und den Beamten ⸗Unterstützungssond M. 5436 45. zu bew elligen, sowie M. 35009. 63. auf Gewinn- und Verluft⸗Conto vorzuttagen. Geld Cours. Frankfurt am 14. März 1876. . Mk. 16 35 G. Holländische fl. 10⸗Stücke„ 16 65 G. Ducaten. e. inn 9 9 50—55 Ducaten al mareo 4 1 9 60-65 20. Frankenstücke. 5„ 16 23—27 Englische Sopereigns„ 20 42 47 Nussische Imperiales,„ 16 67—7 Dollars in Gold 1 416 11 Verloosungen. Bayerische 4ptec. 100 Thlr.⸗Loose von 18686. Rünchen, 1. März. Gezegene Serien: Nr. 55 85 94 276 374 386 433 452 495 534 535 697 749 791 799 820 896 927 1012 1029 1132 1195 1253 1367 1402 1409 1419 1547 1572 1614 1647 1665 1838 1866 2060 2472 2578 2581 2587 2619 2620 2644 2693 2800 2823 2844 2867 2006 2913 2934 2955 2967 2980 300 3176. Kaiserin Elisabethbahn⸗Silberprioritäten von 1860, 1881 und 1862. Wien, 1. Februar. Serien: Nr. 157 158 216 376 487 530 533 567 718 836 880 1143 1261 1412 1555 1602 1606 1687 1717. Zahlbar 1. August. Für die Ueberschwemmten in Schönebeck sind bei der Expedition des Oberhessischen Anzeigers ferner eingegangen von: Babnbofshorsteber Landau 3 M. Dup⸗ stummenlebter Laudau 2 M., Casino in Bönstadt 40 M., Wilb. Fertsch 3 M., Hdt. 2 M., C. Th. Kranz 2 M., R. in Ockstadt J N., B. in Ockstadt 2 M., Decan Möbius in Vönstadt 2 M., Pfarrer Bigeltus in Steinfurth 2 M., versammlung der Ryeinischen Hypothekenbank zu Mann⸗ Lehrer Müllet in Steinfurth 2 M. * f Versteigerungs-Anzeige. Montag den 20. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll in Hofraum der Burgkaserne dahier das dort befindliche Ubortsgebäude mit Schieferbedachung und eine Parthie inkblechrohre unter den vor der Versteigerung bekannt macht werdenden Bedingungen öffentlich an den Meist— letenden zum Abbruch versteigert werden, Friedberg den 10. März 1876. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u ß Immobiliar- Versteigerung. us Freitag din 17. März 1. J., Vormittags 10 uhr, oll in hiesigem Rathhanse die Hofraithe und Grundstücke er verstorbenen Landgerichtsdiener Jacob Schmidt Qittwe auf Antrag der Erben einer nochmaligen Ver— eigerung ausgesetzt werden. Friedberg den 11. März 1876. a Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 8 102 128 Den bei der am 25. Februar l. J. im Erbstädter Domanialwalde stattgehabten Holzversteigerunz betheilig— im Steigerern wird hierdurch eröffnet, daß der erste köfuhrtag auf Mittwoch den 19. April verlegt rorden ist, da nach dem seitherigen fortwährend an⸗ Bekanntmachung an die Holzsteigerer im Freiherrlich von Ritter schen Hasselhecker Walde. 836 Die Holzabfuhr wird auf so lange untersagt und bei der gesetzlichen Strafe verboten, bis die durch das anhaltende Regenwetter und den letzten Sturm veran- laßten Hindernisse beseitigt sind und weitere Bekannt- machung erfolgt Friedberg den 11. März 1876. Freiherrlich v. Nitter'sche Gutsverwaltung zu Rüdesheim. J. A.: Heidt. Bekanntmachung. 834 Die am 28. v. M. abgehaltene Holzversteigerung in dem Münsterer Gemeindewald bat die Genehmigung erhalten. Der erste Fahrtag ist auf den 23. d. Mis. befimmt worden. Die Abfuhrscheine können gegen Bürgschein bei dem hiefigen Gemeinde Einnehmer in Empfang genommen werden, ö Münster den 15. März 1876. Gtoßhetzogliche Bürgermeisterei Münster. e i nde ck. Arbeits-Versteigerung. 829 Montag den 20. d. M., Vormittags 8½ Uhr, soll in dem Gemeindehaus zu Wölfersheim Dachdeckeraxbeit, veranschlagt zu Weißbinderarbeit 300 Maurerarbeit e an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Bad⸗Nauheim den 13. März 1876. f Brückel, Bezirks Bauaufseher. 500 Mark, Arbeits-Versteigerung. 830 Montag den 20. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll im Gemeindehaus zu Sö del Maurerarbeit, veranschlagt zu 80 Mark, Schlosserarbeit 900„ Weißbinderarbeit r Schreinerarbeit 99 2 3 an den Wenigstnehmenden in Aecord gegeben werden. Bad Nauheim den 13. März 1876. Brückel, Bezirks⸗Bauaufseher. 312 Jeden Bandwurm entfernt in 3—4 Stunden vollständig schmerz⸗ u. gefahrlos; ebenso sicher beseltigt Bleichsucht, Trunksucht, Magenkrampf, n lultenden Regenwetter es langer Zeit bedürfen wird, biss die Wege in obigem Walde einsgermaßen abgetrocknet een und fahrbar sind. Die in unsrer Bekanntmachung vom 1 5 N. Februar l. J. näher bezeichneten Großh. Bürger- 8 bh neistereien werden ersucht, dies im Interesse der Steigerer 100 be entlich durch die Schelle bekannt muchen zu lassen. n Helden bergen den 14. März. 1876. 5 ne Großherzogliche Oberförsterel Altenstadt. eee Pück el. 1 2 Bekanntmachung. * 1 l Die am 10. d. Mis. in der Oberförsterei Gedern 33 1.(Reviers Usenborn) Tattgefundene Eschen ⸗Stammholz⸗ 6 tan lersteigerung ist genehmigt. el Die Abfuhrscheine können am 23. d. Mis. gegen * Murschrifts mäßige Bürgscheine in der Wohnung des Forst⸗ . uten Henkel zu Lonssenlust abgeholt werden. 1 ein ven 12. März 1876. . Graͤfliche Obersörsterei Gedern. Mone x. Epilepfie, Veitstanz u. Flechten— auch brieflich! Volgt, Arzt zu reppenftedk(Preußen).(H. 0400.) Arbeits-⸗Versteigerung. 8341 Montag den 20. d. Mts., Mittags 1 Uhr, soll im Gemeindehaus zu Mel bach Maurerarbeit, veranschlagt zu 265 Mark, Zimmerarbeit 320„ Schreiverarbeit 29 Glaserarbeit 220 Schlosserarbeit 20 Weiß binderarbdit 18 Dachdeckerarbeit 3 Rohrsteinliefern 51 Kalkliefern 542224 Rufsensteinliefern Wr Deckplattenliefern 38 gan den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Bad⸗ Nauheim den 13. März 1876 Brückel, Bezirksbauaufseber. Arbeits ⸗Versteigerung. 832 Montag den 20. d. M., Wittags 4 Ubr, soll im Gemeindehaus zu Dorheim Maurerarbeit, veranschlagt zu Weißbinderarbeit Steinhauerarbeit(Nauerdeckel) 40— an den Wenigstehmenden in Accord gegeben werden. Bad Rauheim den 13. März 1876. Brückel, Bezirksbauaufseber. Die als probates Hausmittel gegen Verschleimung, Heiserkeit, Husten und katar⸗ rhalischen Affeetionen so beliebten Stollwerck'schen Prust-Donbons gus der Fabrik von Franz Stollwerck, Hoflieferant, Köln, Hochstraße 9, debnen ihre, in ganz Europa bereits exrungene ausgedehnteste Verbreitung nunmehr auch auf alle übrigen Welttheile zus. Per Paguek 3 50 Pf., käuflich in Friedberg bei Wilhelm Fertsch, in Hungen bei A. Buch. 224 Dr. Kirchhoffer, Straßburg, Elsaß, 527 befaßt sich speztell mit Behandlung der Harnblasen und Geschlechtskrankhetten.(Bettn., Vollut., Impot. ze.) (H- 200.00 Kartoffeln verkauft in Mesten und Gescheld Wittwe Braun in der Seemühle. 838 Im Verlage von Carl Bindernagel in Friedberg erschien soebe:en nach dem Reichsgesetz vom 6. Februar 1875. 1 0 1 Dargestellt von Otto Pistor, Landrichter zu Friedberg. f Preis: 1 Mark 20 Pfennig. Das Werkchen ist eine praktische Erläuterung und Anleitung zur Standesbuchführung und bat, außer für die Standesbeamten selbst und deren Stelloertreter, Interesse für Jeden, den sein Amt oder Beruf in irgend eine Beziehung zu dem Standesbeamten bringt. Gegen directe frankirte Einsendung des Betrages erfolgt directe frankirte Uebersendung des Werkchens. Außerdem kann dasselbe durch jede Buchhandlung bezogen werden. »Vloolksbildungs⸗Verein. Der von Herrn Medicinalrath Dr. Lorenz für Freitag den 17. März, Abends 8 ubr, angekündigte dritte Vortrag über das leibliche Wohl des Schulkind es findet erst Freitag den 24. d. Mts. statt. Der Vorstand. Porschuß- und Credit-⸗Verein zu Friedberg. 828*(Eingetragene Genossenschaft.) 822 Vom Montag den 20. März an ist unsere Kasse wieder von 9 bis 12 Uhr des Vormittags und 2 bis 4 Uhr des Nachmittags offen. Der Vorstand Hecht. Ermus. Mehl, 809 Brodmehl und Kleie tausche gegen Frucht um L. H. Strauß. Dorheimer Parlehenshassen-Verein. (Eingetragene Genossenschaft) I. Uebersicht des Geschäftsbetriebs pro 1878. 117 18 Einnahme. Mark. Pf. Ausgabe. Mark. Pf. Kassebestand aus 1874 281 55—— Zurückbezahlte Anlehen. 680— Anlehe von Privaten.[ 7226 37 An die Cectralkasse für Hessen 72881— Spareinlagen J 1088 94 Darleben und angekaufte Kaufbriefe. 12880 15 eee aer ee, e en„ b 202 4 Zurückbezahlte Darlehen, Kaufschillig. 3610 13 Verwaltungskosten 811 36 J ẽ ↄ/ 18 97 Proviston, Eintrittsgeld ꝛc. ꝛe.. 43 74 Kassebestand am 31. Dezember 1875. 87 58 21233 10 21233 10 0 0 ö II. Bilanz. Activa. Mark. Ff. Passiva. Mark. Pf. Aus stehende Darlehen.. 9089 86—Anlehen von Privaten 6546 37 Einnohmereste. 22 15 Anlehen von der Centralkasse für Hessen] 1300 N. eee ereintag n„ l Mobilien und Bücher. e Auspaberrste 2510 25 9525 58 Oewinn⸗ und Verlusteontto.. 338 94 9525 38 Die Mitgliederzahl betrug Ende 1874 66 Aufgenommen wurden während 1875 8 Ausgeschieden sind während 1875 4 1 Bleibt Bestand 70 Dorheim im Januar 1876. f Der Vereinsvorsteher 8²⁵ Breidenbach. Fla schenwein. 8 Bordeaux mit Flasche 1 Mark. Weißwein 70 Pf. in bester Qualität empfiehlt 8¹⁰ L. H. Strauß. ä Gießener Anzeiger. Auflage 3000. f Einziges öffentliches Organ der Provinzialhauptstadt Gießen. Abonnements auf denselben bitten wir baldigst bei der Post anzumelden. Inserate finden in dem Gießener Anzeiger die weiteste und lohnendste Verbreitung, da derselbe als amtliches Organ der Prov.⸗Direction Oberhessen bezw. Großh. Kreisamts Gießen in der ganzen Provinz Oberhessen gelesen wird. N Die Expedition des Gießener Anzeigers. Mehl K Kleien. 811 Großes Lager in allen Sorten Roggen- und Waizenmehl empfiehlt bei Abnahme größerer Landw. 0 Wh N 22 Casino für Ober- Erlenbach und Umgegend. 837 Sonntag den 19. März, Nachmittags 2½ Uh Versammlung zu Ober⸗Erlenbach im„Darmstädter Hof Tagesordnung. 1 1 ö 1) Rechnungsablage. a 9 2) If der Zeichenunterricht für die Jugend der Ackerba treibenden Bevölkerung von besonderer Wichtigkest“ Referent: Lehrer Backes. 5 1 3) Geschäftliche Mittheilungen. ö 0 Alle Mitglieder und Freunde der Landwirthscha 1 ladet zu zahlreichem Besuche freundlichst ein Für den Vorstand: 1 Fritzel. Backes. Der Unterzeichnete, welcher meb rere Annonce. Jahre meistentheils ebwesend, egen wärtig dahier wieder anwesend ist, empfiehlt sich, 5 wie N früher, mit Aufträgen von geometrischen Arbeiten. 1 Heldenbergen den 13. März 1876. J 8²⁴ Meyer, Großh. Geometer. ö 1 enessene apeten a 1 826 in großer Auswahl bei C. Th. Kranz 1 1 r in Friedberg.. 0 1 i Mat Trockene Pappelbohlen, 3 und 4zöllige, a 8 Pappel-, Erlen- und Hoiabucen-Stän t 15. 70 Traxel& Brüning— (55/¾II.) in Langendlebach bei Hanau. N 75 Frankfurt a. M. ders 1 hall Tapeten und orden in reicher geschmackvoller Auswahl von den billigsten bis. zu den feinsten.(H. 6626.)% F. We Pfähler, Nothnagel's Nachfolger, g 10. Roßmarkt 8 an der Hauptwache. 1 K Aeberraschende Erfolge nicht nur allen beweisen die ganz vorzügliche Wirkung meines in aller Weltheilen rüähmlichst bekannten Mittels zur gründliche Beseitigung der Trunksucht, sondern auch Urtheile N von Männern der Wissenschaft bestätigen dies.— Tüberbauf So sagt Herr Dr. Heß, gerichtlich vereidigter Chemiker Stimmu und Sach verständiger in Berlin, in feinem Gutachte suderer vom 11. November v. J. Das Retzlaff sche Kräuter“ 8 mehl als Mittel gegen Trunksucht verdient im geblic Interesse und zum Wohle aller der Unglücklichen mit Volkes d Recht die allgemeinste Verbreitung und Empfehlung. Jin; be Behufs Erlangung dieses Mittels, welches mit und auch 55 N. ohne Wissen des Trunksüchtigen angewendet werden. fel kann, woll man sich vertrauungsvoll direkt an mich fe Hleßlich wenden. 5 ö. Steu Reinhold Retzlaff, lad n 827 in Dresden, früher in Guben. 2 Brodpreise vom 16. bis 31. März. 1. Nach eigener Angabe der Bäcker. e. Fir Friedberg: N 2/ Waizen, ¼ Korn. ½ Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 2 Kilo 52 Pf. Zweite Sorte 2 Kilo 46 Pf 177 „ 1 8 26„ 7 7 13* chat „ N„%: age zu Wecke bei sämmtlichen Bäckern z 3 Pf. per Stück. a bann 4 2 IKA 1 U Für Bad⸗ Nauheim: e nf Kasseler Brod 2 Kilo 54 Pf. ö n Ei „ d Kiga A cgung ** 7* 14* J ‚ 0 bogen Erste Sorte 2Kilo 52 Pf. Zweite Sorte 2 Kilo 46 Pf. 5 K ˙˙7 f)!) 7 5 7„ 5 3 12„K. Agio ur die Für Butz bach: 5 er, Erste Sorte 2 Kilo 55 Pf. Zweite Sorte 2 Kilo 45 Pf 7„ 1 7 7 1„ N. Bin Inner 1 e 5„%„ 1 wei u bedr. Fleisch- ꝛc. Preise vom 16.—31. März nee Nach eigener Angabe der Meßger. 0 Für Friedberg, Bad- Rauheim u. Butzbach unverändert. een 5 a a 1 eu Ifratlitischer Gottesdienst in Friedberg, 10 B i 5 estg; Freitag Abends 5% Uhr. Mead 10 Samstag Morgens 8 Uhr. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Parthien billigst L. H. Strauß Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 1 16 90