lallfinden de Auguß Nein 1876. Dienslag den 15. August. . 90. berhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Amtlicher Theil. Betreffend: Die für die Vorsitzenden der Schulvorstände in Ausübung ihres Amtes enislehenden Kosten. Die Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg an Auf mehrfache an uns gerichtete berichtlichen Anträge haben wir Großherzogl veranlassen, den Vorsitzenden im Schulvorstande entweder die Schreibmaterialien in natura zu liefern, oder statt dessen eine an dieselben auszuzahlende Aversionalsumme in den Voranschlag aufzunehmen, welche auch in den kleinsten Orten nicht unter 5 Mark betragen möge. in Kenntniß mit dem Bemerken, daß es hierwegen keiner weiteren berichtli Das Großherzogliche Kreis Unter Bezugnahme auf vorstehendes Ausschreiben tragen den Vorsitzenden der Schulvorstände nöthigen Schreibmaterialien, wenn Sie nicht vorziehen, T1 a p pe chen Vorlage an uns bedarf. amt Friedberg an die Großherzoglichen wir Ihnen auf, in den Gemeinde-Voranschlägen eine entsprechende Summe für die solche in natura denselben zu verabfolgen, Erscheint jeden Dlenstag, Donnerstag und Samstag. 1 Friedberg den 7. August 1876. sämmtliche Schulvorstände des Kreises. iches Kreisamt Friedberg ersucht, die Gemeindevorstände zu Wir setzen Sie hiervon Ter a p p. Bürgermeistereien. vorzusehen. Deutsches Reich. Friedberg. Um die für den Erlaß eines eur) Bernbard. ruten Haram, Willa Lentz 19 y N 1 Eualttat, J. Muller. 1 1 ager * ee. r rn Mübelt As wahl 1 Dienstag August 2117 uß! 0 Nainzer 11 Weg Gesetzes erforderlichen Grundlagen zu ge⸗ winnen, sind Anordnungen getroffen worden, die Frequenz der Staats-, Provinzial- und Vicinal- Straßen festzustellen. Die Größe des Verkehrs auf den Vieinal-Wegen wird durch eine Zählung der Zugthiere ermittelt, die sich auf einer Straße bewegen; die Zählungen erstrecken sich vorerst auf die Dauer eines Jahres und finden am 1. und 14. jeden Monats vom September d. J. ab statt. An den verschiedenen Wegen werden auf Kosten der Gemeinden Zähler aufgestellt, welche die Zahl der passirenden Zugthiere an Fuhren in Zählkarten eintragen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier⸗ ungsblatt Nr. 40 enthält: 1. Bekanntmachung, die Bestimmungen über die Führ⸗ ung des Musterregistets nach dem Reichsgesetze über das Urbeberrecht an Mustern und Modellen vom 11. Januar l. J. beireffend. II. Uebersicht der für das Jahr 1870 genebmigten Umlagen von Communalbedürfnissen in den isr. Religions- gemeinden des Kreises Scholten betreffend. III. Erteilung von Erfindungspatenten. IV. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 22. Juli den Oberrechnungsrevisor Wagner zum Rechner der Landes- waisenanstalt mit der Verpflichtung, die Verwaltung der Schullehrer⸗Wiltwenkasse und des Provinzial⸗Schulsonds für Starkenburg zu übernehmen, zu ernennen, an dems. Tage dem evang. Pfarrer Deichert zu Grüningen die Pfacrstelle zu Groß- Buseck zu übertragen, am 24. Juli den Gerichts⸗Accessisten Dr. Räder aus Schimsheim, zum Substituten des Staatsprokurators in Alzey zu ernennen, an dems. Tage dem Schulverwalter Hillenbrand aus Bensheim die 2. Schulstelle zu Mosbach zu übertragen, an dems. Tage den Maschinenschlosser Knodt von Darm⸗ stadt zum Heizer bei der Main Neckar-Eisenbahn zu er⸗ nennen, am 27. Juli dem Schullehrer Zimmermann zu Lißberg bie 2. Schulstelle zu Lang⸗Göns, am 28. Juli dem Schulverwaller Kaiser aus Atzenhain die Schulstelle zu Oberau, am 29. Juli dem Brigadier Becker die erledigte Beschließerstelle im Ständehaus zu übertragen. Am 24. Juli wurde dem Geometer 2. Klasse Bergauer aus Butzbach das Patent als Geometer 1. Kl. f. d. Kr. Friedberg ertheilt. V. Cbarakterertheilungen. VI. Concurrenz⸗Erössnung. Erledigt ist die 2. Schul⸗ sielle zu Groß-Rohrheim, Gehalt 950 Mk., welcher sich durch Zulagen bis zum Betrage von 1400 Mark erböhl. — Die Regierung bat eine Vorlage an die Stände gebracht, wonach diese sich damit einver- standen erklären sollen, daß die Stadt Mainz von den Einregistrirungs Gebühren, welche sie behufs Ucberschreibung des ihr durch den Vertrag mit dem Festungs-Gouvernement überlassenen Festungs⸗ Geländes auf ihren Namen zu entrichten haben würde, freigegeben werde, Es handelt sich dabei um die nicht unerhebliche Summe von etwa 10,000 Gulden. f Berlin, 11. August. Kaiser Wilhelm ist heute Vormittag um 10 Ubr von Gastein ab- gereist. Bei der Abfahrt hatte sich ein sehr zahl. reiches Publikum eingefunden, das den Kaiser mit enthustastischen Kundgebungen begrüßte. Der Kurort war festlich beflaggt. Der Kaiser verabschiedete sich in huldvollster Weise von dem Handelsminister Chlumetzkty, dem Fürsten Rohan, dem General Beper und mehreren anderen Persönlichkeiten. — Der Pariser„Temps“ schreibt:„Mehrere Blätter sprechen von einem geheimen Vertrage, welcher zwischen Preußen und Rußland abgeschlossen worden wäre. Man bat sogar den 11. Juni als das Datum bezeichnet, unter welchem dieser Auf Vertrag in Ems unterschrieben worden. Grund von Erkundigungen, die an berufener Stelle eingezogen worden sind, können wir hier gegen versichern, daß ein solcher Vertrag nicht txistitt, Fürst Bismarck, der wegen eines solchen Projects sondirt worden ist, wollte davon gar nicht sprechen hören, da Preußen, wie er sagte, kein Interesse hätte, sich die Hände zu binden.“ München. Dienstag den 15. August langt der König von Württemberg im strengsten In- cognito als Graf von Berg hier an, besucht ausschließlich die Kunstgewerbe- Ausstellung, wird Mittags bei dem hiesigen kgl. württemb. Gesandten v. Soden diniren und Abends 11 Uhr mit dem Ulmer Schnellzuge nach Friedrichshafen zurückkehren. Bayreuth, 12. Aug. Der Kaiser ist heute Nachmittag hier eingetroffen und wurde am Bahn- hofe vom Großherzog von Weimar, vom Oberst⸗ stallmeister Graf Holnstein im Austrage des Königs von Bayern, von den Spitzen der Bebörden, sowie von Richard Wagner nebst dem Verwaltungsrathe des Bayreuther Opern- Unternehmens empfangen. Der Kaiser gab seiner Befriedigung über den günstigen Stand des nationalen Unternehmens Ausdruck und fuhr demnächst im ossenen Wagen nach der Eremitage, von dem dichtgedrängten Volk mit lebhaften Hochs begrüßt. Straßburg. Die schon vor Monaten auf- getauchte Nachricht, daß der Kaiser beabsichtige, bei Gelegenheit der gegen Ende September im nördlichen Elsaß stattfindenden großen Cavalerie Manöver auch unsere Stadt, zum ersten Male selt ihrer Wiederzugehörigkeit zu Deutschland, zu be⸗ suchen, scheint sich bestätigen zu wollen. Wie man hört, werden bereits im hiesigen General-Commando die für hohen Besuch bestimmten Gemächer in Stand gesetzt, da der Kaiser beabsichtigen soll, bei dem commandirenden Gencral v. Fransecky Wohnsitz zu nehmen, wo auch sein Bruder, Prinz Karl von Preußen, bei seiner vorigjährigen Anwesenheit ab- gestiegen war. Ausland. Oesterreich⸗Ugarn. Wien. Die„Presse“ meldet: Ungarn erklärt die parlamentarische Ge- nehmigung der Trennung des Südbahn Netzes der ungarischen Verfassung gemäß für nothwendig; Oesterreich ist jedoch der gegentbeiligen Ansicht, weil der Staatsschatz nicht belastet werde, auch erachte man Ungarn nicht berechtigt, die An- gelegenheit zu beeinflussen. — Die Berliner„Nat.-Ztg.“ meldet von einer Seite, die sie für gut unterrichtet zu balten Grund hat, daß Rußland und Oesterreich bei der Reichstädter Entrevue übereingekommen seien, es solle der Türken nicht benommen sein, gegen eine Wiederholung des Angriffes Seitens Serbiens Garantien zu verlangen, es sollten aber diese Garantien nicht in der Wiederaufnahme des türkischen Besatzungsrechts bestehen. Schweiz. Basel. Der Sypnodalrath bat die Consecration des alikatholischen Bischofs Herzog auf den 10. Sept. in Solothurn angeordnet. Frankreich. Versailles, 10. August. Nachdem der Senat gestern den ersten Artikel des Municipal-⸗Gesetzes angenommen, genehmigte er heute den zweiten Artikel.— Die Deputirten- Kammer erledigte das Kriegs-Budget und trat in die Berathung des Budgets für die schönen Künste ein. — 11. August. Der Senat bat in seiner heutigen Sitzung den Artikel III, des Municipal⸗ Gesetzes bezüglich der Erneuerung der Municipal Räthe, welcher von der Deputirten-Kammer ge⸗ nehmigt war, mit 159 gegen 131 Stimmen verworfen. Der Senat hat dann das ganze Municipal-Gesetz, mit Ausnahme des obigen Artikel III, angenommen.— Die Kammer der Deputirten hat das Municipal-Gesetz, sowie es am Nachmittag vom Senat angenommen worden, auch ihrerseits angenommen. — 12. Aug. Die Deputirtenkammer hat das ganze Budget der schönen Künste genehmigt. Beide Kammern wurden heute vertagt; im Senat verlas Dusaure und in der Duputirtenkammer Marcere das Vertagungsdecret, ohne indeß den Anfangs- Termin der nächsten Session anzuzeigen. Holland. Haag. Kappepne, Deputirter, von der Linken, hat nach einer Conserenz mit dem Cabinets-Director des Königs die Aufgabe über— nommen, ein liberales Ministerium zu bilden. Großbritannien. London, 10. August. Im Unterhause erläuterte Hamilton das indische Budget, wobei er bemerkte, daß die Regierung binsichtlich der Silber-Entwerthung beschlossen habe, vorläusig keinerlei Schritte zu thun, weil vie vor⸗ geschlagenen Mittel voraussichtlich erfolglos sein würden. Im Falle, daß die Entwertbung des Silbers weiter fortschreite, werde die Regierung einige außerordentliche Staats-Bauten in Indien sistiren lassen. Die Regierung werde die Silber- frage nicht außer Augen lassen und sei jeder Zeit bereit, nützliche Vorschläge anzunehmen. — Im Oberhause antwortete Lord Derby auf eine Anfrage von Emly: Die Regierung hat vom Khedive eine Mitheilung erhalten, worin Letzterer sie ersucht, ihre Ansicht auszusprechen über die Berechtigung des Khedive, gewissen Urtheilen der neuen Gerichtshöfe in Aegypten die Ausführung zu versagen. Die Regierung hat diese Frage englischen Juristen vorgelegt. — Dem Parlament ist die Correspondenz, betreffend die von den Türken in Bulgarien ver- übten Grausamkeiten, mitgetheilt; das erste dazu gehörige Schriftstück datirt vom 14. Juli; das letzte, vom 9. Aug. datirt, ist eine Depesche Lord Derbp's an den englischen Botschaster in Kon⸗ stantinopel, Elliot. Darin beißt es: daß die Pforke derartige Grausamkeiten, wie die in Bulgarien vorgekommenen, in Serbien nicht geschehen lassen dürfe. Der Botschafter müsse darauf hinweisen, daß jede Erneuerung solcher schimpflichen Acte für die Pforte unheilvoller sei, als eine verlorne Schlacht. Der Unwille Europa's werde sich un⸗ widerstehlich geltend machen und unvermeidlich eine Intervention in einem für die Türkei feind— lichen Sinne herbeiführen. — Das Gerücht, Disraeli werde mit dem Titel eines Grafen von Beaconfield zum Mitgliede des Oberhauses ernannt werden, findet Bestätigung. Eine Cabinets- Aenderung ist dem„Daily Tele- graph“ zufolge dadurch nicht hervorgerufen. Der Groß⸗Siegelbewahrer Lord Malmesburh hat wegen Kränklichkeit seine Demission gegeben. Italien. Rom, 12. August. Wie die „Pol. Corr.“ von hier meldet, ist der Maroniten⸗ Chef Issuff Karam aus dem Libanon in officieller Mission daselbst eingetroffen, um, wie versichert wird, mit der päpstlichen Curie Verhandlungen über die Angelegenheiten der Katholiken des türki⸗ schen Reiches anzuknüpfen. Türkei. Constantinopel, 10. August. Die Serben haben die Stadt Ivor geräumt.— Der hiesige englische General-Consul P. Francis ist gestorben. — 12. Aug. Der„Courrier d'Orient“ wurde unterdrückt; die Regierung hat ein provisorisches Verbot gegen die Herausgabe neuer Zeitungen erlassen. Der Gesundheits-Zustand des Sultans hat sich gebessert. Mustafa Pascha wurde zum Gouverneur von Skutari in Albanien ernannt. Der Sultan hat vollständige Amnestie für die an- läßlich des Aufstandes zur Untersuchung gezogenen Bulgaren bewilligt, mit Ausnahme der Führer und thätig an der Empörung Betheiligten; die bezüg- lichen Befehle zur Einstellung der Untersuchungen und Freilassung der Verhafteten sind bereits erlassen. Montenegro. Cettinje, 12. August. Auf die Nachrichten hin Djeladdin Pascha sei zur Verstärkung Mukhtar Pascha's im Anrücken, zieht Fürst Nikita mit einem Theile der Armee Dje⸗ laddin Pascha entgegen, um dessen Vereinigung mit Mukhtar Pascha zu verhindern. Serbien. Belgrad, 10. August. Hor⸗ vatowitsch kämpft in dem Passe von Banja und erwartet, indem er sich dort vorläufig bält, Ver⸗ stärkungen von Tschernajeff. Doctor Sandwirth ging im Auftrage der serbischen Regierung nach Widdin, um mit den Türken wegen beiderseitigen Schutzes des rothen Kreuzes zu unterhandeln und Abmachungen zu erzielen hinsichtlich der Krieg⸗ führung, damit nicht, wie bisher, Alles verwüstet und den Flammen übergeben werde. Kladowa und Negotin sind von den Türken besetzt. — Dem„Reuter'schen Büreau“ wird aus Semlin, 10. Aug., im Widerspruch mit anderen Nachrichten über die letzten Kämpfe gemeldet: Die serbische Centrums Armee unter Czolac Antitsch ist von Sienitza zurückgegangen. Tschernajeff rückt gegen die türkische Armee in der Richtung auf Banlo Loma vor. Die Türken rücken in die von den Serben verlassenen Plätze nicht ein, aus Furcht, letztere seien unterminirt. — 11. August.(Amtliche Meldung.) Die Zeitungs Nachricht, daß sich Czolae Antics nach schweren Verlusten über die Grenze zurückgezogen habe, beruht auf reiner Erfindung; derselbe be— hauptet vielmehr seine Positionen. Ranco Alimpies war in den letzten Tagen in keinerlei Gefecht verwickelt. — 11., August.„Reuters Bureau“ meldet: Nach einer ofstciellen Depesche begann Derwisch Pascha den Angriff gegen die Javor⸗Armee unter Tscholak Antitsch am 8. August mit 16 Bataillonen. Seit drei Tagen finden unausgesetzte Gefechte ohne Enischeidung statt. Die serbische Artillerie zeich⸗ nete sich besonders aus. Die Kämpfe sind sehr bartnäckige. Die serbische Artillerie unter Capitän Hirsch kämpfte am 8. August von 3 Uhr Morgens bis 4 Uhr Nachmittags. Der Verlust der Türken wird auf 2000 Mann angegeben. Die Serben batten an Verwundeten 250; die Zahl der Todten unbekannt. — 11. Aug. Die„Pol. Corr.“ meldet: In dem Kriegsministerium neige man sich der Ueber⸗ zeugung zu, die türkische Armee werde concentrisch gegen Belgrad vorrücken, das deßhalb im Umkreise von anderthalb Meilen befestigt werde. Alle in dem Arsenale von Kragujewatsch liegenden großen Geschütze würden nach Belgrad geschafft. Der Minister des Innern habe Verträge wegen Liefer- ung großer Proviant-⸗Vorräthe für Belgrad abge⸗ schlossen, das man, wie es scheine, so lange wie möglich vertheidigen wolle. Der Fürst befinde sich in Deligrad. Zwischen Banja und Alexinatz werde eine große Schlacht erwartet. — 12. Aug. Der„Pol. Corr.“ wird ge⸗ meldet: General Tschernajeff hat beschlossen, das Morawa Thal ohne Entscheidungsschlacht aufzu⸗ geben. Osman Pascha operirt in der Richküng auf Paratschin, doch ist augenscheinlich das Morawa— Thal das Hauptziel seiner Operation. Ejub Pascha steht am Eingange der Defileen von Banja, in Negotin eine Donau Ufer Polizei organisirt. Saitschar ist fast zur Hälfte abgebrannt. In Negotin sind angeblich alle Häuser von Nizams geplündert worden. — 12. Aug. hier eingetroffen. — 12. Aug. Die„Intern. Tel.-Ag.“ meldet: Die Johanniter unter Führung Keller's aus London sind heute in Belgrad eingetroffen; gleichzeitig ist der zweite Theil des russischen Sanitäts-Zuges von der Fürstin Schachowskaja nach Belgrad ge— leitet. Aerzte und Offiziere sind jetzt aus allen Ländern zugeströmt. Die Freiwilligen sind in Legionen eingetheilt worden. Die Nathalia-Legion ist heute auf den Kriegs Schauplatz abgerückt. Der Archimandrit Dueit ist schwer verwundet, ebenso General Zach, der amputirt werden müsse. Rumänien. Bukarest, 10. Aug. Die Deputirtenkammer hat einen Credit von 20,000 Lei zur Unterstützung der aus Serbien nach Rumänien geflohenen Familien bewilligt, welche bereits eine Anzahl von 20,000 Personen ausmachen. — 12. August. Der jetzt beschlußfähig ge⸗— wordene Senat hat Bosianu zum Vicepräsidenten gewählt, die Regierung zu allen notbwendigen Reducirungen in der Verwaltung ermächtigt und die Vorlage wegen Abänderung des Communal- Gesetzes angenommen. Griechenland. Athen, 12. Aug. Die Regierung hat die Organisation einer National- garde beschlossen und den Obersten Kornaios mit den Vorbereitungen dazu beauftragt. Rußland. Petersburg. Den„Basler Nachr.“ wird aus Bern über das Attentat auf den Gesandten Gortschakoff berichtet: Die verhaftete Frau verweigert jede Auskunft; sie soll die Verfasserin des vor Kurzem in Genf erschienenen Werkes: „Un des crimes du gouvernement russe, episode de la vie d'une femme“ sein. Amerika. Washington, 10. August. Die Repräsentanten⸗ Kammer hat den von demo⸗ kratischer Seite gestellten Antrag, welcher eine Mißbilligung der im Süden vorgekommenen Ge— waltthaten ausspricht und rasche Bestrafung der Schuldigen verlangt, angenommen. Fürst Milan ist heute Abend Aus Stadt und Land. ö Friedberg. Nachdem wir schon mehrsach von den schlechten Resultaten der Milchvisttation berichtet haben, konstatiren wir heute gerne, daß in der letzten Zeit die Milch merklich besser geworden ist und zu keiner Klage Anlaß gegeben hat. Wenn's nur auch hält! Leschjanin unweit Brestowatz. Die Türken haben Darmstadt, 10. Aug. Gestern Mittag wurde in der Nähe des Lagerhauses im Bahnhose ein Kind, welches dort Coaks suchte, von einer Locomotive überfahren und geiödtet. Darmstadt. 9. August: Von einer größeren Gesellschaft, welche sich gestern Abends auf den Zwisel, einen seiner? r. wegen Man schreibt von Reichenball vom viel besuchten Berg bei Reichenhall, begeben und heute vor Sonnen⸗Aufgang die Bergspitze erstiegen hatte, stürzie ein junger Mann, Opern⸗Sänger Maier aus Darm- stadt, auf der nördlichen schroffen Wand in die viele hundert Fuß betragende Tiese. Er hatte Almenrausch pflücken wollen und sich babei zu weit vorgewagt. Erst nach zwölf Stunden gelang es, die bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte Leiche aus dem schwer zugänglichen Gestein herauszuholen Darmstadt, 12. August. Heute Vorminlag um 12 Uhr erfolgte im Saalbau die feierliche Eröffnung der Industrieausssellung, welchem Akte Se. K. H. der Groß⸗ derzog, die Prinzen Ludwig und Alexander, Prinzessin Alice, die Spitzen der Militär- und Civilbehörden, Siadt⸗ verordnete, sowie eine große Anzahl geladener Ehrengäst beiwohnten. Der Präsident des Justizministeriums, Kempff, welcher den abwesenden Ministerpräsidenten von Starck vertrat, konnte in seiner Eröffnungsrede mit Fug und Recht betonen, daß das Gesammtbild der von mehr als 300 Ausstellern beschickten Ausstellung ein solches sei, daß es geeignet erscheine, das harte Urtheil, welches, in Philadelphia über die deutsche Industrie gesällt worden, mindestens erheblich zu mildern. General⸗Setretät Busch dankte speciell dem Großherzog als Protector des Landes⸗ gewerbedeteins für die bohe Ehre des Besuchs und brachte ein Hoch auf den Landesherrn aus, in welches die zahl: reich besuchte Versammlung begeistert einfüümmte. Hierauf unterzog der Großherzog die Ausstellung, welche in der That des Ausgezeichneten viel bietet, einer eingehenden Besichtigung, ebenso die Maschinenhalle auf dem Maxien⸗ platz wobei mancher Aussteller mit einem ehrenden Wor e der Anerkennung bedacht wurde. Allerlei. Frankfurt, 10. Aug. Gestern wurde ein Kind in der Wingert⸗Straße von einer tollen Katze gebissen. Es ist dies bereits der zweite Fall dieser Art!. Frankfurt, 10. Aug. Gestern Mittag schmolzen plötzlich mehrere Dräbte auf dem Central⸗ Telegraphen⸗ Bureau. Es stellte sich später heraus, daß sich in der Gegend von Kassel ein schweres Gewitter entladen und der Blitz in die Telegraphen⸗Leitung eingeschlagen hatte. Berlin. Aus dem Zoologischen Garten erzählt das a Fremdenblaft: Am Sonnsag früh 6¼ Uor sand zwischen zwei Königetigern im Zoologischen Garten beim Ein⸗ lassen in den Tageskäfg ein kurzer aber harter Kampf statt. Beide Tiger stürzten sich in dem Augenblick, als dieselben das Tageslicht erblickten, auf einander und zwar derartig, daß der eine eine Halswunde davontrug und seinen schönen Schweif einbüßte, der ihm von seinem Gegner an der Wurzel abgebissen wurde. Der Verwundete legte sich darauf vor Schmerzen krümmend am Gitter des Käfigs erschöpft nieder, wohingegen der andere Tiger sich in sein Nachtlokal zurückzog. Durch den Verlust des Schweifes ist wohl nicht das Leben des Tigers in Gefahr, mindestens aber ist die Schönheit des Thieres bedeutend beeinträchtigt. 8 München, 6. Aug. Die aus etwa 18 Häusern und vielen Nebengebäuden destehende Ortschaft Loham, unweit Pesing, ist gestern Nachmittag zum größten Theile von einem Brande zerstöt! worden. Da die Leute fast alle auf dem Felde waren, so konnte nur wenig gerettet werden und sind leider auch einige Kinder beschädigt. Ein dreizebn⸗ jähriger Bauernjunge, der von einem Bauern nicht mebr im Dienste behalten worden war, hatte aus Rache dessen Haus angezündet. Der Verbrecher soll bereits verhaftet sein. Bromberg. Diek. Regierung macht fogendes grauen hafte Verbrechen bekannt: Am 22. Juli ist im Lonske⸗ See unweit Radlowo, etwa 120 Schrütt vom Wege von Lonsk nach Pakosch, die Leiche der vierzehnjährigen Tochter eines Einliegers aus Radlowo gefunden worden. Das Kind war am frühen Morgen fortgegangen, um Erdbeeren zu suchen. Das Kind ist, wie die Obduction ergeben bat, gewaltsam mißbraucht worden und wäre nothwendig schon an den Verletzungen der Bauchhöhle, welche mit Gewalt geöffnet worden ist, gestorben, ist aber noch lebend in den See geworfen und ertränkt worden. Die Person des Ver⸗ brechers ist bisher unermittelt geblieben. Man will am Morgen der That einen Vagabonden, eiwa 30 Jahre alt, in grauem Anzuge, mit Mütze, eiwa 5 Fuß 10 Zoll groß, in der Nähe des fraglichen Ortes gesehen und bemerkt haben, daß dieser Unbekannte den Fußweg nach Pakosch einschlug. Auf die Ermittelung des Thäters setzen wir eine Belohnung von 300 Mark aus. Ischl. Von hier wird der„Linzer Tagespost“ ge⸗ schrieben:„Am 29. v. M. Nachmittags passirte der Kaiser von Oesterreich, von seinem Adjutanten begleitet, die soge⸗ nannte Retienbach Wildniß in dem Momente, als ein eiwa vierjähriger Knabe, welcher auf eine ganz unaufge⸗ klärte Weise an einem steilen Abhang hinangeklettert war, in die schwindelnde Tiese stürzte. Auf das Geschrei des Kindes setzte der Kaiser als gewandier Gebirgsjäger über einen etwa fünf Meter breiten Felsenriff, erfaßte mit sicherer Hand das an einer Wurzel üder dem Adgrunde hangende Kind und ließ es durch den mittlerweile her⸗ beigeeilten Adjutanten in die Rettenbachmühle führen, wo sich die Mutter des Kindes, ein Salinen-Arbeiterweib, be⸗ fand. Der Kaiser ertheilte der vor ihm auf die Knie stürzenden Mutter einen strengen Verweis über die mangel hafie Beaussichtigung ihres Kindes.“ Vorbei tauft ber P Dienfl geltele Bersecz alles b Gemei großen Uchen dun Gemel Gemel gelreltt deslan 9 i Allerlei über die Kirchensteuer. Me eee e eee Wir treten aus! Wohin Zu den Juden, Ratholiten. likatholiten, Deulschkatholiken, Freigemeinden, Religions- osen? So kann es nicht gemeint sein. Das Glaubens⸗ ekenniniß wechselt man, wenn man seine rellgiöse Ueber, eugung gewechselt hal. Wer den jüdischen, katholischen ze, Hlauben für besser hält als den evangelischen, der erklär! us ehrlicher Meusch seinen Ueberteitt zu der betreffenden Aran 1 ezahlen zu müssen, wie müßte man dessen Handlungs⸗ Ansere Gemeinde besitzt Kirchenvermögen genug, um einen onds ohne Kirchensteuer. Wird es so gehen? Schwerlich! Lon welchen jede aus eigenen Minteln für sich selbst sorgte? »aussichligt die Dienstführung der Pfatrer, von ihr hat Bersetzung auf eine andere Stelle zu exwarten. Fällt dies chen suchen kann, der ihre Pfarrstelle annimmt. Und getreten wären, bliebe die Pfarrei als solche in dem früheren davon mit. Das ist geltendes Recht. deise neunen? Also davon kann nicht die Rede sein. Zeistlichen auch ohne kirchliche Umlagen anständig erhalten Denn erstens; woher solllen noch Pfarrer kommen, wenn Die Kirche(Landeskirche) sorgt sür die Vorbildung der ver Pfarrer Stellvertretung im Falle vorübergehender alles hinweg, dann wird die Zeit bald da sein, wo die dann: Austreten kann jeder Einzelne aber nicht eine ganze Bestande fortbestehen. Und wenn Zweihundert auslreien Handel und Verkehr. Korn 10 M. 12 Pf.; Gerste 8 M. 58 Pf.; Hafer 9 M. 2 fn 11— 15 P..; e 93 Pl.; insen— M.— Pf.z Samen 16 M.; Kar — M.— Pf. 570 115 sich sümmili 5 50 Kilo= 100 Pfund.. u Frankfurt, 10. Aug. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 40., Nr. 2 M. 36., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28., Nr. 5 M. 22. Roggenmehl%%(Berliner Marke) M. 25., do. II.(Berliner Marke) M. 20., Weizen eff. hies. M. 23.—, fremder je nach Qualität M. 18—22., Roggen M. 16—17., Gerste M. 17—19., Hafer M. 19.50— 20. Kohlsamen M. 33. Br., Erbsen. M. 21—24., Wicken M. 21—23., Kinsen M. 21—30., Rüböl M. 72. Die Preise ver⸗ stehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht= 100 Kilo. Frankfurt, 12. Aug. Der heulige Heu⸗ und Stroh⸗ markt war gut besghren. Heu kostetle per Centner je nach Qualilät M. 5.—5.50. Strob per Centner M. 4.4.50. Butter im Großbandel das Pfund 1. Qual. M. 1.26. 2. Qual. M. 1.14. im Kleinhandel 1. Qual,. M. 1.50., 2. Qual. M. 1.43. Eier bas Hundert M. 5.15. Mainz, 12. Aug. Producten⸗Markt. Waszen per Nov,. 20.05. Roggen per Nov. 15,10. Hafer per Nov. 15.35. Rüböl per October 35.20. Marburg, 12. Aug Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund 1 M. bis 1 M. 15 Pf. Eier pr. Stück 5—6 Pf. Käse per Stück 8—10 Pf. Tauben das Paar 55—65 Pf. Hähnchen per Stück 60—80 Pf. Bohnen per Korb 2 M. bis 2 M. 40 Pf. Kartoffel 2 Liter 20 Pf. Telegraphischer Schiffsbericht. Mitgelheilt von Chr, Hecht in Friedberg. Das Hamburger Post⸗ dampsschiff Hammonia, Capflän Voß, von der Linie der Hamburg⸗Amerikanischen Packetfahrt-Actien⸗Gesellschaft, welches am 26. Juli von Hamburg via Havre abging, ist nach einer glücklichen Reise am 8. August wohlbehalten in NewYork angekommen. 0 Das Hamburger Posidampfschiff Frisia, Capt. Meier, von obiger Linie, trat am 9. August wiederum eine Reise via Havre nach New Pork an. Verloosungen. Meininger 7 fl.⸗Loose. Meiningen, 1. August. Am 1. Juli gezogene Serien: Nr. 232 371 542 910 1195 2613 3085 3211 3233 3547 4032 4487 4537 4940 6197 6390 6403 6687 7268 7287 7494 7846 7934 8044 8047 8107 8745 9169 9214 9815. Gewinne: S. 7846 Nr. 15 30,000 fl.— S. 4032 Nr. 24 2500 fl. S. 371 Nr. 42, 1195 Nr. 22, S. 8044 Nr. 8 à 500 fl. S. 232 Nr. 12 19, S. 3211 Nr. 19, S. Religionsgemeinschaft. Wer jene Ueberzeugung nicht hal und doch übertcitt, um nicht ein paar Pfennige oder Mark Aber nein! Wir wollen evangehisch bleiben, nur von er Landeskirche wollen wir uns absondern. .„ u können. Wir trennen uns von der Landeskirche, nehmen e inen Pfarrer an und besolden ihn aus unserem Kirchen⸗ a z keine zusammenhängende Kleche mehr gäbe, sondern nur eine Anzahl unzusammenhängender Einzelgemeinden, Heisilichen, uuterstützt sie im Bedürfnißfall während ihrer sede examinirt und ordinirt die Candidaten, Dienstunfähigkeit, Versetzung in den Rubestand bei ein⸗ getretenem Alter, auch, wenn er dies wünschen müßte, Semeinde* mit ihrem reichen Kirchenfond und ihrer kroßen Pfarrbesoldung lange vergeblich nach einem Geist⸗ Semeinde als solche. Selbst wenn alle Mitglieder einer Demeinde als Einzelne aus der Kirchengemeinschaft aus- und Zwei zurückvleiben, so bleiben diese Zwei im Genuß des Gemeindevermögens, die Ausscheidenden nehmen Nichts Grünberg, 12. Aug. Die Preise auf unserem Heutigen Fruchtmarkie betragen: Waizen 11 M. 13 Pf.; 4032 Nr. 34, S. 4487 Nr. 34, S. 6197 Nr. 43, S. 6687 Nr. 40 50, S. 7287 Nr. 37, S. 7846 Nr. 33, S. 7934 Nr. 5 42 43, S. 9169 Nr. 3, S. 9815 Nr. 31 1 100 fl. Jaa„S. 371 Nr. 31 49 50. S. 542 Nr. 9 13, S. 91 11 19, S. 1195 Nr. 28, S. 2613 Nr. 39. S. Nr. 34. S. 3233 Nr. 4 18, S. 4487 Nr. 35, S. 4537 Nr. 45. S. 4940 Nr. 16 24, S. 6197 Nr. 40, S. 6403 Nr. 6, S. 7288 Nr. 1, S. 7846 Nr. 14, S. 7934 Nr. 2, S. 8047 Nr. 18, S. 8107 Nr. 27, S. 9169 Nr. 24, S. 9214 Nr. 23. S. 9815 Nr. 50. 3 20 fl. Alle übrigen in obigen Serien enthaltenen Nummern 2 8 fl. Zahlbar 1. November. Finnländische 10. Thlr.⸗Loose. Helsingsors, 1. August. Es wurden solgende Setien gezogen: 92 97 177 420 881 1001 1258 1437 1455 1637 1639 1766 1893 1935 1955 1997 2062 2194 2240 2251 2408 2418 2556 2857 2911 2926 3138 3169 3247 3258 3387 3456 3499 3539 3547 3604 3607 8 3680 4067 4106 4150 4182 4248 4386 4402 444 4507 4511 4594 4690 4697 4730 4790 4811 8 4935 5105 5137 5187 5372 5881 5479 5591 5679 3730 5780 5834 5863 5887 6148 6156 6350 6409 6424 6446 6520 6584 6611 6699 6742 6752 6996 6947 7331 7357 7409 7442 7517 7649 7721 7730 7779 7790 7883 7937 8162 8292 8406 8517 8871 8667 8700 8858 8880 8972 8989 9038 9060 5 9295 9325 9432 9717 9719 9813 9858 9874 9967 10106 10142 10167 10202 10328 10389 10427 10435 10451 10462 10511 10562 10671 10687 10833 10897 10933 10961 11161 11211 11319 11369 11380 11381 11508 11639 11735 11783 11788 11897 11943. Auszug ö aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Getraut: 10. August. Elias Bähr aus Harmuthsachen und Giedel genannt Auguste Appel aus Felsberg, beide dahier wohnhaft. Geboren:. — 1 Dem Dachdeckermeister Philipp Heinrich Baumann eine Tochter. 4. 8 Dem Maurermeister Konrad Philipp Hottes eine Tochter. 10. 7 Dem Sattlermeister Johann Wilhelm Falck ein Sohn. Gestorben: 10.. Georg Klaus von Bönstadt, angeblich 52 Jahre alt. Cdictalla dung. 2347 Nachdem die von dem Großherzoglichen Kammer⸗ Herrn und Geheimen Legationsrath Freiherrn Ludwig don Leonhardi zu Bessungen nachgesuchte Erlaubniß zur Vergrößerung des Freiherrlich v. Leonhardi'schen Familien⸗ Fideicommisses durch Einverleibung der neuen Erwerb⸗ Angen von Grundeigenthum in den Gemarkungen Groß⸗ Und Klein⸗Karben 57.32 Meter, Okarben 77,568 Klafter und Kloppenheim 1682/6 Klafter von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog ertheilt worden ist, so werden Hiermit unter Gestattung der Einsicht der betreffenden Grundbuchs⸗Auszüge in der Landgerichts-Registratur alle unbekannten Gläubiger und sonstige Betheiligten auf⸗ gefordert, etwalge Einsprüche gegen die besagte Einver⸗ keibung in den Fideicommißbestand des Freiherrlich von Jeonhardi'schen Famisien Fideicommisses binnen drei Monaten dahier vorzubringen unter dem Rechtsnachtheil, Saß nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist ohne Rücksicht auf solche Einsprüche die Beurkundung ertheilt werden tvird, daß der Einyerleibung in rechtlicher Beziehung nichts im Wege stehe— Vilbel am 40. Juli 187 Großherzog 6. 1 liches Landgericht Vilbel. 5 Immobiliar-Petsteigetung. 2602 Dienstag den 15. August d. J., Vormittags 11 ½ Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die Immobilien der Johannes Walz II. Erben einer nochmaligen Ver⸗ steigerung ausgesetzt werden. Hierbei bemerken wir, daß bei annehmbaren Geboten die Genehmigung alsbald ertheilt werden soll. Friedberg den 2. August 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fou ear. Immobiliar-Versteigerung. 2607 Dienstag den 15. August d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhause die Hofraithe und ein Grabgarten auf Antrag der Johannes Binz Erben Versteigerungs⸗ Anzeige. 2672 Mittwoch den 23. August, Vormittags 10 Uhr, werden die nachstehend verzeichneten, zur Vermögensmasse der Fauerbacher Basaltbruch⸗Gesellschaft von Heinrich Becker und Genossen gehörenden Gegenstände: Chausseesteine im neuen Steinbruch zwischen Fauer⸗ bach und Ossenheim, etwa 250 Meter, Pflaster⸗ steine, etwa 25 Meter, Kies, eirea 300 Meter, 1 Bretterhaus, 4 Schubkarren, 2 Kieswürfe, 1 Meter⸗ kasten, 9 Steinschlagen, 1 Mühlstein, 2 Brecheisen, 2 Pickel, 1 Steigleiter, 1 Stange, 1 blecherne Pumpe, 4 Schnappkarren, 1 Haferkasten öffentlich meistbietend versteigert. Zusammenkunft auf dem Büreau des Unterzeichneten. Fauerbach b. Fr. den 12. August 1876. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg 0 nochmals öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Bei entsprechenden Geboten soll die sofortige Ge— nehmigung stattfinden. Friedberg den 2. August 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fon. Bekanntmachung. 2540 Nachdem der von der Stadtverordneten-Versamm⸗ lung der Stadt Gießen am 24. Februar d. J. gefaßte Beschluß wegen einer Capitalaufnahme von 600,000 Mark aur Bestreitung der in diesem und in den nächstfolgenden Jahren, insbesondere für Brücken und Straßen-Anlagen, Schul- und andere Bauten sich ergebenden außerordent; (ichen Ausgaben die Genehmigung der Aufsichtsbehörde erhalten hat, so wird dies mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß Capifalien in Beträgen von 100. 300. 500 1 4 5 g 10 em und 1000 Mark auf dieses Anlehen gegen Interims— 120 Lale scheine jederzeit zur Stadtkasse eingezahlt werden können „ een e und findet die Verzinsung mit 4½ Procent, vom Tage der Einzahlung an, statt. Die Rückzahlung des Anlehens erfolgt durch Amortisation mit jährlich? Procent unter Anlehens im Ganzen oder zum Theil. Der Austausch der Interimsscheine gegen die auf Inhaber lautenden Original- Obligationen findet nach deren Anfertigung fttatt, worüber seiner Zeit besondere Bekanntmachung erlassen werden wird. Gießen am 28. Juli 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. B 0 7 Aepfelnülen und Obstpressen (neuster Construktton) zu billigen Preisen und Herschledenen Größen stets ar if Lager bei A. Buch in Hungen. Vorbehalt des Rechts der Stadt zur Kündigung des Jagd- Verpachtung. 2617 Donnerstag den 24. d. M., Vormittags 11 Uhr, soll die der Gemeinde Dauernheim, in der Gemarkung Dauernheim, zustehende Feld- und Waldjagd von eirca 3300 Morgen Feld und 550 Morgen anschließenden meistbietend verpachtet werden. Bemerkt wird, daß der Ort Daurnheim eine halbe Stunde von der Oberhessischen Eisenbahn, Haltestelle Ranstadt, entfernt liegt. Dauernheim am 2. August 1876. Großherzogliche Vürgermeisterei Dauernheim. Eckhardt 3 a—— e ee 5er 51 Obst⸗Versteigerung. 2676 Dlenstag den 15. d. Mts., Nachmittags 5 Uhr sollen mehrere städtische Bäume mit Birnen, sowie ein Baum Frühäpfel an den Meistbietenden versteigert werden. Zusammenkunft am Neuthor. Friedberg den 11. August 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. 5 o ue a r. 2661 Mädchen, welches bürgerlich kochen kann und die Haus⸗ arbeit versteht, für eine kleine Haushaltung nach Wles⸗ baden. Näheres bei J. Fürth's Erben. Wollene Hemden, Unterjacken& Unterhosen außerst billig bei K. Friedrich. Wald auf weitere 6 Jahre auf dem Gemeindehaus dahier Gesucht per 1. October ein anständiges reinliches Großherzogliches Ortsgericht Fauerbach b. Fr. Selifa nc. 0— Faselochs-Versteigerung. 2663 Donnerstag den 17. August, des Mittags 1 Uhr, 172 ein zum Schlachten geeigneter schwerer Faselochs, der Gemeinde Bodenrod gehörend, auf hiesiger Bürger⸗ meisterei versteigert werden. Bodenrod den 10. August 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Bodenrod. ö Werner. N Vergebung von Bauarbeiten. 2671 Donnerstag am 17. August J. J., Vormittags um 11 Uhr, sollen in dem Gemeindehause zu Ober— Mockstadt die mit der Pflasterung und Canalisirung der Ortsdurchfahrt daselbst verbundenen Arbeiten be⸗ stehend in: M. Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 1870— Ste nhauerarbeit 503 76 Pflastererarbeit 908 64 öffentlich an die Wenigstverlangenden versteigert werden. Voranschlag und Bedingnißheft liegen auf dem Büxean der unterfertigten Stelle zur Einsicht offen. Nidda am 11. August 1876 Großherzogliches Kreisbauamt Nidda. e Sschäfserr, Kreisbaugufseher-Aspirant. N 1 8 DOdbbst Versteigerung. 2675 Freitag den 18. d. Mts., des Vormittags um 11 Uhr, wird das Oost auf der Kirchenanlage, als: Mirabellen und Reineelauden an Ort und Stelle an die Meistbietenden versteigert. Ockstadt den 14. August 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Ockstadt. Grönlinger. 1 Darmstädter Ind 2668 vom 12. August bis 11. September. Istrie-Ausstellung (b. 5027.) Eintrittspreis 1 Mark.— Abonnementskarten.— Preisermäßigung für Schulen. Verkauf von Loosen zu 1 Mark in der Aus Rückfahrt auf allen Stationen der Main-Neckar⸗ B stellung. Den Besuchern der Ausstellung ist freie ahn und Hessischen Ludwigs⸗Bahn bewilligt. 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Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Freiherrlich v Rothschild'schen Walde „Altenberg“, unweit von der Chaussee, öffentlich meist⸗ bietend versteigert werden: 10 Raummeter Eichen⸗Schäl-Prügelholz, 9325 Stück Eichen⸗Schäl Prügel⸗ und Reisholzwellen. Okarben am 8. August 876. Freiherrlicher Revierförster Hilgenreiner. Arbeits ⸗-Versteigerung. 2674 Freitag den 18. d. M., Vormittags 9 Uhr, soll auf dem Gemeindehaus zu Petterweil nachbenannte Arbeit öffentlich in Accord gegeben werden: Weißbinderarbeit, veranschlagt zu 50 Mark 70 Pf. Vilbel am 13. August 1876. uchtetes Papier legt und mit der Hand darüber Preis füc eine Farbe 1 Mark 15, für 2 Farben Mark 20. Wilhelm Büttel, General- Agentur Frankfurt a. M. Gust. Dieffenbach empfiehlt sein neu assortirtes Lager in feinerem Kaffee à Mark 1. 20 Pf. bis Mark 1. 60 Pf., eirea 100 leere Kaffee⸗Säcke zu billigem Preise. 2665 Eine gute Belohnung Demjenigen, welcher mir den Thäter namhaft macht, der mir den Diebstahl, mit so großem Schaden verbunden, auf meinem Grundstück am Haingraben neben dem Wasser⸗ reservoir verübte. 2664 L. Schmidt, Hof⸗ Photograph. Neue hartgebrannte Russensteine Chr. Bender. Preißelbeeren 2666 werden von Dienstag an auf dem Friedberger Markt verkauft. Ober Rosbach. J. Buch. Universal Reinigungs-Salz. 2670 bei 1545 Von allen Aerzten als das einfachste und billigste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstossen, Der Bezirksbauaufseher Ber o d. Eine junge scharfe Dogge 2615 wird zu kaufen gesucht; ferner ein junger hübscher großer Luxushund, am liebsten Dänische oder Ulmer Dogge, eventuell auch New⸗Foundländer. 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Zweite Sorte 2 Kilo 52 Ff, 7. 4 1 1 29** 1 7 7. 15- 5 7 Für Butz bach: Erste Sorte 2 Kilo 58 Pf.] Zweite Sorte 2 Kilo 48 Pf. — 1 2 „* 1* 1 1 67** 7 1 20 U 7 757 13* 7* „— 7e 4 1 77„ õt„„ Fleisch⸗ ꝛc. Preise v. 16. bis 31. Aug. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: Pr. ½ Kilo.. Ochsenfleisch 68 Pf. Schweinefleisch 68 Pf. Kuhfleisch, gem. 58„[Kammstück 722 Rindfleisch, gem.—„ Leber- u. Blutwurst 72 Hammelfleisch 50„ Bratwurst 86 Keil und Carre 60„[Schwartenmagen 86„ Kalbfleisch 50„ Geräucherter Speck 96„ Keil und Carre—, Doͤrrfleisch 868 Nierenfett 60„ Schinken 92 Hammelsfett 48„ Schmalz, ausgel. 86„ Schmalz, unausgl. 80„ Ausnahmspreise. Bei Ph. Windecker Schwartenmage 92 Pf., ger. Speck 92 Pf.— Bei H. Blum II., N. Engel, W. Reuß, A. Walther ger. Speck 94 Pf., Schinken 86 Pf.— Bei W. Reuß Schmalz, ausgel., 92 Pf., unausgel. 86 Pf.— Bei K. Neuhof und N. Reichenberg Hammelfleisch 40 Pf. Für Bad⸗Nauheim: Pr. 7e Kilo. 5. Ochsenfleisch 68 Pf. M. f rr für Erwachsene und Kinder Kuhfleisch, gen. 58„ Schweinefleischh— 88 Str ümpfe biligst bei K. Friedrich. 1 ungem.—„ Leber- u. Blutwurst— 80 . 5 Hammelfleisch 68„ Bratwurst— 91 Keil und Carre—„ Schwartenmagen— 91 2 Kalbfleisch 58„ Cervelatwurst 1 70 — 2 39] Keil und Carre—„ Fleischwurst—. 91 8 f 28. Nierenfett 52„ Eeräucherter Speck 1 3 8* 22 Hammelsfett—„Doörrlfleisch—— —— 3 Schaaffleisch—„Schinken 173 S E U m 8 2 Solperfleisch— 6 5 4 2 Schmalz, ausgelassen, 91 Pf., unausgelassen 86 Pf, 8 2 3 Schweinen Keil und Carre bei sämmtl. Metzgern 69 Pf. S8 2 Ausnahmspreise. Bei J. Rosenthal Nierenfett 40 Uf S 33— Bei W. Bieler Hammelfleisch 58 Pf.,— Bei 9. Die soeben erschienene Nr. 45 enthält: Am Gardasee. Sommeridyll in der Altmark. Um ein Ei. Theodor Hermann. Von Hermann Masius.— Heinrich Bornscheuer am 10. d. Mts. nach einem J6tägigen Krankenlager in seinem 19. Lebens⸗ jahr in Frankfurt a M. verschieden ist. Bad⸗Nauheim am 12. August 1876. Die trauernden Hinterbliebenen. Erzählung von C. R. Struwy.— Erzählung aus dem baltischen Leben von (Schluß.)— Dichterische Wider Langsdorf ger. Speck 91 Pf.— Bei D. Fritz und J. Schimpf's Wittwe Schweinefleisch 66 Pf.— W K. Sprengel Solperfleisch 69 Pf. Für Butz bach: spiegelungen der Person und Geschichte Jesu. Von Fran; Fe e Delitzsch. IV. V.— Am Familientische: Am Vieen Ochsengeisch 68 Pf. 1 W. schauer. Mit Originalzeichnung von F. Ortlieb: Der Kuhsleische gem. 50. Schweinefleisch— Bienenvater.— Bücherschau. XXXV.— Der Montene⸗ Rindfleisch, gem. 50„ Leber- u. Blutwurst— 7 griner Auszug zum Krtege. Mit Originalzeichnung von Hammelfleisch 4 un ue— 9 Franz Zverina: Montenegrinsche Typen. Keil und Carre 1 Fleischwurst— 9 Zu Bestellungen empfiehlt sich Shea 46„ ee c* 4 url Bi 5 0 0. eräucherter Spe— G Dundee 1 Nierenfett 50„ Doörrfleisch— 2 N Hammelsfett—„Schinken. 9 2077 Freunden und Bekannten die schmerzliche e m 85 Mittheilung, daß unser lieber Sohn und Bruder Ausnahmspreise. Bei G. C. Fischer, Wilh. Fischg und N. Rübsamen Hammelfleisch 63 Pf., Kalbfleist 150 Pf. 15 Bei M. Winter II., K. Gruner und nter in Butzbach gem. Kuhfleisch 54 Pf., Nindflel 54 Pf., Niernfett 50 Pf. J 10 f 14 Verantw. Red.: Carl Bindernagel. ö Druck und Verlag von Carl Bindernagel.