1876. 1171 —* 1 N N M. 83. Oberhessischer Anzeiger. 0 g Kreisblatt für den Areis Friedberg. e Samstag den 15. Juli. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Betreffend: Der Zustand der Schullokalitäten. Friedberg den 12. Juli 1876. 5 Die Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg g an sämmtliche Schulvorstände, bezw. die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir baden bei den von uns vorgenommenen Schulprüfungen, wie auch unser Kreis-Schulinspector bei seinen Inspectionen, mit Mißfallen be— merkt, daß viele Schulzimmer, die Zugänge zu denselben, Aborte ꝛc., in einem durchaus unwürdigen, unordentlichen und schmutzigen Zustande sich 1 befinden, weil sie seit Jahren nicht ausgeweißt worden sind, was doch jedes Jahr geschehen soll. Diesem Uebelstande muß selbst da, wo vielleicht in den nächsten Jahren, den neuen gesetzlichen Bestimmungen gemäß, wesentliche bauliche Veränderungen mit dem Schulhause vorzunehmen sind, obne Verzug abgeholfen werden; denn die Schullokalitäten müssen zu jeder Zeit auch in ihrer äußeren Erscheinung für die Jugend ein Vorbild der Rein- lichkeit und Ordnung sein und durch die tägliche Anschauung die Jugend an Beides gewöhnen, damit der Sinn dafur auch in den Familien und ihrer Umgebung lebendig erhalten werde. n Wir tragen Ihnen darum hiermit auf, Ihre Schullokalitäten, falls es nicht erst vor Kurzem geschehen und deren Zustand vollständig gut und schön sein sollte, alsbald ausbessern und ausweißen zu lassen, und zwar werden die Großberzoglichen Bürgermeistereien dafür Sorge tragen, daß diese Arbeit zu Anfang der nächsten Ferien in Angriff genommen wird, damit der Unterricht keine Störung dadurch erleidet. Zum Austrich der Wände sind keine schädlichen, und darum nicht zu grelle, die Augen angreifende Farben zu wählen. Am geeignetsten mag ein solcher von matter, etwa blaugrauer Farbe seiu. Die Thüren, Fenster und Fensterbrüstungen, sowie die Holzbekleidungen der Wände, die überall zu empfehlen sind, müssen mit Oelfarbe angestrichen werden. Wenn in einem Schulzimmer noch kein verschließbarer Lehrtisch oder Katheder zum Gebrauch für den Lebrer und kein Schrank zum Aufbewahren der Lehrmittel ꝛc. vorhanden sein sollte, so haben Sie für deren baldige Anschaffung ebenfalls Sorge zu tragen. 2 15 Unser Kreis- Schulinspector, welcher durch seine Instructionen schon angewiesen ist, auf die berührten Punkte bei seinen Inspectionen zu achten, ist von uns noch besonders beauftragt worden, auf die Befolgung dieser Verfugung sein Augenmerk zu richten, und wir erwarten nicht, daß Sie hier— . über den Lehrern, welche die Reinlichkeit und Ordnung im Schulzimmer zunächst zu überwachen haben, Anlaß zu Beschwerden geben, und daß wir 15 genöthigt sind, Säumige zur Rechenschaft zu ziehen. Dr a p p. Ber Ser Squägug 1 Bert en gc une unt m Die Amtstage des unterzeichneten Landgerichts werden Dienstags und Mittwochs in den Nurnfrrz 2—5 Ühe Nachmittags abgebalten. Altenstadt am 12. Juli 1876. Großberzogliches Landgericht Altenstadt. J. E. d. L.: May, Landgerichts ⸗Assessor. Stunden von 8—12 Uhr Vormittags und von . Un Deutsches Reich. gekommen, vom Großherzoge und der Großherzogin! Frankreich. Versailles, 11. Juli. S Darmstadt. Militärnachricht. Leuthner, am Bahnhöfe empfangen und an den Hafen ge- In der heutigen Sitzung der Deputirten- Kammer 1 Sec.-Et. vom 1. Großh. Inf.(Leibgarde-) Rgt. leitet, von wo unter Salutschüssen die Abfahrt kam die Angelegenheit betreffs Ernennung der riert Nr. 115, mit Pension, der Abschied bewilligt. nach der Insel Mainau auf dem Dampfboot Maires zur Verhondlung. Das Ministerium Berlin. Die„Prov.⸗ Corr.“ schließt einen„Wilhelm“ stattfand. Ein zahlreiches Publikum stellte die Vertrauensfrage. Gambetta erklärte, er Artikel über die Reichstädter Entrevue mit folgen begrüßte den Kaiser bei Ankunft und Abfahrt. wolle zwar dem Ministerium keine Schwierigkeiten den Worten:„Der friedliche Eindruck, den die Der Aufenthalt auf Mainau ist bie 18 Juli bereiten, nichtsdessoweniger bekämpfte er den vor— Nachrichten aus Reichstadt zunächst in Wien her- festgesetzt. liegenden Gesetzentwurf. Nachdem ein von Gam— Ausland. t, n Uu cot a Groß. —( Ü—‚ berthran Tabinel — ulrich, vorgebracht haben, ist bald überall zur Geltung gelangt und hat die Zuversicht bestärkt, daß die mächtige Friedens Gemeinschaft, welche in dem Kaiserbunde ihren festen Mittelpunkt hat, auch die Schwierigkeiten der gegenwärtigen Lage über- winden werde.“ — 13. Juli. Das deutsche Mittelmeer-Ge⸗ schwader, welches kürzlich den Hafen von Salonichi zum Zwecke einer Uebungsfahrt verlassen und vor demselben gekreuzt hatte, ist jetzt wieder im Hafen vor Anker gegangen. Würzburg. Dem„N. K.“ schreibt man von hier:„Der Conferenz des deutschen Kaisers mit Bismarck wohnte sonst Niemand bei. Die Umgebung des Kaisers will eine sehr ernste Oesterreich- Ungarn. Wien. der „Pester Lloyd“ meldet als Resultat der Reich— städter Zusammenkunft: Oesterreich erkennt eine Aenderung des territorialen Besitzstandes nur unter Zuziehung der Tractat-Mächte an und hält an strengster Neutralität für die Dauer des Krieges fest. Rußland erkennt eine Vereinigung Bosniens mit der Herzegowina als den Interessen Oesterreichs zuwiderlaufend an, wogegen Oesterreich nach dem Siege der Türken für die Integrität Serbiens und die Berliner Reformen eintritt. Den Ab— machungen zufolge wurde auch der Hafen von Klek für Ausschiffungen türkischer Truppen gesperrt. — Aus Semlin wird gemeldet: Wallsee, der betta unterstützter Antrag, die Diskussion zu ver— tagen, abgelehnt worden war, nahm die Kammer den Artikel I., durch welchen das Gesetz betreffs der Maires von 1874 aufgehoben wird, mit großer Majorität an. Türkei. Constantinopel. Die Pforte erließ ein Rundschreiben an die Signatar⸗Mächte des Pariser Vertrages, worin sie erklärt, die „bisherigen“ Fürsten von Serbien und Montenegro nicht als Kriegsführende im Sinne des Völkerrechts, sondern nur als Rebellen gegen die Autorität des rechtmäßigen Oberherrn betrachten und behandeln zu können. Mehrere Cabinette machten die Ver— treter der Pforte darauf aufmerksam, daß, was den Fürsten von Montenegro anbelange, die Ver— — Stimmung am Kaiser nach dem Schlusse der Con- zen n a ferenz bemerkt haben. Am Fackelzuge betheiligte sich auch die katholische Studenten Verbindung „Walhalla“, und zwar hatte sie sich selbst dazu ö erboten. Die katholische Studenten- Verbindung Kriegs Correspondent einiger Wiener Blätter, träge an keiner Stelle dessen Abhängigkeit von der wurde bei Krusevacz erschossen. Verwundet wur- Pforte anerkennen. den: Hendle, Correspondent von Berliner Blättern,— 10. Juli. Bei Podgoritza hat ein Gefecht Galli von der„Opinion nationale“ und Coutouly zwischen 2 Bataillonen regulärer türkischer Truppen, vom„Temps“. Die betreffenden Consuln haben welche durch Freiwillige verstärkt waren, und „Markomania“ hielt sich ferne. Ins Fremden- in Belgrad deßhalb Schritte gethan. 5000 Montenegrinern stattgefunden. Letztere wur buch des„Gasthofs zum Kronprinzen von Bayern“— Ueber die Reichstädter Abmachungen meldet den aus ihren Befestigungen vertrieben und ver— schrieb sich der Kaiser, um dem Besitzer seine An- ein meist gut uuterrichteter Correspondent des loren 400 Todte und ebensoviele Verwundete, erkennung auszudrücken, als„Wilbelm, Imperator„N. K.“: Beide Theile haben Concessionen ge- darunter 30 Offiziere. Der Verlust der Türken u. Rex 10. 7. 76.“ ein. Bei der Abreise des macht: Oesterreich leistete Verzicht auf die unbedingte belief sich auf 11 Todte und etwa 25 Verwundete. Ratsers waren die Straßen und der Bahnhof ge- Behauptung des Status quo ante bellum, Ruß- 11. Juli. Heute fanden zwei größere drängt voll von Menschen.“ land verzichtete unbedingt auf eine Separat-Action.“ Gefechte zwischen den Montenegrinern und den Baden-Baden, 11. Juli. Kaiser Wilhelm Aus Karlsbad wird dem„B. Tgbl.“ telegraphisch Türken statt, eines bei Kernica in der Kraina, ist heute Abend um 7½ Ubr hier eingetroffen. gemeldet: Hier weilende hochadelige Russen ver- ein zweites bei Podgoritza. Die hier einlausenden Auf der Reise von Würzburg hierher wurde der sichern, Kaiser Alexander habe nach der Abreise Nachrichten lauten weniger günslig für die Türken, laiserliche Zug auf allen Stationen mit enthu- von Reichstadt zu mehreren Offizieren seiner Suite welche stärkere Verluste erlitten haben sollen—. 1 sastischen Kundgebungen empfangen. gesagt:„In Reichstadt wurde die Freundschaft mit 13. Juli. Einer Regierungs-Nachricht 1 Constanz, 13. Juli. Kaiser Wilhelm ist meinem Verbündeten befestigt. Wir sind in Allem aus Mostar zufolge traf Selim Pascha, mit zwei . um 2 Uhr 17 Min. im besten Wohlsein hier an- einverstanden. Wir werden keinen Krieg baben!“ Bataillonen auf dem Marsche von Gacko nach zausch. Taescle 8 blen e Zürkel * — — ˖ —— — Nevesinje begriffen, im Engpasse Zallan auf eine bedeutende Anzahl montenegrinischer Truppen; diese machten den Versuch, Selim Pascha einzuschließen. Letzterer erzwang aber nach hartnäckigem zwölf. stündigem Kampfe den Durchzug und nahm alle von den Montenegrinern besetzten Punkte ein. Die Montenegriner zogen sich, nachdem sie be trächtliche Verluste erlitten hatten, zurück. Sonach ist die Straße durch den Engpaß Zallan nach Gacko frei. Salonichi. In einer aus Pera, 30. Juni, datirten Correspondenz der„Times“ findet sich die Mittheilung, daß der Referent des mit der Revision der in Salonichi gefällten Urtheile be- auftragten obersten Militär⸗Gerichtshofes folgende Strafen beantragt habe: Für den zu 10 Jahren Gefängniß und Degradation verurtheilten Polizei- Chef— 15 Jahre Einschließung in eine Festung. Für den Oberst und Commandanten der Garnison, sowie für den Commandanten der Stations-Corvette: statt 45 Tage Arrest— Degradation und 10 Jahre Einschließung in eine Festung. Bezüglich des Vali, welcher als Civil⸗ und Militär-Gouverneur fungirte, erklärte der Gerichtshof sich für incompetent. Weiter heißt es in dem Briefe:„Die elf Elenden, welche man hingerichtet hat, waren gewöhnliche Uebelthäter, kaum des Strickes werth, mit dem sie gehängt wurden, und der türkischen Bevölkerung verhaßt. Von den wirklichen Anstiftern des Mordes ist keiner in den Anklage⸗Zustand versetzt worden.“ Rumänien. Bukarest, 12. Juli. Die Kammer ermächtigte den Finanz-⸗Minister, während neun Monaten, von heute angefangen, den Zolltarif des Handels vertrages mit Oesterreich allen Staaten zu gewähren, welche den Wunsch ausgesprochen haben, mit Rumänien Handelsvertäge abzuschließen. Amerika. New⸗ Jork. Der Kaiser und die Kaiserin von Brasilien haben sich am 12. Juli, nach Europa eingeschifft. Allerlei. Berlin. Von bier wird bezüglich des Setzerstrikes berichtet, der Zuzug von auswärts sei so stark, daß die meisten Zeitungen demnächst ihr Personal vervollständigt haben werden. In der Offiein von Krause, in welcher die„Nationalzeitung“ und der„Klabderadaisch“ gedruckt werden, haben bereits 50 Setzer von auswärts Stellung gefunden. Indessen droht Berlin ein neuer Strike, die Bäckergesellen gehen nämlich mit der Abficht um, die Arbeit einzustellen. Berlin. Ein höchst interessanter Anblick bot sich den Reisenden einige Tage auf der Berliner-Anhaltischen Eisen⸗ bahn in der Gegend der dritten Wärterbude hinter dem Bahnhof Groß⸗Beeren dar. Dort bewegte sich unausgesetzt ein unabsehbarer Zug der Wanderheuschrecke über die Bahn sort. Die Züge fuhren auf den Schienen über die Thiere fort und halten die Wärser nach dem Passiren jedes Zuges Mühe, die Schienen von dem in Folge des Tödtens der Thiere an denselben klebenden Schleim zu reinigen. Verloosung. Das Verzeichniß der Prämien, welche auf die 4000 Nummern der am 1. December 1875 und 1. Juni 1876 gezogenen 160 Serien des vormals Kurhessischen Staats. lottetie-Anlehens vom Jahre 1845, nebst dem Verzeichniß der noch nicht eingelösten Nummern aus früheren Zieh⸗ ungen kann auf dem Bureau der Redaction des Oberh. Anzeigers eingesehen werden. Handel und Verkehr. 9 Frankfurt, 12. Juli. Der heutige Heu⸗ und Stroh⸗ markt war gut befahren. Heu kostete per Ceniner je nach Qualität M. 3.50.— 5.50. Stroh per Centner M. 4—5. Butter im Großhandel das Pfund 1. Qual. M. 1.03, im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.14, 2. Qual. 97 Pf., 2. Qual. M. 1.09. Eier das Hundert M. 5.17. Mainz. 13. Juli. Producteu⸗Markt. Waizen per Juli ö 19.50, per Nov. 20.40. Roggen per Juli 15.40, per Nov. 15.75. Hafer per Juli 18.40. Rüböl per October 33.60. Geld ⸗Cours. Frankfurt am 13. Juli 1876. Holländische fl. 10-Stücke Mk. 16 65 G. Deate n 0 9 57—62 Ducgten al mareo„ 0 60 20⸗Frankenstücke„ 16 17-21 Englische Sovereigns e e, 20 372 Russische Imperiales„ 16 67—72 Daene 5 4 1619 Für die Paul⸗Gerhardt⸗Stiftung sind ferner bei dem Unterzeichneten eingegangen: Von A. P. 3 M.; von dem Seminarlehrer Kirchner 3 M.; von Frau F. 3 M.; von Fräulein V. 3 M.; von Fräu⸗ M. H. 1 M. Den Empfang mit bestem Danke be⸗ scheinigend, erbietet sich zur Annahme weiterer Gaben. Friedberg, 13. Juli 1876. Dr. Schwabe. Für die Wasserbeschädigten in Rheinhessen gingen weiter ein: Von Director Schäfer a. d. Blinden⸗ anstalt 3 M., Pfarrer Bornagius in Fauerbach 3 M., aus dem Pfarrhaus in Södel 9 M., Kirchenrath Göttz in Nieder-Florstadt 5 M., aus dem Pfarrhaus in M. i. d. Wetterau 10 M. Die Expedition des Oberh. Anzeigers. Hofraithe- Versteigerung. 2311 Donnerstag den 20. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in biesigem Rathhause die nachbeschriebene Hofraithe nebst Garten auf Antrag der Johannes Walz II. Erben an den Meistbietenden versteigert werden: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 0 2. 212. 59/10. Hofraithe in der Usaer Vorstadt, 2. 213,3. 46,9/10. Grabgarten daselbst, 2. 211,38. 0,610. desgleichen daselbst Friedberg den 6. Juli 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. F o u eld ir. . 7* 5*—* Immobiliar⸗Versteigerung. 2310 Dienstag den 18. Juli l. J, Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus die nachbeschriebenen Immo- bilien der verstorbenen Johannes Binz Wittwe, nemlich: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 2. 696. 74/10. Hofraithe in der Stadt, 2 108 78. Grabgärten, Liebfrauengärten, auf Antrag der Erben an den Meistbietenden versteigert werden. Friedberg den 7. Juli 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fou car. Holz ⸗Versteigerung. Es werden Montag den 17. Juli, von Morgens 9 Uhr an, im Domanialwalddistrikt Burgwald, Schlag VIII: 2 Raummeter Schäleichen⸗Scheitholz, ö 2 8 1„ Prügelholz, 16282 Stück Schäleichen⸗Wellen, 80„ Nadelholz⸗ 69 Läste Hauspäne, 2 Schäleichen-Stämme von 16— 18 Centimeter Durchmesser und 3 Meter Länge und 750 Schäleichen⸗Baumstützen versteigert. 5 den 11. Juli 1876. roßherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. 2360 St r 1 1 Vergebung von Drainirungs⸗ Arbeiten. 2361 Montag den 17. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem Rathhause dahier die bei Aus führung der Feldorainirung in den Fluren III. und IV. hiesiger Gemarkung vorkommenden Gespann- und Handarbeiten: Anfuhr der erforderlichen Drainröhren, veranschlagt zu Fertigung der projectirten Graben⸗ arbeiten, einschließlich dem Röhrenlegen und Zufüllen der Gräben 910 M. 48 Pf. öffentlich wenigstnehmend in Accord gegeben werden und sind Lusttragende hierzu eingeladen. Melbach den 12. Juli 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Melbach. Ha hen. ö 181 M. 48 Pf., Oberhessische Eisenbahnen. Bekanntmachung. Betreffend: Aenderung des bestehenden Fahrplans. Vom 24. d. Mts. ab soll unser Zug 19 statt 750 Nachmittags bis weiter um 840 Nachmittags abgelassen und in folgender Weise befördert werden: Gießen Abfahrt 840 Nachm. Ortszeit, Garbenteich 5. 5 Lich 5„ Langsdorf* 9¹⁵ 1 15 Hungen 5 9„, 1 Oberwiddersheim 5 985 1 Nidda Ankunft 950„ 1 Gießen den 9. Juli 1876. 2364 Die Direktion. Anfahren von Braunkohlen. 2392 Dienstag den 18. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhaus das Anfahren von etrea 800 Centner Braunkohlen vom Melbacher Braunkohlen⸗ bergwerk an den Wenigstfordernden in Accord gegeben werden. Friedberg den 13. Juli 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. o u ear. Mobiliar-Versteigerung.— 2393 Dienstag den 18. Juli l. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Hause des Polizeidieners Fourier dahier sämmtliche Mobilien der verstorbenen Elisabetha Scheig von Storndorf an den Meistbietenden gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg den 13. Juli 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Foo Wear, Holz- Versteigerung. 2384 In hiesigem Stadtwalde— Distrikt Zwergheege— werden folgende Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert und zwar: Donnerstag den 20. d. M., von Morgens 8 Uhr ab: 74 Raummeter Schäleichen-Prügelholz und 12750 Stück Schäleichen-Wellen. Freitag den 21. d. M., von Morgeus 8 Uhr ab: 126 Stück Eichenstämme von 15— 35 Centim. Durch⸗ messer und 4—8 Meter Länge und 180 Eichenstangen von 4—8 Meter Länge. Bad⸗Nauheim am 13. Juli 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad-Nauheim. Schutt. Be kla nn tem a cheu nag. 2381 Die am 6. Juli d. J. in dem Gemeindewald zu Assenheim abgehaltene Holzversteigerung ist worden. Erster Absuhrtag Montag den 17. Juli Il. J. Ab⸗ fuhrzett bis Ende Juli l. J. genehmigt Bekanntmachung. 2382 Die unterm Heutigen in dem Gräflichen Revier Wickstadt abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können von Montag den 17. l. M. an bei Herrn Registrator Tönges an der Gräflichen Rentkammer zu Assenheim und zwar Vormittags von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags von 3 bis 5 Uhr in Empfang genommen werden. Die Ueberweisung des Holzes ist auf Mittwoch den 19. l. Mts. festgesetzt. Wickstadt den 10. Juli 1876. Gräfliche Oberförsterei Assenheim. Scha lla s. Arbeits-Versteigerung. 2379 Montag den 17. d. Mts., Morgens 8 Uhr, sollen in dem Gemeindehaus zu Nieder⸗Weisel nachstehende Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung einer Bach⸗ mauer öffentlich in Accord gegeben werden: M. Maurerarbeit, lt. Kostenüberschlag 230 24 Planirarbeit 81— Lieferung von Mauersteinen 284 30 „ hydraulischem Kalk 96— 8 Sand 59 50 Steinsetzen und Sandmessen 24— Butzbach den 12. Juli 1876. Metzger, . Bezirks⸗Bauaufseher. Arbeits-Versteigerung. 2376 Montag den 17. Juli, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Gemeinde Nieder-Wöllstadt nachstehende Arbeiten in Accord gegeben werden: A. Für die Erbauung eines neuen Brunnens. Bergmannsarbeit, veranschlagt zu 70 M.— Pf., Steinhauerarbeit 2 Maurerarbeit 1 15„ 50 Zimmerarbeit 36.„ Lieferung von Mauersteinen 54,„ Anfahren derselben 3„ 50 B. Für die Herstellung des Weges an dem Burggraben. Planir⸗ und Chaussirarbeit, veranschlagt zu 176 M., Pflasterarbeit 60„ Lieferung von Pflastersand 60„ Lieferung von Drainröhren 64„ Lieferung von Chaussirsteinen 192 Anfahren derselben 2 0 Zerschlagen der Decksteine 907 C. Verschiedene Ausräumungsarbeiten an der Nidda, e an Ort und Stelle in Aecord gegeben werden sollen. ö Die Zusammenkunft findet nächst der Ilbenstädter Grenze statt. g Assenheim den 12. Juli 1876. Wenck, Bezirksbauaufseher. 1056 Mein großes Lager in Fommerpantoffeln, Assenheim den 12. Juli 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Assenheim. Be st. Morgenschuhen in Lasting mit und ohne Zug empfehle in großer Auswahl und zu äußerst billigen Preisen. Heinrich Diehl, Usagasse 354. —— —— 1 e Liefer Lefer Aff — 2365 Gemein nehmigt festgeseß 1 e 1 Tagen d Rodl Or 3 A 2874 7 in der 6 geführte Chauf Liefert steit Anfah Ass — gibt e als d Aerzt gezen weld Jabt und! bei I. Nau Bud bur bach von! zu he n hiesig, zu sehr 1. Octob 2295 —ů „ Ae 55 ung Teen de I. 1 — * 1 A — * n —* * 2 8 23—— 1 1 e 21119 1 11e U erm 2— „ 17 7 4.2 4 0. — — 1 en,. 5 19 verden. Arbeite— Lergeig rung. 15 Montag den 17. Juli, Sa 9 Uhr, sollen A rA 8 önstade in arbeiten der Nidda in der Gemarkung ecord gegeben werden, welches mit dem Bemerken bekannt gegeben wird, daß die Zusammenkunft nächst der Wickstädter Grenze stattfinden soll. Assenheim den 12. Juli 1876. Wenck, Bezirksbauaufseher. Versteig Arbeits⸗ gerung. 2380 Dienstag den 18. Juli, Nachmittags 3 Uhr, sollen in der Gemeinde Fauerbach b. Fr. nachstehende, zur Reparatur einer Brücke und Herstellung von Gossen⸗ pflaster erforderlichen Arbeiten in Accord gegeben werden: Maurerarbeit, veranschlagt zu 195 M.— Pf., 68 Zimmerarbeit K 5 Materiallieferung D Pflasterarbeit 9 e Lieferung von Pflastersteinen 125 ů— Lieferung von Pflasterkies S Assenheim den 12. Juli 1876. Wenck, Bezirksbauaufseher. 2366 Die am 15., 16. und 23. Juni in hiesigem Gemeindewald abgehaltenen Holzversteigerungen sind ge— nehmigt und erster Abfuhrtag auf Montag den 17. d. M. festgesezt worden. Bemerkt wird, daß bis zum 26. d. Mts. jeden Tag und von da nur an den bestimmten Tagen die Abfuhr des Holzes stattfinden kann. Rodheim v. d. H. am 12. Juli 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim v. d. H. Ja co b. Arbeits⸗Versteigerung. 2374 Dienstag den 18. Juli, Vormittags 9 Uhr, sollen in der Gemeinde Dorn-Assenheim nachstehend auf— geführte Arbeiten in Accord gegeben werden: Chaussirarbeit, veranschlagt zu 91 M. 50 Pf., Lieferung von Chaussix⸗ und Deck⸗ steinen 3 Anfahren derselben 50— Juli 1876. Wenck, Bezirksbauaufseher. Gegen Husten, Catarrhe etc. gibt es kein besseres, angenehmeres und sicheres Mittel als der durch unzählige Anerkennungen von berühmten Aerzten und genesenen Personen aller Stände aus— gezeichnete rheinische Trauben- e welcher allein ächt mit nebig em Fabrikstempel in Flaschen à 1, 1½ und 3 Mark käuflich in Friedberg bei Dr. W. Uloth und C. Görtz, in Nauheim bei Ph. J. Weiß, in Büdingen bei K. Gläser, in Hom⸗ burg bei M. Schmidt, in Butz⸗— bach bei A. Gimbel, sowie gegen Nachnahme direkt von der Fabrik und Herrn Dr. W. Strauß in Mainz zu haben ist. 2388 Assenheim den 12. 369 Unterzeichneter empfiehlt sich im Reinigen von Gettfedern, sowie Waschen der Bettzeuge unter Zusicherung 1 und prompter Bedienung. 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Stamm- und Brennholz zum Schneiden kann zu jeder Zeit angefahren werden unter Zusicherung schneller und sorgsamster Ausführung. Bad⸗ Nauheim im Juni 1876. Hochachtungsvoll Otto Abrie. Tapeten. 1025 Mein reich assortirtes Lager bietet die größte Auswahl zu billigsten Preisen. Friedberg. u: 3 Fliegenfallen Einmachflaschen, Ansetzflaschen, Geléegläser, Bier- und Aepfelweingläser, alle Sorten Porzellan und Steingut billigst bei Friedr. Schaub, Porzellan- und Glaswaaren⸗ Handlung, (H. 61652.) Frankfurt a. M., Weißadlergasse 3. Schirme! Schirme! Schirme! 2887 Nur bis Sonntag Abend dauert der große Ausverkauf im„Steinernen Haus,“ Kaiserstraße. 50, 60, 75 und 80 Pfennig. Ein Weinproducent hat uns den Verkauf seiner Weine übertragen und offeriren dieselben, als 74r Wachenheimer per Flasche ohne Glas 50 Pfennig, „ Deidesheimer„ 5 e„ „ Niersteiner 7„ 7 3„ „ Bordeaux Medoc, 5 5 1580 5 Bei Abnahme von 100 Liter entsprechend billiger. Nur zu haben bei C. Leonhard, Essigfabrikant. C. F. Walz. 2240 musik. umu& uns eg Suns d en% 54 Di ⸗Hodi 15015900118 d 91 ug bound gun gf ud bons 6628 Militär⸗ und Veteranen⸗Verein. J. Ruppel. flug nach dem Ossenbeimer Wäldchen wegen ungünstiger Witterung nicht abgehalten werden konnte, so wird der⸗ selbe, bei günstiger Witterung, Sonntag den(6. er. statt⸗ finden.— Wir laden hiermit wiederholt die Mitglieder, Ehrenmitglieder, Freunde und Freundinnen des Vereins ein. Abmarsch mit Musik, wie berekts bekannt, präeis 2½ Uhr vom Fauerbacher Thore. Der Vorstand. 2362 Nächsten Sonntag den 16. Juli wird bei günstiger Witterung unter den Linden bei J. Möckel in Ziegen⸗ des Härmonie⸗& Tanzmusik stattfinden, wozu freundlichst einladet J Möckel. Bad Salzhausen. 2370 Zu dem Sonntag den 16. Juli stattfindenden Balle laden ganz ergebenst ein Gebrüder Eich, Kurhauspächter. Würfel K Würfelbecher, Schach⸗ und sonstige Gesellschaftsspiele bei Jos. Hoffmann. Neue Matjeshäringe 2368 bei Wilhelm Fertsch. Möbellager von 2 5 Pfeffer, Hof⸗Möbelschreiner, in Friedberg nächst dem Bahnhofe. s Große Auswahl in allen feineren und gewöhnlichen Sorten Möbeln, z. B: Seeretäre, Sopha, Causeuses, Chaiselongues, Clavierstühle, Sessel, Commode, Pfeiler- Schränke, Silber- und Glasschränke, Nähtische, Waschtische mit Marmoraufsatz, französische und deutsche Bettladen, Auszugtische, ovale und runde Tische, Spiegel, Kleider⸗ und Küchenschränke, gewöhnliche Bettladen und Tische, sowie alle Sorten Stühle, von den feinsten bis zu den gewöhnlichsten. Ganze Salon⸗Einrichtungen können in kürzester Zeit nach Zeichnungen bestens ausgeführt werden. HBilligste Preise, reellste Bedienung. 2. 868 Das Neueste in Filz& Seidehüͤten Bierpumpen 2140 zu den billigsten Preisen und sehr solid gearbeitet, Malzdarren, Kühlschiffe, sowie alle sonstigen zur Bierbrauerei erforderlichen Maschinen empfiehlt Friedberg. Karl Reuß, Eisengießerei und mechanische Werkstätte. Ein großer Hund, weiß mit braunen Flecken, auf den Namen Leo hörend, ist mir entlaufen. Indem vor Ankauf des⸗ selben warne, sichere dem Bringer eine M. Ster n, Usagasse. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. 5. Sonntag nach Trinit. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags 10 Uhr: Herr Candidat Seriba. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirche: Belohnung. 2390 Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 29). 2266 Da der auf Sonntag den 2. er, beabsichtigte Aus⸗ Philippi's Felsenkeller.“ 2377 Sonntag den 16. Juli Harmonie⸗ und Tanz⸗ — nicht pf wirkt h srasen. (8. 65 erfolgt, die Ver der Gef von den deßhalb Bette heilen