1876. rt. ut 111 wollenen un 4 Mar did, Nläsche mm emden, e K. Friedrich. Mark * 5 dane u dn. Auschn 1 ä— Dienstag den 14. November. M. 135. Oberhessis 1 * 15 F ** U * er Anzeiger. Die Petitzeil wird mit 11 Pfennig berechnet. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publiciren: Nr. 46. sub 1. Verordnung, Friedberg den 10. November 1876. die Vorbereitung zum Staatsdienste im Jufliz- und Verwaltungsfache betreffend. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publicirt worden: Nr. 22. Bekanntmachung, betreffend die Ernennun setzung der Zweithalerstücke und Eindrittelthalerstücke deutschen Gepräges. Seite 221. au der Bevollmächtigten zum Bundesrath. Seite 217.— Nr. 23. Bekanntmachung, betreffend die Außercours— Betreffend: Die Erbebung der Abgaben für öffentliche Darstellungen und Belustigungen ꝛc. Friedberg den 10. November 1876. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Die im§ 59 der Gewerbe-Ordnung bezeichneten Gewerbetreibenden (Vergleiche pos. 7 der dem Ministerial⸗Amtsblatt Nr. 3 von 1871 haben, bevor sie ihre Productionen 1c. beginnen dürfen, zunächst bei dem Kreisamt des Kreises, in welchem dieselben stattfinden sollen, einen Legiti— mationsschein zu erwirken, durch welchen sie sich darüber ausweisen, daß sie zu dem darin angegebenen Gewerbebetrieb(Aufführen von Mustk, Schaustellungen, theatralischen Vorstellungen und sonstigen Belustigungen auf Straßen ꝛc.) in dem betreffenden Kreise von der höheren Verwaltungs- behörde überhaupt zugelassen sind,— dann unter Vorlage dieses Legiti— mationsscheines die Erlaubniß der Ortspolizeibehörde desjenigen Ortes, an welchem sie ihre Productionen beabsichtigen, nachzusuchen,— und wenn sie diese erlangt haben, eine auf das entsprechende Stempelpapier aus- gefertigte Bescheinigung des Kreisamts darüber einzuholen, daß sie die vorgeschriebene Abgabe(welche entweder für jede Woche mit 8,60 Mark oder für jeden Tag mit 1,30 Mark erhoben wird) entrichtet haben. beigefügten Anweisung zur Ausführung des Titel III. der Gewerbe-Ordnung, den Gewerbebetrieb im Umherziehen betreffend.) Wiederholt machen wir Sie, wie dies schon in unseren Ausschreiben vom 24. Januar 1873, Nr. 11 des Kreisblattes, und vom 7. März 1874, Nr. 30 des Kreisblattes geschehen ist, auf pünktliche Einhaltung dieser Bestimmungen aufmerksam, gegenfalls wir zu schäferen Maßregeln wegen Nichtbeachtung der Vorschrift genöthigt wären. Wenn auch die betxeffen— den Gewerbtreibenden Ihnen das vorgeschriebene Stempelpapier vorlegen, sind Sie doch nicht ermächtigt, solches zu der von uns auszufertigenden Bescheinigung zu verwenden, haben vielmehr die Gewerbtreibenden zu diesem Zwecke an uns zu verweisen. n Bekanntmachung. Die Martini l. J. schuldigen Gefälle an Zeit- Brief- und Fischereipacht, sowie an Beiträgen der Gemeinden zu den Forstdienerbesoldungen müssen binnen 14 Tagen an den bestimmten Zahltagen Dienstags und Donnerstags, Vormittags von 8 Wir ersuchen die Großherzoglichen Bürgermeistereien, obigen Termins die Mahnung erfolgt. Friedberg den 10. November 1876. ot—12 und Nachmittags von 2—5 Uhr an das unterzeichnete Rentamt bezahlt werden. dieses im Interesse ihrer Ortsangehörigen mit dem Bemerken bekannt machen zu lassen, daß nach Ablauf Großherzogliches Rentamt Friedberg. Stk ie Deutsches Reich. Darmstadt. Der Abgeordete Dumont hat einen Antrag auf Erlaß eines Gesetzes zum Schutz der Säuglinge und der in Pflege gegebenen kleinen Kinder eingebracht. Die„Darmst. Ztg.“ erfährt jedoch, daß sich die Regierung bereits vor Ein- langen des Antrages mit der Regelung dieser Frage beschäftigt und die Absicht hat, den Ständen in der Kürze einen deßfallsigen Gesetz-Entwurf zugehen zu lassen. — Am 4. November wurde der Bauaccessist Schöneck aus Worms zum Kreisbaumeister in Erbach, der Revisor Müller zum Revisor bei der 1. Justifikaturabtheilung der Oberrechnungskammer, am 6. November der Kreisassessor zu Dieburg, Emmerling, zum Oberdomänenrath, der Registrator Strein zum Oberdomänensekretär und der Ober— Steuersekretär Dr. Franck zum Oberrechnungs- Sekretär, sämmtlich bei der Oberforst- und Domänendirektion ernannt. Gießen, 9. Novbr. Gestern hat hier eine Versammlung der conservativen Partei des Groß- berzogthums Hessen behufs der Reichstagswahlen gattgesunden. Die Versammlung war dem Ver— mebmen nach zahlreich besucht von Theilnehmern aus Oberhessen und Starkenburg, während, so viel wir wissen, Rheinhessen nicht vertreten, aber auch nicht eingeladen war. Naturgemäß waren die wir recht berichtet, so wird in Kurzem„eine Aysprache an das hessische Volk“ erlassen werden. Es dürfte übrigens mit diesem ersten Auftreten der Partei mehr ihrer Organisation gelten, als der Erwartung, schon dieses Mal zu siegen. Mainz. Dem„Mainz. Journal“ zufolge hat die Staatsbehörde gegen die Entscheidung des Obergerichts, wodurch die Competenz des Bezirksgerichts in der Klage gegen Bischof Ketteler verworfen wurde, Appellation erhoben.— Das „Mainzer Journal“ macht auf den auffälligen Widerspruch aufmerksam, der darin liegt, daß den Zeitungen bei Strafe verboten ist, Anzeigen von nicht speciell genehmigten Lotterien in ihre Spalten aufzunehmen, während die kaiserliche Post gegen die übliche Postgebühr von 3 Pfennigen ganze Ladungen von Circularen der verschiedenen Haupt- und Unter⸗Collecteure weiter befördert. Berlin. Wie die„Post“ hört, ist der Ober— Präsident von Schlesien(welcher bekanntlich wegen der Verurtheilung seines Schwagers, des Grafen Harry von Arnim, um seine Entlassung nachgesucht hat) mit einem Urlaub von 3 Monaten nach Boitzenburg abgereist. — Der„Post“ zufolge ist die Versicherung des„Moniteur“, daß Preußen bereits eine officielle Zusage hinsichtlich der Betheiligung an der Pariser Welt⸗Ausstellung gegeben habe, irrig. Auch eine und ist bereits nach Belgrad abgereist. Berliner Abend-Zeitungen nennen außer Obigem auch den Oberstlieutenant v. Seebeck als zweiten Militär⸗ Bevollmächtigten und als dessen Reiseziel Widdin. — Die neue Organisation des Reichskanzler- Amts darf nun auch vom Reichstag als voll— zogen betrachtet werden. Es ist kaum anzunehmen, daß sich in dritter Lesung überhaupt noch Be— denken dagegen erheben möchten. Die neuen Ein- richtungen werden sofort nach Schluß der Etats Berathung in Angriff genommen werden, da sie mit dem 1. Januar k. J. schon in das Leben treten sollen. Als Staatsseeretär der Justiz wird nach wie vor der jetzige Unterstaatsseeretär im preußischen Justizministerium, Dr. Friedberg, ge— nannt. Ebenso wird die neue Abtheilung für Finanz Angelegenheiten, an deren Spitze als Director der Geheime Oberregierungsrath Michaelis berufen wird, ihre Thätigkeit mit dem 1. Januar beginnen. Dieselbe wird sich zunächst der Auf— stellung des neuen Reichshaushalts Etats für das Jahr vom 1. April 1877 bis 31. März 1878 zuzuwenden haben. Dieser Etat soll etwa um die Mitte des Januar an den Bundesrath gelangen und, wie bekannt, die Hauptarbeit der Frühjahrs- Session des Reichstags bilden, da der Etat vor dem 1. April festgestellt sein muß. Dresden. Das„Dresdener Journal“ ent- Meisten aus Oberhessen. Es wurden die Prineipien vorläufige Notification ist nicht erfolgt, weil weder hält eine Verordnung des Ministers des Innern, der Partei im Unterschiede von den anderen Par ⸗ im preuß. Staatsministerium noch innerhalb der wodurch den Behörden bekannt gegeben wird, daß eien besprochen und für die einzelnen Wahlkreise von Reichsbehörde eine Beschlußfassung stattgefunden hat. Oberhessen und Starkenburg Candidaten für die Reichstagswahlen festgestellt; z. B. für den Kreis Hießen Zimmer, für Lauterbach-Alsfeld Graf Lau- ach, für Friedberg Advokat Curtman u. s. w. Sind — 11. Nov. Zum deutschen Militär-Bevoll⸗ mächtigten bei der Commisston zur Herstellung der Demarcationslinie wurde Oberstlieutenant Mantey die Neuwahlen zum Reichstage unmittelbar nach Ablauf der gegenwärtigen Legislatur-Periode statt— finden sollen; die Ausstellung der Wahllisten sei derart zu beschleunigen, daß die Auslegung der- vom Generalstab des fünften Armeecorps ernannt selben in der ersten Woche des Dee. erfolgen kann“ Posen. Cardinal Ledochowski hat unterm 2. Sept. einen Hirtenbrief erlassen, der aber erst Ende Oct. an die Geistlichkeit des Erzbisthums Gnesen⸗Posen abgesandt worden ist. Etwa 15 Exemplare desselben sind von staatsfreundlichen Geistlichen der Behörde freiwillig eingesandt worden. Frankfurt. Die bevorstehende Reichstags Wahl wird lebhafter denn je eine in Frankfurt werden. Neben den großen Parteien, National- Liberale, Fortschritt, Demokratie und Social Demokratie, werden sich auch— zum ersten Mal — die Klerikalen als solche an dem Kampfe be⸗ theiligen; einen eigenen Candidaten dahier durch zubringen, hält man sich indeß noch für zu schwach. Die Social-Demokraten entwickelten bereits eine große Thätigkeit, namentlich in den Land- Gemein- den, da sie der hiesigen Wähler ihrer Partei be- reits sicher zu sein scheinen. Würzburg. Bei der Neuwahl für die bayerische Abgeordneten Kammer erfochten die Liberalen einen großen Sieg. Es wurden 61 liberale und nur 19 ultramontane Wahl Männer gewählt. Auch Schweinfurth wählte liberal. Ausland. Oesterreich⸗- Ungarn. Pest, 11. Nov. Ju der heutigen Sitzung des Abgeordneten-Hauses forderte Simonyi umfassende systematische Vorlagen über die orientalische Frage und richtete an die Gesammtregierung die Anfrage, ob sie geneigt sei, noch vor der Budget-Berathung solche Vorlagen einzubringen, damit das Parlament seine Mein- ung darüber ausdrücke. Pola, 10. Nov. Das Kasemattschiff„Don Juan d' Austria“ geht morgen nach der Levante, die Corvette„Donau“ wird ihm nachfolgen. Frankreich. Paris. Dem Vernehmen mittelbar nach dem Zustandekommen des gegen- mächte ossiciell mitgetheilt, daß die Türken trotz wärtigen Wuffen⸗Stillstandes ergriff England die der Petersburger Conferenz⸗Beschlüsse Explostons⸗ Initiative zu einer Conferenz, woran alle Mächte Geschosse verwenden. Eine Tscherkessen-Abtheilung Theil zu nehmen versprochen haben. Alle Staats- plünverte am 8. Nov. trotz der Waffenruhe die männer glauben, daß der auf der Conferenz her- Ortschaft Tabakovat.— Der serbische und der beizuführende Friede seine beste Garantie in der türkische Vertreter in der Demareations⸗Commission Aufrechterhaltung der bestehenden Verträge finden erhielten eine consultative Stimme. werde, in Anbetracht, daß die Integrität der Rumänien. Bukarest. Der Minister ver⸗ Türkei nur erzielt werden könne, wenn die Be- sprach dem Senate in einigen Tagen die diplo⸗ völkerung unter einer auf ihr Wohl bedachten matische Correspondenz vorzulegen. Regierung lebe. Redner bofft, daß diese Resultate— 11. Nov. Auf Antrag des Kriegsministers obne Krieg zu erzielen seien. Aber wenn Krieg hat die Kammer genehmigt, daß die Reserven entstehe, so sei England durch seine großen Hülfs- länger, als das Gesetz betreffs der Heeres-Ueb⸗ quellen besser als andere Staaten dafür vorbereitet. ungen vorschreibt, bei den Fahnen behalten werden. England wird nur für eine gerechte Sache Krieg Rußland. Petersburg, 10. November. führen. Wenn der Kampf aber einmal ausge- Trotz des Waffen Stillstandes werden von der brochen, kämpft England, bis der Gerechtigkeit Regierung bedeutende Munstions- und Proviant⸗ Genüge gethan ist. Lieferungen abgeschlossen und aus dem Innern — 11. Nov. Der„Morning Post“ zufolge Rußlands bedeutende Truppen Massen herange- ging die Anzeige von der officiellen Annahme der zogen. Auch findet andauernder Zuzug von Frei- englischen Conferenzvorschläge Seitens Rußlands willigen nach Serbien statt. am Donnerstag bet dem englischen auͤswärtigen— 11. Nov. Dem„Golos“ zufolge empfing Amte ein. Marquis Salisburth begebe sich wahr- der Kaiser gestern in Moskau die Vertreter der scheinlich über Wien zur Conferenz nach Con- Stände. Er hielt dabei eine Rede, in welcher stantinopel.— Das Beiblatt der amtlichen er fagte, daß er während des ganzen Verlaufs „London Gazette“ veröffentlicht eine Depesche Lord seiner Regierung bemüht gewesen, für die Christen Derby's an den Botschafter in Petersburg Lord im Orient zu erlangen, was Recht und Gerechtig⸗ Loftus vom 30. October, worin bestätigt wird, keit erforderten. Leider hätten seine friedlichen daß der Vorschlag bezüglich der Oecupation Bos Bemühungen keinen Erfolg gehabt; jetzt trete die niens und der Herzegowina durch Oesterreich und Conferenz in Constantinopel zusammen und werde Bulgariens durch Rußland, sowie einer Demon. Rußland dort seine Forderungen aufrecht erhalten. stration der europäischen Flotten vor Constantinopel Sollten dieselben sich nicht verwirklichen, werde von Rußland ausgegangen und gleichzeitig an die Rußland gezwungen sein, die Waffen zu ergreifen. Cabinette von Wien und London mitgetheilt Er zähle dann auf die Unterstützung seiner Unter- worden ist. thanen. Diese Rede wurde mit enthustastischen Spanien. Madrid, 11. Nov. Heute Hurrahs aufgenommen. fand hier ein feierliches Hochamt zu Ehren der Aegypten. Kairo, 10. Nov.„Reuter's ü Graf Chaud i a. 3 5 e b e statt. Die ehemaligen Freunde wohnten demselben bei. stantinopel ernannt, deren Zusammentritt wahr- Italien. 1 Rom. Betreffs der Differenz scheinlich noch im Laufe des November erfolge. zwischen der päpstlichen Curie und Bayern aus Chaudordy hätte die Mission angenommen. Anlaß ver Weigerung der ersteren, zwei don der Versailles, 9. Nov. Der Senat nahm bayerischen Regierung erwählte Bischöfe zu be⸗ in erster Lesung das Armee Verwaltungsgesetz an; stätigen, wird versichert, daß in Folge gegenseitiger die Deputirten-Kammer genehmigte das Marine- Aufklärungen der Vatikan dem Nuntius in München Budget. Die Majorität der Senats-Commisston versönliche Instructionen zugehen ließ und nur für die Vorberathung des Gesetzes behufs Ein- die Bedingung stellte, daß die bayerische Regier⸗ stellung der gerichtlichen Verfolgung gegen die ung, nicht vom Concordat abgehe.— Als wahr- Commune Mitglieder sprach sich für Ablehnung scheinlicher Nachfolger des verstocbenen Antonelli dieses Gesetzentwurfes aus wird Cardinal Bilio bezeichnet, doch ist noch — 11. Nov. In der Kammer begann die nichts Definitives darüber bekannt geworden. Discussion über das Budget des Ministeriums der Türkei. Constantinopel, 10. Novbr. auswärtigen Angelegenheiten. Proust(Linke) griff Als Conferenz Ort ist Constantinopel definitiv be. die diplomatische Vertretung Frankreichs an, als stimmt worden. Die Berathung findet zwischen den Bedürfnissen der Situation und den Institu-den Botschaftern und Delegirten statt; die Vor tionen des Landes nicht entsprechend. Decazes berathung mit Ausschluß der türkischen Diplomatie. vertheidigte die diplomatische Vertretung, Madier⸗ Grundlage der Verhandlungen ist der Friedeusschluß Monjeau(radical) beantragte die Aufhebung der mit Serbien und Montenegro, ferner eine neue Ord- Botschaft beim Vatican. Dieser Antrag wird von nung in Serbien, der Herzegowina und Bulgarien. Decazes und Gambetta bekämpft und mit 377— Die Pforte notificirte den Botschaftern den gegen 93 Stimmen verworfen. Schließlich wurde Beschluß, daß sie das Verbot der Einfahrt Nachts das Budget des Ministeriums der auswärtigen in die Dardanellen und den Bosporus provisorisch Angelegenheiten angenommen. auch auf Post-Paketboote aus dehne.— Die Ver⸗ Großbritannien. London. Bei dem sassung wird demnächst publicirt werden. Bankett des Lord⸗Mayors vom 10. Nov. äußerte— Das türkische Panzergeschwader hat seine sich der Premier-Minister Lord Beaconssield folgen- Ankerplätze im Bosporus nicht verlassen. Neuer dermaßen: Der erste Zweck, den die Regierung dings nehmen die Anmeldungen britischer Officiere verfolge, sei die Erhallung des europäischen Friedens. zum Eintritte in die türkische Armee zu. Das beste Mittel dazu sei strictes Festhalten an— Die Pforte gedenkt Oesterreich um tempo⸗ den Verträgen. Der Pariser Vertrag sei keines- räre Oeffnung des Kleker Hafens behufs besserer wegs veraltet, da er ja 1871 feierlich auf der Verpflegung der türkischen Truppen während des Basis der Unabhängigkeit und Integrität der Türkei] Waffen⸗Stillstandes anzugehen. erneuert worden sei. Während des vergangenen— 11. Nov. Es verlautet, die Pforte habe Jahres leitete uns dieses Princip sichtlich, indem] eine ganze Reihe von Einwendungen gegen das wir die Note Andrassy's annahmen und das Conferenzproject erhoben und ihren Botschafter in Berliner Memorandum verwarfen; wir verwarfen London mit deren Geltendmachung betraut. In auch den uns gemachten Vorschlag der Besetzung Wiener diplomatischen Kreisen begreift man nicht, Bosniens und der Herzegowina durch Oesterreichs wie Lord Beaconsfield erklären konnte, alle Mächte und Bulgariens durch Rußland, und die Sendung hätten den Vorschlag wegen der Conferenz ange— der vereinigten Flotten Europa's nach Constantinopel, nommen, da jedenfalls die Entschließung des Wiener weil wir darin eine Verletzung der Integrität der Cabinets noch ausstehe. Graf Andrassy habe sich Türtei erblickten. Englands zweiter Zweck ist die die Erklärung bezüglich der englischen Vorschläge Verbesserung der Lage der Christen. England bis zur Rückkehr von der Beerdigung seiner gestern trat von den Verhandlungen zurück, als verschie⸗ verstorbenen Mutter vorbehalten. dene Mächte den von der Pforte zugestandenen Serbien. Belgrad. Die serbische Re⸗ sünfmonatlichen Waffenstillstand ablehnten. Un- gierung hat den hiesigen Vertretern der Groß- am 9. d. M. verstorbenen Herzogin von Aosta Büreau“ meldet von hier, der Finanzminister sei abgesetzt und verhaftet worden; er werde beschuldigt gegen den Khedive agitirt und conspirirt zu haben. Der Khedive selbst habe ihn abgeholt und zur Haft gebracht und es herrsche in Kairo große Freude. Die internationalen Gerichtshöfe hätten dem Antrage der internationalen Finanz⸗Commisston auf Beschlagnahme der Eisenbahn-Ein nahmen statt⸗ gegeben. Prinz Hussein, Sohn des Khedive, wurde zum Finanzminister ernannt. Amerika. New⸗ Jork, 9. Nov. Nach den neuesten Nachrichten ist die Wahl des repu⸗ blikanischen Candidaten Hayes zum Unionspräsi⸗ denten noch nicht⸗ganz aussichtslos; derselbe dürfte vielmehr mit 1 Stimme Majorität gewählt wer- den, falls das Resultat der Abstimmung in Süd⸗ Carolina, Florida und Louisiana für ihn günstig sein sollte, was nicht unwahrscheinlich ist. — 11. Nov. Den neuesten Berichten zufolge haben mehrere Wahlbezirke zu Gunsten des repu⸗ blikanischen Präsidenten⸗Candidaten Hayes gewählt. Präsideat Grant hat Befehle zur Aufrechterhaltung des gesetzlichen Verfahrens und zur Verhütung von Wahl ⸗Fälschungen erlassen. Aus Stadt und Land. Vilbel. Die am Donnerstag stattgehabte Abstimmung für oder gegen Communalschule ergab 12 Stimmen dafür und 15 Sümmen dagegen. Wie der„Vilb. Anz.“ hört, soll dieser Beschluß nicht im Sinne des größeren Theils der hiesigen Bürgerschast ausgefallen sein. Nach 3 Jahren kann erst wieder von Seiten eines Schul⸗ oder Gemeinde⸗ Vorstands-Mitgliedes ein Antrag auf Abstimmung über diesen Gegenstand gestellt werden. Gießen. Die hiesige Polizei entwickelt eine lobens⸗ werihe Thätigkeit in Revidirung der Lebensmittel und es wird die auffallende Mittheilung gemacht, daß, mit Ausnahme von 4—5, bei sämmtlichen hiesigen Metzgern verdorbene Wurst vorgefunden und confiscirt wurde. Das Publikum kann nur mit Dank den weiteren Untersuchungen entgegensehen. Mainz. Der Mörder Paul August Koche aus Zerbst, welcher bekanntlich in der Nacht vom 27. bis 28, Oktober sein: Geliebte Kiberte Freisinger auf so schändliche Weise ermordete, ist den Mittheilungen der Behörde zufolge ein vor längerer Zeit aus dem Zuchthause zu Halle ent⸗ sprungener Sträfling. Der Mörder ist sogar verheirathet und hat in seiner Heimath Frau und Kinder in Armuth hinterlassen. Allerlei. Neustadt ua. d. H. Der erste Act eines Dramas durchbebt alle Seclen, unserer Stadt und erschüttert mehrere Familien. Die Personen sind: ein Mädchen in Weidenthal, welches krank darnieder liegen soll, ein Wirth —— schaste ——— K 0 lischer auf gegen berei vorst 1 des 3001 3594 Abts von Haardt und ein Arzt von hier, die verhaftet und bereits nach Frankenthal abgeführt worden sind. Cöln. Der Thierschutzverein zu Cöln hat beschlossen, für den kommenden Winter fünf große Futterplätze für die Vögel theils in, theils außerhalb der Stadt einzu⸗ richten und die Volksschullehrer des Regierungsbezirks zu ersuchen, bei ihren Zöglingen nach besten Kräften für die Erhaltung und Schonung der kleinen gefiederten Geschöpfe zu wirken.—(Hoffen und wünschen wir, daß dies aller⸗ wärts Nachahmung findet. Die Red.) Essen. Die„Ess. Volkszig.“ enthält folgende An⸗ zeige:„Durch die glückliche Geburt des zwanzigsien Kindes wurden erfreut Schönfärber Stein und Frau. Essen, 5. Nov. 1876.“ Amberg, 7. Nov. Der Veranlasser des großen Brand— t Nalnn* unglückes, welches das Städichen Neunburg im August 7, 0 Nes, el. heimsuchte, Schreiber Georg Prunner, stand heute vor dem u e e denber. Schwurgerichte. Derselbe war wegen Trunksucht und Un⸗ — Aden den der brauchbarkeit vom Magistrat Neunburg entlassen worden. Anf tedian Er wurde zu 15 Jahren Zuchthausstrafe verurtheilt. dn. 1 Emden. Am 5. d. M. wurde die jetzt fertige neue - Nußcn Iakrn Cisenbahndrücke über die Ems bei Weener von einem 5 range. schweren Sandzuge, mit vier Lokomotiven bespannt, probe weise befahren. Es stellte sich bei dieser ungewöhnlichen Belastung des großartigen Bauwerks nur eine Senkung von einem Zoll heraus. Diese Brücke und die Bahn von 1 5 tapfnz Ihrhove nach Neuschanz werden künftig auf kürzestem Derneter der Wege den Güterverkehr zwischen den großen Seehandels— de, 1 dul plätzen Hollands und Norddentschlands vermitteln. Wien, 10. Nod. In Anwesenheit des Kaisers, der Erzherzö e Rainer, Wilhelm und Karl Ludwig, fast sämmt⸗ licher Minister, der Diplomatie, der Vertreter der Kunst und Wissenschaft, sowie eines sehr zahlreichen Publikums fand heute Mittag die Enthüllung des Schiller-Denkmals statt. Der Kaiser erschien um 12 Uhr, von tausendstim— migen Hochrufen begrüßt. Nachdem Ludwig August Frankl die Festrede gehalten, wurde die Schenkungs⸗Urkunde ver— lesen, welche Bürgermeister⸗Stellvertreter Newald entgegen— nahm. Hierauf wurde nach Anstimmung eines Festchors das Denkmal vom Kaiser und sämmtlichen hohen Herr⸗ schaften besichtigt. Der von den Studenten anläßlich der Enthüllung des Schiller-Dentmals dargebrachte Fackelzug war sehr glänzend; eirca 1000 Fackeln und 100 Lampione befanden sich im Zuge. Beim Schiller⸗Platze wurde ein kurzer Festspruch gehalten. Trotz anhaltenden Schneefalls gab das Publikum große Theilnahme kund. Rom, 9. Nov. Das Begräbniß Ankonelli's ist gestern früh in aller Stille vollzogen worden; heute fanden die Exequien in det Kirche Sta. Maria Transpontina stait. Der päpstliche Adel, die Diplomaten nahmen theil, die Bevölkerung verhielt sich gleichgültig. Die von Anfonelli bekleideten Aemter werden vermuihlich getheilt, und u. A. Kardinal Mertel Präsect der apostolischen Paläste werden. Das Testament ist bis jetzt noch nicht aufgefunden. Der Nachlaß soll weit über 50 Mill. betragen, die großentheils Verwandten zufallen. Handel und Verkehr. Grünberg, 11. Nov. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte beiragen: Waizen M 12.15, Korn M. 10.58, Gerste M. 8.78, Hafer M. 7.88, Erbsen M. 9.25, Samen M. 17.—, Kartoffeln M.—. Die Preise verstehen sich sämmtlich pr. 50 Kilo= 100 Pfund. Frankfurt, 10. Nov. Fruchlbericht. Mehl Nr. 1 M. 40., Nr. 2 M. 36., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28., Nr. 5 M. 22. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26., do. II.(Berliner Marke) M. 21., Weizen eff. bies. M. 24.75., fremder je nach Qualität M. 19—22., Korn M. 17.25 bis 19.25., Gerste M. 18—19., Hafer M. 16-19. Kohlsamen M. 36., Erbsen M. 21—24., Wicken M. 19., Linsen M. 21—30., Rüböl M. 78. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht— 100 Kilo. Frankfurt, 11. Nov. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war gut befahren. Heu kostete per Centner je nach Qualität M. 5.—6.50., Stroh per Ceniner M. 5.—5.60. Butter 1. Oual. im Großhandel das Pfund M. 1.10, 2. Qual. M. 1.—., im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.30, 2. Qual. M. 1.10. Eier das Hundert M. 6.—. Kartoffeln per 200 Zoll⸗-Pfund M. 5—6. Ochsenfleisch das Pfund 70 Pf., Kub- und Rindfleisch 60 Pf., Hammelfleisch 63 Pf., Kalbfleisch 65 Pf., Schweinefleisch 80 Pf. — Mainz, 11. Nov. Producter-Markt. Walzen per Nov. 21.55 per März 22.45. Korn per Nov. 16.55 per März 17.10. Hafer per Nov. 17.40, per Mälnz 17.70. Rüböl per Mai 37.30. Marburg, 11. Nov. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.15— 1.30. Eier pr. Stück 7 bis 8 Pf. Käse pr. Stück 8— 12 Pf. Hähnchen pr. Stück 50— 70 Pf. Hasen pr. Stück M. 3—3.70. Gäuse pr. Stück M. 3—5. Weiskraut pr. Kopf 5— 10 Pf., das Hundert M. 5—7. Aepfel 5—10 Stück 10 Pf. Zweischen pr. Pfd. 20 bis 25 Pf. Nüsse 100 Stück 40, Pf. Auszug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Getraut: 8. Nov. Benjamin Adler, Metzger aus Fauerbach und Sprinz Schiff aus Ober⸗Erlenbach. Geboren: 31. Oet. Dem Fruchthändler Simon Strauß ein Sohn— 3. Nov. Dem Glaser Emmerich Mylius eine Tochter- Gestorben: 5. Nov, Elisabetha Ulrich, geb. Weiffert, Ehefrau des Christian Ulrich I., 75 Jahre alt. 7. Nov. Kunigunde Dorothea Wilhelmine Waas, geb. Reuß Ehefrau des Johann Wilhelm Waas, 29 Jahre alt. 7. Nov. Regine Diehl, Wittwe, geb. Mühling, Ehefrau des Adam Diehl, 86 Jahre alt. Geld ⸗Cours. Frankfurt am 11. November 1876. 20-Frankenstücke 5 Mk. 16 24—28 Englische Sovereigns 8„ 20 33.—38 Russische Imperiales.„ 16 70—75 Holländische fl. 10-Stücke„ 816 65 G. Ducaten. e 1 9 71—76 Ducaten al marco 8 75 9 67—72 Dollars in Gold g 8 416 19 Kapitalausleihung. Gegen Ende Januar 1877 liegen in der hiesigen katho⸗ lischen Kirchenkasse 450 Mark, die unter Umständen auch auf 1000, 1600 und 2000 Mark erhöht werden können, gegen hinreichend gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen bereit und können deßfallsige Gesuche bei dem Kirchen- vorstande oder dem Unterzeichneten eingereicht werden. Vilbel am 4. November 1876. Der Rechner des katholischen Kirchenfonds zu Vilbel mit Kloppenheim. 355 Riesinger. 56 * Holz⸗Versteigerung. 3595 In dem Gräflichen Revier Wickstadt, Distrikt Abtswald, Hasenzahl und Dachsbau, werden versteigert: Donnerstag den 16. l. M. 30 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 20 5 Eichen⸗„ a 50— Buchen⸗Prügelholz, 22213 50 5 Eichen⸗ 5 87 9 5 Nadel⸗ 10 4 56 1 Buchen⸗Stockholz, ine u. 76 5 Eichen⸗„ 1 Strichten zuselgt 12 5 gemischt„ ben des uch. 20 7 Nadel⸗ * Il. 160 7 Buchen⸗Reisholz, b bee ge 400 47507 Eichen⸗Reisholz, „ Wrhechterballunz 1500 Wellen Nadel-Reisholz. „Aerbütung ten! Zusammenkunft am Forstgarten und Anfang der Ver⸗ 11 steigerung Morgens präels 9 Uhr. Wickstadt den 9. November 1876. n — ö Gräfliche Oberförsterei Assenheim. 2 rand. Schall a s. 1 d Hofraithe-Versteigerung. 1 3636 Dienstag den 21. November d. J., Vormittags g 11 Uhr, soll in hiesigem Nathhause die nach beschriebene, zu dem Nachlasse der verstorbenen Bernhard Otto 6¹ Wittwe gehörende Hofraithe nochmals öffentlich meist— wlietend versteigert werden. s t ! Gemarkung Friedberg. malt e Flur. Nr. Klftr. 14 5 W 2. 525. 7,2. Hofraithe in der Judengasse. 161, Friedberg den 11. November 1876. n e, Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. a wunde. Fo uc ar. 1 Faselochs⸗Versteigerung. 3628 Mittwoch den 15. d. M, Nachmittags 1 Uhr, soll iim hiesigen Gemeindehause ein zur Zucht untauglicher, Jahre alter, sehr gut gehaltener Faselochs versteigert werden. Södel am 11. November 1876. Wen bc ee Söoͤdel. 2. Ein ordentliches Dieustmädchen wird auf sogleich oder Peterstag gegen hohen Lohn in eine kleine Familie gesucht. Näheres bei der Experitlon des Anzeigers. 3591 Obligations-Verloosung. 3633 Mittelst Verloosung ist die Partial-Obligation Nr. 4 der Gemeinde Kaichen auf den 31. Dezember d. J. zur Rückzahlung bestimmt; unter dem Anfügen, daß mit diesem Tage deren Verzinsung aufhört, wird der Inhaber derselben aufgefordert, gegen Rückgabe der Schuldurkunde nebst zugehörigen Coupons deren Betrag zur Vexfallzeit bei der hiesigen Gemeindekasse in Empfang zu nehmen. Kaichen am 10. November 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Kaichen. Weitzel. .** Submission. 3637 Die zur Herstellung des Kirchendaches zu Weckes⸗ heim erforderliche Dachdeckerarbeit, im Betrage von 292 Mark, soll auf dem Wege öffentlicher Submission vergeben werden und wollen Lusttragende für genannte Arbeit ihre Submission nach Angeboten in Procenten versehen, versiegelt und portofrei bis zum 25. November dieses Jahres bei Großherzoglicher Bürgermeisterei Weckes— heim einreichen. Assenheim den 12. November 1876. Wensck, Bezirksbauaufseher. 3576 Von der Kirche zu Groß-Karben können sofort 600 bis 700 Mark gegen Hypothek ausgeliehen werden. Für den Kirchenvorstand: Sartorius, Pfarrer. 3622 Alle Sorten feinschmeckende 5 Kaffee's versenden in Quantäten von 5 Ko. aufwärts zu den Engros-Preisen gegen Einsendung des Betrages, oder unter Postnachnahme franco. Bestellungen bitten wir ungefähre Angabe der Sorte und des anzulegenden Preises beizufügen. Nichteon⸗ venirende Sorten werden bereitwilligst umgetauscht. C. Mettenheimer Clemens Nachfolger, Café en gros, in Frankfurt a. M. Emil Beek 19 Neue Kräme 19. (92/ XI) Corsetten für Damen und Kinder, Pariser Fabrikat. S Tournuren nach neuester Fagon. Costüme für Kinder. — Unterröcke esteppt— gehäkelt— Flanell— P 3619 Es ist wissenschaftlich festgestellt, dass Cacao als Nahrungsmittel von unschätzbarem Werthe, dass eine reine unverfälschte Chocolade das gesundeste Getränk ist! Die Stollwerek'sche Hof- Chocoladen- Fabrik in Cöln haftet jedem Consumenten ihrer mit Stempel und Siegel ver- sehenen Chocoladen für absolute Reinheit; ihr Product wurde auf der Weltausstellung zu Wien im Jahre 1873 als das vorzügliehste von 137 Concurrenten prämiirt und ihr Etablissement zur Kaiserlichen Hof-Chocoladen-Fabrik, der einzigen im deutschen Reiche, ernannt. Auf der Welt- ausstellung in Philadelphia erhielt die Fabrik neuerdings die Preis-Medaille. ö Die Chocoladen sind in den meisten grösseren Geschäften vorräthig; Aufträge von Privaten werden nur nach Orten von der Fabrik ausge- führt, wo sich keine Verkaufs-Niederlagen befinden. Küferwerkzeug⸗Versteigerung. 3632 Freitag den 17. d. M. läßt die Unterzeichnete in ihrer Behausung verschiedenes Küferhandwerzeug gegen baare Zahlung versteigern, nämlich: 3 Fügpflöcke verschiedener Größen, 2 englische Schraubenfaßzüge, sowie Rauhbänke und sonstige Gegenstände zum Küferhandwerk gehörend. Assenheim den 10. November 1876. Küfer Drauth Wittwe. Pariser Modelle. Anfertigung nach Maaß nach diesen Modellen. Hütchen für Kinder in Piqués— Filz— Cachemire und Seide. Tragmäntel in Piqués— Cachmire, weiß und farbig. Damen⸗Morgen-Röcke und Unterröcke in Englisch⸗Filz, welche sich durch ihre Leichtigkeit auszeichnen. Für Restaurant und Familie! Der nach den neuesten medicinischen Lehren 16 über diütetische Gesundheitspflege bereitete, 1 vielfach preisgekrönte und durch seinen enormen Absatz berühmte ärztliche Magenbitter gen. Lestomac von Dr. med. Schrömbgens, prakt. Arzt in Kaldenkirchen, wird von den bedeutendsten Professoren der Medicin und Chemie der größten, deutschen Universitäten als, ange— nehmer und gesunder Liqueur empfohlen. Zu haben in Friedberg bei Herrn W. Bernbeck, in Nauheim bei Philipp J. Weiß. 2783 useaqaeun& uepplaezun 0 des Volksbildungs-Vereius öffentliche Vorträge stattfinden, zu welchen Jedermann freien Zutritt hat. 1876. November 17. Vortrag des Herrn Reallehrer Würth über: Für 1877 0 Die Rose, historisch⸗botanische Skizze. Hofgerichtsadvocat . 0 24. Vortrag des Herrn Lehrer Rasch von Lauter⸗ bach über: Die Geologie des Vogelsbergs mit Beziehung auf die der Wetterau. Vortrag des Herrn Reallehrer Klein über: Messung der Geschwindigkeit des Lichtes. Zweiter Vortrag über diesen Gegenstand. December 1. 5 8. Weitere Bekanntmachungen bleiben vorbehalten. Gelanntmachung Friedberg. 3630 In diesem Winter werden im biesigen Ratbhaussaale— zunächst an den unten bezeichneten Tagen, Abends 8 Uhr beginnend— folgende haben Vorträge zugesagt die Herren: Curtman: Thema vorbehalten. Professor Dr. Diegel: Thema vorbehalten. Seminarlehrer Dr. Heid über: Das Auge. Professor Dr. Köhler über: Die sociale Bedeutung des Sonntags. Medicinaltath Dr. Lorenz: Ueber die wichtigeren Ursachen des Erkrankens und die Möglichkeit ihrer Vermeidung. Dr. med. Wagner: Ueber Darwinismus. Der Vorstand des Volksbildungs⸗Vereins. Musikverein in Friedberg. Concert Sonntag den 19. November, Abends 7½ Uhr, im Saale des Hotel Trapp unter gefälliger Mitwirkang der Herren W. Becker, Friedrich Jäger aus Frankfurt und Seminarlehrer Link von hier. Programm in nächster Nummer. C. Kalbfleisch, Kürschner, 3594 empfiehlt zur bevorstehenden Saison sein ö Pelzwaaren Lager. Filz-, Seidenhüte und Kappen a in größter Auswahl. Eigenes Fabrikat, reelle Bedienung, 8 3638 billige Preise. 101 ne vielen verehrlichen Kunden in Oberhessen diene zur Nachricht, daß ich folgende 1 7 f 7 eign en Wen Weihnachts-Geschenken dagen el ligen Preisen zurückgesetzt babe. 100 Cm. breit schwarzen feinen Cachemire à M. 2.— per Meter. Double, von M. 2.50„ 3 6 58 8 à M. 1.30 per Meter an. 1 7 7 7 rein woll. schweren Popeline ö . 75 Serge 0 à M. 2.— per Meter an. 9„ Rips& Serge 9 von M. 1.— per Meter an. [J und gestreifte Serge in Tuchblau von M. 1.— per Meter an. ] Beige(gute Waare) von M.— 80 Pf. an. schottisch[] Plaidstoffe(schwer) von M.— 75 Pf. an. schottisch[ Plaldstoffe(schwer) von M. 1.50 an. Hemden und Kleiderlama(bestes Fabrikat) à M. 2.20. rein leinene Taschentücher von M. 4 80 an per Dutz. 150% Cm große schwere Tricotdecken von M. 3.— an per Stück. 18%30 Cm. große extraschwere Tricotdecken von M. 5.— an per Stück. Darmstadt. F. W. Rabenau. Die Preise sind so billig gestellt, daß ich nur gegen Nachnahme versende, tausche jedoch Nichtconvenirendes bereitwilligst um.(112/ XI.) Polidlinit für Houldtalte. 3555 Für unbemittelte Hautkranke bin ich täg⸗ allen moderner arben. Bestellungen von Mark 20.— an franco. wog znan aun 30 Lubb nz Versteigerung. B des Anzeigers. 13603 Feinsten 9 1 3624 Montag den 20. November, Morgens 10 Uhr, läßt Unterzeichneter 2 Kühe, 3 trächtige Mutterschweine, 1 Springer, 1 Wagen, I Schaufelpflug, 1 Spigpflug, 1 Kartoffelpflug, 1 Egge, 120 Centner Stroh(gedroschen), 40 Cen iner Heu, 100 Centner Dickwurz, 50 Master Karloffeln, ein Schmiedegeschirr, sowie allerlei Haus— geräthschaften öffentlich meistbietend versteigern Burg⸗Gräfenrod. Karl Boerner. Für Hautleidende. Hautausschläge aller Art, besonders aber Salzfluß an den Füßen, trockene und nässende Flechten, Grindaus— schlag, Haar- und Juckflechten, heilt, laut vielen Aner— kennungen, selbst in den hartnäckigsten Fällen, bei genauer brieflicher Mitthellung C. A. Gabler, Apothecker in Passau 3621(rüher Arnstein). Eine zuverlässige Frau 3634 sucht Stelle als Haushälterin, am liebsten auf's Land. Näheres zu erfragen bei Schreinermeister Staubi, Kirchgasse. lich(Sonntags ausgenommen) von 12½—1 ½ unent⸗ geltlich zu sprechen: Friedberger Landstraße 57, 1 St.— Meine übrigen Sprechstunden wie bisher von 8-9 und 2—3, Jahnstraße 42. Frankfurt a. Main, November. 1876. (8133) Dr. Herxheimer. 3578 Ein Mann sucht Beschäftigung im Schreiben, als Magazinier oder Aufseher, auch im Austragen von Rechnungen ze. ze. Näheres bei der Expedition des Anzeigers. 3585 Zweispänniger, fast neuer Landauerwagen mit Hemmvorrichtung zu verkaufen. Näheres bei Herrn Capitain, große Eschen⸗ heimerstraße 41, Frankfurt a. M. Mehrere Wohnungen, Zimmer für einzelne Herren, sowie Scheuer und Stallung hat zu vermiethen Friedrich Oberländer, 635 Großh. Hofschmied, Kaiserstr. Nr. 494. Betreffend: Die Generalversammlung der Sparkasse zu Vilbel(Mathildenstift) in 1876. Einladung. 3596 Zu der auf Donnerstag den 30. l. M., Vormitags 10 Uhr, anberaumten Generalversammlung werden die Mitglieder des Mathildenstifts auf's Rathhaus in Vilbel hiermit ergebenst eingeladen. Vilbel am 9. November 1876. F. d. V.⸗R.: Fertsch, Director. Flanzösische Holzschuhe mit Lederbesatz, Baschliks, Kaputzen, wollene Kopftücher, Hemden, Unterjacken und Unterhosen zu reellen Preisen bei 3625 Ludwig Ulrich in Wölfersheim. 362²³ Einige Körbe Kaiser-Reinetten werden zu kaufen gesucht. Von wem? sagt die Exped. Medicinal-Leberthran bei Wilh. Bernbeck. 3620 Für mein Tuch- und Modewaaren-Geschäft suche ich einen Lehrling mit guter Schulbildung. 9 Heinr. Kaeß in Gießen. 3593 Gesucht wird von jetzt bis Petritag ein fleißiges, reinliches Dienstmädchen. Näheres bei der Exped. d. Anz. Einige junge Damen können an meiner französischen Conversations- 3630 stunde noch Theil nehmen. 4 Isabella Müller, Vahnhofstraße Nr. 506. 3631 Das seither von Herrn Zinnel bewohnte Logis ist zu vermiethen und sogleich oder später zu beziehen bei C. Schortmann, Vorstadt.— Kochbirnen und getrocknete Mirabellen sind daselbst zu verkaufen. Bulterpulver 1643 verkürzt die Zeit des Butterus, macht die Butter fester und schmackhafter und verhindert das Ranzigwerden derselben. Ein Paquet, ausreichend für 500 Liter Milch, à 50 Pf. zu haben bei J. A. Windeeker, Hoflieferant in Friedberg. Pla. J. Weiss in Nauheim Englische Speckbückinge, Marinirte Häringe, Russische Sardinen, Sardines à Thuile, Sardellen, Holländische Häringe 3605 bei Wilh. Bernbeck. Corsetten n e, Völkedrich. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. N N