7 r 7 * W ee* ö Wee f ö 1 9 0 — 7 9 — e Glrauli. ermietha, ö 9 — ein 0 Feristian Bender. hub — Sommers Ua die en, Mädche urbabn, Leisen jnngen nischlaua 2 chortman münzen der Thalerwährung betreffend. Ziele der Communalumlagen der Gemeinde Klein-Krotzenburg Telegraphen-Amt in Darmstadt. 1876. Dienstag den 13. Juni. . 69. Oberhessischer Anzeiger. b Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier— ungsblatt Nr. 29 enthält: I. Bekanntmachung, den Bau einer festen Brücke über Rheim bei Horchheim betreffend. II. Bekanntmachung, die Umführung der in Mainz inmündenden Linien der Hessischen Ludwigs ⸗Eisenbabn um die Stadt Mainz, sowie die Verlegung des Mainzer, Bahnhofs auf die Landseite det Stadt Mainz betreffend. III. Bekanntmachung, die Außercurssetzung der Scheide⸗ den IV. Bekanntmachung, die Nichterhebung der 3 ersten ür 1876 beiteffend. V. Uebersicht der für das Jahr 1876 genehmigten Amlagen von Communalbedürfnissen in den Gemeinden ves Kreises Darmstadt. VI. und VII. Uedbersichten der für das Jahr 1876 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der zsraelitischen Religionsgemeinden der Kreise Erbach und Worms. VIII. Ordensverleitzungen. IX. Dienstnachricht. X. Miliärdiensinachricht. Seine Königliche Hoheit ver Großberzog haben Allergnädigst geruht: am 28. Mai ven Oberst und 2. Inhaber des 3. Inf.-Regts.(Leib⸗ Regis.) Ne. 117 Prinzen Wilhelm von Hessen und bet Rhein, Großh. Hoheit, zum Generalmajor zu ernennen. XI. Dienstenslassung. XII. Concurtrenz- Eröffnungen. Erledigt sind: die Schulstelle zu Betzented, Gehalt 685 M. 71 Pf.; die mit inem evang. Lehrer zu besetzende 3. Schulstelle zu Fürfeld, Sehalt 771 M. 43 Pf.; die 1. Knabenschulstelle zu Groß⸗ Derau, Gehalt 1114 M. 28 Pf.; die evang. Pfarrstelle u Octenberg, Gehalt 1132 M.— Pf. Das Präsentat ions echt steht dem Grafen von Stolberg-Roßla zu, welcher für diesesmal hierauf verzichtet hat; die 3. Schulstelle u Dietzenbach, Gehalt 865 M. 71 Pf.; die 6. evang. Schulstelle zu Lampertheim, Gehalt 942 M. 86 Pf., vom vergangenen Jahre. welcher sich von 5 zu 5 Jahren bis zu 1371 M. 43 Pf. wurde der Vors thöht; die 1. Schulstelle zu Freien⸗Sieinau, Gehalt 357 M. 14 Pf.; die evang. Pfarrstelle zu Wirberg, Gehalt 822 M.— Pf.; die Schulstelle zu Kettenheim, Gehalt 357 M. 14 Pf XIII. Sierbefälle. Gestorben find: am 29. December 875 der Districtseinnehmer Vowinkel zu Offenbach; am J. Mai 1876 der Domanialforsiwart Funk zu Zellhausen; um 5. Mai der Oberst Scriba zu Darmstadt. u. Post⸗Personalnach⸗ selbstverständlich auch die Verlobung eines Geist— Darmstadt, 4. Juni. vichten. Harting von Düsseldorf als Telegraphist an das Angestellt sind: die Post-Assistenten Flohe in Bingen, Büdingen, Sassenfeld in Osthofen und Pathun in Grünberg. — 12. Juni. Der Landesausschuß des Pro- sestanten Vereins wird heute bier in Darmstadt zu einer Sitzung zusammentreten, um in der stirchensteuerfrage sich zu besprechen. — Sicherem Vernehmen nach wird der Kaiser von Rußland in diesem Jahre nicht mehr nach Jugenheim kommen, sondern sich von Ems direct nach St. Petersburg zurückbegeben. In Jugen- geim sind die für das Gefolge gemietheten Logis ubbestellt worden. 5 Berlin. Die„Kreuz⸗Ztg.“ bringt überein- limmend mit dem„Dresdener Journal“ folgendes bschube. 11 LE Teese P. 4 Wiener Telegramm: Keine Wiederholung der Kanzler Conferenzen. Verständigung der Groß nächte einschließlich Englands in der Orient- Frage wahrscheinlich. Bedingungelose Anerkennung Murad's Seitens der sechs Mächte bevorstehend. — Die diplomatisch-militärische Action gegen Ehina, in welcher die deutsche Regierung die Ini⸗ native ergriffen, hat jetzt schon eine bedeutende Bewegung von Kriegeschi Hewässern bervorgerufen, ver Hand Hongkong ist. Es befinden sich bereits 20 Kriegsschisse im dortigen Hafen, und zwar r 12 englische, 2 deutsche: die Corvette„Hertha“ und das Kanonenboot„Cyclop“, 3 amerikanische, 1 Corvette und 2 Kanonenboote, die französische Panzer- Corvette„Atalante“ und eine andere Corvette, endlich ein chinesisches Kanonenboot. Unter den 12 englischen Schiffen ist das aus Indien angekommene fliegende Geschwader, aus 4 Schiffen bestehend, mit inbegriffen. Die russische Flagge ist noch nicht vertreten. Ems, 7. Juni. Der bisherige italienische Gesandte in Paris, fortan in St. Petersburg, Ritter Nigra, ist heute dahier angekommen und im Hotel„Kaiser Alexander“ abgestiegen. — Nach dem„Rh. K.“ steht es jetzt fest, daß die Ankunft des Kaisers Wilhelm den 15. Juni erfolgen wird. Bonn, 8. Juni. Die dritte Synode der Altkatholiken des deutschen Reiches wurde gestern durch Bischof Reinkens mit einer Ansprache er— öffnet, in welcher er die Pflicht hervorhob, allseitig an die zu Recht bestehende Ordnung und Verfassung gewissenhaft sich zu binden und bei vorkommenden Differenzen stets aller Erregung sich zu enthalten. Hierauf fand die Constituirung der Synode statt. Zu derselben hatten sich 31 Geistliche und 76 De— legirte von Gemeinden eingefunden. Zum stell- schen Presse sehr unangenehm berühren. Andrassy soll nach dem Beispiele festgesetzt, also um 201,474 Mark erhöht. Der Präsident constatirte ausdrücklich, daß dieser Be— schluß einstimmig gefaßt sei. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Wie die „Wehr-Zeitung“ meldet, werde der Kaiser Alexan— der von Rußland auf seiner Rückreise als Gast nach Wien kommen. — In gut unterrichteten Kreisen erzählt man, daß der russische Gesandte Novikoff in den letzten Tagen dem Grafen Andrassy gegenüber geäußert, es müsse ihn die auffallend russen- feindliche Hal⸗ tung des größten Theiles der österreichisch-ungari⸗ Graf des Fürsten Bismarck jedwede Verbindung mit der Presse in Abrede gestellt und betont haben, daß die Re- gierung blos für das officielle Organ verant- wortlich sei. Frankreich. Versailles, 9. Juni. Der Senat berieth heute die Geschäftsordnung. Der Oberst Andlau stellte einen Antrag auf Beschleu- nigung der Militär-Reorganisatson. Der Antrag wurde angenommen und zugleich für zulässig er⸗ klärt, daß die Commisstonen zur Berathung von vertretenden Vorsitzenden wurde der General-Vikar Reusch ernannt, zu Schriftfübrern Bankrath Reusch, Dr. Zirngibl und Pfarrer Hochstein. Geh.-Rath v. Schulte erstattete Bericht über die Ereignisse Versetzt sind: der Obertelegraphist Ziesel don Mainz nach Olpe und der Bureau“ Assistent an Graeff in abgeschlossen habe, nicht zu beaustanden und den Zustand der altkatholischen Bewegung chlag der Repräsentanz, über alle die Cölibats-Frage betreffenden Anträge zur Tages- Ordnung überzugehen, mit allen gegen 8 Stimmen angenommen. Ebenso mit großer Majorität, daß es der Repräsentanz überlassen werde, wann die Frage wieder auf die Tages- Ordnung gesetzt werde, und daß ebeuso wie die Verheirathung lichen unstatthaft sei. Dagegen wurde der Antrag genommen: daß die kirchliche Einsegnung einer Ehe, welche ein Geistlicher nach Aufgebung seiner geistlichen Thätigkeit vor dem Standes- Beamten sei. Ferner wurden die durch die preußischen Kirchengesetze vom 9. Novbr. und vom 20. Juni 1875 nöthig Functionen der Kirchen- Vorstände, gemäß den provisorischen Anträgen der Repräsentanz festgestellt. Ein Antrag bezüglich der Form der Gemeinde— Wahlen wurde abgelehnt. Ebenso andere Anträge, betreffend die Bildung einer Synodal-Casse. Des- gleichen der Antrag, die einleitenden Schritte zu thun zur Wahl von noch zwei Bischöfen. — 8. Juni. In der heutigen vierten Sitzung der altkatholischen Synode wurde die Vorlage der Repräsentanz, betr. die Bildung kirchlicher Bezirks- Vereine, angenommen; dagegen ein von Heidel- berg ausgegangener Antrag bezüglich desselben Gegenstandes der Erwägung der Repräsentanz dringend empfohlen. Nach verschiedenen Neuwahlen schloß alsdann der Bischof die Synode, indem er der Freude Ausdruck gab über die Eintracht, mit welcher die Beschlüsse, selbst solche über die ffen in den chinesischen deren Sammelplatz vor kammer hat den Etat des königlichen Hauses und scheidun schwierigsten Fragen, gefaßt wurden. München, 9 Juni. Die Abgeordneten— Hofes gemäß den Ausschuß-Anträgen genehmigt; danach wird die Civilliste auf 4,231,044 Mark In der dritten Sitzung gewordenen Abweichungen von der Spynodal- und Gemeinde Ordnung, betreffend die Bildung und Militär⸗Angelegenheiten oder Commissionen, welche zu ihren Arbeiten ministerieller Schriftstücke be⸗ dürfen, in Paris tagen können. Belgien. Brüssel. Seit einigen Tagen ist in Brüssel und in den Provinzen das heilige Sacrament ausgestellt, und es finden alltäglich öffentliche Gebete in allen Kirchen statt, am von der Gottesmutter und der Schaar ihrer Ober- und Unter- Heiligen den Sieg der klerikalen Can; didaten bei den Wahlen am 13. Juni zu erflehen. Großbritannien. London, 10. Juni. Im Unterhause erklärte Disraeli auf eine Anfrage Hartington's, die englische Regierung wolle keine unnöthige Zurückhaltung beobachten und sei nicht gegen die Mittheilung der auf die orientalische Frage bezüglichen Attenstücke; es seien aber In- teressen vorhanden, welche höher reichten als die erklärlichen Wünsche des Hauses und des Mini- steriums, und da es sich bei diesen Interessen um die Aufrechterhaltung des Friedens handle, so hoffe er, werde das Haus nicht auf Vorlegung der Actenstücke besteben; er sei indessen bereit, jede mögliche Auskunst zu geben. Vor kurzem habe er die Hoffnung ausgesprochen, das Berliner Memorandum werde der Pforte nicht mitgetheilt werden, heute glaube er vollkommen in der Lage zu sein, zu erklären, daß das Memorandum zurück gezogen sei, da es nach seiner Meinung vertagt sei. Unzweifelhaft ließen die jüngsten eingreifenden Ereignisse zu Constantinopel hauptsächlich die Zu- rücknahme des Memorandums als erklärlich er- scheinen, da die Pforte Schritte gethan habe, durch welche mehr als einer der wichtigsten Punkte des Memorandums anticipirt werde. Die Pforte habe freiwillig Waffenstillstand ange boten, was allein schon ein hinreichender Grund für den Ausschub hinsichtlich Ueberreichung der Nole wäre. Die Weigerung Englands, dieses diplomatische Actenstück zu sanctioniren, sei von keiner Macht in feindlichem Sinne aufgefaßt, im Gegen- theil hätten die Mächte mit ihrem Bedauern den Wunsch ausgesprochen, England möchte seine Ent- g nochmals erwägen. Es gäbe mebr als einen Punkt, worin England gemeinsam mit den übrigen Großmächten handele, und wie er hoffe, mit Erfolg; die britische Regierung concurrire mit den übrigen Mächten, oder vielmehr die übrigen Mächte concurrirten mit England. Auf alle Fälle bestehe zwischen allen Großmächten vollkommenes Einvernehmen darüber, daß man keine unange- messene Pression auf den Sultan ausüben dürfe, sondern dessen Rathgebern Zeit lassen müsse, ihre politischen Maßnahmen zur Reife zu bringen. Außer- dem habe England auch die Vorstellungen Oester⸗ reichs, Rußlands und Frankreichs bei der serbischen Regierung unterstützt, um diese auf die Wichtigkeit eines gemäßigten Verhaltens aufmerksam zu machen; er hoffe, daß die Rathschläge zur Mäßigung nicht erfolglos bleiben würden. Der dritte Punkt, worüber die Großzmächte gleichartig handelten, wäre die Frage der gleichzeitigen Anerkennung des Sultans ohne Verzögerung durch Beobachtung von Etiquette Rücksichten; die neuen Creditive Elliots's würden demselben heute bereis übersendet. Die Anerkennung des Sultans beschränke sich nicht auf die großen Mächte, auch alle der Türkei unterthänigen religiösen Secten und Volksstämme erklärten sich für ihn. Die Glückwünsche seitens der Spitzen der christlichen Gemeinden könnten den Einfluß Derjenigen vermehren, welche bei den Insurgenten im Sinne der Herstellung des Friedens im Reiche wirkten. Disraeli erklärt schließlich einen von Wiener Journalen mit seiner Unter- schrift veröffentlichten Brief über die Lage Europas und die Politik Englands, worin unehrerbietig von den verbündeten Großmächten gesprochen wird, für ein Falfificat; die Mittheilung der Correspon- denz über die orientalische Frage verzögere sich nur durch den Wunsch, das Einvernehmen der Mächte, mit welchen England erfolgreich zusammen— wirke, aufrechtzuerhalten. — Der russische Botschafter Graf Schuwaloff ist hierher zurückgekehrt. Es circuliren hier Ge— rüchte, welche allerdings noch der Bestätigung bedürfen, wonach die englische Regierung ernstlich sich mit der Absicht trüge, Helgoland an Deutsch— land zu überlassen. Italien. Rom, 8. Juni. In der heutigen Sitzung der Kammer interpellirte der Deputirte Massari wegen der Gerüchte über außerordentliche Rüstungen Italiens. Der Ministerpräsident er— wiederte, daß diese Gerüchte unbegründet seien. Abgesehen von der Absendung einer Schiffs-Diviston in die türkischen Gewässer in Folge der Ereignisse in Salonichi habe die Regierung keinerlei Maß— regeln wegen Erhöhung der Streitkräfte zu Land wie zur See getroffen. Depretis fügte hinzu, Niemand habe das Recht zu dem Verdachte, daß das Ministerium eine Abenteurer-Politik adoptiren wolle, gleichwie Niemand das Recht habe, eine Friedens ⸗ Politik um jeden Preis zu erwarten. Die Regierung werde nur mit Rücksicht auf die Interessen des Landes handeln. Italien brauche Frieden; die Regierung werde den Frieden zu erhalten trachten, und habe sie auch eine civili— satorische Mission, der sie treu bleiben werde. — 9. Juni. Auf eine Anfrage des Deputirten Bertani erwiedernd, gab der Minister Zanardelli in der Deputirtenkammer Aufschlüsse über die wirthschaftlichen Verhältnisse der Gotthardbahn— Gesellschaft und theilte hierbei mit, daß die be⸗ theiligten Regierungen keinerlei Vorschläge machten, doch werde das italiensche Cabinet, bevor es auf neue Verpflichtungen eingehe, alle möglichen Ga— rantien für die gesammten hierbei zu wahrenden Interessen und für den Ausbau des festgestellten Netzes verlangen. Serbien. Belgrad. Nach einem Schreiben der„Pol. Corr.“ von hier vom 6. Juni zeigen sich Symptome von einem Umschwung der serbischen Politik zu Gunsten der Erhaltung des Friedens. Türkei. Constantinopel. Ein Erlaß des Scheich-ül- Islam untersagt den Softas das Tragen von Waffen und Zusammenrotten auf offener Straße. Der Khedive wird demnächst hier erwartet, um dem Sultan zu huldigen. — 10. Juni. Die Pforte hat, einer Mel⸗ dung der„Agence Havas“ zufolge, von Serbien Erklärungen über dessen Rüstungen gefordert. Die Aufforderung des Großveziers lautet in ihren wesentlichsten Theilen:„Die Versicherungen, welche Ew. Hoheit gegeben, hatten die Befürchtungen beseitigt, welche die bedeutenden Rüstungen hervor gerufen hatten. Indessen werden diese Rüstungen noch immer in großem Maßstabe fortgesetzt und die serbische Armee ist bereit, ins Feld zu rücken. Die Pforte kann gegenüber diesem Stande der Dinge, welcher der Ruhe ihrer Provinzen um so weniger förderlich ist, als Streifzüge von Serben die Aufregung vermehren, nicht gleichgültig ver— harren. Der Sultan hat in Erwägung der Lage, ausgehend von der Absicht, die unvermindert guten Beziehungen zur fürstlichen Regierung aufrecht zu erhalten, mich beauftragt, officiell Ew. Hoheit um offene, ganz genaue und directe Aufklärungen über den Grund und das bestimmte Ziel der erwähnten Rüstungen zu ersuchen.“— Serbien hat sofort in Erwiederung dieser Anfrage seine friedlichen Gesinnungen bekräftigt. Ein höherer serbischer Staatsmann wird sich nach Constantinopel begeben, um alle erforderlichen Erklärungen zu geben.— Die„Pol. Corr.“ meldet: Nach einem authenti— schen telepraphischen Berichte aus Belgrad vom 10 d. vereinigten sich die Vertreter sämmtlicher Mächte in den letzten Tagen in ihren Bemühungen, um dem Fürsten Milan und seiner Regierung die volle Verant— wortlichkeit füc eine eventuelle Friedensstörung klar zu machen. Besonders nachdrücklich war die Sprache des russischen Vertreters Kartsow. Rußland. Petersburg. Entsprechend den friedlichen Intentionen der Nordmächte sind die diesseitigen diplomatischen Agenten in Serbien und Montenegro angewiesen worden, von neuem den Einfluß Rußlands gegen jede kriegerische Demonstration geltend zu machen. Gleichzeitig versichert man hier, Rußland, dessen Politik keine isolirte sei, werde dafür sorgen, daß die neue türkische Regierung den von den Mächten als nothwendig anerkannten Reformen und Garantien für die südslavischen Christen gerecht werde. Moskau, 10. Juni. Die Verhandlungen in dem Processe gegen Stroußberg und die An— geklagzten von der Commerz Leihbank sind heute Nachmittag eröffnet worden. Die Procureur— Gehülsen Obninski und Simonoff hielten die Anklage aufrecht. In Folge Ausbleibens mehrerer Zeugen wurde auf Antrag der Vertheidiger mehrerer Angeklagten die Gerichtssitzung vertagt; Stroußbergs Vertheidigung hatte sich gegen die Vertagung ausgesprochen. 4 Amerika. Washington. Halbamtlicher Mittheilung zufolge werden voraussichtlich die Ein- nahmen des mit Ende Juni schließenden Finanzjahres um 11 Mill. die Ausgaben um 5 Mill. Doll. hinter den im Budget veranschlagten Ziffern zu— rückbleiben. Aus Stadt und Land. Friedberg. Außer der Feier des Geburtstags unseres geliebten Großherzogs durch ein Feslmahl im Hotel Trapp, wie alljährlich, haben wir auch die des hiesigen Krieger⸗ vereins zu erwähnen, die in besonders herzlicher Weise und in gebobenster Stimmung in dessen Vereinslokal stattsand. Die Toaste auf den Großherzog als Landesvater, obersten Kriegsherrn ꝛc. wurden mit hoher Begeisterung ausgebracht; Reden, ernsten und heiteren Inhaltes, Gesänge und In— strumentalvorträge wechselten miteinander ab, bis man sich, ganz befriedigt von dem festlichen Zusammensein in später Stunde trennte, wünschend, daß der Geburtstag unseres Landesvaters noch recht oft wiederkehren möge. Nieder⸗Erlenbach. Hier findet am 9. und 10. Juli dieses Jahres gelegentlich der Einweihung der neuen Schieß— slände des hiesigen Schützenvereins ein größeres Preis⸗ schießen statt, welches von Mitgliedern des Vorstandes der Schützenvereine von Frankfurt organifirt wird. Es hatten die Schießen und Feste, welche diese Gesellschaft veranstaltete, sich immer einer regen Betheiligung der ganzen Umgegend zu erfreuen, da erstere es sich stets angelegen sein läßt, den Fremden nur Annehmlichkeiten zu bieten. So wird denn auch voraussichtlich dieses Fest seine Anziehungskraft nicht verfeblen. Allerlei. Frankfurt. Bei einer Seitens des hiesigen historischen Vereins vorgenommenen Ausgrabung eines Grabhügels im Stadtwalde kam man auf einen bedeutenden Fund. An einer ziemlich tiefgelegenen Stelle des Hügels fanden sich flark verweste Reste eines Skelettes, die von werth— vollen Broncen umgeben waren. Die letzteren bestanden in Armringen und einem auffallend großen doppelten Halsschmuck. Daneben fanden fich kleine Eisenbruchstücke, vielleicht Reste eines Messers. Zur Seite der linken Schulter des Bestatteten traf man auf ein sehr niedliches, mit Graphit geschwärztes Schälchen. Die seitherigen Er— gebnisse der Ausgrabung haben der kleinen Sammlung des Vereins eine namhafte Bereicherung gebracht, so im vorigen Jahre bereits von der größten Sel tenheit. Berlin, 9. Juni. In dem Proceß gegen die Gründer der Bank für Sprit⸗ und Producten⸗Handel(vorm. Wrebe) beantragte der Staatsanwalt gegen jeden der vier Ange⸗ klagten Gefängnißstrafe von sechs Monaten und 3000 Mark Geldbuße, eventuell noch 7 Monate Gefängniß, unter Be⸗ lassung der bürgerlichen Ehrenrechte. Das Urtheil des Gerichts wird erst später gefällt werden. London. Auf dem eben von Port Natal hier an⸗ gekommenen Schiff„Surprise“ wurde eine 9“ lange Bog Constrictor gefangen. Der unheimliche Passagier hatte sich unbemerkt eingeschifft, und erst gezen Ende der Reise wurde man seine Anwesenheit gewahr. Auffallend war nur, daß die bei der Abfahrt von Natal sehr zahlreichen Ratten auf dem Schiff immer seltener wurden und zuletzt ganz verschwanden. Sie waren sämmtlich von der Schlange verzehrt worden. eine Bronze Zu den Meeresuntersuchungen. Das Meer, welches in diesem Jahre bei un— glücklichen Schifffahrten wieder so viel Opfer ver- schlungen hat, fängt jetzt an, auch den Binnenländer mehr und mehr zu iuteressiren,— ist er doch oft genug bei jenen Opfern betheiligt. Richthofen hielt kürzlich in der Berliner geographischen Gesellschaft einen Vortrag, aus dem einige Notizen über den heuligen Standpunkt der wichtigen Sache hervor- gehoben seien. Trotz der zahlreichen Reisen, die man beutzutage über's Meer macht, trotz der vielen Werke, die über das Meer schon geschrieben worden, ist unsere Kenntniß über die phystkalischen und biologischen Eigenschaften der Meere eine nur ge- ringe. Was wir aber in dieser Richtung wissen, ist neuesten Datums. Das Meer würde wenig Interesse für uns haben, wäre es nicht zur Existenz des Menschen nöthig. Die physikalische Geographie des Meeres ist entstanden durch den praktischen Zweck, an diesen knüpfte sie an und baute weiter. Mit Herausgabe der Segelanweisungen auf Grund der in Washington zusammengestellten Wind- und Strömungskarten, welches in den vierziger Jahren statthatte, begann eine neue Epoche. Den unab- lässigen Bemühungen Maury's danken wir es heute, daß auf dem Meere eine große Sicherheit erreicht ist. Die Unglücksfälle gerade der letzten Jahre erfolgten an den Küsten, hier harrt noch manches Problem der Lösung. Maury sah ein, daß die atmosphärischen wie eceanischen Strömungen weiterer Beobachtung bedürften; es müßten Stationen auf dem Festlande zur Beobachtung der Winde einge— richtet und deren Aufzeichnungen mit denen der Beobachtung der Meereswinde in Verbindung gebracht werden. Für die oeeanischen Untersuch⸗ ungen aber war die Untersuchung der Meerestiefe die bedeutsamste. Das gewöhnliche Senkblei war hierzu nicht ausreichend. Mit Recht war man gegen die„unermeßlichen Tiefen“, welche dies zeigte, mißtrauisch. Die Leine, welche sich während des Sinkens des Lothes abwickelte, konnte kein sicherer Maßstab für die Tiefe sein, denn sie wickelte sich, von der Meeresströmung seitwärts abgezogen, noch lange ab, nachdem das Loth den Grund erreicht hatte. Die bedeutendsten Tiefen, die bisher nach neueren Methoden gemessen wurden, ergaben 3000—9000 Meter. Von einer Kartographie des Meeresbodens kann noch keine Rede sein, aber immer hin läßt sich annehmen, daß bei der nivell⸗ irenden Eigenschaft des Wassers allzubedeutende Tiefen des Meeresbodens nicht vorhanden sind. Weit größere Schwierigkeiten ergeben sich bei der Bestimmung der Meeresströmungen. Die durch das Log erreichten Resultate haben kaum für die Oberfläche unbedingt richtige Bestimmungen zuge⸗ lassen; weniger noch läßt sich über die Tiefen- strömungen etwas mit Sicherbeit behaupten. Nachdem es in neuester Zeit gelungen ist, bei 4000 Meter Tiefe ein Boot zu verankern, lassen sich auch nach dieser Richtung bessere Resultate erhoffen. Am meisten bekannt ist bisher der sogenannte Golfstrom, der, von der äquatorialen Gegend kommend, sein eine hohe Temperatur be— sitzendes Wasser zunächst in das karaibische Meer entsendet. Neben diesem Aequinoctialstrom gibt es noch arktische Ströme, die den entgegengesetzten Weg einschlagen und vielfache Schwankungen verur⸗ sachen. Wir kennen die Gründe dieser Schwank— ungen nicht. Sind wir doch über die Ursachen dai Nah, id. f auc f ich, 0 0 Ana Agen de 111 Kli nb. Mangan 0 7 aflefer J. du Bad 1 45 N „ der Strömungen selbst noch nicht im Klaren! un Man hat jetzt aus dem Meresgrunde die schlammigen Nane Bestandtheile bervorgeholt und in denselben zahlreiche 0 rde Ueberreste ausgestorbener Organismen entdeckt; n nan bat aber auch feststellen können, daß bei Du n 4000 Meter noch Organismen leben, und man ben d, ö. hat so mit alten Ansichten, daß nur so weit vas Sonnenlicht eindringt, Leben vorhanden sei, ge⸗ brochen. Hüten muß man sich aber, hier zu weit uu geben, und nicht wie Huxlei in dem Schlamm gleich das Unthier finden zu wollen. In biologischer Beziehung ist festgestellt, daß Strömungen auch don Osten nach Westen, nach oben und unten vedingen. 1 gewissermassen verschiedene Klimate, die da über oder neben einander geschichtet . ind. Die alte Ansicht, daß es wie Wandervögel — auch Wanderfische gäbe, ist damit beseitigt; der *.—. Jisch, der ein anderes Klima aufsucht, darf nur g r in die benachbarten Tiefen gehen, um ein anderes 1 00 klima zu finden. Kennten wir die Lebensbeding— e e ungen der Seethiere, wir würden dann auch sofort lache das Klima erkennen, in welchem das Thier lebt. Häring haben wir erst in jüngster Zeit durch die seitens Preußen veranstalteten Beobachtungen etwas erfahren. Und doch wären solche Studien für die Fischerei von allergrößtem Nutzen. Es ließe sich in Kiel eine ausgezeichnete zoologische Station, ähnlich der des Dr. Dohrn in Neapel einrichten, denn Deutschland ist in Bezug auf Meeresunter— suchungen weit zurück. Handel und Verkehr. Grünberg, 10. Juni. Die Preise auf unserem heuligen Fruchtmarkie betragen: Walzen 12 M. 73 Pf.; Korn 10 M. 12 Pf.; Gerste 8 M. 81 Pf.; Haser 10 M. 5 Pf.; Erbsen— M.— Pf.; Samen 14 M. 65 Pf.; Kartoffeln 3 M. 15 Pf. Die Preise verstehen sich sämmt⸗ lich per 50 Kilo— 100 Pfund. Frankfurt, 10. Juni. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war nur ziemlich befahren. Heu kostete per Centner je nach Qualität M. 5.50—6—. Strob per Centner M. 6.—. Butter im Großhandel das Pfund 1. Qual. 94 Pf., 2. Qual. 91 Pf., im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.14, 2. Qual. M. 1.09. Eier das Hundert M. 5.15. Marnz, 10. Juni. Producten⸗Marki. Waizen per Juli 21.85, per Nov. 22.20. Roggen per Juli 16.80, per Nov. 17.20. Hafer per Juli 19.60. Rüböl per October 35.30. Für die Verunglückten in Heidesheim gingen nachträglich bei uns noch ein: von Ptofessor Diegel 5 M., welche von uns an das Comité abgeliefert wurden. Auszug f aus dem Ciwilstands⸗Regiser der Stadt Friedberg. Getraut: 30. Mal. Johann Friedrich Jacob Leonhard Streckfuß von hier mit Elisabetha Römig von hier. 7. Juni. Christoph Konrad Heinrich Nausch von hier mit Anna Ursula Händler von Weißkirchen. Geboren: 26. Mai. Dem Steuercontroleur Anton Heinrich Korwan eine Tochter. 1. Juni. Dem Meßgermeister Wilhelm Kreuter III. eine Tochter. 3. Juni. Dem Bahnbediensteten Franz Schwalm eine Tochter. 3. Juni. Dem Handschuhmacher Julius Karl Christian Matheß ein Sohn. 6. Juni. Dem Buchhändler und Bnchdruckereibesitzer Carl Bindernagel ein Sohn. Gestorben: 29. Mai. Margaretha Hock, geb. Steitz, Ehefrau des 1 Michael Höck, 70 Jahre alt. Marie Otto, geb. Kleber, Ehefrau des 7 Bernhard Otto, 45 Jahre alt. Margaretha Höck, geb. Blum, Ehefrau des Johann Konrad Höck, 53 Jahre alt. Karl Drott, Söhnchen des Schlossets Friedr. Drott, 3 Monate alt. Wollene Hemden, Unterjacken& Unterhosen Mai. Juni. Juni. äußerst billig bei 8 bedingung des Seethieres und selbst über den Die Exped. des Oberhessischen Anzeigers. K. Friedrich. d Niisen, 16 „ez der vieln 1 8 8 a 8 3 antten bett 10 e Versteigerung Kirschenversteigerung. Bekanntmachung. e 911 onnerstag den 15. und Freitag den 16. Juni 1956 Die Ki 178 1944 Künfti D Is d 5. d. Mts. soll echte im 0 f 0 5 8 e Kirschen auf den B den Staats— ünftigen Donnerstag als den 15. d. Mts. sollen „ J., Vormittags um 9 Uhr, sollen im Rodheimer Ge⸗ traßen 5 50„ 7 nten sterbfallshalber Manufaetur- und Kurzwaaren in der f Aut g N Dig 5 5 straß m Baubezirk Friedberg sollen an den unte — g 1 Zeindewald, in dem Distrikte Ketzerborn, folgende Holz- genannten Tagen und Orten unter den daselbst vorher Behausung des Isaae Hecht dahier, Morgens 10 Uhr du pvyrtimente öffentlich meistbietend versteigert werden: N cht Medi f= anfangend, meistbietend versteigert werden. 22 R e hol ö gemacht werdenden Bedingungen an die Meist 0 ö 5 2 aner Gie en⸗Scheitholz bietenden öffentlich versteigert werden: Schgell am 9. Juni 1876.. 1 196* 3 1 1) Montag den 19. Juni l. J., Vormittags 10 Uhr, Großherzoglicher Ortsgerichtsvorsteher U 9 Nadel„ a auf der Straße von Vilbel nach Offenbach bei Ab— W. Stoll. 11* Buchen⸗Prügelholz, e ung 219. N 304 n N Dienstag den 20. Juni l. J., Vormittags 9 Uhr, Gras-Versteigerung. 37 e Duc en Stockholz, auf der Straße bei Bad⸗Nauhelm, Abtheilung 113—119, 1946 Mittwoch den 14. d. Mts., Vormittags 10 Uhr 6 Eichen⸗ in der Nähe des Stationsgebäudes. anfangend, soll das der Gemeinde Petterweil zustehende 970 7 14 5„ 3) Denselben Tag Nachmittags 2 Uhr auf der Straße Heu⸗ und Grummetgras von eirca 50 Morgen Wiesen 1040 Stück Buchen⸗Wellen, Berstadt— Friedberg, Abtheilung 139— 140, bei Södel in einzelnen Abtheilungen auf hiesigem Rathhause meist⸗ 520 Eichen⸗. und denselben Tag Nachmittags 3 Uhr, Abtheilung 127 bietend verßeigert l. a 2100 Nadel- 5 bis 129 bei Woͤlfersheim an der Ziegelhütte. Petterweil den 10. Juni 1876. „ 37 Eichenstämme von 15— 35 Centim. Durchmesser und 4—11 Meter Länge, 730 Nadelstämme von 15— 37 Centim. und 4— 16 Meter Länge Gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine wird Zahlungs— fist bis 1. September d. JJ gestattet. An jedem Tag kommt erst Brennholz Stammholz zum Ausgebot Rodheim v. d. H den 6. Juni 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim v. d. H. n Auszug aus dem Handels⸗Register. 43 Die Firma D. Levi, vomals Joseph Nußbaum, boflleferant in Bad⸗Nauheim, ist seit dem 15. September J. durch Tod des Inhabers erloschen. Bad ⸗Nauheim den 7. Juni 1876. Großherzogliches Landgericht Bad-Nauheim. e 125 Schutttspahn, Landgerichts Assessor. Bersteigerung von Gebäuden auf den Abbruch. 939 Die auf dem Terrain des vormaligen Braun— khlen⸗Bergwerks zu Salzhausen noch vorhandenen Ge⸗ bi ude: 2 uin Fachwerk aufgeführte einstöckige Wohnhäuser sammt abt Thüren, Fenster, Oefen, Ziegeln u. s. w., 4 2 Kohlenschuppen, 8 1 Brunnenschachthäuschen 5 f len Donnerstag den 22. Juni d. I, Vormittags und dann 1 N ö ö wpirher bekannt gegeben werdenden Bedingungen an den Föchstbietenden auf den Abbruch öffentlich versteigert werden. a Eine Porthie loser Baumaterialien, bestehend in be⸗ salagenem Eichen- und Tannen-Bauholz, Brettern, Latten, Düren ꝛc. ꝛc., kommt hlerbei mit zur Versteigerung. Salzhausen den 8. Juni 1876. 2 Glbsheroglich Badedirektion Salzhausen. Strinkohlen bester Oualität n mel, stückreiche Flammkohle per Ctr. à Histieb. Stückkohle per Ctr. a M.. 25 Ruß- und Knabbelkohle per Ctr. N 5 1 25 1 1.— Hie b. Schmiedekohle per Ctr. D vorheriger Bestellung ab Bahnhof hier Ia, mel, stückreiche Flammkohle pr. Ctr. a M.— 95 srirt Fried. Avenarius, 7 Bab⸗Nauheim, Hauptstraße Nr. 308 * Durchmesser Uhr, auf dem genannten Bergwerk unter den daselbst 4) Mittwoch den 21. Juni l. J., Vormittags 10 Uhr, auf der Straße Hessenbrückerhammer— Butzbach, hinter und vor Eberstadt, Abtheilung 234 bis 253 und den- selben Tag Mittags 3 Uhr bei Griedel, Abtheilung 255 bis 272. 5) Donnerstag den 22. Juni l. J., Vormittags 9 Uhr, auf der Straße Nieder- Wöllstadt— Hanau, Abtheilung 164 bis 177 und Ilbenstadt— Reichelsheim am Chaussee— haus bei Ilbenstadt, Abtheilung 167,68 bis 175. 6) Freitag den 23. Juni l. J., Nachmittags 2 Uhr, Straße Gießen—Gelnhausen in Gemarkung Büches, Ab— theilung 229 bis 234 und in Gemarkung Büdingen, Abthellung 247— 250, Friedberg den 11. Juni 1876. N Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. ö J. BY K: Schnitzel, Bauaceessist. 1 Vergebung von Bauarbeiten. 1957 Die bei Herstellung der Reparatur des Bein— (häuschens auf dem Friedhof zu Büdesheim an der Kirche dortselbst und der nach der Pfarrhofraithe führen— den Kirchhofthüre erforderlichen Arbeiten, als: Maurerarbeit, veranschlagt zu 24 M. 19 Pf., Zimmerarbeit„ Scchreinerarbeit 8 Schlosseräarbeit FFF Weißbinderarbeit e Dachdeckerarbeit 71 1 * sollen Montag den 26. d. M., Vormittags 11 Uhr, in der Wirthschaft von Nagel zu Büdesheim öffentlich wenigstnehmend in Accord gegeben werden. Voranschlag und Bedingungen, welche bei unterfertigter Stelle vom 13. bis zum 24. d. Mts., von Vormlttags 9 bis 12 Uhr, offen liegen, können von den Uebernahmslustigen bis dahin eingesehen werden. Friedberg den 11. Juni 1876. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. J. V, dz K.; Schnitzel, Baugeeessist. 6* Bekanntmachung. 1948 Die auf den 12. d. Mis. bestimmt gewesene Holz⸗ versteigerung wird nicht abgehaltken, da Johann Kiegel in Lich das Holz in Empfang genommen hat. Obbornhofen den 9. Juni 1876. Großherzogliche Bürgermeisteret Obbornhofen. Leschhorn. Moiré-und leinene Schützen, Ledertaschen für Damen, Portemonnaies, Fücher, Kragen- und K. Friedrich. 439 Manschettenknopfe billigst bei 0 1 Großherzogliche Bürgermeisterei Petterweil. Berges. Holz-Versteigerung. 1961 Donnerstag den 15. und Freitag den 16. d. Mts., jedesmal Morgens 8 Uhr anfangend, sollen in dem hiesigen Gemeindewald, Distrikt kleiner und großer Hausberg: 6 Raummeter Nadel-Scheitholz, 263—„ Prügelholz, 472 1„ Stockholz, 11000 Stück Wellen„ Reisholz, 1223 Nadel⸗Stamm⸗ und Stangenholz meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft loco Hoch-Weisel. Bemerkt wird noch, daß am ersten Tag groͤßtentheils Stamm- und Stangenholz und am zweiten Tag das Brennholz zur Versteigerung kommt. Hoch Weisel am 10. Juni 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Hoch-Weisel. Wörner. 2— *. 82 8 2 D 5 2 8 22 —* 2 8 2 * 8 — 2 S 2 0 2 2 2 22 5 28 2 2 885 7 88 33 Die soeben erschienene Nr. 37 enthält: Die Ferienreise. Novelle v. S. Junghaus.(Schluß.) — Künstler und Prophet. Kulturhistorische Skizze von B. L. Mit Originalzeichnung von H. Kaulbach.— Aus den Erlebnissen der deutschen Korvette Hertha. Von Dr. Koeniger. J. Beim Maharadschah von Oschohore. — Tuvla Panti. Von A. Schmidt.— Am Familien⸗ tische: Bücherschau. XXXIII.— Wellensittiche. Mit Originalzeichnung von Flinzer: Mänsebesuch im Sittich— bauer. Zu Bestellungen empfiehlt sich Farl Bindernagel in Friedberg. Bulterpulver 1643 verkürzt die Zeit des Butterns, macht die Butter fester und schmackhafter und verhindert das Ranzigwerden derselben. Ein Paquet, ausreichend für 500 Liter Milch, à 50 Pf. zu haben bei Frau Hofl. Windecker in Friedberg. Ph. J. Weiss in Nauheim. Bei Carl Bindernagel sind in neuester Auflage und guten Einbänden g. bg Schulbücher e egenschirme, neu eingeführten K. Friedrich, neben der Post. ieee C. J. Hirsch, 637 in Seide, Zanella und Alpaka, äußerst billig bei Hut- Fabrih. Zeil 10 und 12, gegenüber der Constablerwache, Frankfurt a. M., empfiehlt für Herren, Knaben und Kinder Seiden, Stroh- und Jilzhüte, sowie (p. 2287.) 1811 eine Parthie Sommerhüte von 1 Mark an. Einladung. * 1 1955 Versammlung der evangelischen Confe ren für das Groß. Hessen Mittwoch den 14. Juni d. 9% Vormittags 11 Uhr, im Saale des Hötel Trapp zu Friedberg. 0 Tagesordnung: 1) Die Kirchensteuerfrage. 2) Die Sonntagsfeier. Referent: Hen Hofg. Adv Curtman. Correfernt: Herr Pfarrer Hardt von Offen⸗ bach. Zu zahlreicher Betheiligung ö wird eingeladen. Der Vorstand. 1914 Der Solmser Zweig⸗Verein der Gustav⸗Adolf⸗ Stiftung gedenkt sein diesjähriges Jahresfest Mittwoch den 14. Juni zu Gambach zu feiern und ladet alle Freunde des Vereins hiermit zu demselben herzlich ein Anfang des Gottesdienstes: 10 Uhr; Festprediger: Pfarrer Römheld zu Groß-Bieberau. 9 Der Vorstan d. Friedberger Casino. 1964 Mittwoch den 14. Juni 1 (mit Tanz) nach dem Selzerbrunnen bei Grof Karben. Abfahrt 2 Uhr 49 Minuten Nachmittags. 5 Friedberg den 12. eee 22 Vo r st an d. Geschaͤfts- Verlegung. 1962 Meinen werthen Kunden theile ich hierdurch mit, daß sich von jetzt an mein Käse-Geschäft, verbunden mit Colonial-Waaren, Töngesgasse Nr. 9 befindet, nächst der Fahrgasse. Mein langjähriges Local zu den Käs-Tauben, Fahrgasse 111, wurde zu anderem Zwecke ver- kauft, weshalb ich bitte das mir bisher geschenkte Vertrauen, auch auf mein ganz in der Näbe ge— legenes Haus zu übertragen, was ich durch billige Preise und gute Waare rechtfertigen werde. Hochachtungsvollst Georg Seris, Töngesgasse 9. North Britich and Mercantile. Versicherungs-Gesellschaft in LONDON& EDñINBURG, (gegründet 1809) mit Domicil BERLIN. Frankfurt a. M. den 15. Juni 1876. 1941 eee, Reserve-Fond Ende 1875 A Hiervon haften allein für die Feuerbranche.. Die Gesellschaft schliesst Versicherungen gegen billigen Prämien. Für Landwirthschaft und Fabriken besonders loyale Bedingungen; namentlich sei erwähnt, dass den Herren Landwirthen bei mehrjähriger Versicherung(bei mindestens jähriger Dauer) zehn Procent Rabatt der Prämie gewährt wird. Bei allen Ver- sicherungen von 5—10jähriger Dauer unter Vorausbezahlung bedeutenden Rabatt. Zur Ertheilung jeder wünschenswerthen Auskunft, sowie zur Vermittelung von Versicherungs- Anträgen empfiehlt sich Assenheim: L. Wenek, Bönstadt: J. Wassem. Bad- Nauheim: J. Brückel., Friedberg: P. Hagemann, Carl Gaul, General- Agent, Darmstadt. 40 Millionen Mark. 76½ Millionen Mark. 2 20 Millionen Mark. 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Ober⸗Roßbach. Heinrich Stephan Wittwe. 1949 Eine in vorzüglichem Zustande sich befindliche fahr— bare 8pferdige eng ische Locomobile mit neuer kupferner Feuerbüchse ist zum Preise von M. 3200 abzugeben.(H. 61403.) Gefl. Offerten nimmt die Annoncen Expedition von Haasenstein& Vogler in Gießen entgegen. Futterartikel. 1908 Kornkleie, Waizenschaalen, Erbsenschroth, Malzkeime und Futtermehl empfiehlt sowohl in Centnern, als in größeren Parthicen in bester Qualität und zu billigen Preisen L. H. Strauß. Zur Beachtung. 1942 Wegen der auf den 14. d. Mts. ausgeschriebenen Versammlung in Friedberg soll die für denselben Tag anberaumte Prediger-Conferenz erst am 21. d. Mts. auf dem Selzerbrunnen bei Okarben stattfinden. Kaichen am 9. Juni 1876. Fertsch, Dekan. Turnverein e 1951 Diejenigen Mitglieder, welche sich e heimer Turnfest betheiligen wollen, werden geeiter. bei Herrn Chr. Heß, bei welchem die List zrund schreiben offen liegt, bis längstens 5 Samstag anzumelden. 72 1 Friedberg den 11. Juni 1876. Jahren De gen unab- Contobüchelchen zu 7 kr., 10 kr., 14 kr., 24 kr. vorräthig bei Carl Bindernagel. Loose zur Darmstädter Industrie-Ausstellung, pet 1950 Neue Isländische Stück 1 Mark, bei Jos. Hoffmann. 1790 Matjes-⸗Häringe bei Wilhelm Fertsch. Mehrere Stangenzäume für Pferde, 1952 1 Mehlkasten, 2 Kinderwägelchen, 1 eichene Bett stelle, fast neu, mehrere schwarze Damenkleider und ein Parthie Sonnenschirme hat zu verkaufen Friedberg. J. Ehrlich. wen tels. Butter maschinen unterhalte von den gangbarsten Sorten stets Lager und verkaufe zum Fabrikpreise. 1959 A. Buch in Hungen. Kirschen. 1953 Die dießjährige Kirschenerndte von eirea 90 Stück reichtragenden Bäumen, meist edelster Sorten, auf eirel 8 schon jetzt reife Kirschen, sollen spätestens bis zum 16. Juni e. aus der Hand dahier vergeben werden. Hof⸗Schleifeld am 10. Juni 1876. Koch. 1963 Der Vorbereitung eines jungen Mannes zur Prüfung Einjährig⸗Freiwilliger könnte sich noch Jemand anschließen. Unterricht in: Mathematik, Englisch und Französisch, Geschichte und Geographie, Deutsch. Ein Glasergeselle 1 dauernde Arbeit bei ilbel. Friedrich Seib. Wein⸗Etiquettes sind in größter Auswahl wieder vorräthig bei Carl! Bindernagel. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. *